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Der dritte Bahnstreick innerhalb weniger Wochen steht an und zwischen Ärger und Verständnis stellen sich für viele auch ganz pragmatische Fragen: Wie komme ich trotzdem zur Arbeit, in die Heimat, in den Urlaub? Auf welche Alternativen kann ich jetzt setzen?

Warum wird gestreikt? Das fordert die GDL

Zum Streik aufgerufen hat die Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer (GDL) – im Güterverkehr ab 01. September und im Personenverkehr ab 02. September 2021. Sie fordert eine höhere Bezahlung für die Beschäftigten. Zudem müssten die Arbeitsbedingungen verbessert werden und eine „Corona-Prämie“ von 600 Euro ausgezahlt werden.

So steht die Bahn zu den Forderungen der GDL

Weit weg voneinander sind die beiden Parteien nicht. Die Bahn stimmt der Lohnerhöhung grundsätzlich zu und auch die Corona-Prämie sei denkbar, allerdings zu anderen Bedingungen. Der neue Tarifvertrag soll laut GDL für 28 Montae bindend sein, das Angebot der Bahn waren 40 Monate. Auch die Höhe der Corona-Prämie wurde von der Bahn noch nicht bestätigt.

Die Vorbereitungen laufen

Auch wenn die GDL und die Bahn beide gesprächsbereit sind, muss sich die Bahn auf ausfallende Züge vorbereiten und stellt deshalb auf einen Notfallfahrplan um.

Doch nicht nur die Bahn muss sich vorbereiten, auch viele Berufspendler, Urlauber und andere Bahnreisende suchen zunehmend nach alternativen Möglichkeiten ans Ziel zu kommen. Gerade wer auf ein eigenes Auto verzichtet und sich sonst auf die Öffentlichen Verkehrsmittel verlässt, steht jetzt vor einem Problem. Die Bahn bemüht sich, so viele Reisende wie möglich zu halten – wie viele sich tatsächlich auf das Risiko einlassen, doch keinen Zug zu bekommen, wird sich zeigen.

Wie komme ich trotzdem an mein Ziel? Alternativen zur Bahn

Die erste Wahl wird bei den meisten vermutlich das eigene Auto sein; wer darauf nicht zurück greifen kann oder möchte, muss deshalb aber nicht laufen: Hier gibt's den Überblick, was zu welchen Bedingungen sonst möglich ist.

Autovermittlung: Mietwagen könnten knapp werden

Jetzt noch günstig an einen Mietwagen kommen? Die Autovermieter sind auf einen möglichen Ansturm vorbereitet. Der Verband der internationalen Autovermieter sagt, dass ausreichend Fahrzeuge bereitgestellt werden können. Aber klar ist: Die Nachfrage nach Autovermietung wird während der Streikzeit deutlich höher sein als sonst und wer sich einen Mietwagen holen will, der sollte Gas geben. Vor allem am Wochenende könnten Mietwagen knapp werden, zum Beispiel am Stuttgarter Flughafen oder auch am Frankfurter Airport.

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Mitfahrgelegenheiten und Carsharing

Die Mitfahrzentrale Blablacar rechnet während des Streiks mit fünf- bis sechsmal so vielen Buchungen als sonst. Sie empfiehlt aber trotzdem, dass diejenigen, die Fahrten anbieten, wegen Corona das Auto nicht super voll machen und natürlich, dass alle im Auto Maske tragen. Auch beim Carsharing wird die Nachfrage größer sein. Der Carsharing-Anbieter Stadtmobil hat gesagt, dass die Buchungszahlen definitiv steigen werden.

Fernbusse: Große Nachfrage und hohe Preise

Fernbusse werden vermutlich das Reisemittel sein, das während des Streiks einen Mega-Boom bekommen wird; und sie werden auch entsprechend voll sein. Vor allem die beliebten Strecken Stuttgart – Hamburg oder auch Mainz – Berlin werden vermutlich schnell ausgebucht sein, besonders natürlich am Wochenende. Das heißt aber auch, dass die Preise steigen. Teilweise kosten die Fahrten von Mainz nach Berlin während der Streikzeit bei verschiedenen Betreibern bereits jetzt 50 bis 60 Euro, an anderen Wochenenden werden nur 25 Euro fällig.

Schnell sein lohnt sich

Bei allen Alternativen gilt: je schneller gebucht wird, desto wahrscheinlicher bekommt man auch ein Ticket. Abgesehen von der Sicherheit, dass man einen Platz hat, kommt man so auch meist günstiger weg als Spätbucher: Viele Anbieter haben ein dynamisches Preissystem. Das heißt: Je mehr Menschen buchen, desto höher sind die Preise. Deshalb gilt: Früh buchen und sparen.

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