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Großveranstaltungen mit maximal 750 Teilnehmern und 2G-Plus-Regel in Restaurants: So will Baden-Württemberg die vierte Corona-Welle brechen.

Baden-Württemberg will mit einer am späten Freitagabend veröffentlichten neuen Corona-Verordnung das Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie verlangsamen. Die neuen Regeln gelten seit Samstag und gehen teilweise noch weiter als die, die in der Bund-Länder-Konferenz am Donnerstag vereinbart wurden.

So verbietet Baden-Württemberg in der neuen Corona-Verordnung zum Beispiel Großveranstaltungen. Für sämtliche Veranstaltungen wie Fußballspiele oder Kulturveranstaltungen gilt nun eine „harte Obergrenze“ von 750 Personen. Alle Veranstaltungen jeglicher Art sollen künftig nur noch maximal 50 Prozent der möglichen Besucher zulassen dürfen.

Außerdem gilt nun in Restaurants 2G Plus. Dann haben Geimpfte und Genesene nur Zutritt, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen.

Neben der Gastronomie müssen Freizeiteinrichtungen wie Zoos, Bäder, Thermen, Saunen, Fitnessstudios und Freizeitparks künftig die 2G Plus Regelung umsetzen. Auch Skilifte sind nur für Menschen geöffnet, die geimpft oder genesen sind und dazu einen negativen Test mitbringen.

Aber: Testpflicht für Geboosterte entfällt, mehrere Ausnahmeregelungen

Das baden-württembergische Gesundheitsministerium teilte mit, dass Menschen mit Booster-Impfung in Baden-Württemberg trotz der 2G-Plus-Regelung keinen zusätzlichen Test vorweisen müssen, wenn sie gastronomische Betriebe oder Freizeiteinrichtungen besuchen möchten. Damit wolle man den hohen Schutz vor Infektionen berücksichtigen, den Menschen nach drei Impfungen hätten.

Weitere Ausnahmen von der 2G-Plus-Regel sind: Auch Personen, deren Vollimmunisierung nicht länger als sechs Monate zurückliegt, sind von der Testpflicht bei 2G Plus befreit. Das Gleiche gilt für Genesene, deren Infektion nachweislich höchstens ein halbes Jahr alt ist.

Baden-Württemberg

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Diese zusätzlichen Regeln gelten in Baden-Württemberg

Ein Überblick der neuen Maßnahmen findet ihr im Video und darunter im Detail aufgezählt:

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Das Staatsministerium in Stuttgart teilte mit, dass unter anderem Weihnachtsmärkte geschlossen und Sport-, Kultur- und Freizeitveranstaltungen deutlich stärker eingeschränkt werden.

In den Hotspots mussten die Weihnachtsmärkte schon in der vergangenen Woche schließen. Nun sollen die Regelungen aber landesweit gelten.

Fußballspiele und große Sportveranstaltungen sollen nur noch ohne oder zumindest mit weniger Zuschauerinnen und Zuschauern stattfinden. Möglich ist aber, dass diese Einschränkungen erst ab der darauffolgenden Woche gelten. So bliebe den Vereinen Zeit zur Vorbereitung.

Zudem soll es ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum geben.Großveranstaltungen sind in Baden-Württemberg vorerst tabu. Bei allen weiteren Veranstaltungen sind künftig nur noch maximal 50 Prozent der möglichen Gäste erlaubt. Unabhängig davon soll künftig eine Obergrenze von maximal 750 Personen gelten. Das gilt laut Landesregierung auch für Fußballspiele.

Clubs und Diskotheken müssen ab Samstag schließen.

Daneben soll die von Bund und Ländern beschlossene 2G-Regelung im Handel umgesetzt werden, teilte das Ministerium mit. An Silvester und Neujahr soll es ein An- und Versammlungsverbot geben.

Die Testpflicht für Geboosterte entfällt.

Für Ungeimpfte gibt es weitere Einschränkungen

Weiter gilt für Ungeimpfte: Es darf sich nur der eigene Haushalt mit einer weiteren Person treffen.

Kretschmann: Neue Virusvariante macht schärfere Maßnahmen nötig

Wir haben in Baden-Württemberg bereits weitgehende Maßnahmen getroffen. Dennoch macht die sich zuspitzende Lage auf den Intensivstationen, das weiter sehr hohe Infektionsgeschehen im Land und die neue Virusvariante verschärfte Maßnahmen notwendig“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Die erste Grundregel laute für die nächsten Wochen: Kontakte sollen wieder radikal reduziert werden, um die Welle vor Weihnachten abzuflachen.

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In Baden-Württemberg gilt die Corona-Alarmstufe II

In Baden-Württemberg sind verschärfte Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in Kraft getreten.

Wenn der Grenzwert von 450 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen getroffen oder überschritten wird, dann gilt ab dem Folgetag die Alarmstufe II – das war bereits vergangene Woche der Fall, somit gelten die verschärften Regeln.

Alarmstufe II – das sind die Regeln
Alarmstufe I – das sind die Regeln

Zu hohe Corona-Zahlen: 2G-plus-Regeln in vielen Bereichen

Im Gegensatz zur Alarmstufe I gelten in der verschärften Variante in vielen Bereichen nur noch die 2G-plus-Regeln – zum Beispiel bei Veranstaltungen und in Bars oder Clubs. Damit haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt, wenn sie zusätzlich noch einen negativen Test mitbringen.

Außerdem gibt es in Hotspot-Regionen Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte. Hotspot-Regionen sind Stadt- oder Landkreise, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz bei 500 oder darüber liegt.

Das sind die neuen Alarmstufe-II-Regeln für Baden-Württemberg

Für Ungeimpfte gelten in BW schon mit Alarmstufe I größere Einschränkungen

Wer nicht geimpft ist, wird in Baden-Württemberg seit Mittwoch, den 17. November 2021, aus dem öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen. Denn seit diesem Zeitpunkt gilt die Alarmstufe und damit landesweit 2G für bestimmte Bereiche.

Im Klartext heißt das: Nur noch Geimpfte und Genesene dürfen zum Beispiel ins Restaurant, in Museen, Kino, Schwimmbad oder zu den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen. Außerdem dürfen sie sich nur noch mit einer weiteren Person treffen. Geimpfte und Genesene, Personen bis einschließlich 17 Jahre sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, werden nicht mitgezählt.

Alarmstufe I in Baden-Württemberg – dann gelten diese Regeln

Die bisher gültigen Regeln in der Corona-Alarmstufe I in Baden-Württemberg:

Wer nicht geimpft ist und nur einen Test vorweisen kann, muss an folgenden Orten draußen bleiben:

  • Kinos
  • Schwimmbäder
  • Fitnessstudios
  • Volkshochschulkurse
  • Musikschulen

Für den Einzelhandel, der nicht der Grundversorgung dient, ist die 3G-Regel vorgeschrieben.

Von der 3G-Pflicht ausgenommen sind:

  • Geschäfte der Grundversorgung wie Supermärkte
  • Märkte im Freien
  • Abhol- und Lieferangebote
  • Religionsveranstaltungen

Hier gilt auf jeden Fall die Maskenpflicht.

Für die Übernachtung in einem Hotel gilt in der Alarmstufe I ebenfalls die 3G-Regel – allerdings müssen Ungeimpfte hier einen PCR-Test vorlegen. Auch beim Friseur oder im Nagelstudio gilt in der Alarmstufe 3G mit PCR-Test-Pflicht.

Schulkinder müssen im Unterricht ab sofort wieder Maske tragen. Abgesehen davon sind Schülerinnen und Schüler in der Alarmstufe I wie oben beschrieben – noch – von 2G ausgenommen.

Kinder bis einschließlich fünf Jahre und Kinder, die noch nicht eingeschult sind, sind generell in allen Stufen von der Testpflicht bzw. dem Zutritts- und Teilnahmeverbot ausgenommen.

Was gilt bei privaten Treffen in der Alarmstufe I?

Bei privaten Treffen gilt: Ein Haushalt plus eine weitere Person. Geimpfte und Genesene, Personen bis einschließlich 17 Jahre sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, werden nicht mitgezählt. Paare, die nicht zusammen leben, zählen als ein Haushalt.

Welche Corona-Regeln und Warnstufen gelten in Rheinland-Pfalz?

Auch in Rheinland-Pfalz gelten seit Mittwoch neue Regeln. Dort werden dann vor allem die Beschlüsse des vergangenen Bund-Länder-Treffens umgesetzt. Konkret bedeutet das: Die Hospitalisierungsrate wird zum entscheidenden Wert. 2G gilt dann flächendeckend im ganzen Bundesland ebenso wie 3G am Arbeitsplatz. Auch in Bus und Bahn gilt 3G.

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