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Franziska Thees
Franziska Thees (Foto: SWR3)

Wieder gesunde Covid-19-Patienten leiden häufiger an psychischen oder neurologischen Problemen als Menschen mit anderen Atemwegserkrankungen: Sie haben oft Angststörungen, sie schlafen schlecht oder bekommen Schlaganfälle.

Wer Covid überstanden hat, ist nicht automatisch gesund: Das Coronavirus hinterlässt bei vielen Menschen Spuren. Britische Forscher fanden heraus, dass insgesamt etwa ein Drittel der erfassten Patienten eine Studie innerhalb von sechs Monaten nach ihrer Covid-19-Diagnose an einer neurologischen oder psychischen Erkrankung leiden.

Dazu wurden die Daten von 236.000 Patienten ausgewertet, die überwiegend in den USA behandelt wurden. Das Ergebnis: 17 Prozent leiden unter Angsstörungen, 14 Prozent unter Stimmungsstörungen. Außerdem kämpfen die Menschen mit Schlaflosigkeit (5 Prozent), einem Schlaganfall durch ein Blutgerinnsel (2,1 Prozent) und Hirnblutungen (0,6).

Die britische Studie wurde im Fachjournal „The Lancet Psychiatry“ veröffentlicht.

Wissenschaftler: Warum Psyche und Nerven krank werden ist unklar

Bereits in der Vergangenheit hatte es Studien gegeben, die einen Zusammenhang zwischen neurologischen Erkrankungen und einer Infektion gesehen haben.

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Wie hoch ist die Belegung der Intensivbetten und die Inzidenz in deinem Bundesland? Hier findest du Karten, die ständig aktualisiert werden.

Psychische Krankheiten auch durch Lockdown

Aber auch das lange Alleinsein, die Isolation infolge von Lockdowns oder Quarantänen sind zu spüren: Die Krankschreibungen wegen psychischer Leiden sind gestiegen. In Bayern hatte die Auswertung von Versichertendaten ergeben, dass 2020 deutlich häufiger Menschen mit Depressionen und Ängsten bei der Arbeit ausgefallen waren als zuvor.

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