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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)
Hans Liedtke
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Die 35-Jährige hielt über 100 Schlangen in erbärmlichen Zuständen. Am Sonntagmorgen war sie dann wohl nicht vorsichtig genug.

Klapperschlangen haben verrückte Tricks drauf. Und doch sind sie schreckhafte Tiere, die schnell Angst kriegen. Vermutlich war es Letzteres, das die Schlange hat zubeißen lassen. Dabei erwischte sie den Finger ihrer Besitzerin.

Ärzte brauchen Gegenserum, um Frau nach Schlangenbiss zu retten

Die 35-Jährige kam zunächst in ein Krankenhaus in Salzgitter. Da ging es ihr wohl noch einigermaßen gut. Ihr Zustand verschlechterte sich jedoch und sie wurde in die Medizinische Hochschule Hannover verlegt.

Dorthin musste sogar ein Gegenserum aus dem Tropeninstitut in Hamburg angeliefert werden, um sie zu retten. Inzwischen geht es der Frau besser, sie schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.

Ein Serum hat einer 35-Jährigen aus Sehlde im Landkreis Wolfenbüttel das Leben gerettet. Eine Klapperschlange hatte die Frau gebissen. Laut Polizei hielt sie zu Hause mehr als 110 Schlangen. https://t.co/aTpEMMoE57

Auch die Einsatzkräfte mussten sich schützen: Beim Abtransport seien vorsichtshalber ein Notarzt und ein Rettungshubschrauber einsatzbereit gewesen, um im Falle eines weiteren Bisses schnell reagieren zu können.

110 Schlangen in Kisten gestapelt

In der Wohnung der Frau herrschten schlimme Zustände – schlimm für die dort lebenden Tiere: Rund 110 Schlangen, wie es am Ende hieß, waren meterhoch in Kisten gestapelt worden. Zunächst war die Polizei von etwa 90 Tieren ausgegangen. Die Schlangen waren schlecht gesichert, unterernährt, dehydriert und lagen teils in ihrem eigenen Kot. Für das Gift einer Schlange, die auch bei der Frau lebte, gibt es laut Polizei weltweit kein Gegengift. Dazwischen liefen Katzen herum.

Die Beamten haben die Umweltbehörde und das Veterinäramt Wolfenbüttel eingeschaltet – zudem Experten von einer Schlangenfarm, die die Reptilien abtransportierten. Derzeit liefen Ermittlungen, ob die Frau so viele Schlangen überhaupt halten durfte, sagte ein Sprecher dem NDR in Niedersachsen. 

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Radionachrichten 11. August, 16:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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