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Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.8. bis 31.8.2020.

5.9.2020, 9:12 Uhr – Deutsche Millionenhilfe für Textilindustrie in Entwicklungsländern

Entwicklungsminister Gerd Müller hat Corona-Hilfen in zweistelliger Millionenhöhe für die Textilindustrie in Entwicklungsländern angekündigt. „In dieser schwierigen Lage unterstützen wir sieben besonders betroffene Länder bei der Stabilisierung des wirtschaftlich wichtigen Textilsektors mit 14,5 Millionen Euro und helfen so zwei Millionen Menschen“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

„Junge Mütter und besonders armutsgefährdete Beschäftigte erhalten beispielsweise einmalige Unterstützungszahlungen.“ Außerdem würden die Kapazitäten für Corona-Tests ausgebaut. „So schaffen wir es, Hunderttausende Arbeitsplätze zu erhalten.“

5.9.2020, 8:34 Uhr – Niedersachsen erwägt Verlängerung der Regelstudienzeit

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler erwägt, den etwa 210.000 Studierenden im Land wegen der Corona-Pandemie mit einem Freisemester entgegenzukommen. „Ich halte eine Verlängerung der Regelstudienzeit für denkbar“, sagte der CDU-Politiker der Neuen Osnabrücker Zeitung. Unabhängig davon, wann die Hochschulen in den Regelbetrieb zurückkehren werden, würde es in jedem Fall nur eine einmalige Verlängerung um ein Semester geben, stellte Thümler klar.

5.9.2020, 6:12 Uhr – Steinmeier schlägt Gedenkstunde für Corona-Opfer vor

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will eine offizielle Trauer-Veranstaltung für die Corona-Opfer in Deutschland vorschlagen. Er werde darüber mit Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht besprechen, sagte Steinmeier dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Wir müssen den Menschen in ihrer Trauer helfen – und darüber nachdenken, wie wir unser Mitgefühl ausdrücken können.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Steinmeier erklärte weiter: „Wann dafür der richtige Zeitpunkt ist und ob etwa eine Gedenkstunde der richtige Rahmen ist, darüber muss man sprechen, und das tue ich mit den Repräsentanten der anderen Verfassungsorgane.“

5.9.2020, 5:49 Uhr – Russischer Pharmakonzern will Impfstoff in Illertissen produzieren

Der russische Pharmakonzern R-Pharm investiert mehr als 20 Millionen Euro in den Standort Illertissen im Landkreis Neu-Ulm. Das sagte Standortleiter Ivan Semenov der Südwest Presse. An dem Standort solle noch im ersten Quartal 2021 die Fertigung eines sogenannten Oxford-Impfstoffes gegen das Coronavirus starten.

Die Kapazität sei ausgelegt auf 500 Millionen Impfdosen im Jahr. Mit dem Impfstoff sollen 35 Länder beliefert werden - nicht aber Deutschland oder andere EU-Staaten. Der Oxford-Impfstoff (AZD1222) befindet sich im Moment in der Erprobungsphase III, also der entscheidenden. Das Werk in Illertissen stelle zu einem späteren Zeitpunkt womöglich auch den Impfstoff Sputnik V her. Er ist in Russland schon zugelassen, die Erprobung entspricht aber noch nicht internationalen Standards.

5.9.2020, 5:19 Uhr – Scholz: Das Schlimmste der Corona-Wirtschaftskrise liegt wohl überstanden

Die deutsche Wirtschaft erholt sich nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bereits von der Corona-Krise. „Im Augenblick spricht vieles dafür, dass wir das Schlimmste hinter uns haben und dass es allmählich wirtschaftlich aufwärts geht“, sagte Scholz der Neuen Osnabrücker Zeitung. In den wirtschaftlichen Kerndaten zeige sich, dass „unsere frühen und entschlossenen Maßnahmen zur Stabilisierung unserer Wirtschaft im März und zum Ankurbeln der Konjunktur im Sommer offenbar besser wirken, als wir erhoffen durften“, sagte der Vizekanzler.

Zwar sei das neuartige Coronavirus noch nicht besiegt. Seine Hoffnung sei aber, „dass wir Ende nächsten Jahres, Anfang 2022 wieder das Niveau erreichen, das wir vor der Krise hatten“. Der SPD-Kanzlerkandidat hob hervor, vieles spreche dafür, dass das beschlossene Konjunkturpaket in Höhe von 130 Milliarden Euro ausreiche. Die Verlängerung von Kurzarbeit, Überbrückungshilfen und dem vereinfachten Zugang zur Grundsicherung sei ein „wichtiges Signal“, weil „Unternehmen wie Beschäftigte wissen, dass wir sie nicht auf halber Strecke im Stich lassen“.

4.9.2020, 18:04 Uhr – Drosten präzisiert Aussagen zu „Notfallmodus“

Virologe Christian Drosten hat seinen „Notfallmodus“-Plan konkretisiert. In einer Mail an die Deutsche Presseagentur schrieb Drosten, der von ihm vorgeschlagene Modus könne in dem Fall eintreten, „wenn die Gesundheitsämter die Fallverfolgung nicht mehr leisten können, die Inzidenz steigt, und deshalb ein Lockdown unausweichlich erscheint“.

Dann sollten sich die Gesundheitsämter auf die sogenannten Quellcluster konzentrieren. Also auf die Gruppen, in denen sich jemand angesteckt haben könnte. Drosten empfiehlt, alle Mitglieder eines Quellclusters zu isolieren: „Ich empfehle hier das Vorgehen wie bei der Einzelisolation: Fünf Tage Isolierung, danach Testung.“

Im Podcast des NDR hatte sich Drosten am Dienstag dafür stark gemacht, die Quarantänezeit für Menschen mit Verdacht auf eine Coronainfektion von 14 auf 5 Tage zu verkürzen.

4.9.2020, 15:17 Uhr – EU will Quarantänezeit auf 10 Tage verkürzen

In der Europäischen Union soll die Quarantäne-Zeit nach Reisen aus Risikogebieten nach Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verkürzt werden. Die EU-Gesundheitsminister hätten sich auf einen Zeitraum von mindestens zehn Tagen verständigt, sagt Spahn nach einer Konferenz der Ressortchefs. Bisher dauert die Quarantäne generell 14 Tage. Er könne sich gut vorstellen, dass die zehn Tage auch für Deutschland gelten können. Geprüft werde, diese bei einem negativen Corona-Test auch auf fünf Tage zu reduzieren.

4.9.2020, 14:23 Uhr – Zweite große Datenpanne in Bayern: 10.000 Betroffene

Von der neuesten Datenübermittlungspanne in Bayern sind etwa 10.000 Menschen betroffen. Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums teilte mit, die Betroffenen hätten sich zwischen Samstag und Dienstag an bayerischen Flughäfen testen lassen. Die Ergebnisse seien aber nicht innerhalb der versprochenen Frist von 48 Stunden übermittelt worden. Grund sei ein EDV-Problem beim privaten Dienstleister Ecolog gewesen, der im Auftrag des Freistaats an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen die Tests durchführt. Der Sprecher ging davon aus, dass noch im Laufe des Freitags alle in dem Zeitraum getesteten Menschen ihre Ergebnis-Benachrichtigungen erhalten werden.

4.9.2020, 12:50 Uhr – Bundesgesundheitsministerium will Quarantänezeit doch nicht verkürzen

Das Bundesgesundheitsministerium lehnt eine Verkürzung der Quarantäne für Personen mit ungeklärten Corona-Befunden ab. Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien hatten sich dafür ausgesprochen. Sie hatten sich auf eine Äußerung des Virologen Christian Drosten bezogen und gefordert, die Quarantäne generell von jetzt 14 auf fünf Tage zu verkürzen. Drosten hatte angeregt, bereits Infizierte kürzer zu isolieren. Über diesen Vorschlag beraten derzeit das Robert-Koch-Institut und das Bundesgesundheitsministerium. An der 14-tägigen Quarantäne für Menschen, die Kontakt zu Infizierten hatten, hält Drosten aber fest.

4.9.2020, 11:46 Uhr – RKI muss Tageszahlen nach oben korrigieren

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland rund 1.430 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagvormittag hervor. Zunächst hatte das Institut am frühen Morgen wesentlich weniger Fälle angegeben (782). Später berichtete das RKI von technischen Problemen und schrieb, es seien 650 Fälle zu wenig ausgewiesen worden.

Bei der Übermittlung der #Fallzahlen gab es technische Probleme. Bitte beachten Sie den aktuellen Hinweis. https://t.co/TQxNBTnfKS #COVID19 #SARSCoV2 https://t.co/YpXcTFTYoN

4.9.2020, 11:10 Uhr – BW: Bußgeld auch für Maskenverweigerer auf Schulhöfen

Maskenverweigerern in Baden-Württemberg droht ab sofort auch auf dem Schulhof ein Bußgeld. Das geht aus dem neuen Strafkatalog hervor, den die Landesregierung nach den jüngsten Vereinbarungen von Bund und Ländern angepasst hat.

Demnach drohen zwischen 25 und 250 Euro Bußgeld, wenn keine Mund-Nasen-Bedeckung außerhalb des Unterrichts getragen wird. Der sogenannte Regelsatz liegt bei 35 Euro, wie es in dem am Freitag veröffentlichten „Bußgeldkatalog für Ordnungswidrigkeiten“ weiter heißt.

Der Schutz ist ab Klasse fünf und an den weiterführenden Schulen auf den sogenannten Begegnungsflächen wie den Fluren, der Aula, dem Schulhof und den Toiletten vorgeschrieben.

4.9.2020, 10:40 Uhr – RKI: Grippe-Impfstoff reicht nicht für gesamte Bevölkerung

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut befürchtet einen Engpass des Grippeimpfstoffs, sollte sich in diesem Herbst angesichts der Corona-Pandemie ein Großteil der Deutschen gegen Influenza impfen lassen. „Wenn wir jetzt eine Impfung für die gesamte Bevölkerung empfehlen würden, dann würden wir sozusagen Impfstoff absaugen und die Gruppe, die eigentlich geimpft werden soll, hätte nicht genug Impfstoff“, sagte der Kommissionsvorsitzende Thomas Mertens im Interview von RTL und ntv.

Daher bleibe die Kommission bei ihrer gängigen Empfehlung einer Impfung nur für Risikogruppen. Dazu zählten etwa Menschen ab 60 Jahren, Schwangere, Pflegeheim-Bewohner, Pflegekräfte und medizinisches Personal.

4.9.2020, 9:03 Uhr – Berlusconi mit Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert

Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi ist der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge in ein Mailänder Krankenhaus eingeliefert worden. Dort werde sich der 83-Jährige nach seinem positiven Corona-Test weiteren Untersuchungen unterziehen. Seine Partei Forza Italia erklärte, Berlusconis Gesundheitszustand sei kein Grund zur Sorge.

4.9.2020, 6:51 Uhr – 782 Neuinfektionen in Deutschland

Nach Wochen mit steigenden Fallzahlen scheint sich die Corona-Lage in Deutschland wieder zu stabilisieren. Das Robert-Koch-Institut hat am Freitag – verglichen mit den Vortagen – eine vergleichsweise niedrige Zahl an Neuinfektionen angegeben: Demnach haben sich in Deutschland 782 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Am Tag zuvor waren 1.311 Neuinfektoinen genannt worden. Damit steigt die Gesamtzahl der positiv Getesteten auf 246.948.

4.9.2020, 3:39 Uhr – Mehr als vier Millionen Infizierte in Brasilien

In Brasilien steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen auf über vier Millionen. In den letzten 24 Stunden gab es den Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge 43.773 neue Fälle. 834 weitere Personen starben an der von dem Virus ausgelösten Krankheit. Damit gibt es insgesamt 124.614 Todesfälle.

4.9.2020, 0:50 Uhr – Frankreich verzeichnet mehr als 7.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Frankreich hat erneut mehr als 7.000 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Wie die nationale Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte, wurden 7.157 Neuinfektionen bestätigt. Den dritten Tag in Folge stieg zudem die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Corona-Patienten.

Insgesamt lagen am Donnerstag in Frankreich 464 Patienten mit der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 auf Intensivstationen. Von dem am 8. April erreichten Höhepunkt, als 7.148 Menschen auf Intensivstationen behandelt worden waren, ist das Land jedoch noch weit entfernt.

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3.9.2020, 22:05 Uhr – Gesundheitspolitiker für kürzere Quarantänezeit bei Verdachtsfällen

Gesundheitspolitiker mehrerer Fraktionen haben sich für eine Verkürzung der Quarantänezeit bei Corona-Verdachtsfällen ausgesprochen. „Ich halte es für sehr sinnvoll, die Quarantänezeit auf fünf Tage zu begrenzen“, sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach der Welt. „Wir wissen, dass die allermeisten Menschen fünf Tage nach Beginn der Symptome nicht mehr ansteckend sind, auch wenn der PCR-Test noch ein positives Ergebnis ausweist.“ Zuvor hatte der Virologe Christian Drosten kürzere Quarantänezeiten bei Corona-Verdachtsfällen ins Spiel gebracht.

3.9.2020, 18:01 Uhr – EU hofft auf erste Impfstoffdosen bis Ende des Jahres

Die EU hofft auf den Erhalt von 30 Millionen Einheiten eines Covid-19-Impfstoffs bis Jahresende. Dabei handelt es sich um die erste Partie der Bestellung bei AstraZeneca, teilt ein Beamter der Europäischen Kommission mit. „Diese Einheiten werden anteilig auf die Mitgliedsstaaten verteilt, bis wir insgesamt die 300 Millionen Dosen erreicht haben, die wir ausgegeben haben“, sagt er.

3.9.2020, 16:50 Uhr – Merkel verteidigt Corona-Maßnahmen gegen Kritik aus Schweden

Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit Schwedens Ministerpräsidenten Stefan Löfven hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Corona-Maßnahmen in Deutschland gegen Kritik verteidigt. Mit Blick auf das umstrittene schwedische Modell sagte sie, dass die „Gegebenheiten in Deutschland und Schweden doch sehr unterschiedlich“ seien. Im Gegensatz zu dem skandinavischen Land habe Deutschland etwa mit dem Ruhrgebiet und der Rhein-Main-Region sehr viele Ballungszentren.

Löfven bezeichnete es als übertrieben, dass es riesige Unterschiede zwischen der Corona-Politik seines Landes und der in Deutschland gegeben habe. Anders als die anderen europäischen Länder hatte Schweden in der Corona-Krise keine Ausgangsbeschränkungen angeordnet und auch die meisten Schulen offen gelassen. Die Strategie ist umstritten: Mit mehr als 5800 Corona-Todesfällen und 84.000 Infektionsfällen zählt Schweden zu einem der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas.

3.9.2020, 14:15 Uhr – Zahl der privaten Insolvenzen im Südwesten vergleichsweise niedrig

Die Zahl der privaten Insolvenzen im Südwesten liegt trotz eines Anstiegs immer noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Das hat der Informationsdienstleister Crifbürgel für sein „Schuldenbarometer“ für das erste Halbjahr 2020 ermittelt.

So kommt Baden-Württemberg mit 35 Fällen je 100.000 Einwohner auf den zweitniedrigsten Wert hinter Bayern. Zugleich gehört der Südwesten aber auch zu den vier Ländern, in denen die Fallzahlen gegen den bundesweiten Trend gestiegen sind – um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

3.9.2020, 13:40 Uhr – Corona-Lockdown lässt Griechenlands Wirtschaft abstürzen

Die Corona-Krise hat in Griechenland eine Rekord-Talfahrt der Wirtschaft ausgelöst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im Zeitraum von April bis Juni um 14 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Elstat am Donnerstag mitteilte. Der Absturz ist Folge eines Lockdowns, der im März zur Eindämmung des Virus verhängt wurde.

Das Land steckt aber bereits seit dem Herbst vorigen Jahres in der Rezession. Das BIP schrumpfte im vierten Quartal 2019 um 0,9 Prozent und Anfang 2020 dann um 0,7 Prozent. Das Mittelmeerland hatte sich zuvor erst allmählich von den Folgen der Schuldenkrise erholt, die Griechenland an den Rand der Staatspleite trieb.

3.9.2020, 12:34 Uhr – Ohne Maske und Ticket unterwegs - Mann schlägt Zugbegleiterin blutig

In einem Hamburger Regionalzug hat ein Mann eine Zugbegleiterin blutig geschlagen, nachdem sie ihn auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte und seine Fahrkarte sehen wollte. Beides hatte der Mann nicht bei sich, wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Zunächst hatte die Zugbegleiterin den Mann gebeten, sich mit seinem T-Shirt Mund und Nase zu bedecken. Daraufhin habe er in der Zugtoilette eine improvisierte Mund-Nase-Bedeckung angelegt.

Als sie dann auch noch seine Fahrkarte kontrollieren wollte, rannte der Mann plötzlich an einem Bahnhof aus dem Zug. Kurz danach stieg er aber wieder ein und schlug der Bahnmitarbeiterin mit der Faust ins Gesicht. Dann sei der Mann endgültig unerkannt geflüchtet.

3.9.2020, 10:53 Uhr – Corona-App: Mehr Nutzer und mehr Skepsis

Etwa 30 Prozent aller Smartphone-Nutzer in Deutschland nutzen mittlerweile die Corona-Warn-App. Laut einer Studie für den Digital-Verband „Initiative D21“ ist die App rund 17 Millionen Mal heruntergeladen worden. Zugleich sind viele Nutzer skeptisch, ob die Corona-App etwas bringt. Mehr als die Hälfte ist der Meinung, die App werde nichts ändern. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als beim Start der App. Die Zahl derjenigen, die staatliche Überwachung oder Datenmissbrauch befürchten, ist laut der Studie dagegen gesunken.

3.9.2020, 7:21 Uhr – Corona-Kabinett berät Umsetzung der neuen Corona-Regeln

Das Corona-Kabinett unter der Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht heute über die Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse der vergangenen Woche. Dabei war unter anderem verabredet worden, den Umgang mit Reiserückkehrern zu ändern. Wenn jemand bewusst in ein Corona-Risikogebiet reist, soll der Staat nicht mehr für den Verdienstausfall während der anschließenden Quarantäne aufkommen müssen. Außerdem soll die Teststrategie für diese Rückkehrer geändert werden: Sie sollen nicht mehr direkt nach der Ankunft, sondern frühestens nach fünf Tagen untersucht werden. So lange müssen sie mindestens in Quarantäne bleiben.

3.9.2020, 6:44 Uhr – Bonuszahlungen auch für Pflegekräfte in Kliniken

Auch Pflegekräfte in Kliniken sollen eine Bonuszahlung wegen besonderer Belastungen in der Corona-Krise bekommen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur und beruft sich auf Pläne der gesetzlichen Krankenversicherungen und der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Demnach sollen 100 Millionen Euro bereitgestellt werden, um Prämien bis zu 1.000 Euro für Pflegekräfte zu ermöglichen. Bislang waren solche Prämien nur für die Altenpflege vorgesehen, was zu breiter Kritik geführt hatte.

3.9.2020, 4:12 Uhr – SPD-Bundestagsfraktion will Sozialstaat ausbauen

Die SPD-Bundestagsfraktion will als Reaktion auf die Corona-Pandemie den Sozialstaat deutlich ausbauen. Er sei die zentrale Instanz, die die Gesellschaft, aber auch die Wirtschaft zusammenhalte, heißt es in einem Papier, aus dem die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren. Demnach will die SPD die Hartz-IV-Grundsicherung in der heutigen Form abschaffen und durch ein Bürgergeld ersetzen. Arbeitnehmern mit Kindern soll außerdem eine neue staatlich geförderte Familienarbeitszeitmehr Freiräume für die Erziehung oder die Pflege eines Angehörigen ermöglichen.

2.9.2020, 19:58 Uhr – Gericht kippt allgemeine Maskenpflicht im Elsass

Ein französisches Gericht hat die allgemeine Maskenpflicht in Straßburg und zwölf kleineren elsässischen Gemeinden gekippt. Das Verwaltungsgericht in Straßburg begründete dies in einem Eilentscheid mit der "Einschränkung der Freiheit" der Bürger und der zu großen Reichweite des Verwaltungserlasses. Dieser machte den Mund-Nasen-Schutz auch im Freien verbindlich. Geklagt hatten zwei Krankenhausärzte. Das Verwaltungsgericht hat Präfektin Josiane Chevalier aufgefordert, ihren Erlass zu überprüfen. Bis zum kommenden Montag soll die Präfektur eine überarbeitete Version vorlegen. Bis dahin müssen die Bürger in den 13 betroffenen Kommunen aber weiter Masken tragen.

Neuinfektionen & härtere Regeln Corona: Frankreich weist sieben neue Risikogebiete aus

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Frankreich steigt. Seit Sonntag gelten in Frankreich sieben weitere Regionen als Risikogebiete. Darunter auch Straßburg und Korsika.  mehr...

2.9.2020, 19:53 Uhr – Berlusconi positiv getestet

Italiens ehemaliger Premierminister Silvio Berlusconi ist nach Angaben seiner Partei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 83-jährige Unternehmer und konservative Politiker habe keine Symptome, hieß es weiter. Er habe wegen eines kürzlichen Aufenthalts auf der Ferieninsel Sardinien einen Corona-Test gemacht.

2.9.2020, 19:14 Uhr – Kanaren jetzt auch Risikogebiet

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat das Robert-Koch-Institut auch die Kanarischen Inseln und damit ganz Spanien als Risikogebiet eingestuft. Vor Reisen in den Rest Spaniens samt der Ferieninsel Mallorca warnt das Auswärtige Amt bereits seit Mitte August. Weiteres Risikogebiet ist die Region Zadar in Kroatien.

2.9.2020, 17:04 Uhr – Mainz 05: Pokalspiel vor 1.000 Fans erlaubt

Dank einer Ausnahmegenehmigung darf Fußball-Bundesligist Mainz 05 sein erstes DFB-Pokalspiel vor Fans spielen. Bei dem Erstrundenspiel gegen den Regionalligisten TSV Havelse dürfen 1.000 Fans ins Stadion. Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) hat gesagt, sollten sich die Corona-Maßnahmen bewähren, sei eine stufenweise Erhöhung der Zuschauerzahlen bei folgenden Bundesligaspielen denkbar. Bislang dürfen in Rheinland-Pfalz maximal 350 Personen bei Veranstaltungen an der frischen Luft teilnehmen.

2.9.2020, 16:32 Uhr – Corona-Lockdown an hessischer Gesamtschule

An einer Gesamtschule im hessischen Kreis Hersfeld-Rotenburg fällt zurzeit der Unterricht wegen eines Corona-Falls aus. Ein Neuntklässler hat sich mit dem Virus angesteckt. Daraufhin wurden 40 Lehrer und 111 Schüler unter Quarantäne gestellt. Die Kreisverwaltung teilte mit, alle Lehrkräfte würden in den nächsten Tagen getestet — sobald erste negative Ergebnisse vorlägen, würde der Präsenzunterricht wieder aufgenommen.

2.9.2020, 15:32 Uhr – Spahn verteidigt Corona-Entscheidungen von März

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die im März getroffenen Corona-Maßnahmen verteidigt. Spahn sagte, es sei zu diesem Zeitpunkt notwendig gewesen, um die Bevölkerung zu schützen. Dass die Entscheidungen teilweise hart waren und zum Teil starke Einschränkungen mit sich brachten, erwähnte er ebenfalls. Mit dem Wissen von heute, so Spahn, hätte man damals vielleicht anders reagiert. Dass noch einmal der Einzelhandel geschlossen werde oder ein Besuchsverbot in Pflegeeinrichtungen gelte, schloss er aus. Man könne aber die Lage im März nicht mit dem aktuellen Wissen aus dem September bewerten.

Die Diskussion um möglicherweise überzogene Corona-Maßnahmen in Deutschland zu Beginn der Pandemie kommentiert Uwe Lueb aus dem SWR-Hauptstadtstudio:

2.9.2020, 14:41 Uhr – Anti-Corona-Demo in Konstanz geplant: OB ist sekptisch

Der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt (CDU) ist skeptisch, ob dort am 3. Oktober eine große Demonstration gegen die Corona-Politik stattfinden kann. Der Stadt liege bisher noch keine Anfrage der Stuttgarter „Initiative Querdenken 711“ vor, sagte Burchardt dem SWR. Außerdem seien für diesen Tag in der Stadt bereits bis zu sechs andere Veranstaltungen mit einigen tausend Teilnehmern angemeldet. Daher gehe er davon aus, dass nicht mehr so viel Platz für eine weitere sei. Der Konstanzer „Querdenken“-Ableger hatte am Vormittag bestätigt, am 3. Oktober sei eine Menschenkette rund um den See geplant. Dabei sei von bis zu 250.000 Teilnehmern auszugehen.

2.9.2020, 13:07 Uhr – Spahn: „Das Virus ist dynamisch, wir müssen es auch sein“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat um Verständnis für das Vorgehen in der Corona-Krise geworben und zur Dialogbereitschaft aufgerufen. „Das Virus ist dynamisch, wir müssen es auch sein“, so Spahn. Man lerne jeden Tag besser, die Balance zwischen Infektionsschutz und Alltag zu finden. Etwa im Einzelhandel oder in Pflegeeinrichtungen sei die Lage mit Hygienekonzepten und Masken derzeit gut im Griff.

2.9.2020, 12:26 Uhr – Erster Corona-Fall in Flüchtlingslager Moria

Im Flüchtlingslager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos gibt es einen ersten Corona-Fall. Ein 40-Jähriger Mann sei positiv auf das Virus getestet worden, haben die Behörden mitgeteilt. Er sei auch in Athen zur Arbeitssuche gewesen. Das gesamte Lager steht jetzt 14 Tage unter Quarantäne. Es ist mit rund 13.000 Menschen völlig überfüllt.

Corona-Ausbruch in NRW Warum Flüchtlingsunterkünfte zu Corona-Hotspots werden könnten

Eine noch unveröffentlichte Studie zeigt, wie groß die Anteckungsgefahr in Flüchtlingsunterkünften ist – das Infektionsrisiko kann demnach sogar höher sein als auf einem Kreuzfahrtschiff.  mehr...

2.9.2020, 11:58 Uhr – Bundeskabinett verlängert gelockertes Insolvenzrecht und Pflegerettungschirm

Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass die Lockerungen im Insolvenzrecht wegen der Corona-Krise verlängert werden sollen. Wenn ein Unternehmen wegen der Pandemie zahlungsunfähig oder überschuldet ist, muss es bis Ende des Jahres keinen Insolvenzantrag stellen. Auch der Rettungsschirm für die Pflege soll verlängert werden und zwar bis Ende März. Es geht dabei etwa um die Erstattung von Kosten für zusätzliche Schutzausrüstung.

2.9.2020, 11:24 Uhr – Grünen-Fraktion verlangt mehr Corona-Koordination

Die Grünen im Bundestag verlangen mehr Koordination bei den Corona-Maßnahmen. Gebraucht würden bundesweit einheitliche Regeln, die regional unterschiedlich angewendet werden könnten, sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt vor einer Klausurtagung in Berlin. Sie macht sich auch für einen so genannten Pandemie-Rat stark. Experten für Infektionsgeschehen, Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Psychologie sollten sich darin abstimmen und die Politik beraten, schlägt Göring-Eckardt vor.

2.9.2020, 10:05 Uhr – Roche bringt Schnelltest zur Virus-Erkennung auf den Markt

Der Schweizer Pharmakonzern Roche will gegen Ende September einen Schnelltest zur Diagnose einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus auf den Markt bringen. Der Antigen-Test liefert Roche zufolge ein verlässliches Resultat binnen 15 Minuten – sowohl bei symptomatischen als auch asymptomatischen Patienten. In den USA will das Unternehmen eine Notfallzulassung beantragen. Der weltgrößte Anbieter von medizinischer Diagnostik hat bereits verschiedene Covid-19-Tests lanciert.

2.9.2020, 8:45 Uhr – Brinkhaus betont: „Eigenverantwortung, Eigenverantwortung, Eigenverantwortung“

„Jetzt im Herbst geht es um eines: Eigenverantwortung, Eigenverantwortung, Eigenverantwortung. Und ich denke, wenn wir das hinbekommen, dann brauchen wir auch nicht über einen Lockdown reden“, sagt Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) der Sendergruppe RTL/ntv vor Beginn der Vorstandsklausur seiner Fraktion.

Bei lokalen Ausbrüchen müsse aber weiterhin konsequent eingegriffen werden. Brinkhaus wird zitiert mit der Äußerung, gewisse Wirtschaftsbereiche mit dem Wissen von heute nicht mehr wegen der Pandemie zu schließen. „Wir sind ja ein lernendes System. Niemand wusste, wie man mit so einer Pandemie umgeht. Da macht man Sachen richtig, da macht man Sachen falsch.“

2.9.2020, 6:35 Uhr – Peru bei Sterblichkeit an Covid-19 weltweit an der Spitze

Gemessen an der Bevölkerungszahl sterben in keinem Flächenstaat der Erde so viele Menschen an der Krankheit Covid-19 wie in Peru. 89,99 Tote je 100.000 Einwohner registrierte das südamerikanische Land zuletzt. Damit liegt es vor Belgien, Andorra und Großbritannien weltweit an erster Stelle. Nur der Kleinstaat San Marino in Italien kommt umgerechnet auf die Bevölkerungszahl auf noch mehr Tote - allerdings mit insgesamt gerade einmal 42 Opfern.

2.9.2020, 4:22 Uhr – 1.256 Neuinfektionen und elf weitere Todesfälle

In Deutschland sind elf weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) bekanntgibt, steigt die Zahl der Todesfälle damit auf 9.313. Die Zahl der Positiv-Tests legt um 1.256 auf 244.855 zu.

SWR3-Faktencheck Gibt es nur mehr Corona-Fälle, weil mehr getestet wird?

In den vergangenen Wochen ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Deutschland gestiegen, die Zahl der Corona-Tests ebenfalls. In sozialen Netzwerken wird das gern als Argument genommen, um die Pandemie zu relativieren.  mehr...

2.9.2020, 3:19 Uhr – Weltweit mehr als 25,6 Millionen Menschen infiziert

Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters sind weltweit mehr als 25,61 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert und 851.300 sind an oder mit dem Virus verstorben. Die USA bleiben mit über 6 Millionen Fällen und mehr als 183.000 Todesopfern das am stärksten betroffene Land, gefolgt von Brasilien und Indien.

2.9.2020, 1:14 Uhr – Brasilien verzeichnet fast vier Millionen Coronavirus-Fälle

Brasilien meldet binnen 24 Stunden 42.659 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der landesweit registrierten Ansteckungen nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf mehr als 3,95 Millionen. Die offizielle Zahl der Todesopfer durch Covid-19 steigt um 1215 auf 122.596.

1.9.2020, 21:10 Uhr – Kuba riegelt Hauptstadt ab

In Kubas Hauptstadt Havanna ist ein 15-tägiger strikter Lockdown in Kraft getreten. Polizisten sollten an allen Zufahrtsstraßen postiert sein und kontrollieren, dass nur Personen mit Sondererlaubnis nach Havanna kommen oder die Stadt verlassen dürfen. Zudem gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 19 Uhr bis 5 Uhr früh. Die meisten Läden dürfen nur an direkte Anwohner Waren verkaufen und Tankstellen kein Benzin an private Autobesitzer, um die Mobilität weiter einzuschränken.

Mit aggressiven Maßnahmen wie dem Stopp aller Flugverbindungen hat Kuba die Pandemie weitgehend unter Kontrolle bringen können. Doch im Lauf des vergangenen Monats ist die Zahl der bestätigten Infektionen in Havanna wieder nach oben gegangen. Auch andere Provinzen meldeten wieder mehr Fälle, die meisten von ihnen eingeschleppt durch Reisende aus Havanna. Die vergangene Woche angekündigten Maßnahmen sind die bisher schärfsten Corona-Beschränkungen in Havanna. Wer sie missachtet, muss mit einer Strafe von umgerechnet mehr als 65 Euro rechnen. Das ist mehr als das Doppelte des durchschnittlichen Monatslohns.

1.9.2020, 17:49 Uhr – „Querdenker 711“ plant keine Demos in Berlin mehr, nur noch in Stuttgart

Die Stuttgarter Initiative „Querdenken 711“ will nicht mehr in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung protestieren. „Wir wollen wieder nach Stuttgart zurückkehren und dort die Demos machen“, bestätigte Organisator Michael Ballweg dem SWR. Am Mittag hatte sich der Berliner Senat darauf verständigt, ab sofort Demonstrationen mit mehr als 100 Teilnehmern nur noch zuzulassen, wenn dort ein Mund-Nasen-Schutz getragen wird. Das gilt auch als Reaktion auf die „Querdenker“-Demo von Samstag, die von der Polizei abgebrochen wurde, weil sich die Teilnehmer überwiegend nicht an die Abstands- und Maskenregeln hielten.

1.9.2020, 15:26 Uhr – Freigabe der Stadt: 8.500 Fans bei Bundesliga-Auftakt von RB Leipzig

Der RB Leipzig darf vor mehreren Tausend Fans in die neue Saison der Fußball-Bundesliga starten. Nach dpa-Informationen werden zum Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 20. September bis zu 8.500 Zuschauer zugelassen. Das entspricht 20 Prozent des Fassungsvermögens der Red Bull Arena. Die Stadt Leipzig bestätigte die Freigabe.

1.9.2020, 13.33 Uhr – Bundesregierung startet Gesundheitsportal

Für Fragen zu Gesundheit, Vorsorge, Pflege aber auch die Corona-Pandemie können sich Bürger künftig auf einem zentralen Gesundheitsportal der Bundesregierung informieren.

Falschinfos zu Corona & Co Spahn will Fakenews mit neuem Gesundheitsportal bekämpfen

Seriös, abgesichert, belastbar – das neue Gesundheitsportal der Bundesregierung soll Krankheits- und Impfmythen von Verschwörungs-Erzählern entgegenwirken.  mehr...

1.9.2020, 12:30 Uhr – Berlin führt Maskenpflicht für Demos ab 100 Teilnehmern ein

In Berlin gilt ab sofort eine Maskenpflicht für Demonstrationen mit mehr als 100 Teilnehmern. Das hat der Senat beschlossen. Der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte die Maskenpflicht bereits gestern angekündigt – als Reaktion auf die Großdemonstration am Samstag, bei der ein Großteil der Teilnehmer keinen Mund-Nase-Schutz getragen hatte.

Anti-Corona-Demo und die Demokratie Polizeigewerkschaft: „Die Rechten sind dabei, die Bewegung komplett zu kapern“

Proteste gegen Corona-Maßnahmen: Deutschland diskutiert auch am Dienstag über die Vorfälle vor dem Berliner Reichstag. Ein Vertreter der Polizei hält die Bewegung mittlerweile für gefährdet.  mehr...

1.9.2020, 11:25 Uhr – Bundesregierung korrigiert Konjunkturprognose deutlich nach oben

Die Bundesregierung korrigiert ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr nach oben. Das Bruttoinlandsprodukt werde wegen der Corona-Krise um 5,8 Prozent einbrechen, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am Dienstag in Berlin. Bislang war er von einem größeren Minus von 6,3 Prozent ausgegangen.

„Die Rezession im ersten Halbjahr ist weniger stark ausgefallen als wir befürchten mussten“, sagte Altmaier. Der Aufschwung nach dem Lockdown „geht schneller und dynamischer vonstatten als wir es zu hoffen gewagt hatten“. Der Einbruch fällt demnach nur etwas größer aus als im Jahr der Finanzkrise 2009, als das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,7 Prozent geschrumpft war. Es wäre dennoch die schwerste Rezession der Nachkriegszeit.

1.9.2020, 10:45 Uhr – WHO: Europa kann mit lokalen Lockdowns mit Covid-19 leben

Die WHO erwartet in Europa keine Rückkehr zu vollständigen Lockdowns zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Ausbrüche könnten mit lokalen Sperren bewältigt werden, sagt Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa, dem Sender Sky News.

„Der Tag, an dem wir die Pandemie besiegen werden, ist nicht unbedingt der Tag, wenn der Impfstoff kommt, sondern dann, wenn wir lernen, damit zu leben. Und das kann morgen sein.“ Er erwarte in den kommenden Monaten keine großen Ausgangssperren, um eine zweite Infektionswelle zu vermeiden. „Ich bin optimistisch, aber wir können keine lokalen Lockdowns ausschließen.“

1.9.2020, 8:29 Uhr – RKI meldet vier weitere Todesfälle und 1.218 Positiv-Tests

In Deutschland sind vier weitere Menschen gestorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) bekanntgibt, steigt die Zahl der Todesfälle damit auf 9.302. Die Zahl der Positiv-Tests legt um 1.218 auf 243.599 zu.

1.9.2020, 4:25 Uhr – NRW: Keine Maskenpflicht mehr im Unterricht weiterführender Schulen

An Nordrhein-Westfalens weiterführenden Schulen gilt im Unterricht von diesem Dienstag an keine Maskenpflicht mehr. Einzelne Einrichtungen setzen aber auf freiwilliges Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Auf Schulhöfen und im Schulgebäude bleibt die Maskenpflicht ohnehin bestehen. Die Maskenpflicht im Unterricht der weiterführenden und berufsbildenden Schulen in NRW bestand seit Beginn des Schuljahres am 12. August.

Dass die Maskenpflicht nicht verlängert wird, stößt auch auf Kritik. So warnt etwa der Berufsverband der Gymnasiallehrer, dass die Infektionszahlen an den Schulen steigen und „zu erneutem Distanzunterricht und damit zu deutlichen Einschränkungen führen“ könnten.

1.9.2020, 2:15 Uhr – Impfstoffkandidat von AstraZeneca tritt in den USA in Phase-III-Studie ein

Der Impfstoffkandidat AZD1222 des Pharmakonzerns AstraZeneca ist in den USA mit 30.000 Probanden in die klinische Phase-III-Studie gestartet. Die Studie wird von der US-Regierung finanziert, teilt das in London notierte Unternehmen mit. Zwei Teilnehmergruppen erhielten nach Angaben des Konzerns zur Überprüfung der Wirksamkeit im Abstand von vier Wochen entweder zwei Dosen AZD1222 oder eine Kochsalzlösung. Die Probanden würden den Versuchsgruppen nach dem Zufallsprinzip zugeordnet.

1.9.2020, 0:01 Uhr – Covid-19: EU-Gesundheitskommissarin warnt vor Nachlässigkeit

Die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat davor gewarnt, im Kampf gegen die Corona-Pandemie unvorsichtig zu werden. „Der Mangel an Sorgfaltspflicht ist ein Grund, warum Covid-19-Infektionen in einigen Teilen Europas wieder ansteigen“, sagte Kyriakides der Welt (Dienstag). „Das Risiko einer weiteren Eskalation ist sehr real.“ Sie verstehe durchaus, dass viele Menschen genug von den Einschränkungen, Vorsichtsmaßnahmen und ständigen Sorgen hätten. „Aber diesen Kampf können wir nur gemeinsam gewinnen. Es gibt keinen Spielraum für Nachlässigkeiten - niemand sollte unachtsam sein“, sagte die Politikerin aus Zypern.

31.8.2020, 17:27 Uhr – EU: 400 Millionen Euro an Impfstoff-Allianz

Die EU will die Impfstoff-Allianz COVAX mit 400 Millionen Euro unterstützen. Das hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angekündigt. Sie sagte, kein Land, kein Kontinent könne das Coronavirus allein besiegen. Man müsse zusammenarbeiten. Wie das Geld genau verwendet wird, soll nach Angaben der Kommission in den nächsten Wochen vereinbart werden. COVAX ist eine Initiative, die einen möglichen Impfstoff gegen Covid-19 weltweit zugänglich und fair verteilen will.

A true moment of global solidarity: @EU_Commission will provide €400 mil. in guarantees to #COVAX to buy & deliver vaccines to low & middle-income countries. Together we make all efforts to speed up development & delivery of coronavirus vaccines to Europeans & rest of the world. https://t.co/BnX3Ph8jfS

31.8.2020, 17:12 Uhr – Datenpanne auch in Rheinland-Pfalz

Von der bundesweiten Datenpanne bei Corona-Gästelisten sind auch Restaurants in Rheinland-Pfalz betroffen. Nach Angaben des Landesdatenschutzbeauftragten haben sich erste Betriebe aus Trier und Landau gemeldet. Hacker hatten Zugriff auf vier Millionen Daten von Restaurantgästen des Softwaredienstleisters Gastronovi. Der Chaos Computer Club hatte die Panne aufgedeckt.

31.8.2020, 16:58 Uhr – Steinmeier dankt Polizisten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich mit Polizisten getroffen, die am Samstag bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen im Einsatz waren.Er hat den Beamten gedankt und gesagt, sie hätten unter hohem persönlichem Risiko mit großer Professionalität Recht und Gesetz verteidigt. Außerdem verlangte der Bundespräsident, dass sich die Zivilgesellschaft mehr für die Demokratie einsetze. Das sei nicht allein die Aufgabe der Polizei.

Anti-Corona-Demo und die Demokratie Polizeigewerkschaft: „Die Rechten sind dabei, die Bewegung komplett zu kapern“

Proteste gegen Corona-Maßnahmen: Deutschland diskutiert auch am Dienstag über die Vorfälle vor dem Berliner Reichstag. Ein Vertreter der Polizei hält die Bewegung mittlerweile für gefährdet.  mehr...

31.8.2020, 16:31 Uhr – Deutschland will EU-Vorgehen im Kampf gegen Corona vereinheitlichen

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft will offenbar den unterschiedlichen Umgang mit der Corona-Krise in den Mitgliedsstaaten beenden. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP und beruft sich auf ein Diskussionspapier, das am Mittwoch den EU-Botschaftern vorgelegt werden soll. Die Schwerpunkte darin: Bei der Bestimmung von Risikogebieten und dem Erlass von Reisebeschränkungen soll es künftig gemeinsame Kriterien geben. Auch die Länge von Quarantäne-Maßnahmen und Fristen für negative Covid-19-Tests bei Reiserückkehrern seien oft unterschiedlich und müssten abgestimmt werden — ebenso wie die Informationspolitik über Corona-Maßnahmen.

31.8.2020, 16:28 Uhr – Hefitger Wirtschaftseinbruch in Indien

Die indische Wirtschaft hat in der Corona-Krise ihren größten Einbruch seit Beginn der Aufzeichnungen vor fast 25 Jahren erlitten. Von April bis Juni sei das Bruttoinlandsprodukt um etwa ein Viertel geschrumpft, teilte das Statistikbüro des Landes mit. Die Auswirkungen der Pandemie sind damit noch größer als Wirtschaftsexperten erwartet hatten — sie waren von bis zu 19 Prozent ausgegangen.

31.8.2020, 13:18 Uhr – Bayern: Zeitlich befristete Maskenpflicht in Schulen

Nach dem Ende der Sommerferien gilt an Bayerns Schulen zunächst für neun Schultage eine Maskenpflicht für alle Schüler im Unterricht. Ausgenommen bleiben Grundschüler und Lehrer, teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach Beratungen mit Eltern-, Lehrern- und Schülervertretern mit.

31.8.2020, 10:43 Uhr – Berlins Innensenator will Maskenpflicht bei Demonstrationen

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) will nach den Massenversammlungen vom Wochenende eine generelle Maskenpflicht bei Demonstrationen in der Hauptstadt. Eine entsprechende Änderung der Infektionsschutzverordnung werde vorschlagen, sagte Geisel. Die Rechtsänderung sei „ein wichtiges Signal“ an die Veranstalter der umstrittenen Demos vom Wochenende.

Anti-Corona-Demo und die Demokratie Polizeigewerkschaft: „Die Rechten sind dabei, die Bewegung komplett zu kapern“

Proteste gegen Corona-Maßnahmen: Deutschland diskutiert auch am Dienstag über die Vorfälle vor dem Berliner Reichstag. Ein Vertreter der Polizei hält die Bewegung mittlerweile für gefährdet.  mehr...

31.8.2020, 9:44 Uhr – Spahn bei Auftritt in Bergisch-Gladbach bespuckt und beschimpft

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist am Wochenende nach einem Termin in Bergisch Gladbach bespuckt und beschimpft worden. Auf einem Video ist zu sehen, wie der CDU-Politiker mit Menschen sprechen will, diese ihn aber auspfeifen und anpöbeln.

Ich ziehe meinen Hut vor @jensspahn der hier zeigt, was Demokraten ausmacht. https://t.co/1TXd8K92Bf

Spahn sagte der Rheinischen Post (Montag): „Wir müssen das Gespräch und den Dialog mit denen suchen, die unzufrieden sind mit unserer Corona-Politik. Denn wir bleiben als Gesellschaft nur zusammen, wenn wir miteinander reden.“ Politik habe die Wahrheit nicht gepachtet, Diskussionen gehörten zur Demokratie.

Außenminister Heiko Maas (SPD) kritisierte die verbalen Angriffe und Spuckattacken auf seinen Kabinettskollegen Spahn scharf.

Wie Jens #Spahn angeschrien und angespuckt wird, ist unsäglich. Wer für sich in Anspruch nimmt, für Freiheit zu demonstrieren, sollte anderen auch die Freiheit lassen, sich zu erklären. So ein Umgang geht gar nicht. DemokratInnen kämpfen mit Argumenten, nicht mit Beleidigungen.

31.8.2020, 6.24 Uhr – NRW: Ende der Maskenpflicht im Unterricht

In Nordrhein-Westfalen endet heute die Maskenpflicht im Unterricht. Schülerinnen und Schüler müssen die Masken dann nur noch auf den Gängen im Schulgebäude oder auf dem Pausenhof tragen. Die Lehrergewerkschaften sagen, mangels Sicherheitsabständen in den Klassenzimmern sei das nicht zu verantworten. NRW ist das einzige Bundesland, das in weiterführenden Schulen das Tragen von Masken im Unterricht angeordnet hatte.

31.8.2020, 4:58 Uhr – Großbritannien bittet Party-Organisatoren zur Kasse

Wegen unerlaubter Partys während der Corona-Pandemie hat die Polizei in Großbritannien am Wochenende mehrere Strafen im fünfstelligen Bereich gegen die Organisatoren verhängt. In Wales gingen die Beamten gegen zwei Organisatoren eines Festes mit 3.000 Teilnehmern vor. In Norfolk hatten 500 Menschen gefeiert.

Seit vergangenem Freitag darf die Polizei in Großbritannien gegen die Organisatoren illegaler Parties mit mehr als 30 Teilnehmern Strafen in Höhe von bis zu 10.000 Pfund (rund 11.200 Euro) verhängen.

31.8.2020, 2:29 Uhr – US-Behörde nennt Zulassung von Corona-Serum vor Abschluss der Tests möglich

Die US-Arzneimittelaufsichtsbehörde FDA hat die Zulassung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus in den Vereinigten Staaten noch vor Abschluss der dritten und finalen Testphase als denkbar bezeichnet. Der Antrag auf Zulassung noch vor Ende der Tests müsse vom Hersteller kommen, sagte FDA-Chef Stephen Hahn der Zeitung "Financial Times". Seine Behörde würde dann aufgrund der vorliegenden wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse und Daten darüber entscheiden, ob der Antrag "angemessen" sei oder nicht, führte der Behördenleiter aus.

Er betonte, dass es sich dabei nicht um eine "politische Entscheidung" handeln würde. Hahn wehrte sich damit gegen Spekulationen, seine Behörde stehe unter massivem Druck von Präsident Donald Trump, einen Corona-Impfstoff möglichst rasch zuzulassen. Trump hat gesagt, ein Serum werde möglicherweise schon vor der Präsidentschaftswahl am 3. November zur Verfügung stehen. Hahn wird von Medizinern vorgeworfen, sich im Umgang mit der Corona-Pandemie bereits wiederholt Druck aus dem Weißen Haus gebeugt zu haben.

31.8.2020, 1:38 Uhr – Weltweit mehr als 25 Millionen Coronafälle

Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters sind weltweit mehr als 25,1 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert und 842.633 sind an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die USA bleiben mit rund 6 Millionen Fällen und über 180.000 Todesopfern das am stärksten betroffene Land, gefolgt von Brasilien und Indien.

31.8.2020, 21:39 Uhr – Bundesverfassungsgericht: Protestcamp bleibt verboten

Das Bundesverfassungsgericht hat das Verbot eines Protestcamps von Gegnern der Corona-Politik der Bundesregierung bestätigt. Das teilte das Gericht in Karlsruhe mit. Die Dauermahnwache in Berlin war von heute an bis zum 14. September geplant.

Der Eilantrag gegen das Verbot der Dauermahnwache wurde den Angaben zufolge von der 1. Kammer des Ersten Senats abgelehnt. Er sei sowohl "unzulässig" als auch "unbegründet", erklärten die Richter. Zuvor hatte bereits das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg das von der zuständigen Versammlungsbehörde verfügte Verbot der Dauermahnwache bestätigt.

31.8.2020, 20:43 Uhr – Spahn bei Wahlkampfauftritt bespuckt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist am Samstag bei einem Wahlkampfauftritt in Bergisch-Gladbach bespuckt worden. Das habe der CDU-Politiker der "Rheinischen Post" bestätigt, berichtet die Zeitung. Spahn sei bei dem Versuch, mit aufgebrachten Gegnern der Corona-Maßnahmen ins Gespräch zu kommen, auch wüst beschimpft worden.

Der Minister sagte der Zeitung, man müsse das Gespräch mit denen suchen, die unzufrieden mit der Corona-Politik seien. Diskussionen gehörten zur Demokratie. "Sie funktionieren aber nur, wenn beide Seiten bereit sind, zuzuhören. Aber wenn geschrien, gespuckt und gepöbelt wird, geht's halt leider nicht." Die Zeitung "Express" berichtete, Spahn sei am Samstag in Bergisch-Gladbach in Nordrhein-Westfalen gewesen, um seinen Parteifreund Christian Buchen im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt zu unterstützen.

30.8.2020, 14:38 Uhr – Mehr Infizierte: Heilbronn knapp unter kritischer Marke

Nach gestiegenen Corona-Fallzahlen in Heilbronn ist die Stadtverwaltung in Bereitschaft, Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung einzudämmen. Man beobachte die Situation genau und sei in Gesprächen mit dem Landesgesundheitsamt, so eine Stadtsprecherin. Die Fallzahl in Heilbronn lag am Samstagnachmittag laut Landesgesundheitsamt bei etwa 45 Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Damit ist der Wert wieder über 40 geklettert. Am Freitagnachmittag waren noch knapp 39 Infizierte pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gemeldet worden. Ab 35 Fällen gilt eine Vorwarnstufe, bei 50 Fällen kann es weitere Einschränkungen geben bis hin zum Shutdown.

30.8.2020, 14:20 Uhr – Erster Kölner Karnevalszug ist abgesagt

Der „Zollstocker Dienstagszug“ ist in Köln als erster Karnevalszug der kommenden Session abgesagt worden. Man könne es den beteiligten Schulen und Kindergärten gegenüber nicht verantworten, noch länger mit einer Entscheidung zu warten, teilte Vorstandsmitglied Michael Siegenbruck am Samstagabend in einem Live-Video mit. Gesundheitliche und finanzielle Risiken seien zu hoch, um den Zug weiter zu planen.

30.8.2020, 12:08 Uhr – 45 Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz gemeldet

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz ist am Sonntag um 45 auf 9.045 gestiegen. Das gab das Gesundheitsministerium bekannt (Stand 10:10 Uhr). 1.054 Menschen im Land sind demnach akut mit dem Erreger infiziert. Am Vortag waren es noch 1.071. Die Zahl der Genesenen stieg leicht auf 7.748 Personen (+62). Weitere Tote im Zusammenhang mit Covid-19 meldete das Ministerium nicht. Seit nunmehr acht Tagen liegt die Todesfallzahl bei 243.

30.8.2020, 10:42 Uhr – Flughafen Stuttgart: Sensoren überwachen Abstand

Am Stuttgarter Flughafen wird der Abstand zwischen Passagieren zum Schutz vor Corona-Infektionen mit Sensoren gemessen. So können überfüllte Orte erkannt und neue Wegeführungen geplant werden, auch sollen so Infektionsherde verhindert werden. „Wir können jetzt schon feststellen, dass die Passagiere sich an Bodenmarkierungen halten“, sagte Riccarda Mark vom Flughafen. Trotz der Regeln werde im Gebäude nicht immer der vorgeschriebene Abstand eingehalten, zum Beispiel bei der Kontrolle der Passagiere vor dem Flug. Den Großteil der 140 Sensoren nutzt der Flughafen schon seit einigen Jahren — sie werden eigentlich eingesetzt, um Wartezeiten bei der Sicherheitskontrolle zu verbessern. Techniker haben die Geräte aber modifiziert.

30.8.2020, 8:36 Uhr – Laschet: Können nicht wie gewohnt Karneval feiern

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Karnevalisten wegen der Corona-Pandemie zum Verzicht aufgerufen. „In diesem Corona-Jahr mussten und müssen wir alle auf Liebgewonnenes verzichten„, sagte Laschet der Bild am Sonntag. „Wenn Christen auf ein Osterfest in der Gemeinschaft, die Schützen auf ihr Schützenfest, Weintrinker auf ihr Weinfest, die Fußballfans auf ihre Stadionbesuche verzichten mussten, dann ist doch klar, dass auch der Karneval zur Disposition steht“. Karneval mit vielen Menschen auf engem Raum und Alkohol sei schwer vorstellbar. Er spreche mit allen Beteiligten über mögliche Alternativen. Er wünsche sich eine gemeinsame Regel in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

30.8.2020, 7:52 Uhr – Neuer Infektionsrekord in Indien

Indien meldet einen neuen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Es seien knapp 79.000 Ansteckungen registriert worden, teilten indische Behörden mit. In keinem anderen Land der Welt hatte es zuvor so viele Neuinfektionen im gleichen Zeitraum gegeben. Insgesamt haben sich in Indien rund 3,5 Millionen Menschen nachweislich mit Corona angesteckt, bei einer Einwohnerzahl von mehr als 1,3 Milliarden.

30.8.2020, 4:49 Uhr – China meldet 14. Tag in Folge ohne nachgewiesene Ansteckung im Inland

In China haben die Behörden den 14. Tag in Folge keine neue Coronavirus-Ansteckung im Inland registriert. Das ist der längste Zeitraum seit Beginn der täglichen Infektionszählungen Ende Januar. Gemeldet wurden wie am Vortag neun Erkrankungen, bei denen es sich um Einreisende handeln soll. Bei den in China gesondert registrierten Infektionen ohne Krankheitssymptome wurden vier neue Fälle gemeldet nach zehn Fällen am Tag zuvor.

30.8.2020, 2:57 Uhr – SPD-Chef fordert stärkeren Mieterschutz in Corona-Krise

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans fordert eine Neuauflage des verstärkten Schutzes für Mieter in der Corona-Krise. „Die Regelung zum Kündigungsschutz, die zum 1. Juli ausgelaufen ist, sollte so schnell wie möglich wieder in Kraft gesetzt werden“, sagte Walter-Borjans den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das habe er Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem Koalitionspartner mitgeteilt. Die Kanzlerin habe auf ihn nicht den Eindruck gemacht, dass sie eine Wiedereinsetzung des Corona-Kündigungsschutzes persönlich falsch finde. Aber in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sei das bisher nicht zu machen.

30.8.2020, 1:09 Uhr – Mehr als 41.000 Corona-Neuinfektionen und weitere 758 Tote in Brasilien

In Brasilien breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Die Behörden melden 41.350 Neuinfektionen. Damit stieg die Zahl der landsweit registrierten Ansteckungen mit dem neuartigen Virus binnen 24 Stunden auf mehr als 3,84 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 758 auf 120.262.

29.8.2020, 22:56 Uhr – 4.656 Neuinfektionen in den USA, 978 weitere Tote

Die Zahl der Virus-Neuerkrankungen in den USA bleibt auf hohem Niveau. Die Seuchenschutz-Behörde CDC meldet einen Anstieg der Infektionen binnen 24 Stunden um 44.656. Am Freitag waren es 46.830 gewesen, am Donnerstag 46.393. Die Zahl liegt damit insgesamt jetzt bei rund 5,89 Millionen. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 steigt laut CDC um 978, nach 1.167 am Freitag und 1.239 am Donnerstag, Insgesamt liegt die Zahl der Verstorbenen damit bei 180.165.

29.8.2020, 18:00 Uhr – Etwas weniger Neuinfektionen bundesweit

In Baden-Württemberg haben sich in den vergangenen 24 Stunden 199 Menschen neu mit dem Corona-Virus infiziert. Laut Landesgesundheitsamt ist die Quote in Heilbronn am höchsten - sie liegt bei 45 Infizierten pro 100.000 Einwohner. In Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Infizierten seit gestern um 80 gestiegen. Schwerpunkt ist Ludwigshafen mit 31 Infizierten pro 100.000 Einwohner. Bundesweit haben die Gesundheitsämter 1.479 Neu-Infektionen gemeldet, das sind etwa hundert weniger als gestern.

29.8.2020, 14:03 Uhr – Einbrüche gehen in Corona-Monaten deutlich zurück

Nach vorläufigen Zahlen des Landeskriminalamts (LKA) ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Baden-Württemberg in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 15 Prozent gesunken. Als Grund nannte ein LKA-Sprecher die Corona-Maßnahmen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres seien die Einbrecher noch ungefähr so aktiv gewesen wie vergangenes Jahr, ab April setzte dann ein deutlicher Rückgang ein. Mit Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Verordnungen fehlte es nach Ansicht der Polizei zunehmend an Tatgelegenheiten: Bewohner blieben durch die Auflagen und das Arbeiten im Homeoffice verstärkt daheim. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging damit im sechsten Jahr hintereinander zurück.

29.8.2020, 13:22 Uhr – Polizei löst Demo gegen Corona-Regeln auf

Die Versammlung Tausender Menschen gegen staatliche Corona-Auflagen in Berlin wird wegen Verstößen gegen Schutzauflagen aufgelöst. „Es bleibt uns leider keine andere Möglichkeit: Wir sind an den Versammlungsleiter der Demo herangetreten und haben ihm mitgeteilt, dass seine Versammlung polizeilich aufgelöst wird“, teilte die Polizei per Twitter mit.

Es bleibt uns leider keine andere Möglichkeit: Wir sind an den Versammlungsleiter der Demo herangetreten und haben ihm mitgeteilt, dass seine Versammlung polizeilich aufgelöst wird. Alle bisherigen Maßnahmen haben nicht zu einem Einhalten der Auflagen geführt. #b2908

29.8.2020, 11:43 Uhr – Demo in Berlin hat begonnen

In Berlin hat eine Demonstration gegen die Corona-Politik der Regierung begonnen — anschließend ist eine Kundgebung geplant. Die Veranstalter erwarten mehr als 20.000 Teilnehmer. Die Polizei ist nach eigenen Angaben mit rund 3.000 Beamten im Einsatz. Sie schrieb auf Twitter, dass die Demo-Teilnehmer mehrfach vergeblich aufgefordert worden seien, Abstände einzuhalten. Nun habe der Einsatzleiter das Tragen von Masken zur Auflage gemacht.

29.8.2020, 4:25 Uhr – Ungarn macht Grenzen zu

Ungarn schließt ab 1. September seine Grenzen für ausländische Touristen. Das gab die Regierung in Budapest bekannt. Es dürfen dann nur noch Ungarn einreisen und Ausländer, die einen wichtigen Reise-Anlass nachweisen können. Zur Begründung wurden die steigenden Corona-Infektionszahlen im Ausland genannt. Die Grenzschließung kann sich auch auf den Fußball auswirken. Denn für den 24. September ist in Budapest das Supercup-Spiel zwischen dem FC Bayern und dem FC Sevilla geplant.

29.8.2020, 3:10 Uhr – Umstrittene Großdemo in Berlin kann stattfinden

Die Berliner Behörden sind mit ihrem Demonstrationsverbot endgültig gescheitert. Das Oberverwaltungsgericht Berlin wies den Einspruch gegen die Entscheidung der ersten Instanz zurück. Diese ist nun rechtskräftig.

29.8.2020, 1:38 Uhr – Bericht über Compact-Sperrung auf Facebook und Instagram

Facebook hat am Abend das rechtsgerichtete Magazin Compact gesperrt. Wie NDR und WDR berichten, wurde der Account auch bei Instagram ohne Vorankündigung dichtgemacht. Eine Sprecherin begründete den Schritt mit Verstößen gegen die Regeln. Die Nutzung werde unterbunden, wenn dort Menschen systematisch angegriffen würden. Dem Bericht zufolge hatte sich Compact zuletzt auf Facebook und Instagram massiv gegen die Corona-Auflagen gewandt.

29.8.2020, 1:32 Uhr – Streit über Demo in Berlin dauert an

Der juristische Streit über die heutige Groß-Demonstration in Berlin gegen die Corona-Auflagen dauert an. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg berät weiter über den Einspruch der Behörden. Sie hatten die Aufhebung des Demonstrationsverbots in erster Instanz angefochten. Eine Sprecherin sagte kurz vor Mitternacht, es gebe noch keine Entscheidung. Am Abend fand in Berlin schon die erste Kundgebung statt. Am Brandenburger Tor protestierten laut Polizei rund 1.500 Menschen friedlich gegen die Corona-Politik der Regierung.

28.8.2020, 19:57 Uhr – Frankreich vor neuen Restriktionen?

Frankreich steuert möglicherweise auf neue Corona-Restriktionen zu. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden ist die Zahl der Ansteckungsfälle in 24 Stunden um fast 7.400 gestiegen – nach 6.000 am Donnerstag und 5.000 am Mittwoch. 21 Départements gelten als Risikogebiete; in Städten wie Paris und Straßburg muss auch im Freien eine Maske getragen werden. Die Bundesregierung hat für den Großraum Paris und Teile der französischen Mittelmeerküste eine Reisewarnung verhängt.

28.8.2020, 19:14 Uhr – Infektionen erreichen kritischen Wert auf den Kanaren

Auf den Kanarischen Inseln hat die Anzahl der Corona-Neuinfektionen stark zugenommen. Am Donnerstag waren es laut zuständiger Behörde 338 neue Fälle – das ist der höchste Wert seit März. Die Kanaren gelten bisher nicht als Risikogebiet, es gibt für die Inseln auch keine Reisewarnung. Die Zahl der Neuinfektionen ist allerdings jetzt deutlich über den kritischen Wert von 50 pro 100.000 Einwohner gestiegen. Besonders betroffen sind die Inseln Gran Canaria und Lanzarote.

28.8.2020, 18:14 Uhr – Großdemo in Berlin: Polizei ruft nächste Instanz an

Die Berliner Polizei hat Beschwerde eingelegt gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts, die für morgen geplante Demonstration gegen die Corona-Politik doch noch zu erlauben. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) bestätigte, dass am frühen Abend ein entsprechender Antrag der Polizei eingegangen ist. Wenn das OVG das Urteil der Vorinstanz stützt, kann die Demonstration morgen stattfinden. Wenn nicht, können die Veranstalter der Demo noch vors Bundesverfassungsgericht ziehen. Die Berliner Polizei hat ihr Verbot mit der Ansteckungsgefahr begründet. Es ist damit zu rechnen, dass viele Teilnehmer die Hygieneregeln missachten. Erwartet werden mehrere zehntausend Demonstranten aus ganz Deutschland.

28.8.2020, 18:00 Uhr – Ungarn macht Grenzen dicht

Ungarn schließt angesichts steigender Infektionszahlen im Ausland vom 1. September an seine Grenzen für ausländische Touristen. Das gab die Regierung in Budapest bekannt. Einreisen dürfen nur noch ungarische Staatsbürger, Ausländer müssen dazu einen triftigen Grund angeben.

28.8.2020, 17:12 Uhr – Merkel über Corona: Zumutung für die Demokratie

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Menschen in Deutschland für ihren Umgang mit der Corona-Krise gelobt. Die überwiegende Mehrheit zeige Vernunft, Verantwortung und Mitmenschlichkeit – für diese millionenfache Reaktion werde sie immer dankbar sein, sagte die Kanzlerin auf ihrer Sommer-Pressekonferenz. Allerdings geht Merkel davon aus, dass die Corona-Lage in den kommenden Monaten schwieriger wird, weil man sich wieder zunehmend in Innenräumen aufhalten werde. Corona ist nach Merkels Worten eine nicht gekannte Herausforderung für die finanzielle Leistungsfähigkeit des Staates und eine Zumutung für die Demokratie.

SIe sei der Ansicht, dass das Coronavirus noch länger ein Thema sein wird. Sie sagte, in den nächsten Monaten gebe es drei Schwerpunkte: Erstens dürften Kinder nicht zu Verlierern in der Pandemie werden – Bildung sei das Allerwichtigste. Zweitens müsse die Wirtschaft funktionieren können. Und drittens gelte es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu bewahren.

28.8.2020, 15:40 Uhr – Gericht kippt Demonstrationsverbot

Das Berliner Verwaltungsgericht hat das Verbot der für Samstag geplanten Großdemo gegen die Corona-Einschränkungen gekippt.

28.8.2020, 15:26 Uhr – Pharma-Konzern will Impfstoff in Deutschland testen

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson will einen möglichen Corona-Impfstoff nach Angaben des spanischen Gesundheitsministers Salvador Illa in Spanien, Deutschland und den Niederlanden testen. Die klinische Studie der Phase II werde nächste Woche starten und zwei Monate dauern, sagt Illa. Insgesamt würden 550 Probanden in den drei Ländern teilnehmen. Bei einer Phase-II-Studie wird die Wirksamkeit und Sicherheit eines Wirkstoffs in der Regel an mehreren hundert Menschen getestet, bei Erfolg folgt eine Phase-III-Studie mit mehreren tausend Probanden.

28.8.2020, 13:49 Uhr – Slowakei weitet Quarantänepflicht auf weitere Länder aus

Die Slowakei weitet ihre Quarantänepflicht auf Reisende aus Kroatien, Spanien, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Malta aus. Ab dem 1. September müssen Rückkehrer aus diesen Ländern für zehn Tage in Selbstisolation, teilte das Gesundheitsministerium mit. Verkürzt werden kann die Zeit nur, wenn frühestens fünf Tage nach Wiedereinreise in die Slowakei ein negativer Corona-Test vorliegt. Das Ministerium rät zudem von Reisen nach Griechenland ab, ebenso wie von Besuchen der tschechischen Hauptstadt Prag, der österreichischen Hauptstadt Wien und Teilen Großbritanniens.

28.8.2020, 12:43 Uhr – Jetzt fast eine Million Corona-Fälle in Russland

Russland meldet 4.829 Neuinfektionen binnen eines Tages. Insgesamt sind damit nunmehr 980.405 Corona-Fälle bestätigt, das ist weltweit die vierthöchste Zahl. Zudem sind nach Angaben der russischen Corona-Taskforce in den vergangenen 24 Stunden 110 weitere Menschen gestorben, insgesamt zählt Russland somit 16.914 Corona-Tote.

28.8.2020, 10:34 Uhr – Drei von vier Deutschen für stärkere Kontrollen von Corona-Maßnahmen

Drei von vier Deutschen sind der Ansicht, dass die Einhaltung der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen stärker kontrolliert werden sollte. In dem am Freitag veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ äußerten 77 Prozent der Befragten diese Auffassung. Eine Mehrheit dafür gibt es unter den Anhängern aller Parteien mit Ausnahme der AfD, von denen aber auch immerhin 48 Prozent sich für strengere Kontrollen aussprachen.

Die bestehenden Schutzmaßnahmen selbst halten der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zufolge 60 Prozent der Befragten "für gerade richtig". 28 Prozent sprachen sich dafür aus, dass diese härter ausfallen sollten, nur zehn Prozent halten die geltenden Maßnahmen für übertrieben.

28.8.2020, 8:09 Uhr – Verbraucher verunsichert: Konsumklima trübt sich ein

Angesichts der noch immer nicht ausgestandenen Virus-Krise in Deutschland trübt sich die Konsumstimmung wieder ein. Die Nürnberger GfK-Marktforscher sagen nach drei deutlichen Anstiegen in Folge für September einen Rückgang ihres Barometers voraus - und zwar um 1,6 Punkte auf minus 1,8 Zähler.

„Steigende Infektionszahlen und die Furcht vor einer Verschärfung der Corona-bedingten Beschränkungen sorgen für Verunsicherung und drücken folglich auf die Stimmung“, erklärte GfK-Experte Rolf Bürkl zu der am Freitag veröffentlichten monatlichen Umfrage unter rund 2.000 Verbrauchern.

28.8.2020, 7:05 Uhr – Indien meldet mit 77.266 Neuinfektionen Rekordanstieg

In Indien haben die Behörden 77.266 Neuinfektionen registriert - so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Insgesamt sind damit 3,39 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. Innerhalb eines Tages seien 1.057 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtzahl steigt damit auf 61.529. Nach den USA und Brasilien verzeichnet Indien die höchste Infektionszahl weltweit.

28.8.2020, 6:33 Uhr – 1.571 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Freitagmorgen 1.571 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Tag zuvor waren es 1.507. Am Samstag war mit 2.034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2.000er-Marke überschritten worden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen.

28.8.2020, 3:14 Uhr – „Androhung von Gewalt“ – Berliner Innensenator warnt vor Konflikten am Wochenende

Wegen der verbotenen Großdemo gegen die Corona-Politik morgen in Berlin hat Innensenator Andreas Geisel (SPD) vor einem konfliktreichen Wochenende gewarnt. Der Politiker sagte der Süddeutschen Zeitung, es gebe die Androhung von Gewalt. Die Polizei sei aber vorbereitet. Tausende Beamte auch aus anderen Bundesländern und vom Bund würden eingesetzt. Die Initiative „Querdenken" hat vor Gericht einen Eilantrag gegen das Demonstrationsverbot eingereicht. Mit der Entscheidung wird heute gerechnet.

28.8.2020, 2:40 Uhr – Ärztepräsident will Quarantäne überwachen lassen

Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen nach dem Willen von Ärztepräsident Klaus Reinhardt bei ihrer häuslichen Quarantäne von Polizei oder Ordnungsamt überwacht werden. Der Deutschen Presse-Agentur sagte er, die Amtsärzte seien schon voll ausgelastet. Bund und Länder hatten gestern beschlossen, dass Rückkehrer aus Risikogebieten sofort zu Hause in die zweiwöchige Quarantäne müssen. Frühestens ab dem fünften Tag nach der Rückkehr ist demnach ein Corona-Test möglich.

28.8.2020, 2:25 Uhr – Gamescom eröffnet

Die Computerspielmesse Gamescom ist am Abend mit einer bunten Show eröffnet worden. Wegen der Corona-Krise findet die Messe nur digital statt. Bis Sonntag können Besucher Zuhause am Computer Spiele testen und Talkrunden verfolgen. Geplant sind auch Turniere, bei denen Spieler gegeneinander antreten. Normalerweise findet die Gamescom in Köln statt und zieht jährlich mehrere hunderttausend Besucher an.

28.8.2020, 1:14 Uhr – Kinderärzte fordern Maskenpflicht für Lehrer

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte fordert eine Maskenpflicht für Lehrer im Unterricht. Der Präsident der Organisation, Thomas Fischbach, sagte der Tageszeitung Die Welt, ein Sicherheitsabstand könne in engen Klassenräumen oft nicht eingehalten werden. Unterricht vor der Klasse sei eine ähnliche Situation wie im Chor. Da könnten Lehrer zu sogenannten Super-Spreadern werden. Er bezeichnete es als auffällig, „dass es bei den letzten Ausbrüchen an Schulen immer Lehrer waren, die das Virus von außen hereingetragen hatten“.

27.8.2020, 21:56 Uhr – Frankreich: Mehr als 6.000 Neuinfektionen

In Frankreich steigt die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen. In den vergangenen 24 Stunden wurden mehr als 6.000 Fälle registriert. Angesichts des Anstiegs gelten 21 von hundert Departements als „rote Zonen“. In Paris wird die Maskenpflicht ab heute auf die gesamte Stadt ausgeweitet. Auch Fußgänger und Radfahrer müssen dann überall in der Stadt einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Frankreich ist mit mehr als 30.500 Todesfällen eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas.

27.8.2020, 21:19 Uhr – Berlin: Bürgermeister verteidigt Demo-Verbot

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat das Verbot einer geplanten Demo gegen die Corona-Politik verteidigt. Wenn schon vorher angekündigt werde, Corona-Regeln nicht zu beachten, dann bedeute das eine Gefährdung vieler Menschen, sagte Müller. Die Demonstranten gingen zurück an den Arbeitsplatz, in die Familie; sie führen mit Bussen und Bahnen nach Hause. Die Berliner Regierung hat die für Samstag angekündigte Demonstration untersagt. Die Veranstalter gehen rechtlich gegen das Verbot vor.

27.8.2020, 20:08 Uhr – RKI: Impfstoff bis 2021 – aber nicht für jeden

Das Robert-Koch-Institut (RKI) rechnet damit, dass bis Anfang nächsten Jahres ein Corona-Impfstoff zur Verfügung stehen wird – allerdings zunächst nicht für jeden. Das RKI teilte am Donnerstag mit, die von der Bundesregierung berufene Ständige Impfkommission werde empfehlen, wie der verfügbare Bestand zum bestmöglichen Nutzen für die Bevölkerung eingesetzt werden könne. Ziel sei es, schwere Erkrankungen und Todesfälle zu vermeiden.

27.8.2020, 18:21 Uhr – EU-Parlament fordert Nachbesserungen am Konjunkturpaket

Abgeordnete des Europaparlaments haben Nachbesserungen an dem Haushalts- und Konjunkturpaket gefordert, das die Staats- und Regierungschefs Mitte Juli auf den Weg gebracht hatten. Das Parlament will mehr Mitspracherechte und mehr Geld für die Bereiche Klimaschutz, Forschung und Studium. Außerdem sind die Abgeordneten nicht damit einverstanden, dass EU-Staaten weiter Geld aus Brüssel bekommen, auch wenn sie demokratische oder rechtsstaatliche Prinzipien missachten. Das geplante Haushalts- und Konjunkturpaket umfasst 1,8 Billionen Euro für die Jahre 2021 bis 2027.

27.8.2020, 17:03 Uhr – Bund und Länder beschließen größtenteils einheitliche Regeln

Die Ergebnisse der Beratungen zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Länderchefs stehen nun fest: Deutschlandweit soll es künftig mindestens 50 Euro kosten, wenn die Maske trotz Pflicht fehlt. Kostenlose Tests für Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten sollen am 15. September abgeschafft werden; nur Bayern hält noch bis 1. Oktober daran fest. Großveranstaltungen bleiben bis Jahresende verboten. Das gelte auch für Sportveranstaltungen wie den Fußball, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Mittelfristig sollen in allen Schulen einheitliche Regeln zum Schutz gegen Corona-Infektionen gelten. Beim Thema Obergrenze für Feierlichkeiten im Familien- und Freundeskreis konnten sich Merkel und die Länderchefs jedoch nicht einigen.

27.8.2020, 16:54 Uhr – Söder: „Zweiten Lockdown verhindern“

„Corona ist wieder voll da in Deutschland“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Berlin. Urlaube seien ein Risiko gewesen, das habe man gewusst. „Die Zahlen gehen zu früh zu hoch“, sagte Söder mit Blick auf den kommenden Winter. Man müsse einen „zweiten Lockdown“ verhindern.

27.8.2020, 16:07 Uhr – Umfrage: Fast 90 Prozent der Deutschen zufrieden mit Corona-Umgang

Eine große Mehrheit der Bundesbürger ist einer Umfrage zufolge der Meinung, dass Deutschland im Umgang mit der Coronakrise seine Aufgaben gut erfüllt hat. 88 Prozent haben das gesagt, heißt es in einer Befragung des Forschungsinstituts Pew in 14 Industriestaaten. Deutschland liegt – gleichauf mit Kanada – hinter Dänemark und Australien, wo sich 95 beziehungsweise 94 Prozent positiv über den Umgang ihres Landes mit der Krise äußerten. Auch in den Niederlanden, in Südkorea, Italien, Schweden, Belgien, Frankreich, Japan und Spanien beurteilte eine Mehrheit den Umgang mit der Krise positiv. Negative Mehrheiten gab es nur in Großbritannien und den USA, wo eine Mehrheit der Befragten (54 beziehungsweise 52 Prozent) den Umgang als schlecht bewertete.

27.8.2020, 14:58 Uhr – Asylbewerber-Aufnahmestelle Hermeskeil komplett unter Quarantäne

Nach insgesamt drei Corona-Fällen ist die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Hermeskeil im Kreis Trier-Saarburg komplett unter Quarantäne gestellt worden. Für die 519 Bewohner gelte ab sofort ein generelles Ausgehverbot, teilte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier mit. Die Behörde rechnet damit, dass die Quarantäne zwei Wochen dauern wird. Außerdem gebe es einen Aufnahmestopp.

Am Dienstag war ein jugendlicher Bewohner positiv auf Corona getestet worden. Daraufhin wurden 43 Kontaktpersonen ermittelt, die umgehend isoliert worden waren. Unter ihnen seien am Mittwoch zwei weitere Corona-Virusinfektionen bestätigt worden. Den positiv Getesteten gehe es soweit gut, sagte der Sprecher der ADD. Es handelt sich um die ersten Corona-Fälle in einer AfA des Landes Rheinland-Pfalz.

27.8.2020, 12:58 Uhr – Schulen spielen bei Virus-Verbreitung keine große Rolle – Jugendliche schon

Schulen spielen nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO bei der Verbreitung des Coronavirus keine bedeutende Rolle. Es gebe aber zunehmend Hinweise darauf, dass Jugendliche bei gesellschaftlichen Zusammenkünften andere Menschen infizieren, teilt die WHO mit. Ältere Menschen müssten sich mit einer Grippeimpfung schützen wenn der Winter näher rücke, erklärt der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge. Irgendwann würden jüngere Menschen wieder in engeren Kontakt mit der älteren Bevölkerung kommen, besonders im Winter, wenn sich die Menschen weniger im Freien aufhalten.

27.8.2020, 9:42 Uhr – Merkel will mindestens 50 Euro Bußgeld für Maskenpflicht-Verstöße

Angesichts der wieder gestiegenen Zahl der Corona-Infektionen soll nach den Vorstellungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorerst auf weitere Öffnungsschritte verzichtet werden. Die Hygiene-Regeln seien unbedingt einzuhalten und bei Verstößen gegen die Maskenpflicht müssten mindestens 50 Euro Bußgeld erhoben werden, heißt es nach Informationen der Nachrichtenagenturen dpa und AFP in einer Beschlussvorlage des Bundes für die heutige Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten.

27.8.2020, 8:46 Uhr – Fast jeder Zweite für Maskenpflicht am Arbeitsplatz

Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland befürworten eine generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen sagten 46,5 Prozent der Befragten, sie hielten eine entsprechende Corona-Schutzmaßnahme für richtig. 37 Prozent lehnten demnach einen verpflichtenden Mund-Nasen-Schutz am Arbeitsplatz ab. 16,5 Prozent äußerten sich unentschieden.

Die Ablehnung einer generellen Maskenpflicht am Arbeitsplatz ist laut Umfrage unter Anhängern von AfD und FDP am größten. Die Anhänger der anderen im Bundestag vertretenen Parteien seien mehrheitlich dafür. Während im Westen des Landes rund jeder Zweite eine Maskenpflicht befürworte, tue dies im Osten nur rund jeder Dritte.

27.8.2020, 7:42 Uhr – Seehofer fordert Ende der Geisterspiele in der Bundesliga

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich vor dem Bund-Länder-Gipfel zur Corona-Krise dafür ausgesprochen, Fans zumindest in begrenztem Umfang wieder in die Stadien der Fußball-Bundesliga zu lassen. „Die Bevölkerung versteht es nicht, wenn im Nahverkehr viele Menschen auf engem Raum unterwegs sein dürfen, aber ein Fußballspiel mit wenigen Zuschauern und großen Abständen nicht möglich sein soll“, sagte der CSU-Politiker der Augsburger Allgemeinen. Bei der Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder wird es heute auch um die Frage gehen, ob und wie viele Zuschauer bei Großveranstaltungen wie Bundesligaspielen erlaubt werden. Bislang durften in der Corona-Krise keine Zuschauer in die Stadien.

27.8.2020, 7:30 Uhr – Viele Reisebüros stehen kurz vor der Pleite

Mehr als 60 Prozent der Reisebüros sehen sich unmittelbar vor einer Insolvenz. Jedes zweite Reisebüro hat schon Mitarbeiter entlassen. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Reiseverbandes (DRV) hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Bei den Reiseveranstaltern ist es etwa die Hälfte, die ihre Lage dramatisch einschätzt. Die Erhebung belege „eindrucksvoll“, dass die Krise für die Reisewirtschaft „noch lange nicht vorbei“ sei, sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig der Zeitung.

Viele Unternehmen müssten kämpfen, um die Krise zu überstehen. Dies zeige, wie wichtig und richtig es sei, dass die staatlichen Überbrückungshilfen bis zum Jahresende verlängert wurden. In Deutschland gibt es rund 11.000 Reisebüros.

Urlaub im Risikogebiet Das müssen Rückkehrer aus Corona-Gebieten beachten

Das Robert-Koch-Institut hat mittlerweile etliche Gebiete – darunter auch mehrere Urlaubsländer – als Risikogebiet eingestuft. Was muss ich bei der Rückkehr aus so einem Land beachten?  mehr...

27.8.2020, 6:11 Uhr – 1.507 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die deutschen Gesundheitsämter nach RKI-Angaben 1.507 neue Corona-Infektionen gemeldet. Gestern waren es 1.576. Seit Beginn der Krise haben sich 237.936 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9.285. Seit dem Vortag wurden fünf Todesfälle mehr gemeldet. Bis zum Morgen hatten etwa 211.900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

27.8.2020, 1:22 Uhr – Städtetag für einheitlichen Bußgeldkatalog

Die Städte fordern bundesweit einheitliche Bußgelder, wenn Corona-Auflagen nicht beachtet werden. Maskenverweigerer sollten zum Beispiel in Bussen und Bahnen überall in Deutschland das Gleiche zahlen. Das sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wichtig sei außerdem ein Stufenplan, wann welche Maßnahmen in den Ländern abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen künftig ergriffen würden. Die Ministerpräsidenten der Länder beraten heute mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Lage in der Corona-Krise.

27.8.2020, 1:06 Uhr – Kein Schwimmunterricht wegen Corona

Durch Corona steigt die Zahl der Kinder, die nicht schwimmen können. Nach Recherchen des WDR hat jedes vierte Grundschulkind keinen Schwimmunterricht, weil es an geeigneten Becken fehlt. Auch für die Bäder und den Schwimmsport verschärfe sich die Lage. Nach Angaben des Deutschen Schwimmverbandes haben zurzeit 40 Prozent der Bäder geschlossen und können von den Vereinen nicht genutzt werden.

26.8.2020, 22:05 Uhr – EU-Handelskommissar tritt zurück

EU-Handelskommissar Phil Hogan tritt wegen Verstößen gegen Corona-Regeln in seinem Heimatland Irland zurück. Das bestätigte sein Kabinettschef. Dem 60-jährigen Hogan wurde vorgehalten, mit etwa 80 anderen Personen an einem Dinner einer Golf-Gesellschaft in einem Hotel im Westen Irlands teilgenommen zu haben. Dies soll gegen die dort geltende Obergrenze für Versammlungen verstoßen haben. Das Gesundheitsministerium in Dublin wirft Hogan außerdem vor, dass er nach seiner Einreise mit Fahrten innerhalb Irlands gegen Pandemie-Maßnahmen verstoßen habe.

26.8.2020, 21:31 Uhr – Norwegen warnt vor Deutschland-Reisen

Norwegen warnt wegen des Anstiegs der Corona-Fallzahlen in Deutschland vor Reisen in die Bundesrepublik. Das Außenministerium in Oslo riet von "nicht unbedingt notwendigen" Reisen nach Deutschland ab.

Reisende aus Deutschland und Liechtenstein müssen sich ab dem 29. August bei der Ankunft in Norwegen für zehn Tage in Selbstisolation begeben. Nur wenige Länder haben bisher von Deutschland als Reiseziel abgeraten.

26.8.2020, 20:50 Uhr – Reisebranche kritisiert Verlängerung der Reisewarnung

Die Reisebranche kritisiert die Verlängerung der Reisewarnung durch die Bundesregierung für 160 Länder. Der Verband DRV spricht von einem falschen Signal und fordert differenzierte Reisehinweise für einzelne Staaten statt pauschaler Warnungen. Zustimmung dagegen kommt von Verbraucherschützern. Sie begrüßen, dass Pauschalreisende nun Rechtssicherheit hätten und gebuchte Reisen kostenlos stornieren könnten. Die Bundesregierung hat die Reisewarnung bis Mitte September verlängert.

26.8.2020, 19:30 Uhr – Reisewarnungen auch für Andorra und Gibraltar

Wegen steigender Infektionszahlen hat Deutschland eine Reisewarnung für Andorra und Gibraltar herausgegeben. Das Auswärtige Amt teilt auf seiner Internetseite mit, dass vor nicht notwendigen Reisen dorthin gewarnt wird. Andorra gehört aufgrund der geringen Einwohnerzahl zu den relativ am stärksten betroffenen Ländern. Der Großteil der Bevölkerung ist inzwischen getestet. In Andorra überschreitet die Zahl der Neuinfektionen 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage derzeit, weshalb es nun als Risikogebiet gilt. Dies gilt auch für Gibraltar.

26.8.2020, 17:35 Uhr – Lage in Heilbronn entspannt sich

In Heilbronn hat sich die Lage mit Blick auf die Corona-Neuinfektionen leicht entspannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt lag am Mittwoch um 16 Uhr nach Angaben des baden-württembergischen Landesgesundheitsamtes (LGA) bei 39,6 Fällen auf 100.000 Einwohner. Am Tag davor hatte der Wert, der die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner angibt, noch bei etwa 40,4 gelegen. Heilbronn hatte als erste baden-württembergische Kommune seit Monaten zuletzt wieder die Marke von 35 Infektionen auf 100.000 Einwohner überschritten; ab diesem Wert gilt eine Vorwarnstufe bei den Corona-Neuinfektionen.

26.8.2020, 15:19 Uhr – Kein Urlaub nötig und kein Verdienstausfall bei Quarantäne

Reisende, die aus einem Corona-Risikogebiet zurückkehren und in Quarantäne müssen, brauchen dafür keinen Urlaub zu nehmen. Das hat das Bundesgesundheitsministerium klargestellt. Grundlage sei das Infektionsschutzgesetz. Darin sei auch festgelegt, dass der Staat für Verdienstausfälle aufkommen muss. Derzeit sind in Frankreich unter anderem die Côte d'Azur und die Region rund um Paris als Risikogebiete eingestuft. Anders sieht das aus, wenn Arbeitnehmer bewusst in ein Risikogebiet reisen.

26.8.2020, 14:19 Uhr – Schweiz meldet so viele Neuinfizierte wie seit April nicht mehr

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit hat innerhalb von 24 Stunden so viele neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet wie seit April nicht mehr. Insgesamt waren es Stand Mittwochmorgen in der Schweiz und Liechtenstein zusammen 383 neue Fälle. Gemessen an der Bevölkerung ist das deutlich mehr als doppelt so viel wie in Deutschland. Immer mehr Kantone führen die Maskenpflicht in Geschäften ein. Ab Donnerstag gilt das auch in Zürich. Insgesamt wurden in der Schweiz seit Beginn der Pandemie gut 40.000 Infektionen gemeldet. Etwas mehr als 1.700 Infizierte starben.

26.8.2020, 14:08 Uhr – Mega-Konzert in Düsseldorf verschoben

Die Veranstalter haben das für den 4. September geplante Open Air mit Sarah Connor, Bryan Adams und weiteren Künstlern verschoben. Gründe seien unter anderem die steigenden Corona-Neuinfektionen und damit verbundene, nachträgliche Kapazitätsbeschränkungen, sagte Veranstalter Marek Lieberberg. Die mehr als 7.000 Besucher, die schon Tickets für die Veranstaltung gekauft hätten, erhielten das Eintrittsgeld einschließlich Vorverkaufsgebühren zurück. Das Konzert unter dem Motto „Give Live A Chance“ sei in den Spätherbst verschoben worden. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann findet die Entscheidung gut.

26.8.2020, 12:45 Uhr – Söder will an Corona-Tests für Reiserückkehrer festhalten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte, insgesamt vier Bundesländer seien strikt gegen die Pläne, die kostenlosen Tests für Reiserückkehrer wieder zu streichen. Man könne nicht zwei Wochen nach Einführung dieser Möglichkeit sie wieder abschaffen wollen. Statt die Tests zurückzufahren solle man lieber die Kapazitäten weiter ausbauen, forderte Söder. Damit widerspricht Söder auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der die Rückkehrer-Regelung wieder kippen will.

26.8.2020, 11:46 Uhr – Söder fordert höhere Strafen bei Maskenpflicht-Verstößen

Einen Tag vor den Beratungen von Bund und Ländern zu neuen Corona-Maßnahmen fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), dass es zum Beispiel für die Missachtung der Maskenpflicht höhere Strafen geben solle. „Die Maske ist und bleibt … die wirksamste unmittelbare Chance, eine Infektionsausbreitung zu unterbinden.“ Bußgelder müssten aber auch bei der Verletzung der Quarantäne-Vorschriften verhängt werden. In Bayern bestrafe man dies künftig mit 2.000 Euro. Lockerungen bei Großveranstaltungen sehe er skeptisch.

26.8.2020, 11:42 Uhr – Spahn: Reiserückkehrer werden verstärkt kontrolliert

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, dass die Quarantäne-Kontrollen bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten verstärkt werden sollen. „Das ist keine Bitte, sondern eine staatliche Anordnung“, sagt Spahn. Reisende aus Risikogebieten müssen nach ihrer Rückkehr 14 Tage in Quarantäne. Diese kann frühestens fünf Tage nach Einreise durch Vorlage eines negativen Corona-Tests beendet werden. Es gebe stichprobenartige Kontrollen, die verstärkt werden sollen, auch durch eine stärkere Digitalisierung in diesem Bereich.

26.8.2020, 11:39 Uhr – Reisewarnung für 160 Länder bis 14. September verlängert

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union um zwei Wochen bis zum 14. September verlängert. Das wurde am Mittwoch in der Kabinettssitzung entschieden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen.

26.8.2020, 9:20 Uhr – Frankreich befürchtet zweite Corona-Welle im November

Frankreich könnte nach Einschätzung eines Regierungsberaters im November von einer zweiten Welle der Corona-Pandemie getroffen werden. „Es gibt Sorgen vor einer zweiten Welle im November“, sagte Jean-François Delfraissy, Vorsitzender des wissenschaftlichen Rates, dem Sender France 2 Television. Die Stadt Marseille verschärft derweil ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Frankreich hat die siebthöchste Zahl an Corona-Todesopfern weltweit.

26.8.2020, 6:40 Uhr – 1.576 Neuinfektionen und drei weitere Todesfälle

In Deutschland sind weitere 1.576 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) steigt damit die Gesamtzahl der Fälle auf 236.429. Den Angaben zufolge sind drei weitere Menschen an den Folgen des Virus gestorben. Insgesamt zählt das RKI nun 9.280 Todesfälle.

26.8.2020, 2:23 Uhr – WHO: Corona-Höhepunkt in Afrika könnte überwunden sein

Afrika könnte nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen ersten Höhepunkt der Corona-Pandemie überwunden haben. In einigen wenigen Ländern steige zwar die Zahl der täglich gemeldeten neuen Fälle, insgesamt sinke sie aber, hieß es von der WHO. Auf dem afrikanischen Kontinent wurden bisher fast 1,2 Millionen Infektionen bestätigt - mehr als die Hälfte davon in Südafrika.

26.8.2020, 00:01 Uhr – Bundesregierung verlängert Corona-Hilfen

Union und SPD haben sich auf die Verlängerung von finanziellen Hilfen für Arbeitnehmer und Unternehmen in der Corona-Krise verständigt. Die Partei- und Fraktionsvorsitzenden vereinbarten am Dienstagabend bei Verhandlungen im Kanzleramt unter anderem, das Kurzarbeitergeld bis zum 31. Dezember 2021 zu verlängern. Die Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen werden bis Jahresende 2020 verlängert. Die Hilfen gelten für Firmen aus Branchen wie der Reisewirtschaft, dem Hotel- und Gaststättengewerbe oder den Schaustellern, die weiter erhebliche Umsatzeinbußen haben. Die Beschlüsse im Kurz-Überblick:

25.8.2020, 20:51 Uhr – RKI: Viele Ansteckungen im Ausland

Mehr als 40 Prozent der zuletzt in Deutschland positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen haben sich wahrscheinlich im Ausland angesteckt. Das geht aus aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts hervor. Die Aussagekraft der Zahlen ist nach Ansicht von Experten jedoch begrenzt - es sei nämlich anzunehmen, dass Reise-Rückkehrer im Schnitt viel häufiger getestet würden als der Rest der Bevölkerung. Die häufigsten vermuteten Reiseländer sind nach Angaben des Robert Koch-Institutes der Kosovo, Kroatien, die Türkei, Bosnien und Herzegowina sowie Bulgarien.

25.8.2020, 19:56 Uhr – VW setzt auf eigene Corona-Tests

Volkswagen will die Ausbreitung des Coronavirus innerhalb seiner Belegschaft mit freiwilligen Tests senken. An den deutschen Standorten will der Autobauer nach eigenen Angaben täglich bis zu 2.400 Tests ermöglichen. "Zum Ende der Urlaubssaison steigt das Verbreitungsrisiko", sagte Personalvorstand Gunnar Kilian. Da gleichzeitig die Nachfrage aber wieder anziehe, gelte es, einen neuerlichen Shutdown unbedingt zu vermeiden. Für die Auswertung der Tests arbeitet VW mit dem Uni-Klinikum Wolfsburg zusammen. Spätestens nach 24 Stunden sollen die Ergebnisse vorliegen.

25.8.2020, 17:56 Uhr – PAHO: Vor allem junge Menschen verteilen das Virus

Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation PAHO macht sich in der Corona-Pandemie Sorgen um die Verbreitungswege des Virus. Vor allem junge Leute trügen erheblich zur Ausweitung des Virus bei, sagt PAHO-Direktorin Carissa Etienne. Die Zahl der Erkrankungen bei dieser Bevölkerungsgruppe sei unverhältnismäßig hoch. Eine zweite Infektionswelle könne nicht ausgeschlossen werden.

25.8.2020, 17:01 Uhr – 3.700 Schweden bekommen versehentlich positives Testergebnis

In Schweden haben 3.700 Menschen versehentlich ein positives Corona-Testergebnis bekommen. Der Corona-Test eines Lieferanten aus China sei fehlerhaft gewesen, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Das Testpaket des Anbieters BGI Genomics habe nicht zwischen sehr niedrigen Viruslasten und einem negativen Testergebnis unterscheiden können. Die Labore hätten nun ihre Auswertungsmethode angepasst. In Schweden haben sich inzwischen fast 87.000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 5.800 Menschen sind gestorben. Zuletzt sind die Neuinfektionen aber zurückgegangen.

25.8.2020, 15:57 Uhr – Spanien setzt Militär im Kampf gegen Corona ein

In Spanien soll das Militär im Kampf gegen das Coronavirus eingesetzt werden. Ministerpräsident Pedro Sanchez sagte, die Soldaten sollten bei der Nachverfolgung von Infektionsketten helfen. „Die Regionen, die nicht über genügend Personal verfügen, können sich auf unsere Armee verlassen.“ In einem ersten Schritt sollen 2.000 Soldaten zur Verfügung gestellt werden. Sie seien für den Einsatz ausgebildet worden. Nach dem Ende des dreimonatigen Notstands Ende Juni sind die positiven Corona-Tests deutlich gestiegen.

25.8.2020, 11:20 Uhr – Stimmung verbessert sich erneut: Ifo-Institut sieht deutsche Wirtschaft "auf Erholungskurs"

In den Chefetagen deutscher Unternehmen ist die Stimmung weiter gestiegen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für August stieg auf 92,6 Punkte, wie das Münchener Forschungsinstitut am Dienstag mitteile. Im Juli hatte er bei 90,4 Punkten gelegen.

„Die deutsche Wirtschaft ist auf Erholungskurs“, erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Unternehmen beurteilten demnach die aktuelle Lage im Vergleich zum Vormonat „merklich besser“. Zudem fielen ihre Erwartungen leicht optimistischer aus.

25.8.2020, 10:50 Uhr – Universität Oxford: Zulassungsantrag für Impfstoff womöglich noch dieses Jahr

Der potenzielle Corona-Impfstoff des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca und der Universität Oxford könnte noch in diesem Jahr zur Zulassung eingereicht werden. Dies könne der Fall sein, wenn ausreichend Daten vorliegen, sagte der Wissenschaftler Andrew Pollard von der Universität Oxford der BBC.

Das Projekt gehört zu den führenden Studien im Rennen um einen Corona-Impfstoff. Die USA, die Europäische Union oder auch Japan haben sich unter anderem bereits Millionen Dosen des Mittels vorab gesichert. Die Financial Times hatte berichtet, dass US-Präsident Donald Trump eine beschleunigte Zulassung des Impfstoffes vor den Wahlen am 3. November erwägt. Ein solcher Prozess erfordere aber den Nachweis, dass der Impfstoff tatsächlich wirke, sagte Pollard.

25.8.2020, 9:20 Uhr – Bericht: Patienten in Niederlanden und Belgien erneut mit Corona infiziert

In den Niederlanden und Belgien haben sich zwei genesene Corona-Patienten einem Medienbericht zufolge erneut mit dem Virus angesteckt. Bei dem niederländischen Patienten handelt es sich um eine ältere Person mit einem geschwächten Immunsystem, der belgische Patient habe milde Symptome, berichtete der niederländische Rundfunksender NOS am Dienstag unter Verweis auf die Aussagen von Virologen.

Erst am Montag hatte der Fall eines Mannes in Hongkong für Aufsehen gesorgt, der sich viereinhalb Monate nach seiner Genesung erneut mit dem Virus infizierte. Die Medizinische Fakultät der Universität von Hongkong hatte auf Twitter erklärt, den weltweit ersten Fall einer erneuten Covid-19-Infektion nachgewiesen zu haben.

25.8.2020, 8:35 Uhr – Corona reißt Loch von 51,6 Milliarden Euro in den Staatshaushalt

Die Corona-Rezession hat ein riesiges Loch in den deutschen Staatshaushalt gerissen. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung gaben im ersten Halbjahr zusammen 51,6 Milliarden Euro mehr aus als sie einnehmen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2019 stand noch ein Überschuss von 46,5 Milliarden Euro zu Buche. Auch im Gesamtjahr 2020 dürfte der deutsche Staat tiefrote Zahlen schreiben, nachdem zuvor acht Jahre in Folge ein Überschuss gelungen war.

Das Defizit entspricht 3,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) – insgesamt. Im zweiten Quartal ging das BIP gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres um 9,7 Prozent zurück. Der Einbruch fiel damit dennoch etwas milder aus als befürchtet.

25.8.2020, 7:30 Uhr – Siebter Tag in Folge mehr als 60.000 Neuinfektionen in Indien

Indien meldet den siebten Tag in Folge mehr als 60.000 Corona-Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden wurden 60.975 weitere Ansteckungen nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Damit sind landesweit 3,17 Millionen Infektionen registriert. Das neuartige Coronavirus breitet sich inzwischen verstärkt auch in kleineren Städten aus. Die Zahl der Todesfälle stieg um 848 auf 58.390. Indien ist nach den USA und Brasilien am schwersten von der Pandemie betroffen.

25.8.2020, 5:40 Uhr – RKI: 1.278 Neuinfektionen und fünf weitere Todesfälle

In Deutschland sind weitere 1.278 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) steigt damit die Gesamtzahl der Fälle auf 234.853. Den Angaben zufolge sind fünf weitere Menschen an den Folgen des Virus gestorben. Insgesamt zählt das RKI nun 9.277 Todesfälle.

25.8.2020, 4:08 Uhr – Angola: Sieben Menschen wegen Corona-Verstößen getötet

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, haben Sicherheitskräfte in Angola nach Angaben von Menschenrechtlern sieben Menschen getötet. Das geht aus einem Bericht von Amnesty International hervor. Bei den Opfern handle es sich um junge Männer im Alter von 14 bis 21 Jahren. Sie sollen gegen Corona-Auflagen verstoßen haben. In Angola sind nach Behördenangaben bisher 96 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

25.8.2020, 2:10 Uhr – Delta Airlines schickt fast 2.000 Piloten in den Zwangsurlaub

Chicago: Die US-Fluggesellschaft wird ab Oktober 1941 Piloten in den Zwangsurlaub schicken. Wir sind sechs Monate in dieser Pandemie und wir erreichen nur 25 Prozent unserer Einnahmen. Leider sehen wir in den nächsten sechs Monaten nur wenige Katalysatoren, die diese Entwicklung deutlich verändern könnten,“ sagte John Laughter, Leiter des Flugbetriebs, in einem Memo an die Mitarbeiter. Delta sei einfach überbesetzt. Weitere 317 Piloten seien durch Vorruhestandsprogramme und Abfindungen bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden.

25.8.2020, 0:59 Uhr – Insgesamt mehr als 115.000 Todesfälle in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 17.078 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 3,622 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte um 565 auf 115.309 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

24.8.2020, 22:06 Uhr – Côte d'Azur und Île-de-France als Corona-Risikogebiete eingestuft

Die französische Côte d'Azur sowie die Region Île-de-France mit der Hauptstadt Paris gelten jetzt als Corona-Risikogebiete. Das geht aus der fortlaufend aktualisierten Liste der Risikogebiete des Robert Koch-Instituts hervor. Dort sind die Gebiete Île-de-France sowie Provence-Alpes-Côte d'Azur nun aufgelistet. Eine Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Entscheidung von Gesundheits-, Außen- und Innenministerium. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet aktuell noch, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.

24.8.2020, 21:00 Uhr – Mehr als 19.000 Neuinfektionen in Spanien in 72 Stunden

In Spanien haben sich innerhalb von drei Tagen mehr als 19.000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das hat das Gesundheitsministerium in Madrid mitgeteilt. Einige Regionen des Landes haben daher Vorschriften erneuert, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Unter anderem sind größere Versammlungen wieder verboten.

24.8.2020, 19:32 Uhr – Gesundheitsminister wollen Plichttests für Reiserückkehrer wieder abschaffen

Für Reiserückkehrer soll es ab Mitte September keine kostenlosen Corona-Tests mehr geben. Das haben die Gesundheitsminister und Gesundheitsministerinnen von Bund und Ländern nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur bei einer gemeinsamen Schaltkonferenz beschlossen. Reisende, die aus Risikogebieten zurückkommen, sollen zunächst in Quarantäne gehen und sich dann selbst um einen Test kümmern. Den Testlaboren gehen aufgrund der Massentests langsam die Kapazitäten aus. Der Beschluss der Gesundheitsminister ist eine Empfehlung. Die endgültige Entscheidung wird voraussichtlich am Donnerstag fallen. Dann beraten sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Weitere Themen sind eine mögliche Maskenpflicht am Arbeitsplatz und einheitliche Bußgeld-Regeln bei Verstößen gegen die Maskenpflicht.

24.8.2020, 18:25 Uhr – Auch Hanau verschärft Kontaktbeschränkungen

Für Hanau und fünf weitere Orte im hessischen Main-Kinzig-Kreis werden nach einem starken Anstieg der Infektionszahlen die Corona-Beschränkungen verschärft. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen werden auf 50 Personen begrenzt, unter freien Himmel liegt die Höchstgrenze bei 100, teilt der Kreis mit. Treffen von Gruppen in der Öffentlichkeit und in Restaurants werden auf fünf Personen oder zwei Haushalte beschränkt, Bars und Restaurants müssen zwischen Mitternacht und 08.00 Uhr morgens geschlossen bleiben. In Hanau wurden in den vergangenen sieben Tagen mehr als 63 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner festgestellt.

24.8.2020, 16:15 Uhr – 29 Mitarbeiter in Heidelberger Firma positiv auf Coronavirus getestet

In einer Verpackungsfirma in Heidelberg sind 29 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat eine Sprecherin des Landratsamts der Deutschen Presse-Agentur am Montag bestätigt. Zunächst war ein Mitarbeiter des Unternehmens positiv auf das Coronavirus getestet worden, woraufhin das Unternehmen den etwa 150 Beschäftigten einen freiwilligen Test anbot. Rund 60 Mitarbeiter wurden getestet, 29 hatten ein positives Testergebnis.

24.8.2020, 15:45 Uhr – 91 Prozent halten Testpflicht für Rückkehrer für angemessen

Die überwiegende Mehrheit der Menschen in Deutschland hält die Testpflicht für Reiserückkehrer einer Umfrage zufolge für richtig. Wie aus dem am Montag veröffentlichten „Corona-Monitor“ des Bundesinstituts für Risikoforschung (BfR) hervorgeht, gaben 91 Prozent der Befragten an, die Pflicht sei angemessen. Die vorgeschriebenen Tests finden damit im Vergleich zu anderen Maßnahmen die höchste Zustimmung, knapp vor Abstandsregeln (89 Prozent) und Maskenpflicht sowie Veranstaltungsabsagen (je 87 Prozent).

24.8.2020, 15:27 Uhr – Italien hofft auf Impfstoff im Frühjahr 2021

Im Wettlauf um einen Impfstoff kündigt Italien Tests mit einem potenziellen Mittel am Menschen an. Das auf Infektionskrankheiten spezialisierte Lazzaro Spallanzani-Institut in Rom wird in den kommenden Wochen mit 90 Freiwilligen einen potenziellen Impfstoff testen. „Wenn wir schnell sind, werden wir im nächsten Frühjahr die ersten Impfdosen auf den Markt bringen“, erklärt Institutsleiter Francesco Vaia. Das Mittel namens GRAd-COV2 wurde von ReiThera, einem in Rom ansässigen Unternehmen, entwickelt.

24.8.2020, 13:42 Uhr – Corona-Verdachtsfälle an etwa hundert Schulen in Rheinland-Pfalz

In der ersten Woche nach Schulbeginn sind an etwa 100 Schulen in Rheinland-Pfalz wegen einzelner Corona-Infektionen Hunderte Schüler und Lehrer als Verdachtsfälle eingestuft worden. Wie die Schulaufsicht bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier am Montag mitteilte, gelten insgesamt 429 Schülerinnen und Schüler sowie 50 Lehrkräfte als Corona-Verdachtsfälle. Einer Sprecherin zufolge ordnen die Gesundheitsämter in diesen Fällen Quarantäne an. Die betroffenen Schulen verteilen sich demnach „weitgehend auf ganz Rheinland-Pfalz“.

Aufsichtsbehörde teilt Zahlen mit Hunderte Schüler sind Corona-Verdachtsfälle

Seit einer Woche sind die Sommerferien vorbei - und nach Angaben der zuständigen Aufsichtsbehörde sind seitdem an etwa 100 Schulen Schüler und Lehrer als Corona-Verdachtsfälle eingestuft worden.  mehr...

24.8.2020, 12:30 Uhr – Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten könnte nach den Sommerferien wieder wegfallen

Die Corona-Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten könnten nach dem Sommer wieder abgeschafft werden. Grund ist wohl, dass die Testkapazitäten an ihre Grenzen stoßen. Einen entsprechenden Vorschlag hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur seinen Amtskollegen aus den Ländern für deren Schaltkonferenz an diesem Nachmittag vorgelegt.

Dem Konzept zufolge, das der dpa in Auszügen vorliegt, sollen nach Ende der Sommerferien im ganzen Bundesgebiet die Regeln für die Rückkehr aus Risikoregionen überarbeitet werden. Zuletzt enden die Ferien Mitte September in Baden-Württemberg.

Statt Reisende aus Risikogebieten direkt bei der Einreise zum Test zu verpflichten, solle wieder primär eine Quarantänepflicht greifen. Die Quarantäne könne „nur durch ein negatives Testergebnis bei einer Testung nach frühestens fünf Tagen nach Einreise beendet werden“, heißt es in dem Vorschlag.

24.8.2020, 11:33 Uhr – DIHK für Verlängerung des Kurzarbeitergeldes

Einen Tag vor dem Treffen der Koalitionsspitzen unterstützt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Pläne zur Verlängerung des Kurzarbeitergeldes. „Vor der Krise galt in unseren Umfragen der Mangel an Fachkräften als Geschäftsrisiko Nummer Eins“, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer dem Focus. „Wenn jetzt viele unverschuldet in Not geratene Betriebe ihre Fachkräfte auch mit Kurzarbeitergeld über diese kritische Phase hinaus an Bord halten können, ist das grundsätzlich gut.“

Wenn der Staat mit seinen Hilfen die Grundlage für künftiges Wachstum lege, „werden auch die Steuereinnahmen wieder steigen und der Staat bekommt das Geld wieder herein“. Die Wirtschaft müsse die öffentliche Hand finanzieren, nicht umgekehrt. Beide Seiten müssten gerade in Notlagen zusammenarbeiten. „Uns eint ein gemeinsames Ziel: Dass die Wirtschaft wieder möglichst stark aus der Krise herauskommt.“

24.8.2020, 09:48 Uhr – Mehr als 3,1 Millionen Infizierte in Indien – hohe Dunkelziffer

Indien meldet 61.408 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen auf über 3,1 Millionen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Innerhalb von 24 Stunden sind 836 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Viele Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer noch weitaus höher liegt, da in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde wenig getestet wird. Zudem werden die Todesfälle oft nicht richtig erfasst. Die offizielle Zahl der registrierten Virus-Toten steigt auf 57.542. Indien ist nach den USA und Brasilien am schwersten von der Pandemie betroffen.

24.8.2020, 7:11 Uhr – Mehr als 700 Neuinfektionen und weitere drei Tote in Deutschland

In Deutschland sind weitere 711 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) teilte mit, damit seien fast eine viertel Million Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Den Angaben zufolge sind drei weitere Menschen an den Folgen des Virus gestorben. Insgesamt zählt das RKI 9.272 Todesfälle.

24.8.2020, 5:42 Uhr – Weltweit mehr als 800.000 Covid-19-Tote, 23 Millionen Infizierte

Weltweit sind einer Reuters-Zählung zufolge mehr als 805.075 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Mehr als 23,31 Millionen gelten als infiziert. Von der Pandemie am schlimmsten betroffen sind weiterhin die USA mit mehr als 175.000 Todesfällen und über 5,68 Millionen Infektionen, gefolgt von Brasilien und Indien.

24.8.2020, 3:22 Uhr — Bahn will Maskenpflicht an Bahnhöfen stärker kontrollieren

Die Deutsche Bahn will nach einem Zeitungsbericht künftig abends mehr Sicherheitskräfte an Bahnhöfen einsetzen. Sie sollen die Einhaltung der Maskenpflicht überwachen, sagte Bahn-Sicherheitschef Hilmar Rischke der Bild. Es sei nicht hinnehmbar, dass sich einige nicht an die Regel hielten. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sei keine Empfehlung, sondern eine Pflicht. Zuvor hatte die Bahn angekündigt, die Einhaltung der Maskenpflicht in den Zügen stärker zu kontrollieren.

24.8.2020, 0:46 Uhr – USA erlauben Behandlung mit Blutplasma

Die US-Regierung hat eine Notfallgenehmigung für die Behandlung von Corona-Patienten mit Blutplasma erteilt, das Antikörper gegen das Virus enthält. Das teilte US-Präsident Donald Trump am Abend im Weißen Haus mit. Das Blutplasma, das Patienten entnommen wird, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben, ist reich an Antikörpern und könnte denjenigen helfen, die mit der Erkrankung kämpfen. Nachweise gibt es jedoch noch nicht und auch die beste Art der Verabreichung ist noch unklar.

23.8.2020, 20:51 Uhr – Frankreich meldet fast 4.900 Neuinfektionen

Das französische Gesundheitsministerium meldet 4.897 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist der höchste tägliche Anstieg seit dem Ende eines zwei Monate dauernden Lockdowns im Mai. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich den Angaben zufolge um einen auf insgesamt 30.513. Am Vortag waren es noch 3.602 Neuinfektionen.

23.8.2020, 16:19 – EU-Handelskommissar wegen Verstoß gegen Corona-Regeln unter Druck

Eine Golfparty in Irland könnte nach Landwirtschaftsminister Dara Calleary jetzt auch EU-Handelskommissar Phil Hogan das Amt kosten. Hogan räumte ein, gegen die Corona-Schutzregeln verstoßen zu haben, als er an dem Dinner mit mehr als 80 Personen im Westen Irlands teilnahm, und bat um Verzeihung. Es gab jedoch bereits Rücktrittsforderungen an Hogan, der eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen für einen Brexit-Nachfolgeabkommen mit Großbritannien einnimmt.

Vize-Regierungschef Leo Varadkar sagte, er verstehe die Empörung der Öffentlichkeit. Möglicherweise sei sich sein Landsmann Hogan nicht darüber im Klaren gewesen, welche Auflagen in Irland gelten. Der Kommissar müsse sich selbst fragen, ob er die Teilnahme an dem Dinner und weitere Fahrten in Irland verantworten könne. „Falls er das nicht kann, solle er seine Stellung überdenken“, sagte Varadkar dem Sender RTE. Calleary war bereits Ende der Woche zurückgetreten.

23.8.2020, 15:55 Uhr – Fitnessstudios verlieren bis zu 20 Prozent an Kunden

Die Fitnessstudios haben in der Coronakrise viele Kunden verloren. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sei die Mitgliederzahl um 15 bis 20 Prozent gesunken, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Gesundheitsstudios Deutschland, Botond Mezey, dem Berliner „Tagesspiegel“. Die befürchtete Insolvenzwelle sei aber bislang ausgeblieben. Mezey schätzt, dass rund fünf Studios pro Woche aufgeben müssen. Insgesamt gibt es demnach in Deutschland rund 9.700 Fitnessanlagen, 2019 machte die Branche einen Umsatz von 5,51 Milliarden Euro.

Wegen Covid-19 waren die Clubs in ganz Deutschland von März bis Mitte Mai geschlossen, in vielen Bundesländern durften die Studios erst im Juni wieder öffnen.

23.8.2020, 15:30 Uhr – Parteisprecherin: Julia Timoschenko „ernsthaft erkrankt“

Die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko ist nach Angaben der Sprecherin ihrer Vaterlandspartei mit dem Coronavirus infiziert. „Ihr Zustand wird als ernst eingeschätzt, ihre Temperatur beträgt bis zu 39 Grad (Celsius)“, so die Sprecherin. Sie lehnte es ab, weitere Details zu nennen und zu sagen, ob Timoschenko ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Timoschenko war 2004 eine der Anführerinnen der „Orangenen Revolution“ in der Ukraine, in der der pro-westliche Viktor Juschtschenko als Präsident bestätigt wurde, nachdem ein Gericht das Wahlergebnis für gefälscht zugunsten seines pro-moskauischen Gegners erklärt hatte. Sie diente zweimal als Premierministerin unter Juschtschenko, bevor sich die beiden nach Jahren politischer Unruhen zerstritten. Timoschenko kandidierte 2010 für das Präsidentenamt und verlor gegen den von Russland unterstützten Viktor Janukowitsch. 2011 wurde sie wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt, was sie bestritt, da sie die Vorwürfe als politisch motiviert bezeichnete. Sie wurde Anfang 2014 aus der Haft entlassen, nachdem Janukowitsch in einem Volksaufstand gestürzt worden war.

23.8.2020, 14:04 Uhr – Südkorea schließt Kirchen

Nach dem Anstieg der Corona-Zahlen dürfen die Kirchen in Südkorea Gottesdienste nur noch online abhalten. Lediglich absolut notwendige Personen dürften die Gotteshäuser betreten, berichteten südkoreanische Medien. In der Hauptstadt Seoul gilt von Montag an eine Maskenpflicht. Ein Verstoß dagegen kann mit umgerechnet mehr als 2.000 Euro geahndet werden.

In den vergangenen zehn Tagen zählten die Behörden mehr als 2.600 neue Corona-Fälle, nachdem die Zahl der Neuinfektionen lange Zeit im zweistelligen Bereich gehalten werden konnte.

Gottesdienste und Versammlungen der evangelikalen Kirche Sarang Jeil im Großraum Seoul gelten als die wesentlichen Brutstätten des neuen Anstiegs. Auch die erste Infektionswelle im Februar ging zu einem guten Teil auf eine christliche Sekte namens Shincheonji zurück. Deren Anführer Lee Man-hee war Anfang August wegen Behinderung der Behörden im Kampf gegen das Virus verhaftet worden. Bislang gibt es in Südkorea 17.399 gemeldete Coronafälle, von denen 14.200 als genesen galten. 309 Südkoreaner sind bisher an der Virusinfektion verstorben.

23.8.2020, 12:57 Uhr – Studie in Heilbronn untersucht Dunkelziffer

In den SLK-Kliniken Heilbronn läuft momentan eine groß angelegte Corona-Studie. Ziel sei es unter anderem die sogenannte Dunkelziffer unter den Beschäftigen feststellen zu können, also die Anzahl der Mitarbeiter, die zwar eine Corona-Infektion durchgemacht haben, aber selbst nichts davon gemerkt haben, so SLK-Kliniken Geschäftsführer Thomas Weber. Für die Studie werden rund 3.000 Mitarbeiter mit einem Bluttest auf Antikörper untersucht. Das sind mehr als die Hälfte der rund 5.600 Mitarbeiter im Krankenhausverbund. Zusätzlich sollen auch Labortests untersucht und verglichen werden. Die Ergebnisse der Studie werden im Herbst erwartet.

23.8.2020, 11:21 Uhr – Unternehmen schöpfen Corona-Hilfen nicht aus

Deutsche Unternehmen nutzen die Corona-Hilfsprogramme der Bundesregierung offenbar nicht in vollem Umfang. Von den 25 Milliarden Euro, die für kleinere und mittlere Unternehmen gedacht waren, wurden laut der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bisher erst 14,3 Milliarden abgerufen. Der Fonds steht seit einem knappen halben Jahr zur Verfügung. Auch Garantien für Überbrückungskredite der staatlichen Förderbank KfW über 100 Milliarden Euro wurden bisher noch nicht mal zur Hälfte bewilligt.

23.8.2020, 10:18 Uhr – Corona: Studie zeigt Veränderung bei der Mobilität

Die Baden-Württemberger haben in Zeiten des Coronavirus deutlich weniger Wege zurückgelegt als vor der Krise. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die das Landesverkehrsministerium vorgestellt hat. Demnach habe sich die zurückgelegte Entfernung um ein Viertel verringert. Die zurückgelegten Personenkilometer seien im Mai/Juni 2020 im Vergleich zu 2017 sogar um fast 50 Prozent zurückgegangen. Auto und Fahrrad seien stärker genutzt worden und es seien zudem mehr Wege zu Fuß zurückgelegt worden. 36 Prozent der für die Studie Befragten gaben an, das Auto als Alternative zum öffentlichen Verkehr zu nutzen, 19 Prozent der Befragten stiegen vom ÖPNV auf das Fahrrad um.

23.8.2020, 8:52 Uhr –Ärztepräsident: Breiter Einsatz von Schnelltests

Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert einen breiten Einsatz von Corona-Schnelltests. Angesichts aktueller Probleme mit den normalen Tests müsse die Corona-Strategie überarbeitet werden. Die Schnelltests seien nicht ganz so exakt, dafür ließen sich aber viel mehr Menschen in kurzer Zeit unkompliziert testen. Infektionsketten könnten so schneller unterbrochen werden. Außerdem sollten Corona-Reihentests in ausgelagerten Zentren oder darauf spezialisierten Praxen stattfinden, so Reinhardt.

23.8.2020, 7:39 Uhr – Bundesländer gegen Obergrenze für private Feiern

Mehrere Bundesländer haben sich gegen eine bundesweit einheitliche Teilnehmergrenze für private Feiern ausgesprochen. Laut einer Umfrage der Deutschen Presseagentur waren das unter anderem Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Es gebe innerhalb Deutschlands eine sehr unterschiedliche Entwicklung der Infektionen, begründete ein Sprecher die Haltung der Landesregierung in Schleswig-Holstein. Dort sind private Feiern momentan auf 50 Personen beschränkt, in Hamburg sind es 25, in Berlin 500.

23.8.2020, 5:17 Uhr – Frankreich meldet 3.602 Neuinfektionen

Das französische Gesundheitsministerium meldet 3.602 Neuinfektionen nach 4.586 am Vortag. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich den Angaben zufolge um neun auf insgesamt 30.512.

23.8.2020, 4:12 Uhr – Kramp-Karrenbauer schlägt Maskenpflicht am Arbeitsplatz vor

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat angeregt, die Maskenpflicht zu verschärfen. In der "Welt am Sonntag" sprach sie sich dafür aus, bundesweit einen Mund-Nase-Schutz am Arbeitsplatz zu prüfen. Das könnte dazu beitragen, dass es nicht zur möglichen Schließung ganzer Branchen komme. Für Schulen wäre ähnliches denkbar. Die Zahl der neu registrierten Coronavirus-Infektionen ist in Deutschland stark gestiegen. Gestern wurden erstmals mehr als 2.000 Fälle an einem Tag gemeldet. Als Ursachen gelten private Feiern und Reiserückkehrer.

22.8.2020, 20:41 Uhr – Trump: Beamte verzögern Impfstoffentwicklung

US-Präsident Donald Trump hat Mitarbeitern der amerikanischen Arzneimittel-Behörde FDA vorgeworfen, die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes zu verzögern. Ihm feindlich gesinnte Beamte erschwerten es den Pharmakonzernen, Probanden für Medikamente und Impfstoffe zu finden, schrieb Trump auf Twitter. Dies könne ihn seinen Erfolg bei der Präsidentschaftswahl am 3. November kosten. Die FDA wollte sich dazu nicht äußern. Ein hochrangiger Mitarbeiter der Behörde hatte vor kurzem mit seinem Rücktritt gedroht, falls die US-Regierung einen Corona-Impfstoff ohne ausreichende vorherige Tests zulassen sollte.

22.8.2020, 18:20 Uhr – Steigende Infektionszahlen in Italien

In Italien steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben sich innerhalb von 24 Stunden erstmals seit den Lockerungen Mitte Mai wieder mehr als 1.000 Menschen angesteckt. Experten machen dafür vermehrte soziale Kontakte verantwortlich, die mit Urlaub und Nachtleben zusammenhängen.

22.8.2020, 18:04 Uhr – Scheele: Kurzarbeitergeld und Weiterbildung verknüpfen

Die Bundesagentur für Arbeit fordert, das Kurzarbeitergeld künftig stärker an Weiterbildungsmaßnahmen zu binden. Dies sei besonders wichtig für Branchen wie die Autoindustrie, die mitten in einem Umbauprozess steckten, sagte der Chef der Bundesanstalt, Detlef Scheele, der Rheinischen Post. Solange das Kurzarbeitergeld gezahlt werde, sollten die Firmen Zukunftskonzepte für den Erhalt der Arbeitsplätze entwickeln und die Mitarbeiter qualifizieren. Scheele begrüßte, dass die Große Koalition die Bezugszeit des Kurzarbeitergeldes auf 24 Monate verlängern wolle - man werde nicht am Jahresende mit der Corona-Krise und deren Auswirkungen am Arbeitsmarkt durch sein.

22.8.2020, 16:55 Uhr – Johns-Hopkins-Universität: Weltweit 23 Millionen Corona-Infektionen

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind laut der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität bereits 800.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Erkrankt seien insgesamt 23 Millionen Menschen und die Pandemie breite sich in einigen Ländern weiter rasch aus. Weltweit entfielen die meisten Infektionen und Todesfälle auf die USA, gefolgt von Brasilien und Mexiko. Relativ zur Einwohnerzahl sei die Zahl der Toten jedoch in einigen europäischen Ländern wie Großbritannien und Spanien höher als in den USA.

22.8.2020, 15:46 Uhr – Digitales Register für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Die Bundesregierung plant eine digitale Registrierung für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten. Bisher müssen die Urlauber unter anderem Name, Adresse, Telefonnummer und Reiseroute handschriftlich in Formulare eintragen. Künftig sollen sie das bereits vorher über eine spezielle Internetseite machen können. Das hat das Bundesinnenministerium bestätigt. Gleichzeitig steigen die Corona-Infektionszahlen weiter an. Das Robert-Koch-Institut meldete heute erstmals seit April mehr als 2.000 Neuansteckungen.

22.8.2020, 15:31 Uhr – Altmaier will Verlängerung von Corona-Hilfen für den Mittelstand

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will das Corona-Überbrückungsgeld für Mittelständler nach einem Medienbericht bis Dezember verlängern. Ursprünglich sollten die Hilfen nur bis Ende des Monats gezahlt werden. Gerade der Mittelstand und seine Beschäftigten bräuchten aber weiter dringend Hilfe, um die schwierige Zeit zu überstehen, heißt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem Wirtschaftsministerium. Außerdem sei noch relativ viel Geld da. Bisher seien Zuschüsse von lediglich gut 700 Millionen Euro beantragt worden. Insgesamt hat der Bund 25 Milliarden Euro dafür eingeplant. Mit dem Geld will er vor allem kleinere Firmen aus Branchen wie etwa der Reisewirtschaft und dem Hotel- und Gaststättengewerbe oder auch Schausteller unterstützen.

22.8.2020, 14:49 Uhr – Wissenschaftler untersuchen Ansteckungsrisiko bei Test-Konzert mit Tim Bendzko

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Halle versuchen herauszufinden, unter welchen Bedingungen kulturelle und sportliche Großveranstaltungen trotz des Coronavirus wieder stattfinden können. Dazu haben sie in Leipzig ein Experiment mit Freiwilligen bei einem Popkonzert gestartet. Dabei spielt der Sänger Tim Bendzko im Laufe des Tages drei Konzerte in der Arena Leipzig – und zwar jeweils unter verschiedenen Bedingungen. Gut 2.000 freiwillige Besucher haben sich dafür angemeldet. Sie müssen Schutzmasken tragen und werden von Sensoren und anderen technischen Hilfsmitteln in ihren Bewegungen und Kontakten überwacht. Von dem Experiment erhoffen sich die Wissenschaftler ein mathematisches Modell, mit dem das Risiko eines Corona-Ausbruchs nach einer Großveranstaltung in einer Halle bewertet werden kann. Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.

22.8.2020, 14:46 Uhr – RKI-Studie: Besonders viele Corona-Ausbrüche in privaten Haushalten

In privaten Haushalten gibt es offenbar die meisten Coronavirus-Ausbrüche. Das zeigt eine Studie des Robert-Koch-Instituts. Darin steht, dass sich im Privaten zwar besonders häufig Menschen mit dem Virus infizierten, im Schnitt gebe es aber nur etwa drei Infektionen pro Ausbruch. Besonders hoch ist das Ansteckungsrisiko der Studie zufolge in Flüchtlingsheimen. Dort stecken sich im Schnitt 21 Menschen mit dem Virus an – so viele wie nirgends sonst. Allerdings gebe es dort insgesamt deutlich weniger Ausbrüche.

22.8.2020, 13:31 Uhr – Frankreich verschiebt Vorstellung von Hilfspaket

Die französische Regierung verschiebt die Vorstellung ihres 100 Milliarden Euro schweren Hilfspakets zur Bewältigung der Corona-Krise um rund eine Woche. „Das Konjunkturprogramm ist fertig“, werde aber nicht wie ursprünglich geplant am Dienstag, sondern in der ersten Septemberwoche vorgelegt, teilt ein Sprecher mit. Grund sei, dass sich die Regierung zunächst auf die Schutzmaßnahmen und Vorbereitungen zur Wiedereröffnung der Schulen am 1. September konzentrieren wolle.

22.8.2020, 12:09 Uhr – Städtetag: Mehr Tests nach Bahn- und Busreisen

Der Deutsche Städtetag fordert mehr Corona-Tests für Reiserückkehrer, die Busse und Bahnen nutzen. Geschäftsführer Helmut Dedy sagte, man konzentriere sich stark auf Flughäfen, es gebe aber auch Auslandsverkehre mit Bussen, Bahnen und Autos. Da sehe er noch Lücken. Dedy fordert, dass das Testangebot für Rückkehrer aus Risikogebieten an Bahnhöfen und Busbahnhöfen verstärkt wird. Außerdem müsse der Datenaustausch zwischen Fluggesellschaften und Gesundheitsämtern verbessert werden. Dass Aussteigekarten in Papierform ausgegeben und danach einem Gesundheitsamt zugeordnet werden müssen, bezeichnete Dedy als vorsintflutlich. Derweil plant die Bundesregierung offenbar, es Reiserückkehrern aus Risikogebieten zu ermöglichen, sich digital zu registrieren, berichtet das Magazin Business Insider.

22.8.2020, 9:46 Uhr – Corona-Krise kostet Tourismus in Baden-Württemberg Milliarden

Die Einbußen durch die Corona-Krise in der Tourismusbranche in Baden-Württemberg gehen einer Studie zufolge schon jetzt in die Milliarden – und die Erholung wird selbst im besten Fall noch lange dauern. Für die Monate März bis Mai, in denen es die bisher schärfsten Beschränkungen gab, summiere sich der Umsatzverlust für die Branche in Baden-Württemberg auf etwa 5,5 Milliarden Euro, wie Experten des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) im Auftrag des Justiz- und Tourismusministeriums berechnet haben.

22.8.2020, 7:53 Uhr – Wieder 2.000 Neuinfizierte in Deutschland an einem Tag

In Deutschland sind zum ersten Mal seit Mitte April wieder mehr als 2.000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages bestätigt worden. Das meldet das Robert-Koch-Institut (RKI). Gestern waren es noch rund 600 neue Fälle weniger. Direkte Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen lässt der Anstieg nicht zu, da deutlich mehr getestet wird. Allerdings seien die steigenden Zahlen auch nicht nur damit zu erklären, hatte das RKI vor einigen Tagen mitgeteilt.

22.8.2020, 2:03 Uhr – WHO: Pandemie könnte weniger als zwei Jahre dauern

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die Coronavirus-Pandemie in weniger als zwei Jahren beendet sein könnte. Dann würde sie kürzer dauern als die Spanische Grippe 1918. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, das Coronavirus könne sich zwar besser in der Welt verbreiten als das Grippe-Virus damals. Man sei aber technisch und wissenschaftlich weiter. Voraussetzung für rasche Erfolge sei, dass sich die Weltgemeinschaft zusammenschließt und es gelingt, einen Impfstoff zu finden.

21.8.2020, 20:14 Uhr – Auswärtiges Amt: Reisewarnung für Brüssel

Das Auswärtige Amt in Berlin hat die Reisewarnung für Belgien ausgeweitet. Die Hauptstadt Brüssel wird jetzt als Risikogebiet eingestuft. Von Urlaubsreisen dorthin wird abgeraten. Zuletzt hat die Bundesregierung bereits vor touristischen Reisen in die belgische Provinz Antwerpen gewarnt.

21.8.2020, 19:40 Uhr – Söder will einheitliche Regeln bei Maskenpflicht und Bußgeldern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert bundesweit einheitliche Regeln zum Masken-Tragen und den damit verbundenen Bußgeldern. Es gebe viele Menschen, die die Lage nicht ernst nähmen, hat der CSU-Chef dem Deutschlandfunk gesagt. Außerdem ist er dagegen, dass andere Bundesländer die Regeln lockern wollen. Söder hat sich dabei gegen Konzerte und Fußballspiele mit Tausenden Menschen ausgesprochen.

21.82020, 19:22 Uhr – Spanien und Frankreich melden Anstieg bei Neuinfektionen

Spanien meldet wieder rasant steigende Zahlen bestätigter Corona-Neuinfektionen. Innerhalb eines Tages seien es 3.650 neue Fälle gewesen, teilte das spanische Gesundheitsministerium am Abend mit. So hoch waren die Zahlen zuletzt Anfang Mai. Der Chef der spanischen Gesundheits-Notfallbehörde sagte, man dürfe sich nichts vormachen. Es laufe nicht gut. Auch Frankreich meldet seit Tagen wieder vergleichsweise hohe Zahlen. Am Abend hat das Gesundheitsministerium in Paris fast 4.600 Neuansteckungen bekannt gegeben.

21.8.2020, 17:47 Uhr – Offenbach verschärft Kontaktbeschränkungen

Im hessischen Offenbach gibt es ab dem Wochenende wieder strengere Kontaktbeschränkungen. Im öffentlichen Raum dürfen sich dann nur noch maximal fünf Personen oder die Angehörigen von zwei Haushalten treffen, erklärte Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD). Restaurants und Bars müssen um Mitternacht schließen. Es soll auch verstärkte Kontrollen der Polizei geben, ob eine angeordnete Quarantäne eingehalten wird. Die neuen Regeln gelten zunächst bis zum 3. September. Innerhalb der letzten sieben Tage hatte es mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gegeben. Offenbach ist im Moment die einzige Stadt in Deutschland, die über dem Grenzwert liegt.

21.8.2020, 17:36 Uhr – Viele Lufthansa-Kunden warten noch auf Erstattung

Etwa 1,4 Millionen Kunden des Lufthansa-Konzerns warten noch auf ihre Erstattungen für stornierte Flüge. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben bis Ende des Monats den Rückstand abgearbeitet haben. Im laufenden Jahr seien die meisten Kunden schon entschädigt worden, sagt die Lufthansa – mit bisher insgesamt 2,3 Milliarden Euro. Nach EU-Recht sind Fluggesellschaften bei von ihnen veranlassten Stornierungen verpflichtet, den Ticketpreis innerhalb von sieben Tagen zurückzuzahlen. Nach dem Zusammenbruch des Luftverkehrs im März hatte sich die Lufthansa nicht daran gehalten und versucht, die Kunden mit Gutscheinen zu befriedigen.

21.8.2020, 17:31 Uhr – Bußgelder für 50 Mainzer Polizisten

In Mainz erwartet rund 50 Polizisten ein Bußgeld, weil sie in einer Kneipe gegen Corona-Regeln verstoßen haben sollen. Manche der Strafen liege deutlich im dreistelligen Bereich, hat die Stadt mitgeteilt. Die Beamten haben vor rund drei Monaten länger gefeiert als erlaubt und zum Beispiel keinen Mund-Nasen-Schutz getragen.

21.8.2020, 15:52 Uhr – Bundesregierung: Keine Engpässe bei Corona-Tests

Nach Ansicht der Bundesregierung gibt es bei den Corona-Tests keine Engpässe. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, es stünden bis zu 1,2 Millionen wöchentlich zu Verfügung - gebraucht würden aber derzeit nur maximal 875.000. Der Sprecher räumte allerdings ein, dass in einzelnen Testzentren Kapazitätsgrenzen erreicht worden sein könnten. Der Grund: Einige Materialien seien nur begrenzt haltbar. Probleme bei der Auswertung könnte es auch vereinzelt in Laboren geben. Das Robert Koch-Institut hat von einem Rückstau von mehr als 17.000 Corona-Proben berichtet, die abgearbeitet werden müssten.

21.8.2020, 13:47 Uhr – BW-Wirtschaftsministerin will Veranstaltern helfen

Die Veranstaltungswirtschaft brauche mehr Unterstützung, schreibt Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Die Unternehmen der Messe- und Veranstaltungswirtschaft hätten aufgrund der Corona-Beschränkungen nach wie vor zu niedrige Umsätze. Von den Corona-Förderprogrammen des Bundes würden sie bislang nicht im gewünschten Ausmaß profitieren. Das Problem: Die Bundeszuschüsse sind für Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern gedacht. Gerade in der Messe- und Veranstaltungswirtschaft seien aber auch größere Unternehmen in akuten Schwierigkeiten. Auch sie sie sollten daher Hilfen erhalten, schlägt Hoffmeister-Kraut vor. Außerdem wirbt sie dafür, die Corona-Überbrückungshilfen für alle Unternehmen über den August hinaus zu verlängern.

21.8.2020, 13:16 Uhr – Kritik an Schulstart: Schüler sitzen eng zusammen

Seit Beginn des neuen Schuljahres sind an mehreren Schulen in Rheinland-Pfalz Corona-Fälle gemeldet worden. Schulen in Trier, Koblenz, Montabaur, den Kreisen Alzey-Worms und Mainz-Bingen sind betroffen. Viele Klassen sind schon nach Hause geschickt worden. Interessenverbände fordern nun, man müsse dringend dafür sorgen, dass der Mindestabstand an Schulen eingehalten werden kann – und kritisieren, dass die Schulen nicht ausreichend ausgestattet seien. Auch Schulbusse sind vielerorts überfüllt. Man habe befürchtet, dass es so kommt, so Klaus-Peter Hammer, der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Rheinland-Pfalz dem SWR. „Wir hätten uns einen möglichst normalen Schulbetrieb gewünscht.“

21.8.2020, 12:21 Uhr – Zahl der Corona-Tests in Deutschland steigt auf 825.000 pro Woche

Bundesgesundheitsministerium ist die Zahl der Corona-Tests zuletzt deutlich gestiegen auf 825.000 pro Woche. Die Kapazität liege bei 1,2 Millionen pro Woche und sei entsprechend noch nicht ausgeschöpft, sagt ein Sprecher des Ministeriums in Berlin.

21.8.2020, 11:10 Uhr – Forscher in Singapur entdecken Corona-Variante mit angeblich milderen Verläufen

Forscher in Singapur haben eine neue Variante des Coronavirus entdeckt, die nach ihren Angaben mildere Krankheitsverläufe auslöst. Die im Medizin-Journal The Lancet veröffentlichte Studie zeige zum ersten Mal, dass eine Gen-Mutation die Schwere der Erkrankungen beeinflusse, erklärten die Wissenschaftler. Das habe Auswirkungen auf die Entwicklung eines Impfstoffs und die Behandlung von Covid-19. Bereits zuvor hatten Forscher erklärt, dass eine Virus-Mutation im Kampf gegen die Pandemie von Vorteil sein könnte. Erreger würden durch die Veränderungen mitunter zwar ansteckender, aber weniger tödlich.

21.8.2020, 10:00 Uhr – Corona-Regeln missachtet: Irlands Landwirtschaftsminister tritt zurück

Der irische Landwirtschaftsminister Dara Calleary tritt mehreren Medienberichten zufolge zurück, weil er Corona-Regeln missachtet haben soll. Er habe in dieser Woche an einer Veranstaltung teilgenommen mit mehr als 80 Personen, bei der die kürzlich von der irischen Regierung verschärften Abstandsregeln nicht eingehalten worden seien, berichten übereinstimmend verschiedene Medien. Calleary entschuldigte sich am Donnerstagabend bereits für die Teilnahme an der Veranstaltung.

21.8.2020, 8:50 Uhr – Zuwachs an Corona-Neuinfektionen in Deutschland am Donnerstag geringer

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist am Donnerstag etwas langsamer gestiegen als an den Tagen davor: Binnen 24 Stunden wuchs die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 1.427 auf 230.048. Am Mittwoch waren noch 1.707 Neuinfektionen gemeldet worden. An den Folgen des Virus starben sieben weitere Personen in Deutschland, die Gesamtzahl der Todesfälle steigt demnach auf 9.260.

21.8.2020, 6:30 Uhr – Polizei warnt vor Blanko-Attesten gegen Masken-Pflicht

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass ein selbstausgefülltes Attest aus dem Internet nicht von der Pflicht befreit, an Bahnhöfen und in Bussen und Bahnen eine Maske zu tragen. Immer wieder legten Menschen bei Verstößen Online-Atteste vor, die sie angeblich von der Pflicht befreiten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, teilte die Bundespolizeiinspektion Münster am Donnerstag mit.

Ein Arzt habe das Blanko-Attest auf seiner Homepage angeboten, Nutzer hätten ihm zufolge nur ihren Namen und ihre Adresse eintragen müssen. Dem widerspricht die Polizei: Mit dem Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse mache man sich strafbar. Dazu komme eine Anzeige, da Mund und Nase nicht bedeckt seien.

21.8.2020, 4:50 Uhr – Gaststättenverband plädiert für Rückkehr der Heizpilze

Wegen der zu erwartenden Umsatzeinbrüche in der Gastronomie im Herbst und Winter aufgrund der Corona-Abstandsregeln plädiert der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) für eine Rückkehr der Heizpilze, damit mehr Gäste in den Außenbereichen bedient werden können. Jene Kommunen, die derzeit ein Verbot von Heizpilzen haben, sollten es aussetzen, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges dem Tagesspiegel in einem am Freitag veröffentlichten Interview.

21.8.2020, 3:29 Uhr – Russland schickt Mexiko 2.000 Dosen „Sputnik“

Mexiko erhält nach Angaben aus Regierungskreisen mindestens 2000 Dosen des russischen Covid-19-Impfstoff-Kandidaten mit dem Namen „Sputnik“. Das Mittel solle in der mexikanischen Bevölkerung getestet werden, heißt es. In Russland sollen mehr als 40.000 Menschen den in der Erprobung steckenden Impfstoff verabreicht bekommen.

21.8.2020, 1:45 Uhr – Sechs von zehn Deutschen wollen Feiern beschränken

Vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen ist eine Mehrheit der Deutschen dafür, die Zahl der Gäste bei privaten Feiern wieder stärker zu beschränken. 60 Prozent der Befragten haben das in einer Umfrage für den Deutschlandtrend im ARD-Morgenmagazin gesagt. Wegen der steigenden Zahlen wächst auch die Sorge vor einer Ansteckung. 34 Prozent machen sich demnach große oder sehr große Sorgen, dass sie sich selbst oder Familienmitglieder mit dem Virus infizieren. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als Anfang des Monats.

20.8.2020, 22:15 Uhr – Starker Anstieg der Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich haben sich innerhalb eines Tages mehr als 4.700 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt - das ist die höchste Zahl an Neuinfektionen seit Mai. Bisher sind dort mehr als 30.000 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Damit zählt Frankreich zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Ländern in Europa.

20.8.2020, 17:42 – Nothilfen für Studenten werden verlängert

Studenten können auch für den September eine finanzielle Nothilfe vom Bund beantragen. Ursprünglich war die Unterstützung nur für die Monate Juni bis August geplant. Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat gesagt, ihr sei es wichtig, dass sich die Studenten in pandemiebedingten Notlagen auf ihre Prüfungen konzentrieren können. Im Durchschnitt sind bislang rund 430 Euro im Monat als Nothilfe ausgezahlt worden.

20.8.2020, 17:35 – Knapp jeder Dritte in Neu-Dehli hatte Corona

Knapp jeder dritte Mensch in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi hat laut einer Studie Corona-Antikörper im Blut. Demnach hätten schon rund sechs Millionen Menschen eine Corona-Infektion durchgemacht. Das sind 37 Mal mehr als offiziell registriert. Das Ergebnis könnte ein Hinweis für eine mögliche Herdenimmunität sein, haben Regierungsmitarbeiter gesagt. Forscher wollen deshalb noch mehr Antikörper-Tests machen.

20.8.2020, 17:31 – Corona-Tests werden in BW stellenweise knapp

Die Tests auf das Coronavirus werden in Baden-Württemberg derzeit offenbar stark nachgefragt: „Wir stoßen an unsere Grenzen“, sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KV), Kai Sonntag. Das Sozialministerium bestätigte den Trend. So meldeten Labore, dass die Kapazitäten stellenweise knapp würden. Zuvor hatten Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung darüber berichtet. Tausende Reiserückkehrer, aber auch Lehrer und Erzieher können sich gratis testen lassen, während in den ersten Monaten der Pandemie nur Menschen mit Symptomen getestet wurden. Noch vergangene Woche lag die Zahl der wöchentlichen Corona-Tests laut Sozialministerium bei rund 78.000. Insgesamt gebe es derzeit eine Kapazität von rund 150.000 Tests pro Woche.

20.8.2020, 17:08 – Dreyer: Bis 15. September keine Lockerungen in RP

In Rheinland-Pfalz wird es bis zum 15. September keine Lockerungen der Corona-Beschränkungen geben. Das sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Angesichts der steigenden Fallzahlen sei jetzt nicht die Zeit, über weitere Lockerungen zu sprechen. Die rechtliche Grundlage dafür, die Corona-Bekämpfungsverordnung, wird bis zu dem Datum verlängert. Gleichzeitig sprach sich die Ministerpräsidentin dafür aus, die Bußgelder bei Verstößen gegen die Maskenpflicht zu erhöhen. In der Frage sei sie für deutschlandweite Bußgeldbeträge. Wenn es aber keine bundesweite Einigung gebe, werde Rheinland-Pfalz das Bußgeld erhöhen – von bisher zehn auf künftig 50 Euro.

20.8.2020, 15:54 – BW-Gerichten steht Klagewelle bevor

In Baden-Württemberg beschäftigt die Coronavirus-Pandemie auch die Justiz: So gab es bis Mitte August rund 300 Ermittlungsverfahren wegen Betrugs im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen. Beispielsweise machen manche Antragssteller falsche Angaben, um an die Auszahlung der Soforthilfen von bis zu 30.000 Euro zu kommen. Andere stellen den Antrag im Namen eines tatsächlich existierenden Unternehmens – mit anderer Kontonummer, um so die Zahlungen umzuleiten. Zudem rechnen die Gerichte mit einer Klage-Welle gegen die Corona-Verordnung des Landes. Darüberhinaus gibt es Rechtsstreitigkeiten, wenn Versicherungen nicht zahlen wollen. Beispielsweise klagen Gastronomen und Hoteliers, denn beim Versicherungsabschluss hatte niemand an mögliche Betriebsschließungen wegen eines Virus gedacht.

20.8.2020, 14:03 – EU sichert sich Impfstoff von Curevac

Die EU sichert sich weiter den Zugriff auf mögliche Impfstoffe gegen Erkrankungen durch das Corona-Virus. Mit dem Tübinger Pharmaunternehmen Curevac hat die Kommission jetzt einen Vorvertrag geschlossen – über die Lieferung von 225 Millionen Dosen und eine Option auf 180 Millionen weitere. Die EU ist auch in Gesprächen mit anderen potenziellen Impfstoff-Herstellern. Mit dem schwedisch-britischen AstraZeneca-Konzern wurde bereits ein Vertrag geschlossen. Die Impfstoff-Dosen sind für die EU-Staaten vorgesehen, können aber auch an andere Länder gespendet werden.

20.8.2020, 14:03 – Reisewarnung für Kroatische Küstengebiete

Weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen immer weiter steigt, hat das Auswärtige Amt in Berlin jetzt auch eine Reisewarnung für zwei Küstenabschnitte von Kroatien erlassen. Zuvor hatte schon das Robert-Koch-Institut (RKI) die beiden südlichen Verwaltungsbezirke Šibenik-Knin sowie Split-Dalmatien als Risikogebiet eingestuft.

Die Einstufung als Risikogebiet und die Reisewarnung bedeuten, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

20.8.2020, 12:32 Uhr – Luxemburg kein Corona-Risikogebiet mehr

Luxemburg und einige Gebiete in Rumänien wurden von der RKI-Liste der Risikogebiete gestrichen. Das steht auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts. In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf den höchsten Wert seit Ende April gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldet 1.707 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden.

20.8.2020, 11:28 Uhr – Deutsche Wirtschaft erholt sich

In der deutschen Wirtschaft gibt es trotz Corona-Krise Anzeichen für eine Erholung. Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern lagen im Juli nur noch um 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das geht aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor. Im Juni hatte es noch ein Minus von rund 18 Prozent bei den Steuereinnahmen gemeldet. Grund für die besseren Zahlen sei unter anderem, dass viele im Frühjahr gestundete Steuerzahlungen inzwischen fällig geworden seien. Grundsätzlich belaste die Corona-Krise das Steueraufkommen aber weiterhin, heißt es in dem Bericht weiter. Die Lohnsteuer beispielsweise sei wegen der Kurzarbeit erheblich zurückgegangen.

20.8.2020, 11:13 Uhr – Brasilien: Maskenplficht verschärft

In Brasilien hat der Kongress das Veto von Präsident Jair Bolsonaro gegen Teile der allgemeinen Maskenpflicht gekippt. Nach einem Medienbericht müssen die Brasilianer auch in Geschäften, Kirchen und Schulen einen Mund-Nasen-Schutz tragen – außerdem auf der Straße und im öffentlichen Verkehr. Bolsonaro hält das Tragen von Masken für nutzlos und Covid-19 für „eine kleine Grippe“. Der Kongress in Sao Paulo hat außerdem Hilfen, Gesundheitsvorsorge und Aufklärung für indigene Gemeinden beschlossen, die besonders unter der Corona-Krise leiden. Brasilien ist nach den USA das am stärksten von der Pandemie betroffene Land.

20.8.2020, 10:21 Uhr – Griechenland-Tourismus völlig eingebrochen

Tie Tourismusbranche in Griechenland leidet extrem unter dem Coronavirus und den monatelangen Reisebeschränkungen. Die Einnahmen der Branche sanken im Juni auf Jahressicht um 99,7 Prozent – von 2,56 Milliarden Euro auf 64 Millionen Euro, teilte die Notenbank mit. Vor Kurzem hatte Tui allerdings mitgeteilt, dass nach dem Ende vieler Einschränkungen vor allem das Griechenland-Geschäft inzwischen wieder anziehe.

20.8.2020, 9:11 Uhr – Wirbel um Corona-Ambulanz nahe Senioren-Wohnungen

In Asbach im Kreis Neuwied gibt es Kritik am Standort der neuen Corona-Ambulanz in der Hospitalstraße, denn in dem Gebäude befinden sich auch Wohnungen für Senioren. Die Bewohner und deren Angehörige sind nach eigenen Angaben beunruhigt, da gerade alte Menschen ohnehin zur Risikogruppe gehören. Verbandsbürgermeister Michael Christ (CDU) sagt hingegen, die Bewohner seien sicher. Es gebe keinerlei Kontakt mit den Patienten der Corona-Ambulanz. Die Patienten sollten zudem schon beim Verlassen des Autos Mund-Nasenschutz tragen. Bis vor kurzem war die Corona-Ambulanz noch in einer Kita in Asbach untergebracht. Die wird aber nun wieder zur Betreuung der Kinder benötigt.

20.8.2020, 7:45 Uhr – Alle Kreise rund um Mainz melden Fälle an Schulen

Mittlerweile haben alle Landkreise rund um Mainz Corona-Fälle in Kitas und Schulen gemeldet. Die meisten Fälle bestätigte der Kreis Alzey-Worms. Dort sind zwei Kindergärten und eine Schule betroffen. Außerdem ist eine Kita in Niederkirchen in der Vorderpfalz vorübergehend geschlossen, weil eine Mitarbeiterin an Covid-19 erkrankt ist. Mehr als 80 Kinder und 20 Mitarbeiter sollen im Laufe des Tages getestet werden. Mit ersten Ergebnissen wird am Abend gerechnet. Auch an Schulen in Trier und Montabaur (Westerwaldkreis) sind seit Beginn des neuen Schuljahres am Montag Corona-Fälle aufgetreten.

20.8.2020, 7:24 Uhr – Höchster Wert von Neuinfektionen in Deutschland seit April

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 1.707 auf 228.621 gestiegen. An den Folgen des Virus sind in den vergangenen 24 Stunden zehn weitere Personen gestorben, die Gesamtzahl der Todesfälle steigt demnach auf 9.253. Der starke Anstieg sei unter anderem auf viele junge Partytouristen und auf Rückkehrer vom Balkan zurückzuführen, teilte das Robert-Koch-Institut mit.

20.8.2020, 6:08 Uhr – Auch im neuen Schuljahr keine Präsenzpflicht in BW

Schüler, die in Baden-Württemberg wegen der Corona-Pandemie nicht in die Schule gehen wollen, dürfen auch im neuen Schuljahr ausschließlich zu Hause lernen. „Wir hatten zuletzt keine Präsenzpflicht für die Schülerinnen und Schüler. Stand heute haben wir das auch nicht für das kommende Schuljahr vorgesehen“, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) der Rhein-Neckar-Zeitung. „Die Schulpflicht gilt aber.“ Wer nicht am Präsenzunterricht teilnehmen könne, der müsse zuhause den Unterrichtsstoff lernen und Aufgaben erledigen. Bei Lehrerinnen und Lehrern, die sich vom Präsenzunterricht befreien lassen wollen, gilt nach wie vor eine Attestpflicht.

20.8.2020, 1:25 Uhr – Mexiko will Russland bei seinem Impfstoff unterstützen

Die mexikanische Regierung will die dritte und entscheidende Testphase des russischen Impfstoffkandidaten „Sputnik V“ mit Tausenden Freiwilligen unterstützen. Außenminister Marcelo Ebrard schrieb auf Twitter, er wolle großangelegte Studien am Menschen unterstützen, „um den Impfstoff so bald wie möglich in Mexiko zu haben“. Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador will den Impfstoff freiwillig als Erster testen, wenn er sich als wirksam erweisen würde.

20.8.2020, 0:23 Uhr – Großbritannien will Kroatien zum Risikogebiet erklären

Die britische Regierung wird einem Zeitungsbericht zufolge Kroatien noch im Laufe des Tages auf die Liste der Corona-Risikogebiete setzen. Wefgen der stark steigenden Zahlen von infizierten Urlaubern müssten sich die britischen Reiserückkehrer in eine 14-tägigen Quarantäne begeben, berichtet The Telegraph.

19.8.2020, 21:47 Uhr – Corona-Warn-App: Regierung ging von 25 Millionen Nutzern aus

Die Bundesregierung ist bei der Entwicklung der Corona-Warn-App einem Medienbericht zufolge davon ausgegangen, dass weniger als ein Drittel der Bevölkerung die Smartphone-Anwendung nutzen wird. Das Handelsblatt schreibt, man sei von 25 Millionen Nutzern ausgegangen. Die App sei außerdem darauf ausgelegt, dass sich maximal 10.000 Nutzer täglich als infiziert meldeten. Bei der Dimensionierung der App seien die Infektionszahlen aus dem Frühjahr zu Grunde gelegt worden, habe das Gesundheitsministerium auf Nachfrage erklärt. Die App ist seit ihrem Start Mitte Juni von mehr als 17 Millionen Bürgern heruntergeladen worden.

19.8.2020, 17:49 Uhr – Fastnachter in Mainz gegen Absage der Karnevalssaison

Der Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), den Karneval in der kommenden Saison komplett ausfallen zu lassen, stößt auch in Mainz auf Kritik. Der Präsident des Gonsenheimer Carneval Vereins, Krawietz, sagte dem SWR, man müsse zwischen Straßenkarneval und Sitzungen im Saal unterscheiden. Die Vereine entwickelten derzeit neue Formate, um Fastnacht ohne Gefahr für die Gesundheit feiern zu können. Diese Ideen müsse man vor einem generellen Verbot erst begutachten.

19.8.2020, 17:16 Uhr – Neuinfektionen in Kroatien so hoch wie noch nie innerhalb von 24 Stunden

Das Urlaubsland Kroatien hat so viele Corona-Neuinfektionen registriert wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie. 219 Infektionen seien in den vergangenen 24 Stunden erfasst worden, teilte der nationale Krisenstab am Mittwoch in Zagreb mit. Der bisherige Höchstwert wurde in dem EU-Land an der Adria demnach am 14. August registriert und lag bei 208 Neuinfektionen. Kroatien hat rund 4,19 Millionen Einwohner und derzeit 1520 registrierte aktive Fälle.

19.8.2020, 15:37 Uhr – Lufthansa und Piloten einigen sich auf Krisenpaket

Die Lufthansa hat sich mit der Pilotengewerkschaft Cockpit auf erste Kostensenkungen in der Corona-Krise geeinigt. Die Fluglinie verzichtet bis Ende März 2021 auf Entlassungen. Als Gegenleistung akzeptieren die Piloten, dass die Lufthansa ihre Zuschüsse zu den Betriebsrenten kürzt und das Kurzarbeitergeld weniger stark aufstockt. Außerdem verschiebt sie eine bereits vereinbarte Lohnerhöhung für die Piloten. Für die Flugbegleiter wurde bereits Ende Juni eine Krisenvereinbarung ausgehandelt. Langfristig will die Lufthansa wegen des Geschäftseinbruchs in der Pandemie ihre Personalkosten noch weiter senken. Denn sie wird nach Angaben von Konzernchef Spohr ihre Flotte um mindestens 100 Maschinen verkleinern.

19.8.2020, 14:10 Uhr – Nach Schulbeginn erste Corona-Fälle in RP

In Rheinland-Pfalz gibt es nach dem Schulbeginn am Montag einige Corona-Fälle an Schulen. Betroffen sind unter anderem Schulen in Trier, Montabaur und Worms.

19.8.2020, 12:11 Uhr – Reisen im Flugzeug wohl nicht sehr gefährlich

Eine Studie von Frankfurter Virologen hat ergeben, dass das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus im Flieger wahrscheinlich gering ist. Die Forscher der Uniklinik Frankfurt am Main hatten für die Studie alle Passagiere eines Flugs kontaktiert, in dem eine Gruppe infizierter Touristen saß. Das Ergebnis: Die mindestens sieben vorab Infizierten steckten nur zwei weitere Passagiere nachweisbar an.

19.8.2020, 11:48 Uhr – Finnland führt wieder Reisebeschränkungen für Deutsche ein

Finnland hat den Status von Deutschland als sicheres Reiseziel in der Corona-Krise kassiert. Auch andere Staaten haben ihren Status eingebüßt. Ab 24. August sollen Reisen in die Bundesrepublik oder Norwegen, Dänemark und Japan auf ein notwendiges Minimum beschränkt werden. Wer aus diesen Ländern nach Finnland zurückkehrt, muss sich zwei Wochen in Quarantäne begeben, sagte Innenministerin Maria Ohisalo. Deutschland war über Monate als sicheres Reiseziel eingestuft worden. Finnland hat bereits für die meisten Länder weltweit Beschränkungen eingeführt.

19.8.2020, 11:23 Uhr – Erster Fall eines Covid-19-kranken Besuchers im Europa Park

Der Europa Park in Rust hat den ersten Fall eines Corona-infizierten Besuchers gemeldet. Eine erkrankte und wahrscheinlich ansteckende Person hat sich laut dem Gesundheitsamt des Ortenaukreises am 10. August dort aufgehalten. Von 9:30 bis 16:00 Uhr sei die an Covid-19 erkrankte Person zusammen mit tausenden anderen Besuchern im Freizeitpark gewesen. Alle Besucher, die an diesem Tag im Park waren, wurden vom Europa Park per E-Mail über den Fall informiert und wurden aufgefordert, ihren Gesundheitszustand in den kommenden Tagen genau zu beobachten. Von einem erhöhten Ansteckungsrisiko geht die Leiterin des Ortenauer Gesundheitsamtes Evelyn Bressau aber nur für die Besucher aus, die als Gruppe gemeinsam mit der infizierten Person in den Park unterwegs waren. Der Europa Park setze ein mit den Behörden abgestimmtes Infektionsschutzkonzept um. Auch im Restaurant „Bamboe Baai“ im Themenbereich Holland, in dem der oder die Kranke gesessen hat, sehen die Behörden daher keine erhöhte Ansteckungsgefahr.

19.8.2020, 9:56 Uhr – Städtetags-Präsident wirbt für Fahrten mit Bussen und Bahn

Der Präsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister von Leipzig, Burkhard Jung (SPD), wirbt dafür, trotz Corona-Pandemie wieder verstärkt Busse und Bahnen zu nutzen. „Es gibt bis jetzt überhaupt keinen Beleg dafür, dass man sich in Bussen und Bahnen eher ansteckt als anderswo. Die Hotspots sind in dem privaten Bereich. Es sind die privaten Feiern, die uns viel mehr Sorgen machen“, sagt Jung dem SWR.

19.8.2020, 7:11 Uhr – BDK-Präsident Fess: Absage des Karnevals „nicht akzeptabel“

Der Präsident des Bundes Deutscher Karneval (BDK), Klaus-Ludwig Fess, hat kritisch auf Äußerungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) reagiert. Spahn hatte wegen der Corona-Pandemie gesagt, er könne sich im kommenden Winter Karneval nicht vorstellen. „Es ist im August viel zu früh, Veranstaltungen abzusagen“, sagt Fess dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Einer Pauschalabsage der Session können wir nicht zustimmen. Ich gehe davon aus, dass der Minister dazu noch ein klares Statement abgeben wird.“

19.8.2020, 6:55 Uhr – 1.510 bestätigte Neuinfektionen in 24 Stunden in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 1510 auf 226.914 gestiegen. An den Folgen des Virus sind in den vergangenen 24 Stunden sieben weitere Menschen gestorben, die Gesamtzahl der Todesfälle steigt demnach auf 9.243.

19.8.2020, 4:45 Uhr – Corona-Forschung fehlen Milliarden

Es fehlt noch jede Menge Geld, um das international solidarische Projekt für Impfstoffe, Medikamente und Tests gegen das Coronavirus und die Krankheit Covid-19 voranzubringen. Das geht aus Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor. „Es gibt erhebliche Finanzierungslücken“, sagte Caroline Schmutte, Leiterin des Deutschlandbüros des Wellcome Trusts, eine der größten Stiftungen der Welt, der Deutschen Presse-Agentur. Sie kritisierte nationale Alleingänge, etwa große Investitionen in heimische Impfstofffirmen oder Verträge mit diesen Firmen, um sich im Falle eines Erfolgs große Mengen des Impfstoffs vor einem weltweiten Verkauf zu sichern.

19.8.2020, 3:11 Uhr – Heil sieht Vier-Tage-Woche als Option

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zeigt sich in der Corona-Pandemie offen gegenüber dem jüngsten Vorschlag der IG Metall zur Einführung einer Vier-Tage-Woche. „Reduzierte Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich kann eine geeignete Maßnahme sein“, sagte Heil den der Funke Mediengruppe. Voraussetzung sei, dass „sich die Sozialpartner darauf verständigen“.

19.8.2020, 2:18 Uhr – PEI hält Impfungen schon Anfang 2021 für möglich

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hält eine Impfung gegen Covid-19 für erste Bevölkerungsgruppen bereits Anfang 2021 für möglich. Vielversprechende Impfstoffe könnten nach Angaben des Instituts zu Jahresbeginn zugelassen sein. Aktuell zeigten die Daten aus Prüfungen der ersten und zweiten Phase, dass einige der derzeit vielversprechenden Impfstoffe eine Immunreaktion gegen das Virus auslösten.

„Wenn die Daten in den Phase III-Prüfungen die Wirksamkeit und Sicherheit von Impfstoffprodukten belegen, könnten erste Impfstoffe zu Jahresbeginn zugelassen sein, womöglich mit Auflagen“, sagte Institutspräsident Klaus Cichutek den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

19.8.2020, 1:28 Uhr – Trump sagt Handelsgespräche mit China ab

US-Präsident Donald Trump hat geplante Handelsgespräche mit China vorerst abgesagt. Mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie sagte Trump bei einem Wahlkampfauftritt: Er wolle jetzt nicht mit China sprechen - nach dem, was das Land den USA und der Welt angetan habe. Bei den ursprünglich für das vergangene Wochenende angesetzten Gesprächen sollte geprüft werden, inwieweit sich beide Seiten an die bisherigen Handelsvereinbarungen halten.

19.8.2020, 0:30 Uhr – Verschärfte Corona-Regeln in Irland und Frankreich

Wegen steigender Infektionszahlen hat die irische Regierung die Corona-Auflagen verschärft. So sollen sich bald nur noch sechs Menschen treffen können. Bei Hochzeiten sollen weiter bis zu 50 Menschen zusammenkommen können. Bei Sportveranstaltungen wurde die maximale Zuschauerzahl von 200 auf 15 gesenkt. Auch in Frankreich werden die Regeln verschärft. Dort müssen Beschäftigte in Unternehmen ab September eine Maske tragen.

18.8.2020, 18:33 Uhr – Söder und Kretschmann fordern, Kroatien soll Risikogebiet werden

Immer mehr Politiker fordern, dass Kroatien zum Corona-Risikogebiet wird. Unter anderem der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Er hat gesagt, er habe kein Verständnis dafür, dass diese Entscheidung in Berlin noch nicht getroffen worden sei.

18.8.2020, 18:18 Uhr – Festkomitee Kölner Karneval gegen mögliche Absage

Das Festkomitee Kölner Karneval wehrt sich dagegen, die komplette Karnevals-Session ausfallen zu lassen. Man müsse nicht das verbieten, was in einem halben Jahr stattfinden soll, hat der Sprecher des Festkomitees Michael Kramp gesagt. Eine pauschale Absage sei wenig zielführend. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich heute dafür ausgesprochen des Karneval diesen Winter komplett ausfallen zu lassen.

18.8.2020, 17:56 Uhr – Anstieg bei Neuinfektionen im Südwesten

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Rheinland-Pfalz seit gestern um 89 gestiegen. Aktuell sind damit im Land 756 Menschen infiziert. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts ist das der höchste Anstieg seit vier Monaten. Auch in Baden-Württemberg steigt die Zahl der Neuinfektionen – um 228 im Vergleich zum Vortag. Jede vierte stammt laut den Gesundheitsbehörden aus dem Ausland und von Urlaubern. Derzeit sind in Baden-Württemberg nach offiziellen Schätzungen 1.545 Menschen mit dem Virus infiziert.

18.08.2020, 17:36 Uhr – Spahn: Kein Karneval wegen Corona

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet nach Informationen der Rheinischen Post damit, dass die kommende Fastnachts- und Karnevalsaison wegen Corona komplett ausfällt. Er habe in einer Telefonschalt-Konferenz des Gesundheitsausschusses des Bundestags gesagt, dass er selbst aus einer Karnevalshochburg komme. Deshalb wisse er, wie wichtig Karneval für viele Millionen Deutsche sei. Aber er könne sich Karneval in diesem Winter, mitten in der Pandemie nicht vorstellen. Mehrere Karnevalsvereine haben die komplette Saison wegen Corona bereits abgesagt.

18.08.2020, 15:54 Uhr – Maskenpflicht in allen französischen Unternehmen

Die französische Regierung will mit einer verschärften Maskenpflicht einen neuen Lockdown verhindern. Ab September müssen die Beschäftigten in allen Unternehmen einen Mund-Nasenschutz tragen. Betroffen sind Büros, Besprechungsräume, Korridore und Umkleideräume. Einzige Ausnahme sind Einzelbüros. Die Kosten für die Masken müssen die Unternehmen tragen. Arbeitsministerin Borne reagierte damit auf die steigende Zahl von Corona-Neuinfektionen. Sie kündigte außerdem an, die Arbeit von zuhause aus zu fördern. Die Pandemie hat in Frankreich bisher nach offiziellen Angaben mehr als 30.000 Todesopfer gefordert.

18.08.2020, 14:14 Uhr – WHO: Kein Impfstoff-Nationalismus!

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Staaten erneut dazu aufgerufen, bei einem möglichen Corona-Impfstoff auf nationalen Egoismus zu verzichten. WHO-Generaldirektor Ghebreyesus sagte, er habe die WHO-Mitglieder schriftlich dazu aufgefordert, sich multilateral zu verhalten. Niemand sei vor dem Virus sicher, bevor nicht alle sicher seien, sagte Ghebreyesus in einer Online-Präsentation. Griechenland und Australien haben heute mitgeteilt, dass sie sich mit dem schwedisch-britischen Pharmakonzern AstraZeneca auf Impfstoff-Lieferungen geeinigt hätten, bzw. auf einen Zugang, um das Mittel selbst herzustellen. An Impfstoffen gearbeitet wird derzeit in den USA, in China und in Europa – auch in Deutschland. Russland hat vergangene Woche als erstes Land einen Impfstoff zugelassen.

18.08.2020, 12:23 Uhr – Bahn-Sicherheitsleute sollen in mehr Zügen Masken kontrollieren

Sicherheitsmitarbeiter der Bahn sollen künftig in mehr Zügen kontrollieren, ob die Fahrgäste einen Mund-Nasenschutz tragen. Derzeit überprüften die Mitarbeiter in 60 Fernzügen die Maskenpflicht – bis zum 1. September solle sich diese Zahl verdoppeln, hat die Bahn mitgeteilt. Maskenverweigerer seien aber weiterhin eine kleine Minderheit. Die 12.000 Zugbegleiter im Fern- und Regionalverkehr könnten Menschen ohne Maske jederzeit von der Fahrt ausschließen. In letzter Zeit kommt es immer wieder zu Gewalt durch Maskenverweigerer. So wurden seit dem vergangenen Wochenende mehrere Bahnbeschäftigte und ein Reisender zusammengeschlagen, als sie auf die Maskenpflicht hinwiesen.

18.08.2020, 11:08 Uhr – BW: Jede vierte Infektion durch Reiserückkehrer

Jede vierte registrierte Infektion mit dem Coronavirus der vergangenen zwei Monate stammt nach Angaben des baden-württembergischen Landesgesundheitsamtes (LGA) aus dem Ausland und von Urlaubern. Seitdem die Reisewarnung für die EU-Länder und einige weitere europäischen Staaten Mitte Juni aufgehoben worden sei, seien insgesamt 895 entsprechende Covid-19-Fälle übermittelt worden (Stand 17. August), so das LGA in Stuttgart. Bei insgesamt fast 3.400 Fällen seit Mitte Juni erreichte der Anteil 26 Prozent. Vor einer Woche lag die Zahl noch bei 620 Fällen, also 21 Prozent. Die meisten Fälle – 23 Prozent – gehen auf den Kosovo zurück. Weitere etwa 15 Prozent stammen aus Kroatien.

18.08.2020, 9:26 Uhr – WHO: „Virus breitet sich zumehmend unter Jüngeren aus“

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt, das Coronavirus breite sich zunehmend unter Menschen unter 50 Jahren aus. Vor allem seien jetzt die 20- bis 40-Jährigen infiziert. Vielen sei das aber nicht bewusst. Sie gefährdeten damit Risikogruppen, darunter ältere und kranke Menschen vor allem in dicht besiedelten Gebieten mit schwacher Gesundheitsversorgung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1.390 neue Corona-Infektionen gemeldet, so das Robert-Koch-Institut am frühen Morgen. Die Zahl der Neuinfektionen steigt seit Ende Juli wieder an. Experten zeigen sich besorgt. Sollten die Fallzahlen weiter steigen, könnten es die Gesundheitsämter eventuell nicht mehr schaffen, die Ansteckungsketten nachzuverfolgen.

18.08.2020, 8:58 Uhr – RP: Einschulungen an mehr als 900 Grundschulen des Landes

37.100 Kinder werden heute an mehr als 900 Grundschulen in Rheinland-Pfalz eingeschult. Der Schulstart wird allerdings aufgrund der Corona-Pandemie dieses Jahr etwas anders gefeiert als sonst - mit Mund-Nasen-Schutz und einer begrenzten Anzahl an Begleitpersonen. Wie genau die Einschulungen gestaltet werden, entscheidet jede Schule für sich. Viele sonst stattfindende Vorbereitungskurse für Erstklässler fielen aus und auch der Schulalltag verläuft ganz anders als vor dem Beginn der Pandemie. Die Zahl der Einschulungen ist allerdings trotzdem im Vergleich zum vergangenen Schuljahr um 1.450 Kinder gestiegen. Der Trend der Vorjahre setzt sich also weiter fort, während die Zahl der Schüler insgesamt rückläufig ist.

18.08.2020, 8:30 Uhr – Boehringer Ingelheim sucht Corona-Medikament

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim will gemeinsam mit mehr als 30 weiteren Firmen und Forschungseinrichtungen in aller Welt die Suche nach einem Medikament gegen Covid-19 beschleunigen. Das Ingelheimer Unternehmen leitet nach eigenen Angaben das Netzwerk mit dem Namen CARE. Ein Schwerpunkt der Forschung soll auf der Entwicklung von Antikörpern liegen, die das Coronavirus neutralisieren, sowie auf kleinen Molekülen, die direkt gegen das Virus wirken sollen. Das Forschungsnetzwerk wird laut Boehringer mit knapp 80 Millionen Euro aus Mitteln der EU und der Pharmabranche unterstützt. Der Pressprecher von Boehringer, Rainhard Malin, berichtet über den besonderen Spirit dieser Forschungsgruppe.

18.08.2020, 7:01 Uhr – Wegen Corona werden Pflegeheime kaum noch auf Qualität kontrolliert

Wegen der Corona-Pandemie werden Pflegeheime kaum noch auf ihre Qualität kontrolliert. Das haben Recherchen des ARD-Politikmagazins Report Mainz ergeben. Das Bundesgesundheitsministerium hatte regelmäßige Kontrollen Mitte März ausgesetzt. Aber auch Kontrollen nach Beschwerden von Angehörigen sind demnach stark zurückgegangen – um mehr als 50 Prozent.

Nach den Recherchen haben die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung seit Mitte März lediglich 51 anlassbezogene Prüfungen in ganz Deutschland durchgeführt. Der Sozialwissenschaftler der Hochschule Koblenz, Stefan Sell, nannte die Ergebnisse dramatisch. In vielen Pflegeheimen habe es in den vergangenen Monaten quasi einen rechtsfreien Raum gegeben. Das Bundesgesundheitsministerium plant ab Oktober wieder mit Regelkontrollen zu beginnen.

18.08.2020, 6:54 Uhr – Ärzte fordern bundesweit einheitliche Teilnehmerzahlen bei Feiern

Ärztevertreter fordern bundesweit einheitliche Teilnehmergrenzen für Feste und Feierlichkeiten. Die Länder sollten sich bald darauf einigen, teilte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund der Funke-Mediengruppe mit. Das sei wichtig, um Ansteckungsrisiken im Herbst und Winter zu verringern. Wenn die Infektionszahlen wieder stark stiegen, seien 150 Gäste bei einer Familienfeier oder einer Party in Innenräumen zu viel. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1.390 neue Corona-Infektionen gemeldet, hieß es vom Robert-Koch-Institut am frühen Morgen. Damit liegt die Zahl wieder deutlich über der Schwelle von 1.000.

18.08.2020, 6:03 Uhr – Kanadas Finanzminister tritt zurück

Kanadas Finanzminister Bill Morneau hat seinen Rücktritt angekündigt. Er wolle sich als Leiter der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OSZE, aufstellen lassen, teilte Morneau mit. Zuvor hatte es Berichte gegeben, wonach der Minister und Regierungschef Justin Trudeau unterschiedliche Auffassungen über die Höhe der Unterstützung der kanadischen Wirtschaft gehabt haben sollen. Kanadas Regierung hatte für dieses und das nächste Jahr ein historisches Defizit von umgerechnet 218 Milliarden Euro prognostiziert – eine Folge des Wirtschaftsplans gegen die Corona-Krise.

18.08.2020, 5:06 Uhr – Patientenschützer fordern verpflichtende Tests in der Pflege

Patientenschützer fordern verpflichtende Corona-Tests in der Pflege. Diese seien für Pflegebedürftige, für Angehörige und Altenpflegekräfte notwendig, sagte die Deutsche Stiftung Patientenschutz der Deutschen Presse-Agentur. Die Altenpflege müsse vor einer zweiten Infektionswelle geschützt werden. Die Menschen in Pflegeheimen wieder zu isolieren, dürfe gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert werden.

18.08.2020, 2:15 Uhr – Ärztevertreter fordern einheitliches Gäste-Limit

Ärztevertreter fordern bundesweit einheitliche Teilnehmergrenzen für Feiern. Die Länder sollten sich bald darauf einigen, teilte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund den Funke Zeitungen mit. Das sei wichtig, um Ansteckungsrisiken im Herbst und Winter zu verringern. Wenn die Infektionszahlen wieder stark stiegen, seien 150 Gäste bei einer Familienfeier oder einer Party in Innenräumen zu viel. Derzeit stecken sich nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) besonders viele Jüngere an. Das deute darauf hin, dass die steigenden Infektionszahlen auch etwas mit Partys zu tun hätten, die gefeiert würden, sagte Spahn.

18.08.2020, 0:23 Uhr – Coronavirus-Ausbruch in britischer Lebensmittelfabrik

Mehr als 70 Mitarbeiter einer britischen Lebensmittelfabrik sind mit dem Coronavirus infiziert. Das Unternehmen Bakkavor in Newark-on-Trent im Osten Englands ist nach eigenen Angaben auf frische Speisen spezialisiert. Bei Untersuchungen von 701 Arbeitern wurde bei etwa jedem Zehnten der Erreger nachgewiesen, wie der Nachrichtensender Sky News berichtete. Nun sollen auch alle anderen der insgesamt etwa 1.600 Beschäftigten getestet werden. Wie es zu dem Ausbruch gekommen war, ist dem Bericht zufolge noch unklar.

17.8.2020, 17:38 Uhr – Spahn will Priorisierung bei erneuten Corona-Beschränkungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Bürger aufgerufen, auch bei Veranstaltungen stärker auf die Einhaltung der Corona-Regeln zu achten. Derzeit stecken sich nach seinen Angaben besonders viele Jüngere an. Das deute darauf hin, dass die steigenden Infektionszahlen auch etwas mit Partys zu tun hätten, die gefeiert würden, sagte Spahn in Berlin. Sollten wieder größere Einschränkungen nötig sein, müsse man abwägen, welche Lebensbereiche am wichtigsten seien, so der Minister weiter. Der Schul- und Kitabetrieb müsse Vorrang haben. Auch Einzelhandelsgeschäfte sollten nicht wieder geschlossen werden. Auf größere private Feiern etwa oder Schützenfeste könne man dagegen verzichten.

17.8.2020, 16:11 Uhr – Dreyer fordert Änderung von Risikogebietseinstufung des Nachbarlands Luxemburg

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsident Malu Dreyer (SPD) hat die Bundesregierung aufgefordert, den Status des Nachbarlands Luxemburg als Corona-Risikogebiet „schnellstmöglich“ aufzuheben. Die Infektionszahlen dort seien stark rückläufig, erklärte Dreyer in Mainz. Eine Statusüberprüfung könnte noch in dieser Woche erfolgen. Sie habe bereits mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) telefoniert. Rheinland-Pfalz sei Luxemburg eng verbunden, rund 40.000 Bürger pendelten täglich zur Arbeit dorthin. Die Bundesregierung hatte das Nachbarland vor rund vier Wochen zum Risikogebiet erklärt und eine Reisewarnung ausgesprochen.

17.8.2020, 14:29 Uhr – Urteil: Erstattung auch ohne Reisewarnung möglich

Urlauber, die wegen der Corona-Gefahr eine Reise stornieren, bekommen unter Umständen auch ohne Reisewarnung den Preis voll erstattet. Das hat das Amtsgericht Frankfurt entschieden (32 C 2136/20). Der Kläger hatte im März eine für Mitte April geplante Reise in den Golf von Neapel storniert. Der Veranstalter wollte eine Stornogebühr, weil es zu dem Zeitpunkt noch keine Reisewarnung gab. Das Gericht urteilte aber, Reisewarnungen seien nicht zwingend erforderlich. Es genüge eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine gesundheitsgefährdende Ausbreitung des Virus. Und das sei zu dem Zeitpunkt für ganz Italien der Fall gewesen.

17.8.2020, 14:03 Uhr – Befragung von 3.000 Lehrern: Defizite beim digitalen Fernunterricht

Eine Mehrheit von Lehrern kann bei erneuten Schulschließungen nicht auf digitalen Unterricht umstellen und adäquaten Ersatz zum Schulunterricht anbieten – das sagen rund 64 Prozent der Lehrer, die sich an einer nicht repräsentativen Umfrage des ARD-Politikmagazins Report Mainz beteiligt haben. Es fehle an guten Konzepten und vor allem sei die Ausstattung der meisten Schülerinnen, Schüler und Schulen dafür zu schlecht.

Teilweise hätten Lehrer nach Corona-bedingten Schulschließungen Hausaufgaben mit dem Auto ausfahren müssen, hat die bundesweite Umfrage unter 3.000 Lehrkräften ergeben. Die Kultusminister sehen dagegen kaum Probleme. Sie glauben, dass die Schulen gut auf den digitalen Unterricht vorbereitet sind, berichtet Report Mainz.

17.8.2020, 12:58 Uhr – Bodensee-Obstbauern fürchten um Apfelernte

Die Obstbauern am Bodensee sorgen sich um ihre Apfelernte, weil osteuropäische Erntehelfer auf das Coronavirus getestet werden müssen, wenn sie aus Risikogebieten kommen. Bis Ende August, zum Beginn der Apfelernte, werden laut Thomas Heilig vom Fachverband „Obstregion Bodensee“ zwischen 5.000 und 7.000 Helfer erwartet. Viele von ihnen kommen aus Regionen in Bulgarien und Rumänien, die kürzlich zum Risikogebiet erklärt worden sind. Obstregion-Vorsitzender Heilig befürchtet, dass das Testen der Erntehelfer zu lange dauern könnte, weil die Testkapazitäten möglicherweise durch Urlaubsrückkehrer ausgelastet sind. Außerdem dürften in den bestehenden Unterkünften nur halb so viele Erntehelfer wie in den Vorjahren untergebracht werden.

17.8.2020, 12:03 Uhr – Kretschmann: Krise schweißt Koalition zusammen

Die Bewältigung der Corona-Krise hat die grün-schwarze Koalition aus Sicht von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ein Stück weit geeint. „Man ist beansprucht von der Krise und weiß: Jetzt muss man liefern und kann keine Faxen machen. Das würden die Menschen einem zu recht übel nehmen“, sagte Kretschmann der Deutschen Presseagentur. In Krisen erwarteten die Leute keine Parteipolitik, sondern, dass man Probleme löse. Zum Jahresende hatte Kretschmann kritisiert, CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann befinde sich bereits im Wahlkampfmodus.

17.8.2020, 11:09 Uhr – Dreyer über Schulen: „Signal an die Gesellschaft“

Für 407.500 Kinder und Jugendliche an den allgemeinbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz hat ein neues Schuljahr begonnen – erstmals seit Mitte März wieder für alle mit Unterricht im Klassenraum. „Das ist auch ein Signal an die Gesellschaft“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) beim Besuch der Lennebergschule in Budenheim (Kreis Mainz-Bingen). Wenn sich alle nach den Bedingungen der Corona-Krise richteten, könne vermieden werden, „dass wir insgesamt wieder in einen Shutdown kommen“. Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) sagte zudem, Schule müsse in Präsenz stattfinden. Auch wenn sich viele Eltern Sorgen machen, wäre die Situation unter Kontrolle.

17.8.2020, 8:07 Uhr – Verlängertes Kurzarbeitergeld kostet 10 Milliarden Euro

Der Vorschlag von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes auf 24 Monate zu verlängern, wird Mehrkosten in Milliardenhöhe verursachen. Das schreibt bild.de. Die Online-Ausgabe der Zeitung zitiert Scholz mit den Worten: „Die Größenordnung wird zusätzliche Milliarden umfassen.“ Konkreter habe der SPD-Politiker angedeutet, dass es um rund zehn Milliarden Euro gehe, „vielleicht ein bisschen darunter“.

17.8.2020, 6:48 Uhr – Chinesischer Impfstoff bekommt Zulassung

Der chinesische Impfstoffspezialist Cansino Biologics hat die Patentzulassung der Behörden in China für seinen Corona-Impfstoffkandidaten Ad5-nCOV erhalten. Das berichtet die staatliche Zeitung People's Daily unter Berufung auf Dokumente der Aufsichtsbehörde für geistiges Eigentum. Es sei das erste derartige Patent in China.

17.8.2020, 5:50 Uhr – 561 Neuinfektionen und ein weiterer Todesfall

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 561 auf 224.014 gestiegen. An den Folgen des Virus ist in den vergangenen 24 Stunden ein weiterer Mensch gestorben, die Gesamtzahl der Todesfälle steigt demnach auf 9.232.

17.8.2020, 4:20 Uhr – Familienkassen zahlen bald Corona-Kinderbonus aus

Die Familienkassen beginnen am 7. September mit der Auszahlung des Corona-Kinderbonus in Höhe von 300 Euro. Wie das Bundesfinanzministerium auf Anfrage der Zeitungen der Funke Mediengruppe mitteilte, erhalten in der ersten Überweisungsrunde rund 940.000 Eltern mit 1,56 Millionen Kindern zusätzlich zum monatlichen Kindergeld die erste Bonusrate von 200 Euro. Die zweite Rate von 100 Euro wird im Oktober ausgezahlt.

17.8.2020, 3:12 Uhr – Neuseeland verschiebt Parlamentswahl

Neuseeland verschiebt wegen der Corona-Pandemie die Parlamentswahl um vier Wochen auf den 17. Oktober. Das teilte Premierministerin Jacinda Ardern mit. Diese Entscheidung gebe den Parteien und der Wahlkommission genügend Zeit, die Wahl zu planen. Die Wahl sollte am 19. September stattfinden.

17.8.2020, 3:05 Uhr – Tui kritisiert pauschale Mallorca-Reisewarnung

Deutschlands größter Touristikkonzern Tui lehnt eine pauschale Reisewarnung für die Balearen-Insel Mallorca ab. „Wir bedauern, dass Deutschland nun eine Reisewarnung für ganz Mallorca ausgesprochen hat. Besser wäre eine regionale Reisewarnung für Palma, Magaluf oder andere Orte mit erhöhten Fällen gewesen“, sagt Thomas Ellerbeck, der für Politik und Kommunikation zuständige Manager des Konzerns, der Zeitung „Rheinische Post“. Die meisten Urlauber wären sehr verantwortungsvoll und würden sich an die Regeln halten. Die pauschale Warnung sei auch deshalb fragwürdig, weil große Teile der Insel von der Pandemie nur minimal betroffen seien. Es habe in keinem Hotel der Tui auf Mallorca eine Infektion gegeben.

17.8.2020, 2:10 Uhr – Coronavirus in den USA bei mehr als 5,4 Millionen Menschen nachgewiesen

Das Coronavirus ist in den USA laut einer Datenauswertung der Nachrichtenagentur Reuters inzwischen bei mehr als 5,4 Millionen Menschen nachgewiesen. 170.000 Menschen sind demnach in den Vereinigten Staaten an den Folgen der Infektion gestorben. Die jüngste Hochrechnung des medizinischen Instituts IHME geht bis Dezember von einem Anstieg der Todesfälle auf rund 300.000 aus, auch Krankenhauseinweisungen nehmen nach der Einschätzung bis Ende des Jahres um 75 Prozent zu. Weltweit sind mindestens 21,5 Millionen Coronavirus-Fälle verzeichnet und über 765.000 Todesfälle bestätigt. Die Vereinigten Staaten bleiben mit rund einem Viertel der Infektionen und Todesfällen das globale Epizentrum der Pandemie.

17.8.2020, 1:19 Uhr – Spahn schließt neue Verbote von Feiern nicht aus

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt vor dem Hintergrund steigender Zahlen bei Corona-Neuinfektionen vor Feierlichkeiten als Gefahrenquelle. Es gebe mehr Ansteckungen durch Reiserückkehrer, es gebe im ganzen Land aber auch lokale Ausbrüche, die meist mit Feiern zusammenhingen, sagte Spahn am Sonntagabend im ZDF-„heute journal“. „Das ist das, was wir im Blick haben müssen über das Reisen hinaus“, betonte der CDU-Politiker. Spahn schließt daher neue Verbote von Hochzeits- und Familienfeiern nicht aus, falls die Zahl der Coronainfektionen das erfordere.

16.8.2020, 23:30 Uhr – Diskussion über kostenlose Corona-Tests läuft weiter

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekommt wenig Unterstützung für seinen Plan, Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten kostenlos zu halten. Er meint, wenn Reisende dafür bezahlen müssten, würden sie versuchen, die Tests zu vermeiden. Andere Politiker widersprechen Spahn – unter ihnen Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) oder Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Sie sind der Ansicht, dass Menschen, die in Risikogebieten Urlaub machen, auch die Konsequenzen daraus tragen sollen. Die Kosten für die Tests dürften nicht auf Dauer der Solidargemeinschaft aufgebürdet werden, so Laumann.

16.8.2020, 19:15 Uhr – Italien schließt Diskos und ordnet nächtliche Maskenpflicht an

Nach einer leichten Zunahme der Corona-Infektionsfälle hat die italienische Regierung die Schließung von Diskotheken angekündigt. Zudem verhängte sie eine nächtliche Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen. So muss an Orten, an denen sich Gruppen bilden, von 18 Uhr bis 6 Uhr morgens ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Auch Diskotheken unter freiem Himmel und Nachtclubs müssen schließen. Das Dekret soll am Montag in Kraft treten.

Italien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Fast 250.000 Menschen steckten sich dort mit dem neuartigen Virus an. Mehr als 35.000 Infizierte starben. Zuletzt wurden rund 600 Neuinfektionen an einem Tag gezählt.

16.8.2020, 18:26 Uhr – Demo gegen Corona-Auflagen in Kiel

Mehrere Hundert Menschen haben in Kiel gegen Corona-Auflagen und Maskenpflicht demonstriert. Nach Polizeiangaben beteiligten sich rund 400 bis 500 Menschen. Die Kundgebung von „Querdenken Kiel 22“ sei friedlich verlaufen, sagte der Polizeisprecher. Die Abstandsregeln seien insgesamt eingehalten worden.

16.8.2020, 17:42 Uhr – FAZ: Kartellamt untersucht Amazon-Praktiken

Das Bundeskartellamt geht laut Franfurter Allgemeine Zeitung dem Vorwurf nach, dass Amazon während der Corona-Pandemie eine marktbeherrschende Stellung missbraucht habe. „Wir untersuchen derzeit, ob und wie Amazon die Preissetzung der Händler auf dem Marketplace beeinflusst“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der FAZ laut Vorabbericht. Während der ersten Monate der Corona-Pandemie habe es Beschwerden darüber gegeben, dass Amazon Händler wegen angeblich überhöhter Preise gesperrt habe. „Amazon darf kein Preiskontrolleur sein. Das gilt auch jetzt“, sagte Mundt.

16.8.2020, 16:35 Uhr – Kritik an Corona-Tests

Grünen-Chef Robert Habeck wirft der Bundesregierung Fehler bei der Corona-Teststrategie vor. Sie habe versäumt, in den Sommerferien das Urlaubsende mitzudenken“, sagte Habeck im ARD-Sommerinterview. Tests für Reiserückkehrer seien dann holterdiepolter" organisiert worden. Das war ein wirklicher Fehler.“

Unterdessen ist die FDP in Bayern Ministerpräsident Markus Söder (CSU) scharf angegangen. Die Staatsregierung habe sich heillos in ihrem Test-Chaos verheddert, sagte FDP-Fraktionschef Martin Hagen. Söders planloses Vorpreschen mag seinem Image als entschlossener Macher nützen, in der Sache hat es sich als schädlich erwiesen“, sagte er.

Die FDP hat gemeinsam mit Grünen und SPD für Mittwoch eine Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im bayerischen Landtag beantragt.

16.8.2020, 15:55 Uhr – Lange Schlangen am Testcenter in Stuttgart

Geduldsprobe nach dem Urlaub: Reiserückkehrer, vorwiegend aus Spanien, mussten teils Schlange stehen, vor dem Corona-Testzentrum am Flughafen Stuttgart.

Bis zu einer Stunde Wartezeit Spanien als Risikogebiet eingestuft: Teils lange Schlangen am Flughafen Stuttgart

Geduldsprobe nach dem Urlaub: Reiserückkehrer, vorwiegend aus Spanien, mussten teils Schlange stehen vor dem Corona-Testzentrum am Flughafen Stuttgart.  mehr...

16.8.2020, 14:20 Uhr – Unionsfraktionschef fordert mehr Druck auf Veranstalter von Corona-Demos

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) fordert laut Handelsblatt mehr Druck auf die Veranstalter von Demonstrationen gegen Corona-Auflagen. Die Demonstrationsfreiheit sei zwar ein wichtiges Rechtsgut, zitiert die Zeitung aus einem internen Schreiben von Brinkhaus an die CDU/CSU-Abgeordneten des Bundestages. „Kundgebungen dürfen auch weiterhin nur in gut begründeten Ausnahmefällen eingeschränkt werden. Organisatoren von Demonstrationen müssen jedoch noch stärker dazu verpflichtet werden, schlüssige Hygienekonzepte vorzulegen und einzuhalten.“ Große Ansammlungen von Menschen, die absichtlich die Corona-Vorschriften verletzten, stellten eine „Gefahr für die Allgemeinheit“ dar.

16.8.2020, 12:10 Uhr – In Bayern wissen immer noch nicht alle Getesteten Bescheid

In Bayern sind offensichtlich immer noch nicht alle Betroffenen mit positiven Testergebnissen informiert. Es würden noch weitere Daten abgearbeitet, zitierte der Bayerische Rundfunk einen Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass 44.000 Rückkehrerinnen und Rückkehrer teilweise nach mehr als einer Woche noch kein Ergebnis der bei ihnen bei der Wiedereinreise nach Deutschland vorgenommenen Tests erhalten hatten. Darunter waren zu diesem Zeitpunkt auch mehr als 900 Menschen mit positivem Corona-Befund. Von 46 von ihnen fehlt noch immer jede Spur.

16.8.2020, 10:32 Uhr – Streit um kostenlose Corona-Tests weitet sich aus

Politiker diskutieren weiter darüber, ob Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten kostenlos bleiben sollen oder nicht: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beharrt auf seinem Standpunkt. Der CDU-Politiker sagte in der ARD, kosteten die Tests etwas, versuchten manche Reisende möglicherweise sie zu vermeiden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) widersprach ihm: Er sagte der Bild am Sonntag, solche Reisenden gingen bewusst ein Risiko ein und sollten sich deshalb an den Test-Kosten mindestens beteiligen. Ähnlich äußerte sich FDP-Politiker Konstantin Kuhle.

16.8.2020, 10:05 Uhr – Zentralrats-Präsident Schuster: „Corona eindeutig Katalysator für Antisemitismus“

Der Zentralrat der Juden ist besorgt über antisemitische Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, sagte der Welt am Sonntag: „Corona dient eindeutig als Katalysator für Verschwörungsmythen und auch für Antisemitismus.“ Jeder, der an einer Demonstration gegen die Corona-Politik der Regierung teilnimmt, müsse sich anschauen, „mit wem er sich gemein macht und letztlich dann auch dafür geradestehen“.

16.8.2020, 8:52 Uhr – Großer Ansturm auf Ärzte-Hotline

Die Corona-Krise hat zu einem großen Ansturm bei der bundesweiten Service-Telefonnummer 116.117 der Kassenärzte geführt. „Waren es im Gesamtjahr 2019 acht Millionen Anrufe, ist diese Zahl schon nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 mit 9,2 Millionen Anrufen deutlich getoppt worden“, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur. In den Hauptmonaten der Corona-Krise März und April riefen demnach bis zu 3.000 Menschen gleichzeitig an. Teilweise gab es bis zu 58.000 Anrufe stündlich. Derzeit können bei der Hotline unter anderem in mehreren Ländern Corona-Teststellen in der Nähe erfragt werden.

16.8.2020, 7:40 Uhr – Südkorea geht gegen Pfarrer vor

Nach einem deutlichen Anstieg positiver Corona-Tests rückt das regierungskritische Oberhaupt einer Religionsgemeinschaft ins Visier der Behörden. Das Gesundheitsministerium kündigt eine Klage gegen Pfarrer Jun Kwang Hoon von der Sarang-Jeil-Kirche an. Jun wird vorgeworfen, mit der Teilnahme an einer Versammlung am Samstag gegen Quarantäne-Auflagen verstoßen zu haben. Außerdem behindere er epidemiologische Ermittlungen, da er sich weigere die Liste der Kirchenmitglieder herauszugeben. Jun tritt als Kritiker der Regierung auf. In der Hauptstadt wurden zuletzt 146 neue Fälle registriert, wovon 107 der Sarang-Jeil-Kirche zugeordnet werden.

16.8.2020, 6:12 Uhr – RKI meldet 625 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 625 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies geht aus den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Sonntagmorgen hervor. Am Freitag und Samstag hatte das RKI jeweils noch mehr als 1.400 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet – so viel wie seit Anfang Mai nicht mehr. An Sonntagen sind die gemeldeten Zahlen jedoch erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

16.8.2020, 3:14 Uhr – WHO meldet neuen Rekord an Corona-Neuinfektionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat innerhalb von 24 Stunden weltweit so viele neue Corona-Infektionen gemeldet wie nie zuvor. Die Zahl lag bei fast 300.000, wie die WHO am Abend berichtete. Insgesamt sind damit seit Bekanntwerden des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 Ende vergangenen Jahres weltweit fast 21,3 Millionen Infektionen gemeldet worden. Die Dunkelziffer ist nach Einschätzung von Experten erheblich. In manchen Ländern werden viele, in anderen nur wenige Menschen auf das Virus getestet. Den vorherigen Rekord verzeichnete die WHO am 31. Juli mit etwas über 292.000 neu gemeldeten Fällen innerhalb von 24 Stunden.

16.8.2020, 1:06 Uhr – Maas: „Corona wird noch lange globales Thema bleiben“

Nach Meinung von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) ist die Corona-Krise noch lange nicht vorbei. Die Bekämpfung des Virus werde weltweit ein beherrschendes Thema bleiben, sagte der SPD-Politiker der Passauer Neuen Presse. Maas warnte davor, die Lage zu unterschätzen. Es müsse in Deutschland alles getan werden, damit es keine zweite Corona-Welle geben. Masken etwa seien für viele zwar bei der Hitze lästig - sie seien aber immer noch deutlich besser als drastischere Einschränkungen. Die Panne in Bayern bei Corona-Tests Reisender habe zu weiteren Infektionen geführt. Die Krise bewältige man nur mit konsequentem Handeln.

16.8.2020, 0:54 Uhr – Scholz will Kurzarbeiterregelung verlängern

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will die wegen der Coronavirus-Krise eingeführte Kurzarbeiterregelung verlängern. Das Kurzarbeitergeld solle 24 Monate lang ausgezahlt werden, sagte Scholz der Bild am Sonntag. Die Corona-Krise werde in den nächsten Wochen nicht plötzlich verschwinden. „Unternehmen und Beschäftigte brauchen von der Regierung das klare Signal: Wir gehen mit euch den gesamten Weg durch die Krise, damit niemand auf der Strecke ohne Not entlassen wird“, so Scholz weiter. Grundsätzlich gilt derzeit eine Befristung für Kurzarbeitergeld auf maximal zwölf Monate. In bestimmten Fällen kann die Bezugsdauer aber bereits jetzt auch auf bis zu 21 Monate verlängert werden.

15.8.2020, 20:43 Uhr – Fast 57.000 positive Tests in den USA

Die Zahl der Neuinfektionen in den USA verharrt auf hohem Niveau. Nach Angaben der Seuchenschutz-Behörde CDC wurden zuletzt binnen 24 Stunden knapp 57.000 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Am Freitag hatte es rund 52.800 neue Fälle gegeben, am Donnerstag rund 56.000.

Insgesamt stieg die Zahl damit auf knapp 5,3 Millionen. Die Zahl der Toten legte zuletzt um 1229 zu. Damit sind nach Angaben der CDC bislang 166.317 Menschen in den USA mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

15.8.2020, 19:27 Uhr – Bericht: Menschen halten sich an Quarantäne

Die meisten Menschen halten sich an die Quarantäneauflagen – das berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Sie stützt sich auf Umfragen in mehreren Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen. Die zuständigen Ordnungsämter hätten bei stichprobenartigen Kontrollen kaum Verstöße gegen die Auflagen festgestellt, schreibt die Zeitung. Befragt wurde unter anderem die Behörde im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen.

15.8.2020, 19:02 Uhr – Demonstrationen in Hamburg und Magdeburg

Mehrere Hundert Menschen haben in der Hamburger Innenstadt gegen Maskenpflicht und die Corona-Auflagen von Bund und Ländern demonstriert. Da die meisten Teilnehmer keine Gesichtsmasken trugen und im Laufe der Veranstaltung auch die Abstände immer geringer wurden, forderte die Polizei die Veranstalter nach eineinhalb Stunden auf, die Versammlung zu beenden. Die Auflagen für die Kundgebung würden nicht mehr eingehalten.

Auch in Magdeburg gab es eine ähnliche Kundgebung. Hier versammelten sich nach Angaben der Polizei etwa 250 Menschen.

Veranstalter: „1,3 Millionen Demonstrierende“ Waren wirklich so viele Menschen bei der Demo in Berlin?

Laut Polizei haben 20.000 Menschen in Berlin gegen die Corona-Beschränkungen protestiert. Auf der Demonstration und in den sozialen Netzwerken wurde von 1,3 Millionen Menschen gesprochen. Kann das hinkommen?  mehr...

15.8.2020, 18:28 Uhr – Bayern kann Testergebnisse immer noch nicht bekanntgeben

Die Gesundheitsbehörden in Bayern waren auch heute nicht in der Lage, das Problem bei der Benachrichtigung von positiv auf das Coronavirus getesteten Urlaubsrückkehrern zu lösen. Die Zahlen, die unter anderem darüber Auskunft geben sollen, wie viele der positiv Getesteten ihr Ergebnis nun inzwischen erfahren haben, sollen nun am Sonntagnachmittag bekanntgegeben werden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München.

Ursprünglich hatte die Staatsregierung erklärt, bis Donnerstagmittag soll jeder der positiv Getesteten sein Ergebnis kennen. Diese Deadline verstrich, mehrere weitere am Freitag und Samstag ebenfalls. Es müssten noch „weitere Details“ geklärt werden, hieß es.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Ergebnisse von 44.000 Tests, die meist in den Testzentren an Autobahnraststätten von Urlaubsrückkehrern und -rückkehrerinnen genommen worden waren, noch nicht bei den Betroffenen gelandet waren. Darunter sollen auch mehr als 900 positive Tests sein. Die Nachricht hatte ein politisches Erdbeben ausgelöst, weil die Infizierten Tausende weitere Menschen anstecken könnten, ohne es zu wissen. Die Regierung hatte die Probleme auf fehlende Software und eine unerwartet große Zahl von Freiwilligen zurückgeführt, die sich den Tests unterzogen hatten.

15.8.2020, 17:42 Uhr – Tausende Briten haben Großbritannien verlassen

Britische Frankreichtouristen haben zu Tausenden ihren Urlaub abgebrochen, um noch vor Inkrafttreten einer Quarantäneregel wieder im Vereinigten Königreich zu sein. Flugzeuge, Züge und Fähren waren gestern gut gefüllt. Der durch den Ärmelkanaltunnel verkehrende Autozug berichtete, in der Stunde nach Bekanntwerden der neuen Regel seien 12.000 Tickets gebucht worden. Sonst seien ein paar Hundert üblich, sagte ein Sprecher.

Den Exodus hatte die britische Regierung ausgelöst, als sie Frankreich am Donnerstagabend von der Liste der Staaten nahm, für die eine Ausnahme von der Quarantäne-Regel gilt. Stichtag war um 4 Uhr morgens. Wer nun aus Frankreich heimkehrt, muss zwei Wochen zu Hause in Isolation bleiben. Bei der Fluggesellschaft British Airways stiegen in der Folge die Preise kräftig ab. Am Freitagabend kostete ein Ticket von Paris nach London 452 Pfund (rund 500 Euro). Nach Ablauf der Frist waren es dann noch 66 Pfund. Auch die Fährgesellschaften langten zu.

15.8.2020, 15:38 Uhr – Ärztepräsident für Testzentren

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat sich für bundesweite Corona-Testzentren ausgesprochen. In der Rheinischen Post warnte der Ärztepräsident vor gefährlichen Engpässen. Die Tests bei niedergelassenen Ärzten überforderten schon jetzt deren Praxen und seien sehr aufwendig. Wenn im Herbst massenhaft Patientinnen und Patienten für Corona-Tests oder mit Symptomen saisonaler Grippe in den Hausarztpraxen aufeinanderträfen, sei das nicht mehr zu schaffen. Er forderte deshalb, Reihentestungen etwa von Reiserückkehrern bundesweit in Testzentren mit festen Teams in Schutzkleidung durchzuführen.

15.8.2020, 14:38 Uhr – Spahn: „Partyurlaub ist in dieser Pandemie unverantwortlich“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigt die Reisewarnung für Spanien. „Ich weiß, wie sehr die Deutschen Spanien als Urlaubsland lieben. Und ich weiß, was diese Entscheidung für viele Urlauber, für Reisebüros oder auch für Spanien bedeutet. Aber leider steigen die Infektionszahlen dort stark, zu stark“, sagt der CDU-Politiker der Bild am Sonntag. „Wer trotz der Warnung nach Spanien fährt, sollte sich und andere auch im Urlaub schützen. Partyurlaub ist in dieser Pandemie unverantwortlich.“ Wer aus dem Spanienurlaub komme, müsse in Quarantäne, solange er kein negatives Testergebnis habe.

15.8.2020, 12:24 Uhr – Dänemark führt Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln ein

In Dänemark gilt ab dem 22. August eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das teilte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen mit. Mit dieser Maßnahme reagiert sie auf eine Zunahme von positiven Corona-Tests im Land.

15.8.2020, 11:28 Uhr – Interfax: Russland beginnt mit Impfstoff-Produktion

Russland hat mit der Produktion seines neuen Impfstoffs gegen das Coronavirus begonnen. Wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtet, soll der Impfstoff als weltweit erster bis zum Monatsende auf den Markt gebracht werden. Manche Wissenschaftler befürchten allerdings, dass die Regierung in Moskau dabei Schnelligkeit vor Sicherheit setzt.

15.8.2020, 9:17 Uhr – Jeder Inder soll digitalen Gesundheitsausweis bekommen

In Indien soll jeder Bürger einen digitalen Gesundheitsausweis bekommen. Ministerpräsident Narendra Modi hat zum Unabhängigkeitstag ein Projekt gestartet, das den 1,3 Milliarden Menschen in Indien digitale Aufzeichnungen ihrer Gesundheitsdaten ermöglichen soll. Erfasst werden sollen Daten unter anderem zu jedem Gesundheitstest, jeder Erkrankung und jeder medikamentösen Behandlung. „Technologie wird klug genutzt, um die Probleme bei Behandlungen zu reduzieren – ob es die Wahl von Ärzten, Geldzahlungen oder die Verfügbarkeit von Dokumenten in Krankenhäusern geht“, sagt Modi. Zur aktuellen Corona-Krise ergänzt er, in Indien würden derzeit drei Impfstoffe gegen das Virus getestet. Das Land sei bereit für die Massenproduktion.

15.8.2020, 8:50 Uhr – Warn-App 17 Millionen mal heruntergeladen

Zwei Monate nach ihrem Start haben rund 17 Millionen Menschen die Corona-Warn-App heruntergeladen. Das geht aus den Daten des Robert Koch-Instituts hervor. Die App, die Nutzer bei einem Kontakt zu einem Corona-Infizierten warnen soll, war am 16. Juni an den Start gegangen.

Die App auf dem Smartphone kommuniziert via Bluetooth mit anderen Smartphones. Wird ein Nutzer positiv auf das Coronavirus getestet, gibt die App an diejenigen Nutzer einen Alarm aus, die dem Infizierten für eine gewisse Zeit so nahe gekommen sind, dass sie sich angesteckt haben könnten. Nach einem Alarm sollten Nutzer das Gesundheitsamt kontaktieren und selbst einen Test machen. Die Nutzung der App ist freiwillig.

15.8.2020, 6:20 Uhr – Zahl der Infektionen in Lateinamerika überspringt Schwelle von 6 Millionen

In Lateinamerika sind mittlerweile 6.000.005 Corona-Fälle bestätigt, wie aus einer Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht. Es ist die von der Pandemie am schlimmsten betroffene Region. Die Zahl der Toten kletterte auf 237.360.

15.8.2020, 5:13 Uhr – 1.415 Neuinfektionen in Deutschland - sechs weitere Tote

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 1.415 auf 222.828 gestiegen. Am Freitag waren 1.449 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Zahl der Toten legte um sechs auf 9.231 zu.

15.8.2020, 1:43 Uhr – Mehr als 600.000 Corona-Fälle in Kalifornien

Als erster Bundesstaat in den USA verzeichnet Kalifornien mehr als 600.000 bestätigte Corona-Fälle. Das ergibt eines Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters. Gouverneur Gavin Newsom verweist allerdings darauf, dass trotz der steigenden Fallzahlen Krankenhauseinweisungen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in den vergangenen zwei Wochen um 20 Prozent zurückgegangen seien. Verlegungen auf Intensivstationen seien im selben Zeitraum um 14 Prozent zurückgegangen.

14.8.2020, 19:45 Uhr – Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Spanien

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Festland-Spanien und auf die Balearen. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien mit Ausnahme der Kanarischen Inseln werde derzeit wegen hoher Corona-Infektionszahlen gewarnt, gab das Ministerium auf seiner Homepage bekannt. Die Bundesregierung hatte Spanien bis auf die Kanaren zuvor als Corona-Risikogebiet eingestuft.

14.8.2020, 18:15 Uhr – Österreich warnt vor Kroatien-Reisen

Österreich warnt vor Reisen nach Kroatien. Die Warnung gelte ab kommendem Montag, teilte das Außenministerium in Wien mit. Österreich hatte davor unter Rückkehrern aus Kroatien innerhalb von 24 Stunden 57 Menschen mit Coronavirus-Infektionen verzeichnet.

14.8.2020, 15:23 – Steigende Infektionszahlen: Spanien verschärft Regeln

Wegen der rasch ansteigenden Zahlen von Neuinfektionen mit dem Coronavirus müssen in ganz Spanien Nachtclubs schließen. Außerdem dürfen Restaurants und Bars nur bis 1.00 Uhr morgens öffnen. Gesundheitsminister Salvador Illa verbietet zudem das Rauchen im Freien, wenn der Mindestabstand von anderthalb Metern nicht eingehalten werden kann.

14.8.2020, 15:07 Uhr – Fast 1.000 Verstöße gegen Maskenpflicht in Ost-Württemberg

Bei Kontrollen in Bussen und Bahnen haben Polizisten des Polizeipräsidiums Aalen am Donnerstag fast 1.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht registriert. In fast allen Fällen hätten die Verweigerer einer vorgeschriebenen Mund-Nase-Bedeckung einsichtig reagiert und die Masken ordentlich angezogen, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Allerdings seien Fahrgäste in sieben anderen Fällen wegen Ordnungswidrigkeiten angezeigt worden, in einem weiteren Fall wurde ein Busfahrer beleidigt und daraufhin eine Strafanzeige aufgegeben. Insgesamt seien rund 1.000 Polizistinnen und Polizeibeamte im Ostalbkreis, im Rems-Murr-Kreis und im Landkreis Schwäbisch Hall eingesetzt worden. Ohne Maske wird seit dem 1. Juli ein Bußgeld von bis zu 250 Euro fällig.

14.8.2020, 12:21 Uhr – Studie Kupferzell: Antikörper bei 8 Prozent der Getesteten

Eine Untersuchung von gut 2.200 Menschen in Kupferzell in Baden-Württemberg hat bei knapp acht Prozent Antikörper ergeben. Kupferzell war Anfang März Zentrum eines Corona-Ausbruchs, dessen Ausgangspunkt ein Kirchenkonzert war. Bei 7,7 Prozent wurde diese Reaktion auf das Virus nachgewiesen, teilt das Robert-Koch-Institut mit. Allerdings sei bei der Studie auch herausgekommen, dass sich fast viermal so viele Menschen in Kupferzell mit dem Coronavisus infiziert hatten, als bisher bekannt.

14.8.2020, 11:03 Uhr – Durchbruch bei Corona-Impfstoff in China?

Ein möglicher chinesischer Covid-19-Impfstoff hat in frühen und mittleren Studienphasen bei Menschen eine auf Antikörpern basierende Immunreaktionen ausgelöst. Der Impfstoff scheine sicher zu sein und verursachte robuste Antikörperreaktionen, erklärten die zuständigen Wissenschaftler in einem Artikel im Journal of the American Medical Association. Es sei aber noch nicht klar, ob das zur Verhinderung einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus ausreichend sei. Der Impfstoffkandidat wird von dem chinesischen Staatskonzern Sinopharm entwickelt und soll in den Vereinigten Arabischen Emiraten in der entscheidenden Phase-3-Studie umfassender am Menschen erprobt werden.

14.8.2020, 10:24 Uhr – Lauterbach: In Deutschland beginnt zweite Corona-Welle

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht Deutschland am Beginn einer zweiten Corona-Welle. „Es gibt zahlreiche Anhaltspunkte dafür, dass wir so nicht weitermachen können wie jetzt“, sagt Lauterbach im ZDF. Die Pandemie sei nicht vorbei, die Menschen verhielten sich aber unvorsichtiger. Um die Lage in den Griff zu bekommen, sei unter anderem eine gute Test-Strategie notwendig. Lauterbach forderte die Zulassung von Tests, die deutlich schneller Ergebnisse bringen – auch wenn die Tests nicht ganz so gut seien, wie die bisher eingesetzten.

14.8.2020, 10:07 Uhr – Frankreich erklärt zwei Regionen zu Hochrisiko-Gebieten

Die französische Regierung hat Paris und das Department Bouches-du-Rhone an der Mittelmeerküste um Marseille herum zum Corona-Hochrisiko-Gebiet erklärt. Der Erlass gibt den Behörden vor Ort die Befugnis, den Personen- und Fahrzeugverkehr einzuschränken, den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Flugreisen zu beschränken, den Zugang zu öffentlichen Gebäuden einzuschränken und einige Einrichtungen zu schließen, in denen ein hohes Infektionsrisiko besteht. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf einen starken Anstieg der Coronavirus-Infektionen in den vergangenen zwei Wochen.

14.8.2020, 9:56 Uhr – Erste Autobahn-Teststation in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg hat seine erste Autobahn-Teststation an der A5 in der Nähe der Grenze zu Frankreich eröffnet. Reisende können sich dort sieben Tage die Woche von 6 bis 22 Uhr kostenlos testen lassen. Vorerst gilt das Angebot nur bis zum Ende der Sommerferien Mitte September.

14.8.2020, 7:33 Uhr – Fast 1.400 positive Corona-Tests bei Reiserückkehrern in Bayern

1.389 der insgesamt mehr als 107.376 Corona-Tests an den Teststationen in Bayern sind positiv ausgefallen. Nach Angaben der Behörden wurden an den Autobahnen mehr als 70.000 Reiserückkehrer getestet. Davon waren fast 1.200 positiv.

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml hatte gestern einräumen müssen, dass ein großer Teil der Getesteten noch nicht über ihr Ergebnis informiert wurden. Auch etwa 900 positive Corona-Befunde waren nicht übermittelt worden.

14.8.2020, 6:42 Uhr – 1.449 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist erneut deutlich gestiegen. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 1.449 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Höher lag der Wert zuletzt am 1. Mai mit 1.639 registrierten Neuinfektionen. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 221.413 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Seit dem Vortag wurden 14 neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben nun bei 9.225. Bis zum Morgen hatten 200.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

14.8.2020, 5:09 Uhr – Joe Biden fordert landesweite Maskenpflicht in den USA

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, spricht sich für eine landesweite Maskenpflicht aus. „Jeder einzelne Amerikaner sollte in den nächsten drei Monaten eine Maske tragen, wenn er sich im Freien aufhält.“ Biden fordert die Gouverneure der einzelnen Bundesstaaten dazu auf, eine entsprechende Anordnung zu erlassen.

14.8.2020, 3:49 Uhr – Großbritannien führt Quarantäne für Frankreich-Urlauber ein

Großbritannien führt wieder eine zweiwöchige Quarantäne für Reisende aus Frankreich ein. Sie gilt ab Samstag. Auch Menschen aus den Niederlanden, Malta, Monaco, Aruba sowie den Turks- und Caicosinseln müssen sich nach ihrer Einreise für 14 Tage in Selbstisolation begeben, wie Verkehrsminister Grant Shapps mitteilte. Zur Begründung führte er an, dass in diesen Gebieten die Corona-Infektionsraten zu hoch seien. Spanien und Belgien stehen bereits auf der Quarantäne-Liste. Die Entscheidung trifft mitten im Sommer zahlreiche Urlauber. Frankreich etwa ist nach Spanien das beliebteste Reiseziel der Briten.

14.8.2020, 2:27 Uhr – Bundeselternrat kritisiert Schulpläne

Der Bundeselternrat ist dagegen, nach den Sommerferien wieder normalen Schulunterricht anzubieten. Der Vorsitzende der Elternvertretung, Stephan Wassmuth, hat das im Focus als zu schnell und zu unvorsichtig bezeichnet. Er wirft den Ländern vor, sie hätten zu spät mit den Vorbereitungen für das neue Schuljahr begonnen. „Die Politik hätte die Sommerpause besser nutzen müssen“, sagte Wassmuth. Er plädierte für Unterricht in kleineren Gruppen und eine bessere Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften für den digitalen Fernunterricht.

13.8.2020, 19:38 Uhr – In Spanien steigt Zahl der Neuinfektionen massiv

Mit 2.935 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden meldet Spanien den höchsten Wert seit Ende Mai. In den vergangenen Tagen hatten die Behörden jeweils etwa nur halb so viele neue Fälle gemeldet. Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln ist die Zahl der aktiven Covid-19-Erkrankten von gestern auf heute um 20 Prozent gestiegen - auf gut 1.500. Damit ist der Wert überschritten, ab dem das Auswärtige Amt Reisewarnungen in Betracht zieht. Bisher warnt es nur vor Reisen in die spanischen Regionen Katalonien, Aragón, Navarra, das Baskenland und Madrid.

13.8.2020, 18:35 Uhr – Corona-Quarantäne-Bruch: 10.800 Euro Strafe für Deutsche in Tirol

In Österreich hat das Landgericht Innsbruck eine Frau zu 10.800 Euro Strafe verurteilt, weil sie trotz Corona-Infektion mehrmals ihr Haus verlassen hat. Die Behörden hatten im April angeordnet, dass die 54-Jährige zu Hause in Quarantäne bleiben soll – sie ist aber trotzdem einkaufen gegangen, war im Park spazieren und ist Taxi gefahren. Die Polizei hat sie dann festgenommen, nachdem sie bei mehreren Kontrollen nicht zu Hause war.

13.8.2020, 17:31 Uhr – Wegen Corona nun auch weitgehendes Rauchverbot auf den Kanaren

Nach der spanischen Region Galizien haben jetzt auch die Kanarischen Inseln wegen des Coronavirus Rauchen in der Öffentlichkeit verboten. Das sei künftig nur dann erlaubt, wenn man eineinhalb Meter Mindestabstand zu anderen einhalten könne, hat der regionale Regierungschef gesagt. Außerdem müssen auf den Kanaren Clubs und Diskotheken wieder schließen. Grund ist ein größerer Corona-Ausbruch.

13.8.2020, 17:26 Uhr – Gesundheitsamt Trier an der Belastungsgrenze

Auch die Behörden in Rheinland-Pfalz haben Probleme damit, Corona-Tests für zurückgekehrte Urlauber möglichst schnell zu bearbeiten. Ein Sprecher des Gesundheitsamtes Trier etwa sagte dem SWR, es sei an der Grenze seiner Belastungsfähigkeit. An der Teststation an der Autobahn 64 seien in der ersten Woche 3.800 Corona-Abstriche gemacht worden. Diese schnell auszuwerten sei mit dem vorhandenen Personal kaum zu leisten, da die Erfassungsbögen von Hand ausgefüllt und danach digital erfasst würden. Bundesweit ist die Zahl der bestätigten Neuinfektionen in Deutschland weiter gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldet 1.445 neue Fälle innerhalb eines Tages.

13.8.2020, 16:53 Uhr – Tui Cruises verlangt Corona-Test von Passagieren

Passagiere der Kreuzfahrtreederei Tui Cruises dürfen ab September nur noch mit einem negativen Corona-Test an Bord. Die Regelung betreffe alle Abfahrten der Mein-Schiff-Flotte, teilte das Unternehmen mit. Die Kosten für den Test seien im Reisepreis inbegriffen. „Über weitere Einzelheiten werden alle Gäste automatisch und rechtzeitig vor Reisebeginn informiert“, hieß es weiter. Nach monatelanger Zwangspause bietet Tui Cruises seit Juli wieder Kreuzfahrten von deutschen Häfen an.

13.8.2020, 16:00 Uhr – Österreich verstärkt Kontrollen am Brenner

Österreich verstärkt die Gesundheitskontrollen am Grenzpass Brenner. Anlass seien die steigenden Zahlen von Corona-Infektionen, sagte Tirols Landeschef Günther Platter. Die gingen zu einem nicht geringen Teil auf Reiserückkehrer vom Balkan zurück. Wer aus Risikogebieten wie dem Westbalkan kommt, braucht für die Einreise nach Österreich eine Bescheinigung über einen negativen Corona-Test oder muss ihn bald nachholen. Die Durchreise ist auch ohne Test erlaubt.

13.8.2020, 15:45 Uhr – Corona-Test-Panne: Söder lehnt Humls Rücktritt ab

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich für die Panne bei den Corona-Tests entschuldigt. Die Fehler würden geklärt und abgestellt, sagte er in München. Unter anderem sollen bei den Landesbehörden 100 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden, die Corona-Tests durchführen und auswerten. Gestern hatte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen eingeräumt. Sie waren teilweise zu spät versendet worden. Deshalb wussten bis gestern Abend rund 900 bei der Rückkehr aus dem Ausland positiv getestete Urlauber nichts von ihren Infektionen und konnten dementsprechend andere Menschen anstecken. Insgesamt warteten 44.000 Reiserückkehrer nach freiwilligen Tests an Autobahnraststätten und Hauptbahnhöfen auf Ergebnisse. Huml hatte ihren Rücktritt angeboten; Söder wollte ihn aber nicht annehmen.

13.8.2020, 15:26 Uhr – Bundesregierung will überschüssige Masken verschenken

Nachdem in Deutschland zu Beginn der Corona-Krise akuter Maskenmangel herrschte, überlegt die Bundesregierung jetzt laut Spiegel, überschüssige Masken an andere Staaten zu verschenken. Es gebe Pläne, über die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 250 Millionen Masken im Wert von 275 Millionen Euro kostenlos an Staaten abzugeben, die besonders unter der Pandemie leiden. Das berichtet das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf eine Vorlage aus dem Auswärtigen Amt.

13.8.2020, 13:35 Uhr – Finnische Regierung empfiehlt Masken in der Öffentlichkeit

13.35 Uhr - Die finnische Regierung empfiehlt das Tragen von Gesichtsmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln und überall dort, wo das Einhalten des Mindestabstands nicht möglich ist. Dies teilte die Ministerpräsidentin Sanna Marin mit, nachdem mit 41 Neuinfektionen die höchste tägliche Zahl seit Mai gemeldet wird.

13.8.2020, 13:30 Uhr – Barcelona kämpft um Touristen

Die katalonische Stadt Barcelona will mit einer Qualitätsoffensive auf das Ausbleiben von Touristen reagieren. Weil das Coronavirus in Barcelona besonders verbreitet ist, sind die internationalen Ankünfte im Juni gegenüber dem Vorjahr um 98 Prozent eingebrochen. Die Behörden sollen unter anderem Schulungen für Reisebüros anbieten, um den Bedürfnissen von Chinesen, Südostasiaten und auch Amerikanern entgegen zu kommen.

13.8.2020, 12:59 Uhr – VW will eigene Corona-Tests anbieten

Volkswagen richtet sich mit eigenen Corona-Tests auf die Urlaubsrückkehrer ein. Mit dem ersten Arbeitstag nach den Werksferien am 17. August gelten im Wolfsburger Stammwerk verschärfte Schutzregelungen. Freiweilige Untersuchungen der Belegschaft auf das Virus werden erweitert. „Sollte es zu einer möglichen zweiten Corona-Welle kommen, wollen wir mit dem Testangebot vorbereitet sein“, schreibt Personalvorstand Gunnar Kilian im Intranet.

13.8.2020, 11:29 Uhr – Handelsverband HDE sorgt sich um zweite Corona-Welle

Der Handelsverband HDE sorgt sich um die steigenden Corona-Infektionszahlen in Deutschland. „Kommt eine zweite Pandemie-Welle mit erneut sinkenden Kundenfrequenzen und womöglich wieder mit zwangsweisen Ladenschließungen, dann könnten das viele Händler wirtschaftlich nicht mehr stemmen“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Er rief die Menschen dazu auf, sich an die Corona-Regeln zu halten und alles zu tun, um eine zweite Welle zu vermeiden. Schon jetzt seien viele mittelständische Händler am Rande der Insolvenz: Eine HDE-Umfrage unter 500 Nicht-Lebensmittelhändlern ergab, dass 27 Prozent ihre unternehmerische Existenz aufgrund der Corona-Krise bedroht sehen.

13.8.2020, 10:09 Uhr – Spahn optimistisch, dass Impfstoff bald kommt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist optimistisch, dass es „in den nächsten Monaten und sicher im nächsten Jahr“ einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus geben kann. Die vielen Ansätze stimmten ihn zuversichtlich, sagt der CDU-Politiker im ZDF. Er wolle sich nicht auf einen Monat festlegen, und man könne auch nicht sagen wie oft man geimpft werden müsse und wie lange die Immunität anhalte. Aber dadurch, dass sich Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft, das öffentliche Leben und die Politik zusammengetan hätten, werde die Menschheit wahrscheinlich so schnell einen Impfstoff haben wie nie zuvor.

13.8.2020, 8:19 Uhr – Neuseeland meldet 13 weitere Corona-Fälle

In Neuseeland sind 13 Neuinfektionen bestätigt worden. Wie der Chef der Gesundheitsbehörde, Ashley Bloomfield, mitteilte, stehen alle Fälle im Zusammenhang mit einer Familie aus Auckland. Am Dienstag wurden dort vier Mitglieder positiv getestet. Es handelte sich um die ersten Neuinfektionen seit 102 Tagen in Neuseeland. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, gilt seit Mittwoch für Auckland ein dreitägiger Lockdown.

13.8.2020, 7:27 Uhr – 1.445 Neuinfektionen in Deutschland – vier weitere Tote

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 1.445 auf 219.964 gestiegen. Das sind die meisten seit Anfang Mai. Die Zahl der Toten stieg demnach um vier auf 9211.

13.8.2020, 7:12 Uhr – Kroatien-Heimkehrer stecken Partygäste in Stuttgarter Club an

Nach ihrer Rückkehr aus der kroatischen Partyhochburg Novalja haben mehrere Menschen Gäste einer privaten Feier in einem Stuttgarter Club mit dem Coronavirus angesteckt. Es handele sich um acht Reiserückkehrer, die mindestens 16 weitere Personen infiziert haben, teile die Stadt Stuttgart mit. Es stehen aber noch Testergebnisse aus. Zudem sei eine weitere Kontaktperson, die nicht auf der Party war, positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die Reisenden seien nach der Rückkehr getestet worden. Es sei jedoch davon auszugehen, dass sie zum Zeitpunkt der Feier noch nichts von ihrer Infektion wussten.

Die Party war im Rahmen der weiterhin geltenden Corona-Schutzmaßnahmen erlaubt. Ein Stadtsprecher sprach jedoch von einem „extrem sorglosen Umgang“ mit der Pandemie.

13.8.2020, 4:27 Uhr – Studie: Hälfte der Eltern mit Digitalunterricht zufrieden

Etwa die Hälfte aller Eltern in Deutschland war mit dem digitalen Schulunterricht während des Corona Lockdowns zufrieden, ein Drittel war dagegen unzufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Initiative D21 – einem gemeinnützigen Netzwerk für die Digitale Gesellschaft. Wie gut der Unterricht gestaltet war, hing demnach stark von Können und Engagement der einzelnen Lehrkräfte ab. 42 Prozent empfanden die Lehrkräfte als überfordert. Die Initiative D21 fordert bundesweite Standards für den digitalen Unterricht. Damit müsse sichergestellt werden, dass Lehrer über die notwendigen Kompetenzen verfügten.

12.8.2020, 20:39 Uhr – Panne bei Corona-Tests in Bayern: Infizierte bekommen ihr Ergebnis nicht

Wegen massiver Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern warten Zehntausende Menschen auf ihr Testergebnis. Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hat aus der Panne Konsequenzen gezogen und einen für Donnerstag und Freitag geplanten Besuch an der Nordsee abgesagt. „Bayern geht vor“, schrieb Söder am Abend auf Twitter.

Zuvor hatte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in München eingestanden, dass rund 44.000 Reiserückkehrer noch kein Testergebnis bekommen haben, darunter auch 900 nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierte. Die Opposition übte scharfe Kritik und verlangte Aufklärung.

12.8.2020, 19:23 Uhr – RKI: So viele Neuinfektionen wie seit Mai nicht mehr

Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter haben 1.226 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Die Bundesregierung hat wegen gestiegener Corona-Infektionszahlen dazu aufgerufen, Schutzvorgaben einzuhalten. Es gebe nicht das eine große Infektions-Ereignis, aber viele kleine und mittlere Ausbrüche im ganzen Land, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Unterdessen steigt auch die Zahl der Risikogebiete. Auch Madrid und das Baskenland in Spanien zählen nun dazu. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen dorthin.

Urlaub im Risikogebiet Das müssen Rückkehrer aus Corona-Gebieten beachten

Das Robert-Koch-Institut hat mittlerweile etliche Gebiete – darunter auch mehrere Urlaubsländer – als Risikogebiet eingestuft. Was muss ich bei der Rückkehr aus so einem Land beachten?  mehr...

12.8.2020, 14:54 Uhr – Arbeitsagentur verbraucht im ersten Halbjahr zehn Milliarden Euro

Die Bundesagentur für Arbeit hat wegen der Corona-Krise im ersten Halbjahr etwa zehn Milliarden Euro ihrer Rücklagen aufgebraucht. Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Die Mittel wurden demnach vor allem für das Kurzarbeitergeld genutzt, das die Bundesregierung zur Linderung der wirtschaftlichen Folgen der Krise eingeführt hat.

Für das zweite Halbjahr wollte die Sprecherin keine Prognose abgeben. Sollte die Rücklage der Bundesagentur zum Jahresende komplett aufgebraucht sein, gäbe es einen Bundeszuschuss für die Behörde, sagte sie. Die "FAZ" zitierte allerdings aus einem Bericht der Agentur, wonach für die zweite Jahreshälfte "weitere, teilweise erhebliche Mehrausgaben" zu erwarten seien. Das zeichne sich anderen, internen Unterlagen zufolge schon jetzt ab.

12.8.2020, 14:24 Uhr – Bundesregierung warnt vor neuer Dynamik bei Infektionen

Die Bundesregierung warnt angesichts steigender Corona-Infektionen vor nachlassender Wachsamkeit. "Ich will für die Bundesregierung sagen, dass die Entwicklung dieser Zahlen uns Sorgen macht", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Er verwies darauf, dass die Infektionen sich im ganzen Land verbreiteten und nicht nur an einzelnen Punkten.

Es sei auch bemerkenswert, dass deutlich mehr Jüngere unter den Infizierten seien, die mobil seien und das Virus schnell weitertragen könnten. "Wenn wir jetzt nicht alle aufpassen und wachsam sind, dann kann dieses Geschehen noch eine ganz eigene Dynamik entfalten." Derzeit sei das Gesundheitssystem gut vorbereitet. "Aber wir müssen eine Verschärfung der Situation vermeiden."

12.8.2020, 14:13 Uhr – Weiteres Hilfsdarlehen für TUI

Der weltgrößte Reisekonzern TUI soll zur Überbrückung der Geschäftseinbrüche in der Corona-Krise weitere staatliche Hilfen erhalten. Ein schon bestehender Kredit der Förderbank KfW soll um 1,05 Milliarden Euro aufgestockt werden, wie das Unternehmen in Hannover mitteilte. TUI hatte bereits ein erstes Hilfsdarlehen über 1,8 Milliarden Euro zugesprochen bekommen.

"Die Inanspruchnahme steht unter dem Vorbehalt, dass die TUI eine Wandelanleihe in Höhe von 150 Millionen Euro an den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) begibt und die Gläubiger einer im Oktober 2021 fälligen Anleihe auf eine Begrenzung der Verschuldung der TUI verzichten", so TUI-Chef Fritz Joussen.

12.8.2020, 13:59 Uhr – Maskenverweigerer verletzt Polizisten

Ein Maskenverweigerer hat in einem Dortmunder Supermarkt zwei Polizisten verletzt, die ihn abführen wollten. Der Staatsschutz ermittelt, da der 44-Jährige laut Polizei offenbar dem Reichsbürger-Milieu zuzuordnen ist. Er selbst hatte die Situation gefilmt. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich der Mann ohne Mund-Nasen-Schutz gestern Abend zunächst mit dem Supermarkt-Personal angelegt und einen Mitarbeiter mit einem Einkaufswagen gerammt. Als die Beamten eintrafen, beobachteten bereits zahlreiche weitere Kunden das Geschehen. Der 44-Jährige habe in der Mitte gestanden und gefilmt. Als die Polizisten den Mann aus dem Supermarkt bringen wollten, habe er sich so stark gewehrt, dass zwei Beamte verletzt worden seien.

12.8.2020, 12:31 Uhr – Forderung nach Corona-Abgabe für Reiche

In der Corona-Krise sollen Reiche nach dem Willen des Sozialverbandes VdK zu einer Einmalzahlung verpflichtet werden. VdK-Präsidentin Verena Bentele forderte in München eine "einmalige Vermögensabgabe" von reichen Privatpersonen und wohlhabenden Unternehmen. "Der Staat hat hohe Schulden aufgenommen. Nun müssen die Kosten der Krise gerecht verteilt werden." Nur Menschen und Betriebe mit großem Vermögen sollen ihrem Vorschlag zufolge herangezogen werden. Zudem soll ein Freibetrag von einer Million Euro gelten. "Nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung wäre von der Vermögensabgabe betroffen. Doch der Effekt wäre enorm, wir sprechen von zusätzlichen Steuereinnahmen im Milliardenbereich", sagte Bentele.

12.8.2020, 11:43 Uhr – Gastronomie warnt vor Verschärfung der Schutzmaßnahmen

Wegen der steigenden Zahl an Neuinfektionen hat die Gastronomiebranche vor den Folgen einer neuerlichen Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen gewarnt. „Ein zweiter Shutdown wäre eine Katastrophe für unsere Branche“, sagte Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenbundesverbands (Dehoga), der Passauer Neuen Presse. Die steigenden Infektionszahlen seien zwar „sehr ernst zu nehmen, aber auch nicht zu dramatisieren“, sagte sie. Die erhöhte Zahl von Corona-Tests würde auch zu höheren Infektionszahlen führen.

12.8.2020, 10:35 Uhr – Maskenpflicht in Brüssel gilt nun auch im Freien

Die belgischen Behörden haben eine Maskenpflicht im Freien für den Großraum Brüssel angeordnet. Alle Menschen müssten ab sofort etwa in Parks und auf der Straße, aber auch in privaten Räumen, die für die Öffentlichkeit zugänglich seien, Mund und Nase bedecken. Bislang war dies nur auf viel besuchten öffentlichen Plätzen und in geschlossenen Gebäuden wie etwa Supermärkten vorgeschrieben. Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Brüssel war zuletzt wieder angestiegen. Ausgenommen von der neuen Maskenpflicht sind Kinder im Alter von unter zwölf Jahren und Sporttreibende.

12.8.2020, 8:04 Uhr – Unterricht in NRW startet mit Maskenpflicht

In Nordrhein-Westfalen beginnt heute für rund 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche wieder der Unterricht nach den Sommerferien – es ist das einzige Bundesland mit einer Maskenpflicht in den Klassen. Ausgenommen sind nur die Grund- und Förderschüler der ersten bis vierten Klasse. Für alle gilt aber eine Maskenpflicht auf dem Schulgelände und auf den Fluren. Der Schulstart wird bundesweit mit Spannung verfolgt. Hier werde sich zeigen, ob die Schutzkonzepte an den Schulen funktionieren, hieß es. Eltern- und Lehrerverbände haben der schwarz-gelben Landesregierung bereits vorgeworfen, den Unterrichtsbeginn nicht ausreichend vorbereitet zu haben.

12.8.2020, 7:32 Uhr – Möglicher Betrug bei Soforthilfen: Fast 300 Verfahren in Baden-Württemberg

Staatsanwaltschaften in Baden-Württemberg ermitteln offenbar in fast 300 Fällen wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei Corona-Soforthilfen. Das berichten die Heilbronner Stimme und der Mannheimer Morgen. Justizminister Guido Wolf (CDU) hat den Zeitungen gesagt, es sei inakzeptabel, wenn sich Personen an Hilfsgeldern zu bereichern versuchen, die für die Rettung von Unternehmen vorgesehen seien. Das Corona-Soforthilfeprogramm soll mittelständische Unternehmen aus Baden-Württemberg unterstützen, die in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind.

12.8.2020, 6:17 Uhr – Höchster Stand seit Mai: 1.226 registrierte Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1.226 neue Coronavirus-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Höher lag der Wert zuletzt am 9. Mai mit 1.251 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1.000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder.

12.8.2020, 5:33 Uhr – Umfrage: Corona-Krise stärkt Zusammenhalt in Deutschland

Die Menschen in Deutschland bewerten den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Corona-Krise positiver als am Anfang des Jahres. Im Februar sahen noch 46 Prozent der Befragten den Zusammenhalt in Deutschland als gefährdet an, im Juni – zum Ende der Kontaktbeschränkungen – waren es nur noch 36 Prozent, wie die Bertelsmann Stiftung erklärte. Dass sich die Menschen nicht um ihre Mitmenschen kümmern würden, sahen im Juni nur noch halb so viele (21 Prozent) so wie im Februar (41 Prozent). Auch das Vertrauen in die Bundesregierung legte im gleichen Zeitraum von 19 Prozent auf 45 Prozent zu.

12.8.2020, 5:01 Uhr – Reisewarnung auch für Madrid und Baskenland

Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung für Spanien erweitert. Gewarnt wird nun auch „vor nicht notwendigen, touristischen Reisen“ nach Madrid und ins Baskenland. Bislang galt die Warnung nur für die Regionen Aragón, Katalonien und Navarra. Die beliebte Urlauberinsel Mallorca und auch die Kanaren sind weiterhin nicht betroffen.

Eine Reisewarnung ist nicht gleichbedeutend mit einem Reiseverbot, sie hat aber mehrere rechtliche Auswirkungen. Unter anderem können Reisende dadurch in der Regel eine Buchungen kostenlos stornieren. Entscheidend für eine Reisewarnungen im Zusammenhang mit Corona ist unter anderem die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche. Sie liegt in Madrid bei 80 pro 100.000 Einwohner, im Baskenland bei 98.

12.8.2020, 4:39 Uhr – WHO: Russland muss Impfstoff überprüfen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zurückhaltend auf die Zulassung des weltweit ersten Corona-Impfstoffs in Russland reagiert. Man stehe in engem Kontakt zu den russischen Behörden und diskutiere über die Kriterien, hieß es. Alle Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit müssten genauestens überprüft werden. Auch das Bundesgesundheitsministerium sieht den Impfstoff skeptisch. Um ein solches Serum zuzulassen, sind eigentlich mehrere Testphasen nötig. Russland hat allerdings die dritte und entscheidende Phase ausgelassen.

12.8.2020, 2:09 Uhr – Ärztepräsident gegen Schulschließungen bei einzelnen Corona-Fällen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt ist gegen Schulschließungen bei vereinzelten Coronavirus-Infektionen. Wenn ein Corona-Fall auftauche, müsse nicht gleich die ganze Schule für zwei Wochen geschlossen werden, sagte er der Rheinischen Post. Es reiche, wenn einzelne Klassen oder Kurse zu Hause blieben. Voraussetzung sei natürlich, dass die Schüler auch nur in diesen Gruppen zusammenkämen, so Reinhardt. Nordrhein-Westfalen startet heute als erstes Bundesland mit einer Maskenpflicht während des Unterrichts in das neue Schuljahr.

11.8.2020, 18:37 Uhr – Maskenpflicht in Frankreich soll ausgeweitet werden

Der französische Premierminister Jean Castex hat für eine möglichst flächendeckende Maskenpflicht geworben. Es bestehe ein „großes Risiko“ für ein Wiederaufflammen der Corona-Pandemie, sagte Castex im südfranzösischen Montpellier. Er werde die lokalen Behörden deshalb auffordern, die Maskenpflicht im öffentlichen Raum "so weit wie möglich" auszudehnen.

11.8.2020, 16:26 Uhr – Deutsche Experten sehen russischen Impfstoff kritisch

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat die Zulassung des neuen Corona-Impfstoffes in Russland scharf kritisiert. Die Zulassung ohne die entscheidende dritte Testreihe halte er für ein „hochriskantes Experiment am Menschen“, sagte Reinhardt der Rheinischen Post. Er habe den Eindruck, ein autoritär regierter Staat wolle der Weltgemeinschaft seine wissenschaftliche Leistungsfähigkeit demonstrieren.

Ähnlich sieht es der Direktor des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek: Um mögliche seltene Nebenwirkungen festzustellen, seien Tests mit mindestens mehreren tausend Teilnehmern erforderlich. Russlands Präsident Wladimir Putin hat heute die weltweit erste staatliche Zulassung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus bekannt gegeben. Den Impfstoff mit dem Namen Sputnik V haben nur wenige Menschen im Rahmen einer Studie bekommen.

Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer peilen indes an, noch in diesem Jahr für einen Corona-Impfstoff die Marktzulassung zu beantragen. Das teilte Biontech am Dienstag mit. Sollten die Ergebnisse der groß angelegten klinischen Studie positiv ausfallen, könnte der Antrag auf Zulassung bereits im Oktober gestellt werden, heißt es von Seiten des Unternehmens. Die Studie umfasst 30.000 Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 85 Jahren.

11.8.2020, 15:30 Uhr – Studien: Masken schützen auch den Träger selbst

Bisher galt die Annahme: Wer einen Mund-Nase-Schutz trägt, schützt vor allem seine Mitmenschen vor einer möglichen Weitergabe von Coronaviren. Doch Studien zeigen: Auch die Träger selbst sind dadurch geschützt.

11.8.2020. 14:06 Uhr – Noch keine Entscheidung über Konzert in Düsseldorfer Stadion

In der Diskussion um ein für den 4. September geplantes Großkonzert mit 13.000 Zuschauern im Düsseldorfer Fußballstadion gibt es noch keine Entscheidung. Aus NRW-Regierungskreisen hieß es, es gebe noch dringende Fragen, die geklärt werden müssten, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte das nordrhein-westfälische Kabinett über das Konzert diskutiert.

Vor der Kabinettssitzung hatten sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sowie Gesundheitsminister Karl Josef Laumann (SPD) skeptisch geäußert. Die Stadt Düsseldorf hatte das Konzert bereits genehmigt und auf ein schlüssiges Abstands- und Hygienekonzept verwiesen. Das Gesundheitsministerium ließ sich das Konzept nachträglich zur Prüfung schicken. Geplant sind unter anderem Auftritte von Bryan Adams und Sarah Connor. Der Ticket-Shop für das Event „Give Live A Chance“ wurde bereits online freigeschaltet.

11.8.2020, 11:59 Uhr – Coronavirus auf TK-Meeresfrüchten in China nachgewiesen

In China haben die Behörden das neuartige Coronavirus auf der Verpackung von tiefgefrorenen Meeresfrüchten gefunden, die aus dem Ausland importiert wurden. Die Meeresfrüchte seien aus der Hafenstadt Dalian nach Yantai in der östlichen Provinz Shandong gekommen, teilte die Stadtverwaltung mit. Aus welchem Land die Meeresfrüchte stammen, wurde nicht gesagt. Im Juli hatten Zollbeamte in Dalian das Virus in der Verpackung von gefrorenen Garnelen gefunden, die aus Ecuador importiert worden waren. China setzte daraufhin die Importe von drei Garnelenanbietern aus dem südamerikanischen Land aus.

11.8.2020, 11:43 Uhr – Erste Neuinfektionen sei drei Monaten in Neuseeland

Neuseeland meldet die ersten lokalen Corona-Neuinfektionen seit mehr als drei Monaten. Es handele sich um vier Fälle in einer Familie in Auckland und die erste Ansteckung in dem Land seit 102 Tagen, sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern. Wo und wie sich die Familie angesteckt habe, sei nicht klar. Die Kontaktbeschränkungen in Neuseeland sollen am Mittwoch wieder verschärft werden. Die Menschen in Auckland sollen dann zu Hause bleiben und nicht zur Arbeit oder zur Schule gehen. Auswärtigen sei eine Reise in die Stadt vorerst verboten.

11.8.2020, 10:36 Uhr – Putin: Russland lässt ersten Corona-Imfpstoff zu

Russland hat nach den Worten von Präsident Wladimir Putin den weltweit ersten Corona-Impfstoff zugelassen. Das Mittel, das das Moskauer Gamaleja-Institut entwickelt hatte, habe die Freigabe des Gesundheitsministerium erhalten, sagt Putin. Seine Tochter sei bereits geimpft worden. Er hoffe, dass die Massenproduktion bald gestartet werden könne. Der Impfstoff wurde nach weniger als zwei Monaten Erprobung am Menschen zugelassen.

11.8.2020, 10:11 Uhr – Laschet wirbt für Corona-Tests

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat zum Ende der Sommerferien in NRW Urlaubs-Rückkehrer zu Corona-Tests aufgerufen. „Den vielen Reise-Rückkehrern rufe ich zu: Lassen Sie sich zeitnah testen, insbesondere wenn sie aus Risiko-Gebieten kommen“, sagt Laschet.

Neue Lockerungen der Corona-Auflagen in Nordrhein-Westfalen werde es wegen steigender Zahlen nicht geben, vielmehr würden die Corona-Verordnungen verlängert. Kritik übte Laschet auch an Plänen für ein Groß-Konzert in der Stadt Düsseldorf mit rund 13.000 Besuchern. Diese halte er für „kein gutes Signal“.

11.8.2020, 8:34 – Corona-Krise drückt Brutto-Löhne im zweiten Quartal

Die Corona-Krise hat sich im zweiten Quartal auch auf die Bruttoverdienste der Beschäftigten in Deutschland ausgewirkt. Vor allem die Kurzarbeit in vielen Branchen und die damit verbundenen geringeren Arbeitszeiten (-4,7 Prozent) drückten auf die Bruttoeinkommen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Einkommen sanken im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,2 Prozent.

11.8.2020, 1:41 Uhr – Home-Office auch nach Corona von Dauer

Bei einer weltweiten Umfrage der Beratungsgesellschaft PwC haben 78 Prozent der Firmenchefs angegeben, Homeoffice werde sich in ihren Branchen auch nach der Corona-Krise weiter durchsetzen. Mindestens ein Teil der Änderungen in der Pandemie wird demnach von Dauer sein. PwC hat 3.500 seiner Kunden aus 157 Ländern befragt.

11.8.2020, 0:57 Uhr – US-Regierung will Corona-Positiven Heimreise untersagen

Die US-Regierung überlegt einem hochrangigen Mitarbeiter zufolge, mutmaßlich mit dem Coronavirus infizierten US-Bürgern die Heimreise aus anderen Ländern zu verbieten. Es gebe dazu einen Entwurf für entsprechende Regelungen. Diese seien aber noch nicht final abgestimmt und könnten sich noch ändern.

11.8.2020, 0:00 Uhr – Corona für 60 Prozent der Gastronomen und Hoteliers existenzbedrohend

Etwa 60 Prozent der Betreiber von Kneipen, Bars, Restaurants und Hotels in Deutschland sehen einem Medienbericht zufolge die Corona-Krise als Existenzbedrohung an. Das berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA. 7.200 Gastronomen und Hoteliers wurden befragt. Demnach gaben 59,6 Prozent aller teilnehmenden Betriebe an, dass sie wegen Corona um ihr Überleben kämpften. Von Januar bis Juli beklagten die Betriebe laut der Umfrage im Durchschnitt Umsatzverluste von 60,1 Prozent.

10.8.2020, 21:07 Uhr – Finnland will Testpflicht und Zwangsquarantäne einführen

Finnland will Pflicht-Tests und Zwangsquarantänen für Reisende aus gewissen Risiko-Staaten einführen. Das kündigte die zuständige Ministerin für Soziales, Krista Kiuru, an. Am Samstag war bei freiwilligen Tests auf dem Flughafen Turku bei 24 von 157 Flugpassagieren einer Maschine aus Skopje eine Corona-Infektion nachgewiesen worden.

10.8.2020, 20:31 Uhr – Mehr als 20 Millionen Infizierte weltweit

Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist weltweit auf über 20 Millionen angestiegen. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters, die Statistiken der Regierungen ausgewertet hat. Mehr als die Hälfte der Ansteckungen wurden in den USA, Brasilien und Indien ermittelt.

Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, beträgt inzwischen fast 730.000. Sie liegt damit höher als die Zahl der Grippetoten in Jahren mit hohen Opferzahlen.

10.8.2020, 17:42 Uhr – Spahn will keine Fußball-Fans in Stadien

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält eine Rückkehr von Fans zu Spielen der Fußball-Bundesliga trotz guter Corona-Schutzkonzepte vorerst für unangebracht. „Tausende Zuschauer in den Stadien - das passt nicht zum aktuellen Infektionsgeschehen“, twitterte der CDU-Politiker nach Beratungen mit den Länder-Gesundheitsministern.

Jetzt heiße es, keine vermeidbaren Risiken einzugehen. „Wir spüren, dass wir wachsam bleiben müssen. In der jetzigen Situation wären Zuschauer auf den Rängen das falsche Signal.“ Das Konzept der Deutschen Fußball Liga sei in der Theorie gut. Entscheidend sei in der Pandemie aber die Praxis im Alltag.

10.8.2020, 17:15 Uhr – In Berlin darf wieder gesungen werden

In Berlin wird das gemeinschaftliche Singen in geschlossenen Räumen demnächst wieder möglich sein. Das heute von der Senatskulturverwaltung veröffentlichte „Hygienerahmenkonzept für Kultureinrichtungen“ sieht unter anderem einen Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Singenden in alle Richtungen vor und macht genaue Vorgaben zur Raumbelüftung. Der Abstand zum Publikum soll mindestens vier Meter betragen. Jetzt müssen alle Kultureinrichtungen noch ein eigenes Hygienekonzept erstellen.

10.8.2020, 16:20 Uhr – Giffey will Kita-Schließungen verhindern

Kostenlose Corona-Tests für Erzieherinnen und Erzieher, Gelder für Hygienemaßnahmen – so will Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sicherstellen, dass Kitas trotz Corona nicht geschlossen werden.

10.8.2020, 14:51 Uhr – WHO: „Lasst den Druck auf dem Virus“

Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird es bis auf Weiteres immer wieder zu steigenden Corona-Zahlen kommen. „Man kann es eine zweite Welle nennen, man kann es eine zweite Spitze nennen, man kann es ein Aufflammen nennen, man kann es nennen wie man will - nimmt man den Druck von diesem Virus, kommt das Virus zurück“, sagte WHO-Experte Michael Ryan. „Ich weiß, das wollen die Leute nicht hören, aber das ist die Realität.“ Es sei außergewöhnlich schwer, das Virus zu stoppen. Deshalb „sagen wir den Ländern in Europa: Lasst den Druck auf dem Virus“, so Ryan.

10.8.2020, 13:12 Uhr –Bayern plant flächendeckend Corona-Testzentren

In Bayern sollen in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt Corona-Testzentren eingerichtet werden, also rund 100 an der Zahl. Ministerpräsident Markus Söder sagte anschließend in Nürnberg, die Menschen sollten sich schnell und unbürokratisch testen lassen können und dafür nicht mehr zum Arzt gehen müssen.

Reiserückkehrer sollten sich nach Worten Söders künftig zweimal testen lassen: Einmal an der Grenze beziehungsweise am Flughafen, und ein zweites Mal fünf bis sechs Tage später. Dazu sollen die Testkapazitäten in Bayern weiter massiv ausgebaut werden - von derzeit 55.000 pro Tag auf dann "weit über 200.000 pro Tag".

10.8.2020, 12:38 Uhr – Bayern entscheidet später über Maskenpflicht im Unterricht

Bayern hat die Entscheidung über eine Maskenpflicht im Schulunterricht vertagt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat nach Beratungen des Kabinetts den Termin 01. September genannt – eine Woche vor Beginn des neuen Schuljahrs. Dann werde man aktuell unter anderem mit Lehrervertretern sprechen. Wichtig seien die ersten zwei Wochen als Startphase mit klaren Regeln. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hatte einen Vier-Stufen-Plan vorgelegt, nach dem es bei hohen Infektionszahlen auch eine Maskenpflicht im Unterricht geben sollte.

Das bayrische Kabinett hat außerdem beschlossen, künftig flächendeckend Testmöglichkeiten zu schaffen. Söder sagte nach der Kabinettssitzung, dass sich Reiserückkehrer künftig zweimal testen lassen sollten – nach der Einreise und erneut fünf bis sechs Tage danach.

10.8.2020, 12:08 Uhr – Giffey will flächendeckende Kita-Schließungen verhindern

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat Empfehlungen des Bundes für das neue Kita-Jahr vorgestellt. Ziel ist es, die Kinder-Betreuung auch in der Pandemie sicherzustellen. Gelingen soll das durch regelmäßiges Lüften und Händewaschen. Kitas sollen feste Gruppen bilden und Erzieherinnen und Erzieher leichter Zugang zu Tests haben, erklärte Giffey. Oberstes Ziel sei es, flächendeckende Kita-Schließungen zu verhindern.

10.8.2020, 10:39 Uhr – Laschet und Klingbeil kritisieren kostenlose Tests für Rückkehrer

Kostenlose Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten stoßen weiter auf Kritik. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte im Morgenmagazin von ARD und ZDF, er halte es zwar für richtig, dass die Pflichttests im Moment kostenlos seien, damit sich tatsächlich jeder testen lasse. Auf Dauer sollten die Tests aber nicht von der Allgemeinheit bezahlt werden. Wer in ein Risikogebiet reise, müsse letztlich auch die Kosten dafür tragen, so Laschet. Ähnlich äußerte sich auch SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Innen-Staatsminister Günter Krings (CDU) ist dafür, dass Reisen in Risikogebiete dem Gesundheitsamt gemeldet werden müssen.

10.8.2020, 8:47 Uhr – Weiterhin deutlich weniger Übernachtungen in Hotels

Der Inlandstourismus in Deutschland lag im Juni trotz der Corona-Lockerungen im Minus. Das Statistische Bundesamt zählte insgesamt rund 29,5 Millionen Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Ferienunterkünften und auf Campingplätzen. Das waren gut 40 Prozent weniger als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Seit Mitte März galt wegen Corona ein Übernachtungsverbot für privatreisende Gäste. Je nach Bundesland wurde es ab Mitte bis Ende Mai aufgehoben. Aktuell sind Übernachtungsmöglichkeiten in vielen Urlaubsregionen wieder ausgebucht. Zum Teil liegt das aber daran, dass Hotels oder Pensionen ihre Häuser wegen der Corona-Abstandsregeln nicht voll auslasten dürfen.

10.8.2020, 5:35 Uhr – Bilanz: Erstes Wochenende mit Testpflicht an baden-württembergischen Flughäfen

Die Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikoländern ist am Wochenende in Baden-Württemberg gut angenommen worden. Allein am Samstag wurden am Stuttgarter Flughafen 1.100 Tests gemacht – doppelt so viel wie in den letzten Tagen seit Eröffnung der Teststation. Weniger Andrang hat es an den Flughäfen Friedrichshafen und Karlsruhe/Baden-Baden gegeben, dort sind aber auch weniger Flüge aus Risikogebieten angekommen.

10.8.2020, 5:02 Uhr –Schulbeginn in drei Bundesländern

Nach Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg beginnt heute in drei weiteren Bundesländern das neue Schuljahr unter Corona-Bedingungen. Schleswig-Holstein empfiehlt Schülern und Lehrern auch im Unterricht Masken zu tragen. In Berlin gilt eine Maskenpflicht lediglich im Schulgebäude. Das ist auch in Brandenburg vorgesehen. Dort berät das Kabinett aber erst morgen über die Corona-Verordnung.

10.8.2020, 4:00 Uhr – NRW: Hitzefrei wegen Maskenpflicht auch für Oberstufenschüler gefordert

In Nordrhein-Westfalen fordern Städtetag und die Schülervertretung eine großzügigere Hitze-Frei-Entscheidung. Grund ist die Maskenpflicht an den Schulen. Oberstufenschüler bekommen in NRW grundsätzlich nicht hitzefrei. Die Hitze setze in Zeiten mit coronabedingter Maskenpflicht aber auch den älteren Schülern so zu, dass ein normaler Unterricht ihrer Meinung nach nicht möglich ist.

10.8.2020, 1:31 Uhr – Anzeigepflicht vor Reise in Risikogebiete gefordert

Eine Anzeigepflicht vor geplanten Reisen in Corona-Risikogebiete – das hat Innenstaatssekretär Günter Krings vorgeschlagen. Der Rheinischen Post sagte der CDU-Politiker, wer in ein Risikogebiet reisen wolle, sollte das vorher dem Gesundheitsamt melden. So könne hinterher leichter überprüft werden, ob der verpflichtende Corona-Test bei der Rückkehr gemacht worden sei.

Für Heimkehrer aus Risikogebieten gibt es derzeit zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen sich noch im Urlaubsland höchstens 48 Stunden vor der Abreise testen und legen einen Negativ-Nachweis in deutscher oder englischer Sprache vor. Tests im Ausland sind aber selbst zu zahlen. Oder sie lassen sich nach der Rückkehr in Deutschland testen, was bis zu drei Tage kostenlos möglich ist, etwa auch beim Hausarzt.

Krings fordert außerdem, dass Ordnungskräfte härter gegen Demonstranten vorgehen, die gegen Corona-Regeln verstoßen. Man könne gegen die Regeln protestieren, aber man dürfe sich nicht einfach darüber hinwegsetzen, sagte der CDU-Politiker im Interview. Krings will auch, dass die Städte bei der Anmeldung neuer Demos prüfen, ob bei früheren Demos der Veranstalter schon massiv gegen Regeln verstoßen worden ist. Sollte das der Fall sein, sollten Demos dieser Veranstalter grundsätzlich verboten werden, so Krings.

10.8.2020, 0:00 Uhr – Unverheiratete Partner aus Drittstaaten dürfen wieder einreisen

Deutschland lässt ab heute auch wieder unverheiratete Partner aus Staaten außerhalb der EU einreisen. Voraussetzung ist allerdings, dass sich das Paar vorher mindestens einmal in Deutschland getroffen hat oder einen gemeinsamen Wohnsitz im Ausland hatte. Betroffene Paare hatten bereits seit Wochen eine Aufhebung der Reisebeschränkung gefordert.

10.8.2020, 0:00 Uhr – Maskenpflicht in Paris verschärft

In Paris gilt ab heute eine verschärfte Maskenpflicht. An besonders stark besuchten Orten muss der Mund-Nasenschutz im Freien getragen werden. Betroffen sind unter anderem das Seine-Ufer, der Eiffelturm, Märkte und Einkaufsstraßen. Zuvor hatten schon Städte wie Nizza und Marseille Masken im Freien vorgeschrieben.

9.8.2020, 21:12 Uhr – EU-Gesundheitskommissarin: Hoffnung auf Impfstoff

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, ist zuversichtlich, dass in den kommenden Monaten Impfstoffe gegen das Corona-Virus zur Verfügung stehen werden. Vorausgesetzt, die Daten der aktuellen Prüfungsphase seien positiv, werde es vermutlich Ende des Jahres oder Anfang 2021 Zulassungen geben, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Ähnlich hat sich EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides im "Handelsblatt" geäußert. Damit seien zwar nicht auf Anhieb alle Probleme gelöst. Wenn aber vor allem Menschen aus Risiko-Gruppen geimpft wären, sei es möglich, schrittweise zur Normalität zurückzukehren.

9.8.2020, 20:19 Uhr – Paul-Ehrlich-Institut: Erste Corona-Impfungen ab Jahresende

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, zeigt sich zuversichtlich, dass in den kommenden Monaten Impfstoffe zur Verfügung stehen werden. „Ich gehe derzeit davon aus, dass es Ende 2020 und Anfang nächsten Jahres Zulassungen geben wird, vorausgesetzt, die Phase-III-Prüfungsdaten sind positiv“, sagt Cichutek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. In sogenannten Phase-III-Studien wird überprüft, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. Diese Zulassungen würden dann voraussichtlich mit der Auflage verbunden, weitere Daten nachzuliefern, sagte Cichutek.

Positiv sei insbesondere, „dass unterschiedliche Impfstoffkandidaten eine Immunantwort beim Menschen gegen das Sars-Coronavirus zwei hervorrufen“. Zudem sei dies mit Dosierungen gelungen, „die sich als verträglich erweisen“. Cichutek dämpfte zugleich Hoffnungen, die geltenden Abstands- und Hygieneregeln würden nach Zulassung der ersten Impfstoffe sofort überflüssig. Er hofft, dass man im nächsten Jahr von den Public-Health-Maßnahmen absehen können.

9.8.2020, 16:19 Uhr – Mehr als fünf Millionen Corona-Infektionen in den USA

In den Vereinigten Staaten hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle die Marke fünf Millionen überschritten. Dies teilte die Johns Hopkins University mit. Nirgendwo sonst auf der Welt haben sich so viele Menschen mit dem neuen Coronavirus angesteckt.

9.8.2020, 15:47 Uhr – DGB fordert Verlängerung des Kurzarbeitergeldes bis 2022

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hält eine deutliche Verlängerung des Kurzarbeitergelds und eine Aufstockung für nötig. „Jeder Kurzarbeiter ist ein Arbeitsloser weniger. Deshalb ist es wichtig, dass Unternehmen auch lange genug Kurzarbeitergeld beantragen können“, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann der Bild am Sonntag. „Wenn wir Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt verhindern wollen, müssen wir die aktuelle Regelung bis zum März 2022 aufrechterhalten und das Kurzarbeitergeld weiter aufstocken.“

Grundsätzlich gilt derzeit eine zeitliche Befristung für Kurzarbeitergeld auf maximal zwölf Monate. In bestimmten Fällen kann die Bezugsdauer aber bereits jetzt auch auf bis zu 21 Monate verlängert werden. Im Juni hatten sich die Wirtschaftsminister der Länder vor dem Hintergrund der Corona-Krise dafür ausgesprochen, das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate zu verlängern.

9.8.2020, 15:38 Uhr – Demo gegen Corona-Maßnahmen in Dortmund

In der Dortmunder Innenstadt haben sich nach Angaben der Polizei rund 2.800 Menschen versammelt, um gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen zu demonstrieren. Der geplante Beginn der Kundgebung verzögerte sich zunächst. Die meisten Teilnehmer trugen keine Mund-Nasen-Schutzmaske, wie eine dpa-Reporterin vor Ort berichtete. Viele suchten zunächst im Schatten Schutz vor der Sonne, so dass der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht überall eingehalten wurde. Die Organisation „Querdenken-231“ hatte die Veranstaltung angemeldet.

Am Samstag hatten sich in Stuttgart einige Hundert Menschen zu einer „Querdenken“-Demo gegen die Corona-Einschränkungen versammelt. In Berlin hatten am vergangenen Wochenende Tausende gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert. Weil viele von ihnen weder Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, löste die Polizei die Kundgebung auf.

9.8.2020, 14:27 Uhr – Johnson erklärt Schulöffnungen zur „nationalen Priorität“

Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Rückkehr aller Schüler zum Unterricht im September zur nationalen Priorität erklärt. In einem Zeitungsbeitrag schreibt Johnson, es sei sozial untragbar und moralisch nicht zu vertreten, die Schulen nur einen Augenblick länger geschlossen zu lassen als unbedingt notwendig. Aus der Regierung heißt es, bei einer neuen Corona-Welle wolle Johnson eher Läden, Kneipen und Restaurants schließen als Schulen. Die Sommerferien in England gehen Anfang September zu Ende. In Großbritannien sind bislang mehr als 46.000 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Dadurch handelt es sich um das von der Pandemie am stärksten betroffene Land in Europa.

9.8.2020, 12:11 Uhr – GEW kritisiert technische Ausstattung von Schulen

Die technische Ausstattung von Schulen reicht nach Ansicht von Gewerkschaftern nicht für digitalen Unterricht in der Coronakrise. Nur etwa jede zehnte Lehrkraft bekomme notwendige Geräte gestellt, private PCs dürften aber nicht genutzt werden, teilte mit Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft der Wirtschaftswoche mit. Teilweise müssten sich zehn Kinder einen Laptop teilen. Die Gewerkschaft kritisiert außerdem, die Landesregierungen hätten die Ferienzeit zu wenig für konzeptionelle Arbeit genutzt. Es sei daher ein Schuljahr mit viel Improvisation zu erwarten.

9.8.2020, 7:32 Uhr – Altmaier: Zweiten Lockdown mit aller Macht verhindern

Angesichts steigender Infektionszahlen fordert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, die bisherigen Corona-Regelungen zu überprüfen. Einen zweiten Lockdown müsse man mit aller Macht verhindern, sagte er den Funke-Medien. Nötig seien zielgenauere Maßnahmen statt flächendeckender Rundumschläge. Zwar meldet das Robert-Koch-Institut heute nur 555 Neuinfektionen und damit nur etwa halb so viel wie in den vergangenen Tagen. Ein Grund dafür ist aber, dass am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln.

9.8.2020, 6:58 Uhr – Trump ordnet Corona-Hilfspaket per Dekret an

US-Präsident Donald Trump hat neue Corona-Hilfen per Erlass angeordnet. Er will damit den US-Kongress umgehen. Vorgesehen sind unter anderem weniger Lohnnebenkosten und Schutz von Mietern vor Zwangsräumung. Ob Trump damit durchkommt, wird von Kritikern angezweifelt. Sie weisen darauf hin, dass alle Maßnahmen, die neue Finanzmittel erfordern, die Zustimmung des Kongresses benötigen. Dort waren Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten über die Hilfen zuletzt gescheitert.

9.8.2020, 2:40 Uhr – Bundespolizisten mit 1,5 Millionen Überstunden wegen Corona

Bundespolizisten haben in der Corona-Pandemie bis Ende Juni 1,57 Millionen Überstunden angesammelt. Das sind etwa 38.000 Stunden mehr als noch Ende Januar. Die Zahl geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach waren Ende Juni bei der Bundespolizei 8.551 Stellen unbesetzt. Ein großer Teil sei für Beschäftigte vorgesehen, die noch in der Ausbildung seien. Bis zum Jahresende sollten rund 3.300 weitere Anwärterinnen und Anwärter eingestellt werden, heißt es dort weiter.

8.8.2020, 21:39 Uhr – Brasilien überschreitet Marke von 100.000 Corona-Toten

Brasilien hat als weltweit zweites Land nach den USA die Marke von 100.000 Corona-Toten überschritten. Die von den größten Medienunternehmen des Landes ermittelte Todeszahl lag am Samstag bei 100.240. Fast drei Millionen Menschen sind demnach infiziert. Tatsächlich dürfte die Zahl der Corona-Infizierten und Toten sehr viel höher sein, da in Brasilien viel weniger getestet wird als in anderen Ländern. Experten sind sich einig, dass Brasiliens Regierung beim Schutz der Bevölkerung versagt hat. Präsident Jair Bolsonaro hatte Corona von Anfang an als „Hysterie“ und „kleine Grippe“ bezeichnet. Die von Bürgermeistern erlassenen Distanzregeln kritisierte und sabotierte er.

8.8.2020, 20:10 Uhr – Karliczek: Masken, wo Abstand nicht möglich ist

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, dass in Schulen Mund- und Nasenbedeckungen getragen werden sollten, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Die CDU-Politikerin sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, angesichts der Corona-Pandemie stünden die Schulen vor Herausforderungen, wie es sie vielleicht noch nie gegeben habe. Die persönliche Begegnung sei für den Lernerfolg unstreitig von besonderer Bedeutung.

Gerade benachteiligte Schülerinnen und Schüler hätten unter den Schulschließungen besonders gelitten. Sie erreiche man mit digitalen Lernformaten noch nicht gut genug. Die Krise habe aber auch die Chancen digitaler Lernformate gezeigt. Es sei vorangegangen, auch wenn noch nicht alle Ziele erreicht seien.

8.8.2020, 18:37 Uhr – Weitere Lehrer an Gymnasium in Mecklenburg-Vorpommern infiziert

Am Goethe-Gymnasium im westmecklenburgischen Ludwigslust sind zwei weitere Pädagogen positiv getestet worden. Die Schule war am Freitag geschlossen worden, nachdem die Infektion einer Lehrerin bekannt geworden war. Landrat Stefan Sternberg erklärte, 205 Schüler würden als Kontaktpersonen ersten Grades in Quarantäne geschickt. Sternberg zufolge werden am Montag nochmals das Schulpersonal und die 205 Schüler getestet. Der Unterricht werde aber für alle Schüler gewährleistet: Die Schule stelle auf das Lernen zu Hause am Computer um.

An der Grundschule in Graal-Müritz bei Rostock, die ebenfalls am Freitag wegen der Corona-Infektion eines Schülers vorsorglich geschlossen worden war, ist bislang kein weiterer Fall bekannt geworden. Mehr als die Hälfte der 137 zu testenden Schüler und Lehrer habe sich einem Abstrich unterzogen. Die noch ausstehenden Tests würden über das Wochenende erfolgen.

8.8.2020, 18:24 Uhr – In niedersächsischer Gemeinde wird das Wasser knapp

In der niedersächsischen Gemeinde Lauenau ist die Wasserversorgung nach warmen Tagen und während der Corona-Pandemie zusammengebrochen. Der Privatkonsum sei drastisch gestiegen - selbst im Vergleich zu anderen Spitzenzeiten, sagte Georg Hudalla, Bürgermeister der südwestlich von Hannover gelegenen Samtgemeinde Rodenberg, zu der Lauenau gehört: „Sonst sind die Menschen in der Sommerzeit verreist und jetzt sind sie zu Hause.“ Der Wasserspeicher könne sich nicht schnell genug wieder auffüllen. So sei er am Samstagmittag auf Null gelaufen.

Am Abend entspannte sich die Lage, nachdem die Bürger den Verbrauch auf ein Drittel reduziert hatten. „So können wir jetzt über die nächsten zwölf Stunden kommen“, sagte der Bürgermeister. Am Feuerwehrhaus wurden am Behälter mit Brauchwasser aufgestellt, das sich die Bürgerinnen und Bürger abholen können. Dazu verteilten Tanklöschfahrzeuge ihr Brandwasser in den Ortsteilen. Trinkwasser müssen sich die Menschen im Supermarkt kaufen. Knapp 4000 Menschen sind betroffen.

Omega-Wetterlage Hitzewelle 2020 – auch Gewitter bringen keine Erlösung bei Hitze und Trockenheit

Temperaturen von 30 Grad und mehr in Deutschland: Verantwortlich ist eine sogenannte Omega-Wetterlage – und die ist ganz schön hartnäckig. Einige Gemeinden müssen Wasser bereits rationieren. Auch angekündigte Gewitter mit Starkregen werden kaum Entlastung bringen.  mehr...

8.8.2020, 17:25 Uhr – Pflichttests an Flughäfen reibungslos angelaufen

Die seit heute geltende Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten hat an vielen deutschen Flughäfen keine Probleme verursacht. „Das ist minimal mehr als in den vergangenen Tagen“, sagte Benedikt Hart, Leiter des vom Roten Kreuz betriebenen Testzentrums am Frankfurter Flughafen, der Nachrichtenagentur dpa. Die Passagiere hätten Verständnis.

Am Flughafen Hannover bildeten sich vor dem Testzentrum der Johanniter-Unfall-Hilfe am Mittag längere Schlangen, wie eine Sprecherin sagte. Man rechne für heute insgesamt mit mehr als 1.000 Tests. In den vergangenen Tagen habe das Zentrum, das bereits vor gut einer Woche für zunächst freiwillige Tests errichtet worden war, demnach im Schnitt 700 bis 900 Test verzeichnet.

Auch am Hamburger Flughafen gab es nach Einschätzung der zuständigen Sozialbehörde keine Probleme. Fluggäste hätten selbst in Spitzenzeiten nicht länger als 30 Minuten auf den Abstrich warten müssen, sagte ein Sprecher. Allerdings hätten nicht alle Reisenden den für sie kostenlosen Service noch am Flughafen auch genutzt.

8.8.2020, 15:40 Uhr – Regierung kritisiert zögerliche Ticketerstattung der Lufthansa

Die Bundesregierung hat die Lufthansa wegen der zögerlichen Erstattung von Ticketpreisen für Flüge, die wegen der Corona-Krise ausgefallen sind, scharf kritisiert. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Lufthansa trotz der massiven staatlichen Hilfen ihren gesetzlichen Verpflichtungen bislang nicht nachkommt und den Kunden ihre Gelder nicht unverzüglich zurückzahlt“, sagte Wirtschaftsstaatsekretär Ulrich Nussbaum dem Spiegel. Es gehe um eine „Frage des Vertrauens“.

Der Staatssekretär hatte für das Wirtschaftsministerium mit Lufthansa über die rund neun Milliarden an staatlicher Hilfe zur Bewältigung der Corona-Krise verhandelt. Die Lufthansa räumte die Probleme dem Spiegel zufolge ein. Das Magazin zitierte aus einer aktuellen Stellungnahme für das Luftfahrtbundesamt, wonach die Airline von 4,48 Millionen Erstattungsanträgen erst 3,24 Millionen bearbeitet habe. Rund 1,24 Millionen Anträge seien noch offen. Bei der Tochter Eurowings seien erst rund die Hälfte der 378.000 Anträge auf Erstattung bearbeitet worden.

„Trotz enormer Anstrengungen“ sei es der Lufthansa nicht gelungen, die eigenen Ansprüche und die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, soll es in dem Schreiben heißen. Das Luftfahrtbundesamt hat dem Medienbericht zufolge bereits ein Ordnungswidrigkeitverfahren eingeleitet.

8.8.2020, 14:45 Uhr – Ukraine schließt Übergänge zur Halbinsel Krim

Die Ukraine riegelt vorübergehend die Grenze zur Krim ab, um eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Alle drei Übergänge vom Festland zu der Halbinsel seien vom 9. bis zum 30. August gesperrt, teilt die Regierung mit. Russland hatte die Krim 2014 annektiert.

8.8.2020, 14:42 Uhr – Berliner Eltern fordern Maskenpflicht im Unterricht

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres in Berlin haben Elternvertreter Nachbesserungen an den Schutz- und Hygienekonzepten gefordert. Ihrer Ansicht nach sollten Schüler und Lehrer ab dem Schulstart am kommenden Montag auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen – bisher ist das in Berliner Schulgebäuden lediglich auf Fluren, auf der Toilette, in Aufenthalts- und Begegnungsräumen vorgesehen.

Mehrere Bundesländer hatten wegen der Corona-Pandemie eine Maskenpflicht an Schulen angekündigt. Bislang sieht aber nur Nordrhein-Westfalen vor, dass die Masken teilweise auch im Unterricht getragen werden müssen. Der Ärzteverband Marburger Bund steht einer solchen Regelung kritisch gegenüber, weil beim Sitzen im Klassenraum Schutzabstände ohnehin eingehalten würden.

8.8.2020, 13:01 Uhr – Bundeselternrat kritisiert mangelnde Vorbereitung auf Schulstart

Kurz vor dem Start des neuen Schuljahrs in weiteren Bundesländern geht die Diskussion über Corona-Maßnahmen in den Einrichtungen weiter. Nach der Schließung zweier Schulen in Mecklenburg-Vorpommern kritisierte der Bundeselternrat die Kultusminister wegen mangelnder Vorbereitung. Die aktuellen Corona-Fälle in dem Bundesland "zeigen uns leider, dass die Schulen zu schnell und unvorsichtig geöffnet wurden", sagte der Elternratsvorsitzende Stephan Wassmuth der "Welt". Die Sommerferien seien nicht dafür genutzt worden, einen verlässlichen Unterricht auch in Corona-Zeiten vorzubereiten.

8.8.2020, 12:35 Uhr – Reisewarnung für Teile Bulgariens und Rumäniens

Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Infektionen in Bulgarien und Rumänien warnt die Bundesregierung nun vor touristischen Reisen in mehrere Regionen der beiden EU-Länder. Dazu zählt auch die bulgarische Touristenhochburg Warna mit dem auch bei deutschen Urlaubern beliebten Urlaubsort Goldstrand. In Warna liegt auch einer der beiden wichtigsten Flughäfen an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Daneben sind in Bulgarien nach den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts im Internet Blagoewgrad und Dobritsch betroffen, in Rumänien die Kreise Argeș, Bihor, Buzău, Neamt, Ialomita, Mehedinti und Timiş. Die wichtigsten rumänischen Urlaubsregionen in Siebenbürgen und am Schwarzen Meer sind von der Warnung ausgenommen.

Die Regionen in Bulgarien und Rumänien wurden gleichzeitig vom Robert Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen. Urlauber, die aus solchen Gebieten zurückkehren, müssen sich seit heute auf Corona testen lassen. Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

8.8.2020, 9:34 Uhr – Marburger Bund gegen Masken im Unterricht

Der Ärzteverband Marburger Bund hat eine Maskenpflicht im Schulunterricht - wie von Nordrhein-Westfalen vorgesehen – als sinnlos kritisiert. „Wenn alle auf ihren Plätzen sitzen und Abstand sichergestellt ist, macht das Tragen von Masken während der Unterrichtsstunden überhaupt keinen Sinn und wäre eine überflüssige Behinderung“, sagte die Bundesvorsitzende Susanne Johna der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Sinnvoll ist die Maske dann, wenn es eng wird, etwa beim Verlassen der Klasse, vor dem Schulkiosk oder auf dem Pausenhof, wenn mehrere Klassen gleichzeitig Pause haben.“

Mehrere Länder haben eine Maskenpflicht an Schulen angekündigt. Mit einer zumindest vorübergehenden Tragepflicht für weiterführende und berufsbildende Schulen steht NRW aber bislang alleine da. Der Vorstoß hatte eine bundesweite Debatte ausgelöst.

8.8.2020, 4:23 Uhr – Justizministerin will Pflicht zum Insolvenzantrag noch bis März 2021 aussetzen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will durch die Corona-Krise überschuldete Unternehmen noch bis März 2021 von der Pflicht zum Insolvenzantrag zu befreien. "Um pandemiebedingt überschuldeten Unternehmen Zeit zu geben, sich durch das in vielen Branchen wieder anziehende Wirtschaftsgeschehen oder staatliche Hilfsangebote zu sanieren, werde ich vorschlagen, die Insolvenzantragspflicht für diese Unternehmen weiterhin bis Ende März 2021 auszusetzen", sagte Lambrecht der "Bild"-Zeitung. Die weitere Aussetzung solle allerdings nur für Unternehmen gelten, die pandemiebedingt überschuldet, aber nicht zahlungsunfähig sind, erklärte sie.

8.8.2020, 4:15 Uhr – USA scheitern bei neuem Corona-Hilfspaket

In den USA haben sich Republikaner und Demokraten nicht auf ein neues Konjunkturpaket zur Linderung der Corona-Krise einigen können. Somit werden weder die zusätzliche Arbeitlosenhilfe, noch der Schutz von Mietern verlängert. Demokratin Nancy Pelosi sagte nach den gescheiterten Verhandlungen, beide Seiten seien noch weit auseinander. Die Demokraten hatten zuletzt angeboten, auf eine Billion Dollar ihrer ursprünglichen Forderung eines Hilfspakets von rund drei Billionen Dollar zu verzichten. Die Republikaner wollen das Hilfspaket nur mit einer Billion Dollar ausstatten. Sie geben als Grund an, Arbeitslose könnte sonst nicht genug Anreize zur Jobsuche haben.

8.8.2020, 3:05 Uhr – Ab heute gilt die Corona-Testpflicht bei der Rückkehr aus Risiko-Gebieten

In Deutschland gilt von heute an eine Testpflicht für Menschen, die aus internationalen Coronavirus-Risikogebieten zurückkehren. Ausnahmen gibt es für Touristen, die kurz vor der Abreise negativ getestet wurden. Die kostenlosen Tests in Deutschland sind bis zu drei Tage nach der Einreise möglich. Entweder direkt an Flughäfen, aber auch in Testzentren oder Arztpraxen in Städten. Freiwillige Tests sind schon seit vergangenem Samstag möglich.

8.8.2020, 1:27 Uhr – Ärzteverband warnt vor wachsender Nachlässigkeit

Der Ärzteverband Marburger Bund hat vor wachsender Nachlässigkeit in der Corona-Pandemie in Deutschland gewarnt. „Wir sehen schon einen kontinuierlichen Anstieg der Infektionszahlen – er ist flach, aber er ist da“, sagte die Vorsitzende Susanne Johna der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig scheine die Bereitschaft zum Einhalten der Schutzregeln bei einem kleineren Teil der Bevölkerung abzunehmen.

Johna mahnte, es gebe Dinge, die man sich jetzt nicht leisten sollte. „Dazu gehört, es zu tolerieren, wenn Menschen im öffentlichen Nahverkehr die Maske als Kinnschutz tragen. Das ist auch schnell eine Großveranstaltung, wenn in einem vollen Waggon viele Menschen eng beieinanderstehen.“

8.8.2020, 0:35 Uhr – Italien verlängert Corona-Maßnahmen bis 7. September

Die italienische Regierung hat ihre Anti-Corona-Maßnahmen bis zum 7. September verlängert. Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte verabschiedete am Freitagabend ein Dekret, in dem unter anderem die Maskenpflicht in geschlossenen, öffentlichen Räumen und die Abstandsregeln weiter vorgeschrieben werden. Auch größere Menschenansammlungen bleiben verboten.

Italien hat am Freitag mit 552 Neuinfektionen eine Steigerung um 38 Prozent gemeldet. Einen so hohen Tageswert verzeichneten die Behörden zuletzt Ende Mai. Vor kaum zwei Wochen meldeten die zuständigen Stellen noch rund 200 neue Fälle pro Tag. Viele Menschen hätten sich auf Reisen angesteckt.

7.8.2020, 17:21 Uhr – Unverheiratete Paare aus Drittstaaten dürfen wieder einreisen

Die Bundesregierung lockert eine weitere Corona-Schutzmaßnahme. Am Montag dürfen unverheiratete Lebenspartner aus Drittstaaten wieder nach Deutschland einreisen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat angekündigt, dass die monatelange Zwangstrennung von Paaren endet. Unverheiratete werden damit Eheleuten gleichgestellt. Sie müssen aber nachweisen, dass sie wirklich zusammengehören – zum Beispiel durch einen früheren gemeinsamen Wohnsitz.

7.8.2020, 16:16 Uhr – Steinmeier entschuldigt sich für Foto ohne Abstand und Maske

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich für einen Verstoß gegen die Corona-Schutzmaßnahmen entschuldigt. Im Urlaub in den Dolomiten hatte sich Steinmeier mit mehreren Menschen fotografieren lassen, ohne die Abstandsregeln einzuhalten oder eine Maske zu tragen. Im Internet wurde das negativ kommentiert, weil Steinmeier gerade erst in einer Video-Botschaft gesagt hat, dass die Verantwortungslosigkeit mancher Menschen im Umgang mit den Hygiene-Regeln alle anderen gefährde. Steinmeier sagte der Süddeutschen Zeitung jetzt, seine Unaufmerksamkeit tue ihm leid. Er mache sich Vorwürfe.

7.8.2020, 16:40 Uhr – UNO warnt: Internetkriminalität steigt

Experten der UNO warnen vor einer wachsenden Internetkriminalität. Die Zahl der Vorfälle mit sogenannten Phishing-Webseiten sei zwischen Januar und März um 350 Prozent angestiegen, heißt es. Dabei werden zum Beispiel die Seiten der Betrüger so getarnt, dass sie wie offizielle Webseiten von Krankenhäusern oder Gesundheitsämtern aussehen. Ziel der Täter ist es, an die persönlichen Daten der Nutzer zu kommen, um so möglicherweise Passwörter herauszufinden

7.8.2020, 15:24 Uhr – Maskenpflicht: Baden-Württemberg fordert mehr Kontrollen

In Zügen in Baden-Württemberg soll es ab sofort mehr Maskenpflicht-Kontrollen geben. Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) will außerdem, dass die Bahnunternehmen mehr Sicherheitspersonal einsetzen. Bisher habe man meist auf Ermahnungen gesetzt, jetzt sollen schneller Bußgelder verhängt werden, kündigte Hermann an. Diese könnten von 25 bis 250 Euro betragen. Es dürfe keine Nachlässigkeit bei der Maskenpflicht geben, da die Gefahr einer zweiten Welle hoch sei, so der Minister.

7.8.2020, 14:17 Uhr – Kritik an Vorschlag von Verbot von Reisen in Risikogebiete

Das vom CDU-Wirtschaftsrat geforderte Verbot von Urlaubsreisen in Corona-Risikogebiete stößt auf Kritik. Er halte das für etwas überzogen, sagte der Präsident des SPD-Wirtschaftsforums, Michael Frenzel, im SWR. FDP-Vizefraktionschef Michael Theurer nannte die Forderung absolut unverhältnismäßig und nicht praktikabel. Der CDU-Wirtschaftsrat hatte damit auf die steigenden Corona-Infektionszahlen in Deutschland reagiert. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts haben sich den zweiten Tag in Folge mehr als 1.000 Menschen neu mit dem Virus angesteckt. Konkret meldete das Institut heute 1.147 bestätigte Neuinfektionen.

In seinem Video-Kommentar sagt SWR Hauptstadt-Korrespondent Uwe Lueb, dass es keine Reiseverbote braucht. Die bestehenden Maßnahmen reichten aus, um Corona in den Griff zu bekommen und sogar zu besiegen – wenn sich alle an die Regeln halten:

7.8.2020, 13:01 Uhr – Lehrerverband fordert schärfere Hygiene-Maßnahmen

Nach den Schulschließungen in Mecklenburg-Vorpommern fordert der Deutsche Lehrerverband erneut schärfere Hygienemaßnahmen für Schulen in ganz Deutschland. Nur Nordrhein-Westfalen habe bislang den richtigen Weg eingeschlagen, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger. Dort müssen ältere Schüler ab dem kommenden Schuljahr nicht nur im Gebäude und in den Pausen, sondern auch im Unterricht eine Maske tragen. Das sei zwar nicht ideal für einen lebendigen Unterricht. Es sei jedoch ein notwendiges Opfer, zumindest solange die Zahl der Infektionen in Deutschland weiter steige, sagte Meidinger.

7.8.2020, 12:18 Uhr – Deutsche Exporte legen wieder zu

Deutsche Unternehmen verkaufen trotz der Corona-Krise wieder mehr Waren ins Ausland. Die Exporte sind im Juni im Vergleich zum Vormonat um knapp 15 Prozent gestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Das Vor-Krisen-Niveau sei damit aber noch nicht erreicht. Die Unternehmen kämpften sich nur mühsam wieder hoch, so der Außenhandelsverband.

7.8.2020, 11:00 Uhr – Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern geschlossen

Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind wegen Corona geschlossen worden. Betroffen sind das Goethe-Gymnasium in Ludwigslust, wo eine Lehrerin positiv getestet worden ist und die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz, wie aus Mitteilungen der beiden Landkreise vom Freitag hervorgeht. An der Grundschule ist demnach ein Schüler infiziert.

7.8.2020, 10:06 Uhr – Konzert mit 13.000 Zuschauern in Düsseldorf geplant

Ein Konzert mit Bryan Adams, Sarah Connor und "The Boss Hoss" soll am 4. September vor 13.000 Zuschauern in Düsseldorf stattfinden. „Das ist das Zeichen, auf das Fans, Künstler und Crews sowie die gesamte Musikindustrie sehnsüchtigst gewartet haben“, sagte Veranstalter Marek Lieberberg. Es wäre das erste Großkonzert seit Mitte März in Deutschland. Das Konzert im Düsseldorfer Fußballstadion werde in enger Abstimmung mit den Behörden geplant.

7.8.2020, 9:48 Uhr – Schlachtbetriebe produzieren weniger Fleisch

Die Fleischproduktion in Deutschland ist im zweiten Quartal infolge der Corona-Krise gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verringerte sie sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,6 Prozent. Nach einem Corona-Ausbruch hatten die Behörden Mitte Juni Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies ein vierwöchige Zwangspause verordnet.

7.8.2020, 6:42 Uhr – Griechenland schließt nachts viele Grenzübergänge

Nach einem Anstieg der Coronavirus-Infektionsraten schließt Griechenland nachts seine Grenze. Nur die Grenzübergänge zu Bulgarien bleiben in der Nacht geöffnet, wie die Regierung mitteilte. Der Zivilschutz gab zudem strenge neue Regeln für die kleine Insel Poros nahe Athen bekannt, wo es zuletzt vergleichsweise viele Neuansteckungen gab. Auf Poros gilt nun überall eine Maskenpflicht und für Restaurants und Bars eine Sperrstunde. Treffen mit mehr als neun Teilnehmern sind auf der Insel untersagt.

7.8.2020, 6:33 Uhr – CDU-Wirtschaftsrat fordert Verbot von Reisen in Corona-Risikogebiete

Der Wirtschaftsrat der CDU fordert ein Verbot von Reisen in Corona-Risikogebiete. „Reisen in Risikogebiete müssten konsequenterweise auch untersagt werden. Das Reiserecht kann nicht höher bewertet werden, als die Rechte von Millionen Deutschen, denen ansonsten ein erneuter Lockdown droht“, sagt der Generalsekretär der Organisation, Wolfgang Steiger, der Bild-Zeitung. „Selbst unser reiches Land wird sich einen zweiten Lockdown mit Betriebs- und Schulschließungen nur unter erheblichsten Schwierigkeiten nochmal leisten können.“ Derzeit weist das RKI über 120 Länder als Risikogebiete aus.

7.8.2020, 4:45 Uhr – Mehr als eine Million Corona-Fälle in Afrika

In Afrika gibt es inzwischen mehr als eine Million verzeichnete Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus. Bis Donnerstagabend wurden auf dem Kontinent insgesamt 1.000.054 Ansteckungsfälle gezählt, wie eine auf Behördenangaben beruhende Statistik ergab. Dennoch ist Afrika weiterhin deutlich weniger von der Pandemie betroffen als andere Kontinente. Nur in Ozeanien gibt es weniger erfasste Infektionsfälle. Die am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchten Länder des afrikanischen Kontinents sind Südafrika, Ägypten und Nigeria. Die offiziell gemeldeten Zahlen können unvollständig sein.

7.8.2020, 03:08 Uhr – Über 50.000 Tote in Mexiko

In Mexiko sind mittlerweile mehr als 50.000 Menschen in Verbindung mit dem Corona-Virus gestorben. Das Gesundheitsministerium weist für Donnerstag 819 Todesfälle aus, insgesamt sind es damit 50.517. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen wurde mit 6.590 angegeben. Die Gesamtzahl liegt damit nun bei 462.690 Fällen.

7.8.2020, 02:15 Uhr – Forscher befürchten fast 300.000 Corona-Tote in den USA bis Dezember

Bis Dezember könnten nach einem weithin beachteten Modell in den USA insgesamt fast 300.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben. Das wären rund 140.000 Tote mehr als derzeit. Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis 1. Dezember mit rund 228 000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle am Donnerstag.

7.8.2020, 00:05 Uhr – Wirtschaftsrat der CDU fordert Verbot von Reisen in Corona-Risikogebiete

Der Wirtschaftsrat der CDU fordert ein Verbot von Reisen in Corona-Risikogebiete. „Reisen in Risikogebiete müssten konsequenterweise auch untersagt werden. Das Reiserecht kann nicht höher bewertet werden, als die Rechte von Millionen Deutschen, denen ansonsten ein erneuter Lockdown droht“, sagt der Generalsekretär der Organisation, Wolfgang Steiger, der Bild-Zeitung. „Selbst unser reiches Land wird sich einen zweiten Lockdown mit Betriebs- und Schulschließungen nur unter erheblichsten Schwierigkeiten nochmal leisten können.“

6.8.2020, 21:45 Uhr – USA heben allgemeine Warnung vor Auslandsreisen auf

Die USA heben ihre allgemeine Warnung vor Auslandsreisen auf. Angesichts der unterschiedlichen Entwicklungen werde man wieder länderspezifisch vorgehen, teilt das Außenministerium in Washington mit. Die flächendeckende Warnung war im März ausgegeben worden. Die Aktien von US-Airlines legten nach der Ankündigung an der Wall Street zu. Auch die Titel des Kreuzfahrt-Unternehmens Royal Caribbean Cruises stiegen im Verlauf um 3,3 Prozent.

6.8.2020, 17:54 Uhr – Mehr als 2,2 Millionen Hilfsanträge von Solo-Selbständigen

Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche haben in der Corona-Krise 2,28 Millionen Kleinunternehmer und Solo-Selbständige Hilfe von Bund und Ländern beantragt. Davon seien 1,87 Millionen Anträge bewilligt worden. Mehr als 14 Milliarden Euro seien ausgezahlt worden, heißt es unter Berufung auf eine interne Übersicht der Bundesregierung zur Lage der deutschen Wirtschaft. Die meisten Hilfsanträge seien in Nordrhein-Westfalen und Bayern gestellt worden.

6.8.2020, 16:27 Uhr – Kündigungswelle in den USA hält an

Fast 1,2 Millionen Menschen haben in den USA in der vergangenen Woche Arbeitslosenhilfe beantragt. Zwar ging die Zahl im Vergleich zur Vorwoche um 249.000 zurück, die Corona-Krise führt aber weiterhin zu massiven Kündigungen.

Zusätzlich beantragten rund 656.000 Selbständige Arbeitslosenhilfe aus einem neu aufgelegten Hilfsprogramm. Diese Zahl wird separat veröffentlicht, da sie nicht saisonbereinigt ist.

6.8.2020, 14:02 Uhr – Ärztevereinigung zweifelt offizielle Fallzahlen in Türkei an

Der Chef der türkischen Ärztevereinigung hat die offiziellen Corona-Fallzahlen der Regierung in Ankara angezweifelt. "Sie spiegeln nicht die Wirklichkeit wieder", sagte Sinan Adiyaman der Nachrichtenagentur dpa. Die Türkei befinde sich anders als offiziell vermittelt auf einem neuen Höhepunkt der Infektionszahlen. Die Ärztevereinigung (TTB) habe gestern zuletzt Fallzahlen von Mitgliedsverbänden aus 25 Provinzen erhalten. Diese zeigten, dass die Zahl der Neuinfektionen landesweit höher sein müssten als die zurzeit mehr als 1.000 gemeldeten Fälle pro Tag.

Vor allem in der Hauptstadt Ankara und im Südosten des Landes sei die Anzahl der Neuinfektionen stark gestiegen, sagte Adiyaman. Die Intensivbetten in den staatlichen Krankenhäusern der südosttürkischen Metropole Diyarbakir und in der Provinz Sanliurfa seien voll belegt.

Gesundheitsminister Fahrettin Koca wies solche Vorwürfe zurück. "In keiner Provinz haben wir volle Krankenhäuser aufgrund von Covid-19, wir haben sogar kein Krankenhaus an der Kapazitätsgrenze. Die Vorwürfe sind haltlos", schrieb Koca auf Twitter.

Am Dienstag war die Zahl der gemeldeten täglichen Neuinfektionen in der Türkei erstmals seit rund drei Wochen wieder auf mehr als 1.000 gestiegen. Am Mittwochabend meldete Gesundheitsminister Koca 1.178 neue Fälle. Als Reaktion verschärfte Ankara landesweit die Kontrollen der Abstands- und Hygieneregeln.

6.8.2020, 13:15 Uhr – Großbritannien: 50 Millionen Gesichtsmasken unbenutzbar

Die britische Regierung wird 50 Millionen zum Höhepunkt der Corona-Krise gekaufte Gesichtsmasken nicht benutzen. Sie würden aus Sicherheitsgründen nicht verteilt werden, geht aus Dokumenten hervor, die bei Gericht eingereicht wurden: Die Masken liegen möglicherweise nicht eng genug an und ihre Schlaufen gehen um die Ohren statt um den Kopf.

Die Dokumente wurden im Rahmen eines Gerichtsverfahrens gegen die Regierung eingereicht. Geklagt hatten die Aktivistenorganisationen Good Law Project und EveryDoctor.

6.8.2020, 13:11 Uhr – Spahn begrüßt DFL-Rückkehrkonzept

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das Konzept zur Teilzulassung von Zuschauern in der Fußball-Bundesliga begrüßt. Er pocht aber während der Corona-Pandemie auf passgenaue Schutz-Lösungen für jedes Stadion. Das Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) etwa zu Abstandsregeln zur An- und Abreise sei „ein sehr gutes“, sagte Spahn. Es komme aber auf die „gelebte Realität“ an und dass Konzepte mit örtlichen Behörden auf das jeweilige Stadion angepasst werden.

6.8.2020, 13:06 Uhr – Testergebnis: Mobile Luftreiniger können Aerosole deutlich reduzieren

Professionelle mobile Luftreiniger können laut einer Untersuchung der Münchner Bundeswehr-Universität die Konzentration infektiöser Coronavirus-Aerosole in geschlossenen Räumen deutlich senken. Sie habe sich in einem 80 Quadratmeter großen Raum innerhalb von sechs Minuten halbiert, teilte die Universität nach einem systematischen Test mit einem bestimmten Modell des Herstellers Trotec mit. Im Dauerbetrieb bleibe sie außerdem dauerhaft niedrig. Die Forscher sehen den Betrieb derartiger Systeme als Alternative für Räume, in denen ein regelmäßiges Lüften durch Fensteröffnen zu ineffizient oder aus Gründen der Aufenthaltsqualität nicht möglich wäre.

6.8.2020, 12:38 Uhr – Mecklenburg-Vorpommern erwartet Touristen-Ansturm

An den Stränden der Ostsee und den vielen Seen in Mecklenburg-Vorpommern wird an diesem Wochenende ein Ansturm von Touristen erwartet. „Die Buchungslage ist gut, wir sind fast ausgebucht“, sagte die Geschäftsführerin des Verbands Mecklenburgischer Ostseebäder, Anett Bierholz, der Nachrichtenagentur dpa. Meteorologen haben für das Wochenende hochsommerliche Temperaturen prognostiziert.

Bierholz erinnerte daran, dass auch an den Stränden das Abstandhalten wegen der Corona-Pandemie zu beachten ist.

6.8.2020, 11:09 Uhr – Testpflicht für Reisende aus Risikogebieten ab Samstag

In Deutschland gibt es ab Samstag eine Corona-Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten. Das kündigt Gesundheitsminister Jens Spahn an. Es gelte bereits, dass sich Einreisende aus Risikogebieten in Quarantäne begeben oder ein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen müssten.

6.8.2020, 10:01 Uhr – SPD wirft Karliczek Versäumnisse bei Digitalisierung der Schulen vor

Die SPD fürchtet, dass Deutschlands Schulen auf mögliche neue Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht ausreichend vorbereitet sind. Die Verantwortung dafür sieht die Partei bei Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. „Was immer noch fehlt, ist ein einheitliches Konzept, wie Schule in Zeiten der Pandemie gelingen kann“, sagte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Bärbel Bas den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die SPD wirft Karliczek vor, dass Bundesmittel aus dem sogenannten Digitalpakt Schule nicht schnell genug abflössen, weil bürokratische Hürden zu hoch seien.

In Corona-Zeiten brauche es statt Home-Schooling, das auf aktive Elternarbeit setzt, eine Mischung aus Präsenzunterricht und E-Learning Zuhause, fügte Bas hinzu. Darüber hinaus forderte sie finanzielle Unterstützung für Familien, die sich die Neuanschaffung digitaler Endgeräte nicht leisten könnten.

6.8.2020, 8:53 Uhr – Heil appelliert an Firmen, Ausbildungsplätze zu schaffen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat an Firmen appelliert, jungen Menschen einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen. Im ARD-Morgenmagazin erklärte der SPD-Politiker: „Wir müssen alles tun, um einen Corona-Jahrgang zu vermeiden.“ Die Auszubildenden von heute seien Heil zufolge auch die Fachkräfte von morgen. „Deshalb das klare Signal: Bildet aus, trotz Corona“, so Heil.

In diesem Zusammenhang verwies der Minister an die Ausbildungsprämien, die sich vor allem an kleine und mittlere Betriebe richteten, also Firmen bis 250 Mitarbeiter. Im Rahmen des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ erhalten kleinere und mittlere Unternehmen eine Prämie von 2000 Euro pro Ausbildungsvertrag, wenn sie ihre Ausbildungsaktivitäten insgesamt aufrechterhalten.

Zu Kritik von unberücksichtigten Großunternehmen sagte der Minister, es sei „nicht die Zeit für 'Wünsch dir was', sondern es geht um gezielte Hilfe“. Es seien vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen, die bisher „überproportional ausgebildet haben, und die sind deshalb auch besonders gebeutelt“, sagte Heil weiter.

6.8.2020, 8:13 Uhr – Schulstart in Hamburg unter Corona-Bedingungen

Hamburgs Schülerinnen und Schüler sind nach fast dreieinhalbmonatiger Corona-Zwangspause und sechs Wochen Sommerferien ins neue Schuljahr gestartet. An den 471 staatlichen und privaten Schulen der Hansestadt wurden knapp 240.000 Jungen und Mädchen erwartet. Lediglich die gut 18.000 Erstklässler durften noch zuhause bleiben. Ihre Einschulung ist für kommenden Dienstag geplant.

Nach Mecklenburg-Vorpommern - wo bereits am Montag die Schule wieder begonnen hat - ist Hamburg das zweite Bundesland, in dem die Ferien zu Ende gegangen sind. An den Hamburger Schulen gelten strenge Hygieneregeln. Alle Schüler, Lehrer und Besucher müssen beim Betreten des Schulgeländes einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dieser darf nach Angaben der Schulbehörde nur abgelegt werden, wenn die Schüler oder Lehrer im Klassen- oder Lehrerzimmer an ihrem Arbeitsplatz sitzen. Ebenfalls von der Maskenpflicht befreit sind Grundschüler bis zehn Jahre.

6.8.2020, 7:21 Uhr – Gesundheitspolitiker Lauterbach kritisiert DFL-Rückkehrkonzept

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat das Rückkehrkonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) für Fans in Stadien kritisiert. Der Vorstoß der DFL sei „überhaupt nicht angemessen“, sagte der Politiker in der Sendung „Maischberger - Die Woche“. Das Konzept sei nicht sicher, weil niemand eine sichere An- und Abreise der Fans in Corona-Zeiten garantieren könne.

Lauterbach mahnte, dass sich Deutschland am Anfang einer zweiten Infektionswelle befinde. „Die Kinder müssen mit Masken unterrichtet werden und da macht man sich Gedanken, vor 25.000 Leuten Fußball zu spielen“, erklärte er weiter. Es gebe zudem keinen Anlass, zusätzliche Fälle durch Fußballfans zu riskieren, schrieb er auf Twitter.

6.8.2020, 7:18 Uhr – Lufthansa schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus

Nach einem Milliardenverlust im zweiten Quartal schließt die Lufthansa-Gruppe betriebsbedingte Kündigungen auch in Deutschland nicht mehr aus. Ziel des Konzerns sei es gewesen, dies zu vermeiden, teilte das Unternehmen bei der Vorstellung der Quartalszahlen in Frankfurt mit. „Vor dem Hintergrund der Marktentwicklungen im globalen Luftverkehr und basierend auf dem Verlauf der Verhandlungen zu notwendigen Krisenvereinbarungen mit den Tarifpartnern ist dieses Ziel auch für Deutschland nicht mehr realistisch“, hieß es weiter.

Im zweiten Quartal dieses Jahres verzeichnete die Lufthansa einen Nettoverlust von 1,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum habe es 96 Prozent weniger Fluggäste gegeben. Dadurch habe sich das Angebot um 95 Prozent verringert. Konzernchef Christian Spohr erklärte, der Konzern rechne nicht damit, dass die Nachfrage nach Flugreisen vor dem Jahr 2024 wieder das Niveau von vor der Corona-Krise erreichen werde.

6.8.2020, 7:16 Uhr – Städte und Landkreise sehen sich auf nächste Corona-Welle vorbereitet

Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland sind zuversichtlich, für eine zweite Welle der Coronavirus-Pandemie vorbereitet zu sein. Mit den Erfahrungen der ersten Infektionswelle seien die Kommunen und die staatlichen Einrichtungen deutlich besser vorbereitet, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der Nachrichtenagentur dpa. Landsberg verwies auf den Ausbau von Laborkapazitäten für Corona-Tests und Schutzmaterialien, die in „großem Umfang“ mithilfe des Bundes und der Länder beschafft worden seien. Zu Krisenbeginn waren etwa Mund-Nasen-Masken Mangelware.

Auch die Landkreise sehen sich in ihrem Pandemie-Management gut aufgestellt: „Die Erfahrungen aus den vergangenen Monaten haben den Landkreisen geholfen, ihren Umgang mit einer Zunahme von Infektionen weiter zu verbessern und zu beschleunigen“, sagte der Beigeordnete für Gesundheit beim Landkreistag, Jörg Freese.

6.8.2020, 7:12 Uhr – Niedersachsens Ministerpräsident fordert neue Hilfen für Autobranche

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil fordert neue Hilfen der Bundesregierung für die Autobranche. Er befürchte, dass bis zum Herbst noch viele weitere schlechte Nachrichten aus der Automobilbranche zu hören sein werden „und zwar ganz unabhängig davon, ob es eine zweite große Infektionswelle geben wird“, sagte der SPD-Politiker der Wirtschaftswoche. Die Nachfrage sei auf einem erschreckend niedrigen Niveau. Sorgen machten ihm vor allem kleinere und mittlere Zulieferer. Weitere Hilfen für diese Schlüsselindustrie seien dringend nötigt.

6.8.2020, 6:53 Uhr – Facebook löscht Trump-Video zu Corona wegen Falschinformationen

Facebook hat ein von US-Präsident Donald Trump gepostetes Video gelöscht. Der Clip habe Falschinformationen zum Thema Corona enthalten, teilte ein Unternehmens-Sprecher mit. In dem Interview-Ausschnitt sagte Trump, Kinder seien in Bezug auf das Coronavirus fast immun. Deshalb sollten Schulen nach den Sommerferien trotz der Pandemie wieder für normalen Unterricht öffnen. Wenig später wurde der Clip auch vom Kurznachrichtendienst Twitter blockiert. Anders als Twitter war Facebook bisher sehr zurückhaltend im Umgang mit Trumps Posts.

6.8.2020, 6:14 Uhr – Kanaren versichern Urlauber gegen Zusatzkosten

Die Regierung der Kanarischen Inseln versichert alle Urlauber gegen Zusatzkosten im Falle einer Corona-Infektion. Sie hat einen entsprechenden Vertrag mit einem Versicherer gemacht. Der Versicherer übernimmt im Fall der Fälle dem Heimflug der Urlauber genauso wie die für eine mögliche Quarantäne-Unterkunft und medizinische Betreuung. Das gilt sowohl für spansiche als auch für ausländische Urlauber. Einzige Bedingung: Sie dürfen nicht schon vor ihrer Reise auf die Inselgruppe von einer Infektion gewusst haben.

6.8.2020, 5:43 Uhr – Schülervertreter fordern Notenbonus im Fall von weiteren Unterrichtsausfällen

Schülervertreter schlagen einen Notenbonus vor, falls wieder Unterricht wegen Corona ausfällt. Der Sprecher der Bundesschülerkonferenz, Torben Krauß, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, eine mögliche Lösung wäre es, betroffenen Schülern einen Nachteilsausgleich zu geben. Es sei oft nicht möglich, kurzfristig die Prüfungsaufgaben zu ändern. Deshalb müssten Lehrer auch mehr Freiraum beim Korrigieren bekommen. Das neue Schuljahr werde definitiv kein normales Schuljahr werden

6.8.2020, 4:22 Uhr – Über 1.000 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1.045 neue bestätigte Coronavirus-Infektionen. Die Gesamtzahl der Fälle in Deutschland steigt damit auf 213.067. Die Zahl der Todesfälle legt den Daten zufolge um sieben auf 9.175 zu.

6.8.2020, 3:43 Uhr – Insgesamt fast 50.000 Todesfälle in Mexiko

In Mexiko steigen die Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 6.139 auf 456.100. Das Land meldet weitere 829 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt sind offiziellen Angaben zufolge 49.698 Personen an den Folgen des Virus verstorben. Mexiko verzeichnet nach den USA und Brasilien die dritthöchste Zahl an Infektionen und Todesopfern.

6.8.2020, 1:20 Uhr – Tourismusbeauftragter der Bundesregierung gegen kostenlose Corona-Tests

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, kritisiert kostenlose Corona-Tests für Reiserückkehrer. „Verantwortungsvolles Reisen beginnt bereits mit der Urlaubsplanung, die in diesen Zeiten eben auch einen Corona-Test umfasst“, sagt der CDU-Politiker der Rheinischen Post einem Vorabbericht zufolge. Die Kosten für einen Test gehörten grundsätzlich zu den Reisekosten und müssten nicht ersetzt werden.

5.8.2020, 23:25 Uhr – Mehr als 57.000 Neuinfektionen in Brasilien

Brasilien meldet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 57.152 bestätigte Coronavirus-Infektionen sowie weitere 1.437 Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie registriert das lateinamerikanische Land mehr als 2,85 Millionen Fälle, die Zahl der Todesopfer steigt offiziellen Angaben zufolge auf 97.256. Brasilien ist nach den USA das am stärksten betroffene Land weltweit.

5.8.2020, 21:57 Uhr – Fauci hält erneuten Lockdown in den USA für nicht nötig

Der Seuchenexperte der US-Regierung, Anthony Fauci, geht nicht davon aus, dass in den USA ein neuer Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nötig sein wird. "Wir können das viel besser, ohne alles herunterzufahren", sagt er bei einer Veranstaltung an der Universität Harvard. Amerikaner sollten Gesichtsmasken tragen, Abstand halten, Bars schließen, ihre Hände waschen und Aktivitäten im Freien bevorzugen, um das Virus zu stoppen.

Unterdessen meldeten die amerikanischen Behörden 49.988 Neuinfektionen in den USA. Damit haben sich 4.748.806 Amerikaner an dem Virus angesteckt. Den Angaben nach starben zwischen Dienstag und Mittwoch 1.107 Menschen an Covid-19. Insgesamt sind 156.311 Patienten dem Virus erlegen.

5.8.2020, 20:30 Uhr – Deutschland warnt vor Reisen nach Antwerpen

Die Bundesregierung warnt die Bürger vor Urlaubsreisen in die belgische Provinz Antwerpen. Wer nicht dringend dorthin müsse, solle die Region nicht besuchen, schreibt das Auswärtige Amt auf seiner Internet-Seite. Der Grund für die Warnung sind gestiegene Corona-Infektionszahlen.

5.8.2020, 19:16 Uhr – Brasilianischer Häuptling Yawalapiti an Covid-19 gestorben

Der brasilianische Häuptling und Umweltschützer Aritana Yawalapiti ist an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie sein Neffe mitteilte, sei das etwa 70-jährige Oberhaupt des Yawalapiti-Volks heute der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen. Der Häuptling war für seinen Einsatz für die Rechte indigener Völker und für den Schutz des Regenwaldes bekannt. Vor zwei Wochen war er mit Atemproblemen in ein Krankenhaus im brasilianischen Bundesstaat Goias eingeliefert worden.

5.8.2020, 18:11 Uhr – Möglicher deutsch-chinesischer Impfstoff wird getestet

Das Mainzer Unternehmen Biontech und die chinesische Fosun-Gruppen haben in China mit klinischen Tests eines möglichen Corona-Impfstoffs begonnen. Wie Biontech erklärte, wurde 72 Teilnehmern eine erste Dosis des möglichen Impfstoffs verabreicht. Die chinesische Arzneimittelbehörde habe zuvor die Genehmigung für die Tests erteilt. Biontech und Fosun entwickeln den möglichen Corona-Impfstoff gemeinsam in China. Einen weiteren möglichen Impfstoff entwickelt das Mainzer Unternehmen gemeinsam mit dem US-Pharmariesen Pfizer, er wird bereits in einer globalen Studie getestet.

5.8.2020, 17:30 Uhr – Italien droht Ryanair mit Flugverbot

Ryanair drohen in Italien schwere Konsequenzen wegen Verstößen gegen Corona-Regelungen. Wie die italienische Flugsicherheitsbehörde Enac mitteilte, könnte gegen den irischen Billigflieger deshalb ein Flugverbot für den italienischen Luftraum verhängt werden. Die Behörde wirft dem Flug-Unternehmen unter anderem Verletzungen von Distanzvorschriften vor. Ryanair fliegt zahlreiche italienische Flughäfen an, auch von Deutschland aus.

5.8.2020, 16:15 Uhr – Kanaren bietet Urlaubern finanzielle Sicherheit

In der Corona-Krise kommt von den Kanaren-Inseln ein Angebot an Urlauber, das für mehr finanzielle Sicherheit sorgen soll. Als erste Region Spaniens bieten die Kanaren ihren Besuchern die Übernahme von Zusatzkosten an, die durch Corona entstehen könnten. Dazu zählen eine Versicherung für den Rückflug sowie medizinische und Unterkunftskosten. Das Angebot gilt für Reisende aus dem In- und Ausland. Bedingung ist, dass man vor Reiseantritt nicht wusste, dass man infiziert ist.

5.8.2020, 15:56 Uhr – Höhere Strafen für Maskenverweigerer

Immer mehr Bundesländer wollen Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen härter bestrafen. Schleswig-Holstein hat Geldbußen angekündigt. Wie hoch diese ausfallen sollen, ist noch unklar. In Nordrhein-Westfalen müssen Fahrgäste künftig 150 Euro zahlen, wenn sie ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt werden. Das hat auch Niedersachsen vor. In Bayern gilt das bereits. In Berlin können sogar bis zu 500 Euro fällig werden.

Rheinland-Pfalz plant hingegen kein höheres Bußgeld gegen Menschen, die in Bussen und Bahnen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Nach Angaben der Staatskanzlei in Mainz gibt es keine vermehrten Verstöße. Fahrgästen ohne Maske droht ein Bußgeld von zehn Euro. In Baden-Württemberg sind es maximal 30 Euro.

Zwei ARD-Hauptstadtredakteure, zwei Meinungen: Alfred Schmit und Uwe Lueb haben sich Gedanken über Geldstrafen für Maskenmuffel gemacht.

5.8.2020, 15:42 Uhr – Studie: Fast jeder Dritte in Afghanistan infiziert

In Afghanistan hat sich nach einer Studie bereits fast ein Drittel der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert. Die Regierung hat mitgeteilt, das sei das Ergebnis einer Antikörper-Untersuchung mit rund 9.500 Teilnehmern, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO gefördert worden sei. Das entspreche etwa zehn Millionen Infizierten. Wegen geringer Testkapazitäten wurden bislang nur 36.000 Infektionen nachgewiesen.

5.8.2020, 13:17 Uhr – Bundesinnenminsterium hält Fußballspiele mit Fans für möglich

Das Bundesinnenministerium hält es grundsätzlich für möglich, dass künftig bei Fußballspielen auch wieder Fans in die Stadien gelassen werden. Die Bedingung sei, dass die Hygiene-Auflagen eingehalten werden könnten, hat ein Ministeriumssprecher gesagt. Volle Stadien gingen aber sicher noch nicht.

Die Deutsche Fußball-Liga hatte gestern ihr Konzept zu Spielen mit einigen Tausend Zuschauern gestellt. Kernpunkte sind ein Alkoholverbot, personalisierte Tickets und der Ausschluss von Gäste-Fans.

5.8.2020, 12:56 Uhr – Besucheransturm im Schwarzwald

Die Corona-Pandemie hat für einen Besucheransturm im Nationalpark Schwarzwald gesorgt. Im ersten Halbjahr seien rund 100.000 Gäste mehr gekommen, hat das baden-württembergische Umweltministerium mitgeteilt. Das seien fast doppelt so viele Gäste wie im Vorjahreszeitraum. Die Besucher sollten aber nicht zur Belastung für die Natur werden. Häufig müsse das Rangerteam wilde Camper ermahnen und größere Gesellschaften auflösen.

5.8.2020, 12:42 Uhr –Wieder mehr Pkw-Neuzulassungen

In Deutschland sind im Juli fast 315.000 Pkw neu zugelassen worden. Das sind rund fünf Prozent weniger als im Juli vor einem Jahr, teilte das Kraftfahrtbundesamt mit. Durch die Corona-Krise waren im Juni die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr aber um rund ein Drittel eingebrochen. Die Erholung jetzt könnte unter anderem mit der gesenkten Mehrwertsteuer zusammenhängen.

5.8.2020, 11:37 Uhr – Kinder lernen seit Beginn der Krise weniger

Kinder lernen während der Corona-Krise nur rund die Hälfte von dem, was sie sonst lernen. Die Zeit, in der sie lernen, sank von 7,4 auf 3,6 Stunden täglich, teilte das Münchener Ifo-Institut mit. Gleichzeitig verbrachten die Kinder mehr Zeit mit Fernsehen, Computerspielen und dem Handy. Angesichts der Studienergebnisse müsse man mit entsprechenden Schutzmaßnahmen zum normalen Schulunterricht zurückkehren, forderte das Ifo-Institut. Bei Schulschließungen solle auf Online-Unterricht gesetzt werden.

5.8.2020, 10:51 Uhr – Wilderer fokussieren sich wegen Corona auf andere Tiere

Unter Wilderei leiden in Südafrika meist größere Tiere wie Nashörner und Elefanten. Durch die Corona-Krise sind aber gerade andere Tiere im Fokus der illegalen Jagd: Antilopen. Laut den Nationalparks des Landes werden sie zur Nahrungsbeschaffung gejagt. Grund sei die Corona-Krise. Der damit verbundene Lockdown hat das wirtschaftlich angeschlagene Südafrika hart getroffen. Besonders die arme Bevölkerung leidet. Viele haben ihre Jobs verloren und können sich und ihre Familien kaum ernähren.

Südafrika ist mit mehr als 500.000 Corona-Infizierten das am stärksten betroffene Land Afrikas. Mehr Infektionen haben nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität nur die USA, Brasilien, Russland und Indien.

Unter Wilderei leiden in Südafrika meist größere Tiere wie Nashörner und Elefanten. Durch die Corona-Krise sind aber gerade andere Tiere im Fokus der illegalen Jagd: Antilopen. Laut den Nationalparks des Landes werden sie zur Nahrungsbeschaffung gejagt. Grund sei die Corona-Krise. Der damit verbundene Lockdown hat das wirtschaftlich angeschlagene Südafrika hart getroffen. Besonders die arme Bevölkerung leidet. Viele haben ihre Jobs verloren und können sich und ihre Familien kaum ernähren. Südafrika ist mit mehr als 500.000 Corona-Infizierten das am stärksten betroffene Land Afrikas. Mehr Infektionen haben nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität nur die USA, Brasilien, Russland und Indien. #südafrika #wilderei #nationalpark #tagesschau

5.8.2020, 10:12 Uhr – RP richtet vier Teststationen für Reiserückkehrer ein

Rheinland-Pfalz richtet vier Corona-Teststationen für Reiserückkehrer aus dem Ausland – vor allem aber für Heimkehrer aus Risikogebieten ein. Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) angekündigt. Sie sollen in der Stadt Bitburg, an der Autobahn 64 am Parkplatz Markusberg, in der Stadt Landau in der Nähe der Autobahn 65 und am Flughafen Hahn entstehen. In Bitburg sind die Tests schon seit dem Morgen möglich. Die übrigen Standorte gehen morgen in Betrieb. Hintergrund ist die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigte Corona-Testpflicht für Urlauber aus Risikogebieten.

5.8.2020, 9:56 Uhr – Karlsruher Schlosslichtspiele wegen Corona digital

Am Abend beginnen die Karlsruher Schlosslichtspiele – wegen Corona finden sie in diesem Jahr allerdings komplett im Internet statt. Die Show steht unter dem Motto „Abbruch in der Realität – Aufbruch in die Virtualität“.

Wegen Coronavirus-Pandemie So könnt ihr die Karlsruher Schlosslichtspiele zu Hause erleben

Für Karlsruher sind die jährlichen Schlosslichtspiele im Sommer schon Kult – diesen Sommer ist wegen der Coronavirus-Pandemie aber einiges anders. Statt Freilichterlebnis gibt es das Spektakel jetzt digital für zu Hause.  mehr...

5.8.2020, 5:56 Uhr –Sofort-Bußgelder für Maskenverweigerer in NRW

Wer in Bussen und Bahnen in Nordrhein-Westfalen keine Maske trägt, muss künftig 150 Euro zahlen. Das hat Landesverkehrsminister Hendrik Wüst in der Rheinischen Post angekündigt. Es werde keine langen Diskussionen mehr mit Masken-Muffeln geben, sagte er der Zeitung. Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt werde, müsse an der nächsten Haltestelle raus und zahlen. Bisher wird ein Bußgeld nur für Fahrgäste fällig, die sich trotz Aufforderung weigern, eine Maske aufzusetzen.

5.8.2020, 3:02 Uhr – Grüne werfen Regierung schwere Versäumnisse bei Schutz von Schulen vor

Die Grünen werfen der Bundesregierung schwere Versäumnisse beim Schutz vor Corona an Schulen vor. Fraktionschef Anton Hofreiter kritisiert in den Funke-Medien das Fehlen „bundesweit klarer Leitlinien“. Die Regierung solle einen Bildungsgipfel mit allen Bundesländern einberufen, um sich auf Leitlinien für einen risikoarmen Regelbetrieb zu verständigen. Derzeit wird in Deutschland vor allem über eine Maskenpflicht an Schulen diskutiert. In Nordrhein-Westfalen wird diese ab kommender Woche auch im Unterricht gelten.

5.8.2020, 1:21 Uhr – Krankenhäuser gut auf zweite Welle vorbereitet

Angesichts der Diskussionen über eine zweite Corona-Welle sieht die Deutsche Krankenhausgesellschaft die Kliniken in Deutschland gut gerüstet. Man halte noch immer eine erhöhte Zahl von Intensivplätzen und Isolierzimmer frei und habe mehr Schutzausrüstung auf Vorrat als zu Beginn der Krise, sagte Hauptgeschäftsführer Georg Baum der Rheinischen Post. Außerdem hätten die Krankenhäuser in den vergangenen Monaten viele Erfahrungen gesammelt, die ihnen bei einem starken Wiederanstieg der Infektionszahlen zugute kämen.

4.8.2020, 20:32 Uhr – Bundesverband der Kinderärzte gegen Maskenpflicht im Unterreicht

Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte ist gegen eine Maskenpflicht im Unterricht, wie sie ab nächster Woche in Nordrhein-Westfalen gilt. Längeres Maskentragen beeinflusse die Leistungsfähigkeit der Schüler, sagte der Vorsitzende Thomas Fischbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In anderen Bundesländern soll eine Maskenpflicht zwar in den Schulen, aber nicht im Unterricht gelten – so etwa in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Hamburg.

4.8.2020, 17:05 Uhr – Bundesregierung hebt Reisewarnung für Türkei teilweise auf

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für touristische Reisen in die Türkei teilweise aufgehoben. Nach Angaben des Auswärtigen Amts gilt die Warnung ab heute nicht mehr für die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla. Diese werden allerdings nach wie vor als Risikogebiete eingestuft. Reiserückkehrer müssen einen negativen Corona-Test vorweisen oder zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Eine Reisewarnung spricht das Auswärtige Amt dann aus, wenn in dem betroffenen Land oder Gebiet eine akute Gefahr für Leib und Leben besteht.

4.8.2020, 15:49 Uhr – Maskenpflicht an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern

Immer mehr Bundesländer führen eine Maskenpflicht in Schulen ein. Jetzt zieht auch Mecklenburg-Vorpommern nach. Dort müssen Lehrer und Schüler ab der 5. Klasse ab morgen einen Mund-Nasen-Schutz tragen – allerdings nicht im Unterricht, wie es in Nordrhein-Westfalen der Fall ist. Dagegen sprach sich auch Berlin aus. Für den Fall, dass die Corona-Infektionszahlen im neuen Schuljahr deutlich steigen sollten, schloss Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) das aber nicht aus.

Auch Rheinland-Pfalz will an seinem bisherigen Konzept festhalten und lehnt das Tragen von Masken im Unterricht ab. Im Schulgebäude selbst soll aber eine Maskenpflicht gelten – gleiches plant Baden-Württemberg.

4.8.2020, 14:48 Uhr – 44 Prozent der Deutschen wollen in den Urlaub

Rund 44 Prozent der Deutschen wollen in diesem Jahr noch in den Urlaub fahren. Das hat eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung ergeben. 29 Prozent planen demnach keine Reise mehr. Als Gründe gaben sie Angst vor einer Corona-Infektion an oder: keine Lust auf Schutzmaßnahmen. Ewa ein Viertel der mehr als 2.000 Befragten hat sich noch nicht für oder gegen einen Urlaub im Cororna-Jahr entschieden.

4.8.2020, 14:52 Uhr – DFL beschließt Maßnahmen zur Fan-Rückkehr

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat ein Corona-Konzept beschlossen, mit dem Fans wieder zu den Spielen ins Stadion dürfen. Zentrale Punkte sind: Ein Alkoholverbot und das Beschränken auf reine Stehplätze. Tickets sollen personalisiert werden, um Infektionsfälle nachvollziehbar zu machen. Und: Fans von auswärts müssen weiter auf Stadionbesuche verzichten.

Alkoholverbot und keine Gäste-Fans So will die DFL Zuschauer zurück ins Fußballstadion bringen

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat ein Corona-Konzept beschlossen, mit dem Fans wieder zu den Spielen ins Stadion kommen sollen. Ob die Maßnahmen ausreichen, ist noch nicht sicher.  mehr...

4.8.2020, 12:58 Uhr – Nothilfe für Artenschutz in Corona-Zeiten

Um den Artenschutz auch während der Corona-Pandemie aufrecht zu erhalten, wollen Weltnaturschutzunion (IUCN), EU-Kommission und die Organisation afrikanischer, karibischer und pazifischer Staaten (OACPS) zusätzliche finanzielle Mittel bereitstellen. Die Nothilfe von sechs Millionen Euro soll Dorfgemeinschaften und Wildhütern zugutekommen, die ihre Schutzaufgaben wegen der Corona-Krise nicht mehr wahrnehmen können.

Mit dem Geld sollen unter anderem alternative Einnahmemöglichkeiten für die Menschen entwickelt werden, die sonst vom Tourismus etwa in Naturparks leben. Die EU-Kommissarin für Internationale Partnerschaften, Jutta Urpilainen, sagte, die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig der Schutz von Wildtieren sei, um die Übertragung von Krankheiten auf Menschen zu verhindern.

4.8.2020, 11:43 Uhr – Eine halbe Million weniger offene Stellen

Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist im zweiten Quartal um eine halbe Million gesunken. Wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mitteilte, sank sie um 36 Prozent auf 893.000. Weil zugleich die Arbeitslosigkeit zunahm, kam auf drei Arbeitslose nur noch eine offene Stelle. Die Corona-Pandemie verstärkte den Rückgang, der schon in der Konjunkturflaute vorher eingesetzt hatte. Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 ging die Zahl der offenen Stellen im zweiten Quartal um 191.000 zurück.

4.8.2020, 11:19 Uhr – Proteste der Aborigines: Uluru wieder gesperrt

Der Besuch von Australiens bekanntestem Berg, dem Uluru, ist erneut verboten worden. Vorausgegangen waren Proteste der Aborigines-Ureinwohner. Sie hatten den Zugang zum Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark blockiert, nachdem ein Flugzeug mit Touristen aus der Stadt Brisbane – einem Covid-19-Hotspot – auf dem örtlichen Flughafen gelandet war. Bereits von März bis Juni war der Park wegen der Corona-Pandemie geschlossen worden. Erst im Juli hatte er wieder für inländische Besucher geöffnet. Im vergangenen Oktober hatten die Anangu-Ureinwohner bereits durchgesetzt, dass auf dem 348 Meter hohen Felsen mitten in der australischen Wüste, der früher unter dem Namen „Ayers Rock“ bekannt war, nicht mehr herumgeklettert werden darf.

4.8.2020, 10:49 Uhr – Zuwachs für Onlinehandel mit Möbeln

Die Corona-Krise hat dem Onlinehandel mit Möbeln einen kräftigen Wachstumsschub beschert. Allein in den Monaten März und April lag das Wachstum im Internethandel bei rund 25 Prozent, teilte das Kölner Wirtschaftsforschungsinstitut EHI mit. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2019 legte der E-Commerce mit Möbeln „nur“ um gut elf Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zu. Der stationäre Möbelhandel musste dagegen im März und April coronabedingt Umsatzeinbußen von 30 bis 40 Prozent hinnehmen.

4.8.2020, 10:36 Uhr – Weitere Corona-Infizierte in Mamminger Konservenfabrik

Bei einem zweiten Reihentest bei einer Konservenfabrik in Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) sind 166 Corona-Infizierte festgestellt worden. Der gesamte Betrieb mit rund 600 Beschäftigten ist vorübergehend stillgelegt, alle Saisonarbeitskräfte und auch fest angestellten Mitarbeiter sind in Quarantäne, berichtet der BR. Landrat Werner Bumeder sagte: „Es war zwar zu erwarten, aber trotzdem sind es bittere Nachrichten.“

4.8.2020, 8:48 Uhr – Baerbock kritisiert Bildungspolitik in Corona-Zeiten

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat von der Bundesregierung eine stärkere Koordinierung der Bildungspolitik in Corona-Zeiten gefordert. Die Regierung hätte längst einen Bildungsgipfel zwischen Bund und Ländern organisieren müssen, um die wichtigsten Fragen zu Kita- und Schulbesuch auch in der Pandemie zu klären, sagte sie im SWR. „Kinder haben ein Recht auf Bildung, verankert im Grundgesetz und den Menschenrechten.“

4.8.2020, 7:48 Uhr – CDU-Innenpolitiker Schuster: Härtere Auflagen für Demos

Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster hat sich für eine Nachjustierung des Versammlungsgesetzes ausgesprochen. „In jedem Fall müssen wir darüber reden“, sagt er im ARD-Morgenmagazin. Es gebe eine pandemische Gefahr nach einer solchen Versammlung. Man müsse eine Güterabwägung machen. „Wir haben auf der einen Seite die Meinungsfreiheit, das ganz hohe Schutzgut Versammlungsfreiheit, und auf der anderen Seite sterben in diesem Land Menschen an dieser Pandemie, ihre Gesundheit ist schwer beeinträchtigt, wir verlieren Existenzen“, so Schuster.

„Der Staat muss irgendwann Autorität zeigen“, sagte er. „Die Freiheit zu demonstrieren behalten alle.“ Es könne allerdings die Teilnehmerzahl eingeschränkt werden, wobei dann alle Infektions-Schutzmaßnahmen eingehalten würden, sagte Schuster. Hintergrund sind die Proteste vom Wochenende, als in Berlin Menschen aus ganz Deutschland gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestierten – oft unter Missachtung des Abstandsgebots und der Maskenpflicht.

4.8.2020, 7:42 Uhr – Fraport: 182 Millionen Euro Verlust

Der Einbruch des Flugverkehrs hat den Flughafenbetreiber Fraport im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand ein Verlust von rund 182 Millionen Euro nach 127 Millionen Euro Gewinn ein Jahr zuvor. Vorstandschef Stefan Schulte rechnet für das laufende Jahr mit Verkehrsrückgängen im hohen zweistelligen Prozentbereich. Auch im Gesamtjahr dürfte unter dem Strich ein deutlicher Verlust stehen. Fraport will deshalb wie angekündigt 3.000 bis 4.000 Jobs in Frankfurt abbauen.

4.8.2020, 6:52 Uhr – UN: „Katastrophe für eine ganze Generation“

Die Vereinten Nationen warnen wegen der Schulschließungen vor einer „Katastrophe für eine ganze Generation“. Dass die Schülerinnen und Schüler sicher zurück in den Unterricht gehen könnten, müsse oberste Priorität haben, sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Mitte Juli seien in rund 160 Ländern die Schulen geschlossen gewesen. Davon sei mehr als eine Milliarde Schüler betroffen, mindestens 40 Millionen Kinder hätten die Vorschule versäumt. „Jetzt stehen wir vor einer Katastrophe für eine ganze Generation, durch die unermessliches menschliches Potenzial verschwendet, jahrzehntelanger Fortschritt untergraben und tief verwurzelte Ungleichheiten verschärft werden könnten“, so Guterres.

4.8.2020, 6:39 Uhr – China feiert wieder „Oktoberfest“

In der ostchinesischen Stadt Qingdao hat trotz Corona das größte Bierfest des Landes planmäßig begonnen. Bis zum 23. August wollen die Organisatoren wie in jedem Jahr Hunderttausende Besucher auf das Gelände in der ostchinesischen Provinz Shandong locken. Die Veranstalter bezeichnen das Bierfest von Qingdao als „Chinas Oktoberfest“. Auf dem Bierfest in Qingdao sollen besondere Regeln gelten. Besucher müssen beim Betreten des Geländes Masken tragen, auch wird die Temperatur gemessen und eine Registrierung verlangt. Angestellte müssen wöchentlich einen Corona-Test machen.

4.8.2020, 4:51 Uhr – Warn-App in fünf weiteren Sprachen

Die deutsche Corona-Warn-App soll in Kürze in weiteren fünf Sprachen zur Verfügung stehen. „Die Versionen Arabisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch und Russisch sind derzeit in der Entwicklung“, sagte Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) der "Rheinischen Post". Bisher gibt es die am 16. Juni in Deutschland gestartete App in Deutsch, Englisch und Türkisch. Die App soll helfen, die weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden. Deutschland habe mit bisher mehr als 16,4 Millionen Nutzern mehr Downloads als ganz Europa mit seinen verschiedenen Apps zusammen, sagte Bär.

4.8.2020, 4:51 Uhr – Australien: Bis zu 3.000 Euro Geldstrafe für Verstoß gegen Quarantänepflicht

Der australische Bundesstaat Victoria geht hart gegen Verstöße gegen Corona-Auflagen vor. Wer mit dem Virus infiziert und nicht zu Hause in Quarantäne anzutreffen sei, könne mit bis zu 3.000 Euro Bußgeld belangt werden, kündigt der Premierminister von Victoria, Daniel Andrews, an. Die sofort fällige Geldstrafe sei notwendig, da fast ein Drittel der Personen, die sich in Selbstisolation begeben mussten, bei Kontrollbesuchen nicht anzutreffen waren. Victoria meldet 439 neue Coronavirus-Fälle in den vergangenen 24 Stunden.

3.8.2020, 21:23 Uhr – Mexiko kündigt Unterricht per TV an

Schüler in Mexiko sollen im kommenden Schuljahr per Fernsehen und Radio unterrichtet werden. Eine entsprechende Vereinbarung der Regierung mit vier privaten Sendergruppen wurde in der täglichen Pressekonferenz von Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador in Mexiko-Stadt unterschrieben. Für die rund 30 Millionen Schüler des Landes sei es wegen der Coronavirus-Pandemie nicht sicher, zu Beginn des neuen Schuljahres ab dem 24. August in die Klassenzimmer zurückzukehren, sagte Bildungsminister Esteban Moctezuma. Das nordamerikanische Land hat weltweit die drittmeisten Todesfälle nach einer Covid-19-Erkrankung registriert.

3.8.2020, 20:54 Uhr – London befürchtet Engpässe bei Medizinprodukten durch Brexit

Die Regierung in London hat Lieferanten von Medizinprodukten im Land wegen des bevorstehenden Auslaufens der Brexit-Übergangsphase dazu aufgerufen, Vorräte anzulegen. Ziel sei es, auf britischem Boden Medikamente und andere Medizinprodukte für sechs Wochen vorzuhalten, hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums. Das sei umso wichtiger, weil durch die Coronavirus-Pandemie die Versorgung mit vielen Gütern bereits jetzt schon schwierig sei.

3.8.2020, 20:24 Uhr – Anstieg der Corona-Fälle: Grillverbot und Kontrollen in Offenbach

Nach einem starken Anstieg der Corona-Fälle in Offenbach hat die Stadt mit stärkeren Einschränkungen reagiert. Auf der Sitzung des Krisenstabes sei ein Grill- und Picknickverbot auf öffentlichen Flächen beschlossen worden, teilte die Stadt mit. Gemeinsamer Sport ist nur kontaktlos für maximal zehn Menschen oder Mitglieder eines gemeinsamen Haushaltes und mit anderthalb Metern Abstand erlaubt. Es solle mehr Kontrollen geben, um „Maskenverweigerer“ zu erreichen, sagte Gesundheitsdezernentin Sabine Groß nach der Sitzung des Krisenstabes.

3.8.2020, 19:13 Uhr – Betrugs-Versuch mit Corona-Hilfen aufgedeckt

In Schleswig-Holstein haben Ermittler einen mutmaßlichen Betrug mit staatlichen Corona-Hilfen in Millionenhöhe aufgedeckt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Lübeck richtet sich der Tatverdacht gegen einen 36-jährigen Unternehmensberater aus dem Kreis Pinneberg. Der Mann soll unrechtmäßig Sozialversicherungsdaten erworben und damit in mindestens 50 Fällen Kurzarbeitergeld und Corona-Soforthilfen beantragt haben. Insgesamt belaufe sich die Betrugssumme auf rund 15 Millionen Euro, davon seien 7,4 Millionen bereits ausgezahlt worden. Der Mann befinde sich derzeit in Untersuchungshaft.

3.8.2020, 19:00 Uhr – Urlaubsorte verschärfen Maskenpflicht

Bei Touristen beliebte Orte in Europa weiten die Maskenpflicht auch auf öffentliche Straßen und Plätze aus. Im französischen Nizza muss in Strandnähe bis auf weiteres zwischen zehn Uhr vormittags und ein Uhr nachts ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Bei Verstößen droht nach Angaben der Behörden ein Bußgeld. Wegen eines starken Wiederanstiegs der Corona-Infektionen haben zahlreiche französische Städte solche Verschärfungen erlassen. Frankreich Premierminister Jean Castex rief die Bevölkerung zu anhaltender Wachsamkeit in der Corona-Pandemie auf.

In Deutschland hat die Insel Helgoland ebenfalls entsprechende Maßnahmen getroffen. Dort gilt ab Mittwoch eine Maskenpflicht in mehreren öffentlich zugänglichen Bereichen zwischen elf Uhr am Vormittag und halb fünf am Nachmittag - unter anderem auf den Wegen von den Schiffen bis zur Hafenstraße. Auch Gaststätten seien betroffen, so die zuständige Kreisverwaltung Pinneberg. Der Bürgermeister von Helgoland, Jörg Singer, sprach von einer Vorsichtsmaßnahme, um die Wirtschaft der Insel zu schützen. Die Maskenpflicht gelte zunächst bis zum 17. August.

3.8.2020, 16:58 – Ausnahmen bei Testpflicht für Luxemburg-Pendler

Wer aus Luxemburg nach Rheinland-Pfalz einreist, muss sich nicht in jedem Fall auf Corona testen lassen. Die Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten gelte nicht für den so genannten kleinen Grenzverkehr. Das hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) gesagt. Ausnahmen wird es vor allem für Berufspendler aus Luxemburg geben, die täglich über die Grenze müssen.

3.8.2020, 15:52 – Testpflicht soll mit Stichproben kontrolliert werden

Mit Stichproben will die Bundesregierung kontrollieren, ob die geplante Corona-Testpflicht für Reisende aus Risikoländern eingehalten wird. Flächendeckende und lückenlose Kontrollen halte man nicht für praktikabel, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass die Pflicht noch in dieser Woche eingeführt werde. Seit heute können sich Reise-Rückkehrer an mehreren Flughäfen freiwillig auf das Corona-Virus testen lassen.

3.8.2020, 15:45 – Urteil zu Flugreisen mit Kindern: Beide Elternteile müssen einverstanden sein

Wenn getrenntlebende Eltern mit den Kindern zurzeit eine Flugreise machen wollen, muss der andere Elternteil zustimmen. Das hat das Oberlandesgericht Braunschweig entschieden. Mit der Begründung: Eine Flugreise sei in der Corona-Zeit keine Angelegenheit des täglichen Lebens. Geklagt hatte ein Vater, dessen Frau mit den beiden Kindern nach Mallorca fliegen wollte. Der Vater war damit nicht einverstanden.

3.8.2020, 14:14 – Panne: Testzentrum am Flughafen Stuttgart weist Rückkehrer ab

Seit heute können sich Reise-Rückkehrer am Stuttgarter Flughafen auf das Corona-Virus testen lassen. Doch gleich am ersten Tag gab es eine Panne. Weil nicht klar war, wer genau getestet werden soll, wurden nur Urlauber aus Risikogebieten zugelassen. Rückkehrer aus Mallorca sind abgewiesen worden. Das baden-württembergische Sozialministerium hat deshalb klargestellt, dass sich alle Urlauber am Flughafen testen lassen können.

3.8.2020, 13:57 – Scheuer fordert Bahn zur Durchsetzung der Maskenpflicht auf

Das Bundesverkehrsministerium hat die Bahn aufgefordert, auf die Einhaltung der Maskenpflicht zu achten. Das steht in einem Schreiben von Minister Andreas Scheuer (CSU) an das Unternehmen. Reisende, die keine Maske tragen, können demnach aufgefordert werden, den Zug zu verlassen. Das sei rechtlich möglich, heißt es in dem Schreiben, und könne mit Hilfe der Bundespolizei durchgesetzt werden.

3.8.2020, 13:49 – Mehr Sperrmüll in Baden-Württemberg

In der Corona-Krise haben die Menschen in Baden-Württemberg deutlich mehr Sperrmüll gesammelt. Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hat gesagt, die Menschen hätten offenbar die Zeit genutzt, um ihren Keller ordentlich auszuräumen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sei deshalb bis zu 15 Prozent mehr Sperrmüll eingesammelt worden.

3.8.2020, 13:16 – Nordrhein-Westfalen: Maskenpflicht auch im Unterricht

In Nordrhein-Westfalen müssen Schüler nach den Ferien auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das gelte für alle weiterführenden und berufsbildenden Schulen bis zum 31. August, teilte die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) mit. An Grundschulen soll die Maskenpflicht nicht gelten, wenn die Schüler an festen Plätzen sitzen. Auch andere Bundesländer, wie Baden-Württemberg, Bayern, und Hamburg wollen, dass Schüler in den Schulen eine Maske tragen. Allerdings nicht im Unterricht.

3.8.2020, 12:01 – Lockdown in Melbourne: Geschäfte, Pubs und Hotels müssen schließen

Der australische Bundesstaat Victoria verschärft wegen steigender Infektionszahlen seine Maßnahmen gegen das Coronavirus. Seit Sonntag gilt bereits für die fast fünf Millionen Einwohner Melbournes eine Ausgangssperre von 20 bis 5 Uhr. Einkäufe sind nur einmal am Tag im Umkreis von fünf Kilometern erlaubt. Ab Mittwoch sollen zudem die meisten Geschäfte, Pubs und Hotels schließen. Bürger sollen möglichst im Home-Office arbeiten, sagte der Premierminister von Victoria, Daniel Andrews. Die Maßnahmen sollen demnach für mindestens sechs Woche gelten.

Der Bundesstaat Victoria ist die am schlimmsten vom Coronavirus betroffene Region Australiens. 6,4 Millionen Menschen leben dort. Am Montag stieg die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen um 429. Derzeit gibt es nach Angaben der Gesundheitsbehörden etwa 6.500 aktive Fälle. 136 Menschen sind bisher im Zusammenhang mit dem Virus gestorben

3.8.2020, 11:51 – Bundeselternrat rechnet mir erneuten Schulschließungen

Der Bundeselternrat sieht die Schulen in Deutschland nicht optimal für den normalen Betrieb vorbereitet. Bei aller Freude der Eltern über den kommenden Schulstart habe man auch großes Bauchweh, sagte der Vorsitzende Stephan Wassmuth. Nach Ansicht des Elternrats hätten Lehrpläne entschlackt und mehr Ausweichräume gesucht werden müssen. In vielen Klassenzimmern ließen sich außerdem Fenster aus Sicherheitsgründen nur einen Spalt breit öffnen. Damit könne die Vorgabe, regelmäßig zu lüften, nicht erfüllt werden. Wassmuth rechnet bei steigenden Infektionszahlen wieder mit regionalen Schulschließungen. Um das zu vermeiden, fordert der Bundeselternrat eine Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht.

3.8.2020, 11:37 – Gute Abi-Noten in Baden-Württemberg trotz Corona-Krise

Trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Krise hat sich der Notendurchschnitt von vielen Abiturienten in diesem Jahr verbessert. In Baden-Württemberg liegt er laut einer Stichprobe des Instituts für Bildungsanalysen bei 2,31. Im Jahr davor waren es 2,36. Auch in Hessen, Bayern und im Saarland hatten Schüler im Durchschnitt einen besseren Abi-Schnitt als im Jahr davor.

3.8.2020, 8:41 – Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten soll diese Woche kommen

Die Corona-Tests für Menschen, die aus Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren, sollen noch in dieser Woche verpflichtend werden. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im ARD-Morgenmagazin angekündigt. Man habe erst die Test-Kapazitäten aufbauen müssen, deshalb komme die Pflicht erst jetzt. Spahn appellierte an die Menschen, auch im Urlaub die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Das Virus mache keinen Urlaub, so der Minister. Seit heute können sich Reise-Rückkehrer unter anderem am Stuttgarter Flughafen freiwillig auf das Corona-Virus testen lassen.

3.8.2020, 7:31 – Scholz will Mehrwertsteuersenkung nicht verlängern

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich gegen eine Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung ausgesprochen. Man wolle jetzt durch Kaufanreize den positiven Konjunktur-Effekt für die Wirtschaft erzielen, sagte Scholz im SWR. Wenn die Befristung der Mehrwertsteuersenkung wegfiele, würde auch der Effekt wegfallen. Es müsse klar sein, wann Schluss sei, so Scholz. Der Groß- und Außenhandelsverband hatte zuvor in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gefordert, die Mehrwertsteuer für ein ganzes statt ein halbes Jahr zu senken.

3.8.2020, 7:29 – Altmaier will Einzelhandel mit Digital-Geschäft helfen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will kleineren Geschäften dabei helfen, ihre Kundenbeziehungen digital zu gestalten. Wer im Internet einkaufe, müsse auch die Möglichkeit haben, den Artikel bei einem Einzelhändler vor Ort online zu bestellen, sagte Altmaier der Deutschen Presse-Agentur. Es müsse verhindert werden, dass wegen der Corona-Krise die Läden in den Innenstädten Pleite gehen. Anfang September will Altmaier über die wirtschaftlichen Chancen von Digitalisierung für Innenstädte, Einzelhandel und Gastronomie mit den Beteiligten sprechen.

3.8.2020, 7:05 – Schule in Mecklenburg-Vorpommern startet wieder

Mit Mecklenburg-Vorpommern startet heute das erste Bundesland unter Corona-Bedingungen ins neue Schuljahr. Mehr als 150.000 Mädchen und Jungen sollen wieder in den Schulen unterrichtet werden.

3.8.2020, 7:01 – Reaktionen auf Proteste in Berlin am Wochenende

Die Proteste gegen Corona-Beschränkungen am Wochenende in Berlin mit rund 20.000 Teilnehmern sorgen weiter für Kritik. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht von der SPD sagte in der Süddeutschen Zeitung, Demonstrationsfreiheit sei zwar ein wichtiges Gut. Ihr fehle aber jegliches Verständnis dafür, dass sich Demonstranten selbstherrlich über Corona-Regeln hinwegsetzen.

CDU-Innenexperte Armin Schuster forderte in der Rheinischen Post strengere Auflagen für Demos dieser Art. Der Deutsche Städtetag forderte härtere Strafen für diejenigen, die die Abstandsregeln nicht einhielten.

FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki zeigte Verständnis für die Demonstranten. Unter ihnen seien sicher viele gewesen, die einfach verzweifelt seien. Die Politik habe versäumt, den Menschen zu erklären, was eigentlich das Ziel der Corona-Maßnahmen sei, so Kubicki in einer Talkshow der Bild.

3.8.2020, 3:39 – Großbritannien führt neue Corona-Schnelltests ein

Großbritannien will neuartige Schnelltests einführen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte, dass diese in weniger als 90 Minuten Ergebnisse lieferten und so helfen würden, Übertragungsketten rasch zu unterbrechen. Ab der kommenden Woche würden in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Laboren die DNA- und Abstrichtests zur Verfügung stehen. Sie könnten neben Corona- auch Grippeviren nachweisen. Das sei gerade mit Blick auf den Winter wichtig, sagte Hancock.

3.8.2020, 1:07 – Grüne für schärfere Maskenkontrolle in Zügen

Die Grünen fordern schärfere Corona-Regeln in den Fernzügen der Bahn. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Bundespolizei müsse kontrollieren, ob Fahrgäste eine Schutzmaske tragen und auch Bußgelder verhängen können, zitiert die Zeitung aus einem Fünf-Punkte-Plan der Partei. „Notorische Maskenverweigerer“ müsse die Polizei des Zuges verweisen dürfen. Auch müsse das Reservierungssystem der Bahn Sitzplätze „möglichst auf Abstand“ zuteilen, heißt es in dem Plan. Hintergrund sind die Befürchtungen, es könnte eine zweite Infektionswelle geben.

2.8.2020, 22:37 Uhr – BGA: Mehrwertsteuersenkung zwölf statt nur sechs Monate

Der Groß- und Außenhandelsverband (BGA) fordert, die auf sechs Monate befristete Mehrwertsteuersenkung um ein halbes Jahr zu verlängern. Der designierte Verbandspräsident Anton Börner sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ein halbes Jahr sei zu kurz. Die Umstellung koste viel Geld, und Ende des Jahres zögen viele Kunden möglicherweise geplante Käufe vor. Diese Umsätze fehlten dann im Januar und Februar: „Man sollte die Steuersätze also lieber ein Jahr lang unten lassen.“ Die Mehrwertsteuer wurde zum 1. Juli von 19 auf 16 beziehungsweise sieben auf fünf Prozent gesenkt, um den Konsum anzukurbeln und so die durch die Corona-Pandemie angeschlagene Konjunktur zu beleben.

2.8.2020, 18:30 Uhr – Kostenlose freiwillige Tests bei der Einreise nach Deutschland sind gefragt

Die freiwilligen Corona-Tests für Einreisende sind an den ersten beiden Tagen offenbar gut angenommen worden, meldet die Nachrichtenagentur dpa. An den bayerischen Test-Stationen haben sich bisher rund 18.000 Urlauber auf das Coronavirus testen lassen. Auch am Flughafen Hannover ist die Nachfrage groß. Am Frankfurter Flughafen wurden in dem seit Ende Juni geöffneten Testzentrum bisher mehr als 40.000 Menschen getestet. Seit Samstag können sich alle Einreisenden innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland auch ohne Krankheitsanzeichen kostenlos testen lassen.

2.8.2020, 18:00 Uhr – Mamming: Infizierten-Zahl in zweitem Betrieb steigt

Die Zahl der Ansteckungsfälle in einem zweiten Gemüsebetrieb im niederbayerischen Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) ist auf 43 gestiegen. Das haben die zuständigen Behörden mitgeteilt. Die Infizierten und ihre Kontaktpersonen seien umgehend isoliert worden, hieß es. Bei den Betroffenen soll es sich überwiegend um Frauen handeln. Sie hatten offenbar Kontakt zu den Erntehelfern auf dem Gemüsehof, auf dem es zuerst vor einer Woche einen Corona-Ausbruch gegeben hat. Dort wurden 232 Menschen positiv getestet.

2.8.2020, 15:50 Uhr – Söder für weitere Hilfen für Export-Unternehmen

Angesichts der wirtschaftlichen Rezession in der Corona-Krise hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weitere Hilfen, und zwar für exportabhängige Unternehmen, ins Spiel gebracht. Im ARD-Sommerinterview sagte er, Deutschlands Hauptproblem sei, dass es unter den weltweiten Schwierigkeiten leide. Erwogen werden sollte daher ein Hilfsprogramm für Maschinenbauer, Automobilzulieferer sowie für die Luft- und Raumfahrt-Industrie. Außerdem ist Söder dafür, an der Kurzarbeit festzuhalten. Das könne Arbeitslosigkeit verhindern. „Ich befürchte, es kommen noch schwierige Zeiten auf uns zu“, so Söder.

2.8.2020, 15:20 Uhr – Göring-Eckardt wirft Bundesregierung Fahrlässigkeit und Versäumnisse vor

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, wirft der Bundesregierung schwere Versäumnisse beim Umgang mit der Corona-Pandemie vor. Es fehlten bundesweit einheitliche Regeln und ein verständliches Konzept. Das sei an Fahrlässigkeit kaum zu überbieten, heißt es in einem Schreiben an Kanzleramtschef Helge Braun (CDU). Nötig seien einheitliche Regeln für den Umgang mit Corona-Hotspots und ein verbindliches Konzept für bundesweite Tests.

Mit Blick auf den anstehenden Schulstart in mehreren Bundesländern schreibt Göring-Eckardt, für viele Eltern drohe eine kaum noch tragbare Belastung, falls im Herbst Kitas und Schulen im schlimmsten Fall wieder geschlossen werden müssten. Mecklenburg-Vorpommern startet morgen als erstes Bundesland ins neue Schuljahr.

Ausgelöst wurde die Diskussion durch Bekanntwerden von Fällen in Rheinland Pfalz, in denen Beamte Daten aus den Listen für Ermittlungszwecken genutzt hatten. Wegen der Corona-Krise müssen Gaststätten die Gästedaten abfragen, um mögliche Infektionswege nachverfolgen zu können.

2.8.2020, 14:29 Uhr – Nach Corona-Demo in Berlin: Polizei korrigiert Zahl der Verletzten

Nach mehreren Demonstrationen in Berlin hat die Polizei die Zahl der verletzten Beamten nach oben korrigiert. Insgesamt seien bei den Einsätzen gestern 45 Polizisten verletzt worden. Bei welcher Demonstration wie viele Beamte verletzt wurden, konnte eine Sprecherin nicht sagen. Unter anderem fand neben der Kundgebung gegen Corona-Auflagen in Neukölln eine Demo gegen Räumungen und Abschiebungen statt.

2.8.2020, 14:23 Uhr – Polizeigewerkschaften: Corona-Gästelisten dürfen weiter für Ermittlungszwecke benutzt werden

Polizeigewerkschaften sehen kein Problem darin, dass Corona-Gästelisten aus der Gastronomie für Ermittlungszwecke benutzt werden. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sagte, die Verhältnismäßigkeit müsse geprüft werden. Wenn der Verdacht einer Straftat vorliege, müsse es aber möglich sein, die Daten auszuwerten. In einigen Bundesländern, darunter Rheinland-Pfalz, sind solche Daten schon für polizeiliche Zwecke genutzt worden. Baden-Württemberg verzichtet nach eigenen Angaben darauf.

2.8.2020, 14:07 Uhr – Trumps Nominierung als Präsidentschaftskandidat soll ohne Medien stattfinden

Die Nominierung von US-Präsident Donald Trump zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner soll offenbar unter Ausschluss der Medien stattfinden. Von den Republikanen heißt es, der Grund dafür seien Beschränkungen wegen des Coronavirus. Trump soll am 24. August im US-Staat North Carolina zum Kandidaten gewählt werden. Es wäre der erste Nominierungsparteitag in der modernen Geschichte der USA, bei dem keine Medien zugelassen sind.

2.8.2020, 12:36 Uhr – Belgien verbietet touristische Reisen in mehrere europäische Regionen

Weil sich immer mehr Menschen mit dem Corona-Virus anstecken, hat Belgien touristische Reisen in mehrere europäische Regionen verboten. Dazu gehören Corona-Hotspots in Spanien, Frankreich, Bulgarien, Rumänien, Großbritannien und der Schweiz. Wer aus den Gebieten zurückkehrt, muss für 14 Tage in Quarantäne. Zudem müssen alle, die aus dem Ausland nach Belgien zurückkehren und länger als 48 Stunden im Land bleiben, Formulare zur Identifizierung ausfüllen. Belgien ist von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Fast 70.000 Menschen haben sich dort infiziert – etwa 10.000 sind seit Beginn der Pandemie gestorben.

2.8.2020, 11:58 Uhr – WHO befürchtet, dass junge Leute Corona-Gefahr auf leichte Schulter nehmen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO befürchtet offensichtlich, dass junge Leute die Corona-Gefahr auf die leichte Schulter nehmen. Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte in Genf, Corona sei keine Krankheit, die nur ältere Menschen angreife. Junge Leute müssten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen treffen, um sich selbst und andere zu schützen. Sie können und sollten die Anführer sein und die Lenker des Wandels, so der Generaldirektor. Die WHO Regionaldirektion für Europa fordert die Staaten auf, in Alarmbereitschaft zu sein, um die Kapazitäten in den Kliniken bei einer erneuten Infektionswelle wieder hochfahren zu können.

2.8.2020, 10:03 Uhr – Karliczek hält Maskenpflicht in Schulen für sinnvoll

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hält kurz vor Ende der Sommerferien in sechs Bundesländern eine Maskenpflicht in Schulgebäuden für sinnvoll. Ein Unterricht in den Gebäuden könne nur funktionieren, wenn Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten und auch Corona-Schutzmasken getragen würden, sagte die CDU-Politikerin der Welt am Sonntag. Baden-Württemberg, Berlin und Bayern haben eine solche Maskenpflicht schon eingeführt.

2.8.2020, 9:29 Uhr – Städtetag RP fordert bessere Ausstattung für Ordnungsdienste

Der Städtetag Rheinland-Pfalz fordert eine bessere Ausstattung für die kommunalen Ordnungsdienste. Die Mitarbeiter seien an der Grenze der Belastbarkeit, sagt Geschäftsführer Fabian Kirsch. Seit Beginn der Corona-Krise werde mit den Kontrollen viel von ihnen gefordert. Inzwischen habe sich dabei der Fokus auf Feiern im öffentlichen Raum mit Alkohol verschoben. Der Städtetag will, dass die Ordnungsdienste unter anderem mit Tasern und Bodycams ausgerüstet werden.

2.8.2020, 8:32 Uhr – Mehr Schwarzarbeit wegen Corona-Krise

In der Corona-Krise hat die Schwarzarbeit in Deutschland nach den Berechnungen eines Wirtschaftswissenschaftlers zugenommen. Der Anteil der Schwarzarbeit am Bruttoinlandsprodukt habe sich von neun auf elf Prozent erhöht, sagte der Ökonom Friedrich Schneider von der Johannes-Kepler-Universität in Linz der Welt am Sonntag. Das entspreche einem Zuwachs von 32 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Gründe seien Kurzarbeit und teils deutliche Einkommenseinbußen. Das treibe die Leute in die Schattenwirtschaft, sagt Schneider.

2.8.2020, 7:54 Uhr – Mamming: Weitere Infektionen registriert

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming haben die Behörden auf einem weiteren Betrieb in der Gemeinde 27 Corona-Infektionen registriert. Die Infizierten seien sofort von den negativ Getesteten Menschen getrennt und isoliert worden, teilt das Landratsamt Dingolfing-Landau mit. Offenbar habe es Kontakte zwischen den Saisonarbeitskräften der beiden Betriebe gegeben. Bei dem Ausbruch auf dem Gemüsehof hatten sich 232 Erntehelfer mit dem Corona-Virus infiziert.

2.8.2020, 6:22 Uhr – Zahl der Infektionen steigt weltweit auf über 17,85 Millionen

Weltweit haben sich einer Reuters-Zählung zufolge mittlerweile mehr als 17,85 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 683.767​ Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Über 200.000 der Toten sind in lateinamerikanischen Ländern der Pandemie zum Opfer gefallen.

2.8.2020, 5:34 Uhr – Söder gegen weitere Lockerungen und für höhere Bußgelder

Nach der Demonstration von rund 20.000 Menschen in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen kommen aus der Politik klare Zeichen für die Fortsetzung der Bekämpfung der Pandemie: CSU-Chef Markus Söder sprach sich angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen gegen weitere Lockerungen aus. „Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt“, sagte Bayerns Ministerpräsident der Bild am Sonntag. Viele Menschen seien im Umgang mit dem Virus leider leichtsinniger geworden. Die zweite Welle sei praktisch da, deshalb müsse man rasch und konsequent reagieren, forderte Söder. Wer beispielsweise in der Bahn gegen die Maskenpflicht verstoße, solle höhere Bußgelder zahlen.

2.8.2020, 3:47 Uhr – In Mexiko mit 9.556 Infizierten an einem Tag neuer Rekord

In Mexiko melden die Behörden mit 9.556 Infektionen einen neuen Tages-Rekord. Damit steigt die Zahl der Menschen, die sich an dem Virus angesteckt haben, auf 434.193. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben 784 Patienten, damit wächst die Zahl der Corona-Toten auf 47.472.

1.8.2020, 15:40 Uhr – Berlin: Abbruch der Demo gegen Corona-Regeln

In Berlin wurde die Demonstration gegen die Corona-Verordnungen vorzeitig beendet und Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung gestellt. Das teilte die Polizei mit. Unter den Demonstranten waren auch Vertreter der Stuttgarter Initiative "Querdenken 711". Mehrere Tausend Menschen haben sich am Samstag in Berlin zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen versammelt. Trotz steigender Infektionszahlen machen sie sich für ein Ende aller Auflagen stark.

1.8.2020, 14:28 Uhr – Berlin: Demo gegen Corona-Regeln

In Berlin läuft eine Demonstration gegen die Corona-Regeln. Laut Polizei sind es 15.000 Teilnehmer, angemeldet waren nur 10.000. Trotz der steigenden Zahl von Neuinfektionen fordern sie unter anderem ein Ende der Abstands- und Maskenpflicht. Die meisten Demonstranten tragen nach Berichten des rbb keinen Mund-Nase-Schutz und stehen dicht gedrängt beieinander. Die Demonstration angemeldet hatte die Stuttgarter Initiative „Querdenken“. Nach Angaben des Berliner Innensenators Andreas Geisel haben aber auch mehrere Neo-Nazi-Organisationen zur Teilnahme aufgerufen. Gegendemonstranten haben sich bereits angekündigt.

1.8.2020, 12:08 Uhr – Lehrer-Gewerkschaft verständnisvoll für BW-Drohung, Beamten das Geld zu streichen, wenn sie in Corona-Risikogebiete reisen

Die Lehrer-Gewerkschaft zeigt Verständnis für die Drohung der baden-württembergischen Landesregierung, Beamten nach Reisen in Corona-Risikogebiete unter Umständen das Gehalt zu streichen. Die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Doro Moritz, sagte, es sei nicht nachvollziehbar, dass jemand bewusst in einem Risikogebiet reise.

Erst am Freitag hatte das Landesinnenministerium angekündigt, dass Beamte und, die nach solchen Reisen in Quarantäne geschickt werden und nicht von zu Hause aus arbeiten können, unbezahlten Sonderurlaub nehmen müssen.

1.8.2020, 11:03 Uhr – RKI: 955 neue Infektionsfälle innerhalb eines Tages

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 955 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit bleiben die täglichen Fallzahlen weiterhin auf einem hohen Niveau.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 209.653 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen im Internet meldete (Stand 1.8., 0.00 Uhr).

1.8.2020, 9:37 Uhr – Altmaier für härtere Strafen bei Corona-Verstößen

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) für härtere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln ausgesprochen. Wer andere absichtlich gefährde, müsse mit gravierende Folgen rechnen. Das schließe Bußgelder und Strafen mit ein, wenn es sich um Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit handele. Man dürfe den gerade beginnenden Aufschwung nicht durch einen erneuten Anstieg der Infektionen gefährden. Altmeier betonte, der derzeitige Anstieg gehe im Wesentlichen zurück auf das achtlose und unverantwortliche Fehlverhalten einer sehr kleinen Zahl von Menschen.

1.8.2020, 8:37 Uhr – BW weitet Corona-Test-Strategie aus

Die Landesregierung in Baden-Württemberg weitet ihre Corona-Test-Strategie aus. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte, Stationen würden überall dort eingerichtet, wo viele Reisende aus dem Ausland zu erwarten seien. Sie können sich kostenlos testen lassen – unabhängig davon, ob sie aus Corona-Risikogebieten kommen oder nicht. Die Stationen werden ab kommender Woche unter anderem an der A5, der A8 und an den Bahnhöfen Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg aufgebaut. Für Mannheim und Ulm wird das noch geprüft. Ursprünglich sollte nur an Flughäfen getestet werden.

1.8.2020, 7:54 Uhr – EU will 300 Mio Dosen Impfstoff kaufen

Die EU-Kommission will 300 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs gegen Corona vom französischen Pharmaunternehmen Sanofi kaufen. Vorgespräche für einen anvisierten Vertrag seien abgeschlossen worden, teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Geplant ist demnach ein Rahmenvertrag, wonach die Kommission vorab einen Teil der Entwicklungskosten des Unternehmens übernimmt. Dafür erhält sie das Recht, eine bestimmte Anzahl von Impfstoffdosen in einem bestimmten Zeitraum zu kaufen. Von der Leyen sagte, man führe weiterhin auch intensive Gesprächen mit anderen Unternehmen.

1.8.2020, 7:08 Uhr – „Einen zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten“

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat vor der Verhängung einer erneuten Ausgangssperre gewarnt. „Einen zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten“, sagte Haseloff den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Das würde unsere Wirtschaft kaum verkraften und sich letztendlich auch negativ auf den Sozialstaat und seine Stabilität auswirken“, sagte er. „Hilfsmaßnahmen wie im jetzigen finanziellen Rahmen ließen sich wohl nicht wiederholen.“

1.8.2020, 5:19 Uhr – In Deutschland 955 neue Coronavirus-Infektionen

In Deutschland steigt die Zahl der Infizierten um 955 auf 209.653. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erhöht sich die Zahl der Corona-Toten um 7 auf 9.148.

1.8.2020, 3:53 Uhr – Ab heute kostenlose Tests für Reiserückkehrer

Urlauber, die aus dem Ausland zurückkehren, können sich ab heute kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Das legt eine entsprechende Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fest. Die Tests sind für alle Reiserückkehrer auch ohne Krankheitsanzeichen innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland möglich - zum Beispiel an Teststellen an Flughäfen, in Gesundheitsämtern und Arztpraxen. Bezahlt werden die Tests zunächst von den gesetzlichen Krankenversicherungen.

1.8.2020, 2:10 Uhr – Fast 70.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA haben sich nach Angaben der Seuchenbehörde CDC 68.042 Menschen mit dem Virus angesteckt. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 4.473.974. Im Vergleich zum Vortag sterben 1.216 Menschen. Damit sind insgesamt 150.283 Amerikaner dem Virus erlegen.

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