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Schnee und Glätte haben an vielen Orten in Deutschland für Unfälle und kilometerlange Staus gesorgt. Auf der A2 zwischen Gütersloh und Hannover saßen Tausende Menschen in ihren Autos fest.

Auf der A2 in Nordrhein-Westfalen ging seit Montagabend teilweise gar nichts mehr. Tausende Menschen saßen in einem Mega-Stau in eisiger Kälte auf der Autobahn fest. Die Polizei warnte: Bitte die A2 meiden – auch am Dienstag!

Lkws und Autos stehen auf der Autobahn 2 im Stau. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Nachrichten Polizei warnt: Bitte die A2 meiden!

Dauer

A2 teilweise gesperrt, Lkw haben sich festgefahren

Besonders heftig war es in der Region um Bielefeld. Dort hatte sich ein 37 Kilometer langer Rückstau gebildet, der sich bis nach Niedersachsen zog. Auf beiden Fahrtrichtungen zusammen waren es sogar mehr als 70 Kilometer – am Dienstagvormittag dann um die 30 Kilometer. Die Aufräumarbeiten zogen sich bis in den Dienstagabend hin. Aber auch dann riet die Polizei: Nicht auf die A2 fahren, so ein Megastau könnte in der Nacht auf Mittwoch wieder passieren.

Viele Autofahrer waren genervt, weil sie gefühlt ewig auf das THW oder das Rote Kreuz warten mussten. SWR3 Reporterin Mareike Zeck berichtet von den Problemen vor Ort auf der Autobahn:

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten Chaos auf der A2 - Autofahrer warten lange auf Hilfe vom THW

Dauer

Die A2 bei Dortmung war seit Montagnachmittag ebenfalls gesperrt. Laut Polizei hatten sich auf der Fahrbahn in Richtung Oberhausen Dutzende Lkw festgefahren, obwohl bis 22 Uhr eigentlich ein Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen galt.

Lastwagen rollen mit langsamer Fahrt auf der schneebedeckten A2 an einem in den Graben gerutschten LKW vorbei. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Klaus-Dietmar Gabbert)
picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Klaus-Dietmar Gabbert

Weichen eingefroren: Bahn streicht viele Verbindungen

Im Fernverkehr der Bahn kommt es wegen Schneeverwehungen und eingefrorender Weichen weiter zu Einschränkungen. Besonders Pendler in Nordrhein-Westfalen müssen sich wegen des heftige Wintereinbruchs weiterhin auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen.

Im Fernverkehr war besonders der Knotenpunkt Dortmund betroffen, teilte die Deutsche Bahn am Dienstagmorgen mit. Auch im Nahverkehr gibt es starke Einschränkungen. Dies betreffe vor allem den Norden des Landes, hieß es. Es werde den ganzen Tag über mit Verzögerungen gerechnet. Die Bahn rät allen Reisenden und Pendlern, die ihre Fahrt nicht verschieben können, ihre Verbindung vor dem geplanten Fahrtantritt zu überprüfen.

Die Kulanzregelung für Reisende im Fernverkehr werden laut Bahn ausgeweitet. Bereits gebuchte Fahrkarten können demnach bis einschließlich sieben Tage nach Störungsende flexibel genutzt oder kostenfrei storniert werden. 

ℹ️ Erweiterte Gültigkeit Fernverkehrstickets: Habt ihr eine Fahrkarte für den Zeitraum vom 06. bis 09.02. gekauft, könnt ihr diese bis 7 Tage nach Störungsende flexibel nutzen oder kostenfrei stornieren. Auch Sitzplatzreservierungen können kostenfrei umgetauscht werden. https://t.co/CaTWOMjGcZ

Hoch „Gisela“ – Kältewelle rollt auf Rheinland-Pfalz zu

Hoch "Gisela" bringt eisige Polarluft auch nach Rheinland-Pfalz. Nach Angaben von Meteorologen hat es seit acht Jahren keine solche Kältewelle mehr gegeben. Nachts soll es örtlich kälter als minus 10 Grad werden. Schnee soll aber kaum noch fallen.

Südwesten

Eisbären würden bei uns Urlaub machen Polarluft zieht nach Süden: So kalt wird es jetzt in SWR3Land

Norddeutschland hat den Kälteeinbruch am Wochenende schon abbekommen, nun kommt die eisige Polarluft auch nach Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Jetzt heißt es warm anziehen.  mehr...

Niedersachsen und Bayern: Präsenzunterricht fällt teilweise aus

Wegen des Wintereinbruchs fiel in zahlreichen Kreisen und Städten insbesondere im Süden und Südosten Niedersachsens der Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen bereits am Montag aus. Dafür wurde zum Homeschooling gewechselt.

Auch in einigen bayerischen Landkreisen wurde auf den Wintereinbruch reagiert: In Würzburg, Schweinfurt sowie im Landkreis Bad Kissingen gab es am Montag keinen Unterricht, wie das Meldeportal des bayerischen Kultusministeriums berichtete. Der Landkreis Rhön-Grabfeld verzichtete auf Präsenzunterricht und Notbetreuung an allen Schulen. Distanzunterricht soll jedoch stattfinden. Gleiches gilt auch für den Landkreis Kitzingen sowie Stadt und Landkreis Bamberg.

Zirkuszelt in NRW gibt unter Schneemassen nach

In Hagen brach am Wochenende ein Zirkuszelt unter der Last von Schneemassen zusammen. Laut Polizei waren darin 13 Tiere seien untergebracht. Die Pferde, Kamele, Ziegen und Lamas hätten aber unverletzt gerettet werden können.

Einsatzkräfte versuchen, ein unter der Schneelast eingestürztes Zirkuszelt wieder aufzurichten. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Alex Talash)
picture alliance/dpa | Alex Talash

In Wuppertal mussten Einsatzkräfte sechs Menschen aus der Schwebebahn befreien. Die Bahn konnte wegen des eisigen Wetters nicht mehr fahren und sei stehen geblieben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Sonntag.

„Ein Wintereinbruch mitten im Winter?“ – extra3 nimmt es mit Humor:

Die besten Tricks und Tipps zum Umgang mit diesem "Schnee" verrät unser Klassiker hier. #Flockdown https://t.co/QD2I6AzTIl

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