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Björn Widmann
Björn Widmann (Foto: SWR3)
Leo Eder
Leo Eder (Foto: SWR3)
Ferdinand Vögele
Ferdinand Vögele (Foto: SWR3)

Am Montagmorgen krachte ein Auto auf der A5 bei Darmstadt in die Zapfsäule einer Tankstelle. Weil der Kassierer schnell reagierte, verhinderte er wohl eine Feuer-Katastrophe. Die Löscharbeiten sind inzwischen beendet.

Der Kassierer an der Tankstelle Gräfenhausen kann als Held schlafen gehen. Denn er hat am Montagmorgen eine Brandkatastrophe auf der A5 bei Darmstadt verhindert – und vielen Menschen womöglich das Leben gerettet.

Er war es, der geistesgegenwärtig auf den Not-Aus-Knopf für die Tankstelle drückte, als ein Auto nahezu ungebremst gegen einen Eisenträger gekracht ist – direkt neben einer Zapfsäule.

A5 bei Weiterstadt: Auto kracht in Tankstelle und brennt aus

Das Auto zerbrach beim Aufprall in zwei Teile und fing Feuer. Mehrere Zapfsäulen, ein Transporter und das Dach der Tankstelle gingen nach dem Unfall in Flammen auf. Und es hätte noch viel schlimmer kommen können, hätte der Kassierer die Tankstelle nicht sofort abgeschaltet. Dann wären laut Feuerwehr auch die Gäste in der Raststätte in großer Gefahr gewesen.

Ein Sprecher der Polizei in Darmstadt sagte, nur durch das Abschalten der Tankstelle sei eine noch größere Katastrophe verhindert worden. So sei nur noch das Benzin verbrannt, das in den Zapfsäulen war und der Brand habe nicht auf die Raststätte nebenan übergreifen können.

Was steckt hinter dem Feuer-Unfall an der Tankstelle Gräfenhausen Ost?

Zur Unfallursache kann die Polizei noch nicht viel sagen. Der Fahrer des Wagens, der in die Tankstelle krachte, kam ums Leben. Ob es sich um einen Unfall, einen medizinischen Notfall oder einen möglichen Selbstmord des Mannes handelte, sei noch völlig offen.

Nach dem Unfall musste die A5 zeitweise komplett gesperrt werden. Die Folge waren lange Staus. Erst am Nachmittag hatte die Feuerwehr den Brand komplett unter Kontrolle.

Tankstelle bei Darmstadt in Flammen: Löscharbeiten dauerten bis zum Abend

Die Feuerwehr kämpfte mit 190 Einsatzkräften stundenlang gegen die Flammen. Erst am Abend war der Brand dann vollständig gelöscht. Die Feuerwehr will eine Brandwache halten, um eventuelle Glutnester zu löschen. Das brennende Dach musste zum Teil erst mit Baggern abgerissen werden, um besser an das Feuer heran zu kommen.

Und auch das Löschwasser war ein großes Problem. An der Rastanlage gab es nur einen Hydranten, die Feuerwehr musste das Wasser zum Teil mit Tanklastern auf die A5 fahren.

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