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Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.2. bis 28.2.2021.

28.2.2021, 21:09 Uhr – Lauterbach für neue Impf- und Teststrategie

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz von Bund und Ländern eine neue Impf- und Teststrategie vorgestellt. „Es ist ganz klar, dass das exponentielle Wachstum insbesondere der Mutation B.1.1.7 wie im Lehrbuch abläuft“, sagte Lauterbach dem Spiegel. Eine Verlängerung des aktuellen Shutdowns allein würde demnach wenig bringen.

Um schneller mehr Menschen impfen zu können, fordert Lauterbach, die zweite Dosis erst am Ende des jeweils zugelassenen Spielraums zu verabreichen. Bei den mRNA-Präparaten wären das sechs Wochen. Bislang halten die Bundesländer etwa die Hälfte der Impfdosen zurück, um Geimpften die zweite Spritze zu garantieren.

Ergänzend schlägt Lauterbach ein Testprogramm vor: An Schulen und in Betrieben sollen alle Menschen mindestens einmal pro Woche einen Schnelltests machen, mithilfe von geschultem Personal. Wer ein negatives Ergebnis hat, soll anschließend mit dem Nachweis einen Tag lang in Geschäfte gehen dürfen. Dadurch könnten die Läden zeitnah öffnen, natürlich weiterhin mit Maskenpflicht - gleichzeitig verhindere man aber Ansteckungen, sagt Lauterbach.

28.2.2021, 20:45 Uhr – Charité plädiert für Expertenteam für Notlagen

Die Berliner Charité hat ein Expertenteam vorgeschlagen, das Lehren aus der Pandemie ziehen solle. Charité-Vorstandschef Heyo Krömer sagte dem Tagesspiegel, ein solches nationales Fachgremium solle nach der Corona-Krise eingesetzt werden, um Deutschland zukünftig besser auf Notlagen vorzubereiten. Eine Lehre sei sicher, so Krömer, das Gesundheitswesen besser auszustatten. Generell plädiert der Charité-Chef auch für mehr einheitliches Vorgehen. Zum Beispiel frage er sich, warum nicht alle Gesundheitsämter die gleiche Software benutzten. Oder warum jedes Bundesland andere Abläufe beim Impfen habe.

28.2.2021, 19:51 Uhr – Giffey fordert Lockerung der Kontaktbeschränkungen

Vor den Bund-Länder-Corona-Beratungen am kommenden Mittwoch mehren sich Forderungen, die Kontaktbeschränkungen zu lockern. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sagte dem Handelsblatt, für sie sei ganz klar, dass es Öffnungsschritte geben müsse. Die Selbsttests und das Impfen gäben Rückenwind dafür. Die SPD-Politikerin lehnt es demnach ab, den Lockdown bis April zu verlängern. Der Einzelhandel ringe mit großen Existenzängsten. Da hingen auch die Beschäftigten dran und deren Familien, sagte Giffey.

28.2.2021, 18:08 Uhr – Deutschland liefert Impfstoff nach Tschechien

Deutschland wird Tschechien mit Impfstoff aushelfen. Morgen sollen insgesamt 15.000 Dosen aus Sachsen, Bayern und Thüringen an Tschechien geliefert werden, teilte der sächsische Regierungssprecher Ralph Schreiber mit. Tschechien hat zur Zeit die höchste Infektionsrate in der ganzen EU. Der Inzidenzwert liegt bei rund 760.

28.2.2021, 17:45 Uhr – Großbritannien: Mehr als 20 Millionen Menschen geimpft

In Großbritannien sind bereits mehr als 20 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Das sei eine großartige Leistung für das Land, schrieb Gesundheitsminister Matt Hancock auf Twitter. Der Impfstoff sei der Ausweg. „Wenn Sie einen Anruf erhalten, holen Sie sich ihre Injektion“, appellierte Hancock wörtlich an seine Landsleute. Großbritannien hat als erstes europäisches Land sein Impfprogramm begonnen und stellt eine Aufhebung der derzeitigen Beschränkungen bis Ende Juni in Aussicht. In Großbritannien leben rund 66 Millionen Menschen.

28.2.2021, 17:44 Uhr – Virusvarianten breiten sich in Stuttgarter Kitas aus

In Stuttgart breitet sich die besonders ansteckende britische Coronavirus-Variante aus. Die Stadt hat vorsorglich zwei weitere Kitas wegen Corona-Infektionen schließen müssen. Zwei Erzieherinnen haben sich wahrscheinlich mit der britischen Virusvariante angesteckt. In einer Kita kam es zu 13 Folgefällen, in der anderen zu neun Ansteckungen. Damit wären die Virusvarianten jetzt in sechs Kitas angekommen. Auch an drei Stuttgarter Schulen gibt es Fälle.

28.2.2021, 17:37 Uhr – FDP fordert nationales Impfportal

Vor den Bund-Länder-Corona-Beratungen am kommenden Mittwoch hat die FDP ein nationales Terminportal für Impfungen gefordert. Ziel sei es, schneller voranzukommen, sagte Parteichef Christian Lindner der Deutschen Presse-Agentur. Es müsse damit gerechnet werden, dass es bald mehr Impfstoff als Termine gebe. Deshalb sollten auch Arztpraxen impfen dürfen. Lindner schlägt außerdem eine Nachrückliste für nicht genutzte Termine vor. Zuvor hatten sich mehrere Ministerpräsidenten dafür ausgesprochen, die strenge Impfreihenfolge aufzugeben.

28.2.2021, 17:17 Uhr – Dreyer: Rheinland-Pfalz gut vorbereitet auf Einreisebeschränkungen aus Moselle

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sieht das Land gut vorbereitet auf die Einreisebeschränkungen aus der französischen Region Moselle. In einer Taskforce mit den Nachbarländern habe man Maßnahmen beschlossen, teilte Dreyer mit. „Grenzschließungen sollen dabei vermieden und gleichzeitig ein Höchstmaß an Sicherheit für die Bevölkerung sichergestellt werden.“ Dabei komme es darauf an, den Warenverkehr zu sichern und Berufspendlern den Weg zur Arbeit zu ermöglichen, wenn kein Homeoffice möglich sei. Daher würden die Corona-Tests ausgeweitet. Das Robert-Koch-Institut hatte zuvor die Region Moselle als Virusvariantengebiet eingestuft. Einreisende benötigen ab Dienstag einen aktuellen negativen PCR-Test und müssen zudem legal in Deutschland leben.

28.2.2021, 15:47 Uhr – BW: Strobl will mit Teststrategie Grenzkontrollen vermeiden

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) will durch massenhafte Corona-Tests Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich und der Schweiz vermeiden. Das hat Strobl in Briefen an Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Gesundheitsminister Manfred Lucha (beide Grüne) geschrieben. Diese Strategie sei nötig, weil das Impfen nicht schnell genug gehe. Strobl schlägt vor, deutsch-französische und deutsch-schweizerische Testzentren einzurichten.

28.2.2021, 15:34 Uhr – Tschechien impft ohne EMA-Zulassung

Tschechien will selbst ohne eine europäische Zulassung den russischen Impfstoff Sputnik V einsetzen. Auch beim Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinopharm wäre das denkbar, sagte Ministerpräsident Andrej Babiš. Vor rund zwei Wochen hatte er noch angekündigt, sein Land werde die Entscheidung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) abwarten. Tschechien hat bezogen auf die Bevölkerungszahl eine der höchsten Infektionsraten weltweit. In Ungarn werden schon Impfstoffe aus Russland und China eingesetzt, obwohl die Europäische Arzneibehörde sie bisher nicht zugelassen hat.

28.2.2021, 14:29 Uhr – Einreiseregeln für Grenzregion Moselle werden verschärft

Die Bundesregierung hat die an das Saarland und Rheinland-Pfalz grenzende Region Moselle als sogenanntes Virusvarianten-Gebiet eingestuft. Das ist ein Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko durch verbreitetes Auftreten bestimmter SARS-CoV-2-Virusvarianten. In Europa breiten sich derzeit besonders ansteckende Mutationen des Coronavirus aus. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, gilt die Einstufung ab Dienstag. Sie bringt verschärfte Einreiseregeln mit sich. Einreisende aus dem Départment Moselle müssen künftig bei Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ein Schnelltest ist dabei ausreichend. Fluggesellschaften sowie Bus- und Bahnunternehmen dürfen keine Passagiere mehr aus Moselle nach Deutschland befördern.

28.2.2021, 12:39 Uhr – Kretschmann und Söder für weniger strenge Impfreihenfolge

Die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Bayern, Winfried Kretschmann (Grüne) und Markus Söder (CSU), sind für mehr Pragmatismus bei der Impfreihenfolge. Man könne es sich nicht leisten, dass Impfstoff herumstehe, weil manche Berechtigten ihn ablehnten, sagte Kretschmann der Welt am Sonntag. In diesen Fällen müsse man auch Menschen impfen, die nach der Priorisierung noch nicht an der Reihe seien, so Kretschmann. Söder will den Impfstoff von Astrazeneca für alle frei geben, die ihn wollen. Laut Gesundheitsministerium sind von den 1,4 Millionen Astrazeneca-Impfdosen erst 15 Prozent genutzt worden.

28.2.2021, 11:49 Uhr – Über 30.000 Impftermine an Erzieher und Lehrer in RP

In Rheinland-Pfalz laufen seit gestern die Registrierungen für Lehrkräfte und Kita-Beschäftigte für eine Corona-Schutzimpfung. Wie das Gesundheitsministerium heute mitteilte, hätten sich innerhalb eines Tages 42.370 Personen online und telefonisch registriert. Davon arbeiteten 32.390 Menschen in Kitas, Grund- oder Förderschulen. Für diese Registrierungen wurden bereits 32.441 Impftermine in den Impfzentren vergeben. Die Impfungen finden im Zeitraum vom 1. bis 14. März statt. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) begrüßte die hohe Impfbereitschaft in den Berufsgruppen.

28.2.2021, 10:30 Uhr – Lehrerverband will freiwilliges Zusatzjahr

Der Lehrerverband will in den kommenden Tagen ein Konzept dafür vorlegen, wie Schüler die durch Corona verursachten Lerndefizite ausgleichen können. Das hat Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung angekündigt. Er schlägt unter anderem ein freiwilliges Zusatzjahr mit Unterricht in einzelnen Fächern vor - und zwar für Kinder, bei denen Ferienkurse und Nachhilfe nicht ausreichten. Auch Kinder, die freiwillig ihre Noten verbessern wollen, könnten daran teilnehmen. Um den zusätzlichen Unterricht zu organisieren, könnten Lehrkräfte aus dem Ruhestand geholt werden oder Teilzeitkräfte ihre Unterrichtsstunden aufstocken, so Meidinger. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler sollten außerdem von ehrenamtlichen Mentoren unterstützt werden.

28.2.2021, 7:52 Uhr – Landesweiter Kontrolltag in Rheinland-Pfalz

Nach vermehrten Verstößen gegen die Corona-Regeln am vergangenen Wochenende plant die Polizei in Rheinland-Pfalz für Sonntag einen landesweiten Kontrolltag. Mehr als 100 zusätzliche Einsatzkräfte sollen unter anderem das Abstandsgebot sowie das Tragen von medizinischen Masken kontrollieren. Im Fokus stehen demnach stark besuchte Ausflugs- und Naherholungsziele. Am vergangenen Wochenende hatte die Polizei festgestellt, dass an beliebten Plätzen die Mindestabstände vielfach nicht eingehalten wurden. Laut eines Sprechers seien insbesondere das Mainzer Rheinufer oder das Landesgartenschaugelände in Kaiserslautern betroffen gewesen. Bereits im Januar hatten Polizei und Ordnungsämter an solchen Kontrolltagen die Einhaltung der Corona-Regeln in den Blick genommen.

28.2.2021, 6:58 Uhr – Kleine Geschäfte: BW-Grüne fordern gezielte Hilfen

Die Grünen in Baden-Württemberg haben die Bundesregierung zu gezielten Corona-Hilfen auch für die Inhaber kleinerer Geschäfte aufgefordert. Bei der Mitte Februar beschlossenen Erhöhung der Neustarthilfe für Soloselbstständige seien kleine Händler durch das Raster gefallen, sagte Grünen-Landtagsfraktionschef Andreas Schwarz der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Hier sind Nachbesserungen nötig“. Er fordert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf, den fiktiven Unternehmerlohn in dem von ihm angekündigten Härtefallfonds so zu verankern, dass dieser auch bei den Inhabern kleinerer Geschäfte ankomme. Es könne nicht sein, dass diejenigen, die zu lebenswerten Innenstädten beitragen, ihre Läden schließen und beim Arbeitsamt eine Nummer ziehen müssten.

28.2.2021, 5:49 Uhr – Infektionen steigen weiter leicht an

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 7.890 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das sind rund 200 Fälle mehr als heute vor einer Woche. Laut Robert Koch-Institut wurden zudem 157 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gemeldet. Die Sieben-Inzidenz liegt laut RKI mit 63,8 auf dem gleichen Niveau wie gestern.

28.2.2021, 1:02 Uhr – Bundesärztekammer: Schnelltests zentral erfassen

Die Bundesärztekammer schlägt vor, auch die Ergebnisse von Corona-Schnelltests zentral durch das Robert Koch-Institut (RKI) zu erfassen. Ärztepräsident Klaus Reinhardt sagte den Funke-Zeitungen, mit der zunehmenden Bedeutung von Schnelltests im Land sollten die Ergebnisse detailliert ausgewertet werden. Das könnte ein umfassenderes Lagebild der Pandemie ermöglichen. Bislang werden nur die Ergebnisse der laborgebundenen PCR-Tests an das RKI gemeldet.

28.2.2021, 0:30 Uhr – Impfstoff von Johnson & Johnson in den USA zugelassen

Die USA haben dem Corona-Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson eine Notfallzulassung erteilt. Damit ist in den USA nun ein dritter Impfstoff - neben Biontech/Pfizer und Moderna - bedingt zugelassen. Bei dem Impfstoff reicht eine einzige Spritze und er kann bei normalen Kühlschranktemperaturen gelagert werden. Die Arzneimittelbehörde FDA bescheinigt dem Vakzin von Johnson & Johnson eine sehr hohe Wirksamkeit. Demnach verhinderte er in einer großen klinischen Studie in den USA schwere Erkrankungen zu 85,9 Prozent. Zudem soll er auch gegen die brasilianische und südafrikanische Mutation des Virus wirken. Auch in der Europäischen Union hat der US-Konzern bereits die Notzulassung beantragt.

27.2.2021, 20:32 Uhr – Corona-Hilfen: Biden ruft US-Senat zu raschem Ja auf

US-Präsident Joe Biden hat den US-Senat dazu aufgefordert, ein neues Corona-Hilfspaket rasch abzusegnen. Es ist 1,9 Billionen Dollar schwer und sieht unter anderem Schecks über 1.400 Dollar für Millionen Bürger vor. 160 Milliarden Dollar sollen in Corona-Impfungen fließen. Das Repräsentantenhaus hat bereits zugestimmt. Auch im Senat haben die Demokraten eine knappe Mehrheit.

27.2.2021, 20:29 Uhr – FDP unterstützt Vorschlag für europäischen Trauerakt

Der Vorschlag von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) für einen europäischen Trauerakt für Corona-Todesopfer bekommt Unterstützung. Das wäre ein starkes Signal für die europäische Wertegemeinschaft, sagte der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff den Funke-Zeitungen. Der Zusammenhalt in der EU habe sich in der Corona-Pandemie als enorm wichtig erwiesen. Diesem europäischen Geist solle auch in der gemeinsamen Trauer um die Opfer Ausdruck verliehen werden. Zuvor hatte Maas gesagt, mittlerweile hätten mehr als eine halbe Million Menschen aus der EU in Verbindung mit einer Corona-Infektion ihr Leben verloren. Die Bundesregierung gedenkt der mittlerweile fast 70.000 Corona-Toten in Deutschland mit einem ökumenischen Gottesdienst und einer staatlichen Gedenkfeier am 18. April in Berlin.

27.2.2021, 19:27 Uhr – Diskussion über Schulöffnungen in Baden-Württemberg

Die Grünen in Baden-Württemberg haben zurückhaltend auf Pläne von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) reagiert, auch die weiterführenden Schulen im Land bald wieder zu öffnen. Fraktionschef Andreas Schwarz sagte in Stuttgart, die Entscheidung darüber müsse von den Infektionszahlen abhängig gemacht werden. Eisenmann will, dass Gymnasien, Real- und Berufsschulen ab dem achten März schrittweise für den Unterricht öffnen.

27.2.2021, 18:28 Uhr – Baden-Württemberg legt Regeln für Öffnungen fest

Die baden-württembergische Landesregierung hat die Regeln für die Öffnung von Gartenmärkten und Friseuren ab Montag festgelegt. Für den Friseurbesuch ist eine Anmeldung vorgeschrieben und es darf keine Bartrasuren geben. Blumenläden, Baumschulen und Gartenmärkte dürfen ab nächster Woche wieder Pflanzen und Zubehör für den Gartenbau verkaufen. Haben die Geschäfte andere Warenbereiche, müssen diese abgetrennt werden. Die Zahl der Kunden pro Verkaufsfläche ist begrenzt: Bei Läden bis 800 Quadratmetern darf sich ein Kunde pro zehn Quadratmeter Fläche aufhalten, bei größeren Läden ein Kunde pro 20 Quadratmeter.

27.2.2021, 18:27 Uhr – Städte- und Gemeindebund schlägt „Corona-Notbremse“ vor

Vier Tage vor den nächsten Bund-Länder-Gesprächen wird über die Frage diskutiert, ob die Corona-Schutzmaßnahmen trotz steigender Infektionszahlen gelockert werden könnten. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund forderte, die Bevölkerung und die Wirtschaft müssten endlich Klarheit haben, was wann unter welchen Bedingungen geöffnet werden könne. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte dem ARD-Hauptstadtstudio, das Land könne nicht auf Dauer lahmgelegt werden. Er schlug zugleich eine „Corona-Notbremse“ vor: Bei dramatischen Entwicklungen müssten Öffnungen aber auch wieder rückgängig gemacht werden können. Er empfiehlt kleine Öffnungsschritte - etwa bei Restaurants vorrangig die Außenbereiche zu öffnen.

27.2.2021, 18:16 Uhr – Bischöfe gedenken der Corona-Toten

Zahlreiche Bischöfe in Deutschland haben in Gottesdiensten der Opfer der Corona-Pandemie gedacht. In Limburg erinnerte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, an die Schicksale der Verstorbenen. Hinter diesen kaum begreiflichen Zahlen der Toten stünden einzelne Schicksale. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf sagte im Mainzer Dom laut Redemanuskript, viele Menschen hätten in den letzten Monaten Trauer und Einsamkeit erfahren. Aber es habe auch viel Rücksichtnahme und Solidarität gegeben.

27.2.2021, 17:10 Uhr – Scholz fordert gemeinsames Vorgehen

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat vor den anstehenden Bund-Länder-Beratungen ein gemeinsames Vorgehen gefordert. Scholz sagte dem Deutschlandfunk, er bestehe darauf, eine gemeinschaftliche Führungsleistung in Deutschland zustande zu bringen. Er sprach dabei von präzisen Festlegungen, die Bund und Länder gemeinsam treffen müssten. Durch Schnelltests und Impfungen gebe es eine Perspektive für eine vorsichtige Öffnungsstrategie im Corona-Lockdown, sagte der SPD-Politiker.

27.2.2021, 16:15 Uhr – Firmen können Hilfen bis zu zwei Millionen Euro beantragen

Firmen, die vom Corona-Lockdown betroffen sind, können jetzt auch größere finanzielle Hilfen von bis zu zwei Millionen Euro beantragen. Nach Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums geht es dabei um die sogenannten November- und Dezemberhilfen. Für die beiden Monate können Unternehmen Zuschüsse von bis zu drei Vierteln des Umsatzes aus dem Vorjahreszeitraum bekommen.

27.2.2021, 15:20 Uhr – Britischer Corona-Held „Captain Tom“ mit militärischen Ehren verabschiedet

Großbritannien hat von dem zum Corona-Helden aufgestiegenen Weltkriegsveteranen Tom Moore mit militärischen Ehren Abschied genommen: Soldaten formten bei einer kleinen, im Fernsehen übertragenen Zeremonie am Samstag bei einem Krematorium im englischen Bedford eine Ehrengarde. Die Beisetzung fand auf Wunsch der Familie des Hundertjährigen anschließend im kleinen Kreis statt.

Sechs Soldaten des Yorkshire-Regiments, in dessen Vorgänger Moore im Zweiten Weltkrieg gedient hatte, trugen seinen Sarg. Darauf lagen der Union Jack, seine Militärmütze sowie sein Degen. 14 weitere Soldaten feuerten Salut-Schüsse. An der Beisetzung nahmen nur seine zwei Töchter, vier Enkel sowie seine Schwiegersöhne teil. Der hundertjährige Nationalheld war am 2. Februar nach einer Corona-Infektion gestorben.

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27.2.2021, 13:50 Uhr – Städte- und Gemeindebund für „Corona-Notbremse“

In der Öffnungsdebatte vor der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch hat sich der Städte- und Gemeindebund für eine „Corona-Notbremse“ ausgesprochen. Sie wäre bei „dramatischen Entwicklungen“ der Pandemie sinnvoll, damit Öffnungen auch wieder rückgängig gemacht werden könnten, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

27.2.2021, 13:40 Uhr – Bund informiert an Grenzen per SMS über Corona-Regeln

Die Bundesregierung will Handynutzer bei der Einreise nach Deutschland per SMS auf die Infektionsschutzvorschriften hinweisen. Von Montag an sollen die Mobilfunknetzbetreiber diese Kurznachrichten an alle Handys verschicken, die sich in ein deutsches Netz einbuchen. Das teilt das Gesundheitsministerium mit.

27.2.2021, 12:40 Uhr – Pflegeheimbetreiber: deutlich weniger Corona-Tote

Die Corona-Schutzimpfungen führen Medienberichten zufolge zu einer deutlich sinkenden Zahl von Covid-19-Toten in deutschen Senioren- und Pflegeheimen. Eine Umfrage unter großen Betreibern habe ergeben, dass die Zahl der Infizierten, Erkrankten und Gestorbenen seit Beginn der Immunisierungskampagne deutlich zurückgehe, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

So zählten die 28 Johanniter-Seniorenheime in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz unter ihren 2.400 Bewohnern kaum noch Corona-Tote. Auch hätten dort die Krankenhauseinweisungen wegen schwerer Covid-19-Erkrankungen aufgehört.

27.2.2021, 11:55 Uhr – Dreyer fordert hohes Bußgeld für Impfdrängler

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat sich für hohe Bußgelder ausgesprochen, sollte sich jemand bei Corona-Impfungen vordrängeln. Sie finde solches Verhalten „wirklich rücksichtslos den Gruppen gegenüber, die ein sehr hohes Risiko haben, sehr schwer zu erkranken, wenn sie nicht geimpft werden“, sagte sie dem Tagesspiegel. „Ich finde den Vorschlag für ein Bußgeld für die Impfdrängler angemessen. Das wäre ein starkes Signal“, sagte sie mit Blick auf Überlegungen der großen Koalition im Bund, bis zu 25.000 Euro Bußgeld für solche Fälle zu verhängen.

27.2.2021, 11:21 Uhr – Patientenschützer: Öffnungen durch Corona-Schnelltests „reines Wunschdenken“

Patientenschützer haben die Pläne von Bund und Ländern, weitere Öffnungsschritte mit Hilfe von flächendeckenden Corona-Schnelltests abzusichern, als „reines Wunschdenken“ kritisiert. „Selbst für Hunderttausende geimpfte Pflegeheimbewohner gibt es keine Freiheitsrechte, weil die täglichen Schnelltests für Besucher und Altenpflegekräfte fehlen“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe.

Schon für diese vergleichbar kleine Gruppe gelinge es nicht, genügend Schnelltests zu organisieren. „Wie soll es dann in Einkaufszentren, Schulen, Universitäten, Kneipen oder Kinos funktionieren?“ warnte der Patientenschützer. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hatten am Donnerstag erklärt, mögliche Lockerungen von den pandemiebedingten Einschränkungen könnten mit dem Einsatz von Schnelltests verbunden werden.

27.2.2021, 9:25 Uhr – „Auf Wochen ausgebucht“: Friseure im Südwesten erwarten Rekordumsätze

Die Friseure in Baden-Württemberg erwarten zur Wiedereröffnung ihrer Salons an diesem Montag blendende Geschäfte: Die meisten Betriebe seien bis zu drei oder vier Wochen im Voraus ausgebucht, sagte der Geschäftsführer des Fachverbands Friseur und Kosmetik Baden-Württemberg, Matthias Moser.

Wer erst jetzt einen Termin anfrage, könne allenfalls „mit etwas Glück“ noch vor Ostern einen ergattern. Dennoch liefen die Telefone der Friseure weiter heiß, etliche Online-Terminanfragen füllten zudem die Email-Postfächer. „Die Salons müssen nun in schnellem Tempo den Nachfragestau bewältigen.

Neben den Friseuren dürfen am Montag in Baden-Württemberg auch Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden wieder aufmachen. In Rheinland-Pfalz gehen die Öffnungen noch um einiges weiter:

27.2.2021, 9:10 Uhr – Umfrage: Mehrheit der Deutschen will Impfpass nach Vorbild Israels

Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich einen Corona-Impfpass, der den Besuch von Theatern, Fitnessstudios, Sportereignissen oder auch Reiseerleichterungen ermöglicht. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sind 16 Prozent dafür, einen solchen „Grünen Pass“ nach dem Vorbild Israels sofort einzuführen.

Weitere 44 Prozent meinen, man sollte damit warten, bis alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. Nach derzeitiger Planung soll das bis zum 21. September der Fall sein. Nur 35 Prozent lehnen die Einführung eines Passes, der Geimpften Vorteile gegenüber nicht Geimpften ermöglicht, grundsätzlich ab.

27.2.2021, 8:21 Uhr – Bidens Billionen-Hilfspaket nimmt Hürde im Kongress

Das US-Repräsentantenhaus hat am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) das milliardenschwere Corona-Hilfspaket von Präsident Joe Biden gebilligt. Der Gesetzentwurf mit einem Volumen von 1,9 Billionen Dollar wird nun der zweiten Kongresskammer, dem Senat, vorgelegt. Dort verfügen Bidens Demokraten nur über die kleinstmögliche Mehrheit. Besonders umstritten ist der Vorstoß, als Teil des Pakets den landesweiten Mindestlohn auf 15 Dollar je Stunde zu erhöhen.

27.2.2021, 8:12 Uhr – Experten geben grünes Licht für Zulassung von J&J-Impfstoff in USA

Ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hateinstimmig empfohlen, dem Corona-Vakzin von Johnson & Johnson eine Notfallzulassen zu erteilen. Es muss anders als die bisherigen Impfstoffe nur einmal verabreicht werden. Außerdem kann es bis zu drei Monate in einem Kühlschrank aufbewahrt werden. Der Nachteil: die Lieferungen dürften nur langsam anlaufen.

27.2.2021, 7:37 Uhr – Tschechien schränkt Bewegungsfreiheit massiv ein

Die tschechische Regierung hat die Corona-Regeln massiv verschärft. Grund sind die drastisch gestiegenen Zahlen der Neuinfektionen und Todesfälle. Unter anderem dürfen die Menschen ab Montag ihren Bezirk - was von der Größe her etwa einem Landkreis in Deutschland entspricht - nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Mit einem entsprechenden Nachweis sind Fahrten zur Arbeit, zum Arzt und zu Behörden erlaubt. Spaziergänge und Sport in der Freizeit sind aber nur noch in der eigenen Stadt oder Gemeinde möglich. Die Vorschriften gelten zunächst für drei Wochen und sollen von der Polizei und 5.000 Soldaten kontrolliert werden.

27.2.2021, 7:10 Uhr – Maas für gemeinsamen europäischen Trauerakt

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich für ein gemeinsames europäisches Gedenken an die Corona-Opfer ausgesprochen. Den Funke-Zeitungen sagte Maas, das sei ein sichtbares Zeichen, dass Europa die Pandemie gemeinsam bekämpfe und auch in der Trauer um die Opfer vereint sei. Er erinnerte daran, dass die EU-Staaten von der Wirtschaftshilfe über die Impfstoffbeschaffung bis hin zur wechselseitigen Aufnahme von Intensivpatienten zusammenarbeiten.

27.2.2021, 6:09 Uhr – RKI meldet rund 9.700 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 9.762 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche waren es noch rund 600 weniger. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun bei 63,8 (gestern 62,6).

Außerdem sind weitere 369 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg damit auf 69.888.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 1,08 (Vortag 1,05). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 108 weitere Menschen anstecken.

27.2.2021, 5:11 Uhr – Impfkommission will Astrazeneca-Empfehlung ändern

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will eine neue Empfehlung zum Impfstoff des Herstellers Astrazeneca herausgeben. Das hat Stiko-Chef Thomas Mertens am Abend im ZDF angekündigt. Dabei betonte er, dass man das Astrazeneca-Präparat für einen „sehr guten“ Impfstoff halte. Die deutsche Impfkommission hatte - anders als die europäische Arzneimittelbehörde - Astrazeneca vorerst nur für unter 65-Jährige empfohlen.

Sie hatte das damit begründet, dass Daten zur Wirkung bei Älteren fehlten. Mertens sagte jetzt, das sei irgendwie schlecht gelaufen. Er rechtfertigte die Stiko-Entscheidung. Weiter sagte er: „Aber wir haben nie den Impfstoff kritisiert.“ Der Astrazeneca-Impfstoff trifft bei vielen Menschen in Deutschland auf Vorbehalte.

27.2.2021, 1:29 Uhr – Dreyer pocht auf Bußgelder für Impfdrängler

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) unterstützt hohe Bußgelder für alle, die sich beim Impfen vordrängeln. „Das wäre ein starkes Signal“, sagte sie dem Tagesspiegel mit Blick auf Überlegungen der Großen Koalition im Bund, bis zu 25.000 Euro Bußgeld für solche Fälle zu verhängen. Zuletzt gab es wiederholt Berichte über Mandats- und Amtsträger, die sich impfen ließen, obwohl sie noch gar nicht an der Reihe waren. „Aber es muss auch klar sein, dass kein Impfstoff weggeworfen wird“, betonte Dreyer und erklärte: In Rheinland-Pfalz gebe es die klare Regel „Menschen aus der gleichen Prioritätengruppe“ zu kontaktieren, wenn Impfstoff übrig sei.

27.2.2021, 00:52 Uhr – Zulassung von J&J-Impfstoff in den USA rückt näher

Ein Beraterstab der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für eine Notfallzulassung des Coronaimpfstoffs des US-Konzern Johnson & Johnson ausgesprochen. Die Fachleute stimmten einstimmig dafür, das Mittel zu genehmigen. Zwar ist das Votum nicht bindend, in der Regel folgt die FDA aber den Vorschlägen dieser Kommission innerhalb kürzester Zeit. Der Impfstoff muss im Gegensatz zu anderen nur einmal gespritzt werden. Außerdem muss er nicht tiefgefroren gelagert werden, was die Verteilung erleichtert. In den USA sind bisher die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen. Auch die EU prüft derzeit den J&J-Impfstoff. Als erstes Land hatte Bahrain dem Mittel am Donnerstag eine Notfallzulassung erteilt.

26.2.2021, 19:10 Uhr – Altmaier stellt Öffnung für Außengastronomie in Aussicht

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält für möglich, Biergärten und Außengastronomie in Deutschland um Ostern wieder zu öffnen. Das sagte Altmaier nach einer Videokonferenz mit seinen Ministerkollegen aus den Ländern. Voraussetzung sei, dass die Hygienevorschriften eingehalten würden. Die Verfügbarkeit von Schnelltests könne eine Öffnung der Außengastronomie noch sicherer machen, so der CDU-Politiker.

26.2.2021, 18:22 Uhr – Malta ist Hochrisikogebiet

Ab Sonntag gilt die Ferieninsel Malta als Hochrisikogebiet. Grund sind besonders hohe Corona-Infektionszahlen. Das gab das Robert-Koch-Institut bekannt. Jetzt muss bereits bei der Einreise nach Deutschland ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden. Auch die Quarantäne-Pflicht von zehn Tagen bleibt. In Malta macht vor allem die Ausbreitung neuer Virus-Varianten Probleme. Ärzte klagen, dass die Situation auf den Intensivstationen kritisch sei: Die Krankenhäuser könnten die Patientenzahl bald nicht mehr bewältigen.

26.2.2021, 18:21 Uhr – UN-Resolution zu gerechter Impfstoffverteilung

Der UN-Sicherheitsrat hat einstimmig eine Resolution zur gerechten Verteilung von Corona-Impfstoffen weltweit verabschiedet. Alle 15 Ratsmitglieder unterstützten den von Großbritannien eingebrachten Beschluss. Er soll es konfliktgeplagten und ärmeren Ländern leichter machen, an Corona-Vakzine zu kommen. Die Ratsmitglieder fordern darin mehr Solidarität mit ärmeren Staaten und Waffenstillstände in Konfliktgebieten. Auch werden reichere Staaten aufgefordert, Corona-Impfstoffdosen an ärmere Länder zu spenden. Ausdrücklich werden UN-Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, auf das Horten von Impfstoffen zu verzichten.

26.2.2021, 18:15 Uhr – Bier-Brauer bekommen Kosten ersetzt

Brauereien bekommen die Kosten für verdorbenes Bier ersetzt, das sie wegen der Corona-Beschränkungen nicht absetzen konnten. Das hat das bayerische Wirtschaftsministerium nach Beratungen von Bund und Ländern bekanntgegeben. In vielen Brauereien ist hektoliterweise Fassbier verdorben, weil die Gastronomie geschlossen ist und keine Volksfeste stattfinden.

26.2.2021, 17:45 Uhr – RP: Neue Corona-Verordnung ab Montag

Mit dem Beschluss der neuen Corona-Bekämpfungsverordnung hat der rheinland-pfälzische Ministerrat vorsichtige Lockerungen des Lockdowns auf den Weg gebracht. Die neue Verordnung tritt am Montag in Kraft und soll zunächst bis 14. März gelten. Demnach dürfen neben Friseuren auch Blumenläden, Fahrschulen, Fußpflege und Tierparks wieder öffnen. Garten- und Baumärkte dürfen ein „gartencenter-typisches Sortiment“ verkaufen, aber nur draußen. Einzelunterricht in Musikschulen ist auch wieder möglich – außer Gesang und das Spielen auf Blasinstrumenten. Bestellte Ware kann nicht mehr nur abgeholt, sondern – unter strengen Auflagen – auch im Geschäft anprobiert werden. Beim „Termin-Shopping“ darf aber immer nur ein Hausstand das Geschäft betreten.

26.2.2021, 17:47 Uhr – RKI verschärft Empfehlung zu neuen Corona-Varianten

Angesichts der Ausbreitung ansteckenderer Varianten des Coronavirus in Deutschland verschärft das Robert-Koch-Institut (RKI) eine Empfehlung für Ärzte. Bei einer Infektion mit einer der Varianten oder dem Verdacht darauf sollten Patienten – unabhängig von der Schwere, dem Alter oder einem Krankenhausaufenthalt – vorsorglich 14 Tage isoliert werden, heißt es in einer am Freitag aktualisierten Empfehlung des Bundesinstituts. Vor dem Verlassen der Isolierung sollte außerdem ein Antigentest oder ein PCR-Test gemacht werden.

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26.2.2021, 17:00 Uhr – Seehofer: Grenzkontrollen zu Frankreich stehen nicht zur Diskussion

Trotz der besorgniserregenden Corona-Lage in der französischen Grenzregion Moselle geht Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nicht von verschärften Kontrollen wie an den Grenzen zu Tschechien oder zum österreichischen Bundesland Tirol aus.

Zwar habe man in der französischen Region eine Entwicklung mit mutierten Viren, die nicht schön sei, sagte Seehofer am Freitag in Heilbronn. Man sei deshalb auch im Gespräch, welche Maßnahmen auf Seite der Franzosen zu treffen seien, und welche in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

26.2.2021, 16:20 Uhr – Baden-Württemberg weitet Kreis der Impfberechtigten gegen das Coronavirus erheblich aus

In Baden-Württemberg können sich deutlich mehr Menschen gegen Corona impfen lassen, als bisher: Ab sofort können sich weitere Gruppen im Alter von 18 bis einschließlich 64 Jahren den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca verabreichen lassen, wie Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Freitag in Stuttgart mitteilte.

Dazu zählen sowohl Polizisten, als auch Personen mit bestimmten Vorerkrankungen sowie wie Menschen, die enge Kontaktperson einer Schwangeren oder bestimmter zu Hause gepflegter Personen seien. Mit einem ärztlichen Attest müsse die Berechtigung nachgewiesen werden. Bis Mitte März werden im Südwesten rund 450.000 Dosen Impfstoff von Astrazeneca erwartet.

26.2.2021, 15:15 Uhr – Altmaier: Außengastronomie ab Ostern wieder möglich

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält Außengastronomie bald wieder für möglich. Das sei gegen Ostern vermutlich drin, sagt der CDU-Politiker.

Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart pocht derweil auf eine Lockerung des Lockdowns für Teile der Wirtschaft noch im März. Nach den Schließungen, „die für einige Branchen schon sechs Monate und länger andauern, kommt es zu erheblichen Schieflagen in Wirtschaft und Gesellschaft“, erklärt der FDP-Politiker nach Beratungen der Länder mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

26.2.2021, 13:19 Uhr – EU-Behörde genehmigt Antikörper-Mittel das Trump geholfen hat

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA genehmigt den Einsatz der Antikörper-Therapie des US-Konzerns Regeneron gegen Covid-19. Sie kann nun zur Behandlung genutzt werden von Corona-Patienten, die noch keine Sauerstoffzufuhr benötigen und ein hohes Risiko haben, dass sich ihr Zustand verschlechtert.

Das in den USA per Notfallzulassung erlaubte Regeneron-Kombinationspräparat war im Herbst bereits dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump verabreicht worden.

26.2.2021, 13:16 Uhr – Großteil der Pflegeheimbewohner gegen Corona geimpft

Rund zwei Monate nach dem Start der Impfkampagne in Deutschland hat die große Mehrheit der besonders anfälligen Pflegeheimbewohner in Deutschland eine Corona-Impfung erhalten. Mehr als 795.000 von ihnen wurde eine erste Dosis gespritzt, mehr als 550.000 auch schon die zweite, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (Stand: Freitag 10 Uhr) hervorgeht.

Insgesamt wird von rund 900.000 Menschen in solchen Einrichtungen ausgegangen. Senioren in Gemeinschaftsunterkünften gelten als besonders gefährdet für schwere und tödliche Verläufe.

26.2.2021, 12:46 Uhr – Corona-Varianten in Österreich auf Vormarsch

In Österreich ist laut Gesundheitsministerium inzwischen etwas mehr als Hälfte aller Neuinfektionen auf eine der grassierenden Corona-Varianten zurückzuführen. „Die Mutationen, da sie stärker sind, scheinen sich sehr schnell durchzusetzen“, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Österreich sei das einzige Land in Europa, das alle positiven PCR-Testergebnisse auf etwaige Virusvarianten überprüfe. Als Erfolg wertete der Minister, dass die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen kurz vor dem Abschluss stünden. Dadurch seien weniger schwere Krankheitsverläufe zu befürchten.

26.2.2021, 12:21 Uhr – Brauereien bekommen Kosten für verdorbenes Bier ersetzt

Brauereien sollen wegen der Corona-Beschränkungen die Kosten für verdorbenes Bier ersetzt bekommen. Das sei bei einer Schalte der Länder mit den zuständigen Bundesministerien beschlossen worden, sagte ein Sprecher des bayerischen Wirtschaftsministeriums. Demnach soll dies im Rahmen der Überbrückungshilfe III geschehen und neben Brauern auch Winzer betreffen. Die Informationen des Bundes dazu würden im Laufe des Freitags angepasst.

26.2.2021, 12:19 Uhr – Corona-Abstandsregeln: Udine testet neues System im Stadion

Der italienische Fußball-Erstligist Udinese Calcio testet ein neues System zur Überprüfung der Corona-Abstandsregeln. Beim Heimspiel gegen den ehemaligen Bayern-Star Franck Ribery und den AC Florenz soll die Technologie am kommenden Sonntag zum ersten Mal zum Einsatz kommen. Circa 350 Personen sollen dann im Stadion ein Gerät tragen, das vibriert, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten wird. Zudem wird die Nachverfolgung der Kontakte in der Arena ermöglicht. Das von der Firma "Be Shaping The Future" entwickelte System soll dazu dienen, die sichere Wiedereröffnung der Stadien mit Zuschauern zu ermöglichen, berichtete die Gazzetta dello Sport.

26.2.2021, 12:15 Uhr – Kinderärzte fürchten um Existenz

Viele niedergelassene Kinderärzte in Deutschland fürchten wegen der Corona-Pandemie um ihre Zukunft. Mehr als ein Drittel sieht die eigene wirtschaftliche Existenz bedroht, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hervorgeht. Seit Beginn der Corona-Krise gehen demnach die Fallzahlen in den Praxen deutlich zurück, weil es aufgrund der Pandemieschutzmaßnahmen weniger akute Infektionskrankheiten gibt. Auch bleiben viele Familien aus Sorge vor Ansteckung den Praxen fern.

26.2.2021, 11:35 Uhr – Weltweit mehr als 113 Millionen nachgewiesene Corona-Infektionen

Weltweit haben sich mehr als 113,05 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 2,6 Millionen Menschen sind demnach mit oder an dem Virus gestorben. Nach absoluten Zahlen sind die USA weltweit am stärksten von der Pandemie betroffen, sie verzeichnen rund 28,5 Millionen bestätigte Infektionsfälle und rund 509.000 Todesfälle.

26.2.2021, 10:47 Uhr – Spahn: Astrazeneca-Impfstoff „ist sicher und schützt“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appelliert daran, den Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca zu nutzen. Der Impfstoff sei sicher und schütze, sagt Spahn. Es gebe auch „hinreichend viele“ Menschen, die das Impfangebot mit dem Impfstoff annehmen würden. Auch RKI-Präsident Lothar Wieler nannte das Astrazeneca-Mittel „sehr, sehr wirksam“. Das Angebot nicht anzunehmen, sei „fachlich, sachlich nicht gerechtfertigt“, sagte Wieler bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Spahn.

26.2.2021, 10:30 Uhr – Wieler: Virusmutation B117 breitet sich schnell aus

Laut RKI-Präsident Lothar Wieler breitet sich die Virusmutation B117 schnell aus. Sie sei „deutlich gefährlicher, und zwar in allen Altersgruppen“. Nach der positiven Entwicklung zu Jahresbeginn stelle er nun „deutliche Signale einer Trendumkehr“ fest. Wichtig sei, dass die Regeln weiter eingehalten würden. „Ansonsten steuern wir in eine weitere, in eine dritte Welle“, warnt Wieler.

26.2.2021, 9:55 Uhr – Mehrheit der Deutschen für Öffnungen in der Corona-Krise

Eine Mehrheit der Deutschen ist laut ZDF-Politbarometer für Öffnungen in der Corona-Krise – vor allem die Anhänger von AfD und FDP. Insgesamt meinen 56 Prozent der Befragten, dass es jetzt zu Lockerungen kommen sollte. 41 Prozent lehnen sie ab. Nur bei den Grünen-Anhängern ist eine Mehrheit gegen Öffnungen. Allerdings macht die große Mehrheit dies von der Entwicklung der Infektionszahlen abhängig: Sollte es zu einer dritten Welle kommen, befürworten nur noch 21 Prozent eine Lockerung der Corona-Maßnahmen. Und 55 Prozent halten die gegenwärtigen Maßnahmen für richtig. Nur noch 18 statt 28 Prozent sind für strengere Maßnahmen. 44 Prozent der Befragten befürworten die Öffnung von Grundschulen, 26 Prozent hätten sich sogar die Öffnung aller Schulen gewünscht. Bei den weiteren Prioritäten plädieren für 40 Prozent zuerst für die Öffnung von Läden und Geschäften, 22 Prozent für die Lockerung von Kontaktbeschränkungen, 20 Prozent für Öffnungen bei Sport, Kultur und Freizeit und 15 Prozent für offene Restaurants.

26.2.2021, 9:00 Uhr – Steht Frankreich vor einem neuen Lockdown?

Frankreich wird nach Einschätzung eines leitenden Notfallmediziners in Paris nicht um neue Lockdown-Maßnahmen herumkommen. „Ich verstehe nicht, worauf wir warten“, sagt Philippe Juvin, Chef der Notfallabteilung eines Pariser Krankenhauses, dem Sender BFM TV. Die Lage in Krankenhäusern in der Region Paris sei sehr angespannt.

26.2.2021, 7:50 Uhr – Mützenich: Behutsam lockern

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich dringt auf eine behutsame Lockerung des Lockdowns. „Das darf nicht zu groß und auch nicht zu schnell erfolgen“, sagte er im Deutschlandfunk. Es werde sich in den nächsten Tagen zeigen, was man öffnen könne und was nicht. Den vom EU-Gipfel auf den Weg gebrachten digitalen Impfpass begrüßt er. Dieser könne dazu beitragen, insbesondere das „Grenzmanagement“ für Berufspendler zu erleichtern. An seiner Kritik an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), den er als „Ankündigungsminister“ tituliert hat, hält Mützenich fest. „Wenn man drei Mal ankündigt, was alles passiert, dann fällt mir nichts anderes ein. Ich würde ihn ja einen Umsetzungsminister nennen, wenn das alles glatt laufen würde.

26.2.2021, 6:28 Uhr – Fast 10.000 neue Positiv-Tests, Sieben-Tage-Inzidenz steigt

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 9.997 neue Positiv-Tests in Deutschland. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 62,6 – am Donnerstag lag sie bei 61,7. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ziel von Bund und Ländern ist ein Wert von 50, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Ab einem dauerhaften Wert von unter 35 haben sie weitere Lockdown-Öffnungen in Aussicht gestellt. 394 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 69.519. Insgesamt wurden bislang in mehr als 2,42 Millionen Fällen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

26.2.2021, 5:00 Uhr – Montgomery rechnet mit überforderten Impfzentren

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet mit einer Überforderung der Impfzentren. „Wir werden in zwei Monaten sehr viel mehr Impfstoff in Deutschland haben, als die bisherigen Impfzentren verimpfen können“, sagte er im Interview mit RTL/ntv. Montgomery ruft dazu auf, sich jetzt schon Gedanken über Transportwege zu Hausarztpraxen und die Impf-Infrastruktur machen.

26.2.2021, 3:42 Uhr – CDU-Haushaltsexperte für Aussetzen der Schuldenbremse

Der CDU-Haushaltsexperte Eckhardt Rehberg plädiert dafür, die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse auch im kommenden Jahr auszusetzen. Pandemiebedingt sei eine enorme Lücke entstanden zwischen gesunkenen Steuereinnahmen und erhöhten Ausgaben, sagte er der Rheinischen Post. Diese Lücke könne nur durch eine höhere Neuverschuldung geschlossen werden. Mit den Zusatzkosten für den Gesundheitsschutz lasse sich das Aussetzen der Schuldenbremse verfassungsrechtlich begründen, sagte Rehberg.

26.2.2021, 3:25 Uhr – Söder warnt vor schneller Lockerung der Corona-Auflagen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen zu schnell zu lockern. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte er, das müsse vorsichtig geschehen. Die Politik dürfe jetzt nicht die Nerven verlieren. Öffnungen müssten nach Daten und nicht nach einem Datum erfolgen - und für alle nachvollziehbar sein. Die Grenzkontrollen zu Österreich und Tschechien will Söder so lange wie nötig fortsetzen. In der kommenden Woche wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten.

26.2.2021, 2:29 Uhr – Kommunen und Apotheken fordern Klarheit zu Schnelltests

Die Kommunen fordern Klarheit, wie die von der Bundesregierung geplante Verfügbarkeit der Corona-Schnelltests im März sichergestellt werden soll. Unklar sei, wie die Tests in großen Mengen beschafft, bezahlt und verteilt werden, sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung der Rheinischen Post. Er erhoffe sich Aufklärung vom Bund-Länder-Treffen in der kommenden Woche. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände sieht praktische Probleme. Nicht alle Apotheken könnten Schnelltests anbieten, sagte Verbandspräsidentin Regina Overwiening der Zeitung. Grund seien hohe Arbeitsschutzanforderungen.

26.2.2021, 1:48 Uhr – Tschechien will Notstand verlängern

Die tschechische Regierung will wegen der Corona-Infektionszahlen die Mobilität der Bevölkerung radikal einschränken. Ministerpräsident Andrej Babis sagte in Prag, der Notstand müsse um mindestens drei Wochen verlängert werden. Dafür braucht seine Minderheitsregierung heute aber die Zustimmung des Parlaments. Diese gilt als ungewiss. Tschechien verzeichnet nach statistischen Angaben seit Tagen die weltweit höchste Infektionsrate pro Kopf.

25.2.2021, 20:42 Uhr – Merkel: EU will gemeinsamen Impfausweis einführen

Der EU-Sondergipfel zur Corona-Krise ist zu Ende gegangen. Im Anschluss erklärte Kanzlerin Merkel, alle Vertreter seien sich einig, dass die Einführung eines digitalen Impfausweises nötig sei. Die Vorarbeiten seien von der EU gemacht worden, um eine Kompatibilität aller nationalen Impfausweise zu garantieren. Es würde nun für die weitere Entwicklung noch etwa drei Monate dauern. Die Grunddaten, die in dem Ausweis enthalten sein sollten, würden durch die EU-Kommission definiert. Das heiße aber nicht, dass künftig nur reisen dürfe, wer einen Impfpass habe. "Darüber sind überhaupt noch keine politischen Entscheidungen getroffen."Weiter erklärte Merkel, wegen der Mutationen könne es sein, dass "wir über längere Jahre immer in der Lage sein müssen zu impfen". Die EU arbeite deshalb daran langfristig eigene Impfkapazitäten aufzubauen, um die Versorgung mit Vakzinen auch künftig zu sichern. Dazu sei eine Taskforce unter Leitung des EU-Binnenmarktkommissars Thierry Breton beschlossen worden. So sollten Ausschreibungen für Produktionsstätten angestoßen und Forschung vorangetrieben werden.

25.2.2021, 20:03 Uhr – EU-Behörde: Immer mehr Betrugsversuche mit Corona-Impfstoff

Die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF geht von Betrug mit Corona-Impfstoff in beträchtlichem Ausmaß aus. "Wir sehen eine steigende Zahl von Betrugsfällen und falschen Angeboten im Zusammenhang mit Impfstoffen", erklärte ein Sprecher. Alle den Ermittlern bekannten Betrugsversuche belaufen sich demnach auf über 900 Millionen Impfstoffdosen für einen Gesamtpreis von etwa 12,7 Milliarden Euro.

"Ziel der Betrüger ist es, die öffentliche Hand zu hohen Anzahlungen zu bewegen, um den Verkauf zu sichern, und mit dem Geld zu verschwinden", hieß es weiter.Diese Masche sei vermehrt bereits im vergangenen Jahr in Bezug auf Masken und andere medizinische Schutzausrüstung zu beobachten gewesen. Die Akteure sind demnach häufig Unternehmen aus Drittstaaten, die vorher inaktiv oder in ganz anderen Geschäftsbereichen tätig waren.

25.2.2021, 19:49 Uhr – Berlin erlaubt "freiwilliges Sitzenbleiben"

Viele Berliner Schüler dürfen das von Corona und Schulschließung geprägte Schuljahr 2020/21 wiederholen, wenn sie das wollen. Das Abgeordnetenhaus beschloss eine entsprechende Gesetzesänderung. Sie betrifft Schüler in der Primarstufe sowie der Sekundarstufe I - also der Klassen 1 bis 10. Wenn sie das Schuljahr wiederholen wollen, müssen ihre Eltern einen schriftlichen Antrag bei den Schulleitern stellen. Verpflichtend vorgesehen ist ein Beratungsgespräch mit Schulvertretern. Bisher konnten Schüler nicht freiwillig sitzenbleiben. Nachteile sollen ihnen durch eine Wiederholung der Jahrgangsstufe nicht entstehen.

25.2.2021, 16:33 Uhr – Notfallzulassung für Johnson & Johnson-Impfstoff in Bahrain

Als erstes Land erteilt Bahrain dem Impfstoff von Johnson & Johnson eine Notfallzulassung. Die Genehmigung sei nach einer gründlichen Studie erfolgt, teilt die Nationale Gesundheitsbehörde mit. Der Impfstoff, bei dem im Unterschied zu anderen Mitteln eine Dosis ausreicht, soll bei Menschen mit einem höheren Risiko für Komplikationen wie Älteren oder chronisch Kranken eingesetzt werden. In den USA könnte der Impfstoff noch diese Woche zugelassen werden, die US-Arzneimittelbehörde FDA sieht den Impfstoff als sicher und wirksam an.

25.2.2021, 16:26 Uhr – Laschet erwartet „Öffnungsstrategie“ der Länder

CDU-Chef Armin Laschet erwartet von der Bund-Länder-Spitzenrunde am 3. März eine „Öffnungsstrategie“ der 16 Bundesländer. Man müsse sicher vorsichtig vorgehen, habe aber mit Schnelltests heute bessere Sicherungsmaßnahmen, sagt der nordrhein-westfälische Ministerpräsident auf Instagram. „Wir müssen mit Öffnungen und Perspektiven für den nächsten Schritt beginnen.“ Es werde eine Kombination beschlossen werden.

25.2.2021, 15:10 Uhr – China hat zwei weitere Impfstoffe zugelassen

China hat zwei weitere heimische Corona-Impfstoffe zugelassen. Dabei handelt es sich um Mittel des Herstellers Cansino Biologics und der Sinopharm-Tochter Wuhan Institute of Biological Products, wie die Behörden mitteilen. Damit sind in China nun vier Impfstoffe gegen das Coronavirus zugelassen. Genehmigungen für Corona-Impfstoffe westlicher Hersteller gibt es in dort noch nicht.

25.2.2021, 13:55 Uhr – Bouffier macht Bund und Stiko für fehlende Astrazeneca-Akzeptanz verantwortlich

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) macht den Bund und die Ständige Impfkommission (Stiko) für die fehlende Akzeptanz des Astrazeneca-Impfstoffs in der Bevölkerung mitverantwortlich. Er bedauere, dass die Kommunikation insbesondere auch der zuständigen Stellen beim Bund über die Wirksamkeit des Impfstoffs zu kurz geraten sei, sagt Bouffier. Man hätte von Anfang an sagen sollen, was die Fachleute jetzt sagen: „Das ist ein sehr guter Schutz.“ Stattdessen sei die Entscheidung der Stiko, den Impfstoff wegen fehlender Daten zu älteren Personen zunächst nur für Menschen unter 65 Jahren zuzulassen, von vielen Bürgern so verstanden worden, dass er nicht richtig wirke. „Mein Appell: Wo immer möglich, lassen sie sich impfen!

25.2.2021, 13:27 Uhr – Biontech und Pfizer starten Studie zu dritter Impfdosis

Pfizer und Biontech starten eine Studie zur Wirksamkeit einer dritten Dosis ihres Impfstoffes bei den derzeit grassierenden Virus-Mutanten. Es solle untersucht werden, wie eine zusätzliche Gabe des Impfstoffes gegen die neuen Varianten wirke, teilten die beiden Impfstoffpartner mit. Die Unternehmen wollen Studienteilnehmern in den USA sechs bis zwölf Monate nach den ersten beiden Impfungen eine dritte verabreichen. „Die Studie zur Auffrischungsimpfung ist essenziell, um die Sicherheit einer dritten Dosis sowie die Immunität gegenüber derzeit kursierenden Stämmen nachvollziehen zu können“, sagte Pfizer-Chef Albert Bourla.

25.2.2021, 12:22 Uhr – Weltweit jetzt mehr als 2,6 Millionen Corona-Tote

Weltweit haben sich mehr als 112,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 2,6 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus.

Die höchsten Zahlen weisen die USA auf mit über 28,4 Millionen bestätigten Ansteckungsfällen und rund 506.400 Toten. Indien liegt bei den Infektionszahlen mit über elf Millionen auf Platz zwei, gefolgt von Brasilien (10,3 Millionen) und Russland (4,2 Millionen).

25.2.2021, 11:22 Uhr – Handel fordert Öffnung der Geschäfte ab 8. März

Der Einzelhandel fordert eine rasche Öffnung der wegen der Corona-Krise geschlossenen Geschäfte ab dem 8. März. „Wir brauchen jetzt den Einstieg in den Ausstieg aus dem Lockdown“, verlangte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, am Donnerstag in Berlin. Bund und Länder müssten auf der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März eine transparente, verbindliche und evidenzbasierte Öffnungsstrategie mit konkreten Maßnahmen beschließen.

25.2.2021, 10:25 Uhr – Baden-Württemberg verschärft Quarantäneregeln

Weil sich ansteckendere Mutationen des Coronavirus schnell ausbreiten, verschärft Baden-Württemberg die Quarantäneregeln. Kontaktpersonen der Kategorie 1 müssen künftig 14 statt wie bislang zehn Tage in Isolation, wie das Staatsministerium am Donnerstag mitteilte. Das gelte ebenso für Haushaltsangehörige der infizierten Person sowie von Kontaktpersonen von Infizierten mit einer Virusmutation. Betroffen sind aber auch Schülerinnen und Schüler sowie Rückkehrer aus Hochinzidenzgebieten:

25.2.2021, 9:20 Uhr – Frankreich verschärft Einreiseregeln für Teile des deutschen Grenzgebiets

Wegen der Häufung hoch ansteckender Coronavirus-Varianten verschärft Frankreich die Einreiseregeln für Teile des Grenzgebiets zu Deutschland:

25.2.2021, 8:20 Uhr – Merkel schließt Impfpflicht erneut aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der Corona-Pandemie erneut eine Impfpflicht ausgeschlossen. Sie rate ab, über eine solche Pflicht nachzudenken, sagte Merkel im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

„Wir haben zugesagt, dass es keine Impfpflicht geben wird. Ich halte das bei der insgesamt hohen Impfbereitschaft auch nicht für notwendig.“ Es könne und müsse mit Argumenten geworben werden. Es gebe ausreichend Impfwillige, um eine Herdenimmunität zu erreichen.

25.2.2021, 7:28 Uhr – Erste Polizisten in Rheinland-Pfalz bekommen Corona-Impfung

Auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei in Mainz-Hechtsheim werden ab Donnerstagmorgen die ersten Polizisten geimpft. Als erstes sind nach Angaben des Innenministeriums die 180 Menschen an der Reihe, die künftig die vier Impfzentren der Polizei betreiben sollen. Neben Polizisten aus dem ganzen Land, handelt es sich dabei vor allem um medizinisches Personal aus der Abteilung Gesundheitsmanagment in Mainz:

25.2.2021, 7:10 Uhr – Grüne wollen Arbeitslosengeld I weiter länger zahlen

Die Grünen dringen darauf, die Sonderregelungen zum erweiterten Bezug des Arbeitslosengeldes I in der Corona-Krise zu verlängern. Es sei „absolut unverständlich“, warum die Regelung nicht bis zum Ende dieses Jahres weiter gelten solle, sagte der Grünen-Arbeitsmarktexperte Wolfgang Strengmann-Kuhn.

Es sei ungerecht, dass Menschen, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld jetzt ausläuft, im Gegensatz zu jenen, die ihn bis Dezember 2020 verloren haben, keine Verlängerung bekommen. Die Pandemiesituation und die Lage auf dem Arbeitsmarkt hätten sich nicht grundlegend geändert, sagte Strengmann-Kuhn. „Diese Schieflage muss glattgebügelt werden.“

25.2.2021, 5:58 Uhr – RKI meldet 11.869 Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 61,7

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 11.869 neue Positiv-Tests. Das sind 1.662 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 61,7 von zuletzt 59,3. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ziel von Bund und Ländern ist ein Wert von 50, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Ab einem dauerhaften Wert von unter 35 haben sie weitere Lockdown-Öffnungen in Aussicht gestellt.

385 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 69.125. Insgesamt wurden bislang in mehr als 2,41 Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

25.2.2021, 3:42 Uhr – 200 Miele-Mitarbeiter in Quarantäne

In einer Fabrik der Firma Miele in Euskirchen bei Köln hat es mehrere Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Rund 200 Mitarbeiter stehen unter Quarantäne, nachdem 14 positiv getestet wurden. Bei einigen wurde die hochansteckende britische Virusvariante nachgewiesen. Nach Unternehmensangaben wurde die Produktion in dem Werk eingestellt. Alle 500 Beschäftigten des Standortes seien inzwischen getestet, die Ergebnisse sollen im Laufe des Tages vorliegen.

25.2.2021, 3:14 Uhr – Ärztepräsident fordert Massenimpfungen in Praxen

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert schnelle Corona-Massenimpfungen in den Praxen der niedergelassenen Ärzte. Nur dann könne das Ziel erreicht werden, allen bis Ende September ein Impfangebot zu unterbreiten, sagte Reinhardt der Rheinischen Post. Die Impfzentren der Kommunen könnten die Herausforderung allein nicht bewältigen. Außerdem seien besonders für alte Menschen die Impfmöglichkeiten durch vertraute Ärzte eine große Erleichterung.

25.2.2021, 0:49 Uhr – Kurz plädiert für europäischen Impfpass

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich für die Einführung eines europäischen Impfpasses ausgesprochen. In der ARD kündigte er am Abend einen entsprechenden Vorschlag beim heutigen Europäischen Rat an. Der Impfpass soll demnach als App auf dem Mobiltelefon installiert werden und anzeigen, ob man geimpft, genesen oder getestet ist. Kurz bezeichnete den digitalen Impfpass als ein gutes Modell, damit sich die Menschen in Europa spätestens im Sommer wieder frei bewegen könnten.

24.2.2021, 20:23 Uhr – Rekord bei Neuinfektionen in Frankreich

Die französischen Behörden haben in den letzten 24 Stunden 31.518 neue Corona-Infektionen registriert. So viele Fälle innerhalb eines Tages wurden seit November nicht mehr erfasst. Am Mittwoch vergangener Woche lag die Zahl der Neuinfektionen bei 25.018.

Zudem vermeldete das Gesundheitsministerium 277 Todesfälle. Am Dienstag waren 431 an den Folgen einer Infektion verstorben.

24.2.2021, 19:46 Uhr – Schweden verschärft Corona-Maßnahmen

Angesichts einer möglichen dritten Infektionswelle verschärft Schweden seine Corona-Maßnahmen. Cafés, Bars und Restaurants dürften ab dem 1. März nur noch bis 20.30 Uhr öffnen, sagte Ministerpräsident Stefan Löfven in Stockholm. Die Anzahl der Kunden in Geschäften und Fitnessstudios werde begrenzt. "Es besteht ein erhebliches Risiko einer sogenannten dritten Welle. Unser aller Handeln bestimmt, ob es dazu kommt", sagte Löfven. 

Tags zuvor hatten die Stockholmer Behörden bereits das Tragen einer Mund-Nasen-Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln und Räumen empfohlen, in denen nicht ausreichend Abstand eingehalten werden kann.

24.2.21, 17:39 Uhr – Merkel warnt vor dritter Corona-Welle mit kompletten Shutdown

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnt wegen der Ausbreitung hochansteckender Virus-Mutationen vor zu schnellen Lockerungen. „Wir können darüber nachdenken, wie schrittweise Öffnungen aussehen könnten“, sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ohne die hoch ansteckenden Mutationen wäre das vergleichsweise einfach möglich. Nun komme man aber in „eine neue Phase der Pandemie, aus der eine dritte Welle entstehen kann“. Man müsse also klug vorgehen, weil eine dritte Welle „einen neuen kompletten Shutdown in ganz Deutschland erforderlich“ machen könnte.

24.2.2021, 17:06 Uhr – Bisher nur knapp 10 Prozent an Astrazeneca-Impfstoff in BW verimpft

Bis vor wenigen Tagen haben alle vom Mangel am Impfstoff gesprochen, jetzt gibt es zu viel davon – zumindest vom Hersteller Astrazeneca. Insgesamt wurden bislang 192.000 Dosen ans Land Baden-Württemberg geliefert, bestätigte das Gesundheitsministerium. Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden aber nur 12.112 Dosen im Südwesten verimpft. Das wären gerade mal etwas mehr als sechs Prozent. Der Rest lagert derzeit ungenutzt in Kühlschränken. Laut RKI liegt Baden-Württemberg im Ländervergleich damit weit hinten. Die Zahlen stimmten allerdings nicht, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Es sei bereits weit mehr geimpft worden. Problem sei ein Meldeverzug durch die Kliniken.

24.2.21, 16:08 Uhr – Unions- und SPD-Fraktionen: Bis zu 25.000 Euro Strafe für Impfvordrängler

Die Regierungsfraktionen wollen gegen Impfvordrängler vorgehen und Bußgelder in Höhe von bis zu 25.000 Euro vorschlagen. Das sieht ein Änderungsantrag der Fraktionen von Union und SPD für das „Gesetz zur Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite“ vor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

24.2.2021, 15:00 Uhr – Schweiz will Corona-Regeln ab 1. März lockern

Die Schweizer Regierung hat erste Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschlossen. Geschäfte, Museen und Lesesäle von Bibliotheken dürfen ab 1. März wieder öffnen, ebenso die Außenbereiche von Zoos, botanischen Gärten sowie Sport- und Freizeitanlagen. Im Freien sind wieder private Veranstaltungen mit bis zu 15 Personen erlaubt, in Innenräumen gilt hingegen weiterhin eine Beschränkung auf maximal fünf Personen. Auch Restaurantterrassen bleiben weiterhin zu. Weitere Öffnungsschritte stellte die Regierung abhängig von der epidemiologischen Lage für 22. März in Aussicht – früher als bislang angepeilt.

24.2.2021, 14:39 Uhr – Merkel gegen Sonderrechte für Geimpfte

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich gegen Sonderrechte von Geimpften zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. „Solange die Zahl der Geimpften noch so viel kleiner ist als die derjenigen, die auf die Impfung warten, sollte der Staat beide Gruppen nicht unterschiedlich behandeln“, sagte die Bundeskanzlerin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Außerdem müsse erst eindeutig geklärt sein, dass Geimpfte nicht mehr ansteckend seien. Merkel sagte auch noch, dass es aber sehr wohl von Firmen Sonderregelungen für Geimpfte geben könne. Man müsse zudem überlegen, ob der Staat nicht irgendwann Lockerungen beschließen solle, ohne auf Impf-Verweigerer Rücksicht zu nehmen.

24.2.2021, 14:30 Uhr – FDA: Johnson & Johnson-Impfstoff „wirksam und sicher“

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson hat sich laut Mitarbeitern der US-Arzneimittelbehörde FDA in Studien als wirksam und sicher erwiesen. Eas Mittel habe mindestens 14 Tage nach der Impfung eine Immunisierung bewirkt und das Risiko einer Covid-19-Erkrankung verringert, geht aus FDA-Dokumenten hervor, die den Weg für eine Notfallzulassung in den USA ebnen. Es hätten sich keine spezifischen Sicherheitsbedenken ergeben. Das unabhängige Expertengremium der FDA will am Freitag über eine Empfehlung entscheiden. Der Impfstoff, bei dem anders als bei bereits zugelassenen Mitteln eine Injektion ausreicht, zeigte nach Angaben des US-Unternehmens in einer globalen Studie eine Wirksamkeit gegen mehrere Corona-Varianten von 66 Prozent, und einen Schutz von 85 Prozent vor einem schweren Krankheitsverlauf.

24.2.2021, 14:11 Uhr – Italien will Corona-Beschränkungen noch nicht aufheben

In Italien sieht die Regierung noch keine Möglichkeit für eine Aufhebung von Corona-Beschränkungen. „Die epidemiologischen Bedingungen erlauben uns nicht, die Beschränkungen zu lockern“, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza im Parlament. Denn es bestehe die Gefahr eines Anstiegs der Infektionszahlen. Die Regierung plane aber, ihre Impfkampagne zu beschleunigen. Italien hatte erst Anfang der Woche ein Verbot für nicht unbedingt nötige Reisen zwischen den 20 Regionen des Landes verlängert.

24.2.2021, 13:55 Uhr – Lage in zehn französischen Departements „besorgniserregend“

In Frankreich ist die Corona-Situation nach Angaben der Regierung in etwa zehn Departements „besorgniserregend“. Dazu gehöre auch der Ballungsraum Paris in der Region Ile-de-France, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal nach einer Kabinettssitzung. „Die Situation verschlechtert sich“ und die Regierung sei bereit, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um die Infektionen einzudämmen, wie sie es bereits in einzelnen Gebieten getan habe. Man wolle aber auch alles tun, um einen erneuten landesweiten Lockdown zu vermeiden.

24.2.2021, 12:24 Uhr – Dreyer für Lockerung der Kontaktbeschränkungen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ist dafür, die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise zu lockern. „Aus meiner Sicht wäre es sehr sinnvoll, wenn man wieder auf diese etwas weitere Kontaktbeschränkung geht, die allerdings immer noch sehr streng ist: zwei Haushalte, fünf Personen, die Kinder nicht mitgezählt“, sagte Dreyer bei RTL/ntv.

Die Bürger verhielten sich sehr eigenverantwortlich, einige Regeln seien aber nicht mehr verständlich, sagte Dreyer. „Ein Beispiel: Wenn zwei Familien mit Kindern befreundet sind, dann kann eigentlich das zweite Ehepaar nicht mit. Die müssen immer entscheiden: Geht Mama oder Papa mit?“

Die Ministerpräsidentin von Rheinkand-Pfalz forderte auch einen weiteren Öffnungsschritt für den Einzelhandel. Der von Kanzleramt und Ländern zu erarbeitende Perspektivplan müsse Aussichten für körpernahe Dienstleistungen, Kultur und Gastronomie aufzeigen. Für die Gastronomie gebe es zunächst im Außenbereich Möglichkeiten. „Im März wäre gut“, sagte sie.

24.2.2021, 10:50 Uhr – Hunderttausende Israelis haben bereits neuen Corona-Ausweis

Kurz nach seinem Start haben sich hunderttausende Israelis den sogenannten Grünen Pass heruntergeladen, der Genesenen und Geimpften in der Corona-Krise spezielle Erleichterungen gewährt. Seit Sonntag hätten sich mehr als 400.000 Menschen die Bescheinigung über einen Internet-Ausdruck erstellt, sagte Rona Kaiser der Deutschen Presse-Agentur. Sie leitet im israelischen Gesundheitsministerium die Digital-Abteilung und ist damit dort auch verantwortlich für alle Internetseiten und Apps.

24.2.2021, 9:30 Uhr – Erstmals Corona-Selbsttests in Deutschland zugelassen

In Deutschland sind erstmals Corona-Selbsttests zur Anwendung durch Laien freigegeben worden. Es seien Sonderzulassungen für drei Produkte erteilt worden, erklärte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am Mittwoch. Bisher gibt es nur Schnelltests zum Nachweis einer Coronavirus-Infektion, die von medizinisch geschultem Personal durchgeführt werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor im Morgenmagazin gesagt, die Selbsttests sollten in den nächsten Tagen unter anderem bei Discountern erhältlich sein. Er gehe davon aus, dass bereits in der kommenden Woche weitere Selbsttests genehmigt werden könnten.

24.2.2021, 9:05 Uhr – Spahn will heute Selbsttests genehmigen lassen

Vor seiner Befragung im Bundestag geht Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in die Offensive: Im Morgenmagazin von ARD und ZDF hat er angekündigt, dass noch heute drei verschiedene Corona-Selbsttests für Zuhause genehmigt werden. Diese seien in den nächsten Tagen dann auch in Geschäften verfügbar.

Der vom Gesundheitsminister versprochene Start von kostenlosen Schnelltests zum 1. März wurde am Montag im Corona-Kabinett gekippt. Jetzt hofft Spahn auf eine Einigung mit den Bundesländern am 3. März. Dann treffen sich Bund und Länder erneut zu Corona-Beratungen. Einen konkreten Starttermin nennt Spahn zwar nicht, die Finanzierung der Tests sei aber mit dem Finanzministerium geklärt.

Erste Sonderzulassungen für Tests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt. Alle Informationen finden Sie auf https://t.co/0lb1w0UnOZ #Covid19 #Laientests #Corona https://t.co/YTT7E5ogn4

24.2.2021, 7:55 Uhr – Lehrerverband erwartet auch nach Corona-Pandemie digitalen Unterricht

Die Schule der Zukunft wird nach Ansicht von Lehrerverbands-Präsident Heinz-Peter Meidinger eine andere sein als vor Corona. Er könne sich vorstellen, dass künftige Stundenpläne digitalen Unterricht fest beinhalten, sagte er bei einem virtuellen literarischen Salon.

So könnten die durchschnittlichen 30 Wochenstunden beispielsweise auf 25 Stunden in Präsenz und 5 Stunden Digitalunterricht aufgeteilt werden. Diese seien ideal für neue Formate oder das Lernen mit externen Experten, erläuterte er bei einer Online-Debatte über seine zu Jahresbeginn veröffentlichte Streitschrift „Die 10 Todsünden der Schulpolitik“ vor.

Neue Impfreihenfolge Frühere Impfungen für Grundschullehrer und Kita-Personal

Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sowie Erzieherinnen und Erzieher in Kitas sollen sich früher gegen das Coronavirus impfen lassen können. Darauf haben sich Bund und Länder auf der Gesundheitsministerkonferenz verständigt.  mehr...

24.2.2021, 6:10 Uhr – RKI meldet 8.007 Neuinfektionen – Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 8.007 neue Positiv-Tests. Das sind 451 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 59,3 von zuletzt 60,5. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ziel von Bund und Ländern ist ein Wert von 50, um das Gesundheitssystem zu entlasten.

Ab einem dauerhaften Wert von unter 35 haben sie weitere Lockdown-Öffnungen in Aussicht gestellt. 422 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 68.740. Insgesamt wurden bislang in mehr als 2,4 Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

Deutschland in der zweiten Corona-Welle R-Wert, Inzidenz und Übersterblichkeit – was heißt das nochmal?

R-Wert, Inzidenz und Übersterblichkeit – das sind alles Begriffe, die in Politik und Medien wieder häufig verwendet werden. Wir geben Orientierung im Wörter-Dschungel.  mehr...

24.2.2021, 3:31 Uhr – Städte- und Gemeindebund fordert digitalen Impfpass

Der Städte- und Gemeindebund fordert, einen digitalen Impfnachweis schnell einzuführen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte den Funke-Zeitungen, es könne nicht der Sinn sein, die Impfzentren erst später in Impfregistrierungszentren umzubauen. Es komme nicht darauf an, ob an einen Impfnachweis schon jetzt die Befreiung von Einschränkungen geknüpft sei. Mittelfristig werde es dazu aber höchstwahrscheinlich kommen, sagte Landsberg und verwies auf das Beispiel Israel.

Baden-Baden

Impfzentren, Nebenwirkungen und Impfstoff Fragen rund um die Corona-Impfung

Beim Thema Impfungen gibt es sehr viel Unsicherheit und viele Fragen. Eckart von Hirschhausen ist Arzt und Wissenschaftsjournalist und will sie in der Dokumentation Hirschhausen als Impfproband klären.  mehr...

24.2.2021, 1:48 Uhr – Stiko kritisiert Abkehr von Impfreihenfolge

Der Chef der ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts, Thomas Mertens, warnt davor, die Reihenfolge der Corona-Impfungen aufzuheben. Es dürfe nicht passieren, dass schwer kranke Risikopatienten leer ausgingen, weil Berufsgruppen mit starker Lobby vorgezogen würden, sagte der Mediziner den Funke-Medien. Die Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sowie das Kita-Personal können ab heute geimpft werden. Die geänderte Verordnung zur Impfpriorität tritt in Kraft. Lehrerverbände hatten das gefordert.

23.2.2021, 20:36 Uhr – Astrazeneca will zugesagte Impfstoff-Menge offenbar halbieren

Der Pharmakonzern Astrazeneca wird offenbar auch im zweiten Quartal deutlich weniger Impfstoff in die EU liefern als vereinbart. Das Unternehmen rechne damit, zwischen April und Juni weniger als die Hälfte der vertraglich zugesagten 180 Millionen Impfdosen in die Staatengemeinschaft zu liefern, sagte ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Ein AstraZeneca-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht zu konkreten Zahlen äußern.

23.2.2021, 19:25 Uhr – Bericht: Impfnachweis soll entwickelt werden

Das Bundesgesundheitsministerium treibt einem Medienbericht zufolge Pläne für einen fälschungssicheren Corona-Impfnachweis voran. Das Ministerium wolle am Mittwoch eine sogenannte beschränkte Ausschreibung für die Entwicklung eines digitalen Impfnachweises verschicken, berichtete die Tageszeitung "Welt". Das Ministerium wolle über das Vergabeverfahren möglichst schnell eine technische Lösung für einen fälschungssicheren Corona-Impfnachweis entwickeln lassen.

Mittels des beschleunigten Vergabeverfahrens schränkt das Ministerium von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dem Bericht zufolge den Kreis der beteiligten Firmen ein. Zum Zuge sollen demnach nur Unternehmen kommen, die nach Einschätzung der Beamten möglichst zügig eine bundesweit einsetzbare digitale Lösung liefern können.

23.2.2021, 18:25 Uhr – RKI: Ansteckungsrate wieder unter 1,0

Die Ansteckungsrate ist laut Robert Koch-Institut erstmals seit Tagen wieder leicht unter den Wert von 1 gesunken. Das RKI beziffert die sogenannte Reproduktionsrate (R) in seinem Lagebericht vom Abend mit 0,96 auf Basis der Vier-Tages-Schätzung, mit 0,98 auf Basis der Sieben-Tages-Schätzung. Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter statistisch ansteckt. Liegt der Wert über eins, nimmt das Infektionsgeschehen zu, unter eins lässt es nach. In den vergangenen Tagen hatte die Rate teils deutlich über 1,0 gelegen. Entsprechend stieg die Zahl der Neuinfizierten wieder. Unter 1,0 lag der Wert zuletzt am Donnerstag.

23.2.21, 17:50 Uhr – Digitalverband kritisiert deutsches Impfmanagement

Der Digitalverband Bitkom hat eine deutliche Verbesserung des Corona-Impfmanagements in Deutschland gefordert. "Dieses Chaos bei der Terminvergabe ist einer Hightech-Nation wie Deutschland absolut unwürdig", sagte Bitkom-Präsident Achim Berg angesichts des nur schleppenden Fortschritts bei den Impfungen gegen das Coronavirus.

23.2.21, 16:24 Uhr – Insider: Merkel sieht Deutschland in dritter Pandemiewelle

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu vorsichtigen Öffnungsschritten in der Corona-Pandemie gemahnt. „Wir dürfen jetzt keine Wellenbewegungen bekommen“, sagte sie am Dienstag mit Blick auf Virusmutationen nach Angaben aus Teilnehmerkreisen gegenüber Reuters.

„Wir sind jetzt in der dritten Welle“, habe die Kanzlerin hinzugefügt. Wenn die Länder Öffnungsschritte gingen, müsse es dann auch die Perspektive geben, dass Einrichtungen nach einer Öffnung offen bleiben könnten. Möglichkeiten der Schnelltests und Selbsttests ermöglichten aber eine bessere Abfederung der Öffnungsschritte als im Jahr 2020, sagte die Kanzlerin.

23.2.21, 15:44 Uhr – Baden-Württemberg lockert – Rheinland-Pfalz noch mehr

Baden-Württemberg möchte im März den Lockdown etwas lockern. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kündigte in Stuttgart an, dass Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden wieder öffnen dürfen. Als Datum nannte Kretschmann den 1. März. Aktuell arbeite man an einem entsprechenden Hygienekonzept. Bereits seit Längerem ist die Öffnung von Friseuren ab dem 1. März bekannt. Weitere Lockerungen im Einzelhandel seien aber nicht in Sicht. 

Stuttgart

„Notbremse“, Buchläden, Autofahrten Corona-Regeln in Baden-Württemberg: Neuerungen seit 29.3.

Seit Montag (29.3.) gelten in Baden-Württemberg einige Neuerungen im Hinblick auf die Corona-Pandemie. Die „Notbremse“ mit möglichen Ausgangssperren wird jetzt fester Bestandteil der Maßnahmen.  mehr...

Auch in Rheinland-Pfalz werden ab Montag weitere Corona-Regeln gelockert: Neben den Friseuren können dort auch die Fußpflege und kleine Blumenläden ab 1. März wieder öffnen. Gärtnereien, Gartencenter, Gartenbaubedarfe und Baumärkte mit Gartensortiment dürften im Außenbereich wieder mit dem Verkauf starten. Auch Zoologische Gärten, Tierparks, botanische Gärten und ähnliche Einrichtungen dürften ihre Außenbereiche öffnen. Fahrschulen könnten wieder praktischen Unterricht mit Maske anbieten. Auch Musikschulen dürften wieder Einzelunterricht mit Maske und Abstand anbieten. Außerdem sei Termin-Shopping möglich. Das sei für Bekleidungsgeschäfte und Brautmodeläden eine Perspektive. Bei Einzelterminen gelte Maskenpflicht.

Mainz

Aktuelle Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz Keine Test- und Quarantänepflicht mehr für vollständig Geimpfte – ähnliche Pläne für Genese

Für vollständig gegen Corona geimpfte Menschen in Rheinland-Pfalz gibt es bestimmte Erleichterungen bei den Corona-Beschränkungen. Jetzt gibt es auch Pläne für Genese.  mehr...

23.2.21, 15:21 Uhr – Labore: Anteil der britischen Virus-Variante steigt auf fast 30 Prozent

Die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 breitet sich nach Beobachtung eines großen Laborverbands in Deutschland weiter aus: Während sich die Rate der positiven Corona-Tests insgesamt in den vergangenen Wochen verringert habe, sei der Anteil der Mutante gewachsen, sagte Michael Müller, der Vorsitzende des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM), am Dienstag in einer Videoschalte. In untersuchten Stichproben aus der vergangenen Woche habe der Anteil bei annähernd 30 Prozent gelegen. Die Angaben bilden die Ansteckungen von ungefähr ein bis zwei Wochen zuvor ab.

Müller sprach von einer erwartbaren Zunahme. In dieser Woche laufe in den Laboren wieder eine Erhebung für das Robert Koch-Institut (RKI). In dessen Berichten zur Entwicklung der Mutanten sind die ALM-Daten ein Baustein. Zuletzt hatte das RKI von einem Anstieg der britischen Variante von knapp 6 auf rund 22 Prozent in Stichproben binnen zwei Wochen berichtet.

23.2.21, 14:55 Uhr – Virologe Streeck: zugelassene Impfstoffe sind gleichwertig

Der Virologe Hendrik Streeck sieht keine qualitativen Unterschiede zwischen den verschiedenen, in Deutschland zugelassenen Impfstoffen. „Es gibt in meinen Augen keinen Impfstoff erster oder zweiter Klasse“, sagte er Reuters-TV. Alle drei zugelassenen Impfstoffe hätten Vorteile, aber auch Nachteile. Es sei anzunehmen, dass alle Vakzine sich positiv auswirkten. Es sei mit weniger Infizierten und weniger schweren Verläufen zu rechnen.

23.2.21, 13:45 Uhr – Högl: Corona-Pandemie für Bundeswehr „riesige Herausforderung“

Die Amtshilfe in der Corona-Pandemie hat die Bundeswehr nach Einschätzung der Wehrbeauftragten Eva Högl vor eine riesige Herausforderung gestellt: „Fast 500 Eingaben rund um die Covid-19-Pandemie zeigten, wie hoch die Belastung der Soldatinnen und Soldaten war, wie groß die Sorge um ihre Gesundheit und ihren Dienst und wie wichtig und ernsthaft ihre Anliegen zur Bewältigung dieser Krise waren“, schreibt die SPD-Politikerin in ihrem am Dienstag in Berlin veröffentlichen Jahresbericht.

23.2.21, 13:34 Uhr – Bayerns Staatskanzleichef - Mehr als 40 Prozent Mutationen in München

In München breiten sich nach Einschätzung von Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) die Mutationen immer weiter aus: In der siebten Kalenderwoche seien bei 151 von 365 untersuchten Corona-Proben Veränderungen auf dem Spike-Protein festgestellt worden, sagt Herrmann nach einer Kabinettssitzung. Das entspreche einem Anteil von 41,4 Prozent.

Die britische, brasilianische und südafrikanische Corona-Varianten verfügen über Mutationen auf diesem Protein. „Nüchtern gesprochen haben wir es mit einer zweiten Epidemie zu tun.“

23.2.21, 11:25 Uhr – Erster Verdachtsfall auf brasilianische Mutation in Österreich

In Österreich gibt es den ersten Verdachtsfall der brasilianischen Virus-Mutation. Bei einer positiv auf Corona getesteten Person habe das Vorscreening Hinweise auf die brasilianische Virusvariante ergeben, teilte das Bundesland Salzburg mit. Die Probe sei zur Sequenzierung zur Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) geschickt worden. Das Ergebnis werde in einigen Tagen erwartet. Die Person ist nach Angaben des Landes bereits wieder genesen und wurde mit negativem Corona-Test aus der Quarantäne entlassen. Die erstmals im Dezember in Brasilien entdeckte Mutation wurde bereits in einigen Ländern Europas, wie zum Beispiel Deutschland oder Italien, nachgewiesen.

23.2.21, 10:50 Uhr – EMA prüft Einsatz von Remdesivir bei Corona-Patienten

Die europäische Arzneimittelbehörde prüft einen erweiterten Einsatz des Medikaments Remdesivir bei Corona-Patienten. Der US-Hersteller Gilead habe eine Genehmigung beantragt, das Mittel auch bei Covid-19-Erkrankten anzuwenden, die keine Sauerstoffunterstützung benötigen, teilt die EMA mit. Die EU hatte Remdesivir im Juli für die Behandlung von Covid-19 bei Erwachsenen und Jugendlichen zugelassen, die wegen einer Lungenentzündung Sauerstoffzufuhr benötigen. Das Mittel wurde ursprünglich gegen Ebola entwickelt.

23.2.21, 9:07 Uhr – Müller kritisiert Spahn wegen Schnelltests

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) kritisiert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dafür, dass es die versprochenen kostenlosen Schnelltests für alle Bürger nun doch nicht am 1. März geben wird. „Es ist zum wiederholten mal so, dass vonseiten des Bundesgesundheitsministers Dinge angekündigt wurden, die dann so oder zumindest so schnell nicht kommen“, sagte Müller im ZDF. Man müsse das nun mit anderen Schutzmaßnahmen auffangen. Das könne bedeuten, dass die nächsten Klassen nicht so schnell in die Schule zurückkehren können wie erhofft.

Regierungssprecher Steffen Seibert hatte am Montag gesagt, dass noch geprüft werden müsse, wie viele Schnelltests jedem in welchen Zeitraum zur Verfügung stünden. Hintergrund sind Sorgen vor explodierenden Kosten. Schnelltests, die von geschultem Personal durchgeführt werden müssen, sind überall verfügbar. Einige Länder und Kommunen setzen sie bereits auf eigene Kosten massenhaft ein. Das Paul-Ehrlich-Institut will zudem in den kommenden Tagen Selbst-Schnelltests zulassen.

23.2.21, 6:15 Uhr – RKI: Mehr Positiv-Tests als vor einer Woche

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 3.883 neue Positiv-Tests. Das sind fast 30 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 60,5 von zuletzt 61,0. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ziel von Bund und Ländern ist ein Wert von 50, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Ab einem dauerhaften Wert von unter 35 haben sie weitere Lockdown-Öffnungen in Aussicht gestellt. 415 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 68.318. Insgesamt wurden bislang in mehr als 2,39 Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

23.2.21, 5:28 Uhr – Dehoga macht mehr Druck auf Bund und Länder

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erhöht den Druck auf Bund und Länder für Regelungen zur Wiedereröffnung. „Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten dürfen das Gastgewerbe am 3. März nicht einfach weiter totschweigen“, sagt Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der Zeitung Rheinische Post. Die Brache unterliege seit dem Ausbruch einem „Quasi-Berufsverbot“. Daher sei es „elementar wichtig, dass die Politik darauf hinarbeitet, dass wir keinen Tag länger geschlossen bleiben, als es unbedingt notwendig ist“.

23.2.21, 4:13 Uhr – Lauterbach: Schulen nur mit Tests öffnen

„Aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, die Schulen nur aufzumachen, wenn die Testung der Kinder mit Antigen-Selbsttests gewährleistet ist – und die sind noch gar nicht zugelassen“. Das sagte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es müsse möglich sein, die Kinder im Wechselunterricht zweimal die Woche zu testen. Das sei die Voraussetzung für eine verantwortbare Rückkehr zum Präsenzunterricht.

23.2.2021, 3:32 Uhr - Kinos in New York dürfen bald öffnen

In New York dürfen ab Ende nächster Woche wieder Kinos öffnen. Das gab Gouverneur Andrew Cuomo bekannt. Die Kinos dürfen aber nur zu 25 Prozent ausgelastet sein, pro Vorführung sind nicht mehr als 50 Besucher erlaubt und es werden feste Sitzplätze zugewiesen. Außerdem gilt eine Masken- und Abstandspflicht. Vor fast einem Jahr hatte Cuomo verfügt, dass Kinos schließen müssen.

23.2.2021, 0:33 Uhr – Mehr als 500.000 Corona-Tote in den USA

Die Zahl der Corona-Toten in den USA hat die Marke von 500.000 überschritten. Das geht aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Es sind mehr Tote als in jedem anderen Land der Welt. Präsident Joe Biden hat angekündigt, die Flaggen der Regierung für fünf Tage auf Halbmast zu setzen. Er wollte in der Nacht auf Dienstag in einer Ansprache der Opfer der Pandemie gedenken. Laut Experten könnte es trotz der groß angelegten Impfkampagne in den kommenden Monaten mehr als 100.000 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus in den USA geben.

22.2.2021, 20:40 Uhr – Vorerst keine Grenzschließungen nach Frankreich

Trotz der angespannten Corona-Lage im französischen Département Moselle soll es im Saarland und in Rheinland-Pfalz vorerst keine Grenzkontrollen geben. Es werde eine Taskforce eingerichtet, um gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie abzustimmen, teilten die Regierungschefs der beiden Bundesländer Malu Dreyer (SPD) und Tobias Hans (CDU) mit. Dieser Taskforce würden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und sein französischer Amtskollege Olivier Veran, Vertreter der Außenministerin, regionale Vertreter sowie Dreyer und Hans angehören.

22.2.2021, 18:40 Uhr – Geldstrafe für Dortmund wegen Corona-Verstößen

Borussia Dortmund muss wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen 75.000 Euro Geldstrafe zahlen. Der Bundesligist hat mitgeteilt, die Strafe der Deutschen Fußball Liga zu akzeptieren. Die Mannschaft war am Samstag nach dem Derbysieg in Schalke von feiernden Fans empfangen worden. Spieler feierten im Bus ohne Masken, feuerten die Fans an und filmten die Szenen.

22.2.2021, 18:20 Uhr – Warn-App reagiert bei kürzeren Begegnungen

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird Nutzer künftig auch über kürzere Risikobegegnungen informieren. Bislang schlägt die App erst dann an, wenn Risiko-Begegnungen zehn Minuten oder länger gedauert haben. Dieser Zeitraum wird nach Angaben der Bundesregierung auf fünf Minuten verkürzt. Hintergrund sei das höhere Infektionsrisiko der neuen Coronavirus-Varianten.

22.2.2021, 17:53 Uhr – Johnson will bis Ende Juni alle Corona-Maßnahmen in England aufheben

Die britische Regierung will bis zum 21. Juni alle Beschränkungen in der Coronavirus-Pandemie in England aufheben. Das sagte Premierminister Boris Johnson am Montag bei der Vorstellung seines Lockdown-Fahrplans im britischen Unterhaus in London. Voraussetzung sei aber, dass sich die Infektionszahlen unter Kontrolle halten ließen und die Impfkampagne wie bisher weitergehe sowie keine neue Virus-Variante die Lage verändere.

Es gebe keinen glaubwürdigen Weg zu einem Großbritannien oder einer Welt ohne Covid-19, betonte der konservative Politiker. «Jede Lockerung der Lockdown-Maßnahmen wird zu mehr Fällen und mehr Toten führen», so Johnson. Der Lockdown soll nun in mehreren Schritten im Abstand von fünf Wochen aufgehoben werden. Ausschlaggebend seien dabei aber nicht die vorgesehenen Zeitpunkte, sondern die Daten aus der Pandemie, so der Premier.

22.2.2021, 15:55 Uhr – Regierungssprecher: „Die gute Entwicklung ist im Moment vorbei“

Wegen der Ausbreitung der ansteckenderen Coronavirus-Variante hat die Bundesregierung Hoffnungen auf weitere rasche Lockdown-Öffnungen gedämpft. Der Anteil der zuerst in Großbritannien aufgetretenen Variante betrage 20 bis 25 Prozent, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Man müsse davon ausgehen, dass dieser Anteil noch weiter zunehme.

„Die gute Entwicklung, die uns über längere Zeit täglich sinkende Infektionszahlen beschert hat, ist im Moment vorbei. Die Zahlen steigen wieder. Der Anteil der gefährlicheren, weil deutlich ansteckenderen Virusmutationen wächst“, sagte Seibert und mahnte zu Geduld. Bereits durch die Teilöffnungen der Schulen in den meisten Bundesländern gebe es „ein erhebliches Mehr an Kontakten und damit auch an Übertragungsrisiken“. Am 3. März wollen Bund und Länder erneut über die Lage beraten.

22.2.2021, 15:10 Uhr – Nur 20 Prozent der AfD-Wähler wollen sich impfen lassen

Nur jeder fünfte AfD-Wähler will sich nach einer Umfrage impfen lassen. Nach der am Montag veröffentlichten Studie der Freiburger Politologen Uwe Wagschal und Sebastian Jäckle stehen dagegen 90 Prozent der Anhänger von CDU/CSU, SPD und Grünen dem Impfen offen gegenüber; bei Wählern der Linken sind es knapp 80 Prozent und bei denen der FDP 66 Prozent.

Im Schnitt sind demnach 72 Prozent der Bundesbürger impfbereit. Befragt wurden zwischen Anfang und Mitte Februar insgesamt 5.700 Personen. Auch die Meinung zu der Frage, ob die Corona-Maßnahmen übertrieben sind, hängt laut der Studie stark von der politischen Vorliebe ab: Anhänger von CDU/CSU, SPD und vor allem der Grünen halten die Maßnahmen nicht für übertrieben. Bei AfD-Wählern vertreten dagegen 81 Prozent diese Ansicht.

22.2.2021, 14:24 Uhr – Veranstalter-Konzept soll wieder Zuschauer in Stadien und Sälen ermöglichen

Rund 40 Verbände, Veranstalter und Einrichtungen aus Sport und Kultur legen ein Konzept für die schrittweise Rückkehr von Zuschauern in Stadien, Theatern und Sporthallen vor. Danach könnten mit Hygienekonzepten, groß angelegten Tests und systematischer Kontakt-Nachverfolgung in Gebäuden 25 bis 30 Prozent der Zuschauer zugelassen werden – an der frischen Luft sogar 35 bis 40 Prozent.

Mit spezifischen Konzepten seien auch höhere Auslastungen möglich. Auf einen Zeitpunkt für die Umsetzung legen sich die Organisationen nicht fest.

22.2.2021, 13:16 Uhr – Steinmeier für Abgabe von Impfstoffen an ärmere Staaten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich für eine frühe Abgabe von Impfstoff aus Deutschland und Europa an ärmere Länder ausgesprochen. Zwar sei der Stoff in den nächsten Wochen und Monaten noch überall knapp, räumt Steinmeier ein.

Aber: „Je rascher auch wir in Deutschland und Europa bereit sind, ein wenig von dem abzugeben, was uns gesichert ist, desto eher können wir das Infektionsgeschehen global eindämmen.“ Das sei nicht einfach, aber eine Frage der Menschlichkeit.

22.2.2021, 12:15 Uhr – Geschäftsklima steigt trotz Lockdown

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Februar trotz Corona-Beschränkungen aufgehellt. Verglichen mit dem Vormonat stieg das Ifo-Geschäftsklima um 2,1 Punkte auf 92,4 Zähler, wie das Ifo-Institut in München mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Oktober.

Analysten hatten zwar mit einer Verbesserung gerechnet, allerdings nur mit einer geringfügigen auf 90,5 Punkte. 

#ifoGeschäftsklima steigt - Der ifo #Geschäftsklimaindex ist im Februar auf 92,4 Punkte gestiegen, nach 90,3 Punkten im Januar. Die deutsche Wirtschaft zeigt sich trotz Lockdown robust, vor allem wegen der starken Industriekonjunktur. https://t.co/qFCx6ZarPJ

22.2.2021, 10:28 Uhr – Merkel will Öffnungsschritte mit mehr Tests verbinden

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will Öffnungsschritte bei Corona-Beschränkungen mit verstärkten Tests verbinden. Teilnehmer im CDU-Präsidium sagten, Merkel habe vorgeschlagen, „Paketlösungen“ in verschiedenen Bereichen anzustreben. Das betreffe persönliche Kontakte, dann Regelungen für Schulen und Berufsschulen sowie drittens die Bereiche Sportgruppen, Restaurants und Kultur. Wichtig sei, dass weitere Öffnungsschritte angesichts der sich ausbreitenden Virusvarianten nicht zu erneuten Rückschlägen bei den Infektionszahlen führen dürften, sagte Merkel demnach. Ab Dienstag werde eine Arbeitsgruppe mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und den Chefs der Staatskanzleien zu dem Thema tagen. Die Gruppe soll der nächsten Bund-Länder-Sitzung am 3. März ein Konzept vorschlagen.

22.2.2021, 10:08 Uhr – Lambrecht: Mehr Freiheiten für Geimpfte

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) erwartet, dass die Menschen, die gegen das Corona-Virus geimpft sind, mehr Freiheiten haben werden als Nicht-Geimpfte. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Hoteliers oder Gastronomen sagen, für Geimpfte ist der Zugang möglich“, sagt Lambrecht den TV-Sendern RTL und ntv. Sie schränkte allerdings ein, dass derzeit die Datenlage zur Übertragung von Infektionen nach der Impfung noch nicht ausreiche. „Wenn wir wissen, dass die Impfung tatsächlich dazu führt, dass man nicht mehr infektiös ist, dann gibt es auch keinen Grund mehr, die Grundrechte einzuschränken“, sagte Lambrecht. Allerdings müsse etwa ein Zutritt zu einem Restaurant dann auch für Menschen möglich sein, die einen negativen Schnelltest vorwiesen.

22.2.2021, 9:40 Uhr – Schulen in England sollen am 8. März wieder öffnen

In England sollen die Schulen am 8. März wieder öffnen. Das sagte der für die Impfkampagne zuständige Minister Nadhim Zahawi. Ab dann sollen sich auch zwei Personen im Freien treffen können. Vom 29. März an dürften dann zwei Familien zusammenkommen, auch Outdoor-Sport werde wieder erlaubt sein, sagt Zahawi dem Radiosender LBC. Premierminister Boris Johnson will im Tagesverlauf seinen Fahrplan für einen Ausstieg aus dem Corona-Lockdown vorlegen.

22.2.2021, 8:58 Uhr – Einreise nach Polen nur mit negativem Test?

Für eine Einreise nach Polen könnte der Warschauer Regierung zufolge schon bald ein negativer Corona-Test notwendig werden. Diese neue Regelung sei für Ende der Woche geplant, sagt Gesundheitsminister Adam Niedzielski dem Sender TVN. Wer an der Grenze ein negatives Testergebnis vorlege, müsse sich nach der Einreise nicht in Quarantäne begeben. Der Minister sagte auch, das Land stehe am Beginn einer dritten Welle, die wahrscheinlich Ende März oder Anfang April ihren Höhepunkt erreichen dürfte. Neue umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie seien in den kommenden Wochen nicht geplant. In Polen steigen die Infektionszahlen. Zuletzt wurden Beschränkungen unter anderem für Kinos, Theater, Hotels und Skigebiete gelockert.

22.2.2021, 7:14 Uhr – Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 4.369 Neuinfektionen. Das sind rund 60 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 61,0 – von zuletzt 57,8. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Ziel von Bund und Ländern ist ein Wert von 50, um das Gesundheitssystem zu entlasten, ab einem dauerhaften Wert von unter 35 haben sie weitere Lockdown-Öffnungen in Aussicht gestellt. 62 weitere Menschen starben dem RKI nach einer nachgewiesenen Infektion mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 67.903. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,39 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt.

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22.2.2021, 4:42 Uhr – Montgomery warnt vor Lockerung der Corona-Auflagen

Die Corona-Beschränkungen in Deutschland sollten nach Ansicht von Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery auf keinen Fall gelockert werden. Entsprechende Forderungen seien in Zeiten steigender Reproduktionswerte des Virus absolut unverantwortlich, sagte Montgomery den Funke-Zeitungen. Bei jeder Lockerung werde es einen deutlichen Anstieg der Zahlen geben. Er forderte, Impfungen zu beschleunigen. Impfstoffdosen, die in der ersten Prioritätsgruppe nicht abgerufen würden, müssten jetzt sofort in der zweiten Gruppe zum Einsatz kommen.

Baden-Baden

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Beim Thema Impfungen gibt es sehr viel Unsicherheit und viele Fragen. Eckart von Hirschhausen ist Arzt und Wissenschaftsjournalist und will sie in der Dokumentation Hirschhausen als Impfproband klären.  mehr...

22.2.2021, 1:18 Uhr – Astrazeneca sorgt mit weniger Lieferungen in Italien für Ärger

Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca hat weniger Corona-Impfdosen als vorgesehen nach Italien geliefert und damit für Kritik aus der Politik gesorgt. Medienberichten zufolge bekam Italien über 10 Prozent weniger Ampullen als erwartet. Die Situation sei inakzeptabel, sagte der Präsident der Region Lombardei, Attilio Fontana, im Fernsehen. Astrazeneca teilte mit, die Herstellung des Impfstoffs sei komplex, das könne die Liefermenge und den Termin beeinflussen.

Dänemark, Norwegen und Thailand Tod durch Blutgerinnsel: mehrere Länder setzen Astrazeneca-Impfungen aus

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll in Deutschland jetzt auch den über 65-Jährigen verimpft werden. Virologen hatten den Impfstoff schon länger als sehr wirksam eingestuft.  mehr...

21.2.2021, 18:25 Uhr – Spahn hält derzeit Öffnungsplan für unmöglich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält nach eigenen Worten einen längerfristigen Öffnungsplan derzeit für unmöglich. Er wisse zwar, alle wünschten sich einen Plan für drei oder sechs Monate, sagte er in der ARD. "Das geht halt grade nicht. Wir dürfen keine falschen Versprechungen machen."

Er wies darauf hin, dass ja schon demnächst Friseure wieder öffneten und ähnliches auch für Schulen gelte. "Wenn wir da trittsicher sind, dann können wir einen weiteren Schritt gehen." Er sprach sich zudem erneut dafür aus, Lehrer und Erzieher in der Impfreihenfolge vorzuziehen. Bund und Länder beraten darüber am Montag.

Berlin

Das sind die neuen Corona-Regeln Lockdown bis 7. März, Friseure dürfen ab 1. März öffnen

Schon vor dem Start der Bund-Länder-Beratungen gab es Zoff unter den Teilnehmern: Die Regierung wollte den Lockdown bis 14. März verlängern – dabei wollten viele Bundesländer nicht mitziehen.  mehr...

21.2.2021, 15:10 Uhr – Auch Intensivmediziner sprechen nun von dritter Welle

Im Zusammenhang mit steigenden Corona-Infektionszahlen sprechen nun auch Intensivmediziner von einer dritten Corona-Welle. Der Präsident der Deutschen Intensivmediziner, Gernot Marx, sagte der "Augsburger Allgemeinen", er sei trotzdem zuversichtlich, dass Deutschland die Corona-Pandemie in der zweiten Jahreshälfte unter Kontrolle bekommen könne. Dafür müssten sich aber so gut wie alle impfen lassen, auch mit Astrazeneca. Sonst würden in der Zwischenzeit wieder neue Mutanten entstehen.

21.2.2021, 14:41 Uhr – Festnahmen bei illegalen Partys in Frankreich

Gut 200 Menschen haben am Wochenende in Frankreich trotz strenger Corona-Regeln auf illegalen Partys gefeiert. Sowohl in der französischen Hauptstadt als auch im südlich von Paris gelegenen Orly versammelten sich etwa 100 Menschen, wie die Pariser Polizei auf Twitter mitteilte. Beamte nahmen in der Nacht zum Sonntag zehn Personen fest und sprachen mindestens 59 gebührenpflichtige Verwarnungen aus.

21.2.2021, 13:31 Uhr – Studie: Biontech-Impfstoff könnte auch vor Infektionen schützen

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer könnte einer unveröffentlichten Publikation zufolge auch vor einer Infektion mit dem Erreger schützen. Bisher gab es nur Erkenntnisse, inwiefern das Mittel vor Erkrankungen schützt. Der Wirkstoff sei "hocheffektiv" bei der Verhinderung von Infektionen mit Sars-CoV-2, heißt es nun in einem Manuskript zu einer Studie der beiden Hersteller zusammen mit dem israelischen Gesundheitsministerium. Allerdings schreiben die Studienautoren auch, dass ihre Herangehensweise dazu führen könnte, dass der Effekt der Impfung auf Infektionen überschätzt wird.

Die Studienergebnisse sind schwierig zu beurteilen. Das Manuskript wurde israelischen Journalisten des Internetportals "ynet" zugespielt und ist nicht offiziell veröffentlicht - weder auf einem Preprint-Server noch in einem von Fachexperten begutachteten Fachjournal. Es liegt der Nachrichtenagentur dpa vor. Biontech wollte das Dokument auf Anfrage nicht kommentieren. Auch das Gesundheitsministerium äußerte sich nicht dazu.

21.2.2021, 9:59 Uhr – Studie: Pandemie kostete 20,6 Millionen Lebensjahre

Einem internationalen Forscher-Team zufolge sind durch die Corona-Pandemie bisher geschätzt 20,6 Millionen Lebensjahre verloren gegangen. Dafür wurden 1,2 Millionen Todesfälle aus 81 Ländern ausgewertet, um zu ermitteln, wie alt die Menschen waren, die an Covid-19 gestorben sind, wie das Max-Planck-Institut für demografische Forschung mitteilte. Es wurde untersucht, wie stark ihre Leben im Vergleich zur durchschnittlichen Lebenserwartung verkürzt wurden. Menschen unter 75 verlieren demnach am meisten Lebenszeit, wenn sie sterben. „Menschen in der Mitte ihres Lebens und im frühen Rentenalter tragen im weltweiten Vergleich den größten Anteil an den insgesamt verlorenen Lebensjahren“, sagt Mikko Myrskylä, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock.

21.2.2021, 6:59 Uhr – Zahl der Neuinfektionen nimmt weiter zu

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland steigt weiter an. Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 7.676 neue Fälle innerhalb eines Tages gemeldet. Das sind rund 1.500 mehr als vor einer Woche. Außerdem wurden 145 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg von knapp 58 gestern auf aktuell 60,2. Bund und Länder streben für Öffnungen etwa des Einzelhandels einen Wert unter 35 an.

21.2.2021, 4:45 Uhr – Daten aus Israel: Biontech-Impfstoff hochwirksam

Der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und dessen US-Partner Pfizer ist laut neuen Daten aus Israel hochwirksam. Durch die beiden Dosen seien bei den Geimpften nach zwei Wochen fast 96 Prozent weniger Infektionen festgestellt worden als bei nicht geimpften Menschen. Das teilte das Gesundheitsministerium des Landes mit. Der Impfstoff schütze auch zu mehr als 99 Prozent vor einer schweren Erkrankung. In Israel ist inzwischen fast die Hälfte der gut neun Millionen Einwohner gegen Corona geimpft.

21.2.2021, 3:30 Uhr – Corona-Impfung auch beim Zahnarzt möglich?

Spitzenpolitiker diskutieren darüber, wie die Corona-Impfkampagne beschleunigt werden könnte. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hält dabei auch Corona-Impfungen durch Zahnärzte für denkbar. Es sollten alle Ressourcen genutzt werden, um die Menschen schnell zu impfen, sagte Brinkhaus der Welt am Sonntag. Er sei für eine Prüfung, ob bei einer flächendeckenden Impfung neben den Zahnärzten später auch Betriebsärzte Spritzen setzen könnten, so Brinkhaus. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach forderte in der Bild am Sonntag, den Astrazeneca-Impfstoff sofort für alle drei Prioritätsgruppen freizugeben. Es sei absurd und unerträglich, dass Impfstoff liegen bleibe, weil sich nicht genug Menschen anmelden oder nicht zum Termin erscheinen.

21.2.2021, 2:10 Uhr – Grüne strikt gegen weitere Lockerungen

Die Grünen sind strikt dagegen, die Corona-Maßnahmen zu lockern. Angesichts der aktuellen Entwicklung dürften jetzt keine neuen Bereiche geöffnet werden, sagte Parteichefin Annalena Baerbock dem Deutschlandfunk. Die dritte Welle drohe. Die vergangenen Tage zeigten, dass sich die Zahlen der Infektionen mit den Virus-Mutationen deutlich nach oben bewegten, so Baerbock. Weil die Folgen der Pandemie für die Kinder dramatisch seien, könne lediglich bei den Schulen und Kitas gelockert werden.

20.2.2021, 21:45 Uhr – Infektionszahlen in Frankreich steigen wieder

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Frankreich steigt wieder. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums lagen die registrierten Neuinfektionen zum dritten Mal in Folge über dem Wert der Vorwoche. Demnach wurden zuletzt 22.371 neue Fälle gemeldet. Vor einer Woche waren 21.231 Neuansteckungen registriert worden.

Zuvor hatte bereits Gesundheitsminister Olivier Veran gesagt, dass die Daten der vergangenen Tage nicht gut seien. Die französische Regierung werde daher über eine mögliche Verschärfung der Ausgangssperre entscheiden. Auch regionale Lockdowns würden diskutiert für Gebiete, in denen sich das Virus am schnellsten ausbreiten würde.

20.2.2021, 17:01 Uhr – Demos gegen Corona-Auflagen in mehreren Städten

Mehrere Hundert Menschen haben in verschiedenen deutschen Städten gegen die Corona-Auflagen demonstriert. In Berlin beteiligten sich nach Angaben der Polizei rund 580 Menschen an einem sogenannten "Schweigemarsch". Angemeldet waren 1.000 Teilnehmer. Am Rande der Strecke protestierten Anwohner und Gegendemonstranten. In Hamburg und Dresden bildeten die Kritiker der Corona-Auflagen Autokorsos. In Zweibrücken fuhren laut Polizei etwa 100 Fahrzeuge in einem Autokorso durch die Innenstadt.

20.2.2021, 15:40 Uhr – Lucha will Lehrkräfte und Erzieher in BW bei Impfung vorziehen

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) will Lehrkräfte und Erzieher bei der Corona-Impfung vorziehen. Sie würden in die zweite Priorisierungsstufe eingeordnet, teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart mit. Eine entsprechende Grundsatzentscheidung soll am Montag fallen. Ab sofort stehe außerdem der Impfstoff von AstraZeneca bereit. Das Land erwarte bis Mitte März rund 450.000 Dosen.

Baden-Württemberg

Corona-Impfstrategie des Landes Impftermine für Lehrkräfte und Erzieher: Nicht allen wurde sofort geholfen

Ab Montag sollten Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte in Baden-Württemberg Corona-Impftermine buchen können. Das klappte nicht überall - nun erklärt sich das Gesundheitsministerium.  mehr...

20.2.2021, 14:37 Uhr – Vorschlag: Drei-Stufen-Plan für Großveranstaltungen

Mit einem Drei-Stufen-Plan sollen nach einem Vorschlag aus Wissenschaft, Sport und Kultur wieder Zuschauer bei Großveranstaltungen möglich werden. Das Papier, das am Montag vorgestellt werden soll, liegt der Nachrichtenagentur dpa vor. Der Ansatz ermögliche es, "Breitenveranstaltungen mit vertretbarem Aufwand und Spitzenveranstaltungen unter relevanten Zusatzinvestitionen wieder zu den Zuschauern und Gästen zu transportieren", heißt es darin.

Das Papier wird von 20 Wissenschaftlern sowie zahlreichen Verbänden und Veranstaltern getragen, darunter Deutscher Fußball-Bund (DFB) und Deutscher Bühnenverein. Der Leitfaden sieht zunächst ein "Basiskonzept" vor. So soll etwa bei geschlossenen Räumen für jeden Veranstaltungsort ein Hygiene-, Lüftungs- und Infektionsschutzkonzept erforderlich sein. Zudem wären personalisierte Tickets und medizinische Masken Pflicht. Für den Außenbereich wird unter anderem eine Maskenpflicht vorgeschlagen, die bis zu den Plätzen gilt.

20.2.2021, 11:42 Uhr – Merkel sieht Schub für Digitalisierung

Die Corona-Pandemie wird nach Meinung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen nachhaltigen Schub für die Digitalisierung bringen. "Unser Leben ist digitaler geworden", sagte sie in ihrem wöchentlichen Video-Podcast am Samstag. Kinder und Jugendliche würden digital unterrichtet, Studierende lernten in virtuellen Hörsälen und Berufstätige hätten Video-Konferenzen. "Das alles ist aus der Krise dieser Pandemie geboren, aber wir können es auch als Rückenwind sehen." Die Bundesregierung wolle das Lernen mit digitalen Angeboten verbessern, betonte die Kanzlerin. Es gebe zwar schon gute digitale Bildungsangebote, aber mit einer nationalen Bildungsplattform wolle man den Zugang dazu erleichtern.

20.2.2021, 11:23 Uhr – Lauterbach: Dritte Welle beginnt

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder gestiegen. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht darin eine negative Trendwende und den Beginn einer dritten Welle. Im SWR sagte Lauterbach, die zurzeit geltenden Einschränkungen und Regeln könnten zwar die alte Variante verdrängen. Die neuen Mutationen aber breiteten sich aber weiter aus. Dadurch würden auch die Fallzahlen weiter steigen.

20.2.2021, 9:23 Uhr – Biontech-Chef weist Berichte über Preisforderungen zurück

Der Gründer des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech, Ugur Sahin, hat Berichte über überzogene Preisforderungen für den gemeinsam mit dem US-Hersteller Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff zurückgewiesen. Im Juli sei für alle Industriestaaten mit entsprechend großen Bestellmengen ein Preismodell berechnet worden, sagte Sahin der Bild-Zeitung. „Die Preise lagen je nach Bestellmenge zwischen 30 und 15 Euro“, fügte er hinzu. „Am 22. Juli haben wir den USA-Vertrag auf Basis der neuen Parameter unterschrieben, aus dem die 19,50 Dollar ersichtlich waren. Dieses Preismodell haben dann alle Industriestaaten erhalten.“

NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung hatten berichtet, dass Pfizer und Biontech im Juni für den von ihnen entwickelten Corona-Impfstoff von der EU 54,08 Euro pro Dosis verlangt hatten. Erst im November einigten sich beide Seiten den Recherchen zufolge auf 15,50 Euro pro Dosis.

20.2.2021, 8:50 Uhr – Russland lässt dritten heimischen Impfstoff zu

Russland hat einen dritten heimischen Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen. Die ersten 120.000 Dosen des Vakzins mit dem Namen Covivac sollen im März bereitgestellt werden, wie Ministerpräsident Michail Mischustin sagte. Groß angelegte klinische Studien gibt es bisher allerdings nicht. Ähnlich war Russland mit seinem ersten Corona-Impfstoff Sputnik V im vergangenen Jahr vorgegangen und hatte damit international Kritik hervorgerufen. Einen zweiten Impfstoff hat das Land unter der Bezeichnung EpiVacCorona zugelassen. Im ersten Halbjahr will Russland nach Regierungsangaben 88 Millionen Dosen Corona-Vakzine produzieren, davon 30,5 Millionen Dosen bis Ende März.

20.2.2021, 7:31 Uhr – 17 Millionen Euro zusätzlich zur Kontaktnachverfolgung

In Baden-Württemberg sollen die Stadt- und Landkreise zusätzlich rund 17 Millionen Euro für die Nachverfolgung von Corona-Kontakten bekommen. Mit dem Geld sollen weitere, externe Kräfte eingesetzt werden. Das geht aus einer Kabinettsvorlage von Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) für die Sitzung des Ministerrats kommende Woche hervor. Hintergrund ist unter anderem die Sorge vor der Ausbreitung der ansteckenderen Coronavirus-Mutationen. Laut Vorlage wird deshalb mit mehr Arbeit bei der Kontaktverfolgung gerechnet. Schon jetzt sind in den regionalen Gesundheitsämtern Aushilfskräfte im Einsatz. Dafür stehen bis Ende April acht Millionen Euro bereit.

20.2.2021, 7:04 Uhr – Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht an

In Deutschland ist die Sieben-Tage-Inzidenz leicht gestiegen, auf aktuell 57,8. Gestern lag sie bei 56,8. Das hat das Robert-Koch-Institut mitgeteilt. Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000-Einwohner im Zeitraum von einer Woche registriert wurden. Ebenfalls gestiegen ist die Reproduktionszahl. Sie lag wochenlang unter eins, jetzt liegt sie leicht darüber. Rein rechnerisch stecken damit 100 Infizierte 101 weitere Menschen an. Dies könnte bedeuten, dass sich die ansteckenderen Virus-Mutationen trotz des Lockdowns schneller ausbreiten. Zudem meldeten die Gesundheitsämter innerhalb von einem Tag 9.164 Neuinfektionen und 490 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

20.2.2021, 4:25 Uhr – Lindner fordert regionale Öffnungen

FDP-Chef Christian Lindner will, dass Geschäfte, Restaurants und Fitness-Studios in Regionen mit niedriger Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen sofort öffnen dürfen. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte er, es gebe viele Regionen mit einer Inzidenz unter 35. Dort seien solche Öffnungen möglich. Das werde zwar nie frei von Risiken sein, räumte Lindner ein. Aber das sei kein Grund, das Land dauerhaft im Lockdown zu halten. Wenn Friseure mit Hygienekonzept öffnen dürften, dann sollte das für andere Betriebe, Handel, Kultur und Gastronomie auch gelten, erklärte Lindner.

20.2.2021, 2:10 Uhr – Dänemark schließt einige Grenzübergänge zu Deutschland

Dänemark hat mehrere kleine Grenzübergänge nach Deutschland geschlossen. Hintergrund ist die Corona-Lage in Flensburg. Dort werden nach Angaben der Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) inzwischen fast nur noch Infektionen mit der britischen Variante B 1.1.7 festgestellt, die als besonders ansteckend gilt. Insgesamt sollen nach Angaben des dänischen Justizministeriums 13 Übergänge geschlossen bleiben. An den anderen werde wesentlich intensiver kontrolliert. In Flensburg gelten ab heute strengere Regeln: Private Treffen sind verboten. Ab 21 Uhr gilt eine nächtliche Ausgangssperre.

19.2.2021, 21:16 Uhr – Spanien ab Sonntag kein Hochrisikogebiet mehr

Spanien gilt aus Sicht der Bundesregierung ab Sonntag nicht mehr als Hochrisikogebiet. Grund sind sinkende Zahlen von Corona-Neuinfektionen. Wie das Robert Koch-Institut mitteilte, ist Spanien dann nur noch „normales“ Risikogebiet. Das bedeutet, dass bei der Einreise aus Spanien kein negativer Test mehr vorgezeigt werden muss. Man muss sich allerdings 48 Stunden nach der Einreise testen lassen. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt. In Spanien lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt bei 111. Sie ist damit fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

19.2.2021, 20:50 Uhr – Erzieher und Lehrer sollen früher geimpft werden

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass Erzieher und Grundschullehrkräfte früher als vorgesehen geimpft werden dürfen. Das bestätigte Sachsens Sozialministerin Petra Köpping der Tagesschau. Kommende Woche solle demnach die Impfverordnung verändert werden, „so dass wir dann zügig auch den Grundschullehrern und Erziehern ein Impfangebot mit AstraZeneca machen können.“

19.2.2021, 20:15 Uhr – Macron: Westen sollte Afrika Impfdosen bereitstellen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die westlichen Industrienationen zur Unterstützung der Corona-Impfkampagnen in Afrika aufgerufen. Die EU und die USA sollten den afrikanischen Ländern schnellstmöglich 13 Millionen Impfdosen bereitstellen, sagte Macron bei der virtuellen Münchner Sicherheitskonferenz.

Auf dem Kontinent gebe es 6,5 Millionen Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Es seien 13 Millionen Impfdosen nötig, um sie zu schützen und die Gesundheitssysteme der Länder in der Corona-Krise zu stützen.

19.2.2021, 19:30 Uhr – Ordnungsdezernent in Trier tritt wegen Corona-Impfung zurück

Der Trierer Ordnungsdezernent Thomas Schmitt tritt wegen seiner Erstimpfung gegen Corona, zu der er nicht berechtigt war, zurück. Auf der Homepage der Stadt räumte Schmitt seinen Fehler ein. „Die Verantwortung für diese Fehlentscheidung liegt allein bei mir“, schrieb er. Es habe kein „systemisches Verschulden des Impfzentrums oder der Stadtverwaltung“ gegeben.

19.2.2021, 17:05 Uhr – Deutschland verspricht weitere 1,5 Milliarden Euro im Kampf gegen Corona

Deutschland gibt zusätzliche 1,5 Milliarden Euro für den weltweiten Kampf gegen Covid-19. Eine entsprechende Zusage machte die Bundesregierung beim digitalen Gipfel der G7-Gruppe, wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in Berlin mitteilte. Er sprach von einer „gewaltigen Summe“, mit der unter anderem die internationale Covax-Initiative unterstützt werden solle.

19.2.2021, 16:40 Uhr – Ausbruch in Eiscremefabrik in Niedersachsen: 1.000 Menschen in Quarantäne

Als Folge des Corona-Massenausbruchs in einer Eiscremefabrik in Niedersachsen ist für rund 1.000 Menschen Quarantäne angeordnet worden. Das betreffe Mitarbeiter der Fabrik in Osnabrück als auch deren Familienangehörige, sagte ein Stadtsprecher. Am Mittwoch wurden nochmals die zuvor negativ getesteten Mitarbeiter des Unternehmens auf Corona getestet. Diejenigen, die diesen Aufruf nicht mitbekommen hätten, seien nun aufgefordert, sich zu melden. Insgesamt sollen von 462 zunächst negativ getesteten Personen neue Abstriche genommen werden. Bislang sei in insgesamt drei Fällen die britische Mutation B.1.1.7 festgestellt worden. In der Eisfabrik wurde bei bislang 210 Mitarbeitern eine Corona-Infektion festgestellt. Der Betrieb wurde am vergangenen Wochenende eingestellt, die Produktion ruht mindestens bis zum 26. Februar.

19.2.2021, 16:18 Uhr – Biontech-Wirkstoff kann auch bei höheren Temperaturen gelagert werden

Der Biontech/Pfizer-Impfstoff kann wohl bei deutlich höheren Temperaturen gelagert werden als bisher bekannt. Wie die beiden Unternehmen mitteilten, wurden entsprechende Daten an die US-Medikamentenaufsicht FDA übermittelt. Der Wirkstoff sei auch bei einer Lagerung bei -25°C bis -15°C stabil. Diese Temperaturen könnten auch von gängigen pharmazeutischen Gefrier- und Kühlschränken aufrechterhalten werden. Bisher ist vorgeschrieben, dass der Impfstoff bei niedrigen Temperaturen zwischen -80°C und -60°C gelagert werden muss.

SWR Aktuell, Logo (Foto: SWR, SWR)

Biontech-Lagerung nun enfacher

Dauer

19.2.2021, 15:54 Uhr – Urteil: Versicherung muss Wirt Corona-Ausfall erstatten

Ein Düsseldorfer Wirt hat laut einem Urteil Anspruch auf die Erstattung eines coronabedingten Umsatzausfalls in Höhe von mehreren 100.000 Euro von seiner Versicherung. Der Betreiber mehrerer Düsseldorfer Bars und Clubs hatte Jahre vor der Corona-Pandemie eine Betriebsschließungsversicherung abgeschlossen und geklagt, weil die Versicherung sich weigerte, seine Lockdown-Kosten in Höhe von 764.000 Euro zu erstatten.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann vor dem Oberlandesgericht angefochten werden. Das Argument der Versicherung, mit dem andere Versicherer zuvor Erfolg hatten: Die Versicherung decke nur Folgen aus Krankheiten ab, die im Infektionsschutzgesetz genannt wurden. Covid-19 habe es bei Vertragsschluss aber nicht gegeben und gehöre daher nicht zu den versicherten Krankheiten. Der Gastronom hatte dagegen argumentiert, seine Versicherungspolice enthalte eine Öffnungsklausel für neue Krankheiten. Und da sei Covid-19 schon im Januar 2020 aufgenommen worden. Sein Anspruch sei erst danach entstanden und von ihm geltend gemacht worden.

19.2.2021, 13:54 Uhr – BW: Kultusministerium passt Bedingungen für Abschlussprüfungen an

Weil die Corona-Pandemie den Lehrbetrieb an den Schulen im Land stark beeinträchtig, hat das Kultusministerium die Bedingungen für Abschlussprüfungen angepasst. Schüler sollen mehr Zeit und Auswahl bei der Prüfung bekommen und sich länger darauf vorbereiten dürfen, wie eine Sprecherin des Ministeriums mitteilte. „Wir nutzen alle Möglichkeiten für faire Prüfungsbedingungen und erweitern im Interesse der angehenden Absolventinnen und Absolventen alle möglichen Spielräume“, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) laut einer Sprecherin zu den Änderungen.

Das Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg wurde beauftragt, die bereits erstellten Prüfungsaufgaben angesichts der „pandemiebedingten Sondersituation“ kritisch auf Umfang und Schwierigkeit zu prüfen, hieß es. Durch eine Verschiebung der Prüfungstermine sollen Schülerinnen und Schüler zusätzlich je nach Schulart zwei bis drei Wochen mehr Zeit zur Vorbereitung bekommen.

Baden-Württemberg

Nach dem Corona-Schuljahr Abschlussprüfungen an den Schulen werden erleichtert

Das baden-württembergische Kultusministerium hat Sonderregeln für die Abschlussprüfungen an Schulen veröffentlicht. Die Spielräume für Erleichterungen sind unterschiedlich groß.  mehr...

19.2.2021, 13:42 Uhr – Merkel verteidigt vorsichtigen Kurs

Trotz der vielerorts sinkenden Infektionszahlen setzt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) weiter auf einen vorsichtigen Kurs bei weiteren Lockerungen von Corona-Auflagen. Nur bei niedrigen Inzidenzen seien mehr Öffnungen zu vertreten, sagte sie nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa in einer nicht öffentlichen Videoschalte mit rund 100 bayerischen Kommunalpolitikern.

Bei Lockerungen habe für sie Schule weiterhin Priorität, sagte Merkel den Angaben aus Teilnehmerkreisen zufolge. Danach könnten dann weitere Öffnungen in den Bereichen Einzelhandel, Veranstaltungen, Kultur und Sport klug kombiniert werden.

19.2.2021, 13:38 Uhr – Tübingens Oberbürgermeister Palmer will Öffnungsschritte

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat dem Magazin Focus gesagt: „Ich hätte mir gewünscht, dass es weitere Öffnungsschritte gibt, insbesondere im Bildungsbereich und für die Innenstädte.“ Er finde manches „nicht wirklich logisch, wie die Absenkung des Inzidenzwertes auf 35“, das ist schwer verständlich. Weiter kritisiert er: „Und warum jetzt Friseure plötzlich zur Lebenserhaltungsmaßnahme erkoren werden, ist für mich auch nicht ganz klar.“

Palmer hatte schon Anfang Februar die Lockdown-Verlängerung kritisiert:

Boris Palmer (Grüne), Oberbürgermeister von Tübingen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Tom Weller)

Palmers Kritik an der Lockdown-Verlängerung

Dauer

19.2.2021, 12:34 Uhr – Spahn: „Das Virus gibt nicht einfach auf“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angesichts der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen erneut zu Vorsicht gemahnt. „Das Virus gibt nicht einfach auf“, so Spahn. Neben besorgniserregenden Mutationen gebe es beim Sinken der Neuinfektionen gerade „eine Seitwärtsbewegung“. Das Bedürfnis nach einem Ende des Lockdowns sei greifbar. Bei Öffnungen gelte es aber, behutsam und vorsichtig vorzugehen, um das Erreichte nicht zu gefährden. Spahn wies zugleich darauf hin, dass Impfungen weiter stark Fahrt aufnehmen sollen. Zudem sollen Schnelltests und dann auch Laien-Selbsttests ab März breit eingesetzt werden können.

19.2.2021, 10:03 Uhr – Covid-19-Symptome-Register für Kinder

Kinder- und Jugendärzte in Deutschland haben ein Register für Covid-19-Symptome bei Kindern aufgebaut. Es soll besondere Folge-Erscheinungen der Krankheit erfassen, berichtet die Rheinische Post. So können sich bei Kindern Gefäße wie zum Beispiel die Zehen entzünden, erklärt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch. Außerdem kommt es bei wenigen Kindern vermehrt zu Thrombosen, also Blutgerinseln. Laut Dötsch sammeln die Ärzte seit einem Jahr solche Fallberichte, um neu-infizierte Kinder besser behandeln zu können. Dötsch fordert außerdem möglichst schnell auch ein Impfangebot für Kinder.

19.2.2021, 7:54 Uhr – Bundesregierung beruft „Impfstoff-Sonderbeauftragten“

Die Bundesregierung beruft einen Impfstoff-Sonderbeauftragten. Er soll Ansprechpartner der Hersteller sein und ihnen helfen, ihre Produktion zu steigern. Damit reagiert die Bundesregierung offenbar auf die schleppende Impfstoffkampagne. Engpässe bei wichtigen Zutaten haben in den letzten Wochen immer wieder für Verzögerungen bei der Produktion der Impfstoffe geführt. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) ist deswegen schon länger unzufrieden mit der Versorgung und hat nun den Sonderbeauftragten vorgeschlagen.

Baden-Baden

Impfzentren, Nebenwirkungen und Impfstoff Fragen rund um die Corona-Impfung

Beim Thema Impfungen gibt es sehr viel Unsicherheit und viele Fragen. Eckart von Hirschhausen ist Arzt und Wissenschaftsjournalist und will sie in der Dokumentation Hirschhausen als Impfproband klären.  mehr...

19.2.2021, 6:28 Uhr – Rund 9.100 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut binnen eines Tages rund 9.100 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Durch oder im Zusammenhang mit dem Virus starben 508 weitere Menschen. Nach Angaben des Institutes liegt die so genannte Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit bei 56,8 und damit etwas niedriger als gestern. Bund und Länder streben zunächst eine Inzidenz von 50 an, Öffnungen etwa des Einzelhandels werden aber erst in Aussicht gestellt, wenn der Wert 35 erreicht wird.

19.2.2021, 5:39 Uhr – Studie: Massiver Rückgang der Corona-Fälle in London durch Lockdown

Eine großangelegte Studie in Großbritannien geht von einem Rückgang der Corona-Infektionen durch Lockdown-Maßnahmen in London im vergangenen Monat um 80 Prozent aus. Das Imperial College London testete für die Studie landesweit 85.000 Menschen zwischen dem 4. und 13. Februar auf das Coronavirus. Dabei stellte sich den Angaben nach heraus, dass durchschnittlich etwa einer von 200 Menschen infiziert war - ein Rückgang um zwei Drittel im Vergleich zum Vormonat.

Am deutlichsten fiel der Rückgang in der Hauptstadt aus. Im Januar kam offiziellen Daten zufolge auf 30 Menschen ein Corona-Fall, zuletzt sei es nur noch ein Corona-Fall je 185 Menschen gewesen. Gesundheitsminister Matt Hancock nannte den Rückgang ermutigend, rief aber dazu auf, wachsam zu bleiben.

19.2.2021, 3:22 Uhr – Paul-Ehrlich-Institut bewertet Astrazeneca Impfstoff als „hochwirksam“

Das Paul-Ehrlich-Institut für Arzneimittel bewertet den Corona-Impfstoff von Astrazeneca weiter als hochwirksam. Das steht in einem Dokument, dass das Institut veröffentlicht hat. In der Mehrzahl der Fälle verhindere der Impfstoff eine Covid-19-Erkrankung oder mildere die Symptome. Reaktionen auf die Impfungen treten demnach relativ häufig auf - aber das sei in der Regel nur eine normale Immunantwort des Körpers und dauere nur kurz. Das Institut ist für die Sicherheit von Impfstoffen zuständig. Der Astrazeneca-Impfstoff war zuletzt unter anderem wegen Berichten über starke Impfreaktionen und geringere Wirksamkeit im Vergleich zu anderen Vakzinen in die Kritik geraten.

19.2.2021, 2:25 Uhr – Steuereinnahmen brechen im Januar ein

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind wegen des Lockdowns im Januar eingebrochen. Im Vergleich zum Januar 2020 sind sie um 11,1 Prozent gesunken. Die Einnahmen lagen bei knapp 47 Milliarden Euro. Das geht aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor. Im Dezember lag das Minus noch bei gut zwei Prozent. Laut Bericht gibt es außerdem eine Spaltung der Wirtschaft: Die Industrie erholt sich demnach weiter, der Dienstleistungssektor leidet dagegen stark unter den Auswirkungen der Corona-Krise. Für die kommenden Wochen sieht der Bericht weiterhin eine „gebremste konjunkturelle Entwicklung“. Für das ganze Jahr rechnen Ökonomen aber mit einer deutlichen Erholung der Wirtschaft.

19.2.2021, 0:57 Uhr – ARD-Deutschlandtrend: Mehrheit befürwortet schrittweise Schulöffnungen

Die schrittweisen Schulöffnungen in einigen Bundesländern stoßen einer Umfrage zufolge bei einer Mehrheit auf Zustimmung. Im Deutschlandtrend des ARD-Morgenmagazins sprachen sich 58 Prozent der Befragten für eine schrittweise Schulöffnung aus. 22 Prozent unterstützen eine vollständige Öffnung. Nur 16 Prozent wäre es lieber, wenn die Schulen weiter ganz geschlossen blieben.

19.2.2021, 0:16 Uhr – Biontech wollte ursprünglich 54 Euro pro Impfdosis

Die langwierigen Diskussionen zwischen der EU und den Phamaunternehmen Biontech/Pfizer gehen möglicherweise auf harte Preisverhandlungen zurück. Nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung forderten die Pharmaunternehmen ursprünglich für eine Impf-Dosis rund 54 Euro. Im Vergleich zu den anderen Impfstoffherstellern sei das ein vielfach höherer Preis gewesen. Erst nach langen Verhandlungen habe man sich im November geeinigt. Der Preis wird offiziell geheim gehalten, den Recherchen zufolge liegt er bei 15,50 Euro pro Dosis. Biontech war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

18.2.2021, 18:25 Uhr – Bei Astrazeneca-Verweigerern: Reihenfolge ändern

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, die Reihenfolge bei Corona-Impfungen zu ändern. Er werde nicht zulassen, dass Zehntausende Impfdosen in den Schränken lagern, wenn sich gleichzeitig Millionen Menschen bundesweit sofort damit immunisieren lassen würden, sagte Müller dem Tagesspiegel. Hintergrund ist offenbar, dass unter anderem in Berlin der Impfstoff von Astrazeneca von vielen Menschen abgelehnt wird.

Wer den Impfstoff aber nicht wolle, habe damit erst einmal seine Chance vertan, so Müller. "Wir werden den Impfstoff dann anderen anbieten". Dazu will er sich schnellstmöglich mit den anderen Bundesländern auf ein Vorgehen verständigen.

18.2.2021, 17:35 Uhr – EU-Staaten vereinbaren Liste mit Schnelltests zur Anerkennung

Die EU-Staaten haben sich im Kampf gegen das Coronavirus auf eine Liste von Antigen-Schnelltests geeinigt, deren Ergebnisse in allen Länder anerkannt werden sollen. Zudem wurde festgelegt, welche Daten künftig in den Testergebnissen enthalten sein sollen, wie die EU-Kommission mitteilte. Schnelltests seien entscheidend, um die Ausbreitung des Coronavirus zu überwachen und zu bremsen, schrieb EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf Twitter. Der Beschluss sieht vor, dass die Ergebnisse von 16 Schnelltests gegenseitig anerkannt werden. Darunter ist beispielsweise ein Test von Siemens Healthineers.

Rapid antigen tests are crucial to monitor and slow down the spread of #COVID19. To ensure clarity and predictability for 🇪🇺 citizens traveling across borders, it is vital that results are mutually recognised. Today’s agreement is a decisive step towards this. https://t.co/sFEtXTYR9L

18.2.2021, 16:45 Uhr – Weil am Rhein: Corona-Demo unter Buure-Fasnacht angemeldet

Für kommenden Sonntag ist auf dem Weiler Rathausplatz in Weil am Rhein eine Demonstration gegen die Coronapolitik mit 80 Teilnehmern angemeldet. Die Organisatoren haben laut SWR-Information bewusst den Sonntag des nun abgesagten „Buurefasnachtsumzugs“ gewählt und wollten zunächst einen Umzug mit Musik veranstalten. Das hat das Landratsamt Lörrach aber verboten.

Gegenüber der Stadt Weil am Rhein haben die Organisatoren der Demonstration erklärt, dass sie die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf die Vereine und insbesondere auf die Jugendarbeit thematisieren wollen. Und dass sie deshalb den „Buurefasnachtssonntag“ als Termin gewählt haben, weil die Weiler Fasnacht auf Vereinsarbeit basiere. Gemeinsam mit Oberzunftmeister Dietmar Fuchs distanziert sich auch der Chef der IG Straßenfasnacht, Uwe Wissler, von der Demonstration. Er sagt: „Wir brauchen niemanden, der für uns, für die Fasnacht, spricht.“

18.2.2021, 14:15 Uhr – Freiburg-Coach Streich gegen „Impfprivilegien“ von Fußballern

Trainer Christian Streich vom SC Freiburg hält nichts von einer bevorzugten Corona-Impfung von Profifußballern. „Impfprivilegien sollte es nicht geben. Es soll selbstverständlich der Reihe nach gehen, in einer gesundheitlich verantwortbaren Reihenfolge“, hat Streich der dpa gesagt. Durch die Fortsetzung des Spielbetriebs sei der Fußball ohnehin privilegiert. „Andere Privilegien wie das Impfen sollten überhaupt nicht sein.“

18.2.2021, 13:15 Uhr – Millionen Tonnen CO2 durch Videokonferenzen einsparbar

Eine vermehrte Nutzung von Videokonferenzen anstelle von Dienstreisen könnte einer Studie zufolge auch nach Ende der Corona-Pandemie bundesweit drei Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr einsparen. Künftig könnte die Gesamtstrecke der Geschäftsreisen deutscher Beschäftigter im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie um rund ein Drittel zurückgehen, wie aus einer Befragung unter 500 Geschäftsreisenden hervorgeht, die am Donnerstag vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) und dem Borderstep Institut vorgestellt wurde.

💻#Videokonferenz und #Homeoffice statt Dienstreise zum Meeting 🚗✈️🚆 Für viele neuer Alltag, fürs #Klima eine klare Entlastung. Das zeigt die Studie des @Borderstep_org, die wir heute gemeinsam vorgestellt haben 👇 https://t.co/bUmoPIsOwg https://t.co/leBOwe2wjl

18.2.2021, 13:05 Uhr – Breuninger bei Mannheim: Gericht hält Betriebsschließung für zumutbar

Das Handelsunternehmen Breuninger muss nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes seine Häuser weiter schließen. Die Einschränkungen zum Infektionsschutz seien weiterhin verhältnismäßig, so haben die Mannheimer Richter im Beschluss argumentiert. Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland sei insgesamt noch als sehr hoch einzuschätzen. Dies rechtfertige es gegenwärtig, weiterhin Betriebsuntersagungen aufrechtzuerhalten.

Das Unternehmen hatte Eingriffe in sein Eigentumsrecht, erhebliche wirtschaftliche Einbußen sowie Probleme beim Zugang zu Bundeshilfen geltend gemacht.

Stuttgart

Filialen bleiben geschlossen Niederlage für Breuninger: Gericht bestätigt Einzelhandel-Schließung im Lockdown

Schlappe für Breuninger: Der Verwaltungsgerichtshof hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass der Eilantrag des Handelsunternehmens abgelehnt wurde. Die Stuttgarter wollten ihre Kaufhäuser wieder öffnen.  mehr...

18.2.2021, 12:35 Uhr – Ärzte rufen Pfleger zum Impfen auf

Die großen Organisationen der Ärzteschaft haben die Pflegerinnen und Pfleger eindringlich aufgerufen, sich impfen zu lassen: „Wer nicht geimpft ist, hat ein deutlich höheres Risiko, an Covid-19 zu erkranken.“ Alle zugelassenen Impfstoffe, auch der von Astrazeneca, helfe, schwere Krankheitsverläufe und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden.

Inzwischen wurden laut Robert Koch-Institut (RKI) knapp 107.000 Astrazeneca-Dosen in Deutschland verimpft. Den Impfstoff erhalten sollen zunächst vor allem Pflegekräfte in Heimen und Personal in Intensivstationen, Notaufnahmen sowie Rettungsdiensten. Sie gehören zur ersten von drei vorrangig zu impfenden Gruppen. Ungefähr zum Ende des ersten Quartals soll diese Gruppe geimpft sein.

Ärztlicher Pandemierat: Experten fordern mehr Fachpersonal zum Schutz vulnerabler Gruppen https://t.co/8Vj1enWG8S via @baek.de

18.2.2021, 12:05 Uhr – Kretschmann regt sich auf: „Höre immer nur öffnen, öffnen, öffnen“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat dünnhäutig auf Forderungen aus der Wirtschaft nach Öffnungsperspektiven reagiert. „Ich hör natürlich immer öffnen, öffnen, öffnen“, sagte er bei einer Diskussion mit dem baden-württembergischen Landesverband des Wirtschaftsrats der CDU am Donnerstag.

„Ich hör immer nur öffnen. Ich möchte mal einen erleben, der mal sagt, jetzt machen Sie mal ein bisschen was schärfer. Das hör ich nie!“ Er müsse spiegeln, was eine Öffnung für Konsequenzen für die Pandemie habe. „Wir schließen die Geschäfte nicht, weil wir jetzt autoritäre Gelüste haben.“ Eine dritte Welle, die noch schlimmer sei als die zweite, könne nicht im Interesse der Wirtschaft sein. „Dann machen wir einen richtigen Lockdown - den gab es bisher ja gar nicht.“

18.2.2021, 11:03 Uhr – Lauterbach: Flensburg zeigt Gefahr der Mutanten-Ausbreitung

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert angesichts der Ausbreitung von Virus-Mutanten in Flensburg einen „strikten Lockdown“. Die schleswig-holsteinische Stadt zeige, was drohe, wenn sich die Mutante B117 ausbreite, twittert er.

Laut Robert-Koch-Institut liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt bei 185. Schleswig-Holsteins Landesregierung hat für Flensburg und den Kreis Schleswig-Flensburg deshalb eine nächtliche Ausgangssperre und eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen beschlossen.

Lauterbach hält einen strikteren Kurs für ganz Deutschland für nötig, um die Ausbreitung der Mutationen zu unterbinden: „Verhindern kann das nur strikter Lockdown bis wir klar unter Zielinzidenz von 35 liegen.“

18.2.2021, 9:45 Uhr – Immunmediziner schlagen Kombination von zwei Impfstoffen vor

Wegen der Skepsis mancher Menschen gegenüber dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca schlagen Immunmediziner vor, für dieses Vakzin eine Nachimpfung mit einem anderen Wirkstoff zu garantieren. „Man kann die Immunität, die man mit dem Astrazeneca Impfstoff ausgelöst hat, ohne Probleme mit einem mRNA-Impfstoff später noch einmal verstärken“, sagte der Generalsekretär der Deutsche Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl der Augsburger Allgemeinen.

„Es wäre ein Leichtes für die Bundesregierung eine neuerliche Impfung mit einem mRNA-Impfstoff zu garantieren, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, dass die Menschen dadurch besser geschützt wären“, führte der Dortmunder Medizinprofessor aus.

18.2.2021, 8:10 Uhr – RKI meldet wieder über 10.000 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut binnen 24 Stunden 10.207 Neuinfektionen gemeldet – 30 weniger, als vor einer Woche. Gestern waren 7.556 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um 534 auf 66.698. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 57,1.

RKI meldet mehr als 10.200 Corona-Neuinfektionen https://t.co/mV1MrkWIQw #RKI #Coronavirus #SiebenTageInzidenz

18.2.2021, 7:31 Uhr – 71.500 Neuinfektionen und 2.340 weitere Tote in USA

In den USA melden die Gesundheitsbehörden über 71.500 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurden damit seit Ausbruch der Pandemie mehr als 27,9 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um mindestens 2.340 auf rund 490.800. Die USA weisen weltweit die mit Abstand höchsten Infektions- und Todeszahlen auf.

18.2.2021, 4:27 Uhr – Kommunen und Ärzte dämpfen Erwartungen an Schnelltests

Kommunen und Ärzte warnen bei den von der Bundesregierung angekündigten Gratis-Schnelltests für alle vor zu großen Hoffnungen. Der Hauptgeschäftsführer des Städte und Gemeindebundes, Gerd Landsberg sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, man solle nicht glauben, dass ab dem 1. März überall viele solcher Schnelltests zur Verfügung stünden. Wenn die Schnelltests noch nicht in ausreichender Zahl vorhanden seien, sei ein Einsatz zunächst in Kitas und Schulen sinnvoll. Der Impfstart habe gezeigt, die Verteilung für viele Millionen Menschen gleichzeitig sei eine Mammutaufgabe. Der Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes forderte klare Regeln. Man müsse etwa klären, wie sich jene zu verhalten hätten, die bei sich ein positives Ergebnis feststellten.

Deutschland

FAQ zu Corona-Tests Wo kann ich kostenlose Corona-Schnelltests machen?

Vor Ostern noch schnell einen Corona-Test machen? Wie geht das und wo kann ich das machen? In unserem FAQ beantworten wir die häufigsten Fragen.  mehr...

18.2.2021, 2:12 Uhr – Kretschmer bekräftigt: Kein Osterurlaub dieses Jahr

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bleibt bei seiner Aussage, dass man zu Ostern nicht reisen solle. Das hat er in der ARD bekräftigt: „Das Virus hat sich nicht verändert. Im Gegenteil: Wir sehen diese Mutation, die wesentlich ansteckender ist. Wir müssen aufpassen, dass wir das, was wir bitter und teuer, auch psychisch schwierig erreicht haben, nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.“ Mit Blick auf Ostern stelle sich die Frage, ob das ganze Land in Bewegung sein müsse oder nicht. Das werde eine große Auswirkung für den Rest des Jahres haben, sagte Kretschmer. Vielmehr müsse man die Pandemie jetzt „austreten“.

17.2.2021, 22:00 Uhr – Guterres fordert gerechte Verteilung von Impfstoffen

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat noch einmal eine weltweit gerechte Verteilung von Corona-Impfstoffen angemahnt. Er forderte die G20-Staaten - also die großen Industrie- und Schwellenländer auf, eine Taskforce einzurichten, die einen globalen Impf-Plan erarbeiten soll. Guterres betonte, das liege im eigenen Interesse der Industrienationen: Wenn das Virus sich ungehindert in armen Ländern ausbreite, könne es immer weiter mutieren, ansteckender und tödlicher werden - und letztendlich die Wirksamkeit der jetzt vorhandenen Impfstoffe beeinträchtigen.

17.2.2021, 20:36 Uhr – Kretschmann zu Öffnung des Einzelhandels

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält eine Wiedereröffnung des Handels in absehbarer Zeit für möglich. Den großen Stuttgarter Zeitungen sagte er, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz mehrere Tage stabil unter 35 liege, könnte es weitere Öffnungsschritte geben.

Als Erstes solle der Einzelhandel berücksichtigt werden - mit klaren Hygienekonzepten und Abstandsregeln. In Baden-Württemberg sind 17 Städte und Kreise unter der Marke von 35, zum Beispiel der Bodenseekreis sowie die Städte Stuttgart, Freiburg und Heidelberg.

17.2.2021, 19:46 Uhr – Ausgangssperre in Flensburg ab Samstag

Wegen des starken Corona-Infektionsgeschehens gelten für Flensburgs Einwohner von Samstag an eine Woche lang Ausgangsbeschränkungen. Sie betreffen den Zeitraum von 21 bis 5 Uhr, wie Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) in Kiel ankündigte.

Außerdem dürften Angehörige eines Hausstandes dann keine anderen Menschen mehr treffen, weder draußen noch drinnen.

Zuletzt wurde in der Stadt Flensburg häufig die zuerst in Großbritannien aufgetretene Corona-Variante B.1.1.7 nachgewiesen, die als besonders ansteckend gilt. Die Sieben-Tages-Inzidenz in der Stadt liegt bei 181,9 und damit weit über dem Landesschnitt.

17.2.2021, 17:39 Uhr – Laschet zu Öffnungsstrategie: "Bürger erwarten eine Perspektive"

CDU-Chef Armin Laschet (CDU) dringt angesichts sinkender Inzidenzwerte auf eine Öffnungsstrategie. Die Bürger „erwarten eine Perspektive, wie es danach weitergeht“, sagte Laschet bei einem virtuellen Auftritt bei der CDU Rheinland-Pfalz. Wenn die Infektionszahlen weiter abnähmen, müsse man den Bürgern sagen, wie man „wirtschaftliches, kulturelles, soziales Leben möglich machen“ könne.

17.2.2021, 16:00 Uhr – Die Schweiz plant ab dem 1. März erste Lockerungen

Läden, Museen und Lesesäle von Bibliotheken sollen wieder öffnen können ebenso die Außenbereiche von Zoos, botanischen Gärten sowie Sport- und Freizeitanlagen, teilte die Schweizer Regierung mit. Im Freien sollen private Veranstaltungen mit bis zu 15 Personen wieder erlaubt sein. Die Regierung werde in einer Woche definitiv über den ersten Öffnungsschritt entscheiden. Bei günstiger Entwicklung und höherer Durchimpfungsrate würden im Abstand von jeweils einem Monat weitere Aktivitäten zugelassen.

17.2.2021, 15:00 Uhr - WHO: Weltweit weniger neue Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Infektionen geht weltweit zurück. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat innerhalb einer Woche einen Rückgang um 16 Prozent verzeichnet. Auch die Zahl der pro Woche gemeldeten Todesfälle mit Corona ist gesunken. Die WHO geht davon aus, dass die Entwicklung ein Ergebnis der strengen Regeln ist, die in vielen Ländern gelten. Dennoch sei jetzt nicht der Zeitpunkt um Maßnahmen zu lockern.

17.2.2021, 14:08 Uhr – Landkreis Böblingen: mit Gratis-Corona-Schnelltests aus der Krise

Im Landkreis Böblingen bei Stuttgart können sich Menschen zwei Mal die Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Dafür seien fünf Schnelltestzentren aufgebaut worden, um ein wohnortnahes Angebot zu machen, das hat Landrat Roland Bernhard am Mittwoch gesagt. „Ziel der Schnelltests ist es, Infizierte ohne Symptome zu erkennen und damit weitere Ansteckungen zu verhindern.“

Die Gratis-Schnelltest-Strategie hatte schon als „Böblinger Modell“ bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. „Solange wir im Schneckentempo impfen, müssen wir die Testungen hochfahren“, so der Landrat.

17.2.2021, 13:28 Uhr – 300 Millionen Dosen des Coronavirus-Impfstoffs von Moderna für die EU

Das Unternehmen Moderna hat heute bekannt gegeben, dass die Europäische Kommission weitere 150 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs Moderna gekauft hat. Die Dosen sollen voraussichtlich im dritten und vierten Quartal 2021 ausgeliefert werden.

Damit wird die bestätigte Auftragsverpflichtung auf 310 Millionen Dosen für die Lieferung im Jahr 2021 erhöht.

We just announced that the the European Commission purchased an additional 150 million doses of the COVID-19 Vaccine Moderna, to be delivered in Q3 & Q4 2021. This brings its confirmed order commitment to 310 million doses. Read more: https://t.co/eYcvZcZkS0 https://t.co/WFlFamF7kL

17.2.2021, 10:24 Uhr – Schweden bereitet mögliche Lockdown-Maßnahmen vor

Die schwedische Regierung will mit einer neuen Verordnung die Möglichkeit schaffen, größere Teile des öffentlichen Lebens zu beschränken. „Es gibt weiterhin Bedarf, mehrere Maßnahmen zu ergreifen, und es kann aktuell werden, Teile der schwedischen Gesellschaft zu schließen“, sagte Sozialministerin Lena Hallengren am Mittwochmorgen auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Stockholm. Darunter sind die Möglichkeiten, unter anderem Geschäfte, Einkaufspassagen, Restaurants und Fitnessstudios schließen zu können.

Es sei beunruhigend, dass der Rückgang der Neuinfektionszahlen abgenommen habe, sagte Hallengren. Es bestehe damit ein konkretes Risiko für eine dritte Infektionswelle. Zu den Vorschlägen zählt auch, den Zugang zu gewissen Plätzen zu beschränken. Freizeit- und Tierparks sollen ebenso wie Museen und Kunsthallen unter die Verordnung fallen, mit der die Anzahl der Besucher begrenzt wird.

17.2.2021, 9:05 Uhr – Mehr als die Hälfte aller Israelis über 30 mindestens einmal geimpft

Mehr als die Hälfte aller Menschen in Israel über 30 Jahren ist mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. Dies schrieb Gesundheitsminister Juli Edelstein am Mittwoch bei Twitter. Insgesamt wurden seit dem 19. Dezember etwa 4,1 Millionen Erst- und 2,7 Millionen Zweitimpfungen verabreicht. Israel hat rund 9,3 Millionen Einwohner. Rund 30 Prozent davon sind jünger als 16 Jahre.

Zum Vergleich: Deutschland hat etwa neun mal so viele Einwohner wie Israel. Dort erhielten bislang etwa 2,8 Millionen Menschen eine erste und rund 1,5 Millionen auch eine zweite Impfung (Stand 16. Februar). Allerdings gibt es in Israel immer wieder viele Neuinfektionen:

17.2.2021, 7:53 Uhr – RKI meldet knapp 7.600 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7.556 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 560 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervorgeht. Der bundesweite Inzidenzwert sank auf 57. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 6:45 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8.072 Neuinfektionen und 813 neue Todesfälle verzeichnet. In diesen Zahlen waren etwa 600 Nachmeldungen von Neuinfektionen aus Nordrhein-Westfalen enthalten, die am Vortag gefehlt hatten.

17.2.2021, 6:56 Uhr – WHO: Britische Corona-Variante schon in 94 Ländern nachgewiesen

Die zuerst in Großbritannien aufgetretene und besonders ansteckende Variante des Coronavirus ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in mittlerweile 94 Ländern nachgewiesen worden. Das teilte die Organisation am späten Dienstagabend in Genf mit.

Die aus Südafrika stammende Virus-Variante hat sich demnach bereits auf 46 Länder ausgebreitet, bei der zunächst in Brasilien und Japan entdeckten Mutante seien es 21 Länder. Anzunehmen ist jedoch, dass Varianten wie die britische Mutante B.1.1.7 sich unbemerkt noch weiter ausgebreitet haben, da nicht jede Ansteckung auch entdeckt und entsprechend registriert wird.

17.2.2021, 4:28 Uhr – Japan beginnt mit ersten Impfungen

Weniger als sechs Monate vor den geplanten Olympischen Spielen in Tokio und deutlich später als andere Länder hat nun auch Japan mit den ersten Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Zuerst soll während der Impfkampagne 40.000 Mitarbeitern im Gesundheitswesen das Vakzin von Biontech/Pfizer gespritzt werden. Darunter sind 20.000 Ärzte und Pfleger, die sich bereiterklärt hatten, an einer Studie über mögliche Nebenwirkungen teilzunehmen. Weitere 3,7 Millionen Mitarbeiter im Gesundheitswesen sollen die Impfungen im März erhalten. Von April an sollen dann rund 36 Millionen Bürger an die Reihe kommen, die älter als 65 Jahre sind.

17.2.2021, 2:51 Uhr – Patientenschützer gegen Impfstoffwahl

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat sich gegen die Wahlmöglichkeit beim Corona-Impfstoff ausgesprochen. Der Chef der Organisation, Eugen Brysch, sagte der Rheinischen Post, alle Impfstoffe hätten die Zulassung durchlaufen und seien hochwirksam. Die Dosen seien in den nächsten Monaten knapp. Deshalb müsse priorisiert werden. Unterdessen prüft die Europäische Arzneimittelbehörde den Impfstoff von Johnson & Johnson. Der US-Konzern hatte gestern die Zulassung seines Präparats in der EU beantragt.

17.2.2021, 2:45 Uhr – EU stellt Programm gegen Corona-Mutationen vor

Die EU-Kommission will heute ein neues Programm vorstellen, mit dem Ziel, Mutationen des Coronavirus zu erforschen. Wissenschaftler, Gesundheitsbehörden und Industrie sollen künftig besser zusammenarbeiten. Nach den Worten von Kommissionschefin Ursula von der Leyen geht es darum, Daten über neue Virusvarianten schneller auszutauschen, um rasch reagieren zu können. Pharmakonzerne sollen demnach bei der Impfstoffproduktion unterstützt werden. Die EU-Kommission werde dafür Gelder bereitstellen.

16.2.2021, 21:50 Uhr – Niederlande: Nächtliche Ausgangssperre bleibt bestehen

Die nächtliche Ausgangssperre in den Niederlanden bleibt bestehen. Ein Berufungsgericht gab einem entsprechenden Eilantrag der Regierung statt und hob das Urteil einer Vorinstanz auf. Diese hatte angeordnet die nächtliche Ausgangssperre sofort aufzuheben. Es gebe keine rechtliche Grundlage dafür. Geklagt hatte eine Corona-skeptische Protestgruppe. Die nächtliche Ausgangssperre in den Niederlanden gilt seit Januar und hatte heftige Krawalle ausgelöst.

16.2.2021, 21:35 Uhr – Nebenwirkungen der Impfstoffe werden überprüft

Das Paul-Ehrlich-Institut für Arzneimittel geht offenbar Hinweisen auf mögliche Nebenwirkungen der Corona- Impfstoffe von Astrazeneca und Biontech nach. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Geprüft werde, ob die gemeldeten Nebenwirkungen stärker ausfallen als bisher bekannt. Dem Bericht zufolge häufen sich Meldungen über starke Reaktionen mit dem Astrazeneca-Impfstoff in Niedersachsen. Zwei Kliniken berichten demnach über ungewöhnlich hohe Krankenstände nach der Impfung. Sie würden das Mittel deshalb nicht mehr anwenden. Beim Impfstoff von Biontech würden manche bei der zweiten Impfung mit hohem Fieber reagieren.

16.2.2021, 20:25 Uhr – EU-Kommission will abgestimmtes Handeln an Grenzen

Der Streit über die verschärften Kontrollen an den deutschen Grenzen zu Tschechien und Tirol geht weiter. Die EU-Kommission hat einen Brief an alle Mitgliedstaaten verschickt und mahnt darin ein abgestimmtes Vorgehen an. Die zuständigen EU-Kommissare Didier Reynders und Ylva Johansson wiesen in dem Brief vor allem darauf hin, dass der Warenverkehr im Binnenmarkt nicht gestört werden dürfe. Grenzschließungen oder pauschale Einreiseverbote sollten daher vermieden werden. Nachdem Deutschland am Wochenende schärfere Einreiseregeln an den Grenzen zu Tschechien und Tirol eingeführt hatte, gab es zu Wochenbeginn teils kilometerlange Staus. Auch andere Länder haben zuletzt wegen der Corona-Pandemie wieder Grenzkontrollen eingeführt.

16.2.2021, 19:03 Uhr – Johnson & Johnson beantragt Zulassung von Impfstoff

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat die Zulassung seines Corona-Impfstoffs in der EU beantragt. Nach Biontech, Moderna und Astrazeneca wäre es für die Europäische Union der vierte Impfstoff. Anders als die bisherigen Impfstoffe muss dieser voraussichtlich nur ein Mal gespritzt werden. Die EU-Kommission werde eine Zulassung gewähren, sobald die EU-Arzneimittelbehörde eine positive wissenschaftliche Bewertung abgegeben habe, hieß es. Die Behörde will den Impfstoff bis Mitte März begutachten.

16.2.2021, 17:06 Uhr – Corona-Ausbruch in einer Speiseeisfabrik im niedersächsischen Osnabrück

Nach einem Corona-Ausbruch in einer Speiseeisfabrik im niedersächsischen Osnabrück ist die Zahl der infizierten Mitarbeiter auf 210 gestiegen. Darunter waren auch zwei Fälle mit der neueren britischen Virusmutation, wie ein Sprecher der Stadt sagte. Alle 670 Beschäftigten befinden sich demnach in häuslicher Quarantäne. Die Firmenleitung schloss die Fabrik. Laut Stadtverwaltung arbeitete das örtliche Gesundheitsamt unter Hochdruck daran, Kontakte der Infizierten nachzuverfolgen.

Die allgemeine Corona-Situation in Osnabrück habe sich zuletzt positiv entwickelt. Nun gelte es, eine Verschlechterung abzuwenden. Die neuere Virusmutation, die zuerst in Großbritannien entdeckt wurde, ist besonders ansteckend.

16.2.2021, 17:03 Uhr – Johnson & Johnson beantragt Zulassung für Impfstoff bei EU-Arzneimittelbehörde EMA

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat nach eigenen Angaben einen Antrag auf eine Zulassung eines Impfstoffes des US-Konzerns Johnson & Johnson erhalten. Der Janssen genannte Impfstoff solle beschleunigt geprüft werden. Er wird momentan auch in den USA geprüft.

16.2.2021, 17:01 Uhr – Rheinland-pfälzischer Justizminister Mertin: verfassungsrechtliche Bedenken bei Coronabeschränkungen

Der rheinland-pfälzischer Justizminister Herbert Mertin (SPD) hat verfassungsrechtliche Bedenken bei den geltenden Coronabeschränkungen geäußert. Dem SWR sagte er, da die Inzidenzen in vielen Gebieten in Rheinland-Pfalz unter 50 lägen, müssten einige Einschränkungen zurückgenommen werden. Alles andere sei mit dem Infektionsschutzgesetz in der jetzigen Form nicht vereinbar, so Mertin. Sollte es keine Lockerungen geben, müsste das Infektionsschutzgesetz vom Bundestag geändert werden. Es sei aber keine Lösung, dass sich die Regierung einfach über das Gesetz hinweg setze. Der Bürger habe ein Recht darauf, dass die Regierung sich an das geltende Infektionsschutzgesetz halte, so Mertin.

Auch der baden-württembergische Justizminister Guido Wolf (CDU) will laut einem Bericht, die Lockdown-Maßnahmen auf Verhältnismäßigkeit überprüfen:

Baden-Württemberg

Sinkende Inzidenz im Land Justizminister Wolf fordert Überprüfung von Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg

Angesichts sinkender Corona-Zahlen fordert Baden-Württembergs Justizminister Wolf laut einem Bericht, die Lockdown-Maßnahmen auf Verhältnismäßigkeit zu überprüfen. Sonst riskiere man, Vertrauen zu verspielen. Das Staatsministerium reagiert zurückhaltend.  mehr...

16.2.2021, 13:11 Uhr – Baden-Württemberg: künftig auch Impfung in den Städten und Gemeinden geplant

In Baden-Württemberg soll nicht nur in den zentralen Kreisimpfzentren, sondern auch in den Städten und Gemeinden gegen das Coronavirus geimpft werden können. Die Gemeinde Rickenbach im Südschwarzwald hat als erste Gemeinde damit begonnen, Einhundert über 80-jährige Einwohner zu impfen. Das habe folgenden Vorteil: Kurze Wege für gebrechliche Senioren und kurze Wartezeiten am Telefon für den Corona-Impftermin, den das Rathaus vergibt.

Laut Sozialministerium, das von der Rickenbacher Aktion nichts wusste, soll das Beispiel der Corona-Impfaktion auf Gemeindeebende auch für andere möglich sein. Aber erst dann, wenn in allen Heimen im Land auch die Zweitimpfung abgeschlossen ist. Das ist im Kreis Waldshut zwar nur zur Hälfte der Fall, dennoch bekam der zuständige Arzt für das Pilotprojekt von Landratsamt und Regierungspräsidium nach eigenen Angaben grünes Licht.

16.2.2021, 12:52 Uhr – Studie: Urlaub war kein Infektionstreiber

Der Deutsche Reiseverband (DRV) sieht sich durch eine Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) darin bestätigt, dass Urlaubsreisende nach Spanien oder Frankreich im Sommer 2020 relativ selten die Corona-Infektion nach Hause brachten. Ansteckungen im Ausland seien im Verhältnis zu denen in Deutschland ohnehin sehr gering, erklärt der DRV. Nach der RKI-Studie wiesen Rückkehrer aus Ländern, aus denen viele Arbeitskräfte in Deutschland stammen, wie Kosovo, Kroatien oder die Türkei höhere Zahlen auf als Spanien oder Frankreich. „Die Studie des RKI sollte von Branche und Politik für die stufenweise Entwicklung eines Restart-Konzepts für den Tourismus genutzt werden“, fordert DRV-Präsident Norbert Fiebig.

16.2.2021, 11:51 Uhr – Spahn plant kostenlose Schnelltests für alle

Jeder Bürger in Deutschland soll von 1. März an das Anrecht auf kostenlose Corona-Schnelltests bekommen. Dies sehe eine Erweiterung der Nationalen Teststrategie vor, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dem Corona-Kabinett vorlegen wolle, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtete. Minister Spahn erläuterte den Vorschlag auch auf Twitter:

Ab 1. März sollen alle Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können. Sie sind mittlerweile ausreichend am Markt verfügbar. Die Kommunen können ihre Testzentren oder Apotheken mit solchen Angeboten beauftragen. (1/2)

Zur Begründung schrieb Spahn, Antigen-Schnelltests seien mittlerweile in ausreichender Menge am Markt verfügbar. "Die Kommunen können ihre Testzentren oder Apotheken mit solchen Angeboten beauftragen", so Spahn.

16.2.2021, 10:49 Uhr – Nordkorea wollte Pfizer hacken, um Impfstofftechnik zu stehlen

Nordkorea hat einem Medienbericht zufolge versucht, Corona-Impfstofftechnologie von Pfizer zu stehlen. Das abgeschottete Land habe dazu einen Hackerangriff auf den US-Partner des deutschen Impfstoff-Herstellers Biontech gestartet, meldet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den nationalen Geheimdienst.

16.2.2021, 10:05 Uhr – Spahn plant wohl längere Einreisebeschränkungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will einem Medienbericht zufolge die strengeren Regeln für Einreisen aus sogenannten Virusvariantengebieten bis Anfang März verlängern. Der CDU-Politiker habe laut Spiegel gestern Abend eine entsprechende Kabinettsvorlage an die anderen Regierungsmitglieder verschickt. Dies würde etwa Länder wie Großbritannien, Südafrika und Brasilien betreffen. In diesen Ländern wurden Corona-Mutationen entdeckt, die ansteckender sein sollen, als die bisher bekannten Virus-Formen.

Auch Tschechien und Tirol wären von den verlängerten Beschränkungen betroffen: An den Grenzen Deutschlands zu Tirol - und auch zu Tschechien - gelten seit Sonntag schärfere Einreiseregeln. Aus Angst vor den dort verbreiteten ansteckenderen Varianten des Coronavirus wird an den Grenzübergängen streng kontrolliert. Derzeit dürfen nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gelten etwa für medizinisches Personal oder Lkw-Fahrer. Die verschärften Einreiseregeln sollten laut Innenministerium zunächst auf zehn Tage befristet sein.

16.2.2021, 9:10 Uhr – Hamm: Nachweis von britischer Corona-Mutation löst Großeinsatz aus

Der Nachweis der britischen Mutation des Corona-Virus hat in Hamm zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Eine Hundertschaft sei seit Montagabend im Einsatz, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen. Nach Angaben der Stadt war ein Bauarbeiter auf Montage positiv auf die Variante B.1.1.7 getestet worden. Sie gilt als ansteckender.

Daraufhin seien vier Wohnhäuser unter Quarantäne gestellt worden. Die Bewohner werden nun getestet. Die Beamten überwachten unter anderem die Einhaltung der Quarantäne.

Nordrhein-Westfalen: Massen-Test und Quarantäne in Hamm https://t.co/9vyHOqNbjp #Coronavirus #Hamm #Quarantäne

16.2.2021, 8:02 Uhr – RKI meldet 3.856 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 3.856 Neuinfektionen. Das sind rund 480 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz verharrt bei 59. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ziel von Bund und Ländern ist ein Wert von 50, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Ab einem dauerhaften Wert von unter 35 haben sie weitere Lockdown-Öffnungen in Aussicht gestellt.

528 weitere Menschen starben dem RKI zufolge in Verbindung mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 65.604. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,342 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt.

16.2.2021, 6:52 Uhr – Zahl der Neuinfektionen in den USA geht erneut zurück

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in den USA ist binnen 24 Stunden um 53.789 gestiegen. Das geht aus einer Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten hervor. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöhte sich um mindestens 1.019 auf 486.717.

Damit entfernen sich die Neuinfektionen in den USA allerdingsw weiter von der Marke von 100.000 am Tag. Gestern waren über 64.000 Neuinfektionen gemeldet worden. Der bisherige Tagesrekord lag am 2. Januar bei 300.282 neuen Infektionen binnen 24 Stunden.

16.2.2021, 4:05 Uhr – Südafrika will eine Millionen Astrazeneca-Impfdosen zurückgeben

Südafrika fordert laut einem Medienbericht das Serum Institute of India (SII) auf, eine Millionen Dosen des Covid-19-Impfstoffs zurückzunehmen. Dies berichtet die Zeitung Economic Times. Das SII, der weltgrößte Impfstoffhersteller, produziert das Vakzin von Astrazeneca.

Der südafrikanische Gesundheitsminister hatte vergangene Woche erklärt, dass das Land die Einführung des Impfstoffs nach einer klinischen Studie aussetze. Die Studie hatte ergeben, dass das Vakzin bei der im Land vorherrschenden Coronavirus-Variante nur minimalen Schutz gegen leichte bis mittelschwere Erkrankungen bietet.

16.2.2021, 2:49 Uhr – Stiko: Kein Grund, Lehrer früher zu impfen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) sieht keinen Grund, Lehrkräfte früher gegen das Coronavirus zu impfen. Kommissionschef Thomas Mertens sagte der Rheinischen Post, Lehrer mit entsprechendem Alter oder Vorerkrankungen würden ja bereits bevorzugt. Bund und Länder hatten zuvor vom Bundesgesundheitsministerium gefordert, eine höhere Priorisierung von Grundschullehrerinnen und Erziehern zu prüfen – um eine schnelle Wiedereröffnung von Schulen und Kitas zu ermöglichen.

16.2.2021, 1:24 Uhr – BDI warnt vor Lieferketten-Problemen

Der Industrieverband BDI warnt vor schwerwiegenden Folgen wegen der geschlossenen Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol. In den nächsten Tagen könnten dadurch überall in Europa Lieferketten abreißen, sagte BDI-Chef Joachim Lang den Funke-Medien. Auch die deutsche Industrie sei beeinträchtigt, wenn es Grenzschließungen und Reisebeschränkungen gebe. Lang forderte offene Grenzen für alle Frachtfahrzeuge. Dafür brauche es praxistaugliche Testmöglichkeiten.

15.2.2021, 23:09 Uhr – Johnson: Vorsichtiger Ausstieg aus Lockdown

Der britische Premierminister Boris Johnson will die Corona-Beschränkungen behutsam aufheben. Er werde alles tun, damit die Schulen am 8. März wieder öffnen könnten. Allerdings wollten die Menschen nicht, dass man nach einer Lockerung gezwungen sei, die Maßnahmen gleich wieder zu verschärfen, sagte Johnson. Großbritannien ist mit über vier Millionen Infizierten und mehr als 117.000 Toten das am härtesten von der Pandemie betroffene Land Europas.

15.2.2021, 22:11 Uhr – DGB und Arbeitgeber fordern Öffnungsstrategie

Arbeitgeber und Gewerkschaften fordern gemeinsam eine schnelle Strategie für die Lockerung der Corona-Beschränkungen. Bund und Länder müssten entsprechende Regeln vorlegen, das steht in einer gemeinsamen Erklärung von DGB-Chef Hoffmann und Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger. Die Sorge bei Beschäftigten und Unternehmern nehme zu. Es sei zwingend notwendig, die Sozialpartner an der Ausarbeitung der Öffnungsstrategie zu beteiligen.

15.2.2021, 22:00 Uhr – Eurogruppe spricht sich für weitere Hilfen aus

Die wirtschaftliche Lage in Europa bleibt nach den Worten von Eurogruppenchef Pascal Donohoe wegen der Corona- Pandemie ernst. Nach den Beratungen der Finanzminister der Eurogruppe sagte er, die Wirtschaftshilfen müssten weitergeführt werden. Es sei gefährlicher sie zu früh einzustellen, als zu lange zu gewähren. EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni fügte hinzu, staatliche Hilfe müsse vorsichtig heruntergefahren werden, um weitere Insolvenzen zu vermeiden. Im April wollen die Finanzminister der Eurogruppe besprechen, wie der Übergang von Hilfen für alle Unternehmen zu gezielteren Maßnahmen ablaufen kann.

15.2.2021, 21:19 Uhr – Laschet warnt vor Folgen von Grenzschließungen

CDU-Chef Armin Laschet warnt vor negativen Auswirkungen von Grenzschließungen auf die Wirtschaft. Man erlebe momentan, dass Lieferketten vor allem für die deutsche Autoindustrie wieder gefährdet würden, sagt Laschet beim virtuellen Neujahrsempfang des CDU-Wirtschaftsrates Baden-Württemberg. Eine Grenzschließung verursache riesige Schäden, die Probleme seien bereits jetzt an der tschechischen Grenze zu sehen. Nach Meinung des CDU-Chefs müsse man „höllisch aufpassen“, nicht die gesamten Lieferkettenprozesse im EU-Binnenmarkt zu zerstören. Laschet warnt außerdem, man müsse darauf achten, jetzt nicht die gleichen Fehler wie im Frühjahr zu machen, denn eine Grenzschließung verursache riesige Schäden.

15.2.2021, 17:52 Uhr – WHO erteilt Notfall-Zulassung für Astrazeneca-Impfstoff

Nach dem Biontech-Corona-Impfstoff empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt auch den Impfstoff von Astrazeneca für den Einsatz. Die WHO erteilte eine Notfallzulassung, wie sie in Genf berichtete. Sie folgte damit der Empfehlung ihres unabhängigen Impfrats (SAGE). Neben der Wirksamkeit und Sicherheit prüft die WHO für eine solche Zulassung auch die Qualität der Fabriken, in denen das Serum hergestellt wird.

Für Länder wie Großbritannien, die USA oder die Mitglieder der EU und viele weitere spielt die WHO-Notfallzulassung keine Rolle. Sie machen selbst Risikoanalysen und entscheiden über eine Zulassung.

15.2.2021, 17:42 Uhr – Osterurlaub: Bundesregierung legt sich noch nicht fest

Die Bundesregierung will sich bei der Frage möglicher Lockerungen der Corona-Regeln zu Ostern derzeit noch nicht festlegen. Es sollten die nächsten Wochen abgewartet werden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Er betonte zugleich, die Bundesregierung „arbeitet daran, dass Ostern 2021 schon wieder ein etwas anderes Fest wird, als Ostern 2020 war.“

Die Debatte war am Wochenende von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) angestoßen worden. Er sagte der Bild am Sonntag, Osterurlaub in Deutschland könne es dieses Jahr leider nicht geben. Durch eine zu große Mobilität würden die Erfolge bei der Pandemie-Bekämpfung zerstört werden.

Buchen, Stornieren, Versichern Osterurlaub und Corona: Das müssen Verbraucher beachten

Ob der Osterurlaub in diesem Jahr wieder ausfällt, ist noch nicht entschieden. Klar dagegen ist: Wer verreisen will, sollte jetzt schon einige Faustregeln beachten.  mehr...

15.2.2021, 15:52 Uhr – Kongress mit 500 Besuchern: Niederlande testen Events trotz Corona

Im niederländischen Utrecht wurde am Montag unter dem Motto „Backtolive“ ein Kongress der Veranstaltungsbranche mit 500 Menschen in einem Saal eröffnet. Es war außerdem Auftakt einer Testreihe, wie man Großereignisse auch in Corona-Zeiten sicher organisieren könnte.

Die 500 Besucher des Fachkongresses mussten über einen maximal 48 Stunden alten negativen Corona-Test verfügen. Bei der Ankunft wurden sie zu möglichen Symptomen befragt und ihre Temperatur wurde gemessen. Ein Teil des Publikums musste sich auch noch extra einem Schnelltest unterziehen. Fünf Tage nach dem Event muss sich zusätzlich jeder Teilnehmer erneut testen lassen. Während der Veranstaltung trägt jeder einen Bewegungssensor, so dass man die Bewegungen im Raum später rekonstruieren kann. Einige der Besucher tragen Gesichtsmasken, andere Gesichtsschutzschirme. Forscher werten anschließend die Daten aus.

Maandag 15 februari de allereerste van acht praktijktesten. Na het zakelijk congres in het Beatrix Theater,...Posted by Backtolive.nl on Saturday, February 13, 2021

15.2.2021, 15:42 Uhr – Israelische Städte ködern Impfmuffel mit Essen

In Tel Aviv sollen Gratis-Mahlzeiten Unentschlossene am Dienstag in mobile Impfstationen in den Stadtteilen Jaffa und Kirjat Schalom locken. Wer sich dort impfen lässt und eine Einwohnerkarte vorweisen kann oder sich dafür registrieren lässt, erhält dazu in Jaffa Hummus und Knafeh beziehungsweise in Kirjat Schalom Pizza und Kaffee. Beide Gegenden weisen hohe Infektionszahlen auf.

Ähnlich geht Bnei Brak bei Tel Aviv vor, eine vor allem von strengreligiösen Juden bewohnte Stadt. Wer sich dort impfen lässt, erhält eine Portion des klassischen jüdischen Sabbatgerichts Tschulent. Das Essen gilt als wichtiger Teil der jüdischen Kultur.

15.2.2021, 15:02 Uhr – Stau am Brenner: Keine Durchreise ohne Test

Wegen der neuen Corona-Regeln für die Reise durch Österreich haben sich auf Italiens Brennerautobahn am Montag lange Staus gebildet. Nördlich von Verona staute sich der Verkehr auf bis zu zehn Kilometer, teilte die Betreibergesellschaft der A22 mit. Man habe dort Reisende abfangen wollen, die ohne die nötigen Dokumente nach Österreich unterwegs waren, um zu verhindern, dass sie an der Grenze abgewiesen werden. Außerdem sollten damit lange Staus am Brennerpass entzerrt werden, da die Temperaturen dort unter dem Gefrierpunkt liegen.

Rund 200 Kilometer nördlich staute sich der Verkehr vor dem Brennerpass bei Sterzing. Dem Betreiber zufolge konnten nur 40 bis 50 Fahrzeuge je Stunde die Strecke passieren, während auf der Gegenspur die zehnfache Auslastung möglich war.

15.2.2021, 14:52 Uhr – Inzwischen 60 Fälle mit Mutation an Berliner Klinik

Nach dem Ausbruch einer ansteckenderen Corona-Variante am Vivantes-Klinikum in Berlin-Spandau ist die Zahl der bestätigten Fälle auf 60 gestiegen. Unter den Infizierten seien 21 Mitarbeiter, teilte der landeseigene Klinikkonzern mit. In der Vorwoche waren 55 Fälle der Variante B.1.1.7 bekannt gewesen. Bei Tests von 1.200 Mitarbeitern wurden nach Vivantes-Angaben neun weitere Corona-Infektionen bei Menschen ohne Symptome gefunden. Die positiven Tests würden nun auch auf Virus-Varianten untersucht.

15.2.2021, 12:42 Uhr – Impfbereitschaft in Alten- und Pflegeheimen bei 80 Prozent

Laut Bundesgesundheitsministerium beläuft sich die Impfbereitschaft in Alten- und Pflegeheimen auf 80 Prozent. Alle, die dies wollten, hätten in den vergangenen Wochen bereits eine Erstimpfung erhalten.

15.2.2021, 11:45 Uhr – Analyse in Israel bestätigt hohe Wirksamkeit von Biontech/Pfizer-Impfstoff

Eine Datenanalyse in Israel zum Einsatz des Biontech/Pfizer-Impfstoffes gegen Corona bescheinigt dem Präparat eine hohe Wirksamkeit. Die Krankenkasse Clalit hatte 600.000 Menschen in die Untersuchung einbezogen, deren zweite Impfung mindestens eine Woche zurücklag.

Nach Angaben einer Clalit-Sprecherin vom Sonntag gab es in der Gruppe der Geimpften 94 Prozent weniger symptomatische Infektionen wie in einer Kontrollgruppe noch nicht geimpfter Menschen. Bei denjenigen, die sich trotz Impfung infizierten, gab es 92 Prozent weniger schwere Verläufe. Von den 600 000 Menschen in jeder Gruppe waren etwa 430.000 zwischen 16 und 59 Jahren alt, die übrigen 60 und älter.

15.2.2021, 9:28 Uhr – Lange Lastwagen-Staus an tschechisch-deutscher Grenze

Vor den Autobahn-Grenzübergängen nach Deutschland haben sich in Tschechien kilometerlange Staus gebildet. Die Bundesregierung hatte das Nachbarland zum Virusvariantengebiet erklärt und stationäre Grenzkontrollen wiedereingeführt. Auf der Autobahn E55/D8 Prag-Dresden stauten sich die Lastwagen am Montagvormittag bis nach Usti nad Labem (Aussig an der Elbe) zurück.

Die Polizei regulierte die Einfahrt in die Tunnel. Auf der E50/D5 in Richtung Nürnberg bildete sich vorübergehend eine mehr als 20 Kilometer lange Lkw-Kolonne.

Wegen Grenzkontrollen: Lange Staus durch Berufspendler https://t.co/QMVPDgFioH #Einreisekontrollen #Grenzkontrollen #Seehofer #Coronavirus

15.2.2021, 9:11 Uhr – Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA geht zurück

In den USA geht die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zurück. Die Behörden meldeten am Sonntag 64.194 neue Fälle, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Montagmorgen mitteleurpäischer Zeit hervorging.

Am Sonntag der Vorwoche waren noch 89.581 neue Infektionen gemeldet worden. Der bisherige Tagesrekord war am 2. Januar mit 300.282 neuen Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.

15.2.2021, 8:05 Uhr – Größte Stadt Neuseelands im Lockdown – wegen drei Corona-Fällen

Nach drei Corona-Fällen in Auckland hat heute in der größten Stadt Neuseelands ein dreitägiger Lockdown begonnen. Bei den Fällen handele es sich um die ansteckendere, zuerst in Großbritannien entdeckte Variante, teilten die Gesundheitsbehörden mit.

Genomtests hätten keine Verbindung zu zuvor bekannt gewordenen Fällen ergeben, hieß es. Die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern hatte den Lockdown nach einer Dringlichkeitssitzung von Kabinettsmitgliedern angekündigt. Der bis Mittwoch geltende Lockdown ist der erste im Land seit sechs Monaten.

15.2.2021, 6:25 Uhr – Rheinland-Pfalz stellt Impfplan für März vor

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (beide SPD) wollen gegen 14:30 Uhr den Impfplan des Landes für März vorstellen. In Rheinland-Pfalz soll nun auch mit dem Mittel des Unternehmens Astrazeneca gegen das Coronavirus geimpft werden.

„Mit der Zulassung des zusätzlichen Impfstoffes von Astrazeneca können jetzt vor allem bei den unter 65-Jährigen sehr viel mehr Menschen ihre Impfung bekommen“, hatte die Staatskanzlei zu dem Termin mitgeteilt, der im Impfzentrum Mayen-Koblenz in Polch stattfindet.

Rheinland-Pfalz

Neuer Impfplan für Rheinland-Pfalz Zahl der Geimpften soll im März verdoppelt werden

Die Zahl der geimpften Menschen in Rheinland-Pfalz soll bis Ende März verdoppelt werden. Das geht aus dem neuen Impfplan hervor, den die Landesregierung in Polch vorgestellt hat.  mehr...

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

15.2.2021, 5:30 Uhr – RKI meldet 4.426 Neuinfektionen

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen in Deutschland geht weiter zurück. Das Robert-Koch-Institut meldete am Sonntag binnen 24 Stunden 4.426 neue Fälle in Deutschland. Das sind 1.688 Ansteckungen weniger als am Vortag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 58,9 von zuletzt 57,4. 116 weitere Menschen sind dem RKI zufolge in Verbindung mit dem Virus gestorben. Insgesamt sind nun in Deutschland über 2,338 Millionen Ansteckungen bestätigt und 65.076 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert.

15.2.2021, 5:00 Uhr – Weltweit mehr als 2,5 Millionen Virus-Todesfälle

Mehr als 2,5 Millionen Menschen sind Reuters-Berechnungen zufolge weltweit bisher im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Demnach haben sich knapp 109 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Die meisten Todesfälle und Infektionen gab es in absoluten Zahlen in den USA. Bei den Todesfällen rangiert Brasilien auf Platz zwei, bei den Ansteckungen folgt Indien auf die USA.

15.2.2021, 1:57 Uhr – Haseloff für Stufenplan bei Reisen in Corona-Zeiten

Politiker von CDU und SPD diskutieren darüber, ob Osterurlaub trotz Corona dieses Jahr möglich sein wird. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) pocht auf einen entsprechenden Stufenplan beim nächsten Bund-Länder-Treffen Anfang März. In der ARD sagte er, man habe Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr. Man könne zunächst Urlaub im eigenen Land in Ferienwohnungen zulassen.

„Man muss nicht gleich die gesamte Branche aufmachen. Man muss auch nicht bundes- und europaweit wieder alles fallen lassen.“ Angefacht hatte die Debatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Er hatte der Bild am Sonntag gesagt, Osterurlaub in Deutschland könne es dieses Jahr nicht geben.

15.2.2021, 1:41 Uhr – Großbritannien verschärft Einreiseregeln

In Großbritannien gelten von heute an verschärfte Einreiseregeln. Briten müssen auf eigene Kosten in eine strenge Hotel-Quarantäne, wenn sie aus einem Land einreisen, das auf der sogenannten roten Liste steht. Dazu zählen Südafrika und Brasilien – in beiden Ländern sind Coronavirus-Mutationen aufgetreten. Menschen ohne festen Wohnsitz in Großbritannien, die aus diesen Ländern kommen, werden an der Grenze abgewiesen.

15.2.2021, 0:41 Uhr – Kubicki fordert Ablösung von Altmaier

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki fordert eine Ablösung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Der Bild-Zeitung sagte er, Altmaier sei verantwortlich dafür, dass versprochene Finanzhilfen bei vielen Unternehmern immer noch nicht angekommen seien. Das sei richtig schief gelaufen, so Kubicki. Es wäre gut, man hätte einen anderen Menschen in dieser Verantwortung. Kubicki kritisierte zudem, Unternehmer müssten noch sechs Wochen lang auf die Auszahlung der Überbrückungshilfe III warten. Diese könne frühestens Ende März ausgezahlt werden, wenn sie jetzt beantragt werde.

15.2.2021, 21:27 Uhr – Österreich kritisiert deutsche Grenzkontrollen

Aus Österreich kommt Kritik an den deutschen Grenzkontrollen. Seit gestern werden Grenzübergänge in Bayern und Sachsen kontrolliert. Für Einreisende aus Tirol und Tschechien gelten verschärfte Regeln. Sie sollen helfen, die Ausbreitung der neuen Coronavirus-Varianten zu stoppen. Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg warnte am Sonntag vor „überschießenden Schritten, die mehr schaden als nützen“. Schallenberg hat sich an seinen deutschen Amtskollegen Heiko Maas (SPD) gewandt. Der österreichische Innenminister Karl Nehammer sagte, die Grenzkontrollen sorgten auch für Verkehrsbehinderungen zwischen Tirol und dem Osten des Landes. Das sei „inakzeptabel“.

14.2.2021, 20:11 Uhr – Skigebiete in Italien werden doch nicht geöffnet

Die Skigebiete in Italien werden nun doch nicht geöffnet. Gesundheitsminister Roberto Speranza hat das bestehende Wintersport-Verbot für Freizeitsportler verlängert und dies mit einem erhöhten Risiko durch neue Virus-Varianten begründet. Die Regierung hatte eigentlich erlaubt, dass der Skibetrieb in sogenannten Gelben Zonen – wo das Corona-Risiko als mäßig gilt – am Montag wieder starten kann. An dieser ursprünglich geplanten Lockerung der Corona-Maßnahmen hatte es zuvor viel Kritik gegeben.

14.2.2021, 17:18 Uhr – Einreisebeschränkungen sollen kurz nach Inkrafttreten wieder gelockert worden

Die seit heute geltenden Einreisebeschränkungen nach Deutschland an den Grenzen zu Tschechien und Tirol sollen kurz nach Inkrafttreten schon wieder gelockert werden. Davon profitieren sollen vor allem Berufspendler. Das geht aus einer Mitteilung von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hervor. Demnach dürfen auch weiterhin Berufspendler einreisen, wenn ihre Arbeit als systemrelevant gilt. Welche Firmen und Arbeitsbereiche das sind, sollen die angrenzenden Bundesländer Sachsen und Bayern festlegen. Davor hieß es, dass nur noch medizinisches Personal oder Privatleute aus besonders wichtigem Grund einreisen dürfen und Ausnahmen für den Güterverkehr gelten. Die EU hatte das kritisiert und Ausnahmen für Berufspendler gefordert.

14.2.2021, 16:40 Uhr – Verband der Autoindustrie warnt: Ab Montag könnten Bänder stillstehen

Die deutsche Autoindustrie befürchtet wegen der Corona-bedingten Einschränkungen an den Grenzen zu Tschechien und Tirol massive Probleme. Ab Montag könne es Lieferprobleme geben bis hin zu Werksschließungen, sagte ein Sprecher des Verbands der Automobilindustrie VDA.

14.2.2021, 15:06 Uhr – Frankreich stellt Krankenhäuser auf Krisenbetrieb um

Das französische Gesundheitsministerium hat Gesundheitsbehörden und Krankenhäuser einem Zeitungsbericht zufolge aufgefordert, ab 18. Februar im Krisenbetrieb zu arbeiten. Mit der Verschiebung nicht dringender Operationen und der Mobilisierung aller verfügbarer medizinischer Mitarbeiter solle einem möglichen Anstieg der Krankenzahlen infolge von Coronavirus-Mutanten begegnet werden, berichtet Le Journal Du Dimanche.

14.2.2021, 14:03 Uhr – Bundesamt für Strahlenschutz: Home-Office im Keller kann gefährlich werden

Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor dauerhaftem Home-Office im Keller. Dort könnten hohe Radonkonzentrationen erreicht werden, sagte Experte Bernd Hoffmann der Wirtschaftswoche. Das radioaktive Edelgas ist nach dem Rauchen eine der häufigsten Ursachen für Lungenkrebs.

Es entsteht vor allem bei dem Zerfall von Uran im Erdboden. An der frischen Luft verdünnt es sich schnell und ist damit nicht mehr gefährlich. Innerhalb von Gebäuden kann es sich allerdings anreichern und kann problematisch werden, wenn es über einen längeren Zeitraum eingeatmet wird.

Belastung mit Radon Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor dauerhaftem Homeoffice im Keller

Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt davor, die Zeit im Homeoffice dauerhaft in Kellerräumen zu verbringen. Der Grund ist eine mögliche Belastung mit dem Gas Radon.  mehr...

14.2.2021, 13:20 Uhr – Söder verteidigt Grenzkontrollen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat an der Grenze zu Tschechien die neuen Kontrollen in der Corona-Krise verteidigt. Sie seien richtig und wichtig, um die Ausbreitung der Mutationen einzudämmen, sagt der CSU-Chef. Bis Dienstag will Söder Ausnahmen für Pendler klären.

14.2.2021, 12:05 Uhr – Corona-Inzidenz in BW fällt unter 50er-Marke

Eine Inzidenz unter 50 – das ist der niedrigste Wert seit dem 20.Oktober 2020. Damals stiegen die Corona-Zahlen kontinuierlich und noch vor rund sechs Wochen lag die Inzidenz in BW bei über 200.

Baden-Württemberg

Deutschlandweit nur Rheinland-Pfalz mit niederigerem Wert Erstmals seit Oktober: Corona-Inzidenz in Baden-Württemberg fällt unter 50er-Marke

Noch rund um Weihnachten hatte die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche in Baden-Württemberg bei über 200 gelegen. Allerdings ist die Lage von Region zu Region verschieden.  mehr...

14.2.2021, 10:03 Uhr – Grenzkontrollen starten ohne lange Wartezeiten

Seit Mitternacht gibt es verschärfte Einreiseregeln und Grenzkontrollen: Aus Tschechien und aus Teilen von Tirol dürfen nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es lediglich für Menschen aus Gesundheits- und Pflegeberufen und für Angestellte im Transport- und Güterverkehr.

Damit will die Bundesregierung verhindern, dass sich die wahrscheinlich ansteckenderen Corona-Mutationen weiter in Deutschland verbreiten. Tschechien und Tirol gelten als Gebiete, in denen sich die Virusvarianten besonders stark ausgebreitet haben. Einreisende müssen deshalb einen negativen Corona-Test vorlegen. Der Auftakt verlief ruhig - Staus oder Verzögerungen gab es an den Grenzen bisher nicht.

14.2.2021, 7:16 Uhr – Kretschmer schließt Osterurlaub in Deutschland wegen Corona aus

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat Urlaub in Deutschland über Ostern wegen der Corona-Pandemie ausgeschlossen.

„Ich bin dafür, Wahrheiten auszusprechen. Osterurlaub in Deutschland kann es dieses Jahr leider nicht geben.“

Michal Kretschmer (CDU), Ministerpräsident Sachsen

In der Bild am Sonntag sagte Kretschmer: „Zu große Mobilität etwa durch Reiseverkehr und Tourismus bereits im April ist Gift. Wir würden alles zerstören, was wir seit Mitte Dezember erreicht haben.“ 

14.2.2021, 6:41 Uhr – Sieben-Tage-Inzidenz bei unter 60

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland geht weiter zurück. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages gut 6.100 neue Fälle - und somit rund 2.500 Ansteckungen weniger als noch vor einer Woche. Außerdem seien 218 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet worden, teilte das RKI am Morgen mit. Der Inzidenzwert fiel von zuletzt 60,1 auf 57,4. Der Wert gibt an, wie viele Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche verzeichnet wurden.

14.2.2021, 3:44 Uhr – Über 25.000 Betrugs-Verdachtsfälle bei Soforthilfe

Bei den finanziellen Soforthilfen wegen der Corona-Pandemie gibt es wohl mehr Betrugs-Verdachtsfälle als bisher angenommen. Wie die Welt am Sonntag berichtet, liegen derzeit bereits mehr als 25.000 konkrete Verdachtsfälle bei den Landeskriminalämtern und der beim Zoll angesiedelten Financial Intelligence Unit vor. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hätten sich die mutmaßlichen Betrüger auf Basis falscher Angaben Hilfen in dreistelliger Millionenhöhe erschlichen. Die Zahlen könnten außerdem noch steigen, heißt es.

14.2.2021, 0:02 Uhr – Tirol und Tschechien: Neue Einreiseregeln in Kraft

Seit Mitternacht gelten an den deutschen Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol neue Einreiseregeln. Laut einer Verordnung des Bundesinnenministeriums dürfen aus den betroffenen Gebieten in der Regel nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Grund für die Einreiseregeln sind ansteckendere Varianten des Coronavirus.

13.2.2021, 21:38 Uhr – Grenzkontrollen: Bayern will Ausnahmen für Pendler

Noch zwei Stunden - dann gelten an den deutschen Grenzen neue Regeln für Reisende aus Tschechien und Tirol. Mit Grenzkontrollen wird die Einhaltung überwacht. Auf die Kritik an Auflagen für Berufspendler will Bayern jetzt reagieren. Die Quarantäne-Verordnung soll noch einmal geändert werden. Ausnahmen soll es für Grenzgänger und Grenzpendler geben, wenn deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich und unabdingbar ist und dies durch den Dienstherrn, Arbeitgeber oder Auftraggeber bescheinigt wird. Unstrittig seien Ausnahmen für medizinisches Personal, hieß es.

13.2.2021, 19:43 Uhr – Auch Kretschmer verteidigt Grenzkontrollen

Nach Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die Grenzkontrollen verteidigt, die morgen wiedereingeführt werden. Bei einem Inzidenzwert von 1.100 in der tschechischen Grenzregion Eger bleibe der Landesregierung nichts anderes übrig. Dafür gebe es sehr klare Regeln, sagte Kretschmer. Ab Mitternacht gelten neue Einreiseregeln. Kontrollen soll es dann an den deutschen Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol geben. Die deutsche Industrie warnt wegen Kontrollen vor einem Zusammenbruch der Lieferketten. Der Bundesverband der deutschen Industrie rechnet etwa mit Engpässen bei ausländischem Fahrpersonal und Verzögerungen an den Grenzen.

13.2.2021, 18:50 Uhr – USA kritisieren China für Umgang mit WHO-Mission

Die USA kritisieren China für den Umgang mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Untersuchung der Corona-Pandemie. Die USA bestehen darauf, dass der Untersuchungsbericht unabhängig erstellt werde. Das hat der Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden gesagt. Nach Angaben eines Mitglieds der WHO-Untersuchungskommission hat China den Zugang zu bestimmten Daten untersagt. Die Suche nach der Herkunft des Corona-Erregers gilt als heikel. China befürchtet, als Schuldiger für die Pandemie zu gelten.

13.2.2021, 16:51 Uhr – Schnelltests für Zuhause: Zulassung schon im März?

Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte hofft darauf, schon im März Corona-Schnelltests für den Hausgebrauch zuzulassen. „Aktuell gehen wir auf Basis der bislang vorliegenden Antragsunterlagen davon aus, dass wir die ersten Sonderzulassungen Anfang März erteilen können“, sagte ein Sprecher der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Demnach gibt es Anträge für bis zu 30 verschiedene Produkte, mit denen sich jeder binnen einer Viertelstunde selbst testen kann.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich am Freitag vorsichtig zu solchen Tests geäußert: Für eine Zulassung komme es auf die Qualität an, sagte er. Denn wenn sie viele falsch negativen Ergebnisse liefern sollten, „dann steckt darin auch ein Risiko“, Infizierte Menschen könnten in der Annahme, nicht infiziert zu sein, andere anstecken.

13.2.2021, 15:44 Uhr – Nach Lockerungen: Ansturm auf polnische Skigebiete

In Polen hat es nach einer Lockerung für den Wintertourismus einen Ansturm auf Skigebiete gegeben. Vor allem in der Hohen Tatra im Süden des Landes waren Unterkünfte und Lifte sehr gefragt. In Zakopane zum Beispiel seien praktisch alle Unterkünfte ausgebucht, berichtete der Fernsehsender TVP Info unter Berufung auf örtliche Hoteliers. Auch aus anderen Wintersportorten wurden hohe Buchungszahlen gemeldet.

Die Hotels und Pensionen dürfen zwar seit Freitag wieder Touristen beherbergen, aber gemäß Corona-Beschränkungen nur bis zu einer maximalen Auslastung von 50 Prozent. Die polnische Regierung hatte in der vergangenen Woche beschlossen, ab dem 12. Februar Hotels, Kinos und Theater sowie Sportanlagen unter freiem Himmel und Schwimmbäder für eine Testphase von zwei Wochen zu öffnen.

13.2.2021, 14:45 Uhr – Corona-Studie der TU-Berlin: Ansteckungsrisiko beim Friseur geringer als im Supermarkt

Das Corona-Ansteckungsrisiko ist nach einer Studie beim Frisör oder im Theater geringer als im Supermarkt oder in öffentlichen Verkehrsmitteln – vorausgesetzt die Abstands- und Hygieneregeln werden eingehalten und es wird ausreichend gelüftet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der TU Berlin.

Als hoch stuften die Forscher das Risiko in weiterführenden Schulen und in Großraumbüros ein – selbst, wenn diese nur zu 50 Prozent belegt sind. Grund dafür ist demnach die lange Verweildauer in den Räumen. Auch bei einem Besuch im Hallenbad oder im Fitnessstudio fällt der Ansteckungswert relativ hoch aus. Die Studie ist bisher nur ein Preprint - die Ergebnisse wurden also noch nicht für eine Veröffentlichung freigegeben.

13.2.2021, 12:41 Uhr – Rund 260 nachgewiesene Virusmutationen in Rheinland-Pfalz

Das Landesuntersuchungsamt in Rheinland-Pfalz hat erstmals Zahlen zu Corona-Mutanten veröffentlicht. Demnach wurden bis jetzt in rund 260 Proben von Corona-Patienten Mutationen nachgewiesen. Es handelt sich um britische, brasilianische und südafrikanische Varianten des Virus.

13.2.2021, 11:45 Uhr – Seehofer: „Werden nicht tatenlos zusehen, wie Virus-Mutation zu uns schwappt“

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich gegen „Ermahnungen“ der EU-Kommission angesichts der neuen Einreisebeschränkungen für Tschechien und Tirol verwahrt. „Der Gesundheitsschutz hat oberste Priorität“, erklärte Seehofer am Freitag in Berlin.

Das Infektionsgeschehen in Deutschland sei gebremst worden. „Aber in unserer Nachbarschaft sehen wir eine besorgniserregende Entwicklung bei den Virus-Mutationen.“ Die EU-Kommission weise selbst darauf hin, dass in diesen Fällen striktere Regeln zulässig seien. „Die Aufforderung der Kommission, mehr Ausnahmen zuzulassen, weise ich entschieden zurück“, betonte Seehofer. „Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie die Virus-Mutation zu uns rüber schwappt.“

13.2.2021, 9:53 Uhr – RKI: Alle Bundesländer bei Inzidenz unter 100, Südwesten knapp über 50

Alle Bundesländer in Deutschland liegen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen bei der Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wieder unter dem Wert von 100. Als letztes Bundesland rutschte laut RKI-Dashboard auch Thüringen in den zweistelligen Bereich und liegt nun bei 98,8. Die deutschlandweite sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz sank demnach auf 60,1. Nur noch ganz knapp über 50 liegen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (jeweils 51,0).

13.2.2021, 8:05 Uhr – Zahl der Neuinfektionen geht erneut zurück

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist weiter rückläufig: Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut binnen eines Tages 8.354 neue Fälle gemeldet. Das sind gut 2.000 weniger als vor einer Woche. Außerdem wurden 551 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 60,1. Vor vier Wochen lag sie noch mehr als doppelt so hoch.

13.2.2021, 6:00 Uhr – Mehr als 4.500 Freiwillige für Schnelltests in Heimen

Für Corona-Schnelltests in Altenheimen sind in Deutschland bisher mehr als 4.500 Freiwillige vermittelt worden. Deren Daten wurden laut Bundesagentur für Arbeit an die Kommunen weitergeleitet. Der Bedarf sei aber noch größer. Die Freiwilligen bekommen demnach 20 Euro pro Stunde. Die Bundesagentur hat eine Hotline und eine Internetseite eingerichtet, um Helferinnen und Helfer für Schnelltests in den Heimen zu gewinnen.

13.2.2021, 5:40 Uhr – Juso-Chefin will Aussetzung von Zentralabitur

Wegen der Corona-Pandemie hat Juso-Vorsitzende Jessica Rosenthal die Länder aufgefordert, auf das Zentralabitur für bis zu zwei Jahre zu verzichten. Stattdessen sollten den Schulen die Prüfungsaufgaben überlassen werden, sagte die Chefin der SPD-Nachwuchsorganisation der Augsburger Allgemeinen. Die Schulen hätten wegen der unterschiedlichen Situation vor Ort unterschiedlich viel Lernstoff geschafft, begründete Rosenthal ihren Vorschlag. Man könne nicht den Ausnahmezustand der Pandemie beklagen "und gleichzeitig sagen, die Schüler sollen gefälligst das gleiche Abitur wie in den Jahren zuvor schreiben", so Rosenthal.

13.2.2021, 3:47 Uhr – Seehofer sauer wegen EU-Kritik an Einreisebeschränkungen

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat verärgert auf Kritik der EU an den deutschen Grenzkontrollen reagiert. Der CSU-Politiker sagte der "Bild"-Zeitung wörtlich: "Jetzt reichts!" Die EU-Kommission habe beim Thema Impfstoff genug Fehler gemacht, sagte Seehofer. Brüssel solle jetzt unterstützen, anstatt wohlfeile Hinweise zu geben. Hintergrund sind strikte Beschränkungen für Einreisen aus Tschechien, der Slowakei und Tirol. Sie gelten ab morgen. Die EU-Kommission hatte Ausnahmen für Pendler gefordert.

12.2.2021, 21:40 Uhr – Astrazeneca will Impfstofflieferungen kurzfristig mehr als verdoppeln

Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca will seine monatlichen Lieferungen des Covid-19-Impfstoffs kurzfristig mehr als verdoppeln. Bis April wolle Astrazeneca mehr als 200 Millionen Dosen pro Monat ausliefern, kündigte Vorstandschef Pascal Soriot an. Im Januar war ein Streit mit der EU entbrannt, da der Konzern einräumen musste, wegen Produktionsengpässen in einem belgischen Werk die zugesagte Liefermenge bis Ende März nicht einhalten zu können. Der Konzern will in diesem Jahr insgesamt drei Milliarden Dosen herstellen. Der Impfstoff von Astrazeneca war im Januar als dritter Covid-19-Impfstoff in der EU zugelassen worden.

12.2.2021, 20:35 Uhr – Grenzschließungen: Seehofer weist Ermahnungen aus Brüssel zurück

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) weist nach den Grenzschließungen zu Tschechien und Tirol Ermahnungen aus Brüssel zurück. „Der Gesundheitsschutz hat oberste Priorität. Da helfen Ermahnungen aus Brüssel nicht weiter. Die in Deutschland ergriffenen Schutzmaßnahmen wirken“, sagt Seehofer. Deutschland habe das Infektionsgeschehen gebremst. „Aber in unserer Nachbarschaft sehen wir eine besorgniserregende Entwicklung bei den Virus-Mutationen. Die Kommission selbst weist darauf hin, dass in diesen Fällen striktere Regeln zulässig sind.“

12.2.2021, 19:54 Uhr – RP: Neue Quarantäneregeln in Kraft

Das rheinland-pfälzische Landeskabinett hat die Corona-Verordnung des Landes angepasst. Ab sofort gelten neue Quarantäneregeln. Danach müssen positiv getestete Menschen für mindestens 14 Tage in Quarantäne. Direkte Kontaktpersonen und Haushaltsangehörige benötigen einen PCR-Test. Im Falle einer Infektion mit einer Virus-Mutation ist zusätzlich ein PCR-Test am elften Tag der Absonderung geboten. Ist dieser positiv, verlängert sich die Quarantäne nochmals um sieben Tage ab dem Test. In einer weiteren Verordnung ab 1. März wird die Öffnung von Friseuren und Fahrschulen geregelt. Bei allen körpernahen Dienstleistungen und in medizinischen Einrichtungen müssen dann medizinische Masken getragen werden.

12.2.2021, 19:40 Uhr – Deutschland verschärft Einreiseregeln

Deutschland hat die Einreiseregeln für Gebiete, in denen sich die neuen Coronavirus-Varianten ausbreiten, verschärft. Sie gelten für Tschechien und weite Teile Tirols in Österreich. Ab Sonntag dürfen nach Angaben des Bundesinnenministeriums nur noch Deutsche und Ausländer mit einer Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland einreisen.

Das Einreiseverbot gilt auch nicht für medizinisches Personal, landwirtschaftliche Saisonarbeitskräfte und Lastwagenfahrer. Die Bundespolizei bereitet Grenzkontrollen vor, um das Verbot durchzusetzen. Die Bundesregierung hat jetzt auch das EU-Land Slowakei als Gebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen eingestuft.

12.2.2021, 19:30 Uhr – EMA für beschleunigtes Prüfverfahren für Curevac

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat für den Impfstoff des Tübinger Herstellers Curevac ein beschleunigtes Prüfverfahren gestartet. Die EMA stützt sich eigenen Angaben zufolge auf vorläufige Ergebnisse von Labortests und klinischen Studien.

Daraus gehe hervor, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anrege, hieß es. Damit werden jetzt Daten und Ergebnisse auch aus Testreihen geprüft, die noch nicht abgeschlossen sind. Das Verfahren sei zwar schneller als herkömmliche Prüfungen, so die EMA, aber ebenso sorgfältig.

12.2.2021, 17:57 Uhr – Deutsche Bahn stellt Fernverkehr nach Tschechien und Tirol ein

Aufgrund der neuen Verordnung zu den Virusvarianten-Gebieten stellt die Deutsche Bahn von Sonntag an den Fernverkehr nach Tirol sowie nach Tschechien ein. Betroffen sei in Richtung Tirol die EC-Linie München-Innsbruck-Verona. Eingestellt werde außerdem die EC-Linie Hamburg-Berlin-Prag. Nach der Ausbreitung neuer Virusvarianten hatte die Bundesregierung die Regeln für die Einreise aus mehreren EU-Staaten erneut verschärft und teilweise auch stationäre Grenzkontrollen angeordnet. Neben Tschechien und Tirol in Österreich gilt auch für die Slowakei wegen der Corona-Pandemie ein Beförderungsverbot.

12.2.2021, 15:57 Uhr – Merkel über Corona-Öffnungsstrategie nach dem Erreichen einer Inzidenz von 35

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat skizziert, wie es in der Corona-Öffnungsstrategie nach dem Erreichen einer Inzidenz von 35 weitergehen könnte. Zunächst könnten die Länder aber ab dem Erreichen der Sieben-Tage-Inzidenz von 35 in Absprache mit ihren Nachbarn entscheiden, ob sie den Einzelhandel öffnen wollen. „Wenn wir den Öffnungsschritt mit den Geschäften gemacht haben und wir sind (...) zwei Wochen lang stabil unter 35, dann können wir den nächsten Schritt ins Auge fassen“, sagte Merkel in einem ZDF-Interview.

"Steht uns das Schlimmste noch bevor, Frau Merkel?" - Angela Merkel stellt sich im @heutejournal-Interview den Fragen von Marietta Slomka zur Corona-Krise. Zum Exklusiv-Interview mit der Bundeskanzlerin in voller Länge in der ZDFmediathek. https://t.co/rYtgFXTVUW

12.2.2021, 15:47 Uhr – Spediteure warnen vor Lieferengpässen

Die deutschen Spediteure haben wegen der beschlossenen Kontrollen und Coronatest-Pflicht an mehreren Grenzen zu Nachbarstaaten vor Liefer-Engpässen gewarnt. „Wir sind stinkesauer“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterverkehr und Logistik (BGL), Dirk Engelhardt. Der Bund habe Kontrollen und Pflicht-Tests für Lkw-Fahrer ohne eine praktikable Strategie beschlossen. „Wer ohne Ausnahme für den Güterverkehr negative Corona-Tests vor der Einreise fordert, muss auch dazu sagen, wo man diese Tests machen kann. Anderenfalls bleiben nicht nur viele Supermarkt-Regale leer, weil uns die Lkw-Fahrer fehlen, sondern die Laufbänder in der Automobilindustrie stehen“.

Engelhardt verlangte Testzentren an den Grenzen oder eine Akzeptanz von Schnelltests ohne ärztliche Bescheinigung. Die Bundesregierung verwies bei den Testzentren auf die Verantwortung der Bundesländer.

Rheinland-Pfalz

Angst vor Virus-Ausbreitung in Frankreich Dreyer trotz Corona-Varianten gegen Grenzschließungen

In der französischen Grenzregion häufen sich Infektionen mit dem mutierten Coronavirus. Ministerpräsidentin Dreyer nennt die Entwicklung besorgniserregend, will aber die Grenzen zu Frankreich vorerst nicht schließen.  mehr...

Der Vormittag SWR1 Rheinland-Pfalz

12.2.2021, 15:40 Uhr – Friseur versteigert ersten Termin nach Lockdown

Ein Bayreuther Friseur will wegen des hohen Andrangs auf den ersten Termin nach dem Lockdown diesen jetzt für einen guten Zweck versteigern. Mehr als 150 Anrufe habe er erhalten, seit klar ist, dass er am 1. März wieder öffnen dürfe, sagte Friseur Andreas Nuissl. Immer wieder sei nach dem ersten freien Termin am 1. März um 8.00 Uhr gefragt worden, deshalb habe er sich entschlossen, ihn nicht direkt zu vergeben, sondern zu versteigern. Das höchste Gebot liegt bislang bei 282 Euro.

Bayreuther Friseur versteigert ersten Kundentermin nach Lockdown https://t.co/XxqB5dp7do #franken https://t.co/gQHbVU47S6

12.2.2021, 15:40 Uhr – Kein OP-Verbot mehr in Berlin

Zwei Berliner Kliniken dürfen nach Beschlüssen des Verwaltungsgerichts in der Hauptstadt jetzt wieder Menschen mit nicht medizinisch dringlichen Erkrankungen behandeln und operieren. Das Behandlungsverbot in der Krankenhaus-Covid-19-Verordnung werde sich in einem Hauptsacheverfahren mit hoher Wahrscheinlichkeit als rechtswidrig und nichtig erweisen, teilte das Gericht mit. Der Verordnung fehle eine ausreichende Ermächtigungsgrundlage. Damit wurde den Eilanträgen der Notfall-Krankenhäuser stattgegeben.

Die Gesundheits-Senatsverwaltung hatte die Verordnung erlassen. Demnach sollen in den Notfallkrankenhäusern nur noch medizinisch dringliche und planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe bei Patientinnen und Patienten erfolgen, um Kapazitäten für Covid-19-Patienten frei zu halten.

12.2.2021, 15:30 Uhr – Kassenärztliche Vereinigung fordert Impfungen in Praxen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat gefordert, mit flächendeckenden Impfungen gegen das Coronavirus in Arztpraxen spätestens im April zu beginnen. Schon im März könnten die Kapazitäten der Impfzentren nicht mehr ausreichen, um alle verfügbaren Dosen gegen Covid-19 zu verimpfen, teilte die KBV mit. Basis für die Berechnung ist eine Modellierung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung zur nationalen Impfkampagne. Würde nicht im April mit den Impfungen in den Praxen begonnen werden, entstehe ab Mai eine Impflücke von wöchentlich mindestens drei Millionen unverimpften Dosen, die bis Juli auf etwa siebeneinhalb Millionen Dosen pro Woche wachsen könne, hieß es.

12.2.2021, 15:20 Uhr – Nothilfe für Studierende wird verlängert

Die Corona-Nothilfen für Studierende werden auch nach Ablauf des Wintersemesters weitergezahlt. Das hat das Bundesbildungsministerium bestätigt. Sogenannte Überbrückungshilfen sollen für Betroffene, die in finanzielle Not geraten sind, auch im gesamten Sommersemester gewährt werden. In einem Schreiben des Ministeriums an das Deutsche Studentenwerk, das für die Bearbeitung der Anträge auf Nothilfe zuständig ist, heißt es, es sei wichtig, dass insbesondere „akut notleidende Studierende eine Perspektive bekommen und ihr Studium nicht aus finanziellen Gründen abbrechen“. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Überwiesen werden 100 bis maximal 500 Euro pro Monat, wenn per Kontoauszug nachgewiesen werden kann, dass eine Notlage besteht.

12.2.2021, 15:15 Uhr – Tschechische Pendler fordern von Deutschland finanzielle Hilfen

Jan Triska von der tschechischen Pendlervereinigung APCR hat finanzielle Hilfen für Arbeitskräfte gefordert, die nicht mehr über die Grenze nach Deutschland fahren dürfen oder von der Situation überfordert sind. Er wies darauf hin, dass die Pendler in Deutschland Steuern und Sozialabgaben zahlen würden. „Es darf nicht sein, dass man von einem Tag auf den anderen auf der Straße landet“, sagte Triska. Er rechnet damit, dass nur noch medizinisches Personal und Mitarbeiter der kritischen Infrastruktur über die Grenze gelassen werden. Selbst eine tägliche Testpflicht wäre nach Einschätzung Triskas eine große zusätzliche Belastung.

12.2.2021, 14:57 Uhr – Von der Leyen: Europäische Corona-Hilfen für Mitte des Jahres erwartet

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet die Auszahlung der ersten Gelder aus dem milliardenschweren Wiederaufbaufonds gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie „bis Mitte des Jahres“. Sie sprach bei der Unterzeichnung der Vereinbarung durch EU-Parlamentspräsident David Sassoli und den portugiesischen Ministerpräsidenten Antonio Costa von einem „historischen Moment“. Der Milliardenfonds sei „eine Botschaft der Solidarität und des Vertrauens in der Europäischen Union“.

12.2.2021, 14:55 Uhr – Bundestag berät über weiteren Kinderbonus

Familien sollen in der Corona-Pandemie erneut zusätzlich entlastet werden. Das entsprechende Gesetz wurde jetzt erstmals im Bundestag beraten. Vorgesehen ist demnach ein einmaliger Kinderbonus in Höhe von 150 Euro für alle, die Anspruch auf Kindergeld haben. Er soll im Mai gezahlt werden und wurde mit den Erschwernissen durch die Corona-Krise begründet. Einen vergleichbaren Bonus in doppelter Höhe hatten Familien bereits im vergangenen Jahr bekommen.

12.2.2021, 13:33 Uhr – Schärfere Einreiseregeln für Slowakei, Tschechien und Tirol

Ab Sonntag gelten verschärfte Einreiseregeln nicht nur für Tschechien und Tirol in Österreich, sondern auch für die Slowakei. Die Bundesregierung stufte das Land nun als Gebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen ein, wie das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Internetseite mitteilte. Damit gilt dann auch für die Slowakei, dass Fluggesellschaften sowie Bus- und Bahnunternehmen keine Passagiere mehr von dort nach Deutschland befördern dürfen. Ausgenommen sind deutsche Staatsbürger und in Deutschland lebende Ausländer. Die genauen Regeln für den Individualverkehr, beispielsweise mit dem eigenen Auto, werden derzeit noch erarbeitet.

12.2.2021, 12:13 Uhr – Seibert: Weitergehende Öffnungen vor 7. März möglich

Die Bundesregierung hält weitergehende Öffnungen schon vor dem 7. März grundsätzlich für möglich. Wenn in einem Bundesland die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 35 liege, könne dort gelockert werden, bestätigte Regierungssprecher Steffen Seibert einen Bericht der Funke Mediengruppe. „So verstehe ich das, ja“, sagte Seibert mit Blick auf den jüngsten Beschluss von Bund und Ländern vom Mittwoch.

12.2.20210, 10:54 Uhr – Spahn will Vorzug von Lehrern und Erziehern beim Impfen prüfen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat zugesagt, das Vorziehen der Impfung von Grundschullehrern und Erziehern zu prüfen und mit der Ständigen Impfkommission über eine Neu-Priorisierung zu sprechen. Spahn ist aber dafür, auf jeden Fall zuerst allen Personen der ersten Prioritätengruppen ein Impfangebot zu machen. Bund und Länder hatten die Prüfung beschlossen.

12.2.2021, 10:25 Uhr – Aktuelle Maßnahmen helfen generell gegen Infektionskrankheiten

Laut RKI-Chef Lothar Wieler wirken die geltenden Maßnahmen nicht nur gegen das Coronavirus, sondern generell gegen Infektionskrankheiten. Dies sei in Zeiten der Pandemie „ein echter Pluspunkt“, sagte Wieler. Vor allem gebe es deutlich weniger Grippefälle in Deutschland – und auch weltweit. Normalerweise würden in Deutschland pro Woche Tausende Fälle registriert, derzeit seien es allenfalls 20 bis 30. Das entlaste Arztpraxen und Krankenhäuser.

12.2.2021, 8:54 Uhr – Hans: Grenzschließungen nicht ausgeschlossen

Der Ministerpräsident des Saarlandes Tobias Hans (CDU) schließt eine Schließung der Grenzen zu Frankreich oder Luxemburg nicht aus. „Wenn es krasse Unterschiede gibt zwischen den Inzidenzen, dann wird uns nichts anderes übrig bleiben“, sagt er RTL/ntv. Allerdings gebe es im Saarland keine „Grenzen mit Schlagbäumen“ mehr. Man könne Pendler nicht einfach ausschließen. Viel problematischer wären Alleingänge der Bundesländer, also wenn beispielsweise das Nachbarbundesland Rheinland-Pfalz unabgestimmt Geschäfte wieder öffnen würde, sollte die 7-Tage-Inzidenz dort unter 35 fallen, wird Hans zitiert.

12.2.2021, 7:43 Uhr – Biontech entwickelt Impfmanagement-Software

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech ist dabei, eine Software für das bundesweite Impfmanagement zu entwickeln. Der Spiegel schreibt, das Programm solle so schnell es geht einsatzbereit sein. Die Software solle alle zugelassenen Impfstoffe umfassen und zum Beispiel die Lieferung und Verteilung der Dosen steuern. Die Software werde zunächst als Pilotprojekt mit dem Land Bayern erprobt und sei weitgehend fertig. Nach Informationen des Magazins ist Biontech mit dem Bundesgesundheitsministerium im Gespräch.

12.2.2021, 7:23 Uhr – Schnelltests für zuhause kommen wohl bald

Corona-Schnelltests könnte es offenbar bald auch für zu Hause geben. Die ersten Tests hätten das notwendige europäische Prüfverfahren bereits abgeschlossen. Sie könnten deshalb bald ausgeliefert werden, sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Diagnostica-Industrie, Martin Walger, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte forderte er ein „schnelleres und unbürokratisches Prüfverfahren“.

12.2.2021, 6:22 Uhr – Deutschland kontrolliert ab Sonntag Grenzen

In Tirol, aber auch in Tschechien breiten sich Virus-Mutationen aus. Innenminister Horst Seehofer (CSU) habe deshalb entschieden, ab Sonntag die Grenzen zu Tirol und Tschechien schärfer zu kontrollieren, sagte ein Sprecher. Die Bundespolizei werde dafür auch auf die sogenannte Schleierfahndung zurückgreifen – das sind verdachtsunabhängige Kontrollen.

Für das österreichische Bundesland Tirol gelten ab sofort strenge Ausreisebeschränkungen. Wer Tirol verlassen will, braucht einen negativen Corona-Test.

Grenzkontrollen ab Sonntag (Foto: Imago, imago)

Nachrichten Ab Sonntag Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol

Dauer

12.2.2021, 6:06 Uhr – RKI meldet 9.860 bestätigte Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 9.860 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind 556 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Am Freitag vergangener Woche hatte das RKI 12.908 Neuinfektionen und 855 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ging weiter zurück und liegt jetzt bei 62,2. Ziel der Bundesregierung ist es, den Wert auf unter 35 zu drücken.

12.2.2021, 4:22 Uhr – Zahlreiche Verstöße gegen Impfreihenfolge in Deutschland

In mindestens neun Bundesländern sind bereits Menschen gegen Corona geimpft worden, die noch gar nicht an der Reihe waren. Das ergab eine Recherche der Deutschen Presse-Agentur. Dabei kamen Kommunalpolitiker, Geistliche sowie Feuerwehrleute und Polizisten zum Zuge, obwohl sie nicht zur ersten Prioritätsgruppe gehören.In Niedersachsen ließen sich etwa der Landrat von Peine und sein Stellvertreter impfen, und in Sachsen-Anhalt der Landrat des Kreises Wittenberg und sein Vize sowie der Oberbürgermeister von Halle und zwei Stadträte. In Nordrhein-Westfalen bekamen unter anderem der Bürgermeister von Hennef, sein Vorgänger und der Bürgermeister von Wachtberg eine Impfung. In Bayern ließen sich unter anderem der Landrat von Donau-Ries und der Oberbürgermeister von Donauwörth impfen.

In Sachsen-Anhalt und Sachsen wurden außerdem Polizisten geimpft, in Rheinland-Pfalz Feuerwehrleute und Hamburg Polizisten und Feuerwehrleute. In Bremen und Hessen sollen außerdem leitende Angestellte von Krankenhäusern schon geimpft sein.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält es für richtig, dass übrig gebliebener Corona-Impfstoff zum Beispiel Pflege- und Rettungskräften gespritzt wird. Das sei besser als wegwerfen. Allerdings brauche es Regeln, wer dran ist.

12.2.2021, 3:13 Uhr – Neue Coronavirus-Variante im Amazonasgebiet entdeckt

Im brasilianischen Amazonasgebiet ist eine neue Variante des Coronavirus entdeckt worden. Diese Mutation sei vermutlich dreimal ansteckender als das ursprüngliche Virus, teilte Brasiliens Gesundheitsminister Eduardo Pazuello mit. Trotz der starken Ansteckungsgefahr der neuen Mutation versicherte der Minister: „Gott sei Dank hat die Analyse ergeben, dass die Impfstoffe auch gegen diese Variante wirken.“ Das Gesundheitsministerium stellte bisher allerdings keine Daten dieser Analyse zur Verfügung.

12.2.2021, 3:13 Uhr – Bund einigt sich auf Finanzhilfen für wichtige Flughäfen

Der Bund will in der Corona-Krise vor allem die wichtigen großen Verkehrsflughäfen in Deutschland mit einmaligen Zuschüssen stützen. Das sieht ein Maßnahmenpaket der Bundesregierung vor, auf das sich Finanz- und Verkehrsministerium nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einigten. Für kleine Regionalflughäfen sind dagegen nur Entlastungen bei Gebühren vorgesehen. Das Paket sieht vor, dass der Bund einmalig mit Zuschüssen zwölf wichtigen Flughäfen hilft, an denen er nicht selbst beteiligt ist. Dies sind einem Papier zufolge die Flughäfen Bremen, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig, Münster/Osnabrück, Nürnberg, Saarbrücken und Stuttgart. Konkret geht es um die Erstattung von Kosten für das Offenhalten von Flughäfen zu Beginn der Pandemie.

11.2.2021, 22:37 Uhr – Tschechisches Parlament lehnt Verlängerung des Notstands ab

Das tschechische Parlament hat einer Verlängerung des wegen der Corona-Pandemie verhängten Notstands eine Absage erteilt. Die Minderheitsregierung unter Ministerpräsident Andrej Babis konnte sich nicht mit der Forderung durchsetzen, den Ausnahmezustand bis zum 16. März fortzusetzen. Auch Alternativvorschläge mit kürzeren Laufzeiten fanden keine Mehrheit.

Der seit Oktober geltende Notstand läuft damit am Sonntag aus. Er ermöglicht es der Regierung unter anderem, flächendeckend Bürgerrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen. Die Präsidenten von fünf Verwaltungsregionen kündigten an, in die Bresche zu springen und selbst eine sogenannte „Gefahrenlage“ auszurufen. In einer emotionalen Debatte hatten Regierungsvertreter vor einem Kollaps des Gesundheitssystems gewarnt.

11.2.2021, 22:02 Uhr – USA beginnen Corona-Impfungen in Apotheken

In den USA ist ein großes Programm für Corona-Impfungen in Apotheken angelaufen. Impfdosen wurden an landesweit zunächst 6500 Apotheken geschickt. Einige große Apotheken- und Drogerieketten haben angekündigt, am Freitag mit den Impfungen zu beginnen. 

Mittelfristig sollen in 40.000 Apotheken Corona-Impfungen angeboten werden. Damit soll das Tempo der Impfkampagne beschleunigt werden. Die Kampagne hatte im Dezember schleppend begonnen, dann aber an Fahrt aufgenommen. Inzwischen haben mindestens 33,7 Millionen Menschen in den USA eine Impfdosis oder zwei Impfdosen bekommen, rund zehn Prozent der Bevölkerung.

11.2.2021, 20:45 Uhr – Keine Ski-Weltcups in Norwegen

Der Ski-Weltcup wird in diesem Winter nicht Station in Norwegen machen. Aufgrund der verschärften Corona-Richtlinien in dem nordeuropäischen Land können die traditionellen Wintersport-Events nicht ausgetragen werden. Das teilte der Weltverband Fis mit. Betroffen sind die alpinen Skirennfahrer, die Langläufer, die Nordischen Kombinierer sowie die Skispringer.

So werden die alpinen Skirennen am 6./7. März nicht in Kvitfjell stattfinden. Betroffen sind auch die Ski-nordisch-Weltcups in Oslo (11. bis 14. März) und Lillehammer (19. bis 21. März) sowie die weiteren Skispringen der Raw-Air-Tour in Trondheim und Vikersund. Über mögliche Ersatz-Veranstaltungen hat die Fis noch nicht entschieden.

11.2.2021, 19:19 Uhr – Frankreich meldet Zunahme der ansteckenderen Varianten

Der Anteil der neuen, ansteckenderen Virus-Varianten in Frankreich nimmt zu: Er liege für die zunächst in Südafrika und Brasilien nachgewiesenen Mutationen inzwischen bei vier bis fünf Prozent, sagt Gesundheitsminister Olivier Véran. In den kommenden Wochen werde man sehen, ob weitere Beschränkungen nötig seien.

11.2.2021, 18:02 Uhr – Einreisen aus Tschechien und Tirol ab Sonntag verboten

Nach der Ausbreitung des mutierten Coronavirus in Tschechien und Teilen Österreichs hat die Bundesregierung neue Einreisebeschränkungen und Grenzkontrollen beschlossen: Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurden Tschechien und Tirol am Donnerstag als sogenannte Virusmutationsgebiete eingestuft.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) habe entschieden, ab Sonntag neben den seit der Flüchtlingskrise bestehenden Binnengrenzkontrollen zu Österreich auch an den Grenzen zu Tschechien vorübergehende Grenzkontrollen einzuführen, teilte ein Sprecher mit. Sie seien erforderlich, um den Viruseintrag nach Deutschland möglichst zu unterbinden.

11.2.2021, 17:50 Uhr – Altmaier will mit Wirtschaftsverbänden beraten

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will am kommenden Dienstag mit etwa 40 Wirtschaftsverbänden über die schwierige Lage in der Corona-Krise sprechen, wie ein Ministeriumssprecher mitteilte. Bei dem Wirtschaftsgipfel solle es neben den neuen Beschlüssen von Bund und Ländern auch um die Wirtschaftshilfen und mögliche Öffnungsperspektiven gehen. Aus der Wirtschaft hatte es bereits wiederholt Forderungen nach einem Gipfel gegeben. Kritik gab es zuletzt an der schleppenden Auszahlung von Hilfen sowie an der Lockdown-Verlängerung nach dem Bund-Länder-Beschluss vom Mittwoch.

Kritik an Corona-Regeln Ist es zu früh für Öffnungen von Kita, Schule und Friseursalons?

Der sogenannte Lockdown geht weiter. Bis zum 7. März sind außer den Öffnungen von Kitas, Grundschulen und Friseursalons keine Lockerungen in Sicht. Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten.  mehr...

11.2.2021, 17:49 Uhr – Bündnis #AlarmstufeRot: Klage als letztes Mittel der Veranstalter

Das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot sieht die Veranstaltungswirtschaft im Corona-Lockdown im Stich gelassen und schließt rechtliche Schritte nicht aus. „Ungewollt wird die Branche von der Regierung zum letzten Mittel gezwungen: die Entschädigungsklage“, hieß es in einer Mitteilung. Eine Prozesswelle sei der einzige verbliebene Schritt, um 100.000 Betriebe und ihre Beschäftigten zu retten.

Die Beschlüsse von Bund und Ländern am Mittwoch hätten klargemacht, dass es viele weitere Monate kein Veranstaltungsleben in Deutschland geben werde. „Anders als alle anderen Teile des wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Lebens in Deutschland ist die Veranstaltungsbranche seit bald zwölf Monaten im totalen Lockdown“, erklärte Sandra Beckmann von #AlarmstufeRot. Die Branche sei ins künstliche Koma versetzt worden, und „die Ausrottung unserer Existenzen“ werde in Kauf genommen. So würden die seit Monaten versprochenen Kompensationsprogramme nicht ankommen, sofern sie überhaupt schon beantragt werden könnten.

#AlarmstufeRot vertritt die Kultur- und Eventbranche, die besonders unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie leidet. Demnach sind mehr als drei Millionen Erwerbstätige betroffen.

11.2.2021, 16:20 Uhr – Kanzleramtschef rechnet mit Einzelhandel-Öffnung im März

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) rechnet damit, dass eventuell noch im März der Einzelhandel wieder öffnen kann und im Sommer wieder Biergarten-Besuche möglich sein werden. Voraussetzung sei aber, dass die Infektionszahlen so stark sinken würden wie derzeit, sagt er zu Bild. „Wenn dann die Zahlen weiterhin gut sinken, kommen wir auf die 35. Und wenn es so gut weitergeht, wie im Augenblick, ist das auch Mitte März erreichbar“, so Braun.

11.2.2021, 14:50 Uhr – Scholz ermahnt zu besserer Impf-Organisation

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz dringt auf eine bessere Organisation der Impfungen gegen das Coronavirus und fordert mehr Weitblick. Es gehe schon jetzt darum, die Impfungen im Frühjahr und Sommer vorzubereiten, wenn wöchentlich Millionen Menschen geimpft werden könnten, sagte der Vizekanzler in der Rtl/ntv-Sendung Frühstart. „Ich will nicht erleben, dass dann Impfdosen da sind, die aber nicht geimpft werden können“, so Scholz. Nach der Impfverordnung soll die erste Prioritätsgruppe bis etwa Ende März geimpft sein. Ab April soll Gruppe zwei unter anderem mit Menschen zwischen 70 und 80 sowie mit schweren Vorerkrankungen folgen.

Heute treffen wir uns erneut im Kanzleramt zur Impfstoffbeschaffung. Wir stellen ununterbrochen viel Geld für die Beschaffung von #Impfdosen & Coronatests zur Verfügung. Mein Interview mit @ntvde 👇 https://t.co/lpfYSRdngR

11.2.2021, 14:00 Uhr – Dreyer erwartet konkrete Aussichten für die Lockerung des Lockdwons

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) erwartet von der nächsten Videoschalte der Länder mit der Kanzlerin am 3. März konkrete Aussichten für die Lockerung des Lockdowns. Die Chefs der Staatskanzleien der Länder und Kanzleramtsminister Helge Braun bereiteten dies gemeinsam vor, sagte Dreyer. „Es ist leider nicht gelungen, ein richtiges Stufenmodell für ganz Deutschland vorzulegen“, sagte sie über die Videoschalte der Länderchefs mit der Kanzlerin am Mittwoch. „Der Frust“ darüber sei „schon umfassend groß“ gewesen. Die Meinungen über Perspektivstrategien seien jedoch weit auseinander gegangen und in dem Gremium könne nicht offen gesprochen werden, weil gleich alles direkt nach außen dringe. „Am Ende sind wir stärker den Weg von Sorge und Vorsorge gegangen als von Risikobereitschaft“, sagte Dreyer. Dies sei angesichts des mutierenden Virus und den Entwicklungen in anderen europäischen Ländern angemessen.

Mainz

Aktuelle Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz Keine Test- und Quarantänepflicht mehr für vollständig Geimpfte – ähnliche Pläne für Genese

Für vollständig gegen Corona geimpfte Menschen in Rheinland-Pfalz gibt es bestimmte Erleichterungen bei den Corona-Beschränkungen. Jetzt gibt es auch Pläne für Genese.  mehr...

11.2.2021, 13:48 Uhr – Instagram löscht Wendler-Account

Das Social Media Netzwerk Instagram hat den Account des Schlagersängers und Verschwörungstheoretikers Michael Wendler gelöscht. „Wir haben den Instagram Account entfernt, da er wiederholt gegen unsere Richtlinien verstoßen hat“, erklärte ein Sprecher von Facebook auf Anfrage der Tagesschau. Wendler verbreitete im Lauf der Pandemie immer wieder Verschwörungstheorien über seinen Account. Vor der Löschung seines Instagram-Accounts hatte Wendler rund 320.000 Follower auf der Plattform.

11.2.2021, 13:38 Uhr – Giffey befürwortet schnelle Impfung für Lehrer und Erzieher

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) ist überzeugt, dass Grundschullehrer und Erzieher schneller gegen das Coronavirus geimpfen werden sollten als bislang geplant: „Das ist ein wichtiges Signal der Anerkennung und des Schutzes der Arbeit mit den Kleinsten“, schrieb Giffey auf Instagram. Die Länderregierungschefs und Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hatten sich nach ihren Beratungen zu den Corona-Maßnahmen am Mittwoch dafür ausgesprochen, die Kräfte in Grundschulen und Kitas bei der Priorisierung der Impfungen vorzuziehen. Diese Beschäftigten gehören bislang in die dritte Gruppe und sollen demnach in die zweite Gruppe aufsteigen.

11.2.2021, 13:38 Uhr – Mutationen breiten sich weiter aus

Nach neuen Angaben des Robert Koch-Instituts hat sich der Anteil der untersuchten Proben, in denen Hinweise auf Virusmutationen gefunden wurden, in der vergangenen Woche verdoppelt. Für die vierte Kalenderwoche hatte das RKI mitgeteilt, man habe bei fünf Prozent der sequenzierten Corona-Fälle Mutationen entdeckt, die meisten davon entfielen auf das „britische Virus“ B.1.1.7. In der ersten Februarwoche stieg der Anteil auf zwölf Prozent.

11.2.2021, 11:38 Uhr – Merkel: Wir waren nicht vorsichtig und nicht schnell genug

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht große Versäumnisse im Umgang mit der Pandemie im vergangenen Herbst. Im Sommer 2020 sei wieder ein halbwegs normales Leben in Deutschland möglich gewesen, sagte die Kanzlerin in einer Regierungserklärung im Bundestag. „Dann waren wir nicht vorsichtig genug und nicht schnell genug.“ Die Politik habe es versäumt, mit Ansteigen der Infektionszahlen das öffentliche Leben frühzeitig und konsequent herunterzufahren. Dass die Zahlen derart explodiert seien, sei „eine Folge zögerlichen Vorgehens“ gewesen.

11.2.2021, 11:28 Uhr – Merkel zu Überbrückungshilfe: Was versprochen wurde, wurde eingehalten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in ihrer Rede im Bundestag die Überbrückungshilfen gegen Kritik verteidigt. Die „sehnlichst erwarteten“ Anträge auf die Überbrückungshilfe III könnten nun gestellt werden.

11.2.2021, 11:13 Uhr – Thomas Müller vom FC Bayern positiv auf Covid-19 getestet

Fußball-Profi Thomas Müller vom FC Bayern München ist vor dem Klub-WM-Finale in Katar nach BR-Informationen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine offizielle Bestätigung des Vereins steht allerdings noch aus.

11.2.2021, 9:20 Uhr – Merkel warnt vor Virus-Mutationen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnt vor den mutierten Viren. Trotz der sinkenden Zahlen und der laufenden Impfungen müsse jeder „sehr, sehr achtsam sein“, sagt Merkel in einer Regierungserklärung im Bundestag. Experten seien sich sicher, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis die Mutanten das Originalvirus verdrängt hätten. Dies sei eine „sehr reale Gefahr“.

11.2.2021, 8:33 Uhr – Braun: Stufenplan für Lockdown-Öffnungen noch nicht möglich

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hält wegen der Corona-Mutanten einen Stufenplan für Lockdown-Öffnungen zurzeit noch nicht für möglich. Man müsse erst sehen, wie sich die Virus-Varianten verbreiten, um dann weitere Öffnungsschritte zu definieren, sagte Braun im ZDF. Derzeit könne man wegen der Mutanten nur schwer abschätzen, welche Beschränkungen noch notwendig seien, um einen Jojo-Effekt wie in anderen Ländern zu vermeiden. Ein Stufenplan, der angesichts einer Lageänderung nicht einzuhalten sei, nütze nichts. Man wolle nur das versprechen, was am Ende auch eingehalten werden könne.

11.2.2021, 8:15 Uhr – Palmer: Bund-Länder-Beschlüsse „verheerend“ für Innenstädte

Der Grünen-Politiker Boris Palmer kritisiert die Corona-Beschlüsse des Bund-Länder-Treffens als „verheerend“ für die Geschäfte und Innenstädte. Es wirke „verstörend“, dass immer der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert von höchstens 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner als Richtwert für Öffnungen ausgegeben worden sei und nun auf 35 verschärft werde, sagt Tübingens Oberbürgermeister im SWR. Irgendwann hätten die Menschen den Eindruck, es sei egal, was sie machten, es bleibe immer zu. „Für die Geschäfte und die Innenstädte ist das verheerend. Ich hätte es für richtiger gehalten, jetzt kontrolliert zu öffnen, zumindest die kleinen Geschäfte mit einem Kunden, mit Maske natürlich, vielleicht mit Terminanmeldung. Große Geschäfte könnten Schnelltests machen.“

11.2.2021, 8:53 Uhr – Infektionsimmunologe: Verlängerung der Auflagen „sinnvoll“

Die von Bund und Ländern beschlossene Verlängerung der Corona-Auflagen sind nach Ansicht des Erlanger Infektionsimmunologen Christian Bogdan „grundsätzlich sinnvoll, notwendig und angemessen“. Das gelte mit Blick auf die Lage in Deutschland ganz unabhängig von den viel diskutierten Virusvarianten. Von denen gebe es ohnehin sicherlich wesentlich mehr als die drei Varianten aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien, sagte der Direktor des Instituts für Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene an der Universitätsklinik Erlangen. Er ist Mitglied der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (RKI) und der Nationalen Akademie für Wissenschaften Leopoldina.

11.2.2021, 7:58 Uhr – SPD-Chef kritisiert langsame Auszahlung von Wirtschaftshilfen

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans stellt sich hinter die Beschlüsse zur erneuten Verlängerung des Corona-Lockdown. Die Entwicklung der Infektionszahlen zeige, dass man auf dem richtigen Weg sei, sagt Walter-Borjans im Deutschlandfunk. Er kritisiert allerdings Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wegen der Verzögerungen bei der Auszahlung der Wirtschaftshilfen. Was man gerade bei den Hilfen für Betriebe im Einzelhandel und in der Gastronomie sehe, sei nicht Folge mangelnden Geldes, sondern Folge mangelnder Umsetzung. „Der Bundeswirtschaftsminister muss an dieser Stelle in die Puschen kommen.“

11.2.2021, 7:46 Uhr – Vizekanzler sagt schnellere Auszahlung von Wirtschaftshilfen zu

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) verteidigt nach dem Bund-Länder-Gipfel den Kurs in der Corona-Politik. „Wir müssen Stück für Stück vorgehen“, sagte er dem Sender n-tv. „Wir müssen runterkommen bei den Werten und da bleiben“, ergänzt er mit Blick auf die Corona-Fallzahlen. Den von der Krise betroffenen Firmen stellt der Finanzminister eine schnellere Auszahlung staatlicher Hilfen in Aussicht. „Das kann jetzt ganz schnell gehen“, sagte Scholz.

11.2.2021, 7:25 Uhr – DIW-Chef fordert weitere Wirtschaftshilfen

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, fordert weitere Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise. „Die Bundesregierung wird in den kommenden Monaten ein weiteres Wirtschaftsprogramm auflegen müssen“, sagte er im ZDF. Das Geld, das der Staat jetzt ausgebe, sei bestens investiert. Davon dürfe er sich auch nicht von einer „unsinnigen Schuldenbremse“ abhalten lassen. Fratzscher kritisiert aber auch, dass viele der aktuellen Hilfen zu langsam und nicht ausreichend seien. Er nennt hier zum Beispiel Soloselbständige und Minijobber. „Es fallen noch zu viele hinten runter“, vor allem die sozial Schwächsten.

11.2.2021, 6:09 Uhr – Auch Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland zurückgegangen

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Deutschland weiter zurückgegangen – auf 64,2. Am Vortag lag sie laut Robert-Koch-Institut bei 68,0. Der Wert gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche rechnerisch neu positiv getestet werden. Bund und Länder streben einen Wert unter 50 an.

11.2.2021, 5:38 Uhr – Wert der bestätigten Neuinfektionen in Deutschland sinkt weiter

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10.237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 666 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, das geht aus Zahlen des RKI hervor.

Am Donnerstag vergangener Woche hatte das RKI noch 14.211 Neuinfektionen und 786 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1.244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar 2021 erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember 2021 der höchste Wert gemeldet worden – darin enthalten waren allerdings 3.500 Nachmeldungen.

11.2.2021, 4:00 Uhr – Söder schließt Schließung der Grenzen zu Tschechien und Österreich nicht aus

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus eine Schließung der Grenze zu Tschechien nicht ausgeschlossen. „Sollte Tschechien nicht in der Lage sein, seine Notmaßnahmen zu verlängern, dann muss auch klar sein, dass Tschechien ein Mutationsgebiet ist und dann muss auch die Grenzschließung ein Thema sein“, sagte Söder am Mittwochabend im ZDF-„heute-journal“. Das gelte auch für Österreich. „Wir sind bei Österreich sehr verunsichert“, sagte Söder. Die Regierung in Wien habe im von der südafrikanischen Virusvariante stark betroffenen Bundesland Tirol Quarantänemaßnahmen verhängt. „In Tirol, so hört man, interessiert das niemanden“, sagte Söder. „Ich bin schon besorgt, dass da ein zweites Ischgl droht.“

11.2.2021, 4:00 Uhr – Kultusministerkonferenz begrüßt Perspektiven für Schulöffnung

„Die ersten, die von Lockerungen profitieren, sind Kinder und Jugendliche. Das ist ein gutes Ergebnis“, sagt die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Britta Ernst (SPD), der Zeitung Rheinische Post zu den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz. Auch „die Prüfung, ob Erzieherinnen, Erzieher und Grundschullehrkräfte früher geimpft werden können“ sei zu befürworten.

10.2.2021, 22:36 Uhr – Ökonom Felbermayr kritisiert fehlende Perspektiven

Der Ökonom Gabriel Felbermayr hat die Beschlüsse des Corona-Krisengipfels als enttäuschend bezeichnet. „Es ist richtig, nicht überstürzt zu öffnen. Aber das Fehlen eines Stufenplanes ist sehr bedauerlich“, sagte der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es wäre nun an der Zeit gewesen, klar vorzulegen, bei welchen Kennziffern welche weiteren Öffnungen möglich werden, sagte er. „Damit hätte man den schwer betroffenen Unternehmen und der zunehmend frustrierten Bevölkerung Perspektiven geben können“, so Felbermayr.

10.2.2021, 22:13 Uhr – Brasilianische Corona-Variante in Portugal nachgewiesen

In Portugal sind einem Medienbericht zufolge die ersten zwei Fälle von Corona-Infektionen durch eine zuerst in Brasilien nachgewiesene, ansteckendere Variante des Virus bestätigt worden. Sie seien in der Region der Hauptstadt Lissabon aufgetreten, berichtet der Sender SIC. Die britischen und südafrikanischen Varianten des Virus, die ebenfalls ansteckender sind, wurden zuvor bereits in Portugal nachgewiesen.

10.2.2021, 22:10 Uhr – EMA fordert Daten über Impfschutz bei Mutanten

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Impfstoffhersteller aufgefordert, Daten über den Schutz ihrer Vakzine vor Corona-Mutanten zu übermitteln. Die EMA „entwickelt einen Leitfaden für Hersteller, die Änderungen an den bestehenden Covid-19-Impfstoffen planen, um die neuen Virusvarianten zu bekämpfen“, gab die Agentur bekannt. Die EMA forderte nach eigenen Angaben alle Impfstoffentwickler auf, „zu untersuchen, ob ihr Impfstoff Schutz gegen neue Varianten bieten kann“. Dies schließe die Mutanten ein, die in Großbritannien, Südafrika und Brasilien entdeckt wurden, hieß es in einer Erklärung.

Die EMA hat bisher drei Corona-Impfstoffe in der Europäischen Union zugelassen: Die Vakzine von BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca. Laut einer Studie schützt die Impfung von AstraZeneca nicht umfassend gegen die in Südafrika entdeckte Corona-Mutante, weshalb das Land seine Impfkampagne mit dem Wirkstoff verschob. Nach Unternehmensangaben sollen die Vakzine von BioNTech/Pfizer und Moderna hingegen auch gegen die neuen Varianten wirken.

10.2.2021, 20:30 Uhr - Lockdown wird verlängert

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben Bund und Länder beschlossen, die derzeit geltenden Beschränkungen bis zum 7. März zu verlängern. Es gibt aber Ausnahmen bei Schulen, Kitas und auch bei den Friseuren.

10.2.2021, 19:10 – Lockdown-Verlängerung auf den Balearen

Trotz einer deutlichen Entspannung der Lage auf den Balearen müssen die Restaurants, Cafés und Kneipen auf Mallorca und den Nachbarinseln Ibiza und Formentera weiterhin geschlossen bleiben.

Die Regionalregierung will die meisten der seit dem 13. Januar geltenden Lockdown-Maßnahmen um weitere zwei Wochen bis zum 28. Februar verlängern, wie Medien berichteten. 

10.2.2021, 17:45 Uhr - 13,6 Millionen Impfdosen bis Ende März

Nach dem holprigen Start der Impfkampagne scheint sich die Lage zumindest etwas zu entspannen. So sollen bis Ende März fast 14 Millionen Dosen geliefert werden. Ab Mai könnten rund drei Millionen Dosen wöchentlich verimpft werden.

10.2.2021, 17:08 Uhr – Corona-Schnelltests für Lehrer*innen in Rheinland-Pfalz

Lehrerinnen und Lehrer an Schulen in Rheinland-Pfalz können jetzt jederzeit einen Corona-Schnelltest erhalten. Ende Januar war die Möglichkeit eines Antigen-Schnelltests (PoC) auch ohne bestimmten Anlass bereits für das Personal an Kindertagesstätten eingeführt worden – dies wurde nun auf alle Beschäftigten an den Schulen des Landes ausgeweitet, teilte das Bildungsministerium in Mainz mit. Bisher konnten sich Lehrkräfte freiwillig auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen, wenn sie Kontakt mit einem Infizierten hatten.

10.2.2021, 16:14 Uhr – Corona per Smartwatch erkennen: Bahnbrechende Studie in New York

Forscher haben an einem Krankenhaus in New York eine bahnbrechende Entdeckung gemacht: Smart-Uhren können anhand von Herzschlag-Messungen zeigen, dass ihr Träger sich mit dem Coronavirus angesteckt hat – Tage bevor ein herkömmlicher Test das kann. Wissenschaftler des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts waren dabei und entwickelten für die Studie eine entsprechende App. Möglicherweise kann sie irgendwann auch mit Blick auf andere Krankheiten interessant sein.

10.2.2021, 13:55 Uhr – Ministerpräsidenten wollen kürzeren Lockdown

Die Mehrheit der 16 Ministerpräsidenten will nach Informationen von Reuters aus Verhandlungskreisen keine Lockdown-Verlängerung bis zum 14. März. „Die Mehrheit tendiert zum 7. März als Datum“, heißt es von Teilnehmern.

10.2.2021, 13:40 Uhr – FDP-Chef Lindner kritisiert geplante Lockdown-Verlängerung

FDP-Chef Christian Lindner hat die geplante Verlängerung des Lockdowns scharf kritisiert. „Dieses Weiter-So ist nach einem Jahr zu wenig.“ Eine pauschale Verlängerung des Lockdowns um weitere vier Wochen sei nicht verhältnismäßig. Deutschland hinke hinterher beim Einsatz von Luftreinigern, systematischen Tests und dem breitflächigen Einsatz von FFP2-Masken. Es fehle zudem eine Öffnungsperspektive für die Wirtschaft über einen Stufenplan, der in Regionen mit niedrigen Infektionszahlen Lockerungen zulasse. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) habe hier anders als eigentlich zugesichert nicht geliefert. „Das ist ein schweres Versäumnis.“

10.2.2021, 13:30 Uhr – Ministerien wollen bei Überbrückungshilfe III aufs Gas drücken

Wirtschafts- und Finanzministerium betonen nach Kritik aus Wirtschaft und Union, dass man so schnell wie möglich die Antragsverfahren für die Überbrückungshilfen III bearbeiten wolle. Die Anträge sollten „in kürzester Kürze“ möglich sein, sagt eine Sprecherin des Wirtschaftsministerium. Mit den Anträgen seien dann auch Abschlagszahlungen möglich. Alle Beteiligten arbeiteten daran, dass das Verfahren so schnell wie möglich starten könne, sagt ein Sprecher des Finanzministeriums zu Vorwürfen aus der Union, dass sein Ressort für bürokratische Hürden verantwortlich sein soll.

10.2.2021, 11:19 Uhr – Prinz Charles und Camilla geimpft

Der britische Thronfolger Prinz Charles und seine Frau Camilla haben sich gegen das Coronavirus impfen lassen, wie das Königshaus mitteilte. Mit 72 beziehungsweise 73 Jahren gehören die beiden zur Risikogruppe, die derzeit in Großbritannien geimpft wird. Die Queen und Prinz Philip waren bereits vor einigen Wochen mit der ersten Dosis geimpft worden.

Prince Charles and Camilla get first Covid vaccine https://t.co/j7HE9n0Aan

10.2.2021, 10:29 Uhr – Warn-App auch für ältere iPhones verfügbar

Ab heute können sich auch die Besitzer der iPhone-Modelle 5s und 6 die Corona-Warn-App herunterladen. Es kann allerdings mehrere Stunden dauern, bis die aktualisierte App für alle iPhone-Nutzer sichtbar wird.

10.2.2021, 9:29 Uhr – Aktualisierte Beschlussvorlage: Lockdown bis Mitte März

Das Bundeskanzleramt will den Corona-Lockdown bis zum 14. März verlängern. Das geht laut übereinstimmenden Medienberichten aus einer aktualisierten Beschlussvorlage für die Beratungen von Bund und Ländern am Mittwochnachmittag hervor. Außerdem sollen Friseure unter Auflagen ab dem 1. März wieder öffnen dürfen, für die Öffnung des Einzelhandels wird noch kein Datum genannt. Über die Öffnung von Schulen und Kitas sollen die einzelnen Bundesländer selbst entscheiden.

10.2.2021, 8:31 Uhr – Brauereien in Deutschland müssen Millionen Liter Bier vernichten

Die Brauereien in Deutschland müssen wegen der Corona-Pandemie Millionen Liter Bier vernichten, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft, das sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele. Grund dafür ist vor allem: Viele Feste können wegen der Pandemie nicht stattfinden, außerdem haben die Restaurants geschlossen. Experten glauben, dass bis zum Frühjahr allein in Deutschland bis zu zehn Millionen Liter Bier ins Abwasser fließen.

Die Brauerei Heineken muss wegen der Coronakrise personelle Konsequenzen ziehen. Das Unternehmen kündigte an, insgesamt 8.000 Jobs abzubauen.

10.2.2021, 8:30 Uhr – Intensivmediziner drängen auf geschlossene Schulen bis März

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin hat davor gewarnt, Schulen zu früh wieder zu öffnen. Der Präsident der Vereinigung, Gernot Marx, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Wir sehen die Gefahr, dass sich durch die Mutationen unbemerkt eine dritte Welle aufbaut. (...) Schulen und Kitas tragen jedoch in großem Maße zur Verbreitung des Virus bei, was durch die Mutationen noch verschärft wird“. Darum müsse deren Betrieb bis mindestens Anfang März ausgesetzt bleiben, auch wenn das für Familien und Eltern eine große Belastung sei.

Etwas anders sieht das Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Sie drängt auf eine rasche Öffnung von Schulen und Kitas, sobald das Infektionsgeschehen dies zulasse. Sie plädiert für den massiven Einsatz von Schnelltests für das Personal der Einrichtungen als „Chance für die Öffnungsstrategien“, sagte Giffey der Osnabrücker Zeitung.

Baden-Baden

Lernen trotz Schulschließungen So geht Homeschooling

In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz müssen viele Familien ihre Kinder weiterhin zu Hause betreuen – dabei sollte auch der Schulstoff nicht zu kurz kommen. Die ARD bietet dafür die perfekten Inhalte.  mehr...

10.2.2021, 8:30 Uhr – Tausende Freiwillige wollen in Pflegeheimen helfen

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit haben sich bislang fast 4.000 Menschen gemeldet, die bei den Impfungen in Pflegeheimen helfen wollen. Bisher hätten bundesweit 148 Landkreise und kreisfreie Städte Bedarf an solcher Unterstützung angemeldet. Momentan leisten vor allem Mitglieder der Bundeswehr Hilfe in den Heimen. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen die Bundeswehrangehörigen Schritt für Schritt durch Freiwillige ersetzt werden.

10.2.2021, 8:09 Uhr – Bayern Münchens Vorstandschef Rummenigge: Fußballer könnten wichtigen Beitrag bei der Impfung leisten

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sieht bei einer frühen Impfung von Fußballern eine Chance, „mit gutem Vorbild vorangehen“, sagt Rummenigge Sport1. „Lässt sich beispielsweise ein Spieler des FC Bayern impfen, wächst das Vertrauen in der Bevölkerung. Denn ich weiß als ehemaliger Fußballer, was der Körper für einen Sportler bedeutet: Alles! Wir wollen uns überhaupt nicht vordrängen, aber Fußballer könnten als Vorbild einen gesellschaftlichen Beitrag leisten“, so Rummenigge.

10.2.2021, 8:05 Uhr – Dreyer fordert deutschlandweiten Stufenplan für Lockerungen

Unmittelbar vor der Bund-Länder-Schalte zur Corona-Bekämpfung hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) auf einen deutschlandweiten Stufenplan für Lockerungen gedrängt: „Ich setzte darauf, dass wir in den wesentlichen Schritten bundesweit möglichst einheitlich vorgehen“, sagt die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Demnach ist ein bundeseinheitlicher Stufenplan wichtig, um den Menschen eine Perspektive zu geben. Ein Ziel zu haben, hilft, die Entbehrungen des Lockdowns besser auszuhalten.“

Malu #Dreyer hat Stufenplan vorgelegt, mit dem sie heute in Bund-Länder-Treffen zur #Corona- Pandemie geht. "Wichtig, Menschen nachvollziehbare Perspektiven zu eröffnen." Es gehe dabei vor allem um #Schulen, aber auch Einzelhandel. Via @SWRAktuellRP https://t.co/8S89iDY94m

10.2.2021, 8:05 Uhr – Verfassungsrichter Harbarth fordert Beteiligung des Bundestages

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, hat die Rolle des Bundestags in der Corona-Krise betont. „Die wesentliche Entscheidungen müssten vom Parlament getroffen werden“, sagte er der Rheinischen Post. Je wichtiger die betroffenen Rechtsgüter seien, desto stärker sei der Gesetzgeber zur Entscheidung berufen.

Seit Monaten kritisieren Abgeordnete der Opposition in Bund und Ländern, dass Parlamente bei zentralen Entscheidungen der Pandemie-Bekämpfung keine große Rolle spielen.

10.2.2021, 6:19 Uhr – Kretschmann will an Kontaktbeschränkungen in Baden-Württemberg festhalten

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich vor der Bund-Länder-Konferenz gegen eine Lockerung bei der Kontaktbeschränkung ausgesprochen. Am Mittwoch werde „sicher“ nichts an den Kontaktbeschränkungen geändert, versicherte Kretschmann auf der Regierungspressekonferenz am Dienstag. Jeder Haushalt dürfe sich auch weiterhin nur mit einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt treffen.

Ziemlich sicher sei allerdings, dass am Mittwoch zuerst eine Öffnungsperspektive für die Grundschulen und Kitas erarbeitet werde.

Vor der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch Baden-Württemberg will Kontaktbeschränkungen nicht lockern

Vor der Bund-Länder-Konferenz sieht das Land eine Öffnungsperspektive für Kitas und Schulen. Die Kontaktbeschränkungen würden aber bleiben, so Ministerpräsident Kretschmann.  mehr...

10.2.2021, 5:49 Uhr – RKI meldet 8.072 Neuinfektionen und 813 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 8.072 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 813 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Morgen hervorgeht. In den aktuellen Zahlen sollen auch 600 Nachmeldungen von Neuinfektionen aus Nordrhein-Westfalen enthalten sein, die laut RKI am Vortag gefehlt hatten. Vor genau einer Woche hatte das RKI 9.705 Neuinfektionen und 975 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

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Wie viele Menschen wurden positiv auf Corona getestet? Und wie genau ist die Lage in Deutschland? Hier findest du Karten, die ständig aktualisiert werden.  mehr...

10.2.2021, 4:09 Uhr – Bericht: Nordrhein-Westfalen erlaubt sieben statt sechs Impfungen pro Biontech-Ampulle

In Nordrhein-Westfalen dürfen laut einem Medienbericht ab sofort sieben statt sechs Impfdosen aus einer Ampulle der Hersteller Biontech und Pfizer gezogen werden. Die Anpassung gelte allerdings unter Einschränkungen, berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger unter Berufung auf das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium. Demnach darf der Impfstoff aus verschiedenen Ampullen nicht vermischt werden. Außerdem sei die siebte Dosis nur einzusetzen, wenn noch mindestens 0,3 Milliliter in der jeweiligen Ampulle übrig sind, heißt es in dem Bericht. Das Gesundheitsministerium begründete den Schritt damit, dass die Ampullen „aus technischen Gründen regelhaft überfüllt“ seien. Bei einem sorgfältigen Umgang sei es deswegen möglich, eine siebte Ampulle zu gewinnen. 

10.2.2021, 4:01 Uhr – EU-Parlament entscheidet über Corona-Aufbaufonds

Das Europaparlament wird heute endgültig über den milliardenschweren Corona-Aufbaufonds entscheiden. Der Fonds ist der wichtigste Teil eines 750 Milliarden-Euro-Programms, mit dem in den EU-Staaten die Folgen der Pandemie abgefedert werden sollen. Beobachter rechnen mit einer breiten Zustimmung der Abgeordneten – das erste Geld soll voraussichtlich im Sommer fließen.

10.2.2021, 2:28 Uhr – Weil: Erstmal kein Stufenplan für Lockerung

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), aber auch einige Länderchefs haben sich für eine Verlängerung des Lockdowns ausgesprochen – zum Beispiel der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Eine Fortsetzung bis zum 1. März sei realistisch, sagte er in den ARD Tagesthemen. Auch er findet, dass es einen Stufenplan für bundesweite Lockerungen geben sollte - rechnet damit aber noch nicht heute.

10.2.2021, 0:30 Uhr – Intensivmediziner warnen vor Schul- und Kita-Öffnung

Intensivmediziner warnen davor, Anfang März Schulen und Kitas zu öffnen. Man sehe die Gefahr, dass sich durch die Mutationen unbemerkt eine dritte Welle aufbaue, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Lockdown müsse im bisherigen Umfang mindestens bis Anfang März fortgeführt werden. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten sei immer noch deutlich höher als im vergangenen Frühjahr. Die Mitarbeiter könnten nicht dauerhaft im roten Bereich arbeiten, so Marx.

9.2.2021, 17:01 Uhr – Mutationen in Tirol: Ausreise zunächst nur noch mit Test

Österreich verhängt im Kampf gegen eine Ausbreitung der Corona-Mutationen nun doch schärfere Maßnahmen in Tirol. Aus dem Bundesland sei – von Osttirol abgesehen – vom kommenden Freitag an für zehn Tage eine Ausreise nur noch mit negativem Corona-Test möglich, sagte Kanzler Sebastian Kurz in Wien.

9.2.2021, 15:04 Uhr – Studie: Mehr Infektionen durch „Querdenken“-Demos

Zwei „Querdenker“-Demonstrationen im November 2020 haben laut einer Studie zur starken Verbreitung des Virus in Deutschland beigetragen. An der Studie waren das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim und die Berliner Humboldt-Universität beteiligt. Die Forscher haben zwei Querdenker-Demos in Leipzig und Berlin unter die Lupe genommen. Dazu untersuchten sie auch die Inzidenz-Entwicklung in den Landkreisen, aus denen die Demonstranten mit Bussen zu den Demos anreisten. Ergebnis: Bis Weihnachten habe es einen deutlichen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in diesen Landkreisen gegeben. Die Wissenschaftler schätzen, dass 16.000 bis 21.000 Covid-19-Infektionen hätten verhindert werden können, wenn diese beiden Demos nicht stattgefunden hätten.

9.2.2021, 11:35 Uhr – FDP legt Konzept für Lockerungen der Corona-Maßnahmen vor

Die FDP hat einen Sieben-Stufenplan vorgelegt, der Lockerungen und Öffnungen im öffentlichen Leben, Handel und für Schulen ermöglichen soll. Bei dem Plan soll das Infektionsgeschehen in einzelnen Regionen ausschlaggebend sein. So sollen neben den Fallzahlen pro Woche auch regionale Werte eine Rolle spielen. Das wären zum Beispiel: Erkrankungen der über 50-jährigen, Belastung der Krankenhäuser, Verteilung des Infektionsgeschehens und tatsächlichen Kapazitäten in Gesundheitsämtern. „Wir glauben, dass wir den Menschen damit eine Perspektive geben“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Christine Aschenberg-Dugnus. Bei wechselnden Regeln würden viele Menschen die Motivation, die Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten, verlieren. Der Stufenplan soll morgen in den Bundestag eingebracht werden.

9.2.2021, 11:25 Uhr – Gericht lehnt Entschädigung für Restaurantbetreiber aus NRW ab

Ein Besitzer eines Restaurants aus Neuss hat 24.000 Euro von seiner Versicherung gefordert. Das sei die Leistung für 30 Tage, in denen der Gastrobetrieb aufgrund der Corona-Verordnungen schließen musste. Das Landgericht Düsseldorf lehnte die Klage des Gastwirts ab. Die Begründung: Bei Vertragsabschluss im Jahr 2000 war das Coronavirus nicht im Infektionsschutzgesetz aufgeführt. Der Versicherer müsse nicht für Schäden haften, die durch das Auftreten von Krankheiten und Erregern entstünden, die erst später Inhalt des Gesetzes geworden sind.

9.2.2021, 11:25 Uhr – Zahl der Intensivpatienten in Deutschland sinkt

In deutschen Kliniken werden mittlerweile etwa ein Drittel weniger Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt als Anfang Januar, das hat der designierte Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt. Bei möglichen Lockerungen müssten Bund und Länder das nötige Augenmaß walten lassen, forderte Gaß. Dabei müsse auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Kliniken im Blick behalten werden. Mit dem Auslaufen der staatlichen Corona-Zahlungen an die Krankenhäuser Ende September und der fast zeitgleich einsetzenden zweiten Welle könne sich inzwischen kein Krankenhaus in Deutschland mehr darauf verlassen, sicher und wirtschaftlich unbeschadet durch das Jahr 2021 zu kommen.

9.2.2021, 11:18 Uhr – Großbritannien will drei negative Corona-Tests bei Einreise

Das Gesundheitsministerium hat mitgeteilt, dass Personen, die nach Großbritannien einreisen wollen, künftig einen negativen Corona-Test bei der Ankunft und zwei weitere Tests während einer zehntägigen Quarantäne vorlegen müssen. Die Tests sollen demnach an Tag zwei und Tag acht der Quarantäne durchgeführt werden. Für die Kosten müssen Reisende selbst aufkommen. Bisher musste jeder, der einreist, bei seiner Ankunft ein negatives Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 72 Stunden ist.

9.2.2021, 11:15 Uhr – Lauterbach rechnet mit dritter Welle

Der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) hat vor einer dritten Corona-Welle gewarnt. Vor allem die Ausbreitung von Virusmutationen stelle aus seiner Sicht ein großes Risiko dar. Er schätzt, dass Ansteckungen mit Mutanten inzwischen in Deutschland 20 Prozent bei den Infektionen ausmachen. Darum sei es aus seiner Sicht zu früh, den Lockdown zu lockern.

(1) Ich komme in eigenen Berechnungen zu ähnlichen Ergebnissen. Dabei gehe ich von Wachstumsrate heute +35%/Woche aus, entspricht erhöhten R-Wert ca 40%. Dann hätten wir Stand heute ca 20% B117/B1351. Fallzahlen sinken dann bis Ende Februar, dann 3. Welle https://t.co/9AACPqBZJJ

9.2.2021, 10:45 Uhr – RKI: Fälle aus NRW nicht in täglichen Infektionszahlen enthalten

In den von den Gesundheitsämtern täglich an das Robert Koch-Institut übermittelten Infektionszahlen sind heute etwa 600 Fälle aus Nordrhein-Westfalen nicht mitberechnet worden. Sie wurden nicht fristgerecht gemeldet, teilte das RKI mit. Die fehlenden Fälle werden in die morgige Statistik einfließen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sei deswegen um 0,8 zu niedrig, liege aber immer noch unter 75.

9.2.2021, 8:45 Uhr – Karliczek macht weiter keine klaren Vorgaben für Schulen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will weiterhin keine klaren Corona-Vorgaben für die Schulen in Deutschland machen. Karliczek sagte im Morgenmagazin von ARD und ZDF, Wissenschaftler arbeiteten im Moment an Konzepten. Wenn es um Schulen und Schulbusse gehe, müsse man das Infektionsgeschehen je nach Region betrachten. Die Kommunen müssten daher selbst entscheiden, so die Ministerin.

9.2.2021, 6:50 Uhr – Bericht: Weitere 6,2 Milliarden Euro für Impfstoff freigegeben

Das Bundesfinanzministerium hat weitere 6,2 Milliarden Euro zur Impfstoff-Beschaffung freigegeben, wie das Handelsblatt berichtet. Die Zeitung beruft sich auf ein Schreiben des Ministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags.

9.2.2021, 6:20 Uhr – Gesundheitsämter melden 3.379 Corona-Neuinfektionen

In den vergangenen 24 Stunden meldeten die deutschen Gesundheitsämter dem RKI 3.379 weitere Corona-Infektionen. Außerdem wurden 481 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6.114 Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Ansteckungen mit dem Coronavirus ist damit zum ersten Mal seit drei Monaten unter den Wert von 75 gesunken.

9.2.2021, 6:10 Uhr – Neue Corona-Impfverordnung: Menschen mit Vorerkrankungen jetzt in Gruppe zwei

Das Bundesministerium hat die Corona-Impfverordnung aktualisiert. Nach dieser sind nun auch Risikopatienten mit gewissen Vorerkrankungen in Impfgruppe zwei vorgerückt. Zu dieser Gruppe gehören Menschen mit Krebs ohne gestopptem Tumorwachstum, mit schwerer chronischer Lungenerkrankung, mit chronischer Leber- oder Nierenerkrankung, mit Diabetes mit hohen Blutzuckerwerten, mit Fettleibigkeit mit Body-Mass-Index über 40, mit Demenz, geistiger Behinderung, bipolarer Störung, Schizophrenie, schwerer Depression, Trisomie 21 sowie nach Organtransplantationen - und auch Menschen, denen ein Arzt hohes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf bescheinigt.

Außerdem sollen auch in Gruppe zwei vorrücken: bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen zu Hause oder von Schwangeren (Schwangere selbst normalerweise nicht), sowie Ärzte, Polizei – und Ordnungskräfte insbesondere für Demonstrationen, Beschäftigte von Gesundheitsdiensten und Kliniken, Bewohner von Obdachlosen- und Asylbewerberunterkünften und Betreuer von Menschen mit geistiger Behinderung. Für die gesamte Gruppe zwei gilt: Wer unter 65 ist, soll vorrangig den Astrazeneca-Impfstoff erhalten.

Das steht in der neuen #Impfverordnung https://t.co/sNECu0vi0k #Corona #Impfung https://t.co/Sey3TJM0Y7

9.2.2021, 5:10 Uhr – Ausbruch bei Würth mit britischer Mutation

Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart hat der Deutschen Presse-Agentur bestätigt, dass etwa 40 Mitarbeiter des Schrauben- und Werkzeughändlers Würth positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Bei der Überprüfung im Labor wurde in drei Fällen festgestellt, dass es sich um die noch ansteckendere Corona-Mutation aus Großbritannien handelt. Es werde damit gerechnet, dass in weiteren Proben diese Virusvariante nachgewiesen wird.

9.2.2021, 4:20 Uhr – Deutsche Großkonzerne wollen sich an Impfkampagne beteiligen

Sobald es ausreichend Vakzin für die breite Bevölkerung zur Verfügung steht, wollen 15 große Unternehmen die Corona-Impfungen unterstützen. Das ergab eine Umfrage der Zeitung Rheinische Post in Nordrhein-Westfalen. Die Unternehmen würden auf freiwilliger Basis die eigenen Mitarbeiter impfen. Entsprechende Pläne haben der Umfrage zufolge die Konzerne Bayer, Deutsche Telekom, Deutsche Post, Eon, Ergo, Evonik, Gea, Henkel, Lanxess, LEG Immobilien, RWE, Targobank, ThyssenKrupp, Uniper und Vodafone Deutschland. Sie beschäftigen global mehr als 1,1 Millionen Menschen, in Deutschland mehr als 400.000 Mitarbeiter.

9.2.2021, 2:10 Uhr – Lufthansa bereitet Piloten auf Neustart nach Corona-Krise vor

Mit einem umfangreichen Schulungsprogramm bereitet die Lufthansa ihre Pilotinnen und Piloten auf den Neustart nach der Corona-Pandemie vor. So gäbe es Trainings mit Simulatorenschichten, sagte Konzernsicherheitspilot Andreas Flaig den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In der Pandemie mit einem deutlich reduziertem Flugangebot seien etliche Piloten der Lufthansa zur Zeit gar nicht im Einsatz, zum Beispiel alle 350 Piloten die den Superjumbo Airbus A380 steuern. Der Lufthansa-Konzern habe in der Corona-Pandemie 400 seiner 700 Flugzeuge geparkt oder längerfristig abgestellt, so Flaig. Diese gingen erst nach einem umfangreichen Testprogramm wieder in den Flugbetrieb.

9.2.2021, 00:02 Uhr – WHO für Einsatz von Astrazeneca-Impfstoff bei über 64-Jährigen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt einem Medienbericht zufolge den Einsatz des Astrazeneca-Impfstoffs bei Erwachsenen in allen Altersgruppen. Das berichtet der Daily Telegraph. Außerdem befürworte die WHO die Strategie, wonach die zweite Impfung bis zu zwölf Wochen verschoben werden könne. In Deutschland hat die Ständige Impfkommission die Anwendung des Impfstoffes bei 18- bis 64-Jährigen empfohlen. In Großbritannien werden auch ältere Menschen mit dem Mittel geimpft. Astrazeneca selbst hat Berichte über eine geringere Wirksamkeit seines Impfstoffs bei älteren Menschen zurückgewiesen.

Deutschland

In der EU EMA empfiehlt Astrazeneca-Zulassung für alle über 18 Jahre

Die EMA hat die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca in der EU empfohlen. Inzwischen hat auch die EU-Kommission den Einsatz des Mittels genehmigt.  mehr...

8.2.2021, 23:20 Uhr – Berichte über Lockdown-Verlängerung

Vor dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch mehren sich Berichte darüber, dass die geltenden Kontaktbeschränkungen um mindestens zwei Wochen verlängert werden sollen. Das berichten unter anderem der Business Insider und das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

8.2.2021, 20:50 Uhr - Bundeswehr beginnt Arbeit in Portugal

Die Bundeswehr hat damit begonnen, schwerkranke Corona-Patienten in Portugal zu versorgen. 26 Ärzte und Pfleger sind vergangene Woche nach Lissabon geflogen. Nach einer Einweisungsphase betreuen die Deutschen jetzt in einem Lissaboner Krankenhaus bis zu acht Patienten. Der Einsatz ist zunächst auf drei Wochen angelegt, kann jedoch verlängert werden. Portugal ist besonders stark von der wahrscheinlich ansteckenderen Corona-Mutation aus Großbritannien betroffen.

8.2.2021, 20:00 Uhr - EU kauft weitere 300 Millionen Impfdosen bei Biontech/Pfizer

Die EU-Kommission hat einen Kaufvertrag über weitere 300 Millionen Impfdosen mit Biontech/Pfizer abgeschlossen. Die ersten 300 Millionen Dosen hatte die EU im November bestellt und Anfang Januar bekannt gegeben, dass man über die Lieferung von 300 Millionen weiteren Dosen verhandele. Dieser Kaufvertrag ist nun abgeschlossen. 200 Millionen Dosen der neuen Bestellung sollen noch in diesem Jahr geliefert werden.

Klarheit im Impfchaos Die Schritte bis zur Corona-Impfung: Das müsst ihr tun

Eine unklare Informationslage, überlastete Hotlines und weite Anfahrtswege zu Impfzentren: Für viele Menschen ist die Lage seit Impfstart weiter undurchsichtig. Deshalb gibts hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, was ihr in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz tun müsst.  mehr...

8.2.2021, 19:15 Uhr - Giffey: Kitas schrittweise öffnen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will bei dem für Mittwoch geplanten Treffen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf einen Plan zur schrittweisen Öffnung von Kitas drängen. Giffey sagte nach einem Treffen mit Fachleuten zur Corona-Lage bei der Kindertagesbetreuung: „Wir brauchen Öffnungsperspektiven.“

8.2.2021, 17:28 Uhr Insider: Merkel will Infektionszahlen noch zwei Wochen „drücken“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der Onlinekonferenz des CDU-Präsidiums nach Angaben aus Teilnehmerkreisen betont, dass man sich noch zwei Wochen bemühen müsse, die Infektionszahlen „nach unten zu drücken“. Bei der Belegung von Intensivbetten liege man immer noch über dem Höchststand der ersten Welle im Frühjahr 2020, man könne also nicht von einer Entspannung sprechen, wird Merkel zitiert.

Man werde am Mittwoch über Wege zu einer schrittweisen Öffnung von Schulen und Kitas reden, damit diese Planungssicherheit bekämen. Damit habe sie aber keine Öffnung ab dem 15. Februar angedeutet, wird zugleich betont.

8.2.2021, 17:00 Uhr – Spahn: „Alle drei Impfstoffe sind effektiv“

In der Debatte um eine möglicherweise zu geringe Wirksamkeit gegen Mutationen, versucht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Zweifel an den Corona-Impfstoffen auszuräumen:

8.2.2021, 15:14 Uhr – Mehrere Virus-Mutationen: Italienische Provinz macht dicht

Aus Angst vor der Ausbreitung zweier Corona-Mutationen in der italienischen Provinz Perugia hat die zuständige Regionalregierung einen Lockdown verhängt. Mehrere Fälle sowohl der britischen als auch der brasilianischen Variante des Coronavirus seien festgestellt worden, hieß es in einer Mitteilung der Region Umbrien. In der Provinz Perugia und einigen Kommunen der angrenzenden Provinz Terni gelten deshalb ab Montag für etwas mehr als zwei Wochen die Regeln der Roten Zone.

8.2.2021, 14:13 Uhr – Österreich verhängt Reisewarnung für Tirol

Österreich hat für das eigene Bundesland Tirol wegen der brisanten Corona-Lage ab sofort eine Reisewarnung verhängt. Die Regierung des Bundeslandes teilte mit, die südafrikanische Coronavirus-Variante habe sich in Tirol schnell ausgebreitet. „Daher ist alles zu tun, um zu verhindern, dass sich diese Mutationen immer weiter ausbreiten“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Die politische Riege Tirols hatte sich im Vorfeld vehement gegen Verschärfungen ausgesprochen und kurz vor der Verkündung ein eigenes Maßnahmenpaket verkündet. Alle nicht notwendigen Reisen nach Tirol sollen laut Appell unterlassen werden. Zudem fordert die Regierung alle Urlauber, die sich in den vergangenen zwei Wochen in Tirol aufgehalten haben, zu einem Corona-Test auf. Reisende aus Tirol sollen sich vor der Fahrt in ein anderes Bundesland ebenfalls testen lassen.

8.2.2021, 12:45 Uhr – Gericht kippt nächtliche Ausgangssperre in Baden-Württemberg

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat die coronabedingte nächtliche Ausgangssperre gekippt. Demnach muss die Vorschrift in der Corona-Verordnung, die eine nächtliche Ausgangsbeschränkung von 20 Uhr bis 5 Uhr vorsieht, außer Vollzug gesetzt werden. Zum letzten Mal findet sie in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Anwendung. Damit war der Eilantrag einer Klägerin aus Tübingen erfolgreich.

8.2.2021, 12:15 Uhr – Studie: Rund 1,5 Milliarden Euro Schaden, weil Karneval ausfällt

Keine Straßenumzüge, keine Prunksitzungen und keine Faschingspartys: Der coronabedingte Ausfall des Karnevals verdirbt vielen Einzelhändlern, Gastronomen und Hoteliers das Geschäft. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) beziffert den wirtschaftlichen Schaden durch den Ausfall der diesjährigen Session bundesweit mit rund 1,5 Milliarden Euro. Zuvor hatte das Nachrichtenportal t-online über die Studie berichtet. Die IW-Experten berücksichtigten in ihrer Studie nicht nur den Kölner Karneval, sondern auch den in Düsseldorf und Mainz.

8.2.2021, 11:30 Uhr – Karliczek fordert „großes Programm“ für benachteiligte Schüler

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat eine gemeinsame Kraftanstrengung mit den Ländern gefordert, um benachteiligte Schüler in der Pandemie zu unterstützen. „Wir brauchen ein großes Programm, damit wir den Kindern und Jugendlichen helfen, nach der Pandemie wieder richtig in die Spur zu kommen“, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Es geht ja nicht nur um Wissensvermittlung, sondern ganz stark auch um Persönlichkeitsentwicklung und soziales Miteinander.“ Hierzu müssten Bund und Länder einen gemeinsamen Rahmen schaffen, forderte die Ministerin. Sie sei mit den Ländern im Gespräch, um ein entsprechendes Programm auf den Weg zu bringen.

8.2.2021, 10:40 Uhr – Einzelhandelsverband HDE fordert einen schrittweisen Ausstieg aus dem Lockdown

„Die geschlossenen Handelsunternehmen brauchen schleunigst eine realistische Öffnungsperspektive. Ansonsten werden wir zehntausende Geschäfte verlieren“, hat HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth gewarnt. Erste Schritte müssten auch bei einer Inzidenz von über 50 möglich sein. Denkbar wären strengere Vorgaben für die Kundenzahl oder die Hygiene. Ein vom HDE beauftragtes Gutachten der Berufsgenossenschaft sowie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin habe unter den Beschäftigten der Branche kein erhöhtes Infektionsgeschehen festgestellt. Dies sei „Ein klarer Beweis, dass auch für die Kunden im Einzelhandel ein sicheres Einkaufen möglich ist“, so Genth.

8.2.2021, 7:40 Uhr – Krankenhaus Calw nach massivem Corona-Ausbruch unter Quarantäne

Mehr als 300 Ärzte und Pflegekräfte des Krankenhauses Calw müssen in eine „Pendler-Quarantäne“, das heißt, sie dürfen sich nur noch zu Hause oder bei der Arbeit aufhalten. Auch alle Angehörigen der Mitarbeiter und die Patienten sind betroffen – Medienberichten zufolge insgesamt mehr als 600 Menschen. Grund für die strengen Maßnahmen ist ein Coronavirus-Ausbruch quer durch alle Klinikstationen. Ob es sich dabei um die hochansteckende Virus-Mutante handelt, wird zurzeit untersucht. Wie sich das Virus trotz der Hygiene-Regeln – Maske plus negativer Test – so massiv ausbreiten konnte, ist noch unklar. Der Betrieb an der Klinik wurde entsprechend eingeschränkt.

Calw

Keine Corona-Mutation nachgewiesen Corona-Lage am Kreisklinikum Calw entspannt sich

Die Corona-Situation am Calwer Kreisklinikum beginnt sich langsam zu entspannen. Am Dienstag wurde die Quarantäne für die Angehörigen der Beschäftigten aufgehoben.  mehr...

8.2.2021, 7:40 Uhr – Medienbericht: Pläne für sichere Schulöffnungen vom Bildungsministerium

Ein vom Bildungsministerium geförderter Leitfaden, der der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt, empfiehlt Maßnahmen für eine sichere Schulöffnung. Feste Gruppen, gestaffelter Unterricht und Maskenpflicht sollen beispielsweise helfen, dass Schulöffnungen trotz Pandemie wieder möglich gemacht werden können.

Leitlinien für Präsenzunterricht Leitfaden für Corona-Schutz in Schulen vorgestellt

Wie kann der Schulbetrieb sicherer werden? Bildungsministerin Karliczek und Experten haben dazu einen Leitfaden mit Empfehlungen vorgestellt.  mehr...

8.2.2021, 6:38 Uhr – RKI: 4.535 Neuinfektionen und 158 weitere Todesfälle

In Deutschland steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle um 4.535. Die Gesundheitsämter melden dem Robert-Koch-Institut außerdem 158 weitere Todesfälle binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 76,0. Die Bundesregierung strebt einen Wert unter 50 an. Am Wochenende sind die Zahlen allerdings oft niedriger, da weniger getestet wird und nicht alle Gesundheitsämter Daten weiterleiten.

8.2.2021, 6:16 Uhr – Bundeswehrverband: Staatsversagen in der Pandemie

Der Deutsche Bundeswehrverband warnt, dass Corona-Hilfseinsätze von Soldaten, die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr gefährden könnten. Verbandschef André Wüstner sagte der Rheinischen Post, es sei ein Wahnsinn, dass die Bundeswehr seit mehr als einem Jahr ununterbrochen im Kampf gegen die Pandemie aushelfe, weil es andere schlichtweg nicht gebacken bekämen. Daran zeige sich, dass die Strukturen zur Katastrophenbewältigung systematisch vernachlässigt worden seien. Es räche sich jetzt, dass die Gesundheitsämter und andere Institutionen völlig unzureichend ausgestatten seien. Wüstner spricht in dem Zusammenhang von einem Staatsversagen. Dauerhaft könne die Bundeswehr nicht 25.000 Soldaten für die Amtshilfe abstellen, weil sie dann Gefahr laufe, nicht einsatzfähig zu sein.

8.2.2021, 5:34 Uhr – Altmaier entschuldigt sich wegen schleppender Auszahlung von Corona-Hilfen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich für die schleppende Auszahlung von Corona-Hilfen entschuldigt. Wenn er irgendeine Möglichkeit gesehen hätte, die Hilfen zu beschleunigen, hätte er es gemacht, sagte er der „Bild“-Zeitung. Er räumte ein, der Staat sei bei diesen Hilfen zu schwerfällig gewesen und müsse schneller werden.

8.2.2021, 5:14 Uhr – Österreich lockert Corona-Maßnahmen und verschärft Grenzkontrollen

Österreich hat seine Corona-Einschränkungen gelockert. Schulen, Museen und Geschäfte dürfen wieder öffnen. Besucher und Kunden müssen aber medizinische Masken tragen. Für Besuche bei Friseuren muss zusätzlich ein negativer Corona-Test vorgelegt werden. Gleichzeitig will Österreich die Grenzkontrollen zu allen Nachbarländern verschärfen. Damit soll verhindert werden, dass sich das Virus durch Reisen weiterverbreitet. Die CSU hat die Lockerungen in Österreich als „unverantwortlich“ kritisiert. Bayern will deswegen ebenfalls die Grenzkontrollen verstärken.

7.2.2021, 21:28 Uhr – Südafrika stoppt Einsatz von Astrazeneca-Impfstoff

Südafrika stoppt den Einsatz des Astrazeneca-Impfstoffs gegen das Coronavirus. Im Gesundheitsministerium hieß es, weitere Beratungen von Wissenschaftlern sollten abgewartet werden, bevor das Mittel wieder verimpft werde. Gestern hatte das britisch-schwedische Unternehmen Astrazeneca eingeräumt, dass sein Impfstoff bei der Südafrika-Mutation des Virus leichte bis mittelschwere Covid-Verläufe nicht verhindern kann. Der Schutz durch den Impfstoff sei also begrenzt. In vielen Ländern gilt für das Präparat von Astrazeneca zudem eine Altersempfehlung.

7.2.2021, 20:39 Uhr – Söder gegen baldige Lockerungen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Forderungen nach Corona-Lockerungen zurückgewiesen. Er gehe davon aus, dass der Lockdown auch nach dem 14. Februar verlängert werden müsse, sagte er im ARD-Bericht aus Berlin. „Es hat ja keinen Sinn, jetzt abzubrechen.“ Außerdem hält Söder einen Plan für einen deutschlandweit einheitlichen Ausstieg aus dem Corona-Lockdown für schwer umsetzbar. Corona halte sich nicht an Termine, die die Regierung setzt. Es sei ärgerlich, jetzt Stufenpläne zu entwickeln, die dann möglicherweise nicht zu halten sind. Die thüringische Landesregierung hatte heute - drei Tage vor der nächsten Konferenz von Bund und Ländern - ein solches einheitliches Lockerungskonzept vorgestellt.

7.2.2021, 19:02 Uhr – Bayern verstärkt die Grenzkontrollen zu Nachbarländern

Bayern verstärkt die Grenzkontrollen zu Österreich und Tschechien. Das hat Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mitgeteilt und von einer brenzligen Corona-Lage gesprochen. Herrmann sagte der Zeitung „Münchner Merkur“, er habe auch eine verstärkte Schleierfahndung angeordnet: bei Grenzpendlern und Reiserückkehrern. Gleichzeitig gibt es schärfere Einreiseregeln in mehreren deutschen Nachbarländern, wie zum Beispiel in Österreich oder Dänemark.

7.2.2021, 18:44 Uhr – Tourismusbeauftragter rechnet mit Reiseboom in Deutschland

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung,Thomas Bareiß, geht davon aus, dass die meisten Deutschen dieses Jahr im eigenen Land vereisen werden. Das sagte er dem Wirtschaftsmagazin „Business Insider". Auslandsreisen werden seiner Meinung nach schrittweise auch wieder möglich sein, Fernreisen aber unter anderem wegen der Verzögerung beim Impfen eher nicht.

7.2.2021, 18:28 Uhr – Großbritannien: Mehr als zwölf Millionen Geimpfte

In Großbritannien haben inzwischen mehr als zwölf Millionen Menschen ihre erste Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Das zeigen aktuelle Zahlen der Regierung. Großbritannien hatte früher und umfangreicher bei verschiedenen Impfstoffherstellern bestellt und ist deswegen weniger stark von Lieferengpässen betroffen als andere Länder. In Deutschland haben laut Robert-Koch-Institut 2,2 Millionen Menschen ihre erste Impfung erhalten - das sind 2,7 Prozent der Gesamtbevölkerung.

7.2.2021, 16:10 Uhr – Spahn will Impfungen beschleunigen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Corona-Impfungen mit einer neuen Verordnung beschleunigen und flexibler machen. "So kann die Impfkampagne weiter an Fahrt aufnehmen", sagte Spahn der Deutschen Presse-Agentur. Die neue Impfverordnung, die morgen in Kraft treten soll, sieht einige Änderungen bei der Einstufung der Bevölkerung in drei vorrangig zu impfende Gruppen vor. Anders als bisher sollen zum Beispiel Menschen mit bestimmten schweren Krankheiten schneller berücksichtigt werden.

7.2.2021, 15:55 Uhr – Österreich verschärft Grenzkontrollen

Österreich will aus Sorge vor der Verbreitung des Coronavirus Grenzkontrollen zu Deutschland und den weiteren Nachbarländern ab morgen massiv verschärfen. So sollen alle nicht notwendigen Reisen in der Pandemie verhindert werden, teilte das Innenministerium mit.

"Die Grenzkontrollen dienen als Wellenbrecher für Infektionsketten, die gerade durch neue Virusmutationen immer gefährlicher werden", sagte Innenminister Karl Nehammer. 

7.2.2021, 14:28 Uhr – Städtetag fordert: Lehrer und Erzieher müssen früher geimpft werden

Der Deutsche Städtetag plädiert dafür, Lehrer und Erzieher früher als bisher geplant zu impfen. Sobald das Infektionsgeschehen es zulasse, müssten Kitas und Schulen stufenweise wieder geöffnet werden, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Zuvor hatte sich bereits Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) dafür ausgesprochen, Lehrer und Erzieher priorisiert zu impfen. Da nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca nur an Menschen unter 65 Jahren verabreicht werden soll, könnte diese Vakzin „schon bald für Lehrerinnen und Lehrern und Erzieherinnen und Erzieher angeboten werden“, sagte Karliczek den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

7.2.2021, 13:20 Uhr – Großbritannien rechnet mit jährlicher Corona-Impfung

Großbritannien rechnet mit einer regelmäßigen Auffrischung der Coronavirus-Impfung. „Wir sehen sehr wahrscheinlich eine jährliche oder eine Auffrischungsimpfung im Herbst und dann eine jährliche (Impfung)“, sagte der für den Einsatz der Impfstoffe verantwortliche Minister Nadhim Zahawi der BBC. So werde es auch bei Grippeimpfungen gemacht, „wo man schaut, welche Variante des Virus sich auf der Welt ausbreitet.“

7.2.2021, 11:40 Uhr – Trotz Corona: Amsterdamer Nachtschwärmer liefern sich Schneeballschlacht mit der Polizei

Dam 07.02.2021 05:10 #Amsterdam #sneeuw ⁦@Politie_Adam⁩ https://t.co/QNQlIi1l0q

Mitten in Amsterdam haben sich heute früh gegen 5 Uhr Spaziergänger eine Schneeballschlacht mit der Polizei geliefert. Umstehende filmten die ungewöhnliche Szene: In Amsterdam liegt selten Schnee. Sowohl die Bürger als auch die Polizisten verstießen damit gegen die Corona-Regeln für das Winterwetter. Die niederländische Regierung hatte erst gestern neue Schnee-Regeln erlassen: Danach sind Schneeballschlachten nur mit dem eigenen Haushalt erlaubt.

7.2.2021, 9:50 Uhr – Experte: Corona-Impfungen für Kinder möglicherweise erst 2022

Bis es Corona-Impfungen für Kinder gibt, wird es wohl noch Monate dauern. Fred Zepp, Mitglied der Ständigen Impfkommission, rechnet damit erst frühestens Ende des Jahres, eher Anfang nächsten Jahres. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuletzt in Aussicht gestellt, dass es bereits im Sommer einen Corona-Impfstoff für Kinder geben könnte. Der Wirkstoff von Biontech/Pfizer ist zurzeit ab 16 Jahren zugelassen, die von Moderna und Astrazeneca ab 18.

7.2.2021, 6:37 Uhr – Kretschmann räumt Fehler in der Corona-Politik ein

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Fehler im Corona- Krisenmanagement eingeräumt. „Der Lockdown light im November war falsch, die Einschränkungen gingen nicht weit genug“, sagte er dem Tagesspiegel am Sonntag. Auch bei den Planungen für die Impfungen habe es Fehler gegeben:

Wo EU und Regierungen daneben lagen Kretschmann räumt Irrtümer in der Corona-Politik ein

Man habe unter Druck handeln müssen, sagt Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann: „Dabei passieren Fehler, das ist leider so.“ Welche das sind, lest ihr im Text.  mehr...

7.2.2021, 5:55 Uhr – RKI: 8.616 Neuinfektionen und 231 neue Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 8.616 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 231 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vor genau einer Woche waren 11.192 Neuinfektionen und 399 Todesfälle verzeichnet worden. Am Wochenende fallen die Zahlen meist niedriger aus, weil nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten melden und weniger getestet wird.

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Deutschland ist auf unter 4.000 gesunken. Das geht aus der Zeitreihe der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin hervor. Zuletzt lag die Zahl am 3. Dezember unter 4.000, danach war sie bis Anfang Januar auf über 5.700 Behandelte gestiegen.

7.2.2021, 5:09 Uhr – Neue Probleme mit Astrazeneca-Impfstoff

Mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca gibt es neue Probleme. Das Unternehmen hat einen Bericht der Financial Times bestätigt. Danach ist der Impfstoff bei der Südafrika-Mutation des Virus nicht ausreichend wirksam. Am Montag sollen entsprechende Studien-Ergebnisse vorgestellt werden. Astrazeneca räumte ein, dass erste Daten die verringerte Wirksamkeit gezeigt hätten. Das Resultat: milde und mittelschwere Verläufe bei Patienten mit der Südafrika-Variante des Coronavirus.

Schwere Verläufe könnten mit dem Impfstoff aber verhindert werden, sagt Astrazeneca. In Deutschland dürfen die Dosen nur bei Menschen unter 65 Jahren eingesetzt werden. Die ersten Lieferungen sind inzwischen in mehreren Bundesländern angekommen.

7.2.2021, 00:57 Uhr – Stufenplan für Schulöffnungen gefordert

Mehrere Verbände und Gewerkschaften haben Bund und Länder aufgefordert, bei ihren Beratungen am Mittwoch einen einheitlichen Stufenplan für Schulöffnungen zu verabschieden. Die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Susanne Lin-Klitzing, sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", Schulen seien nicht auf Knopfdruck zu öffnen. Man bräuchte dafür einen Plan, der sich am Infektionsgeschehen orientiere, und der die bestmögliche Sicherheit für alle Beteiligten ermögliche. Auch die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Tepe, sagte, das föderale Durcheinander müsse endlich beendet werden. Es brauche einen einheitlichen Stufenplan.

6.2.2021, 21:06 Uhr – Mannheim: 1.200 Teilnehmer bei nicht genehmigter Demo

Bei einer nicht angemeldeten Demonstration gegen die Corona-Schutzmaßnahmen haben sich nach Angaben der Polizei rund 1.200 Menschen in rund 600 Autos auf einem Parkplatz in Mannheim eingefunden. Sie wollten einen Autokorso bilden, wie die Polizei am Abend mitteilte. Die Demonstration sei nach einer Verfügung der Versammlungsbehörde der Stadt Mannheim aufgelöst worden. Die Teilnehmer seien dem nur zögerlich nachgekommen. Es bildeten sich kleinere Autokorsos in der Stadt, die ebenfalls unterbunden wurden. Es gab Identitätsfeststellungen und Platzverweise. Für die Polizei sei es ein Großeinsatz gewesen, hieß es weiter. Es habe mindestens eine zweistellige Zahl von Anzeigen gegeben wegen Verstößen gegen das Versammlungsrecht.

6.2.2021, 19:55 Uhr – Kritik nach Verstößen gegen Impfreihenfolge in Sachsen-Anhalt

Nach mehreren bekanntgewordenen Verstößen gegen die Impfreihenfolge in Sachsen-Anhalt hat Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) die Verantwortlichen kritisiert. "Ich habe keinerlei Verständnis, wenn bundesweit festgelegte Impfreihenfolgen missachtet werden", sagte die Ministerin. "Das gilt für Stendal, das gilt für Wittenberg, das gilt für Halle." Aus allen drei Kreisen waren zuvor Verstöße bekannt geworden.

Am Donnerstag war zunächst bekannt geworden, dass der Landkreis Stendal im Januar mehr als 300 Polizistinnen und Polizisten geimpft hatte. Heute räumte dann Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) ein, dass er und zehn Stadträte schon geimpft worden seien. Auch der Landrat von Wittenberg, Jürgen Dannenberg (Linke), und sein Stellvertreter sollen das Vakzin laut Medienberichten schon erhalten haben.

6.2.2021, 18:15 Uhr - Virtueller Karneval in Venedig

Venedig feiert trotz Corona von heute an Karneval via Internet. Für dieses Wochenende waren rund eineinhalb Stunden lange bunte Programme mit Künstlern per Streaming angekündigt. Ein Großteil der Events sollte aus dem Palazzo Vendramin-Calergi, wo ein Spielcasino sitzt, übertragen werden. Die Veranstalter hatten angekündigt, dass es diesmal wegen der Pandemie nicht um echtes Dabeisein gehe, sondern ums weltweite Zugucken beim ersten Streaming-Karneval Venedigs.

Normalerweise kommen Hunderttausende Menschen für das weltberühmte Fest in die norditalienische Hafenstadt. Mit Maskenbällen, Gondel-Paraden und Feuerwerken gehört er zu den wichtigsten Veranstaltungen der Stadt. 

6.2.2021, 16:32 Uhr – Karlsruhe: 300 Menschen bei „Querdenken“-Protest

In Karlsruhe haben rund 300 Menschen gegen die Anti-Corona-Beschränkungen demonstriert. Die „Querdenken“-Bewegung hatte die Veranstaltung als „politischen Gottesdienst“ bezeichnet. Es waren deutlich weniger Teilnehmer, als von den Organisatoren im Vorfeld angemeldet. Sie saßen auf selbst mitgebrachten Klappstühlen und gedachten gemeinsam mit einem in der Schweiz lebenden Pfarrer der – so wörtlich - „Opfer der Corona-Maßnahmen“. Auch etwa 180 Gegendemonstranten kamen. Laut Polizei hielten sich die Teilnehmer auf beiden Seiten weitgehend an die Mindestabstände. Im Vorfeld hatten die evangelische und katholische Kirche in Karlsruhe kritisiert, dass die Veranstalter das Wort "Gottesdienst" missbrauchen und instrumentalisieren sowie das Leid vieler Menschen bagatellisieren würden.

6.2.2021, 16:00 Uhr - Forderungen nach Schulöffnungen mehren sich

Politiker und Kinderschutzexperten haben eine baldige Öffnung von Kindertagesstätten und Schulen angemahnt. Die aktuelle Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie dauern bis Mitte Februar.

Leitlinien für Präsenzunterricht Leitfaden für Corona-Schutz in Schulen vorgestellt

Wie kann der Schulbetrieb sicherer werden? Bildungsministerin Karliczek und Experten haben dazu einen Leitfaden mit Empfehlungen vorgestellt.  mehr...

6.2.2021, 14:55 Uhr – Montgomery warnt vor bundesweiten Lockerungen

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat sich vor den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch gegen bundesweite Lockerungen ausgesprochen. „Ich warne davor, gleich auf Bundesebene eine Öffnung oder Lockerung ins Auge zu fassen“, sagte Montgomery der Passauer Neuen Presse.

„Klug wäre es, gemäß einem hoffentlich inzwischen vorliegenden Plan lokal und regional ab Unterschreiten der magischen Inzidenzgrenze von 50 Lockerungen vorzunehmen. Das hieße, dass man sich in einer Stadt oder einem Landkreis, in dem die Inzidenz schon bei 25 liegt, freier bewegen können sollte als in anderen mit höchsten Infektionsraten.“

6.2.2021, 13:20 Uhr – Erster Todestag: Chinesen gedenken totem Corona-„Whistleblower“

Zum ersten Todestag des Arztes, der als erster öffentlich vor dem neuen Coronavirus warnte, haben tausende Chinesen in den Online-Netzwerken Li Wenliang gewürdigt. Viele veröffentlichten am Samstag persönliche Botschaften und Kerzen-Emojis auf der Online-Plattform Weibo. „Du lebst für immer in den Herzen des chinesischen Volkes“, schrieb ein Nutzer. Die chinesische Regierung zeigte indessen keine Trauer - sie feierte die Zulassung eines neuen, im Land entwickelten Impfstoffs.

Li hatte im Dezember 2019 von Wuhan aus in den Online-Netzwerken von einem Sars-ähnlichen neuen Virus berichtet, das sich in der Stadt ausbreite und sehr gefährlich sei. Er war von der Polizei wegen der Verbreitung von "Gerüchten" gemaßregelt worden. Der Arzt starb im Februar vergangenen Jahres, nachdem er sich bei einem Patienten mit dem Coronavirus angesteckt hatte. Hier seine Geschichte:

Coronavirus in China Dieser Augenarzt warnte Ende Dezember vor dem Virus — jetzt ist er daran gestorben

In China hat es ein prominentes Opfer des Coronavirus gegeben. Dabei geht es um den Augenarzt Li Wenliang, der schon Ende Dezember vor dem Virus gewarnt hatte. Für viele gilt er jetzt als Held – und die Behörden stehen erneut als Betrüger da.  mehr...

6.2.2021, 13:08 Uhr – Biontech: Mehr Geld würde bei Ausbau der Impfstoffherstellung helfen

Dem Mainzer Impfstoffhersteller Biontech würde nach eigenen Angaben mehr Geld von Deutschland und der EU helfen, um die Produktionskapazitäten des Corona-Impfstoffs auszubauen. „Im vergangenen Jahr hätte uns mehr Geld nicht geholfen, weil wir den Produktionsprozess im großen Maßstab erst sicher aufstellen mussten“, sagte Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting dem Spiegel auf eine entsprechende Frage.

„Jetzt aber würde Geld helfen. Erst recht, wenn wir für nächstes Jahr eine Kapazität von drei Milliarden Dosen antizipieren sollen, wie es diese Woche bereits angefragt wurde.“ Poetting geht davon aus, dass der Bedarf an Impfstoff weiter steigen wird.

6.2.2021, 11:52 Uhr – Erste AstraZeneca-Impfdosen werden in Deutschland ausgeliefert

Von heute an sollen in Deutschland die ersten Lieferungen des Corona-Impfstoffs von AstraZenca verteilt werden. Einer Liste des Gesundheitsministeriums zufolge erhalten die Bundesländer insgesamt knapp 350.000 Impfdosen von dem britisch-schwedischen Hersteller. Für die kommende Woche ist eine weitere Lieferung von 390.000 Dosen des jüngst zugelassenen Wirkstoffs angekündigt.

Insgesamt will AstraZeneca nach eigenen Angaben bis Anfang März rund 3,2 Millionen Impfdosen liefern. Es wird der dritte Impfstoff sein, der in Deutschland verfügbar ist.

6.2.2021, 10:10 Uhr – BKA: Bedrohungen durch Corona-Leugner nehmen immer mehr zu

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat eine steigende Anzahl von Bedrohungen und Anfeindungen von Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten durch Corona-Leugner festgestellt. „Das betrifft Politiker, aber auch andere Personen wie etwa Virologen, die während der Pandemie in den Medien besonders präsent sind“, sagte BKA-Präsident Holger Münch in einem Interview mit dem Spiegel. „Immer häufiger registrieren wir Angriffe auf Journalisten. Die Emotionalisierung ist groß.“  Deshalb habe das BKA seine Schutzkonzepte in enger Abstimmung mit den Ländern angepasst.

 „Unter den Querdenkern sind Verschwörungstheoretiker, Esoteriker, aber auch Reichsbürger und Rechtsextremisten“, sagte Münch. „Es gibt also eine Nähe zu Radikalen, aber bislang keine Unterwanderung der kompletten Protestbewegung.“

Corona-Mythen Diskussion mit Verschwörungstheoretikern - So klappt's

Die einen sprechen von der „Corona-Lüge“ oder der „Fake-Pandemie“ und behaupten, das Virus gebe es gar nicht. Andere halten das Virus für gezüchtet – wahlweise von Bill Gates oder den Chinesen. Wie reagieren wir am besten, wenn Freunde oder Familienangehörige uns mit kruden Verschwörungstheorien konfrontieren? Tipps von einer Expertin:  mehr...

6.2.2021, 9:58 Uhr – Unzufriedenheit mit Krisenmanagement der Regierung wächst

In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bewerten nur noch 50 Prozent der Befragten das Regierungshandeln eher positiv. Im Oktober waren es noch 57 Prozent, während der ersten Corona-Welle im April sogar 67 Prozent. Heute zeigen sich 19 Prozent „sehr unzufrieden“ mit dem Krisenmanagement der Regierung und weitere 26 Prozent „eher unzufrieden“. Fünf Prozent machen keine Angaben.

6.2.2021, 8:05 Uhr – Großteil der Corona-Toten starb „an“ und nicht „mit“ Covid

Der Großteil der von Kieler Pathologen obduzierten Menschen, die sich vor ihrem Tod mit Corona infiziert hatten, ist tatsächlich an Covid-19 gestorben. „Bei 85 Prozent der Fälle konnten wir wirklich bestätigen, dass sie an Covid-19 verstorben sind“, sagte der Direktor des Instituts für Pathologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Christoph Röcken.

In Kiel wurden bislang mehr als 50 Menschen im Alter von 53 bis über 90 Jahre obduziert, die sich vor ihrem Tod mit Sars-CoV-2 angesteckt hatten. Nur ein kleiner Teil sei mit statt an Covid-19 gestorben, sagte Röcken.

6.2.2021, 7:03 Uhr – Spahn erwartet Impfstoff für Kinder ab Sommer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen Corona-Impfstoff für Kinder und Jugendliche in Aussicht gestellt. Er gehe davon aus, dass es ein solches Präparat ab Sommer geben werde. Es gebe inzwischen hoffnungsvolle Studien einiger Hersteller. Damit könnten vor allem Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen einen wirksamen Schutz bekommen, erklärte Spahn.

Die bislang verfügbaren Impfstoffe sind erst ab 16 oder 18 Jahren zugelassen. Außerdem räumte Spahn Schwierigkeiten beim Impfstart ein. Mindestens in den nächsten neun bis zehn Wochen werde Impfstoff noch knapp bleiben. Ab April werde sich die Lage aber deutlich bessern.

6.2.2021, 6:14 Uhr – RKI: Neuinfektionen sind weiter gesunken

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 10.485 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages gemeldet. Das sind rund 2.000 weniger als vor einer Woche. Außerdem wurden 689 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 77,3. Die Bundesregierung strebt einen Wert von unter 50 an.

6.2.2021, 4:43 Uhr – Steinmeier setzt Gedenkfeier für 18. April an

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier plant für den 18. April eine zentrale Gedenkfeier für die Corona-Toten. "Das Ziel der Gedenkfeier ist klar: Als Gesellschaft innehalten, den Hinterbliebenen eine Stimme geben, in Würde Abschied nehmen von den Toten", sagt Steinmeier der "Rheinischen Post". Die gesamte Staatsspitze solle neben den Hinterbliebenen an der Feier teilnehmen. Allerdings könne wegen der Pandemie nur eine begrenzte Zahl an Teilnehmern präsent sein.

5.2.2021, 19:53 Uhr – WHO appelliert, armen Ländern Impfstoff zu geben

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat die reichen Länder erneut dazu aufgerufen, Corona-Impfstoffe abzugeben - und zwar sobald sie mit der Impfung von Pflegepersonal und älteren Menschen durch seien. Tedros kritisierte, dass in manchen Ländern bereits jüngere Menschen ohne hohe Krankheitsrisiken geimpft würden. In den meisten anderen Ländern sei hingegen noch nicht eine einzige Impfdosis verabreicht worden.

5.2.2021, 18:54 Uhr – Doch keine 15-Kilometer-Regel in Ludwigshafen

Die Stadt Ludwigshafen will nun doch nicht die für Samstag geplante 15-Kilometer-Regel für die Bürger in Kraft setzen. Nachdem ein mutiertes Coronavirus nachgewiesen worden war, hatte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) am Freitagmittag die Bewegungseinschränkung angekündigt. Ihr sei vom Land keine andere Wahl gelassen worden. Am Abend kam dann überraschend die Meldung, dass die Stadt ihre Pläne zurückgezogen habe. Zur Begründung hieß es, dass es sich bei dem Testergebnis mit dem Corona-Mutanten um einen Einzelfall handele. Dies hätten die Corona-Tests bei den Bewohnern der betroffenen Asylunterkunft ergeben.

5.2.2021, 18:50 Uhr – Impfstoff gegen Mutationen: Curevac arbeitet mit Großbritannien zusammen

Das Tübinger Biotechnologieunternehmen Curevac arbeitet bei der Entwicklung und dem Vertrieb von Corona-Impfstoffen künftig mit Großbritannien zusammen. Zuvor gab es Vereinbarungen mit dem britischen Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline (GSK) und dem deutschen Pharmariesen Bayer. Ziel der Zusammenarbeit mit den Briten sei es auch, Impfstoffe gegen die neuen Mutationen zu entwickeln. Insgesamt wolle Curevac noch in diesem Jahr 300 Millionen Dosen und 2022 bis zu einer Milliarde Impfstoff-Dosen herstellen. Die zukünftigen Curevac-Impfstoffe sollen demnach teilweise in Großbritannien hergestellt und vertrieben werden. Curevac-Chef Franz-Werner Haas sagte, mit den Partnern sei man sehr gut aufgestellt. Man wolle gemeinsam auch der Pandemie einen Schritt voraus sein.

5.2.2021, 18:37 Uhr – Belgien öffnet Friseure

In Belgien dürfen Friseure ab Ende kommender Woche wieder öffnen - jedoch nur unter sehr strengen Hygieneregeln. Der belgische Regierungschef Alexander De Croo sagte, die Corona-Lage im Land sei recht stabil, dennoch müsse man weiter vorsichtig sein. Andere Berufe mit Körperkontakt, wie etwa Kosmetiker, müssen noch bis zum 1. März warten.

5.2.2021, 18:12 Uhr – Dänemark: Tötung der 15 Millionen Nerze abgeschlossen

In Dänemark ist die wegen der Corona-Pandemie abgeordnete Tötung der 15 Millionen Nerze abgeschlossen. Das hat die Veterinärbehörde in Kopenhagen mitgeteilt. Bei den Tieren war im vergangenen Herbst eine Variante des Coronavirus entdeckt worden, die auf den Menschen übertragbar ist. Daraufhin hatte die Regierung angeordnet, alle Nerze zu keulen. Dänemark war bisher das größte Exportland von Nerzen.

5.2.2021, 17:32 Uhr – Wegen Schwarzmarkt: Seehofer für Öffnung von Friseursalons

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) fordert, dass Friseursalons bald wieder öffnen dürfen. Er sagte dem Spiegel, es habe sich ein regelrechter Schwarzmarkt in der Branche entwickelt. Immer mehr Menschen würden sich auf anderen Wegen und ohne Hygieneregeln die Haare schneiden lassen. Das sei gefährlicher als Friseuren die Öffnung unter einem strengen Hygienekonzept zu erlauben, so Seehofer.

5.2.2021, 16:47 Uhr – 15-Kilometer-Beschränkung für Ludwigshafen

In Ludwigshafen gilt ab Samstag für zunächst eine Woche eine Beschränkung des Bewegungsradius von 15 Kilometern. Das hat Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) bestätigt. Das Land habe wegen der hohen Inzidenzwerte bereits seit längerem darauf gedrängt, dass in Ludwigshafen die Bewegungsbeschränkung angeordnet werde. Mit dem Auftauchen einer mutierten Corona-Variante sei ihr jetzt keine andere Wahl mehr geblieben. Ab morgen dürfen sich die Ludwigshafener Bürger nur noch 15 km weit von ihrem Wohnort entfernen. Ausnahmen seien unter anderem für Berufspendler vorgesehen. Die genauen Details der Verfügung werden zur Stunde noch ausgearbeitet. Mit der Maßnahme soll die Ausbreitung einer mutierten Corona-Variante verhindert werden.

5.2.2021, 15:02 Uhr – Neues System bei Vergabe von Impfterminen in BW

Nach der lautstarken Kritik an langen Wartezeiten am Servicetelefon und an erfolglosen Impfterminvereinbarungen hat der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) Verbesserungen angekündigt. Die Corona-Hotline 116 117 ist seit Wochen überlastet. Am Montagmorgen werde daher eine Warteliste in Betrieb genommen, sagte Lucha. Wer sich dort registrieren lasse, werde zurückgerufen oder bekomme einen Termin per Mail. Anrufer müssten sich also nicht wieder und wieder bemühen. „Jede Liste wird abgearbeitet“, versprach Lucha. Er dämpfte jedoch zugleich die Erwartungen: Einen Termin bekomme man erst, sobald einer frei sei. „Entscheidende Stellschraube ist die Impfstoffmenge - da bitten wir einfach um Geduld.“

Corona-Impfungen in Baden-Württemberg Gesundheitsminister verteidigt Impfstrategie und kündigt Nachbesserungen an

Bundesgesundheitsminister Spahn drückt bei den Corona-Impfungen aufs Tempo und auch Baden-Württemberg will mitziehen. Außerdem soll die Terminvergabe ab kommender Woche vereinfacht werden.  mehr...

5.2.2021, 14:29 Uhr – Virologin warnt vor Lockerungen

Die Virologin Melanie Brinkmann von Helmholtz-Zentrum in Braunschweig warnt im Magazin Spiegel vor Lockerungen. Es sei nicht möglich, genügend Menschen zu impfen, bevor die ansteckenderen Mutanten durchschlügen. Dann wären Lockdowns bis zum nächsten Jahr unausweichlich. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)und die Ministerpräsidenten beraten kommende Woche darüber, ob die Corona-Regeln nach dem 14. Februar gelockert oder verlängert werden.

5.2.2021, 12:53 Uhr – Mehr Corona-Tests an Kitas und Schulen in BW

Nach einem Streit über die Corona-Teststrategie haben sich Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) und Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) darauf verständigt, Tests an Kitas und Grundschulen auszuweiten. Das Personal an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, Grundschulen, Kitas und in der Kindertagespflege, das in der Präsenz arbeitet, könne sich bis zu den Osterferien zweimal pro Woche testen lassen. Die Regelung gelte auch für Lehrkräfte, die in der Präsenz an weiterführenden Schulen unterrichten. Das teilten beide Ministerien mit. Das Testangebot könne bei Ärzten und Apotheken wahrgenommen werden. Die Lehrkräfte und Erzieher sollen den Zeitpunkt der Testung in eigenem Ermessen innerhalb einer Woche selbst festlegen

Für mögliche Öffnung nach den Faschingsferien Landesregierung einigt sich auf mehr Corona-Tests an Kitas und Schulen in Baden-Württemberg

Wie sollen Corona-Schnelltests eingesetzt werden? Darüber haben die Minister Lucha und Eisenmann zuletzt öffentlich gestritten. Nach einem gemeinsamen Gespräch der beiden wurden nun weitere Details zu einer erweiterten Teststrategie bekannt.  mehr...

5.2.2021, 10:16 Uhr – RKI-Chef Wieler: Pandemie noch nicht beherrscht

Die Pandemie ist nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) trotz sinkender Infektionszahlen weiter nicht beherrscht. „Die Situation ist noch lange nicht unter Kontrolle“, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Er wies auf die ansteckendere Virus-Variante hin, die zuerst in Großbritannien entdeckt wurde. Sie habe eine Verbreitung von etwa sechs Prozent in Deutschland erreicht. Das bedeute, dass sie sich wahrscheinlich weiter verbreite. „Sars-Cov-2 ist insgesamt gefährlicher worden“, sagt er.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnte vor zu schnellen Lockerungen der Corona-Einschränkungen. Zwar sinke die Zahl der Neuinfektionen, doch noch nicht stark genug, sagte Spahn. Das mühsam Erreichte dürfe jetzt nicht leichtfertig verspielt werden.

5.2.2021, 7:40 Uhr – Ungarn kann ab kommender Woche Sputnik V verimpfen

In Ungarn kann womöglich in der kommenden Woche damit begonnen werden, den russischen Impfstoff Sputnik V zu verabreichen. Das kündigt Ministerpräsident Viktor Orban im staatlichen Hörfunk an. Ungarn hat anders als die EU-Kommission dem russischen Impfstoff die Notfallzulassung erteilt und ist damit das erste EU-Land. Russland liefert laut Vereinbarung in den kommenden drei Monaten zwei Millionen Impfdosen an Ungarn. Damit kann eine Million Menschen geimpft werden. Die ersten 40.000 Sputnik-V-Dosen hat Ungarn bereits vergangene Woche erhalten.

5.2.2021, 6:45 Uhr – USA immer noch am stärksten von Corona betroffen

In den USA ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen um mindestens 122.809 auf über 26,75 Millionen gestiegen. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Demnach wurden binnen 24 Stunden 3.628 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Insgesamt starben bislang 456.280 Menschen. Die USA sind das mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffene Land weltweit.

5.2.2021, 6:10 Uhr – Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland knapp unter 80

In Deutschland steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle um 12.908 auf insgesamt 2.264.909. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert-Koch-Institut innerhalb von 24 Stunden auch 855 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt starben damit seit Beginn der Pandemie 60.597 Menschen in Deutschland. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 79,9. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich binnen sieben Tagen nachweislich angesteckt haben. Die Bundesregierung strebt einen Wert unter 50 an.

5.2.2021, 4:39 Uhr – Johnson & Johnson beantragt Zulassung von Corona-Impfstoff in den USA

Johnson & Johnson hat in den USA eine Notfall-Zulassung seines Corona-Impfstoffs beantragt. Ein entsprechender Schritt in Europa solle in den kommenden Wochen folgen, teilte der US-Pharmakonzern mit. Sobald das Zulassungsverfahren der US-Arzneimittelbehörde FDA abgeschlossen und die Genehmigung erteilt worden sei, könne mit der Auslieferung begonnen werden, sagte J&J-Chef Paul Stoffels.

Die FDA setzte eine Besprechung ihres unabhängigen Beratungsausschusses für Impfstoffe für den 26. Februar an. Dieser gibt dann eine Empfehlung ab. Bei den bereits zugelassenen Vakzinen von BioNTech/Pfizer und Moderna erfolgte jeweils einen Tag später die Zulassung. Vor knapp einer Woche hatte J&J mitgeteilt, dass sein Impfstoff in einer weltweiten Studie eine Wirksamkeit von 66 Prozent erzielt habe. Der Impfstoff bietet den Vorteil, dass eine einmalige Dosis ausreichen soll statt zweien.

4.2.2021, 20:55 Uhr – RP: Dreyer verteidigt Teststrategie in Heimen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Landes-Vorschriften für Corona-Tests in Pflegeheimen gegen Kritik verteidigt. Dreyer sagte dem SWR, die entsprechende Verordnung stelle sicher, dass Mitarbeiter mindestens einmal die Woche getestet werden. Die Ministerpräsidentin sagte, dass es den Einrichtungen überlassen bliebe, auch mehr zu testen. Die Tests stünden zur Verfügung und seien auch nicht reglementiert. Dreyer wies den Vorwurf zurück, das Land habe zu wenige freiwillige Helfer von Bundeswehr und Hilfsorganisationen für die Tests in den Heimen angeworben. Die Landesregierung habe jede Einrichtung nach ihrem Bedarf an Helfern gefragt und dieser sei auch erfüllt worden, so Dreyer.

4.2.2021, 20:53 Uhr – Von der Leyen: Fehler bei Impfstoffbestellung

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat zugegeben, bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen Fehler gemacht zu haben. Der Süddeutschen Zeitung sagte sie, die EU habe unterschätzt, welche Komplikationen bei der Impfstoff-Herstellung auftreten können. Man habe zu zögerlich bestellt – die EU sei eben mehr Tanker als Schnellboot. Die EU hat für alle Mitgliedstaaten bei insgesamt sechs Herstellern bis zu 2,3 Milliarden Impfdosen geordert. Derzeit liefern die Unternehmen jedoch weniger als erhofft.

4.2.2021, 19:03 Uhr – Lufthansa will Hilfen schneller zurückzahlen

Die Lufthansa will einen Teil der staatlichen Corona-Hilfen schneller zurückzahlen als geplant. Das hat das Unternehmen mitgeteilt. Dazu habe sich der Konzern mit Hilfe einer Anleihe Geld am Kapitalmarkt besorgt – und zwar insgesamt 1,6 Milliarden Euro. Jetzt solle der Kredit bei der Förderbank KfW zurückgezahlt werden. Die Lufthansa könnte dann wieder frei über verpfändete Flugzeuge verfügen. Die Lufthansa hat in der Corona-Krise Milliarden-Hilfen vom Staat bekommen, der seitdem an dem Konzern beteiligt ist.

4.2.2021, 18:57 Uhr – Champions-League-Spiel gegen Leipzig: Einreiseverbot für Liverpool

Das Champions-League-Spiel Leipzig gegen Liverpool kann nicht wie geplant am 16. Februar stattfinden. Die Bundespolizei will Liverpool keine Sondergenehmigung zur Einreise geben. Das hat eine Sprecherin des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur erklärt. Die Einreise aus England ist wegen des mutierten Coronavirus stark eingeschränkt.

4.2.2021, 18:35 Uhr – Zwangsquarantäne für Covid-Patient in Wiesbaden

Die Stadt Wiesbaden hat einen Corona-Infizierten zwangsweise in einem ehemaligen Flüchtlingsheim untergebracht. Der junge Mann war vergangene Woche trotz seiner Infektion in Mainz in einem Supermarkt einkaufen. Nach SWR-Informationen ist der Mann unabhängig von seiner Corona-Infektion stark gesundheitlich beeinträchtigt, sowohl körperlich als auch psychisch. Nach seinem Ausflug nach Mainz sei der Mann nun in einer leerstehenden Asylbewerberunterkunft untergekommen und stehe dort bis Ende der Woche unter Quarantäne, so die Stadt Wiesbaden. Der 21-Jährige war in der vergangenen Woche aus einem Wiesbadener Krankenhaus verschwunden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Mainzer Hauptbahnhof gefahren und dort in einem Supermarkt einkaufen gegangen.

4.2.2021, 18:03 Uhr – Keine Einigung beim Streit um Patentschutz für Corona-Impfstoffe

Die Patente von Pharmaherstellern auf Corona-Impfstoffe und Medikamente werden vorerst nicht gelockert. Beratungen der Welthandelsorganisation über den Vorschlag von Indien und Südafrika sind zu keinem Ergebnis gekommen. Die beiden Länder wollten durch die vorübergehende Aufhebung des Patentschutzes erreichen, dass mehr Corona-Impfstoffe produziert werden können. Mehrere Industriestaaten lehnen das aber ab, unter anderem die USA. Auch die Europäische Union ist gegen den Vorschlag. Der Grund dafür, dass so wenige Impfstoffe produziert werden, sei nicht der Patentschutz, sondern, dass es nicht genügend Hersteller gebe, so die EU. Ende Februar soll nochmals über das Thema diskutiert werden.

4.2.2021, 18:00 Uhr – Umfrage: Mehrheit gegen Ausnahmen für Geimpfte

Gut zwei Drittel der Menschen in Deutschland sind dagegen, dass Corona-Beschränkungen für Geimpfte gelockert werden. Das hat der ARD-DeutschlandTrend ergeben. Hintergrund ist die Diskussion, ob Geimpfte zum Beispiel einfacher wieder reisen oder ins Restaurant gehen dürfen. Gleichzeitig wächst die Impfbereitschaft in Deutschland: 76 Prozent der Deutschen wollen sich auf jeden Fall oder wahrscheinlich impfen lassen. Das Tempo der Impfungen in Deutschland bewerten aktuell 68 Prozent als zu langsam – vor einem Monat sagten das 52 Prozent.

4.2.2021, 16:48 Uhr – Heil: Corona-Hilfen sollen schnell kommen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat eine rasche Umsetzung der vom Koalitionsausschuss beschlossenen Corona-Hilfen für Bedürftige angekündigt. Bereits am kommenden Mittwoch wolle er voraussichtlich den Entwurf für ein drittes Sozialschutzpaket ins Kabinett einbringen, sagte Heil (Video). Darin enthalten seien dann der geplante Corona-Zuschuss für Grundsicherungsempfänger in Höhe von 150 Euro sowie die Verlängerung des erleichterten Zugangs zur Grundsicherung bis Jahresende. Der Koalitionsausschuss hatte gestern unter anderem beschlossen, Familien ähnlich wie im vergangenen Jahr erneut einen Kinderbonus zu zahlen. Vorgesehen sind diesmal 150 Euro pro Kind - im vergangenen Jahr waren es 300 Euro.

4.2.2021, 15:26 Uhr – Weidel entschuldigt sich bei Stadt Überlingen 

Nach einem Streit um ein angeblich vom Ordnungsamt der Stadt Überlingen (Bodenseekreis) bewusst provoziertes Bußgeld wegen angeblicher Corona-Verstöße hat sich Alice Weidel (AfD) beim Leiter des Ordnungsamts der Stadt telefonisch entschuldigt. Die Behörde bestätigte dies. Weidel hatte dem Ordnungsamt in einer Rede in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) vorgeworfen, Corona-Verstöße zu provozieren, um Bußgelder verhängen zu können. Schriftlich erklärte die AfD-Landesvorsitzende, sie sei kurz vor der Rede durch einen Überlinger Bürger über den vermeintlichen Vorfall informiert worden. „Fälschlicherweise habe ich diese Angelegenheit nicht verifiziert. Das bedaure ich sehr und ich entschuldige mich daher bei den Mitarbeitern des Ordnungsamtes“, wird Weidel zitiert.

Überlingen

Stadtverwaltung hatte Vorwürfe zurückgewiesen Angebliches Corona-Bußgeld: Weidel entschuldigt sich bei Stadt Überlingen

Der Streit zwischen der Stadt Überlingen und der AfD-Landesvorsitzenden Alice Weidel scheint beigelegt. Die Politikerin hat erklärt, sie habe Angaben eines Bürgers fälschlicherweise nicht überprüft.  mehr...

4.2.2021, 14:41 Uhr – Südafrika-Mutation breitet sich in Tirol aus

Im österreichischen Bundesland Tirol breitet sich die Südafrika-Mutante des Coronavirus aus, die Rede ist von mindestens 80 Fällen mit hoher Dunkelziffer. Die Regierung in Wien prüfe derzeit mit Experten alle Optionen, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Es werde offenbar auch überlegt, ob Teile Tirols oder das ganze Bundesland unter Quarantäne gestellt werden. Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober hatte die Lage in Tirol zuvor als „ernst“ bezeichnet.

4.2.2021, 13:34 Uhr – Baden-Württemberger 2020 weniger krank gemeldet

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Baden-Württemberg haben sich laut Erhebungen von Krankenkassen im Corona-Jahr 2020 weniger krankschreiben lassen als anderswo in Deutschland. Baden-württembergische Erwerbstätige hätten im Schnitt 12,3 Tage wegen Krankheit an der Arbeit gefehlt, teilte die Techniker Krankenkasse mit. Das seien knapp drei Tage weniger als im Bundesschnitt. Zu ähnlichen Schlüssen kommt die DAK. Auch im Vergleich zum Vorjahr sank der Krankenstand in Baden-Württemberg den Krankenkassen-Daten zufolge leicht. Ein Grund sei vermutlich, dass die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auch die Übertragungen anderer Krankheiten verhinderten, erklärte Siegfried Euerle, Landeschef Gesundheit der DAK Baden-Württemberg.

4.2.2021, 11:28 Uhr – Britische Forscher wollen Impfstoff-Mix testen

Britische Forscher wollen in einer klinischen Studie die Impfstoff-Wirksamkeit bei der Kombination zweier unterschiedlicher Wirkstoffe testen. Wie das National Institute for Health Research mitteilte, sollen dabei die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Oxford/Astrazeneca in unterschiedlicher Abfolge als erste und zweite Dosis verwendet werden. Weitere Präparate könnten später hinzukommen, hieß es in der Mitteilung.

An der Studie, die am Donnerstag gestartet wurde, sollen mehr als 800 Freiwillige in England im Alter von 50 Jahren und darüber teilnehmen. Gleichzeitig wollen die Forscher auch herausfinden, wie sich unterschiedliche Intervalle von vier bis zu zwölf Wochen zwischen der Gabe der beiden Dosen auswirken. Derzeit werden beide Impfstoffe in Großbritannien im Abstand von bis zu zwölf Wochen verabreicht. In dem Land erhielten bereits mehr als zehn Millionen Menschen eine erste Impfdosis, zweimal geimpft wurden bislang nur etwa 500.000 Menschen.

4.2.2021, 11:12 Uhr – Ethikrat gegen Ausnahmen für Menschen mit Corona-Impfung

Der Deutsche Ethikrat sieht derzeit noch keine Möglichkeit, Geimpfte von den Corona-Beschränkungen zu befreien. Erst müsse sichergestellt sein, dass Geimpfte nicht mehr ansteckend seien, heißt es in der sogenannten Ad-Hoc-Empfehlung. Das sei aber noch nicht der Fall. Außerdem bestehe die Gefahr, dass mit Ausnahmen für Geimpfte die Akzeptanz für die Corona-Regeln sinke – deshalb sollten sie für alle zum gleichen Zeitpunkt aufgehoben werden, so der Ethikrat.

Deutschland

Faktenlage noch zu undurchsichtig Ethikrat gegen Ausnahmen für Menschen mit Corona-Impfung

Der Deutsche Ethikrat spricht sich gegen Lockerungen der Corona-Beschränkungen für diejenigen aus, die sich gegen Corona impfen lassen. Die Begründung leuchtet ein.  mehr...

4.2.2021, 10:04 Uhr – Heil: Corona-Finanzhilfen federn soziale Härten ab

Mit den Beschlüssen für einen Kinderbonus sowie für einen Corona-Zuschuss für Erwachsene in der Grundsicherung federt die Koalition nach den Worten von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) soziale Härten in der Corona-Pandemie ab. „Es ist gut, dass die Koalition jetzt pragmatische Lösungen gefunden hat“, sagte Heil der Nachrichtenagentur Reuters. „Das war mir wichtig. Wir bieten durch den vereinfachten Zugang zur Grundsicherung in diesem Jahr weiter zusätzliche Sicherheit für alle, die darauf angewiesen sind. Mit einem einmaligen Zuschlag von 150 Euro für Grundsicherungsempfänger und mit einem Kinderbonus von ebenfalls 150 Euro helfen wir zudem konkret Menschen und nehmen ihnen soziale Sorgen in dieser Zeit von der Schulter.“ Die Maßnahmen seien sozial geboten, aber auch wirtschaftlich vernünftig.

4.2.2021, 9:52 Uhr – Paritätischer Wohlfahrtsverband kritisiert Einmalzahlung

Als Tropfen auf den heißen Stein und absolut unzureichend kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband die vom Koalitionsausschuss beschlossene Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro für Grundsicherungsbeziehende. „Nötig wäre stattdessen ein monatlicher Zuschuss für die Dauer der Krise, um die coronabedingten Mehrbelastungen auch nur annähernd auszugleichen.“ Die aktuellen Regelsätze in Hartz IV und Altersgrundsicherung reichten nicht einmal aus, um unabhängig von Corona Grundbedürfnisse zu decken. „Die Krisenbewältigung der großen Koalition bleibt ein armutspolitisches Trauerspiel“, sagte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.

4.2.2021, 9:47 Uhr – Mehrheit der Bankenführungskräfte glaubt an Anstieg von Insolvenzen

Laut einer Studie rechnen 92 Prozent der Führungskräfte in der deutschen Bankenbranche mit einem deutlichen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2021. Außerdem dürfte die Profitabilität der Geldhäuser weiter leiden – wegen höherer Risiko- und Restrukturierungskosten sowie niedriger Einnahmen. Davon gehen mehr als 85 Prozent der Befragten in der Umfrage des Forschungsinstituts CFS aus. „Das Jahr 2021 wird eine große Herausforderung für den deutschen Bankensektor. Denn die Auswirkungen der Pandemie auf die Bank-Bilanzen werden sich erst im Laufe des Jahres zeigen“, so das Center for Financial Studies. Daraus dürften mehr Filialschließungen und Fusionen folgen.

4.2.2021, 9:40 Uhr – Weltweit mehr als 4.000 Coronavirus-Varianten bekannt

Derzeit gibt es nach Angaben der britischen Regierung weltweit rund 4000 Varianten des Coronavirus. Dies teilt der für den Einsatz von Impfstoffen zuständige Minister Nadhim Zahawi mit und verweist dabei auf Großbritanniens führende Rolle bei der Genomsequenzierung. Die Hersteller untersuchten bereits eine Verbesserung ihrer Impfstoffe, um auch gegen die Mutanten gewappnet zu sein, sagt der Minister zu Sky News. Es sei aber sehr unwahrscheinlich, dass die gegenwärtigen Impfstoffe bei den Varianten unwirksam seien, vor allem wenn es um schwere Erkrankungen gehe.

4.2.2021, 6:40 Uhr – Mehr als 104 Millionen Corona-Infektionen weltweit

Weltweit haben sich nachweislich mehr als 104,14 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Rund 2,26 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus. Die meisten Ansteckungsfälle verzeichnen die USA, Indien, Brasilien, Russland und Großbritannien.

4.2.2021, 5:28 Uhr – RKI meldet 14.200 bestätigte Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages rund 14.200 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Das sind gut 3.300 weniger als vor einer Woche. Innerhalb eines Tages sind außerdem 786 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bundesweit bei 80,7. In Baden-Württemberg ist sie auf 67 gesunken, in Rheinland-Pfalz auf 70.

4.2.2021, 4:44 Uhr – Spahn für Lockerung von Corona-Restriktionen noch im Winter

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat für eine Lockerung der Corona-Beschränkungen noch im Winter plädiert. „Wir können nicht den ganzen Winter in diesem harten Lockdown bleiben", sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Das würden wir nicht gut aushalten als Gesellschaft.“ Bei den Lockerungen seien „auf jeden Fall zuerst Kitas und Schulen dran“, betonte er.  Der derzeitige harte Corona-Lockdown ist vorerst bis zum 14. Februar befristet. Bei einer Konferenz am Mittwoch kommender Woche wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland gehen seit Wochen zurück.  

3.2.2021, 22:44 Uhr – Große Koalition beschließt weitere Corona-Hilfen

Die große Koalition hat sich auf weitere Corona-Hilfen geeinigt. Bezieher von Grundsicherung sollen künftig einen Zuschuss von 150 Euro bekommen. Wie Union und SPD nach Beratungen des Koalitionsausschusses mitteilten, wird es wie schon im vergangenen Jahr wieder einen Kinderbonus von 150 Euro für alle Empfänger von Kindergeld geben. In der Gastronomie gilt bis Ende nächsten Jahres der verringerte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent. Ursprünglich sollte diese Regel zum 30. Juni auslaufen. Für Unternehmen, die coronabedingte Verluste erlitten haben, gibt es steuerliche Erleichterungen.

3.2.2021, 20:44 Uhr – Spahn: In einigen Monaten Wahlmöglichkeit des Impfstoffs

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass es in einigen Monaten bei der Corona-Impfung eine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff geben wird. Das hat der CDU-Politiker bei einer Online-Diskussion angekündigt. Bei absoluter Impfstoff-Knappheit gehe das allerdings nicht, sagte Spahn. Die Bundesregierung rechnet damit, dass ab April wesentlich mehr Impfstoff zur Verfügung stehen wird. Spahn ist sich sicher, dass sich dann auch die Impf-Debatte ändern werde. Es werde dann um die Frage gehen, ob sich überhaupt genug Menschen in Deutschland impfen lassen.

3.2.2021, 20:23 Uhr – EMA beginnt Prüfung des Impfstoffs von Novavax

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat ein Prüfverfahren für einen weiteren Corona-Impfstoff eingeleitet. Die Behörde teilte mit, das Verfahren des US-Herstellers Novavax laufe auf der Grundlage erster Ergebnisse von Laborversuchen und klinischer Studien. Novavax hatte letzte Woche gemeldet, der Impfstoff habe in Studien eine Wirksamkeit von 89,3 Prozent gezeigt. Sollte die Arzneimittelbehörde zu einer positiven Bewertung kommen, muss die EU-Kommission den Impfstoff zulassen. Bisher haben in der EU drei Impfstoffe gegen Covid-19 eine Genehmigung bekommen.

3.2.2021, 18:24 Uhr – Baden-Württemberg übernimmt Test-Kosten für Grenzpendler

Wenn ein Nachbarland zum sogenannten Hochinzidenzgebiet oder zum Virusvarianten-Gebiet erklärt wird, übernimmt das Land Baden-Württemberg laut Mitteilung des Sozialministeriums bei Grenzpendlern die Kosten für Corona-Tests. Das gilt für Menschen, die wegen der Arbeit, Ausbildung oder zum Studium aus Baden-Württemberg in das betroffene Nachbarland müssen - oder in die andere Richtung pendeln. Sie müssen gemäß bundesweiten Bestimmungen ein negatives Testergebnis vorweisen können, das nicht älter als 48 Stunden ist. Die Antigen-Schnelltests könnten Pendler in Hausarztpraxen und Corona-Schwerpunktpraxen durchführen lassen. Um nichts dafür zu zahlen, müssen die Betroffenen eine Bescheinigung des Arbeitgebers vorlegen, wonach die Anwesenheit am Arbeitsplatz zwingend nötig sei.

3.2.2021, 18:13 Uhr – Giffey will mit Jugendlichen über Zukunftsperspektiven reden

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will mit Jugendlichen über ihre Zukunftsperspektiven nach der Corona-Pandemie diskutieren. Giffey hat angekündigt, dass das so genannte Jugendhearing im März stattfinden soll. Sie werde dazu auch Vertreter von Verbänden und Einrichtungen einladen. Gerade für die junge Generation seien die vergangenen Monate besonders hart gewesen. Sie hätten auf viel verzichten müssen, viele hätten ihre Lebensplanung nicht umsetzen können. Man müsse überlegen, welche Unterstützung junge Leute jetzt brauchen.

3.2.2021, 17:36 Uhr – Zugang zu Veranstaltungen nur für Geimpfte? Lambrecht hält das für legitim

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt, dass sie prinzipiell nichts gegen den Vorschlag hat, dass private Veranstalter in Zukunft zumindest die Möglichkeit haben sollen, nur geimpfte Menschen für Veranstaltungen zuzulassen. Auch Mainz 05 denkt über lockerere Regeln für Geimpfte nach. Finanzvorstand Jan Lehmann hat gesagt, dass Geimpfte wahrscheinlich wieder ins Stadion könnten, wenn nachweislich keine Gefahr von ihnen ausgeht.

3.2.2021, 17:23 Uhr – Stiko-Chef Mertens: „Lockerung von Impfstoffpatenten bringt kurzfristig nichts“

Der Ulmer Virologe und Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, fordert eine gründliche Prüfung des russischen Impfstoffs Sputnik V. Mertens hat im SWR erklärt, er wäre glücklich, wenn der Impfstoff zugelassen werden könnte – vorher müsse er aber nach den üblichen Regeln geprüft werden. Auch eine Not-Zulassung kommt für Mertens nicht in Frage.

Mertens hält zudem wenig davon, die Produktion an Corona-Impfstoffen zu erhöhen, indem die Impfpatente ausgesetzt oder gelockert würden. Das fordert unter anderem die Nothilfeorganisation Ärzte ohne Grenzen. Mertens sagte, der Aufbau geeigneter Anlagen brauche ein Jahr. Das nütze angesichts der aktuellen Knappheit nichts. 

3.2.2021, 16:51 Uhr – Studie: Astrazeneca-Impfstoff minimiert Ansteckung

Der Impfstoff von Astrazeneca kann wohl auch die Übertragung von Corona drastisch einschränken. Darauf weisen Studien der Universität Oxford hin. Demnach schützt der Impfstoff nicht nur, wie bisher bekannt, vor Erkrankung. Er verhindert auch in zwei Dritteln der Fälle, dass das Virus weitergegeben wird. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock sagte, die Ergebnisse zeigten, dass es mithilfe der Impfungen tatsächlich einen Weg aus der Pandemie gebe.

3.2.2021, 16:51 Uhr – Kretschmann kündigt neue Teststrategie an

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will in der kommenden Woche ein Konzept für eine neue Corona-Teststrategie vorlegen. Er räumte im Landtag ein, dass es in dieser Frage „Differenzen in der Landesregierung“ gegeben habe. Kretschmann habe die „öffentliche Begleitmusik“ auch nicht gut gefunden, sagte er mit Blick auf den öffentlichen Schlagabtausch zwischen Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) und Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) über Kitas, Schulen und die Teststrategie. Kretschmann sagte, es gehe um die Frage, ob man die Schnelltests nur anlassbezogen etwa in Alten- und Pflegeheimen mache oder sie deutlich ausweite auf andere Berufsgruppen.

Kita- und Grundschulöffnungen in Baden-Württemberg Kostenlose Corona-Schnelltests für Schulen und Kitas geplant - Kritik von Palmer

Lange wurden sie gefordert, jetzt sollen sie endlich kommen: Schnelltests für Kinder, Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher an Schulen und Kitas in Baden-Württemberg. Doch die Ankündigung sorgt erneut für Kritik.  mehr...

3.2.2021, 14:39 Uhr – Mehr Depression und Einsamkeit durch Pandemie

Telefonseelsorger in der Region registrieren in der Corona-Krise eine steigende Zahl von Depressionen und Einsamkeit. Auch die Zahl der Kontaktaufnahmen nehme zu. Corona verstärke die Effekte, heißt es bei der Telefonseelsorge in Pforzheim: Wer depressiv ist, werde noch depressiver, wer ängstlich ist, werde noch ängstlicher. Neu sei die deutlich gestiegene Zahl von Studierenden, die sich oft per Mail oder Chat melden, weil sie im Lockdown sozial isoliert sind. Man befürchte, dass auch das Thema Suizid zunehme, so die Leiterin der Telefonseelsorge Karlsruhe. Die Erreichbarkeit der Seelsorge helfe sehr, betont der Leiter der Telefonseelsorge Pforzheim UIrich Weber.

Mehr Anfragen bei den Sorgentelefonen in der Region (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Telefonseelsorge hilft im Lockdown

Dauer

3.2.2021, 11:13 Uhr – GEW Freiburg kritisiert Öffnung von Förderschulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW in Freiburg kritisiert die Öffnung von sonderpädagogischen Einrichtungen. Im Gegensatz zu Schulen und Kitas arbeiten diese seit Mitte Januar im Normalbetrieb. Zwar begrüßt die GEW, dass der Bildungsanspruch von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung besonders berücksichtigt wird. Allerdings brauche es dann auch einen ausreichenden Infektionsschutz für Lehrkräfte, Mitarbeitende und Schülerinnen und Schüler, so die GEW. Viele Beschäftigte von Förderschulen sorgten sich aktuell um ihre Gesundheit. Zwar gebe es FFP2-Masken – die Hygiene- und Abstandsregeln könne man aber meistens nicht einhalten. Deshalb seien unter anderem Wechselunterricht und geteilte Gruppen nötig.

3.2.2021, 10:50 Uhr – Bundeswehr stockt bei Amtshilfe auf

Die Bundeswehr verstärkt ihre Unterstützung der Gesundheitsbehörden im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Das Einsatzkontingent für die Amtshilfe werde „mit sofortiger Umsetzung“ von derzeit 20.000 auf 25.000 Soldatinnen und Soldaten erhöht, teilt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) mit. Zugleich würden weitere Reservisten einberufen. Die Bundeswehr gehe davon aus, dass die Hilfsanfragen der Behörden in den nächsten Wochen weiter zunehmen. Schon jetzt forderten mehr Landkreise und Kommunen die Hilfe vor allem für Tests in Alten- und Pflegeheimen an. Bisher gibt es der Bundeswehr zufolge mehr als 3.900 Anfragen aus allen Bundesländern sowie von Bundesministerien. Insgesamt sind derzeit etwa 17.600 Angehörige aus allen Bereichen der Bundeswehr im Rahmen der Amtshilfe im Einsatz.

3.2.2021, 9:09 Uhr – Impfstoffe schützen auch bei Mutationen vor schweren Erkrankungsverläufen

Corona-Impfstoffe dürften dem Impfstoff-Chef der Universität Oxford zufolge wohl auch bei infektiöseren Virus-Mutationen vor schweren Erkrankungen schützen. Das Virus könne durch Veränderungen womöglich menschliche Immunreaktionen umgehen, so dass es weiterhin übertragen werden könne, sagte Andrew Pollard auf die Frage nach der Wirksamkeit des Astrazeneca-Impfstoffes gegen Virus-Mutanten. „Das bedeutet also, dass es wahrscheinlich ist, dass das Virus im Laufe der Zeit Wege finden wird, sich so anzupassen, dass es weiterhin zwischen Menschen übertragen werden kann“, sagt er BBC TV. „Aber das bedeutet nicht, dass wir nicht immer noch einen Schutz gegen schwere Krankheiten haben werden.“ Es gehe viel mehr darum, dass das Virus in der Lage sei, weiterhin zu überleben, als dass es Schaden zufügen könne.

3.2.2021, 7:43 Uhr – Westerfellhaus: Schnell Impfstoff für Pflegebedürftige und deren Angehörige

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, fordert, dass pflegenden Angehörigen und Pflegebedürftigen, die zu Hause leben, der Impfstoff schnellstmöglich zur Verfügung gestellt wird. Das gelte auch für Pflegepersonal in Tagespflegeeinrichtungen und Assistenzkräfte, die Menschen mit Behinderungen begleiten, sagt er im Deutschlandfunk. Sie müssten in die hohe Priorisierung aufgenommen werden.

3.2.2021, 7:31 Uhr – Ticket-Riese Eventim: Konzerte nur noch für Geimpfte

Der Ticketverkäufer CTS Eventim will die Teilnahme an Konzerten und Veranstaltungen an eine Corona-Impfung binden. „Wenn es genug Impfstoff gibt und jeder sich impfen lassen kann, dann sollten privatwirtschaftliche Veranstalter auch die Möglichkeit haben, eine Impfung zur Zugangsvoraussetzung für Veranstaltungen zu machen“, sagt Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg der Wirtschaftswoche. CTS Eventim habe schon die technischen Voraussetzungen geschaffen. „Wir haben unsere Systeme so eingerichtet, dass sie auch Impfausweise lesen können.“

Deutschland

Dürfen die das? Eventim-Vorschlag: Tickets nur an Geimpfte verkaufen – ist das erlaubt?

Um die Konzert- und Veranstaltungshallen endlich wieder zu füllen, hat der Ticket-Riese Eventim vorgeschlagen, Eintrittskarten an eine Corona-Impfung zu binden. Ist sowas überhaupt erlaubt?  mehr...

3.2.2021, 6:21 Uhr – Studie: Kinderbonus wirksamer als Mehrwertsteuersenkung

Der Kinderbonus hat offenbar mehr dabei geholfen, in der Corona-Krise die Konjunktur zu beleben als die Mehrwertsteuersenkung. Das zeigt eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Im Verhältnis zum eingesetzten Steuergeld sei beim Kinderbonus viel mehr für den Konsum investiert worden, so die Studie. Vor allem niedrige und mittlere Einkommen hätten von den zusätzlichen 300 Euro profitiert.

3.2.2021, 4:20 Uhr – Mexiko lässt russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zu

Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V ist in Mexiko zugelassen worden. Der stellvertretende Gesundheitsminister und Pandemie-Beauftragte Hugo López-Gatell sagte nach der Entscheidung am Dienstag, tags zuvor seien bereits 400.000 Dosen des Vakzins bestellt worden. Am Montag hatte eine unabhängige Studie Sputnik V auch eine hohe Wirksamkeit von 91 Prozent bescheinigt. Das ist ähnlich hoch wie die der Wirkstoffe von Pfizer und Moderna.

Mexiko ist besonders hart von der Pandemie heimgesucht worden. Bestätigt wurden bisher an die 160.000 Toten doch Schätzungen zufolge dürfte die Zahl knapp unter 200.000 liegen.

Russland strebt derzeit eine Registrierung des Impfstoffs in der EU an. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Abend in der ARD für dessen Einsatz aufgeschlossen gezeigt.

3.2.2021, 1:34 Uhr – Niederlande verlängern Lockdown bis zum 2. März

In den Niederlanden wird der Corona-Lockdown bis zum 2. März verlängert. Dies beschloss am Dienstag das Regierungskabinett, wie Ministerpräsident Mark Rutte mitteilte. Er begründete dies mit der Ausbreitung der zuerst in Großbritannien festgestellten Virus-Variante, die ansteckender ist als frühere Formen des Erregers.

Der Lockdown in den Niederlanden war bislang bis zum 9. Februar befristet. Die jetzt beschlossene Verlängerung ist allerdings mit Lockerungen in einzelnen Bereichen verknüpft. So dürfen nach Angaben Ruttes die Grundschulen am kommenden Montag wieder öffnen.

3.2.2021, 0:20 Uhr – Merkel und Macron: „Die Welt wird nach Corona eine andere sein“

Die Corona-Pandemie bietet nach Meinung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und anderen internationalen Spitzenpolitikern die Chance für eine Neuordnung der Weltpolitik. „Die Welt wird nach Corona eine andere sein“, heißt es in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und andere europäische Blätter.

Die jetzige Krise biete auch Gelegenheit, „durch effiziente Zusammenarbeit, Solidarität und Koordination wieder einen Konsens über eine internationale Ordnung zu erzielen - eine Ordnung, die auf Multilateralismus und Rechtsstaatlichkeit beruht“. Auch das Problem des Klimawandels könne nur global gelöst werden.

2.2.2021, 21:38 Uhr – Macron verspricht Impfangebot für alle Französinnen und Franzosen bis Ende des Sommers

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat allen französischen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot "bis Ende des Sommers" zugesagt. Bis Anfang März sollen zudem 80 Prozent aller Pflegeheim-Bewohner geimpft worden sein. Bisher wurden landesweit gut 1,5 Millionen Menschen mit einer ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft.

Spätestens Anfang März will Frankreich Impfstoff an vier Standorten im Land produzieren. Das sagte Macron dem Sender TF1 nach einer Videokonferenz mit internationalen Impfstoffherstellern. Europa habe die Lieferung von insgesamt 2,3 Milliarden Dosen "sichergestellt", sagte Macron. "Und wir hoffen, noch mehr zu schaffen."

2.2.2021, 18:41 Uhr – Hunderte Verstöße gegen Corona-Einreiseregeln

Die Bundespolizei hat mehr als 900 Verstöße gegen die verschärften Corona-Einreiseregeln festgestellt - und zwar innerhalb von nur einer Woche. Konkret geht es um Flugzeugpassagiere, die aus Gebieten kamen mit besonders hohen Infektionszahlen oder aus Gebieten in denen eine neue Virusvariante kursiert. Fast 410 Passagiere konnten keine korrekte Einreiseanmeldung vorweisen, bei mehr als 520 fehlte der aktuelle negative Corona-Test. Für die Virusvariantengebiete gilt seit Samstag ein Beförderungsverbot. Nach Deutschland einreisen dürfen im Prinzip nur noch deutsche Staatsbürger oder Ausländer, die hier einen Wohnsitz haben.

2.2.2021, 18:05 Uhr – Berlin: Maskenpflicht im Auto

In Berlin muss künftig auch im Auto eine Schutzmaske getragen werden. Das hat der Berliner Senat beschlossen. Von der Maskenpflicht im Auto ausgenommen sind der Fahrer und Mitglieder des eigenen Haushaltes. Die neue Regel soll in den kommenden Tagen in Kraft treten. Der Regierende Bürgermeister, Michael Müller (SPD), sagte, die Corona-Infektionszahlen in Berlin seien zwar rückläufig, man wolle aber dranbleiben und nicht übermütig werden.

2.2.2021, 16:52 Uhr – Bundesregierung will Corona-Ausnahmezustand verlängern

Die Bundesregierung will den Corona-Ausnahmezustand bis in den Juni hinein verlängern. Der Sonderstatus einer epidemischen Notlage ist die Voraussetzung für die zahlreichen Einschränkungen in der Corona-Krise, aber auch für die staatlichen Hilfen. Die Ausnahmelage läuft Ende März. Über die Verlängerung soll der Bundestag abstimmen.

2.2.2021, 14:06 Uhr – Kretschmann dämpft Hoffnung auf Lockerungen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Hoffnungen auf eine Lockerung des harten Corona-Lockdowns nach dem 14. Februar gedämpft. Öffnungen könne es nur geben, wenn der Inzidenzwert auf unter 50 falle, sagte er auf der Regierungspressekonferenz in Stuttgart. Wenn man nicht in dessen Nähe komme, werde das eher zu Verlängerungen führen. Baden-Württemberg liegt bei den Corona-Neuinfektionen derzeit bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 74,2. Kretschmann sagte, es besorge ihn, dass der Wert seit Tagen kaum mehr sinke. Am Mittwoch kommender Woche wollen die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten, ob der Lockdown verlängert wird.

"Befinden uns in einer Seitenbewegung" Kretschmann: Lockerungen erst ab einer Corona-Inzidenz von unter 50

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Hoffnungen auf eine Lockerung des harten Corona-Lockdowns gedämpft. Aber: bald folge mehr Impfstoff und die Terminvergabe solle vereinfacht werden.  mehr...

2.2.2021, 13:52 Uhr – Russischer Sputnik-Impfstoff 91,6 Prozent wirksam

Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V ist zu 91,6 Prozent wirksam. Das berichtet die Fachzeitschrift „The Lancet“ und bezieht sich auf eine Studie russischer Forscher. Demnach hätte Sputnik nahezu die gleiche Wirksamkeit wie der Impfstoff von Biontech und Pfizer — und eine höhere Wirksamkeit als das Vakzin von Astrazeneca. Der Sputnik-Impfstoff wird bereits in einigen Ländern eingesetzt. Russland strebt auch eine Zulassung in der EU an.

Kampf gegen Corona Studie: Russischer Corona-Impfstoff Sputnik V zu 91,6 Prozent wirksam

Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V ist zu 91,6 Prozent wirksam. Das berichtet die Fachzeitschrift „The Lancet“ und bezieht sich auf eine Studie russischer Forscher.  mehr...

2.2.2021, 12:46 Uhr – Österreich verschärft Einreise-Regeln

Österreich erlässt strengere Einreise-Regeln. Nach Angaben des Innenministeriums müssen Einreisende bis auf wenige Ausnahmen künftig für zehn Tage in Quarantäne. Ein sogenanntes Frei-Testen nach fünf Tagen soll nicht mehr möglich sein. Grenzpendler müssen sich online registrieren und alle sieben Tage ein negatives Testergebnis vorlegen. Außerdem will die Regierung die Kontrollen in Skigebieten verschärfen.

2.2.2021, 8:03 Uhr – Handelsverband warnt vor längerem Lockdown

Der Handelsverband Deutschland warnt vor einer weiteren Verlängerung des Lockdowns ohne Öffnungsperspektive für den Einzelhandel. In einem Brief an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) fordert Verbandschef Josef Sanktjohanser einen Wirtschaftsgipfel. Die Äußerungen des Ministers hätten zu Verunsicherung geführt. Altmaier hatte gesagt, dass der Lockdown wegen der Corona-Mutationen möglicherweise über den 14. Februar hinaus verlängert wird.

2.2.2021, 7:15 Uhr – RKI meldet 861 weitere Todesfälle

Dem Robert-Koch-Institut sind innerhalb eines Tages 861 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden. Außerdem wurden 6.114 Neuinfektionen registriert. Das sind etwa 300 weniger als vor einer Woche. In der aktuellen Zahl sind aber offenbar auch einige Nachmeldungen enthalten.

2.2.2021, 4:45 Uhr – Johnson will Schulen schnellstmöglich wieder öffnen

Der britische Premierminister Boris Johnson dringt einem Zeitungsbericht zufolge auf die Wiedereröffnung der Schulen. Johnson habe die Minister angewiesen, Vorbereitungen für die Rückkehr zum Präsenzunterreicht zu beschleunigen, da laut dem medizinischen Chef-Berater der Regierung, Chris Witty, der Höhepunkt der Coronavirus-Infektionen vergangene Woche überschritten worden sei, berichtet The Telegraph.

2.2.2021, 2:58 Uhr – Trick gegen den Impf-Engpass: Moderna will Ampullen voller machen

Der US-Pharmahersteller Moderna will mit zusätzlichen Einheiten des Impfstoffs pro Fläschchen einen Engpass im Herstellungsprozess beheben. Statt mit bislang zehn könnten die Durchstechflaschen mit bis zu 15 Impf-Einheiten befüllt werden, um die Produktion zu steigern, teilt das Unternehmen mit.

Pro Tag könne nur eine bestimmte Anzahl Ampullen befüllt werden. Vor der Implementierung müsse die Aufsichtsbehörde FDA grünes Licht geben.

2.2.2021, 0:45 Uhr – Januar war Monat mit den bisher meisten Corona-Toten in den USA

Der Januar war der Monat mit den bisher meisten Corona-Toten in den USA. Mehr als 95.000 Menschen seien an oder mit dem Virus gestorben, teilte die US-Seuchenschutzbehörde CDC am Montag mit.

Es gebe aber auch einige positive Signale: Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern sank mit dem Monatswechsel erstmals seit zwei Monaten wieder unter 100.000. In allen 50 Staaten geht zudem die Zahl der Neuinfektionen nach unten. Fast 250.000 waren es landesweit pro Tag Mitte Januar, mittlerweile sind es um die 148.000.

1.2.2021, 22:45 Uhr – EMA prüft neues Antikörper-Medikament für Einsatz gegen Corona

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) treibt die Prüfung eines Antikörper-Mittels zur Behandlung und Vorbeugung gegen Covid-19 voran. Vorläufige Untersuchungsdaten deuteten auf eine Reduzierung von Viren im Blut hin. Das Prüfverfahren werde so lange fortgesetzt, bis es genug Daten gebe, damit das Unternehmen einen förmlichen Zulassungsantrag stellen könne.

In den USA hat die Regeneron-Therapie bereits eine Notzulassung. Die Bundesregierung kaufte einem Medienbericht zufolge unlängst ein Corona-Medikament auf Antikörper-Basis.

1.2.2021, 19:52 Uhr - Merkel hält an Impfzusage bis Ende des Sommers fest

Trotz der Lieferengpässe bei den Impfstoffen gegen das Coronavirus hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Zusage fest, bis zum Ende des Sommers jedem Bürger ein Impfangebot machen zu können. Die „Aussage, dass wir bis Ende des dritten Quartals jedem Bürger ein Impfangebot machen können“, könne „aufrecht erhalten werden“, sagte Merkel nach den Spitzenberatungen von Bund, Ländern und Pharmaindustrie.

Diese Zusage gelte selbst dann, wenn die beiden Pharmahersteller Johnson & Johnson sowie Curevac anders als erwartet keine Zulassung für die von ihnen entwickelten Impfstoffe bekommen, sagte Merkel. Um die Impfungen besser planen zu können, wollten Bund und Länder nun einen „nationalen Impfplan“ aufstellen, kündigte sie an.

Wie genau dieser Impfplan zustande kommen und wie er aussehen soll, ist noch nicht klar. Merkel sagte, Ziel sei es, „mehr Sicherheit zu geben, wie das Einladungsmanagement für die Menschen erfolgen kann“. 

Impfgipfel: Kanzlerin kündigt Notbremse an Merkel: „Die Devise lautet: impfen, impfen, impfen“

Hausarzteinsatz auf der Zielgeraden: Kanzlerin und Ministerpräsidenten haben beim Impfgipfel darüber beraten, wie es weitergehen soll beim Impfen. Das sind die Ergebnisse.  mehr...

1.2.2021, 19:38 Uhr – Österreich öffnet Geschäfte ab 8. Februar

In Österreich hat die Regierung eine Lockerung der Corona-Maßnahmen beschlossen. Ab nächstem Montag dürften Schulen, Geschäfte und Friseure wieder öffnen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Auch Museen dürfen unter strengen Auflagen wieder aufmachen. Verschärft würden hingegen die Einreisebestimmungen, um ein Einschleppen von weiteren Virus-Mutationen aus anderen Ländern zu verhindern.

1.2.2021, 19:22 Uhr – Impfordnung wird nach ARD-Informationen geändert

Menschen mit Diabetes und bestimmten anderen Vorerkrankungen sollen sich früher als bislang geplant gegen Corona impfen lassen können. Nach ARD-Informationen soll die Impfreihenfolge überarbeitet und geändert werden. Das liegt auch an der Empfehlung der Ständigen Impfkommission, den dritten in der EU zugelassenen Impfstoff von Astrazeneca nicht bei über 64-Jährigen anzuwenden. Damit kommt er für die meisten Menschen aus den beiden höchsten Prioritätengruppen nicht infrage.

1.2.2021, 18:39 Uhr – Impfdatenbank für EU eingerichtet

Die EU hat eine Datenbank zur Erfassung der Corona-Impfungen in den EU-Staaten und vier weiteren Ländern eingerichtet. Auf der Website des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) ließen sich heute die ersten Daten zum Fortschritt der Impfprogramme in den 27 EU-Ländern sowie in Großbritannien, Island, Liechtenstein und Norwegen abrufen. Manche Länder hatten am Montag allerdings noch keine Daten gemeldet. Demnach wurden bisher 8,23 Millionen Menschen in den erfassten Staaten geimpft. Für den ECDC-Impftracker sollen die Staaten zwei Mal pro Woche ihren Impffortschritt melden.

1.2.2021, 18:21 Uhr – Südafrika erhält erste Corona-Impfdosen

Südafrika hat die ersten Corona-Impfdosen erhalten. Präsident Cyril Ramaphosa nahm die Lieferung auf einem Flughafen in Johannesburg entgegen. Dabei handelt es sich um eine Million Impfdosen des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca. Bislang haben nur wenige afrikanische Länder mit dem Impfen begonnen. Südafrika ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land des Kontinents. Bisher infizierten sich dort knapp 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus. Mehr als 44.000 Menschen starben nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

1.2.2021, 17:45 Uhr – EU-Kommissarin verteidigt Impfstoff-Beschaffung

Beim ersten deutschen Impfgipfel hat die EU-Kommission ihre Linie bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen verteidigt. Man habe gemeinsam mit den 27 EU-Staaten gehandelt und die bestmöglichen Verträge mit den Herstellern geschlossen, erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Bis jetzt seien 18,5 Millionen Impfdosen ausgeliefert und mehr als 12 Millionen davon verabreicht worden. Das Ziel, bis zum Ende des Sommers 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union gegen Covid-19 zu impfen, sei erreichbar, bekräftigte sie.

1.2.2021, 17:10 Uhr – Erstmals Covid-19 bei Nerzen in Polen festgestellt

In Polen ist Covid-19 erstmals bei Nerzen festgestellt worden. Sämtliche Tiere in der betroffenen Nerzfarm im Norden des Landes würden gekeult, teilt das Gesundheitsministerium mit. Es müsse alles getan werden, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern. In Dänemark, dem bisher führenden Exporteur von Nerzfellen, war die gesamte Population von 17 Millionen Nerzen gekeult worden. In den Tieren waren Virus-Mutationen festgestellt worden, eine Rückübertragung auf den Menschen wurde befürchtet.

Immer noch eine Gefahr für Menschen Dänemark will vier Millionen Corona-Nerze ausgraben und verbrennen

Weil sie mit einem mutierten Coronavirus infiziert waren, mussten im November unter anderem in Dänemark Millionen Nerze getötet werden. Weil sie immer noch eine Gefahr sind, werden sie bald ausgegraben und verbrannt.  mehr...

1.2.2021, 16:15 Uhr – Einreisesperre: Keine Sonderregelung für Profi-Fußballer

Die deutschen Einreise-Regeln für Corona-Risikogebiete treffen auch die Champions League. Denn die vorerst bis zum 17. Februar gültige Verordnung sieht keine Ausnahmen für den Profifußball vor. In der Verordnung „gibt es derzeit keine Sonderregelung für Profi-Sportler“, stellte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums auf Anfrage klar. Damit kann RB Leipzig sein für den 16. Februar geplantes Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Liverpool nach aktuellem Stand nicht im eigenen Stadion austragen. Die Europäische Fußball-Union hat sich bisher noch nicht zu der Problematik geäußert.

1.2.2021, 15:40 Uhr – Corona: Deutlich mehr Andrang bei Service-Nummer 116 117

Die Corona-Krise führt zu deutlich mehr Andrang bei der bundesweiten Service-Telefonnummer 116 117 der Kassenärzte. Vom 1. bis 20. Januar haben insgesamt 6,8 Millionen Menschen in Deutschland bei der Nummer angerufen. Dies geht aus einer Statistik der Bundesregierung hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. 70 Prozent der Anrufer oder rund 4,9 Millionen wurden demnach von der Bundes- auf die Landesebene weitergeleitet, wovon 1,7 Millionen oder 34 Prozent dort angenommen wurden.

1.2.2021, 14:25 Uhr – Impfgipfel startet, Bund erwartet mehr Impfstoff

Bund und Länder beraten über den schleppenden Impfstart. Mit dabei sind auch Vertreter von Pharmafirmen und EU. Das Bundesgesundheitsministerium rechnet in den kommenden beiden Quartalen mit deutlich mehr Impfstoff. Das geht aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nach 18 Millionen Dosen im ersten Quartal rechnet der Bund im zweiten Quartal mit rund 77 Millionen Dosen. In der zweiten Jahreshälfte sollen weitere 226 Millionen Dosen folgen.

1.2.2021, 12:45 Uhr – Bayer steigt in Impfstoffproduktion ein

Der Pharmakonzern Bayer und das Tübinger Biotechnologie-Unternehmen Curevac wollen bei der Impfstoffproduktion zusammenarbeiten. Das haben beide Unternehmen angekündigt. Demnach sollen im Bayer-Werk in Wuppertal in diesem Jahr bis zu 300 Millionen Dosen des Curevac-Impfstoffes hergestellt werden. Für nächstes Jahr sind bis zu eine Milliarde Impfdosen geplant.

1.2.2021, 11:33 Uhr – Hohe Corona-Sterberate im Januar in Portugal

In Portugal ist im Januar fast die Hälfte der Menschen gestorben, die insgesamt seit dem Ausbruch der Pandemie vor knapp einem Jahr in Verbindung mit dem Virus ums Leben gekommen sind. In diesen Zahlen spiegelt sich die seit Wochen rasante Ausbreitung des Erregers in dem Land. In vielen Krankenhäusern sind die Kapazitätsgrenzen erreicht. Krankenwagen warten manchmal stundenlang vor den Kliniken, bis ein Bett frei wird. Vergangenen Monat starben 5.576 Menschen nach einer Infektion. Das sind 44 Prozent der gesamten Corona-Toten in Portugal. Wegen der angespannten Lage hilft die Bundeswehr Portugal mit medizinischem Personal und Material aus.

1.2.2021, 9:54 Uhr – Söder: Nächste Bund-Länder-Schalte am 10. Februar

Die nächste Bund-Länder-Chefrunde zu den Maßnahmen gegen die Pandemie werde wohl am 10. Februar stattfinden, sagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Man sehe, dass die Zahlen der Neuinfektionen jetzt langsamer sinken würden. Probleme gebe es aber vor allem im Grenzgebiet zu Tschechien. „Es ist nicht die Zeit, über große Lockerungen zu reden“, sagt Söder.

1.2.2021, 8:41 Uhr – Pandemie verhagelt Brauereien den Umsatz

Der Bierabsatz in Deutschland ist im vergangenen Jahr gesunken, so das Statistische Bundesamt. Im Corona-Jahr 2020 haben die deutschen Brauereien demnach insgesamt 8,7 Milliarden Liter Bier verkauft, etwa 5,5 Prozent weniger als im Jahr davor. Nach einer Umfrage des Deutschen Brauer-Bunds sind die Umsätze bei einigen Unternehmen um bis zu 70 Prozent eingebrochen.

1.2.2021, 7:50 Uhr – Verband: Keine Zwangsmaßnahmen zur Erhöhung der Impfstoff-Produktion

Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen lehnt Zwangsmaßnahmen zur Erhöhung der Impfstoff-Produktion ab. Das sei nicht zielführend, sagt Verbandschef Han Steutel in der ARD. Es gehe unter anderem um die sogenannte mRNA-Botentechnologie. Diese würden weltweit nur drei Firmen beherrschen. Er wüsste nicht, welche anderen Unternehmen den auf dieser Technologie fußenden Impfstoff herstellen könnten. Was die Pharma-Industrie anbieten könne, sei existierende Prozesse zu optimieren.

1.2.2021, 7:40 Uhr – 5.600 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet

Das Robert-Koch-Institut meldet 5.608 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Damit haben sich 2.221.971 Menschen mit dem Virus angesteckt. Die Zahl der Menschen, die nach einer Infektion gestorben sind, erhöht sich demnach um 175. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 91. Die montags vom RKI veröffentlichten Zahlen sind häufig unvollständig, da nicht alle Fälle vom Wochenende berücksichtigt werden.

1.2.2021, 6:00 Uhr – Biontech will mehr Impfstoff an EU liefern

Das Mainzer Unternehmen Biontech will im kommenden Quartal die Lieferung seines Covid-19-Vakzins an die Europäische Union erweitern. „Im zweiten Quartal können bis zu 75 Millionen mehr Impf-Einheiten an die EU ausgeliefert werden“, schrieb Biontech CFO Dr. Sierk Poetting. „Um der gestiegenen weltweiten Nachfrage gerecht zu werden, planen wir, im Jahr 2021 zwei Milliarden Dosen unseres Covid-19-Impfstoffs herzustellen. Dafür werden wir die zuvor geplante Produktion von 1,3 Milliarden Impfdosen um mehr als 50 Prozent steigern. Die Maßnahmen, um unsere Produktionskapazitäten zu erweitern, laufen nach Plan.“

1.2.2021, 4:35 Uhr – Notaufnahmen verzeichnen ein Drittel weniger Notfall-Patienten

Die Notaufnahmen in Deutschland beobachten im derzeitigen Corona-Lockdown ein Drittel weniger Notfall-Patienten im Vergleich zu den Vorjahren. Eine Theorie sei, dass die Menschen Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 haben und nicht die Notaufnahme der Krankenhäuser in Anspruch nehmen, sagt der Notfallmediziner Felix Walcher von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) der Zeitung Augsburger Allgemeinen laut einem Vorab-Bericht.

„Gemäß dieser Theorie kommen die Patienten erst später, aber auch kränker in die Notaufnahmen“, so Walcher. Eine andere Annahme sei, dass die Bevölkerung derzeit weniger aktiv ist und es deshalb sowohl weniger Unfälle gibt, aber auch andere akute Fälle, die möglicherweise durch besonderen Stress ausgelöst würden. Er betonte allerdings, dass dies nur Mutmaßungen seien. Das Phänomen der stark sinkenden Zahlen in den Notaufnahmen gebe es weltweit, erklärt der Mediziner.

1.2.2021, 3:03 Uhr – Politiker fordern: Feiertage an Wochenenden als Corona-Bonus „nachholen“

Politiker mehrerer Parteien machen sich dafür stark, dass Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, in diesem Jahr als Corona-Bonus an Werktagen nachgeholt werden dürfen. Hintergrund ist nach einem Bericht der Saarbrücker Zeitung, dass 2021 ungewöhnlich viele Feiertage auf ein Wochenende fallen, darunter der Tag der Arbeit am 1. Mai, der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sowie die Weihnachtsfeiertage.

SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese sagte dem Blatt, da dies so sei, „wäre es eine Anerkennung und ein einfacher Corona-Bonus, wenn der darauffolgende Montag dann frei wäre für die Beschäftigten“. Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Jörg Schindler, forderte, Arbeitgeber zum Ausgleich solcher Feiertage zu verpflichten und das Arbeitszeitgesetz entsprechend zu ändern. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen, Beate Müller-Gemmeke, betonte: „Feiertage sind für die Menschen Tage der Erholung.“ Deshalb müsse nun „unaufgeregt“ über das Thema debattiert werden.

1.2.2021, 2:40 Uhr – Altmaier schließt Eingriffe bei Impfstoffproduktion nicht aus

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat staatliche Eingriffe in die Impfstoffproduktion nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Bisher arbeiteten viele Pharmaunternehmen freiwillig zusammen, sagte Altmaier am Sonntagabend in der ARD-Talkshow Anne Will. „Sollte es aber Fälle geben, wo ein Unternehmen aus Egoismus sagen würde, wir haben solche Anlagen, helfen aber nicht mit, dass das Nachbarunternehmen dort seinen Impfstoff produzieren kann - dann müssen wir natürlich auch über strengere Maßnahmen nachdenken.“

Es müsse sichergestellt werden, dass so viel Impfstoff in so kurzer Zeit wie möglich produziert wird. Grünen-Chef Robert Habeck hatte zuvor eine „Notimpfstoffwirtschaft“ gefordert, um mehr Impfstoff zu produzieren. Alle Pharmakonzerne seien „unverzüglich ihren Fähigkeiten entsprechend in die Produktion einzubeziehen“, verlangte Habeck in den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

1.2.2021, 1:20 Uhr – Strobl: Hartnäckige Quarantänebrecher in geschlossenem Krankenhaus „absondern“

Der neue Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl, spricht sich für eine Zwangsisolierung von Personen aus, die wiederholt gegen Corona-Quarantäneauflagen verstoßen. „Hartnäckige Quarantänebrecher, bei denen alle anderen Mittel nicht zur Einsicht führen, müssen in einem geschlossenen Krankenhaus abgesondert werden“, sagt Strobl den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

„Es geht ja nur um wenige Einzelfälle und um wenige Tage, in denen die Leute infektiös sind.“ Natürlich brauche es dafür einen richterlichen Beschluss. Die Maßnahme sei gerechtfertigt, da die Personen bewusst in Kauf nehmen, andere mit einer potenziell tödlichen Krankheit zu infizieren, so Strobl.

1.2.2021, 0:30 Uhr – SPD-Chef Walter-Borjans attackiert Impfstoffhersteller

Vor dem „Impfgipfel“ an diesem Montag hat SPD-Chef Norbert Walter-Borjans die Hersteller von Corona-Impfstoffen scharf kritisiert: „Ich bin schockiert über den Mangel an Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein bei einigen Herstellern. Es geht hier nicht um Schokolade, sondern um ein Produkt, an dem Existenzen und der Zusammenhalt der Gesellschaft hängen“, sagte Walter-Borjans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag).

Trotz aller Anerkennung für die rasche Entwicklung der Vakzine sind mehrere Hersteller von Covid-19-Impfstoffen zuletzt in die Kritik geraten. So sorgten etwa das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer für Ärger mit der kurzfristigen Ankündigung, wegen Werksumbauten vorübergehend weniger Impfstoff zu liefern – auch wenn dadurch eine größere Produktion möglich werden soll.

Der britisch-schwedische Hersteller Astrazeneca hatte vor gut einer Woche überraschend mitgeteilt, im ersten Quartal statt 80 Millionen nur 31 Millionen Dosen Impfstoff an die EU-Staaten zu liefern. Die Empörung war groß, am Sonntag sagte Astrazeneca dann zu, immerhin neun Millionen Dosen mehr zu liefern, also insgesamt 40 Millionen Dosen, wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitteilte.

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