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Franziska Thees
Franziska Thees (Foto: SWR3)
Isabel Gebhardt
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Bund und Länder haben sich bei ihrem Treffen auf weitere Corona-Regeln geeinigt. In der Gastronomie wird die 2G-Plus-Regel eingeführt, die Quarantänezeiten werden verkürzt.

Bund und Länder verschärfen ihre Corona-Regeln wegen der Omikron-Welle: Die Omikron-Variante werde Deutschland noch lange beschäftigen, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach der Ministerpräsidentenkonferenz. Die Infektionszahlen würden weiter steigen, und auch zu einer steigenden Zahl von Patienten in den Krankenhäusern führen.

Gastronomie bundesweit: Nur mit 2G-Plus oder geboostert

In Restaurants, Cafes und Kneipen soll deshalb die 2G-Plus-Regel künftig überall unabhängig von den Corona-Zahlen gelten. Geimpfte und Genesene müssen dann zusätzlich einen tagesaktuellen negativen Corona-Test oder eine Auffrischungsimpfung vorweisen, um Zutritt zu bekommen.

Hier könnt ihr die Beschlüsse im Detail nachlesen.

Bundeskanzler Scholz verteidigte die Gastronomie-Verschärfung. „Das ist eine strenge Regelung“, sagte der SPD-Politiker. Aber es sei eine notwendige, die dazu beitrage, „dass wir die Infektionen besser kontrollieren können als es jetzt der Fall ist.“

In einigen Bundesländern wie in Baden-Württemberg gilt die strengere 2G-Plus-Regel in der Gastro schon seit Dezember. 

Verkürzte Quarantäne- und Isolationszeiten

Entschieden wurde auch, die Quarantäne für Kontaktpersonen und die Isolierung Infizierter zu verkürzen und zu vereinfachen. Kontaktpersonen werden danach von der Quarantäne ausgenommen, wenn sie folgende Kriterien erfüllen: Wenn sie eine Auffrischungsimpfung haben, frisch doppelt geimpft sind, geimpft und genesen sind oder frisch genesen.

Wegen Omikron angepasst Aktuelle Regeln: Muss ich noch in Quarantäne oder Isolation?

Die Isolation wurde verkürzt. Für manche Berufsgruppen gibt es Ausnahmen. Hier kannst du die Dauer nach den aktuellen Corona-Regeln berechnen.

Freitesten nach sieben Tagen

Für alle Übrigen sollen Isolation beziehungsweise Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen enden. Infizierte und Kontaktpersonen sollen sich aber nach sieben Tagen durch einen PCR-Test oder einen zertifizierten Antigen-Schnelltest mit Nachweis freitesten können. Damit soll auch die Arbeitsfähigkeit in der kritischen Infrastruktur gesichert werden, also etwa im Gesundheitswesen, bei Polizei oder Feuerwehr.

Welche Regeln gelten für Kinder?

Wichtig für Eltern: Kinder, die in Schulen oder Kindergärten als Kontaktpersonen eingestuft werden, sollen sich ebenfalls mit negativem PCR-Test oder hochwertigem Antigentest freitesten können. Es wurde beschlossen, dass Kinder sich schon nach fünf Tagen freitesten können, wenn ein Test negativ ausfällt und die Kinder keine Symptome aufweisen.

Welche Regeln gelten für Menschen in der Grundversorgung?

Ob es weiterreichende Regelungen für Berufstätige in der Grundversorgung – Polizei, Energie, Verkehr oder Wasserversorgung – gibt, wird in dem Bund-Länder-Beschluss offengelassen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte auch hier eine mögliche Verkürzung der Quarantäne auf fünf Tage vorgeschlagen.

Boostern ist der wichtigste Schutz

Die Impfkampagne soll „mit Hochdruck“ fortgesetzt werden. Scholz warb um Vertrauen in den Impfstoff von Moderna. Alle zur Verfügung stehenden Impfstoffe seien gut, besonders die von Moderna und Biontech, sagte der Kanzler. „Der beste Schutz vor Omikron ist eine Booster-Impfung“, so Scholz. Zudem bleibe es wichtig, Kontakte zu reduzieren.

Wer eine Möglichkeit hat, sich impfen zu lassen, sollte da nicht hingehen, sondern eher hinrennen.

Kontaktbeschränkungen werden nicht verschärft

Bund und Länder bekräftigten die geltenden Kontaktbeschränkungen, verschärften diese aber nicht. So bleibt es dabei, dass private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen mit maximal zehn Personen erlaubt sind. Für nicht geimpfte und nicht genesene Menschen gilt weiter, dass sich lediglich die Angehörigen des eigenen Haushalts sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes treffen dürfen. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres sind jeweils ausgenommen.

Alle unterstützen die Impfpflicht

Alle Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen unterstützten das Vorhaben, eine allgemeine Corona-Impfpflicht einzuführen sagte Scholz.

Alle 16 Regierungschefinnen und Regierungschefs haben sich dazu bekannt, dass sie für eine allgemeine Impfpflicht sind. Ich fühle mich da maximal unterstützt.

Nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) werden Bundesregierung und Bundestag mit dem Beschluss aufgefordert, die notwendigen Vorkehrungen für die Einführung einer Impfpflicht zu treffen. Als Zeitpunkt dafür nannte er Anfang Februar.

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