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Laura Bisch
Laura Bisch (Foto: SWR3)
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SWR-Berlin-Korrespondent Christopher Jähnert

Bund und Länder haben sich unter anderem darauf verständigt, die kostenlosen Corona-Tests für Urlauber aus Nicht-Risikogebieten zum Ende der Sommerferien mit dem 15. September zu beenden. Wir klären, was sich alles ändert.

Bislang konnten sich Rückreisende aus einem Nicht-Risikogebiet innerhalb von 72 Stunden nach der Rückreise kostenlos testen lassen. Diese Regelung ändert sich ab jetzt.

Wann sind Tests weitherhin kostenlos?

➡️ Kostenlose Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer gibt es ab Dienstag nur noch dann, wenn es einen konkreten Anlass dafür gibt. Der ist beispielsweise dann gegeben, wenn jemand Symptome hat oder etwa durch seinen Beruf besonders gefährdet ist. Ein Beispiel dafür: Krankenhauspersonal.

➡️ Auch für Rückkehrer aus Risikogebieten sind die Tests vorerst weiter kostenlos. Sie sind aber auch verpflichtet, den Test zu machen – voraussichtlich bis zum 1. Oktober. Danach gilt wahrscheinlich eine Pflichtquarantäne, die nur durch einen Corona-Test verkürzt werden kann. Dieser Test soll frühestens fünf Tage nach der Einreise gemacht werden können.

➡️ Für Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten läuft die Möglichkeit, sich kostenlos testen zu lassen, ab jetzt aus. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten hatten sich schon Mitte August mit der Kanzlerin darauf geeinigt.

Was kostet ein privater Corona-Test?

Auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums heißt es dazu: Für die Labordiagnostik erhalten die Leistungserbringer pauschal 50,50 €. Dies beinhalte den Nukleinsäurenachweis des beta-Coronavirus SARS-CoV-2 einschließlich der allgemeinen, insbesondere ärztlichen Laborleistungen, Versandmaterial und Transportkosten.

Warum werden die kostenlosen Tests zurückgefahren?

Ein Grund dafür, dass nun wieder gezielter getestet werden soll, ist, dass die Zahl der Tests extrem angestiegen ist. Ganz konkret: In der letzten Juli-Woche wurden noch rund 580.000 Tests an die Labore geliefert. Danach wurde die kostenlose Testmöglichkeit eingeführt und zuletzt waren es dann gut 1,1 Millionen Tests pro Woche. Das Problem ist, dass diese Zahl nur knapp unter der Kapazitätsgrenze der Labor liegt. Die können nämlich logischerweise die Tests nur auswerten, solange sie ausreichend Personal und Material dafür haben.

Viele Tests heißt nicht gleich gute Handhabe

Das Robert Koch-Institut hat schon im August sinngemäß gewarnt, dass die Labore auch länger brauchen, wenn sie mehr zu tun haben. Das könne im schlechtesten Fall dazu führen, dass Menschen positiv auf Corona getestet wurden, das aber nicht rechtzeitig erfahren. Und möglicherweise können auch die Gesundheitsämter dann nicht mehr rechtzeitig die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Dazu kommen Zweifel, ob das mehr oder weniger wahllose Testen überhaupt so viel bringt – vor allem außerhalb der Sommerreisezeit.

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