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Bei einem Gas-Unglück in Jordanien sind mehrere Menschen ums Leben gekommen und Hunderte weitere verletzt worden.

Wie die jordanische Regierung mitteilte, war am Montag aus einem umgekippten Container im Hafen von Akaba im Süden des Landes giftiges Chlorgas ausgeströmt. Mindestens 13 Menschen sind dabei gestorben und 250 weitere sind verletzt worden. Den Behörden zufolge haben die Krankenhäuser Schwierigkeiten, die vielen Verletzten zu behandeln.

Video zeigt Unglück

Ein Sprecher der jordanischen Sicherheitsbehörden sagte, im Hafen von Akaba sei ein „mit giftigem Gas gefüllter Container während des Transports umgekippt“. Aufnahmen im staatlichen Fernsehen zeigten, wie ein von einem Kran hoch gehobener Container herabstürzt. Nach dem Aufprall entweicht sofort eine dicke gelbe Wolke. Menschen fliehen vor dem Gas.

Gas-Unglück in JordanienBei Verladearbeiten im Hafen von Akaba im Süden Jordaniens ist am Montag giftiges Chlorgas ausgeströmt. Mehrere Menschen sind dabei ums Leben gekommen und Hunderte weitere verletzt worden. Den Behörden zufolge haben die Krankenhäuser Schwierigkeiten, die vielen Verletzten zu behandeln.Posted by SWR3 on Tuesday, June 28, 2022

Der südliche Teil des Hafens wurde evakuiert. Der Chef der örtlichen Gesundheitsbehörde, Dschamal Obeidat, rief die Anwohner auf, zu Hause zu bleiben und die Fenster geschlossen zu halten. „Die Krankenhäuser in Akaba sind schon überlastet und können keine weiteren Verletzten mehr aufnehmen“, fügte er hinzu.

Wichtiger Hafen in Akaba

Der Hafen von Akaba ist einer der wichtigsten am Roten Meer und der einzige Seehafen Jordaniens. Über ihn werden die meisten jordanischen Importe und Exporte abgewickelt. Der israelische Badeort Eilat liegt nur rund fünf Kilometer vom Hafen von Akaba entfernt. Eine Sprecherin des israelischen Ministeriums für Umweltschutz erklärte jedoch, der Unfall sei aufgrund der Windrichtung für Israel wohl weniger gefährlich als für das weiter südlich gelegene Saudi-Arabien.

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Radionachrichten 11. August, 16:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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