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Björn Widmann
Björn Widmann (Foto: SWR3)

Der Ukraine-Krieg treibt die Preise für Erdgas, Sprit und Strom immer weiter in die Höhe. Wirtschaftsminister Robert Habeck will noch mehr gegensteuern.

Die Bundesregierung will wegen der massiv gestiegenen Energiepreise noch einmal ein Entlastungspaket auf die Beine stellen. Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) sagte, die Preisanstiege im gesamten Energiebereich seien für viele Menschen erdrückend.

Extrem hohe Heizkosten, extrem hohe Strompreise, extrem hohe Spritpreise belasten Haushalte, und je geringer die Einkommen, desto stärker“, sagte Habeck – dafür gibt es in seinen Augen nur eine Lösung.

Die Bundesregierung wird daher ein weiteres Entlastungspaket auf den Weg bringen.

Habeck: Angst vor Energieknappheit treibt Preise nach oben

Dass Russland die Ukraine angegriffen hat, treibe die Preise für fossile Energien nach oben, sagte Habeck: „Und das alles, weil Angst vor Energieknappheit und Spekulationen die Preisspirale anheizen.“ Die neuen Maßnahmen des Bundes sollen drei Kriterien erfüllen.

Drei Maßnahmen gegen hohe Benzinpreise & Co.

Erstens: Bei Strom, Wärme und Mobilität müsse es Erleichterungen geben, sagte Habeck. „Gerade die hohen Heizkosten erdrücken zahlreiche Familien.“ Die Gasrechnung für ein unsaniertes Ein-Familien-Haus könnte im kommenden Jahr um 2.000 Euro steigen, schätzt das Bundeswirtschaftsministerium.

Zweitens: Energieeffizienz und Einsparungen seien auch wichtig. Zum Beispiel eine Minderung des Verbrauchs beim Autofahren oder einen Austausch von Gasheizungen, sagte Habeck.

Drittens seien marktwirtschaftliche Impulse nötig, damit gelte: „je effizienter, desto geringer die Kosten“. Habeck betonte: „Diese drei Kriterien müssen sich in dem Entlastungspaket wiederfinden.

Benzinpreise: Lindner will Autofahrer mit Rabatt entlasten

Verbraucher stöhnen seit Tagen über die sprunghaft angestiegenen Benzinpreise:

Wenn du an der Tankstelle verzweifelst...Um Tankstellen wollen wir momentan am liebsten einen großen Bogen machen – aber leider lässt es sich nicht immer vermeiden. 😓 Wie geht ihr mit den explodierenden Spritpreisen um? Fahrrad fahren? Mitfahrgelegenheiten? Oder Augen zu und durch?Posted by SWR3 on Tuesday, March 8, 2022

Die Vorschläge von Finanzminister Christian Lindner (FDP) griffen deshalb etwas zu kurz: „Die Regierung wird das Gesamtpaket jetzt in einem Arbeitsprozess schnell und konstruktiv schnüren.

Lindner will nach Medienberichten einen staatlichen Tankrabatt auf den Weg bringen. Wie hoch der sein soll, stehe aber noch nicht fest, schreibt die Bild. Lindner plant demnach, dass der Betrag beim Bezahlen an der Tankstelle abgezogen werden soll.

Der Tankstellenbetreiber soll die Quittung später beim Finanzamt einreichen können. Die Bild schreibt weiter, dass eine Entscheidung über die Maßnahme vielleicht schon in dieser Woche fallen könnte.

Was haltet ihr von einem Tankrabatt? Sagt uns hier eure Meinung!

Seit Beginn des Ukraine-Krieges vor gut zwei Wochen haben die Spritpreise extrem zugelegt. Diesel ist seitdem um fast 66 Cent pro Liter teurer geworden, E10 gut 45 Cent.

Wer tankt, muss momentan tief in die Tasche greifen. 💶 Fast die Hälfte des Spritpreises machen Steuern aus....Posted by SWR3 on Wednesday, March 9, 2022

Ukraine-Krieg: Betroffene Unternehmen sollen Kredite bekommen

Für Unternehmen, die von den EU-Sanktionen gegen Russland im Ukraine-Krieg stärker betroffen sind, soll es ein Kredit-Hilfsprogramm geben. Nach Medienberichten seien dabei auch Überbrückungshilfen für Unternehmen im Gespräch, die stark gestiegene Rohstoffpreise nicht mehr tragen können.

Außerdem solle eine Verlängerung der Kurzarbeiter-Regelung über den 30. Juni hinaus geprüft werden – und eine weitere Anhebung der Pendlerpauschale.

Irrsinn im Supermarkt Bullshit-Rechner für Hamsterkäufe: Diesen Notvorrat brauchst du wirklich!

Sonnenblumenöl, Nudeln, Klopapier – einige Menschen legen sich aus Angst vor dem Ukraine-Krieg einen Notvorrat an. Unser Rechner zeigt, wie viele Hamster du wirklich brauchst.

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