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Inzwischen beklagt Deutschland mehr als 100.000 Corona-Tote, die bundesweite Inzidenz liegt weit über 400. Aktuelle Entwicklungen im Corona-Ticker.

Drosten warnt Ungeimpfte vor Omikron-Risiko

Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, erwartet wegen der neu aufgetretenen Omikron-Variante bis zum nächsten Sommer Probleme mit dem Coronavirus in Deutschland. „Das Delta-Virus ist unser Problem bis in den Januar rein, das Omikron-Virus ist unser Problem bis Sommer“, sagte Drosten im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“. Drosten sagte, vermutlich werde Omikron ab Januar in Deutschland zum Problem. Es lasse sich im Moment jedenfalls nicht sagen, dass bis Ostern das Thema Coronavirus vorbei sei. Er zeigte sich insbesondere durch die hohe Verbreitungsgeschwindigkeit von Omikron besorgt. Zugleich sprach er eine Warnung für die Ungeimpften aus. „Es könnte sein, dass die Krankheitsschwere nicht nur nicht verringert ist. Es könnte sogar sein, dass es erschwert wird, die Krankheitsschwere.“

BionTech-Gründerin Türeci übernimmt Professur in Mainz

Die BionTech-Gründerin Özlem Türeci hat eine Professur für personalisierte Immuntherapie an der Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität und dem Helmholtz-Institut für Translationale Onkologie in Mainz übernommen. Die 54-Jährige solle „die Entwicklung innovativer Immuntherapiekonzepte und deren präklinische Erforschung vorantreiben“, teilte das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg mit. Ihre Ernennungsurkunde wurde Türeci demnach am Montag überreicht. Universitätspräsident Georg Krausch erklärte, Türeci sei eine „exzellente Wissenschaftlerin für das Team der Johannes-Gutenberg-Universität“ in Mainz.

Schwerin: Corona-Demo vor Schwesigs Haus gestoppt

Bei einem nicht angemeldeten Protest gegen die Corona-Maßnahmen der Landes- und der Bundesregierung haben mehrere Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer versucht, vor das Wohnhaus von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in der Schweriner Innenstadt zu gelangen. Wie ein vom NDR verbreitete Amateurvideo zeigt, zogen viele von ihnen mit den eingeschalteten Taschenlampen ihrer Smartphones in den Händen durch die enge Straße, in der die SPD-Politikerin wohnt. Der Zug sei 100 Meter vor Schwesigs Wohnhaus von der Polizei gestoppt worden, hieß es. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel (SPD) wertete den Zug als den Versuch, „sächsische Verhältnisse herbeizuführen“.

AfD-Klage gegen 2G in Berliner Hotels erfolglos

Mehrere AfD-Bundestagsabgeordnete sind mit einer Verfassungsbeschwerde gegen die Berliner 2G-Regelung für Hotels gescheitert. Die Klägerinnen und Kläger hätten eine Verletzung von Grundrechten „nicht hinreichend dargelegt“, teilte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit. Außerdem hätten sie sich mit ihrem Eilantrag zunächst an die zuständigen Berliner Verwaltungsgerichte wenden müssen. (Az. 2 BvR 2164/21)

Die elf nach eigenen Angaben ungeimpften Abgeordneten hatten argumentiert, sie lebten „außerhalb Berlins weit entfernt vom Bundestag“ und seien in Sitzungswochen auf Übernachtungen in der Hauptstadt angewiesen. So hätten sie keine Möglichkeit, an der für Mittwoch geplanten Wahl des Bundeskanzlers teilzunehmen. Die Verschärfung der Verordnung sei ein unverhältnismäßiger Eingriff in das grundrechtlich geschützte Mandat von Bundestagsabgeordneten.

Baden-Württemberg dringt auf Änderung des Infektionsschutzgesetzes

Baden-Württemberg drängt den Bund, den Ländern im Infektionsschutzgesetz wieder mehr Möglichkeiten im Kampf gegen die Pandemie einzuräumen. Der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte, die Länder bräuchten nach dem Ende der epidemischen Lage wieder den „vollen Instrumentenkasten - damit wir reagieren können, wenn sich die Lage nicht dauerhaft bessert“. Das habe er auch dem angehenden Kanzler Olaf Scholz (SPD) geschrieben, der die Länder nach ihren Wünschen für das Bund-Länder-Treffen an diesem Donnerstag gefragt habe.

Nur so sei man in der Lage, Ausgangsbeschränkungen zu erlassen sowie Gastronomie, Betriebe, Gewerbe und Handel zu schließen, erklärte Kretschmann. Auch für eine Schließung von Schulen und Kitas, die nur im Notfall infrage komme, brauche man eine Überarbeitung des Bundesgesetzes. Der Regierungschef nannte als denkbare Maßnahmen auch die Beschränkung von Reisen und Übernachtungsangeboten sowie ein Sportverbot.

Kretschmann entschuldigt sich für Corona-Regeln-Chaos

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Landesgesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) haben sich für die Änderungen der Corona-Verordnung am Wochenende und die dadurch ausgelöste Verwirrung entschuldigt. Vor der Presse in Stuttgart sagte Kretschmann, der Balanceakt zwischen schneller Umsetzung und ordentlichen Verwaltungsvorgängen sei nicht gelungen:

Kretschmann entschuldigt sich für Corona-Regeln-Chaos. Nahaufnahme von Kretschmann und Gesundheitsminister Lucha.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Marijan Murat)

Nachrichten Kretschmann entschuldigt sich für Chaos

Dauer

DRK-Krankenhaus Alzey ist am Limit

Fast 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK-Krankenhauses in Alzey haben sich krank gemeldet. In der Konsequenz befindet sich die Klinik im Notmodus. Operationssäle seien deshalb geschlossen worden. Außerdem gebe es einen Aufnahmestopp: Neue Patienten würden nicht mehr angenommen, so der kaufmännische Direktor des Krankenhauses, Michael Nordhoff. Von den fast 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die krank sind, seien allein 49 vom Pflegepersonal.

Die Hauptgründe für den hohen Krankenstand sind laut Nordhoff eine akute Erkältungswelle und die Erschöpfung der Pflegekräfte nach zwei Jahren Corona-Pandemie. Deshalb würden nun auch nicht dringende bzw. planbare Operationen seit einer Woche verschoben. Lediglich ein OP-Saal sei noch für Notfälle offen.

Viele Corona-Fälle im Kreis Heilbronn - Gesundheitsamt tappt im Dunkeln

Was ist los in Heilbronn? 475 Neuinfektionen an nur einem Wochenende, doch Hotspots sind momentan keine auszumachen. Das Infektionsgeschehen ist diffus, sagt der Leiter des Heilbronner Gesundheitsamts Thomas Schell. Dass das Amt etwas im Dunkeln tappt, liegt an der geänderten Art der Kontaktnachverfolgung:

Kreis Heilbronn

Diffuses Infektionsgeschehen Viele Corona-Fälle im Kreis Heilbronn - Gesundheitsamt tappt im Dunkeln

Im Kreis Heilbronn ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Wochenende sprunghaft um knapp 100 Zähler auf 775 (Stand: Sonntagabend) angestiegen. Im Gesundheitsamt sucht man nach Erklärungen.  mehr...

Scholz: Infektionsgeschehen durch Ungeimpften

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Einschränkungen für Ungeimpfte als notwendiges Mittel zum Brechen der vierten Corona-Welle verteidigt.

Das heute uns alle beeinträchtigende Infektionsgeschehen rührt von den Ungeimpften her. Darüber gibt es gar keinen Zweifel.

Scholz sagte weiter: „Viele von denen sind auch selbst bedroht, denn die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich infizieren, ist sehr, sehr hoch und deshalb ist es auch sehr wahrscheinlich, dass ein Teil davon erkranken wird und ein weiterer Teil auf den Intensivstationen um das eigene Leben wird ringen müssen.“ Ganz klar sei es deshalb, dass Einschränkungen für diejenigen, die sich nicht impfen lassen haben, nötig seien.

14,6 Millionen Menschen „geboostert“

In Deutschland haben mittlerweile 14,6 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Das entspricht 17,5 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Demnach sind allein am Montag 523.000 Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden.

Kein Land der Welt hat in den letzen Tagen mehr Menschen geimpft als 🇩🇪. 523.000 Booster sind zudem ein neuer Montagsrekord. Von den bereits geimpften 55 Mio Erwachsenen haben 14,6 Mio (26%) nunmehr den verstärkten Schutz erhalten.

Spahn: Einreisebeschränkungen angesichts Omikron wichtig

Einreisebeschränkungen in die EU sollen dem scheidenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zufolge wegen der Variante Omikron aufrechterhalten bleiben. Bis man mehr über die Variante wisse, gelte es vorsichtig zu sein, sagt Spahn vor dem Treffen der EU-Gesundheitsminister in Brüssel. Daher seien Reisebeschränkungen wichtig, um Einreisen in die EU und nach Deutschland zu begrenzen.

Inzidenz sinkt auf 432,2

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 36.059 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 9.694 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 45.753 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 432,2 von 441,9 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 399 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 103.520. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 6,22 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Bundestag berät über Corona-Impfpflicht

Der Bundestag berät heute zum ersten Mal über die geplante Corona-Impfpflicht für Mitarbeiter von Kliniken und Pflegeheimen. Das gerade erst geänderte Infektionsschutzgesetz soll nachgeschärft werden. Damit sollen zum Beispiel Restaurantschließungen in Hotspots und Impfungen durch Zahnärzte und Apotheker möglich werden. Auch der Bundesrat soll noch in dieser Woche darüber abstimmen.

Bundestag berät erneute Änderung des Infektionsschutzgesetzes

Der Bundestag berät heute über eine erneute Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Die künftige Koalition aus SPD, Grünen und FDP hatte den Ländern Nachbesserungen zugesagt, um strengere Corona-Maßnahmen zu erlauben. Künftig sollen zur Eindämmung der Pandemie unter anderem wieder Schließungen von Gastronomie sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen möglich sein. Zudem soll eine Impfpflicht für das Personal in Einrichtungen mit besonders gefährdeten Personen eingeführt werden. Nach der ersten Beratung sollen im Laufe der Woche eine Anhörung über das neue Gesetz und am Freitag dann die Abstimmung im Bundestag folgen

Auch Schaffner kontrollieren ab Mittwoch 3G-Nachweis

Auch Schaffnerinnen und Schaffner der Bahn sollen ab Mittwoch Kontrollen von 3G-Nachweisen stichprobenartige durchführen. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet von einer entsprechenden Dienstanweisung. Demnach sollen Fahrgäste ohne 3G-Nachweis „diskret und höflich“ gebeten werden, am nächsten Knotenbahnhof auszusteigen. Weigert sich jemand, soll die Bundespolizei gerufen werden. Die Kontrollen laufen bereits seit vergangener Woche, jetzt sollen erstmals auch die Schaffner einbezogen werden.

Erste Forderungen an Lauterbach

Der Sozialverband VdK fordert den designierten Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf, für eine bessere Organisation der Booster-Impfungen zu sorgen. „Wir brauchen endlich ein bundeseinheitliches Verfahren“, sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. In einigen Bundesländern warteten ältere Menschen und Risikopatienten vergeblich auf Termine und kämen telefonisch bei Ärzten oder Zentren nicht durch. Auch bei der Lieferung von Impfstoff gebe es an vielen Orten Probleme. „Es ist erschreckend, dass es nach fast zwei Jahren Pandemie noch immer keine zentrale Information, Koordination und Steuerung gibt“, so Bentele, „das muss nun schleunigst geändert werden.“

Polizistin soll Impfausweise gefälscht haben

Eine Polizistin aus dem Saarland wird verdächtigt, Impfausweise gefälscht und für je 100 Euro verkauft zu haben. Bei Durchsuchungen ihrer Wohnung und ihrer Diensträume wurden laut Staatsanwaltschaft Blanko-Impfpässe, ein gefälschter Impfpass und elektrische Geräte gefunden. Laut Polizeimeldung laufen Ermittlungen gegen die 32-Jährige, sie sei nicht mehr im Dienst.

Frankreich verschärft Corona-Maßnahmen

Im Kampf gegen die Pandemie hat der französische Premierminister Jean Castex weitere Schutzmaßnahmen angekündigt, die aber weit weniger streng ausfielen als zu früheren Zeitpunkten der Pandemie – trotz einer Sieben-Tage-Inzidenz im Land von über 400. „Es ist nicht die Zeit für Besucherobergrenzen, Ausgangssperren oder Lockdown. Das wäre unverhältnismäßig“, sagte der Premierminister. An Grundschulen soll den Beschlüssen zufolge die Maskenpflicht ausgeweitet werden. Unternehmen sind aufgerufen, ihren Mitarbeitern das Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen. Auf Zusammenkünfte, bei denen keine Maske getragen wird, sollten die Franzosen verzichten, sagte Castex. Außerdem wurde die Schließung der Diskotheken angeordnet.

Lucha fordert mehr Impfstoff für Baden-Württemberg

Gesundheitsminister Lucha hat in einem Brandbrief beim Bund zusätzlichen Impfstoff eingefordert. Die Planbarkeit der Impfkampagne im Land sei sonst gefährdet.

Rheinland-Pfalz: Testkapazitäten reichen nicht aus

Der Koordinator des Landes für die Corona-Teststellen, Detlef Placzek, hat in einem Interview mit SWR Aktuell RP erklärt, dass die Testkapazitäten in Rheinland-Pfalz für den derzeitigen Bedarf nicht ausreichen. Aufgrund der erhöhten Anforderungen gebe es derzeit in den Innenstädten Schlangen und in ländlichen Bereichen an der ein oder anderen Stelle gar keine Testkapazitäten. Auch die Corona-Tests selbst werden Placzek zufolge knapp. Das Landesamt habe die Teststellen bis jetzt mit Tests beliefern können, könne das aber ab heute nicht mehr für alle garantieren. „Wir haben die Teststellen gebeten, Tests selbst zu kaufen“, so Placzek. Es sei möglich, welche zu bekommen. Aber es sei nicht mehr so einfach wie vor 4 Wochen.

Weihnachtsfeier: 68 Intensivstation-Mitarbeiter positiv getestet

In Spanien sind 68 Mitarbeiter einer Intensivstation nach einer Weihnachtsfeier positiv getestet worden. Pflegepersonal und Ärzte des Universitäts-Regionalkrankenhauses in Malaga hätten am 1. Dezember an der Party mit insgesamt 173 Personen teilgenommen, teilte die Regionalregierung von Andalusien mit. Alle Erkrankten waren den Angaben zufolge vor der Feier getestet oder drei Mal geimpft. Möglicherweise sei die Ansteckung auch bei einem großen Essen für die Krankenhausmitarbeiter erfolgt. Die Infizierten weisen den Angaben zufolge leichte Symptome auf.

EMA genehmigt Athritis-Mittel bei Covid-19-Patienten

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gibt grünes Licht für den Einsatz des Roche-Medikaments RoActemra zur Behandlung von schweren Covid-19-Erkrankungen bei Erwachsenen. Das Mittel kann demnach bei Patienten eingesetzt werden, die unter anderem zusätzlichen Sauerstoff oder Beatmung benötigen. Das Roche-Medikament ist in der EU bereits für die Behandlung von Entzündungskrankheiten wie rheumatoide Arthritis zugelassen. In einer Studie hatte der Wirkstoff das Sterberisiko bei schweren Covid-Erkrankungen gesenkt, die Genesungszeit verkürzt und den Bedarf an Beatmungsgeräten verringert.

Schlaganfall-Gesellschaft warnt vor schlechter Behandlung

Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) warnt wegen der angespannten Corona-Situationen in den Krankenhäusern vor massiv eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten. Selbst schwer erkrankte Schlaganfall-Patienten könnten deswegen manchmal nicht adäquat behandelt werden, teilte die DSG mit. Teilweise würden sogar Betten auf Spezialstationen für Schlaganfälle für die Behandlung von Covid-19-Patienten zur Verfügung gestellt. Notwendige Schlaganfall-Therapien könnten manchmal nicht schnell genug durchgeführt werden. Bei einem akuten Schlaganfall zähle aber jede Minute, denn je eher ein Schlaganfall-Patient behandelt werde, desto besser seien seine Überlebens- und Genesungschancen.

Baerbock fordert Menschen zum Impfen auf

Die Eindämmung der Corona-Pandemie ist nach Worten der designierten Außenministerin Annalena Baerbock die „prioritäre und allerallerwichtigste Aufgabe der Bundesregierung“ in den nächsten Wochen und Monaten. Es gelte: „Impfen, impfen, impfen, was das Zeug hält.“ Die Lage sei hochdramatisch.

Unions-Politiker fordert Nachbesserungen bei infektionsschutzgesetz

Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei (CDU) fordert Nachbesserungen beim Entwurf der Ampel-Fraktionen zum Infektionsschutzgesetz. „Nach wie vor gilt, dass die Übergangsfrist für die Länderregelungen mit Mitte Februar zu knapp bemessen ist“, sagte Frei der Nachrichtenagentur Reuters. Frei fordert erneut die Wiedereinführung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite, die Ländern den vollen Instrumentenkasten an Corona-Maßnahmen eröffnen würde. „Die zögerliche Haltung der Ampel verunsichert die Bevölkerung“, sagt er.

Ärzteverbände begrüßen Nominierung von Lauterbach für Gesundheitsressort

Ärzteverbände haben die Nominierung von Karl Lauterbach (SPD) für die Leitung des Gesundheitsressorts in der neuen Bundesregierung begrüßt. „Die Berufung von Karl Lauterbach zum neuen Gesundheitsminister ist die richtige Antwort auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie“, erklärte der Vorsitzende des Virchowbundes der niedergelassenen Ärzte, Dirk Heinrich.

„Die Wissenschaft ist der natürliche Feind des Populismus, deshalb werden wir die Pandemie nur faktenbasiert und mit entschlossenem Handeln besiegen“, hob Heinrich weiter hervor.

„Es freut mich, dass ein Arzt Gesundheitsminister wird“, sagte die Vorsitzende des Ärzteverbands Marburger Bund, Susanne Johna. Lauterbach sei ein „ausgewiesener Fachmann und hat nicht erst seit der Pandemie bewiesen, dass er über hohe Sachkenntnis verfügt“, hob sie in der Neuen Osnabrücker Zeitung weiter hervor.

Keine vorzeitigen Weihnachtsferien in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg hält an dem ursprünglichen Termin für die Weihnachtsferien im Land fest. Das hat Landeskultusministerin Theresa Schopper (Grüne) bekräftigt. Sie reagierte damit auf Diskussionen, ob die Ferien wegen der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen vorgezogen werden sollten. „Wir können nicht einfach die Kinder nach Hause schicken und sagen, die Mutter muss jetzt drei Tage früher Urlaub nehmen“, sagte Schopper im SWR-Interview.

Baden-Württemberg

Corona in Schulen Keine vorzeitigen Weihnachtsferien in Baden-Württemberg geplant

Baden-Württembergs Kultusministerin Schopper schließt vorgezogene Weihnachtsferien im Land derzeit aus. Man habe aus dem letzten Lockdown eine Lehre gezogen.  mehr...

Wüst: Kleine Familienfeiern an Weihnachten möglich

Familienfeiern in kleinerem Rahmen an Weihnachten werden dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) zufolge möglich sein. „Was wir bis jetzt verabredet haben, lässt Familienfeiern im kleinen Raum zu, mit den beschlossenen Einschränkungen“, sagte Wüst bei einem Besuch eines Impf-Zentrums in Düsseldorf. „Und ich finde, dass sollte man dann auch machen.“ Auf die Frage, ob weitere Verschärfungen der Auflagen zur Eindämmung der Pandemie nötig seien, sagt der CDU-Politiker, es müsse abgewartet werden, wie die geltenden Regeln sich bewährten und die Menschen darauf reagierten – „bevor man das Schräubchen immer weiter dreht“.

Lauterbach: „Werden den Kampf mit der Pandemie gewinnen“

Der künftige Bundesgesundheitsminister, Karl Lauterbach (SPD), hat sich optimistisch gezeigt, dass die Corona-Pandemie überwunden werden kann. Sie werde länger dauern, als viele dächten, sagte er, nachdem er vom designierten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) als künftiger Gesundheitsminister vorgestellt worden war.

„Wir werden das aber schaffen. Impfen wird die zentrale Rolle spielen, aber nicht nur (...) Wir werden den Kampf mit der Pandemie gewinnen“, sagte der 58-jährige Nordrhein-Westfale. Lauterbach kündigte an, darüber hinaus das Gesundheitssystem zu stärken und robuster zu machen. „Mit uns wird es keine Leistungskürzungen im Gesundheitswesen geben.“ Für weitere Pandemien werde man besser gerüstet sein.

Auf Twitter bedankte sich Lauterbach bei allen, „die mich als #Gesundheitsminister hier auf Twitter unterstützt haben“. Weiter schieb er: „Lob und auch Kritik, wenn sachlich und begründet, bedeuten mir viel.“

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich als #Gesundheitsminister hier auf Twitter unterstützt haben. Lob und auch Kritik, wenn sachlich und begründet, bedeuten mir viel. Ich freue mich, wenn Sie/Ihr meine Arbeit weiter begleitet. Das wird so bleiben. Danke!

Fast 14 Millionen Menschen mit Corona-Booster

Bei den Corona-Impfungen haben inzwischen 13,9 Millionen Geimpfte eine zusätzliche Auffrischungsdosis bekommen. Das entspricht 16,7 Prozent der Bevölkerung, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Montag hervorgeht. Insgesamt wurden am Wochenende rund 942.000 Impfungen vorgenommen, 738.000 am Samstag und 204.000 am Sonntag.

Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach nun mindestens 57,4 Millionen Menschen oder 69,0 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine erste Impfung haben 59,9 Millionen Menschen oder 72,0 Prozent aller Einwohner erhalten.

Bund und Länder haben das Ziel von bis zu 30 Millionen Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen bis Jahresende ausgegeben - ausgehend vom Stand der Impfungen bei der vorangegangenen Bund-Länder-Runde am 18. November.

Virologe Stürmer: Nicht auf neuen Impfstoff gegen Omikron warten

Der Virologe Martin Stürmer hat davor gewarnt, darauf zu warten, bis ein neu entwickelter Impfstoff für die neue Coronavirus-Variante Omikron zur Verfügung steht. Das Gleiche gelte für das Warten auf einen Tot-Impfstoff, sagte er am Montag im ARD-Morgenmagazin. „Wenn ich jetzt gar nichts tue, setze ich mich einem hohen Risiko aus, egal mit welcher Variante, mich anzustecken“, sagte der Virologe.

Protest von Corona-Gegnern: Dresdner Polizei rüstet sich für Großeinsatz

Nach dem Entsetzen über den Fackelaufmarsch vor dem Privathaus von Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) bereitet sich die Polizei in Dresden auf einen Großeinsatz vor. Am Montag rechnen die Einsatzkräfte mit einem Protest von Gegnern der Corona-Politik vor dem Sächsischen Landtag. Der Grund: Das Parlament will am Mittag (13:00 Uhr) über die Feststellung der epidemischen Lage im Freistaat entscheiden. Insbesondere in sozialen Netzwerken werde zu dem Protest aufgerufen, hatte die Polizei am Freitag mitgeteilt.

„Auch Extremisten mobilisieren für einen Protest vor dem Sächsischen Landtag. Unsere Gefahrenprognose, Grundlage unserer Einsatztaktik, ist damit eine ganz andere als an den vergangen Montagen“, sagte Polizeipräsident Jörg Kubiessa. Im Ergebnis enge das den Ermessensspielraum deutlich ein.

„Eine härtere Gangart der Polizei wird die logische Konsequenz sein - natürlich unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit bei der Wahl unserer Mittel“, sagte der Polizeipräsident. Wasserwerfer sollen im Stadtzentrum bereit stehen.

Umfrage: Große Mehrheit findet Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte richtig

Drei von vier Deutschen begrüßen einer Umfrage zufolge die jüngst beschlossenen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte in der Corona-Pandemie. In der repräsentativen Befragung des Instituts Civey für die Augsburger Allgemeine gaben 74 Prozent an, sie hielten die Kontaktbeschränkungen für richtig. 23 Prozent lehnten die Maßnahmen ab. 3 Prozent der Befragten zeigten sich unentschieden.

Bund und Länder hatten am 2. Dezember beschlossen, dass Treffen, an denen ein Ungeimpfter oder nicht Genesener beteiligt ist, auf den eigenen Haushalt und maximal zwei Personen eines anderen Haushalts beschränkt werden.

RKI: Inzidenz leicht gestiegen

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 441,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 439,2 gelegen – vor einer Woche bei 452,4 (Vormonat: 183,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 27.836 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 29.364 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer. Der gebremste Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz könne „einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein“, hatte es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend geheißen. Allerdings könnte die Entwicklung „regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein“.

Weiterhin Lieferengpässe bei Tests

Der Apothekerverband Nordrhein rechnet noch über Wochen mit Engpässen bei Corona-Schnelltests. „Corona-Tests sind oft knapp. Ein Ende der Lieferengpässe ist noch nicht abzusehen“, sagt Verbandschef Thomas Preis der Zeitung Rheinische Post. „Aktuell steigen die Zahlen in den Teststellen wöchentlich um zehn Prozent an. Der Dezember wird der Monat mit den meisten Bürgertests werden.“ Auch der Verkauf von Selbsttests lege weiter zu. Zugleich gäbe es Angebotsprobleme: Die Frachtmöglichkeiten aus Fernost seien begrenzt, die Freigabe am Zoll dauere lang. „Bisher waren viele Tests als Sonderzulassung im Verkauf. Diese Sonderzulassungen werden nicht mehr verlängert. Das sorgt auch für weitere Engpässe.“

Ärztevertreterin: An Wochenenden so viel wie möglich impfen

Die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft „Marburger Bund“, Susanne Johna, fordert, dass auch an Wochenenden so viel wie möglich gegen Corona geimpft wird. Die Menschen hätten Samstag und Sonntag Zeit und würden sich auch in viel größerer Zahl impfen lassen, wenn sie dafür nicht stundenlang in der Kälte stehen müssten, sagte sie den Funke-Zeitungen. Um das Ziel, bis Weihnachten etwa 30 Millionen Impfungen zu verabreichen, zu erreichen, müssten außerdem weitere Impfzentren öffnen und der Impfstoff besser verteilt werden.

Karneval in Trier fällt aus

In Trier wird es im kommenden Februar keinen Rosenmontagszug geben. Das hätten die Mitgliedsvereine der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK) einstimmig beschlossen, teilte die ATK mit. Auch andere Veranstaltungen wie die traditionsreiche Proklamation der Weiberfastnacht oder den Neujahrsempfang werde es diesmal nicht geben. „Auch wenn wir alle vor Wochen noch voller Enthusiasmus waren, haben uns die aktuellen Entwicklungen dazu bewogen, insbesondere auch im Bewusstsein unserer Verantwortung für die Gesundheit der Aktiven, des Publikums und der Menschen allgemein, diese schmerzliche Entscheidung zu treffen“, sagte ATK-Präsident Andreas Peters nach einer Mitteilung.

Trier

Wegen Corona Karneval in Trier fällt aus

Traurige Nachricht für die Närrinnen und Narren in der Region Trier: Die Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK) hat alle Veranstaltungen in dieser Session abgesagt.  mehr...

Randale bei Corona-Demo in Brüssel

In Brüssel haben sich Gegner der Corona-Maßnahmen erneut Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. An der zunächst friedlichen Demo haben sich rund 8.000 Menschen beteiligt. An einer Straßensperre der Polizei bewarfen Jugendliche die Beamten mit Gegenständen und zündeten Feuerwerkskörper. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die Randalierer ein.

Söder rechtfertigt Corona-Maßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die verschärften Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus verteidigt. Es sei in der vergangenen Woche gelungen, die Inzidenz in Bayern zu senken, sagte der CSU-Politiker in der ARD-Sendung „Anne Will“. Geholfen hätten vor allem Kontaktreduzierungen, das Schließen von Bars, Discos und Weihnachtsmärkten sowie Geisterspiele beim Sport. Söder räumte aber mit Blick auf die Eingriffe ein: „Kontaktbeschränkungen sind das Schwerste.“

Außerdem sprach er sich für Karl Lauterbach als Gesundheitsminister aus. Es brauche einen Ressortchef, der keine zehn Minuten Einarbeitungszeit benötige, sagte der CSU-Chef. „Ich glaube, Herr Lauterbach kann das auf jeden Fall.“ Die SPD will am Montag ihre Ministerriege vorstellen.

Impfpflicht für Pflegepersonal ab März geplant

Die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP wollen ab dem 16. März eine Corona-Impfpflicht für das Personal in Einrichtungen für besonders gefährdete Personen einführen. Das geht aus einem Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. „Zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und vulnerabler Personengruppen vor einer Covid-19-Erkrankung wird vorgesehen, dass in bestimmten Einrichtungen und Unternehmen tätige Personen geimpft oder genesen sein oder ein ärztliches Zeugnis über das Bestehen einer Kontraindikation gegen eine Impfung gegen Covid-19 besitzen müssen“, heißt es demnach in dem Papier.

Bereits beschäftigtes Personal muss einen entsprechenden Nachweis bis zum 15. März vorlegen. „Neue Tätigkeitsverhältnisse können ab dem 16. März 2022 nur bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises eingegangen werden“, heißt es weiter. Die Regelung soll unter anderem für Personal in Pflege- und Altenheimen, Krankenhäusern und Entbindungseinrichtungen, Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Rettungsdiensten und Tageskliniken gelten.

Länderchefs für verschärfte Gastronomie-Regelungen

Die Ampel-Koalition bereitet auf Wunsch mehrerer Ministerpräsidenten offenbar deutliche Verschärfungen der Corona-Regeln für die Gastronomie vor. Wie die Bild berichtete, soll bereits an einer neuen Öffnungsklausel für das Infektionsschutzgesetz gearbeitet werden. Diese ermögliche weitergehende Einschränkungen in der Verantwortung der Länder - bis hin zur umfassenden Schließung von Restaurants. Dazu werde das Infektionsschutzgesetz in der kommenden Woche geändert. „Damit wird es den Ländern wieder ermöglicht, neben Clubs und Diskotheken auch Restaurants und Kneipen zu schließen, also einen Gastro-Lockdown zu verhängen“, sagte demnach eine informierte Quelle der Bild-Zeitung.

Die neue Klausel sei auf Betreiben der Bundesländer, besonders Baden-Württembergs, Sachsens und Bayerns, aufgenommenen worden. Bis zum 12. Dezember soll das geänderte Infektionsschutzgesetz den Bundestag passieren.

Scholz: „Zig Millionen Impfungen“ das Gebot der Stunde

Der voraussichtliche neue Bundeskanzler Olaf Scholz hält rasche Fortschritte bei der Impfkampagne für entscheidend im Kampf gegen die derzeitige Corona-Welle.

Es geht jetzt bis Weihnachten um zig Millionen Impfungen, das wollen wir gemeinsam hinkriegen. Das ist das Gebot der Stunde. Darum geht es jetzt, wenn wir die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger schützen wollen.

Scholz beklagte, dass immer noch viele Menschen nicht geimpft seien. „Das ist nämlich unser Problem.“ Die Impfquote sei zwar hoch, aber immer noch nicht hoch genug, um das Infektionsgeschehen zu bremsen. „Es muss jetzt unsere vordringliche Aufgabe sein, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern und noch mehr Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, dass sie sich impfen lassen. Und alle anderen, dass sie sich eine Auffrischungsimpfung holen.“

Künftiger Justizminister will Impfpflicht gut vorbereiten

Der designierte Bundesjustizminister Marco Buschmann will das parlamentarische Verfahren zur Entscheidung über eine Corona-Impfpflicht nicht überstürzen. Auch die Befürworter einer allgemeinen Impfpflicht seien sich darin einig, dass die Impfpflicht „nicht vor Februar oder März“ kommen müsse, sagte Buschmann dem TV-Sender Phoenix. Dafür müsse zunächst die Organisation stehen. „Nichts wäre schlimmer, als wenn man Menschen zu etwas verpflichtet und dann kein Impfangebot zur Verfügung stellen kann“, sagte er. „Das muss gut vorbereitet sein.“ Um die aktuelle Corona-Welle zu brechen, müssten jetzt so viele Menschen wie möglich eine Booster-Impfung erhalten.

Australien lässt BioNTech-Impfstoff für Kinder ab fünf zu

In Australien hat die Arzneimittelbehörde den Corona-Impfstoff von Biontech nun auch für Kinder von fünf bis elf Jahren zugelassen. Die Impfungen in dieser Altersgruppe können somit am 10. Januar beginnen, wie Gesundheitsminister Greg Hunt mitteilt. Nach anfänglichen Verzögerungen wurde Australien schnell zu einem der Länder mit der höchsten Impfquote weltweit: Fast 88 Prozent der Australier über 16 Jahren sind bereits zweimal geimpft.

The TGA has provisionally approved the use of the Pfizer COVID-19 vaccine for children aged 5-11. Subject to a positive ATAGI recommendation, we are therefore intending to commence vaccination for 5-11 year olds from 10 January, 2022. https://t.co/F2KnGKovjW

Polen und die Schweiz jetzt Corona-Hochrisikogebiete

Deutschland stuft immer mehr Länder als Corona-Hochrisiko-Gebiete ein. Seit Sonntag gehören auch Polen, die Schweiz und Liechtenstein dazu - wie zuvor schon fast 60 weitere Staaten. Das erschwert die Einreise auch für alle, die von einem Geschäfts-, Familien- oder Urlaubsaufenthalt zurückkehren. Einreisende aus Hochrisiko-Gebieten, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, müssen für 10 Tage in Quarantäne – sie können sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Die Bundesregierung will mit den Verschärfungen verhindern, dass sich die Omikron-Variante des Corona-Virus schnell ausbreitet.

RKI: Inzidenz wieder leicht gesunken

In der Corona-Pandemie ist die bundesweite 7-Tage-Inzidenz am Sonntagmorgen wieder leicht gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt den Wert mit 439,2 an - nach 442,7 am Samstag. Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter etwa 42.000 Neuinfektionen. Das sind etwa 2.300 weniger als am Sonntag vor einer Woche. 94 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Allgemeine Impfpflicht: Brinkhaus wirft Scholz Führungsschwäche vor

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat den designierten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in der Frage einer allgemeinen Impfpflicht scharf kritisiert. Die Bundesregierung müsse einen Vorschlag zur Impfpflicht machen, der innerhalb der Ampel mehrheitsfähig sei, so Brinkhaus in den Funke-Zeitungen. Es sei jedoch sehr schwierig, wenn die Ampel bei der ersten wichtigen Frage sage, sie habe keine Position. So könne man kein Land führen, sagte Brinkhaus weiter. Ein solches Vorgehen bezeichnete er als Eingeständnis der Führungsschwäche des neuen Bundeskanzlers.

Künftiger Verkehrsminister rät von Weihnachtsreisen ab

Der designierte Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat angesichts der vierten Corona-Welle den Deutschen von Reisen zur Weihnachtszeit abgeraten. In der aktuellen Situation erscheine es sinnvoller, Weihnachten im kleinen Kreis zu Hause zu verbringen und keine größeren Reisen durchs Land zu planen, sagte der FDP-Politiker der Bild am Sonntag. Der Winter 2021 werde dramatischer als der Winter 2020.

BW: Erster Landkreis mit Inzidenz von über 1.000

Erstmals hat ein baden-württembergischer Landkreis in der vierten Corona-Welle die Sieben-Tage-Inzidenz von 1.000 übersprungen. Für den Schwarzwald-Baar-Kreis gab das Landesgesundheitsamt am Nachmittag den Wert mit 1010,5 an, dicht gefolgt vom Landkreis Tuttlingen mit fast 984. Im Stadtkreis Pforzheim liegt die Inzidenz bei fast 751. Landesweit betrug die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche 523,4.

Politiker kritisieren Fackelmarsch vor Haus sächsischer Ministerin

Politiker mehrerer Parteien haben den Fackel-Aufmarsch vor dem Haus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) verurteilt. Dort hatten am Freitag mehrere Dutzend Gegner der Corona-Politik mit Fackeln, Plakaten und Geschrei demonstriert. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sprach von SA-Methoden wie im Dritten Reich. Noch Innenminister Horst Seehofer (CSU) sagte der Bild am Sonntag, das erinnere ihn an die dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. Er sehe darin keinen legitimen Protest, sondern die organisierte Einschüchterung einer staatlichen Repräsentantin. SPD-Parteichef Norbert Walter-Borjans nannte den Aufmarsch faschistoid. Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla schrieb auf Twitter: „Der Fackelmarsch vor dem Haus von Petra Köpping ist unbedingt zu verurteilen.

Proteste gegen Corona-Politik Entsetzen nach Fackel-Aufzug vor Wohnhaus

Mit Fackeln sind Gegner der Corona-Politik vor das Haus von Sachsens Gesundheitsministerin Köpping gezogen. Der Aufmarsch sorgt für Entsetzen, von einem "faschistoiden" Auftritt…  mehr...

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