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Wegen der stark gestiegenen Infektionszahlen gibt es in Deutschland zurzeit strengere Regeln und Beschränkungen im öffentlichen Leben. Alle aktuellen Entwicklungen gibt es hier im Corona-Ticker.

24.1.2021, 8:20 Uhr – Ärzte bitten um Geduld bei Impfbuchungen

Die Kassenärzte bitten Impfberechtigte um Geduld bei den Terminvergaben für Corona-Impfungen. Jeder, der sich impfen lassen möchte, wird auch geimpft werden, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Momentan sei der Impfstoff noch knapp, die Situation werde sich aber in nächster Zeit entspannen. Bei der bundesweiten Service-Telefonnummer der Kassenärzte gehen an Spitzentagen mehr als ein Million Anrufe ein.

24.1.2021, 6:15 Uhr – RKI meldet 12.257 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut innerhalb von 24 Stunden 12.257 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Außerdem wurden 349 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekannt gab. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI bei 111,1.

24.1.2021, 4:23 Uhr – Virus-Variante könnte zu erneuten Infektionen führen

Die in Südafrika entdeckte Variante des Coronavirus könnte sich womöglich stärker ausbreiten als die in Deutschland bisher hauptsächlich verbreitete Sars-CoV-2-Variante. Zudem könnten Antikörper-Therapien und Impfstoffe deutlich an Wirksamkeit gegen diesen Erregertyp einbüßen. Von diesen Ergebnissen berichten Wissenschaftler in zwei Fachartikeln, die vor der Veröffentlichung noch nicht durch unabhängige Fachkollegen begutachtet wurden. Die Forscher schreiben weiter, dass die Mutationen auch dazu führen könnten, dass sich Covid-19-Genesene mit der neuen Variante ein zweites Mal anstecken.

Die Coronavirus-Variante wurde in Südafrika zuerst entdeckt und ist mittlerweile in zahlreichen Ländern, auch in Deutschland, nachgewiesen. Sie zeichnet sich unter anderem durch mehrere Mutationen aus, die das sogenannte Spike-Protein des Virus verändern. Dieses Eiweiß nutzt das Virus, um sich an die Körperzellen anzuheften und schließlich in sie einzudringen.

24.1.2021, 2:38 Uhr – Regierung kauft neues Antikörper-Mittel

Die Bundesregierung hat für Deutschland ein neues Corona-Medikament auf Antikörper-Basis gekauft. „Ab nächster Woche werden die monoklonalen Antikörper in Deutschland als erstem Land in der EU eingesetzt. Zunächst in Uni-Kliniken“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Bild am Sonntag. Der Bund habe 200.000 Dosen für 400 Millionen Euro eingekauft, so Spahn. Mit dieser Form der Antikörper wurde laut dem Medienbericht der frühere US-Präsident Donald Trump nach seiner Corona-Infektion behandelt. „Sie wirken wie eine passive Impfung. Die Gabe dieser Antikörper kann Risikopatienten in der Frühphase helfen, dass ein schwerer Verlauft verhindert wird“, sagte Spahn.

Der damalige US-Präsident Trump war Anfang Oktober mit dem Antikörper-Cocktail REGN-COV2 der US-Firma Regeneron behandelt worden. Der Wirkstoff von REGN-COV2 ist eine Kombination aus zwei speziell entwickelten Antikörpern, die sich an das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus binden und so dessen Struktur deformieren können. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass das Coronavirus menschliche Zellen angreifen kann. Die Kombination aus zwei verschiedenen Antikörpern soll laut dem Hersteller verhindern, dass der Erregervirus Sars-COV2 mutiert.

24.1.2021, 2:04 Uhr – Bundesregierung: Sorge vor Störaktionen bei Impfkampagne

Die Bundesregierung befürchtet massive Störaktionen während der Corona-Impfkampagne. Es seien bereits „mehrere mutmaßliche Ausforschungsversuche bezüglich deutscher Impfstoffhersteller bekannt geworden“, zitierten die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen. Die Gefahr von Cyberangriffen müsse als hoch eingestuft werden. Als potenzielle Ziele für Spionage und Sabotage durch fremde Nachrichtendienste werden Einrichtungen zur Impfstoffforschung, -produktion oder -zulassung genannt.

Die Regierung warnt dem Bericht zufolge auch vor Aktionen von Verschwörungsideologen. So habe der frühere TV-Koch Attila Hildmann auf seinem Telegram-Kanal geschrieben, „dass die Spritzen in den Impfzentren den Bomben des Bombenhagels von Dresden gleichen“. Versammlungen seien sinnlos, behauptete Hildmann, Kritiker müssten stattdessen gezielt „gegen das Unrecht“ vorgehen. Die Grünen-Innenpolitikerin Irene Mihalic sagte, man habe beim Angriff auf das Kapitol in Washington gesehen, „wie schnell absurde Verschwörungserzählungen in Gewalt umschlagen“ könnten. Sie kritisierte, dass die Bundesregierung die Bedrohungsszenarien für Impfzentren nicht direkt dem Rechtsextremismus zuordne. Die Antwort auf die Anfrage zeige, „dass die Gefahr des Rechtsextremismus immer noch nicht konstant auf dem Schirm ist“.

24.1.2021, 1:24 Uhr – Spahn warnt vor Schuldzuweisungen in Pandemie

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor Schuldzuweisungen bei der Aufarbeitung der Corona-Pandemie gewarnt. „Wir sollten aufpassen, dass 2021 nicht das Jahr der Schuldzuweisung wird“, sagte er der Bild am Sonntag. „Über Fehler und Versäumnisse reden ist wichtig. Aber ohne dass es unerbittlich wird. Ohne dass es nur noch darum geht, Schuld auf andere abzuladen.“ Für die hohen Infektionsraten und Todeszahlen in der zweiten Welle der Pandemie seien Politik und Bürger gemeinsam verantwortlich. „Wir hatten alle zusammen das trügerische Gefühl, dass wir das Virus gut im Griff hätten. Die Wucht, mit der Corona zurückkommen könnte, ahnten wir, wollten es aber in großer Mehrheit so nicht wahrhaben“, sagte Spahn.

Eine Aufhebung von Einschränkungen für Geimpfte lehnte Spahn ab: „Wir haben ein Jahr lang solidarisch diese Pandemie durchgestanden. Jetzt können wir uns die Monate, bis jeder geimpft werden kann, auch noch alle an die Regeln halten.“ Es gehe in dieser Frage um Solidarität, erklärte der Minister.

23.1.2021, 22:14 Uhr – Italien droht Impfstoff-Herstellern mit Klagen

Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte hat Klagen gegen jeden Pharmahersteller angekündigt, der Corona-Impfstoffe nicht pünktlich liefert. Nach dem Duo aus Biontech und Pfizer hatte auch AstraZeneca mitgeteilt, dass zunächst weniger Dosen übergeben würden als angekündigt.

Conte bezeichnete die von dem britischen Pharmakonzern bekannt gegebenen Verspätungen als besorgniserregend und sagte, wenn sie zuträfen, werde die erste Lieferung an Italien 3,4 Millionen statt einer vereinbarten Zahl von acht Millionen Dosen umfassen. Italien werde alle rechtlichen Schritte unternehmen, „wie wir es bereits mit Pfizer-Biontech tun“, kündigte Conte an. „Die Verlangsamung bei Belieferungen stellt ernste Vertragsverstöße dar, die für Italien und andere europäische Länder enorme Schäden verursachen, mit direkten Auswirkungen auf die Leben und Gesundheit der Bürger.“

23.1.2021, 21:39 Uhr – Ab morgen: Schärfere Corona-Kontrollen am Frankfurter Flughafen

Am größten deutschen Flughafen Frankfurt intensiviert die Bundespolizei ab Sonntag die Kontrollen bei Flügen aus Hochrisikogebieten. Kontrolliert werden sollen vor allem die Einreiseanmeldungen und der Nachweis über einen aktuellen, negativen Corona-Test. Auch am Flughafen München mobilisiert die Bundespolizei nach Informationen des Spiegel deutlich mehr Beamte, um alle landenden Passagiere überprüfen zu können. Die Überprüfungen finden nach Angaben der Bundespolizei in Frankfurt noch vor der eigentlichen Grenzkontrolle statt – und zwar direkt an den Flugzeugen.

Am Sonntag sollen davon voraussichtlich 17 Flüge aus fünf Ländern betroffen sein. Alle Maßnahmen werden demnach in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern, der Landespolizei Hessen sowie dem Flughafenbetreiber und den betreffenden Airlines vorgenommen. Sogenannte Hochinzidenzgebiete sind Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als Deutschland. Darunter fallen neben anderen Ländern auch Spanien, Portugal, die USA, Tschechien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo, Nordmazedonien und Ägypten.

23.1.2021, 18:00 Uhr – Kritik an Forderungen nach baldigem Lockdown-Ende

Die Regierungschefs von Niedersachsen, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Thüringen sprechen sich der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zufolge gegen Lockerungen der Corona-Beschränkungen aus. „Da wir aber die wahren Ausmaße der hiesigen Mutationen nicht kennen, können wir jetzt nicht das Risiko eingehen und vorzeitig auch nur punktuelle Lockerungen ausprobieren“, sagt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) der Zeitung. Ähnlich äußerten sich Michael Kretschmer (CDU) aus Sachsen, Malu Dreyer (SPD) aus Rheinland-Pfalz und Bodo Ramelow (Linkspartei) aus Thüringen.

23.1.2021, 16:55 Uhr – Spahn: Im Februar kommen drei Millionen AstraZeneca-Impfdosen

Nachdem der Pharmakonzern AstraZeneca der EU eine drastische Kürzung seiner Corona-Impfstoff-Lieferungen angekündigt hat, erwartet die Bundesregierung im Februar drei Millionen Dosen des Präparats. „Wenn der Impfstoff von AstraZeneca Ende Januar zugelassen wird, rechnen wir für Deutschland bereits im Februar mit mindestens drei Millionen Impfdosen“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Bild am Sonntag. Das sei weniger als erwartet. Aufgrund von Produktionsproblemen liefert AstraZeneca den EU-Ländern im ersten Quartal mit 31 Millionen Impfdosen rund 60 Prozent weniger als geplant.

23.1.2021, 16:46 Uhr – Berliner Klinik wegen britischer Corona-Mutation geschlossen

In Berlin hat das Gesundheitsamt ein Klinikum geschlossen, nachdem dort bei mindestens 14 Mitarbeitern und Patienten die britische Coronavirus-Variante festgestellt wurde. Ob es weitere Fälle gibt, wird derzeit getestet. Beschäftigte und Patienten stehen unter Quarantäne, die Klinik ist ab sofort für die Aufnahme neuer Patienten, für ambulante Diagnostik und für ambulante Eingriffe gesperrt. Notfälle werden an andere Krankenhäuser weitergeleitet.

Der zuständige Amtsarzt sagte, man wolle damit den Ausbruch möglichst auf das Klinikum begrenzen, um so die Ausbreitung in Berlin aufhalten zu können. Unklar sei, welche Bedeutung dieser Ausbruch für die Stadt insgesamt habe.

23.1.2021, 14:04 Uhr – Wie gefährlich ist die Virus-Mutation aus Großbritannien?

In Großbritannien wird darüber diskutiert, wie gefährlich die neue Variante des Coronavirus ist. Premierminister Boris Johnson hat am Freitagabend gesagt, es gebe Hinweise, dass die nachgewiesene Variante gefährlicher sei als bisher angenommen. Zudem führe sie zu einer höheren Sterblichkeit. Gesundheitsexperten dagegen warnten vor voreiligen Schlussfolgerungen. Es sei noch nicht vollständig klar, ob die Virus-Mutation gefährlicher sei, sagte die medizinische Direktorin der britischen Gesundheitsbehörde. Derzeit liefen mehrere Untersuchungen, erst dann könne man Ergebnisse auswerten.

Britische Corona-Mutation Experten verwundert über Johnsons Aussage

Die Corona-Mutation aus Großbritannien verbreitet sich schneller - und ist laut Premier Johnson wohl auch tödlicher. Wissenschaftler mahnen allerdings zur Vorsicht: Für eine genau…  mehr...

23.1.2021, 12:57 Uhr – Lehrer und Erzieher: Zu viele Kinder in Notbetreuung

Die Lehrer und Erzieher in Baden-Württemberg finden, dass zu viele Kinder in der Notbetreuung sind. Viele Kitas und Grundschulen sagten, dass sie im Moment zu bis zu 70 Prozent ausgelastet sind. Die Erzieher wollen, dass nur Eltern mit systemrelevanten Berufen ihre Kinder in die Notbetreuung schicken dürfen. Und auch die Gewerkschaft Verdi will, dass die Bedingungen strenger werden.

23.1.2021, 10:26 Uhr – Neue Corona-Verordnung in Rheinland-Pfalz

Die Kommunen in Rheinland-Pfalz sollen lokale, schärfere Corona-Beschränkungen künftig nicht erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 erlassen. Bisher waren zusätzliche Einschränkungen wie eine nächtliche Ausgangssperre ab dieser Marke verhängt worden. In der neuen Corona-Bekämpfungsverordnung wird die Marke von 200 nicht mehr genannt — stattdessen wird das Ziel formuliert, bis Mitte Februar eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Fällen zu erreichen. Dafür sollen die Kommunen, die eine hohe Zahl von Neuinfektionen aufweisen, Maßnahmen mit dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium abstimmen. Was genau eine hohe Zahl von Neuinfektionen bedeutet ist in der Verordnung nicht festgelegt

23.1.2021, 10:13 Uhr – Unmut über ausfallende Impfstofflieferungen

Der britisch-schwedische Imfpstoff-Hersteller Astrazeneca hat angekündigt, im ersten Quartal sechzig Prozent weniger Impfstoff als vereinbart an die EU zu liefern. Das sorgt für Empörung bei den Verantwortlichen. Die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten hätten tiefe Unzufriedenheit darüber geäußert, dass im ersten Quartal weniger Impfstoff geliefert werden solle als geplant, sagte die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakidis in Brüssel.

Europäische Union

Deutlich kleinere Lieferung angekündigt EU verärgert über Impfstoff-Engpass bei AstraZeneca

Der britisch-schwedische Hersteller AstraZeneca hat angekündigt, im ersten Quartal sechzig Prozent weniger Impfstoff als vereinbart an die EU zu liefern. Das sorgt für Empörung bei den Verantwortlichen.  mehr...

23.1.2021, 10:04 Uhr – Belgien verbietet nicht notwendige Auslandsreisen

Belgien verbietet ab Mittwoch alle nicht notwendigen Auslandsreisen. Damit soll die Ausbreitung neuer, ansteckenderer Corona-Mutationen verhindert werden. Das hat Ministerpräsident Alexander De Croo gesagt. Ausnahmen gelten für Berufspendler sowie für Reisen aus familiären oder gesundheitlichen Gründen. Die Grenzen sollen aber grundsätzlich offen bleiben und der Warenverkehr möglichst reibungslos weiterlaufen.

23.1.2021, 8:20 Uhr – Rund 16.400 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) mehr als 16.400 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages gemeldet. Das sind rund 2.000 weniger als vor einer Woche. Außerdem sind 879 weitere Menschen an oder mit dem Virus gestorben, wie das Robert-Koch-Institut mitteilte. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner liegt demnach bei über 112.

23.1.2021, 5:53 Uhr – EU verärgert über Lieferengpass bei Astrazeneca

Die EU-Kommission kritisiert, dass der Pharmakonzern Astrazeneca erstmal weniger Corona-Impfstoff an die EU liefern wird als geplant. Die Kommission und die Mitgliedsstaaten seien unzufrieden, teilte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides mit. Man habe auf einen genauen Lieferplan bestanden. Der solle es den Mitgliedstaaten ermöglichen, ihre Impfprogramme zu planen. Die EU-Kommission fordert mehr Zuverlässigkeit bei den Lieferungen und dass die Dosen schneller verteilt werden. Der Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens wird in Großbritannien schon genutzt. Für kommende Woche wird auch eine Zulassung in der EU erwartet.

23.1.2021, 5:32 Uhr – Zahl der Neuinfektionen in Deutschland sinkt weiter

Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben mehr als 16.400 nachgewiesene Neuinfektionen mit dem Corona-Virus innerhalb eines Tages gemeldet. Das sind mehr als 2.000 weniger als vor einer Woche. Dazu kommen 879 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Diese Zahlen hat das Robert Koch-Institut am Morgen bekannt gegeben. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner liegt bei über 112.

23.1.2021, 3:26 Uhr – Jugendarbeitslosigkeit in der EU steigt massiv

In der EU ist die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen dreimal so stark angestiegen wie die allgemeine Arbeitslosigkeit. Das hat EU-Sozialkommissar Schmit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gesagt. Die Jugend zahle den Preis für diese Krise, was Jobs anbelangt. Um eine neue verlorene Generation zu vermeiden, müsse der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit oberste Priorität für alle Mitgliedsstaaten haben. Er warnt außerdem davor, nach der Krise bei der Sozialpolitik zu sparen. Besser wäre eine Steuer für die Gewinner der Krise.

23.1.2021, 1:03 Uhr – Portugal: Krankenwagen-Schlangen vor Kliniken

Wegen des starken Anstiegs von Corona-Fällen spitzt sich die Lage in Portugal zu. Berichten zu Folge stehen Rettungswagen mit Infizierten vor den Notaufnahmen von mehreren Krankenhäusern Schlange. Bei manchen Hospitälern haben Krankenwagenfahrer über stundenlanges Warten geklagt. Das Land mit 10,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern vermeldete gestern fast 14.000 offizielle neue Fälle. Die Corona- und Intensivstationen sind den Angaben nach durchschnittlich zu rund 90 Prozent ausgelastet. Portugal hat laut der John-Hopkins-Universität die weltweit höchste Zahl an Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Die portugiesische Regierung gab der ansteckenderen, zuerst in England aufgetauchten neuen Corona-Variante die Schuld.

23.1.2021, 00:19 Uhr – Spahn zu Impfstoff: „Größere Lieferung im Februar“

Trotz der Lieferschwierigkeiten des Impfstoffherstellers Astrazeneca ist Gesundheitsminister Jens Spahn zuversichtlich, dass schon bald viele Menschen mit diesem Vakzin geimpft werden können. Er erwarte die Zulassung des Impfstoffs in einer Woche, und es werde „dann auch im Februar Lieferungen geben von Astrazeneca – und zwar in einer Größenordnung, da bin ich weiterhin zuversichtlich, die schon im Februar einen Unterschied machen wird im Vergleich zu, wenn wir Astrazeneca nicht hätten“, sagte der CDU-Politiker in den ARD-Tagesthemen. Neue Erkenntnisse aus Großbritannien, wonach die Virus-Mutation nicht nur ansteckender, sondern auch tödlicher sein könnte, werde man „auswerten und schauen, welche Schlüsse wir daraus ziehen“.

22.1.2021, 21:16 Uhr – Auch Astrazeneca liefert weniger Impfstoff

Der Unmut über die Lieferengpässe großer Impfstoffhersteller nimmt zu. Nach dem US-Konzern Pfizer kündigte auch das britisch-schwedische Unternehmen Astrazeneca an, zunächst weniger Corona-Impfstoff an die EU-Staaten ausliefern zu können als geplant. Pfizer und der Partner Biontech aus Mainz hatten die Lieferschwierigkeiten mit dem Umbau eines Produktionswerkes in Belgien begründet. Astrazeneca nannte nun geringere Erträge an einem Produktionsstandort „innerhalb unserer europäischen Lieferkette“ als Ursache. Weil wegen der verzögerten Bereitstellung des Pfizer-Vakzins derzeit viele Impfzentren in ganz Europa stillstehen, kündigte die EU-Kommission an, sich einzuschalten. „Wir werden das Unternehmen um eine Klärung bitten“, sagte ein Kommissionssprecher.

22.1.2021, 20:40 Uhr – Nächtliche Ausgangssperre in den Niederlanden

Wegen anhaltend hoher Infektionszahlen gilt in den Niederlanden ab Samstag erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder eine nächtliche Ausgangssperre. Wer gegen das zwischen 21.00 Uhr und 04.30 Uhr geltende Ausgangsverbot verstößt, muss mit einer Geldbuße in Höhe von 95 Euro rechnen. Nach Regierungsangaben bleibt das Verbot zunächst bis 9. Februar in Kraft.

22.1.2021, 19:50 Uhr – Britische Virus-Variante womöglich tödlicher

Die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante des Coronavirus ist möglicherweise tödlicher als die bislang vorherrschende. Darauf gebe es "einige Hinweise" sagte der britische Premierminister Boris Johnson. Die hohe Belastung der Krankenhäuser im Land sei zu einem erheblichen Teil auf die neue Virusvariante zurückzuführen, so der konservative Politiker.

Die Mutation war Ende vergangenen Jahres in der südostenglischen Grafschaft Kent aufgetaucht und hatte sich mit rasender Geschwindigkeit in London und Teilen des Landes ausgebreitet.

22.1.2021, 17:47 Uhr – Mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete eingestuft

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung ab Sonntag erstmals mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete eingestuft, für die dann leicht verschärfte Einreiseregeln gelten. Wie das Robert-Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte, gehören dazu das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Portugal, Spanien und Ägypten sowie die USA.

22.1.2021, 17:13 Uhr – Kein Feiertagspeak auf Intensivstationen

Nach Weihnachten und Silvester gab es in Deutschland nicht deutlich mehr Corona-Intensivpatienten. Stattdessen gebe es in Deutschland einen leicht positiven Trend hat der Chef des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler heute erklärt. Die Inzidenz ist inzwischen auf rund 115 gesunken. Eine Null-Covid-Strategie — wie sie von manchen gefordert wird, sei für Deutschland nicht umsetzbar, hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärt. In Australien oder Japan zum Beispiel wird jeder bei der Einreise getestet.

22.1.2021, 15:06 Uhr – Gedenken an Corona-Tote: #lichtfenster wird zum Twitter-Trend

Die Aktion von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Gedenken der Opfer in der Corona-Pandemie wird gut angenommen. Der Hashtag #lichtfenster schaffte es am Nachmittag unter die Top drei der deutschen Twitter-Trends. Steinmeier hat alle Bürger dazu aufgerufen, abends eine Kerze in ihre Fenster zu stellen und auch ein Bild davon mit dem Hashtag #lichtfenster in den sozialen Medien zu teilen. Im Schloss Bellevue werde gut sichtbar ein Licht im zentralen Fenster über dem Portal leuchten, so Steinmeier.

Auch die beiden christlichen Kirchen unterstützen die Aktion. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hofft auf die Beteiligung vieler Menschen in Deutschland. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Heinrich Bedford-Strohm, sagte: „Bis es zu einer öffentlichen Trauerfeier kommt, ist es wichtig, nicht die Menschen aus dem Bewusstsein zu verlieren, die im Stillen sterben“.

#Bischof Bätzing unterstützt die Aktion #lichtfenster von #Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Bürger sind eingeladen, ab diesem Freitagabend eine Kerze in Gedenken an die Verstorbenen u. Angehörigen der #Corona-Pandemie zu entzünden. https://t.co/TGOoAoSZLA https://t.co/LIFdEjruBt

Die EKD beteiligt sich an der Aktion #lichtfenster von #Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und ruft dazu auf, jeden Freitag nach dem Dunkelwerden ein Licht zum Gedenken an die Opfer der #Corona-Pandemie ins Fenster zu stellen: https://t.co/2M12jM9xeD https://t.co/5dD2wslxEH

22.1.2021, 14:14 Uhr – Großbritannien: Kein Geld für Corona-Infizierte

Die britische Regierung hat Spekulationen zurückgewiesen, wonach mit dem Coronavirus Infizierte von der Regierung Geld bekommen sollten. Es sei keine Ausweitung der Sonderzahlung geplant, teilte ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson mit. Derzeit bekommen nur Menschen, die Sozialleistungen erhalten und nicht von zu Hause arbeiten können, umgerechnet gut 560 Euro bei einer Corona-Erkrankung. Zuvor hatten Medien berichtet, im Gesundheitsministerium gebe es ähnliche Überlegungen für alle Infizierte. Mit der Sonderzahlung solle erreicht werden, dass sie die Selbstisolation besser einhalten, hieß es.

22.1.2021, 12:51 Uhr – Spahn: Entspannung, aber kein Ende in Sicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat noch einmal zu Geduld in der Corona-Pandemie aufgerufen. Die Fall-Zahlen entwickelten sich in die richtige Richtung, aber sie seien noch zu hoch, sagte der CDU-Politiker in Berlin.

22.1.2021, 12:27 Uhr – Wieler warnt vor mutierten Corona-Varianten

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sieht die derzeit sinkenden Corona-Zahlen positiv. Gleichzeitig verwies er darauf, dass es vor allem in Pflegeheimen nach wie vor sehr viele Infektions-Ausbrüche gebe. Diese Heime bräuchten mehr personelle Unterstützung. Außerdem müsse verhindert werden, dass sich mutierte Corona-Varianten — die noch ansteckender sind — weiter ausbreiten.

22.1.2021, 11:44 Uhr – Gedenkfeier für die Toten der Corona-Pandemie geplant

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier plant eine zentrale Gedenkfeier für die Toten der Corona-Pandemie. Sie soll nach Ostern in Berlin stattfinden. Damit solle ein Zeichen gesetzt werden, dass man als Gesellschaft gemeinsam trauere und die Toten und das Leid der Hinterbliebenen nicht vergesse, hieß es aus dem Bundespräsidialamt. Viel zu viele Menschen müssten um Angehörige trauern und viel zu viele kämpften auf den Intensivstationen und in den Pflegeheimen um ihr Überleben. In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr mehr als 50.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Bereits ab heute ruft Steinmeier alle Bürgerinnen und Bürger auf, abends eine Kerze in ihre Fenster zu stellen — als Zeichen der Anteilnahme und Solidarität mit allen Angehörigen.

22.1.2021, 9:53 Uhr – RKI: Knapp 18.000 neue Corona-Fälle

In Deutschland steigt die Zahl der Corona-Infizierten um 17.862 auf 2.106.262. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete zudem 859 neue Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, auf 50.642. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 115.

22.1.2021, 7:29 Uhr – WHO: Umgang mit Afrika bei Impfungen „zutiefst ungerecht“

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Afrikas schwache Position bei der Anschaffung von Impfstoff gegen das Coronavirus kritisiert. "Afrika läuft Gefahr, zurückgelassen zu werden, während Länder in anderen Regionen bilaterale Abkommen treffen", teilte das Afrika-Büro der WHO am Donnerstagabend in Brazzaville mit. Diese Deals drohten, die Preise für Impfdosen auch für Entwicklungs- und Schwellenländer in die Höhe zu treiben.

"Es ist zutiefst ungerecht, dass die schwächsten Afrikaner weiter auf Impfungen warten müssen, während in reichen Staaten Gruppen mit geringem Risiko geschützt werden", wird WHO-Afrika-Direktorin Matshidiso Moeti zitiert. Sie verurteilte zudem das "Horten" von Impfstoff durch Industriestaaten: Dadurch werde der Zugang für Afrikas Gesundheitsarbeiter und Risikogruppen verzögert.

Laut WHO wurden bis Anfang dieser Woche 40 Millionen Covid-19-Impfungen in 50 Ländern verabreicht, der Großteil davon in Ländern mit hohem Einkommen. Guinea sei das einzige Land Afrikas, das bisher geimpft habe. In den kommenden Wochen sollen erste Dosen der globalen Impfinitiative Covax den Kontinent erreichen.

22.1.2021, 7:21 Uhr – US-Comedian Dave Chappelle an Covid-19 erkrankt

Der US-Comedian und Schauspieler Dave Chappelle ist an Covid-19 erkrankt. Kurz vor einer Show sei am Donnerstag ein Corona-Test bei Chappelle positiv ausgefallen, sagte eine Sprecherin. Bevorstehende Auftritte wurden abgesagt. Der 47-Jährige begab sich in Quarantäne. Symptome zeigte er den Angaben zufolge nicht. Chappelle war seit Juni unter Corona-Sicherheitsmaßnahmen in Ohio wieder aufgetreten und hatte seine Shows dann im Winter nach Austin, Texas, verlegt. Für Besucher der Shows gab es Corona-Schnelltests, Chappelle und sein Team wurden täglich routinemäßig auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet.

22.1.2021, 4:33 Uhr – Wirtschaftsforscher wirft Bund Versagen bei Corona-Hilfen vor

Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, wirft der Bundesregierung Versagen bei den Corona-Hilfen vor. "Oft fließt das Geld zu spät und es ist bürokratisch zu aufwendig, an das Geld zu kommen, deshalb verzichten viele Unternehmer trotz Umsatzeinbußen einfach darauf", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". Die Programme seien undurchschaubar, weshalb sie nur einen Teil ihrer angepeilten Wirkung entfalteten. "Dass hier die Große Koalition viele Unternehmer hängen lässt, finde ich schäbig."

22.1.2021, 1:11 Uhr – Frankreich verlangt PCR-Tests von Einreisenden

Frankreich verlangt ab Sonntag die Vorlage eines negativen Corona-PCR-Tests von Einreisenden. Das hat Präsident Emmanuel Macron in der Nacht angekündigt. Der Test müsse innerhalb von 72 Stunden vor der Abreise gemacht worden sein, hieß es. Die Verpflichtung zu dem PCR-Test gilt den Angaben zufolge für alle Reisen nach Frankreich, nicht „essenziell“ sind. Ausnahmen gelten unter anderem für Berufspendler oder Fahrer von Transporten. Reisende aus EU-Staaten mussten schon bislang für die Einreise nach Frankreich einen negativen Test auf das Coronavirus vorweisen. Dabei musste es sich jedoch nicht zwingend um einen PCR-Test handeln. Bei diesen Tests wird ein Abstrich im Labor untersucht. Für Reisende aus Nicht-EU-Staaten verlangt Frankreich bereits seit dem vergangenen Wochenende einen negativen PCR-Test.

22.1.2021, 00:16 Uhr – EU-Gipfel: Notfalls wieder Grenzen schließen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die 27 EU-Staaten nicht notwendige Reisen weiter einschränken. Für Waren und Pendler sollen die europäischen Grenzen aber weiter offen sein, hieß es von EU-Ratschef Charles Michel nach einem Videogipfel der Staats- und Regierungschefs. Die EU-Kommission soll bis Montag einen Vorschlag erarbeiten, wie nicht-notwendige Reisen in der EU unterbunden werden können. Außerdem soll die Impfkampagne besser in Schwung kommen. Ziel sei es, dass bis zum Sommer 70 Prozent der Erwachsenen in der EU gegen das Virus immunisiert sind. Außerdem soll es zwar einen EU-Impfpass geben, aber vorerst keine Vorteile für Geimpfte – etwa beim Reisen

21.1.2021, 23:36 Uhr – Saarland: Nur jede dritte Infektion entdeckt

In der ersten Welle der Pandemie ist im Saarland nur jede dritte Infektion mit dem Coronavirus entdeckt worden. Das ist das Ergebnis der bundesweit ersten repräsentativen Antikörperstudie. Wissenschaftler der Uniklinik Homburg hatten das Blut von knapp 3.000 Menschen auf Antikörper gegen Sars-CoV-2 untersucht. Demnach lag die Infektionsrate im Saarland bei rund einem Prozent. Bisher war man von 0,37 Prozent ausgegangen. Die Studie ging auf eine Initiative des Saar-Gesundheitsministeriums und des Instituts für Virologie am UKS in Homburg zurück. Ziel der flächendeckende Coronavirus-Antikörper-Prävalenz-Studie war, repräsentative Ergebnisse auf Landesebene, aber auch eine Einschätzung für die bundesweite Situation zu liefern.

21.1.2021, 20:43 Uhr – Niederlande beschließen Ausgangssperre

Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wird in den Niederlanden ab Samstag eine nächtliche Ausgangssperre gelten. Die Zahl der Neuinfektionen geht zwar seit drei Wochen zurück. Mit der Maßnahme will die Regierung jedoch gegen die Ausbreitung der neuen Virus-Varianten vorgehen. Sie soll zunächst bis zum 9. Februar gelten.

21.1.2021, 19:57 Uhr – Impfstoff-Engpass soll bald überwunden sein

Der Lieferengpass der Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer ist nach Angaben der EU-Kommission bald überwunden. Nächste Woche kämen wieder 100 Prozent der zugesagten Menge, sagte ein Kommissionssprecher. Auch der Lieferrückstand werde schnell aufgeholt. In Deutschland stehen einige Impfzentren still, weil Impfstoff fehlt. Biontech und Pfizer stocken aktuell die Kapazität eines Werks in Belgien auf. Der Engpass ist die Folge davon.

21.1.2021, 17:40 Uhr – Merkel: Erneute Grenzkontrollen nicht ausgeschlossen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schließt erneute Kontrollen an den deutschen Grenzen nicht aus, wenn Nachbarländer nicht energisch genug gegen die Corona-Pandemie vorgehen. Bei Frankreich, Belgien und den Niederlanden erwartet Merkel in dieser Hinsicht keine Probleme. Redebedarf gebe es aber noch mit Tschechien und der Schweiz, sagte die Kanzlerin vor dem Corona-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs.

21.1.2021, 16:03 Uhr – BW-Wirtschaftsministerin wirbt für Home-Office

Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hat mit Blick auf die angespannte Corona-Lage zur Home-Office-Nutzung aufgerufen. „Ich wünsche mir sehr, dass jedes Unternehmen sorgsam prüft und sicherstellt, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht zwingend vor Ort sein müssen, ihre Aufgaben von zu Hause erledigen können“, sagte sie nach einem Spitzentreffen mit Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und Verwaltungen. Umgekehrt seien die Beschäftigten aufgefordert, ein Angebot wenn möglich auch zu nutzen. Gewerkschaftsvertreter sprachen sich grundsätzlich für eine möglichst breite Nutzung von Home-Office-Möglichkeiten aus. Dabei dürfe man aber nicht die häuslichen Umstände der Beschäftigten ignorieren. Die Arbeitgeber halten eine Regulierung weiter für überflüssig. Die Unternehmen böten schon jetzt mobile Arbeit, wo immer es gehe.

Produktivität steigern Neu im Home-Office? So klappt's!

Raus aus den Federn, schnell einen Kaffee gemacht und dann direkt an den Schreibtisch? Oder: Den Tag so starten, als ob man tatsächlich ins Büro gehen würde? Aber wie ist man zu Hause am produktivsten? Jobcoach Karin Lausch gibt Tipps für Homeoffice-Neulinge.  mehr...

21.1.2021, 14:26 Uhr – Kultusminister: Abschlussprüfungen an Schulen sollen stattfinden

Die Kultusminister der Länder wollen, dass es trotz der Corona-Einschränkungen am Ende dieses Schuljahres Prüfungen gibt. Das haben sie in einer Schaltkonferenz beschlossen. Mündliche Prüfungen könnten in Ausnahmefällen per Videoschalte abgelegt werden. Auch wollen die Schulminister, dass die Abschlüsse aus diesem Jahr den gleichen Stellenwert haben wie die anderer Jahrgänge und die Länder sollen die Abschlüsse gegenseitig anerkennen. Für diesen Jahrgang in der Corona-Pandemie dürfe es keine Nachteile für Schüler geben.

21.1.2021, 13:17 Uhr – EU-Politiker diskutieren über Reiseeinschränkungen

Angesichts neuer Varianten des Coronavirus diskutieren EU-Politiker über mögliche Reiseeinschränkungen. Belgiens Regierungschef Alexander De Croo schlug in einem Interview vor, touristische und andere nicht notwendige Reisen vorübergehend zu verbieten. Andernfalls könnten Reiserückkehrer das Virus in ihrem Koffer mitbringen. De Croo betonte aber, die Grenzen müssten geöffnet bleiben — Warenverkehr und Pendler müssten sie weiter überqueren können. Auch Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn sprach sich gegen pauschale Grenzschließungen aus. Das sei 2020 falsch gewesen und das wäre auch jetzt falsch, sagte er dem Deutschlandfunk. Am Abend schalten sich die EU-Staats- und Regierungschef in einer Videokonferenz zusammen. Thema soll auch ein einheitlicher Impfpass sein.

21.1.2021, 12:48 Uhr – Merkel warnt erneut vor mutiertem Virus und verteidigt Corona-Regeln

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat noch einmal vor der Gefahr von Mutationen des Coronavirus gewarnt. Die schärferen Regeln, die Bund und Länder zuletzt beschlossen haben, seien Vorsorgemaßnahmen, damit sich die Mutationen nicht weiter ausbreiteten, sagte Merkel in der Bundespressekonferenz. Alles diene dem Ziel, die Pandemie in diesem Jahr in den Griff zu bekommen und zu überwinden. Die Kanzlerin erklärte, die wochenlangen Einschränkungen begännen sich auszuzahlen, denn die Zahl der täglichen Neuinfektionen gehe zurück. Auf der anderen Seite habe man aber immer noch erschreckend hohe Todeszahlen, so Merkel. Das seien nicht nur Zahlen, das seien Menschen.

21.1.2021, 8:57 Uhr – Spahn fordert abgestimmte Corona-Tests für Grenzpendler in der EU

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordert europaweit abgestimmte Corona-Tests für Grenzpendler in der EU. Man stehe „vor einem Dilemma“, sagte Spahn im SWR vor dem EU-Gipfel am Donnerstag. In vielen Grenzregionen sei zu beobachten, dass das Infektionsgeschehen oft auf beiden Seiten hoch sei und es sich immer wieder gegenseitig „hochschaukele“. Auf der anderen Seite aber brauche man die Grenzpendler auch als Beschäftigte – etwa im Gesundheitswesen.

Hierzu gebe es bereits Gespräche mit den Regierungen in Tschechien und Polen, damit Tests entweder in den Ländern selbst, in Deutschland oder im Wechsel regelmäßig stattfinden könnten. Es müsse auch nicht „per se an der Grenze“ direkt sein, aber die Tests müssten mehrmals pro Woche vorgenommen werden. Spahn äußerte sich zuversichtlich, dass bald ausreichend Impfdosen in der EU zur Verfügung stünden.

21.1.2021, 8:24 Uhr – Luxemburgs Außenminister: EU-Impfpass derzeit nicht angebracht

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat sich im Vorfeld des EU-Gipfels gegen ein einheitliches EU-Impfzertifikat für Reisende zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. „Wenn jeder Zugang zur Impfung hat, dann glaube ich, kann man wirklich auch über einen Impfpass nachdenken“, sagte Asselborn im Deutschlandfunk. Er hoffe, dass in drei Monaten genügend Impfstoff für alle da sein wird. Dann könne man über ein einheitliches Impfzertifikat reden. Asselborn sprach sich zudem strikt gegen pauschale Grenzschließungen zur Eindämmung des Corona-Virus und seiner Mutationen aus. „Das war falsch 2020 und das ist noch falsch in 2021.“ Es gehe ihm nicht um Tourismus sondern um die Grenzpendler und den kleinen Grenzverkehr. In der EU lebten immerhin 30 Prozent der Menschen in Grenzregionen.

21.1.2021, 8:02 Uhr – RKI: Über 20.000 Neuinfektionen und 1.000 Todesfälle

In Deutschland steigt die Zahl der Corona-Infizierten innerhalb eines Tages um 20.398 auf insgesamt 2.088.400. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete zudem 1.013 neue Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, auf 49.783 an.

21.1.2021, 7:14 Uhr – Lehrerverband will Wiederholung des Schuljahres anbieten

Der Deutsche Lehrerverband fordert, lernschwachen Schülerinnen und Schülern bundesweit anzubieten, das Schuljahr wegen der Corona-Pandemie freiwillig zu wiederholen - ohne dass sie als „Sitzenbleiber“ gelten. „Es gibt eine Schülergruppe, die braucht ein Jahr zusätzlich“, sagte Präsident Heinz-Peter Meidinger dem „Tagesspiegel“. Spätestens bei den Abschlussprüfungen oder im Abitur würden diese Jugendlichen sonst scheitern. „Der Schüler geht dann mit weniger Rüstzeug von der Schule - und hat im weiteren Leben schlechtere Chancen“, warnte Meidinger.

In einem Wiederholungsjahr könnten die Schüler gezielt Lernstoff nachholen und gefördert werden. Ideen wie automatische Versetzungen, ein halbes Extra-Schuljahr oder einen generellen Verzicht auf Sitzenbleiben und Noten wies er zurück. „Es ist besser, jetzt Druck wegzunehmen, zu sagen, das Schuljahr ist so nicht zu schaffen, ihr braucht und bekommt mehr Zeit.“

21.1.2021, 4:58 Uhr – Hausärzte warnen vor Wucherpreisen für Masken

Nach den jüngsten Beschlüssen zum Kampf gegen die Corona-Pandemie warnt der Deutsche Hausärzteverband vor Wucherpreisen für medizinische Masken im Onlinehandel. Es solle ein fairer Preis für die Masken sichergestellt werden, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er schlug vor, einen Festpreis für die Masken festzulegen, der nicht überschritten werden dürfe.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesländer hatten am Dienstag eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken im Einzelhandel und öffentlichem Nahverkehr beschlossen. Weigeldt begrüßte diesen Beschluss: "Wenn man sich für eine Maskenpflicht entscheidet, dann muss man es auch richtig machen", sagte er.  Die OP- und FFP2-Masken könnten eine deutlich höhere Schutzwirkung bieten als Alltagsmasken. Voraussetzung sei allerdings, dass es sich um zertifizierte Produkte handle und diese richtig verwendet würden.

21.1.2021, 3:50 Uhr – DGB fordert Sanktionen bei Homeoffice-Verstoß

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert Sanktionen gegen Firmen, die die Pflicht zum Homeoffice nicht einhalten. Nur dann sei der Kampf gegen die Corona-Pandemie auch glaubwürdig, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann der Neuen Osnabrücker Zeitung. Er beklagte zugleich, dass es nicht genug Personal gebe, um die Einhaltung der Homeoffice-Regel zu überprüfen. Der Mangel an Kontrolle sei schon jahrelang ein Problem. Hoffmann verwies auf Verstöße gegen die Mindestlohnregelung. Das Bundeskabinett hat gestern eine Verordnung verabschiedet, welche die Arbeitgeber dazu verpflichtet, den Beschäftigten Homeoffice zu ermöglichen, sofern keine zwingenden betrieblichen Gründe dagegen sprechen. Ein verbindliches Recht auf Homeoffice gibt es aber nicht.

21.1.2021, 2:59 Uhr – Hausärzteverband warnt vor Masken-Wucherpreisen

Der deutsche Hausärzteverband hat vor hohen Preisen für OP- und FFP2-Masken im Onlinehandel gewarnt. Der Vorsitzende Ulrich Weigelt forderte Festpreise. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte er, Wucher müsse verhindert werden. Weigelt erinnerte an den ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr. Damals wurden Desinfektionsmittel zu überhöhten Preisen verkauft. „Sinnvoll wäre, sicherzustellen, dass die Masken zu fairen Preisen verkauft werden“, sagte Weigelt. Bund und Länder hatten sich am Dienstag darauf verständigt, dass in Bussen, Bahnen und Geschäften künftig Masken getragen werden müssen, die besser schützen als Alltagsmasken aus Stoff. Das können OP-Masken sein, FFP2-Masken oder auch KN95-Masken, die einen vergleichbaren Standard haben. 

21.1.2021, 1:27 Uhr – Karliczek will Angebote für benachteiligte Schüler

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) fordert zusätzliche Angebote für benachteiligte Schüler in der Corona-Krise. „Ich habe den Ländern angeboten, dass wir solche Programme in den Ferien wieder auflegen können“, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Ministerin verwies darauf, dass einige Bundesländer schon nach dem vergangenen Schuljahr Empfehlungen in den Zeugnissen gegeben hätten, an sogenannten Summer Schools teilzunehmen. Dabei habe der Bund im Bereich der Betreuung das eine oder andere Land unterstützt, sagte Karliczek. Ihr gehe es darum, „dass eben ein gutes Angebot in den Ferien gemacht werden kann“.

20.1.2021, 15:51 Uhr – RKI-Chef: Reisen in Europa nach Möglichkeit einschränken

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, plädiert dafür, das Reisen innerhalb Europas nach Möglichkeit einzuschränken. „Mein Wunsch wäre, dass alle Menschen nur reisen, wenn es unbedingt notwendig ist“, sagte der RKI-Chef in einem Online-Gespräch des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland (VAP). Denn durch grenzüberschreitende Kontakte werde auch der Virusverbreitung Vorschub geleistet. „Jede Infektion ist eine zu viel.“ Natürlich gebe es auch die Möglichkeit von Grenzschließungen, sagte Wieler, ohne diese Option näher zu werten.

20.1.2021, 14:11 Uhr – Söder mahnt EU-weite Abstimmung an und droht mit Grenzkontrollen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hofft auf ein EU-weit abgestimmtes Vorgehen im Lockdown. Er hoffe, dass das Werben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Video-Konferenz der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag erfolgreich sein werde. „Sollte das nicht klappen, dann sind Grenzkontrollen zwingend notwendig“, sagte Söder mit Blick auf die Einschleppung der mutierten Virus-Form vor allem aus östlichen Nachbarstaaten. Bayern habe deswegen bereits wieder eine Testpflicht für Pendler eingeführt.

20.1.2021, 13:40 Uhr – Spahn sieht keine Engpässe bei medizinischen Schutzmasken

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Deutschland mit medizinischen Schutzmasken gut versorgt. Er habe im Moment keine Erkenntnisse darüber, dass es bei den FFP2- oder vergleichbaren Schutzmasken zu Versorgungsengpässen komme. Spahn betonte, dass die professionellen Masken einen „enormen Unterschied" machten zu den Alltagsmasken, was die Verbreitung des Virus angehe.

20.1.2021, 13:02 Uhr – Home-Office-Verordnung soll ab 27. Januar gelten

Die neue Verordnung für eine Ausweitung des Home-Office wird nach Angaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) voraussichtlich am Mittwoch nächster Woche in Kraft treten. Dies teilte er nach der Kabinettssitzung mit. „Wenn keine zwingenden betrieblichen Gründe dagegen sprechen, müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten Home-Office anbieten“, sagt Heil. Viele Unternehmen machten das bereits vorbildlich, aber es sei „durchaus viel Luft nach oben“. Ziel sei es, Kontakte zu reduzieren und mögliche Infektionen zu vermeiden.

20.1.2021, 11:38 Uhr – Bundesregierung erhöht Corona-Hilfen für Soloselbstständige

Die Bundesregierung erhöht die Corona-Hilfen für Soloselbstständige wie etwa Künstler. „Wir satteln bei den Hilfen für Soloselbstständige noch mal deutlich drauf, das liegt mir sehr am Herzen“, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Die Neustarthilfe werde von 25 Prozent auf nun 50 Prozent des Vergleichsumsatzes erhöht, zugleich werde die maximale Förderhöhe deutlich angehoben. „Wichtig ist mir auch, dass wir die Neustarthilfe für weitere Empfänger öffnen.“ Die maximale Höhe der Betriebskostenpauschale beträgt künftig 7.500 Euro, bisher waren 5.000 Euro vorgesehen. Neu ist, dass auch sogenannte unständig Beschäftigte die Neustarthilfe beantragen können – damit soll etwa Schauspielern geholfen werden.

20.1.2021, 10:08 Uhr – Öffnung der Impfzentren in NRW verzögert sich

Die Betriebsaufnahme der 53 Impfzentren in Nordrhein-Westfalen verzögert sich dem Gesundheitsministerium zufolge um eine Woche. Die Öffnung der Zentren und die Erstimpfungen für über 80-Jährige dort solle nun erst am 8. Februar starten, teilte das Ministerium mit. Grund seien geänderte Lieferpläne des Herstellers Biontech. Noch vor zwei Tagen hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) den Start der Impfzentren am 1. Februar angekündigt. Bislang seien in Nordrhein-Westfalen rund 350.000 Erstimpfungen zum Schutz gegen das Coronavirus durchgeführt worden, teilte sein Ministerium nun weiter mit. Bis Ende der Woche sollen noch rund 30.000 Personen dazukommen.

20.1.2021, 9:16 Uhr – Britische Corona-Variante bereits in 60 Ländern nachgewiesen

Die zuerst in Großbritannien entdeckte Corona-Mutation hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in mindestens 60 Ländern ausgebreitet. Innerhalb einer Woche sei die Virus-Variante damit in zehn weiteren Staaten entdeckt worden, teilte die WHO mit. Die Mitte Dezember erstmals nachgewiesene Mutation B.1.1.7 gilt als 50 bis 70 Prozent ansteckender als das Virus in seiner bisherigen Form.

20.1.2021, 8:30 Uhr – Altmaier will mehr Home-Office – aber keinen Zwang

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält die Aufforderung zu mehr Home-Office für angemessen. „Die Botschaft ist klar: überall dort Home-Office, wo es geht, aber eben auch nur dort, wo es geht“, sagte der CDU-Politiker in der ARD. Damit sollten in der Corona-Krise die sozialen Kontakte reduziert werden. Er gehe davon aus, dass dies nun auch mit Augenmaß umgesetzt werde.

20.1.2021, 7:54 Uhr – RKI: Knapp 16.000 neue Coronavirus-Fälle, über 1.100 Todesfälle

In Deutschland steigt die Zahl der Corona-Infizierten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) um 15.974 auf insgesamt 2.068.002. Zudem wurden 1.148 neue Todesfälle gemeldet. Damit steigt die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, auf 48.770.

20.1.2021, 4:09 Uhr – Kinder- und Jugendärzte kritisieren Schulschließungen

Kinder- und Jugendärzte kritisieren die Beschlüsse von Bund und Ländern, die Schulen und Kitas bis Mitte Februar geschlossen zu lassen. In der Neuen Osnabrücker Zeitung warnte der Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, Hans-Iko Huppertz, vor den Folgen. Eine ganze Schüler-Generation werde benachteiligt. „Das derzeit entstehende Bildungsdefizit bei Schülern wird dazu führen, dass sie im späteren Leben ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen und dauerhaft ein signifikant niedrigeres Einkommensniveau erreichen werden, als es möglich gewesen wäre“, sagte Huppertz. Außerdem führe die Schulschließung zu mehr Fettleibigkeit, Spielsucht, Ängsten und Aufmerksamkeitsstörungen.

20.1.2021, 0:42 Uhr – Scholz: Corona-Hilfen werden verbessert

Die Bundesregierung will die Corona-Hilfen für Firmen und Selbstständige nachbessern. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte, die Hilfen würden umfangreicher und zielgenauer. Der Höchstbetrag werde aufgestockt und der Zugang zur Unterstützung erleichtert. Die Regierung reagiert damit auf Kritik von Wirtschaftsverbänden. Diese monieren eine schleppende Umsetzung der Hilfen und zu viel Bürokratie.

19.1.2021, 22:32 Uhr – Corona-Regeln werden bis Mitte Februar verlängert

Die Corona-Einschränkungen gehen mindestens bis Mitte Februar weiter. Das haben Bundeskanzlerin Angel Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen.

Berlin

Regeln bis Mitte Februar verlängert Überblick Deutschland: medizinische Masken und mehr Home-Office

Die Corona-Einschränkungen gehen bis Mitte Februar weiter. Das haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen. Zudem gibt es Änderungen bei der Maskenpflicht und Arbeitgeber sollen mehr Home-Office anbieten.  mehr...

19.1.2021, 17:44 Uhr – Deutsche Bank will trotz Corona-Warnungen Boni erhöhen

Trotz Warnungen der Europäischen Zentralbank (EZB) will die Deutsche Bank in diesem Jahr laut einem Zeitungsbericht wieder deutlich mehr Boni zahlen. Die Bank peile einen Bonustopf im Umfang von 1,8 Milliarden Euro an, wie das Handelsblatt unter Berufung auf zwei mit dem Sachverhalt vertraute Personen berichtete. Für 2019 hatte das Geldhaus 1,5 Milliarden Euro ausgezahlt. Ein Sprecher des Instituts wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Die EZB hatte die von ihr beaufsichtigten Institute zur Zurückhaltung bei Dividenden und Boni aufgefordert. Sie sollten die Gewinne lieber sparen, um besser für die Folgen der Corona-Krise gewappnet zu sein.

19.1.2021, 16:39 Uhr – 30.000 Impftermine in Rheinland-Pfalz verschoben

In Rheinland-Pfalz werden wegen der verringerten Impstofflieferungen von Biontech und Pfizer ab Mitte nächster Woche 30.000 Impftermine in den Impfzentren verschoben – und zwar um 3 Wochen. Nach Auskunft eines Sprechers des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums würden insgesamt 30.000 Impfdosen weniger geliefert als eigentlich geplant. Die Verschiebung betreffe nur Termine zur Erstimpfung, die Zweitimpfungen fänden wie geplant statt.

19.1.2021, 16:20 Uhr – Serbien verwendet als erstes Land in Europa chinesischen Corona-Impfstoff

Serbien wendet als erstes europäisches Land einen Corona-Impfstoff aus China an. Als erste erhalten Hunderte Angehörige des Militärs in Belgrad das Mittel des Herstellers Sinopharm. Vergangene Woche hat Serbien eine Million Dosen des Impfstoffes geliefert bekommen. Auch Polizisten und Lehrer sollen rasch geimpft werden. Im Dezember hatte Serbien begonnen, ältere Menschen in Pflegeheimen und medizinisches Personal zu impfen. Dabei wurden der Impfstoff von Biontech und Pfizer sowie das russische Mittel „Sputnik V“ verwendet. In Serbien wurden fast 3.800 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus und knapp 350.000 Ansteckungsfälle registriert.

19.1.2021, 14:28 Uhr – Falscher Mediziner aus Impfzentrum in Hagen soll in U-Haft

Ein am Montag in Hagen festgenommener 32-Jähriger soll bereits seit Mitte 2020 im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für die Stadt verschiedene entsprechend honorierte Aufgaben in der Pandemiebekämpfung übernommen haben – ohne tatsächlich entsprechend qualifiziert zu sein. Der vermeintliche Arzt sollte sogar die Organisation im dortigen Impfzentrum übernehmen.

Die Ermittler werfen ihm gewerbsmäßigen Betrug sowie den Missbrauch von Titeln und Berufsbezeichnungen vor. Für das DRK war er demnach bereits seit 2019 ehrenamtlich als „Bezirksarzt“ tätig. Als solcher soll er seit Sommer mindestens 28 Mal Leistungen mit einer Gesamthöhe von mehr als einer Viertelmillion Euro in Rechnung gestellt haben. So habe er im Auftrag des DRK Corona-Tests durchgeführt und auch mit eigenem Büro in der Infektionsnachverfolgung gearbeitet, hatte die Stadt Hagen in einer früheren Stellungnahme bestätigt.

19.1.2021, 13:58 Uhr – Gericht kippt bayernweites Alkoholverbot im öffentlichen Raum

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das von der Landesregierung für ganz Bayern verhängte Alkoholverbot im öffentlichen Raum gekippt. Nach dem Infektionsschutzgesetz sei nur an bestimmten öffentlichen Plätzen ein Alkoholverbot vorgesehen, entschied das Gericht und gab damit dem Eilantrag einer Privatperson aus Regensburg Recht. Mit dem pauschalen Alkoholverbot in ganz Bayern habe die Landesregierung die Verordnungsermächtigung des Bundesgesetzgebers überschritten.

19.1.2021, 12:39 Uhr – Russland nennt zweiten Impfstoff zu 100 Prozent wirksam

Der zweite russische Impfstoff „EpiVacCorona“ hat nach Angaben der russischen Gesundheitsbehörden eine 100-prozentige Wirksamkeit. Das hätten die Ergebnisse klinischer Studien gezeigt, meldete die russische Nachrichtenagentur Tass. Russland hat im November mit Massentests begonnen. Der Impfstoff wurde vom sibirischen Vector-Institut entwickelt. Der erste zugelassene russische Impfstoff „Sputnik V“ hat nach offiziellen Angaben laut Zwischenergebnissen eine Wirksamkeit von 92 Prozent.

19.1.2021, 11:25 Uhr – EU prüft Abgabe überzähliger Impfstoffe an arme Länder

Die EU plant die Abgabe überzähliger Impfstoff-Dosen an ärmere Länder zum Beispiel in Afrika. Ein entsprechender europäischer Mechanismus werde geprüft, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides vor EU-Abgeordneten. Dieser werde umgesetzt, noch bevor der im Sommer installierte Verteilmechanismus Covax der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vollständig funktioniere. Die Europäische Union, in der rund 450 Millionen Menschen leben, hat sich fast 2,3 Milliarden Dosen von Corona-Impfstoffen und Impfstoffkandidaten von sechs Herstellern gesichert.

19.1.2021, 10:54 Uhr – Mehr als 95 Millionen Infizierte weltweit

Weltweit haben sich nachweislich mehr als 95,13 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als zwei Millionen Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben, seit es im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Mit Abstand am stärksten betroffen sind die USA, wo sich bislang fast 24 Millionen Menschen angesteckt haben und nahezu 400.000 Menschen gestorben sind. Indien hat mit über 10,5 Millionen die zweithöchste Ansteckungszahl und verzeichnet mehr als 152.000 Todesfälle. Brasilien meldet rund 8,5 Millionen Infektionsfälle und rund 210.000 Todesfälle.

19.1.2021, 10:50 Uhr – Deutschland bekommt 64 Mio. Biontech/Pfizer-Impfdosen

Der deutsche Anteil aus der ersten EU-Impfstoff-Charge der Hersteller Biontech/Pfizer ist weiter gewachsen. Das Bundesgesundheitsministerium teilt bei der Beantwortung der SPD-Nachfragen mit, dass Deutschland 64 Millionen Impfdosen erhält. Zunächst war von 55, dann von 60 Millionen Dosen die Rede gewesen. Dies erklärt sich daraus, dass andere EU-Staaten nicht alle ihnen zustehenden Dosen abnehmen. Aus der zweiten Bestellung der EU bei den Unternehmen werde Deutschland „mindestens 35 Millionen“ Dosen bekommen. Zudem bemühe sich die Bundesregierung, die bestehende bilaterale Absichtserklärung über eine spätere Lieferung von weiteren 30 Millionen Dosen umzusetzen.

19.1.2021, 8:33 Uhr – FDP-Chef Lindner gegen pauschale Ausgangssperre

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat sich gegen ein pauschales Ausgangsverbot im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ausgesprochen. „Ausgangssperren könnten ein Instrument sein, dort wo wir massiv steigende Fallzahlen haben, die Situation vollkommen außer Kontrolle ist“, sagte Lindner im ARD-Morgenmagazin. In anderen Regionen, wo die Corona-Fallzahlen niedrig sind, sei das Mittel der Ausgangssperre unverhältnismäßig. „Ich halte die Ausgangssperre, die wirkliche Einschränkung der Freiheit, für ein unverhältnismäßig scharfes Mittel.“

19.1.2021, 7:21 Uhr – Gut 11.000 Neuinfizierte gemeldet, 989 Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 11.369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 989 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

19.1.2021, 4:56 Uhr – ÖPNV wird möglicherweise ausgeweitet

Wegen der Corona-Pandemie wird der Öffentliche Personennahverkehr möglicherweise ausgeweitet – vor allem in Ballungsräumen. Das berichtet die Tageszeitung Die Welt. Sie beruft sich auf die Chefin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg, Susanne Henckel. Demnach seien die Unternehmen dabei, zusätzliche Fahrten zu prüfen, um das Passagieraufkommen besser zu verteilen. Seit Längerem wird kritisiert, dass die Abstandsregeln in Bussen und Bahnen wegen der vielen Fahrgäste nicht eingehalten werden können.

19.1.2021, 2:06 Uhr – Trump hebt Einreisesperre auf, Biden widerspricht

US-Präsident Donald Trump hat die Corona-Einreisesperre für Menschen aus dem Schengen-Raum, Großbritannien, Irland und Brasilien zum 26. Januar aufgehoben. Das hat das Weiße Haus in Washington mitgeteilt. Als Voraussetzung für die Einreise gilt ein negativer Corona-Test. Trump übergibt am Mittwoch die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Joe Biden. Dieser ließ umgehend erklären, dass er der Aufhebung der Einreisesperre nicht zustimmt. Die Sicherheitsmaßnahmen bei internationalen Reisen müssten wegen der Corona-Lage vielmehr noch verstärkt werden.

19.1.2021, 0:30 Uhr – Neuverschuldung geringer als erwartet

Die Neuverschuldung des Bundes für das vergangene Jahr fällt geringer aus als erwartet. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland und beruft sich auf das Bundesfinanzministerium. Demnach wird jetzt statt der kalkulierten knapp 218 Milliarden Euro von einem Minus unter 150 Milliarden Euro ausgegangen. Ein Grund seien nicht ausgeschöpfte Corona-Hilfsprogramme für Unternehmen. Ein weiterer Grund sind Verzögerungen bei Hilfszahlungen für die seit November geltenden Einschränkungen. Für 2021 wird deshalb mit deutlich höheren Belastungen gerechnet. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will die neuen Zahlen am Dienstag offiziell vorstellen.

18.1.2021, 23:50 Uhr – Bundesarbeitsminister Heil fordert mehr Homeoffice

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) drängt auf eine Ausweitung des Homeoffice. Im ZDF-heute journal sagte Heil: „Ich weiß, dass Homeoffice nicht überall möglich ist, und deshalb geht es darum, das jetzt möglich zu machen, wo es betrieblich möglich ist.“ Um dies zu erreichen, sei „ein Stück mehr Verbindlichkeit“ nötig, betonte Heil. Man wolle einen Shutdown der gesamten Volkswirtschaft vermeiden. Deshalb müssten Unternehmen und öffentliche Arbeitgeber einen stärkeren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten, indem sie Homeoffice ermöglichen. IG-Metall-Chef Jörg Hofmann bewertet die Pläne skeptisch. Manche kleinere und mittlere Betriebe könnten dies weder technisch noch organisatorisch umsetzen, sagte er der Zeitung Die Welt.

18.1.2021, 19:19 Uhr – Drosten: Kein Grund zur Sorge wegen Mutation in Garmisch

Der Charité-Virologe Christian Drosten warnt vor Panik wegen einer in Garmisch-Partenkirchen entdeckten möglichen neuen Virus-Variante. Er hat getwittert, man habe keine Hinweise auf eine besondere Mutation, er rechne da im Moment mit keinen Überraschungen. Die Charité untersucht gerade Proben aus Garmisch-Partenkirchen. Dort hatten sich 35 Patienten und Mitarbeiter in einer Klinik mit dieser Variante angesteckt.

18.1.2021, 18:37 Uhr – Sängerknaben helfen Corona-Suchhunden

Die Wiener Sängerknaben helfen beim Training von Corona-Suchhunden des österreichischen Militärs. Dazu wurden bei den rund 130 jungen Sängern zuerst PCR-Tests durchgeführt, im Anschluss atmeten sie zehn Minuten lang in eine Maske. Mit den Masken wollen die Hundetrainer des Militärs ihren Spürhunden beibringen, eine Corona-Infektion zu erschnüffeln. Auch bei der deutschen Bundeswehr werden zur Zeit Hunde auf das Erkennen von Corona-Infektionen trainiert.

18.1.2021, 17:37 Uhr – Bundesrat billigt mehr Kinderkrankengeld-Tage

Der Bundesrat hat die Ausweitung finanzieller Hilfen für Eltern während der Corona-Pandemie gebilligt. Die Länderkammer stimmte in einer Sondersitzung für eine Verdoppelung der Kinderkrankengeld-Tage. In der vergangenen Woche hatte bereits der Bundestag die Änderung beschlossen. Für Paare erhöht sich der Anspruch damit von 10 auf 20 Tage, für Alleinerziehende von 20 auf 40 Tage. Eltern erhalten das Kinderkrankengeld während der Corona-Pandemie auch dann, wenn das Kind wegen geschlossener Schulen und Kitas zu Hause betreut werden muss. Der Anspruch soll rückwirkend zum 5. Januar gelten.

18.1.2021, 17:18 Uhr – Bayern verschiebt alle Schulabschlussprüfungen

Wegen der Corona-Pandemie werden in Bayern nach den Abiprüfungen auch die Abschlussprüfungen an allen anderen Schularten verschoben. Das hat das bayerische Kultusministerium mitgeteilt. Demnach startet das Abitur jetzt am 12. Mai statt Ende April. Auch an den den Real- und Mittelschulen gehen die Prüfungen erst zwei Wochen später los als geplant – und zwar am 6. Juli.

18.1.2021, 16:59 Uhr – SPD-Länderchefs wollen Lockdown-Verlängerung

Bei den Bund-Länder-Beratungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wollen die sozialdemokratischen Länderchefs nach Angaben der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) eine Verlängerung der Einschränkungen im öffentlichen Leben bis zum 14. Februar vorschlagen. Man sei sich darin einig, wenn gleichzeitig „die Wirtschaftshilfen schneller kommen“, sagte Dreyer. Beides müsse miteinander gekoppelt werden.

Den Lockdown zu verlängern, sei keine leichte Entscheidung, sagte Dreyer weiter. Zwar sei die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt zurückgegangen. „Es ist aber auch klar, dass wir noch ein ganzes Stück entfernt sind von dem, was wir erreichen wollen.“

18.1.2021, 15:51 Uhr – Bundesregierung will europäisches Vorgehen

Laut Regierungssprecher Steffen Seibert hält die Bundesregierung zur Eindämmung des mutierten Virus ein europäisches Vorgehen für erforderlich. Es müssten beidseits von Grenzen gemeinsame Maßnahmen ergriffen werden, sagte er. Seibert betonte zudem, trotz des leichten Rückgangs der Infektionen seien weitere Maßnahmen notwendig. Dabei verwies er auf die bereits diskutierten Themenbereiche Homeoffice, Einsatz medizinischer Masken sowie Regelungen für öffentliche Verkehrsmittel. Er betonte erneut, es gehe nicht um eine Einstellung des Bus- oder Bahnverkehrs, vielmehr „läuft es beinahe auf das Gegenteil hinaus“. Zu konkreten geplanten oder diskutierten Maßnahmen wollte sich Seibert im Vorfeld der morgigen Beratungen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Ländern aber nicht äußern.

18.1.2021, 15:46 Uhr – Heil will Arbeitgeber zu mehr Homeoffice verpflichten

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil wirbt vor den Beratungen von Bund und Ländern über die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie für verpflichtende Homeoffice-Regelungen. "Ich bin dafür, dass wir das mit mehr Verbindlichkeit versehen, was die Frage des Angebots betrifft", sagte Heil. Er habe der Ministerpräsidentenkonferenz, die morgen zusammenkommt, Vorschläge dazu gemacht. "Wenn wir uns morgen politisch verständigen, werde ich sie unverzüglich per Rechtsverordnung auch umsetzen", sagte er.

Konkret sagte Heil mit Verweis auf die laufenden Beratungen nicht, wie er eine mögliche Homeoffice-Pflicht für Arbeitgeber umsetzen will. An Arbeitnehmer appellierte er erneut, die Möglichkeit, zu Hause zu arbeiten, wahrzunehmen. Für sie wird es nach seinen Worten keine Pflicht dazu geben. Grund dafür sei die geltende Rechtsgrundlage, erklärte Heil.

18.1.2021, 15:25 Uhr – Arbeitgeberpräsident: Ruf nach Schließung von Betrieben wirklichkeitsfremd

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger ist gegen eine Schließung von Betrieben im Zuge einer verschärften Pandemie-Bekämpfung: "Wenn von manchen nun über die totale Schließung, also die Unterbindung jeglicher Wirtschaftsabläufe, nachgedacht wird, zeigt das eine gewisse Entfremdung von der Realität in den industriellen Lieferketten", sagt der BDA-Chef.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte angesichts weiter hoher Infektionszahlen ein Herunterfahren der Wirtschaft ins Gespräch gebracht. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte gesagt, wegen des Infektionsgeschehens könne die Schließung von Betrieben drohen.

18.1.2021, 14:46 Uhr – Corona-Hilfen sollen aufgestockt werden

Die Bundesregierung will die Corona-Hilfen für Unternehmen im ersten Halbjahr 2021 vereinfachen und aufstocken. "Wir wollen die maximale Fördersumme der Überbrückungshilfe III auf bis zu 1,5 Millionen pro Unternehmen erhöhen und noch etwas größere Unternehmen einbeziehen", sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier dem "Handelsblatt". Mit dem Programm können sich Unternehmen, wenn sie wegen der Pandemie deutliche Umsatzeinbußen nachweisen, einen Großteil ihrer Fixkosten ersetzen lassen. Altmaier sagte, er habe Vorschläge vorgelegt und sei optimistisch, "dass wir in der Bundesregierung zu schnellen und guten Ergebnissen kommen können".

18.1.2021, 13:40 Uhr – NRW prüft weitere Impfmöglichkeiten

Nordrhein-Westfalen prüft nach den Worten von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) weitere Impfmöglichkeiten. „Wir haben Samstagnachmittag eine Mitteilung bekommen von Biontech, dass der Impfstoff unter bestimmten Voraussetzungen transportiert werden kann“, berichtete Laumann. Derzeit werde geprüft, ob und wie Einzeldosen abgefüllt und transportiert werden können – etwa zu älteren Menschen, die nicht zu den Impfzentren kommen können. „Es gibt auch Fälle, wo es besser ist, wenn der Doktor kommt, als wenn wir den Menschen zum Doktor bringen.“ Bis Dienstagabend könne es bereits Klarheit dazu geben.

18.1.2021, 12:09 Uhr – WHO fordert gerechtere Impfstoff-Verteilung

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einem „katastrophalen moralischen Versagen“ bei der Verteilung von Impfstoffen. Die Länder und Hersteller sollten die Covid-19-Impfstoffe weltweit gerechter verteilen, fordert die WHO. „Dieser me-first-Ansatz gefährdet nicht nur die Ärmsten und Schwächsten der Welt, sondern ist auch selbstzerstörerisch“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Letztlich werde das die Corona-Pandemie nur verlängern.

18.1.2021, 11:35 Uhr – Spahn: Mehr Coronatests für Grenzpendler

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Berufs- und Grenzpendler verstärkt testen um eine Ausbreitung von Corona-Mutationen zu vermeiden. Es müsse verhindert werden, dass hochansteckende Virus-Varianten nach Deutschland hineingetragen würden, sagte Spahn und verwies vor allem auf die Lage in Tschechien.

Außerdem forderte Spahn den US-Pharmakonzern Pfizer auf, sich bei der Lieferung von Impfstoff an die zugesagten Mengen und Daten zu halten. Die Partnerfirma des Mainzer Herstellers Biontech hatte vergangene Woche überraschend eine vorübergehende Drosselung der Produktion angekündigt.

Weil man Impfstoff für die zweite Impfung zurückgelegt habe, könnte man die angekündigten Lieferreduzierungen in den kommenden zwei Wochen aber besser überbrücken, sagte Spahn. Biontech habe schriftlich zugesichert, dass in dieser Woche alle für die Bundesländer vorgesehenen Impfdosen ausgeliefert würden.

18.1.2021, 11:28 Uhr – Mittelstand warnt vor Industrie-Lockdown

Der Mittelstand warnt vor schwerwiegenden Folgen eines Lockdowns der Industrie. „Unternehmen lassen sich nicht wie eine Glühbirne nach Belieben aus- und einschalten“, sagt Markus Jerger vom Mittelstandsverband BVMW. „Ein totaler Lockdown würde insbesondere im Produzierenden Gewerbe für viele Betriebe das Aus bedeuten und dadurch massiven volkswirtschaftlichen Schaden anrichten.“ Priorität müsse haben, die Impflogistik zu verbessern.

18.1.2021, 9:23 Uhr – Haseloff: Schärfere Maßnahmen nötig

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hält trotz der zuletzt etwas gesunkenen Corona-Zahlen eine Verschärfung der Maßnahmen für nötig. Die jetzige Tendenz sei durchaus positiv, „aber sie muss nachhaltig gestaltet werden“, sagt Haseloff im Deutschlandfunk. Zumal infektiösere Virus-Mutationen eine Gefahr darstellten. Es sei ganz klar, dass an bestimmten Stellen nachgeschärft werden müsse, um das, was andere Länder erlebt hätten, in Deutschland vermeiden zu können. Vor allem müssten die beschlossenen Maßnahmen erst einmal konsequent umgesetzt werden. Ein Herunterfahren der Wirtschaft lehnte er ab. Schließlich sei die Wirtschaft die Basis dafür, dass die Maßnahmen bezahlbar blieben.

18.1.2021, 8:34 Uhr – Spahn: Sinkende Infektionszahlen positiv aber nicht genug

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht das Sinken der Neuinfektionszahlen noch nicht als ausreichend an. Es gebe zwar eine leichte Entspannung auch auf den Intensivstationen mit zehn bis 15 Prozent weniger Corona-Intensivpatienten, sagt Spahn im ZDF-Morgenmagazin. „Aber wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen“, fügt er hinzu und verweist zudem auf die Gefahr von sich ausbreitenden Virus-Mutationen, die als infektiöser gelten. „Daher macht es Sinn, die Zahlen so weit wie möglich runterzubringen“, sagt Spahn.

18.1.2021, 8:16 Uhr – Japans Regierungschef hält an Olympischen Sommerspielen fest

Der japanische Premierminister Yoshihide Suga will an den Olympischen Spielen in Tokio in diesem Sommer trotz des wachsenden öffentlichen Widerstands angesichts steigender Corona-Zahlen festhalten. „Wir werden die Vorbereitungen vorantreiben, mit der Entschlossenheit, wasserdichte Infektionsschutzmaßnahmen zu schaffen und eine Veranstaltung auszurichten, die der Welt Hoffnung und Mut bringen kann“, sagte Suga im Parlament. Zuletzt hatten sich in Umfragen rund 80 Prozent der Japaner für eine erneute Verschiebung der Olympischen Spiele oder sogar eine Absage ausgesprochen. Zudem hatte kürzlich mit dem Minister für Verwaltung und Reformen, Taro Kono, ein erstes Kabinettsmitglied Zweifel geäußert und erklärt, dass die Spiele möglicherweise nicht wie geplant stattfinden werden. Sie waren 2020 wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben worden.

18.1.2021, 8:10 Uhr – SPD-Chef Walter-Borjans gegen Maas-Vorstoß für Geimpfte

Auch Partei-Chef Norbert Walter-Borjans (SPD) weist den Vorstoß seines Parteikollegen Heiko Maas (SPD) für mehr Freiheiten für Geimpfte zurück. Zum einen sei unklar, ob Geimpfte noch ansteckend seien, sagte Walter-Borjans im Deutschlandfunk. Zum anderen sei es schwer zu entscheiden, wer genau was dürfe. Grundsätzlich setze er auf Solidarität: „Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass ich als einer der schon etwas Älteren später dann zu Veranstaltungen gehen darf, während die jungen Menschen zu Hause bleiben müssen, weil sie noch nicht geimpft sind“, sagte der 68-Jährige.

Bundesaußenminister Maas hatte sich zuvor für eine Aufhebung von Corona-Beschränkungen für Geimpfte ausgesprochen. Er bekam bereits Gegenwind von seinen Kabinetts- und Parteikollegen Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Justizministerin Christine Lambrecht (SPD). Auch im Gesundheitsministerium gibt es Widerstand.

18.1.2021, 8:04 Uhr – RKI: 7.141 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete 7.141 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind gut 5.300 weniger als am Montag zuvor, wie aus den RKI-Daten hervorgeht. Weitere 214 Menschen starben in Verbindung mit dem Virus. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt von zuletzt 136 auf 134,4. Sie geht damit zwar erneut zurück, ist aber immer noch weit von dem Zielwert von 50 entfernt, den Bund und Länder ausgegeben haben, um das Virus unter Kontrolle zu bringen und das Gesundheitssystem zu entlasten. Insgesamt sind in Deutschland nun über 2,04 Millionen Ansteckungen und 46.633 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert.

18.1.2021, 3:49 Uhr – Brasilien startet mit Impfungen

Die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien hat zwei Corona-Impfstoffen eine Notfallzulassung erteilt: Zum einen dem vom britischen Pharmaunternehmen AstraZeneca und zum anderen dem vom chinesischen Konzern Sinovac. Kurz darauf erhielt eine Krankenschwester die erste Impfung. Brasilien ist nach den USA das am härtesten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Bislang haben sich dort etwa 8,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Fast 210.000 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hatte sich häufig verächtlich über die Impfstoffe geäußert.

18.1.2021, 2:24 Uhr – BKK-Verbandschef fordert schnelle Schulöffnung

Der Chef des Verbandes der Betriebskrankenkassen (BKK), Frank Knieps, hat vor der Gefahr länger geschlossener Schulen gewarnt und gleichzeitig eine schnelle Öffnung gefordert. Er sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, der Staat könne es nicht hinnehmen, dass es vom Geldbeutel oder dem Improvisationstalent der Eltern abhänge, ob die Kinder Zugang zu Bildung bekämen. In bildungsfernen Haushalten gebe es Kinder ohne Computer und ohne Unterstützung beim Lernen. Das Risiko, dass Kinder beim Infektionsgeschehen eine größere Rolle spielten als bisher vermutet, müsse man eingehen. Das grundsätzliche Ziel, Kontakte zu reduzieren, stellte Knieps aber nicht in Frage.

18.1.2021, 1:17 Uhr – Scholz gegen Bevorzugung von Corona-Geimpften

Auch Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat den Vorstoß seines Kabinetts- und Parteikollegen Heiko Maas für mehr Freiheiten von Corona-Geimpften zurückgewiesen. Scholz sagte der Bild-Zeitung, er halte diese Diskussion für nicht praktisch. Die Bevölkerung solle da eher ein Gefühl von Solidarität haben. Maas hatte sich dafür ausgesprochen, dass Geimpfte früher als die anderen wieder Restaurants oder Kinos besuchen sollen können. Auch das SPD-geführte Justizministerium und das CDU-geführte Gesundheitsministerium lehnten den Vorstoß von Maas ab.

18.1.2021, 0:12 Uhr – Slowakei verschärft Ausgangsbeschränkungen

Die Slowakei verschärft im Kampf gegen die Corona-Pandemie ihre Ausgangsbeschränkungen. Ministerpräsident Igor Matovic teilte mit, ab Montag würden Corona-Massentests im ganzen Land durchgeführt. Außerdem werde auch der Weg zur Arbeit nur mit einem negativen Corona-Test erlaubt sein. In der Slowakei gilt ein grundsätzliches Verbot, die eigene Wohnung zu verlassen. Der Weg zur Arbeit galt allerdings als wichtige Ausnahme. Die Slowakei hatte im vergangenen Oktober mit Massentests fast aller über zehn Jahre alten Einwohner für internationales Aufsehen gesorgt.

17.1.2021, 23:50 Uhr – Söder fordert Umsetzung gemeinsamer Corona-Beschlüsse

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die anderen Bundesländer aufgefordert, gemeinsame Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie konsequenter umzusetzen. In der ARD-Talkshow Anne Will kritisierte er, dass sich die Hälfte der Bundesländer nicht an die Absprachen hielten. Zudem halte er nichts von endlosen Differenzierungen. Denn nur was für alle gelte, sei verständlich.

17.1.2021, 20:41 Uhr – Erste Rheinland-Pfälzer erhalten zweite Impfdosis

Seit heute erhalten die ersten Rheinland-Pfälzer ihre zweite Impfdosis gegen das Coronavirus. Vor genau drei Wochen – am 27. Dezember – waren etwa 1.200 Menschen in Alten- und Pflegeheimen geimpft worden. Sie sind nun diejenigen, die auch als erste ihre zweite Spritze bekommen. Allerdings kamen in den drei Wochen auch Fragen und Zweifel auf. Denn einige Heimbewohner infizierten sich trotz ihrer Impfung mit Corona. Die Leiterin der Corona-Ambulanz in Koblenz, Astrid Weber, gibt jedoch Entwarnung. Dies sei zu erwarten gewesen, da die erste Dosis keinen hundertprozentigen Schutz biete. Bislang hätten die Betroffenen aber alle milde Krankheitsverläufe gehabt.

17.1.2021, 19:46 Uhr – Einreisebestimmungen: BW aktualisiert Verordnung

Die baden-württembergische Landesregierung hat die Corona-Verordnung mit neuen Regelungen etwa zur Einreise-Quarantäne aktualisiert und am Abend veröffentlicht. Damit setzt das Land die beschlossenen Regelungen des Bundes um. Von morgen (18. Januar) an gelten demnach strengere Maßnahmen bei der Einreise nach Deutschland beziehungsweise Baden-Württemberg. Für Einreisen aus Risikogebieten werde künftig neben der bestehenden zehntägigen Quarantäne-Pflicht zusätzlich eine Testpflicht eingeführt. Baden-Württemberg hatte die Zwei-Test-Strategie bereits zum 11. Januar 2021 im Land umgesetzt, so die Landesregierung in einer Mitteilung. Außerdem gelte eine bundesweite digitale Meldeverpflichtung für einreisende Personen aus Risikogebieten. Unterschieden werden laut Bundesregierung künftig drei Arten von Risikogebieten im Ausland.

17.1.2021, 19:19 Uhr – Söder für einheitlichere Corona-Strategie in Europa

Kurz vor der nächsten Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Pandemie hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Grenzkontrollen ins Spiel gebracht. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte Söder, er setze sich für eine einheitlichere Corona-Strategie in Europa ein. Sollte das weiter nicht gelingen, halte er Grenzkontrollen für sinnvoll. Solche Maßnahmen hätten schon im Frühjahr geholfen. Söder ist auch überzeugt, dass sich die Situation schnell verbessert, sobald mehr Impfstoff da ist.

17.1.2021, 18:14 Uhr – US-Experte hält Bidens Impf-Versprechen für machbar

Der amerikanische Seuchenexperte Anthony Fauci hält das Ziel des künftigen US-Präsidenten Joe Biden von 100 Millionen Impfdosen innerhalb der ersten 100 Tage im Amt für „absolut machbar“. Es bestehe kein Zweifel daran, dass dieses Vorhaben realisiert werden könne, sagt Fauci dem Sender NBC. Biden hat versprochen, die Immunisierung der Bevölkerung in den ersten Wochen seiner Amtszeit massiv anzukurbeln.

17.1.2021, 18:12 Uhr – Verschärfte Corona-Maßnahmen auf Kanaren

Auf den Kanareninseln Gran Canaria und Lanzarote gelten ab morgen verschärfte Corona-Maßnahmen. Unter anderem wird die nächtliche Ausgangssperre um eine Stunde auf 22 Uhr vorgezogen, Treffen mit Menschen aus anderen Haushalten sind verboten und Gaststätten dürfen nur noch im Freien servieren. Die Maßnahmen gelten zunächst für zwei Wochen. In den vergangenen Tagen war die Zahl der Neuinfektionen auf den beiden Inseln wieder angestiegen.

17.1.2021, 16:22 Uhr – Epidemiologe: Lockdown noch mindestens mehrere Wochen nötig

Ein Stück weit sind die Corona-Zahlen seit Weihnachten schon gesunken, doch nach Experteneinschätzung wird der Lockdown noch mindestens mehrere Wochen nötig sein. Entscheidend für seine Dauer sind nach Ansicht des Bremer Professors Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie eine Trendwende mit deutlich sinkenden Corona-Zahlen, gleichzeitig intensives Testen und besonders die breite Akzeptanz sowie erfolgreiche Durchführung der Impfung, wie er der Nachrichtenagentur dpa sagte. „Da gerade der letzte Teil noch dauert nach den letzten Nachrichten, gehe ich von mindestens weiteren sechs bis acht Wochen aus.“ Falls eine Trendwende vorher gelinge, könnte auch vorher schon etwas geändert werden – „aber immer mit vorsichtigen und gut monitorierten Lockerungen“.

17.1.2021, 16:12 Uhr – Viele Gesundheitsämter ohne neue Software

Bund und Länder sind laut einem Medienbericht mit ihrem Vorhaben gescheitert, bis Anfang 2021 90 Prozent der rund 380 Gesundheitsämter mit moderner Software auszurüsten. Die dafür vorgesehene Software Sormas sei zum Jahreswechsel erst in 111 der Behörden betriebsbereit gewesen, hieß es in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf Angaben des Bundesgesundheitsministeriums. Der Anteil betrug demnach nicht einmal 30 Prozent.

Die neue Software soll das Nachverfolgen von Corona-Infizierten deutlich vereinfachen, ebenso das Dokumentieren von Symptomen sowie den Datenaustausch mit anderen zuständigen Behörden. Bislang arbeiten die Ämter vielerorts noch mit Excel-Listen und mit Software, die die Weitergabe von Daten über Landkreisgrenzen hinweg nicht erlaubt. Das Nachverfolgen von Infektionsketten wird dadurch erschwert. Auch weichen beispielsweise Meldedaten über Infektionszahlen in den Landkreisen auf Landes- und Bundesebene häufig erheblich voneinander ab.

Das Bundesgesundheitsministerium verwies gegenüber den Funke-Medien darauf, dass die „Verantwortung für die Ausstattung der Gesundheitsämter und damit die Entscheidung über die Verwendung digitaler Hilfsmittel bei den Ländern und den Gesundheitsämtern selbst“ liege. Die Bundesregierung könne in diesem Zusammenhang nur unterstützend agieren.

17.1.2021, 14:50 Uhr – Länder wollen härter gegen Quarantäne-Verweigerer vorgehen

Mehrere Bundesländer wollen härter gegen Quarantäne-Verweigerer vorgehen. In Baden-Württemberg werden derzeit Plätze in zwei Kliniken geschaffen, die dauerhaft durch einen Wachdienst kontrolliert werden sollen. Laut einem Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart soll je eine Klinik im württembergischen und im badischen Landesteil liegen. Das passiere ausschließlich auf richterliche Anordnung, hieß es. Es handele sich hierbei nicht um eine Strafmaßnahme, sondern um eine Maßnahme des Infektionsschutzes. Auch Sachsen und Schleswig-Holstein planen nach Informationen der Welt am Sonntag Unterbringungsmöglichkeiten für Menschen, die sich nicht an Quarantäneverordnungen halten wollen.

17.1.2021, 14:36 Uhr – Gesundheitsministerium lehnt Maas-Vorstoß zu Ausnahmen für Geimpfte ab

Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Vorstoß von Außenminister Heiko Maas (SPD) zurückgewiesen, geimpften Menschen Ausnahmen von Corona-Beschränkungen zu ermöglichen. „Eingriffe in Freiheitsrechte müssen immer gut begründet sein“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. „Aber solange nicht klar ist, ob ein Geimpfter das Virus übertragen kann, kann es keine Ausnahmen geben.“

Aufgrund dieser Ungewissheit bislang haben Patientenschützer Maas' Vorschlag bereits zuvor als „Gespenster-Diskussion“ kritisiert, die zu nichts führe. Die FDP nannte den Vorschlag „populistisch“.

17.1.2021, 12:31 Uhr – Österreich: Lockdown bis Anfang Februar verlängert

Österreich verlängert den Corona-Lockdown um weitere zwei Wochen. Die Mutationen des Virus sei nun auch in Österreich angekommen, begründete Bundeskanzler Sebastian Kurz die Entscheidung. Die Lage habe sich nochmals deutlich verschärft.

Ziel sei nun, vom 8. Februar an Handel und Museen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder zu öffnen. Allerdings müssten die täglich gemeldeten Neuinfektionen deutlich sinken, sagte Kurz. Ursprünglich waren Lockerungen zum 25. Januar geplant.

17.1.2021, 11:50 Uhr – Polizei löst private Treffen in Stuttgart auf

Die Polizei hat in Stuttgart in der Nacht zum Sonntag zwei Versammlungen wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung aufgelöst. Wie die Behörde mitteilte, hatten sich im Stadtteil Bad Cannstatt fünf Personen in einer vermeintlich geschlossenen Shisha-Bar getroffen, darunter auch der Gastwirt. Anwohner hatten die Polizei wegen Ruhestörung gerufen. Diese hatte die Bar daraufhin geschlossen.

In Stuttgart-Degerloch hatte sich zudem eine Personengruppe von 35 Menschen in einer Tiefgarage versammelt - ohne Mund-Nasen-Bedeckungen oder Sicherheitsabständen. Einzelne Personen beleidigten die Beamten und verletzten einen Polizisten leicht. Die Polizei sprach Platzverweise aus und zeigte jeden von ihnen wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung an.

17.1.2021, 10:10 Uhr – RKI meldet 13.882 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) knapp 14.000 Corona-Neuinfektionen und 445 weitere Todesopfer gemeldet. Wie das RKI auf seiner Internetseite mitteilte, stieg die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus binnen 24 Stunden um 13.882 auf 2.033.518 Fälle. Die Zahl der Corona-Toten stieg auf insgesamt nun 46.419 Fälle.

Am Wochenende fallen die Zahlen in der Regeln niedriger aus, da nicht alle Gesundheitsämter ihre Zahlen an das RKI melden und auch weniger Tests vorgenommen und ausgewertet werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug 136 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner.

17.1.2021, 10:06 Uhr – Lauterbach glaubt an Absage der Fußball-EM

Mit einer Absage der Fußball-Europameisterschaft rechnet der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. „Ich glaube, dass die EM komplett abgesagt wird, weil wir im März eine Situation haben werden, die in vielen Ländern Europas schlechter sein wird als heute“, sagte er dem Nachrichtenportal t-online. Sollte das Turnier stattfinden, geht Lauterbach davon aus, dass keine Zuschauer in den Stadien erlaubt sein werden. Man könne nicht davon ausgehen, dass bis dahin ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe, erklärte er.

Die ursprünglich für 2020 angesetzte EM war wegen der Pandemie verschoben worden und soll vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 ausgetragen werden.

17.1.2021, 9:45 Uhr – Spiegel: Altmaier will Hilfen für Unternehmen radikal vereinfachen

Angesichts von Antrags- und Auszahlungsschwierigkeiten bei den Corona-Hilfen für Unternehmen plant Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) laut Spiegel eine deutliche Vereinfachung der Anträge sowie eine kräftige Erhöhung der Hilfen. Für den Erhalt der Überbrückungshilfen III solle künftig nur noch ein Kriterium gelten, berichtete das Magazin. Sie müssten wegen der Corona-Pandemie im antragsberechtigten Monat einen Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent erlitten haben.

Die monatlichen Hilfssummen sollen dem Bericht zufolge angehoben werden: Betriebe, die unmittelbar von Schließungen betroffen sind, sollten bis zu 1,5 Millionen Euro vom Bund bekommen statt derzeit maximal 500.000 Euro. Alle anderen Betriebe könnten demnach bis zu eine Million erhalten. Bislang ist dieser Betrag bei 200.000 Euro gedeckelt. Zudem plant Altmaier dem Bericht zufolge, künftig auch größere Unternehmen in die Hilfen einzubeziehen.

17.1.2021, 2:44 Uhr – Städte- und Gemeindebund gegen „Mega-Lockdown“

Der Städte- und Gemeindebund warnt vor überzogenen Corona-Maßnahmen. Zwar sei eine Verlängerung des Lockdowns angesichts der Infektionslage notwendig, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der geforderte „Mega-Lockdown“ sei allerdings „keine Lösung und könnte die unverzichtbare Akzeptanz der Menschen für die zahlreichen Maßnahmen gefährden“. „Da der Lockdown nun schon Wochen anhält, sollte man sich nicht für eine generelle Schließung von Schulen und Kitas entscheiden, sondern zumindest eine Notbetreuung sicherstellen“, forderte Landsberg. Vor der Bund-Länder-Konferenz am kommenden Dienstag mahnte der kommunale Spitzenverband bessere Schutzkonzepte für Alten- und Pflegeheime an. Nur Besucher mit einem negativen Schnelltest sollten ein Zutrittsrecht bekommen.

17.1.2021, 2:27 Uhr – Party mit 24 Gästen in Hessen aufgelöst

Die Polizei hat eine Feier mit 24 Menschen in einer Bar im südhessischen Höchst aufgelöst. Die Beamten hatten beobachtet, wie mehrere Personen am Samstagabend durch den Hintereingang herein- und herauskamen, teilte die Polizei mit. Bei der anschließenden Kontrolle entdeckten sie die Gruppe, die sich trotz der geltenden Corona-Regeln zum Feiern traf. Keiner der Beteiligten trug eine Mund-Nasen-Bedeckung und auch die coronabedingten Abstände wurden nicht eingehalten. Alle müssen nun mit einer Anzeige rechnen. Da sich niemand als Inhaber der Bar zu erkennen gab, wurde das Lokal durch die Polizei geschlossen.

17.1.2021, 1:55 Uhr – Deutsche Bahn prüft laut Bild FFP2-Maskenpflicht

Die Deutsche Bahn prüft einem Zeitungsbericht zufolge die Einführung einer FFP2-Maskenpflicht in ihren Regional- und Fernzügen. Demnach seien bis April bereits vorsorglich zehn Millionen Masken bei Herstellern bestellt worden, wie die Bild am Sonntag unter Berufung auf einen internen Bericht schreibt. Bislang gilt in den Zügen der Deutschen Bahn nur die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

17.1.2021, 1:46 Uhr – Medien: Österreich verlängert Lockdown bis zum 7. Februar

Österreich verlängert seinen harten Lockdown Medienberichten zufolge um zwei weitere Wochen bis zum 7. Februar. Das berichtet die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf Verhandlerkreise. Handel und Gastronomie blieben demnach weiter geschlossen, Schulen bieten weiter Distanzunterricht an. Aufgrund der mittlerweile auch in Österreich festgestellten Virus-Mutation aus Großbritannien hatten Experten vor zu frühen Öffnungsschritten gewarnt.

Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte für den Vormittag eine Pressekonferenz an. Ab dem 8. Februar sollen nach Informationen der APA der Handel sowie körpernahe Dienstleister und Museen öffnen dürfen. Besucher und Kunden müssen dort künftig die besonders schützenden FFP2-Masken tragen und mit zwei Metern mehr Abstand halten. Mitte Februar sei geplant, die Lage für die Gastronomie, Hotellerie und für Veranstalter neu zu beurteilen.

17.1.2021, 1:25 Uhr – Maas: Geimpfte in Restaurants und Kinos lassen

Als erster Bundesminister hat sich Außenamtschef Heiko Maas (SPD) für eine Lockerung der Corona-Einschränkungen für Menschen mit einer Impfung gegen das Virus ausgesprochen. „Geimpfte sollten wieder ihre Grundrechte ausüben dürfen“, sagte der SPD-Politiker der Bild am Sonntag. Als Beispiele nannte er den Zugang zu Restaurants oder Kinos. „Es ist noch nicht abschließend geklärt, inwiefern Geimpfte andere infizieren können. Was aber klar ist: Ein Geimpfter nimmt niemandem mehr ein Beatmungsgerät weg. Damit fällt mindestens ein zentraler Grund für die Einschränkung der Grundrechte weg.“

Maas erinnerte auch an die Betreiber von derzeit geschlossenen Restaurants, Kinos, Theater oder Museen. „Die haben ein Recht darauf, ihre Betriebe irgendwann wieder zu öffnen, wenn es dafür eine Möglichkeit gibt. Und die gibt es, wenn immer mehr Menschen geimpft sind. Denn wenn erst mal nur Geimpfte im Restaurant oder Kino sind, können die sich nicht mehr gegenseitig gefährden.“ Er nannte die bislang geführte Debatte „irreführend“, da es nicht um Privilegien für Geimpfte gehe, sondern um die Ausübung von Grundrechten. Diese habe der Staat mit den Corona-Regeln massiv eingeschränkt.

16.1.2021, 18:07 Uhr – Tausende protestieren in Wien gegen Maßnahmen

Rund 10.000 Menschen haben in Wien gegen die Corona-Maßnahmen der österreichischen Regierung protestiert. Die Demonstranten beklagten die derzeitigen Einschränkungen und forderten den Rücktritt der Regierung von Kanzler Sebastian Kurz, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. 

Die meisten Teilnehmer der Kundgebung, unter ihnen der frühere Vizekanzler Heinz-Christian Strache, trugen keinen Mund-Nasen-Schutz und missachteten die Abstandsregeln. Einem Bericht des Kurier zufolge handelt es sich bei den Aktivisten um „eine Mischung aus Corona-Leugnern, besorgten Bürgern und ehemaligen Staatsverweigerern und Rechtsextremen“. Der österreichische Verfassungsschutz sehe „staatsgefährdendes Potential“ bei den Demonstranten.

An einer von linken Gruppen organisierten Gegendemonstration beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 500 Menschen. In Österreich gilt noch bis zum 24. Januar ein harter Lockdown. Bislang starben nach Angaben der Behörden landesweit rund 7.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

16.1.2021, 16:09 Uhr – BW: Erweiterte Testpflicht für Pflegeheime kommt

Mit einer erweiterten Testpflicht für Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen sowie einer Pflicht, Besucher und externe Dritte zu testen, verstärkt Baden-Württemberg den Infektionsschutz in Alten- und Pflegeheimen. Die Regelung sei in die vom Kabinett beschlossene und heute verkündete Corona-Verordnung aufgenommen worden und solle ab Montag greifen, so Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne). Die Regelung, dass Besucher und Externe Pflegeheime nur mit negativem PoC-Antigentest und einer FFP2-Maske aufsuchen dürfen, bleibe laut Lucha bestehen. Neu sei, dass die Pflegeeinrichtungen den Besuchern und externen Personen die Testung anbieten müssen. Einrichtungen, denen eine Beschaffung kurzfristig nicht möglich sei, könnten PoC-Antigentests aus der Notreserve des Landes beziehen.

16.1.2021, 15:27 Uhr – Montgomery will Homeoffice-Verweigerer bestrafen

Der Chef des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert Bußgelder, um mehr Arbeit im Homeoffice durchzusetzen. Bestraft werden sollten Unternehmen, die sich verweigerten, hat Montgomery der Saarbrücker Zeitung gesagt. Trotz Lockdown gebe es immer noch zu viele persönliche Kontakte und zu viel Mobilität.

16.1.2021, 14:47 Uhr – RKI: über eine Million Geimpfte in Deutschland

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) inzwischen mehr als eine Million Menschen gegen Corona geimpft worden. Das entspricht einer Impfquote von 1,26 Prozent. Gespritzt worden ist bis jetzt fast ausschließlich die erste von zwei Impfdosen. Unter den Bundesländern ist Baden-Württemberg Schlusslicht mit einer Impfquote von 0,9 Prozent.

16.1.2021, 14:25 Uhr – Polizei löst Geburtstagsfeier in Mannheim auf

Die Polizei hat in einer Wohnung in Mannheim eine Geburtstagsparty aufgelöst. Insgesamt 27 Gäste, darunter fünf Kinder, hatten in einer Vier-Zimmer-Wohnung in den Mannheimer Quadraten gefeiert. Nachbarn aus dem Mehrfamilienhaus hatten die Polizei gerufen, weil ihnen die zahlreichen Besucher im Treppenhaus aufgefallen waren. Fünf Polizeistreifen waren im Einsatz, um die Feier zu beenden. Die Beamten hätten Platzverweise ausgesprochen, so ein Polizeisprecher.

Die Polizei hat am Freitagabend außerdem eine weitere Party im Stadtteil Käfertal aufgelöst. Dort feierten 13 Erwachsene und zehn Kinder den Geburtstag eines Mannes. Ein anonymer Zeuge rief die Polizei, die Platzverweise verteilte. Die Gäste beider Partys wurden wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung angezeigt. Sie müssen laut der Landesverordnung mit Bußgeldern von bis zu 500 Euro pro Person rechnen.

Auch in Delmenhorst bei Bremen beendete die Polizei eine illegale Geburtstagsfeier. Kurz vor Mitternacht waren die Beamten dort über eine Ruhestörung durch eine Party mit mindestens zwölf Personen informiert worden. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte flohen einige Gäste. Die Party konnte demnach zunächst mit mehreren Anzeigen unter anderem wegen Verstoßes gegen die Corona-Auflagen beendet werden. Am Morgen rückte die Polizei dann aber erneut aus, da die Party fortgesetzt worden war.

16.1.2021, 14:06 Uhr – Tennisspielerin Angelique Kerber in Quarantäne

Angelique Kerber gehört zu den 47 Tennisprofis, die sich nach der Ankunft in Melbourne für 14 Tage komplett im Hotel isolieren müssen. Dies teilte die ehemalige Weltranglisten-Erste auf Twitter mit. Grund dafür ist, dass nach dem Flug von Abu Dhabi zu den Australian Open eine Person positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Wie die Organisatoren des Grand-Slam-Turniers erklärten, waren 23 Tennisprofis an Bord, die nun nicht wie eigentlich geplant für zumindest fünf Stunden am Tag das Hotel für Training und Fitness verlassen dürfen. Keiner von ihnen ist allerdings von dem positiven Corona-Test betroffen. 24 Profis, die mit einem anderen Flug ankamen, müssen ebenfalls in Quarantäne.

We have just been informed that a person on our flight from Abu Dhabi has returned a positive COVID-19 test. As a consequence, everyone on board needs to isolate in their rooms for the 14 day quarantine period. That‘s all I know for now! Let‘s wait and see... Good night 😘🙏🏼

16.1.2021, 13:30 Uhr – Gesundheitsminister: Corona-Zahlen sind weiterhin zu hoch

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht keine Möglichkeit, alle Corona-Beschränkung zum 1. Februar aufzuheben. „Die Zahlen gehen nicht so runter, wie es notwendig ist“, sagte Spahn im Sender Phoenix. Zwar gebe es eine Bewegung in die richtige Richtung. Aber man werde bei der Bund-Länder-Runde entscheiden müssen, wie man weiter vorgehen müsse.

Die Politik diskutiert fraktionsübergreifend über weitere Verschärfungen der Corona-Beschränkungen. Die Forderungen reichen von einer Homeoffice-Pflicht bis hin zu flächendeckenden Ausgangssperren.

16.1.2021, 13:16 Uhr – Biontech-Impfstoff einfacher zu transportieren

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer kann in Deutschland künftig einfacher transportiert werden. Biontech hat seine Empfehlungen dafür geändert. Demnach kann der Impfstoff auch schon fertig in der Spritze bis zu sechs Stunden bei 2 bis 8 Grad transportiert werden. Das sei eine gute Nachricht, besonders für Pflegebedürftige, die zu Hause auf eine Impfung warten, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Die Länder könnten beim Impfen nun flexibler sein.

16.1.2021, 11:09 Uhr – Rheinland-Pfalz ändert Quarantäne-Regeln

Rheinland-Pfalz hat die Regelungen für die Corona-Quarantäne geändert. Dabei geht es um Menschen, die positiv getestet worden sind oder die typische Symptome einer Erkrankung mit Covid-19 haben. Ab sofort wird die Berechnung des frühesten Endes der Isolierung zu Hause nicht mehr an den Beginn von Symptomen, sondern an den Zeitpunkt des Tests angeknüpft. Bei direkten Kontaktpersonen gilt dann für das Ende der Quarantäne eine Frist von 14 statt wie bisher von zehn Tagen ab dem letzten Kontakt mit dem positiv getesteten Menschen.

16.1.2021, 10:46 Uhr – Epidemiologe: „Man muss sich auf die Risikopatienten konzentrieren“

Der Epidemiologe Klaus Stöhr hat dazu aufgerufen, die Lage im Kampf gegen die Corona-Pandemie differenziert zu betrachten. Stöhr sagte im RBB-Inforadio: „In so einem Winter, wenn es kalt wird, das Virus noch so aggressiv zirkuliert und die Populationsempfänglichkeit noch so hoch ist, kann man eigentlich nicht erwarten, dass die Zahlen von allein nach unten gehen.“

Die Entwicklungen in England und Irland haben demnach gezeigt, dass nach Lockerungen die Zahlen „durch die Decke“ gegangen sind und die Intensivstationen voll waren. Da wolle man in Deutschland nicht hinkommen. Man müsse die Lage aber differenzierter betrachten, so Stöhr. So gebe es geographische Unterschiede, aber auch bei den Sterbefällen. „Man muss sich auf die Risikopatienten konzentrieren und auf diejenigen, die Vorerkrankungen haben.“ In Alten- und Pflegheimen gebe es gute Hygienekonzepte, diese müssten aber auch umgesetzt werden. „Es ist unverantwortlich, wenn man ohne Testung in die Alten- und Pflegeheime gehen kann.“

16.1.2021, 10:03 Uhr – 60 Prozent weniger Flugpassagiere im Jahr 2020

Wegen der Reisebeschränkungen in der Corona-Krise ist die Zahl der Flugpassagiere im vergangenen Jahr weltweit um 60 Prozent zurückgegangen. Wie die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) mitteilte, beförderten die Fluggesellschaften 2020 insgesamt 1,8 Milliarden Fluggäste – so wenige wie zuletzt im Jahr 2013. Im Jahr 2019 waren noch 4,5 Milliarden Passagiere gezählt worden. Der größte Einbruch wurde den Angaben zufolge im internationalen Luftverkehr verzeichnet. Während die Zahl der Passagiere auf Inlandsflügen um 50 Prozent zurückging, waren es auf internationalen Flügen 74 Prozent weniger.

16.1.2021, 10:01 Uhr – Ältere Arbeitnehmer von Covid-19-Erkrankung besonders oft getroffen

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 50 Jahre sind von der Corona-Pandemie in der zweiten Welle deutlich härter getroffen als Jüngere. Die Zahl der Krankschreibungen bei den über 50-Jährigen stieg zwischen Ende Oktober und Mitte Dezember um 44 Prozent, wie aus einer Datenanalyse der Krankenkasse Barmer hervorgeht, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Bei den 30- bis 49-Jährigen habe die Zahl der Corona-Krankschreibungen im gleichen Zeitraum um 25 Prozent zugenommen, hieß es. Bei den unter 30-Jährigen sei sie sogar um 18 Prozent gesunken.

In der ersten Pandemiewelle seien die Unterschiede in den einzelnen Altersgruppen bei den Krankschreibungen wegen Covid-19 nicht so groß gewesen. „Auch wenn der Anteil der Krankschreibungen unter den Jüngeren abnimmt, darf sich keine Altersgruppe in falscher Sicherheit wiegen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Christoph Straub. „Der schwerste Teil der Pandemie steht uns noch bevor“, warnte er.

16.1.2021, 8:57 Uhr – Branchenverband Dehoga: Hundertausende Gastronomie-Jobs gefährdet

Die Gastwirte in Deutschland werden durch die Corona-bedingten Schließungen im Januar nach Prognose ihres Branchenverbandes etwa 80 Prozent ihrer geplanten Umsätze verlieren. „Wir gehen davon aus, dass 70.000 Betriebe die Krise nicht überstehen werden“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, der Rheinischen Post. Wochenlange Umsatzausfälle könnten auch die gesündesten Unternehmen nicht überstehen. Damit stünden „Hunderttausende Jobs auf dem Spiel“, sagte Hartges.

16.1.2021, 7:37 Uhr – Pflegebevollmächtigter Westerfellhaus will keine Besuchsverbote in Heimen

In der Debatte über mögliche Verschärfungen der Corona-Einschränkungen hat sich der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, gegen ein Besuchsverbot in Pflegeeinrichtungen ausgesprochen. Die Selbstbestimmung der Menschen dort dürfe auch jetzt nicht in Frage gestellt werden, sagte er den Funke-Zeitungen.

Die Linken im Bundestag fordern, das Thema Pflegeheime bei den neuen Bund-Länder-Gesprächen ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen. Fraktionschef Dietmar Bartsch kritisierte in der Neuen Osnabrücker Zeitung, bei Pflegeheimen gebe es keine einheitlichen Lockdown-Regeln. Er forderte eine nationale Kraftanstrengung und einen Null-Inzidenz-Ansatz. Wörtlich sagte Bartsch: „Niemand darf ungetestet ein Heim betreten, FFP2-Masken-Pflicht und schnellstmögliche Durchimpfung sind dafür wesentlich.“

16.1.2021, 6:48 Uhr – RKI meldet mehr als 18.000 Neuinfektionen – insgesamt mehr als zwei Millionen Infektionen in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb von 24 Stunden mehr als 18.600 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat mitgeteilt, außerdem habe es 980 neue Todesfälle innerhalb eines Tages gegeben. Seit Beginn der Corona-Pandemie gab es somit in Deutschland rund 2,02 Millionen bestätigte Infektionen und knapp 46.000 Menschen die mit oder an dem Coronavirus gestorben sind. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bei 139,2. Wenige Tage vor dem neuen Bund-Länder-Treffen dauert die Diskussion über eine Verschärfung der Corona-Auflagen an.

16.1.2021, 5:15 Uhr – 40 Verdächtige nach Demo vor Reichstag im vergangenen Sommer

Die Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nach der Erstürmung der Reichstagstreppe gegen 40 Tatverdächtige. Das hat die Polizei dem Redaktionsnetzwerk Deutschland mitgeteilt. Es sei möglich, dass noch weitere Ermittlungsverfahren hinzukommen. In vielen Fällen laute der Vorwurf Landfriedensbruch. Ende August 2020 waren bei Protesten gegen die Corona-Beschränkungen Demonstranten bis auf die Treppe des Reichstagsgebäudes vorgedrungen.

16.1.2021, 4:39 Uhr – Massenimpfungen in Indien beginnen

In Indien beginnen Massenimpfungen gegen das Coronavirus. Bis Juli sollen 300 Millionen Menschen geimpft werden. Als erstes sollen Mitarbeiter im Gesundheitswesen und aus anderen Risikobereichen an der Reihe sein. Danach Menschen über 50 Jahren oder Risikopatienten. Zugelassen sind in Indien bisher zwei Impfstoffe. Der des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca sowie einer aus Indien.

16.1.2021, 2:55 Uhr – Deutscher Städtetag für schärfere Maßnahmen

Der Deutsche Städtetag ist dafür, dass die aktuellen Corona-Auflagen weiter verschärft werden. Die bisherigen Regeln hätten zu wenig bewirkt, sagte Städtetags-Präsident Burkhard Jung den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Möglicherweise müsste es Beschränkungen in weiteren Bereichen geben. Am Dienstag beraten Bund und Länder wieder - früher als ursprünglich geplant. Der Chef der sogenannten Wirtschaftsweisen, Lars Feld, warnt die Runde in der Rheinischen Post vor einer Überreaktion. Eine Verlängerung der Beschränkungen dürfe nicht zu einem Problem für die Versorgungslage werden.

16.1.2021, 2:03 Uhr – Biden will Impfkampagne beschleunigen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der künftige US-Präsident Joe Biden versprochen, tausende Impfzentren im ganzen Land einzurichten. Seine Regierung werde die Mittel aufstocken, um die Impfkampagne zu beschleunigen. Mit Hilfe eines Gesetzes zur Rüstungsproduktion aus Kriegszeiten werde er außerdem die Impfstoff-Produktion ankurbeln, sagte Biden. Sein Ziel: In den ersten Tagen seiner Amtszeit sollen 100 Millionen US-Bürger geimpft werden. Bislang sind es etwas mehr als elf Millionen.

15.1.2021, 19:54 Uhr – Gestohlene EMA-Daten aufgetaucht

Die gestohlenen Daten der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA sind im Internet veröffentlicht worden. Allerdings seien sie vorher manipuliert worden, um das öffentliche Vertrauen in die Corona-Impfstoffe zu untergraben, so die Behörde. Die EMA war im Dezember Ziel eines Hackerangriffs geworden. Betroffen waren den Angaben zufolge vor allem Dokumente mit Bewertungen der Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.

15.1.2021, 19:41 Uhr – Mehr als zwei Millionen Corona-Tote weltweit

Nach Angaben der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität gibt es bereits mehr als zwei Millionen bestätigter Corona-Todesfälle. UN-Generalsekretär António Guterres sprach von einem „herzzerreißenden Meilenstein“. In den USA allein sind laut den Johns-Hopkins-Daten 390.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben, in Deutschland sind es rund 45.000 Tote. Guterres kritisierte, die tödlichen Auswirkungen der Pandemie seien durch das Fehlen weltweiter koordinierter Anstrengungen noch verschlimmert worden. „Impfstoffe erreichen schnell die einkommensstarken Länder, während die Ärmsten der Welt überhaupt keine haben“, sagte er. Einige Länder beschafften sich mehr Impfstoff als benötigt. Staaten müssten überschüssige Impfstoffdosen teilen, um Mitarbeiter des Gesundheitswesens weltweit zu impfen, so Guterres.

15.1.2021, 17:54 Uhr – Schnelltests auch in Apotheken und Zahnarztpraxen möglich

Corona-Schnelltests sind nun auch in Apotheken und in Zahnarztpraxen möglich. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, tritt die entsprechende Verordnung an diesem Samstag in Kraft. Neben medizinischen Laboren sowie Ärztinnen und Ärzten werden damit auch Zahnärztinnen und Zahnärzte ausdrücklich für Testungen an möglicherweise infizierten Menschen sowie deren Kontaktpersonen zugelassen.

Zugleich wurde die Anzahl der Tests für ambulante Pflegedienste, insbesondere solche der ambulanten Intensivpflege sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe, auf 20 Tests pro Betreuten und Monat erhöht. Künftig können auch Tests in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe erfolgen.

15.1.2021, 16:34 Uhr – Gesundheitsministerium: Pfizer-Problem hat keine kurzfristigen Auswirkungen

Die Produktionsprobleme beim Impfstoff-Hersteller Pfizer/Biontech werden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums keine kurzfristigen Auswirkungen haben. „Die Deutschland für Montag zugesagten Impfstoff-Lieferungen erfolgen wie geplant“, teilte ein Sprecher mit. Die deutschen Gesundheitsminister nähmen die „sehr kurzfristige wie unerwartete Mitteilung“ aber mit Bedauern zur Kenntnis. „Dies umso mehr, da es verbindlich vom Unternehmen zugesagte Liefertermine bis Mitte Februar gegeben hatte“, fügte der Sprecher hinzu. „Bund und Länder erwarten, dass die EU-Kommission in den Verhandlungen mit Pfizer schnellstmöglich Klarheit und Sicherheit für die weiteren Lieferungen und Lieferdaten schafft“. Zugesagt sei in jedem Fall, dass die für das erste Quartal angekündigten Mengen vollständig im ersten Quartal geliefert würden.

Die möglichen Lieferengpässe seien der EU-Kommission und über diese den EU Mitgliedsstaaten kurzfristig mitgeteilt worden, teilte das Ministerium mit. Grund für die Lieferprobleme sind demnach Umbauten im Pfizer-Werk im belgischen Puurs. Diese dienten nach Angaben des Unternehmens dazu, die Kapazitäten ab Mitte Februar zu erhöhen.

15.1.2021, 15:43 Uhr – Biontech erhält Genehmigung für Impfstoff-Produktion in Marburg

Biontech hat grünes Licht für die Produktion seines Covid-19-Impfstoffs in Marburg erhalten. Nachdem das zuständige Regierungspräsidium Gießen am Freitag die nötige Genehmigung erteilt hat, lägen die Voraussetzungen für die Produktion des Impfstoffs vor, teilte das Land Hessen mit. Über den tatsächlichen Beginn der Produktion entscheide Biontech.

15.1.2021, 15:25 Uhr – Regierungssprecher: Öffentlicher Nahverkehr wird nicht eingestellt

Busse und Bahnen sollen in Deutschland trotz der Ansteckungsgefahr weiter fahren. Es gehe um weniger Kontakte im öffentlichen Nahverkehr, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen am Dienstag. „Was es nicht heißt, ist: den Öffentlichen Nahverkehr einzustellen.“

15.1.2021, 11:48 Uhr – Nächster Corona-Gipfel am Dienstag

Bund und Länder beraten bereits am kommenden Dienstag erneut über die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Freitag in Berlin, die Zahl der Neuinfektionen sei nach wie vor viel zu hoch. Dazu komme das Risiko einer neuen Virus-Mutation. Es gehe darum, „noch mehr“ zu tun, um die Infektionszahlen zu senken, so Seibert. Ursprünglich war das nächste Bund-Länder-Treffen zu Corona-Krise für den 25. Januar geplant.

15.1.2021, 11:34 Uhr – Appell von Steinmeier, Arbeitgebern und DGB für mehr Homeoffice

Angesichts der weiter hohen Corona-Infektionszahlen haben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Spitzen von Arbeitgebern und Gewerkschaften gemeinsam zu mehr Arbeit im Homeoffice aufgerufen. Steinmeier sagte, alle müssten, wo irgend möglich, auch die Kontakte am Arbeitsplatz weiter reduzieren. „Weniger ist mehr, gerade in diesen Tagen“, sagte Steinmeier. Die hohen Todeszahlen seien erschütternd. Die Mutation des Corona-Virus, die auch in Deutschland vereinzelt nachgewiesen worden sei, verschärfe die Infektionsgefahr. „Das macht mir große Sorgen“, sagte Steinmeier.

Corona-Krise Homeoffice: Was der Chef darf und was nicht

Wegen der Coronakrise arbeiten viele jetzt von zu Hause – aus dem Homeoffice. Doch: Gibt es darauf überhaupt einen Anspruch und welche Kontrollmöglichkeiten hat der Chef? Wir klären die wichtigsten Fragen.  mehr...

15.1.2021, 11:16 Uhr – Petition fordert gemeinsame europäsiche Strategie

Die Online-Petition #ZeroCovid fordert eine gemeinsame europäische Strategie, um die Corona-Pandemie wirksam zu bekämpfen. Erstes Ziel sei es, die Ansteckungen auf Null zu reduzieren. Außerdem wird unter anderem der Ausbau der sozialen Gesundheitsinfrastruktur und ein Rettungspaket gefordert — beispielsweise für Menschen mit niedrigem Einkommen. Zu den Erstunterzeichnern der Petition gehören unter anderem Mediziner, Journalisten, Musiker und Schriftsteller. Bisher haben schon über 20.000 Menschen unterschrieben.

15.1.2021, 6:33 Uhr – Kommen strengere Corona-Regeln schneller als gedacht?

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will schon nächste Woche wieder mit den Länderchefs über die Corona-Beschränkungen beraten. Ursprünglich war das erst für den 25. Januar geplant. Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat schon ein früheres Treffen gefordert. Beschlossen ist das aber noch nicht. Trotz der Maßnahmen sind die Corona-Infektionszahlen bisher nicht deutlich zurückgegangen. Auch heute meldet das Robert-Koch-Institut wieder mehr als tausend neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus - genau sind es 1113. Außerdem haben die Gesundheitsämter in den vergangenen 24 Stunden 22 368 bestätigte Neuinfektionen gemeldet.

15.1.2021, 6:12 Uhr – Landtagswahl in BW soll stattfinden

Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat eine Verschiebung der Landtagswahl wegen Corona ausgeschlossen. Das sei kein Thema, die Wahl am 14. März finde statt, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Demokratie sei auch in der Pandemie voll handlungs- und entscheidungsfähig. Sicherlich werde die Briefwahl sehr viel stärker genutzt. Thüringen hatte gestern beschlossen, die Landtagswahl wegen der hohen Infektionszahlen von April auf September zu verlegen. Eine Verschiebung fordert auch die rheinland-pfälzische Linke — dort ist die Landtagswahl ebenfalls für den 14. März geplant.

15.1.2021, 2:05 Uhr – Biden plant weiteres Konjunkturpaket

Um die Corona-Krise zu bekämpfen, plant der künftige US-Präsident Joe Biden ein weiteres Konjunkturpaket. Dafür will er fast zwei Billionen Dollar bereitstellen. Sein Team kündigte an, dass Biden damit mit den Impfungen schneller vorankommen und mehr Tests möglich machen will. Außerdem sollen Arbeitslose mehr Geld bekommen und besonders betroffene Kommunen und kleinere Unternehmen unterstützt werden.

15.1.2021, 0:37 Uhr – Wieler: Maßnahmen sind erfolgreich

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat die geltenden Anti-Corona-Maßnahmen als erfolgreich bezeichnet - in dem Sinne, dass die Zahlen nicht mehr nach oben gegangen seien. Die Beschränkungen müssten aber konsequenter durchgeführt werden, forderte er in den ARD Tagesthemen. Man habe gemerkt, dass es nach wie vor Menschen gebe, die bewusst oder unbewusst Fehler machten oder teilweise bestimmte Anweisungen oder Empfehlungen gar nicht umsetzten. Man könne nicht behaupten, die Maßnahmen funktionierten nicht, wenn sie gar nicht alle umgesetzt würden. Außerdem sagte Wieler, es gebe sicherlich auch noch Betriebe, in denen mehr im Homeoffice gearbeitet werden könne.

14.1.2021, 20:45 Uhr – Merkel macht Druck

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit der nächsten Beratungsrunde zu den Corona-Schutzmaßnahmen nicht bis zum 25. Januar warten. In einer Online-Sitzung des CDU-Präsidiums sagte Merkel, die Gespräche mit den Ministerpräsidenten sollten schon kommende Woche geführt werden. Nach Angaben von Teilnehmern habe Merkel auch gesagt, dass sie keinen Spielraum für Öffnungen sehe. Sie habe das mit der britischen Corona-Variante begründet, die sich in vielen Ländern verbreitet. Diese gilt als infektiöser als das ursprüngliche Virus.

14.1.2021, 19:36 Uhr – Frankreich meldet Rückgang bei der Zahl der Neuinfektionen

Frankreich meldet bei der Zahl der Neuinfektionen einen Rückgang von 23.852 auf 21.228. Allerdings stieg die der Krankenhausfälle um 248 auf 25.017, und die der Intensivbehandlungen um 15 auf 2.726. Zudem wurden 282 weitere Todesfälle verzeichnet.

14.1.2021, 18:55 Uhr – Mehr Zeit für Beantragung von Corona-Hilfen

Selbstständige und Unternehmen bekommen mehr Zeit, die nur stockend fließenden Corona-Hilfen zu beantragen. Das Bundeswirtschaftsministerium teilte mit, Anträge für die Überbrückungshilfe 2 – Zuschüsse zu den Fixkosten in den letzten Monaten des Jahres 2020 – könnten nun bis zum 31. März 2021 gestellt werden, zwei Monate länger als bislang. Bei den November- und Dezember-Hilfe-Entschädigungen für Umsatzausfälle bei zwangsweise geschlossenen Firmen, werde die Frist bis zum 30. April 2021 verlängert.

14.1.2021, 18:23 Uhr – Virus-Mutation aus Großbritannien verbreitet sich offenbar eher unter Kindern

Die zuerst in Großbritannien nachgewiesene Virus-Variante verbreitet sich nach französischen Angaben eher unter Kindern als die bisherige. Allgemein sei sie zwischen 30 und 70 Prozent ansteckender, gibt Ministerpräsident Jean Castex bekannt. Man werde alles tun, um eine Schließung der Schulen zu verhindern. Im Frühjahr habe dieser Schritt zu viele negative Folgen gehabt.

14.1.2021, 18:18 Uhr – Frankreich verschärft die Ausgangssperre

Unter Hinweis auf einen deutlichen Erfolg der Maßnahme verschärft Frankreich noch einmal die Ausgangssperre. Sie werde für mindestens 15 Tage ab 18 Uhr statt wie bislang 20 Uhr gelten, kündigt Ministerpräsident Jean Castex an. In den Regionen, wo bereits strengere Regeln eingeführt waren, sehe man deutlich weniger Neuansteckungen.

14.1.2021, 17:24 Uhr – Impfstart in der Türkei

In der Türkei haben die Impfungen gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac begonnen. Am ersten Tag nach der Notfallzulassung hätten mehr als 250.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Gesundheitswesens den Impfstoff verabreicht bekommen, teilte das Gesundheitsministerium auf seiner Website mit.

Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ließ sich heute impfen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Nach dem Gesundheitspersonal sollen Menschen, die älter als 65 Jahre sind, geimpft werden, in einer zweiten Phase dann Mitarbeiter einiger Ministerien, Lehrpersonal sowie Gefangene.

Für Sinovac war am Mittwochabend eine Notfallzulassung in der Türkei erteilt worden.

14.1.2021, 16:33 Uhr – Vorreiter Jordanien: Flüchtlinge werden geimpft

Als eines der ersten Länder weltweit hat Jordanien heute mit der Corona-Impfung von Flüchtlingen begonnen. Das berichtete das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in Genf und lobt die jordanischen Gesundheitsbehörden.

Flüchtlinge bekommen dort genau wie Einheimische die Impfung auf Wunsch kostenlos. Von 78 Ländern, die nationale Impfstrategien entwickelten, hätten nur 39 die Flüchtlinge in ihrem Land explizit mit einbezogen, erklärte das UNHCR.

Jordanien beherbergt bei zehn Millionen Einwohnern rund 700.000 Flüchtlinge.

14.1.2021, 14:49 Uhr – Giffey: Schul- und Kitaschließung darf keine langfristige Option sein

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat davor gewarnt, Schulen und Kitas langfristig geschlossen zu halten. „Diese Schließung oder starke Einschränkung von Kitas und Schulen, das darf natürlich keine langfristige Option sein“, sagte sie in Berlin.

Die Situation führe zu großen Belastungen für die Kindergesundheit. Giffey nannte Bewegungsmangel, Übergewicht und Vereinsamung. „Das alles müssen wir im Blick haben, wenn wir über den Januar hinausdenken.“ Jetzt sei man aber in einer so ernsten Situation, dass es ohne Kontaktbeschränkungen und Einschränkungen nicht gehe. In den kommenden Wochen müsse man aber wieder zu anderen Lösungen kommen, es brauche einen Betrieb von Kitas und Schulen im Sinne des Kindeswohls.

14.1.2021, 14:15 Uhr – Spahn: Ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland geimpft

Ein Prozent der deutschen Bevölkerung ist bislang einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das teilten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sowie das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Den RKI-Zahlen zufolge erhielten 842.455 Menschen den Impfstoff. Für einen vollständigen Impfschutz sind allerdings zwei Injektionen im Abstand von etwa drei Wochen erforderlich. Das RKI gab die Impfquote für die erste Impfung mit 1,01 Prozent an.

14.1.2021, 12:50 Uhr – Paul-Ehrlich-Institut: Impfstoffe sollten auch gegen Mutationen schützen

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) geht davon aus, dass die zugelassenen Corona-Impfstoffe auch gegen die neuen Virus-Mutationen schützen. Sollte wegen Mutationen eine Anpassung der Baupläne der Impfstoffe nötig werden – was prinzipiell innerhalb von sechs Wochen möglich sei – könne eine Zulassung schnell erfolgen, sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek. Bis zum Sonntag seien dem Institut 325 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen nach Impfungen gemeldet worden, das entspreche 0,53 Verdachtsfällen pro 1.000 Impfdosen und sei konsistent mit den bekannten Fachinformationen.

14.1.2021, 11:07 Uhr – RKI fordert noch schärferen Lockdown als bisher

Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist angesichts der derzeitigen Infektionslage für eine Verschärfung des bisherigen Lockdowns in Deutschland. RKI-Epidemiologe Dirk Brockmann sagte am Donnerstag in Berlin, es sei eine „totale Konsensaussage“ aller Modellberechnungen, dass die Maßnahmen weiter verschärft werden müssten, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Auch RKI-Präsident Lothar Wieler befürwortete eine Verschärfung als „Option“.

14.1.2021, 10:40 Uhr – Baden-Württemberg lässt Grundschulen und Kitas weiter zu

Baden-Württemberg will Grundschulen und Kitas nun doch zumindest bis Ende Januar geschlossen halten. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, verständigten sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann darauf, angesichts der weiter hohen Corona-Infektionszahlen im Land zunächst auf die angedachte Lockerung zu verzichten. Es solle aber eine Öffnungsperspektive für Grundschulen und Kitas erarbeitet werden, sollte der Lockdown über Januar hinaus gelten, hieß es.

14.1.2021, 10:07 Uhr – 2020 mit stärkstem Konjunktureinbruch seit Finanzkrise

Die Corona-Pandemie hat in der deutschen Wirtschaft 2020 den schwersten Konjunktureinbruch seit der Finanzkrise ausgelöst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte um 5,o Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein größeres Minus hatte es zuletzt 2009 mit damals 5,7 Prozent gegeben.

14.1.2021, 09:22 Uhr – WHO-Wissenschaftler kommen in Wuhan an

Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der Leitung der Weltgesundheitsorganisation WHO ist in der chinesischen Stadt Wuhan angekommen. Dort sollen die Ursprünge für das neuartige Coronavirus untersucht werden, das die weltweite Pandemie ausgelöst hat, wie das staatliche Fernsehen berichtet. Das Team kam am späten Vormittag (Ortszeit) aus Singapur an und sollte zunächst zwei Wochen unter Quarantäne gestellt werden.

Die Vereinigten Staaten haben China vorgeworfen, das Ausmaß des ersten Ausbruchs vor rund einem Jahr verheimlicht zu haben. Sie fordern daher eine transparente Untersuchung. Kritisiert wird, dass chinesische Experten die erste Phase der Untersuchung durchgeführt haben. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Gheybreyesus hatte sich zudem „sehr enttäuscht“ gezeigt, dass China sich die Einreise des Teams für die lang erwartete Mission verzögert hatte.

14.1.2021, 9:06 Uhr – DIVI-Präsident: Intensivpatienten-Höhepunkt überschritten

Der neue Präsident der Vereinigung der Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI), Gernot Marx, äußert sich vorsichtig optimistisch über die Entwicklung auf den Intensivstationen in der Corona-Krise. „Es sieht also so aus, als hätten wir den Höhepunkt bei den intensivpflichtigen Patienten überschritten“, sagt er der Rheinischen Post. Es scheine momentan zudem so, als ob der befürchtete Zusatz-Höhepunkt durch die höhere Besuchsfrequenz an Weihnachten und Silvester ausbleiben würde. „Meine Hoffnung ist, dass wir den tatsächlich nicht mehr sehen – es sei denn, die neue Mutation des Virus macht uns einen Strich durch die Rechnung.“ Wenn das so weitergehe, deute das darauf hin, dass der Lockdown eine gewisse Effizienz zeige und man beim nächsten Bund-Länder-Treffen am 25. Januar dann tatsächlich gut beurteilen könne, was die richtigen Maßnahmen seien.

14.1.2021, 8:26 Uhr – Schwesig: Verschärfter Lockdown bei Ausbreitung von Virus-Mutation

Ein verschärfter Lockdown ist nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nötig, wenn sich die Virus-Mutationen in Deutschland ausbreiten sollten. „Auf jeden Fall ist es so, dass wenn die Zahlen weiter so hoch sind, jeder weiß, dass der Shutdown fortgesetzt werden muss – wenn die Mutation aus Großbritannien sich ausbreiten würde, sogar schärfere Maßnahmen notwendig sind“, sagt Schwesig im ZDF.

14.1.2021, 7:38 Uhr – Motel-One-Chef: Novemberhilfen sind „ein Witz“

Der Chef und Gründer der Hotelgruppe Motel One, Dieter Müller, ist von den Novemberhilfen der Politik enttäuscht. „Wir haben bislang 50.000 Euro als Abschlagszahlung erhalten. Für die gesamte Gruppe mit 75 Hotels. Das ist ein Witz“, sagt er dem Magazin WirtschaftsWoche. Besonders bitter stoße ihm auf, dass in der Öffentlichkeit suggeriert werde, dass seine Branche großzügig mit Staatsmilliarden beschenkt werde. „Man hat den Eindruck, dass die Bundesregierung die Mittelständler um ihre Existenz bringen will“, kritisiert Müller. Als „Wettbewerbsverzerrung“ bezeichnet er, dass die Überbrückungshilfen bis zum vergangenen Herbst nur für kleine und mittlere Unternehmen gegolten hätten.

14.1.2021, 6:23 Uhr – Neuer Höchststand in Deutschland: 1.244 Corona-Tote in 24 Stunden

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind in Deutschland 1244 weitere Menschen gestorben, die positiv auf Corona getestet wurden. Das ist ein neuer Rekordwert. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich damit auf 43.881. Zudem gibt das RKI 25.164 neue Positiv-Tests bekannt. Die Gesamtzahl steigt damit auf rund 1.978.590. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt das RKI mit 151,2 an. Das liegt deutlich über der Zielmarke von Bund und Ländern von 50. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen positiv getestet wurden.

14.1.2021, 2:30 Uhr – Langsames Internet: Scheuer schlägt 500-Euro-Gutschein vor

Wer in einem Haushalt mit schlechter Internetverbindung lebt, sollte einen staatlichen Gutschein im Wert von 500 Euro bekommen. Das hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Funke-Zeitungen gesagt. Das Ganze sei für einen Satellitenanschluss gedacht. Bundesweit könnten so etwa 200.000 Haushalte schnelles Internet bekommen. In der Corona-Pandemie sei extrem langsames Internet vor allem mit Blick auf Homeoffice oder Fernunterricht ein Problem.

14.1.2021, 2:09 Uhr – Städte- und Gemeindebund: Keine strengeren Regeln

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat die Politik davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen noch einmal zu verschärfen. Die Regierung müsse bedenken, dass nach fast einem Jahr auch bei der Akzeptanz in der Bevölkerung gewisse Ermüdungserscheinungen feststellbar seien, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Immer neue und zum Teil nur schwer nachvollziehbare Regelungen könnten die Menschen überfordern. Das könne dazu führen, dass sie die Vorschriften nicht immer beachteten. Als Beispiel für "kaum nachvollziehbare Regelungen" nannte Landsberg die 15-Kilometer-Beschränkungen in Gebieten, wo der Inzidenzwert über 200 Neuinfektionen pro Woche liegt.

14.1.2021, 0:51 Uhr – Gewerkschaft fordert: Keiner soll in diesem Schuljahr sitzen bleiben

In diesem Schuljahr sollte nach Ansicht von Gewerkschaftern niemand sitzenbleiben müssen. Eine Ausnahmesituation wie die Corona-Krise verlange besondere Regelungen, forderte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, GEW. Für alle Schüler und Schülerinnen an allgemeinen und beruflichen Schulen müssen es darüber hinaus einen Nachteilsausgleich geben. Außerdem müsse es möglich sein, zum Beispiel das Abitur oder den Mittleren Abschluss auch ohne Prüfung abzulegen. Dafür sollten der Gewerkschaft zufolge Vorleistungen gewertet werden, die bereits erbracht worden seien.

13.1.2021, 17:53 Uhr – Charité erweitert Corona-Tests mit Blick auf Mutationen

Berlins Universitätsklinik Charité hat ihre Corona-Tests erweitert und prüft positive Proben auch auf Mutationen. Das teilte das Klinikum mit. Derzeit ist dafür das Institut für Virologie der Charité zuständig. In Kürze soll Labor Berlin diese Aufgabe übernehmen, ein gemeinsames Tochterunternehmen von Charité und Vivantes. Das Ziel sei, einen fortlaufenden Überblick über das Vorkommen von Coronavirus-Mutationen in den Proben zu erhalten.

Liegt ein Nachweis des SARS-CoV-2-Virus vor, werde die Probe zusätzlich auf die englische und südafrikanische Virusvariante geprüft. Mit der zusätzlichen Überprüfung von positiv getesteten Proben auf die bekannten Mutationen soll Labor Berlin gemeinsam mit der Charité noch in dieser Woche beginnen. Derzeit stehen der Charité zufolge insbesondere die in England verbreitete Variante B.1.1.7 sowie die in Südafrika nachgewiesene Mutation B.1.351 im Fokus, die möglicherweise ansteckender sind als das bisher bekannte Virus.

13.1.2021, 16:45 Uhr – Verteidigungsministerin stellt 10.000 Soldaten für Corona-Tests

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stellt kurzfristig 10.000 Soldaten für Corona-Tests in Alten- und Pflegeheimen bereit. „Gerade die Schwächsten brauchen jetzt in der Pandemie unsere Hilfe. Deshalb steht die Bundeswehr bereit, in Alten- und Pflegeheimen kurzfristig mit bis zu 10.000 Männern und Frauen zu unterstützen, wenn wir gerufen werden“, erklärte die CDU-Politikerin.

Das Angebot solle das Pflegepersonal entlasten, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur dpa. Die Verteidigungsministerin sei der Meinung, dass zuviel Zeit vergehe und dass die alten und pflegebedürftigen Menschen besonders in Gefahr seien, wenn nicht konsequent andauernd in den Alten- und Pflegeheimen getestet werde.

Die Bundeswehr unterstützt derzeit mit 1156 Soldaten in 267 Alten- und Pflegeeinrichtungen. Das Kontingent der Soldaten, die sich für den Corona-Hilfseinsatz bereut halten, war im vergangenen Jahr auf 20.000 Männer und Frauen aufgestockt worden, ohne dass alle im Einsatz sind. Von diesen werden nun 10.000 für die Test-Einsätze angeboten. Soldaten dürfen nach Einweisung in die Handhabung durch den Hersteller auch Abstriche für Schnelltests machen.

13.1.2021, 15:54 Uhr – Mitgliederrückgänge der Sportvereine wachsen

Sportvereine leiden stark unter dem zweiten Lockdown. Die erneute Schließung der Sportanlagen macht den Vereinen in Deutschland weitaus mehr zu schaffen als beim ersten Lockdown im Frühjahr. 44 Prozent der Sportvereine haben als Folge der Corona-Pandemie Mitgliederrückgänge gemeldet, wie die Deutsche Sporthochschule in Köln mitteilte. Nur 29 Prozent hatten Zuwächse.

Bis zum erneuten Lockdown von November 2020 an sei der Anteil an Vereinen, die Mitgliedschaftsrückgänge oder -zuwächse zu verzeichnen hatten, mit 36,6 gegenüber 35 Prozent fast ausgeglichen gewesen. Die Befunde stammen laut der Hochschule dem Sportentwicklungsbericht für Deutschland, an der sich 20.179 Sportvereine vom 21. Oktober bis 21. Dezember 2020 beteiligten.

Mittlerweile erwarte jeder zweite Sportverein (52,4 Prozent) in Deutschland in den kommenden zwölf Monaten eine existenzbedrohliche Lage, hieß es weiter. Ursache sei für zwei von fünf aller Vereine (41,3 Prozent) der Mitgliederrückgang aufgrund der Corona-Krise (vor dem zweiten Lockdown: 36,5 Prozent).

13.1.2021, 15:10 Uhr – Schweiz verhängt Lockdown – Läden schließen am Montag

Angesichts der drohenden Ausbreitung von hochansteckenden Virusvarianten verschärft die Schweiz die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Ab Montag müssen Läden mit Ausnahme von Anbietern von Gütern des täglichen Bedarfs schließen. Gleichzeitig gelte ab dann eine Home Office-Pflicht. Zudem ordnet die Regierung an, dass an privaten und öffentlichen Veranstaltungen noch höchstens fünf Personen teilnehmen dürfen. Die Schließung von Restaurants, Kulturbetrieben, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen wird bis Ende Februar verlängert.

13.1.2021, 13:57 Uhr – EU-Plattform für Reisewege verzögert sich weiter

Eine EU-weite Lösung zur Nachverfolgung von Reisebewegungen in der Corona-Krise lässt weiter auf sich warten. Zwar arbeiten Italien, Spanien und die Slowakei gemeinsam mit einer EU-Behörde an einer entsprechenden europäischen Plattform. Der für Ende vergangenen Jahres erhoffte Start ist aber weiterhin nicht absehbar.

"Ziel ist es, dass sich so schnell und so viele Mitgliedsstaaten wie möglich an dieser Plattform beteiligen und somit sicheres Reisen in der ganzen Europäischen Union unterstützen", teilte ein Sprecher der EU-Kommission am Mittwoch mit. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) werde die Arbeit an der Plattform abschließen und diese dann für alle Mitgliedsstaaten öffnen. Auf die Frage, warum sich die Einführung verzögert und wo die größten Schwierigkeiten liegen, gab es keine klare Antwort.

13.1.2021, 13:45 Uhr – Spahn: Zusammenhalt ist richtig

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im Bundestag eindringlich an Politik und Gesellschaft appelliert, in der Corona-Pandemie weiter zusammenzustehen. Das Land befinde sich in einer der schwersten Phasen der Pandemie, sagte er in einer Regierungserklärung zum Start der Impfungen in Deutschland und Europa. Aber zugleich eröffneten die Impfungen einen Ausweg, versicherte Spahn. 750.000 Menschen in Deutschland seien bereits geimpft worden.

Der Minister räumte ein, manches hätte schneller gehen können. Kritik am Regierungshandeln sei legitim und müsse beantwortet werden. Das zeichne eine Demokratie aus. Doch sei es immer klar gewesen, dass es zu Beginn an Impfstoff mangeln werde, sagte Spahn. Deshalb müsse es Entscheidungen darüber geben, wer zuerst geimpft werden soll, deshalb müsse er die Bevölkerung weiter um Geduld bitten, und alle müssten weiter die Corona-Regeln einhalten, sagte Spahn.

13.1.2021, 12:35 Uhr – Corona-App auf etlichen Android-Smartphones gestört

Die Nutzer der Corona-Warn-App des Bundes erhalten derzeit unter Umständen kein aktuelles Ergebnis bei der Risiko-Ermittlung. Am Mittwoch berichteten mehrere Anwender der Anwendung auf Twitter, dass die App nicht den Risiko-Status aktualisiere. Auf dem iPhone von Apple tauchte der Fehler hingegen nicht auf. Ein Sprecher des größten europäischen Software-Konzerns SAP bestätigte auf Anfrage die Probleme: Zur Zeit sei es der Corona-Warn-App unter Android-Smartphones "in einigen Fällen" nicht möglich, einen Schlüsselabgleich durchzuführen. "Das liegt aktuell am Exposure Notification Framework unter dem Google-Smartphone-Betriebssystem." Das ist die technische Schnittstelle, die Google über seine Play Services auf Android-Handys zur Verfügung stellt. "Wir haben Google über das Problem informiert und arbeiten gemeinsam unter Hochdruck an der Lösung des Problems." Die SAP hat zusammen mit der Deutschen Telekom die App entwickelt.

13.1.2021, 11:52 Uhr – Französischer Regierungsberater: Weitere Corona-Varianten existieren

Der wissenschaftliche Berater der französischen Regierung, Jean-Francois Delfraissy, ist überzeugt, dass es neben der britischen und der südafrikanischen Corona-Variante weitere Mutationen gibt. Andere Mutationen seien da draußen in der Welt, sagte er dem Hörfunksender Franceinfo. Eine Schließung der Schulen wegen der britischen Corona-Variante hält Delfraissy nicht für notwendig. Schätzungsweise gehe ein Prozent der Infektionen in Frankreich auf diese Mutation zurück. Allerdings müssten weitere Beschränkungen verhängt werden, um eine Ausbreitung des Virus und insbesondere seiner britischen Mutation zu verlangsamen. Darüber berät Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit führenden Kabinettsmitgliedern am Vormittag.

13.1.2021, 11:03 Uhr – KMK-Präsidentin: Abi-Prüfungen finden trotz Corona statt

Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK), Britta Ernst (SPD), geht davon aus, dass die Abiturprüfungen in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie stattfinden können. „Wir haben im letzten Jahr bei geschlossenen Schulen das Abitur durchgeführt, die Abstände und Hygieneregeln gewahrt. Wir werden auch in diesem Jahr alles dafür tun, dass es stattfindet“, sagte die brandenburgische Kultusministerin im SWR-Hörfunk. Die KMK arbeite zudem an Alternativen. „Wenn das Infektionsgeschehen uns auch im Februar, März und vielleicht auch April noch so im Griff hält, dass der Präsenzunterricht sehr eingeschränkt ist, werden wir über Modifikationen nachdenken.“

13.1.2021, 8:14 Uhr – Spahn lehnt Impfpflicht rigoros ab

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist dem Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) für eine Impfpflicht für Pflegekräfte entgegengetreten. „Es wird in dieser Pandemie keine Impfpflicht geben“, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Spahn kündigte derweil an, dass zur Eindämmung der Corona-Mutation, die sich in Großbritannien ausbreitet, weitere Einreisebeschränkungen und Testungen beschlossen werden sollen. Darüber hinaus werde in dieser Woche verordnet, dass viel mehr untersucht werde, inwieweit Corona-Mutationen vorkommen. Mit Blick auf den bis Ende Januar geltenden Lockdown sagte Spahn: „Wir werden noch Beschränkungen brauchen.“ Es werde am 1. Februar nicht möglich sein, alle Beschränkungen zu lockern.

13.1.2021, 6:27 Uhr – Fast eine viertel Million Neuinfektionen in den USA in 24 Stunden

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA ist binnen 24 Stunden um mindestens 226.954 auf 22,69 Millionen gestiegen. Das geht aus einer Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten hervor. Mindestens 4.336 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich damit auf 380.524. Die USA weisen weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

13.1.2021, 5:10 Uhr – 19.600 neue Corona-Fälle in Deutschland gemeldet

In Deutschland gibt es laut Robert-Koch-Institut binnen 24 Stunden 19.600 neue Corona-Fälle. 1.060 Personen starben im selben Zeitraum im Zusammenhang mit dem Virus.

13.1.2021, 3:42 Uhr – Britische Virus-Variante breitet sich in Frankreich aus

Die britische Corona-Mutation breitet sich laut einer Studie in Frankreich immer mehr aus. Sie mache schon jetzt etwa ein Prozent der positiven Tests in dem Land aus, hat Gesundheitsminister Olivier Véran gesagt. Ziel der Studie sei es, einen ersten Überblick über die Ausbreitung der britischen Variante in Frankreich zu bekommen, hieß es von der französischen Gesundheitsbehörde. Großbritannien ist von der Corona-Pandemie stärker betroffen als viele europäische Staaten. Erste Studien legen nahe, dass die britische Corona-Mutation bis zu 70 Prozent ansteckender sein könnte als die bisherige Version.

13.1.2021, 2:39 Uhr – Karliczek: Schulabschlüsse müssen gleichwertig sein

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) fordert, Schulabschlüsse, die während der Corona-Pandemie gemacht wurden, gleichwertig anzuerkennen. Man müsse dafür sorgen, dass auch in diesem Schuljahr die Bildungsziele so weit wie möglich erreicht würden, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Verantwortliche müssten sich derzeit besonders auf die Schülerinnen und Schüler in den Abschlussklassen konzentrieren, so Karliczek. Sie seien stark verunsichert, ob ihre Abschlüsse als vergleichbar mit denen der Vorjahre angesehen würden.

13.1.2021, 1:17 Uhr – Mehrere Politiker gegen Impfpflicht für medizinisches Personal

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist gegen eine Corona-Impfpflicht für Pflegekräfte. Man habe versprochen, keine Impfpflicht einzuführen, also auch nicht für bestimmte Gruppen, hat er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt. Hier müsse die Politik ihr Wort halten. Auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ist gegen eine Impfpflicht. Die Impfbereitschaft bei Pflegekräften müsse besser werden, hat er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gesagt. Aber eine Pflicht würde viel Vertrauen in den Impfstoff zerstören. Auch der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat sich im ZDF Heute Journal gegen eine Impfpflicht ausgesprochen.

13.1.2021, 0:38 Uhr – USA verlangen bei Einreise negatives Testergebnis

Die USA verlangen in Zukunft von allen Flugpassagieren vor der Einreise einen negativen Corona-Test. Reisende müssten dann innerhalb von drei Tagen vor Abflug einen Test vornehmen lassen, teilt die Gesundheitsbehörde CDC mit. Die Vorgabe tritt am 26. Januar in Kraft. Die Behörde empfiehlt außerdem, sich in den drei bis fünf Tagen nach der Einreise erneut testen zu lassen und sieben Tage lang nicht nach draußen zu gehen.

12.1.2021, 22:46 Uhr – Ethikrat schließt „bereichsbezogene Impfpflicht“ nicht aus

Der deutsche Ethikrat schließt eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen wie zum Beispiel medizinisches Personal oder Pflegekräfte nicht aus. Unter bestimmten Umständen müsse man über eine „bereichsbezogene Impfpflicht“ nachdenken, sagte die Ethikrats-Vorsitzende Alena Buyx in der ARD. Das sei zum Beispiel dann der Fall, wenn es um die Versorgung von Patienten gehe, die nur von geimpften Menschen versorgt werden könnten. Eine allgemeine Impfpflicht habe das Gremium aber aus ethischen Gründen ausgeschlossen.

12.1.2021, 20:15 Uhr – Niederlande verlängern Beschränkungen

Die Lockdown-Maßnahmen in den Niederlanden werden bis zum 9. Februar verlängert. Das hat Ministerpräsident Mark Rutte angekündigt. Das bedeutet, Schulen, Geschäfte und Restaurants bleiben geschlossen. Die Einschränkungen müssten aufrechterhalten bleiben, sagte Rutte, auch um die Gefahr durch die Virus-Mutation aus Großbritannien einzudämmen.

Schulen und Läden sind in den Niederlanden seit Mitte Dezember geschlossen, Bars und Restaurants bereits zwei Monate länger.

12.1.2021, 19:00 Uhr – Novemberhilfen können überwiesen werden

Zweieinhalb Monate nach Beginn der Corona-bedingten Schließungen von Restaurants, Hotels und Freizeitstätten im November können die Betriebe jetzt mit den zugesagten Überweisungen rechnen. Das hat das Bundeswirtschaftsministerium mitgeteilt. Mehr als 280.000 Betriebe und Soloselbständige haben die Hilfe beantragt. Bisher hatten sie lediglich Vorschüsse ausgezahlt bekommen.

12.1.2021, 17:36 Uhr – Bundesregierung plant verschärfte Einreiseregeln

Die Bundesregierung will Einreisende aus Gebieten mit besonders vielen Corona-Infizierten künftig wohl schon vor der Ankunft in Deutschland zu einem Test verpflichten. Das geht aus einem Entwurf für eine Neuregelung hervor, über den das Bundeskabinett voraussichtlich morgen abschließend befinden wird. Die Verpflichtung, den Corona-Test bereits im Ausland durchführen zu lassen, soll dem Entwurf zufolge auch für Menschen gelten, die sich in einem Gebiet aufgehalten haben, in dem eine besonders ansteckende Mutation des Coronavirus kursiert. In beiden Fällen müssten die Reisenden den Test-Nachweis bei Fluggesellschaften und anderen Beförderungsunternehmen vor Reisebeginn vorlegen. Wer keinen Test vorweisen kann, würde dann nicht einsteigen dürfen.

12.1.2021, 17:01 Uhr – Baden-Württemberg meldet ersten Nachweis von Corona-Mutation aus Südafrika in Deutschland

Erstmals ist die Südafrika-Variante B.1.351 (auch: 501Y.V2) des Coronavirus in Deutschland nachgewiesen worden. Das Sozialministerium Baden-Württemberg teilte mit, betroffen sei eine erkrankte Person aus dem Zollernalbkreis. Sie sei mit ihrer Familie von einem längeren Aufenthalt in Südafrika zurückgekehrt. Die Familie sei nach der Ankunft in Baden-Württemberg pflichtgemäß in Quarantäne gegangen, erklärte ein Ministeriumssprecher. Ein erster Test nach fünf Tagen sei bei allen Familienmitgliedern negativ ausgefallen. In der folgenden Woche hätten aber einige von ihnen milde Krankheitssymptome entwickelt. Die Probe des ersten positiv getesteten Familienmitglieds wurde an die Charité gesandt. Am Montag sei der Nachweis der Variante bestätigt worden.

Die Mutation wurde im Dezember in Südafrika bekannt. Sie gilt wie eine ebenfalls bereits in Deutschland angekommene Mutation aus Großbritannien als potenziell ansteckender als die bislang in Deutschland verbreitete Variante.

12.1.2021, 15:22 Uhr – Moderna-Impfstoff wird in Deutschland verteilt

Der zweite in der EU zugelassene Impfstoff ist auf dem Weg in die einzelnen Bundesländer. Von der Artland-Kaserne im niedersächsischen Quakenbrück wird das Moderna-Vakzin an die Verteilzentren der Bundesländer und dann an die Impfzentren in den jeweiligen Ländern geliefert.

Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge sollten am Dienstag die ersten 63.600 Dosen ausgeliefert werden. Der Moderna-Impfstoff muss bei etwa minus 20 Grad Celsius gelagert werden. Er ist 30 Tage bei Kühlschranktemperatur und zwölf Stunden bei Raumtemperatur stabil.

12.1.2021, 14:59 Uhr – Reguläre Novemberhilfen sollen ausgezahlt werden

Nach Verzögerungen soll die Auszahlung der regulären Novemberhilfen für Firmen in der Corona-Krise nun starten. Die technischen Voraussetzungen dafür stehen, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Ausgezahlt wird das Geld von den Bundesländern. Sie sind für außerdem für die Antragsbearbeitung und Prüfung zuständig, dies gilt ebenso für die Dezemberhilfen. Der Bund hatte die Programmierung der zentralen Website für die Antragstellung übernommen.

Zuletzt hatte es Verzögerungen gegeben, Grund war die Software für die Antragsseite. Seit Ende November fließen bereits Abschlagszahlungen, das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen. Bislang wurden laut Ministerium mehr als 1,3 Milliarden Euro an Abschlagszahlungen geleistet.

12.1.2021, 14:11 Uhr – Tagesrekord bei Impfungen

Das Robert Koch-Institut meldet einen Tagesrekord bei Impfungen: Demnach wurden am Montag 60.858 Spritzen verabreicht. Der bisherige Spitzenwert war am 7. Januar mit 55.836 Impfungen erreicht worden. Insgesamt haben in Deutschland bislang 688.782 Menschen eine Impfung erhalten.

12.1.2021, 14:06 Uhr – Mehr Klarheit bei Kinderkrankengeld

Schul- oder Kitaschließungen stellen Eltern vor große Probleme. Deshalb hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten darauf geeinigt, die Kinderkrankentage pro Elternteil in diesem Jahr von 10 auf 20 zu verdoppeln, für Alleinerziehende von 20 auf 40.

Nun werden die Bedingungen klarer: Die Extra-Tage sollen nicht nur bei geschlossenen Schulen und Kitas genutzt werden können, sondern auch, wenn lediglich die Anwesenheitspflicht ausgesetzt ist oder der Zugang zur Kita eingeschränkt wurde, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Der Anspruch soll rückwirkend zum 5. Januar und nur für gesetzlich Versicherte gelten. Geltend gemacht werden kann er bei der Krankenkasse mit einer Bescheinigung von Kita oder Schule.

12.1.2021, 13:31 Uhr – Bayern beschließt FFP2-Maskenpflicht für Nahverkehr und Einzelhandel

Bayern setzt im Kampf gegen das Coronavirus auf eine verschärfte Maskenpflicht. Im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel sei ab kommender Woche das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben, teilt die Staatskanzlei nach einer Sitzung des Ministerrats mit.

12.1.2021, 12:42 Uhr – Worms schränkt Bewegungsradius ein

Als erste Stadt in Rheinland-Pfalz schränkt Worms den Bewegungsradius der Bürger auf 15 Kilometer ein. Das hat die Verwaltung mitgeteilt. Die Einwohner dürfen sich ab morgen nicht mehr als 15 Kilometer entfernen, wenn sie keinen wichtigen Grund haben – zum Beispiel die Arbeit. Zusätzlich gelten in Worms ab morgen eine Maskenpflicht in der Innenstadt sowie eine nächtliche Ausgangssperre. Worms hatte zuletzt eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 320.

12.1.2021, 12:29 Uhr – Knapp 83.000 Nothilfe-Anträge von Studenten im November und Dezember

In den letzten beiden Monaten des vergangenen Jahres wurden bei den Studenten- und Studierendenwerken in Deutschland fast 83.000 Anträge auf finanzielle Nothilfe gestellt. Die Zahl gab das Deutsche Studentenwerk (DSW) bekannt. Seit dem 20. November kann die sogenannte Überbrückungshilfe des Bundesbildungsministeriums wieder beantragt werden, nachdem sie Ende September vor dem Hintergrund der Entspannung der Corona-Lage im Sommer zunächst ausgelaufen war. Von den im November gestellten Anträgen wurden 65 Prozent bewilligt, von den bisher aus dem Dezember abgearbeiteten Anträgen 74 Prozent. Rund 21 Millionen Euro seien ausgezahlt worden. Der Antrag muss jeden Monat neu gestellt werden.

Die Leistung richtet sich an Studierende, die zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in eine finanzielle Notlage geraten sind. Abhängig vom Kontostand gibt es 100 bis maximal 500 Euro im Monat, die nicht zurückgezahlt werden müssen. DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde wies darauf hin, dass die Nothilfe zunächst bis zum Ende des Wintersemesters befristet ist.

12.1.2021, 12:21 Uhr – Heil: Wo immer es geht, Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen

In der kontrovers geführten Homepffice-Debatte ruft Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Arbeitgeber nochmals eindringlich auf, wo immer es geht, Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen. "Die Infektionszahlen in vielen Regionen Deutschlands sind viel zu hoch", sagt Heil nach einem Gespräch mit den Personalvorständen großer deutscher Unternehmen. "Wir müssen uns zusätzlich Sorgen machen aufgrund der Nachrichten aus Großbritannien und Irland über ein mutiertes, viel infektiöseres Virus." Die Betriebe sollten daher "sofort" mobiles Arbeiten im Sinne von Homeoffice ermöglichen, wo das sinnvoll und möglich sei. "Wer zu Hause arbeitet, kann sich draußen nicht anstecken."

12.1.2021, 11:07 Uhr – Bild: Merkel für Lockdown bis Ostern

Die Bild-Zeitung schreibt online, Bundeskanzlerin Angela Merkel halte einen längeren Lockdown für unvermeidbar. „Wir brauchen noch acht bis zehn Wochen harte Maßnahmen“, zitiert Bild online die Kanzlerin und beruft sich dabei auf Angaben von Teilnehmern einer Sitzung der Arbeitsgruppe Innen der Unionsfraktion. „Wenn wir es nicht schaffen, dieses britische Virus abzuhalten, dann haben wir bis Ostern eine 10-fache Inzidenz“, wird die Kanzlerin weiter zitiert.

12.1.2021, 10:40 Uhr – Astra-Zeneca beantragt Zulassung für Impfstoff

Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astra-Zeneca hat für seinen Corona-Impfstoff eine Zulassung in der EU beantragt. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA wird voraussichtlich Ende Januar darüber entscheiden. Der Impfstoff von Astra-Zeneca basiert auf einer bereits bekannten Technik, bei der ein abgeschwächtes Virus als Schleuser für genetische Informationen fungiert. Der Impfstoff könnte etwas weniger wirksam sein als die beiden rein genbasierten von Biontech und Moderna – er lässt sich aber leichter lagern.

12.1.2021, 10:25 Uhr – „Corona-Diktatur“ ist Unwort des Jahres

Die Unwörter des Jahres 2020 sind „Corona-Diktatur“ und „Rückführungspatenschaften“. Damit wurden zum ersten Mal zwei Unwörter des Jahres gekürt. Die Jury aus Sprachwissenschaftlern und Publizisten in Darmstadt teilte mit, außer in dem alles dominierenden Bereich Corona gebe es auch in anderen Bereichen unmenschliche und unangemessene Wörter. Bei so genannten „Rückführungspatenschaften“ schieben EU- Staaten abgelehnte Asylbewerber im Namen anderer Staaten ab. Das Wort sei deshalb zynisch und beschönigend. Der Begriff der „Corona-Diktatur“ werde von so genannten "Querdenkern" und rechten Propagandisten gebraucht, um regierungspolitische Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu diskreditieren.

12.1.2021, 10:02 Uhr – Deutsche haben 2020 mehr Wein getrunken

Im Weinwirtschaftsjahr von August 2019 bis Juli 2020 sind in Deutschland im Durchschnitt 0,6 Liter mehr Wein pro Kopf konsumiert worden als im Vorjahr. Das teilte das Deutsche Weininstitut mit. Dass trotz geschlossener Bars und Restaurants während des Corona-Lockdowns mehr Wein verkauft wurde, führt Institutsgeschäftsführerin Monika Reule „auch auf die ausgefallenen Urlaubsreisen ins Ausland“ zurück. „Zudem wurde während des ersten Lockdowns mehr Wein im Handel eingekauft und viele Verbraucher haben in dieser Zeit ihre Weinvorräte aufgefüllt.“

Insgesamt wurden in Deutschland 17,2 Millionen Hektoliter in- und ausländische Stillweine getrunken. Das entspricht 20,7 Liter Wein pro Kopf, wie das Weininstitut auf Basis einer Weinkonsumbilanz des Deutschen Weinbauverbands erklärte. Sekt ging nicht so gut. Hier belief sich der Konsum auf 3,2 Liter pro Person und Jahr. Weltweit steht der deutsche Weinmarkt damit den Angaben zufolge an vierter Stelle der Verbrauchermärkte für Wein. Der meiste Wein wird nach Angaben der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) in den USA (33 Millionen Hektoliter) getrunken, gefolgt von Frankreich (26,5 Millionen Hektoliter) und Italien (22,6 Millionen Hektoliter).

12.1.2021, 8:53 Uhr – Arbeitsminister Heil lehnt Impfpflicht für Pflegekräfte ab

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) lehnt eine Impfpflicht für Pflegekräfte ab und widerspricht damit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). „Im Moment über eine Impfpflicht zu spekulieren, verbietet sich“, sagte Heil bei RTL/ntv. „Ich halte den Weg für richtig, den wir eingeschlagen haben, nämlich, dass wir keine Impfpflicht einführen.“ Bei Pflegekräften und Medizinern müsse man stattdessen mehr werben. „Ich will vor allem Impfakzeptanz. Jetzt geht es darum, aufzuklären, dass Impfen wichtig ist.“ Söder hatte zuvor eine mangelnde Impfbereitschaft bei Pflegekräften kritisiert und eine Impfpflicht für diese Berufsgruppe ins Gespräch gebracht.

12.1.2021, 8:25 Uhr – Moderna-Impfstoff sollte mindestens ein Jahr lang wirken

Der Covid-Impfstoff des US-Herstellers Moderna sollte nach Angaben des Unternehmens mindestens ein Jahr lang wirken. Moderna will dieses Jahr zwischen 600 Millionen und einer Milliarde Dosen des Impfstoffs ausliefern.

12.1.2021, 8:23 Uhr – Deutsche Amtsärzte rechnen mit Lockdown-Verlängerung über Ende Januar hinaus

Die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland macht aus Sicht der deutschen Amtsärzte eine Rückkehr zur Normalität ab Februar unwahrscheinlich. „Ich bin mir sehr unsicher, ob wir Ende des Monats zu einem Ende des Lockdown kommen können“, sagte die Vorsitzende des Berufsverbands der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Corona-Varianten, wie sie derzeit in Großbritannien und Irland grassieren, könnten die Situation demnach noch verschärfen.

In jedem Fall könne es „Lockerungen nur schrittweise“ geben, „nicht auf einen Schlag“, sagte die Medizinerin weiter. „Im Moment sehen die Zahlen so aus, als könnte es bis Ende Januar schwer werden, auf eine Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu kommen.“ Diese Marke einmalig zu erreichen, genüge zudem nicht. „Die Ansteckungszahlen müssen dauerhaft so niedrig bleiben“, betonte Teichert.

12.1.2021, 8:21 Uhr – RKI: 12.800 neue Fälle und 891 weitere Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist innerhalb von 24 Stunden 12.802 Corona-Neuinfektionen aus. Damit steigt die Zahl der insgesamt registrierten Corona-Fälle in Deutschland auf 1,933 Millionen. 891 weitere Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. Die Zahl der Toten liegt damit insgesamt bei 41.577.

12.1.2021, 3:38 Uhr – Ab Freitag Einreise nach England nur noch mit Test und Quarantäne

Einreisen nach England sind ab Freitag nur noch mit einem negativen Corona-Test möglich. Der Test darf laut dem Verkehrsministerium in London höchstens 72 Stunden alt sein und muss bereits vor Abreise von der Airline, Bahngesellschaft oder dem Schiffsbetreiber kontrolliert werden. Unabhängig vom Testergebnis müssen sich außerdem alle Einreisenden für zehn Tage in Quarantäne begeben. Die aktuellen Corona-Fallzahlen bewegen sich trotz einem harten Lockdown weiterhin auf hohem Niveau. Die Behörden machen dafür die neue und vermutlich ansteckendere Virus-Variante verantwortlich.

12.1.2021, 3:32 Uhr – WHO-Fachleute suchen in Wuhan nach Corona-Ursprung

Internationale Fachleute der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beginnen mit der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus im chinesischen Wuhan. Das hat WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bekannt gegeben. Dort waren vor gut einem Jahr die ersten Fälle bekannt geworden.

12.1.2021, 2:27 Uhr – GEW-Chefin zu Problemen beim Digitalunterricht

Laut der Chefin der Bildungsgewerkschaft GEW, Marlis Tepe, muss die Politik so schnell wie möglich die Digitalisierung an den Schulen vorantreiben. Viele Lernplattformen und Server würden den massenhaften Zugriffen nicht standhalten, hat sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt. Die Politik habe es verschlafen, Distanz und Wechselunterricht besser vorzubereiten. Auch gestern haben Lehrer und Eltern von Problemen mit den Lernplattformen berichtet.

12.1.2021, 2:17 Uhr – Politiker für mehr Homeoffice

Politiker mehrerer Parteien setzen sich für mehr Homeoffice in der Corona-Krise ein. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat gesagt, das abzulehnen, sei in der momentanen Situation unverantwortlich. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Gespräche mit Unternehmen angekündigt, um mehr Arbeit von zu Hause aus möglich zu machen. Grünen-Chefin Annalena Baerbock will die Arbeitgeber zum Homeoffice verpflichten.

12.1.2021, 0:43 Uhr – Biontech bietet Beschäftigten freiwillige Impfung an

Der Corona-Impfstoff-Hersteller Biontech bietet seinen Beschäftigten laut einem Zeitungsbericht eine freiwillige Impfung an. Das gelte auch für Lieferanten und Betriebspartner, die direkt am Produktions- und Vertriebsprozess beteiligt seien, berichtet die Zeitungsgruppe VRM. Biontech soll die Impfstoffproduktion von 1,3 auf 2 Milliarden Dosen erhöhen. Um das leisten zu können, sei man auf jede Frau und jeden Mann im Unternehmen angewiesen, hieß es.

11.1.2021, 20:39 Uhr – Impfpflicht für bestimmte Gruppen? Söder will Vorschläge vom Ethikrat

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat eine Pflicht zur Corona-Impfung für bestimmte Personengruppen ins Spiel gebracht. Der Süddeutschen Zeitung sagte der CSU-Chef, der Ethikrat solle Vorschläge machen, ob und für welche Gruppen eine Impfpflicht denkbar wäre. Söder beklagte, dass zu viele Pflegekräfte nicht geimpft werden wollten. Weil nicht genug Corona-Impfstoff da sei, forderte der Ministerpräsident außerdem eine nationale Pharma-Allianz, um die Produktion zu beschleunigen.

11.1.2021, 19:31 Uhr – Details zu mehr Kinderkrankentagen wohl bis Mittwoch

Detail-Informationen zu den geplanten zusätzlichen Kinderkrankentagen sollen offenbar bis Mitte der Woche klar sein. Die geplante Verdopplung der Krankentage, um Mütter und Väter wegen der coronabedingten Einschränkungen an Schulen und Kitas zu entlasten, werde voraussichtlich am Mittwoch im Bundeskabinett auf den Weg gebracht, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums.

Der Ministeriumssprecher hat einen Bericht nicht bestätigt, wonach Eltern einen Nachweis erbringen müssen, um das erweiterte Kinderkrankentagegeld zu bekommen.

Bund und Länder hatten vereinbart, die Kinderkrankentage pro Elternteil in diesem Jahr von 10 auf 20 zu erhöhen, für Alleinerziehende von 20 auf 40. Eltern sollen die Krankentage ausdrücklich auch nehmen können, wenn ihre Kinder nicht krank sind, sondern wegen eingeschränktem Schul- und Kitabetrieb zu Hause bleiben müssen.

11.1.2021, 18:24 Uhr – Erste Lieferung von Moderna-Impfstoff in Deutschland

Die erste Lieferung mit rund 60.000 Dosen des Corona-Impfstoffs vom US-Hersteller Moderna ist in Deutschland angekommen. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Zum Lagerort will sich das Ministerium nicht äußern. Nach Informationen des NDR wird dafür eine Bundeswehrkaserne in Quakenbrück in Niedersachsen genutzt. Morgen soll damit begonnen werden, den Impfstoff auf die Bundesländer zu verteilen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte, dass es eine Wahlmöglichkeit zwischen dem Impfstoff von Moderna und dem von Biontech nicht gebe. Dafür sei die Menge zu gering. Bis Ende des Quartals rechnet der Minister mit zwei Millionen Dosen von Moderna für Deutschland, im Laufe des Jahres sollen es 50 Millionen Dosen sein.

11.1.2021, 17:38 Uhr – EU-Politiker bekommen Einblicke in Curevac-Verträge

Was genau steht im Liefervertrag zwischen dem Tübinger Pharmaunternehmen Curevac und der EU? Das dürfen EU-Politiker ab morgen herausfinden, hat EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides getwittert. Sie hoffe, dass weitere Hersteller dem Beispiel von Curevac folgen und die Vertraulichkeitsklauseln lockerten. Dabei geht es um Vertragsdetails wie den Preis und vor allem Haftungsfragen. Die EU hat bei Curevac mehr als 400 Millionen Impfdosen bestellt. Das Mittel ist noch nicht zugelassen.

11.1.2021, 17:37 Uhr – Biontech will deutlich mehr Impfstoff produzieren als bisher geplant

Der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer kann dieses Jahr wohl in deutlich höherer Stückzahl hergestellt werden. Biontech geht jetzt nach eigenen Angaben von einer Produktions-Kapazität von zwei Milliarden Impfdosen bis Ende 2021 aus. Bisher hatten die beiden Firmen mit 1,3 Milliarden Dosen gerechnet. Grund für die bessere Prognose seien unter anderem verbesserte Prozesse und die Erweiterung bestehender Werke.

11.1.2021, 16:35 Uhr – Impfstoff von Moderna wird ausgeliefert

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna wird laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch heute nach Deutschland geliefert. Ab morgen werde damit begonnen, das Mittel an die Impfzentren in den Bundesländern zu verteilen. Eine Wahlmöglichkeit zwischen dem Impfstoff von Moderna und dem von Biontech werde es nicht geben. Dafür sei die Menge zu gering. Bis Ende des Quartals rechnet der Minister mit zwei Millionen Dosen von Moderna für Deutschland, im Laufe des Jahres sollen es 50 Millionen Dosen sein.

11.1.2021, 15:55 Uhr – Homeschooling in Baden-Württemberg: Probleme bei Lernplattform Moodle

Der Schulstart nach den Weihnachtsferien ist in Baden-Württemberg ziemlich schiefgelaufen. Wegen Corona sollte es digitalen Fernunterricht geben — die Online-Lernplattform Moodle hatte aber immer wieder Aussetzer.

Baden-Württemberg

Schulstart nach den Weihnachtsferien Homeschooling in BW: Probleme bei Moodle waren Hackerangriff

Der Schulstart nach den Weihnachtsferien ist in Baden-Württemberg ziemlich schiefgelaufen. Wegen Corona sollte es digitalen Fernunterricht geben — die Online-Lernplattform Moodle hatte aber immer wieder Aussetzer.  mehr...

11.1.2021, 15:46 Uhr – Einzelhändler in Rheinland-Pfalz öffnen symbolisch

In Rheinland-Pfalz haben heute verschiedene Einzelhändler trotz Verbots ihre Ladentüren geöffnet. Die Öffnung sei aber nur symbolisch gewesen, betonte der Handelsverband. Kunden habe man nicht eingelassen. Man habe zeigen wollen, dass die Regale voller Winterwaren seien, die wegen der Coronabeschränkungen aber nicht verkauft werden dürften. Ähnliche Aktionen hat es auch in anderen Bundesländern gegeben.

11.1.2021, 15:33 Uhr – Mallorca verbietet private Treffen

Wegen der steigenden Corona-Zahlen sind auf Mallorca und den anderen Baleareninseln private Treffen ab Mittwoch ganz verboten. Wie die Regionalregierung in Palma mitteilte, gilt das sowohl für den öffentlichen als auch privaten Raum. Ausgenommen von dem Verbot sind nur einige Personengruppen — etwa hilfsbedürftige Menschen. Auch alle Restaurants, Einkaufszentren und Sportstudios müssen schließen. Bisher durften sich bis zu sechs Personen aus höchstens zwei Haushalten treffen. Die verschärften Regeln sollen zunächst bis Ende Januar gelten.

11.1.2021, 13:45 Uhr – Worms plant nächtliche Ausgangssperre

Die Stadt Worms will ab Mittwoch eine nächtliche Ausgangssperre erlassen. Das hat Oberbürgermeister Adolf Kessel (CDU) dem SWR gesagt. Stimme das Gesundheitsministerium dem Vorhaben zu, dürften die Bürger zwischen 21:00 Uhr und 5:00 Uhr nicht mehr ihre Wohnungen verlassen. Außerdem sei es dann Menschen von außerhalb nicht gestattet, das Stadtgebiet zu betreten. Die Einhaltung der Ausgangssperre soll vom Ordnungsamt und der Polizei kontrolliert werden. Nur wer einen triftigen Grund habe, weil er beispielsweise arbeiten müsse, dürfe vor die Tür. Hintergrund der Ausgangssperre sind die fast 300 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen in Worms.

Worms

Höchster Inzidenzwert in Rheinland-Pfalz Worms beschließt nächtliche Ausgangssperre

Worms hat mit 322 momentan den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert in Rheinland-Pfalz. Die Stadt hat deshalb eine nächtliche Ausgangssperre beschlossen. Sie gilt vermutlich ab Mittwoch.  mehr...

11.1.2021, 11:48 Uhr – Modeschauen in Paris ohne Publikum

Die Pariser Fashion Week im Januar findet wegen der Corona-Pandemie ohne Publikum statt. Der französische Verband der Haute Couture und der Mode teilte der Nachrichtenagentur AP mit, dass es bei der Fashion Week „keine öffentlichen Versammlungen geben kann“. Er ließ Modehäuser wissen, dass sie nach Anweisung der Polizei in dieser Saison keine Gäste einladen dürften. Diesen Monat stehen die Modeschauen für Männermode und Haute Couture in Paris an.

11.1.2021, 11:32 Uhr – China lässt WHO-Team einreisen

Ein Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) darf nach China einreisen und untersuchen, wie genau die Corona-Pandemie ihren Anfang genommen hat. Um die Einreise des Expertenteams gab es ein langes Hin und Her – jetzt genehmigte China die Einreise der zehnköpfigen Delegation. Am 14 Januar soll sie China ankommen, bestätigte die Regierung in Peking.

Ursprünglich sollte das Team schon Anfang des Monats einreisen, doch die Ankunft verzögerte sich, weil die Behörden keine Einreisegenehmigung erteilten. Nach chinesischer Darstellung handelte es sich um ein Missverständnis.

WHO-Experte Dale Fisher sagte, die Chancen, den Ursprung des Virus zu ermitteln, seien um einiges höher als noch vor einem Jahr. Experten wüssten sehr viel besser, welche Daten sie zusätzlich zu den bereits vorhandenen Informationen bräuchten.

Ende 2019 war das Virus zum ersten Mal in der zentralchinesischen Stadt Wuhan festgestellt worden. Bisher wurde vermutet, dass es auf einem Markt von einem Tier auf den Menschen übergesprungen ist. Zuletzt erklärte Chinas Außenminister Wang Yi aber, es gebe mehr und mehr Studien, die zeigten, dass das Virus in diversen Regionen zum Vorschein gekommen sei.

11.1.2021, 10:13 Uhr – Bareiß: Reisen in Osterferien „noch sehr schwer vorstellbar“

Für den Tourismus-Beauftragten der Bundesregierung ist es noch zu früh, in den Osterferien an Urlaubsreisen zu denken. „Ich glaube, dass Reisen etwas ist, dass die nächsten zwei, drei Monate noch sehr schwer vorstellbar ist“, sagte Thomas Bareiß (CDU) RTL/ntv. Mit Besserung der Corona-Pandemie rechne er erst für das zweite Vierteljahr. „Ab den Pfingstferien wird es wieder besser. Und ich hoffe, dass dann der Sommer ein ganz großer Reisezeitraum wird.“

11.1.2021, 9:10 Uhr – Berater: Frankreich soll Grenzen zu Großbritannien dicht machen

Frankreich sollte nach Einschätzung eines Regierungsberaters zur Eindämmung einer Virusmutation seine Grenze zu Großbritannien dichtmachen. Das sollte auch für andere Länder erwogen werden, in denen die in Großbritannien entdeckte Variante häufig aufgetreten sei, sagt Arnaud Fontanet dem TV-Sender BFM. Er ist Mitglied des Wissenschaftsausschusses. Um die Epidemie in Frankreich unter Kontrolle zu bekommen, müssten bis Ende März zehn bis 15 Millionen Menschen geimpft werden, bis Ende Juni 25 bis 30 Millionen, ergänzt er.

11.1.2021, 8:21 Uhr – Mehr als 90 Millionen Corona-Infektionen weltweit

Weltweit steigt die Zahl der Corona-Infektionen auf über 90 Millionen. Wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt, ist Europa mit 25 Millionen Fällen die weltweit am stärksten betroffene Region, gefolgt von Nord- und Lateinamerika mit 22,4 beziehungsweise 16,3 Millionen Infektionen. Die Daten zeigen auch, dass Mutationen des Coronavirus, die in Großbritannien und Südafrika entdeckt wurden, sich schnell ausbreiten. Bei einem Drittel der Neuinfektionen in den letzten 48 Stunden handelt es sich um die neuen Varianten.

11.1.2021, 7:55 Uhr – Spahn bittet um Verständnis für strengere Kontaktbeschränkungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wirbt um Verständnis für die strengeren Kontaktbeschränkungen. „Ich weiß, dass sind jetzt nochmal besondere Schwierigkeiten, Härten für viele, auch soziale Härten, aber das ist im Moment auch der Bereich, wo sich dieses Virus vor allem noch überträgt“, sagte Spahn im ZDF.

Mit Blick auf den schleppenden Beginn der Impfkampagne verweist er darauf, dass heute die Lieferung des zweiten Impfstoffes nach Deutschland erfolge. Bis Dienstag werde der Impfstoff des US-Biotechunternehmens Moderna an die Bundesländer gehen. „Und die können dann beginnen, auch mit diesem Impfstoff zu impfen.“

Eine Wahlmöglichkeit zwischen der Impfung von Moderna und Biontech werde es nicht geben. Dafür sei die Menge zu gering. Bis Ende dieses Quartals rechne er mit knapp zwei Millionen Dosen von Moderna, im Laufe des Jahres mit 50 Millionen.

11.1.2021, 6:28 Uhr – Ramelow: „Es ist kein Platz mehr für Lockerungen“

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sprach sich mit drastischen Worten gegen Forderungen nach Lockerungen in der Corona-Pandemie aus. „Wir müssen einfach der Tatsache ins Auge sehen, dass das Virus jetzt erst anfängt, richtig Fahrt aufzunehmen“, sagte der Linke-Politiker am Abend im ZDF-"heute journal". Und weiter: „Ich merke, dass bei mir in Thüringen gerade die Hütte brennt.“ Es gebe auch immer mehr junge Menschen die auf Intensivstationen beatmet werden müssten. „Es ist kein Platz mehr für Lockerungen und die Debatte von der Lockerung zur Lockerung“, so Ramelow. Seit heute gelten in allen Bundesländern neue Corona-Regeln – unter anderem werden Kontakte stärker eingeschränkt.

11.1.2021, 6:15 Uhr – Rheinhessische Impfzentren erhöhen Kapazitäten

Die fünf Impfzentren in Rheinhessen und an der Nahe erhöhen ab heute die Zahl ihrer täglichen Impfungen gegen das Corona-Virus. Den Zentren in Mainz, Bad Sobernheim, Ingelheim, Alzey und Worms stehen jetzt mindestens doppelt so viele Impf-Dosen wie an den beiden Tagen zum Impfstart in der vergangenen Woche zur Verfügung. Von allen heißt es, sie seien zufrieden mit dem Start, die Abläufe hätten sich eingespielt. Wenn in den nächsten Wochen noch mehr Impfstoff zur Verfügung stehen sollte, wollen alle Zentren weitere Impfstraßen nutzen oder länger öffnen. Die Impf-Termine werden ausschließlich über die zentrale Hotline des Landes oder online vergeben.

11.1.2021, 6:11 Uhr – Giffey für einheitliche Regeln bei Kitas & Schulen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die Bundesländer aufgefordert, sich in der Corona-Pandemie auf möglichst einheitliche Regelungen für Schulen und Kitas zu verständigen. Eltern wünschen sich bei allen Maßnahmen ein verlässliches Vorgehen, sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post". Auch sie setze sich für einen gemeinsamen Rahmen ein, wie es in den Ländern nach den harten Einschränkungen weitergehen könne. "Bei allem richtigen Bemühen um Bildungsgerechtigkeit und Vereinbarkeit ist im Moment nicht die Zeit für Lockerungen", sagte Giffey weiter und plädierte für die Wiederauflage eines klaren Stufenplans zur Rückkehr in den Regelbetrieb. Im Frühjahr habe man damit gute Erfahrungen gemacht, sagte die Ministerin.

11.1.2021, 5:31 Uhr – RKI: Gesundheitsämter melden 12.497 Neuinfektionen

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 12.497 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Weitere 343 Menschen sind laut RKI im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Allerdings sind die erfassten Zahlen an Montagen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten nach Angaben des RKI derzeit schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel herum Corona-Fälle verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

11.1.2021, 4:36 Uhr - RKI: Nach erstem Lockdown weniger Fälle anderer Krankheiten gemeldet

Nach dem ersten Lockdown in der Corona-Pandemie 2020 haben die gemeldeten Fallzahlen vieler anderer Infektionskrankheiten laut einer Analyse des Robert Koch-Instituts (RKI) um gut ein Drittel abgenommen. Zwischen März und Anfang August 2020 seien rund 140.000 Fälle gemeldet worden – 35 Prozent weniger, als aufgrund der Daten von Januar 2016 bis Februar 2020 zu erwarten gewesen wären, teilte Sonia Boender vom RKI-Fachgebiet Surveillance auf Anfrage mit. Saisonale Effekte und Trends seien berücksichtigt worden.

Für die Analyse wurden Zahlen von meldepflichtigen Krankheiten und Erregern wie beispielsweise Grippe, Tuberkulose, Windpocken, Syphilis und Noroviren berücksichtigt. Die Gründe für den Rückgang beschreibt das RKI als vielschichtig und erregerspezifisch.

Auch die aktuelle Grippe-Saison 2020/21 hat nach bisherigen Meldedaten sehr verhalten begonnen. Erfasst sind 266 im Labor bestätigte Fälle seit Anfang Oktober, wie aus dem Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza hervorgeht. Im Vorjahr seien um diese Zeit wesentlich mehr solcher Infektionen übermittelt worden, hieß es. Bereits im Frühjahr 2020 hatte die Grippesaison ein verfrühtes Ende gefunden. Das wurde auch auf die Corona-Maßnahmen zurückgeführt.

11.1.2021, 2:19 Uhr - Laschet: Corona eignet sich nicht für Wahlkampf

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat davor gewarnt, den Streit über das Corona-Management in den Wahlkampf zu ziehen. "Einen Bundestagswahlkampf über ernste Fragen wie die Bekämpfung der Pandemie parteitaktisch und polemisch zu führen, würde bei der Bevölkerung viel Vertrauen in die Maßnahmen zerstören", sagt der CDU-Politiker der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Er mahnt zudem Geduld an: "Wenn man zu früh lockert, läuft man Gefahr, dass es danach wieder steil nach oben geht."

11.1.2021, 0:28 Uhr - CDU-Politiker Merz: Kleine Firmen müssen aus Lockdown raus

Der CDU-Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz hat ein schnelles Ende des Lockdowns für kleine und mittlere Unternehmen angemahnt. Der Kandidat für den CDU-Parteivorsitz sagt "Bild": "Für viele kleine Firmen ist der Punkt jetzt schon erreicht, wo es nicht weitergeht. Mir machen vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen Sorgen. Die müssen möglichst schnell raus aus dem Lockdown, möglichst schnell zurück zu normalem Wirtschaften mit Hygienekonzept."

10.1.2021, 22:08 Uhr – Mode-Kette Adler ist pleite

Die Mode-Kette Adler ist zahlungsunfähig und hat Insolvenz angemeldet. Wie die Adler Modemärkte AG am Abend mitgeteilt hat, ist das Ziel ein Verfahren in Eigenverwaltung. Der Betrieb soll weiterlaufen. Begründet wird die Pleite mit erheblichen Umsatzeinbußen durch die Filialschließungen seit Mitte Dezember. Es sei nicht möglich gewesen, die Finanzlücke durch Investoren oder Hilfe vom Staat zu schließen. Im Frühjahr hatte Adler Kredite über eine Staatsbürgschaft erhalten. Sitz der Mode-Kette mit 3350 Mitarbeitern ist Haibach bei Aschaffenburg.

10.1.2021, 20:00 Uhr – Proteste in Tschechien gegen Beschränkungen

Tausende Menschen haben in der tschechischen Hauptstadt Prag die Lockerung von Beschränkungen gefordert. Die Polizei sprach von bis zu 3000 Teilnehmern. Viele der Aktivisten trugen keine Gesichtsmasken und hielten kaum Abstand zueinander.

Mit der Schließung von Restaurants, Geschäften und Schulen müsse ein hoher wirtschaftlicher Preis gezahlt werden, erklärten die Demonstranten. Auch für die seelische Gesundheit sei der „Lockdown“ nicht gut. Die tschechische Regierung hatte im vergangenen Monat Beschränkungen zunächst gelockert, ab dem 27. Dezember dann aber wieder verschärft.

10.1.2021, 19:45 Uhr – Briten setzen auf Schnelltests

Um Corona in den Griff zu bekommen, setzt die britische Regierung in London jetzt auf Schnelltests. Sie hat zwei Millionen davon bestellt und will das Test-Programm zeitnah noch ausweiten. Getestet werden sollen ab Freitag vor allem Menschen, die nicht von daheim aus arbeiten können.

An dem Vorgehen gibt es bereits Kritik. In einem Bericht der Zeitung Financial Times heißt es, die Tests eines britischen Herstellers hätten während eines Pilotversuchs in Liverpool bis zu 60 Prozent der positiven Corona-Fälle nicht erkannt.

10.1.2021, 18:00 Uhr – Viele Restaurants öffnen wieder in Italien

In vielen Regionen Italiens können insgesamt rund 220.000 Bars und Restaurants ab Montag wieder öffnen und ihre Gäste am Tisch bedienen. Wie der Landwirtschaftsverband Coldiretti mitteilte, trifft das auf all jene zu, deren Gastronomiebetrieb sich in der Gelben Zone befindet. Dort dürfen die Wirte ihre Räumlichkeiten von 5 Uhr bis 18 Uhr für die Gäste öffnen - bis 22 Uhr diejenigen, die Essen auch zum Mitnehmen anbieten.

Schlecht sieht es in den nördlichen Regionen Lombardei, Emilia Romagna und Venetien sowie in Kalabrien und Sizilien im Süden aus. Wegen des dort erhöhten Reproduktionswertes, der angibt, wie viele Menschen ein Corona-Infizierter im Schnitt ansteckt, fallen sie unter die orangenen Zonen. Die Gaststätten dort dürfen nur Bestellungen zum Mitnehmen anbieten.

10.1.2021, 17:15 Uhr – Forscher prüfen effektive Maßnahmen in der Corona-Krise

Forscher in Zürich haben ausgewertet, welche Maßnahmen sich in der Corona-Krise bisher als besonders effektiv erwiesen haben. Auf dem Spitzenplatz landete das Verbot von Treffen mit mehr als fünf Menschen. Den Forschern zufolge konnte dadurch in der Schweiz die Mobilität um fast 25 Prozent reduziert werden. Dies habe zu weniger Corona-Erkrankungen geführt.

Besonders effektiv waren demnach auch die Schließungen von Restaurants, Bars und Geschäften sowie die Schulschließungen im März. Dadurch konnte die Mobilität um je rund 22 Prozent gesenkt werden. Für die Studie haben die Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich Bewegungsdaten von Mobiltelefonen ausgewertet.

10.1.2021, 14:51 Uhr – Linken und Grüne fordern besseren Infektionsschutz für Arbeitnehmer

In Deutschland wird über den Infektionsschutz am Arbeitsplatz diskutiert. Die Linken fordern, diesen für Arbeitnehmer zu verbessern. Unternehmen müssten dazu verpflichtet und auch kontrolliert werden, sagte die Vorsitzende Katja Kipping beim politischen Jahresauftakt der Partei. Sie sprach sich auch für ein Recht auf Homeoffice aus – überall dort, wo es möglich sei. Ähnlich sieht das auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt.

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hingegen sieht die Verantwortung für volle Büros auch bei den Arbeitnehmern. Der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sagte er, er beobachte bei seinen Mitarbeitern einen Trend, dass sie nach einer langen Phase daheim gerne wieder in den Betrieb kämen, um die Kollegen zu sehen. Die Betriebe hätten beim Infektionsschutz viel erreicht, so Dulger.

10.1.2021, 11:15 Uhr – Mehr Bildungsfernsehen ab Montag

Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender bauen ihre Informationsangebot angesichts des anstehenden Schul-Lockdowns aus. „Wir möchten in dieser Ausnahmesituation eine Unterstützung für den Alltag sein und den Familien mit unserem erweiterten Bildungsangebot zur Seite stehen“, sagte ARD-Vorsitzender Tom Buhrow. In der aktuellen Corona-Krise fühle man sich als öffentlich-rechtlicher Rundfunk Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern besonders verpflichtet. Neben den Dritten Programmen kündigte auch Kika-Programmgeschäftsführerin Astrid Plenk vor dem Start von Distanz-, Wechselunterricht und Homeschooling am Montag an, auf das „Informations- und Unterhaltungsbedürfnis“ der Familien einzugehen.

10.1.2021, 10:50 Uhr – Eltern benötigen offenbar Nachweis für Corona-Kinderkrankentage

Eltern, die wegen des Lockdowns die Leistung des Kinderkrankengelds in Anspruch nehmen möchten, sollen ihrer Krankenkasse eine Bescheinigung vorlegen müssen, dass Schule oder Kita geschlossen sind. Das geht aus einer Formulierungshilfe für die Koalitionsfraktionen hervor, wie das Nachrichtenportal The Pioneer berichtet. Die Regelung werde derzeit innerhalb der Bundesregierung abgestimmt und soll am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden.

Das Kinderkrankengeld beläuft sich demnach auf bis zu 90 Prozent des entfallenen Nettoarbeitslohns. Die Zahl der Kinderkrankentage soll für das Jahr 2021 um zehn auf 20 Tage pro Kind und Elternteil erhöht werden. Bei Alleinerziehenden soll der Anspruch für längstens 40 Arbeitstage gelten: „Der Anspruch besteht unabhängig davon, ob die geschuldete Arbeitsleistung nicht auch grundsätzlich im Homeoffice erbracht werden kann.“ Allerdings müssen Eltern ihrer Kasse eine Bescheinigung vorlegen. Die Betreuungsnotwendigkeit sei „durch ein Elternteil der Krankenkasse auf geeignete Weise, ggf. durch Bescheinigung der jeweiligen Einrichtung nachzuweisen“, heißt es in dem Entwurf. Bestätigt werden müsse, „dass das Kind auf Grund der Empfehlung von behördlicher Seite die Einrichtung nicht besucht hat“.

10.1.2021, 10:15 Uhr – Söder warnt vor Radikalisierung der Corona-Proteste

Nach der Erstürmung des US-Kapitols in Washington hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor einer Radikalisierung von Kritikern der Corona-Einschränkungen in Deutschland gewarnt. Es bestehe die Gefahr, dass sich aus dem Umfeld der AfD heraus „in Deutschland ein Corona-Mob oder eine Art Corona-RAF bilden könnte, die zunehmend aggressiver und sogar gewalttätig werden könnte“, sagte der CSU-Vorsitzende der Welt am Sonntag. Die Berliner Polizei hat ihre Kräfte zum Schutz des Bundestags erhöht.

10.1.2021, 9:15 Uhr – Arbeitgeberpräsident warnt vor weiteren Einschränkungen für Betriebe

In der Debatte um einen schärferen Lockdown warnt Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger vor weiteren Einschränkungen. „Das ist doch absurd. Sie können doch nicht alle Betriebe schließen“, sagt er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Das Land müsse am Laufen gehalten, Insolvenzen sollten vermieden werden. „Wir müssen die Menschen pandemiegeschützt, so gut es geht, in Brot und Arbeit halten.“ Die Betriebe hätten beim Infektionsschutz viel erreicht. Schon jetzt gebe es eine Unverhältnismäßigkeit zwischen überfüllten Skipisten und geschlossenen Geschäften. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte am Freitag ein Herunterfahren der Wirtschaft gefordert.

10.1.2021, 8:16 Uhr – RKI meldet fast 17.000 neue Fälle

In Deutschland sind binnen eines Tages knapp 17.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 16.946 weitere Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland seit Pandemie-Beginn stieg damit auf 1.908.527.

Nach Angaben des RKI wurden zudem 465 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 40.343. Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.

10.1.2021, 6:15 Uhr – Festnahmen bei Corona-Protest in Dänemark

Nach Protesten gegen neue Corona-Beschränkungen sind in Dänemark mindestens neun Menschen festgenommen worden. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, Feuerwerkskörper und Flaschen auf Polizisten geworfen zu haben. Die Kundgebungen fanden in der Hauptstadt Kopenhagen und in Aalborg statt. Mehrere der Demonstranten gehören laut Polizei zur Hooligan-Szene.

Wegen steigender Infektionszahlen hat die Regierung die Corona-Regeln verschärft. Versammlungen mit mehr als fünf Teilnehmern wurden verboten. Bereits seit Mitte Dezember sind die Schulen sowie Restaurants, Bars und die meisten Geschäfte in Dänemark geschlossen.

10.1.2021, 4:48 Uhr – Schärfere Corona-Regeln in vier weiteren Bundesländern

In weiteren Bundesländern treten an diesem Sonntag schärfere Corona-Regeln in Kraft. Nachdem sie in Hamburg bereits seit Freitag gelten, ziehen nun Berlin, Niedersachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern nach. Weitere Bundesländer folgen am Montag.

Bund und Länder hatten am Dienstag eine Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar mit verschärften Kontaktbeschränkungen beschlossen. Diese seien „leider erforderlich“, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet der Bild am Sonntag.

9.1.2021, 21:11 Uhr – Berliner sollen wohl Impfstoff wählen können

Impfwillige in Berlin sollen laut Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci wählen können, mit welchem Impfstoff sie gegen Corona immunisiert werden wollen. „Der Bürger, die Bürgerin sollen die Freiheit haben, sich entscheiden zu können, mit welchen Impfstoff sie geimpft werden wollen“, sagte die SPD-Politikerin nach einem Bericht der RBB-Abendschau bei einem Probelauf in einem Impfzentrum.

Die Verteilung der Impfstoffe sei nach den derzeitigen Planungen an die Impfzentren gekoppelt. So werde in dem bereits geöffneten Impfzentrum in der Arena in Treptow der des Mainzer Unternehmen BioNTech und seines US-Partners Pfizer geimpft.

Im Erika-Hess-Eisstadion im Wedding, das am kommenden Donnerstag öffnen soll, solle der von Moderna verabreicht werden. Als nächstes könnte ein Zentrum mit dem Biontech-Impfstoff an der Messe folgen. Insgesamt plant Berlin sechs Impfzentren.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte zuvor gesagt, wer vom Staat eine Impfung gegen Covid-19 angeboten bekommt, wird sich den verabreichten Impfstoff vorerst nicht aussuchen können. Eine solche Auswahl zu treffen, sei aufgrund der derzeit noch herrschenden Knappheit „im Moment und auch absehbar“ nicht möglich, betonte er in einer Online-Diskussionsrunde.

9.1.2021, 20:00 Uhr – Mehr als 80.000 Tote in Großbritannien

In Großbritannien sind inzwischen mehr als 80.000 Menschen gestorben, die sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert hatten. Das teilte die Regierung in London mit. Seit dem Vortag wurden 1.035 neue Todesfälle gemeldet.

9.1.2021, 16:25 Uhr – Spahn: Keine freie Wahl des Impfstoffs

Wer vom Staat eine Impfung gegen Covid-19 angeboten bekommt, kann sich den Impfstoff erst mal nicht aussuchen. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einer Diskussionsrunde gesagt. Grund sei, dass Impfstoff derzeit noch knapp sei. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, sagte, die beiden bislang in Europa zugelassenen Impfstoffe der Firmen Biontech und Moderna seien auch gleichwertig in Wirksamkeit und Sicherheit.

9.1.2021, 14:32 Uhr – Eine halbe Million Menschen in Deutschland geimpft

In Deutschland sind nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bislang mehr als 500.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. „Es klappt Zug um Zug immer besser“, sagt Spahn in einer Diskussionsrunde im Bundesgesundheitsministerium. RKI-Chef Lothar Wieler ergänzt, trotzdem müssten die Kontaktbeschränkungen weiter konsequent befolgt werden.

9.1.2021, 13:22 Uhr – Elsass führt ab morgen Ausgangssperre ab 18 Uhr ein

Im Elsass gilt ab Sonntag eine verschärfte abendliche Ausgangssperre. In den an Deutschland grenzenden französischen Départements Bas-Rhin und Haut-Rhin wird das sogenannte couvre-feu auf 18 Uhr vorgezogen. Die Corona-Lage in dem Département Bas-Rhin mit der Elsass-Metropole Straßburg gebe Anlass zu großer Sorge, teilte die zuständige Präfektur mit. Daher werde die Ausgangssperre von 20 auf 18 Uhr vorverlegt. Ähnlich äußerte sich das Département Haut-Rhin.

Die Menschen dürfen zu dieser Zeit weiterhin zur Arbeit fahren oder wegen zwingender familiärer Gründe das Haus verlassen. Spaziergänge, Einkäufe oder Sport an der frischen Luft sind aber untersagt. Bereits seit Anfang Januar gilt diese Regelung auch in dem an Deutschland grenzenden Département Moselle. Die Ausgangssperre ab 18 Uhr gilt in besonders schwer von der Pandemie getroffen Regionen vor allem im Osten und Süden Frankreichs. Im restlichen Teil des Landes, darunter auch Paris, gilt eine abendliche Ausgangssperre ab 20 Uhr.

9.1.2021, 12:00 Uhr – Lockdown noch länger, noch härter?

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert einen noch längeren Lockdown. „Wir müssen den Lockdown, den wir jetzt haben, verlängern, an einigen Stellen auch noch vertiefen“, sagt er auf dem Neujahrsempfang der CDU Nordrhein-Westfalens. Es sei nicht seriös, jetzt zu sagen, im Februar sei alles vorbei. Die Pandemie werde das Land „noch Monate beschäftigen“. Söder warnt vor allem vor der Gefahr, dass sich Virus-Mutationen ausbreiten.

9.1.2021, 11:41 Uhr – AfD-Politiker sieht trotz schwerem Verlauf "keine pandemische Lage"

Der schwer an Covid-19 erkrankte AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Seitz hat seine Einstellung zur Corona-Pandemie auch nach wochenlanger Behandlung auf der Intensivstation nicht grundlegend geändert. „Ich danke von Herzen allen Ärzten und Klinikmitarbeitern, die mit ihrer hoch qualifizierten Arbeit mein Überleben trotz schlechter Prognose ermöglicht haben“, teilte der 53-Jährige zwar über sein Büro mit. Weiter heißt es: „Ich habe nie die Existenz des Sars-CoV-2-Virus noch die Gefährlichkeit der Covid-19-Erkrankung in Abrede gestellt.“ Er sei jedoch weiterhin der Auffassung, „dass bislang keine pandemische Lage vorliegt“. Daher halte er die staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen für unangemessen.

Seitz war unter anderem bei einer Bundestagssitzung im November aufgefallen, als er mit einer offenkundig löchrigen Maske zum Rednerpult kam. Vizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) untersagte ihm damals, damit zu seinem Platz zurückzugehen. Sie reichte ihm eine frische FFP2-Maske. Als Seitz sich über den „Maulkorb“ beschwerte, drohte ihm Roth ein Ordnungsgeld an. Bei einer Fraktionssitzung zu Beginn der Pandemie war Seitz dagegen einer der wenigen AfD-Abgeordneten gewesen, der einen Mund-Nase-Schutz trug. Seitz sei unter den Mitgliedern der AfD-Fraktion, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen worden sei, der Einzige, bei dem die Infektion einen so schweren Verlauf genommen habe, sagte Fraktionssprecher Marcus Schmidt.

9.1.2021, 11:21 Uhr – Studie: Erkrankte haben noch nach sechs Monaten Symptome

Ein Großteil der Covid-Kranken leidet laut einer Studie noch ein halbes Jahr später unter mindestens einem Symptom der Coronavirusinfektion. 76 Prozent der Corona-Patienten, die zwischen Januar und Mai in der chinesischen Stadt Wuhan im Krankenhaus behandelt wurden, hätten die Symptome der Krankheit auch sechs Monate nach ihrer Entlassung nicht vollständig überwunden, heißt es in einer Untersuchung, die in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde.

Es handelt sich um eine der ersten Langzeitstudien über die Folgen einer Corona-Erkrankung. Insgesamt 1.655 ehemalige Patienten wurden dafür Monate nach ihrer Behandlung im Krankenhaus erneut untersucht. 1.265 von ihnen klagten demnach weiter über mindestens ein Corona-Symptom. Am häufigsten nannten sie demnach Müdigkeit und Muskelschwäche, aber auch Schlafstörungen.

9.1.2021, 10:40 Uhr – Kretschmer räumt Fehler in Corona-Politik ein

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat Fehler in der Corona-Politik vom Herbst eingeräumt. Die Landespolitik sei damals aufgrund der allgemeinen Stimmung zu zögerlich mit harten Maßnahmen gegen die Pandemie gewesen, sagte Kretschmer der in Chemnitz erscheinenden Freien Presse. In der Rückschau wäre es besser gewesen, das Land deutlich früher herunterzufahren, „auch wenn das bestimmt viel Unverständnis in der Bevölkerung ergeben hätte“, sagte er.

Zuvor hatte bereits der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) eingeräumt: „Die Kanzlerin hatte recht und ich hatte unrecht.“ Am 14. Oktober hatten sich die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder einem von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angestrebten härteren Kurs zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verweigert. In der vergangenen Woche stimmten sie nun für einen verlängerten Lockdown bis zum 31. Januar mit strengeren Kontaktregeln und Ausgangsbeschränkungen.

9.1.2021, 10:24 Uhr – Merkel: „Besonnenheit und Rücksicht werden sich auszahlen“

In ihrem ersten Video-Podcast im neuen Jahr sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass die kommenden Winterwochen die wohl schwierigsten der Pandemie sein werden. Die von Bund und Länder nun verlängerten und zum Teil verschärften Maßnahmen seien „einschneidend“, sagt die Kanzlerin. Die Einschränkungen seien „hart, aber auch zwingend erforderlich“.

Die Kanzlerin betont, was auch die Wissenschaft sage: „Je konsequenter wir heute sind, desto schneller werden wir den Zustand der Kontrolle wiederherstellen können, desto kürzer wird die Zeit sein, in der wir mit solchen Einschränkungen leben müssen.“ Besonnenheit und Rücksicht aufeinander würden sich auszahlen. Hoffnung auf Besserung mache der Impfstart. Das Tempo beim Impfen werde zunehmen, so Merkel. Und es werde genügend Impfstoff geben, um schließlich jedem in Deutschland ein Impfangebot machen zu können.

9.1.2020, 10:15 Uhr – Sachsen verlängert Lockdown bis 7. Februar

Sachsen verlängert den Lockdown bis zum 7. Februar und geht damit über die Festlegungen der Bund-Länder-Schalte hinaus. Dort war von einer Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar die Rede. Demnach bleiben Kitas und Schulen in Sachsen bis zum 7. Februar weitgehend geschlossen, Kontakte werden eingeschränkt. Allerdings will Sachsen Ausnahmen für die Kinderbetreuung ermöglichen. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach von weiterhin „besorgniserregenden Zahlen“. Die neue Verordnung gilt ab dem 11. Januar. Für Sachsen hatte das Robert-Koch-Institut zuletzt fast 300 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gemeldet. Das war der höchste Wert in Deutschland.

9.1.2021, 6:30 Uhr – RKI meldet 1.083 weitere Todesfälle

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigt weiter. Das Robert-Koch-Institut meldet knapp 24.700 erfasste Fälle in den vergangenen 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der bestätigten Infektionen auf 1.891.581 Millionen. Weitere 1.083 Menschen sind in der Bundesrepublik an oder mit dem Covid-19-Virus gestorben. Das RKI weist darauf hin, dass die Interpretation der Daten schwierig bleibe, da um Weihnachten und den Jahreswechsel herum Corona-Fälle nur mit Verzögerung entdeckt, erfasst und übermittelt worden seien.

9.1.2021, 2:01 Uhr – Lauterbach: Erst im dritten Quartal ausreichend Impfstoff für alle

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach glaubt einem Zeitungsbericht zufolge nicht, dass sich die Impf-Situation in Deutschland durch die Nachbestellung von 300 Millionen Biontech-Impfstoff-Dosen durch die Europäische Union gravierend ändern werde. Er gehe davon aus, „dass wir erst im dritten Quartal jedem ein Impfstoff-Angebot machen können, weil wir bis dahin nicht genügend Impfstoff haben werden“, berichtet die Bild-Zeitung.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Mittwoch erklärt, dass es bis zum Sommer ein Impf-Angebot für alle Interessierten in Deutschland gebe.

9.1.2021, 1:40 Uhr – Berlin, Paris und Brüssel wollen an europäischer Impfstoff-Strategie festhalten

Deutschland, Frankreich und die Europäische Union wollen bei einer europäischen Impfstoff-Beschaffungsstrategie bleiben. Das hat Frankreich mitgeteilt. Zuvor hatten Bundeskanzlerin Merkel, der französische Präsident Macron und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen telefoniert.

Das Ergebnis: Bei den Bestellungen und auch bei der Produktion von Impfstoffen müsse es eine europäische Koordination geben. Das europäische Vorgehen wurde zuletzt oft kritisiert, gerade in Deutschland, weil es zu wenig Impfstoff gebe.

9.1.2021, 00:02 Uhr – Insgesamt mehr als acht Millionen Corona-Fälle in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus: Das Gesundheitsministerium meldet 52.035 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 8,013 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 962 auf 201.460 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

8.1.2021, 20:10 Uhr – Impfkommission: Zweite Dosis bei Corona-Impfung nicht aufschieben

Der Abstand zwischen der ersten und zweiten Corona-Impfung soll nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut nicht vergrößert werden. Das teilte die Stiko in einer Aktualisierung ihrer Impfempfehlung mit. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die Behörde prüfen lassen, ob ein solches Vorgehen sinnvoll ist, um mit den derzeit begrenzten Impfstoff-Mengen möglichst schnell möglichst viele Menschen impfen zu können. Hintergrund ist, dass ein gewisser Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bereits nach der ersten Impfung gegeben ist.

8.1.2021, 19:40 Uhr – Berlin verschiebt Schulöffnungen

Berlin verzichtet vorerst auf die urprünglich am kommenden Montag für einige Klassenstufen geplante Wiedereinführung des Präsenzunterrichtes. „Wir gehen damit auf die vielfach geäußerten Sorgen an Schulen ein“, erklärte Bildungsenatorin Sandra Scheeres. Es werde keine Anwesenheitspflicht in Schulen vor dem 25. Januar geben.

8.1.2021, 18:26 Uhr – Neue Variante des Coronavirus in Berlin nachgewiesen

Die neue aus Großbritannien bekannte Coronavirus-Variante ist zum ersten Mal auch in Berlin nachgewiesen worden. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit. Der betroffene Mensch und weitere erkrankte Kontaktpersonen seien inzwischen wieder genesen. Der Patient soll laut Berliner Senat zuvor in Großbritannien gewesen sein.

8.1.2021, 17:33 Uhr – Italiens Regierung teilt Land wieder in Corona-Zonen ein

Italiens Regierung will das Land ab kommender Woche wieder in unterschiedliche Corona-Zonen einteilen. Damit werden in den Regionen erneut unterschiedliche Regeln für die Menschen gelten, je nachdem wie sich die Corona-Lage vor Ort entwickelt. Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza will dazu eine neue Verordnung unterzeichnen, wie sein Ministerium mitteilte. Demnach fallen die nördlichen Regionen Emilia Romagna, die Lombardei und Venetien sowie Sizilien und Kalabrien im Süden ab Montag in die orangefarbene Zone. In ihnen gelten dann strengere Regeln als im Rest des Landes, der in die gelbe Zone eingeteilt werden soll.

Konkret bedeutet das für die Menschen in den orangefarbenen Zonen, dass etwa Bars und Restaurants geschlossen bleiben und nur Essen zum Mitnehmen verkaufen dürfen. Der Bewegungsradius ist auf die Kommune beschränkt. Darüber hinaus hat die Regierung des Landes mit rund 60 Millionen Einwohnern noch bis zum 15. Januar Reisen zwischen allen Regionen untersagt.

8.1.2021, 16:53 Uhr – Dreyer: Kita-Kinder von Kontaktbeschränkung ausgenommen

Rheinland-Pfalz hat bei den Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine Abweichung von der Bund-Länder-Vereinbarung beschlossen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) teilte mit, in der ab Montag wirksamen Landesverordnung seien Kinder im Kita-Alter von der Verschärfung der Kontaktbeschränkung auf einen Hausstand plus eine weitere Person ausgenommen.

Mainz

Aktuelle Corona-Regeln Rheinland-Pfalz will Schüler besser unterstützen

Die bestehenden Corona-Vorschriften werden auch in Rheinland-Pfalz bis zum 14. Februar verlängert. Das hat Ministerpräsidentin Dreyer erklärt. Zudem wurde ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Schüler angekündigt.  mehr...

8.1.2021, 15:28 Uhr – EU-Zulassung für AstraZeneca-Vakzin im Januar?

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA könnte bis Ende Januar über die Zulassung des Impfstoffes des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca entscheiden. Es werde erwartet, dass AstraZeneca kommende Woche eine bedingte Marktzulassung beantragen werde, teilte die Behörde auf Twitter mit. Abhängig von den vorliegenden Daten und deren Auswertung könne der Prozess dann Ende Januar abgeschlossen werden.

Der Vektorviren-Impfstoff ist etwas weniger wirksam als die neuartigen mRNA-Wirkstoffe von BioNTech/Pfizer sowie Moderna. Dafür ist er einfacher zu nutzen, da er sich bei normalen Kühlschranktemperaturen lagern lässt. Das Vakzin ist mit zwei Euro pro Dosis zudem deutlich billiger als die anderen bisher in der EU zugelassenen Präparate.

8.1.2021, 14:16 Uhr – Moderna-Lieferung am Dienstag

Die Impfungen mit dem Impfstoff von Moderna können in der kommenden Woche in Deutschland beginnen. Die Länder sollten die erste Lieferung des Präparats am Dienstag erhalten, teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.

Die EU-Kommission hatte den Moderna-Impfstoff am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Von den mehr als 160 Millionen EU-weit bestellten Moderna-Dosen soll Deutschland über 50 Millionen erhalten.

Im ersten Quartal sollen wegen der zunächst begrenzten Produktionskapazitäten aber nur knapp zwei Millionen Moderna-Dosen nach Deutschland kommen. Die gesamten von der EU bestellten 160 Millionen Dosen sollen nach Angaben der EU-Kommission bis September geliefert werden.

8.1.2021, 13:26 Uhr – China riegelt zwei Metropolen ab

Im Kampf gegen einen neuen Anstieg der Corona-Infektionen hat China zwei Millionenstädte komplett von der Außenwelt abgeriegelt. Alle Transportverbindungen in die südlich von Peking gelegenen Metropolen Shijiazhuang und Xingtai wurden unterbrochen. Den insgesamt rund 18 Millionen Einwohnern wurde das Verlassen ihrer Städte per Anordnung der Behörden verboten - nur in ganz dringenden Fällen soll es eine Ausnahmeerlaubnis geben.

Die Zahl der Neuerkrankungen an Covid-19 in China ist in den vergangenen Tagen auf den höchsten Stand seit sechs Monaten gestiegen. Hauptherd ist die an Peking angrenzende Provinz Hebei, in der Shijiazhuang und Xingtai liegen. Alle Zufahrtsstraßen zu den beiden Städten sind in beide Richtungen gesperrt, Flugverbindungen gestrichen und der Zugverkehr eingestellt.

8.1.2021, 12:10 Uhr – EMA erlaubt sechste Dosis aus Biontech-Impfstofffläschchen

Die europäische Arzneimittelagentur EMA erlaubt ab sofort, dass aus einem Biontech-Impffläschchen sechs statt bisher fünf Impfdosen genommen werden können. Dies erhöhe die Zahl der zu verimpfenden Dosen erheblich.

8.1.2021, 10:59 Uhr – Kapitäne um Gensheimer fordern Handball-WM ohne Zuschauer

Uwe Gensheimer und 13 weitere Kapitäne der europäischen Top-Nationen im Handball haben sich in die Diskussion um die Zulassung von Zuschauern bei der WM in Ägypten (13. bis 31. Januar) eingeschaltet. Die Spielführer fordern in einem gemeinsamen Brief an den Weltverbands-Präsidenten Hassan Moustafa, keine Fans zu den WM-Spielen zuzulassen.

Wir sind äußerst besorgt über die Corona-Situation und die Entscheidung, dass die Zuschauer an den Spielen teilnehmen dürfen. Unsere Besorgnis hat aufgrund der jüngsten Eskalation in den europäischen Ländern zugenommen. Für uns hat dies Bedenken hinsichtlich des Turniers ausgelöst.

Aus dem Brief an den Weltverbands-Präsidenten Hassan Moustafa

Außerdem steht drin: "Wir möchten Sie daher bitten, zu prüfen, ob dies der sicherste Weg ist, die WM zu organisieren, und wie Sie die Zuschauerzulassung bei den Spielen organisieren können, um das Blasenkonzept für die Teams aufrechtzuerhalten."

8.1.2021, 10:13 Uhr – EU sichert sich weitere 300 Millionen Biontech-Impfdosen

Die EU-Kommission hat einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen. 75 Millionen Dosen davon sollten schon im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung stehen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen.

SWR3-Faktencheck: Sucharit Bhakdi Ist die Corona-Impfung von Biontech und Pfizer gefährlich?

In mehreren Sendungen hat Bhakdi geschildert, dass der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer gefährlich sei. Wir prüfen seine Thesen.  mehr...

Der neue Vertrag folgt auf Klagen über Knappheit von Impfstoff in Deutschland und anderen EU-Staaten. Sowohl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als auch die EU-Kommission standen in der Kritik. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer war am 21. Dezember als erster Corona-Impfstoff in der EU zugelassen worden. Am Mittwoch wurde auch das Mittel des US-Herstellers Moderna genehmigt.

Schon im November hatte die EU-Kommission für alle 27 Staaten bis zu 300 Millionen Impfstoffdosen von Biontech/Pfizer bestellt – eine feste Bestellung von 200 Millionen Dosen und eine Option auf 100 Millionen weitere, die vor kurzem gezogen wurde.

8.1.2021, 9:10 Uhr – Ramelow: "Die Wirtschaft in eine Pause schicken"

Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow fordert, den Lockdown in Deutschland auszuweiten und die Wirtschaft in Deutschland herunterzufahren. "Wir müssen jetzt einfach einmal komplett eine Pause machen", sagte der Linken-Politiker dem MDR. Er sehe dazu keine Alternative. "Der Fehler, den wir in ganz Deutschland gemacht haben, war, dass wir den Dezember nicht genutzt haben, um tatsächlich auch die allgemeine Wirtschaft in eine Pause zu schicken." Bisher hätten Gastronomien, Einzelhändler, Kulturschaffende die Last des Lockdowns getragen.

Ramelow sagte weiter, Ansteckungen mit dem Coronavirus gebe es vor allem im privaten Bereich. Diesen Gefährdungsmoment habe er falsch eingeschätzt. Er habe sich selbst zu lange davon leiten lassen, dass leichtere Methoden helfen würden. Das habe bislang jedoch nur zur Verlängerung der Beschränkungen geführt.

8.1.2021, 7:57 Uhr – Neuer Höchstwert bei Corona-Toten in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb von 24 Stunden so viele Menschen an oder mit Corona gestorben, wie noch nie zu vor. Das Robert-Koch-Institut teilte mit, dass 1.188 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion starben. Der bisherige Melde-Höchstwert lag am 30. Dezember 2020 bei 1.129 Toten innerhalb von 24 Stunden. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in Deutschland stieg laut RKI auf 38.795. Zudem wurden 31.849 Neuinfektionen gemeldet.

Informationen zum Coronavirus Corona-Karten: Wie viele sind infiziert, wie viele wieder gesund?

Wie viele Menschen wurden positiv auf Corona getestet? Und wie genau ist die Lage in Deutschland? Hier findest du Karten, die ständig aktualisiert werden.  mehr...

Die Zahlen sind allerdings nur bedingt mit Werten aus Vorwochen vergleichbar, weil an und nach den Feiertagen rund um den Jahreswechsel weniger Meldungen der Gesundheitsämter beim RKI eingegangen sind und zudem weniger Menschen auf das Virus getestet wurden. Laut RKI werden als Corona-Todesfälle diejenigen gezählt, bei denen die Infektion mit dem Virus ursächlich für den Tod war oder durch Vorerkrankungen wahrscheinlich ist, dass der Tod im direkten Zusammenhang mit Covid-19 steht. Deswegen ist von Menschen die Rede, die „an oder mit“ dem Virus gestorben sind.

8.1.2021, 6:47 Uhr – Studie: Biontech-Impfstoff hilft gegen Virus-Varianten

Der Impfstoff der Partner Biontech und Pfizer hilft laut einer Pfizer-Studie auch gegen die in Großbritannien und Südafrika entdeckten Virus-Varianten. „Wir haben jetzt 16 verschiedene Mutationen getestet, von denen keine wirklich signifikante Auswirkungen hatte. Das sind die guten Nachrichten“, sagt einer der führenden Wissenschaftler für virale Impfstoffe bei Pfizer. „Das heißt aber nicht, dass die 17. keine Auswirkungen haben wird.“ Die noch nicht von Fachleuten begutachtete Studie von Pfizer und Wissenschaftlern der medizinischen Abteilung der Universität Texas zeigt, dass der Impfstoff das Virus auch bei einer Veränderung am sogenannten Spike-Protein wirksam neutralisiere.

8.1.2021, 5:23 Uhr – Britische Virus-Variante: Australien verschärft Einreisebedingungen

Zur Eindämmung der zuerst in Großbritannien aufgetretenen Virus-Variante verschärft Australien die Einreise- und Lockdown-Bestimmungen. Vor Antritt eines Fluges nach Australien müssten Reisende nun einen negativen Corona-Test vorweisen, erklärt Regierungschef Scott Morrison. Die Obergrenze für Einreisende werde in einigen Staaten bis zum 15. Februar 2021 um die Hälfte reduziert. In Australiens drittgrößter Stadt Brisbane herrsche ab Freitagabend 18 Uhr eine dreitägige Ausgangssperre, sagte die Ministerpräsidentin des Bundesstaates Queensland, Annastacia Palaszczuk. Ein Mitarbeiter eines Quarantänehotels in Brisbane wurde zuvor positiv auf die britische Variante getestet.

8.1.2021, 4:05 Uhr – Einreise nach Großbritannien nur noch mit negativem Corona-Test

Die britische Regierung schreibt ab der kommenden Woche für alle Einreisenden einen negativen Corona-Test vor. Dieser müsse binnen 72 Stunden vor der Abreise vorgenommen werden, hieß es in der Nacht zum Freitag aus London.

Es gebe Ausnahmen, etwa für Kinder unter elf Jahren, Lastwagenfahrer und Airline-Besatzungen. Viele Gesundheitsexperten hatten die Londoner Regierung schon seit längerem zu dieser Maßnahme gedrängt, um Fälle eingeschleppter Infektionen zu verringern. Allerdings grassiert das Coronavirus schon auf der Insel bereits stärker als in vielen anderen Ländern, in England wurde zudem jüngst eine neue Coronavirus-Mutation nachgewiesen.

8.1.2021, 1:10 Uhr – Deutschland bekommt mehr Biontech-Impfstoff

Deutschland bekommt über die EU mehr Impfstoff der Firma Biontech: Statt 55 sollen es jetzt 60 Millionen Impfdosen werden, das hat das Gesundheitsministerium bekanntgegeben. Der Zeitraum ist aber noch unklar. Bei dem zusätzlichen Impfstoff handelt es sich um Lieferungen, die andere Länder nicht abnehmen. Über einen Einzelvertrag kommen nochmal 30 Millionen Dosen dazu.

Derweil sollen die Bundesländer heute 670.000 neue Impfstoff-Dosen bekommen. Das hat das Gesundheitsministerium angekündigt. Das Mittel soll direkt vom Hersteller Biontech zu den Verteilzentren der Länder gebracht werden. Viele Bundesländer beklagen, dass sie zwar Impfzentren eingerichtet haben, aber zu wenig Impfstoff bekommen.

7.1.2021, 23:08 Uhr – Insgesamt mehr als 200.000 Tote in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 87.843 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf knapp acht Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 1.524 auf 200.498 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

7.1.2021, 20:20 Uhr – Restaurants, Kinos und Museen bleiben im Januar in Frankreich geschlossen

Frankreichs Regierungschef Jean Castex erklärt, Restaurants, Kinos und Museen würden den ganzen Januar geschlossen bleiben. Eine landesweite nächtliche Ausgangssperre werde mindestens bis zum 20. Januar gelten. Es sei zudem denkbar, dass die Skigebiete nicht während der Februar-Ferien geöffnet werden.

7.1.2021, 18:55 Uhr – Neue Variante des Coronavirus in Sachsen nachgewiesen

In Sachsen ist erstmals die neue Variante des Coronavirus aus Großbritannien nachgewiesen worden. Wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilte, trat die Mutation bei einer Person aus Dresden auf, die aus Großbritannien zurückgekehrt war.

Das Gesundheitsamt gehe nicht davon aus, dass die Gefahr einer weiteren Verbreitung bestehe, hieß es. Die betroffene Person habe sich nach der Ankunft in Dresden sofort in Quarantäne begeben.

7.1.2021, 18:10 Uhr – ARD-Deutschlandtrend: Impfbereitschaft ist gestiegen

Die Impfbereitschaft in Deutschland nimmt nach einer Umfrage von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend zu. Gut die Hälfte der Befragten gab an, sie wolle sich auf jeden Fall impfen lassen, rund ein Fünftel will es wahrscheinlich tun. Das sind deutlich mehr als bei der letzten Umfrage. Dass die Corona-Schutzmaßnahmen verlängert wurden, war laut Umfrage für 47 Prozent der Bürger ein richtiger Schritt, gut 30 Prozent wünschen sich noch schärfere Maßnahmen. Für den ARD-Deutschlandtrend befragten die Meinungsforscher insgesamt rund 1.000 Wahlberechtigte.

Berlin

ARD-Deutschlandtrend Söder als möglicher Kanzlerkandidat immer beliebter

Die Bereitschaft der Deutschen zur Impfung gegen das Coronavirus ist laut ARD-Deutschlandtrend gestiegen. Kanzlerin Merkel steht in der Gunst der Wähler weiterhin oben, Söder holt immer mehr auf.  mehr...

7.1.2021, 17:43 Uhr – Justizministerin will Firmen länger vor Pleite schützen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht will in der Coronavirus-Krise Unternehmen länger als bislang geplant vor Pleiten schützen. Dazu solle die Insolvenzantragspflicht über den Januar hinaus ausgesetzt bleiben, wenn Firmen noch auf staatliche Hilfsgelder warten.

„Der Staat stellt der Wirtschaft umfangreiche finanzielle Hilfen zur Verfügung, deren Auszahlung aber Zeit benötigt“, sagte die SPD-Politikerin dem Handelsblatt. „Daher setze ich mich dafür ein, die Insolvenzantragspflicht für diese Unternehmen über den 31. Januar hinaus auszusetzen.“

Unternehmen müssen momentan bei Überschuldung bis Ende Januar 2021 keinen Insolvenzantrag stellen. Dies gilt aber nur, solange Betriebe noch zahlungsfähig sind. Im Fall der Zahlungsunfähigkeit muss bereits seit Ende Oktober wieder Insolvenz beantragt werden. Viele Experten fürchten eine Pleitewelle, sobald die Sonderregelungen und staatliche Stützungsmaßnahmen wegfallen.

7.1.2021, 16:48 Uhr – Dreyer: Keine Kontaktbeschränkungen für kleine Kinder

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, Kinder bis einschließlich sechs Jahren von der Verschärfung der Kontaktbeschränkungen auszunehmen. Vor den Beratungen des Corona-Kabinetts über eine neue Landesverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie sagte Dreyer: „Ich will für Rheinland-Pfalz eine Lösung, die Kontakte weiter reduziert und lebensnah ist.“

Die am Dienstag von Bund und Ländern beschlossene Festlegung einer Kontaktbeschränkung auf einen Haushalt plus einer weiteren Person sei im Grundsatz richtig, erklärte Dreyer. „Das kennen die Menschen aus der Zeit des ersten Shutdowns im Frühjahr.“ Sie werde dem Ministerrat allerdings Ausnahmen vorschlagen. „Kinder bis sechs Jahre sollten davon ausgenommen sein, ebenso soll es Ausnahmen bei zwingenden Gründen für Kinderbetreuung oder die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen geben“, sagte Dreyer.

7.1.2021, 14:43 Uhr – Ver.di kündigt Klagen gegen Entlassungen an

Die Gewerkschaft Ver.di hat eine Klagewelle gegen die ersten Entlassungen am Frankfurter Flughafen in der Corona-Krise angekündigt. Er rechne damit, dass fast sämtliche Betroffene gegen die Kündigungen des Dienstleisters WISAG klagen werden, sagte der Verdi-Fachbereichsleiter Verkehr, Mathias Venema. Beim Frankfurter Arbeitsgericht hatten WISAG-Beschäftigte symbolisch ihre Klageschriften eingereicht.

Laut Verdi hat WISAG kurz vor Weihnachten circa 225 ihrer 850 Beschäftigten betriebsbedingt gekündigt, ohne die weiter bis zum Jahresende 2021 mögliche Kurzarbeit anzustreben. Es sei völlig unverständlich, dass das Unternehmen die Zeit nicht nutze, um nach sozialverträglichen Lösungen zu suchen, meinte Venema. Auch ein Sozialtarifvertrag kam nicht zustande. WISAG hatte den Schnitt mit dauerhaft schlechten Geschäftsaussichten in Folge der Corona-Krise begründet. Ein Termin für die ersten Verhandlungen steht noch nicht fest.

7.1.2021, 13:31 Uhr – Lufthansa setzt Flugzeuge als Sicherheiten ein

Die coronageschädigte Lufthansa setzt ihre Flugzeuge als Sicherheiten ein, um an zusätzliches Fremdkapital zu kommen. Insgesamt habe man im zweiten Halbjahr 2020 mit verschiedenen Instrumenten rund 500 Millionen Euro aufgenommen, teilte der teilverstaatlichte Konzern in Frankfurt mit. Belastet wurden dafür acht Airbus-Jets der Typen A350 und A320. An den Finanzierungen hätten sich Banken, Pensionsfonds und Unternehmensinvestoren insbesondere aus Europa und Asien beteiligt.

7.1.2021, 12:13 Uhr – Bund stockt Finanzhilfen für Kinos auf

Die wegen der Corona-Pandemie finanziell angeschlagenen Kinos sollen in diesem Jahr zusätzliche Gelder erhalten. Die Mittel für das von der Bundesregierung im vergangenen Jahr gestartete "Zukunftsprogramm Kino I" werden für 2021 um drei Millionen auf insgesamt 25 Millionen Euro erhöht, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in Berlin mitteilte. Ziel sei es, besonders im ländlichen Raum die Lichtspielhäuser bei einer nachhaltigen Modernisierung zu unterstützen. "In vielen ländlichen Gegenden gehört das Kino zu den letzten verbliebenen kulturellen Begegnungsstätten", betonte Grütters. "Zudem leisten die Kinobetreiber einen unverzichtbaren Beitrag dazu, dass der Film eine Zukunft als Kulturgut hat."

7.1.2021, 11:36 Uhr – Spahn gibt Regierungserklärung zum Impfen

Gut zwei Wochen nach dem Corona-Impfstart in Deutschland gibt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der kommenden Woche eine Regierungserklärung zur Impfkampagne ab. Das verlautete aus seinem Ministerium in Berlin. Der zuständige CDU-Minister will demnach zu Planung, Ablauf und Perspektiven der Impfungen Stellung nehmen. In den vergangenen Tagen wurde Kritik an Spahn laut, dass der Impfstart schlecht laufe und er dafür verantwortlich sei.

7.1.2021, 9:44 Uhr – Curevac und Bayer arbeiten zusammen für einen Corona-Impfstoff

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac, und der Chemiekonzern Bayer wollen künftig zusammenarbeiten. Curevac arbeitet seit längerem an der Entwicklung eines Corona- Impfstoffes. Die Marktzulassung ist aber noch nicht absehbar. Bayer soll nun bei den aufwändigen Arbeiten für die Zulassung und für die dafür nötige Studie mitmachen und zudem die Lieferketten organisieren. Für den Fall einer Zulassung hat sich die EU-Kommission für die EU-Staaten 405 Millionen Dosen gesichert.

7.1.2021, 7:18 Uhr – Impfzentren in Rheinland-Pfalz öffnen

Heute öffnen die 31 Corona-Impfzentren in Rheinland-Pfalz. Bisher wurden Termine für mehr als 100.000 Menschen gemacht. Zum Start sollen heute 2.710 Angehörige der höchsten Risikogruppe geimpft werden, kündigte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) an. Zu der priorisierten Gruppe gehören Menschen über 80 und Mitarbeiter von Heimen oder ambulanten Diensten, die häufig mit alten oder pflegebedürftigen Menschen zu tun haben. Auch medizinisches Personal, das ein hohes Ansteckungsrisiko hat, und Mitarbeiter von Impfzentren können sich nun impfen lassen. Laut Bätzing-Lichtenthäler ist das Ziel, bis Mitte Februar 120.000 Menschen zum ersten Mal zu impfen.

Rheinland-Pfalz

Impfung der Bevölkerung Startschuss für Impfzentren in Rheinland-Pfalz

Seit Donnerstag haben die Impfzentren in Rheinland-Pfalz offiziell geöffnet. Die Landesregierung verspricht sich davon einen Schub bei den Impfungen. DIe CDU-Opposition kritisiert das schleppende Impftempo.  mehr...

7.1.2021, 7:03 Uhr – Neuer Corona-Ausbruch in China

In China breitet sich das Coronavirus wieder vermehrt aus. Die Behörden haben mehrere Wohngebiete abgeriegelt. Grund sind 200 Neuinfektionen in der Nähe der chinesischen Hauptstadt Peking. Bus-, Zug- und Flugverbindungen sind unterbrochen, Schulen und Kindergärten geschlossen. Von den Maßnahmen sind mehr als 10 Millionen Menschen in der Provinz Hebei betroffen.

7.1.2021, 6:02 Uhr – BW und RP: Kein Landkreis über kritischer 200er Marke

In Baden-Württemberg liegen erstmals seit Anfang November alle Stadt- und Landkreise wieder unter der Marke von 200 Corona-Ansteckungen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Auch in Rheinland-Pfalz liegt laut Robert-Koch-Institut kein Landkreis mehr über diesem Wert. In Speyer, Pforzheim, dem Enzkreis, dem Landkreis Tuttlingen und im Kreis Calw sind die Werte gesunken. Einige Bundesländer wollen, dass Menschen sich nur noch 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen, wenn der sogenannte Inzidienz-Wert über 200 liegt.

Diskussion in SWR3Land: 15-km-Radius – eine hilfreiche Regel?

7.1.2021, 5:16 Uhr – RKI meldet weitere 1.070 Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut meldet weitere 1.070 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Damit steigt die Zahl der Menschen, die in Deutschland seit Beginn der Pandemie an oder mit Covid-19 gestorben sind, auf 37.600. Außerdem haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut rund 26.400 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Weil unter anderem in Bayern und Baden-Württemberg gestern Feiertag war, könnte es sein, dass aus diesen Bundesländern noch nicht alle Zahlen übermittelt wurden.

7.1.2021, 3:05 Uhr – China meldet höchste Zahl von Neuinfektionen seit fünf Monaten: 52 Fälle

China meldet den höchsten Anstieg von Neuinfektionen seit mehr als fünf Monaten. Sie treten insbesondere in der Provinz Hebei auf, die die Hauptstadt Peking umfasst: Dort werden 51 der 52 neuen Fälle verzeichnet nach 20 in der Provinz am Vortag.

7.1.2021, 2:20 Uhr – Japans Regierung schlägt Notstand für Tokio vor

Die japanische Regierung schlägt die Ausrufung des Notstandes für Tokio und drei benachbarte Präfekturen vor. Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura spricht vor einem Treffen mit Beratern von Maßnahmen, die vom 08. Januar bis zum 07. Februar gelten sollen. Dabei solle insbesondere eine Übertragung in Gaststätten und Bars verhindert werden.

7.1.2021, 0:01 Uhr – Weltweit mehr als 86 Millionen Infizierte und fast 1,9 Millionen Tote

Weltweit haben sich über 86,6 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind 1,872 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 20,96 Millionen Infektionen und 357.135 Todesfällen.

6.1.2021, 19:45 Uhr – Pop-up-Radwege in Berlin dürfen vorerst bleiben

Die in der Corona-Krise im Schnellverfahren eingerichteten sogenannten Pop-up-Radwege in Berlin dürfen vorerst bleiben. Das entschied das Oberverwaltungsgericht und hob damit einen gegenteiligen Beschluss der Vorinstanz auf.

Nach Beginn der Corona-Pandemie hatten Senat und Bezirke im April 2020 damit begonnen, Radwege auf Parkstreifen oder Autospuren zu markieren und entsprechende Schilder aufzustellen. Begründet wurde das mit den in der Corona-Pandemie geltenden Abstandsgeboten und mit mehr Sicherheit. Viele Berliner hätten kein Auto, und in Bussen und Bahnen sei es zu eng.

6.1.2021, 18:00 Uhr – Frankreich: Hunderte Impfzentren in den kommenden Wochen

Nach Kritik an dem schleppenden Impfstart drückt die französische Regierung jetzt aufs Tempo. Man wolle in den kommenden Wochen mehrere hundert Impfzentren eröffnen, kündigte Regierungssprecher Gabriel Attal an. Die Zahl der Krankenhäuser, die Impfungen durchführen, habe sich außerdem verdreifacht.

Mainz

Augen auf beim Impfstoffkauf Zu wenig Corona-Impfstoff? Darum geht es im Impfstreit

Seit einer Woche wird in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Vielen geht das zu langsam. Die Opposition wirft der Regierung vor, bei der Vorbereitung versagt zu haben – auch die EU-Kommission kriegt reichlich Schelte. Wir erklären, worum es geht.  mehr...

6.1.2020, 16:38 Uhr – EU lässt auch den Moderna Impfstoff zu

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna ist in der Europäischen Union zugelassen. Das teilte die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mit. Die Entscheidung traf die EU-Kommission auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA. Das Produkt von Moderna ist nach dem von Biontech und Pfizer der zweite Corona-Impfstoff, der in der EU zugelassen wird.

Wir beschaffen sichere & effektive #COVID19 Impfstoffe für die Menschen in Europa. Wir haben den Impfstoff von @moderna_tx zugelassen, der zweite in der EU. Europa hat bisher 2 Mrd. Dosen an möglichen Impfstoffen beschafft - mehr als genug für uns alle #StrongerTogether https://t.co/tKXEDGe8yZ

6.1.2021, 14:30 Uhr – NRW: Kein Präsenzunterricht im Januar

In den nordrhein-westfälischen Schulen wird es im Januar keinen Präsenzunterricht geben. Ab der kommenden Woche – spätestens jedoch ab Mittwoch – sollen die Kinder im Distanzunterricht lernen, kündigte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) an. Für Kinder der ersten bis zur sechsten Klasse solle es in den Schulen Betreuungsangebote geben. Kindertagesstätten sollen bis Ende Januar in einen „eingeschränkten Pandemiebetrieb“ gehen. NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) appelliert an die Eltern, ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Wenn dies nicht gehe, sollen Kinder ab Montag in den Einrichtungen in festen Gruppen betreut werden.

6.1.2021, 14:20 – Schweiz will befristete Einschränkungen verlängern

Die Schweiz will die bislang bis 22. Januar 2021 befristeten Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verlängern. Restaurants, Kulturbetriebe, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen sollen bis Ende Februar geschlossen bleiben, sagte Innenminister Alain Berset nach einem Regierungstreffen. Formell beschlossen werden soll der Schritt in der kommenden Woche. „Bereits heute ist absehbar, dass die Fallzahlen in den nächsten Wochen nicht deutlich und nachhaltig sinken werden“, erklärte die Regierung. Schon ab Samstag gelten die Einschränkungen zudem landesweit, Ausnahmen für Kantone mit günstiger Fallzahl-Entwicklung werden aufgehoben.

6.1.2021, 13:37 Uhr – Spahn: Wenn alles klappt, Impfangebot für Alle im Sommer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet nach der erwarteten Zulassung des Moderna-Impfstoffs zunächst nicht mit großen Lieferungen. Im ersten Quartal erwarte man in Deutschland knapp zwei Millionen Dosen, sagt Spahn. Wenn der Stoff noch an diesem Mittwoch genehmigt werde, könnten erste Lieferungen nächste Woche eintreffen. Insgesamt hat Deutschland bei Moderna über die EU gut 50 Millionen Dosen bestellt, die im Laufe des Jahres erwartet werden.

6.1.2021, 13:18 Uhr – EU-Behörde EMA gibt grünes Licht für Corona-Impfstoff von Moderna

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat grünes Licht für den Corona-Impfstoff von Moderna gegeben. Die Amsterdamer Behörde teilte mit, dass sie die Zulassung des Vakzins empfiehlt. Formell muss noch die EU-Kommission in Brüssel die Genehmigung erteilen, das wird in Kürze erwartet. Das Präparat des US-Unternehmens Moderna ist der zweite Corona-Impfstoff, den die EMA zur Zulassung empfiehlt. Vor zweieinhalb Wochen hatte die Agentur den Weg frei gemacht für den Impfstoff von Pfizer und Biontech. Er kommt offiziell seit dem 27. Dezember 2020 in der EU zum Einsatz.

6.1.2021, 12:25 Uhr – Fast 370.000 Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft

In Deutschland sind bis Mittwochvormittag 367.331 Menschen als geimpft registriert worden. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Am Dienstag hat es demnach 45.233 weitere Impfungen gegeben. Die höchste Impfquote weist Mecklenburg-Vorpommern mit 11,2 Impfungen pro 1.000 Einwohnern auf, Schlusslicht ist Thüringen mit 1,7 Impfungen pro 1.000 Einwohnern. Der Bundesschnitt liegt bei 4,4.

6.1.2021, 9:10 Uhr – Niederlande starten mit Corona-Impfungen

Die Niederlande beginnen mit den Impfungen. Eine 39 Jahre alte Pflegerin von Demenzkranken bekam als erste die Injektion. Die Impfung wurde live im Fernsehen übertragen.

Das ist der Anfang vom Ende dieser Krise.

Gesundheitsminister Hugo de Jong

6.1.2021, 7:30 Uhr – Giffey: Keine zusätzlichen Gelder für Familien mit Kindern

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) ist gegen zusätzliche Gelder für Familien mit Kindern zur Bewältigung der Lockdown-Beschränkungen.

Ich denke, dass wir jetzt nicht sofort an einem Punkt sind, wo wir nochmal eine zusätzliche Geldleistung zusätzlich zu den Erhöhungen, die gerade passiert sind zum Januar, jetzt einplanen.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey im Deutschlandfunk

Dort würden Milliarden ausgegeben und die Leistungen gerade für Kinder seien erhöht worden. Deshalb könne man nicht sagen, für Kinder sei kein Geld da, während etwa für Unternehmen wie TUI und Lufthansa Geld vorhanden sei. Giffey sprach sich zudem dafür aus, die Schulen ab Anfang Februar wieder zu öffnen. Wenn man zu Lockerungen komme, „dann müssen sie sich zu allererst auf die Kinder in den Kitas, in den Schulen beziehen“.

Hören Sie hier das vollständige Interview mit Franziska Giffey: https://t.co/tKdhnGNOtM

6.1.2021, 7:05 Uhr – Ausnahmezustand in Italien bis 31. Juli?

Die italienische Regierung erwägt Medienberichten zufolge die Verlängerung des Ausnahmezustandes im Land bis zum 31. Juli 2021.

6.1.2021, 6:36 Uhr – Behörden überlegen Ausnahmezustand für Tokio

In der japanischen Millionen-Metropole Tokio gibt es laut Medienberichten mit 1.591 Neuinfektionen ein neues Rekordhoch. Die Behörden sind über die Entwicklung besorgt und erwägen die Verhängung des Ausnahmezustandes.

6.1.2021, 5:20 Uhr – Mehr als 21.000 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet

In Deutschland steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 21.237 auf mehr als 1,8 Millionen, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um 1.019 auf 36.537 zu.

Informationen zum Coronavirus Corona-Karten: Wie viele sind infiziert, wie viele wieder gesund?

Wie viele Menschen wurden positiv auf Corona getestet? Und wie genau ist die Lage in Deutschland? Hier findest du Karten, die ständig aktualisiert werden.  mehr...

6.1.2021, 3:58 Uhr – Corona-Mutation: Stratenabschnitte in Hebei gesperrt

Die chinesischen Behörden sperren Straßenabschnitte in der Provinz Hebei, die die Hauptstadt Peking umfasst. Zudem wird ein zentraler Busbahnhof für Langstrecken in der Provinzhauptstadt Shijiazhuang geschlossen. Am Dienstag wurden 20 der 23 neuen, nicht aus dem Ausland eingeschleppten Fälle in China in Hebei nachgewiesen.

6.1.2021, 6:46 Uhr – Dreyer hält Lockdown-Verlängerung für notwendig

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die von Bund und Ländern beschlossene Verlängerung der Corona-Beschränkungen als notwendig bezeichnet. In den vergangenen zwei Wochen sei die Inzidenz in Rheinland-Pfalz von über 170 auf 110 zurückgegangen, so Dreyer. Das sei zwar ein Erfolg, dennoch seien weitere Kontaktbeschränkungen nötig. Dass in Corona-Hotspots der Bewegungsradius auf 15 Kilometer eingeschränkt werden soll, sieht Dreyer nicht als Automatismus. Vielmehr werde man mit betroffenen Kommunen in Kontakt treten und lokale Maßnahmen ergreifen, so Dreyer. Derzeit beträfe die Regelung in Rheinland-Pfalz nur die Stadt Speyer.

Mainz

Aktuelle Corona-Regeln Rheinland-Pfalz will Schüler besser unterstützen

Die bestehenden Corona-Vorschriften werden auch in Rheinland-Pfalz bis zum 14. Februar verlängert. Das hat Ministerpräsidentin Dreyer erklärt. Zudem wurde ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Schüler angekündigt.  mehr...

6.1.2021, 6:26 Uhr – RP: Sternsinger kommen per Post oder übers Netz

Auch in Rheinland-Pfalz können die Sternsinger in diesem Jahr wegen Corona nicht wie gewohnt von Haus zu Haus ziehen. Stattdessen haben sich die Pfarreien andere Aktionen ausgedacht, um die Segenswünsche zu verteilen. Im Bistum Trier etwa legen sie „Segen to go“ in den Kirchen aus, verschicken Segenswünsche per Post oder verteilen Flyer. Einige Pfarreien haben zudem besondere Sternsingerprojekte ins Leben gerufen. Vor den vier Kirchen der Pfarreiengemeinschaft Nahe-Heide-Westrich beispielsweise wurden geschmückte Holzhütten aufgestellt. In der Pfarrei Heilige Anna in Edenkoben (Bistum Speyer) werben die Sternsinger per Tanz-Video auf Youtube für die diesjährige Spendenaktion. Auch im Bistum Mainz ist Ungewöhnliches geplant.

6.1.2021, 6:00 Uhr – RKI: Über 21.200 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 21.237 Corona-Neuinfektionen gemeldet – und außerdem 1.019 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Das hat das Robert-Koch-Institut (RKI) mitgeteilt. Es geht davon aus, dass die Meldedaten erst gegen Ende der kommenden Woche wieder belastbar sind. Die Begründung des RKI: Rund um Weihnachten und zwischen den Jahren sei sehr viel weniger getestet worden.

6.1.2021, 1:31 Uhr – Gesundheitssystem in Los Angeles kurz vor Kollaps

Das Gesundheitssystem im Raum Los Angeles im US-Staat Kalifornien steht wegen der hohen Corona-Infektionszahlen vor dem Kollaps. Rettungskräfte wurden angewiesen, Patienten mit geringer Überlebenschance nicht mehr ins Krankenhaus zu bringen. Das zuständige Gesundheitsamt in Los Angeles erklärte, die Kliniken würden mit Covid-19-Patienten überschwemmt.

5.1.2021, 23:16 Uhr – Strenge Regeln: Ärzte erleichtert, Handel in Sorge

Aus den Reihen der Ärzteverbände kommt Lob für die neuen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern. Die Deutsche Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin verwies auf die derzeit hohe Zahl von 6.000 Covid-Patienten auf den Intensivstationen. Eine weitere Belastung müsse unbedingt vermieden werden. Der Einzelhandel drängt auf klare Perspektiven zur Wiedereröffnung. Die Geschäfte müssten planen können, sagt der Branchenverband HDE. In der Politik herrscht zu weiten Teilen Verständnis für die Verschärfung der Corona-Regeln – und die Anerkennung der Notwendigkeit. Aus der Opposition gibt es jedoch auch Kritik an den verschärften Einschränkungen.

5.1.2021, 22:19 Uhr – Söder warnt vor Virus-Mutation

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat nach den Bund-Länder-Beratungen vor der stärkeren Verbreitung der aggressiveren Corona-Mutation B117 aus Großbritannien gewarnt. Die Mutation könne die Lage in Deutschland dramatisch verschärfen. Man sei „in großer Sorge“, sagte Söder, „wir dürfen das auf keinen Fall unterschätzen“. Bund und Länder wollen nun die Einreise stärker kontrollieren und fordern von Reiserückkehrern einen doppelten Corona-Negativtest. Bei den Bund-Länder-Beratungen wurde beschlossen, die bestehenden Corona-Maßnahmen zu verschärfen und bis zum 31.1. zu verlängern.

5.1.2021, 21:42 Uhr – SPD-Vorsitzende fordern verlässliches digitales Bildungsangebot

Nach der Lockdown-Verlängerung haben die beiden SPD-Parteivorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans ein verlässliches digitales Bildungsangebot für alle Schüler gefordert. „Es muss jetzt sichergestellt werden, dass alle Schülerinnen und in Deutschland ein verlässliches, digital gestütztes Bildungsangebot erhalten“, schrieben Esken und Walter-Borjans in einer Stellungnahme für das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es sei „die Aufgabe unseres Bildungssystems, dass die Bildungschancen durch Corona nicht weiter auseinanderdriften“. Die beiden SPD-Politiker begrüßten zudem die neuen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern.

Berlin

Regeln bis Mitte Februar verlängert Überblick Deutschland: medizinische Masken und mehr Home-Office

Die Corona-Einschränkungen gehen bis Mitte Februar weiter. Das haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen. Zudem gibt es Änderungen bei der Maskenpflicht und Arbeitgeber sollen mehr Home-Office anbieten.  mehr...

5.1.2021, 21:36 Uhr – Abschlussklassen im Nordosten: Rückkehr an Schulen geplant

Schülerinnen und Schüler Mecklenburg-Vorpommerns aus Abschlussklassen sollen nach Worten von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in der kommenden Woche wieder zur Schule gehen können. Dazu zählen die Klassen 10, 12 und Berufsschüler, wie Schwesig nach den Beratungen von Bund und Ländern sagte. Zudem stellte sie die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts für Grundschüler vom 18. Januar an in Aussicht, die in Gebieten mit weniger als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche leben. Dazu zählen derzeit die Stadt Rostock und der Landkreis Rostock.

Wie eine konkrete Umsetzung, etwa der Klassengrößen, aussehen könnte, war zunächst unklar. In Niedersachsen werden Schulunterricht und Kinderbetreuung zunächst bis Ende Januar stark eingeschränkt. An weiterführenden Schulen gibt es außer für Abschlussklassen keinen Präsenzunterricht, sondern Homeschooling, sagte Ministerpräsident Stephan Weil. Für Grundschulen gibt es in der ersten Woche nach den Ferien Homeschooling, danach Unterricht im Wechselmodell mit geteilten Klassen. Die Kinderbetreuung in den Tagesstätten wird auf eine Notbetreuung mit einem auf 50 Prozent reduzierten Angebot umgestellt.

Lernen trotz Schulschließungen So geht Homeschooling im Januar

In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz müssen viele Familien ihre Kinder nach den Winterferien wieder zu Hause betreuen – dabei sollte auch der Schulstoff nicht zu kurz kommen. SWR und ARD bieten dafür die perfekten Inhalte.  mehr...

5.1.2021, 21:21 Uhr – Niedersachsen hadert mit Beschränken von Bewegungsradius in Corona-Hotspots

Niedersachsen will die bei den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise beschlossene Beschränkung der Bewegungsfreiheit in Hotspots nicht ohne weiteres einführen. Nötig sei eine gesonderte Begründung zur Verhältnismäßigkeit, wie sie das Oberverwaltungsgericht bereits bei anderen Einschränkungen angemahnt hat, sagte Ministerpräsident Stephan Weil. „Das ist für uns Teil des Prüfprogramms, ob und wann die Regelung zur Anwendung kommt, am liebsten gar nicht.“ Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann erklärte, dass zunächst nicht geplant sei, die Beschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometer um den Wohnort in Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 umzusetzen.

Diskussion um Einschränkung der Bewegungsfreiheit bei SWR3 auf Facebook

5.1.2021, 21:01 Uhr – RP entscheidet später über Schulöffnungen

Rheinland-Pfalz will sich vorerst noch nicht festlegen, ob die Schulen im Land womöglich vor Ende Januar wieder öffnen. Das Bildungsministerium werde sich mit der Schulgemeinschaft beraten und in den kommenden Tagen eine Entscheidung treffen, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach den Gesprächen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Kanzlerin hatte zuvor erklärt, Schulen und Kindergärten sollten bis mindestens 31. Januar geschlossen bleiben. In Rheinland-Pfalz wurde zunächst für den Zeitraum bis zum 15. Januar für alle Schulen Fernunterricht angeordnet. Lediglich für jüngere Kinder gibt es eine Notbetreuung. An den Kitas soll es weiter einen Regelbetrieb bei dringendem Bedarf geben.

5.1.2021, 20:53 Uhr – BW: Bewegungsradius vorerst nicht eingeschränkt

Baden-Württemberg plant aktuell nicht, in Corona-Hotspots über einer Inzidenz von 200 die Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern einzuschränken. Das sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach den Beratungen von Bund und Ländern. Man wolle kommende Woche erst Klarheit über die Infektionszahlen gewinnen. Schulen und Kitas bleiben vorerst geschlossen. Man plane aber, Grundschulen und Kitas ab 18. Januar zu öffnen, wenn es vertretbar sei, so Kretschmann. Bisher geschlossene Geschäfte und Einrichtungen sollen bis 31. Januar nicht öffnen dürfen. Treffen im privaten Kreis sind bis dahin nur mit einer weiteren Person außerhalb des eigenen Haushalts erlaubt. Das gilt ab 11. Januar.

5.1.2021, 20:42 Uhr – Bahn reduziert Angebot – aber Grundtakt bleibt

Die Deutsche Bahn hat angesichts des verschärften Lockdowns angekündigt, ihr Angebot im Fernverkehr zu reduzieren. 85 Prozent des Sitzplatzangebotes sollen aber erhalten und ein Grundtakt gesichert werden, sagte ein Bahnsprecher. Wie schon im vergangenen Frühjahr und Herbst werde es Anpassungen im Angebot geben. So würden Verstärker-Züge sowie der internationale Verkehr in Absprache mit den europäischen Partnerbahnen reduziert und teils statt zwei Zugteilen nur noch eines eingesetzt. Über die Weihnachtstage hatte die Bahn ihr Angebot im Fernverkehr sogar noch ausgeweitet, um zu verhindern, dass Fahrgäste im Zug keinen Abstand halten können. In den vergangenen Tagen waren viele ICE-Züge aber sehr leer.

5.1.2021, 20:03 Uhr – China verweigert WHO-Experten die Einreise

Die chinesischen Behörden haben vier Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht ins Land gelassen. Die Einreisepapiere lägen noch nicht vor, hieß es zur Begründung aus Peking. Die Wissenschaftler sollen dort die Ursprünge der Corona-Pandemie untersuchen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hat sich jetzt eingeschaltet. Er sagte, die Behörden hätten erklärt, die Papiere zügig bereitzustellen.

5.1.2021, 19:55 Uhr – RP: Dreyer erklärt neue Corona-Maßnahmen

Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis Ende Januar verständigt. Das teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in einer Pressekonferenz am Abend mit. Auch auf strengere Kontaktbeschränkungen in Hotspots habe man sich geeinigt. In Landkreisen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sollen die Länder weitere lokale Maßnahmen zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort entweder prüfen oder anordnen. In Rheinland-Pfalz wäre davon derzeit nur Speyer betroffen. Schulen und Kitas sollen bis 15. Januar weitestgehend geschlossen bleiben. Wie es dann weitergeht, soll von der weiteren Entwicklung der Neuinfektionen abhängen.

5.1.2021, 19:26 Uhr – Bund-Länder-Beschluss: Verlängerung und Verschärfung der Corona-Einschränkungen

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, die Corona-Beschränkungen bis Ende Januar zu verlängern - und zu verschärfen. Schulen und Kitas sollen geschlossen bleiben. In Landkreisen mit Inzidenzzahlen von mehr als 200 darf man sich nur noch 15 Kilometer ohne guten Grund von seinem Wohnort entfernen. Künftig dürfen sich Menschen aus einem Haushalt mit nur noch einer Person aus einem weiteren Haushalt treffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte nach der Videokonferenz mit den Länderchefs, das Impfen sei immerhin eine Perspektive für die Normalisierung unseres Alltags.

5.1.2021, 19:01 Uhr – RP: Testpflicht in bestimmten Altenheimen

In Rheinland-Pfalz müssen Besucher bestimmter Seniorenheime ab sofort einen Corona-Test machen, bevor sie das Heim betreten dürfen. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Eine entsprechende Verordnung sei in Kraft getreten. Demnach geht es um Heime in Kommunen, in denen die Infektionszahlen über dem Sieben-Tage-Landesschnitt liegen. Zurzeit liegt dieser Wert bei etwa 110. Kommunen wie die Städte Speyer und Pirmasens und die Kreise Neuwied und Kaiserslautern liegen jedoch zum Teil deutlich darüber. Für Altenheime in diesen Regionen gilt ab sofort die Testpflicht für Besucher. Für Mitarbeiter solcher Heime gibt es schon länger eine Testpflicht.

5.1.2021, 17:10 Uhr – Sternsinger trotz Corona in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

Auch die Heiligen Drei Könige werden durch die aktuelle Corona-Pandemie ausgebremst: In diesem Jahr können die Sternsinger nicht wie sonst von Haus zu Haus ziehen. Stattdessen haben sich die Pfarreien andere Aktionen ausgedacht, um die Segenswünsche zu verteilen. Die geplanten Aktionen werden in diesem Jahr bis Anfang Februar verlängert.

5.1.2021, 16:29 Uhr – Bund und Länder verschärfen Corona-Einschränkungen

Bund und Länder haben sich nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios darauf verständigt, dass in Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort beschränkt werden soll. Gelten soll dies für Landkreise mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern.

5.1.2021, 16:23 Uhr – Laut RKI 67 Landkreise über Inzidenz von 200

Nach aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) überschreiten derzeit 67 Landkreise in Deutschland bei der Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 200. Spitzenreiter sind die Landkreise Meißen (493), Altenburger Land (463) und Vogtland (435), die in Sachsen und Thüringen liegen.

5.1.2021, 13:09 Uhr – Nach Touristen-Ansturm: Lage in der Eifel entspannt sich

Die Maßnahmen gegen den Ansturm von Schnee-Touristen in der Eifel-Gemeinde Hellenthal scheinen zu wirken. "Die Lage ist etwas entspannter", erklärte ein Vertreter der 8000-Einwohner-Gemeinde. Der Ausflugsort für Wintertouristen war am Wochenende mitten in der Corona-Pandemie von Tausenden Ausflüglern besucht worden und hatte ein Verkehrschaos erlebt. Daraufhin sperrte die Stadt die Parkplätze an Ausflugszielen ab. Lifte am Skigebiet und Schneewanderwege waren bereits vorher gesperrt.

In Winterberg im Sauerland sind Pisten und Parkplätze seit Sonntag gesperrt. Mit Blick auf das kommende Wochenende wollen sich die Bürgermeister von Hellenthal und der benachbarten Orte im Kreis Euskirchen absprechen, sagte der Sprecher.

5.1.2021, 12:31 Uhr – Putin und Merkel diskutieren über gemeinsame Impfstoff-Produktion

Kremlchef Wladimir Putin hat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über eine engere Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie gesprochen. Bei dem Telefonat beider Politiker sei es um mögliche Perspektiven für die gemeinsame Herstellung von Impfstoffen gegangen, teilte der Kreml mit. Die Gesundheitsministerien beider Länder und Spezialisten sollten die Gespräche dazu fortsetzen. Details wurden zunächst nicht genannt.

Russland hatte Mitte August den Impfstoff „Sputnik V“ für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben. Mittlerweile wurde ein zweiter Impfstoff registriert. Die Impfungen in Russland laufen seit Anfang Dezember.

5.1.2021, 11:13 Uhr – Städte- und Gemeindebund hält Lockdown-Verlängerung für unvermeidbar

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund geht fest davon aus, dass der Lockdown verlängert wird. „Wir halten das für unvermeidbar“, sagte Verbandspräsident Ralph Spiegler. „Das ist weitestgehend alternativlos.“ Die Corona-Krise habe die Kommunen fest im Griff und sorge dafür, dass viele Gemeinden an ihre Leistungsgrenzen gestoßen sind. Er sei froh, dass die Impfungen angelaufen seien, fügt Spiegler hinzu. Das habe bisher gut funktioniert. Der Verbandspräsident betont allerdings auch: „Wir haben einen weiten Weg vor uns.“ Die Impffrage werde Städte und Gemeinden noch lange beschäftigen, eine Entlastung sei im ersten Quartal noch nicht zu erwarten.

5.1.2021, 10:50 Uhr – Dänemark will Corona-Maßnahmen verschärfen

Dänemark erwägt eine Verschärfung der Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Das berichtet die Zeitung "Ekstra Bladet" im Vorfeld von Beratungen des Gesundheitsministeriums mit Parteivorsitzenden. In den vergangenen Tagen hatten sich einige dänische Abgeordnete für härtere Einschränkungen ausgesprochen. Sie begründeten dies mit der neuen, in Großbritannien entdeckten Virus-Variante, die als besonders ansteckend gilt.

5.1.2021, 10:23 Uhr – 30.000 Helfer für Alten- und Pflegeheime

Die Bundesregierung will bis zu 30.000 zusätzliche freiwillige Helfer in die Alten- und Pflegeheime schicken, um dort Corona-Schnelltests zu machen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wolle heute Details mit den Ministerpräsidenten beraten, schreibt die Rheinische Post. Pro Alten- und Pflegeheim sollen demnach zwei Helfer eingestellt werden, um die Einrichtungen bei den Schnelltests zu entlasten. Die Arbeitsagenturen sollten mit Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes die Rekrutierung und Verteilung der Helfer auf die Heime organisieren.

5.1.2021, 9:45 Uhr – SPD-Länder fordern Aufklärung über Spahns Impfpläne

Die SPD-regierten Bundesländer fordern nach Reuters-Informationen in einem umfangreichen Fragenkatalog Aufklärung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Versorgung mit Impfstoffen. In dem Papier stellen sie bei 24 Punkten detaillierte Fragen zur Beschaffung, Produktionsausweitung und Verimpfung. Sie wollen unter anderem wissen, warum die Europäische Kommission im Vergleich etwa zu anderen Industrieländern „insgesamt so wenige Dosen vorbestellt und nicht auch größere Mengen an Optionen gesichert“ habe. Zudem fragen die SPD-geführten Länder, warum nicht auch in der EU eine zusätzliche Lizenzproduktion des Impfstoffs von Biontech und Pfizer möglich sei.

5.1.2021, 9:35 Uhr – Im November kaum Touristen in Spanien

Im November sind kaum noch Touristen nach Spanien gereist. Die Zahl der ausländischen Besucher sei um 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen, geht aus Daten des spanischen Statistikamtes hervor. Die Einnahmen des Landes fielen entsprechend geringer aus. Von Januar bis November 2020 habe es insgesamt 19 Millionen Besucher aus dem Ausland gegeben, ein Minus von 78 Prozent.

5.1.2021, 9:20 Uhr – Deutscher Städtetag: Weiter Strikte Maßnahmen

Vor dem Bund-Länder-Gipfel ist der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, für weiter strikte Eindämmungsmaßnahmen. „Die Städte warnen davor, erste Effekte des Lockdowns durch vorschnelle Lockerungen zu gefährden“, sagte Jung der Funke Mediengruppe. „Die Maßnahmen durch den Lockdown sollten so lange nicht gelockert werden, bis in ganz Deutschland ein stabiler Abwärtstrend der Neuinfektionen erkennbar ist.“ Vor dem Hintergrund „großer Engpässe beim Impfstoff“ müsse der Bund alles daransetzen, dass es rasch genügend Impfstoff für die Menschen gebe. „Wenn wir genügend Impfstoff hätten, könnten wir bis Anfang Februar die erste Gruppe der über 80-Jährigen, der Pflegeheimbewohner und des besonders relevanten medizinischen Personals impfen“, sagte Jung.

5.1.2020, 9:00 Uhr – Auszahlung für Dezember-Hilfen gestartet

Die Abschlagszahlungen für die außerordentliche Wirtschaftshilfe für den Monat Dezember sind gestartet, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Es könnten bis zu 50.000 Euro gewährt werden, Soloselbständige können Anträge bis maximal 5.000 Euro stellen. In der Wirtschaft gab es immer wieder Kritik, dass die Gelder zu langsam kämen. Mit der außerordentlichen Wirtschaftshilfe für den Dezember können Unternehmen, die nach den November-Schließungen weiter direkt oder indirekt betroffen sind, „auch im Dezember Zuschüsse in Höhe von bis zu 75 Prozent des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019 als Beitrag zum Ausgleich der erlittenen Schäden erhalten“.

5.1.2021, 6:49 Uhr – Nachgewiesene Infektionen in Deutschland steigen um knapp 12.000

In Deutschland steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 11.897 auf knapp 1,79 Millionen. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um 944 auf 35.518 zu.

5.1.2021, 5:23 Uhr – New York: Strafen für Krankenhäuser die zu langsam impfen

Der Gouverneur des US-Bundesstaates New York kündigte Strafen für Krankenhäuser an, die ihre Impfstoff-Zuteilung nicht innerhalb einer Woche eingesetzt haben. „Ich will den Impfstoff nicht in einem Kühlschrank oder einer Kühltruhe haben“, sagt Andrew Cuomo. „Ich will ihn bei jemanden im Arm haben.“ Die Krankenhäuser in seinem Staat hätten bisher weniger als die Hälfte ihrer zugeteilten Dosen eingesetzt. Der US-Seuchenbehörde CDC zufolge ist der Anteil noch geringer: Ihren Daten zufolge wurde in New York bislang nur ein Fünftel der gelieferten 896.000 Dosen verimpft.

5.1.2021, 4:23 Uhr – CDU-Wirtschaftsrat fordert schnelle Öffnung von Schulen und Kitas

Der Wirtschaftsrat der CDU fordert einem Medienbericht zufolge eine baldige Öffnung von Kitas und Schulen. „Die Schul- und Kita-Schließungen fortzusetzen und andere härtere Maßnahmen zu beschließen kommt mir eher als Ersatzhandlung vor“, zitiert die Funke Mediengruppe den Generalsekretär des Rates, Wolfgang Steiger. Kinder in Schulen, Arbeitnehmer an Arbeitsplätzen oder Kunden in Geschäften mit eingespielten Hygienekonzepten seien immer noch sicherer aufgehoben als Senioren in Alten- und Pflegeeinrichtungen, heißt es weiter.

5.1.2021, 3:40 Uhr – Erste Gelder der Corona-Dezemberhilfe sollen bei Firmen ankommen

Erste Gelder der Corona-Dezemberhilfen sollen ab Dienstag bei betroffenen Firmen und Selbstständigen ankommen. Die Abschlagszahlungen seien gestartet, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die Abschlagszahlungen sind ein Vorschuss auf spätere Zahlungen. Wirtschaftsverbände hatten wiederholt Kritik an einer ihrer Ansicht nach schleppenden Umsetzung der Hilfen geäußert. Unternehmen bekommen Abschlagszahlungen in Höhe von 50.000 Euro, Soloselbstständige von bis zu 5.000 Euro. Dies gilt bereits bei den Novemberhilfen.

5.1.2021, 2:50 Uhr – Mehrheit der Deutschen für Verlängerung der Corona-Beschränkungen

Eine große Mehrheit der Deutschen ist für eine Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich fast zwei Drittel der Befragten dafür aus, die Einschränkungen mindestens in der bisherigen Härte über den 10. Januar hinaus fortzuführen. 41 Prozent sind für eine unveränderte Beibehaltung, weitere 24 Prozent sogar für eine Verschärfung. Dagegen befürworten nur 17 Prozent eine Lockerung des Lockdowns und nur jeder Zehnte (11 Prozent) ist für eine komplette Aufhebung aller Einschränkungen.

5.1.2021, 1:30 Uhr – Coronavirus-Mutation in New York nachgewiesen

In New York wurde zum ersten Mal die hochansteckende Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Diese war zuerst in Großbritannien entdeckt worden. Der Erreger sei bei einem älteren Mann identifiziert worden, erklärt Gouverneur Andrew Cuomo. Die Mutation könne sich zu einem Wendepunkt des Infektionsgeschehens entwickeln, falls die Krankenhauseinweisungen zunähmen und ganze Regionen in den Lockdown gehen müssten.

4.1.2021, 21:39 Uhr – Premier Johnson verkündet neuen landesweiten Lockdown

Wegen der deutlich steigenden Zahl an Corona-Infektionen hat die britische Regierung die Maßnahmen erneut stark verschärft. "Wir müssen in England einen Lockdown verhängen, um die neue Corona-Variante in den Griff zu bekommen", sagte Premierminister Boris Johnson in einer Fernsehansprache. "Das bedeutet, dass Sie zu Hause bleiben müssen." Das Haus dürfe nur noch für notwendige Aktivitäten wie Arztbesuche oder die Arbeit verlassen werden. Schulen müssen schließen. Johnson sagte, die Maßnahmen würden vermutlich bis Mitte Februar in Kraft bleiben.

Zuletzt hatte Großbritannien immer neue Rekorde bei Neuinfektionen und Patienten verkündet. Zuletzt habe es 20 Prozent mehr Todesfälle gegeben, sagte Johnson. Er machte vor allem die in Großbritannien entdeckte Mutante des Coronavirus verantwortlich. Sie sei 50 bis 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form. "Bleiben Sie zu Hause, schützen Sie den (Gesundheitsdienst) NHS, retten Sie Leben", sagte Johnson.

Zuvor hatte bereits die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon einen harten Lockdown von morgen an ausgerufen. Sie sei über die gegenwärtige Situation beunruhigter als zu jedem anderen Zeitpunkt seit März 2020, erklärte Sturgeon.

Heute wurde in Großbritannien erstmals auch der Corona-Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns AstraZeneca verabreicht - bislang hat noch kein weiterer Staat den Impfstoff angewendet. Seit dem 8. Dezember läuft das Impfprogramm in Großbritannien, zunächst beginnend mit dem von Biontech und Pfizer entwickelten Impfstoff.

4.1.2021, 19:58 Uhr – Gewerkschaften fordern bei Lockdown-Verlängerung mehr Hilfen

Gewerkschaften haben mit Blick auf eine mögliche Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis Ende Januar zusätzliche Hilfen für Arbeitnehmer gefordert. Hunderttausende Beschäftigte im Einzelhandel und die Unternehmen der Branche dürften mit den Folgen einer Fortführung der Schließungen nicht alleingelassen werden, warnte Verdi-Chef Frank Werneke im Handelsblatt.

Der Chef der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Guido Zeitler, forderte eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes für Beschäftigte des Gastgewerbes, für den Fall dass die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) morgen wie erwartet eine Verlängerung der Maßnahmen beschließen sollten. „Ihre Löhne sind ohnehin oft viel zu niedrig“, sagte Zeitler der Zeitung über die Angestellten in der Branche. „Das noch geringere Kurzarbeitergeld reicht also hinten und vorne nicht.“

4.1.2021, 19:49 Uhr – EMA verschiebt Entscheidung zu Moderna-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Entscheidung über die Empfehlung eines weiteren Corona-Impfstoffes für die EU auf Mittwoch verschoben. Das teilte die EMA mit. Der Expertenausschuss der Behörde hatte heute – und damit zwei Tage früher als geplant – über die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Moderna beraten. Dabei seien einige Fragen offen geblieben, sagte der niederländische Vertreter in dem Ausschuss. Die EMA hatte bereits zuvor nicht ausgeschlossen, dass eine Entscheidung erst bei der planmäßigen Sitzung des Ausschusses am kommenden Mittwoch fallen könnte.

Der Impfstoff von Moderna ist bereits in den USA und Kanada zugelassen. Bei einer positiven Empfehlung der EMA muss noch die EU-Kommission zustimmen. Das gilt als Formsache und könnte in kürzester Zeit geschehen. Es wäre nach dem Präparat der Hersteller Pfizer und Biontech der zweite Impfstoff gegen Covid-19, der in den EU-Mitgliedsstaaten zugelassen würde. Die EU hat bei Moderna bereits 160 Millionen Dosen des Impfstoffes bestellt.

4.1.2021, 18:25 Uhr – EMA pocht auf Anwendungsregeln bei Biontech-Impfstoff

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat auf die Einhaltung der maximalen Frist von 42 Tagen zwischen den beiden Gaben beim Pfizer/Biontech-Impfstoff gepocht. Nur dann könne der volle Schutz garantiert werden. Sollten die Vorschriften nicht beachtet werden, schränke dies die Haftung des Impfstoffherstellers ein. Eine Änderung der Anwendung könne nur nach entsprechenden medizinischen Studien erfolgen.

Auch Pfizer und Biontech bremsen in der Debatte, ob auf eine zweite Corona-Impfung zunächst verzichtet werden kann, um mehr Menschen zu impfen. Es gebe keine Daten, dass die Impfwirkung nach 21 Tagen anhalte, heißt es in einer Erklärung beider Firmen. Der Impfstoff soll ein zweites Mal verabreicht werden, um einen vollen Schutz zu erreichen.

Weil der Impfstoff zunächst knapp ist, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Ständige Impfkommission (Stiko) um eine Einschätzung gebeten, ob dennoch zunächst auf eine zweite Impfung verzichtet werden kann. Biontech und Pfizer führen derzeit Nachverhandlungen etwa mit der EU über weitere Lieferungen, bekommen aber zunehmend Konkurrenz durch andere zugelassene Impfstoffe.

4.1.2021, 17:38 Uhr – Spahn: Impfangebote für alle bis Sommer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht die Chance, dass es ein Impfangebot für alle in Deutschland „bis Sommer“ geben kann. Die schwierigste Phase sei der Beginn, weil Impfstoff derzeit weltweit noch knapp sei, sagt der CDU-Politiker nach Informationen von Reuters. Wenn aber alle Impfstoffe wie erhofft im ersten Quartal zugelassen würden, werde sich dies sehr schnell ändern, sagt er auch mit Hinweis auf das neue geplante Biontech-Werk in Marburg.

4.1.2021, 16:17 Uhr – Kamzleramtschef warnt vor zu schneller Öffnung von Schulen

Kanzleramtschef Helge Braun hat vor einer schnellen Wiederöffnung der Schulen gewarnt. Auch in Schulen sei das Corona-Virus verbreitet worden, sagt der CDU-Politiker nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen in der Sondersitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Man müsse sich fragen, ob es nicht vor allem durch die Schulen eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus gegeben habe. Braun kündigt zudem an, dass der Einsatz von Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen deutlich ausgebaut werden soll.

4.1.2021, 15:55 Uhr – Johnson will Kontaktbeschränkungen verschärfen

Der britische Premierminister Boris Johnson kündigt angesichts der raschen Ausbreitung der in Großbritannien zuerst entdeckten hochansteckenden Coronavirus-Mutation eine Verschärfung der Kontakteinschränkungen an. Einzelheiten will Johnson am Abend in einer Fernsehansprache bekanntgeben, sagt ein Sprecher seines Büros. Zudem solle das Parlament am Mittwoch zusammengerufen werden.

4.1.2021, 14:48 Uhr – Schulen sollen wohl länger geschlossen bleiben

Deutschlands Schulen sollen zur Eindämmung der Corona-Pandemie voraussichtlich länger als bislang geplant geschlossen bleiben. Das beschlossen die Kultusminister der Länder in einer Schaltkonferenz, teilte die Kultusministerkonferenz (KMK) mit. Wegen des Infektionsgeschehens müssten unter Umständen die im Dezember beschlossenen Maßnahmen in Deutschland oder in einzelnen Ländern fortgeführt werden.

Sollte es die Situation in einzelnen Ländern erlauben, sei die Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Stufen möglich. Zuerst sollten dann die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 an die Schulen zurückkehren. Durch eine Halbierung der Klassen solle dann für die höheren Klassen Wechselunterricht ermöglicht werden. Abschlussklassen sollen ausgenommen sein, so dass sie sich angemessen auf Prüfungen vorbereiten können. Ursprünglich war ein Lockdown für die Schulen bis Ende dieser Woche vorgesehen.

4.1.2021, 12:17 Uhr – Schülervertreter fordern Unterrichtsstart ab dem 10. Januar

Die Bundesschülerkonferenz fordert, dass der Unterricht ab dem 10. Januar weitergeht. Die Schülervertretung setzt dabei auf Wechselunterricht, jüngere Schülerinnen und Schüler und Abschlussklassen sollten bevorzugt werden. Die Bundesschülerkonferenz kritisiert, dass die Kultusminister der Länder erst heute über das weitere Vorgehen beraten: Es sei unbegreiflich, warum die Weihnachtsferien nicht genutzt worden seien, um Konzepte auszuarbeiten.

4.1.2021, 11:36 Uhr – Dax startet mit Rekord ins neue Jahr

Der deutsche Aktienindex Dax ist mit einem Rekordhoch ins neue Jahr gestartet. Er stieg zwischenzeitlich bis auf 13.904 Punkte und toppte damit seine erst kurz vor Weihnachten erreichte Bestmarke. Experten sagen, Grund für den Anstieg seien die weltweit gestarteten Impfkampagnen gegen das Coronavirus. Zudem rechne man auch weiterhin mit staatlichen Wirtschaftshilfen.

4.1.2021, 10:53 Uhr – Spahn prüft Beschleunigung von Impfungen

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) denkt darüber nach, die Impf-Strategie in Deutschland zu ändern. Aus einem Schreiben des Gesundheitsministeriums geht hervor, dass die Bundesregierung im Moment prüfen lässt, ob der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfung verlängert werden kann. Damit könnten mehr Menschen schneller einen vorläufigen Schutz bekommen. Zudem sollen aus den Impfstofffläschchen von Biontech und Pfizer sechs statt fünf Dosen gezogen werden können – sofern dem die europäische Gesundheitsbehörde EMA zustimmt. Damit könnte die Zahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen um 20 Prozent erhöht werden, heißt es in dem Schreiben, das mehreren Nachrichtenagenturen vorliegt.

4.1.2021, 10:00 Uhr – Zahl der Erwerbstätigen geht erstmals seit 14 Jahren zurück

Wegen der Corona-Pandemie ist die Zahl der Erwerbstätigen zum ersten Mal seit 14 Jahren zurückgegangen. Das hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Danach hatten im vergangenen Jahr insgesamt 44,8 Millionen Menschen eine Arbeitsstelle. Das waren gut 470.000 weniger als 2019. Die Statistiker sind allerdings der Ansicht, dass der Beschäftigungszuwachs vermutlich auch ohne die Corona-Krise bald zu Ende gegangen wäre, weil die Bevölkerung in Deutschland immer älter werde. Dadurch stünden dem Arbeitsmarkt immer weniger Menschen zur Verfügung.

4.1.2021, 9:33 Uhr – Großbritannien: Astrazeneca-Impfstoff wird erstmals verabreicht

In England ist der erste Brite mit dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca und der Uni Oxford geimpft worden. Ein 82-jähriger Dialyse-Patient hat die Impfung am Morgen bekommen. Die britischen Behörden haben den Impfstoff vergangene Woche notfallzugelassen. Das Mittel kann im Gegensatz zu dem von Biontech bei Kühlschrank-Temperaturen aufbewahrt werden.

4.1.2021, 7:51 Uhr – Deutschland übertrifft wegen Corona sein Klimaziel

Wegen der Corona-Krise hat Deutschland sein selbst gesetztes Klimaziel für 2020 offenbar deutlich übertroffen. Nach Berechnungen der Denkfabrik Agora Energiewende sank der Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zu 1990 um 42 Prozent. Angestrebt waren minus 40 Prozent.

4.1.2021, 6:22 Uhr – Impfungen: Ab heute Terminvergabe in Rheinland-Pfalz

Ab heute können in Rheinland-Pfalz Termine für die Corona-Impfung in den mehr als 30 Impfzentren des Landes vereinbart werden. Melden können sich Ältere ab 80 Jahren und Mitarbeiter von Rettungs- und ambulanten Pflegediensten. Die Impfungen sollen dann am Donnerstag starten. Termine werden entweder über eine kostenlose Telefon-Hotline (0800/5758100, werktags 8-22 Uhr) oder online unter www.impftermin.rlp.de vergeben. Das Gesundheitsministerium bittet um Geduld, wenn es zu Wartezeiten kommen sollte.

4.1.2021, 6:05 Uhr – RKI meldet weniger als 10.000 Neuinfektionen

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9.847 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 302 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Der Höchststand von 1.129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30. Dezember) erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

4.1.2021, 4:42 Uhr – Spahn ruft Mediziner zur Impfung auf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Mediziner und Pflegekräfte aufgerufen, sich gegen Corona impfen zu lassen. Der Rheinischen Post sagte er, es sei ein Gebot der Vernunft und Solidarität, dass sich die Beschäftigten im Gesundheitswesen impfen ließen – auch zum Schutz der Patienten. Viele Beschäftigte hatten sich gegen eine Impfung ausgesprochen. Mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen über eine Verlängerung des Lockdowns sagte Spahn, im Zweifel solle dieser länger gehen, damit er nachhaltiger wirke. Eine Überlastung des Gesundheitssystems müsse unbedingt vermieden werden.

4.1.2021, 3:03 Uhr – Söder und Ramelow wollen Corona-Beschränkungen verlängern

Im Kampf gegen das Coronavirus gilt eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen über den 10. Januar hinaus als sicher. Bund und Länder wollen morgen entscheiden. Unklar ist noch, wie lange die Maßnahmen verlängert werden. Mehrere Bundesländer verlangen das für mindestens drei Wochen – darunter Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow hat schon angekündigt, den Lockdown bis mindestens Ende Januar zu verlängern und zu verschärfen. Der Linken-Politiker will den Bewegungsradius der Menschen einschränken.

4.1.2021, 1:30 Uhr – Karliczek: Rückkehr zum Präsenzunterricht derzeit nicht vorstellbar

In der Diskussion über die Wiederaufnahme des Schulunterrichts hat Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) zu großer Vorsicht aufgerufen. Die Infektionszahlen seien „weiter besorgniserregend hoch“ und die Auswirkungen der Feiertage auf die Corona-Lage noch unklar, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Eine „Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht in allen Jahrgängen ist daher in diesen Tagen nicht vorstellbar“, so Karliczek.

3.1.2021, 23:40 Uhr – USA erwägen, halbe Impfstoff-Dosis zu verabreichen

Die US-Behörden überlegen, einigen Bürgern die halbe Dosis des Moderna-Impfstoffs zu verabreichen. „Wir wissen, dass das die gleiche Immunantwort hervorruft“, sagt der Chef des Bundesimpfprogramms, Moncef Slaoui, dem Sender CBS. Dabei peile man die Altersgruppen von 18 bis 55 an. Es würden Gespräche mit Moderna und der Zulassungsbehörde FDA geführt, ob man so die Zahl der Impfungen verdoppeln könne.

3.1.2021, 21:10 Uhr – Politiker und Experten beraten weiteres Vorgehen

Vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten sich die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag mit Experten. Das hat die rheinland-pfälzische Landesregierung dem SWR bestätigt. Laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" sollen fünf Fachleute an den Beratungen teilnehmen. Dazu zählen unter anderem Christian Drosten, Chefvirologe an der Berliner Charité und der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler. Am Dienstag beraten die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen. Eine Verlängerung des Lockdowns gilt als wahrscheinlich.

3.1.2021, 17:27 Uhr – Mehr als 75.000 Corona-Tote in Italien

Italien hat am Sonntag die Marke von 75.000 Corona-Toten überschritten. Mit offiziell 75.332 gemeldeten Sterbefällen seit Beginn der Pandemie zählt das Land die meisten Todesopfer in Europa, noch vor Großbritannien. Am Sonntag meldeten italienische Behörden 14.245 Neuinfektionen und 347 Sterbefälle in Zusammenhang mit Covid-19.

Insgesamt verzeichnete das Land seit dem vergangenen Frühjahr über 2,15 Millionen Ansteckungen mit dem Coronavirus. Weltweit belegt Italien den fünften Platz in der Statistik der in Zusammenhang mit Covid-19 Gestorbenen – nach den USA, Brasilien, Indien und Mexiko. Auch mit der Zahl der Toten pro eine Million Einwohner nimmt Italien weltweit einen der vorderen Ränge ein. Hingegen liegt das Land bei den bisher registrierten Fällen pro Million Einwohner an 35. Stelle, deutlich etwa hinter der Schweiz und Österreich.

3.1.2021, 17:09 Uhr – Ramelow will Bewegungsradius in Thüringen einschränken

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält angesichts der noch immer hohen Infektionswerte eine Verschärfung der Corona-Regeln in dem Bundesland für nötig. Er habe dem Kabinett vorgeschlagen, nach dem Beispiel von Sachsen den Bewegungsradius der Menschen im Freistaat auf 15 Kilometer im Umkreis ihres Wohnortes zu beschränken, sagte Ramelow in Erfurt. Entscheidungen werde das Thüringer Kabinett am Dienstag nach den Bund-Länder-Gesprächen fällen. Ramelow reagierte damit auch auf den Ansturm, den es am Wochenende auf die Wintersportgebiete im Thüringer Wald gab, wo sich entgegen den Kontaktbeschränkungen Menschen aus verschiedenen Landesteilen sowie aus Franken begegneten.

3.1.2021, 17:07 Uhr – Kretschmer: Lockdown-Verlängerung in Sachsen unvermeidbar

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) spricht sich für einen über den 10. Januar hinaus verlängerten Corona-Lockdown aus. „Es ist uns in Deutschland gelungen, durch den Lockdown im Dezember den rapiden Anstieg der Neuinfektionen abzubremsen“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. „Allerdings dürfen wir uns nicht in einer falschen Sicherheit wiegen.“ Man befinde sich in der härtesten Phase der Pandemie und die Erfahrungen der Nachbarn zeigten, dass frühes Lockern zu einem sprunghaften Anstieg der Infektionen führt. „Ich plädiere statt einem Hü und Hott zwischen Lockerungen und Beschränkungen dafür, konsequent zu sein und Nervenstärke zu haben“, sagte er. „Eine Verlängerung des Lockdowns in Sachsen bis mindestens Ende Januar ist daher unvermeidbar.“

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3.1.2021, 16:53 Uhr – Lehrerverband fordert Hygienestufenplan je nach Inzidenz

Vor der Tagung der Kultusministerkonferenz am Montag fordert der Deutsche Lehrerverband einen bundesweit gültigen Hygienestufenplan für Schulen abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen. „Die Kultusministerinnen und -minister haben schlicht ihre Hausaufgaben im Sommer und Herbst nicht ordentlich erledigt“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger n-tv am Sonntag. Ein bundesweiter Stufenplan müsse klar regeln, wie der Schulbetrieb abhängig vom Inzidenzgeschehen zu organisieren sei. Dabei könnte man sich auf Empfehlungen des Robert Koch-Instituts stützen.

3.1.2021, 16:01 Uhr – Spahn bremst bei Einmal-Impfung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Vorschläge gebremst, beim Biontech-Impfstoff nur einmal statt zweimal zu impfen, um mehr Menschen zu erreichen. „Das ist eine schwerwiegende Entscheidung, die man nur auf wissenschaftlicher Basis treffen kann“, sagte der CDU-Politiker der Rheinischen Post. Er habe die Ständige Impfkommission um eine Empfehlung gebeten.

Außerdem wies er die Forderung zurück, dass Biontech seinen Impfstoff in Lizenz bei anderen Firmen herstellen lassen solle. „Wir unterstützen Biontech dabei, zusätzliche Partner zu finden und in Marburg im Februar mit der weiteren Produktion starten zu können“, sagte er. Es stünden in Deutschland und Europa aber keine ungenutzten Produktionsstätten herum. „Eine Pillenproduktion lässt sich leider nicht einfach auf Impfstoff umstellen.“

3.1.2021, 15:23 Uhr – Kultusminister beraten über Öffnung der Schulen

Die Kultusminister der Länder beraten morgen über das weitere Vorgehen an den Schulen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters, ist im Gespräch, nach dem 11. Januar wieder einen Präsenzunterricht für die unteren Klassen zu erlauben. Es werde aber noch diskutiert, ob dies die Klassen 1 bis 4, 1 bis 6 oder 1 bis 7 betreffen solle, heißt es. Denkbar seien auch regionale Differenzierungen, wenn etwa Länder mit hohen Corona-Fallzahlen eine Präsenzpflicht für Schüler erst später einführen wollen.

3.1.2021, 15:04 Uhr – UN-Generalsekretär kritisiert „Impf-Nationalismus“

UN-Generalsekretär Antonio Gutteres hat „Impf-Nationalismus“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie kritisiert. „Impf-Nationalismus ist nicht nur unfair, er ist selbstzerstörerisch“, twitterte der UN-Generalsekretär. „Kein Land wird sicher vor Covid-19 sein, wenn nicht alle Länder sicher sind.“ Hintergrund ist das Rennen vieler Regierungen um den Bezug von Impfstoff-Dosen.

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3.1.2021, 14:41 Uhr – Dreyer sieht keine Möglichkeit für Lockerungen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sieht keine Möglichkeiten, derzeit die Corona-Maßnahmen zurückzunehmen. Die Auswirkungen der privaten Treffen an Weihnachten und Silvester auf die Infektionszahlen seien „frühestens in einer Woche“ sichtbar, sagte die SPD-Politikerin der Rheinischen Post.

Wir können daher noch keine Lockerungen vornehmen, aber wir arbeiten weiter daran, wie wir das öffentliche Leben wieder hochfahren können.

Malu Dreyer (SPD), rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin

3.1.2021, 14:39 Uhr – Montgomery für Verlängerung des Lockdowns bis Anfang Februar

Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert eine Verlängerung des Corona-Lockdowns bis Anfang Februar. "Wir sind von den Infektionszahlen her noch weit von Lockerungen entfernt. Deswegen wäre es am klügsten, jetzt den Menschen reinen Wein einzuschenken und gleich die vollen vier Wochen des Infektionsschutzgesetzes zu nutzen", sagte er der "Rheinischen Post". Eine Vier-Wochen-Frist ab der Bund-Länder-Runde am Dienstag würde am 2. Februar ablaufen, so der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes: "Und ich bin überhaupt nicht sicher, dass dann Schluss ist."

3.1.2021, 14:12 Uhr – Bericht: US-Talkmaster Larry King mit Corona in Klinik

Der legendäre amerikanische Talkshow-Moderator Larry King ist einem Medienbericht zufolge an Covid-19 erkrankt und muss stationär im Krankenhaus behandelt werden. Der 87-jährige TV-Star sei schon vor gut einer Woche in die Klinik in Los Angeles gebracht worden, berichtete sein langjähriger Arbeitgeber CNN am Samstag unter Berufung auf das Umfeld der Familie. Seine drei Söhne könnten King wegen der Infektionsschutzregeln derzeit nicht besuchen. Über die Schwere seiner Erkrankung war zunächst nichts bekannt.

King wurde mit seiner Show „Larry King Live“ bekannt, die von 1985 bis 2010 bei CNN zu sehen war. Sein praktisch immer gleiches Outfit mit Hornbrille, Hemd und Hosenträgern wurde zu seinem Markenzeichen. In der Sendung interviewte der vielfach ausgezeichnete Journalist Hollywoodstars, Sportler, Topmanager und Spitzenpolitiker, darunter der russische Kreml-Chef Wladimir Putin und US-Präsidenten von Gerald Ford bis Barack Obama.

3.1.2021, 13:47 Uhr – Schweizer Bundespräsident räumt Fehler bei Krisenmanagement ein

Der neue Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin hat Fehler der Regierung beim Krisenmanagement der Corona-Pandemie eingeräumt. „Zwischen Juli und September haben wir die Lage unterschätzt“, sagte der Politiker der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP) in der aktuellen Ausgabe der Schweizer Zeitung „SonntagsBlick“. „Wir dachten, wir könnten das Virus meistern. Gedanklich war es weit weg“, fügte der 61-Jährige hinzu. Insbesondere im Dezember sei die Koordination zwischen den Kantonen "nicht immer einfach" gewesen, räumte Parmelin ein.

Im Bundesrat waren sich französischsprachige und deutschsprachige Kantone uneins darüber, ob die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus verstärkt werden sollten. Parmelin bezeichnete den gefundenen Kompromiss als eine „Güterabwägung zwischen Gesundheit, Wirtschaftlichkeit und der Psyche der Menschen. Es ist nicht alles schwarz-weiß“, erklärte er.

3.1.2021, 12:57 Uhr – Realschullehrer-Verband: Klare Regeln für Unterricht je nach Inzidenz

Nach dem Ende der Weihnachtsferien müssen nach Ansicht des Deutschen Realschullehrerverbands klare Regeln zu Wechsel- und Distanzunterricht abhängig von den Corona-Infektionszahlen gelten. „Präsenzunterricht bis 50, Wechselunterricht ab 50 und Fernunterricht ab 100 würden wir als Richtwert ins Feld schlagen“, sagte der Vorsitzende des Deutschen und des Bayerischen Realschullehrerverbands, Jürgen Böhm, der Nachrichtenagentur dpa.

Auch über einen Wert von 150 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen könne man noch diskutieren. „Aber es müssen jetzt klare Ansagen gemacht werden, wie wir in den nächsten Wochen und Monaten handeln“, betonte Böhm. Es mache keinen Sinn, die Schüler nach den Ferien wieder dicht gedrängt in Bussen durch die Gegend zu fahren, so lange die Ansteckungsraten so hoch seien.

3.1.2021, 11:55 Uhr – Drosten nimmt EU bei Impfstoff-Bestellung in Schutz

Der Berliner Virologe Christian Drosten hat die EU und Regierungen im Streit über die Frage, ob zu wenig Corona-Impfstoff bestellt worden sei, in Schutz genommen. „Man musste den Impfstoff mit Monaten Vorlauf bestellen - und wusste zu dem Zeitpunkt gar nicht, ob der betreffende Impfstoff auch funktionieren würde. Es ist jetzt praktisch unmöglich, das im Nachhinein zu bewerten“, sagte Drosten der "Berliner Morgenpost". Er forderte die EU auf, jetzt schnell den Impfstoff der Firma AstraZeneca zuzulassen, weil dieser nicht besonders gekühlt werden müsse und deshalb in Arztpraxen verimpft werden könne.

3.1.2021, 10:45 Uhr – Ramelow, Weil und Tschentscher für Lockdown-Verlängerung

Vor den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie zeichnet sich ein breiter Konsens unter den Ländern für eine Verlängerung des harten Lockdowns ab. Die Infektionslage gebe „keinen Grund zur Entwarnung“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) der "Welt am Sonntag".

„In der nächsten Zeit muss unser vorrangiges Ziel sein, die Infektionszahlen zu senken und so das Gesundheitssystem zu entlasten“, sagte Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) dem Blatt. Weil sagte der Zeitung, er gehe „zunächst von einer Fortsetzung der bisherigen Einschränkungen aus, so belastend das in vielen Bereichen auch ist“. Das habe auch damit zu tun, dass es wegen der Feiertage derzeit "keine hinreichend zuverlässige Datenbasis" gebe. 

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sieht ebenfalls noch keine Grundlage für „wesentliche Lockerungen“, wie er der "Welt am Sonntag" sagte. Er wolle aber über den Umgang mit den Schulen diskutieren. Zuvor hatte bereits der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Verlängerung der Einschränkungen um drei Wochen gefordert.

Berlin

Regeln bis Mitte Februar verlängert Überblick Deutschland: medizinische Masken und mehr Home-Office

Die Corona-Einschränkungen gehen bis Mitte Februar weiter. Das haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen. Zudem gibt es Änderungen bei der Maskenpflicht und Arbeitgeber sollen mehr Home-Office anbieten.  mehr...

3.1.2021, 6:45 Uhr – Schwesig fordert mehr Anstrengung bei Bereitstellung von Impfstoff

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) fordert von der Bundesregierung mehr Anstrengungen bei der Bereitstellung von Corona-Impfstoff. „Wir könnten deutlich mehr Menschen impfen, wenn mehr Impfstoff zur Verfügung stehen würde, um insbesondere ältere Menschen mit einem hohen Risiko möglichst schnell vor dem Coronavirus zu schützen und damit das Gesundheitssystem zu entlasten“, sagte Schwesig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Deutschland darf im Vergleich zu anderen Ländern bei der Bereitstellung des Impfstoffs nicht hinterherhinken.“

3.1.2021, 5:13 Uhr – Knapp 1,77 Millionen bestätigte Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 10.315 auf knapp 1,77 Millionen. Das hat das Robert-Koch-Institut auf seiner Homepage mitgeteilt. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um 312 auf 34.272 zu.

3.1.2021, 4:53 Uhr – USA melden neuen Höchstwert an bestätigten Neuinfektionen

In den USA hat die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchstwert erreicht. Innerhalb eines Tages wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 277.000 neue Fälle gemeldet. Insgesamt sind damit in den USA fast 20,4 Millionen Infektionen nachgewiesen. Die Zahl der Todesopfer liegt bei fast 350.000. Die Vereinigten Staaten sind weltweit das am schwersten von der Pandemie betroffene Land.

3.1.2021, 3:55 Uhr – Medienbericht: Hotline 116 117 offenbar überlastet

Bei der für Corona-Impftermine genutzten Hotline 116 117 gibt es Probleme. Das berichtet die Welt am Sonntag. Die Nummer sei überlastet. Sie wird von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung betrieben und vermittelt rund um die Uhr Kontakt zum ärztlichen Bereitschaftsdienst. Außerdem hilft die Hotline, Facharzttermine zu vereinbaren. In einigen Bundesländern soll sie auch Corona-Impftermine vergeben. Dies ist in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg der Fall.

3.1.2021, 3:48 Uhr – Tierheime beklagen Finanznot

Die Corona-Pandemie verschärft dem Deutschen Tierschutzbund zufolge die Finanznot vieler Tierheime. Ursache sei der Wegfall von Spendenveranstaltungen, sagte der Präsident des Tierschutzbundes, Thomas Schröder, der Welt am Sonntag. Es fehlten etwa 60 Millionen Euro. Es sei ermutigend, dass die Bundesregierung die Tierheime in diesem Jahr mit fünf Millionen Euro unterstützen wolle.

3.1.2021, 1:28 Uhr – Zwei Raver in Polizei-Gewahrsam nach Party in der Bretagne

Nach der illegalen Rave-Silvesterparty in der Bretagne hat die französische Polizei zwei mutmaßliche Organisatoren in Gewahrsam genommen. Ihnen drohen bis zu drei Jahre Gefängnis. An mehr als 1.200 Party-Gäste hat die Polizei Strafzettel in Höhe von 135 Euro verteilt. Insgesamt rund 2.500 Menschen aus Frankreich und dem Ausland hatten sich in der Nähe von Rennes in einem stillgelegten Lagerhaus versammelt und die Rave-Party gefeiert. Sie war schließlich am frühen Samstagmorgen von Sicherheitskräften aufgelöst worden. Zuvor kam es zu Zusammenstößen zwischen den Feiernden und der Polizei.

3.1.2021, 0:42 Uhr – Bundesländer wollen Einschränkungen verlängern

Die Bundesländer sind für eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen über den 10. Januar hinaus. Darauf hätten sich die Chefs der Staatskanzleien geeinigt, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Uneinig sind sie sich demnach darüber, ob die Beschränkungen um zwei oder drei Wochen verlängert werden sollen. Länder wie Baden-Württemberg und Bayern, die stark von der Pandemie betroffen sind, wollen die Maßnahmen bis Ende Januar beibehalten. Sie fordern außerdem, Schulen und Kitas weiter geschlossen zu halten. Am Dienstag kommen Bund und Länder zusammen und wollen über das weitere Vorgehen beraten.

2.1.2021, 18:56 Uhr – Illegale Silvesterparty mit 300 Gästen in Barcelona aufgelöst

Die katalanische Polizei hat eine 40 Stunden andauernde illegale Silvesterparty bei Barcelona mit etwa 300 Teilnehmern aufgelöst. Gegen die Organisatoren und die Gäste der Feier werde nun ermittelt, teilte die Polizei mit. Die Party fand ohne Rücksicht auf die geltenden Corona-Auflagen in einer verlassenen Lagerhalle 30 Kilometer nordöstlich von Barcelona statt. Die drei bereits festgenommenen Organisatoren der Feier müssen nach Polizeiangaben mit Strafen von bis zu 600.000 Euro rechnen. Den Partygästen drohen demnach Geldstrafen von mindestens 3.000 Euro.

2.1.2021, 17:49 Uhr – Italien öffnet Skigebiete ab 18. Januar

Italiens Wintersportgebiete dürfen nach einer langen Corona-Sperre ihre Ski-Lifte ab dem 18. Januar wieder für Freizeitsportler öffnen. Eine entsprechende Anordnung gab Gesundheitsminister Roberto Speranza heraus. Ursprünglich war der Neustart der Wintersportsaison schon nach der ersten Januarwoche vorgesehen gewesen. Viele betroffene Regionen und Provinzen hatten jedoch um eine Verschiebung gebeten. Sie bräuchten mehr Zeit, um die Gesundheitsregeln in Pandemiezeiten anzupassen.

Die Regierung in Rom hatte den Saisonstart wegen der zweiten Corona-Welle gestoppt. Der Wintersporttourismus ist in dem Alpenland ein Milliardengeschäft. Betroffene Unternehmen und Verbände hatten den 18. Januar als „letztmöglichen Zeitpunkt“ für die Öffnung bezeichnet.

2.1.2021, 17:44 Uhr – Spahn: Lockdown verlängern, auch Schulen und Kitas nicht öffnen

Vor dem nächsten Bund-Länder-Gipfel am Dienstag hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dafür ausgesprochen, den Corona-Lockdown zu verlängern und auch Schulen und Kitas nicht zu öffnen. „Angesichts der immer noch zu hohen Zahlen ist es notwendig, die Maßnahmen, die Einschränkungen, zu verlängern“, sagte er bei RTL Aktuell. Bezüglich der längeren Schließung von Kitas und Schulen argumentierte Spahn, es sei leichter, aus den Ferien heraus zu verlängern als zu einem späteren Zeitpunkt.

Der Gesundheitsminister stellte zudem in Aussicht, dass im Laufe des Januars alle Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen geimpft würden. „Dieses Ziel können wir im Januar erreichen. Und das wollen und werden wir auch mit den Ländern erreichen“, so Spahn. In den Einrichtungen schlage das Virus besonders brutal zu.

2.1.2021, 17:16 Uhr – Großbritannien: 57.725 Neuinfektionen und 445 Tote

Großbritannien hat 57.725 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, das ist ein neuer Höchstwert. Die Zahlen liegen den fünften Tag in Folge über der Schwelle von 50.000 Fällen. Innerhalb eines Tages starben 445 Menschen infolge einer Corona-Infektion. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt landesweit inzwischen bei knapp 400. Der Wert stammt vom 28. Dezember. Viele der Neuinfektionen werden auf eine neue Virusvariante zurückgeführt, die besonders in London sowie dem Südosten und Osten Englands grassiert. Krankenhäuser in London kommen Berichten zufolge an ihre Kapazitätsgrenzen. Patienten werden demnach auf Fluren untergebracht oder müssen stundenlang in Krankenwagen warten, bis ein Bett frei wird.

2.1.2021, 16:39 Uhr – Schleppender Impfstart in Italien

Italien hat offiziell erst etwa 46.000 Dosen Corona-Impfstoff an Menschen gespritzt. Das gab das Gesundheitsministerium bekannt. Mehrere Zeitungen berichteten über Schwierigkeiten zum Start. Wie La Repubblica schrieb, fehlte es um den Jahreswechsel an Impfärzten und Mitarbeitern in Krankenhäusern. Viele Dienstpläne seien für „Routinetage“ geplant gewesen und nicht für eine Großaktion. Nach Behördenangaben verfügt Italien seit Jahresende über knapp 470.000 Dosen des Impfstoffs der Unternehmen Pfizer und Biontech.

2.1.2020, 13:52 Uhr – Sachsen weiter Spitzenreiter bei Coronainfektionen

Sachsen hat in der Corona-Pandemie weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aller Bundesländer – und das mit deutlichem Abstand. Das Robert-Koch-Institut teilte für Sachsen 341,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche aus. Das sind fast sieben mehr als am Vortag. Im Vogtlandkreis erhöhte sich der Wert um 66,8 auf 885,4. Damit ist die Region weiterhin Negativ-Spitzenreiter in Deutschland. Im Landkreis Meißen auf dem zweiten Rang ging er um knapp 20 auf 594,1 zurück.  

Der bundesweite Durchschnittswert liegt laut RKI bei 141,2 Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner. Die geringste Inzidenz hat mit 30,1 der Landkreis Nordfriesland. Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland und Schleswig-Holstein haben einen Wert von unter 100.

2.1.2021, 12:00 Uhr – Fast 84 Millionen Menschen weltweit mit Coronavirus angesteckt

Weltweit haben sich bisher mehr als 83,73 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 1,82 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus. Seit die ersten Fälle im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan bekanntgeworden sind, hat sich das Virus in mehr als 210 Ländern und Territorien verbreitet.

Mit über 20 Millionen verzeichnen die USA die mit Abstand meisten Infektionsfälle weltweit. Rund 348.000 Menschen starben in den Vereinigten Staaten in Zusammenhang mit dem Virus. Indien meldet 10,3 Millionen Infektions- und mehr als 149.000 Todesfälle. In Brasilien sind es über 7,6 Millionen Infektionen und fast 195.000 Tote.

2.1.2021, 10:34 Uhr – Lauterbach rechnet mit drei schlimmsten Monaten der Pandemie

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet im ersten Quartal sehr hohe Ansteckungs- und Totenzahlen. Er sei aber auch zuversichtlich, dass 2021 insgesamt deutlich besser werde als 2020. „Wir werden jetzt die schlimmsten drei Monate der gesamten Pandemie mit hohen Infektions- und Todeszahlen vor uns haben“, sagte er der Rheinischen Post. „Dann ist aber Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Die Kombination aus mehr verfügbarem Impfstoff und besserem Wetter wird ab April hoffentlich für Entspannung sorgen.“ Wegen des gegenwärtigen Engpasses bei Impfstoffen dringt er auf eine raschere Zulassung des Mittels von AstraZeneca und der Universität Oxford durch die europäische Arzneibehörde EMA. „Zur Not wäre bei Verzögerungen hier ein deutscher Alleingang sogar vertretbar.“

2.1.2021, 8:43 Uhr – Reimann: Rechne mit Verlängerung des Lockdowns

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann rechnet damit, dass der Lockdown bei den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag verlängert wird. „So wie es aussieht, ist kein anderes Vorgehen angezeigt“, sagte die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Auch eine Verschärfung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens schließt sie nicht aus, will aber erst einmal verlässliche Infektionsdaten abwarten. Sie setze auf die Einsicht der Bevölkerung und weitere Impfstoffe.

2.1.2021, 7:23 Uhr – Handel rechnet nicht mit baldiger Öffnung der Läden

Der Handel rechnet nicht mit einem raschen Ende der coronabedingten Ladenschließungen in Deutschland. „Ich fürchte, dass die Läden am 10. Januar noch nicht wieder öffnen dürfen. Denn das Ziel, die 7-Tage-Inzidenz bundesweit auf unter 50 zu senken, wird bis dahin wohl nicht zu erreichen sein“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, der Deutschen Presse-Agentur.

„Die Lage ist wirklich sehr ernst“, erklärte Genth. „Bundesfinanzminister Olaf Scholz kündigt zwar immer Milliardenhilfen an, tatsächlich kommen die Hilfen aber nicht zur Auszahlung, weil die Zugangshürden viel zu hoch sind.“ Dadurch habe der Einzelhandel keinen ausreichenden Zugang zu Staatshilfen.

2.1.2021, 5:39 Uhr – RKI meldet 12.690 Neuinfektionen

Die Gesundheits-Ämter haben innerhalb eines Tages 12.690 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Laut Robert-Koch-Institut stieg die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus um 336. Die vergleichsweise niedrigen Zahlen liegen laut RKI wahrscheinlich an der Tatsache, dass über die Feiertage und zwischen den Jahren sehr viel weniger Menschen auf Corona getestet worden sind.

2.1.2021, 3:29 Uhr – Lauterbach hält Kita- und Grundschulöffnungen unter bestimmten Bedingungen für möglich

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält es für möglich, dass wegen Corona geschlossene Kitas und Grundschulen ab der zweiten Januarhälfte wieder öffnen. Allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Voraussetzung wäre, dass alle anderen Klassenstufen geteilt werden und wechselnd Präsenz- und Digitalunterricht erhalten, sagte Lauterbach der Rheinischen Post.

„Wenn alle Schulen wieder aufmachen wie vor den Ferien, laufen wir Gefahr, dass wir selbst den Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche trotz Lockdowns gar nicht erst erreichen werden“, warnte er. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder ab zwölf Jahren genauso ansteckend seien wie Erwachsene.

2.1.2021, 2:00 Uhr – Ärztevertreter fordern Verlängerung des Lockdowns

Ärztevertreter fordern eine bundesweit einheitliche Verlängerung des Corona-Lockdowns. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund begründet das mit der Situation in den Krankenhäusern. Die Belastung durch die Versorgung von Covid-19-Patienten sei auch über die Feiertage weiter angestiegen, sagte die Gewerkschaftsvorsitzende Susanne Johna den Funke-Zeitungen. Die Kliniken hätten keine Atempause. Immer mehr Patienten auf den Intensivstationen müssten mit immer weniger Personal versorgt werden. Johna betonte: „Das Gesundheitssystem braucht dringend eine Entlastung, die nur durch eine Verlängerung der Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung zu erreichen ist. Anders werden wir die Lage nicht in den Griff bekommen.“

2.1.2021, 1:12 Uhr – Impfstart: Leopoldina-Expertin kritisiert Bundesregierung heftig

Aus der Nationalen Akademie der Wissenschaften „Leopoldina" kommt Kritik an der Bundesregierung. Der schleppende Corona-Impfstart zeige ein grobes Versagen der Verantwortlichen, sagte Leopoldina-Mitglied Frauke Zipp der Zeitung Die Welt. Sie fragt, warum man im Sommer nicht viel mehr Impfstoff auf Risiko bestellt habe. Zipp erklärte, dass man in Deutschland - bei genügend verfügbarem Impfstoff - innerhalb von zwei bis drei Monaten eine Durchimpfung von 60 Prozent erreichen könnte. Der Münchner Virologe Gerd Sutter sagte der Süddeutschen Zeitung, man habe damals noch nicht wissen können, welcher Impfstoff sich als wirksam erweise. Es sei deshalb richtig gewesen, sich mehrere Optionen zu sichern.

1.1.2021, 23:21 Uhr – Biontech will mehr Impfstoff an die EU liefern

Der Mainzer Hersteller Biontech will mehr Corona-Impfstoff als bisher geplant an die Europäische Union liefern. Das Unternehmen befinde sich „in fortgeschrittenen Diskussionen, ob und wie wir weitere Impfstoffdosen aus Europa für Europa in diesem Jahr zur Verfügung stellen können“, teilte Unternehmenschef Ugur Sahin mit. Hintergrund sind Klagen über die Knappheit von Impfstoff in Deutschland. Die EU-Kommission hatte für alle 27 Staaten gemeinsam einen Rahmenvertrag über bis zu 300 Millionen Impfstoffdosen des Herstellers abgeschlossen - eine feste Bestellung von 200 Millionen Dosen und eine Option auf 100 Millionen weitere, die diese Woche auch gezogen wurde. Nun wird über zusätzliche Mengen verhandelt.

1.1.2021, 19:10 Uhr – Mehr als 53.000 neue Fälle in Großbritannien - Ärzte warnen vor Burnout

Britische Medizinerverbände haben angesichts der extrem angespannten Corona-Situation in Großbritannien vor einer Überlastung des Krankenhauspersonals gewarnt. „Wir sind quasi auf Gefechtsstationen“, sagte der Vizepräsident des Royal College of Emergency Medicine dem Sender BBC. „Es gibt große Sorgen wegen Burnouts.“ Zwar sei das Personal auf den Nofall- und Intensivstationen auf harte Zeiten vorbereitet, aber die Ärztinnen und Pfleger seien müde, frustriert und ausgelaugt, so wie jeder andere auch.

An Neujahr meldeten die Behörden mehr als 53.000 neue Corona-Fälle in Großbritannien sowie 613 Todesfälle. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie mehr als 82.000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

1.1.2021, 17:10 Uhr – Ausgangssperre soll in Frankreich vielerorts schon um 18 Uhr beginnen

Die zur Eindämmung des Coronavirus in Frankreich geltende nächtliche Ausgangssperre soll in besonders betroffenen Gebieten bereits um 18 Uhr beginnen. Die Ausgangssperre gilt in 15 Regionen ab Samstag von 18 bis 6 Uhr und nicht erst ab 20 Uhr, wie die Regierung in Paris mitteilte. Betroffen ist beispielsweise das Département Alpes Maritimes einschließlich Nizza.

Die anderen betroffenen Regionen liegen vorwiegend im Osten des Landes, Paris bleibt von der Neuregelung vorerst ausgenommen. „Das Virus breitet sich weiter in Frankreich aus“, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal. Eine ursprünglich geplante mögliche Wiedereröffnung von Theatern, Kinos und Konzertsälen am 7. Januar komme nicht in Frage.

1.1.2021, 16:12 Uhr – RKI: Mehr als 160.000 Menschen geimpft

Mehr als 160 000 Menschen in Deutschland wurden bislang gegen das Coronavirus geimpft. Bis Nachmittag wurden insgesamt 165.575 Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Geimpften um 31.846. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.

1.1.2021, 15:28 Uhr – Tausende auf illegalen Silvesterpartys in Frankreich

Rund 2.500 Menschen haben in der Nacht auf einer illegalen Silvesterparty im Westen Frankreichs gefeiert. Die Teilnehmer stammten aus verschiedenen Regionen Frankreichs und aus dem Ausland, teilte die Präfektur des Départements Ille-et-Vilaine in der Bretagne mit. Bei der versuchten Auflösung der Party in der Stadt Lieuron südlich von Rennes kam es demnach zu gewaltsamen Ausschreitungen. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

Laut der Nachrichtenagentur AFP feierten auch in Marseille und im Département Seine-et-Marne bei Paris etwa 300 und 100 Menschen ins neue Jahr. Ordnungskräfte hätten die Feiern aufgelöst. Der Sender Franceinfo berichtete zudem von einer geplanten Neujahrsfeier mit 190 Gästen in der Normandie.

1.1.2021, 13:55 Uhr – Schulpsychologen für frühe Schulöffnung: mehr Schulverweigerer

Wenige Tage vor den Weichenstellungen für den Schulbetrieb nach dem Lockdown dringen Psychologen mit Blick auf die wachsende Zahl von „Schulverweigerern“ auf eine rasche Öffnung der Bildungseinrichtungen. „Wir haben schon nach dem ersten Shutdown eine dramatische Zunahme der Fälle von Schulverweigerung bemerkt“, sagte die Vorsitzende des Verbandes der Schulpsychologinnen und Schulpsychologen Baden-Württemberg (LSBW), Nina Großmann.

Schüler aller Altersgruppen gewöhnten sich während der Pandemie zu Hause an das Nichtstun, vernachlässigten ihre Aufgaben und fühlten sich bei der Rückkehr auf die Schulbank überfordert.

Präsenzunterricht nach Lockdown? Schulpsychologen stützen Eisenmanns Forderung nach Schulöffnung

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1.1.2021, 13:04 Uhr – Vogtland und Kreis Meißen weiter bundesweite Corona-Hotspots

Sachsen ist auch Anfang 2021 Negativ-Spitzenreiter in der Corona-Pandemie. Nach einer Übersicht des Robert Koch-Instituts gab es dort 334,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Der Vogtlandkreis und der Landkreis Meißen führen mit Sieben-Tage-Inzidenzen von 818,6 beziehungsweise 613,9 die Liste der Landkreise in Deutschland an. Der Durchschnittswert aller Bundesländer lag bei 141,9, die geringste Inzidenz hatte mit 26,3 die Stadt Rostock (Mecklenburg-Vorpommern).

1.1.2021, 11:40 Uhr – Israel hat bereits fast eine Million Bürger gegen das Coronavirus geimpft

Weniger als zwei Wochen nach dem Beginn einer Impfkampagne im Rekord-Tempo hat Israel schon fast eine Million seiner Bürger geimpft – und dürfte damit in Bezug auf die Impfgeschwindigkeit Weltmeister sein. Gesundheitsminister Juli Edelstein teilte am Freitag mit, rund 950.000 Israelis hätten bereits die erste Impfdosis erhalten. Das sind mehr als zehn Prozent der Bevölkerung – das Land hat fast 9,3 Millionen Einwohner. Das Robert-Koch-Institut meldete derweil für Deutschland bis heute insgesamt insgesamt 165.575 Impfungen.

Eine Grafik auf der Website „Our World in Data“ vergleicht verschiedene Staaten nach der Zahl der verabreichten Dosen pro 100 Einwohner. Dort hatte Israel mit 9,18 Dosen je 100 Einwohner (Stand 30. Dezember) weiter klar die Nase vorn - wenn auch nicht in absoluten Zahlen, wo die USA, China und Großbritannien führen.

Gleichzeitig ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel trotz eines dritten Teil-Lockdown wieder in die Höhe geschnellt. Die Zahl der neuen Corona-Fälle binnen 24 Stunden lag nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Freitag bei 5.804.

Israel hat zwei Wochen nach Beginn der Kampagne fast eine Million Bürger gegen das #Corona -Virus geimpft. https://t.co/e0TgD1nnKm

1.1.2021, 10:25 Uhr – Schäuble: „Wir können nicht um jeden Preis jedes Leben schützen“

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat vor dem anstehenden Corona-Gipfel von Bund und Ländern „ausgewogene Entscheidungen" angemahnt. Bei den Corona-Maßnahmen "bleibt es zentral, dass die Exekutive die Verantwortung des Einzelnen fest im Blick hält und auf so viel Freiheit wie möglich setzt“, sagte Schäuble der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Es ist schier unmöglich, per Gesetz jeden Corona-Todesfall zu verhindern.“

 „Gesperrte Häfen, geschlossene Märkte und unterbrochene Lieferketten treffen Bauern hart. Sie können ihre Ernte nicht mehr verkaufen, und es fehlt ihnen an Dünger und Saatgut, die Nahrungsmittelpreise steigen dadurch massiv“, erklärte Schäuble. „Das zeigt die komplexen Zusammenhänge: Wir können nicht um jeden Preis jedes Leben schützen, und alles andere muss dahinter zurücktreten.“

In Deutschland gilt noch bis 10. Januar ein strenger Lockdown. Am 5. Januar wollen die Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber beraten, ob die Corona-Schutzmaßnahmen über den 10. Januar hinaus verlängert werden sollen.

1.1.2021, 9:10 Uhr – USA: mehr als 3.600 weitere Corona-Tote

In den USA haben sich nach Reuters-Berechnungen am Donnerstag mindestens 230.175 Menschen neu mit dem Corona-Virus angesteckt. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle stieg damit auf 19,91 Millionen. Die Zahl der Todesopfer stieg um mindestens 3.625 auf 345.914.

1.1.2021, 8:50 Uhr – Biontech-Chef: Ende Januar Klarheit über Impfstoff-Produktionsmengen – EU zu „zögerlich“

Biontech-Chef Ugur Sahin geht davon aus, dass das Unternehmen Ende Januar Klarheit über die weiteren Produktionsmengen für den Corona-Impfstoff haben wird. „Wir versuchen, neue Kooperationspartner zu gewinnen, die für uns produzieren. Aber es ist ja nicht so, als stünden überall in der Welt spezialisierte Fabriken ungenutzt herum, die von heute auf morgen Impfstoff in der nötigen Qualität herstellen könnten“, sagte Sahin (55) dem Spiegel. „Ende Januar haben wir Klarheit, ob und wie viel wir mehr produzieren können.“

Der Prozess in Europa sei wegen des Mitspracherechts der einzelnen Länder nicht so schnell und geradlinig abgelaufen wie in anderen Staaten, sagte Unternehmens-Chef Sahin dem Spiegel. Das Magazin berichtet, dass die USA viel früher doppelt so viele Impfdosen bei Biontech/Pfizer bestellt haben wie die EU. Die Mitgliedsstaaten hätten außerdem auch auf andere Hersteller gesetzt, die jetzt aber noch nicht liefern könnten, erläutert Sahin weiter.

Impfstoffproduktion Mehr Dosen - "alles andere als trivial"

Der Ansturm auf den Corona-Impfstoff von Biontech ist groß. Die zögerliche Bestellpolitik der EU verwundere ihn, sagte Firmenchef Sahin dem "Spiegel". Die Produktion nun kurzfrist…  mehr...

1.1.2021, 6:40 Uhr – RKI meldet fast 23.000 Corona-Neuinfektionen und 553 neue Todesfälle

In Deutschland steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 22.924 auf 1,74 Millionen, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um 553 auf 33.624 zu.

Eine Interpretation der Daten ist momentan schwierig, weil während der Feiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet werden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch kann es laut RKI nachfolgend zu Nachmeldungen kommen. Vor einer Woche waren 25.533 Corona-Neuinfektionen und 412 Todesfälle binnen 24 Stunden registriert worden. Der Höchststand von 1.129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30.12.) erreicht worden.

1.1.2021, 5:45 Uhr – 175.000 Dosen ungenutzt: In den Niederlanden wächst die Aufregung

In den Niederlanden nimmt die Kritik an der Corona-Impfstrategie zu. Obwohl in einem Speziallager im Osten des Landes bereits rund 175.000 Impfdosen der Hersteller Pfizer und Biontech lagern, will das Land erst am 8. Januar als letztes Land in der EU die ersten Menschen impfen und am 18. Januar landesweit starten.

Trotz der Kritik will die Regierung den Start der Impfkampagne nicht vorziehen. Das sei aus logistischen Gründen nicht möglich. Der Fahrplan werde vorerst nicht verändert, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag auf dpa-Anfrage in Den Haag.

1.1.2021, 4:30 Uhr – WHO gibt grünes Licht für Biontech-Impfstoff

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer für den Notfalleinsatz freigegeben. Das Präparat sei das erste seit Beginn der Pandemie, das eine entsprechende Genehmigung erhalte, teilte die WHO mit. Ländern, die nicht in der Lage seien, schnell eine eigene Prüfung vorzunehmen, könne damit die Entscheidung über eine Zulassung des Impfstoffs erleichtert werden. 

1.1.2021, 2:30 Uhr – USA: Mehr als 550 Impfdosen zerstört

Im US-Bundesstaat Wisconsin ist ein Mann festgenommen worden, weil er rund 570 Dosen eines Corona-Impfstoffes zerstört haben soll. Dem ehemaligen Mitarbeiter einer Krankenhausapotheke wird vorgeworfen, das Mittel vorsätzlich aus der Kühlung genommen und über Nacht stehen gelassen zu haben. Der Mann hat laut Polizei zugegeben, gewusst zu haben, dass die Impfdosen dadurch unbrauchbar werden. 57 Dosen seien noch verabreicht worden, was nach Angaben des Krankenhauses keine direkte Gefahr für die Betroffenen bedeute. Das Motiv ist noch unklar.

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