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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

„Querdenker“ können auf Corona-Demos machen, was sie wollen, sagt Rezo: Ihre aggressiven Rechtsbrüche würden ebenso verharmlost wie ihre Verbindungen zu Rechtsextremen. Der Youtuber hat den Kanal voll und geht in seinem neuen Video voll ab.

Man sieht Bürger, die gegen eine Corona-Demo demonstrieren. Sie werden mit Wasserwerfern geradezu beschossen und auseinander getrieben – „Querdenker“ und ihre rechtsextremen Mit-Demonstrierer hingegen werden vornehm von oben „beregnet“.

„Hier stimmt was nicht“, schreit Youtuber Rezo. Er hat ein neues Video mit einer Standpauke gegen den laschen Umgang mit „Verschwörungs-Dullis, Rechtsextremen und anderen Idioten“ gedreht:

Rezo zur Sonderbehandlung von Rechten: „Man will ja lieb sein“

Sogenannte Querdenker dürften sich praktisch alles herausnehmen, so Rezos Urteil: Polizeiblockaden durchbrechen, ohne Masken und Abstand durch die Städte ziehen, sich mit Nazis verbrüdern, Polizisten und vor allem Journalisten angreifen.

Die Folge: Polizei und Politik ziehen sich vornehm zurück, sprechen von friedlichen Protesten, wollen nicht eingreifen. Rezo: „Klare Sonderbehandlung von Rechten und anderen Verschwörungs-Kekos – man will ja lieb sein.“ Die „Querdenker“ stellten sich dennoch als Opfer dar.

„Querdenker“ haben schnell gelernt: Sie dürfen praktisch alles

Und: Sie hätten daraus schnell gelernt, dass sie sich praktisch alles herausnehmen dürfen. Während es bei Linken „keine rechtsfreien Räume geben dürfe“, würden bei den sogenannten Querdenkern und ihren rechtsextremen Mitmarschierern beide Augen zugedrückt.

Kritik an Aussagen bei Demos wächst Warum die „Querdenker“-Vergleiche mit der Nazi-Zeit völlig daneben sind

Jana aus Kassel sorgte bei einer Querdenken-Demo in Hannover für einen Aufschrei, als sie sich mit Sophie Scholl verglich. Dabei war sie nicht die erste Rednerin, die die NS-Zeit verharmloste. Die Kritik an den kruden Vergleichen wird lauter.

Zur Gewalt in Leipzig sieht man einen Polizeiführer, der sagt: „Gewalt anzuwenden war für uns nicht angezeigt. Eine Pandemie bekämpft man nicht mit rechtsstaatlichen Mitteln, sondern nur mit der Vernunft.“ Hätte er das bei den Protestieren gegen die Abholzung im Dannenröder Forst auch gesagt, fragt Rezo. Die Antwort kann man sich denken.

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