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Wegen der hohen Infektionszahlen gibt es in Deutschland zurzeit strengere Regeln und Beschränkungen im öffentlichen Leben. Alle aktuellen Entwicklungen gibt es hier im Corona-Ticker.

16.4.2021, 0:33 Uhr – ARD-Deutschlandtrend: „Notbremse“ polarisiert

Der Bundestag debattiert heute zum ersten Mal die geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes. Dabei geht es um die sogenannte Notbremse, also das Herunterfahren des öffentlichen Lebens, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Kreis drei Tage hintereinander über 100 liegt. Teil der Notbremse sind auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen, die nicht unumstritten sind, wie der neue ARD-Deutschlandtrend zeigt. Demnach halten 51 Prozent der Befragten die Maßnahme für eher richtig, 46 Prozent finden sie eher falsch. Die Notbremse soll nächste Woche von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden. Einige Bundesländer, wie Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg, wollen sie allerdings schon ab dem kommenden Montag in ihren Corona-Landesverordnungen verankern.

16.4.2021, 0:30 Uhr – Biontech/Pfizer-Impfung muss wohl aufgefrischt werden

Der Chef des US-Pharmakonzerns Pfizer, Albert Bourla, rechnet damit, dass Corona-Impfungen mit dem Serum, das seine Firma gemeinsam mit dem Mainzer Unternehmen Biontech entwickelt hat, aufgefrischt werden müssen. Bourla sagte im US-Fernsehen, dass voraussichtlich eine dritte Immunisierung innerhalb von zwölf Monaten notwendig sei. Außerdem könnte jährlich eine weitere Impfung hinzukommen.

15.4.2021, 22:42 Uhr – Stuttgart: Maskenpflicht am Samstag

Auch wenn in Stuttgart zwei „Querdenker“-Demos am kommenden Samstag verboten wurden, befürchtet die Polizei, dass trotzdem viele Menschen kommen werden. Baden-Württembergs Polizeipräsidentin Stefanie Hinz hat im SWR gesagt, die Polizei werde dann aber konsequent einschreiten. Bilder wie am Karsamstag solle es in Stuttgart nicht wieder geben. Damals hatte sich die Polizei zurückgehalten, obwohl die Demonstranten massenhaft gegen die Masken- und Abstandspflicht verstoßen hatten.

Die Stadt Stuttgart hat für Samstag eine Maskenpflicht erlassen: „Die Stadt verfügt einmalig die Maskenpflicht aufgrund der steigenden Sieben-Tage-Inzidenz von 179,9 in Stuttgart sowie wegen der angemeldeten Versammlungen im Stadtgebiet am Samstag“, teilte die Stadtverwaltung daher mit. Diese Pflicht gelte für den City‐Ring sowie den Mittleren und Unteren Schlossgarten, den Wilhelmsplatz (Stuttgart‐Mitte) und den Marienplatz von 8 bis 22 Uhr. Es muss eine FFP2-Maske oder ähnliches getragen werden. Eine OP-Maske reiche nicht, heißt es in der Erklärung.

Stuttgart

Wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen Stuttgart und Rastatt verbieten nächste „Querdenker“-Demos – Verbot in Heilbronn gekippt

An Ostern waren tausende Menschen ohne Masken und Abstand durch Stuttgart gezogen. Für die nächsten „Querdenken“-Demos wurden jetzt Verbote ausgesprochen. Heilbronn und Rastatt wollen nachziehen.  mehr...

15.4.2021, 22:40 Uhr – „Notbremse“ in Baden-Württemberg schon ab Montag

Die angekündigte „Notbremse“ der Bundesregierung wird in Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg schon ab dem kommenden Montag umgesetzt. Der Landtag in Schwerin wird am Freitag über die entsprechenden Vorschläge informiert, anschließend soll laut Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die entsprechende Verordnung formuliert werden. Auch in Baden-Württemberg sollen die vorgesehenen Verschärfungen des Bundes direkt in die neue Corona-Verordnung eingearbeitet werden. Das teilte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) mit. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte, ihr Land halte sich schon an die im März von den Ministerpräsidenten vereinbarte Notbremse. Das bedeute auch Ausgangsbeschränkungen, wenn nötig.

15.4.2021, 22:26 Uhr – Hertha BSC in Quarantäne, Spiel gegen Mainz abgesetzt

Nach einem vierten Corona-Fall bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC müssen alle Spieler und Betreuer für 14 Tage in Quarantäne. Das hat der Verein am Abend mitgeteilt. Es ist das erste Mal, dass ein deutscher Fußball-Erstligist komplett in Quarantäne muss. Die Hertha wird damit zu den nächsten drei Liga-Spielen gegen Mainz, Freiburg und Schalke nicht antreten können. Man habe deshalb bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Absetzung der Partien beantragt.

15.4.2021, 17:36 Uhr – Studie: USA haben Riesen-Überschuss an Impfstoff

In den USA wächst das Überangebot an Covid-19-Impfstoffen weiter. Nach einer Studie haben die Amerikaner bis Ende Juli mindestens 300 Millionen Dosen zu viel. Dieser Impfstoff könne an andere Länder abgegeben werden. Präsident Joe Biden hat das in Aussicht gestellt – allerdings müssten erst alle Amerikaner ein Impf-Angebot bekommen haben.

15.4.2021, 16:45 Uhr – Verwaltungsgericht bestätigt Demoverbot

Das Stuttgarter Verwaltungsgericht hat zwei für kommenden Samstag geplante Demonstrationen sogenannter Querdenker verboten. In dem Urteil heißt es, man teile die Ansicht der Stadt Stuttgart, dass solche Versammlungen eine Gesundheitsgefahr darstellten. Es gebe auch keine Möglichkeit, diese Gefahr zu reduzieren, da sich erfahrungsgemäß viele Demonstranten nicht an Auflagen hielten. Außerdem habe die Stadt zurecht Zweifel an der Zuverlässigkeit der Versammlungsleiter. Die Veranstalter können gegen die Entscheidung des Gerichts Beschwerde einlegen beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim.

15.4.2021, 15:20 Uhr – Saarland-Modell vor dem Scheitern?

Das so genannte Saarland-Modell für mehr Freiheiten in der Corona-Krise steht offenbar kurz vor dem Scheitern. Heute oder morgen könnte die Corona-Ampel auf Rot gestellt werden – was bedeutet, dass alle Lockerungen zurückgenommen werden müssten. Das Saarland hatte vor neun Tagen mit seinem Projekt begonnen und dabei vor allem auf Schnelltests gesetzt, zum Beispiel in Fitness-Studios.

15.4.2021, 14:37 Uhr – RKI meldet Impfrekord: Fast 740.000 Dosen an einem Tag verabreicht

In Deutschland sind am Mittwoch so viele Corona-Impfdosen verabreicht worden wie an keinem Tag zuvor. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) waren es rund 739 000 Impfungen nach 564 000 am Vortag. „Das ist ein neuer Tagesrekord“, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit. Vor einer Woche waren es schon einmal 725.000 an einem Tag. 17,8 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfung.

Erfreuliche Korrektur nach oben: Gestern gab es sogar mehr als 738.000 #Impfungen, das ist ein neuer Tagesrekord. Über 14,7 Mio. Deutsche (17,8 %) haben bisher eine erste Impfung erhalten. 6,3% haben einen vollen Impfschutz. Insgesamt wurden mehr als 20 Mio Dosen bisher verimpft.

15.4.2021, 14:20 Uhr – Curevac will Zulassung für Corona-Impfstoff im zweiten Quartal beantragen

Der Tübinger Impfstoffentwickler Curevac will noch im zweiten Quartal die Marktzulassung für das Mittel bei der EU beantragen. Bis Ende des Jahres will das Unternehmen dann bis zu 300 Millionen Dosen seines Impfstoffes herstellen. Für 2022 sind bis zu einer Milliarde Dosen geplant.

15.4.2021, 13:00 Uhr – Karliczek: „Wunderpille“ gegen Covid-19 wird es nicht geben

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) rechnet nicht mit schnellen Erfolgen bei der Forschung zu Covid-19-Medikamenten. Um solche Arzneien zu entwicklen, brauche es in der Regel Jahre, sagte Karliczek. Es werde nicht die eine „Wunderpille“ gegen Covid-19 geben können. Patienten benötigten stattdessen je nach Schwere oder auch Stadium der Erkrankung unterschiedliche Therapien. Das Bundesforschungsministerium unterstützt mehrere Medikamenten-Projekte zur Covid-19-Behandlung mit insgesamt 50 Millionen Euro.

15.4.2021, 10:25 Uhr – Wirtschaftsforscher: Keine große Pleitewelle in Sicht

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sehen keine große Pleitewelle auf Deutschland zurollen. Zwar sei im Zuge der konjunkturellen Erholung mit einem Anstieg der Unternehmensinsolvenzen zu rechnen, sagt Ökonom Torsten Schmidt vom Essener Forschungsinstitut RWI. Eine „übermäßige Welle an Unternehmensinsolvenzen“ sei in dem Gutachten der Institute aber nicht unterstellt. Es zeige sich wohl ein „typisches Muster“ im Zusammenhang mit solchen Krisen.

15.4.2021, 9:35 Uhr – Spahn: Immer mehr Arztpraxen melden Bedarf an Impfstoffen

Kommende Woche haben 50.000 Arztpraxen Bedarf an Impfstoffen angemeldet, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Pressekonferenz. In der vergangenen Woche seien es noch 35.000, diese Woche 45.000 Hausärzte gewesen. Die Ärzte meldeten laut Spahn in gleicher Größenordnung Bedarf an Biontech- und Astrazeneca-Impfstoff an.

Für Spahn ist schnelles Handeln ein wichtiger Punkt, weil die Zahlen schnell nach oben gehen: „Jeder Tag zählt gerade in dieser schwierigen Lage.“ Die Zahl der Neuinfektionen sei nach wie vor zu hoch und steige sogar noch weiter. „Die Lage auf den Intensivstationen wird täglich kritischer.

Er appelliere an die Bundesländer, umgehend weitere Einschränkungen zu verfügen und nicht bis Mitte nächster Woche zu warten, bis der Bundestag das neue Infektionsschutzgesetz mit der bundesweiten Notbremse beschlossen habe. „Impfen und Testen allein reichen nicht, um die dritte Welle zu brechen.

Was die geplante einheitliche Notbremse der Bundesregierung angeht, ist Spahn zuversichtlich. Er gehe nicht davon aus, dass die geplante Ausgangssperre in der aktuellen Lage gegen die Verfassung verstoße. Er rechne zwar damit, dass die bundesweit angestrebte Notbremse vor dem Bundesverfassungsgericht landen werde. Er gehe aber davon aus, dass der Schritt „in der aktuellen Lage als vorübergehende Maßnahme trägt“.

Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, ruft zum Handeln auf. „Die Lage in den Krankenhäusern spitzt sich teilweise dramatisch zu.“ Es sei jetzt zwingend notwendig, die Kontakte weiter zu reduzieren.

Stellen Sie sich vor, Sie fahren über enge Straßen in den Dolomiten. Es ist kurvenreich und an einer Seite ist ein steiler Abhang. Jeder weiß, in diese Kurve kann ich nur mit 30 fahren. Wenn ich hier mit einer Geschwindigkeit von 100 reinfahre, dann ist das lebensgefährlich. Man kommt nämlich von der Straße ab. Und ehrlich gesagt hilft dann auch keine Notbremse mehr.

RKI-Präsident Lothar Wieler

Die meisten Neuerkrankungen seien mittlerweile bei den 15- bis 49-Jährigen zu verzeichnen, sagte Wieler. Die besonders ansteckende britische Mutante B.1.1.7 habe einen Anteil von 90 Prozent erreicht. Es sei zwar positiv, dass mittlerweile 17 Prozent der Bundesbürger mindestens einmal geimpft seien. „Der Großteil der Bevölkerung ist eben nicht geimpft.“ Und sehr viele Menschen müssten noch monatelang auf ihre Impfung warten.

15.4.2021, 7:55 Uhr – Scholz verteidigt geplante Ausgangsbeschränkungen

Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) verteidigt in der ARD die geplanten Ausgangsbeschränkungen. Sie seien lebensnah, es gebe Ausnahmen. „Das hat überall geholfen, in vielen Staaten der Welt ist das gemacht worden – und es hat die Inzidenzwerte nach unten gebracht.“ Oberhalb von 100 Infektionsfällen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche müsse etwas geschehen, um die Ausbreitung des Virus einzugrenzen. „Wir wollen strenge Regeln haben.“ Und sie sollten einheitlich im ganzen Land sein, das werde nächste Woche beschlossen.

15.4.2021, 7:32 Uhr – Intensivmediziner: Können uns wochenlange Diskussionen nicht leisten

Deutschlands Intensivmediziner fordern von der Politik sofort harte Corona-Schutzmaßnahmen. „Wir können es uns nicht leisten, noch wochenlang zu diskutieren“, warnte der wissenschaftliche Leiter des Intensivbettenregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Christian Karagiannidis, im Tagesspiegel. Der frühere Präsident der Vereinigung, Uwe Janssens, sagte dem Fernsehsender Phoenix: „Wir haben fünf nach zwölf, ihr müsst jetzt handeln, es muss jetzt eine Strategie verfolgt werden, die bundesweit einheitlich gilt.

@ECMOKaragianni1: Wenn wir jetzt zwei Wochen lang weiter öffnen, wird ein harter Lockdown wahrscheinlich unausweichlich und alles ist wieder zu. Wenn wir also jetzt noch drei Wochen wieder stillhalten, profitieren wir alle! Das rettet nicht nur unseren Sommer!

15.4.2021, 5:49 Uhr – Olympia-Absage immer noch möglich

In nicht mal mehr 100 Tagen sollen in Japan die Olympischen Spiele beginnen – und trotzdem steht immer noch eine Absage im Raum. Das sei eine Option, wenn die Coronavirus-Krise zu schlimm werde, sagte der Generalsekretär der Regierungspartei laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Die Spiele sollen am 23. Juli beginnen.

15.4.2021, 4:57 Uhr – RKI meldet knapp 30.000 Neuinfektionen in 24 Stunden

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 29.426 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 9.019 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag von 153,2 auf 160,1. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 293 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit dem Virus gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 79.381. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,073 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

15.4.2021, 4:21 Uhr – Rechtliche Bedenken gegen Bundes-Notbremse

Einige Experten im Bundeskanzleramt haben offenbar rechtliche Bedenken gegen die Bundes-Notbremse. Die Bild-Zeitung berichtet, mehrere Referate stellten die Verhältnismäßigkeit der geplanten nächtlichen Ausgangssperre in Frage. Dabei geht es dem Bericht zufolge darum, dass die Wirkung dieser Maßnahme nicht belegt sei und ein Gericht sie außerdem als rechtswidrig einstufte. Besonders problematisch sei auch die automatische Schließung von Schulen und Kitas, weil damit das Recht auf Bildung verletzt werde. Die Experten bemängeln weiter, dass nur die Sieben-Tage-Inzidenz als Maßstab genommen werde und nicht auch beispielsweise die Zahl der Intensivpatienten. Das Bundeskabinett hatte die bundesweite Notbremse am Dienstag als Änderung im Infektionsschutzgesetz gebilligt. Der Entwurf soll morgen im Bundestag beraten werden.

15.4.2021, 0:51 Uhr – Deutsche trotz Pandemie zuversichtlich

Die Deutschen blicken einer Umfrage zufolge auch nach mehr als einem Jahr Corona-Pandemie optimistisch in die Zukunft. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland schreibt, für die Umfrage seien zu drei Zeitpunkten der Pandemie jeweils 1.000 Personen befragt worden. Demnach waren Männer und Ostdeutsche bei der letzten Befragung im Februar und März etwas optimistischer als Frauen und Westdeutsche. 14- bis 24-Jährige waren mit über 90 Prozent wesentlich optimistischer als die befragten über 80-Jährigen. Insgesamt werde die Sehnsucht der Bevölkerung nach einem guten und besseren Leben immer stärker, schlossen die Forscher. Subjektiv wachse die Hoffnung, die Dauer der Pandemie setze neue Kräfte frei.

15.4.2021, 0:19 Uhr – USA: Beratungen über Umgang mit Impfstoff von Johnson und Johnson

In den USA hat ein Beratergremium der Gesundheitsbehörde über den weiteren Umgang mit dem Corona-Impfstoff von Johnson und Johnson diskutiert. Die Impfungen mit dem Serum waren vorgestern vorsichtshalber ausgesetzt worden, nachdem es nach Impfungen sechs Fälle von seltenen Hirnvenen-Thrombosen gegeben hatte, eine Frau war gestorben. Johnson und Johnson hatte daraufhin den Marktstart des Impfstoffs in Europa verzögert. In den USA sind bisher mehr als sieben Millionen Menschen mit dem Serum geimpft worden. Die Experten beschlossen, erst mehr Informationen zu sammeln, bevor sie eine Empfehlung aussprechen.

Nach Thrombosefällen Johnson und Johnson verzögert Impfstoff-Lieferungen für Europa

Es wäre der vierte Corona-Impfstoff in Europa gewesen: Jetzt verzögert der Hersteller Johnson und Johnson die Lieferung – wegen Thrombosefällen.  mehr...

14.4.2021, 19:16 Uhr – Zweitimpfung in BW: Termin bleibt bestehen

In Baden-Württemberg behalten Menschen mit einer Corona-Erstimpfung von Astrazeneca ihren nächsten Impftermin auch dann, wenn das Präparat jetzt nicht mehr für sie empfohlen wird. Das Sozialministerium in Stuttgart hat das für die unter 60-Jährigen klargestellt. Die Betroffenen erhalten demnach beim zweiten Termin eine Dosis von Biontech oder Moderna. Diese Präparate werden für alle Altersgruppen empfohlen. Die Umbuchung erfolgt vor Ort. Man muss nichts weiter tun. Falls der alternative Impfstoff beim Termin doch nicht verfügbar sein sollte, bekommt man einen neuen Termin.

Sicherheitsmaßnahme wegen Thrombosen Erste Impfung mit Astrazeneca: Das bekommst du beim zweiten Mal

Vektor- oder mRNA-Impfstoff – das ist hier die Frage. Jetzt haben Bund- und Länder entschieden, welchen Impfstoff Personen als Zweitimpfung bekommen sollen, die schon mit Astrazeneca geimpft wurden.  mehr...

14.4.2021, 18:04 Uhr – Schweiz lockert Corona-Regeln

Die Schweiz lockert ihre Corona-Regeln trotz steigender Infektionszahlen ab kommendem Montag. Unter anderem dürfen Restaurantterrassen, Kinos und Fitnesszentren ab 19. April wieder öffnen, wie die Regierung in Bern bekanntgab.

Auf den Terrassen gilt Sitz- und Maskenpflicht. Die Masken dürfen nur zum Verzehr abgelegt werden. „Die Zahlen steigen zwar, aber nicht sehr stark“, sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Deshalb sei die Regierung bereit, „etwas mehr Risiken einzugehen.“ Auf die Lockerungen hatten die Wirtschaftsverbände seit Tagen gedrungen.

Die Regierung gab den Forderungen nach, obwohl die Zahl der gemeldeten Infektionen weiter steigt. Innerhalb von 14 Tagen wurden pro 100.000 Einwohner fast 303 Infektionen gemeldet. Öffnen dürfen ab Montag auch Freizeitbetriebe mit Innenräumen, etwa Innengehege im Zoo oder Gewächshäuser in botanischen Gärten. Veranstaltungen im Freien sind mit bis zu 100 Gästen wieder erlaubt, mit bis zu 50 Personen in Innenräumen. Theater und Konzerthäuser dürfen nur ein Drittel ihrer Sitzkapazität anbieten. Universitäten dürfen wieder Präsenzunterricht anbieten. Innen müssen grundsätzlich Abstände eingehalten und Masken getragen werden.

14.4.2021, 16:04 Uhr – Frankreich impft weiter mit Johnson & Johnson

Frankreich hält an der Impfung mit dem Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson fest. Es würden, wie geplant, Menschen im Alter von über 55 Jahren geimpft, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal nach einer Kabinettssitzung in Paris. Eine erste Lieferung mit rund 200.000 Impfdosen sei im Land bereits eingetroffen.

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hatte gestern mitgeteilt, dass er den Marktstart seines Impfstoffs in Europa verzögert. Man habe Berichte über Sinusvenenthrombosen erhalten und sich für die Verzögerung entschieden. Der Konzern arbeite nun mit Experten und den Gesundheitsbehörden an der Untersuchung der Fälle.

14.4.2021, 15:02 Uhr – Dänemark stellt Impfungen mit Astrazeneca ein

Dänemark wird dem Impfstoff von Astrazeneca nicht mehr verwenden. Das hat die dänische Gesundheitsbehörde mitgeteilt. Hintergrund sind Berichte über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und sehr seltenen Thrombosen. Das Land hatte deshalb schon im März die Verwendung des Astrazeneca-Mittels ausgesetzt und bisher nicht wieder aufgenommen.

14.4.2021, 14:58 Uhr – EU-Länder vereinbaren Corona-Reisepässe

Die EU-Staaten haben sich beim geplanten Covid-Zertifikat auf eine gemeinsame Linie geeinigt. Das sogenannte „grüne Zertifikat“ soll dafür sorgen, dass Reisen innerhalb Europas einfacher wird. Ende Juni, zum Start der Sommerferien, soll es einsatzbereit sein. Es enthält Impfungen, Test-Ergebnisse und Informationen zu überstandenen Corona-Infektionen. Welche Vorteile – wie etwa eine Quarantäne-Befreiung – die EU-Staaten dann gewähren, sollen sie selbst entscheiden. Außerdem legen die Länder selbst fest, ob sie auch Impfungen mit Präparaten anerkennen, die nur in bestimmten Ländern, aber nicht in der gesamten EU zugelassen sind – beispielsweise das russische Sputnik V. Es ist vorgesehen, dass das Zertifikat kostenlos auf Papier oder digital ausgestellt wird. Über einen Barcode sollen alle relevanten Daten abgerufen werden können.

14.4.2021, 13:43 Uhr – EU-Kommission: Weitere 50 Millionen Biontech-Impfdosen bis Ende Juni

Die Hersteller Biontech und Pfizer wollen bis Ende Juni zusätzlich 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an Deutschland und die übrigen EU-Staaten liefern. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Brüssel mit. Insgesamt stehen den EU-Ländern damit im zweiten Quartal 250 Millionen Biontech-Dosen zur Verfügung.

14.4.2021, 13:16 Uhr – Studie: Bewegungsarmer Lebensstil erhöht Risiko für schweren Covid-19-Verlauf

Ein bewegungsarmer Lebensstil erhöht laut einer neuen Studie das Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken und an der Krankheit zu sterben. Menschen, die sich in den mindestens zwei vorangegangenen Jahren vor ihrer Infektion körperlich wenig betätigten, laufen demnach eher Gefahr, wegen der Krankheit ins Krankenhaus und auf die Intensivstation zu müssen und daran zu sterben als körperlich aktive Patienten.

Für ihre im British Journal of Sports Medicine veröffentlichten Studie beleuchteten die Forscher die Fälle von fast 50.000 Corona-Infizierten in den USA, die in den vorangegangenen zwei Jahren mindestens dreimal bei einer Klinik Angaben zu ihren körperlichen Aktivitäten gemacht hatten. Dabei stellte sich heraus, dass Bewegungsarmut für den Krankheitsverlauf ein wesentlich höheres Risiko darstellt als beispielsweise Rauchen, Fettleibigkeit oder Bluthochdruck. 

14.4.2021, 12:52 Uhr – EU setzt künftig verstärkt auf mRMA-Impfstoffe

Die EU-Kommission will bei den nächsten Bestellungen für Corona-Impfstoffe vor allem auf Mittel setzen, die auf der neuartigen mRNA-Technologie basieren. Dazu zählen unter anderem der Impfstoff des Mainzer Herstellers Biontech und das Vakzin von Moderna. Nach Angaben aus EU-Kreisen bedeute das aber nicht, dass Hersteller wie Astrazeneca und Johnson & Johnson bei künftigen Verträgen aus dem Rennen seien. Entsprechende Berichte seien falsch. Mittel dieser beiden Hersteller waren zuletzt mit Blutgerinnseln im Gehirn in Verbindung gebracht worden.

Nebenwirkungen, Preis und Liefermengen So unterscheiden sich die verfügbaren Corona-Impfstoffe

Biontech und Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson und Johnson – diese vier Impfstoffe sind in Deutschland aktuell zugelassen. Was sind die Unterschiede?  mehr...

14.4.2021, 10:40 Uhr – Weiter Gespräche über Infektionsschutzgesetz in Koalition

In der Koalition gibt es nach Worten des Parlamentarischen Geschäftsführers der SPD, Carsten Schneider, noch Gespräche über das Infektionsschutzgesetz für eine bundesweit einheitliche Notbremse in Regionen mit einer hohen Zahl von Corona-Fällen. Es gehe darum, „bestimmte Punkte im Gesetz noch gängiger zu machen“, sagt Schneider. Unter anderem solle individueller Außensport auch während einer nächtlichen Ausgangssperre erlaubt werden. In der Fraktion gebe es eine „sehr, sehr breite Mehrheit“ für das Gesetz, das der Bundestag am Mittwoch nächster Woche verabschieden solle. Dann komme „wahrscheinlich“ auch der Bundesrat zu einer Sondersitzung zusammen.

14.4.2021, 10:20 Uhr – Nachtragshaushalt: SPD will zwei Milliarden für Kinder und Jugendliche

Die SPD will im Nachtragshaushalt des Bundes für 2021 zusätzliche Ausgaben von zwei Milliarden Euro für Kinder und Jugendliche durchsetzen. Ihr Parlamentarischer Geschäftsführer Carsten Schneider spricht von einem „Corona-Aufhol-Paket“, das seine Fraktion zuvor für die Bereiche der frühkindlichen und schulischen Bildung sowie der Kinder- und Jugendhilfe beschlossen hatte. Dabei gehe es unter anderem um zusätzlichen Nachhilfeunterricht. „Das ist eine klare Hausnummer. Das wollen wir im Nachtragshaushalt verändern.

14.4.2021, 8:00 Uhr – BASF beginnt mit Mitarbeiter-Impfungen

Die BASF beginnt heute damit, ihre Mitarbeiter in einem Impfzentrum auf dem Werksgelände in Ludwigshafen gegen Corona zu impfen. Es ist das erste Unternehmen bundesweit, das seine Beschäftigten regulär im Rahmen eines Modellprojektes impft. Wie bei den kommunalen Impfzentren auch, wird der Impfstoff durch das Land verteilt. Bei der ersten Lieferung handelt es sich nach Angaben einer Unternehmenssprecherin um den Impfstoff von Biontec. Für heute hätten 300 Mitarbeiter einen Impftermin bekommen. Geimpft werde entsprechend der vom Land vorgegebenen Reihenfolge. Zunächst also ausschließlich Mitarbeitende mit Vorerkrankungen. Insgesamt geht die BASF davon aus, in den nächsten Wochen bis zu 4000 Beschäftigte der Gruppen eins und zwei impfen zu können.

14.4.2021, 6:55 Uhr – Lauterbach: Johnson & Johnson-Impfstopp kein „permanenter Rückschlag“

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürchtet wegen des Stopps für den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson keinen nachhaltigen Schaden für die Impfkampagne in Deutschland. „Das ist zunächst ein Rückschlag, aber ich glaube nicht, dass es ein permanenter Rückschlag ist“, sagt Lauterbach im Deutschlandfunk. Die in den USA nach Impfungen aufgetretenen Thrombose-Fälle seien nach den Fällen bei dem ähnlichen Impfstoff von Astrazeneca zu erwarten gewesen. Er gehe davon aus, dass die Komplikation so rar sei, dass der Impfstoff nach einiger Zeit wieder in den USA verimpft und der Impfstart dann auch in Europa beginnen werde. Sicherlich sei dann darüber nachzudenken, den Impfstoff spezifisch bei den über 60-Jährigen einzusetzen.

14.4.2021, 6:28 Uhr – Berliner Verfassungsschutz beobachtet Corona-Protestbewegung

Der Berliner Verfassungsschutz beobachtet die Corona-Protestbewegung in der Hauptstadt. Das hat das ARD-Hauptstadtstudio aus Sicherheitskreisen erfahren. Demnach werden Teile der Protestbewegung als sogenannter Verdachtsfall geführt. Damit kann der Verfassungsschutz zum Beispiel V-Leute anwerben. Die Protestbewegung wird schon in mehreren Bundesländern beobachtet, unter anderem in Baden-Württemberg.

14.4.2021, 5:50 Uhr – Gesundheitsexperte Lauterbach reicht Corona-Testpflicht nicht

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die beschlossene Corona-Testpflicht für Unternehmen als nicht ausreichend kritisiert. Er hätte zwei Tests pro Woche besser gefunden, sagte Lauterbach in einem Podcast des Kölner Stadt-Anzeigers. Die jetzige Regelung werde nicht ausreichen, um die großen Ausbrüche in den Griff zu bekommen, die angesichts von Corona-Mutationen zu erwarten seien. Die Pflicht für Arbeitgeber, ihren Beschäftigten mindestens einmal die Woche einen Corona-Test anzubieten, soll kommende Woche in Kraft treten. Beschäftigte in Berufen mit hohem Infektionsrisiko sollen sich zweimal die Woche testen können.

14.4.2021, 5:10 Uhr – RKI meldet rund 21.700 Neuinfektionen

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut innerhalb eines Tages rund 21.700 Corona-Neuinfektionen gemeldet – rund 12.000 mehr als noch vor einer Woche. Außerdem wurden weitere 342 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Die 7-Tage-Inzidenz steigt von 140 auf 153.

14.4.2021, 1:02 Uhr – Kassenärzte warnen: Impfkampagne gerät „massiv ins Stocken“

Die niedergelassenen Ärzte warnen davor, dass die Corona-Impfkampagne in Deutschland massiv ins Stocken gerät. So sei die Zuteilung des Biontech-Impfstoffs für Hausärzte halbiert worden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der Neuen Osnabrücker Zeitung. Seiner Meinung nach liegt das daran, dass Biontech zuerst an die Impfzentren verteilt wird und erst danach an die Praxen. Die müssten sich mit mehr Dosen von Astrazeneca begnügen, der nur bestimmten Altersklassen gespritzt werden dürfen.

14.4.2021, 1:00 Uhr – Dreyer für Nachbesserungen im neuen Infektionsschutzgesetz

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will sich dafür einsetzen, dass bei dem geplanten neuen Infektionsschutzgesetz noch nachgebessert wird. Zum Beispiel gebe es Fragen wegen der Rechtsfolgen und auch der Verhältnismäßigkeit, sagte Dreyer den Funke-Zeitungen. Der vom Bundeskabinett verabschiedete Entwurf bleibe auch „in einigen Punkten hinter der Beschlusslage der Notbremse zurück“, so Dreyer. Trotz allem appelliere sie an die Bevölkerung, sich an die Schutzmaßnahmen zu halten.

13.4.2021, 21:26 Uhr – Unter 60-Jährige mit Astrazeneca-Erstimpfung bekommen anderen Impfstoff

Wer unter 60 Jahre ist und mit einer ersten Astrazeneca-Dosis geimpft wurde, der soll für die zweite Impfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern einstimmig geeinigt. Sie folgten damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission. Diese Zweitimpfung durch einen Impfstoff von Biontech oder Moderna, sei eine gute Basis, um die Menschen gerade in der dritten Welle wirksam zu schützen, hieß es. Konkret empfehlen die Gesundheitsminister und die Ständige Impfkommission für Menschen unter 60 Jahren eine Zweitimpfung nach zwölf Wochen. Hintergrund sind einzelne Verdachtsfälle auf eine Hirnvenenthrombose nach der Impfung mit Astrazeneca.

13.4.2021, 20:13 Uhr – Nächtliche Ausgangssperre in Stuttgart

Die Stadt Stuttgart hat eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Sie gilt erstmals in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ab 0 Uhr. Danach beginnt die Ausgangssperre um 21 Uhr und endet um 5 Uhr. Oberbürgermeister Frank Nopper verwies auf die Inzidenz von rund 150 und sagte, die Notbremse vom 31. März habe offensichtlich nicht zur erhofften Eindämmung des Infektionsgeschehens geführt. Mit dieser Entscheidung gilt für die rund 600.000 Stuttgarter das Gleiche wie für die Bewohner der umliegenden Landkreise. Auch dort – außer im Kreis Böblingen – darf sich bis auf wenige Ausnahmen nachts niemand außerhalb der eigenen Wohnung aufhalten.

13.4.2021, 19:36 Uhr – Dresden verbietet „Querdenken“-Demo am Samstag

Die Stadt Dresden hat die für Samstag geplanten Proteste der „Querdenken“-Bewegung verboten. Das Ordnungsamt begründete seine Entscheidung mit den Zwischenfällen bei den Demonstrationen in Stuttgart und Kassel. Dabei seien die geltenden Corona-Schutzvorschriften und die polizeilichen Aufforderungen missachtet worden. Die Stadtverwaltung verwies außerdem auf die „aktuelle Entwicklung der Inzidenzzahlen in Dresden“.

13.4.2021, 18:14 Uhr – Testpflicht-Forderung: Schülervertreter bekommen Hassbotschaften

Wegen der Forderung nach einer Corona-Testpflicht an Schulen haben Schülervertreter Hassbotschaften bekommen. Nach Angaben des Generalsekretärs der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, waren auch Minderjährige betroffen. Er selbst, so Schramm, sei auch Ziel von Drohungen. Seine privaten Kontaktdaten seien in Telegram-Gruppen der sogenannten Querdenker-Bewegung veröffentlicht. Schramm sagte, er sei besorgt, wenn 14- oder 15-jährige Kinder von „Querdenkern“ für ihre Positionierung angegriffen würden. Er wünsche sich, dass die Politik diese Jugendlichen schütze.

13.4.2021, 17:46 Uhr – 230.000 Impfdosen von Johnson & Johnson bereits in Deutschland

Deutschland hat eine Lieferung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson bekommen. Die 230.000 Dosen lagern in einer Bundeswehr-Apotheke in Niedersachsen. Unklar ist, wann der Impfstoff weitertransportiert wird, denn das Unternehmen hat weitere Lieferungen in die EU erst mal gestoppt. Hintergrund ist, dass in den USA sechs Thrombosefälle untersucht werden, die bei geimpften Frauen aufgetreten sind. Zwei US-Behörden empfehlen, Johnson & Johnson derzeit nicht einzusetzen.

13.4.2021, 17:22 Uhr – Krise trifft selbstständige Frauen härter als Männer

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat herausgefunden, dass die Corona-Krise selbstständige Frauen finanziell härter trifft als Männer. Der Grund für die höheren Einbußen von Frauen sei, dass sie eher in Branchen arbeiten, die von der Pandemie besonders betroffen sind. Dazu gehört etwa der Dienstleistungssektor oder der Verkauf. Ein gutes Drittel der Selbstständigen in Deutschland sind Frauen.

13.4.2021, 16:10 Uhr – EU-Impfpass kommt später als angekündigt

Der geplante EU-Impfpass soll Reisen in Corona-Zeiten erleichtern, kommt aber später als gedacht. Die EU-Kommission will das Dokument für Geimpfte möglichst bis Ende Juni, und nicht wie bisher angekündigt, bis 1. Juni einführen. Das hat EU-Justizkommissar Didier Reynders in einer Anhörung im Europäischen Parlament mitgeteilt. Bis dahin sollten sowohl die Gesetzgebung als auch die technischen Vorbereitungen abgeschlossen sein. Der Pass solle keine Voraussetzung für Reisen innerhalb der EU sein, sondern Grenzübertritte erleichtern. Darin sollten Angaben zu Corona-Impfungen, Testergebnissen und überstandenen Infektionen aufgeführt sein.

13.4.2021, 15:50 Uhr – Johnson und Johnson verschiebt Impfstoff-Lieferstart für Europa

Der US-Konzern Johnson und Johnson zieht nach Thrombosefällen bei seinem Corona-Impfstoff Konsequenzen. Die Firma habe sich entschlossen, die Auslieferungen des Impfstoffs in Europa „proaktiv“ zu verzögern, teilte der Konzern mit. Zuvor hatte die US-Gesundheitsbehörden nach mehreren Fällen seltener Thrombosen zu einer sofortigen Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Mittel in den USA geraten.

Nach Thrombosefällen Johnson und Johnson verzögert Impfstoff-Lieferungen für Europa

Es wäre der vierte Corona-Impfstoff in Europa gewesen: Jetzt verzögert der Hersteller Johnson und Johnson die Lieferung – wegen Thrombosefällen.  mehr...

13.4.2021, 15:42 Uhr – Bundesregierung will Künstler bei Versicherung unterstützen

Die Bundesregierung will Künstler in der Corona-Krise vor dem Verlust ihrer Versicherung schützen. Man setze deshalb die jährliche Grenze für das Mindesteinkommen aus, teilte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit. Das gelte für das laufende und das vergangene Jahr. Künstler sollten außerdem unter bestimmten Bedingungen auch andere Jobs annehmen dürfen, ohne dass ihre Kranken- und Pflegeversicherung gefährdet sei. Der Deutsche Kulturrat hatte die Regierung zuvor aufgefordert, in Not geratenen Künstlern zu helfen: Viele von ihnen warteten nicht auf öffentliche Unterstützung, sondern arbeiteten freiberuflich außerhalb ihrer künstlerischen Tätigkeit.

13.4.2021, 15:29 Uhr – Corona-Hotspot Hof impft alle ab 18

Im bayerischen Corona-Hotspot Hof haben die Impfungen für alle ab 18 begonnen. Die Region hat ein Sonderkontingent des Vakzins von Astrazeneca bekommen. Es reicht zunächst für 4.000 Impfungen. Die Stadt Hof hat zurzeit die bundesweit höchste Inzidenz, nämlich 560.

13.4.2021, 15:23 Uhr – Mittelstand will gegen Test-Angebots-Pflicht in Unternehmen klagen

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft will gegen die Test-Angebots-Pflicht für Unternehmen klagen. Verbandsgeschäftsführer Markus Jerger sagte der Funke-Mediengruppe, man bereite gerade rechtliche Schritte vor. Die Bundesregierung habe bei der Test- und Impflogistik auf ganzer Linie versagt. Die Pflicht für Arbeitgeber, ihren Beschäftigten mindestens einmal die Woche einen Corona-Test anzubieten, soll kommende Woche in Kraft treten. Die Kosten für die Tests sollen die Unternehmen tragen.

13.4.2021, 15:00 Uhr – Corona-Lage auf Mallorca entspannt

Auf Mallorca bleibt die Corona-Situation trotz der vielen Urlauber entspannt. Die Behörden melden für die Balearen eine Sieben-Tage-Inzidenz von knapp 29. Innerhalb eines Tages wurden auf den spanischen Mittelmeer-Inseln 38 Neuinfektionen registriert. In den Osterferien hatten tausende deutsche Urlauber auf Mallorca Urlaub gemacht.

13.4.2021, 14:43 Uhr – BW: Über 60-Jährige dürfen geimpft werden

Ab Montag können sich in Baden-Württemberg alle über 60-Jährigen Impftermine geben lassen. Das hat das Gesundheitsministerium bekanntgegeben. Bislang waren 60- bis 69-Jährige nur bei bestimmten Vorerkrankungen oder von Berufs wegen impfberechtigt.

13.4.2021, 14:36 Uhr – Bayern ab Juni mit eigener Impf-Priorisierung

Der Freistaat Bayern will sich spätestens Ende Mai von der Impf-Priorisierung lösen. Dann soll möglichst schnell allen in Frage kommenden Menschen ein Impfangebot gemacht werden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach einer Kabinettssitzung in München. In Bayern ist dem CSU-Politiker zufolge ein großer Teil der Risikogruppen mindestens einmal geimpft. Die Einbeziehung der Hausarztpraxen habe sich bewährt, sagte Holetschek.

13.4.2021, 14:17 Uhr – Opposition bremst Corona-Notbremse

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt auf eine schnelle Umsetzung der bundesweiten Corona-Notbremse, die SPD drosselt aber das Tempo: Der Bundestag berät laut Fraktionschef Rolf Mützenich voraussichtlich erst am Freitag nächster Woche abschließend über den Gesetzentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Den hatte das Kabinett heute auf den Weg gebracht. Die Opposition stimme einer Verkürzung der Beratungsfrist nicht zu, so Mützenich. Nach dem Bundestag müsste die Gesetzesänderung dann auch noch den Bundesrat passieren.

13.4.2021, 14:08 Uhr – Geimpfte dürfen in BW-Seniorenheim zusammen essen

Der Gerichtsstreit um gemeinsames Essen geimpfter Bewohner in einem Seniorenheim in Südbaden ist beigelegt: Voraussichtlich ab morgen darf im hauseigenen Café wieder in Gesellschaft gegessen werden. Das Gesundheitsministerium, das Landratsamt Lörrach und das Seniorenzentrum haben einen Vergleichsvorschlag des Verwaltungsgerichtshofes (VGH) Mannheim angenommen. Im März hatten die Mannheimer Richter das Essens-Treffen in zweiter Instanz noch abgelehnt. Das Robert-Koch-Institut hat inzwischen aber klargestellt, dass einer Studie zufolge Geimpfte kaum noch ansteckend sind. Die Entscheidung hat bundesweite Relevanz: Es ist ein weiterer Beleg dafür, dass Geimpfte Grundrechte zurückbekommen – andere Einrichtungen können sich daran orientieren.

13.4.2021, 13:47 Uhr – Israel will wieder für Touristen öffnen

Israel will im nächsten Monat wieder Touristen einreisen lassen. Allerdings müssten diese gegen das Coronavirus geimpft sein und einen negativen Test vorweisen, teilten das Gesundheits- und das Tourismus-Ministerium mit. In einem ersten Schritt dürften ab dem 23. Mai Gruppen nach Israel kommen. In den vergangenen Monaten war Ausländern die Einreise nur in Ausnahmefällen möglich. Die Tourismusindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor des Landes, sie leidet stark unter den Folgen der Corona-Pandemie.

13.4.2021, 13:42 Uhr – USA empfehlen Impfpause mit Johnson und Johnson

Nach Thrombosefällen bei Menschen, die den Covid-Impfstoff von Johnson und Johnson bekommen haben, soll das Präparat in den USA nicht mehr eingesetzt werden. Die US-Gesundheits- und die Arzneimittelbehörden empfehlen eine Impfpause. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Sechs Fälle seltener Blutgerinnsel würden jetzt auf einen Zusammenhang mit dem Impfstoff von Johnson und Johnson untersucht. Seit gestern wird dieser Impfstoff auch in der EU ausgeliefert.

CDC and FDA reviewing data involving six reported U.S. cases of a rare type of blood clot in individuals after receiving Johnson & Johnson COVID-19 vaccine. See full statement: https://t.co/ekYT9dljtd https://t.co/a7Fiixg735

13.4.2021, 13:17 Uhr – Merkel will Notbremse schnell umsetzen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt auf eine schnelle Verabschiedung der Bundes-Notbremse gegen die dritte Coronavirus-Welle. Die Regelung sei überfällig, die Lage ernst, sagte Merkel in Berlin. Das Kabinett hat den Gesetzentwurf zur Vereinheitlichung der Corona-Bestimmungen beschlossen. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Bundes-Notbremse begrüßt. So müsse man das in einer Pandemie machen. Im Infektionsschutzgesetz soll damit verankert werden, dass ab einer Inzidenz von 100 in Stadt- und Landkreisen Einschränkungen wie Ausgangs- und Kontaktsperren automatisch greifen. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen.

13.4.2021, 12:55 Uhr – Reaktionen auf Testpflicht in Unternehmen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) findet die Testangebots-Pflicht für Unternehmen gut – allerdings sei ein Test pro Woche zu wenig für ein Mindestmaß an Sicherheit. Besonders gefährdeten Arbeitnehmern müsse man einen Test pro Arbeitstag zur Verfügung stellen, findet der DGB. Aus der Wirtschaft kommt teils Kritik an der neuen Pflicht. Die Chemie-Arbeitgeber nennen sie überflüssig, denn in den Betrieben werde schon seit Monaten getestet - ohne jeglichen Zwang. Außerdem bringe die Testpflicht neue Bürokratie.

13.4.2021, 12:14 Uhr – Kabinett für mehr Kinderkrankentage

Das Bundeskabinett hat heute zugestimmt, dass Eltern wegen Corona mehr Anspruch auf Kinderkrankentage bekommen sollen. Geplant sind 30 Tage pro Kind und Elternteil – im Moment sind es nur 20. Die bezahlten Tage können nicht nur bei Krankheit der Kinder genommen werden, sondern auch wenn die Kita oder die Schule zu ist.

13.4.2021, 12:04 Uhr – Berlin: Demo gegen Notbremsen-Beschluss

Mit einem Großaufgebot hat die Berliner Polizei die Entscheidung des Bundeskabinetts zur Corona-Notbremse gesichert. Teile des Regierungsviertels und das Bundeskanzleramt waren abgesperrt. Etwa 250 Demonstranten protestierten gegen die Corona-Einschränkungen, sagte ein Polizeisprecher. Die hätten größtenteils weder die Masken- noch die Abstandspflicht eingehalten. Die Beamten haben daraufhin Personalien von Teilnehmern überprüft und Bußgeldverfahren eingeleitet.

Demonstranten rufen, die Polizisten würden vor ein Kriegsgericht gestellt, die Alliierten würden uns befreien. Andere rufen die 110, um die Polizei anzuzeigen. #b1304 https://t.co/3qtNfR5mRa

13.4.2021, 11:03 Uhr – Deutschland macht 650 Milliarden Euro Schulden

Bund, Länder und Kommunen machen durch die Corona-Bekämpfung voraussichtlich Schulden von mindestens 650 Milliarden Euro. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Noch nie seit 1945 habe der Staat so viel Geld in so kurzer Zeit für ein Ziel ausgegeben. Um die Kosten zu bewältigen, empfehlen die Experten, den geplanten Schuldenabbau von 20 auf 40 Jahre zu strecken und Investitionsspielräume zu schaffen.

13.4.2021, 10:51 Uhr – Österreichs Gesundheitsminister Anschober tritt zurück

Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober ist zurückgetreten. Der Grünen-Politiker erklärte, er sei überarbeitet und ausgepowert. Er habe seit 14 Monaten praktisch durchgearbeitet, es habe keinen einzigen völlig freien Tag für ihn gegeben. Österreich brauche in der schwersten Gesundheitskrise seit Jahrzehnten aber jemanden, der zu 100 Prozent fit sei.

13.4.2021, 10:39 Uhr – Kabinett bringt bundesweite Notbremse auf den Weg

Das Bundeskabinett hat die geplanten Änderungen am Infektionsschutzgesetz auf den Weg gebracht. Damit sollen bundesweit einheitliche Regelungen in der Corona-Pandemie möglich werden. So sollen in allen Stadt- und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 automatisch zusätzliche Einschränkungen gelten.

Deutschland

Verschärftes Infektionsschutzgesetz Bundesregierung einigt sich auf deutschlandweite Corona-Notbremse

Die Bundesregierung hat sich auf eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes in der Corona-Pandemie verständigt. Damit könnte eine bundesweit verbindliche Notbremse ab einer bestimmten Infektionsrate kommen.  mehr...

13.4.2021, 9:30 Uhr – Opposition kritisiert Pläne zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes

Grüne und FDP haben die Regierungspläne für bundesweit einheitliche Corona-Maßnahmen noch einmal kritisiert. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte dem RBB, sie sei grundsätzlich für eine allgemeingültige Notbremse bei hohen Infektionswerten – in den Unternehmen müsse aber mehr getestet werden. Auch der FDP-Vorsitzende Christian Lindner findet einheitliche Regeln im Prinzip richtig – die Pläne der Koalition seien aber zu unscharf. Lindner sagte im ARD-Morgenmagazin, man könne nicht alle einsperren, um zu verhindern, dass Menschen sich treffen. Das Kabinett will am Vormittag die geplante Regelung für bundesweit einheitliche Corona-Maßnahmen auf den Weg bringen.

13.4.2021, 9:15 Uhr – Großbritannien: Impfangebot für alle über 50

In Großbritannien haben nach Angaben der dortigen Regierung alle über 50-Jährigen ein Angebot für eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Premierminister Boris Johnson sprach in einer Mitteilung von einem weiteren wichtigen Meilenstein des Impfprogramms. Damit komme die Kampagne etwas schneller voran als geplant. Schon bald sollen die ersten unter 50-Jährigen geimpft werden. Insgesamt erhielten in Großbritannien bisher mehr als 32 Millionen Menschen eine erste Impfung – das ist deutlich mehr als die Hälfte der Erwachsenen dort.

13.4.2021, 9:00 Uhr – Corona-Notbremse: Kabinett will über Infektionsschutzgesetz beraten

Heute soll das Bundeskabinett über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes abstimmen. So soll die gesetzliche Grundlage für die sogenannte bundesweite Notbremse geschaffen werden.

Deutschland

Verschärftes Infektionsschutzgesetz Bundesregierung einigt sich auf deutschlandweite Corona-Notbremse

Die Bundesregierung hat sich auf eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes in der Corona-Pandemie verständigt. Damit könnte eine bundesweit verbindliche Notbremse ab einer bestimmten Infektionsrate kommen.  mehr...

13.4.2021, 7:40 Uhr – Scholz: Firmen bekommen Corona-Tests nicht finanziell erstattet

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) stellt Unternehmen für regelmäßige Corona-Tests keine Kompensation in Aussicht. Da sei nun eine nationale Kraftanstrengung der Firmen nötig. „Da müssen alle mitmachen“, sagt der SPD-Kanzlerkandidat im Deutschlandfunk. Die Verpflichtung, Mitarbeitern in Büros und Fabriken regelmäßige Tests anzubieten, sei richtig. Die angestrebte Marke, dass dies mindestens 90 Prozent machten, sei bisher nicht erreicht worden

13.4.2021, 6:10 Uhr – RKI: Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit auf 140,9 gestiegen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem gab es 294 neue Todesfälle. Das geht aus Zahlen des RKI von heute morgen hervor. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI bundesweit bei 140,9, der Wert vom Vortag war 136,4.

Die Zahlen der Vorwoche könnten wegen der Schulferien noch nicht vergleichbar mit früheren Werten sein. RKI-Präsident Lothar Wieler rechnete ab morgen wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie.

13.4.2021, 5:30 Uhr – Intensivmediziner erwarten noch im April mehr als 6.000 Patienten

Wegen der steigenden Corona-Zahlen erwartet die Intensivmediziner-Vereinigung Divi, dass der bisherige Höchststand an Intensivpatienten schneller erreicht wird als erwartet – nämlich noch im April.

„Wir müssen davon ausgehen, dass wir deutschlandweit jetzt jeden Tag zwischen 50 und 100 neue Covid-Intensivpatienten aufnehmen müssen“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, der Augsburger Allgemeinen. „Das heißt, dass wir bereits Ende April die Größenordnung von 6.000 und mehr Corona-Intensivpatienten erreichen würden, wie wir sie auf dem Höhepunkt der zweiten Welle hatten.“ Erst vor wenigen Tagen waren für Ende April noch 5.000 Intensivpatienten prognostiziert worden.

13.4.2021, 4:31 Uhr – Bisher 150 Millionen Euro Erstattung für Verdienstausfälle bei Quarantäne

Die Bundesländer haben seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 150 Millionen Euro an Verdienstausfällen wegen Quarantäne erstattet. Laut Deutscher Presse-Agentur sind bisher mindestens 750.000 Anträge von Arbeitgebern eingegangen. Im Fall einer corona-bedingten Quarantäne bekommen Beschäftigte bis zu sechs Wochen ihren Lohn fortgezahlt. Die Arbeitgeber können sich den Betrag dann vom Land erstatten lassen.

13.4.2021, 0:00 Uhr – Unternehmen müssen wohl künftig Tests anbieten

Union und SPD sind wohl dafür, dass Unternehmen pro Woche jedem Beschäftigten einen Corona-Test anbieten müssen. Das Bundeskabinett will sich heute mit einer entsprechenden Verordnung befassen. Außerdem will die Bundesregierung eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes auf den Weg bringen. Sie soll auch Ausgangssperren und die sogenannte Notbremse für Ladenschließungen bundeseinheitlich regeln. Aus der Opposition kommt Kritik an dem Gesetz. Linke und FDP sprechen von zu starken Eingriffen. Die Grünen finden, es komme zu spät und sei unvollständig.

12.4.2021, 19:59 Uhr – Hessen verschärft Corona-Maßnahmen

Wegen weiter steigender Infektionszahlen verschärft das Land Hessen ab kommender Woche noch einmal deutlich die Corona-Beschränkungen. Ausgangssperren ab 21 Uhr bis 5 Uhr können schon ab einer Inzidenz von 100 verhängt werden. Die nach den Osterferien geplanten weiteren Schulöffnungen wird es vorerst nicht geben. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte, wegen der kritischen Situation seien auch sonst keine Öffnungsschritte geplant. Alle beschlossenen Schließungen blieben mindestens bis zum 9. Mai in Kraft. Es sei ihm klar, dass damit erneut viele Hoffnungen enttäuscht würden. Aber man könne nicht warten, bis die Krankenhäuser und das Gesundheitssystem nicht mehr funktionierten.

12.4.2021, 17:40 Uhr – Baden-Württemberg beschließt Ausnahmen für vollständig Geimpfte

Wer vollständig gegen Corona geimpft ist, muss sich in Baden-Württemberg künftig nach Kontakt zu einem Covid-19-Fall nicht mehr isolieren – außer bei eigenen Krankheitssymptomen. Außerdem besteht für die Geimpften keine Quarantänepflicht mehr nach der Rückkehr aus Corona-Risikogebieten im Ausland. Das hat Landes-Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) mitgeteilt. Dasselbe gelte für Menschen, die schon Covid-19 hatten und die aktuell einmal geimpft sind. Auch Rheinland-Pfalz hatte zuvor ähnliche Lockerungen für Geimpfte umgesetzt. Zum Beispiel dürfen sie mit Impfnachweis in Biergärten.

12.4.2021, 16:52 Uhr – Sportverbände fordern Lockerungen

Nach der Kritik von Aerosol-Forschern an der Corona-Politik der Bundesregierung fordern Sportverbände mehr Bewegungsmöglichkeiten im Freien. Die Forscher hatten in einem offenen Brief geschrieben, Ansteckungen fänden fast ausschließlich in Innenräumen statt. Der Deutsche Fußball-Bund sieht sich damit in seiner Position bestätigt. Vizepräsident Rainer Koch sagte, die Angst vor dem Amateurfußball als Pandemietreiber sei unbegründet, der Ball müsse wieder rollen. Der Chefarzt des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Andrew Lichtenberg, warnte dagegen, man müsse die Gefahr durch Mutanten ernst nehmen und dürfe nicht einfach alles öffnen.

12.4.2021, 16:40 Uhr – Ullmann: Corona-Regeln im Freien lockern

Der FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann fordert eine Lockerung der Corona-Regeln im Freien. „Bei Einhalten des Mindestabstands halte ich es für sinnvoll, alle Kontaktbeschränkungen draußen aufzuheben“, sagt er der Zeitung Die Welt einem Vorabbericht zufolge. Dem widersprach SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. „Ich halte es für falsch, sich draußen mit mehr als einem Haushalt zu treffen“, sagt er unter Verweis auf eine Infektionsgefahr durch Tröpfchen. „Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Treffen draußen beginnt und dann drinnen endet.

(1) Risiko besteht in Innenräumen: stimmt. Risiko besteht NUR in Innenräumen: falsch. Dropletinfektion draussen ergänzt Aerosolübertragung. Dazu: Treffen am Abend beginnen oft draussen und enden drinnen. Studien zeigen daher, erwartungsgemäss, das Ausgangsbeschränkugen wirken https://t.co/BKGY2mVEYt

12.4.2021, 16:39 Uhr – WHO kritisiert massive Ungleichheit bei weltweiter Impfstoffverteilung

87 Prozent der bisherigen Corona-Impfungen weltweit sind in reichen Ländern verabreicht worden. Die ärmsten Länder hätten nur 0,2 Prozent der Dosen bekommen, sagt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie sieht darin ein moralisches Versagen der Weltgemeinschaft, aber auch mögliche wirtschaftliche Schäden. Zudem erhöhe sich das Risiko weiterer Mutationen, wenn in den ärmsten Ländern nicht geimpft wird.

12.4.2021, 16:34 Uhr – Dehoga kritisiert einheitliche Notbremse

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga kritisiert die Pläne für eine bundeseinheitliche Corona-Notbremse. „Es ist niemandem vermittelbar, wenn Bürger aus einer über 100-Inzidenzregion ihre Urlaubsreise ins Ausland mit negativem PCR-Test antreten dürften, aber nicht an die Ost- oder Nordsee reisen könnten“, sagt Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Es wäre daher besser, Anreisen aus einem Risikogebiet von einer zuvor erfolgten Negativtestung abhängig zu machen. Eine zeitliche Befristung der Notbremse sei zudem unverzichtbar.

12.4.2021, 16:05 – Pfizer/Biontech-Impfstoff wird wohl teurer

Pfizer und Biontech verlangen Bulgariens Ministerpräsident Bojko Borissow zufolge für ihren Corona-Impfstoff von der EU in einem neuen großen Liefervertrag ab 2022 einen deutlich höheren Preis. Die EU verhandle über den neuen Vertrag mit einem Preis pro Impfdosis von 19,50 Euro, sagt Borissow während einer Reise in Südbulgarien. „Die Preise gehen schnell nach oben.“ Einem Insider zufolge will die EU Verhandlungen mit den Unternehmen über die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen für die Jahre 2022 und 2023 aufnehmen. Nach einem von Reuters eingesehen Dokument kostete jede Dosis zuletzt 15,50 Euro.

12.4.2021, 15:46 Uhr – BDA kritisiert Testpflicht in Betrieben

Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) kritisiert die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) auf den Weg gebrachte Verpflichtung für alle Betriebe, Präsenzbeschäftigten mindestens einmal pro Woche einen Corona-Test anzubieten. „Was die Bundesregierung jetzt plant, ist nicht weniger als eine weitere Misstrauenserklärung gegenüber den Unternehmen und ihren Beschäftigten in diesem Land“, sagte BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter. „Die Testpflicht führt zu mehr Bürokratie und diskreditiert das freiwillige Engagement der Unternehmen zunehmend.

12.4.2021, 14:15 Uhr – Laschet fordert freien Weg für Infektionsschutzgesetz von SPD-Ländern

CDU-Chef Armin Laschet fordert die SPD-geführten Länder auf, schnell den Weg für ein neues Infektionsschutzgesetz freizumachen. „Die Zeit haben wir nicht“, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident mit Blick auf lange Debatten. Er verwies auf die steigende Zahl der Intensivpatienten in Krankenhäusern und erneuerte seine Forderung nach einem „Brücken-Lockdown“.

12.4.2021, 14:12 Uhr – Habeck: Infektionsschutzgesetz muss verbessert werden

Grünen-Co-Chef Robert Habeck fordert noch Verbesserungen am Infektionsschutzgesetz. „Es muss noch enorm nachgearbeitet werden“, sagte Habeck. Ob die Grünen am Ende zustimmten, hänge an den Änderungen, die noch einfließen würden. Ausgangssperren ab einer Inzidenz von 100 seien unverhältnismäßig. Außerdem brauche es noch eine Pflicht für Unternehmen, ihre Mitarbeiter in Büros und Fabriken regelmäßig zu testen.

14.4.2021, 13:22 Uhr – BGA steht hinter einheitlichen Corona-Einschränkungen

Der Großhandelsverband BGA begrüßt das Ziel, Corona-Einschränkungen bundesweit zu vereinheitlichen. „Bedauerlich ist, dass das Vorgehen lediglich an den Inzidenzwert 100 gebunden wird“, sagte BGA-Präsident Anton Börner. „Dies spiegelt nicht ansatzweise die vielen bisherigen Erkenntnisse und Erfahrungen seit Pandemiebeginn wider. Andere wichtige Aspekte bleiben außen vor.

12.4.2021, 12:32 Uhr – BW: Unklar, wie es an Schulen weitergeht

In Baden-Württemberg ist es noch nicht klar, wie es an den Schulen im Land in der kommenden Woche weitergehen wird. Nach Angaben des Kultusministeriums will die Landesregierung das Infektionsgeschehen weiter beobachten und die Schulen dann rechtzeitig über die Regelungen ab dem 19. April informieren. Man werde auch abwarten welche bundesweit einheitlichen Maßnahmen beschlossen würden und sich daran orientieren. Nachdem die Osterferien am Wochenende zu Ende gegangen sind, sind Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg heute in den Fernunterricht gestartet.

Der #Fernunterricht ist in #BaWü nach den #Osterferien störungsfrei gestartet. Die digitalen #Plattformen für das #Lernen zu Hause laufen stabil. Danke an alle #LuL, #SuS, #Eltern und @belwue für das große Engagement 🙏 Mehr dazu 👉 https://t.co/NUzlPJZqBb #twlz #moodle

12.4.2021, 12:09 Uhr – Ethikrat: Freiheiten für Geimpfte richtig

Der Deutsche Ethikrat findet richtig, wenn Corona-Geimpfte einige Freiheiten zurückbekommen. Die Vorsitzende des Verbandes Alena Buyx hat im Deutschlandfunk gesagt, dass sie dafür ist, dass Geimpfte zum Beispiel nicht mehr in Quarantäne müssen, wenn sie Kontakt mit Corona-Infizierten hatten. Das gilt zum Beispiel seit heute schon in Rheinland-Pfalz. Wichtig sei es aber, auch Nicht-Geimpften durch negative Corona-Tests Freiheiten zurückzugeben. So wären Vorteile für alle möglich: durch Impfungen oder durch Tests.

Mainz

Aktuelle Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz Keine Test- und Quarantänepflicht mehr für vollständig Geimpfte – ähnliche Pläne für Genese

Für vollständig gegen Corona geimpfte Menschen in Rheinland-Pfalz gibt es bestimmte Erleichterungen bei den Corona-Beschränkungen. Jetzt gibt es auch Pläne für Genese.  mehr...

12.4.2021, 11:34 Uhr – Steinmeier zeigt Verständnis für Studierende

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Verständnis für die Ängste von Studierenden angesichts der Corona-Pandemie geäußert. Sie seien in einer ganz entscheidenden Phase ihrer Ausbildung, einer Phase in der man normalerweise nach vorne stürme. Wegen der Pandemie säßen sie aber fest und seien ausgebremst, so Steinmeier. Dazu komme, dass viele Studierende finanzielle Sorgen hätten, weil sie wegen der Pandemie ihre Nebenjobs verloren hätten. Steinmeier verwies auch darauf, dass viele junge Menschen in der Corona-Krise Solidarität mit den Älteren gezeigt und Verantwortung übernommen hätten. Das sei viel zu wenig wahrgenommen worden. Nun sei es an der Zeit, dass die Älteren Solidarität mit der jungen Generation zeigten.

12.4.2021, 11:28 Uhr – Griechenland streicht Quarantänepflicht

Griechenland streicht ab Mitte Mai die Quarantänepflicht für Urlauber aus der EU und einigen anderen Staaten. Touristen müssen dann entweder geimpft sein oder einen negativen PCR-Test vorlegen. Danach könnten sie in Griechenland frei ihre Ferien verbringen, teilte das Tourismus-Ministerium mit. Die griechische Wirtschaft hängt stark vom Tourismus ab - er macht normalerweise rund 20 Prozent der Wirtschaftsleistung aus.

12.4.2021, 11:08 Uhr – Indien jetzt auf Platz Zwei bei Corona-Neuinfektionen

In Indien steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen so stark, dass das Land in der internationalen Statistik Brasilien auf Platz Zwei überholt hat. Indien hat zuletzt fast 170.000 neue Ansteckungen an einem Tag gemeldet. Insgesamt sind dort bereits 13,5 Millionen Menschen an Covid erkrankt. Mehr Infektionen gab es bisher nur in den USA, nämlich über 31 Millionen.

12.4.2021, 9:50 Uhr – SPD für Testpflicht in Unternehmen

Die SPD will im neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes auch eine Testpflicht für Unternehmen verankern. Diese sei das wirksamste Mittel zum Schutz der Beschäftigten, sagte SPD-Fraktions-Chef Rolf Mützenich im ARD-Morgenmagazin. Er forderte die Union auf, der Testpflicht zuzustimmen. Morgen soll das Bundeskabinett das neue Infektionsschutzgesetz auf den Weg bringen. Es gibt dem Bund erweiterte Kompetenzen. In Städten und Kreisen mit einer Inzidenz über 100 sollen Lockerungen zurückgenommen und Geschäfte geschlossen werden, außerdem soll es nächtliche Ausgangsbeschränkungen geben.

Der Gesetzentwurf soll dann im Schnellverfahren durch den Bundestag gebracht werden – dazu braucht es aber eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Abgeordneten. Die Grünen haben ihre Zustimmung signalisiert, die FDP sieht vor allem die Ausgangssperren kritisch.

12.4.2021, 7:17 Uhr – Aerosolforscher: Corona-Maßnahmen anpassen

Führende Aerosolforscher in Deutschland fordern von der Politik einen Kurswechsel bei den Corona-Maßnahmen. Die Ansteckungen fänden fast ausnahmslos in Innenräumen statt, schreiben die Forscher in einem Brief an Bundes- und Landesregierungen. In Wohnungen, Büros, Klassenräumen und Pflegeheimen müssten Maßnahmen getroffen werden - wie häufiges Lüften, Raumluftreiniger und effektive Masken. Corona-Regeln wie eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen hätten dagegen fast keinen Einfluss auf die Ansteckungen.

#Corona: #Ansteckungsgefahren aus Aerosolwissenschaftlicher Perspektive - offener Brief an die Entscheidungsträger in #Bundesregierung @RegSprecher @jensspahn & Länder @MPKretschmer @sms_sachsen ... von @G_Ae_F-Vorstand & @DrScheuch > https://t.co/OoF3hNHPEv / #COVIDIstInDerLuft https://t.co/CQt4oG4P7R

12.4.2021, 6:56 Uhr – Städte- und Gemeindebund gegen bundeseinheitliche Ausgangssperre

Es gibt Widerstand gegen die geplanten Änderungen am Infektionsschutzgesetz. Der Städte- und Gemeindebund hält etwa Ausgangssperren in ganz Deutschland für falsch. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der Rheinischen Post, man müsse immer die Ansteckungszahlen in den einzelnen Städten und Kreisen berücksichtigen. Landsberg hält es aber grundsätzlich für richtig, bundeseinheitliche Vorgaben für Corona-Regeln zu machen.

Deutschland

Verschärftes Infektionsschutzgesetz Bundesregierung einigt sich auf deutschlandweite Corona-Notbremse

Die Bundesregierung hat sich auf eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes in der Corona-Pandemie verständigt. Damit könnte eine bundesweit verbindliche Notbremse ab einer bestimmten Infektionsrate kommen.  mehr...

12.4.2021, 6:53 Uhr – Positive Reaktionen auf geplante Testpflicht in Unternehmen

Die Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für eine Corona-Testpflicht in Unternehmen stoßen auf positive Reaktionen. Flächendeckende Tests könnten auf freiwilliger Basis nicht konsequent umgesetzt werden, sagte die Wirtschaftsweise Veronika Grimm dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie sprach sich dafür aus, Betriebe finanziell zu unterstützen, die Corona-Tests nicht selbst zahlen könnten. Auch der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, begrüßte die geplante Testpflicht in Unternehmen. In den Funke-Zeitungen forderte Hoffmann von der Union, das Thema nicht mehr zu blockieren. Eine Selbstverpflichtung reiche nicht aus. Das Bundeskabinett will morgen über eine Testpflicht für Betriebe entscheiden.

12.4.2021, 6:11 Uhr – Frankreich: Alle ab 55 impfberechtigt

Menschen über 55 sind in Frankreich bereits ab heute corona-impfberechtigt. Das hat Gesundheitsminister Olivier Veran angekündigt. Viele der über 55-Jährigen seien Versorger von Familien oder mit älteren Menschen in Partnerschaften, so Veran zur Begründung. Ein weiterer Grund für die vorgezogene Priorisierung dürfte sein, dass die ersten Dosen des Johnson&Johnson-Impfstoffes früher als erwartet an Frankreich geliefert worden sind.

12.4.2021, 6:00 Uhr – RKI: 13.245 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 13.245 weitere Corona-Infektionen gemeldet. Das sind rund 4.700 mehr als heute vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 136,4 (Vortag: 129,2). In den letzten 24 Stunden sind laut RKI außerdem 99 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Montags sind die gemeldeten Zahlen meist niedriger, weil am Wochenende weniger getestet wird. Auch wegen der Schulferien und der Oster-Feiertage sind die Zahlen laut RKI immer noch nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Werten.

12.4.2021, 5:13 Uhr – BW-Landtag beschäftigt sich mit „Querdenker“-Demo

Die „Querdenker“-Demo in Stuttgart am Karsamstag beschäftigt heute den Innenausschuss des Landtags. Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU), Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) und das Innenministerium wollen sich äußern – es geht vor allem um die Frage, ob der Protest hätte verboten werden können. Nopper betont, es habe keine rechtliche Handhabe gegeben – andere, wie etwas Sozialminister Lucha, widersprechen. Ein von der Landeshauptstadt in Auftrag gegebenes Gutachten gibt der Stadt Recht: Darin heißt es, sie hätte die Versammlungen und Demonstrationen nicht verbieten dürfen. Außerdem sei es richtig gewesen, die Kundgebung auf dem Cannstatter Wasen nicht aufzulösen. Die Eskalationsgefahr wäre laut Gutachten zu hoch gewesen.

Stuttgart

Keine Masken, kein Abstand „Querdenken“-Demos in Stuttgart – darum hat die Polizei nicht eingegriffen

Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in Stuttgart ihrem Ärger über die Corona-Maßnahmen Luft gemacht. Die Vorschriften zur Masken- und Abstandspflicht wurden überwiegend ignoriert. Die Polizei schritt trotzdem kaum ein. Das sorgte für Kritik.  mehr...

12.4.2021, 4:43 Uhr – BW: Unterrichtsbeginn meist im Homeschooling

Für die meisten Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg beginnt der Unterricht heute wieder mit Fernlernen. Nur Abschlussklassen sollen teilweise in die Schulen kommen. Außerdem bleiben sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren geöffnet. Bis einschließlich Klasse 7 wird eine Notbetreuung angeboten. Ab nächster Woche sollen alle Kinder und Jugendlichen dann im Wechselbetrieb Unterricht haben – wenn es das Infektionsgeschehen zulässt. Gleichzeitig wird eine Testpflicht eingeführt.

12.4.2021, 4:30 Uhr – RP: Quarantänepflicht entfällt für vollständig Geimpfte

Für vollständig gegen Corona geimpfte Menschen in Rheinland-Pfalz entfällt ab heute in bestimmten Fällen die Quarantänepflicht. Wer keine Corona-Symptome hat und die zweite Impfung schon vor mindestens 14 Tagen bekommen hat, muss auch als Kontaktperson eines Infizierten nicht mehr in Quarantäne. Als Beleg dient der Impfpass oder ein digitaler Nachweis. Der Schritt ist Teil der Strategie der Landesregierung, Einschränkungen für Geimpfte zurückzunehmen. Seit gestern müssen sie sich nicht mehr testen lassen. Ende des Monats sollen auch die Beschränkungen für geimpfte Bewohner von Altenheimen wegfallen.

12.4.2021, 3:34 Uhr – Lockerungen in England und Italien

Nach harten Corona-Beschränkungen seit Anfang Januar dürfen in England unter anderem wieder Läden, Friseure und die Außengastronomie aufmachen. Auch Fitness-Studios, Schwimmbäder und Freizeitparks können öffnen. Es ist der zweite von mehreren Öffnungsschritten. Die Neuansteckungen sind gesunken. Mehr als 45 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Corona-Impfung bekommen. Auch in großen Teilen Italiens gibt es Lockerungen: In der Lombardei, dem Piemont und der Toskana zum Beispiel dürfen Geschäfte wieder öffnen und auch ältere Schüler zurück in den Präsenzunterricht. Auch dort sind die Infektionszahlen gesunken.

12.4.2021, 3:22 Uhr – US-Seuchenbehörde: 187 Millionen Impfstoff-Dosen bereits verabreicht

Die USA haben nach Angaben der Seuchenbehörde CDC bereits 187 Millionen Impfungen vorgenommen. Wie die CDC bestätigte, seien somit mehr als 119 Millionen Amerikaner mindestens einmal geimpft worden. Bei etwa 72 Millionen Menschen seien die Impfungen sogar vollständig abgeschlossen. Die CDC-Zählung umfasst die Zweidosen-Vakzine von Moderna und Pfizer/Biontech sowie den Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson.

12.4.2021, 1:53 Uhr – Lauterbach: EM in 12 Ländern verantwortungslos

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach kritisiert den Plan der Europäischen Fußball-Union UEFA, die EM im Juni in zwölf Ländern vor Zuschauern auszutragen als verantwortungslos. In der Neuen Osnabrücker Zeitung verwies er auf immer mehr Quarantäne-Fälle in der Bundesliga und das steigende Risiko für Profifußballer, an Long-Covid zu erkranken. Das seien gesundheitliche Langzeitschäden, die das sofortige Karriereende bedeuten könnten, sagte Lauterbach. Die UEFA will am 19. April entscheiden, ob die EM wie geplant in zwölf Ländern gespielt werden kann.

12.4.2021, 1:44 Uhr – Iran verzeichnet Jahreshöchststand bei täglichen Corona-Toten

Der Iran hat am Sonntag die bislang in diesem Jahr höchste Zahl an Corona-Todesfällen binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie registrierten Todesfälle stieg auf fast 64 500, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 258 Todesfälle verzeichnet. In einem Nachrichtenbeitrag hieß es, die Gesundheitsbehörden hätten zudem seit dem Vortag 21.063 neue Corona-Fälle registriert. Seit Pandemie-Beginn waren es somit mehr als 2,07 Millionen. Der Höchstwert stammt von Mitte November. Damals wurden an einem Tag mehr als 480 Corona-Tote gezählt.

12.4.2021, 00:43 Uhr – Reuters-Zählung – Weltweit mehr als 135,7 Millionen Infektionsfälle

Weltweit haben sich bislang mehr als 135,7 Millionen Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, die eine Auswertung von offiziellen Behördenangaben durchgeführt hat. Demnach sind 3.071.622​ Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben.

11.4.2021, 23:14 Uhr – Scholz: SPD-Länderchefs unterstützen Corona-Gesetz

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz erwartet trotz kritischer Stimmen aus seiner Partei eine Unterstützung der SPD-Ministerpräsidenten für das geplante Corona-Bundesgesetz. „Sie stehen alle hinter diesem Vorgehen und werden es auch unterstützen“, sagte der Vizekanzler im ZDF. Es werde eine ordentliche Beratung geben.„Aber der Weg ist klar und wird von allen getragen.“ Er habe noch am Sonntagabend mit den SPD-Länderchefs gesprochen. Zuvor war besonders aus dem SPD-regierten Niedersachsen Kritik am Entwurf des Bundesgesetzes laut geworden.

11.4.2021, 23:01 Uhr – US-Außenminister: Chinas Verhalten hat Pandemie verschlimmert

US-Außenminister Antony Blinken übt scharfe Kritik an China für das Verhalten des Landes bei der Aufklärung der Corona-Pandemie. China habe internationalen Experten den Zugang verweigert und Informationen nicht zeitnah bereitgestellt, sagt Blinken dem Sender NBC. Chinas Verhalten habe die Pandemie verschlimmert. Der zuständige WHO-Vertreter hatte im März beklagt, dass China eine WHO-Untersuchungskommission in dem Land behindert habe.

11.4.2021, 22:47 Uhr – 4,6 Millionen Impfspritzen an einem Tag in den USA

Das Impfprogramm in den USA kommt weiter rasant voran. Am Samstag seien mehr als 4,6 Millionen Impfungen verabreicht worden, das sei „ein neuer Rekord“, schrieb Cyrus Shahpar, der im Weißen Haus für die Corona-Daten zuständig ist, auf Twitter. Der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zients, hatte mitgeteilt, zuletzt seien USA-weit pro Tag im Schnitt drei Millionen Impfdosen verabreicht worden. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden landesweit bisher mehr als 183 Millionen Impfdosen gespritzt. Gut 45 Prozent der Erwachsenen im Land haben demnach mindestens eine Impfdosis bekommen, 27 Prozent der Erwachsenen sind voll geimpft.

11.4.2021, 22:39 Uhr – Corona-Ampel im Saarland auf „Gelb“

Im Saarland hat die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge über 100 gelegen. Damit springt die Corona-Ampel im Land von „Grün“ auf „Gelb“. Ab Montag gilt eine erweiterte Testpflicht. Dazu zählten auch der Einzelhandel sowie die körpernahen Dienstleistungen, so die Gesundheitsbehörden. Im Saarland seien binnen eines Tages weitere 66 Corona-Fälle registriert worden. Am Dienstag hatte das Saarland trotz steigender Infektionszahlen mit einem Ausstieg aus dem Corona-Lockdown begonnen.

11.4.2021, 22:34 Uhr – Rund 400 „Querdenker“ demonstrieren in Frankfurt

Mehrere Hundert Anhänger der „Querdenken“-Bewegung sind in Frankfurt am Main auf die Straße gegangen, um gegen die Corona-Beschränkungen und gegen „gleichgeschaltete“ Medien zu protestieren. Die rund 400 Teilnehmer hätten sich weitgehend an die Abstands- und Hygieneauflagen gehalten, sagte ein Polizeisprecher. Rund 150 Menschen demonstrierten den Angaben zufolge vor dem Hauptgebäude des Hessischen Rundfunks gegen den Aufmarsch der "Querdenker".

11.4.2021, 14:32 Uhr – Merkel: „Ich habe mich über die Länder geärgert“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das Vorgehen Bayerns in der Corona-Krise nach Angaben von Teilnehmern der Sitzung des geschäftsführenden Fraktionsvorstands der Union kritisiert. Nordrhein-Westfalen sei, wenn überhaupt, nur minimal von den Bund-Länder-Beschlüssen abgewichen, betonte die CDU-Politikerin demnach in der Sitzung des Vorstands der CDU/CSU-Bundestagsfraktion nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters. Andere seien weiter gegangen. „Bayern ist inzwischen sogar noch deutlicher abgewichen“, habe Merkel den Teilnehmern zufolge gesagt. Markus Söder (CSU) werde dies damit verteidigen, dass das an Gerichtsurteilen liege. Leider sei in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, als ob NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) stärker abgewichen sei. Sie selbst hatte in einer Talkshow Berlin und NRW kritisiert. Andere Länder hätten sich aber weniger an die Absprachen gehalten. „Ich habe mich über die Länder geärgert“, so Merkel.

11.4.2021, 14:01 – Polizei löst mehrere Treffen von Autofans in Reutlingen auf

Die Polizei Reutlingen hat in der vergangenen Nacht mehrere illegale Treffen von Autofans aufgelöst. Auf verschiedenen Plätzen in der Stadt und an Tankstellen hatten sich teils Hunderte junge Leute, teils auch aus der sogenannten Poserszene, versammelt. Dabei soll es zu mindestens einem verbotenen Straßenrennen sowie vielen Ruhestörungen und Missachtungen der Corona-Regeln gekommen sein. Schon in den letzten Wochen hat die Polizei immer wieder solche illegalen Ansammlungen in der Stadt festgestellt und deswegen ihre Kontrollmaßnahmen verstärkt.

11.4.2021, 11:19 Uhr – Bahn spricht erstmals Zugverbote gegen Maskenverweigerer aus

Die Deutsche Bahn hat nach einem Zeitungsbericht Maskenverweigerern zum ersten Mal bundesweite Zugverbote erteilt. Eine Bahnsprecherin sagte der Welt am Sonntag, die Verbote bewegten sich im niedrigen zweistelligen Bereich und würden für sechs Monate gelten. Verhängt wurden sie demnach in besonders drastischen Fällen. So habe sich im Dezember eine Gruppe von Corona-Leugnern dabei gefilmt, wie sie ohne Masken in einem Regionalexpress andere Passagiere belästigten.

11.4.2021, 9:46 Uhr – Landkreise sind gegen bundeseinheitliche Regeln

Die deutschen Landkreise sind gegen die Pläne der Bundesregierung, die Coronaregeln bundesweit einheitlich festzulegen. Das sei ein Misstrauensvotum gegenüber Ländern und Kommunen, sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, der Funke Mediengruppe. Er plädierte im Gegenteil für regionale Lösungen. Ein Bundesgesetz könne die völlig unterschiedlichen Situationen vor Ort nicht passgenau lösen. Außerdem, so Sager, würden einzelne verantwortbare Modellversuche mit dem Gesetz unterbunden.

11.4.2021, 8:38 Uhr – Heil plant Corona-Testpflicht für Unternehmen

Laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) soll das Kabinett am Dienstag eine Corona-Testpflicht für Unternehmen in ganz Deutschland beschließen. Testen schütze die Beschäftigten und halte die Betriebe offen, sagte der SPD-Politiker der Bild am Sonntag. Die Pläne des Bundesarbeitsministeriums sehen nach Informationen der Zeitung vor, dass alle Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice sind, das Recht auf einen Corona-Test pro Woche bekommen. Wer viel Kundenkontakt habe oder mit Lebensmitteln arbeite, solle Anspruch auf zwei Tests pro Woche haben. Bislang hatte die Union eine Testpflicht für Betriebe abgelehnt.

Deutschland

Verschärftes Infektionsschutzgesetz Bundesregierung einigt sich auf deutschlandweite Corona-Notbremse

Die Bundesregierung hat sich auf eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes in der Corona-Pandemie verständigt. Damit könnte eine bundesweit verbindliche Notbremse ab einer bestimmten Infektionsrate kommen.  mehr...

11.4.2021, 8:32 Uhr – Offene Biergärten für vollständig Geimpfte in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz können ab heute vollständig geimpfte Menschen einen Biergarten besuchen, ohne dass sie vorher einen Corona-Test machen müssen. Als vollständig geimpft gilt, wer vor 14 Tagen die zweite Impfung bekommen hat und keine typischen Symptome einer Corona-Infektion zeigt. Als Beleg dient der Impfpass oder ein digitaler Nachweis. Ab Montag entfällt für die gleiche Gruppe die Quarantänepflicht nach einem direkten Kontakt zu einem Corona-Infizierten.

11.4.2021, 8:15 Uhr – Polizei löst illegale Party in Vallendar auf

Wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln hat die Polizei in Vallendar im Landkreis Mayen-Koblenz in der Nacht eine Party aufgelöst. Nach Polizeiangaben fand sie in einem Parkhaus statt. Als die Teilnehmer die Beamten bemerkten, seien einige geflohen. 24 Menschen konnten demnach aber trotzdem kontrolliert werden. Sie wurden angezeigt. Außerdem ermittelt die Polizei, wer die illegale Party organisiert hat.

11.4.2021, 8:00 Uhr – Auf dem Bau wird das Material knapp und teuer

Die Coronakrise sorgt für Lieferschwierigkeiten und steigende Preise bei Baumaterial. Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes sind die Preise für Holz seit September um 15 bis 20 Prozent teurer geworden, für Betonstahl sogar um 30 Prozent. Bei Dämmmaterial und Trockenbauprofilen gebe es Preiserhöhungen von rund 50 Prozent, so der Bundesverband Farbe. Eine der Ursachen sei die in der ersten Corona-Welle heruntergefahrene Produktion in China.

11.4.2021, 4:17 Uhr – Mehr als 15 Prozent haben Erstimpfung erhalten

In Deutschland haben mehr als 15 Prozent der Menschen eine Erstimpfung erhalten. Das geht aus Daten hervor, die das Robert Koch-Institut veröffentlichte. Demnach sind 15,2 Prozent in Deutschland mindestens einmal geimpft, das sind 12,7 Millionen Menschen (Datenstand 10.4., 8.00 Uhr). 5,9 Prozent (4,9 Millionen Menschen) haben schon eine Zweitimpfung erhalten. Mehreren Studien zufolge gibt bereits die erste Impfung einen gewissen Schutz. Nach einer britischen Studie verhinderten die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Astrazeneca nach der ersten Dosis mehr als die Hälfte aller zu erwartenden Infektionen bei Pflegeheimbewohnern. Nachdem die Hausarztpraxen in die Corona-Impfungen eingestiegen waren und auch mehr Impfstoffe zur Verfügung standen, hatte sich die Zahl der Impfungen in der vergangenen Woche pro Tag stark erhöht auf über 700.000 am Donnerstag, danach sank sie wieder.

11.4.2021, 1:02 Uhr – Buchungen für Sommer brechen um drei Viertel ein

Die deutsche Tourismusbranche stellt sich auf ein weiteres schwieriges Jahr ein. Die Buchungen für 2021 seien deutlich schlechter als die schon schlechten Zahlen vom Vorjahr, sagte Michael Frenzel, Chef des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft, der Zeitung Welt am Sonntag. „Für die Sommersaison liegen die Buchungen gemessen am Umsatz um 76 Prozent unter den Zahlen im Vorjahreszeitraum.“ Im Frühjahr hätten die Stornierungen die Buchungen sogar weiterhin übertroffen. Erst ab dem dritten Quartal rechnen die Bürger nach Darstellung von Frenzel wohl mit spürbaren Verbesserungen. „Die Mehrheit der Menschen setzt auf späte Reisen im Herbst“, sagte er.

11.4.2021, 00:42 Uhr – Heil will Corona-Testpflicht am Arbeitsplatz einführen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will rasch eine Corona-Testpflicht in allen Unternehmen einführen. Um diejenigen zu schützen, die nicht von zu Hause aus arbeiten können, „brauchen wir flächendeckend Tests in den Betrieben“, sagte der SPD-Politiker der Bild am Sonntag. Erreicht werden solle dies über eine Änderung der Arbeitsschutzverordnung, die bereits am Dienstag im Kabinett beschlossen werden solle.Die Pläne des Bundesarbeitsministeriums sehen dem Bericht zufolge vor, dass alle Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice sind, das Recht auf einen Corona-Test pro Woche bekommen. Wer viel Kundenkontakt hat oder mit Lebensmitteln arbeitet, soll Anspruch auf zwei Tests pro Woche haben. Eine Bescheinigungspflicht soll es nicht geben.

Bislang hatte die Union eine Testpflicht für Betriebe abgelehnt, nun verhandelt die SPD dem Bericht zufolge eine solche Einführung über den Arbeitsschutz im Paket mit der geplanten Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte sich dagegen am Freitag gegen eine Corona-Testpflicht in Unternehmen ausgesprochen. Zwar sei ein Ausbau der Zahlen nötig, er glaube aber, dass dies auch „ohne neue Regulierungen und Verordnungen“ gelinge.

11.4.2021, 00:09 Uhr – Müller übt Kritik an geplanter Ausgangssperre

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sieht eine komplette nächtliche Ausgangssperre zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisch. Eine solche Maßnahme, wie sie ein aktueller Entwurf der Bundesregierung zur Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes ins Spiel bringt, sei „mit Sicherheit kritisch zu hinterfragen“, sagte Müller der Nachrichtenagentur dpa. „Aus Berliner Sicht kann ich sagen, dass wir viele Maßnahmen in diesem Entwurf schon beschlossen haben.“ Es bleibe in der Verantwortung der Länder, das Gesetz umzusetzen, sollte es „in dieser oder ähnlicher Form verabschiedet werden.“

11.4.2021, 00:03 Uhr – Rumänien meldet eine Million Corona-Fälle

Rumänien hat die millionste bestätigte Corona-Infektion in dem 19-Millionen-Einwohner-Land gemeldet. Die Intensivstationen sind bereits überlastet. Patienten, die eigentlich auf Intensivbetten angewiesen seien, müssten auf normalen Stationen untergebracht werden, sagte Lungenfacharzt Dragos Zaharia vom Marius-Nasta-Institut der Nachrichtenagentur AP. Gleichzeitig demonstrierten in der Hauptstadt Bukarest etwa 1000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung. Der Zorn der Demonstranten richtet sich vor allem gegen den seit Ende März geltenden jüngsten Lockdown, der unter anderem nächtliche Ausgangsbeschränkungen und Ladenschließungen vorsieht.

10.4.2021, 23:07 Uhr – Mediziner: Intensivstationen auf bisher höchster Auslastung

Die Auslastung der Intensivbetten in Deutschland erreicht nach Angaben des Verbands DGIIN den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Zugleich breche das Personal weg, twittert der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis. Es müsse sofort gehandelt werden. „Selbst wenn es zu einem harten Lockdown kommt, steigen die Zahlen weiter für 10-14 Tage.“

Wir haben seit Beginn der #Pandemie heute den Höhepunkt der Auslastung ALLER Intensivbetten erreicht (rote und gelbe Kurve Fig.1). Das Personal bricht weg (Fig.2). Selbst wenn es zu einem harten Lockdown kommt, steigen die Zahlen weiter für 10-14 Tage. Es muss JETZT was passieren https://t.co/174e06X5pY

10.4.2021, 23:02 Uhr – Südafrika-Variante kann Biontech/Pfizer-Schutz laut Studie durchbrechen

Die zuerst in Südafrika entdeckte Coronavirus-Variante kann vorläufigen Ergebnissen einer israelischen Studie zufolge den Schutz der Impfung von Biontech und Pfizer durchbrechen. Die Wissenschaftler der Universität Tel Aviv und des Gesundheitsdienstleisters Clalit verglichen 400 Personen, die geimpft und danach positiv auf das Virus getestet wurden, mit einer gleich großen Gruppe Infizierter, die nicht geimpft waren. Bei den Geimpften trat die südafrikanische Variante überproportional oft auf.

10.4.2021, 15:51 Uhr – Demos in mehreren Städten für strengere Corona-Regeln

In mehreren deutschen Städten sind Menschen für strengere Corona-Regeln auf die Straße gegangen. In Bremen und Hannover protestierten insgesamt mehr als 200 Menschen, in Göttingen kamen laut Polizei bis zu 50 zusammen. Protestaktionen waren auch in Karlsruhe, Stuttgart, Freiburg, Trier und Saarbrücken geplant. Die sogenannte "Zero-Covid"-Bewegung will die Zahl der Neuinfektionen schrittweise auf Null senken. Sie fordert in der aktuellen dritten Welle unter anderem „eine solidarische Arbeitspause“ für mindestens drei Wochen, also das Herunterfahren aller nicht zwingend erforderlichen Wirtschaftsbereiche.

10.4.2021, 15:28 Uhr – Demo in Heilbronn gegen Corona-Politik

In Heilbronn sind rund 150 Menschen zusammengekommen, um gegen die Corona-Regeln zu demonstrieren. Nach Angaben der Polizei verläuft der Protest friedlich - sie hat nur Teilnehmer mit Maske auf das Gelände gelassen. Proteste in Landau, Speyer und Rastatt wurden untersagt. Trotzdem seien in Rastatt einzelne Menschen unterwegs, die habe man aber im Blick, sagte eine Polizeisprecherin. In Stuttgart hatten vor einer Woche Tausende Menschen demonstriert - meist ohne Masken und Mindestabstand. Das löste eine Debatte über Verbote solcher Proteste aus.

Baden-Württemberg

Diskussion über Anti-Corona-Proteste In Rastatt verboten, in Heilbronn erlaubt - Gerichte entscheiden über "Querdenker"-Demos

Im Gegensatz zu einer Demonstration in Rastatt kann eine Versammlung der "Querdenker" in Heilbronn stattfinden. Ausschlaggebend für die Entscheidungen der Gerichte waren die Begründungen der jeweiligen Städte.  mehr...

10.4.2021, 14:13 Uhr – Montgomery warnt vor Zwang zur Triage

Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Weltärztebundes, hat angesichts steigender Patientenzahlen in der dritten Corona-Welle vor einer Zuspitzung der Lage in den deutschen Krankenhäusern gewarnt. „Wir werden in den Kliniken jetzt eingeholt von den Infektionen, die vor vier Wochen stattgefunden haben“, sagte er der Passauer Neuen Presse. Auch die Triage werde „mit Sicherheit“ wieder im Raum stehen. Bei der Triage im Falle der Corona-Pandemie geht es vor allem um die ärztliche Entscheidung, wer eine intensivmedizinische Behandlung oder ein Beatmungsgerät erhält, wenn nicht hinreichend Ressourcen vorhanden sind. „Wir waren sehr dankbar, dass sie in den ersten beiden Wellen nicht gebraucht wurde. Es ist vorstellbar, dass es zu Situationen kommt, in denen sie angewendet wird“, ergänzte Montgomery. Es sei deshalb richtig, dass sich die Kliniken sich auf einen Ansturm einstellen.

10.4.2021, 12:58 Uhr – Bundesschülerkonferenz fordert bundesweite Testpflicht an Schulen

Die Bundesschülerkonferenz fordert eine bundesweite Corona-Testpflicht für Schüler. Generalsekretär Dario Schramm sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die freiwilligen Testangebote reichten nicht aus. Jeder Schüler müsse mindestens drei Mal die Woche kostenlos auf das Coronavirus getestet werden. Ziel müsse sogar ein tägliches Testen sein. Wer sich dem verweigere, dürfe dann nicht mehr zum Unterricht in die Schule kommen, sondern müsse im Distanzunterreicht bleiben.

10.4.2021, 10:42 Uhr – Jeder vierte Gastrobetrieb will vielleicht aufgeben

Jeder vierte Betrieb in der Gastrobranche denkt nach einer Umfrage des Hotel- und Gaststättenverbands daran aufzugeben. Verbandspräsident Guido Zöllick sagte der Internetausgabe des Münchner Merkurs, viele Hoteliers und Gastronomen seien nervlich und finanziell am Ende. Einige hätten angegeben, dass sie noch immer auf staatliche Unterstützung warteten, obwohl sie den Antrag bereits vor Monaten gestellt hätten. Zigtausende Mitarbeiter hätten Angst um ihre Jobs. Zöllick forderte die Politiker auf zu erlauben, dass Hotels, Restaurants und Ferienwohnungen im Mai wieder öffnen dürfen.

10.4.2021, 10:33 Uhr – Bisher 42 Fälle von Sinusvenenthrombose nach Astrazeneca-Impfung in Deutschland

In Deutschland sind 42 Verdachtsfälle einer Sinusvenenthrombose nach einer Corona-Schutzimpfung mit dem Präparat von Astrazeneca bekannt. Das teilte das Paul-Ehrlich-Institut mit. In 35 Fällen seien Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren betroffen gewesen. Allerdings seien Frauen auch häufiger als Männer mit dem Produkt geimpft worden. Die Männer seien 24 bis 58 Jahre alt gewesen. Acht Betroffene seien gestorben. Inzwischen wird der Impfstoff in Deutschland in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren verwendet.

Experte: Impfstoff kann nicht einziger Grund sein Bisher 42 Fälle von Sinusvenenthrombose nach Astrazeneca-Impfung in Deutschland

Nach dem Wirbel um den Astrazeneca-Impfstoff wurden jetzt erste Zahlen vorgelegt: Bislang gibt es rund 40 Thrombose-Fälle in Deutschland. Laut einem Forscher kann der Impfstoff aber nicht alleine der Grund sein.  mehr...

10.4.2021, 7:10 Uhr – RKI meldet 24.097 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 24.097 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 246 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 18.129 Neuinfektionen und 120 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag am Morgen bundesweit bei 120,6. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 110,4 an, vor einer Woche lag sie noch bei über 130.

10.4.2021, 4:17 Uhr – Curevac hofft auf EU-Impfstoff-Zulassung im Mai

Der Tübinger Impfstoffhersteller Curevac hält eine europäische Zulassung seines Corona-Impfstoffes angesichts von Fortschritten in den erforderlichen Studien noch im Mai oder Juni für möglich. „Wir sind bereits sehr fortgeschritten in der dritten klinischen Testphase und erwarten die Daten für das finale Zulassungspaket“, sagte Curevac-Sprecher Thorsten Schüller der Augsburger Allgemeinen laut Vorabbericht. Die Virus-Varianten hätten die Komplexität für die laufende klinische Studie drei erhöht. Curevac plane weiter mit der Produktion von bis zu 300 Millionen Impfdosen in diesem Jahr. Auch Bayer werde den mRNA-Impfstoff produzieren.

10.4.2021, 2:39 Uhr – Regionen in Brasilien lockern Beschränkungen

Trotz hoher Zahlen an Todesfällen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie lockern der brasilianische Bundesstaat Sao Paolo und die Stadt Rio de Janeiro die Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der Betrieb von Gaststätten wird mit Einschränkungen wieder erlaubt. Am Donnerstag verzeichnete Brasilien eine Höchstzahl von 4.249 Sterbefällen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, davon mehr als 1.500 in Sao Paolo und Rio de Janeiro.

10.4.2021, 1:23 Uhr – Biontech will US-Notfallzulassung für Jugendliche

Biontech und Pfizer wollen ihren Corona-Impfstoff künftig auch bei Jugendlichen ab zwölf Jahren einsetzen. Das wurde nach Unternehmensangaben in den USA beantragt. In den kommenden Tagen sollen auch in anderen Ländern solche Anträge eingereicht werden. Laut Biontech und Pfizer hat der von ihnen entwickelte Corona-Impfstoff in der Altersgruppe von zwölf bis 15 Jahren eine Wirksamkeit von 100 Prozent.

10.4.2021, 1:05 Uhr – Italien lockert am Montag Beschränkungen in sechs Regionen

In Italien werden am Montag die Beschränkungen in sechs der 20 Regionen gelockert. Von der Entscheidung des Gesundheitsministeriums ist auch die Lombardei betroffen, wo die Finanzmetropole Mailand liegt. In den vergangenen fünf Tagen ist in Italien die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche um 30 Prozent gefallen.

9.4.2021, 18:06 Uhr – Thrombosen auch bei Johnson&Johnson-Impfung? EMA untersucht mehrere Fälle

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA untersucht auch mehrere Fälle von Thrombosen nach Impfungen mit dem Stoff von Johnson und Johnson. Eine Person sei gestorben, heißt es. Noch ist aber nicht klar, ob es einen Zusammenhang zwischen der Impfung und den Blutgerinnseln gibt.

Gefahr von Blutgerinnseln Thrombosen auch bei Johnson und Johnson-Impfung? EMA untersucht mehrere Fälle

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA untersucht auch mehrere Fälle von Thrombosen nach Impfung mit dem Stoff von Johnson und Johnson. Eine Person sei gestorben, heißt es. Noch ist aber nicht klar, ob es einen Zusammenhang zwischen der Impfung und den Blutgerinnseln gibt.  mehr...

9.4.2021, 17:30 Uhr – Keine Testpflicht für vollständig Geimpfte in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz fällt für vollständig Geimpfte künftig die Testpflicht weg. Das hat das Kabinett in Mainz entschieden. Wer zum Beispiel in den Außenbereich von Gaststätten oder zum Friseur möchte, kann dafür ab Sonntag eine Impf-Bestätigung vorlegen. Außerdem müssen Geimpfte nach einer Einreise aus einem Risikogebiet ab Montag nicht mehr in Quarantäne. Ausgenommen sind unter anderem Reisende aus Virusmutationsgebieten. Vollständig geimpft ist man laut der Stiko 14 Tage nach der Zweiten Impfung – vorausgesetzt, man ist symptomfrei.

Rheinland-Pfalz

Restaurantbesuch, Friseurtermin, Reisen Keine Testpflicht für vollständig Geimpfte in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz fällt für vollständig Geimpfte künftig die Testpflicht weg. Das hat das Kabinett in Mainz entschieden. Kommen jetzt also doch Vorteile für Geimpfte?  mehr...

9.4.2021, 15:12 Uhr – Schul-Abschlussprüfungen in Baden-Württemberg sollen wie geplant stattfinden

Nach dem jüngsten Beschluss der Kultusminister-Konferenz werden die Abiturprüfungen auch in Baden-Württemberg trotz der Corona-Pandemie wie geplant stattfinden. Dies bestätigte ein Sprecher des Kultusministeriums dem SWR. Der Termin fürs schriftliche Abitur ist vom 4. bis 21. Mai, die Abschlussarbeiten an Realschulen, Werkrealschulen und Hauptschulen sind vom 8. bis 18. Juni vorgesehen. Damit die Schüler trotz der Corona-Einschränkungen möglichst faire Bedingungen haben, bekommen sie nach Angaben des Kultusministeriums eine halbe Stunde mehr Zeit für die Bearbeitung der Abschlussprüfungen. Auch Präsenzunterricht im Wechselbetrieb gibt es nach den Osterferien ab Montag nur für die Abschlussklassen. Alle anderen Schüler haben wegen der hohen Infektionszahlen zunächst weiterhin Fernunterricht. Auch die Grundschüler in Baden-Württemberg müssen wieder zu Hause bleiben, sie waren vor den Osterferien vorübergehend in die Klassenzimmer zurückgekehrt. Ab 19. April soll es in Hotspots mit Inzidenzen über 100 eine Testpflicht für Schüler und Lehrer geben, um wieder Präsenzunterricht durchführen zu können.

9.4.2021, 13:04 Uhr – RKI: Türkei und Kroatien werden Hochinzidenzgebiete

Wegen hoher Corona-Infektionszahlen gelten die Türkei, Kroatien, die Ukraine und Armenien ab Sonntag als Hochinzidenzgebiete mit leicht verschärften Einreiseregeln. Das gab das Robert Koch-Institut (RKI) bekannt. Praktische Auswirkungen hat das für Reisende, die auf dem Landweg von dort nach Deutschland kommen. Sie müssen einen negativen Corona-Test mit sich führen. Flugreisende müssen sich ohnehin generell vor dem Abflug testen lassen. Malta, Lettland und die Slowakei werden übermorgen wieder von der Liste der Hochinzidenzgebiete gestrichen und als „normale“ Risikogebiete eingestuft.

9.4.2021, 12:56 Uhr – WHO empfiehlt keinen Wechsel zwischen Impfstoffen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt vorerst keinen Wechsel der Corona-Impfstoffe zwischen der ersten und zweiten Dosis. Die bisherigen Daten reichten nicht aus, um sagen zu können, ob das sicher sei, teilte WHO-Sprecherin Margaret Harris in Genf mit. In Deutschland hatte die Ständige Impfkommission Kreuzimpfungen mit Astrazeneca und anderen Mitteln empfohlen. Hintergrund war, dass nach Astrazeneca-Impfungen vereinzelt Hirnvenen-Thrombosen aufgetreten waren – vor allem bei jüngeren Menschen. Deswegen soll der Impfstoff nur noch bei Menschen über 60 Jahren eingesetzt werden.

9.4.2021, 12:19 Uhr – Auch Heilbronn und Rastatt verbieten „Querdenker“-Demos

Die Stadt Heilbronn hat eine für Samstag geplante Kundgebung der „Querdenken“-Bewegung verboten. Als Grund gibt die Stadtverwaltung an, der Veranstalter habe nicht zugesagt, dass Hygieneregeln eingehalten würden. Auch in Rastatt wurde eine geplante Demonstration der „Querdenker“ verboten. Das Landratsamt des Kreises Rastatt begründete das Verbot mit einem zu hohen Infektionsrisiko durch die Veranstaltung. Bereits am Donnerstag hatte Stuttgart zwei für den 17. April geplante „Querdenken“-Demonstrationen verboten. Dort war eine ähnliche Veranstaltung an Ostern aus dem Ruder gelaufen. Zahlreiche Teilnehmer demonstrierten ohne Masken und Abstand.

Stuttgart

Wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen Stuttgart und Rastatt verbieten nächste „Querdenker“-Demos – Verbot in Heilbronn gekippt

An Ostern waren tausende Menschen ohne Masken und Abstand durch Stuttgart gezogen. Für die nächsten „Querdenken“-Demos wurden jetzt Verbote ausgesprochen. Heilbronn und Rastatt wollen nachziehen.  mehr...

9.4.2021, 12:15 Uhr – Neuer Impfrekord in Deutschland

Am Donnerstag wurden in Deutschland fast 720.000 Impfdosen verabreicht. Das ist ein neuer Tagesrekord. 325.000 davon entfielen dabei auf die Arztpraxen. Damit sind nun 4,8 Millionen Menschen vollständig geimpft. Das entspricht 5,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Insgesamt haben 12,2 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dämpfte allerdings die Erwartungen an die Schutzimpfungen in den Arztpraxen. Es werde nicht jeden Tag einen neuen Rekord geben können, so Spahn. Er wies Spekulationen zurück, der Bund könne die Auslieferung der Impfdosen an die Praxen wieder drosseln. Es sei allerdings nicht auszuschließen, dass es wegen der Produktionsabläufe zu Veränderungen bei den Liefermengen kommen könne.

9.4.2021, 10:42 Uhr – Für Montag geplantes Bund-Länder-Treffen abgesagt

Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios wird es am Montag keine Ministerpräsidentenkonferenz geben. Hintergrund ist, dass es offenbar keine Einigung in den Ländern dazu gibt, was konkret beschlossen werden soll. Es soll aber nicht nichts passieren: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) arbeitet offenbar gemeinsam mit einigen Ländern daran, mehr Kompetenzen zum Bund zu holen – konkret geht es um die Notbremse. Wenn die Inzidenz über 100 liegt, soll der Bund entscheiden und zwar verbindlich. Dafür muss aber das Infektionschutzgesetz geändert werden, das hatte Merkel schon vor einigen Tagen angedeutet und daran wird offenbar jetzt gearbeitet. Unterhalb einer Inzidenz von 100 sollten die bestehenden Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz fortgelten und die Länder damit ihre Zuständigkeit behalten.

Deutschland

Wie geht es weiter? Ringen um eine Lösung: Corona-Gipfel abgesagt – kommen deutschlandweite Lockdown-Regeln?

Bundeskanzlerin Merkel hat sich für einen kurzen, bundeseinheitlichen Lockdown ausgesprochen. Nun ist der geplante Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern am Montag abgesagt. Der Bund soll wohl mehr Macht bekommen – konkret geht es um die „Notbremse“ mit deutschlandweiten Ausgangssperren und Schulschließungen.  mehr...

9.4.2021, 10:40 Uhr – Spahn fordert schnellen Lockdown

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält die aktuell niedrigen Infektionszahlen wegen der Osterfeiertage nicht für verlässlich. Die sozialen Kontakte müssten eingeschränkt werden, notfalls auch mit nächtlichen Ausgangssperren, sagte Spahn in Berlin. „Es braucht einen Lockdown.“ Nur so könne die dritte Infektionswelle gebrochen werden. Es gebe schon wieder fast 4.500 Patienten auf Intensivstationen. „Wenn es so weitergeht, sind es zu viele für unser Gesundheitssystem.“

9.4.2021, 10:34 Uhr – Seehofer ordnet Trauerbeflaggung an

Zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie gilt am 18. April eine bundesweite Trauerbeflaggung. Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sie für den Bereich der Bundesbehörden angeordnet, teilte sein Ministerium mit. Auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier soll am 18. April in Berlin mit einer staatlichen Gedenkfeier an die Toten der Corona-Pandemie erinnert werden. Zuvor ist in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein ökumenischer Gottesdienst geplant. Zu dem zentralen Gedenken wird neben einigen ausgewählten Hinterbliebenen die gesamte Staatsspitze erwartet. Coronabedingt ist die Teilnehmerzahl stark eingeschränkt.

9.4.2021, 5:32 Uhr – RKI meldet 25.464 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 110,4

Das Robert-Koch-Institut hat am Morgen 25.464 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 3576 mehr als vor einer Woche. 296 weitere Menschen sind in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 110,4 von 105,7 am Vortag. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,96 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt. 78.003 Personen starben dem RKI zufolge nach einer Infektion mit dem Virus. Das Institut erklärte auf seiner offiziellen Webseite, sinkende Zahlen könnten auch daran liegen, dass rund um Ostern weniger Menschen einen Arzt aufsuchten und somit weniger getestet werde. Auch könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und Landesbehörden ihre Fallzahlen übermittelten.

9.4.2021, 2:22 Uhr – Kinder- und Jugendärzte warnen vor Kita- und Schulschließungen

Die Kinder- und Jugendärzte warnen davor, den Präsenzunterricht an Schulen oder die Betreuung in Kitas Corona-bedingt einzuschränken. Verbandspräsident Thomas Fischbach sagte der Rheinischen Post, Kinder seien nicht die Treiber der Pandemie, schließlich würden sie häufiger getestet als Erwachsene. Präsenzunterricht und die Betreuung in der Gruppe seien entscheidend für eine gesunde Entwicklung der Kinder. Zuletzt gab es Forderungen aus der Politik, die Bildungseinrichtungen im Fall steigender Infektionszahlen wieder zu schließen.

9.4.2021, 0:44 Uhr – Verhandlungen über Sputnik V für Deutschland

Die Bundesregierung bemüht sich darum, dass der russische Corona-Impfstoff Sputnik V nach Deutschland geliefert wird. Gesundheitsminister Jens Spahn kündigte Gespräche mit Moskau an. Der CDU-Politiker begründete das damit, dass die EU-Kommission das Präparat nicht einkaufen wolle. Damit Sputnik V hierzulande verimpft werden kann, muss das Mittel von der Europäischen Arzneimittelbehörde zugelassen werden. Am Abend teilte der russische Hersteller mit, dass die Verhandlungen mit Berlin schon angelaufen sind.

BREAKING: Russian Direct Investment Fund has started discussions with the German government representatives on the advanced purchase agreement of Sputnik V for Germany.

8.4.2021, 23:13 Uhr – Schäuble stellt Beschluss zu einheitlichen Corona-Auflagen in Aussicht

In der Debatte über bundesweit einheitliche Corona-Auflagen hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble eine schnelle Entscheidung in Aussicht gestellt. Der CDU-Politiker sagte am Abend im ZDF, das Parlament könne per Mehrheitsbeschluss den Ländern bestimmte Regeln verbindlich vorschreiben. Dafür müsse der Bundesrat nicht zustimmen, betonte Schäuble. Er beklagte, dass sich die Länder in dieser wichtigen Frage noch immer nicht hätten einigen könnten. Das verunsichere die Öffentlichkeit. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt seit längerem darauf, die Corona-Auflagen bundesweit zu vereinheitlichen.

Deutschland

Wie geht es weiter? Ringen um eine Lösung: Corona-Gipfel abgesagt – kommen deutschlandweite Lockdown-Regeln?

Bundeskanzlerin Merkel hat sich für einen kurzen, bundeseinheitlichen Lockdown ausgesprochen. Nun ist der geplante Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern am Montag abgesagt. Der Bund soll wohl mehr Macht bekommen – konkret geht es um die „Notbremse“ mit deutschlandweiten Ausgangssperren und Schulschließungen.  mehr...

8.4.2021, 21:37 Uhr – Bund-Länder-Treffen könnte verschoben werden

Das für Montag geplante Bund-Länder-Treffen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie könnte nach Medienberichten verschoben werden. Nach Informationen unter anderem der Deutschen Presse-Agentur aus Länderkreisen deutet sich eine Verschiebung an. Entschieden sei das aber noch nicht. Hintergrund sei, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten nicht zu einer einheitlichen Linie in der Corona-Politik finden.

8.4.2021, 21:16 Uhr – Zwei Drittel der Unternehmen bieten Corona-Tests an

Etwa zwei von drei Unternehmen in Deutschland bieten ihren Mitarbeitern regelmäßige Corona-Tests an oder wollen es in Kürze tun. Das ist das Ergebnis von Umfragen des Bundeswirtschafts- und des Arbeitsministeriums. Die Firmen verfehlen damit die Vorgabe der Bundesregierung, wonach mindestens 90 Prozent von ihnen Testmöglichkeiten für ihre Beschäftigten schaffen sollen. Andernfalls hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Auflagen gedroht. Die Ergebnisse sollen nun die Grundlage für weitere Gespräche der Bundesregierung sein. Die Wirtschaft wehrt sich gegen eine Testpflicht und fürchtet weitere Bürokratie.

8.4.2021, 19:53 Uhr – Abiturprüfungen finden statt

Die Abiturprüfungen in Deutschland sollen in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie planmäßig stattfinden. Das hat die Kultusministerkonferenz am Abend beschlossen. Außerdem einigten sich die 16 Ressortchefs darauf, die Schulen so lange wie möglich offen zu halten oder sie schnell wieder zu öffnen. Künftig sollen die Corona-Test-Kapazitäten an den Schulen ausgebaut werden, um flächendeckend mehr Präsenzunterricht zu gewährleisten.

8.4.2021, 18:54 Uhr – Stuttgart verbietet „Querdenker“-Demos

Die Stadt Stuttgart wird die zwei von sogenannten „Querdenkern“ für den 17. April angemeldeten Demonstrationen untersagen. Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) begründete den Schritt damit, dass sich die Organisatoren bei Versammlungen in der Vergangenheit als unzuverlässig erwiesen hätten. Es gebe deshalb keine Gewähr dafür, dass Versammlungsauflagen eingehalten würden. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt hatten sich am Karsamstag rund 15.000 Menschen größtenteils ohne Masken und Mindestabstand versammelt. Es waren mehr als 1.000 Polizisten im Einsatz. Sie schritten wegen der Verstöße gegen die Corona-Regeln allerdings kaum ein. Das war heftig kritisiert worden.

8.4.2021, 17:41 Uhr – Frankreich: 10 Millionen Menschen gegen Corona geimpft

Frankreich erreicht sein Ziel von zehn Millionen Erstimpfungen eine Woche früher als geplant. Dies teilt Frankreichs Ministerpräsident Jean Castex nach einem Besuch in einem Impfzentrum mit. Damit ist gut jeder siebte der 67 Millionen Franzosen zumindest teilweise gegen das neuartige Coronavirus immunisiert. Rund 1,5 Millionen sind vollständig geimpft. Bis Mitte Mai sollen nach Angaben der französischen Regierung 20 Millionen Menschen eine erste Impfdosis erhalten, bis Mitte Juni sollen es 30 Millionen Menschen sein.

8.4.2021, 15:53 Uhr – Mehrheit der Deutschen würde sich mit Sputnik V impfen lassen

Die Mehrheit der Deutschen zeigt sich einer Umfrage zufolge offen für eine Impfung mit dem russischen Impfstoff Sputnik V. Voraussetzung sei, dass er von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA zugelassen werde, wie eine aktuelle Umfrage des Instituts „Yougov“ im Auftrag des Handelsblatts ergibt. 55 Prozent der Teilnehmer würden sich demnach mit Sputnik V impfen lassen, sollte das Vakzin von der EMA grünes Licht bekommen. 19 Prozent lehnen eine Impfung mit dem russischen Mittel ab, 14 Prozent zeigten sich unschlüssig. Zwölf Prozent der Befragten wollen sich generell nicht impfen lassen.

8.4.2021, 14:32 Uhr – Virologe Drosten: „Dies ist ein Notruf“

Wegen der wieder stark wachsenden Belastung der Intensivstationen in Deutschland in der Corona-Pandemie schlagen Fachleute Alarm. „Liebe Entscheidungsträger, wie hoch sollen die Zahlen denn noch steigen bevor Ihr reagieren wollt???“, schrieb der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, auf Twitter. Städte wie Bonn, Bremen und Köln hätten kaum noch freie Betten für den nächsten Herzinfarkt, Verkehrsunfall oder Covid-19-Patienten.

Der Charité-Virologe Christian Drosten leitete den Text des Intensivmediziners am Donnerstag bei Twitter mit dem Kommentar „Dies ist ein Notruf“ an seine mehr als 700.000 Follower weiter.

Christian Karagiannidis ist wissenschaftlicher Leiter des #DIVI Intensivregisters. Hierher stammen die Daten zur Belegung der Intensivbetten. Dies ist ein Notruf. https://t.co/TZum0RLtnF

8.4.2021, 11:53 Uhr – Spahn will mit Russland über Lieferung von Sputnik V reden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Gespräche mit Russland über den Ankauf des Corona-Impfstoffs Sputnik V angekündigt. Der CDU-Politiker sagte im WDR, die EU-Kommission werde ihrerseits keine Verträge mit Moskau über Impfstoff-Lieferungen abschließen. Deshalb werde es bilaterale Verhandlungen geben. Spahn ergänzte, zunächst gehe es um die Zulassung von Sputnik V in der EU. Dafür müsse Russland Daten liefern. Solange das nicht geschehe, könne es keine Zulassung geben. Der Minister ergänzte, er erwarte von Russland zudem verbindliche Aussagen dazu, wann und wie viel Impfstoff geliefert werden könnte.

8.4.2021, 9:02 Uhr – Studie aus Ludwigshafen: Zahl der tödlichen Herzinfarkte gestiegen

Mit dem Corona-Ausbruch in Deutschland wurde das Gesundheitssystem auf die Pandemie fokussiert. Was das für Menschen bedeutet, die an anderen schweren Erkrankungen leiden, zeigt eine Studie aus Ludwigshafen.

Ludwigshafen

Studie aus Ludwigshafen zur Corona-Pandemie Zahl der tödlichen Herzinfarkte gestiegen

Mit dem Corona-Ausbruch in Deutschland wurde das Gesundheitssystem auf die Pandemie fokussiert. Was das für Menschen bedeutet, die an anderen schweren Erkrankungen leiden, zeigt eine Studie aus Ludwigshafen.  mehr...

8.4.2021, 8:37 Uhr – Vorgehen bei Zweitimpfung mit Astrazeneca weiter unklar

In Deutschland ist weiter unklar, welche Zweitimpfung mit Astrazeneca Geimpfte bekommen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen kommende Woche darüber mit der Ständigen Impfkommission beraten. Vorerst bleibt es bei der Empfehlung, den Impfstoff möglichst nur bei über 60- jährigen einzusetzen. Hintergrund sind Meldungen über Hirn-Thrombosen nach Astrazeneca-Impfungen bei jüngeren Menschen.

Antworten aus der Charité Einmal geimpft mit Astrazeneca – und was jetzt?

In Deutschland wird Astrazeneca nur noch für Menschen über 60 empfohlen. Was heißt das für die, die ihre Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen haben? Können Corona-Impfstoffe kombiniert werden?  mehr...

8.4.2021, 6:08 Uhr – Weltärztepräsident Montgomery fordert Auswahlmöglichkeit bei Impfstoffen

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, begrüßt die Entscheidung der EU-Behörde EMA zum AstraZeneca-Impfstoff und fordert eine Auswahlmöglichkeit bei Vakzinen. "Die Diskussion um den AstraZeneca-Impfstoff reißt nicht ab. Da ist es gut, dass die EMA klare Kante zeigt", sagt Montgomery der Zeitung "Rheinische Post". Noch fehle zwar die wissenschaftliche Evidenz, der Impfstoff sei aber aller Wahrscheinlichkeit nach für die sehr seltenen Hirnvenenthrombosen vor allem bei Frauen unter 60 Jahren verantwortlich. Das Risiko der Impfung sei aber deutlich geringer als das Risiko der Erkrankung. Aus europäischer Sicht sollte jetzt noch mehr auf BioNTech, Moderna und Johnson & Johnson gesetzt werden, um Irritationen in der Bevölkerung vorzubeugen.

8.4.2021, 5:59 Uhr – RKI meldet 20.407 Neuinfektionen

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 20.407 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 306 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI geht jedoch davon aus, dass sich rund um die Osterfeiertage weniger Menschen testen ließen, was zu einer geringeren Meldezahl an die Gesundheitsämter führe. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter an allen Tagen Daten an das RKI übermittelten.

8.4.2021, 4:23 Uhr – Reisebranche fordert Corona-Nothilfen

Die Reisebranche fordert, dass die Corona-Nothilfen auch für das zweite Halbjahr gezahlt werden. Verbandspräsident Michael Frenzel begründete das in der Augsburger Allgemeinen mit hohen Einbußen. Viele Unternehmen seien seit mindestens fünf Monaten im Dauerlockdown, manche sogar seit mehr als einem Jahr. Finanzhilfen seien deshalb alternativlos. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) trifft sich heute mit den Unternehmensverbänden zu einem Krisengipfel.

8.4.2021, 2:41 Uhr – FDP fordert neue Anti-Corona-Politik

Kurz vor dem nächsten Bund-Länder-Corona-Treffen am kommenden Montag fordert die FDP ein neues Verfahren zur Pandemiebekämpfung. Die Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten funktioniere nicht mehr, sagte FDP-Generalsekretär Volker Wissing den Funke-Zeitungen. Es sei verantwortungslos, Freiheiten einzuschränken, ohne den Bundestag einzubeziehen. Das sprunghafte Krisenmanagement der Regierung, so Wissing, zerstöre das Vertrauen der Menschen in die Schutzmaßnahmen.

Deutschland

Wie geht es weiter? Ringen um eine Lösung: Corona-Gipfel abgesagt – kommen deutschlandweite Lockdown-Regeln?

Bundeskanzlerin Merkel hat sich für einen kurzen, bundeseinheitlichen Lockdown ausgesprochen. Nun ist der geplante Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern am Montag abgesagt. Der Bund soll wohl mehr Macht bekommen – konkret geht es um die „Notbremse“ mit deutschlandweiten Ausgangssperren und Schulschließungen.  mehr...

8.4.2021, 2:33 Uhr – Weltärztebund begrüßt EMA-Entscheidung

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zum Corona-Impfstoff von Astrazeneca begrüßt. Der Rheinischen Post sagte er, das Risiko der Impfung sei in der Tat deutlich geringer als das Risiko, an Corona zu erkranken. Um aber Irritationen vorzubeugen, sollte der Staat noch mehr auf Biontech, Moderna sowie Johnson & Johnson setzen. Montgomery forderte zugleich, den Menschen so bald wie möglich ein Wahlrecht für den Impfstoff einzuräumen.

8.4.2021, 1:41 Uhr – Lehrer und Schüler fordern einheitliche Corona-Regeln

Lehrer- und Schülervertreter fordern einheitliche Corona-Regeln für Schulöffnungen. Der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es könne nicht angehen, dass jedes Bundesland mache, was es wolle. Oberhalb des Inzidenzwertes von 100 müssten die Schulen geschlossen werden. Ähnlich äußerte sich die Bundesschülerkonferenz.

8.4.2021, 0:05 – Oberbürgermeister von Halle suspendiert

Wegen einer Corona-Affäre ist der Oberbürgermeister von Halle in Sachsen-Anhalt, Bernd Wiegand (parteilos), beurlaubt worden. Alle Dienstgeschäfte wurden dem parteilosen Politiker verboten. Die Stadträte werfen ihm vor, dass er seine Position ausgenutzt hat, um sich und Bekannte vorzeitig impfen zu lassen.

7.4.2021, 23:34 Uhr – Bericht: Änderung des Infektionsschutzgesetzes

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes an. Das meldet die Bild-Zeitung und beruft sich auf Regierungskreise. Ziel sei es, die Corona-Maßnahmen bundesweit zu vereinheitlichen. Demnach sollen Landkreise bei hohen Infektionszahlen verpflichtet werden, ihre Kontaktbeschränkungen zu verschärfen. Merkel hatte sich zuvor für einen kurzen und bundesweit einheitlichen Lockdown ausgesprochen.

7.4.2021, 23:16 Uhr – Astrazeneca in Deutschland weiterhin nur für über 60-Jährige

In Deutschland wird der Corona-Impfstoff von Astrazeneca auch weiter nur für Menschen über 60 empfohlen. Das haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern entschieden. Unklar ist noch der Umgang mit denjenigen, die eine erste Impfung mit dem Präparat erhalten haben. Darüber wollen die Minister am kommenden Dienstag mit der Ständigen Impfkommission beraten.

7.4.2021, 22:18 Uhr – Deutschland will wohl Sputnik V kaufen

Deutschland will nach einem Medienbericht den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V kaufen. Dazu soll ein bilateraler Vertrag mit Russland geschlossen werden, weil die EU das für sich ausgeschlossen habe. Das habe Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einer Sitzung mit seinen EU-Kollegen angekündigt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf Teilnehmerkreise. Spahn strebt demnach auch für Sputnik V eine europäische Zulassung an. Russland müsse der europäischen Arzneimittelbehörde EMA nun die notwendigen Daten dafür liefern.

7.4.2021, 16:51 Uhr – Großbritannien: Astrazeneca nur noch für über 30-Jährige

Die britische Impfkommission hat ihre Empfehlung für den Astrazeneca-Impfstoff geändert. Das Präparat soll künftig möglichst nur noch Erwachsenen über 30 Jahren verabreicht werden, wie die Kommission mitteilte. Grund sind Berichte über seltene Fälle von Blutgerinnseln im Zusammenhang mit einer Impfung mit dem Vakzin.

Wer in Großbritannien die erste Impfung mit dem Mittel von Astrazeneca erhalten hat, soll es auch bei der zweiten Impfung bekommen. Das gibt Lim Wei Shen bekannt, Vorsitzender des Corona-Ausschusses beim Gemeinsamen Impfausschuss (JCVI).

7.4.2021, 16:29 Uhr – EU-Arzneimittelbehörde rät trotz Risiken weiter zu Astrazeneca

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA sieht keine Notwendigkeit, die Anwendung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca einzuschränken. Auf einer virtuellen Pressekonferenz in Amsterdam teilten EMA-Fachleute mit, es gebe zwar einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Wirkstoff und seltenen Hirnvenen-Thrombosen, vor allem bei jüngeren Frauen. Allerdings überwiege der Nutzen des Mittels die Risiken.

Zurzeit gibt es rund 60 Berichte europaweit über Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung. Einige davon verliefen tödlich. Mehrere Länder – darunter Deutschland – haben die Anwendung des Astrazeneca-Vakzins daraufhin eingeschränkt.

Sabine Straus, PRAC Chair: “Although most of the cases occurred in people under 60 years and in women, due to different ways the vaccine in being use in different countries, the #PRAC did not conclude that age and gender were clear risk factors for these very rare side effects.”

7.4.2021, 15:29 Uhr – Bayern verschiebt Lockerungen

Bayern verschiebt angesichts der Pandemie-Lage alle Öffnungsschritte um zwei Wochen. Das kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an. „Auch die Modellregionen werden verschoben, nochmal zwei Wochen“, sagt der CSU-Chef. Er spricht sich erneut für einen kurzen, harten Lockdown in ganz Deutschland aus.

7.4.2021, 11:56 Uhr – Merkel spricht sich für klaren Lockdown aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht sich angesichts der Infektionszahlen für einen klaren Lockdown aus. „Deswegen ist jede Forderung nach einem kurzen, einheitlichen Lockdown richtig“, sagt ihre Vize-Sprecherin Ulrike Demmer. Die Infektionszahlen derzeit seien wegen der Ostertage nicht verlässlich. Die wachsende Zahl der belegten Intensivbetten spreche aber eine klare Sprache. Für eine Vorverlegung der Ministerpräsidentenkonferenz von nächster Woche gebe es keine Mehrheit. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Lachet (CDU) hat einen sogenannten Brücken-Lockdown vorgeschlagen.

"Jede Forderung nach einem kurzen, einheitlichen Lockdown richtig" – Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer macht Angela Merkels Position in der Lockdown-Frage deutlich. https://t.co/jMki5voAs3

7.4.2021, 11:32 Uhr – Großbritannien verabreicht auch Moderna-Impfstoff

Das Vereinigte Königreich nutzt jetzt auch den Moderna-Impfstoff. Die erste Impfung erfolgt in Wales. Bis Mitte April soll er auch im Rest des Landes eingesetzt werden. Lieferengpässe bei Astrazeneca haben das Impfprogramm verlangsamt. Deswegen sei der Impfstart mit Moderna eine willkommene Ergänzung zum Repertoire aus den Impfoffen von Biontech/Pfizer und Astrazeneca. „Wir haben 17 Millionen Dosen bestellt, die in den kommenden Wochen in ganz Großbritannien in die Arme gehen werden.“, twittert Premierminister Boris Johnson.

The Moderna vaccine rollout begins today, starting with Carmarthen in Wales. We have ordered 17 million doses that will be going into arms across the UK in the coming weeks. Please get your jab as soon as you are contacted. https://t.co/i9fAMASKD3

7.4.2021, 9:20 Uhr – Tübingens OB Palmer verteidigt Modellprojekt

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat das Modellprojekt seiner Stadt trotz gestiegener Corona-Infektionszahlen verteidigt. Der Tübinger Weg mit der Kombination von Öffnungen und Tests sei eine Alternative zum aktuell diskutierten „Brücken-Lockdown“, sagt der Grünen-Politiker den Sendern RTL und ntv. Obwohl einige Öffnungen wieder zurückgenommen worden seien, spricht Palmer weiter von einem „gutem Modell“ - man sei besser als der Bundesdurchschnitt. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Tübingen beträgt am Mittwoch 98,8. CSU-Chef Markus Söder hatte im ZDF darauf verwiesen, dass die Teststrategie in Tübingen nicht funktioniere.

7.4.2021, 7:19 Uhr – RP: Über 60-Jährige können sich für Corona-Impfung registrieren

In Rheinland-Pfalz können sich ab heute die Über 60-Jährigen für die Corona-Impfung registrieren. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind davon rund 550.000 Menschen betroffen.

7.4.2021, 7:10 Uhr – Schüler in RP sollen ab jetzt Schnelltests in Schulen machen

Mit dem Schulbeginn nach den Osterferien sollen die Schüler in Rheinland-Pfalz regelmäßig Corona-Schnelltests in der Schule machen. Das sieht die Teststrategie der rheinland-pfälzischen Landesregierung vor. Laut dem Verband für Bildung und Erziehung (VBE) seien die Schulen aber sehr schlecht vorbereitet. So würden beispielsweise Informationen fehlen, welche Hygienemaßnahmen während der Schnelltests umgesetzt werden müssten. Ungeklärt seien auch die Fragen, was im Falle eines positiven Schnelltests passiere oder wie mit potenziell kontaminiertem Test-Material umzugehen sei. Die Lehrerinnen und Lehrer würden den Schnelltest nicht kennen, mit dem die Testungen durchgeführt werden sollen und hätten sich dementsprechend nicht vorbereiten können, so der VBE.

7.4.2021, 6:40 Uhr – KSC-Mannschaft muss in Quarantäne

Die gesamte Mannschaft des Fußballzweitligisten Karlsruhe muss 14 Tage in Quarantäne. Das hat das Gesundheitsamt nach einem weiteren Coronafall angeordnet. Der KSC muss jetzt die Verlegung von drei Spielen beantragen. Das könnte bedeuten, dass Karlsruhe am Schluss der Saison im Kampf um den Aufstieg am Wochenende und unter der Woche spielen muss.

7.4.2021, 6:18 Uhr – RKI meldet 9.677 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut innerhalb eines Tages knapp 9.700 neue Corona-Fälle gemeldet – rund 7.300 weniger als vor einer Woche. Außerdem starben weitere 298 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Das RKI sagt aber, dass die Daten nicht unbedingt vollständig sind, da aufgrund der Osterferien und geschlossener Praxen weniger getestet wird.

7.4.2021, 4:48 Uhr – Schulstart in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz beginnt heute nach den Osterferien wieder die Schule. Bei einer Sieben-Tage Inzidenz von über 100 wird laut Bildungsministerium in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Schulaufsicht geklärt, ob weiter Wechselunterricht stattfinden kann oder wieder auf Fernunterricht umgestellt werden muss.

7.4.2021, 4:05 Uhr – Spahn fordert einheitliches Vorgehen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erneut bekräftigt, wie wichtig ein einheitliches Vorgehen von Bund und Ländern im Kampf gegen die Corona-Pandemie sei. Entscheidend sei nicht, auf welchem Weg das erreicht werde, sondern dass es passiere, sagte der CDU-Politiker am Abend in der ARD. Impfen und Testen allein könnten die dritte Welle nicht brechen, betonte Spahn. Es müssten auch Kontakte und damit Infektionen reduziert werden.

7.4.2021, 2:25 Uhr – Amnesty beklagt Verschlechterung der Menschenrechtslage

Wegen der Corona-Krise hat sich für Millionen von Menschen weltweit die Menschenrechtslage verschlechtert. Das geht aus dem Jahresbericht von Amnesty International hervor. Die Pandemie habe in vielen Ländern Ungleichheit, Diskriminierung und Unterdrückung noch verstärkt. Besonders betroffen seien vorerkrankte Menschen, Geflüchtete, Beschäftigte im Gesundheitswesen, Minderheiten und Frauen. Autoritäre Regierungen gingen oft mit Gewalt gegen ihre Bürger vor, während die internationale Zusammenarbeit versage - wie beim Zugang zu Corona-Impfstoff. Im Vorwort zu dem Bericht schreibt Amnesty-Generalsekretärin Agnès Callamard: „Die Pandemie hat auch die Mittelmäßigkeit und Verlogenheit, den Egoismus und den Betrug unter den Machthabenden dieser Welt verstärkt.“

6.4.2021, 22:49 Uhr – USA: Bald Impftermine für alle Erwachsenen

In den USA können alle Erwachsenen vom 19. April an einen Impftermin vereinbaren. Das hat US-Präsident Joe Biden angekündigt. Damit sei die bislang geltende Impfreihenfolge aufgehoben. Das Weiße Haus hofft, dass so mehr Menschen schneller gegen Corona geimpft werden können. Die US-Regierung rechnet weiter damit, bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle Erwachsenen vorrätig zu haben.

6.4.2021, 22:42 Uhr – Söder findet Brücken-Lockdown gut

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Vorschlag von CDU-Chef Armin Laschet zu einem zwei- bis dreiwöchigen harten Lockdown begrüßt: Das sei schon immer seine Position gewesen und auch die der Kanzlerin, sagte Söder im ZDF. Es sei wichtig, in der Corona-Pandemie durch ein sehr konsequentes Management aus der Endlosschleife herauszukommen, so Söder. Laschet hat einen Lockdown vorgeschlagen, um die Zeit zu überbrücken, bis viele Menschen geimpft seien.

6.4.2021, 20:38 Uhr – Gesamtes Team des KSC muss in Quarantäne

Das gesamte Team des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC muss in eine zweiwöchige Quarantäne. Das hat das Gesundheitsamt angeordnet, nachdem ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurde, teilte der Verein mit. Jetzt müsse man die Verlegung von gleich drei Spielen bei der Deutschen Fußball Liga beantragen - betroffen seien die Partien gegen Düsseldorf, Aue und den Hamburger SV. Der positiv getestete Spieler weist laut KSC keine Symptome auf.

6.4.2021, 17:23 Uhr – WHO: Impfstoffverteilung ist eine „Farce“

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiert in scharfen Worten, dass einige Staaten weiter komplett ohne Zugang zu Impfstoff seien. Dies sei eine „Farce“ sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Ein Hochfahren der Impfstoff-Produktion und eine gerechte Verteilung seien der Schlüssel, um die aktuelle Phase der Pandemie zu überwinden.

6.4.2021, 16:22 Uhr – Ärztevertreter Montgomery warnt mit drastischen Worten

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat sich mit deutlichen Worten für harte Eingriffe zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausgesprochen. „Wenn wir keinen Lockdown machen würden, dann würde diese Infektion jetzt völlig ungebremst über das ganze Land hinweg rollen“, sagte er den Sendern RTL und ntv. „Dabei würde eine ganze Reihe von Menschen zusätzlich sterben, zu allen anderen, bis zu 200.000 sind die Prognosen.“ 

6.4.2021, 14:35 Uhr – EMA will erneut zu Astrazeneca Stellung nehmen

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will in den nächsten Tagen erneut zu möglichen Gesundheitsrisiken durch den AstraZeneca-Impfstoff Stellung nehmen. Die Prüfung laufe noch, teilte die Behörde mit. Der Chef der EMA-Impfabteilung hatte zuvor in einem Zeitungsinterview gesagt, es sei wahrscheinlich, dass ein Zusammenhang bestehe zwischen Impfungen mit Astrazeneca und dem Auftreten gefährlicher Blutgerinnsel im Gehirn - besonders bei jüngeren Geimpften. Wie genau das vor sich gehe, wisse man aber nicht, heißt es in dem Interview weiter. In Deutschland werden seit Ende März Menschen unter 60 Jahren nur noch in Ausnahmefällen mit diesem Vakzin geimpft.

6.4.2021, 12:04 Uhr – EMA-Vertreter: Zusammenhang zwischen Astrazeneca-Impfung und Thrombosen

Ein hochrangiger Vertreter der EU-Arzneimittelbehörde EMA hat eine Verbindung zwischen der Corona-Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff und dem Auftreten von Blutgerinnseln bei einzelnen Geimpften gezogen. „Wir können mittlerweile sagen, dass es klar ist, dass es einen Zusammenhang mit dem Impfstoff gibt“, sagte der Chef der EMA-Impfabteilung, Marco Cavaleri, in einem Interview mit der italienischen Zeitung Il Messaggero.

6.4.2021, 9:48 Uhr – BW: Stau bei Auszahlung von Corona-Hilfen nahezu abgearbeitet

Unternehmen in Baden-Württemberg, die wegen coronabedingter Einbrüche staatliche Hilfen beantragen mussten, haben das Geld inzwischen fast vollständig erhalten. Die Firmen hätten aus den verschiedenen Hilfsprogrammen insgesamt 2,3 Milliarden Euro bekommen, berichten die Stuttgarter Nachrichten und berufen sich auf das Wirtschaftsministerium. Zuvor hatte es monatelange Verzögerungen bei der Auszahlung der Hilfen gegeben. Der Stau sei aber nun nahezu abgearbeitet, hieß es.

6.4.2021, 9:47 Uhr – Nur wenige Corona-Tests für Beschäftigte

Betriebliche Corona-Schnelltests werden offenbar nur einem Viertel der deutschen Beschäftigten angeboten. Das hat eine Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ergeben. Konkret seien es in der zweiten Märzhälfte 23 Prozent der Präsenz-Beschäftigten gewesen, die einmal pro Woche einen Test hätten machen können. Die Hans-Böckler-Stiftung nennt das Ergebnis enttäuschend gering. Die Bundesregierung denkt derzeit über eine Testpflicht in Betrieben nach, da sich schon abgezeichnet hat, dass es auf freiwilliger Basis nicht klappt.

6.4.2021, 7:33 Uhr – Möglicherweise tausendfacher Betrug bei Kurzarbeit

Bei Kurzarbeit im Zusammenhang mit der Corona-Krise hat möglicherweise tausendfacher Betrug stattgefunden. Die Bundesagentur für Arbeit habe dafür rund 4.250 Hinweise erhalten, berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung. In den meisten Fällen bestehe der Verdacht, dass Arbeitszeit manipuliert worden sei. Die Zeitung beruft sich auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann forderte, die Arbeitszeit digital und manipulationssicher zu erfassen.

6.4.2021, 6:01 Uhr – Ifo-Chef kritisiert Laschets Vorschlag

Der Chef des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Clemens Fuest, hält die jüngsten Vorschläge von CDU-Chef Armin Laschet zur Corona-Politik für planlos. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident will in einer vorgezogenen Bund-Länder-Konferenz härtere Einschränkungen beschließen, bis genügend Menschen geimpft sind. Fuest hat in den ARD-Tagesthemen gesagt: Es sei ironisch, dass sich die Länderchefs noch vor den Osterferien nicht für einen Lockdown entscheiden konnten. Das wäre mit Blick auf die Schulferien eine gute Zeit gewesen. Jetzt werde deutlich, dass die Strategie unzureichend sei.

6.4.2021, 6:00 Uhr – RKI: 6.885 Neuinfektionen, 90 Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat innerhalb der vergangenen 24 Stunden 6.885 Corona-Neuinfektionen und 90 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Das sind rund 2.700 weniger als vor einer Woche. Wegen der Osterfeiertage haben die Gesundheitsämter aber weniger getestet und weniger registriert. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 123.

Informationen zum Coronavirus So hoch ist die Inzidenz in deinem Landkreis oder deiner Stadt

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6.4.2021, 4:40 Uhr – Mannheimer Kitas öffnen wieder

Nach etwa dreiwöchiger Schließung können ab heute in Mannheim wieder rund 11.300 Kinder in ihre Kitas gehen. Seit Mitte März hatten die 200 Einrichtungen nur noch für die Notbetreuung geöffnet. Hintergrund war, dass es viele Infektionen in Kitas gab, auch mit Virus-Varianten. Jetzt soll vor allem mehr getestet werden: Den Eltern stehen ein Spucktest und ein Nasaltest zur Verfügung, den sie zu Hause mit ihrem Kind machen können. Die Antigen-Schnelltests können kostenfrei zwei Mal pro Woche genutzt werden. Im Landkreis Schwäbisch Hall sind die Kitas noch bis zum 11. April nur für die Notbetreuung geöffnet.

6.4.2021, 3:14 Uhr – Nordkorea will nicht an Olympia teilnehmen

Nordkorea will nach Medienberichten wegen der Corona-Pandemie nicht an den Olympischen Spielen und den Paralympics in Tokio teilnehmen. Das habe das Nationale Olympische Komitee beschlossen, berichtet eine Sport-Website des Landes. Die Entscheidung sei getroffen worden, um die nordkoreanischen Sportler vor der globalen Gesundheitskrise zu schützen.

6.4.2021, 2:40 Uhr – Saarland startet als Corona-Modellprojekt

Das ganze Saarland ist ab heute Corona-Modellprojekt – trotz teils scharfer Kritik auch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Weite Teile des öffentlichen Lebens fahren wieder hoch. Darunter die Außengastronomie, Kinos, Theater, Fitnessstudios und Tennishallen. Dafür wird meist ein negativer Schnelltest verlangt, der nicht älter sein darf als 24 Stunden. Mit einem negativen Test sind dann auch Treffen im Freien von bis zu zehn Personen möglich.

Das Projekt kann losgehen, weil das Saarland sowohl beim Impfen als auch bei der Zahl der Neuinfektionen vergleichsweise gut dasteht. Allerdings ist auch hier die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt gestiegen und lag am Ostersonntag bei 88,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner.

6.4.2021, 1:14 Uhr – Laschets Vorstoß stößt auf geteiltes Echo

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat mit seinem Vorschlag einer vorgezogenen Bund-Länder-Konferenz ein geteiltes Echo ausgelöst. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zeigte sich offen für den Vorschlag. Ziel müsse eine Verständigung der Länder sein. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte dagegen, er sehe noch viele offene Fragen. Auch Thüringens Landeschef Bodo Ramelow (Linke) kritisierte, die aktuellen Wortmeldungen seien Stückwerk. Laschet will die Corona-Regeln rasch verschärfen und deshalb ein Bund-Länder-Treffen schon diese Woche.

6.4.2021, 0:26 Uhr – Niederlande seit Mitternacht Hochinzidenzgebiet

Die Niederlande gelten wegen stark steigender Corona-Zahlen seit Mitternacht als Hochinzidenzgebiet. Wer von dort nach Deutschland einreisen will, muss ab sofort ein negatives Testergebnis dabeihaben. Außerdem bleibt es bei einer Quarantänepflicht von zehn Tagen mit der Möglichkeit, sich nach fünf Tagen mit einem zweiten Test davon zu befreien. Für Pendler gibt es Ausnahmen. Nach Tschechien, Polen und Frankreich sind die Niederlande das vierte Nachbarland, das Deutschland als Hochinzidenzgebiet einstuft.

5.4.2021, 23:12 Uhr – Hausärzte-Chef fordert mehr Klarheit über AstraZeneca

Zum Start der Corona-Impfungen in Hausarztpraxen hat Verbandschef Ulrich Weigeldt Klarheit über die Nebenwirkungen des Mittels von Astrazeneca gefordert. Impfen dürfe nicht zur Mutprobe werden – weder für die Patienten noch für den Arzt, sagte der Chef des Hausärzteverbandes der Bild-Zeitung. Bund und Länder hatten vor einer Woche beschlossen, den Impfstoff in der Regel nur noch über 60-Jährigen anzubieten. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen bei jüngeren Menschen.

5.4.2021, 21:18 Uhr – Großbritannien kündigt Lockerungen an

Ab nächstem Montag dürfen in England die Außenbereiche von Pubs und Restaurants wieder öffnen dürfen. Außerdem alle Geschäfte, Fitnessstudios und Friseure. Das hat Premier Boris Johnson bestätigt. Die Lockerungen seien durch sinkende Corona-Neuinfektioszahlen vollauf gerechtfertigt. Der Premierminister selbst will es sich dann nicht nehmen lassen vor Ort ein Bier zu trinken: „Am Montag, dem 12 April, werde ich in den Pub gehen und vorsichtig, aber unwiderruflich ein Pint Bier an meine Lippen führen“, sagte er am Abend.

5.4.2021, 17:23 Uhr – Deutscher Arzt auf Mallorca soll gefälschte Test-Ergebnisse verkauft haben

Die spanische Polizei ermittelt gegen einen deutschen Arzt, der seine Praxis im Süden von Mallorca hat. Der Mediziner soll Urlaubern negative Corona-Testbescheinigungen für die Rückreise ausgestellt haben, ohne die Patienten überhaupt zu testen. Andere Patienten haben nach Angaben mallorquinischer Medien bereits wenige Minuten nach einem PCR-Test ein negatives Ergebnis erhalten. Das ist aber technisch gar nicht möglich.

5.4.2021, 15:44 Uhr – Grüne fordern „Wellenbrecher“

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt verlangt von der Bundesregierung ein härteres Vorgehen gegen die Pandemie. „Wir brauchen jetzt einen radikalen Wellenbrecher“, sagte Göring-Eckardt der Welt laut Vorabmeldung. „Die Bundesregierung darf nicht noch mehr wertvolle Zeit verlieren.“ Die Grünen unterstützten einen „verbindlichen bundeseinheitlichen Stufenplan, eingebettet in das Infektionsschutzgesetz und vom Bundestag beschlossen“.

5.4.2021, 15:30 Uhr – Briten planen wöchentliche Massentests

Die britische Regierung will, dass sich alle Erwachsenen und Kinder zwei Mal die Woche auf das Coronavirus testen. Premierminister Boris Johnson sagte, regelmäßige Tests von Menschen, die keine Covid-19-Symptome hätten, könnten helfen, neue Ausbrüche schon in den Anfängen zu stoppen, „damit wir wieder die Menschen treffen können, die wir lieben und machen können, was uns Freude macht“.

Dazu sollen von Freitag an sogenannte Lateral-Flow-Tests über Apotheken, an Arbeitsplätzen und per Post kostenlos verteilt werden, kündigte die Regierung an. Diese Art Tests liefern in wenigen Minuten ein Ergebnis, sind aber weniger genau als aufwendigere PCR-Tests. 

5.4.2021, 13:22 Uhr – Tübinger Modellversuch geht weiter

Der Tübinger Modellversuch „Öffnen mit Sicherheit“ soll auch morgen fortgesetzt werden, obwohl im Landkreis Tübingen die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 liegt und deshalb die Notbremse greift. Das teilte der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) mit. Ob der Modellversuch auch über Dienstag hinaus weitergeht, entscheidet laut Palmer morgen die Landesregierung. Ursprünglich sollte das Modell bis zum 18. April dauern. Über Ostern durften in der Stadt Handel, Kultur und Gastronomie für getestete Menschen aus der Stadt und dem Landkreis Tübingen öffnen. Tagestickets für auswärtige Gäste gibt es derzeit nicht.

Tübingen

Lockerungen durch Massentests Großer Besucherandrang in der Corona-Modellstadt Tübingen

Freiheit durch Freitesten – in Tübingen ist das möglich. Die Corona-Modellstadt war deswegen am Wochenende voll. Einige Besuchende waren aus Städten wie Frankfurt angereist. Doch es gibt auch Kritik.  mehr...

5.4.2021, 12:37 Uhr – Lehrerverband gegen Ausfall von Abi-Prüfungen

Der Deutsche Lehrerverband will die Abiturprüfungen in diesem Jahr nicht ausfallen lassen und stellt sich damit gegen einen Vorschlag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die GEW habe bereits im vergangenen Jahr ähnliche Forderungen gestellt, sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der Rheinischen Post. Die Abiturprüfungen hätten aber trotz ähnlich hoher Infektionszahlen sicher und weitgehend problemlos stattfinden können. Die Ergebnisse seien sogar leicht besser ausgefallen als die Jahre davor. Außerdem würden die Universitäten bei der Studienzulassung Probleme bekommen, wenn sich die Abschlüsse nicht vergleichen ließen.

5.4.2021, 11:38 Uhr – Spahn: Bis Mai jeder fünfte Deutsche geimpft

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor der weiter wachsenden dritten Corona-Welle gewarnt. Spahn sagte in Berlin, die Situation auf den Intensivstationen und in den Kliniken sei besorgniserregend. Die Kontakte müssten nun weiter reduziert werden, sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. Hoffnung machte Spahn beim Impftempo: Er gehe davon aus, dass bis Ende April jeder fünfte Deutsche gegen das Virus geimpft sei, sagte der Minister. Die Deutschen selbst sind bei dem Thema deutlich pessimistischer: In einer Yougov-Umfrage im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa sagen 62 Prozent, dass sie nicht an eine Impfung bis Ende des Sommer glauben.

5.4.2021, 10:51 Uhr – Lockerungen in Schottland

In Schottland sind heute nach monatelangem Lockdown einige Lockerungen in Kraft getreten. Unter anderem dürfen Friseure, Gartencenter und einige weitere Geschäfte öffnen. Außerdem kann an Universitäten wieder vor Ort unterrichtet werden. Für England will Premierminister Boris Johnson heute Lockerungen unterschreiben, die am 12. April in Kraft treten sollen. Die Infektionslage in Großbritannien hat sich in den vergangenen Wochen deutlich entspannt, die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei rund 48. Die Regierung hatte einen harten Lockdown verhängt und ist mit der Impfkampagne weit fortgeschritten: 31 Millionen Briten haben die erste Dosis bekommen, mehr als fünf Millionen auch schon die zweite.

5.4.2021, 9:30 Uhr – HDE für Ausgangssperre erst ab 22 Uhr

Nach Meinung des Handelsverbandes HDE sollten Ausgangssperren wegen hoher Corona-Infektionszahlen erst nach 22 Uhr beginnen. Griffen sie zu früh, gäbe es in den Stunden davor ein erhöhtes Kundenaufkommen in den Geschäften, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der Wirtschaftswoche. Das gelte es zu verhindern, damit die Pandemie wirkungsvoll bekämpft werden könne. Bei Sperren ab 22 Uhr wären die Auswirkungen für den Einzelhandel dagegen überschaubar.

5.4.2021, 9:13 Uhr – Indien: Mehr als 103.000 Neuinfektionen

In Indien steigt die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen weiter deutlich an. Das Gesundheitsministerium hat mehr als 103.000 neue Fälle innerhalb eines Tages gemeldet – das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Am stärksten betroffen ist der Bundesstaat Maharashtra. Die Behörden dort haben jetzt unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre angeordnet. Zudem soll es an den Wochenenden einen kompletten Lockdown geben.

5.4.2021, 7:26 Uhr – BW: Jeder fünfte Friseur könnte schließen

Jeder fünfte Friseur in Baden-Württemberg könnte bis Ende des Jahres schließen – befürchtet der Landesverband Friseur und Kosmetik. Der Geschäftsführer Matthias Moser sagte, die Anträge für die Hilfen des Bundes hätten viele Betriebe überfordert. Das Geld sei zu spät angekommen. Die rund 11.500 Friseursalons im Südwesten hatten schon 17 Wochen lang geschlossen. Seit März sind sie wieder geöffnet. Der Umsatz wird aber gedrückt, weil sie weniger Kunden empfangen dürfen.

Berlin

Studie Corona-Ansteckungsrisiko beim Friseur niedriger als im Supermarkt

Wo ist die Gefahr am größten, sich mit dem Coronavirus zu infizieren? In der Schule, im Öffentlichen Nahverkehr oder im Fitnessstudio? Damit beschäftigt sich eine Studie der TU Berlin.  mehr...

5.4.2021, 6:00 Uhr – RKI: Knapp 8.500 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet knapp 8.500 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Vor einer Woche lag der Wert höher – bei knapp 9.900. Allerdings weist das RKI darauf hin, dass über die Ostertage auch weniger getestet wird und die Zahlen höher sein könnten. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht: von 127 am Vortag auf jetzt 128.

Informationen zum Coronavirus So hoch ist die Inzidenz in deinem Landkreis oder deiner Stadt

Wie viele Menschen wurden positiv auf Corona getestet? Und wie genau ist die Lage in Deutschland? Hier findest du Karten, die ständig aktualisiert werden.  mehr...

5.4.2021, 3:49 Uhr – Städte- und Gemeindebund will kein Bundesgesetz

Der Städte- und Gemeindebund fordert von den Bundesländern mehr Disziplin bei der Pandemiebekämpfung. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte den Funke-Medien, die Notbremse müsse jetzt konsequent umgesetzt werden. Die Menschen könnten die unterschiedlichen Regelungen sonst kaum nachvollziehen. Ein Bundesgesetz für einheitliche Corona-Maßnahmen käme aus Landsbergs Sicht für die dritte Welle zu spät, weil das Gesetzgebungsverfahren mehrere Wochen in Anspruch nehme. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und CSU-Chef Markus Söder hingegen plädierten für ein Bundesgesetz.

5.4.2021, 1:22 Uhr – Klöckner verspricht genügend Erntehelfer

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) geht davon aus, dass genügend Erntehelfer nach Deutschland kommen. Das werde aber noch einer Anstrengung bedürfen, sagte sie den Funke-Medien. Noch im April soll der Bundestag beschließen, dass Saisonarbeitskräfte dieses Jahr 102 Tage statt 70 Tage sozialversicherungsfrei arbeiten dürfen. Das reduziere die Fluktuation und leiste einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung, so Klöckner. Geplant seien vorsorglich eine Arbeitsquarantäne und feste Arbeitsteams sowie verschärfte Hygiene-Auflagen für die Wohnquartiere und Tests vor Ort.

5.4.2021, 0:56 Uhr – Portugal lockert Auflagen

Portugal lockert von heute an seine Corona-Regeln. Straßencafes, kleinere Geschäfte und Museen dürfen wieder öffnen. An weiterführenden Schulen startet der Unterricht wieder. Allerdings sind die Portugiesen weiterhin aufgerufen, ihre Wohnungen nur aus dringenden Gründen zu verlassen. Es gilt eine Homeoffice-Pflicht. Außerdem wurden die Einreisebeschränkungen für Touristen bis zum 15. April verlängert. Portugal hatte vor zwei Monaten noch die höchsten Corona-Fallzahlen weltweit – inzwischen sind es mit die niedrigsten in Europa.

5.4.2021, 0:36 Uhr – GEW will Abitur notfalls ausfallen lassen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert, wegen der Corona-Pandemie die Abiturprüfungen in diesem Jahr notfalls ausfallen zu lassen. Sollte das Infektionsgeschehen dramatisch ansteigen, müssten die Länder flexibel reagieren und von Prüfungen absehen, sagte GEW-Chefin Marlis Tepe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Leistungen aus dem Unterricht könnten dann zur Grundlage für die Notengebung werden.

4.4.2021, 23:27 Uhr – Italienische Zentralbank: Unterschiedliche Impfgeschwindigkeiten wirtschaftlich gefährlich

Die italienische Zentralbank warnt vor Gefahren für die Weltwirtschaft durch unterschiedliche Geschwindigkeiten bei den Impfungen. Der ungleiche Fortschritt in den verschiedenen Ländern könne zu deutlichen Unterschieden auch bei der wirtschaftlichen Erholung der jeweiligen Staaten führen, sagte Zentralbank-Gouverneur Ignazio Visco in einem Interview mit der Financial Times im Vorfeld des G20-Treffens am Mittwoch. Eine enge internationale Zusammenarbeit unter den Industrie- und Schwellenländern der G20 könne dies verhindern.

4.4.2021, 16:24 Uhr – RP: Kaum Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen

Die Menschen in Rheinland-Pfalz halten sich zum allergrößten Teil an die nächtlichen Ausgangssperren, die in mehreren Städten und Landkreisen gelten. Nach SWR-Recherchen bei den Polizeidienststellen gab es übers Wochenende kaum Verstöße gegen die Corona-Regeln – nur einzeln waren Menschen noch nach Beginn der Ausgangssperre unterwegs. Sie bekommen jetzt ein Bußgeld.

4.4.2021, 16:21 Uhr – Bundeswehr-Impfzentrum arbeitet rund um die Uhr

Im saarländischen Lebach bietet das erste Bundeswehr-Impfzentrum durchgehend Corona-Impfungen an. Im Drei-Schicht-Betrieb seien bis zu 1.000 Impfungen pro Tag möglich, teilte das Verteidigungsministerium mit. Mehr als 100 Soldaten würden dafür eingesetzt. Bis Mai seien bereits mehr als 14.000 Nachttermine vergeben. Neben dem Bundeswehr-Impfzentrum im Saarland gibt es ein weiteres in Berlin. Ein drittes wird derzeit in Bonn aufgebaut.

Mehr als 14.000 Nachttermine bis Mai sind vergeben. Die Termine wurden u.a. in Anspruch genommen von: 41,6% Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen 24,9% Personen mit Vorerkrankungen 11,8% Kontaktpersonen von Schwangeren 6,0% Medizinisches Personal 4,8% Personen ü70 bzw. ü80 Jahre https://t.co/GaRarwPRLC

4.4.2021, 15:13 Uhr – Deutsche dürfen wieder nach Russland fliegen

Nach rund einem Jahr sollen Deutsche mit gültigem Visum jetzt wieder auf dem Luftweg nach Russland einreisen dürfen. Das geht aus Änderungen einer Verordnung hervor, die die russische Regierung in der Nacht in Moskau veröffentlichte. Zuvor hatten deutsche Passagiere nur mit Sondergenehmigungen einreisen können. Ab wann Russland wieder Touristenvisa für Deutsche vergibt, ist aber noch unklar. Vor rund einem Jahr wurden wegen der Corona-Pandemie die Visavergabe weitgehend und der Flugverkehr zwischen den beiden Ländern komplett eingestellt.

4.4.2021, 13:36 Uhr – Zwei Corona-Fälle beim SV Sandhausen

Beim Fußball-Zweitligist SV Sandhausen sind zwei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Im Kellerduell gegen die Würzburger Kickers musste der Verein zuhause auf Ivan Paurevic und Denis Linsmayer verzichten. Beide seien in Quarantäne, ihnen gehe es den Umständen entsprechend gut, teilte der Club kurz vor dem Anpfiff mit.

ℹ️ Ivan Paurevic und Denis Linsmayer fehlen dem SV Sandhausen im Spiel gegen die Würzburger Kickers, beide wurden positiv auf das Corona-Virus getestet. Die Spieler befinden sich in häuslicher Quarantäne, Ihnen geht es den Umständen entsprechend gut. ___________ #SVSFWK #SVS1916 https://t.co/c7wYxd5IGn

4.4.2021, 13:05 Uhr – Bundesregierung stuft Niederlande als Hochinzidenzgebiet ein

Die Bundesregierung stuft die Niederlande ab Dienstag als Hochinzidenzgebiet ein. Das hat das Robert-Koch-Institut mitgeteilt. Wer dann von dort nach Deutschland einreisen will, muss einen negativen Corona-Test vorweisen können. Hintergrund sind die hohen Infektionszahlen in den Niederlanden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt landesweit bei rund 300. Die Niederlande sind nach Tschechien, Polen und Frankreich das vierte Nachbarland Deutschlands, das als Hochinzidenzgebiet eingestuft ist.

4.4.2021, 12:26 Uhr - Lucha: „Querdenker“-Demo befördert dritte Welle

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) will Demonstrationen mit Tausenden ohne Maske und Abstand wie gestern in Stuttgart in Zukunft verhindern. So ein Verhalten sei ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die sich an die Pandemieregeln hielten, sagte er. Es würde die dritte Corona-Welle befördern und die gesamte Gesellschaft gefährden. In der kommenden Woche will Lucha mit der Stadtverwaltung sprechen. Seiner Ansicht nach hätte die aktuelle Corona-Verordnung des Landes ausgereicht, um eine solche Massenveranstaltung zu verbieten. Stuttgarts Ordnungsbürgermeister Clemens Maier (Freie Wähler) sieht das anders und schlägt vor, die Verordnung zu überarbeiten.

4.4.2021, 12:19 Uhr – Spahn: Lockerungen für Geimpfte

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stellt Menschen mit einer Corona-Impfung wieder mehr Freiheiten in Aussicht. Der Bild am Sonntag sagte er, wer vollständig geimpft sei, könne ohne weiteren Test wieder in Geschäfte oder zum Friseur – allerdings erst, wenn die dritte Welle gebrochen sei. Grundlage ist der Zeitung zufolge ein neuer Bericht des Robert-Koch-Instituts. Demnach ist das Risiko gering, dass geimpfte Menschen das Virus weitergeben können. Spahn hat gesagt, man werde das bald mit den Ländern besprechen und umsetzen.

keine Tests, keine Quarantäne Spahn kündigt Lockerungen für Geimpfte an – das sind die Details

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angekündigt, dass gegen Corona Geimpfte womöglich bald mit Lockerungen rechnen können. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützt das. Doch es gibt auch Kritik.  mehr...

4.4.2021, 11:19 Uhr – Großbritannien will bald Impfausweis einführen

Großbritannien will schon bald einen Corona-Impfpass einführen. Nutzer sollen per App oder Papierdokument nachweisen können, dass sie gegen Corona geimpft oder negativ getestet sind. Damit sollen Stadien, Kinos oder Nachtclubs mit möglichst niedrigem Risiko wieder öffnen können. Vorbild ist Israel mit seinem grünen Pass. Dort habe sich gezeigt, wie das öffentliche Leben mit solchen Zertifikaten wieder Fahrt aufnehme, hat der britische Staatsminister Michael Gove in einem Gastbeitrag im Sunday Telegraph geschrieben. Noch in diesem Monat soll mit Tests bei ausgewählten Veranstaltungen begonnen werden.

4.4.2021, 10:01 Uhr – Kritik an Angriffen auf Journalisten bei „Querdenken“-Demo in Stuttgart

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat Übergriffe auf Medienvertreter bei der Demonstration gegen die Corona-Schutzmaßnahmen gestern in Stuttgart verurteilt. Der Bundesvorsitzende Frank Überall warf außerdem der Polizei vor, nichts getan zu haben, um die betroffenen Journalistinnen und Journalisten zu schützen. An der Demonstration gegen die Corona-Schutzmaßnahmen hatten sich gestern in Stuttgart laut Polizei mehr als 10.000 Menschen beteiligt. Kritik an den Übergriffen auf Medienvertreter kam auch von Außenminister Heiko Maas (SPD). Er schrieb auf Twitter, solche Attacken hätten mit Demonstrationsfreiheit rein gar nichts zu tun. Das seien Angriffe auf die Pressefreiheit.

Die Beleidigungen und Übergriffe auf Journalist*innen haben mit Demonstrationsfreiheit rein gar nichts zu tun. Das sind Angriffe auf Pressefreiheit. Sie müssen verfolgt und geahndet werden. (2) #s0304

4.4.2021, 8:12 Uhr – Mehrere illegale Feiern im Kreis Freiburg

Am Osterwochenende hat es im Kreis Freiburg mehrere illegale Feiern gegeben, bei denen die Teilnehmer die geltenden Corona-Regeln gebrochen haben. In den Nächten auf Karfreitag, Ostersamstag und Ostersonntag meldet die Polizei insgesamt rund 150 Verstöße. So haben die Beamten unter anderem in einem Wald bei Badenweiler eine illegale Party aufgelöst. Dort hatten 20 Menschen gefeiert.

4.4.2021, 5:08 Uhr – RKI: 12.196 Neuinfektionen und 68 Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 12.196 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind etwa 5.000 weniger als am Sonntag vor einer Woche. Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist allerdings darauf hin, dass rund um Ostern weniger getestet und gemeldet werde. Laut RKI sind zudem weitere 68 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, ist leicht gesunken auf 127,0. Am Samstag lag sie bei 131,4.

Informationen zum Coronavirus So hoch ist die Inzidenz in deinem Landkreis oder deiner Stadt

Wie viele Menschen wurden positiv auf Corona getestet? Und wie genau ist die Lage in Deutschland? Hier findest du Karten, die ständig aktualisiert werden.  mehr...

4.4.2021, 5:00 Uhr – Seehofer für einheitliche Regeln per Bundesgesetz

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat erneut für ein stärkeres Eingreifen des Bundes in die Corona-Politik der Bundesländer geworben. Die Menschen hätten eine große Sehnsucht nach einheitlichen Corona-Regeln, sagte Seehofer der Welt am Sonntag. Er forderte ein Bundesgesetz, das genau regele, welche Schritte bei welchen Inzidenzwerten je nach Region unternommen werden müssten. Auf diese Weise hätten alle Menschen in Deutschland eine klare Perspektive. Ein solches Gesetz könne in kürzester Zeit beschlossen werden, so Seehofer.

4.4.2021, 3:11 Uhr – Mecklenburg-Vorpommern schickt Touristen nach Hause

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern geht weiter konsequent Verstößen gegen das Tourismusverbot während der Corona-Pandemie nach. Bei verstärkten Verkehrskontrollen in Neubrandenburg wurden am Samstag die Insassen von 91 Fahrzeugen des Landes verwiesen. Demnach wurden 193 Menschen aufgefordert, das Bundesland wieder zu verlassen, weil sie keinen triftigen Grund für ihren Aufenthalt darlegen konnten. Insgesamt wurden 790 Fahrzeuge von der Polizei überprüft.

4.4.2021, 2:32 Uhr – Kinderschutzbund will mehr Kinderrechte in Pandemie

Der Deutsche Kinderschutzbund mahnt mehr Beachtung von Kinderrechten in der Corona-Pandemie an. Wenn Politiker über Grundrechte während der Pandemie debattierten, sei nur von typischen Erwachsenenrechten die Rede wie Reisefreiheit oder Berufsfreiheit, kritisierte Verbandschef Heinz Hilgers im Redaktionsnetzwerk Deutschland. Von den Einschränkungen der Kinderrechte spreche niemand. Ihr Recht auf Gesundheit und Bildung werde in der Corona-Politik nicht genügend berücksichtigt, so Hilgers.

4.4.2021, 0:47 Uhr – Spahn für mehr Freiheiten für Geimpfte

Wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, kann bestimmte Freiheiten zurückbekommen. Das meint Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Diese Menschen könnten wie negativ Getestete in Geschäfte oder zum Friseur, sagte Spahn der Bild am Sonntag. Grundlage dafür sind dem Bericht zufolge neue Erkenntnisse des Robert-Koch-Instituts, nach denen Geimpfte ein geringes Übertragungsrisiko haben. Das könnte wichtig werden, wenn Öffnungsschritte auf Schnelltests beruhen sollten.

4.4.2021, 0:18 Uhr – Laschet erwartet neue Einschränkungen

CDU-Chef Armin Laschet erwartet in der Corona-Pandemie noch harte Wochen und Monate mit neuen Einschränkungen. Das machte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident in einer Osteransprache deutlich. Gleichzeitig betonte Laschet, dass es allen Grund zur Hoffnung gebe. So würden jeden Tag – auch über Ostern – Zehntausende Menschen geimpft. Bei der Bewältigung der Krise müssten Bund, Länder und Kommunen über Parteigrenzen hinweg zusammenstehen, appellierte der CDU-Chef.

4.4.2021, 0:02 Uhr – Maas verurteilt Gewalt gegen Journalisten in Stuttgart

In Stuttgart waren laut Polizei mehr als 10.000 Menschen bei Kundgebungen gegen die Corona-Auflagen. Der Großteil der Teilnehmer habe keine Maske getragen und auch keine Abstände eingehalten. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) twitterte, alle hätten das Recht zu demonstrieren. Wenn aber „Tausende ohne Maske und Abstand unterwegs sind, verstößt das gegen jede Regel und erst Recht gegen jede Vernunft.“ Beleidigungen und Übergriffe auf Journalisten hätten mit Demonstrationsfreiheit rein gar nichts zu tun. Hintergrund ist unter anderem eine Attacke auf ein ARD-Fernsehteam in Stuttgart. Zudem gab es vereinzelt weitere Übergriffe auf Journalisten. Der Chefredakteur von ARD-aktuell, Marcus Bornheim, verurteilte den Angriff ebenfalls.

3.4.2021, 16:30 Uhr – Kritik an Genehmigung der Anti-Corona-Demos

Am Cannstatter Wasen in Stuttgart demonstrieren zurzeit tausende Menschen gegen die Corona-Vorschriften. Es sollen deutlich mehr sein als die zweieinhalbtausend, mit denen ursprünglich gerechnet wurde. Die Polizei hat bis jetzt keine Zahlen genannt. Die Organisatoren sagen, es seien etwa 6.000. Laut Polizei halten sich viele von ihnen nicht an die Hygieneregeln. Gegendemonstranten hatten am frühen Nachmittag versucht, die Kundgebung zu verhindern.

Das baden-württembergische Gesundheitsministerium kritisiert die Stadt Stuttgart, weil sie die Demos genehmigt hat. Ministerialdirektor Lahl sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Entscheidung das zuzulassen, sei in dieser Phase der Pandemie falsch gewesen. Wie solle man erklären, dass sich an den Osterfeiertagen nur fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen dürften, während tausende Demonstranten ohne Maske und ohne Mindestabstand durch Stuttgart zögen.

3.4.2021, 13:30 Uhr – Sieben Thrombose-Tote in Großbritannien

In Großbritannien sind sieben Menschen nach Impfungen mit Astrazeneca an Thrombosen gestorben. Das hat die britische Arzneimittelbehörde mitgeteilt. 23 weitere Menschen hätten solche Blutgerinnsel überlebt. Geimpft wurden in Großbritannien bisher rund 18 Millionen Menschen.

3.4.2021, 12:24 Uhr – Stuttgarter Polizei bereitet sich auf Demonstrationen vor

Die Polizei hat sich in Stuttgart mit einigen Hundert Beamten für mehrere Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen und geplante Gegenproteste aufgestellt. Am Vormittag seien schon mehrere Hundert Teilnehmer einer angemeldeten Versammlung auf dem Marienplatz eingetroffen, teilte ein Polizeisprecher mit. Man gehe ersten Berichten über viele Teilnehmer ohne Maske und Abstand nach. Im Fall derartiger Verstöße hatte die Stadt Stuttgart angekündigt, Versammlungen aufzulösen. Zuletzt hatte vor zwei Wochen eine Demonstration in Kassel mit mehr als 20.000 Menschen für Schlagzeilen gesorgt - erlaubt waren nur 6.000. Es kam zu teils gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Stuttgart

Keine Masken, kein Abstand „Querdenken“-Demos in Stuttgart – darum hat die Polizei nicht eingegriffen

Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in Stuttgart ihrem Ärger über die Corona-Maßnahmen Luft gemacht. Die Vorschriften zur Masken- und Abstandspflicht wurden überwiegend ignoriert. Die Polizei schritt trotzdem kaum ein. Das sorgte für Kritik.  mehr...

3.4.2021, 11:34 Uhr – Frankreich: Landesweiter Lockdown

In Frankreich sind landesweite Corona-Beschränkungen in Kraft getreten. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre ab 19 Uhr. Kindergärten, Schulen und die meisten Geschäfte müssen geschlossen bleiben. Außerdem dürfen sich die Bürger nur höchstens zehn Kilometer von ihrem Haus oder ihrer Wohnung entfernen.

3.4.2021, 10:44 Uhr – Über 10 Millionen Menschen geimpft

In Deutschland sind bisher mehr als 10 Millionen Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mitgeteilt. Das entspräche gut 12 Prozent der Bevölkerung. Rund 4,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger haben demnach auch die zweite Impfung erhalten.

Bis heute Morgen wurden über 12% der Deutschen mindestens einmal geimpft. Das sind mehr als 10 Mio Bürgerinnen & Bürger. 4,3 Mio haben nach der 2. Impfung den vollen Schutz. Verimpft wurden bisher ca. 10,7 Mio Dosen BioNTech, 0,7 Mio Dosen Moderna & 2,9 Mio Dosen AstraZeneca.

3.4.2021, 10:09 Uhr – Kreis Neuwied: Ab morgen verschärfte Regeln

Im Kreis Neuwied gelten ab morgen verschärfte Corona-Regeln. Als Grund nennt der Kreis die hohe Sieben-Tage-Inzidenz, die bereits am vergangenen Mittwoch zum dritten Mal in Folge über 200 lag. Neben den bestehenden Maßnahmen wie nächtlichen Ausgangsbeschränkungen kommen weitere hinzu. So dürfen unter anderem Buchläden, Baumärkte und Gärtnereien nur noch für Kunden mit Termin öffnen. Friseure, Fahr- und Musikschulen sind zu Corona-Tests verpflichtet.

3.4.2021, 9:22 Uhr – Oster-Appell: Steinmeier will mehr Eigenverantwortung

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat von den Deutschen mehr Eigenverantwortung in der Corona-Krise gefordert. Alle lebten zusammen in diesem Land, alle wollten gemeinsam eine gute Zukunft, alle sollten sich jetzt zusammenraufen, sagte er in seiner Osteransprache. Er habe aber auch Verständnis für Enttäuschung und Verzweiflung. Die ganze Ansprache wird heute Abend nach der Tagesschau um 20.10 Uhr ausgestrahlt.

3.4.2021, 6:55 Uhr – RKI: Knapp 18.130 Neuinfektionen

Innerhalb eines Tages sind 18.129 weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind 2.343 weniger als heute vor einer Woche. Außerdem haben die Gesundheitsämter der Bundesländer dem Robert-Koch-Institut (RKI) weitere 120 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 131 und ist damit etwas niedriger als gestern. Da lag sie bei 134. Der Rückgang der Zahlen kann auch damit zusammenhängen, dass an Ostern weniger getestet wird.

3.4.2021, 6:28 Uhr – Corona-Cluster in elsässischem Altenheim

Im elsässischen Marckolsheim ist ein Altenheim geschlossen worden, weil sich elf Bewohner mit dem Coronavirus angesteckt haben. Sieben von ihnen seien schon zum zweiten Mal mit dem Vakzin von Pfizer/Biontech geimpft worden. Das berichten die Dernières Nouvelles D´Alsace. Die Zeitung schreibt, der Fall zeige, dass die Impfung zwar offenbar vor schweren Krankheitsverläufen schütze, aber nicht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Proben der Patienten sollen nun in der Virologie des Universitätsklinikums in Straßburg untersucht werden, so die Zeitung weiter. Es gelte herauszufinden, ob es sich bei den Viren um Mutanten handele.

3.4.2021, 6:27 Uhr – Prüm: Polizei löst illegale Party auf

In Prüm (Eifel), hat die Polizei in der Nacht eine illegale Techno-Party aufgelöst. Demnach haben dort etwa 30 junge Menschen, überwiegend aus Belgien und Luxemburg, auf einem ehemaligen Militärgelände gefeiert. Der Aufruf dazu soll über die sozialen Medien gelaufen sein. Wer die Party veranstaltet hat, ist noch nicht bekannt. Gegen die Teilnehmer wird wegen Hausfriedensbruch und Verstößen gegen die Corona-Regeln ermittelt.

3.4.2021, 5:02 Uhr – Agentur für Arbeit will helfen, Arbeitslose zu impfen

Die Bundesagentur für Arbeit will mithelfen, Arbeitslose gegen das Coronavirus zu impfen. Die Agentur beschäftige rund 300 Ärzte, die sonst für die Untersuchung der Arbeitslosen da seien, sagte Vorstandsmitglied Christiane Schönefeld der Rheinischen Post. Hinzu kämen die vertraglich gebundenen Betriebsärzte. Wenn die Agentur gebraucht werde, dann werde sie sich keiner unkonventionellen Lösung verschließen. Im März waren in Deutschland etwa 2,8 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet.

3.4.2021, 3:38 Uhr – Hausärztechef: Impfreihenfolge bald lockern

Der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes Ulrich Weigeldt ist dafür, die Impfreihenfolge gegen das Coronavirus allmählich aufzugeben - und zwar sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Die Priorisierung sei eine gute Leitlinie für Ärzte, solange der Impfstoff knapp sei, sagte Weigeldt der Rheinischen Post. Bald müsse der Blick aber stärker auf die Gesundheit der einzelnen Menschen wandern. Ein 69-jähriger Mann mit Diabetes solle vielleicht eher die Impfung erhalten als eine 72-jährige Triathletin.

3.4.2021, 3:25 Uhr – Harbarth: Pandemie ist Stresstest für den Rechtsstaat

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, sieht die Corona-Pandemie als Stresstest für den Rechtsstaat. Das Thema werde die Gerichte vermutlich auf Jahre hinaus beschäftigen, sagte Harbarth den Funke-Zeitungen. Die Bekämpfung des Coronavirus vollziehe sich aber in den Bahnen des Rechts. Der oberste Verfassungsrichter äußerte sich auch zu möglichen Lockerungen für Geimpfte. Entscheidend dafür sei voraussichtlich, ob eine Impfung auch vor der Weitergabe des Virus an Dritte schütze. Ob das so ist, ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt.

3.4.2021, 0:51 Uhr – Steinmeier ruft zu Zusammenhalt in Pandemie auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zu einem gemeinsamen Kraftakt gegen die dritte Pandemiewelle aufgerufen. In seiner Ostansprache, die heute Abend ausgestrahlt wird, sagte Steinmeier, alle Menschen in Deutschland sollten sich zusammenraufen und aufeinander achtgeben. Zugleich zeigte Steinmeier Verständnis für Enttäuschung und Frust. Deutschland befinde sich in einer Vertrauenskrise, es seien Fehler gemacht worden etwa beim Testen und Impfen. Trotz der Rückschläge sei es wichtig, weiter Vertrauen in den demokratischen Staat zu haben.

3.4.2021, 0:25 Uhr – Gewalttätige Proteste gegen Corona-Maßnahmen in der Schweiz

In St. Gallen in der Schweiz ist es bei Protesten gegen Corona-Auflagen zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Polizisten wurden dabei von den meist jungen Menschen mit Molotow-Cocktails, Flaschen und anderen Gegenständen beworfen. Die Beamten setzten nach eigenen Angaben Gummischrot und Reizgas ein.

2.4.2021, 23:25 Uhr – Wieder Ausschreitungen in belgischem Park

Die belgische Polizei hat den zweiten Tag in Folge ein Treffen von Hunderten Menschen in einem Park in Brüssel aufgelöst. Dabei kamen laut einem Reporter der Deutschen Presseagentur auch Wasserwerfer und Tränengas zum Einsatz. Zuvor waren die Beamten aus der Menge mit Flaschen, Ästen und Pyrotechnik beworfen worden. In Belgien dürfen sich momentan nur Gruppen von bis zu vier Menschen treffen. Am Donnerstag hatten sich laut Polizeischätzungen mehr als 1.500 Menschen in dem Park versammelt und gefeiert.

2.4.2021, 21:00 Uhr – Frankreich geht in den dritten Lockdown

In Frankreich tritt am Samstag zum dritten Mal ein landesweiter Lockdown in Kraft. Er soll vier Wochen dauern. Damit gilt unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre ab 19 Uhr. Außerdem müssen die meisten Geschäfte geschlossen bleiben. Kindergärten und Schulen sollen für drei Wochen schließen, Hochschulen und Gymnasien für vier Wochen. Für alle Bürger besteht begrenzter Bewegungsradius von zehn Kilometern – bis Montagabend soll aber ein Kulanzzeitraum gelten.

2.4.2021, 20:17 Uhr – Drosten: Kommen um ernsthaften Lockdown nicht herum

Die Forderungen von Experten nach strengeren Corona-Regeln reißen auch weiterhin nicht ab. Der Berliner Virologe Christian Drosten sagte dem Spiegel, Deutschland werde um einen ernsthaften Lockdown nicht herumkommen. Die Beispiele Paris und London zeigten, dass ein teilweiser Lockdown bei den aggressiveren Virusvarianten nicht ausreichend sei. Die Inzidenzen seien immer stärker gestiegen – genaue wie die Zahl der schweren Krankheitsverläufe.

2.4.2021, 19:50 Uhr – US-Seuchenbehörde CDC: Reisefreiheit innerhalb des Landes für Geimpfte

In den USA können Geimpfte wieder reisen. Die US-Seuchenbehörde CDC teilte in einer überarbeiteten Empfehlung mit, für Menschen mit Corona-Impfung bestehe nur ein „niedriges Risiko“. Geimpfte Großeltern könnten beispielsweise ihre Enkel wieder besuchen. Wer die Impfungen abgeschlossen habe, müsse auch nicht mehr vor oder nach einer Reise einen Test vornehmen oder sich in Quarantäne begeben. Bislang hatte die Behörde allen US-Bürgern von nicht unbedingt notwendigen Reisen abgeraten.

2.4.2021, 19:35 Uhr – Österreich gibt Impfdosen ab

Nach dem Streit um die Verteilung von Impfstoff in Europa will Österreich nun 30.000 Impfdosen nach Tschechien schicken. Das hat Bundeskanzler Sebastian Kurz mitgeteilt. Zuvor hatte sich Österreich nicht an einer europaweiten Solidaritätsaktion beteiligt, um fünf Mitgliedsstaaten zu unterstützen, die nicht genügen Impfstoff für dem Kampf gegen das Corona-Virus zur Verfügung haben. Kurz habe sich unsolidarisch verhalten und Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland und die Slowakei im Stich gelassen, hatte ein Diplomat in Brüssel gesagt.

2.4.2021, 14:51 Uhr – Sputnik V-Produktion in zehn Ländern

Russland hat Abkommen mit 20 Herstellern in zehn Ländern über eine Lizenzproduktion seines Corona-Impfstoffs Sputnik V geschlossen. Das erkärte der Chef des für die Vermarktung zuständigen russischen Investmentfonds. In Indien und Südkorea werde Sputnik V bereits produziert. Viele der 20 ausländischen Hersteller wollen dem Manager zufolge im April ihre volle Produktionskapazität erreichen.

2.4.2021, 14:22 Uhr – München zieht die „Notbremse“

In München greift ab Sonntag die Corona-Notbremse. Die Inzidenz liege den dritten Tag in Folge über 100, teilte die Stadt mit. Man nehme deshalb die seit Anfang März geltenden Lockerungen zurück. Der Einzelhandel sowie Kosmetikstudios und Massagepraxen müssen schließen, ebenso Zoos und Museen. Zwischen 22 Uhr und 5 Uhr gilt außerdem eine Ausgangssperre.

2.4.2021, 13:54 Uhr – Baden-Württemberg: Warnung vor Demo gegen Corona-Maßnahmen

Vor der für Samstag in Stuttgart geplanten Demonstration der sogenannten „Querdenken“– Bewegung hat das Gesundheitsministerium von Baden-Württemberg eindringlich darauf hingewiesen, dass die Corona-Verordnung durchaus ein Verbot hergebe. Man gehe davon aus, dass die Hygieneregeln bei der Veranstaltung nicht eingehalten werden, hieß es von Seiten der Behörde. Die Stadt Stuttgart sieht allerdings nach wie vor keine Handhabe für ein Verbot. Die Latte für ein Versammlungsverbot hänge sehr hoch. Man könne rechtlich nichts gegen diese Versammlung unternehmen und habe nur die Möglichkeit, über Auflagen zu arbeiten. Sollten diese aber nicht beachtet werden, werde die Versammlung aufgelöst.

Am Samstag sind nach Angaben der Stadt Stuttgart mindestens vier Demonstrationen gegen die Pandemie-Einschränkungen geplant, darunter eine Kundgebung der „Querdenken“– Bewegung am Nachmittag auf dem Cannstatter Wasen. Die Veranstalter erwarten zu diesem Protest rund 2500 Teilnehmer. Nach Angaben eines Polizeisprechers wird auch mit Gegendemonstranten gerechnet.

2.4.2021, 13:42 Uhr –Astrazeneca: Großbritannien meldet 30 Blutgerinnsel

In Großbritannien sind bei mehr als 18 Millionen Impfungen mit AstraZeneca insgesamt rund 30 Fälle von seltenen Blutgerinnseln gemeldet worden. Das teilte die britische Arzneimittelbehörde MHRA in einem aktuellen Bericht mit. „Das Risiko, diesen speziellen Typ von Blutgerinnseln zu bekommen, ist sehr klein“, heißt es darin. Es seien bislang - Stand 24. März – 22 Fälle der auch in Deutschland aufgetretenen Hirnvenen-Thrombosen und acht andere Arten von Thrombosen gemeldet worden.In einem anderen Dokument der Behörde wurden insgesamt 24 Fälle aufgeführt. Diese Differenz ist dadurch begründet, dass dabei auch Thrombosen eingerechnet sind, die nicht durch eine zu geringe Anzahl an Blutplättchen entstanden sind. „Auf Basis dieser fortlaufenden Untersuchung sind die Vorteile der Impfungen gegen Covid-19 weiterhin größer als die Risiken“, schreiben die Experten der MHRA.

2.4.2021, 11:47 Uhr – Saarland: Ministerrat bestätigt Lockerungskonzept

Der Ministerrat im Saarland will die geplanten Corona-Lockerungen umsetzen und hat eine entsprechende Verordnung beschlossen. Das hat die Staatskanzlei mitgeteilt. An die Stelle der reinen Kontaktbeschränkungen würden Testauflagen treten, sagte Ministerpräsident Hans. Das Saarland will so vom 6. April an zahlreiche Beschränkungen aufheben und unter anderem Theater und Außengastronomie wieder öffnen.

2.4.2021, 10:32 Uhr – Städte- und Gemeindebund: Kein Präsenz-Untericht für ungetestete Schüler

Der Städte- und Gemeindebund fordert den Ausschluss vom Präsenzunterricht für Schülerinnen und Schüler, die sich keinem Corona-Test unterziehen wollen. „Wer sich nicht testen lassen möchte, sollte nach den Osterferien nicht am Schulunterricht in Präsenz teilnehmen dürfen“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wir brauchen jetzt keine Diskussionen, sondern konkrete Maßnahmen.“

Nötig sei „ein klares und verständliches Konzept, das konsequent umgesetzt werden muss und dann auch die Akzeptanz und Unterstützung der Bevölkerung haben wird", sagte Landsberg. So könnten „Gemeinsinn und Verantwortung“ gewonnen werden. „Mangelnde Solidarität und Unvernunft müssen aber auch Konsequenzen haben - wer Testung und Quarantäne nicht einhält, darf nicht hoffen, wie alle anderen behandelt zu werden“, betonte Landsberg. „Das gilt auch für die Schulen.“

Zuvor hatten Sachsen, Niedersachsen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen angekündigt, eine Testpflicht für Schülerinnen und Schüler nach den Osterferien einzuführen. Das NRW-Schulministerium erklärte, über die Einzelheiten zu der Testpflicht werde in Abstimmung mit den anderen Bundesländern noch entschieden.

2.4.2021, 8:49 Uhr – RKI: 21.888 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt leicht auf 134,0

Das Robert Koch-Institut hat 21.888 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 315 mehr als am vergangenen Freitag. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 134,0 von 134,2 am Donnerstag. Vor einer Woche lag sie bei 119,1. 232 weitere Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 76.775. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,85 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

2.4.2021, 8:49 Uhr –Sao Paulo exhumiert alte Gräber aus Platzmangel

In Brasiliens größter Stadt Sao Paulo werden jetzt alte Gräber geleert, um Platz für die steigende Zahl von COVID-19-Toten zu schaffen. Das Rathaus der Stadt registriere diese Woche täglich Rekordbestattungen, so der für das Bestattungswesen zuständige Gemeindesekretär in einer Erklärung. Die Verlegung der Überreste sei zwar Standard im Friedhofsbetrieb, habe jetzt aber eine neue Dringlichkeit bekommen, da Brasilien die schlimmste Coronavirus-Welle seit Beginn der Pandemie vor über einem Jahr erlebe. Das brasilianische Gesundheitsministerium meldete am Donnerstag 3769 neue Todesfälle.

2.4.2021, 4:49 Uhr – Laschet will bundesweit einheitliche Lösung für Schulen

CDU-Chef Armin Laschet will eine bundesweit einheitliche Regelung erreichen, wie es für die Schulen nach Ostern weitergeht. Diese sollten die Länder selbst treffen und nicht der Bund, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident der Deutschen Presseagentur. „Ich wünsche mir, dass alles, was wir in den kommenden Wochen tun, möglichst bundeseinheitlich erfolgt. Das ist auch in Schulfragen möglich“, so Laschet. Ob die Schulen nach den Osterferien wieder öffnen, ist Laschet zufolge noch nicht entschieden. Nötig sei in jedem Fall eine umfassende Teststrategie.

2.4.2021, 3:15 Uhr – Präsident des Bundesverfassungsgerichts verteidigt Corona-Management in Deutschland

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, hat das Corona-Management in Deutschland verteidigt. Den Funke-Zeitungen sagte er, jeder Fehler sei zwar einer zu viel. Wenn aber unter Zeitdruck entschieden werde müsse, bestehe immer diese Gefahr. Die Verantwortlichen bewerteten die Corona-Lage mit dem Kenntnisstand von heute. Dieser könne aber oft einige Wochen später schon anders sein.

2.4.2021, 2:10 Uhr – Hamburg und Berlin führen Ausgangsbeschränkungen ein

Wegen steigender Coronazahlen und drohender Überlastung der Krankenhäuser führen die Länder Hamburg und Berlin neue Ausgangsbeschränkungen ein. In Hamburg sollen alle Menschen zwischen 21 und 5 Uhr zu Hause bleiben. In Berlin dürfen in dieser Zeit nur zwei Personen gemeinsam unterwegs sein. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht berücksichtigt.

2.4.2021, 1:30 Uhr – Verletzte nach Massentreffen in Park in Brüssel

Bei einem illegalen Massentreffen in einem Park in Brüssel ist es zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Mindestens 26 Beamte sollen verletzt worden sein. Nach Behördenangaben hatten sich rund 1.500 bis 2.000 Menschen zu einer unerlaubten Party versammelt und die Corona-Auflagen missachtet. Es seien auch Flaschen und Steine geworfen sowie Barrikaden angezündet worden. Die Polizei habe daraufhin Tränengas eingesetzt, um die Menge auseinanderzutreiben.

2.4.2021, 0:19 Uhr – ARD-Deutschlandtrend: Große Mehrheit mit Corona-Management von Bund und Ländern unzufrieden

Fast jeder zweite Deutsche hält die Corona-Auflagen für unzureichend. Das geht aus dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend hervor. Entsprechend äußerten sich 48 Prozent der Befragten. Das sind 16 Prozentpunkte mehr im März. 24 Prozent äußerten die Meinung, dass die Maßnahmen genügen. Ebenfalls 24 Prozent halten sie für zu streng. Die breite Mehrheit der Befragten vertrat die Ansicht, dass Bund und Länder die Corona-Krise schlecht bewältigen. 79 Prozent zeigten sich unzufrieden, 19 Prozent bezeichneten den Kurs der Regierung positiv.

1.4.2021, 23:36 Uhr – Merkel appelliert, Kontaktbeschränkungen einzuhalten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nochmal an die Bevölkerung appelliert, zu Ostern alle Corona-Kontaktbeschränkung einzuhalten. Mit dem eigenen Verhalten könne der Anstieg der Infektionszahlen gebremst werden, sagte Merkel in einem Video-Podcast. Es solle ein ruhiges Osterfest im kleinen Kreis werden. Außerdem rief sie dazu auf, nicht zu verreisen.

1.4.2021, 22:15 Uhr – Astrazeneca: Unter 60-Jährige sollen bei Zweitimpfung anderen Impfstoff erhalten

Wer unter 60 Jahre alt ist und zum ersten Mal mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft worden ist, soll bei der Zweitimpfung ein Mittel von Biontech oder Moderna bekommen. So steht es in einer überarbeiteten Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), die das Robert-Koch-Institut auf seiner Seite veröffentlicht hat. In dem entsprechenden Abschnitt heißt es, dass es zwar noch keine keine wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Impfungen mit verschiedenen Mitteln geben würde. Bis entsprechende Daten vorlägen, werde jedoch eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs zwölf Wochen nach der Erstimpfung empfohlen. Zu dieser Klasse gehören die Produkte von Pfizer/Biontech oder Moderna. Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte dem Spiegel in einem am Abend veröffentlichten Interview, über das Risiko bei einer zweimaligen Astrazeneca-Impfung könne man derzeit nur spekulieren. Deshalb sei der naheliegende Ausweg, es gar nicht erst zu probieren. Bund und Länder waren am Dienstag einer Empfehlung der Stiko gefolgt, das Astrazeneca-Mittel in der Regel nur noch für Menschen über 60 einzusetzen. Bei 2,7 Millionen verabreichten Astrazeneca-Dosen waren 31 Verdachtsfälle einer sogenannten Hirnvenen-Thrombose gemeldet worden. Davon verliefen neun Fälle tödlich.

1.4.2021, 20:30 Uhr – Nach Ostern Fernunterricht für Grundschulen in Baden-Württemberg

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen wird in Baden-Württemberg nach den Osterferien wieder Fernunterricht stattfinden. In der ersten Woche ab dem 12. April kehren die Grundschülerinnen und Grundschüler und auch die 5. und 6. Klassen zunächst in den Fernunterricht zurück, wie das Kultusministerium den Schulen am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Geöffnet bleiben Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren, auch die Abschlussklassen sollen teilweise in Präsenz unterricht werden. In der Woche ab dem 19. April sollen alle Klassen im Wechsel in die Schulen zurückkehren, sofern es das „Infektionsgeschehen dann zulässt“, so Ministerialdirektor Michael Föll (CDU). Zusätzlich soll dann eine Testpflicht für alle in Präsenzunterricht gelten.

1.4.2021, 16:55 Uhr – Ganz Kroatien wird Risikogebiet, auch die Urlaubsregion Istrien

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Kroatien inklusive der Urlaubsregion Istrien ab Samstag als Risikogebiet ein. Das gab das Robert-Koch-Institut (RKI) bekannt. Wer aus Kroatien nach Deutschland einreist, muss damit künftig wieder für zehn Tage in Quarantäne, kann sich davon allerdings nach fünf Tagen mit einem zweiten negativen Corona-Test befreien. Der erste Test muss spätestens 48 Stunden nach Einreise erfolgen.

1.4.2021, 16:30 Uhr – Bundesregierung einigt sich auf zusätzliche Corona-Hilfen

Firmen, die besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, sollen einen neuen Eigenkapitalzuschuss bekommen. Das teilten das Bundesfinanz- und das Bundeswirtschaftsministerium mit. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liegt das Volumen der neuen Corona-Hilfen bei einem höheren zweistelligen Milliardenbetrag bis maximal 50 Milliarden Euro. Konkret sollen alle Unternehmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben, einen Eigenkapitalzuschuss bekommen. Dieser werde zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

1.4.2021, 15:40 Uhr – Karsamstag: Bundespräsident Steinmeier hält Fernsehansprache zur Corona-Pandemie

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält zu Ostern eine Fernsehansprache zur aktuellen Corona-Situation. Wie das Bundespräsidialamt mitteilte, wird die Ansprache am Samstagabend ausgestrahlt. Erstmals wendet sich Steinmeier damit seit Beginn der Pandemie in einer außerplanmäßigen Fernsehansprache an die Bevölkerung. Eine Ansprache des Staatsoberhaupts gibt es regulär sonst nur an Weihnachten.

1.4.2021, 15:15 Uhr – Strobl: Polizei in Baden-Württemberg bereitet sich auf Osterwochenende vor

Die Polizei in Baden-Württemberg rechnet am Osterwochenende mit vielen Besuchern vor allem in den Naherholungsgebieten. Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) kündigte an, die Beamten würden „im Zuge ihrer Kontrollen konsequent auf die Einhaltung der Regelungen der Corona-Verordnung achten“. Man erhoffe sich auch bei den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen im Land ein „besonnenes Verhalten“ der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Strobl appellierte an die Bürger, Abstand zu halten und die Kontakte auch an Ostern einzuschränken.

1.4.2021, 14:00 Uhr – Zahl der Intensivpatienten steigt weiter

Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Corona-Intensivpatienten ist weiter gestiegen. Das Divi-Register verzeichnet aktuell 3.718 Patienten. Die Zahl steigt seit dem 12. März täglich. Auf dem Höhepunkt der zweiten Welle lag die Zahl am 3. Januar bei 5.745 Personen.

1.4.2021, 12:30 Uhr – Spahn: Hausärzte haben 1,4 Millionen Impfdosen bestellt für die erste Impfwoche

Die Hausärzte in Deutschland beginnen kommende Woche offiziell mit den Corona-Impfungen – das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch einmal bestätigt. Für die erste Woche hätten 35.000 Hausarztpraxen 1,4 Millionen Impfdosen bestellt. Zunächst starte man mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer, Mitte April werde in den Praxen auch das Mittel von Astrazeneca verimpft. Ende des Monats folge dann der Impfstoff von Johnson & Johnson, so Spahn.

Spahn versicherte, dass bei der Lieferung von Impfstoff an die Hausarztpraxen auf eine gleichmäßige Verteilung auf die Bundesländer geachtet wird. Auch Fachärzte und Privatärzte sollen später in die Impfkampagne einbezogen werden.

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Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet die Impfstoffkampagne in Europa als „unakzeptabel langsam“. Nur zehn Prozent der Bevölkerung seien bislang geimpft worden, sagt der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge. „Wir müssen die Produktion beschleunigen sowie Hürden bei der Verabreichung von Impfstoffen abbauen und jedes Fläschchen, das wir auf Vorrat haben, aufbrauchen“, fordert Kluge.

1.4.2021, 12:00 Uhr – Bundespräsident Steinmeier mit Astrazeneca geimpft

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In Afrika ist laut der panafrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC eine neue Corona-Variante registriert worden. Sie sei bei Reisenden aus Tansania in Angola entdeckt worden, teilte der Leiter der Africa CDC, John Nkengasong, bei einer Pressekonferenz mit. Die neue Variante weise bis zu 40 Mutationen auf. „Das ist sicherlich eine Variante, die Anlass zur Sorge gibt“, sagte er. Das ostafrikanische Tansania hat seit Mitte vergangenen Jahres keine Daten über Covid herausgegeben. Auch aktuell gebe es keine Informationen zur genauen Zahl der Fälle dort, so die CDC.

1.4.2021, 10:10 Uhr – Schuhgeschäfte dürfen in Bayern auch bei hoher Inzidenz öffnen

Schuhgeschäfte dürfen sich in Bayern Hoffnung auf eine Öffnung auch bei hohen Corona-Inzidenzzahlen machen. Nach einem Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH) gehören sie zu den „für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Ladengeschäften“, die auch in Gebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 öffnen dürfen. Sie hätten eine ähnlich große Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung wie Buchhandlungen, Baumärkte und Blumenläden.

1.4.2021, 9:38 Uhr – 1,1 Milliarden Corona-Testkits für Deutschland

Der Bund hat nach Angaben des Gesundheits- und Verkehrsministeriums Deutschland für 2021 Testkapazitäten von mehr als 1,1 Milliarden Corona-Testkits gesichert. Das geht aus einem Brief von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) an die Ministerpräsidenten hervor. Die Beteiligten in der Taskforce Testlogistik seien sich einig gewesen, dass Schnelltests „auch unmittelbar über den Markt bestellt werden können“, heißt es. Der Bedarf auch bei den Selbsttests sollte deshalb gedeckt werden können.

1.4.2021, 7:20 Uhr – BW-Tourismusminister bittet um Verzicht auf Gruppenausflüge an Ostern

Baden-Württembergs Tourismusminister Guido Wolf (CDU) hat an die Bevölkerung appelliert, an Ostern auf Unternehmungen in der Gruppe zu verzichten und beliebte Ausflugsziele zu meiden. „Auch wenn wir alle pandemiemüde sind und uns die aktuellen Einschränkungen wirklich aufs Gemüt schlagen, so muss für die Ostertage leider gelten: Gruppenaktivitäten sind nicht möglich“, erklärte Wolf. Das Ansteckungsrisiko hierbei sei zu groß.

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

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1.4.2021, 6:19 Uhr – 24.300 Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 134,2

Das Robert-Koch-Institut hat 24.300 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 1643 mehr als am vergangenen Donnerstag. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 134,2 von 132,3 am Mittwoch. Vor einer Woche hatte sie bei 113,3 gelegen. 201 weitere Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 76.543.

1.4.2021, 5:40 Uhr – Kassenärztliche Vereinigung rät Ärzten: Keine unter 60-Jährigen mit Astrazeneca impfen

Die niedergelassenen Kassenärzte wollen laut ihrer Berufsvereinigung in ihren Praxen unter 60-Jährige generell nicht mit dem Vakzin von Astrazeneca impfen, obwohl das nach den geänderten Empfehlungen unter bestimmten Bedingungen möglich ist. Der Zeitbedarf für eine Beratung und intensive Aufklärung jüngerer Patienten stehe „einer schnellen Impfkampagne diametral entgegen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Stephan Hofmeister, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Wir wollen schnell und zügig impfen“, betonte er.

Daher empfehle man den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, Astrazeneca nur bei Menschen über 60 zu verimpfen. Natürlich stehe es jedem Arzt frei, Astrazeneca auch bei unter 60-Jährigen zu verwenden, fügte Hofmeister hinzu.

1.4.2021, 4:33 Uhr – Polizei in Neubrandenburg beendet Party mit 150 Jugendlichen

Die Polizei hat in einem Strandbad in Neubrandenburg eine Party mit rund 150 Jugendlichen beendet. Wie die Polizei in der Nacht mitteilte, hatten am Abend mehrere Anrufer wegen zu lauter Musik die Polizei gerufen. Die Besatzung eines Funkstreifenwagens stellte fest, dass rund 150 Jugendliche in dem Strandbad feierten.

Daraufhin rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an. In mehr als 50 Fällen konnten die Beamten die Personalien feststellen. Gegen die Jugendlichen sei Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Corona-Landesverordnung erstattet worden. Eine weitere Anzeige gab es wegen illegaler Abfallbeseitigung, da das Strandbad laut Polizei erheblich verschmutzt war. Die Anlage stellten die Beamten sicher.

1.4.2021, 3:28 Uhr – Zahl der Corona-Toten in Brasilien steigt auf Höchststand

In Brasilien sind im März mehr als 66.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Das ist mit Abstand die höchste Zahl seit Ausbruch der Pandemie. Im bisher schlimmsten Monat - im Juli vergangenen Jahres - meldeten die Behörden fast 33.000 Corona-Tote. Seit Jahresanfang hat sich die Zahl der Corona-Toten vervierfacht.

Grund dafür ist laut den Gesundheitsexperten die zunehmende Ausbreitung einer brasilianischen Virusvariante. Sie gilt als deutlich ansteckender als das bisherige Virus. Brasilien verzeichnet nach Behördenangaben bisher 321.000 Corona-Tote. Am Freitag wurden 3.869 Todesfälle in 24 Stunden gemeldet.

1.4.2021, 3:05 Uhr – Chef der Polizeigewerkschaft rechnet mit gefährlichen Ostereinsätzen

Die Deutsche Polizeigewerkschaft rechnet zu Ostern mit gefährlichen Polizeieinsätzen. Gewerkschaftschef Rainer Wendt sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, die Leute würden immer aggressiver. Randale und Pöbeleien bis hin zu Gewaltausbrüchen seien inzwischen an der Tagesordnung. „Da werden Polizeibeamte angespuckt, beleidigt und getreten“, so Wendt. Seiner Ansicht nach ist die schwindende Akzeptanz vieler Bürger gegenüber den Corona-Auflagen dafür verantwortlich.

1.4.2021, 2:45 Uhr – KBV-Chef: Impfstart bei Hausärzten nicht gefährdet

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sieht den Impfstart bei den Hausärzten trotz des AstraZeneca-Impfstopps als nicht gefährdet an. Verbandspräsident Andreas Gassen sagte der Rheinischen Post, zum Impfstart in den Hausarztpraxen solle ohnehin nur der Biontech-Wirkstoff eingesetzt werden. Bund und Länder hatten vorgestern beschlossen, nur Menschen ab 60 Jahren mit AstraZeneca zu impfen. Grund dafür waren Thrombose-Fälle insbesondere bei jüngeren Frauen.

1.4.2021, 2:12 Uhr – 15 Millionen Dosen Impfstoff von Johnson & Johnson müssen vernichtet werden

In den USA müssen 15 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson vernichtet werden. Das teilte der Pharmakonzern mit. In einem Produktionsbetrieb in Baltimore seien die Zutaten für diesen Einmal-Impfstoff mit dem für Astrazeneca verwechselt worden. Grund dafür sei menschliches Versagen. Laut Johnson & Johnson wurden daraufhin mehr Mitarbeiter eingesetzt, um die Produktion zu überwachen.

1.4.2021, 1:05 Uhr – Kritik an Brief von Kretschmann und Söder

Der Streit über die Corona-Politik dauert an. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat einen Brief seiner Kollegen aus Bayern und Baden-Württemberg, Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne), als Effekthascherei kritisiert. Wörtlich sagte Günther: „Im Norden wird gehandelt, im Süden werden Briefe geschrieben.“ Söder und Kretschmann hatten die Regierungschefs der 14 anderen Länder aufgefordert, die vereinbarte Notbremse konsequent umzusetzen und in Hotspots nächtliche Ausgangsbeschränkungen einzuführen.

1.4.2021, 0:28 Uhr – EMA prüft Astrazeneca-Impfstoff weiter

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) prüft den Corona-Impfstoff von Astrazeneca weiter. Wie die EMA mitteilte, ist ein Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und Fällen von Blutgerinnseln noch nicht nachgewiesen, aber möglich. Die Behörde vertritt weiter die Auffassung, dass die Vorteile des Impfstoffs die Risiken überwiegen. In Deutschland sollen jetzt in der Regel nur noch Menschen über 60 Jahren den Impfstoff von Astrazeneca bekommen.

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