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Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt (Foto: SWR3)
Amelie Heß
Amelie Heß (Foto: SWR)

Die Piloten der Lufthansa-Tochter Eurowings streiken. Es geht um längere Ruhezeiten und kürzere Einsätze.

Wer mit Eurowings Deutschland fliegen will, muss sich erneut darauf einstellen, nicht losfliegen zu können. Die Pilotinnen und Piloten streiken bis Mittwoch 23:59 Uhr.

Rund die Hälfte der Flüge ab Stuttgart gestrichen

Es werden aber nicht alle Flüge ausfallen. Gut die Hälfte der geplanten Starts und Landungen soll trotz des Streiks stattfinden, teilte Eurowings mit. Am Flughafen Stuttgart mussten am Montag 21 Starts und 19 Landungen gestrichen werden, teilte der Flughafen mit. Betroffen sind außerdem die Flughäfen Köln/Bonn, Düsseldorf und Hamburg.

Passagiere von @eurowings bitte beachten: Von Montag, 17. Oktober bis Mittwoch 19. Oktober, kommt es wegen eines Streiks zu Flugausfällen. Bitte checkt euren Flugstatus und kontaktiert Airline oder Reiseveranstalter. https://t.co/kwceUQdaFH #stuttgart #airport #eurowings

Gestreikt wird nur bei Eurowings Deutschland. Die Flüge von Eurowings Europe und Eurowings Discover sollen wie geplant stattfinden. Fluggästen rät Eurowings, sich vor dem Abflug auf ihrer Webseite zu informieren, ob der Flug wie geplant losgeht.

Schon der zweite Eurowings-Streik

Die Piloten hatten bereits am 6. Oktober den Flugbetrieb bestreikt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert längere Ruhezeiten und kürzere Einsätze für ihre Piloten, weil die überlastet seien. Die Lufthansa-Tochter Eurowings will nicht auf die Forderungen eingehen.

Die Vereinigung Cockpit hat für den 17. -19. Oktober 2022 zu einem Pilot:innen-Streik bei Eurowings Deutschland aufgerufen. Wir tun alles, um die Auswirkungen des Streiks so gering wie möglich zu halten. Bitte informiere dich über aktuelle Meldungen hier: https://t.co/aoqERmNaGY https://t.co/A36sdkMj6A

Eurowings sieht durch die erneute Streikwelle Arbeitsplätze bedroht. „Die VC gefährdet mit der neuerlichen Streikdrohung mutwillig die Zukunft der Eurowings Deutschland“, sagte Eurowings-Geschäftsführer Kai Duve am Samstag.

Man tue alles „in unserer Macht Stehende“, um die Auswirkungen des Streiks so gering wie möglich zu halten. Wie schon beim ersten Streik Anfang Oktober wolle man versuchen, möglichst viele Flüge auf Partner-Airlines der Lufthansa umzubuchen, so Duve.

Belastung der Piloten ist hoch

Die Belastung der Piloten im Arbeitsalltag sei heftig, sagt Luftfahrtjournalist Andreas Spaeth im SWR3-Interview:

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten Luftfahrtjournalist Andreas Spaeth über 11- bis 13-h-Schichten bei Piloten

Dauer

Der Pilotenstreik bei Eurowings morgen dürfte etwa 30 000 Passagiere
betreffen. Davon geht die Lufthansa-Tochter aus.

Durch die Belastung, die auch als „Pilot-Fatigue“ („Piloten-Erschöpfung“) bekannt sei, steige auch die Gefahr von Flugzeugabstürzen, warnt der Experte:

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Nachrichten Das Risiko von Abstürzen steigt durch die Belastung, warnt Andreas Spaeth

Dauer

Der Pilotenstreik bei Eurowings morgen dürfte etwa 30 000 Passagiere
betreffen. Davon geht die Lufthansa-Tochter aus.

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