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Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.3. bis 15.3.2021.

15.3.2021, 23:56 Uhr – Paul-Ehrlich-Institut rechtfertigt Entscheidung zu Astrazeneca-Impfstoff

Das Paul-Ehrlich-Institut hat den vorübergehenden Stopp von Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca in Deutschland verteidigt. Der Präsident des Institutes Klaus Cichutek, sagte in den ARD-Tagesthemen, man habe nach mehreren tödlichen Fällen von Blutgerinnseln eine neue Lage und müsse die Befunde im europäischen Vergleich diskutieren. Das zeige, dass Impfstoffe gut überwacht würden (Audio). Cichutek sagte weiter, mit dem Astrazeneca-Mittel geimpfte Menschen sollten zum Arzt gehen, wenn sie anhaltende Kopfschmerzen oder Hauteinblutungen hätten. Wenn die Impfung mindestens 16 Tage zurückliegt, sei nichts mehr zu befürchten.

15.3.2021, 20:50 Uhr – Finanzminister der Eurozone wollen Wirtschaftshilfen bis Ende nächsten Jahres

Angesichts der Corona-Pandemie soll es für die Staaten der Eurozone Wirtschaftshilfen bis Ende nächsten Jahres geben. Das teilten die Finanzminister der Euro-Zone in einer gemeinsamen Erklärung nach einer Videokonferenz mit. Mit den steigenden Schulden werde man sich erst befassen, wenn die Konjunktur sich erhole. Vor einigen Tagen hatte die EU-Kommission erklärt, die Obergrenzen für Schulden sollten in der Europäischen Union auch im kommenden Jahr ausgesetzt bleiben.

15.3.2021, 18:49 Uhr – Tübingen wird Modellstadt für Corona-Lockerungen

Nach dem Motto „Öffnen mit Sicherheit“ darf Tübingen Corona-Modellstadt werden. Das hat das Staatsministerium dem SWR mitgeteilt. Das Modell sieht vor, dass neben Kultureinrichtungen wie Kinos, Theater, Konzerthäuser und Museen auch Außengastronomie und Hotellerie wieder öffnen dürfen. Laut Stadt müssen Gäste belegen, dass sie getestet sind oder vor Ort unter Aufsicht einen Schnelltest machen. In der Innenstadt gibt es sechs Teststationen. „Wir koppeln die weiteren Lockerungen an verpflichtende Schnelltests“, teilte Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) mit. Ziel der Corona-Modellstadt Tübingen ist es, Erfahrungen zu sammeln, wie sich das Konzept gerade in Zeiten erhöhter Inzidenz auf die Zahl der Corona-Neuinfektionen auswirkt. Das Modellprojekt ist bundesweit das einzige seiner Art. Es soll mindestens drei Wochen dauern.

Corona-Modellprojekt Gilt für Ostern: Tagestickets in Tübingen nicht für Leute von außerhalb

Geöffnete Cafés und Biergärten, Shopping fast wie vor Corona-Zeiten – jetzt hat Tübingens OB Palmer wegen der vielen Gäste von außerhalb und steigender Corona-Zahlen doch reagiert.  mehr...

15.3.2021, 17:22 Uhr – Lauterbach: Aussetzen von Astrazeneca-Impfung ist großer Fehler

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält es für einen großen Fehler, dass in Deutschland nicht mehr mit dem Corona-Mittel von Astrazeneca geimpft werden darf. Das schaffe nur große Verunsicherung und Misstrauen in einer Situation, in der es auf jede Impfung ankomme, sagte der SPD-Politiker der Rheinischen Post. Lauterbach erklärte, das Risiko einer Thrombose läge "in der Größenordnung von 1 zu 100.000 oder weniger" und scheine im Vergleich zu Ungeimpften nicht erhöht zu sein.

15.3.2021, 16:32 Uhr – Bundesregierung mahnt: Corona-Notbremse einhalten

Die Bundesregierung erinnert angesichts täglich steigender Inzidenzzahlen an die vereinbarte Notbremse. Die Länder müssten die Beschlüsse vom 3. März umsetzen – und zwar nicht nur die erfreulichen Passagen, sondern auch die schwierigeren Schritte, hat Regierungssprecher Steffen Seibert gesagt. Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, Öffnungsschritte in Regionen wieder zurückzunehmen, wenn die Inzidenzzahlen drei Tage lang über 100 liegen. In Baden-Württemberg hat deshalb unter anderem der Kreis Göppingen Lockerungen bereits zurückgenommen, in Rheinland-Pfalz führt Mainz ab morgen wieder strengere Regeln ein.

15.3.2021, 15:45 Uhr – Spahn: Erst- und Zweitimpfungen mit Astrazeneca in Deutschland vorerst gestoppt

Deutschland setzt die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca vorerst aus. Das hat das Gesundheitsministerium bekanntgegeben. Das Ministerium begründet das mit gesundheitlichen Bedenken. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) teilte mit, dass das Erst- und Zweitimpfungen mit Astrazeneca betreffe.

Deutschland hat reagiert Astrazeneca vorerst gestoppt – wie geht es jetzt weiter?

Deutschland hat die Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca vorsorglich gestoppt, Impftermine sind abgesagt. Was bedeutet das für Menschen, die bereits damit geimpft wurden?  mehr...

15.3.2021, 15:03 Uhr – Schnelltests treiben Zahlen nicht hoch

Treiben positive Schnelltests die Infektionszahlen nach oben? Eine SWR-Datenanalyse kommt zu dem Schluss: Positive Schnelltests sind bisher eher selten. Nur rund zwei bis fünf Prozent aller gemeldeten Neuinfektionen gehen auf einen Schnelltest zurück. Pro Woche registrierten die Gesundheitsämter schwankend zwischen 350 und 560 Verdachtsfälle nach einem positiven Schnelltest. Seit Beginn der Meldepflicht wurden in Baden-Württemberg knapp 5.200 Verdachtsfälle nach einem positiven Schnelltest gemeldet. Trotz der Schnelltest-Offensive sind die Zahlen in den vergangenen zwei Wochen nicht sprunghaft angestiegen. Das Landesgesundheitsamt rechnet zwar langfristig mit einem Effekt auf die Inzidenzwerte. Bislang ist dieser aber noch sehr gering.

15.3.2021, 12:53 Uhr - Sputnik-V-Produktion in Deutschland?

Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V soll offenbar auch in Deutschland produziert werden. Es gebe eine entsprechende Vereinbarung, teilte der russische Investmentfonds mit, der für die Vermarktung des Mittels zuständig ist. Demnach habe man auch Abkommen mit Firmen aus Spanien und Frankreich getroffen. Vergangene Woche hatte bereits die italienisch-russische Handelskammer mitgeteilt, dass das Mittel in der Lombardei hergestellt werden soll. Noch ist Sputnik V in der EU nicht zugelassen, die Europäische Arzneimittelbehörde hat aber ein Zulassungsverfahren gestartet.

15.3.2021, 12:43 Uhr – Bundesregierung rät weiterhin von Urlaubsreisen ab

Die Bundesregierung hält es weiterhin nicht für ratsam, Urlaubsreisen zu unternehmen. „Mit Blick auf die aufgehobene Reisewarnung für Mallorca“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes, das Fehlen einer Reisewarnung sei keine Einladung zum Reisen. Seit gestern ist Urlaub auf den Balearen und Teilen des spanischen Festlands wieder möglich. Mit Aufhebung der Reisewarnung haben die Buchungen für diese Regionen bei Reiseanbietern stark zugenommen.

15.3.2021, 11:49 Uhr – Söder: Politiker sollen sich mit Astrazeneca impfen lassen

Im Zusammenhang mit dem umstrittenen Impfstoff Astrazeneca hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gefordert, dass sich künftig auch Politiker damit impfen lassen, um als Vorbild aufzutreten und Zweifel zu zerstreuen. Er hat aber auch eine klare Aussage der Politik darüber gefordert, ob der Impfstoff gut oder schlecht sei.

15.3.2021, 11:09 Uhr – Intensivärzte fordern sofortige Rückkehr zu Lockdown

Steigende Corona-Zahlen bereiten Deutschlands Intensivärzten Sorgen. „Von den Daten, die wir jetzt haben und sehen und mit dem Durchsetzen der britischen Mutante würden wir sehr stark dafür plädieren, jetzt sofort wieder in einen Lockdown zu gehen, um einfach eine starke dritte Welle zu verhindern“, sagte der wissenschaftliche Leiter des DIVI-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, im rbb-Sender Radioeins.

DIVI ist die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Karagiannidis sagte, er hoffe sehr, dass die Länder die beschlossene Notbremse eines Inzidenzwerts von 100 durchsetzen.

Bund und Länder hatten eine Rückkehr in den Lockdown vereinbart, wenn in einer Region die Zahl der Neuinfektionen wieder die Marke von 100 pro 100.000 Einwohnern in 7 Tagen erreicht. „Ansonsten würden wir jetzt noch einmal 5000, 6000 Patienten auf der Intensivstation sehen“, sagte Karagiannidis. „Derzeit sind rund 2800 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung.“

15.3.2021, 11:03 Uhr – Köln bei Inzidenz jetzt über 100

In der größten nordrhein-westfälischen Stadt Köln liegt die Corona-Inzidenzzahl nun wieder über 100. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg die Sieben-Tage-Inzidenz für die Millionenstadt auf 100,7. Ein Sprecher von Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte, man wolle nun erst einmal abwarten, ob der Wert in den nächsten Tagen stabil und signifikant über der Marke bleibe. Wenn das der Fall sein sollte, wolle die Stadt Mitte der Woche Kontakt mit der Landesregierung aufnehmen. Möglicherweise sei dann mit weiteren Maßnahmen zu rechnen.

15.3.2021, 9:31 Uhr – Britische Behörde: AstraZeneca-Impfstoff weiterhin sicher

Anders als mehrere andere europäische Länder nutzt Großbritannien weiter den Corona-Impfstoff von AstraZeneca. „Wir prüfen die Berichte genau, aber angesichts der großen Anzahl verabreichter Dosen und der Häufigkeit, mit der Blutgerinnsel auf natürliche Weise auftreten können, deuten die verfügbaren Beweise nicht darauf hin, dass der Impfstoff die Ursache ist“, sagte Phil Bryan von der britischen Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) einer Mitteilung zufolge. „Alle Menschen sollten sich gegen Covid-19 impfen lassen, wenn sie dazu aufgefordert werden“, so Bryan.

Zuletzt hatte die Impfkommission sich für einen vorübergehenden Stopp der Impfungen mit dem Präparat ausgesprochen, das der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Zuvor waren einzelne Fälle in Dänemark und Norwegen bekanntgeworden, in denen schwere Blutgerinnsel nach der Verabreichung des Mittels auftraten. In Großbritannien wurden bisher keine Fälle schwerer Nebenwirkungen bekannt.

15.3.2021, 7:05 Uhr – RKI: mehr als 6600 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 6604 Neuinfektionen. Das sind rund 1600 Fälle mehr als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag auf 82,9 von 79, vor einer Woche lag sie bei 68. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 47 weitere Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 73.418. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,575 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

15.3.2021, 6:50 Uhr – Gesundheitsexperte: auf Reisen an Ostern verzichten

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, an Ostern möglichst auf Reisen zu verzichten. „Reisen sollten an Ostern möglichst nicht unternommen werden, erst recht keine Flugreisen“, sagt Lauterbach der Zeitung Rheinische Post laut einem Vorabbericht. Es brauche Konzepte wie an Weihnachten, damit Familientreffen an Ostern nicht zu einem Anstieg der Infektionszahlen führen.

15.3.2021, 6:38 Uhr – Gedenken an mehr als 30.000 Tote in New York

Genau ein Jahr, nachdem der erste Mensch in New York nach einer bestätigten Corona-Infektion gestorben ist, hat die US-Millionenmetropole der mehr als 30.000 Toten seitdem gedacht. Bei einer live übertragenen Gedenkveranstaltung traten unter anderem Musiker der New Yorker Philharmoniker auf. Bilder von einigen Gestorbenen wurden währenddessen auf die Pfeiler der Brooklyn Bridge projiziert. New York war im Frühjahr 2020 zum Zentrum der Pandemie in den USA geworden, inzwischen hat sich das Infektionsgeschehen aber relativ stabilisiert.

We’ve lost tens of thousands of New Yorkers to COVID-19, but their memory lives on. Join us for the #COVIDMemorial. https://t.co/UMEKz3QJNk

15.3.2021, 4:38 Uhr – Lehrerverband gegen erneute Schulschließungen

Der Deutsche Lehrerverband spricht sich gegen neue Schulschließungen aus – trotz steigender Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen. Um erneuten Distanzunterricht zu verhindern, brauche es verbindliche Tests, forderte Verbandspräsident Hans-Peter Meidinger in der Rheinischen Post. Schülerinnen und Schüler sollten mindestens zwei Mal wöchentlich getestet werden. Zudem müssten die Impfung aller Lehrkräfte vorgezogen werden, so Meidinger. Zuvor sprach sich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach für Schulschließungen bis Ostern aus. Er begründete das mit der der dritten Corona-Welle, bei der sich Virusmutationen besonders bei Jüngeren rasant ausbreiten würden.

15.3.2021, 4:01 Uhr – Neuer Lockdown in weiten Teilen Italiens

In einem Großteil Italiens gelten von heute an wieder strengere Corona-Regeln. Grund sind die seit rund sechs Wochen wieder stark ansteigenden Infektionszahlen. Mehr als 40 Millionen Menschen dürfen ihre Wohnungen nur noch aus wichtigen Gründen wie den Gang zur Arbeit oder zum Arzt. Alle nicht lebenswichtigen Geschäfte bleiben geschlossen, ebenso Schulen, Restaurants und Frisörsalons.

15.3.2021, 2:41 Uhr – Offenbar mehr als 25.000 Verfahren unter anderem wegen Betrugs bei Soforthilfen

Bei den Staatsanwaltschaften sind im vergangenen Jahr offenbar 25.000 Verfahren im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aufgelaufen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland und beruft sich auf eine Umfrage des Deutschen Richterbundes (DRB). Dabei gehe es zum Beispiel um erschlichene Soforthilfen oder Betrugsmaschen mit gefälschten Masken, Medikamenten oder Impfstoffen. DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn rechnet damit, dass es bis Ende des Jahres dauern werde, bis alle Verdachtsfälle abgearbeitet seien.

15.3.2021, 0:08 Uhr – Niederlande: Impfungen mit Astrazeneca für zwei Wochen gestoppt

Auch die Niederlande setzen Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca aus. Das Gesundheitsministerium sprach am Abend von einer Vorsichtsmaßnahme, die zunächst für zwei Wochen gelte. Der Grund seien neue Informationen über Fälle mit möglichen Nebenwirkungen in Dänemark und Norwegen. Dort gibt es Berichte über Blutgerinnsel bei Geimpften. Es ist aber unklar, ob ein Zusammenhang besteht. In den Niederlanden wurden nach Angaben des Ministeriums bislang keine derartigen Fälle bekannt.

14.3.2021, 20:02 Uhr – Astrazeneca sieht kein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel

Astrazeneca sieht kein erhöhtes Risiko von Blutgerinnseln in Verbindung mit seinem Corona-Impfstoff. Eine sorgfältige Analyse aller verfügbaren Sicherheitsdaten von mehr als 17 Millionen Menschen, die in der Europäischen Union und in Großbritannien mit diesem Vakzin geimpft wurden, habe keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko einer Lungenembolie, einer tiefen Venenthrombose oder einer niedrigen Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie) ergeben, teilte der schwedisch-britische Konzern mit.

14.3.2021, 18:00 Uhr – Auch Piemont stoppt Impfungen mit Astrazeneca

Auch die norditalienische Region Piemont stoppt vorerst Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin. Auslöser ist der Tod eines Lehrers in der Stadt Biella nach seiner Impfung am Samstag. Die Aussetzung sei eine Vorsichtsmaßnahme, teilt die Regionalregierung mit. Nun werde geprüft, ob der Tod etwas mit der Impfung zu tun habe.

14.3.2021, 16:16 Uhr – Dehoga erneuert Forderung nach Öffnungsperspektive

Nach der Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca und andere Urlaubsgebiete im Ausland dringt das einheimische Gastgewerbe auf eine Öffnungsperspektive auch im Inland. „Es ist nicht erklärbar, der einheimischen Tourismusbranche keine Perspektive zu geben, während das Reisen ins Ausland ermöglicht wird“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, der dpa. „Wut und Verzweiflung wachsen ohne Ende. Das ist bitter wie inakzeptabel, dass es keine Öffnungsperspektive für das Gastgewerbe im Inland gibt.

Seit heute ist Urlaub auf Mallorca und in anderen Regionen Spaniens, Portugals und Dänemarks wieder ohne Quarantäne und Testpflicht nach der Rückkehr möglich – zwei Wochen vor Beginn der Osterferien in den meisten Bundesländern. Die Hotels in Deutschland sind dagegen mindestens noch bis zum 28. März geschlossen. Wie es weitergeht, soll erst am 22. März von Bund und Ländern entschieden werden.

14.3.2021, 15:52 Uhr – Köln: Illegale Techno-Party aufgelöst

In Köln hat die Polizei eine illegale Technoparty mit 34 Menschen aufgelöst. Anwohner hatten gegen drei Uhr in der Nacht zum Sonntag die Feier in einem Hinterhaus gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Die eintreffenden Beamten stellten die Personalien der Anwesenden fest und erteilten Platzverweise. Dabei bespuckte ein 20 Jahre alter Mann die Polizisten. Ihn erwartet nun eine Anzeige. Die übrigen Teilnehmer erwarten demnach Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung.

14.3.2021, 15:39 Uhr – SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach will Schulen bis Ostern schließen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert angesichts wieder deutlich steigender Infektionszahlen einen Schulstopp bis Ostern. „Die dritte Welle rollt bereits seit zwei Wochen durch Deutschland“, sagt er der Rheinischen Post laut Vorabbericht. Bund und Länder müssten die Notbremse ziehen, wenn in Regionen die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz über 100 steige. Ein Schulstopp sei nötig, „weil die Virusmutationen sich insbesondere bei den Jüngeren rasant ausbreiten“. Auch Grundschulen müssten bis Ostern schließen.

14.3.2021, 14:31 Uhr – Offenbar große Nachfrage nach Mallorca-Flügen

Wegen der immensen Nachfrage nach Mallorca-Flügen hat die Lufthansa-Tochter Eurowings hunderte Zusatzverbindungen für Ostern aufgelegt. Nach der Entscheidung des Robert-Koch-Instituts vom Freitag, Mallorca und weitere Gebiete Spaniens von der Liste der Corona-Risikogebiete zu nehmen, seien die Flüge „im Nu ausgebucht“ gewesen, teilte Eurowings mit. Das bisherige Mallorca-Angebot sei daher ausgeweitet worden – für die beginnende Oster-Reisezeit wurden 300 Zusatzflüge aufgelegt. Sprunghaft angestiegen seien die Buchungen dabei „quer über das ganze Land“, erklärte Eurowings weiter. Sie betreffen demnach die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn ebenso wie Hamburg und Stuttgart. Für das Reisen nach Mallorca ist weiter ein negativer PCR-Test nötig.

14.3.2021, 13:45 Uhr – EU-Kommission: Pfizer kann Astrazeneca-Engpässe ausgleichen

Die EU-Kommission hält an ihren Impfzusagen fest – trotz der chronischen Lieferverzögerungen beim Pharmakonzern Astrazeneca. Industriekommissar Thierry Breton sagt dem französischen Radiosender Europe 1: „Die gute Nachricht ist, dass obwohl es Verzögerungen bei Astrazeneca gibt, wir mit unserem Impfprogramm im ersten Quartal nicht in Verzug kommen.

Der Biontech-Partner Pfizer werde für Ausgleich sorgen, da er „viel mehr als geplant“ produzieren und an die EU liefern werde.

Wegen reduzierter Liefermengen des Impfstoffs von Astrazeneca hat Hamburg heute die Impfterminvergabe für unter 80-Jährige gestoppt. Thüringen hatte sie bereits gestern für alle Impfungen ausgesetzt und den geplanten Start von Impfungen bei Hausärzten verschoben.

Lieferprobleme: Vergabe der Impftermine in #Hamburg gestoppt. #corona #biontech https://t.co/AWHrDW10Y3

14.3.2021, 13:26 Uhr – Brüssel räumt Fehler bei Impfstoffbestellung ein

Im Streit um Pannen bei der Corona-Bekämpfung hat die EU-Kommission Versäumnisse eingeräumt. „Es stimmt, dass bei der Bestellung der Impfstoffe sowohl in Brüssel als auch in den Mitgliedstaaten Fehler gemacht wurden“, sagte der EU-Kommissionsvize Frans Timmermans dem Tagesspiegel am Sonntag. Selbstbewusst fügte er hinzu: „Ich bin bereit, am Ende der Pandemie eine Bilanz zu ziehen. Dann können wir ja sehen, was wir falsch und was wir richtig gemacht haben.

Österreich und fünf andere EU-Staaten hatten zuvor die Bestellpolitik Brüssels kritisiert und auf hoher Ebene Gespräche in der Union über eine gerechtere Verteilung der Corona-Impfdosen verlangt.

14.3.2021, 11:57 Uhr – Auch Irland setzt Impfungen mit Astrazeneca-Impfstoff aus

Auch Irland setzt die Impfungen mit Corona-Impfstoff von Astrazeneca wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen aus. Das für Impfungen zuständige Beratungskomitee NIAC empfahl am Sonntag, die Impfungen vorübergehend zu stoppen, wie der stellvertretende Chef der irischen Gesundheitsbehörde, Ronan Glynn, mitteilte. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die nach einem Bericht der norwegischen Arzneimittelbehörde über vier neue Fälle von Blutgerinnseln bei Geimpften ergriffen worden sei.

Zuerst hatte Dänemark am Donnerstag die Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers ausgesetzt. Die dänische Gesundheitsbehörde verwies auf Berichte über schwere Fälle von Blutgerinnseln bei Geimpften. Es sei allerdings noch nicht abschließend geklärt, ob es einen Zusammenhang zu den Impfungen gebe. Mehr zum Thema hier:

Thrombosen und allergische Schocks Was an den Gerüchten um den Astrazeneca-Impfstoff dran ist

Angeblich kann das Mittel von Astrazeneca Thrombosen oder allergische Reaktionen auslösen. Dabei ist keineswegs sicher, dass der Impfstoff daran schuld ist. Dazu kommt: Die Zahl der Betroffenen ist ziemlich klein.  mehr...

14.3.2021, 11:32 Uhr – WTO-Chefin: Mehr als 130 Staaten „ohne eine einzige Dosis“ Impfstoff

Die neue Generaldirektorin der Welthandelsorganisation WTO, Ngozi Okonjo-Iweala, appelliert an die Hersteller von Corona-Impfstoffen, den Weg für eine Lizenzfertigung ihrer Vakzine durch andere Unternehmen freizumachen. Es gebe weltweit mehr als 130 Staaten „ohne eine einzige Dosis“ Impfstoff, sagte die WTO-Chefin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Das ist nicht akzeptabel, denn es sterben deshalb Menschen.“ Vakzine für arme Länder zu beschaffen sei im Eigeninteresse der reichen Staaten, betonte Okonjo-Iweala: „Wenn wir nicht weltweit solidarisch handeln, dann werden sich die Virus-Mutationen vervielfachen und uns alle heimsuchen.

14.3.2021, 10:17 Uhr – Sieben-Tage-Inzidenz springt auf knapp unter 80

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Sonntagvormittag 10.790 Neuinfektionen. Das sind 2.687 Fälle mehr als am Sonntag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag auf 79 von 76,1. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

70 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 73.371. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,569 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

14.3.2021, 8:23 Uhr – Mecklenburg-Vorpommern dehnt Intervalle bis zur Zweitimpfung aus

Mecklenburg-Vorpommern reduziert bei den Corona-Schutzimpfungen seine Bevorratung für die Zweitimpfung und will damit die Zahl der Erstimpfungen um etwa ein Viertel erhöhen. Zudem sollen die Intervalle bis zur zweiten Impfung ausgedehnt werden.

Wie nach einem etwa siebenstündigen Impfgipfel am Samstag in Schwerin weiter mitgeteilt wurde, werden Hausärzte für den Einstieg in die Corona-Schutzimpfungen vorbereitet. Impfwillige Haus- und Ambulanzärzte im Land sollen vom 22. März an insgesamt 15.000 Impfdosen des Herstellers AstraZeneca erhalten, um sich selbst und das Praxispersonal zu impfen.

14.3.2021, 6:49 Uhr – Verband: Bis zu 50 Milliarden Euro Einsparung durch weniger Dienstreisen

Deutsche Unternehmen haben einer Schätzung zufolge im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie bis zu 50 Milliarden Euro weniger für Dienstreisen ausgegeben. Der Verband Deutsches Reisemanagement beruft sich bei dieser Schätzung auf monatliche Zahlen seiner 560 Mitgliedsunternehmen. Hauptgeschäftsführer Hans-Ingo Biehl sagte der Welt am Sonntag, einzelne große Konzerne hätten bei den Dienstreisen im vergangenen Jahr dreistellige Millionenbeträge gespart. Er geht davon aus, dass die Firmen auch in den kommenden Jahren auf Dienstreisen weitgehend verzichten.

14.3.2021, 5:29 Uhr – Personalmangel auf Intensivstationen verschärft sich – viele Pflegerinnen und Pfleger wollen aufhören

Intensivmediziner und Pflegeexperten in Deutschland warnen davor, dass sich der Personalmangel auf Intensivstationen verschärft. Die Flucht aus dem Pflegeberuf müsse unbedingt gestoppt werden, fordert die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Deren Präsident, Gernot Marx, hat den Funke-Zeitungen gesagt, in der beginnenden dritten Pandemie-Welle hielten die Pflegenden derzeit noch aus Pflichtgefühl durch. Allerdings habe eine Umfrage ergeben, dass rund 32 Prozent der Pflegenden überlegen, aus dem Beruf auszusteigen.

14.3.2021, 4:23 Uhr – Astrazeneca: Weber fordert Exportstopp

Weil Astrazeneca seine Impfstofflieferungen an die EU noch drastischer kürzen will als bisher bekannt, fordert der CSU-Europaabgeordnete Manfred Weber einen Exportstopp. Der solle für Impfstoffe aus Fabriken in der EU gelten, sagte der EVP-Fraktionschef der Welt am Sonntag - und zwar solange Astrazeneca seine Zusagen nicht erfülle. Es entstehe der Eindruck, so Weber, dass andere Länder gegenüber der EU bevorzugt werden. Der britisch-schwedische Hersteller hatte am Freitag erklärt, statt der zuletzt versprochenen 220 Millionen Dosen würden die EU-Staaten bis Jahresmitte nur noch 100 Millionen bekommen.

14.3.2021, 1:36 Uhr – EU-Kommissionsvize räumt Fehler bei Impfstoff-Bestellung ein

EU-Kommissionsvize Frans Timmermans hat Versäumnisse bei der Bestellung der Impfstoffe eingestanden. Fehler seien sowohl in Brüssel als auch in den Mitgliedstaaten gemacht worden, sagte Timmermans dem Tagesspiegel am Sonntag. Er sei bereit, am Ende der Pandemie eine Bilanz zu ziehen - um zu sehen, was man falsch gemacht habe - und was richtig. Jetzt, so Timmermans, gehe es aber erst einmal darum, dass ganz Europa Impfstoff bekomme. Dafür fordern Österreich, Bulgarien, Lettland, Slowenien, Tschechien und Kroatien neue Regeln.

14.3.2021, 0:57 Uhr – Mallorca kein Risikogebiet mehr

Ab heute ist Urlaub auf Mallorca wieder möglich, ohne dass Reisende nachher zum Coronatest und in Quarantäne müssen. Das Robert-Koch-Institut hat die Balearen aus der Liste der Risikogebiete gestrichen, weil dort die Corona-Infektionszahlen gesunken sind.

14.3.2021, 0:28 Uhr – EU weist Beschwerde über Impfverteilung zurück

Die EU-Kommission weist die Beschwerde mehrerer Mitgliedsländer über die Bestellung und Verteilung von Corona-Impfstoff zurück. Österreich, Bulgarien, Lettland, Slowenien, Tschechien und Kroatien finden, die Lieferungen an die Mitgliedsstaaten entsprächen nicht deren Bevölkerungsanteil - sie fordern eine „europäische Lösung“. Die EU-Kommission entgegnet, die Impfstoffe seien nach den Bevölkerungszahlen zugeteilt worden. Die Staaten könnten das flexibel nutzen und besonders betroffenen Ländern Impfstoff abgeben.

14.3.2021, 0:01 Uhr – DB hat immer wieder Ärger mit Maskenverweigerern

Mitarbeitende der Bahn hatten in den vergangenen zwölf Monaten immer wieder Ärger mit Maskenverweigerern in Zügen. Laut Bild am Sonntag hat es in 200 Fällen sogar Handgreiflichkeiten gegeben. Die Eisenbahnergewerkschaft EVG macht außerdem auf persönliche und oft drastische Beleidigungen aufmerksam, denen Bahn-Mitarbeitende bei Diskussionen über die Maskenpflicht ausgesetzt seien. Laut Bild am Sonntag hat die Bundespolizei im vergangenen halben Jahr in Zügen mehr als 300.000 Belehrungen wegen fehlender Masken ausgesprochen. Fast 10.000 Mal wurden Bußgeldverfahren eingeleitet. Etwa 1.500 uneinsichtige Maskenverweigerer wurden aufgefordert, Züge oder Bahnhöfe zu verlassen. Laut Bahn halten sich aber 99 Prozent der Fahrgäste an die Vorschrift.

13.3.2021, 20:20 Uhr – Angriffe gegen Polizei bei "Querdenker"-Demo

Trotz Verbots einer „Querdenken“-Demonstration in Dresden sind mehrere Hundert Menschen durch die sächsische Landeshauptstadt gezogen. Ein Polizeisprecher sagte, die Menschen seien in zwei Gruppen durch die Stadt gelaufen. Polizeibeamte hätten Teilnehmer wegen Verstoßes gegen die geltenden Corona-Auflagen gestoppt, dabei sei es auch zu tätlichen Angriffen und Widerstand gegen Beamte gekommen.

Laut Polizeidirektion Dresden wurden vier Polizisten verletzt. Zudem seien bisher 32 Straftaten registriert worden - unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. In Stuttgart wurden bei Demonstrationen Medienvertreter attackiert.

13.3.2021, 17:30 Uhr – Norwegen: drei Personen mit Blutgerinnseln nach Impfung

In Norwegen werden drei Personen im Krankenhaus wegen Blutgerinnseln behandelt, nachdem sie kürzlich mit dem AstraZeneca-Vakzin geimpft worden waren. Das teilen die Gesundheitsbehörden des Landes mit. Den Angaben zufolge handelt es sich um Beschäftigte des Gesundheitswesens. Alle seien jünger als 50 Jahre. Nach Auskunft der Behörden ist unklar, ob ein Zusammenhang mit der Impfung besteht.

13.3.2021, 15:05 Uhr – EU-Länder beklagen ungleiche Verteilung von Impfdosen

Die Regierungschefs von Österreich, Bulgarien, Lettland, Slowenien und Tschechien haben Gespräche über eine gerechte Verteilung von Corona-Impfdosen gefordert. In einem Brief an EU-Ratspräsident Charles Michel und Kommissionschefin Ursula von der Leyen kritisieren sie, das derzeitige Bestellsystem benachteilige ihre Länder. Außerdem verstoße es gegen die EU-Vereinbarung über eine anteilige Verteilung.

Als Beispiel nannte der österreichische Kanzler Sebastian Kurz die Niederlande und Dänemark. Sie hätten Zugang zu wesentlich mehr Impfstoff pro Kopf als Länder wie Bulgarien oder Kroatien. Bis zum Sommer, so die Befürchtung der fünf Länder, vertiefe das riesige Ungleichheiten unter den Mitgliedsstaaten.

13.3.2021, 14:43 Uhr – Linksparte fordert Deckelung der Gehälter von Krankenkassenchefs

Wegen der hohen Verluste in der gesetzlichen Krankenversicherung fordert die Linkspartei eine Deckelung der Gehälter von Kassenvorständen. „Wenn die Kassen wegen Corona Milliardendefizite verzeichnen, braucht es auch einen Beitrag aus den Vorstandsetagen“, sagt Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Die Gehälter der Krankenkassenchefs sind unverhältnismäßig hoch“, ergänzte er. „Wir brauchen einen Gehaltsdeckel, der unter den Bezügen des Gesundheitsministers liegt.

13.3.2021, 13:44 Uhr – WTO-Chefin fordert Lizenzfertigung von Corona-Impfstoffen

Die neue Chefin der Welthandelsorganisation (WTO), Ngozi Okonjo-Iweala, ruft die Impfstoffhersteller dazu auf, den Weg frei zu machen für eine Lizenzfertigung ihrer Impfstoffe durch andere Unternehmen. Das sei dringend notwendig, um auch arme Länder mit Impfstoff zu versorgen, sagt sie der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Es wäre wunderbar, wenn Biontech und Pfizer mehr tun könnten“, sagte sie laut Vorabbericht. „Es gibt rund 60 Länder auf der Welt, die Impfstoff haben und mehr als 130 Staaten ohne eine einzige Dosis. Das ist nicht akzeptabel, denn es sterben deshalb Menschen.“ Okonjo-Iweala fordert ferner die Abschaffung von Exportbeschränkungen für Medizingüter wie sie auch in der EU verhängt worden sind. „Die WTO ermutigt ihre Mitgliedstaaten, diese Restriktionen abzubauen und uns einen Zeitplan für ihre Abschaffung zu nennen.

13.3.2021, 13:25 Uhr – Lieferengpass bei Astrazeneca: Thüringen stoppt Impfterminvergabe

Wegen der Lieferengpässen bei Astrazeneca ändert Thüringen seine Impf-Strategie: Ab sofort werden keine Termine mehr für Impfungen mit diesem Wirkstoff vergeben. Bereits vereinbarte Termine sollen aber gehalten werden – statt Astrazeneca sollen andere Mittel verimpft werden. Dennoch spricht Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) von einem „absolut inakzeptablen Zustand“ und sieht jetzt den Bund in der Pflicht. Am Nachmittag wird sich die Thüringer Gesundheitsministerin dazu äußern.

13.3.2021, 12:59 Uhr – RKI rechnet mit hohen Infektionszahlen um Ostern

In der Corona-Krise erwartet das Robert-Koch-Institut (RKI) einen neuen Ausbreitungsschub des Virus in den kommenden Wochen. Die RKI-Experten rechnen damit, dass die Zahl der neuen Positiv-Tests an Ostern wieder über 30.000 liegen könnte. „Die Extrapolation der Trends zeigt, dass mit Fallzahlen über dem Niveau von Weihnachten ab KW 14 zu rechnen ist“, heißt es im aktuellen Lagebericht des Instituts. Die 14. Kalenderwoche ist die Woche nach Ostern. Am 24. Dezember hatte das RKI 32.195 neue Positiv-Tests bekanntgegeben.

Das Institut beobachtet vor allem eine starke Ausbreitung der zuerst in Großbritannien festgestellten Virus-Variante B117, die als ansteckender gilt und nach RKI-Angaben „vermutlich etwas schwerere Krankheitsverläufe verursacht als andere Varianten“. Allerdings sagen die Fachleute auch: „Hinweise auf eine substanziell verringerte Wirksamkeit der zugelassenen Impfstoffe gegen die Variante B.1.1.7 gibt es bislang nicht.

13.3.2021, 11:27 Uhr – Ab sofort: Maskenpflicht in Crailsheim

Aufgrund der vielen Corona-Neuinfektionen in Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) hat das Landratsamt gestern Abend angeordnet, dass in der Crailsheimer Kernstadt ab sofort eine medizinische Maske oder ein vergleichbarer Atemschutz getragen werden muss. Ausnahmen gelten für Menschen mit einem Attest, für Kinder unter sechs Jahren und für Individualsport. In Einkaufsläden, die laut Corona-Verordnung öffnen dürfen, ist nur ein Kunde pro 20 Quadratmeter erlaubt. In Crailsheim ist die Zahl der am Corona-Virus erkrankten Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mittlerweile auf über 500 gestiegen. In Baden-Württemberg liegt die Inzidenz zurzeit bei durchschnittlich 69.

13.3.2021, 9:13 Uhr – Mehr als 10.000 Verfahren wegen Coronavorschriften

In der Corona-Pandemie haben die Verfassungs- und Verwaltungsgerichte in Deutschland im vergangenen Jahr in mehr als 10.000 Verfahren die Verordnungen von Bund, Ländern und Gemeinden überprüft. Das geht aus Zahlen des Deutschen Richterbundes hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Ein deutlicher Rückgang zeichne sich auch in diesem Jahr nicht ab.

13.3.2021, 5:26 Uhr – RKI meldet rund 12.700 Neuinfektionen

In Deutschland sind innerhalb eines Tages 12.674 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das Robert Koch-Institut (RKI) sagt, es seien weitere 239 Menschen im Zusammenhang mit Corona gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist von von 72,4 auf 76,1 gestiegen. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie in Deutschland mehr als 2,55 Millionen Corona-Infektionen bestätigt worden.

13.3.2021, 4:15 Uhr – Kurzarbeit führt zu weniger Urlaub

Wer in Kurzarbeit ist, hat weniger Anspruch auf Urlaub. Das hat das Landesarbeitsgericht Düsseldorf entschieden. Geklagt hatte eine Frau, die in Teilzeit drei Tage pro Woche arbeitet. Sie hatte 2020 wegen der pandemiebedingten Kurzarbeit drei Monate lang gar nicht gearbeitet. Trotzdem wollte sie den gesamten Urlaub haben, denn Kurzarbeit erfolge nicht auf Wunsch des Arbeitnehmers, sondern im Interesse des Arbeitgebers. Das Gericht gestand ihr dagegen nur einen Teil der Urlaubstage zu. Der Zweck von Erholungsurlaub sei, sich zu erholen. Dies setze aber voraus, dass tatsächlich gearbeitet wird.

13.3.2021, 3:15 Uhr – Deutsche und Schweizer Corona-Warn-App sollen verbunden werden

Die deutsche und die Schweizer Corona-Warn-App sollen miteinander verknüpft werden. Das hat der Schweizer Botschafter in Berlin, Paul Seger, angekündigt. Die Verknüpfung sei ein wirkungsvoller Beitrag, um die Gesundheit der Grenzgängerinnen und Grenzgänger und der Bevölkerung auf beiden Seiten des Rheins und des Bodensees zu schützen. Die technische Umsetzung dauere noch ein paar Tage - bis Ostern sollten die beiden Apps dann verbunden sein, so der Botschafter.

13.3.2021, 1:31 Uhr – Impfstoffbeauftragter: Ziel ist die Selbstversorgung

Der Impfstoffbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Krupp, fordert einen massiven Ausbau der deutschen und europäischen Impfstoffproduktion. Ab 2022 solle eine sichere Versorgung Deutschlands über eigene Produktionskapazitäten gewährleistet sein, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er baue dabei besonders auf die deutschen Hersteller Biontech und Curevac. Aber auch Johnson & Johnson und Astrazeneca wollen laut Krupp in Deutschland produzieren. Im Pandemiefall sollten die Europäer außerdem in der Lage sein, einen neuen Wirkstoff in einem Vierteljahr für die gesamte Bevölkerung herzustellen.

12.3.2021, 22:27 Uhr – Ungarn ist Spitzenreiter beim Impfen

Ungarn ist nach Malta jetzt Impf-Vorreiter in der EU. Bis Freitag hat das Land fast zwölf Prozent der Erwachsenen mindestens einmal gegen Corona geimpft. Der EU-Durchschnitt liegt bei sieben Prozent. Das Land setzt nicht nur auf die von der EU-Arzneimittelagentur zugelassenen Mittel, sondern auch auf andere Impfstoffe wie etwa den russischen Sputnik V. Überschattet wird der Impf-Erfolg in Ungarn von einem starken Anstieg der Neuinfektionen und der nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität siebthöchsten Corona-Todesrate je eine Million Einwohner.

12.3.2021, 20:34 Uhr – Bald zehn Prozent der Rheinland-Pfälzer geimpft

In Rheinland-Pfalz sollen bis Ende kommender Woche voraussichtlich fast zehn Prozent der rund 4,1 Millionen Bürger gegen das Coronavirus geimpft sein. Etwa 88.500 Schutzimpfungen seien in der Woche geplant, davon 83.000 in den Impfzentren – 71.000 Erst- und 12.000 Zweitimpfungen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Darunter seien auch etwa 20.000 Menschen über 80 Jahren. In Einrichtungen der Behindertenhilfe sollen 4.500 Spritzen gesetzt werden, dazu kommen etwa 1.000 in der zweiten Runde in den Altenheimen. In der besonders vulnerablen Gruppe der über 80-Jährigen seien mehr als 80 Prozent der Bewohner von Pflegeeinrichtungen geimpft.

12.3.2021, 18:38 Uhr – WHO erteilt Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson Notfallzulassung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson eine Notfallzulassung erteilt. Somit kann das Produkt des US-Herstellers für das internationale Covax-Programm zur Versorgung ärmerer Länder eingesetzt werden, gab die UN-Behörde in Genf bekannt. Zuvor hatte die WHO die Impfstoffe von Pfizer/BionTech und von Astrazeneca gelistet.

12.3.2021, 17:50 Uhr – Astrazeneca kürzt Lieferungen an die EU erneut

Der britisch-schwedische Impfstoffanbieter Astrazeneca kürzt erneut seine Lieferungen an die Europäische Union: Einem Dokument vom 10. März zufolge, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt und das auch an EU-Vertreter ging, sollen bis Ende März 30 Millionen Dosen zur Impfung gegen das Coronavirus ausgeliefert werden. Das wären zehn Millionen weniger als im Februar angekündigt und lediglich ein Drittel der ursprünglichen Zusage.

Ein Firmensprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Insidern zufolge gibt es Schwierigkeiten bei den internationalen Lieferketten. Damit könnten neue Rückschläge auf die Impfkampagne in Europa zukommen.

Astrazeneca selbst hatte zuletzt mit Berichten um gesundheitliche Schwierigkeiten im Zusammenhang mit seinem Impfstoff zu kämpfen:

Thrombosen und allergische Schocks Was an den Gerüchten um den Astrazeneca-Impfstoff dran ist

Angeblich kann das Mittel von Astrazeneca Thrombosen oder allergische Reaktionen auslösen. Dabei ist keineswegs sicher, dass der Impfstoff daran schuld ist. Dazu kommt: Die Zahl der Betroffenen ist ziemlich klein.  mehr...

12.03.2021, 15:32 Uhr – Doch noch keine Wiedereröffnung von Disneyland Paris am Karfreitag

Der Vergnügungspark Disneyland in Paris eröffnet nun doch noch nicht wieder am 2. April. Die Gründe dafür seien die Pandemie-Lage und die Reisebeschränkungen in Europa, teilt das Unternehmen mit. Ein neuer Termin wurde nicht genannt. „Wir sind optimistisch, dass wir bald wieder öffnen können“, twittert Disney lediglich.

Due to prevailing conditions and travel restrictions across Europe, Disneyland Paris will not be able to reopen on April 2 as initially planned. If you have a booking with us, please check our website for our latest commercial conditions: https://t.co/RVTai6Li2D https://t.co/EoANHuxjRN

12.03.2021, 14:20 Uhr – Lindner: Keine Verdachtsfälle in FDP-Fraktion bei Maskengeschäften

FDP-Chef Christian Lindner hat nach eigenen Worten kein Hinweis auf Fehlverhalten in seiner Bundestagsfraktion in Zusammenhang mit Geschäften für Schutzausrüstung. „Wir haben unsere Mitglieder gefragt, sich zu offenbaren“, sagt er in einer Veranstaltung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Es gab keine Anzeichen für entsprechende Verdachtsmomente." Die CDU/CSU-Führung hat nach Fällen in der Union von allen Mitgliedern bis Freitagabend eine Erklärung verlangt, wonach diese sich nicht bereichert hätten. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagt, er habe diese Erklärung bereits abgegeben.

12.03.2021, 13:12 Uhr – RKI nimmt Mallorca von Liste der Corona-Risikogebiete

Das Robert-Koch-Institut stuft Mallorca nicht mehr als Corona-Hotspot ein. „Die autonomen Gemeinschaften Kastilien-La Mancha, Valencia, Extremadura, Balearen, La Rioja und Murcia gelten nun nicht mehr als Risikogebiete“, schreibt das RKI auf seiner Internet-Seite.

Die bei Deutschen beliebte Ferieninsel Mallorca gehört zu den Balearen. Ebenfalls nicht mehr als Risikogebiet werden bestimmte Regionen in Portugal, Dänemark und die Bahamas geführt. Als neue Risikogebiete würden indes in Portugal die Regionen Algarve, Großraum Lissabon und die autonome Region Madeira geführt, die bislang nur als Virusvarianten-Gebiete geführt worden seien.

Corona-Pandemie: Mallorca kein Risikogebiet mehr https://t.co/dx3R4H2inD #Mallorca #Risikogebiete

12.03.2021, 12:07 Uhr – Söder verurteilt Bereicherung von Abgeordneten durch Corona-Masken

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verurteilt die Fälle einzelner Unions-Abgeordneter, die mit der Vermittlung von Corona-Masken Geld verdient haben. So ein Verhalten könne man nicht akzeptieren. „In einer Krise zu helfen, ist das Gebot aller. Aber damit Kasse zu machen eben nicht.“ Die Fälle seien schwerwiegend, „sie sind aber auch konsequent geahndet worden“. Die Verhaltensregeln für Abgeordnete müssten grundlegend überarbeitet werden, auch der Themenkomplex Lobbyregister und Parteispenden müsse „noch einmal durchleuchtet“ werden. „Dass da ein Schaden insgesamt entstanden ist, ein großer, ist unbestritten.“

12.03.2021, 12:03 Uhr – Seibert: Weiter an Regeln halten

Regierungssprecher Steffen Seibert appelliert an die Bevölkerung, sich weiter strikt an die Corona-Auflagen zu halten und die Hygieneregeln zu befolgen. „Wir sollten uns immer bewusst sein, dass es in unserer Hand liegt, diese dritte Welle möglichst flach zu halten“, sagte Seibert. „Das liegt an unser aller Verhalten.“ Mit Blick auf die nächsten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder am 22. März sagte Seibert: „Wir wollen nicht Öffnungen im großen Stil, die man dann wieder zurücknehmen muss.“

12.3.2021, 11:53 Uhr – Landesweiter Lockdown über Ostern in Italien

Italien will wegen steigender Infektionszahlen einen landesweiten Lockdown über die Osterfeiertage verhängen. Die Menschen dürften das Haus dann nur noch zur Arbeit, für Wege zum Arzt oder in Notfällen verlassen, geht aus dem Entwurf eines Regierungserlasses hervor. Schon ab Montag soll es demnach auch Einschränkungen mit Schließungen von Restaurants und Bars in Regionen geben, die bislang noch vergleichsweise geringe Infektionszahlen aufweisen.

12.3.2021, 11:48 Uhr – WHO: Kein Zusammenhang zwischen Astrazeneca-Impfstoff und Todesfällen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht nach eigenen Angaben keinen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff von Astrazeneca und Todesfällen. Eine ursächliche Verbindung zwischen Blutgerinnseln und dem Impfstoff sei nicht zu erkennen, sagte eine WHO-Sprecherin. Überhaupt sei bislang kein Todesfall bekannt, den eine Impfung gegen Covid-19 ausgelöst haben könnte. Dennoch sei ein WHO-Beratungsgremium damit beauftragt, die Astrazeneca-Berichte zu prüfen.

Mehrere Länder haben die Impfungen nach Berichten über Blutgerinnsel ausgesetzt. Das RKI hatte darauf hingewiesen, dass es bei Millionen Impfungen gerade bei alten Menschen zeitliche Zusammenhänge geben könne. Ursächliche Zusammenhänge seien aber bis jetzt nicht bekannt.

12.3.2021, 11:14 Uhr – Spahn kritisiert Informationsfluss der Impfstoffhersteller

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kritisiert unzureichende Informationen der Impfstoff-Produzenten zu den Lieferterminen. Außer von Biontec wisse man nicht, wann die Hersteller in den nächsten Monaten lieferten, sagt Spahn. Biontec habe im April gut neun Millionen Dosen zugesagt. Von Astrazeneca und Johnson & Johnson, dessen Wirkstoff gerade zugelassen wurde, gebe es solche belastbaren Aussagen nicht. Von Johnson & Johnson erwarte man frühestens Mitte bis Ende April Lieferungen. Vom US-Konzern soll Deutschland im zweiten Quartal insgesamt gut zehn Millionen Dosen erhalten, von Astrazeneca etwa 17 Millionen.

12.3.2021, 10:58 Uhr – Auch Bulgarien stoppt Impfungen mit Astrazeneca

Nach mehreren europäischen Ländern stoppt auch Bulgarien Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca. Zunächst solle eine schriftliche Stellungnahme der EU-Arzneimittelbehörde EMA abgewartet werden, mit der alle Zweifel an der Sicherheit des Impfstoffs beseitigt werden, teilt die Regierung in Sofia mit.

12.3.2021, 10:47 Uhr – Bund-Länder-Schalte zu Impfungen beim Hausarzt am 17.März

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen sich am 17. März unter anderem mit dem Start von Corona-Impfungen in Arztpraxen befassen. Ab 19.00 Uhr wolle man über aktuelle Impffragen abstimmen, berichtet die dpa. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Mittwoch auf die 16. Kalenderwoche (19. bis 25. April) oder früher als Starttermin für die routinemäßigen Impfungen in Arztpraxen geeinigt – sollten genug Impfstoff vorhanden sein. Am 22. März will sich Merkel wie geplant mit der Ministerpräsidentenrunde über das weitere Vorgehen im Corona-Lockdown abstimmen.

12.3.2021, 10:38 Uhr – Wieler: Dritte Welle so flach wie möglich halten

Wegen der beginnenden dritten Corona-Welle hat das Robert Koch-Institut (RKI) die Bürger zum weiteren Einhalten der Schutzmaßnahmen aufgerufen. „Diese dritte Welle müssen wir gemeinsam so flach halten wie möglich“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler. Es gelte zu verhindern, in eine Situation wie vor Weihnachten zu kommen, als es viele Erkrankungen, schwere Verläufe und Todesfälle sowie eine starke Belastung des Gesundheitssystems gegeben habe. Die Pandemie sei ein Marathon, so Wieler – man sei nun im letzten, besonders anstrengenden Drittel.

12.3.2021, 10:04 Uhr – Spahn: Trotz Impfungen nicht nachlässig werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt trotz immer mehr Impfungen vor Nachlässigkeit. „Die Lage bleibt angespannt. Die Zahlen steigen wieder“, sagt er. Die Virus-Mutanten breiteten sich weiter aus – im Saarland liege der Mutanten-Anteil bei 15 Prozent. Eine Chance böten aber in den nächsten Wochen immer mehr Schnelltests und auch Tests für Zuhause.

12.3.2021, 9:42 Uhr – Wissenschaftler: Ende Juli könnten alle Impfwilligen in Deutschland geimpft sein

Trotz aller Probleme bei der Impfstoff-Versorgung wäre es nach Berechnungen von Wissenschaftlern möglich, bis Ende Juli alle impfwilligen Erwachsenen in Deutschland mit einem vollständigen Impfschutz zu versehen. Dazu reichten rechnerisch sowohl die in den kommenden Wochen von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Impfdosen als auch die Kapazitäten in Impfzentren, Hausarztpraxen und bei Betriebsärzten, teilte das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) mit. Wenn die Impfstoffe in dem derzeit vorgesehenen Tempo geliefert und sofort vollständig verabreicht würden, könnten die mutmaßlich knapp 53 Millionen impfwilligen Erwachsenen rechnerisch sogar bis Ende Juni vollständig immunisiert werden.

12.3.2021, 9:15 Uhr – Altmeier: Bund zahlt ab heute wieder Corona-Hilfen aus

Die seit einer Woche gestoppten Abschlagszahlungen des Bundes im Rahmen mehrerer Corona-Hilfsprogramme sollen am Freitag wieder aufgenommen werden. Das sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der Rheinischen Post. „Das ist eine gute Nachricht für unsere Unternehmen.“ Die Abschlagszahlungen für die November- und Dezember-Hilfen sowie die Überbrückungshilfe III waren wegen Betrugsfällen ausgesetzt worden. „Die kurzzeitige Unterbrechung der Abschlagszahlungen war rechtlich geboten und notwendig, um im Austausch mit den strafrechtlichen Ermittlungsbehörden, aber auch dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und dem Bundesfinanzministerium Unregelmäßigkeiten zu prüfen und Vorkehrungen zu treffen, um die Wiederholung derartiger Betrugsversuche künftig zu verhindern“, sagte eine Ministeriumssprecherin.

12.3.2021, 8:24 Uhr – Dreyer: Öffnungsschritte im Einzelhandel in Gefahr

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat angekündigt, dass der Einzelhandel die Öffnungen wieder „einen kleinen Schritt“ zurücknehmen müsse, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz wieder dauerhaft über 50 steigt. In Rheinland-Pfalz wurde der Einzelhandel zunächst wieder geöffnet, weil die Inzidenz unter 50 lag. „Jeder weiß, wir müssen einen kleinen Schritt wieder zurückgehen, wenn es nicht so bleibt“, sagte Dreyer. Am Freitagmorgen lag der Wert bei 50,7.

12.3.20201, 7:16 Uhr – Hausärzte in Bayern sollen in zwei Wochen impfen

In Bayern sollen auch Hausärzte in rund zwei Wochen Impfungen vornehmen. „Wir erwarten, dass die Impfstofflieferungen des Bundes die Arztpraxen in die Lage versetzen, ihren Patienten zum 1. April ein Impfangebot machen zu können“, sagte Landesgesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Geplant sei ein „Impfbündnis“ mit Ärzten, lokalen Impfzentren und Apotheken als Logistikpartner der Praxen.

12.3.2021, 7:00 Uhr – Hotels fordern Öffnung um Ostertage

Die Hotels und Gaststätten in Deutschland fordern Öffnungen um die Oster-Feiertage herum. „61 Prozent unserer Betriebe plädieren für eine Öffnung noch vor Ostern“, sagt die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), Ingrid Hartges, der Rheinischen Post. „23,8 Prozent der Betriebe sprechen sich mit Blick auf die immer weniger werdende Vorlaufzeit für eine Öffnung direkt nach Ostern am 6. April aus.“ Von der nächsten Bund-Länder-Runde erwarte der Dehoga einen konkreten Fahrplan, wann unter welchen Voraussetzungen die Restaurants und Hotels wieder Gäste empfangen dürfen. „Der Endlos-Lockdown ist keine Lösung – nicht für die Unternehmer, nicht für die Beschäftigten“, sagt Hartges.

12.3.2021, 5:30 Uhr – Zahl der Neuinfektionen in Deutschland steigt weiter

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 12.834 neue Positiv-Tests. Das sind 2.254 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag auf 72,4 von 65,4. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Den neuen Angaben zufolge starben 252 weitere Menschen in Verbindung mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 73.062. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,53 Millionen Menschen positiv auf das Virus getestet.

12.3.2021, 5:01 Uhr – Bayern will ab 1. April in Hausarztpraxen impfen lassen

Bayern will bereits ab dem 1. April mit den Corona-Impfungen in Hausarztpraxen beginnen. Das sagte der Präsident des Bayrischen Landkreistags Christian Bernreiter (CSU) der Passauer Neuen Presse. Mit diesem Schritt weicht Bayern vom Plan der Gesundheitsminister von Bund und Ländern ab. Diese hatten sich am Mittwoch auf Mitte April als Starttermin verständigt. Die endgültige Entscheidung trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

12.3.2021, 2:26 Uhr – USA: Alle Erwachsenen sollen Recht auf Impfung bis 1. Mai haben

Alle Erwachsenen in den USA sollen bis zum 1. Mai die Möglichkeit bekommen, sich gegen Corona impfen zu lassen. Das kündigte US-Präsident Joe Biden in einer Fernsehansprache an. Biden will außerdem weitere Personengruppen zum Durchführen der Impfungen berechtigen – so sollen unter anderem auch Zahnärzte, Studierende und Tierärzte in Zukunft den Impfstoff verabreichen dürfen. Der US-Präsident sagte, er hoffe, dass die USA bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli etwas zur Normalität zurückkehren könnten. Außerdem gedachte Biden der mehr als 500.000 Todesopfer der Corona-Pandemie in den USA.

12.3.2021, 1:13 Uhr – Pflegebevollmächtigter für bundeseinheitliche Regelungen

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat sich in der Diskussion über Besuchen in Pflegeheimen für bundeseinheitliche Regelungen ausgesprochen. Dem ARD-Hauptstadtstudio sagte er, es sei egal, ob Menschen in einem süddeutschen oder ostdeutschen Heim isoliert würden. Westerfellhaus sagte, keiner habe das Recht, diese Menschen wegzusperren.

12.3.2021, 0:33 Uhr – Hausärzteverband: Impfzentren schließen

Der Deutsche Hausärzteverband ist dafür, die Impfzentren zu schließen. Verbandschef Ulrich Weigeldt sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: Schon jetzt könnte man alle Impfstoffe in den Praxen verimpfen. Er kritisierte den Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, zunächst weiter auf die Impfzentren zu setzen und die Praxen erst später einzubinden. Die Ergebnisse der Beratungen gestern seien „eine Katastrophe“.

12.3.2021, 23:21 Uhr – Spahn hofft auf Johnson & Johnson-Lieferung im April

Nach der EU-Zulassung für den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson kann das Mittel wohl frühestens ab Mitte oder Ende April in Deutschland eingesetzt werden. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in den ARD-Tagesthemen. Bis Ende Juni werden 55 Millionen Dosen erwartet. Der Impfstoff wird in den USA abgefüllt – dort herrscht faktisch ein Exportstopp dafür. Die EU-Kommission solle mit dem Hersteller die Bereitstellung der zugesagten Impfstoff-Mengen sehr genau klären, forderte Spahn. Er kritisierte in diesem Zusammenhang die USA. Er sagte, man habe in den letzten Monaten immer wieder erleben müssen, dass bestimmte Produkte die USA nicht verlassen hätten.

11.3.2021, 23:05 Uhr – Dreyer: Außengastronomie in RP soll ab 22. März öffnen

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) kündigte im SWR an, die Außengastronomie werde ab 22. März wieder öffnen können. Sie werde sich bei der nächsten Video-Schalte der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin für eine Perspektive der Hotellerie einsetzen. Dies sei beim letzten Treffen noch nicht gelungen, sagte sie bei der Spitzenrunde zur Landtagswahl. CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf sprach sich dafür aus, Öffnungen im Lockdown stärker an Tests als an die Zahl der Corona-Neuinfektionen zu koppeln. Der Spitzenkandidat der Freien Wähler, Joachim Streit, forderte, alle Branchen wieder zu öffnen, „die ein gutes Hygienekonzept haben“.

11.3.2021, 22:26 Uhr – Tschechien und Ungarn kooperieren mit Israel

Tschechien und Ungarn wollen im Kampf gegen Corona mit Israel kooperieren. Wie die Regierungschefs der drei Länder nach einem Treffen in Jerusalem mitteilten, wollen sie gemeinsam an der Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen arbeiten. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban und Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babis beschrieben Israel angesichts der erfolgreichen Impfkampagne als Modell-Land, von dem man lernen wolle. Bereits vor einer Woche hatten Dänemark und Österreich mit Israel eine Allianz zur Entwicklung und Produktion von Corona-Impfstoffen der nächsten Generation ins Leben gerufen.

11.3.2021, 21:43 Uhr – Corona-Hilfen für US-Bürger starten am Wochenende

In den USA sollen die Corona-Direkthilfen in Höhe von je 1.400 US-Dollar noch am Wochenende an die ersten Amerikaner gezahlt werden. Das hat die Sprecherin des Weißen Hauses erklärt. Insgesamt werde die Abwicklung aber über einige Wochen laufen. Zuvor hatte US-Präsident Joe Biden mit seiner Unterschrift das Corona-Hilfspaket in Kraft gesetzt. Insgesamt stehen 1,9 Billionen Dollar bereit. Neben den Direktzahlungen an Einzelpersonen sieht der Rettungsplan unter anderem Gelder für den Anschub der Impfstoff-Verteilung vor sowie Hilfen für Hausbesitzer und Mieter, für Schulöffnungen und für lokale Verwaltungen.

11.3.2021, 20:40 Uhr – Bund liefert Ländern 17 Millionen Schnelltests

Die Bundesregierung stellt den Ländern noch im März zusätzlich 17 Millionen Corona-Selbsttests zur Verfügung. Das berichten mehrere Medien und berufen sich auf ein Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums. Im April könnten demnach weitere 45 Millionen Tests geliefert werden. Die Verteilung erfolge nach dem Bevölkerungsanteil der Länder. Die Schnelltests gelten als wichtiges Instrument, um Kontaktbeschränkungen zu lockern.

11.3.2021, 17:43 Uhr – Steigende Fallzahlen: Kommunen in RP droht Rücknahme von Lockerungen

Der Einzelhandel in Rheinland-Pfalz muss wegen steigender Corona-Neuinfektionen möglicherweise in einigen Kommunen und Kreisen von Montag an wieder schließen und zum Termin-Shopping zurückkehren. Die landesweite Inzidenz hatte am Donnerstag erstmals wieder den entscheidenden Wert von 50 knapp überschritten (50,7). Wenn die landesweite Inzidenz auch am Freitag und Samstag über 50 liegt, müssten die Kommunen mit 50er-Inzidenzen die seit Montag gültigen Lockerungen zurücknehmen, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei.

11.3.2021, 16:50 Uhr – EU-Kommission lässt Johnson & Johnson-Impfstoff zu

Die Europäische Kommission hat den Impfstoff von Johnson & Johnson zugelassen. „Wir haben gerade den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von Johnson & Johnson genehmigt“, twitterte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Mit dem Schritt, der nach eine Empfehlung der europäischen Arzneimittelbehörde EMA erfolgte, sind in der Europäischen Union nun vier Corona-Impfstoffe zugelassen.

More safe and effective vaccines are coming to the market. We have just authorised the use of Johnson & Johnson's vaccine in the EU, following @EMA_News' positive review. With the number of doses we ordered, we could vaccinate up to 200 million people in the EU. https://t.co/YsrcfF9ZE8

11.3.2021, 16:33 Uhr – Lauterbach: Schnelltests werden für höhere Fallzahlen sorgen

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach rechnet mit steigenden Corona-Fallzahlen durch Schnelltests, die künftig in großen Mengen verfügbar sein sollen. Das könne zu höheren Inzidenzen führen, sagte er dem Spiegel. Nach einiger Zeit sei aber mit einer Verringerung der Fallzahlen zu rechnen. Denn dann würden unbemerkte Übertragungswege verhindert.

11.3.2021, 15:27 Uhr – Experte: Blutgerinnsel haben wahrscheinlich nichts mit Impfung zu tun

Ein deutscher Experte hält einen Zusammenhang zwischen der Astrazeneca-Impfung und dem Todesfall in Dänemark für unwahrscheinlich. „Ein direkter Zusammenhang ist nicht richtig vorstellbar, das kann auch Zufall sein“, sagte der Infektiologe Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg. „Das ist etwas Außergewöhnliches. Gefäßverschlüsse sind weder in den Zulassungsstudien aufgetaucht noch bei den Impfungen in England, und dort ist man sehr wachsam.“ Allerdings müsse man dem Vorfall nachgehen, sagte Salzberger. „Wenn man ein solches Phänomen sieht, dann muss man das untersuchen, und das tun die Dänen derzeit.

11.3.2021, 14:49 Uhr – Studie bestätigt: Corona-Infektion viel gefährlicher als Grippe

Eine neue Patientenstudie der Uniklinik Hamburg-Eppendorf bestätigt, dass eine Corona-Infektion wesentlich gefährlicher ist als eine saisonale Grippe. Unter den immungeschwächten Patienten und Patientinnen hatten diejenigen mit einer Covid-19-Infektion mit 33,3 Prozent eine höhere Krankenhaussterblichkeit als die Patienten mit saisonaler Influenza (11,6 Prozent).

Die Daten zeigen aber auch, dass auch jüngere Covid-19-Patienten mit geringen Begleiterkrankungen schwer erkranken können. Covid-19-Patienten mussten durchschnittlich 26 Tage im Krankenhaus verbringen, die mit saisonaler Influenza nur 17 Tage. Covid-19-Patienten benötigten auch häufiger eine Sauerstofftherapie. 40 Prozent von ihnen mussten auf die Intensivstation verlegt werden, aber nur 20 Prozent der Grippeerkrankten.

Die Beobachtungen würden sich mit den Ergebnissen aus nationalen Datenerhebungen des Robert-Koch-Instituts decken, sagte der Oberarzt und Co-Autor Julian Schulze zur Wiesch. In der Studie wurden die Krankheitsverläufe von 166 in der Uniklinik behandelten Covid-19-Erkrankten und von 255 Patienten mit saisonaler Influenza miteinander verglichen. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Scientific Reports veröffentlicht.

11.3.2021, 14:30 Uhr – Bundesgesundheitsministerium hält sich mit Astrazeneca-Aussage zurück

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums äußert sich zurückhaltend zur Entscheidung Dänemarks, Impfungen mit dem impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca zu stoppen. „Nach jetzigem Stand gibt es noch keine Hinweise darauf, dass der Todesfall in Dänemark mit einer Corona-Impfung ursächlich in Verbindung steht.“ Aktuell untersuchten die europäischen Arzneimittelbehörden den Fall.

11.3.2021, 14:20 Uhr – Auch Norwegen setzt Einsatz von Astrazeneca-Impfstoff aus

Nach Dänemark setzt auch Norwegen den Einsatz des Impfstoffes vom schwedisch-britischen Konzern Astrazeneca aus. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, erklärt der Abteilungsleiter für Infektionskrankheiten am norwegischen Institut für öffentliche Gesundheit, Geir Bukholm.

11.3.2021, 13:03 Uhr – Bund trifft Wirtschaft: Corona-Tests in Firmen sollen ausgeweitet werden

Die Bundesregierung hat am Vormittag die Corona-Lage zusammen mit Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften erörtert. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte danach, es sei erneut zugesagt worden, Corona-Tests in Unternehmen auszuweiten. Außerdem sei es um strukturelle Folgen der Pandemie gegangen, wie die Digitalisierung und die Veränderung der Innenstädte. „Es herrschte Einigkeit darüber, dass die Sicherung des Fachkräftenachwuchses für Deutschland von entscheidender Bedeutung ist. In dem Zusammenhang wurden Möglichkeiten diskutiert, die aktuelle Ausbildungssituation zu verbessern.

13.3.2021, 12:30 Uhr – Laumann erwartet Erleichterungen nach Zulassung von Johnson & Johnson-Impfstoff

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) erwartet Erleichterungen bei den Corona-Impfungen durch die Zulassung des Impfstoffs des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson. „Dass dieser Impfstoff zugelassen wird, darüber freue ich mich.“ Das Vakzin habe die gute Eigenschaft, dass es nur einmal pro Patient gespritzt werden müsse. Bei Pflegefällen „muss der Doktor nur einmal und nicht zweimal kommen“.

11.3.2021, 10:47 Uhr – Dänemark setzt Impfungen mit Astrazeneca aus

Dänemark setzt die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca wegen möglicher Nebenwirkungen vorerst aus. Wie die dänische Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte, liegen ihr Berichte über „schwere Fälle der Bildung von Blutgerinnseln“ bei Geimpften vor. Bisher sei allerdings noch nicht abschließend geklärt, ob es einen Zusammenhang zwischen den Impfungen und den Gerinnungsstörungen gibt. Die Anwendungssperre sei befristet.

11.3.2021, 7:38 Uhr – Wieler: „Die dritte Welle hat schon begonnen“

Ein Jahr nach der Erklärung einer Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in Deutschland nach Überzeugung des Robert-Koch-Instituts die dritte Corona-Welle begonnen: „Wir haben ganz klare Anzeichen dafür: In Deutschland hat die dritte Welle schon begonnen“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler im Gespräch mit der UN-Journalistenvereinigung (ACANU) in Genf.

Die strikte Anwendung von Schutzmaßnahmen wie Maske tragen und Abstand halten sei trotz Impfungen weiter dringend nötig. Die Impfkampagne sei ein Wettlauf gegen das mutierende Virus. Die Ziellinie sei aber in Sicht: Wenn es keine Unterbrechungen wegen Produktionsausfällen oder aus anderen Gründen gebe, könnten bis Herbst 80 Prozent der Bevölkerung immun gegen das Virus seien. „Wenn das der Fall ist, können alle Maßnahmen aufgehoben werden“, sagte Wieler. 

Corona-Zahlen steigen: "Dritte Welle hat schon begonnen" https://t.co/Ot5snnyAQs #Coronavirus #RKI #Wieler

11.3.2021, 6:10 Uhr – Mehr als 14.000 Neuinfektionen; Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 69,1

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 14.356 neue Positiv-Tests. Das sind 2.444 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag auf 69,1 von 65,4. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Den neuen Angaben zufolge starben 321 weitere Menschen in Verbindung mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 72.810. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,53 Millionen Menschen positiv auf das Virus getestet.

11.3.2021, 5:15 Uhr – Ärzte „scharren ungeduldig mit den Hufen“

Der Chef des Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, hat die Verzögerung beim Start der Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen kritisiert. „Wir sind nicht nur bereit, wir scharren schon seit Wochen ungeduldig mit den Hufen“, sagte Weigeldt dem Deutschlandfunk am Donnerstag. Er könne nicht nachvollziehen, dass „man das Volk sozusagen im Lockdown hält“, statt es zu impfen.

Die Impfzentren seien am Anfang sicher notwendig gewesen. In den Praxen könne aber schneller und besser geimpft werden. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Mittwoch auf die Empfehlung geeinigt, mit den Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen routinemäßig Mitte April zu beginnen.

Corona-Impf-Einsatz erst im Mai? „Scharren mit den Hufen“ – Hausärzte verstehen lahmen Impf-Zeitplan nicht

Die Hausärzte in Deutschland sollen „spätestens ab 19. April“ auch Corona-Impfungen vornehmen. Warum erst dann, fragt Verbandschef Weigeldt? Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung erwartet sogar einen noch späteren Einsatzbeginn.  mehr...

11.3.2021, 4:10 Uhr – Zahnärzte wollen beim Impfen helfen

Die Zahnärzte in Deutschland bieten weiterhin an, bei Test- und Impfmaßnahmen zu unterstützen. „Das Angebot gilt weiterhin“, sagt der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Wolfgang Eßer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland laut einem Vorabbericht (RND/Donnerstag). Als approbierte Ärzte seien Zahnärzte grundsätzlich dazu befähigt, Impfungen durchzuführen. Gerade im Hinblick auf schnelle und flächendeckende Impfungen sei es wichtig, ausreichend Impf-Ärzte zu haben.

11.3.2021, 2:20 Uhr – Lauterbach: Kein höheres Impftempo im April durch Hausärzte

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dämpft Erwartung an ein höheres Impf-Tempo im April. „Es ist richtig, die Hausärzte in die Impfstrategie einzubinden, auch wenn sich dadurch das Impftempo wegen des Mangels an Dosen bis Ende April noch nicht wesentlich erhöhen lässt“, sagt Lauterbach der Zeitung Rheinische Post.

11.3.2021, 1:46 Uhr – EMA berät über Impfstoff von Johnson & Johnson

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) berät heute darüber, ob der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in der EU zugelassen werden kann. Sollte die Behörde das US-Präparat empfehlen, gilt eine Zulassung durch die EU-Kommission als sicher. Es wäre der vierte Corona-Impfstoff in der Europäischen Union. Das Mittel ist in den USA bereits zugelassen und muss nur einmal gespritzt werden. Die Wirksamkeit gegen schwere Covid-19-Erkrankungen wird mit rund 85 Prozent angegeben.

10.3.2021, 23:43 Uhr – Streit um Impfstoff-Patente dauert an

Der Streit über eine Aussetzung der Patente auf Corona-Impfstoffe dauert an. Die Mitgliedsländer der Welthandelsorganisation WTO konnten sich auch bei ihren Beratungen am Abend in Genf nicht einigen. Wenn die Patente auf Corona-Impfstoffe ausgesetzt würden, könnten mehr Länder Impfstoffe herstellen. Dieser Vorschlag von Indien und Südafrika wird zwar von rund 100 Staaten unterstützt. Einflussreiche Länder, in denen Pharmaunternehmen ansässig sind, lehnen das aber ab. Die Mitgliedsländer einigten sich lediglich darauf, die Lage Mitte April erneut zu betrachten.

10.3.2021, 23:15 Uhr – Homeoffice-Aufruf noch bis mindestens Ende April

Die Homeoffice-Regeln gelten noch bis mindestens Ende April. Das Bundeskabinett verlängerte die aktuelle Corona-Arbeitsschutzverordnung. Betriebe sind verpflichtet, möglichst Heimarbeit zu ermöglichen. Außerdem sollen Menschen, die nicht zuhause arbeiten können, mit Schutzmasken versorgt werden. Die Regelungen gelten seit Januar und wären am kommenden Montag ausgelaufen.

10.3.2021, 20:45 Uhr – 1,9 Billionen Dollar: US-Kongress genehmigt Hilfspaket

Der US-Kongress hat endgültig das billionenschwere Corona-Hilfspaket von US-Präsident Joe Biden gebilligt. Das Repräsentantenhaus stimmte für die Vorlage, durch die etwa 1,9 Billionen Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) freigegeben werden. Von den Republikanern stimmte kein einziger Abgeordneter für die neuen Corona-Hilfen. Sie halten die vorgesehenen Zahlungen als zu freigiebig und unfokussiert. Der US-Senat hatte bereits am Samstag nach einer Marathon-Sitzung für das Hilfspaket gestimmt. Präsident Biden will den sogenannten amerikanischen Rettungsplan am Freitag unterschreiben und dadurch in Kraft setzen.

10.3.2021, 19:41 Uhr – Impfstart in Arztpraxen spätestens bis 19. April

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern planen, dass Corona-Impfungen in Arztpraxen spätestens ab Mitte April möglich sein sollen. Ziel sei, frühestmöglich damit zu starten, spätestens jedoch in der Woche vom 19. April. Das haben die Minister nach Beratungen beschlossen. Dafür brauche es aber auch eine gewisse wöchentliche Mindestmenge an Impfstoff, hieß es im Bundesgesundheitsministerium. Die Empfehlung der Fachminister soll nun Basis für Entscheidungen von Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder sein, wie Regierungssprecher Steffen Seibert angekündigt hatte.

10.3.2021, 17:23 Uhr – Unionsspitze fordert Erklärung von ihren Abgeordneten

Nach der Maskenaffäre um die Bundestagsabgeordneten Georg Nüsslein (CSU) und Nikolas Löbel (CDU) verlangt die Spitze der Unionsfraktion im Bundestag von ihren Abgeordneten eine Stellungnahme. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt forderten die knapp 250 Unionsparlamentarier auf zu erklären, ob sie aus Geschäften mit Bezug zur Corona-Pandemie finanzielle Gewinne erhalten haben. Dazu setzten sie eine Frist bis Freitagabend um 18 Uhr.

10.3.2021, 16:42 Uhr – BW: Zwei Tests pro Woche für 5. und 6. Klassen

Ab dem kommenden Montag sollen in Baden-Württemberg auch Fünft- und Sechstklässler zweimal pro Woche kostenlos auf das Coronavirus getestet werden, ebenso wie ihre Lehrer. Mit diesem Beschluss geht die grün-schwarze Landesregierung über den Bund-Länder-Beschluss von letzter Woche hinaus, wie die Deutsche Presse Agentur schreibt.

Am Montag kehren die fünften und sechsten Klassen im Land in den Präsenzunterricht zurück. Bis zum Beginn der Osterferien müssen sich die Eltern darum kümmern, dass die Kinder getestet werden. Erst nach den Ferien soll es flächendeckend Testzentren an den Schulen geben.

10.3.2021, 16:31 Uhr – Spahn: Corona-Impfungen sollen flexibler werden

Die Corona-Impfungen sollen nach den Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Zukunft flexibler werden. „Dafür halten wir an der Priorisierung fest, um besonders Verwundbare zu schützen“, sagte Spahn, „aber gleichzeitig wollen wir pragmatisch schnelles Impfen möglich machen.“ Dazu werde die Impfverordnung an neue Erkenntnisse und Entwicklungen angepasst.

Wir müssen die Balance finden: möglichst viele und möglichst zielgerichtet impfen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

Am Donnerstag soll die neue Impfverordnung im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Darin soll es dann zum Beispiel keine Altersbegrenzung mehr für den Impfstoff von Astrazeneca geben. Hintergrund ist, dass die Ständige Impfkommission ihn nun auch für Menschen ab 65 Jahre empfiehlt und nicht nur für 18- bis 64-Jährige.

Um möglichst viele Erstimpfungen zu ermöglichen, soll bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna der Abstand zur Zweitimpfung von sechs Wochen ausgeschöpft werden – beim Mittel von Astrazeneca von zwölf Wochen. Für Zweitimpfungen schon vereinbarte Termine sind davon aber unberührt, wie es in der Verordnung heißt.

Abweichungen von der Impf-Priorisierung sollen zudem künftig möglich sein, um eine dynamische Virus-Ausbreitung „aus hochbelasteten Grenzregionen“ zu verhindern. Damit könnten etwa Sachsen, Bayern, das Saarland oder weitere Länder die ganze Bevölkerung in solchen Hotspots an der Grenze impfen, wie es zur Erklärung hieß.

10.3.2021, 16:17 Uhr – Dreyer: Impfen in Arztpraxen setzt mehr Impfstoff voraus

Wenn ab April auch Arztpraxen Corona-Impfungen anbieten, setzt das laut der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) voraus, dass deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung steht. „Neue Impfstationen mit aufzunehmen, hängt davon ab, ob der Impfstoff auch wirklich kommt“, sagte Dreyer. „Alles andere macht keinen Sinn, sondern wir verteilen dann nur den vorhanden Impfstoff noch mal auf alle möglichen Instanzen, ohne dass wir schneller werden.“

Im Moment werde der Eindruck verbreitet, als hätten man nicht die Infrastruktur, sondern der Impfstoff würde rumliegen. „Das ist aber nicht so. Bei uns liegt überhaupt kein Impfstoff rum. Wir verimpfen alles, was da ist.“

Rheinland-Pfalz liegt nach der Statistik des Robert Koch-Instituts bundesweit sowohl bei den Erst-, als auch bei den Zweitimpfungen über dem Bundesdurchschnitt. 7,1 Prozent der Rheinland-Pfälzer hatten demnach bis Dienstagabend ihre erste und 3,5 Prozent ihre zweite Spritze bereits bekommen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 6,7 Prozent und 3,1 Prozent.

10.3.2021, 15:43 Uhr – Mecklenburg-Vorpommern nutzt Luca-App zur Kontaktnachverfolgung

Mecklenburg-Vorpommern hat sich als erstes Bundesland entschieden, die Luca-App zur digitalen Kontaktnachverfolgung in der Corona-Krise einzusetzen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte ntv/RTL: „Uns ist es wichtig, anonym, sicher, aber eben auch einfach Kontakte nachvollziehen zu können. Wir wollen, dass die Zettelwirtschaft vorbei ist, dass die Gesundheitsämter entlastet werden und wir eben auch Öffnungsschritte in der Pandemie wagen können.“ Zwei Städte – Rostock und Schwerin – würden die App bereits nutzen.

10.3.2021, 15:02 Uhr – Merkel: Hilfsprogramme nicht zu früh einstellen

Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt vor einem zu schnellen Einstellen von Hilfsprogrammen für Hilfsbedürftige nach der Überwindung der Corona-Pandemie. Es werde noch lange dauern, Menschen wieder in eine Situation wie vor der Pandemie zu bringen, sagt Merkel in einer Debatte mit Mitarbeitern von Hilfs- und Krisentelefonen. Die Haushaltslage sei sicher nicht gut. „Wir müssen dann gucken, dass wir nicht zu früh mit irgendso einem Kurs einsetzen, der alles abschneidet.“

10.3.2021, 14:49 Uhr – Spanien: Monatliche Geburtenrate sinkt drastisch

In Spanien ist die monatliche Geburtenrate auf den niedrigsten jemals gemessenen Stand gesunken. Vergangenen Dezember wurden 23.226 Baby geboren, ein Fünftel weniger als im Dezember 2019, teilt die Statistikbehörde INE mit. Dies sei der niedrigste Wert sei 1941, als erstmals die Geburtenstatistiken angelegt wurden.

10.3.2021, 13:49 Uhr – Corona-Hilfen sollen bald wieder ausbezahlt werden

Die gestoppten Zahlungen bei den Corona-Hilfen sollen in den nächsten Tagen wiederaufgenommen werden. Das sagt ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums. Wegen des Verdachts auf Betrugsfälle hatte das Ministerium einige Auszahlungen Ende vergangener Woche vorläufig gestoppt.

10.3.2021, 13:27 Uhr – Studie: Britische Mutante weist „signifikant höhere“ Sterblichkeit auf

Die britische Coronavirus-Variante weist einer Studie zufolge eine „signifikant höhere“ Sterblichkeit auf. In den Untersuchungen seien bei dieser Mutante im Vergleich zu früheren Virusstämmen 30 bis 100 Prozent mehr Todesfälle aufgetreten, erklärten Forscher in einer britischen Studie, die das British Medical Journal veröffentlicht hat. Zudem sei sie etwa 40 bis 70 Prozent ansteckender als die bisher dominierenden Varianten. Diese Kombination mache die Mutante B117 zu einer ernstzunehmenden Bedrohung, sagt Wissenschaftler Robert Challen von der Universität Exeter, der die Untersuchung mit leitete.

10.3.2021, 13:05 Uhr – Arbeitgeber sollen Beschäftigten weiterhin Homeoffice ermöglichen

Arbeitgeber in Deutschland bleiben bis Ende April aufgerufen, ihren Beschäftigten die Arbeit von zu Hause aus zu ermöglichen. Das Kabinett billigt eine Verordnung von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, mit der eine Verordnung von Ende Januar verlängert wird, die am 15. März ausgelaufen wäre. Darin heißt es: "Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen." Homeoffice sei ein wichtiges Element, um Kontakte zu reduzieren und die Pandemie einzuschränken, erklärt Heil.

10.3.2021, 12:55 Uhr – Mehr als 17.000 Nueinfektionen in Polen

Polen meldet mit 17.260 Neuinfektionen den höchsten Wert seit November. Insgesamt sind nun mehr als 1,8 Millionen Ansteckungen nachgewiesen und 45.997 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus registriert worden, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Die Regierung hatte zuletzt gewarnt, dass die dritte Corona-Welle stärker werde.

10.3.2021, 11:55 Uhr – Millionen Impfdosen für Hotspots in der EU

Die EU-Kommission hat sich zusätzliche vier Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer gesichert. Sie sollen vor allem in Hotspots und in Grenzgebieten eingesetzt werden. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hofft, dass dadurch die Verbreitung neuer Virus-Varianten eingedämmt wird. Die zusätzlichen Impfdosen sollen schon in zwei Wochen geliefert werden.

10.3.2021, 11:15 Uhr – Sieben große Open-Air-Festivals wegen Corona abgesagt

Sieben große Open-Air-Festivals in Deutschland und der Schweiz fallen auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das hat das Veranstalter-Netzwerk Eventim Live mitgeteilt. Von der Absage betroffen sind unter anderen „Rock am Ring“, „Rock im Park“, „Hurricane Festival“ und „Southside“.

„Rock am Ring“, „Southside“ und Co. Sieben große Festivals wegen Corona abgesagt

Das Veranstalter-Netzwerk Eventim Live hat wegen der Corona-Pandemie sieben große Musik-Festivals abgesagt. Dazu zählen unter anderen „Rock am Ring“, „Rock im Park“, das „Hurricane Festival“ und „Southside“.  mehr...

10.3.2021, 9:38 Uhr – Spahn dämpft Erwartungen an Impfungen im April


Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Erwartungen an die Impfstoffmenge gedämpft, die im April in Deutschland zur Verfügung stehen. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Andreas Gassen hatte gesagt, die Haus- und Fachärzte könnten ab April jeden Monat 20 Millionen Menschen in Deutschland impfen. Spahn hat dazu im Morgenmagazin von ARD und ZDF gesagt: „Die Impfmengen werden nicht gleich auf 20 Millionen im Monat wachsen“. Man müsse aufpassen mit dem Erwartungsmanagement. Spahn hat weiter gesagt, wenn erst die Hausärzte, dann die Betriebsärzte impfen würden, könnte nach und nach die Impfreihenfolge flexibler gehandhabt werden.

10.3.2021, 7:47 Uhr – Kritik an Auszahlungsstopp der Corona-Hilfen

Nachdem bestimmte Corona-Hilfen wegen Betrugsverdachts nicht weiter ausgezahlt werden, gibt es Kritik. Der Mittelstandsverband BVMW fordert, die Corona-Abschlagszahlungen aus der Bundeskasse schnell wieder aufzunehmen. Aufgrund von Einzelfällen dürfe es keinen Generalverdacht gegen den gesamten Mittelstand geben. Die FDP sagt, die Betrugsfälle hätten vermieden werden können, wenn man die Bearbeitung und Auszahlung in die Hände der Finanzämter gegeben hätte.

10.3.2021, 6:22 Uhr – Corona-Neuinfektionen steigen leicht

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 9.146 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das sind rund 130 mehr als vor einer Woche. Außerdem wurden 300 weitere Corona-Todesfälle innerhalb von 24 Stunden registriert. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist die Sieben-Tage-Inzidenz jetzt bei 65,4 und damit etwas niedriger als gestern.

10.3.2021, 3:01 Uhr – Kassenärzte: 20 Millionen Impfungen ab April pro Monat möglich

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung geht davon aus, dass ab April 20 Millionen Menschen monatlich in Deutschland gegen Corona geimpft werden können. Verbandschef Andreas Gassen sagte der Tageszeitung Welt, Voraussetzung sei aber ein rascher Nachschub an Impfdosen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen heute festlegen, wann genau die Hausärzte mit den Corona-Impfungen beginnen können. Vorgestern hatten sich die Fachminister darauf verständigt, dass der Zeitraum Anfang April liegen soll.

10.3.2021, 2:39 Uhr – Betriebsärzte könnten pro Monat fünf Millionen Beschäftigte impfen

Die Betriebsärzte in Deutschland könnten pro Monat etwa fünf Millionen Beschäftigte gegen das Coronavirus impfen. Das sagte die Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Anette Wahl-Wachendorf, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Im Unterschied zu den Hausärzten seien die Betriebsärzte weniger mit akuten Krankheitsfällen befasst und könnten dadurch dem Impfen Vorrang geben. Eine „gewisse Priorisierung“ sollte bei Impfungen in Betrieben erhalten bleiben, erklärte Wahl-Wachendorf. Sie sprach sich für eine Bevorzugung auch von Personen mit vielen Kontakten mit Kunden oder im Außendienst aus.

10.3.2021, 1:01 Uhr – Cepi fordert: Neue Impfstoffe in 100 Tagen entwickeln

Die internationale Impfstoff-Initiative Cepi will die Entwicklungszeit für neue Wirkstoffe auf 100 Tage verringern. Das sei ein Drittel der Zeit, die für die ersten Covid-19-Impfstoffe benötigt worden sei, erklärte die Organisation in Oslo. Die Beschleunigung bei der Impfstoffentwicklung soll erreicht werden, indem unter anderem die Möglichkeiten schneller Trägerplattformen wie mRNA optimiert werden. Cepi rechnet mit rund drei Milliarden Euro, die für das Projekt benötigt werden. Ziel sei, künftige Risiken durch Pandemien zu verringern oder zu eliminieren. Die Initiative forderte Regierungen, Gesundheitsorganisationen und andere Partner auf, den Plan zu unterstützen. Dieser sollte auf fünf Jahre angelegt sein.

9.3.2021, 23:32 Uhr – Biontech könnte 2022 bis zu drei Milliarden Impfdosen herstellen

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech kann im kommenden Jahr bis zu drei Milliarden Impfdosen gegen das Coronavirus bereitstellen. Firmenchef Ugur Sahin sagte, das hänge von der Nachfrage ab - und davon, ob der Impfschutz regelmäßig aufgefrischt werden müsse. In diesem Jahr will Biontech mit seinem Partner Pfizer zwei Milliarden Dosen Impfstoff herstellen.

9.3.2021, 20:31 Uhr – Engpässe bei Impfstoff-Bestandteilen

Der beispiellose Bedarf und die Produktion der Corona-Impfstoffe bringt die Industrie an ihre Kapazitätsgrenzen. „Impfstoffhersteller und Zulieferer berichten zunehmend über Engpässe bei Roh- und Verpackungsmaterial und Ausrüstung“, berichtete die Denkfabrik Chatham House. Sie hatte ein Treffen mit Vertretern der Industrie, von Verbänden und der UN-Impfinitiative Covax organisiert, um Lösungen zu suchen. In einem Strategiepapier, das bei dem Treffen diskutiert wurde, heißt es, größere Produktionsmengen seien durch Effizienzsteigerungen in den bestehenden Fabriken, dem Umbau bestehender Fabriken für die Herstellung der neuen Stoffe und den Bau neuer Fabriken nötig. Auch stehen die Pharmafirmen unter Druck, die Patente der von ihnen entwickelten Corona-Impfstoffe vorübergehend auszusetzen. Damit sollen mehr Firmen in aller Welt in die Lage versetzt werden, die Impfstoffe zu produzieren. Südafrika und Indien sind Vorreiter dieser Forderung in der Welthandelsorganisation (WTO). Die Länder mit ansässigen Pharmafirmen lehnen das ab, ebenso die Pharmaindustrie.

9.3.2021, 20:11 Uhr – Anteil der Variantennachweise in BW bei fast 60 Prozent

In Baden-Württemberg wird immer häufiger eine Variante des Coronavirus nachgewiesen. Bis zum Ende der vergangenen Woche stieg der Anteil aller vom Laborverband ALM untersuchten positiven Tests auf besorgniserregende Varianten auf 59 Prozent an. Laut Landesgesundheitsamt sind seit dem erstmaligen Nachweis des britischen Variantentyps B.1.1.7 an Heiligabend 8.238 Fälle (Stand Dienstag, 16 Uhr) von besorgniserregenden Varianten aus allen Regionen Baden-Württembergs übermittelt worden. Die große Mehrheit der mit dieser Variante infizierten Personen sei unter 70 Jahren alt. Die Zahl der Nachweise bei Kindern bis 9 Jahren sei fast doppelt so hoch wie bei Senioren ab 80.

9.3.2021, 19:23 Uhr – Soziologe: Unterklasse hat erhöhtes Risiko

Der deutsche Soziologe Oliver Nachtwey kritisiert fehlende Forschung in Deutschland zum sozialen Status von Corona-Infizierten. „Es gibt in Deutschland ausgezeichnete soziologische Forschungen zu den Folgen der Pandemie. Aber auf staatlicher Seite weiß und kommuniziert man viel zu wenig über die Sozialstruktur der Infektionen“, sagte der Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel der Süddeutschen Zeitung.

Schließlich müsste man dann ja zugeben, dass Deutschland eine Klassengesellschaft ist und Menschen aus der Unterklasse ein höheres Infektionsrisiko haben“, so Nachtwey. Er sieht darin eine bewusste Verschleierung. „Es wird permanent versucht, jegliches Klassenbewusstsein aus dem öffentlichen Bewusstsein herauszuhalten - die Statistik ist ein Mittel dazu.“ Dabei sei klar, dass die Corona-Risiken "dramatisch ungleich verteilt" seien.

9.3.2021, 18:59 Uhr – Abschlagszahlungen vorerst gestoppt

Wegen Betrugsverdachts bei den Corona-Staatshilfen für Unternehmen sind die Abschlagszahlungen zum Teil vorübergehend gestoppt worden. Auf einer Internetseite zu den Corona-Hilfen teilten Wirtschafts- und Finanzministerium mit, es bestehe in einigen Fällen der Verdacht, dass unrechtmäßig staatliche Hilfsgelder erschlichen wurden. In Kürze sollten die Abschlagszahlungen aber wieder aufgenommen werden, so eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Sie sprach von einer Vorsichtsmaßnahme. Wie hoch der Schaden ist, ist nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet und ermittle.

9.3.2021, 18:43 Uhr – Ausweitung von Tests in Unternehmen freiwillig

Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft wollen die Corona-Tests in Unternehmen vorübergehend ausweiten – allerdings auf freiwilliger Basis. Man appelliere an die Betriebe, den Beschäftigten Selbsttests und wo möglich auch Schnelltests mit geschultem Personal anzubieten, teilten die Verbände mit. So sollen Infektionen frühzeitig erkannt werden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßte den Appell, pocht aber auch auf breite Umsetzung: Es werde erwartet, dass viele Wirtschaftsunternehmen daran teilnehmen. Einen Zeitplan, wann die Tests kommen sollen, gibt es allerdings noch nicht. Auch die Übernahme der Kosten ist nicht geklärt.

9.3.2021, 18:23 Uhr – Mecklenburg-Vorpommern verschärft Einreiseregeln für Polen

Mecklenburg-Vorpommern hat die bundesweit strengsten Einreiseregelungen für Menschen aus dem Nachbarland Polen beschlossen. Sie sollen in Kraft treten, wenn das Nachbarland zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt wird. Dann müssen Grenzpendler alle 48 Stunden einen negativen Corona-Test vorlegen, sagte der Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann nach einer Kabinettssitzung in Schwerin. Schnelltestzentren sollen noch in dieser Woche an den Grenzübergängen Ahlbeck und Linken in Betrieb genommen werden.

Mit den Maßnahmen bereite sich die Landesregierung auf eine mögliche Einstufung Polens als Hochrisikogebiet vor. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald gebe es gegenwärtig sinkende Infektionszahlen, in ganz Polen hingegen stiegen sie. Dahlemann sagte, Mecklenburg-Vorpommern habe jetzt die strengste Testpflicht aller Bundesländer. Sie seien auch strenger als die Bundeseinreiseverordnung.

9.3.2021, 17:43 Uhr – Rewe will Mitarbeiter mit kostenlosen Schnelltests ausstatten

Der Rewe-Konzern will seinen mehr als 250.000 Beschäftigten in Deutschland schnellstmöglich kostenlose Corona-Selbsttests zur Verfügung stellen. Rewe unterstütze damit die Test-Strategie von Bund und Ländern, sagte Konzernchef Lionel Souque. Zu dem Kölner Konzern gehören neben der Supermarktkette Rewe unter anderem auch der Discounter Penny, die Toom-Baumärkte und die DER Touristik.

9.3.2021, 17:42 – Report Mainz: Leichte Einreise mit gefälschten Corona-Tests

Politiker mehrerer Parteien fordern verbindliche Kontrollen von Corona-Tests bei der Einreise aus Risikogebieten nach Deutschland. Dadurch solle auch vermieden werden, dass Menschen mit gefälschten Tests einreisen. Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins Report Mainz werden solche Fälschungen vor allem in Osteuropa angeboten: Journalisten hatten über das Internet bei Anbietern in Russland und der Ukraine gefälschte Testnachweise für unter 20 Euro gekauft und schon nach wenigen Stunden erhalten. Das Bundesinnenministerium bestätigte Report Mainz, dass man von gefälschten Testzertifikaten wisse, aber im Moment keinen weiteren Handlungsbedarf sehe.

9.3.2021, 16:33 Uhr – IBM soll deutschen Impfpass entwickeln

Das Bundesgesundheitsministerium will zügig einen digitalen Impfnachweis entwickeln lassen. Dabei soll der US-Konzern IBM die Federführung haben. Der Pass soll über eine Smartphone-App Daten speichern.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits vor Wochen einen digitalen Impfpass angekündigt. Auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte sich für ein digitales Dokument ausgesprochen. Nun nimmt ein digitaler Nachweis, der das gelbe Impfheft ergänzen und ersetzen kann, Gestalt an.

Gegenüber tagesschau.de hat das Bundesgesundheitsministerium bestätigt, dass mehrere Unternehmen unter der Führung des US-Unternehmens IBM mit der Entwicklung einer Impfpass-App beauftragt werden sollen. Dazu gehören auch der IT-Spezialist Bechtle aus Neckarsulm und Ubirch aus Köln, das auf Datensicherheit mithilfe der Blockchain-Technologie spezialisiert ist.

9.3.2021, 16:28 Uhr – R-Wert bei 1,0: Dänemark lockert Corona-Maßnahmen

In Dänemark sieht die Regierung dank einer Stabilisierung der Corona-Lage Spielraum für mehr Lockerungen. Der R-Wert liege nun bei 1,0 und das bedeute, dass das Infektionsgeschehen nicht zunehme, teilt Gesundheitsminister Magnus Heunicke auf Twitter mit. Damit habe man die Grundlage für eine weitere kontrollierte Öffnung. Trotz der jüngsten Lockerungen habe sich die Lage nicht verschlechtert, obwohl die als infektiöser geltende britische Virusvariante inzwischen bei etwa 80 Prozent aller positiven Tests gefunden worden sei.

Kontakttallet er beregnet til 1,0. Betyder at epidemien i DK ikke er i vækst. Dermed har vi grundlaget for yderligere kontrolleret genåbning. Vores sekventering viser at B117 nu udgør 80% af epidemien, og med et kontakttal på 1,14 vinder den stadig frem (data tom 28/2) #COVID19dk https://t.co/pXOurN0uZL

Die Reproduktionszahl (R-Wert) gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt. Liegt der R-Wert über eins, kann es zu einem verstärkten und sogar exponentiellen Wachstum der Ansteckungen kommen, liegt er darunter, schwächt sich die Epidemie ab.

9.3.2021, 13:57 Uhr – Einkaufen mit Termin für viele Händler Verlustgeschäft

Das seit Montag in vielen Bundesländern und Regionen mögliche Einkaufen nach Terminvereinbarung kommt bei vielen Händlern nicht so gut an, teilt der Branchenverband HDE mit. Zwar wollten mehr als 90 Prozent der Einzelhändler ihren Kunden diese Möglichkeit anbieten, knapp ein Viertel der vom Verband Befragten sehe aber bei hohem Aufwand und großen Kosten nur geringe Umsatzeffekte.

9.3.2021, 13:29 Uhr – Turn-Weltcup in Tokio wegen Pandemie abgesagt

Der Internationale Turnverband (FIG) hat den Mehrkampf-Weltcup in Tokio wegen der Corona-Pandemie abgesagt, der auch als Testveranstaltung für die Olympischen Sommerspiele geplant war. Die Olympia-Organisatoren erklärten, dass nun am 4. Mai ein nationaler Turnwettkampf als Olympia-Test ausgerichtet werden solle. Der Test für die rhythmische Sportgymnastik am 8. Mai solle wie geplant stattfinden.

9.3.2021, 13:24 Uhr – Bericht: Bis zu 25.000 Euro Strafe für Impf-Vordrängler

Die Bundesregierung denkt offenbar darüber nach, sogenannte Impf-Vordrängler mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro zu belegen. Das gehe aus einem entsprechenden Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen hervor, erklärte das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

9.3.2021, 13:09 Uhr – Spahn will Kooperation mit Bundestagsverwaltung beim Maskenthema

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) denkt über eine Zusammenarbeit mit der Bundestagsverwaltung beim Thema Maskenvermittlung nach. Da nur der Bundestag über den Umgang mit den Rechten der Abgeordneten entscheiden könne, habe er die Bundestagsdirektion gebeten, zusammen mit dem Gesundheitsministerium ein Verfahren zu entwickeln, schreibt der CDU-Politiker auf Twitter. Dies solle zur vollen Transparenz dienen. Hintergrund ist die Maskenaffäre rund um den Mannheimer Politiker Nikolas Löbel.

Seine Firma soll Kaufverträge für Corona-Schutzmasken zwischen einem baden-württembergischen Lieferanten und zwei Privatunternehmen in Heidelberg und Mannheim vermittelt haben. Dafür soll Löbels Firma Provisionen in Höhe von rund 250.000 Euro kassiert haben.

9.3.2021, 12:46 Uhr – Weltweit mehr als 117 Millionen Infizierte und über 2,7 Millionen Tote

Auf der Welt haben sich nachweislich mehr als 117,27 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ist bei einer Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten herausgekommen. Demnach starben mehr als 2,72 Millionen Menschen in Zusammenhang mit dem Virus, seit es im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan bekanntgeworden ist. Die höchsten Zahlen weltweit weisen die USA auf mit über 29 Millionen Infizierten und mehr als 526.000 Toten. Bei den Infektionen folgen Indien und Brasilien mit jeweils über elf Millionen sowie Russland und Großbritannien mit je über vier Millionen Fällen.

9.3.2021, 10:56 Uhr – Hausärzteverband findet Corona-Impfen beim Hausarzt ab April gut

Der Deutsche Hausärzteverband begrüßt, dass seine Mitglieder ab April auch gegen Corona impfen sollen. Das Impfen sei in ihren Praxen gut aufgehoben, sagte Bundesvorstandsmitglied Anke Richter-Scheer im Deutschlandfunk. Hausärzte seien für Patienten die ersten Ansprechpartner. Fachminister von Bund und Ländern hatten sich gestern geeinigt, dass niedergelassene Ärzte in Deutschland ab Anfang April flächendeckend mit Corona-Impfungen beginnen. Bis Sonntag wurden hierzulande drei Prozent der Bevölkerung geimpft.

9.3.2021, 9:02 Uhr – Impfkommission kritisiert Abweichen von der Impfreihenfolge

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat kritisiert, dass sich die Bundesländer über die Impfverordnung hinwegsetzen. Es werde in den Ländern schon lange gegen die Priorisierung verstoßen. Mertens hält es für falsch, dass Erzieher, Lehrkräfte und Polizisten vorgezogen werden. Damit rücke die Politik von ihrem Ziel ab, die Schwächsten und Gefährdetsten zuerst zu schützen.

9.3.2021, 8:38 Uhr – Corona führt zu Rekordgewinn bei Deutscher Post

Die Deutsche Post hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn erzielt. Durch die Corona-Pandemie hat das Express-Geschäft zugenommen und es wurden viel mehr Pakete verschickt. Der Gewinn lag bei knapp drei Milliarden Euro und somit mehr als 13 Prozent höher als im Vorjahr, teilte der Bonner Konzern mit.

9.3.2021, 7:13 Uhr – Corona-Imfpung beim Hausarzt wohl ab April

Ab Anfang April sollen die niedergelassenen Ärzte flächendeckend mit Corona-Impfungen beginnen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verständigt. Der Impfstoff soll auf normalem Weg über Großhandel und Apotheken in die Praxen kommen. Ziel sei es, den bürokratischen Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren, hieß es. Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung stehen 75.000 Haus- und Facharztpraxen bereit — zudem sollen die Impfzentren vorerst weiterarbeiten.

Baden-Baden

Impfreihenfolge in Deutschland Wann kann ich mich gegen Corona impfen lassen?

Wann kann ich einen Impftermin ausmachen? Wann kann ich mich gegen Corona impfen lassen? Hier erfahrt ihr, wie es aktuell in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aussieht.  mehr...

9.3.2021, 6:46 Uhr – Tübingen führt Testpflicht für Auswärtige ein

In Tübingen gilt ab heute eine Schnelltest-Pflicht für Besucher, die aus einer Region mit einer Inzidenz über 50 kommen. Die Stadt will so ihre eigenen Infektionszahlen niedrig halten, auch aus Rücksicht auf die Einzelhändler. Die Besucher können sich an drei Stationen testen lassen, bei einem negativen Ergebnis bekommen sie eine Art Tagespass. Wer sich nicht testen lässt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Tübingen hat eine Inzidenz von knapp über 24. Die Stadt befürchtet einen Einkaufstourismus. In vier Nachbarkreisen mit zusammen 1,5 Millionen Einwohnern darf der Einzelhandels zurzeit nicht öffnen.

Tübingen

OB Palmer will Erfolg "nicht leichtfertig aufgeben" Tübingen führt Schnelltestpflicht für Auswärtige ein

In Tübingen ist das Infektionsgeschehen rund um das Coronavirus überschaubar, entsprechend durften auch am Montag Geschäfte und der Einzelhandel wieder unter Auflagen öffnen. Das soll auch so bleiben, weshalb Menschen aus anderen Regionen vorab zum Test müssen.  mehr...

9.3.2021, 6:25 Uhr – Erneut mehr Neuinfektionen als vor einer Woche

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) rund 4.250 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 310 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche. 255 weitere Menschen seien im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen ist auf 67,5 gesunken. Gestern lag sie nach Informationen des Robert Koch-Instituts bei 68.

9.3.2021, 4:08 Uhr – Italien zweifelt an Corona-Strategie

In Italien steigt die Zahl der Coronainfektionen erneut stark an, unter anderem durch die sich ausbreitende britische Virusvariante. Gestern meldete das Gesundheitsministerium knapp 14.000 Neuinfektionen. Das wissenschaftliche Komitee der Regierung will nun über mögliche Korrekturen der italienischen Anti-Corona-Politik beraten. Auf dem Prüfstand steht unter anderem das regionale Ampelsystem. Medienberichten zu Folge ist auch ein landesweiter Lockdown nicht mehr ausgeschlossen.

9.3.2021, 3:25 Uhr – Corona sorgt für Rückgang bei Pflegekräften

In der Corona-Pandemie haben die Krankenhäuser und Altenpflege-Einrichtungen offenbar tausende Pflegekräfte verloren. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe und berufen sich dabei auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion. Demnach haben zwischen April und Juli des vergangenen Jahres mehr als 9.000 Beschäftigte in Pflegeberufen ihre Tätigkeit aufgegeben. Das ist ein Rückgang von 0,5 Prozent. Insgesamt waren dem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland zuletzt rund 1,8 Millionen Menschen in der Pflege tätig.

9.3.2021, 1:59 Uhr – Ärzte kritisieren Spahn wegen „Testchaos“

Die niedergelassenen Ärzte werfen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, ein Testchaos ausgelöst zu haben. Hintergrund ist die Einführung der Schnelltests. Die Verordnung des Ministeriums dazu hätten die Kassenärzte erst am Montag bekommen, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Stephan Hofmeister, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Durch diese kurzfristige Umsetzung hätten sich die Ärzte überrollt gefühlt.

9.3.2021, 0:28 Uhr – Astrazeneca hilft auch gegen brasilianische Mutante

Der Impfstoff von Astrazeneca schützt vermutlich auch gegen die brasilianische Virusvariante P1. Das zeigen Daten aus einer noch unveröffentlichten Studie. Die brasilianische Variante des Corona-Virus gilt als hochansteckend. Etliche Länder hatten deswegen zuletzt Einreiseverbote für Brasilien verhängt.

8.3.2021, 21:32 Uhr – Impfen in Arztpraxen wird konkretisiert

Ab April sollen die Haus- und Fachärzte in ganz Deutschland in ihren Praxen mit Corona-Schutzimpfungen beginnen. Darauf verständigten sich nach Informationen der Deutschen Presseagentur die Gesundheitsminister von Bund und Ländern. Die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten das Einbeziehen der Hausärzte in die Impfkampagne auf dem letzten Corona-Gipfel für Ende März angekündigt. Die Impfungen in den Praxen sollen so wenig bürokratischen Aufwand wie möglich verursachen. Die Impf-Priorisierung wird beibehalten. Die Ärzte sollen aber selbst entscheiden, welcher Patient auf Basis der Empfehlungen die Impfung bekommt. Parallel bleiben die Impfzentren und die dort vereinbarte Termine bestehen.

8.3.2021, 20:30 Uhr – Niederlande verlängern Lockdown um zwei Wochen

Die Niederlande verlängern den Lockdown und die dort umstrittene nächtliche Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis Ende März. Das gab Ministerpräsident Mark Rutte bekannt. Auf Reisen ins Ausland sollten die Niederländer noch bis mindestens 15. April verzichten. Zu Ostern können jedoch möglicherweise die Terrassen von Cafés und Restaurants öffnen, so Rutte weiter.

8.3.2021, 19:30 Uhr – Mehr als 100.000 Tote in Italien

Italien hat als erstes Land der Europäischen Union die Schwelle von 100.000 Toten in der Corona-Pandemie überschritten. Das geht aus den am Abend veröffentlichten Zahlen des Gesundheitsministeriums hervor. Ministerpräsident Mario Draghi warnte, dass sich die Situation wegen eines Anstiegs bei den Krankenhausaufenthalten wieder verschlimmern könnte.

Innerhalb von 24 Stunden meldete Italien knapp 14.000 Neuinfektionen, rund 2.700 Covid-19-Patienten werden auf Intensivstationen behandelt. Seit rund zwei Wochen geht die Infektionskurve in Italien wieder deutlich nach oben. Der wissenschaftliche Rat der Regierung hat das aktuelle regionale Ampelsystem infrage gestellt. Im Gespräch ist eine Rückkehr zu nationalen Maßnahmen.

8.3.2021, 17:50 Uhr – DFB will Lockerungen für im Amateur- und Jugendbereich

Der Deutsche Fußball Bund (DFB) will, dass im Amateur- und Jugendbereich weitere Corona-Regeln gelockert werden. Die Fußballer und Fußballerinnen wollen endlich wieder zurück auf den Platz, hat DFB-Präsident Fritz Keller gesagt. Er bezog sich auch auf eine Umfrage des DFB, bei der mehr als 100.000 Menschen teilgenommen hatten.

8.3.2021, 15:43 Uhr – AfD-Fraktion in BW klagt gegen Corona-Beschlüsse

Die AfD im Landtag von Baden-Württemberg geht gerichtlich gegen die Grundlagen der Corona-Politik von Parlament und Regierung vor. Dazu hat sie einen Antrag beim Verfassungsgerichtshof eingereicht. Die AfD hält die Maßnahmen gegen die Pandemie in Baden-Württemberg für verfassungswidrig. Die dafür nötigen Gesetze seien im vergangenen Jahr zu schnell beschlossen worden, außerdem gebe es dadurch zu hohe Schulden, die zu langsam zurückgezahlt würden. Dadurch werde das Haushaltsrecht des Landtags verletzt. Das geht aus dem Antrag der AfD-Fraktion an das Verfassungsgericht hervor, der dem SWR vorliegt. Der Gerichtshof bestätigte, dass das Verfahren gegen Landtag und Landesregierung eingegangen sei. Beide, Parlament und Regierung, können nun wie üblich dazu Stellung nehmen. Deshalb wird eine Entscheidung vor der Wahl am kommenden Sonntag nicht mehr erwartet.

Stuttgart

„Notbremse“, Buchläden, Autofahrten Corona-Regeln in Baden-Württemberg: Neuerungen seit 29.3.

Seit Montag (29.3.) gelten in Baden-Württemberg einige Neuerungen im Hinblick auf die Corona-Pandemie. Die „Notbremse“ mit möglichen Ausgangssperren wird jetzt fester Bestandteil der Maßnahmen.  mehr...

8.3.2021, 13:34 Uhr – BW: Wegen Corona deutlich weniger Studienanfänger

Durch die Corona-Pandemie hat es in Baden-Württemberg deutlich weniger Studienanfänger gegeben. Im aktuellen Semester haben rund 57.000 Menschen ein Studium an einer Uni oder Hochschule angefangen — über 3.500 weniger als im Wintersemester letztes Jahr. Das Statistische Landesamt sagt, dass das auch daran liegt, dass wegen Corona deutlich weniger Erstsemester aus dem Ausland ein Studium in Baden-Württemberg anfangen konnten.

8.3.2021, 13:22 Uhr – Geschäfte mit Corona-Masken: Mannheimer CDU-Politiker Löbel tritt sofort zurück

Der Mannheimer Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel legt wegen der Affäre um Geschäfte mit Corona-Masken sein Bundestagsmandat sofort nieder. Das hat der CDU-Politiker am Mittag mitgeteilt.

München

Geschäfte mit Masken Haftbefehl: Beschuldigter in Corona-Maskenaffäre festgenommen

In der Affäre um Corona-Schutzmasken hat die Generalstaatsanwaltschaft München einen Haftbefehl beantragt. Ein Beschuldigter sei festgenommen worden. Der Name ist nicht bekannt.  mehr...

8.3.2021, 13:16 Uhr – Syriens Präsident Baschar al-Assad positiv auf Corona getestet

Syriens Präsident Baschar al-Assad und seine Frau Asma sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beiden gehe es gesundheitlich gut. Das hat das syrische Präsidialamt mitgeteilt.

8.3.2021, 12:05 Uhr – RP: Impfungen für Menschen ab 70 starten

Von Mittwoch an können sich Rheinland-Pfälzer ab 70 Jahren für die Corona-Schutzimpfung registrieren lassen. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Erfolgreich angelaufen sei am Wochenende die Anmeldung für Menschen mit Vorerkrankungen und Behinderungen sowie für Kontaktpersonen von Schwangeren und bestimmten Pflegebedürftigen. Alleine bis Samstagnacht seien schon mehr als 57.000 Termine registriert worden. Rheinland-Pfalz liege nach wie vor beim Impfen bundesweit in der Spitzengruppe, so das Ministerium.

8.3.2021, 11:28 Uhr – Beschäftige mit Homeoffice zufrieden

Die meisten Beschäftigten, die im Homeoffice arbeiten, sind laut einer aktuellen Studie damit zufrieden. Etwa drei von vier Menschen empfänden das Arbeiten von zuhause als positiv, heißt es in einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung. Eine komplette Rückkehr zum Präsenzbetrieb wollen nur wenige. 70 Prozent derjenigen mit Möglichkeit auf Homeoffice wünschten sich für die Zukunft flexible Regelungen oder regelmäßiges Homeoffice für zwei oder drei Tage pro Woche. Beschäftigte, die wenigstens gelegentlich von zu Hause arbeiten, schätzen die eigene Arbeit der Erhebung zufolge zudem mehrheitlich als effizienter ein als vor der Corona-Pandemie.

8.3.2021, 8:20 Uhr – Masken-Affäre: Union erhöht Druck auf Löbel und Nüßlein

In der sogenannten Masken-Affäre wird der Druck in der Union für die Bundestags-Abgeordneten Nikolas Löbel und Georg Nüßlein immer größer. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat beide Politiker aufgefordert, sofort auf ihr Bundestags-Mandat zu verzichten. In der Sendung „Bild Live“ sagte Ziemiak, man sei wütend auf das, was jetzt ans Tageslicht gekommen sei. Zuvor hatten bereits die Parteichefs von CDU und CSU, Armin Laschet und Markus Söder, sowie Unions-Fraktions-Chef Ralph Brinkhaus Konsequenzen gefordert. Löbel und Nüsslein stehen in der Kritik, weil sie sich an Geschäften mit Corona-Masken bereichert haben sollen.

8.3.2021, 6:15 Uhr – 5011 Neuinfektionen, Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 68

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 5011 Neuinfektionen. Das sind rund 280 Fälle mehr als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag auf 68,0 von 66,1. 34 weitere Menschen starben dem RKI zufolge in Verbindung mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 71.934.

Die Notfall-und Intensivmediziner in Deutschland sind überzeugt, dass die erweiterten Impfmöglichkeiten das Ende der Pandemie beschleunigen. Verbandschef Gernot Marx begrüßt daher den Bund-Länder-Beschluss, Impfungen durch Hausärzte zu ermöglichen. Lockerungen hält er allerdings für verfrüht. Die Intensivmediziner rechneten fest mit einer dritten Pandemiewelle, so Marx.

8.3.2021, 4:23 Uhr – Ab heute Corona-Lockerungen und kostenlose Schnelltests

Die meisten deutschen Bundesländer lockern ab heute verschiedene Corona-Regeln. So dürfen sich wieder bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen. Außerdem darf der Einzelhandel – je nach Inzidenz-Wert in der betroffenen Region – wieder Einzeltermine zum Einkaufen vergeben, oder sogar eine begrenzte Zahl an Kunden ins Geschäft lassen. In Schulen wird der Präsenzunterricht ausgeweitet. Ab heute hat jeder Mensch in Deutschland zudem Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche.

8.3.2021, 2:38 Uhr – Italien verschärft Corona-Regeln

In Italien gelten ab heute strengere Corona-Regeln. Unter anderem sind Kampanien im Süden sowie mehrere Städte in Nord-Italien, darunter Bologna und Modena, jetzt als „rote Zonen“ eingestuft. Dort bleiben Restaurants und die meisten Geschäfte geschlossen. Besuche von Verwandten und Freunden sind weitgehend untersagt. Schulen in Italien sind ab heute auch in vielen orangenen Zonen geschlossen – wegen der steigenden Infektionszahlen besonders unter Jugendlichen. Insgesamt müssen nun sechs Millionen Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben.

8.3.2021, 0:54 Uhr – Johnson & Johnson-Impfstoff kurz vor EU-Zulassung

Der Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson könnte noch im März eine Notfallzulassung für die EU bekommen. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wolle den Impfstoff am kommenden Donnerstag prüfen, sagte Vorstands-Chefin Christa Wirthumer-Hoche dem ORF. Es sei zu erwarten, dass die Bewertung positiv ausfalle und dass die EU-Kommission schnell eine Zulassung erteile. In den USA ist der Impfstoff von Johnson & Johnson bereits seit Ende Februar zugelassen.

7.3.2021, 23:04 Uhr – Von der Leyen erwartet höhere Impfstofflieferungen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geht davon aus, dass ab April deutlich mehr Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden können. Laut den Plänen der Hersteller könnten sich die Liefermengen verdoppeln, sagte sie der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten. Demnach könnten dann in Deutschland monatlich 20 Millionen Dosen verimpft werden. Dafür müssten allerdings die Impfkapazitäten hochgefahren werden.

7.3.2021, 18:46 Uhr – Korruptionsverdacht: Nüßlein tritt aus Unions-Bundestagsfraktion aus

Der unter Korruptionsverdacht stehende CSU-Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein tritt mit sofortiger Wirkung aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion aus. Das teilte sein Anwalt mit. Zur Begründung hieß es, Nüßlein wolle jeglichen politischen Nachteil von seiner Partei abwenden. Sein Bundestagsmandat werde er allerdings bis zum Ende der Legislaturperiode behalten. Nüßlein soll Provisionen in sechsstelliger Höhe für die Vermittlung von Geschäften mit Corona-Schutzmasken kassiert haben.

7.3.2021, 16:17 Uhr – Mehr Insolvenzen erwartet

Die Bundesregierung erwartet als Folge der Corona-Pandemie eine erheblich steigende Zahl an Firmenpleiten. Nach Einschätzung der Bundesregierung wird sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in diesem Jahr deutlich erhöhen, zitiert die Augsburger Allgemeine aus einer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Geschätzt wird ein Anstieg im vierstelligen oder niedrigen fünfstelligen Bereich im Vergleich zu 2019. Dennoch sei keine massive Insolvenzwelle in der gesamten Wirtschaft zu erwarten, heißt es in dem Schreiben des zuständigen Justizministeriums. Wobei das Ministerium einräumt, dass Prognosen in der Corona-Pandemie schwer zu machen sind und stark abweichen können.

7.3.2021, 15:37 Uhr – Forderungen aus der CDU nach sofortigem Rücktritt

Nach dem angekündigten Rücktritt des Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel wegen seiner Geschäfte mit Corona-Schutzmasken reißt die Kritik aus den eigenen Reihen nicht ab. Der Heidelberger CDU-Bundestagsabgeordnete Karl Lamers sagte, Löbels Rücktritt sei die einzige adäquate Reaktion. Dass er bis August im Amt bleiben wolle, sei dagegen völlig unverständlich. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer verlangen den sofortigen Rückzug Löbels aus dem Bundestag. Löbel hat für die Vermittlung von Corona-Masken rund 250.000 Euro kassiert. Er hatte angegeben, sofort aus der Fraktion auszutreten, sein Bundestagsmandat aber erst Ende August niederzulegen.

Der Heidelberger Bundestagsabgeordnete Karl A. Lamers (CDU) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Karl-Josef Hildenbrand)

Reaktion auf Maken-Affäre MdB Karl A. Lamers: "Das ist ein absolutes No-Go"

Dauer

7.3.2021, 15:27 Uhr – In Großbritannien werden Freiwillige für Studie mit Corona infiziert

In Großbritannien werden Freiwillige für eine Studie mit dem Coronavirus infiziert. Das Gesundheitsministerium hat bestätigt, dass die sogenannten Human-Challenge-Analysen gestartet sind. Die Ergebnisse daraus sollen helfen, dass die Impfstoffe noch besser werden. Dafür werden zum ersten Mal 90 junge Freiwillige gezielt mit dem Covid-19-Erreger infiziert. In Deutschland sind solche Human-Challenge-Analysen unwahrscheinlich, weil der Verband Forschender Arzneimittelhersteller diese Studien unethisch findet.

7.3.2021, 14:50 Uhr – Österreich stoppt Impfung mit Astrazeneca

Österreich hat vorsichtshalber Impfungen mit einer Charge des Mittels von Astrazeneca gestoppt. Grund sind ein Todes- und ein Krankheitsfall, die in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung stehen könnten. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilte die zuständige Behörde mit. Eine Krankenschwester in einer Klinik in Niederösterreich war an den Folgen einer schweren Blutgerinnungsstörung gestorben, eine weitere hatte eine Lungenembolie erlitten, diese aber überlebt. Es gebe bislang keinen kausalen Zusammenhang, so das Amt. Auch seien Thrombosen keine typischen Nebenwirkungen des betreffenden Impfstoffes. Astrazeneca steht nach Medienberichten mit den Behörden im Kontakt.

7.3.2021, 13:47 Uhr – RP: Zehntausende Registrierungen für Impfungen

In Rheinland-Pfalz können sich seit Samstag auch Personen der Impfgruppe II für die Corona-Schutzimpfung anmelden. Dazu gehören zum Beispiel chronisch Kranke und Menschen, die Kontakt zu Pflegebedürftigen haben. Auch Kontaktpersonen von Schwangeren können sich zum Impftermin anmelden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, hätten sich innerhalb eines Tages mehr als 57.000 Personen erfolgreich registriert. Etwa die Hälfte von ihnen waren Kontaktpersonen von Schwangeren und Pflegebedürftigen. Hinzu kommen mehr als 26.000 Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sowie rund 1.600 Personen mit Behinderungen. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) sagte, sie freue sich, dass die Impfungen für die nächsten Berechtigungsgruppen geöffnet werden konnten.

7.3.2021, 12:39 Uhr – Frankfurt: Polizei löst Party mit 500 Personen auf

Im Frankfurter Stadtteil Ostend hat die Polizei am Abend eine illegale Party aufgelöst, an der nach ARD-Informationen rund 500 überwiegend Jugendliche teilgenommen haben. Viele von ihnen trugen keine Masken und hielten keine Abstandsregeln ein. Die Polizei hat erst spät am Abend eingegriffen. Sie sei mit mehr als 20 Fahrzeugen vor Ort gewesen. Größere Zwischenfälle habe es aber nicht gegeben.

7.3.2021, 11:54 Uhr – Maskenaffäre: Löbel zieht sich aus Politik zurück

Nach wachsendem Druck in der Affäre um Geschäfte mit Corona-Schutzmasken legt der CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel Ende August sein Mandat nieder. Seine Mitgliedschaft in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion werde er sofort beenden, sagte Löbel. Er hatte am Freitag eine Beteiligung an Geschäften mit Corona-Schutzmasken zugegeben. Löbels Firma kassierte demnach Provisionen von etwa 250.000 Euro, weil sie Kaufverträge über Masken zwischen einem baden-württembergischen Lieferanten und zwei Unternehmen in Heidelberg und Mannheim vermittelt hatte. Löbel zog sich daraufhin aus dem Auswärtigen Ausschuss zurück. Mehrere CDU-Politikerinnen und Politiker forderten aber seinen Rücktritt - darunter auch die Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Susanne Eisenmann.

Mannheim

Forderungen nach sofortigem Rücktritt Maskenaffäre: Druck auf CDU-Abgeordneten Löbel wächst

Der Mannheimer Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel hat für die Vermittlung von Corona-Masken rund 250.000 Euro kassiert. Inzwischen hat er angekündigt, sein Mandat und seine Ämter niederzulegen. Doch wichtigen Parteikollegen reicht das nicht.  mehr...

7.3.2021, 9:46 Uhr – Baldauf kritisiert Maskengeschäfte

Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, Christian Baldauf, hat die beiden Unions-Abgeordneten Georg Nüßlein (CSU) und Nikolas Löbel (CDU) aufgefordert, wegen ihrer Maskengeschäfte umgehend ihre Bundestagsmandate niederzulegen oder sie ansonsten aus der Fraktion auszuschließen. „Ich bin entsetzt über das, was passiert ist. Das ist höchst unanständig“, sagte der CDU-Fraktionschef im Mainzer Landtag der Bild am Sonntag. Der Mannheimer CDU-Abgeordnete Löbel hatte eine Beteiligung an Geschäften mit Corona-Schutzmasken bestätigt. Nüßleins Anwalt hatte am Freitag angekündigt, dass sich der 51-Jährige wegen der gegen ihn laufenden Korruptionsermittlungen aus der Bundespolitik zurückziehen werde.

7.3.2021, 8:04 Uhr – Dehoga: Milliardenverlust durch Corona im BW-Gastgewerbe

Die coronabedingten Schließungen haben das baden-württembergische Gastgewerbe laut Branchenverband Dehoga bisher sieben Milliarden Euro gekostet. Auch eine gute Sommersaison samt starkem Inlandstourismus könne die Verluste nicht kompensieren, sagte ein Sprecher. Der Jahresumsatz der Branche liege normalerweise bei rund 12,5 Milliarden Euro. Sollten Hotels, Gaststätten und Bars im Sommer wieder öffnen dürfen, sei mit einer guten Nachfrage zu rechnen, sagte der Sprecher – „sowohl in der Gastronomie als auch in der Urlaubshotellerie“.

7.3.2021, 5:40 Uhr – RKI meldet mehr als 8.000 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Sonntagmorgen 8.103 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 66,1 (Vortag: 65,4). Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 96 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 71.900 Insgesamt wurden bislang mehr als 2,5 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

7.3.2021, 4:58 Uhr – Auch Dreyer kritisiert Spahn wegen Schnelltests

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) steht wegen der Corona-Schnelltests weiter in der Kritik. Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) wirft ihm Versäumnisse vor. Sie sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, Spahn habe Mitte Februar kostenlose Schnelltests für alle versprochen und behauptet, er habe für Deutschland 500 Millionen Exemplare vertraglich gesichert. Diese hohen Erwartungen habe er nicht erfüllen können. Rheinland-Pfalz habe nicht auf den Bund gewartet, sondern sofort begonnen, Tests zu beschaffen, so Dreyer. Spahn hatte die Teststrategie verteidigt: Es sei nie vereinbart worden, dass der Bund diese Tests beschaffe, sondern die Kosten für einen wöchentlichen Test pro Bürger trägt, so Spahn.

Rheinland-Pfalz

Corona-Politik Dreyer attackiert Spahns Teststrategie - Baldauf kritisiert Maskendeals

Die Corona-Politik im Bund schlägt Wellen in Rheinland-Pfalz. Ministerpräsidentin Malu Dreyer wirft der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Corona-Teststrategie vor. Ihr CDU-Herausforderer bei der Landtagswahl, Christian Baldauf, kritisierte zwei Unions-Abgeordnete wegen derer Maskengeschäfte.  mehr...

Sonntagmorgen SWR1

7.3.2021, 4:28 Uhr – Restaurants in Israel dürfen ab Sonntag wieder öffnen

Die israelische Regierung hat weitere Corona-Lockerungen beschlossen. So könnten ab heute Restaurants und Cafés unter Auflagen wieder öffnen, hieß es. Im Innenbereich dürfen demnach nur Gäste mit einem sogenannten grünem Impfpass bedient werden dürfen. Für nicht-Geimpfte sei nur der Außenbereich zugänglich, heißt es. Studierende, die schon geimpft wurden, dürfen zurück an ihre Hochschulen. Abstands- und Hygieneregeln gelten aber weiterhin für alle Menschen im Land. Die Impfkampagne in Israel zählt zu den schnellsten weltweit.

7.3.2021, 2:02 Uhr – Demos gegen Corona-Maßnahmen in Schweden, Schweiz und Österreich

In der schwedischen Hauptstadt Stockholm sind am Rande einer Demo gegen Corona-Beschränkungen sechs Polizisten verletzt worden. Zwei Menschen seien festgenommen worden, teilt die Polizei mit. Es hat demnach Ausschreitungen gegeben, als die Polizei die nicht genehmigte Versammlung auflösen wollte. Hunderte Menschen hatten sich an den Protesten beteiligt. Auch in der Schweiz und in Österreichs Hauptstadt Wien sind am Samstag Tausende Menschen gegen Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. In Wien waren laut eines Berichts des Senders ORF auch Rechtsextreme und Gruppen aus Deutschland unter den Demonstranten.

6.3.2021, 21:38 Uhr – Schwesig greift Bund wegen fehlender Selbsttests an

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat den Bund für fehlende Corona-Selbsttests verantwortlich gemacht und scharf kritisiert. Sie sei sehr verärgert darüber, „dass der Bund es zulässt, dass zunächst Aldi und Co. Selbsttests verramschen können und wir die Selbsttests erst Mitte März geliefert bekommen“, sagte sie. Mecklenburg-Vorpommern habe bereits vor der Ministerpräsidentenkonferenz zwei Millionen dieser Selbsttests geordert, „weil wir geahnt haben, dass wir uns nicht auf den Bund verlassen können“.

6.3.2021, 21:04 Uhr – WHO sieht steigende Infektionszahlen in Europa

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in Europa in der vergangenen Woche eine Million neue Corona-Fälle verzeichnet worden – neun Prozent mehr als in der Vorwoche. Damit endete eine sechswöchige Phase mit rückläufigen Infektionszahlen. Der Anstieg werde durch die Ausbreitung neuerer Varianten des Virus angetrieben sowie von der Öffnung der Gesellschaft, wenn sie nicht auf eine sichere und kontrollierte Weise durchgeführt werde, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge.

6.3.2021, 19:02 Uhr – US-Senat stimmt Bidens billionenschwerem Konjunkturpaket zu

Nach dem US-Repräsentantenhaus hat nun auch der US-Senat dem von Präsident Joe Biden vorgeschlagenen neuen Konjunkturpaket zur Bewältigung der Corona-Krise zugestimmt. Das Maßnahmenbündel im Umfang von rund 1,9 Billionen US-Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) muss nun nochmals im Repräsentantenhaus verhandelt werden. In der Parlamentskammer stellen Demokraten die Mehrheit, eine Zustimmung gilt daher als recht sicher.

Der Umfang des Maßnahmenbündels entspricht fast zehn Prozent der US-Wirtschaftsleistung. Die Republikaner lehnen ein so umfangreiches Paket ab. Biden will mit dem Paket die Wirtschaft ankurbeln und Millionen neuer Jobs schaffen. Es sieht unter anderem Direktzahlungen für die meisten Steuerzahler in Höhe von 1.400 US-Dollar vor. Zudem soll es Finanzierungshilfen für Coronavirus-Tests, die Impfkampagne, Schulöffnungen sowie zusätzliche Unterstützung für Arbeitslose geben.

6.3.2021, 18:00 Uhr – Leipzig: Weniger Teilnehmer bei Querdenker-Demo als angemeldet

Gegner der Corona-Maßnahmen haben für ihren Protest in Leipzig offenbar weniger Menschen mobilisieren können als angekündigt. Die Polizei sprach von etwa 350 Fahrzeugen bei verschiedenen Autokorsos, die sich auch aus anderen Städten auf den Weg gemacht hatten. Angemeldet waren etwa 1.000 Fahrzeuge. An ihren Autoscheiben hatte sie Plakate geheftet, auf denen sie ihren Unmut etwa gegen die Impfungen äußerten - oder die Sorge, die Demokratie könne durch die Maßnahmen zum Schutz vor Corona Schaden nehmen.

Zum Teil wurden auch Fahrzeuge von Gegendemonstranten aufgehalten. Ein Bündnis aus Vereinen, Initiativen, Parteien und Gewerkschaften hatte dazu aufgerufen, sich den Gegnern der Corona-Maßnahmen entgegenzustellen.

6.3.2021, 16:02 Uhr – Eisenmann fordert Konsequenzen nach Masken-Deal

Baden-Württembergs CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann hat im Korruptionsskandal um den Mannheimer CDU-Abgeordneten Nikolas Löbel Konsequenzen gefordert. In einem Interview mit dem Spiegel forderte Eisenmann Löbel auf, seine Kandidatur für den nächsten Bundestag so schnell wie möglich zurückzuziehen. Es sei „inakzeptabel, wenn sich Parlamentarier in dieser schweren Krise mit der Maskenbeschaffung bereichern“, so Eisenmann.

Laut Spiegel soll Löbel für die Vermittlung von Schutzmasken Provision verlangt und erhalten haben. Es geht unter anderem um einen Auftrag über 100.000 Masken, bei dem Löbel 25 Prozent Provision in Höhe von 15.000 Euro erhalten haben soll. Gestern gab Löbel bekannt, dass er sich aus dem Auswärtigen Ausschuss zurückziehen werde.

Mannheim

Unions-Affäre um Geldzahlungen Mannheimer Abgeordneter zieht Konsequenz aus Maskendeal - Eisenmann reicht das nicht

Nikolas Löbel verlässt wegen des Korruptionsverdachts gegen ihn den Auswärtigen Ausschuss des Bundestags. Der Mannheimer CDU-Abgeordnete soll durch Corona viel Geld verdient haben.  mehr...

6.3.2021, 14:48 Uhr – Spahn verteidigt Teststrategie gegen Kritik

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Teststrategie der Regierung gegen Kritik verteidigt. „Es war nie vereinbart, dass der Bund diese Tests beschafft“, sagte er einer digitalen Gesprächsrunde mit dem rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten Christian Baldauf. Er helfe aber bei deren Verfügbarkeit und übernehme die Kosten für den sogenannten Bürgertest, auf den alle Menschen einmal die Woche Anspruch haben, sagte Spahn weiter. Die Strukturen dafür würden entstehen. CSU und Grüne hatten die Teststrategie der Bundesregierung kritisiert. Es sei zu spät, zu langsam und zu wenig bestellt worden. „Wir verlieren da leider wieder wertvolle Zeit“, sagte beispielsweise Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

6.3.2021, 14:13 Uhr – Umfrage: Mindestens 29.000 Heimbewohner gestorben

In deutschen Alten- und Pflegeheimen sind mindestens 29.000 Bewohner an oder mit Covid-19 gestorben. Das meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die eine Umfrage unter den Gesundheits- und Sozialministerien der Bundesländer gemacht hat. Insgesamt liegt die Zahl der Toten in Zusammenhang mit dem Coronavirus laut dem Robert-Koch-Institut bis heute bei mehr als 70.000. Die FAZ gibt für einige Bundesländer auch den prozentualen Anteil von Heimbewohnern zur übrigen Bevölkerung an. Die Zahlen reichen demnach von 25 Prozent in Sachsen über 39 Prozent in Baden-Württemberg bis hin zu 47 Prozent im Saarland und 60 Prozent in Hamburg.

6.3.2021, 12:37 Uhr – Konzert mit Tausenden ohne Sicherheitsabstand in Barcelona geplant

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie soll es in Barcelona wieder ein Konzert mit Tausenden Besuchern geben. Die Tickets für den Auftritt einer spanischen Indie-Pop-Band seien innerhalb von Stunden ausverkauft gewesen, schrieben die Veranstalter auf Twitter. Das Konzert soll Ende März mit 5.000 Zuschauern stattfinden. Sie müssen keinen Sicherheitsabstand einhalten. Allerdings gelten andere Schutzmaßnahmen. Zum Beispiel müssen die Zuschauer einen negativen Corona-Test vorweisen und FFP2-Masken tragen. Die Konzerthalle ist zudem in verschiedene Zonen eingeteilt. Die Menschen dürfen nur in ihrer eigenen bleiben.

Konzert während Corona-Pandemie Unter diesen Bedingungen soll ein Großkonzert in Barcelona stattfinden

In Barcelona soll es das erste Mal seit der Corona-Pandemie wieder ein Konzert mit 5.000 Zuschauern geben. Bei dem Konzert müssen die Fans erstmals keinen Sicherheitsabstand mehr halten.  mehr...

6.3.2021, 10:36 Uhr – Dalai Lama ruft zum Impfen auf

Der Dalai Lama hat nach seiner ersten Corona-Impfung auch andere Menschen aufgefordert, sich impfen zu lassen. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter ist 85 Jahre alt. Geimpft wurde mit dem Impfstoff vom britisch-schwedischen Hersteller Astrazeneca.

His Holiness the Dalai Lama receiving the first dose of COVID-19 vaccine at Zonal Hospital, Dharamsala, HP, India on March 6, 2021. https://t.co/CR2Pem2osO

6.3.2021, 10:17 Uhr – Stiko geht von baldigem höherem Impf-Tempo aus

Die Ständige Impfkommission (Stiko) rechnet nach April mit einem deutlich höheren Tempo beim Impfen in Deutschland. Stiko-Chef Thomas Mertens sagte der Augsburger Allgemeinen, Kern des Problems sei, dass es bisher nicht genügend Impfstoff gebe. Mertens geht davon aus, dass ab dem zweiten Quartal so viel Impfstoff zur Verfügung stehen werde, dass ihn die Zentren nicht mehr verimpfen könnten. Lockerungen für Geimpfte sind seiner Meinung nach nur schwer zu verhindern.

6.3.2021, 8:38 Uhr – Ab heute im Discounter: Corona-Selbsttests für Laien

Von heute an werden die ersten Corona-Schnelltests für Laien im Handel verkauft. Mehrere Supermärkte, Drogerien und Apotheken wollen die Tests nach und nach in ihr Sortiment aufnehmen. Unabhängig davon soll sich ab Montag jeder Bürger von Fachpersonal mindestens einmal pro Woche kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen können.

Deutschland

FAQ zu Corona-Tests Wo kann ich kostenlose Corona-Schnelltests machen?

Vor Ostern noch schnell einen Corona-Test machen? Wie geht das und wo kann ich das machen? In unserem FAQ beantworten wir die häufigsten Fragen.  mehr...

6.3.2021, 8:38 Uhr – Immer mehr Menschen kaufen sich Gitarren

Die Corona-Pandemie bringt die Menschen in Deutschland offenbar zurück zur hausgemachten Musik. Zwischen Januar und November vergangenen Jahres sei die Nachfrage nach elektrischen Gitarren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent gestiegen - bei akustischen Gitarren um 20 Prozent, berichtet der Branchenverband Somm. Händler berichten, dass sich gleichzeitig Lieferungen der Hersteller immer wieder verzögerten, weil die Produktion corona-bedingt langsamer laufe als üblich.

6.3.2021, 8:09 Uhr – Weil schließt Lockdown zu Ostern nicht aus

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) schließt einen erneuten Lockdown zu Ostern nicht aus. "Wenn jetzt alle die neuen Möglichkeiten exzessiv ausreizen, werden die Infektionszahlen steigen und Einschränkungen notwendig sein", sagte Weil der Rheinischen Post. Es gebe einfach noch keine klare Zusage, ob Reisen zu Ostern möglich werde. „Es ist vorgesehen, dass wir bei der nächsten Bund-Länder-Runde am 22. März dazu Entscheidungen treffen“, sagte Weil, dieser Termin sei jedoch zu spät für die Menschen, die Pläne für einen Osterurlaub machen wollten. Weil meint auch, neue Testkonzepte könnten zusätzliche Öffnungsmöglichkeiten schaffen.

6.3.2021, 7:53 Uhr – Merck macht Fortschritte bei Entwicklung von Corona-Medikament

Der US-Pharmakonzern Merck & Co berichtet von positiven Studienergebnissen bei seinem Covid-19-Medikament Molnupiravir. Es sei eine schnellerer Virus-Rückgang bei Patienten in einem frühen Krankheitsverlauf festgestellt worden, teilt das Unternehmen mit. Die Ergebnisse der mittleren Studienphase seien vielversprechend, hieß es in der Mitteilung. Das Mittel, das Merck gemeinsam mit dem US-Unternehmen Ridgeback Bio entwickelt, wird derzeit in einer Phase-2/3-Studie getestet, die im Mai abgeschlossen werden soll. Der Konzern will sich bei Covid-19 nur noch auf Medikamente zur Behandlung der Krankheit konzentrieren, nachdem bei der Entwicklung eines Impfstoffes nicht die erhoffte Immunreaktion erreicht und das Programm im Januar eingestellt wurde.

6.3.2021, 7:26 Uhr – Virologe: Teilimmunität könnte Mutationen fördern

Der Chefvirologe am Heidelberger Universitätsklinikum, Hans-Georg Kräusslich, hat Sorge, dass sich in der Phase zwischen Erst- und Zweitimpfung weitere Corona-Varianten bilden könnten. Mit Blick auf die von Bund und Ländern geplanten Lockerungen sagte er der Rhein-Neckar-Zeitung: „Besorgniserregend wäre insbesondere, wenn wir in den nächsten Wochen in eine Situation kämen, dass zahlreiche Menschen nach der Erstimpfung einen inkompletten Schutz haben und gleichzeitig sehr viele Infektionen stattfinden. Das wäre eine Brutstätte für die Selektion von Varianten, die möglicherweise dem Impfstoff entkommen könnten.“ Wenn sich viele Menschen infizieren würden, die teilimmun, aber noch nicht richtig immun sind, dann sei die Warscheinlichkeit, dass sich das Virus dort festsetzen kann und resistente Varianten auftreten, höher, sagte der Virologe.

6.3.2021, 5:20 Uhr – Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt weiter

In Deutschland ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag leicht auf 65,6 – am Donnerstag lag sie noch bei 65,4, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Der Wert gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche rechnerisch neu positiv getestet werden. Bund und Länder streben zunächst eine Inzidenz von 50 an. Öffnungen etwa des Einzelhandels werden aber erst in Aussicht gestellt, wenn der Wert 35 erreicht wird. Laut RKI wurden in 9.557 neuen Fällen Menschen positiv auf Corona getestet. Außerdem wurden 300 weitere Fälle gemeldet, in denen Menschen starben, die positiv getestet wurden. Insgesamt gibt es 2.492.079 Infizierte und 71.804 die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind.

6.3.2021, 4:11 Uhr – Weil schließt Lockdown zu Ostern nicht aus

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) schließt einen erneuten Lockdown zu Ostern nicht aus. „Wenn jetzt alle die neuen Möglichkeiten exzessiv ausreizen, werden die Infektionszahlen steigen und Einschränkungen notwendig sein“, sagte Weil der Rheinischen Post. Es gebe einfach noch keine klare Zusage, ob Reisen zu Ostern möglich werde. „Es ist vorgesehen, dass wir bei der nächsten Bund-Länder-Runde am 22. März dazu Entscheidungen treffen", sagte Weil, dieser Termin sei jedoch zu spät für die Menschen, die Pläne für einen Osterurlaub machen wollten. Weil meint auch, neue Testkonzepte könnten zusätzliche Öffnungsmöglichkeiten schaffen.

6.3.2021, 4:01 Uhr – Abgeordnete fordern gleiche Rechte für Geimpfte wie für negativ Getestete

Bundestagsabgeordnete von CDU, Grünen und FDP unterstützen Lockerungen für geimpfte Personen ähnlich wie für Menschen mit tagesaktuellen Schnelltests. Laut der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (NBR), sollten auch geimpfte Personen Kinos, Theater oder Restaurants im Außenbereich besuchen dürfen.

Diese Schritte sollten umgehend erfolgen, falls sich erste Studien aus Israel bestätigen sollten, wonach Geimpfte niemanden ansteckten, heißt es in der NBR.

6.3.2021, 2:24 Uhr – Braun macht Hoffnung auf Sommer ohne Corona-Beschränkungen

Kanzleramtsminister Helge Braun stellt eine vollständige Rücknahme der Corona-Beschränkungen für den Sommer in Aussicht. „Wenn wir jedem in Deutschland ein Impfangebot gemacht haben, dann können wir zur Normalität in allen Bereichen zurückkehren“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Und alle Einschränkungen fallen.

Dazu werde es im Sommer kommen - allerdings unter zwei Bedingungen: „Die Impfstoffhersteller halten ihre Lieferversprechen ein. Und es taucht keine Mutante auf, die den ganzen Impferfolg infrage stellt“, führte Braun aus.

Er ergänzte: „Diejenigen, die ihr Impfangebot nicht wahrnehmen, treffen ihre individuelle Entscheidung, dass sie das Erkrankungsrisiko akzeptieren. Danach können wir aber keine Grundrechtseinschränkung eines anderen mehr rechtfertigen.

6.3.2021, 0:15 Uhr – Pfizer-Deutschlandchef wirbt für Konkurrenz-Impfstoff von Astrazeneca

Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Pfizer Deutschland, Peter Albiez, bricht eine Lanze für den von AstraZeneca entwickelten Konkurrenz-Impfstoff. Im Live-Programm von Bild sagte Albiez auf eine entsprechende Frage: „Den würd' ich nehmen, den Impfstoff, ja.“ Man sollte nicht vergessen, dass jeder Impfstoff, der da sei, geprüft sei „von der EMA, also sicher und verträglich“. Grundsätzlich hält Albiez in Deutschland „eine größere Dynamik“ der Impf-Kampagne für nötig. „Da müssen wir in großen Schritten denken, in großen Dimensionen.“ Er forderte, mit Blick auf die kommenden Monate „alles“ zu mobilisieren.

6.3.2021, 0:01 Uhr – Experten erwarten 3.000 Corona-Tote pro Tag in Brasilien

Eine von der Regierung eingesetzte Expertengruppe hält laut Insidern 3.000 Corona-Tote pro Tag in Brasilien für möglich. Sollten keine ernsthaften Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in dem südamerikanischen Land ergriffen werden, sei dieses Szenario möglich, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

In den vergangenen 14 Tagen starben durchschnittlich täglich rund 1.250 Menschen an oder mit dem Virus. Krankenhäuser stehen vor dem Kollaps. Brasilien ist weltweit eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder.

5.3.2021, 23:11 Uhr – Weltweit fast 116 Millionen Infizierte und über 2,7 Millionen Tote

Weltweit haben sich über 115,92 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind mehr als 2,70 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 28,93 Millionen Infektionen und 521.403 Toten.

5.3.2021, 21:07 Uhr – Bundesregierung bietet Tschechien Hilfe an

Die Bundesregierung hat Tschechien angeboten, Corona-Patienten von dort in Deutschland zu behandeln. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte, die Gespräche dazu liefen schon. Man sei froh, wenn man die schwierige Situation, die es in der Tschechischen Republik gibt, damit etwas mildern könne. Schon in der ersten Welle der Pandemie hatte Deutschland Corona-Patienten aus Nachbarländern wie Frankreich, den Niederlanden und Italien aufgenommen.

5.3.2021, 20:51 Uhr – Verschärfte Wochenend-Ausgangssperren in Frankreich

Ab Samstag treten in weiteren französischen Corona-Hotspots Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Betroffen sind nun auch rund 1,5 Millionen Bürger im nordfranzösischen Département Pas-de-Calais mit der Hafenstadt Calais. Sie dürfen ihre Häuser am Wochenende nur noch aus triftigem Grund verlassen, etwa zum Einkaufen oder Joggen. Auch sehr große Geschäfte müssen schließen. In der Region am Ärmelkanal breitet sich die britische Coronavirus-Variante rapide aus. Im benachbarten Dünkirchen und an Teilen der Côte d'Azur gelten bereits Ausgangssperren an Wochenenden. Zudem gilt landesweit eine nächtliche Sperrstunde ab 18 Uhr.

5.3.2021, 20:03 Uhr – England: Bei Ausreisen ohne triftigen Grund hohe Geldstrafen

Reisende, die England ohne triftigen Grund verlassen wollen, riskieren hohe Geldstrafen. Passagiere müssen ab kommenden Montag in einem Formular den Grund ihrer Ausreise angeben und dieses mit sich führen, wie das britische Verkehrsministerium mitteilte. Die akzeptieren Gründe für Auslandsreisen sind unter den aktuellen Corona-Beschränkungen nur wenige - dazu gehören Arbeit, Bildung oder Beerdigungen.

Die Beschränkungen gelten für Briten und Ausländer, die sich derzeit in England aufhalten. Die Geldstrafen wegen des Bruchs der Lockdown-Regeln reichen von 200 bis zu 6400 Pfund (umgerechnet mehr als 7400 Euro). Bis Ende März gilt in England noch die strikte "Stay at Home"-Regel: Bürger sollen ihr Zuhause nur zum Einkaufen, Sport und aus wenigen anderen Gründen verlassen.

5.3.2021, 19:55 Uhr – Italien: Höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg

Italien hat im Pandemie-Jahr 2020 nach offiziellen Angaben die höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg verzeichnet. Insgesamt habe es im Vorjahr 746.146 Sterbefälle gegeben - und damit über 15 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019, teilte das Statistikamt Istat in Rom mit.

Nachdem die erste große Corona-Welle das 60-Millionen-Einwohner-Land Ende Februar 2020 getroffen hatte, ermittelten die Fachleute auch die sogenannte Übersterblichkeit für die Monate März bis Dezember. In dieser Phase starben den Angaben zufolge gut 20 Prozent mehr Menschen als im Schnitt der Jahre 2015 bis 2019. Das waren mehr als 108.000 Tote. Wobei dieser Wert nicht bedeutet, dass dies die Zahl zusätzlicher direkter Covid-19-Opfer war. Experten hatten schon früher darauf hingewiesen, dass es auch vermehrt Tote unter anderem wegen der Überlastung des Krankenhaussystems gegeben haben könnte.

5.3.2021, 17:51 Uhr – Söder im Landtag in der Kritik

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für die neue Öffnungsstrategie aus dem Corona-Lockdown im Landtag heftige Kritik einstecken müssen – und zwar von verschiedenen Seiten. Die Grünen warfen ihm eine gefährliche „Kehrtwende“, zu umfassende Lockerungen ohne ausreichende Schutzkonzepte und eine Kapitulation vor dem Virus und dem Druck verschiedener Interessen vor. Die FDP kritisierte den „Kurswechsel“ dagegen als zu zaghaft, die SPD nannte das Regelwerk zu kompliziert und forderte Perspektiven auch für die Jugendarbeit. Die AfD verlangte das Ende des Lockdowns.

5.3.2021, 16:39 Uhr – Steinmeier: 70.000 Tote ist eine „verstörende Dimension“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum gemeinsamen Gedenken für die Opfer der Corona-Pandemie aufgerufen. Viele Menschen im Land seien seinem Aufruf gefolgt, als Zeichen der Trauer und Anteilnahme ein Licht ins Fenster zu stellen, sagte Steinmeier bei einem Treffen mit Hinterbliebenen im Schloss Bellevue in Berlin. Dafür sei er sehr dankbar. „Ich glaube aber, dass wir der Verstorbenen auch gemeinsam, als Gemeinschaft gedenken sollten.“ Steinmeier rief dazu für den 18. April auf. An diesem Tag ist eine Gedenkfeier der Staatsspitze mit Hinterbliebenen geplant.

5.3.2021, 15:38 Uhr – Event-Registrierung auch bei Corona-Warn-App geplant

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung soll nach Angaben des Gesundheitsministeriums um eine Event-Registrierung erweitert werden. Ein Ministeriumssprecher sagte in Berlin, ähnlich wie bei der App Luca soll dabei auch ein QR-Code verwendet werden. Bei der Begegnung mit einer positiv getesteten Person würde der Nutzer dann eine Warnmeldung erhalten.

Deutschland

Update mit neuer Funktion Corona-Warn-App zeigt jetzt auch Fallzahlen zum Infektionsgeschehen

Die Corona-Warn-App kann dabei helfen, Infektionsketten zu unterbrechen, indem Kontakpersonen gewarnt werden. Jetzt hat die App auch eine neue Funktion, die das noch einfacher machen soll.  mehr...

5.3.2021, 14:38 Uhr – Betriebsärzte könnten fünf Millionen Menschen impfen

Betriebsärzte könnten innerhalb eines Monats mindestens fünf Millionen Menschen gegen Corona impfen. Das sagt die Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Anette Wahl-Wachendorf, dem MDR. Man sei startbereit, auch wenn der logistische Aufwand höher sei als bei anderen Impfungen, sagt sie mit Blick auf die notwendige Kühlung des Biontech-Impfstoffs.

5.3.2021, 12:00 Uhr – Bundesrat billigt Corona-Hilfen für Familien und Unternehmen

Familien, Geringverdiener und Unternehmen sollen zusätzliche Hilfen und steuerliche Entlastungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie bekommen. Der Bundesrat billigte zwei Gesetzespakete, die unter anderem einen Zuschuss von 150 Euro für Familien mit Kindern sowie für Bezieher von Grundsicherung vorsehen, um pandemiebedingten Härten abzufedern. Das Dritte Corona-Steuerhilfepaket und das Sozialschutz-Paket-III waren vorher bereits im Bundestag beschlossen worden.

5.3.2021, 11:50 Uhr – Impftreffen der Wirtschaft bei Kanzlerin fällt aus

Regierungssprecher Steffen Seibert hat bestätigt, dass das Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Wirtschaft zu mehr Corona-Schnelltests in Unternehmen abgesagt wurde. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest. „Es gibt noch zu klärende Fragen.“ Eigentlich sollte das Treffen diesen Freitagnachmittag stattfinden.

5.3.2021, 10:47 Uhr – Steinmeier: 70.000 Corona-Tote sind „verstörende Dimension“

Vor einem Treffen mit einigen Angehörigen von Verstorbenen in seinem Amtssitz in Berlin sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: „Inzwischen deutlich mehr als 70.000 – so viele Menschen in unserem Land sind Corona bereits zum Opfer gefallen. Und viele andere sind in dieser Zeit der Pandemie einen einsamen Tod gestorben.“ Das Staatsoberhaupt fügt hinzu: „Ja, es gibt Hoffnung, dass wir diese Pandemie besiegen werden, dank der Impfstoffe, die zur Verfügung stehen und die mehr und mehr zur Verfügung stehen werden. Aber 70.000, das ist und bleibt eine erschütternde, eine verstörende Dimension. Und noch immer sterben Tag für Tag Hunderte Menschen an den Covid-19-Infektionen.

5.3.2021, 9:56 Uhr – Spahn verspricht: „Schnelltests sind mehr als genug da“

Vor dem Start kostenloser Schnelltests für alle Bürger sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) keine Engpässe bei der Verfügbarkeit. „Von diesen Schnelltests sind mehr als genug da“, sagte er. Ab Montag übernimmt der Bund die Kosten für einen Schnelltest pro Woche für jeden Bürger. Das soll Spahn zufolge in lokalen Testzentren erfolgen. Er warb aber um Verständnis dafür, wenn die Tests nicht von Beginn an überall sofort verfügbar sind, weil die Infrastruktur dafür noch aufgebaut werden muss.

5.3.2021, 9:34 Uhr – Chinesischer Impfstoff bei brasilianischer Mutation wirkungslos

Der Impfstoff Coronavac des chinesischen Herstellers Sinovac könnte einer Studie zufolge gegen die neu in Brasilien entdeckte Virusvariante zu schwach sein. Untersuchungen des Blutplasmas von acht mit dem Wirkstoff geimpften Patienten hätten gezeigt, dass der Impfstoff es nicht geschafft habe, die neue Virus-Variante effektiv zu neutralisieren, heißt es in einer vorab veröffentlichten Studie der Universität von Sao Paulo und der Washington University School of Medicine sowie anderer Institutionen. Coronavac wird unter anderem bereits bei Massenimpfungen in China, Brasilien, Indonesien und der Türkei eingesetzt.

5.3.2021, 9:10 Uhr – Wieler: Britische Virusvariante in Deutschland bald vorherschend

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, warnt vor den Folgen einer Ausbreitung der Virus-Mutation B117. Es sei absehbar, dass diese britische Variante des Coronavirus bald die vorherrschende in Deutschland sei, sagt Wieler. „Und dann wird es noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten.“ Die jüngsten Zahlen seien zwar auch positiv: So gehe die Inzidenz in der Altersgruppe über 80 Jahre wegen der Impfungen zurück. Auch die Zahl der Intensivpatienten und der Toten sei rückläufig. Es gebe aber nach wie vor noch zu viel Tote. Und die Inzidenz bei den unter 80-Jährigen steige wieder an, sagt Wieler.

5.3.2021, 9:08 Uhr – So könnten die Corona-Impfungen beim Hausarzt ablaufen

Ende März, spätestens Anfang April können auch Hausärzte ihre Patienten gegen das Coronavirus impfen – das haben Bund und Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch beschlossen. Grundsätzlich seien sie auch bereit, sagte Dr. Robin Maitra aus Hemmingen bei Ludwigsburg SWR3. „Jeden Winter spritzen wir Millionen Grippeimpfungen. Wir sind bereit und könnten loslegen.“

Allerdings stecke hinter den Coronaimpfungen auch ein großer Verwaltungsaufwand. Eine normale Impfung werde nur im Impfpass und beim impfenden Arzt dokumentiert. „Die Corona-Impfungen müssen zentral gemeldet werden“, sagte Ärztin Wencke Wienand aus Karlsruhe. „Ich denke, damit steht und fällt auch die Bereitschaft der Hausärzte zu impfen, je nachdem, welche bürokratischen Hürden da noch dran geknüpft sind.“

Ein Arzt in Zürich impft einen Patienten gegen Corona (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/KEYSTONE | Ennio Leanza)

Nachrichten Hausarzt zu Corona-Impfung: "Wir sind bereit und können loslegen"

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5.3.2021, 7:20 – Dehoga-Chefin hält neue Corona-Beschlüsse für „mangelhaft“

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, bewertet die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse mit Blick auf ihre Branche als „mangelhaft“. Bei den Mitgliedern ihres Verbandes nähmen die Enttäuschung, die Wut und die Verzweiflung „ohne Ende“ zu, sagte sie im Deutschlandfunk. „Wir haben einfach nicht den Eindruck, dass die Politik alles dafür tut, dass wirklich unsere Branche keinen Tag länger als notwendig geschlossen bleiben muss. Und das, was wir im Moment erleben, ist einfach, ja, desaströs.“ Für Restaurants und Hotels sei noch überhaupt kein Öffnungsszenario da. Es seien keine Kriterien definiert worden, „wann wir unter welchen Voraussetzungen öffnen dürfen“. Lediglich die Außengastronomie dürfe unter Auflagen am 22. März öffnen.

5.3.2021, 5:44 Uhr – RKI: Mehr Neuinfektionen, steigender Inzidenzwert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut innerhalb eines Tages 10.580 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind rund 600 mehr als vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 65,4 gestiegen. Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sind weiterhin die einzigen Bundesländer, die unter dem Wert von 50 bleiben. Innerhalb eines Tages hat das RKI außerdem 264 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

5.3.2021, 4:37 Uhr – „Regionalität wagen“: Eisenmann steht zu Lockerung auf Kreisebene

CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann hat die stärkere Lockerung des Corona-Lockdowns für Stadt- und Landkreise mit niedrigen Infektionszahlen verteidigt. „Den Vorwurf, dass nun ein Flickenteppich entstehe, kann ich nachvollziehen“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Aber das Land sei nun mal von regionalen Besonderheiten und Erwartungen geprägt und die regionalen Inzidenzen gingen sehr weit auseinander.

Eisenmann und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatten sich am Donnerstagabend nach langen Diskussionen darauf geeinigt, die Inzidenz der Kreise als Maßstab für Öffnungen zu nehmen. Das heißt, in Kreisen, die stabil unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegen, kann der Einzelhandel schrittweise öffnen.

5.3.2021, 2:33 Uhr – Warum die WHO Impfpässe ablehnt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lehnt die von der EU-Kommission geplanten Impfpässe ab. „Wir verstehen, dass Regierungen mit der politischen Realität konfrontiert sind. Trotzdem gibt es ernste Bedenken“, sagt Europas WHO-Regionaldirektor Hans Kluge in einem Vorabbericht der Tageszeitung Die Welt. Laut Kluge sei die für den Sommer angekündigte Einführung vermutlich unvermeidlich, aber keine Empfehlung der WHO. Es sei unsicher, wie lang eine Immunität anhält. Auch könne ein Impfstoff nicht unbedingt die Ansteckung anderer Menschen verhindern, so der WHO-Regionaldirektor.

Seiner Ansicht nach ist die Corona-Pandemie in rund zehn Monaten zu Ende. Das würde nicht bedeuten, dass das Virus dann weg sei, aber es bräuchte wahrscheinlich keine störenden Interventionen mehr, erklärt Kluge dem Blatt.

5.3.2021, 1:46 Uhr – Veranstaltungswirtschaft klagt über mangelnde Perspektive nach Corona-Beschlüssen

Die Konzert- und Veranstaltungswirtschaft beklagt nach den Beschlüssen von Bund und Ländern eine fehlende Perspektive. „Es ist völlig inakzeptabel, dass ein weiteres Mal versäumt wurde, den Veranstaltern eine Perspektive zu geben, unter welchen Bedingungen Veranstaltungen wieder stattfinden dürfen“, sagte Jens Michow, geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV), den Zeitungen der Funke Mediengruppe in einem Vorabbericht.

5.3.2021, 0:05 Uhr – Weltweit jetzt fast 2,7 Millionen Corona-Tote

Weltweit haben sich über 115,43 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind mehr als 2,66 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 28,86 Millionen Infektionen und 519.519 Toten.

4.3.2021, 23:27 Uhr – Bolsonaro zu Brasilianern: Hört auf zu jammern

Trotz rekordhoher Totenzahlen fordert Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro seine Landsleute auf, das Jammern zu unterlassen. „Wie lange soll das Geheule noch weiter gehen?“, fragt Bolsonaro bei einer Versammlung. Die Bevölkerung könne sich nicht länger verkriechen. Keiner könne das mehr ertragen.

Er bedauere die Todesfälle. Es müsse aber eine Lösung gefunden werden. In Brasilien sterben derzeit so viele Menschen an Covid-19 wie noch nie. Krankenhäuser stehen vor dem Kollaps. Brasilien ist weltweit eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder.

4.3.2021, 19:27 Uhr – Britische Mutation dominiert in Frankreich

In Frankreich dominiert die britische Variante des Corona-Virus. Nach Angaben der Regierung sind 60 Prozent der bestätigten Neuinfektionen inzwischen darauf zurückzuführen. Ministerpräsident Jean Castex sagte, deswegen habe sich die Verbreitung des Virus in den vergangenen zwei Wochen beschleunigt. In Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko solle nun verstärkt geimpft werden.

4.3.2021, 18:32 Uhr – Mehr Hilfen für die Kultur

Die Bundesregierung verdoppelt die Kulturhilfen in der Corona-Pandemie auf zwei Milliarden Euro. Das Programm „Neustart Kultur“ soll vor allem einzelne Künstler unterstützen und bisherige Förderlücken schließen. Mit dem Geld sollen zum Beispiel kleine private Theater, Galerien, Kinos oder Buchhandlungen unterstützt werden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat die Entscheidung begrüßt. Zusammen mit dem beschlossenen Stufenplan zur Öffnung von Kultureinrichtungen sei das ein wichtiges Hoffnungszeichen für die durch die Pandemie schwer getroffene Branche.

4.3.2021, 18:00 Uhr – ARD-Umfrage: Menschen wünschen sich Lockerungen

Die meisten Menschen wünschen sich Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Das geht aus dem aktuellen Deutschlandtrend von Infratest-Dimap im Auftrag der ARD hervor. 63 Prozent der Befragten sind der Meinung, die Einschränkungen sollten ganz oder teilweise aufgehoben werden. Das gilt vor allem für Geschäfte, Restaurants und Hotels. Mit dem Krisenmanagement von Bund und Ländern ist eine Mehrheit inzwischen unzufrieden. Besonders kritisiert wird die Impfstoffbeschaffung.

4.3.2021, 17:20 Uhr – Erstmals Impfstoff-Export aus der EU gestoppt

In der EU ist erstmals der Export von Corona-Impfstoff in einen Drittstaat blockiert worden. Italien hat die Lieferung von 250.000 Dosen des Herstellers Astrazeneca an Australien gestoppt, teilte die EU mit. Astrazeneca hatte die vertraglich zugesagte Liefermenge an die EU im ersten Quartal drastisch gesenkt und damit für großen Ärger gesorgt. Als Reaktion hat die Kommission die Möglichkeit von Exportbeschränkungen eingeführt. Zuvor waren etliche andere Exportanträge anderer Firmen genehmigt worden, die meisten kamen von Biontech/Pfizer, das von Europa aus viele Länder beliefert.

4.3.2021, 17:05 Uhr – Corona-Ausbruch in Fleischwerk von Edeka Südwest in der Nähe von Karlsruhe

In einem Fleischwerk von Edeka Südwest in Rheinstetten sind Dutzende Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Ein Sprecher des Landratsamts Karlsruhe berichtete von 69 positiv Getesteten und 140 Kontaktpersonen, die in Quarantäne bleiben müssten. In einem Fall sei die zuerst in Großbritannien nachgewiesene mutierte Variante des Virus bestätigt worden.

Weil das Infektionsgeschehen nicht diffus sei und die Kontakte gut nachverfolgt werden könnten, habe der Ausbruch zunächst keine Folgen wie Ausgangsbeschränkungen, sagte der Sprecher. Zuerst hatten die Badischen Neuesten Nachrichten über den Fall berichtet.

4.3.2021, 15:00 Uhr – Bundestag verlängert „epidemische Lage“

Die epidemische Lage in Deutschland gilt länger als geplant. Der Bundestag hat beschlossen, sie über den März hinaus gelten zu lassen. Das gilt als Grundlage unter anderem für die Corona-Beschränkungen und die Impf-Verordnung. Ab jetzt soll aber alle drei Monate neu überprüft werden, ob die epidemische Lage weiter gelten soll. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, die Pandemie sei noch nicht vorbei. Es spreche aber alles dafür, dass jetzt das letzte Frühjahr in der Pandemie sei.

4.3.2021, 13:00 Uhr – Impfkommission empfiehlt Astrazeneca auch für Menschen ab 65

Die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt den Astrazeneca-Impfstoff jetzt auch für Menschen ab 65 Jahren. „Das ist eine gute Nachricht für alle Älteren, die auf eine Impfung warten. Sie können schneller geimpft werden“, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Bislang hatte die Stiko wegen mangelnder wissenschaftlicher Daten die Verabreichung des Vakzins nur für Menschen unter 65 empfohlen; entsprechend wurde auch verfahren.

Dänemark, Norwegen und Thailand Tod durch Blutgerinnsel: mehrere Länder setzen Astrazeneca-Impfungen aus

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll in Deutschland jetzt auch den über 65-Jährigen verimpft werden. Virologen hatten den Impfstoff schon länger als sehr wirksam eingestuft.  mehr...

4.3.2021, 13:00 Uhr – Corona-Beschlüsse stoßen auf Kritik von unterschiedlichen Seiten

Die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern stoßen auf breite Kritik - wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Für Irritationen sorgte auch der komplizierte Stufenplan für angestrebte Öffnungen, von einem „Corona-Irrgarten“ war die Rede.

4.3.2021, 11:15 Uhr – Eine Million Gratis-Schnelltests kosten Staat 21 Millionen Euro

In der aktualisierten Corona-Testverordnung beziffert das Gesundheitsministerium die Kosten für mehr Schnelltests. „Je eine Million Testungen entstehen dem Bund Kosten in Höhe von bis zu 21 Millionen Euro, davon bis zu sechs Millionen Euro für Sachkosten und bis zu 15 Millionen Euro Durchführungskosten“, heißt es in der Verordnung, die Reuters vorliegt. Dort wird ergänzt, dass Bürgerinnen und Bürger künftig wöchentlich Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest haben sollen.

4.3.2021, 8:00 Uhr –CDU-Politiker: Mehrwertsteuer für Impfstoffe und Schnelltests abschaffen

CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler schlägt die Abschaffung der Mehrwertsteuer für Impfstoffe und Schnelltests vor. Deutschland könne durch einen Null-Mehrwertsteuersatz die Kosten zur Bekämpfung der Pandemie um Hunderte Millionen Euro senken, sagt Güntzler der WirtschaftsWoche. „Wir sollten die Möglichkeit nutzen, dass Brüssel extra die entsprechende EU-Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie im Dezember geändert hat.“ Wie das Magazin weiter berichtet, geht aus einer Kleinen Anfrage der FDP an die Bundesregierung hervor, dass sich die Impfkosten für den Bund auf 8,8 Milliarden Euro belaufen. Davon entfielen gut 1,5 Milliarden Euro auf die Mehrwertsteuer.

4.3.2021, 5:16 Uhr – Fast 12.000 Neuinfektionen in 24 Stunden gemeldet

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 11.912 Neuinfektionen. Das sind 43 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. 359 weitere Menschen starben, die zuvor positiv getestet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 64,7 von 64,0. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,47 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt. 71.240 Personen starben dem RKI zufolge in Verbindung mit dem Virus.

4.3.2021, 5:00 Uhr – Kretschmann: Ferien kürzen um Bildungsdefizite aufzuholen

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bringt kürzere Ferien ins Gespräch, um Bildungsdefizite nach den langen Schulschließungen aufzuholen. „Man könnte an den Ferien ein bisschen was abknapsen, um Unterrichtsstoff nachzuholen“, sagt der Grünen-Regierungschef dem Mannheimer Morgen. Die Lehrer müssen sich nach Kretschmanns Ansicht zunächst einen Überblick über die entstandenen Lücken verschaffen. Notwendig seien dann gezielte Betreuungsangebote und Nachhilfe. Auch Nicht-Lehrkräfte könnten für die Sonderprogramme herangezogen werden.

4.3.2021, 3:32 Uhr – Städte- und Gemeindebund kritisiert Teststrategie als zu unkonkret

Deutsche Städte- und Gemeindebund übt Kritik an der beschlossenen Teststrategie: „Zu unkonkret sind die Beschlüsse zu Teststrategien in Bezug auf Schnell- und Eigentests“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der Rheinischen Post.

Zwar soll es flächendeckend für jeden Schnelltests geben, was richtig und gut ist. Allerdings ist es bedauerlich, dass es offenbar noch einige Wochen dauern wird, bis diese Instrumente flächendeckend in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen werden.“ Die Organisation liege bei den Ländern und Kommunen. „Wie sich die Eigentests in das System einfügen sollen, wie der Nachweis dokumentiert wird, wie lange er gewisse Zugänge ermöglichen soll, wird leider noch nicht beantwortet.

4.3.2021, 2:20 Uhr – Hausärzte-Verbandschef Weigeldt befürchtet "bürokratischen Overkill" bei Ärzten

Nach der Bund-Länder-Vereinbarung zu einer stärkeren Einbeziehung von niedergelassenen Ärzten bei den Corona-Impfungen fordern die Hausärzte bürokratische Entlastungen. Um neben der Versorgung der Patienten auch die Impfungen sowie die zusätzlichen Testungen stemmen zu können, müsse jeglicher vermeidbare Aufwand wegfallen, sagt der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Er warnt, dass die Atteste, die die Hausärzte im Rahmen der Impfpriorisierung für Patienten ausstellen sollen, den Prozess enorm verlangsamten und „schnell zum bürokratischen Overkill“ werden. Stattdessen könnten die Krankenkassen bei der Vorrangprüfung „durch ein flächendeckendes Einladungsverfahren“ unterstützen.

4.3.2021, 1:15 Uhr – Bald impfen auch niedergelassene Ärzte mit

Ab der zweiten Märzwoche soll es Regelungen geben, damit auch einzelne niedergelassene Ärzte Menschen gegen Corona impfen können. Ab Ende März/Anfang April sollen die Haus- und Fachärzte mitimpfen und dabei auch über die Priorisierung vor Ort entscheiden.

4.3.2021, 0:00 Uhr – Bund-Länder-Runde beschließt Stufenplan für Öffnungen

Bund und Länder haben sich auf einen Fünf-Stufen-Plan für die Lockerungen der Corona-Auflagen verständig (hier die Ergebnisse im Einzelnen). Bereits am kommenden Montag soll der Einzelhandel in Regionen mit einem Inzidenzwert von unter 50 wieder öffnen dürfen, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend nach neunstündigen Beratungen von Bund und Ländern ankündigte. Sie sprach von harten Verhandlungen:

3.3.2021, 22:15 Uhr – Weißes Haus kritisiert Texas und Mississippi

Das Weiße Haus hat die US-Bundesstaaten Texas und Mississippi kritisiert, nachdem diese sämtliche Corona-Maßnahmen aufgehoben haben. Eine Sprecherin von US-Präsident Joe Biden erklärte, das Land zahle noch immer den Preis für politische Anführer, die Wissenschaftler ignorierten. Biden hoffe, dass die Menschen weiter den Empfehlungen von Gesundheitsexperten folgten. Zuvor hatten Texas und Mississippi die Maskenpflicht abgeschafft und Restaurants gestattet, wieder vollständig zu öffnen.

3.3.2021, 20:33 Uhr – Selbsttests ab Samstag bei Discounter erhältlich

Der Discounter Aldi verkauft ab Samstag deutschlandweit Corona-Schnelltests. Pro Kunde werde die Abgabemenge auf eine Packung begrenzt, damit möglichst viele Kunden zum Zuge kämen, teilten Aldi Nord und Aldi Süd am Mittwoch mit. Eine Packung umfasst demnach fünf Tests für einen Nasenabstrich, der Preis beträgt 24,99 Euro pro Packung. Die Packungen sind direkt an der Kasse erhältlich. Vor Aldi hatten die Drogerieketten dm und Rossmann für die kommende Woche den Verkaufsbeginn für die zum Eigengebrauch gedachten Schnelltests angekündigt.

3.3.2021, 20:22 Uhr – Tschechien und die Slowakei erhalten je 100.000 Not-Impfdosen

Angesichts ungewöhnlich hoher Fallzahlen erhalten Tschechien und die Slowakei je 100.000 zusätzliche Pfizer/BioNTech-Impfdosen von anderen EU-Staaten. Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babis und sein slowakischer Kollege Igor Matovic bedanken sich auf Twitter und Facebook für die Hilfen. In den vergangenen Wochen gehörten beide Staaten zu den weltweit am schwersten betroffenen.

2.2.2021, 19:27 Uhr – Impfstoff von Astrazeneca staut sich in den Bundesländern

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sollen bis Donnerstag fast 3,2 Millionen Dosen an die Länder geliefert sein. Bis einschließlich Dienstag sind nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) jedoch lediglich 574.000 Dosen verimpft worden. Die Bundesländer wollen diesen Stau nun abbauen.

3.3.2021, 18:16 Uhr - Impfungen ab April auch in Hausarzt-Praxen

Bund und Länder haben sich bei ihrem Gipfeltreffen offenbar darauf geeinigt, dass Hausarztpraxen ab Ende März in die Impfstrategie einbezogen werden. Das berichten die Nachrichtenagentur Reuters und die Bild-Zeitung. Damit folgen die Ministerpräsidenten dem Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn, der ab kommender Woche eine Pilotphase starten will.

Die rund 60.000 Hausärzte sollen aber erst im April mitimpfen, wenn ausreichend Impfstoff für die Verteilung auch in der Fläche zur Verfügung steht. Das Gesundheitsministerium hatte zuvor betont, dass die Länder selbst über den Einsatz von Hausärzten zum Impfen entscheiden könnten.

3.3.2021, 17:02 Uhr – Brasilianische Virus-Variante in Dänemark nachgewiesen

Nach der britischen und der südafrikanischen ist nun auch die zunächst in Brasilien nachgewiesene Variante des Coronavirus in Dänemark nachgewiesen worden. Dänemarks Technische Universität DTU habe den ersten Fall der Variante P.1 gefunden, teilten Gesundheitsminister Magnus Heunicke und das dänische Gesundheitsinstitut SSI mit.

Die brasilianische Virus-Variante ist auch in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Schweden und einigen weiteren europäischen Ländern bereits nachgewiesen worden. Nach SSI-Angaben geht man davon aus, dass die in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe auch gegen diese Variante wirken. Der DTU zufolge ist P.1 wie einige der anderen Corona-Mutanten möglicherweise ansteckender, zudem können sich womöglich Menschen damit infizieren, die zuvor bereits eine Infektion mit dem herkömmlichen Virus überstanden hatten.

3.3.2021, 17:00 Uhr – EU schickt Österreich 100.000 Extra-Biontech-Impfdosen gegen Corona-Mutante

Im Kampf gegen die ansteckendere Corona-Variante aus Südafrika wird die EU zusätzlich 100.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer nach Österreich schicken. Das Vakzin werde im besonders betroffenen Tiroler Bezirk Schwaz eingesetzt, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz mit. Eine von der EU entsandte Kommission aus internationalen Wissenschaftlern wird demnach die Impfkampagne begleiten, um deren Wirksamkeit zu untersuchen.

3.3.2021, 15:30 Uhr – Bundesregierung: Länder können Hausärzte beim Impfen einsetzen

Das Bundesgesundheitsministerium weist darauf hin, dass die Länder „in eigener Zuständigkeit“ regeln können, ob Hausarztpraxen bei Impfungen einbezogen werden. Allerdings sei fraglich, ob die Impfpriorisierung in der Fläche durchzuhalten sei, sagt ein Ministeriumssprecher. Generell werde Mitte März ein Modellprojekt gestartet, in dem einige Hausärzte einbezogen würden. Ab April, wenn ausreichend Impfstoff vorhanden sei, werde dies dann in der Fläche geschehen.

3.3.2021, 13:40 Uhr – Deutschland verlängert Grenzkontrollen bis 17. März

Die Bundesregierung verlängert die Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol bis zum 17. März. Die Infektionslage in Tschechien habe sich weiter verschlechtert, und auch in Tirol sei keine Besserung festzustellen, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Mit Österreich sei die Bundesregierung aber „in intensiven Gesprächen“, um eine andere Lösung zu finden.

3.3.2021, 12:15 Uhr – Fast jeder Zweite arbeitete Mitte Februar im Homeoffice

Mitte Februar arbeitete nach einer Umfrage für das Bundesarbeitsministerium fast jeder zweite Beschäftigte zumindest stundenweise im Homeoffice. „Gut jeder dritte abhängig Beschäftigte arbeitete sogar überwiegend oder ausschließlich im Homeoffice“, heißt es in einer noch unveröffentlichten Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) für das Ministerium. 22 Prozent der Beschäftigten hätten im Februar mehr im Homeoffice gearbeitet als noch im Januar. Die Autoren führen dies auch auf die Ende Januar in Kraft getretene Corona-Arbeitsschutzverordnung zurück, die Arbeitgeber verpflichtet, den Beschäftigten nach Möglichkeit mobiles Arbeiten anzubieten. Die bis Mitte März befristete Verordnung soll laut Beschlussvorlage für die Beratungen der Bundesregierung und Länder bis Ende April verlängert werden.

3.3.2021, 11:45 Uhr – Corona-App „Luca“ von Smudo soll Kontaktverfolgung einfacher machen

Viele Menschen wollen wieder ins Restaurant gehen oder eine Veranstaltung besuchen. Fanta4-Sänger Smudo hat die Luca-App mitentwickelt – eine Alternative zur Corona-Warn-App des Bundes. Die Luca-App soll Restaurant-Besucher vor dem Risiko einer Corona-Infektion warnen, falls ein anderer Gast positiv getestet wurde.

Die Betreiberfirma Culture4Live verspricht, eine schnelle und lückenlose Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen. Dafür müssen sich Smartphone-Besitzer im App-Store von Apple oder Google die Luca-App herunterladen und dort ihre persönlichen Kontaktdaten eintragen.

Die User können sich zwar zum Beispiel als „Donald Duck“ registrieren – im Unterschied zur Gästeliste aus Papier wird die Mobilfunknummer mit einer SMS gecheckt, so dass die Gesundheitsämter immerhin wüssten, unter welcher Telefonnummer „Donald Duck“ nach einem Risiko-Vorfall erreicht werden kann.

Damit wollen die App-Macher nicht nur Fake-Einträge vermeiden, sondern die sensiblen Gästedaten besser schützen als auf Papierlisten. „Ich habe ein Problem, wenn ich in ein Restaurant gehe und dort für alle sichtbar meine Privatadresse aufschreiben muss“, sagte Smudo.

Smudo von den Fantastischen Vier (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Axel Heimken)

Nachrichten Smudo stellt die Luca-App vor

Dauer

3.3.2021, 10:35 Uhr – Auch Gebäudereiniger leiden unter Umsatzeinbruch

Auch das Gebäudereiniger-Handwerk mit seinen rund 700.000 Beschäftigten bekommt die Corona-Krise hart zu spüren. Der Branchenverband BIV teilte mit, dass zwei Drittel der Unternehmen 2020 weniger Umsatz gemacht hätten. Die Einbußen lagen meist zwischen einem und zehn Prozent. Die Pandemie sorge für Licht und Schatten. „Neben steigender Wertschätzung hat es im Gesundheits- und Pflegebereich, in Schulen und Kitas Extra-Aufträge und erhöhte Intervalle für Reinigung und Desinfektion gegeben“, sagte Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich. „Auf der anderen Seite sind ganze Felder wie Gastgewerbe, Veranstaltungswirtschaft oder Handel weggebrochen und damit Reinigungsaufträge, die nicht kompensiert werden können.“ Für 2021 rechnen nur knapp 40 Prozent der Betriebe mit guten oder sehr guten Geschäften.

3.3.2021, 10:28 Uhr – Sinovac-Impfstoff hat Wirksamkeit von 83,5 Prozent

Der Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac hat einem türkischen Medienbericht zufolge eine Wirksamkeit von 83,5 Prozent. Das gehe aus Zahlen eine finalen Phase-3-Studie hervor, berichtet die Agentur Anadolu unter Berufung auf die Universität Hacettepe. Der Impfstoff verhindere zudem einen Krankenhausaufenthalt in 100 Prozent der Fälle. Mitte Januar hatten Studienergebnisse aus Brasilien Zweifel an dem Sinovac-Vakzin geschürt.

3.3.2021, 9:37 Uhr – Vize-Unions-Fraktions-Chef: Bei Lockerungen nicht zu weit gehen

Der stellvertretende Unions-Fraktionschef Thorsten Frei (CDU) warnt davor, bei Lockerungen zu weit zu gehen. Öffnungen schon bei einem Inzidenzwert von 100 dürfe es nicht geben. „100 ist eindeutig zu viel“, sagte er RTL/ntv. Dann sei eine individuelle Nachverfolgbarkeit nicht mehr möglich. Man müsse aber auch sehen, dass die Menschen „pandemiemüde“ seien. „Wir können die Pandemie nicht allein mit Gesetzen und Verordnungen bekämpfen. Wir brauchen die Solidarität und die Überzeugung der Menschen.“ In dieser Hinsicht sei Deutschland im aktuellen Lockdown nicht so erfolgreich wie beim vorangegangenen im Frühjahr 2020. Es brauche jetzt einen Mittelweg, um die Bürger mitzunehmen.

3.3.2021, 9:27 Uhr – Scholz fordert vorsichtige Lockerungen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) fordert vorsichtige Lockerungen der Corona-Maßnahmen. „Wir haben mehr Möglichkeiten zu testen. Die Selbsttests kommen jetzt in großem Umfang auf den Markt“, sagte der SPD-Kanzlerkandidat im rbb Inforadio. Auch bei den Impfungen komme man voran. „Das muss beides mit einer konkreten Öffnungsstrategie verknüpft werden, die gleichzeitig so vorsichtig ist, dass wir ein Ausbrechen der Infektionszahlen verhindern können.“ Dafür müsse ermöglicht werden, dass Unternehmen ihre Beschäftigten testen können, Schnelltests in Schulen bereitgestellt werden und alle Bürger die Möglichkeit bekämen, sich testen zu lassen.

3.3.2021, 9:24 Uhr – Einzelhandel fordert Wiedereröffnung der Geschäfte

Der Einzelhandel fordert vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern eine rasche Wiedereröffnung der Geschäfte. „Wir möchten Sie eindringlich auffordern, die Wiedereröffnung des gesamten Einzelhandels auf der Basis der funktionierenden Hygienekonzepte zum 8. März zu ermöglichen“, heißt es in einem Schreiben des Branchenverbands HDE an das Kanzleramt. Die von Bund und Ländern angepeilte Zulassung von Einkaufen mit Terminvereinbarung („Click & Meet“) könne die meisten Händler wirtschaftlich nicht retten. Sie sei auch „kein deutlicher Schritt hin zu der lange überfälligen Öffnungsstrategie für den gesamten Einzelhandel“. Blieben die Geschäfte abseits des Lebensmittelhandels weiter geschlossen, werde dies für die Unternehmen und ihre Beschäftigten „verheerende Folgen“ haben.

3.3.2021, 8:24 Uhr – Müller fordert mehr Tempo bei Tests und Impfungen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) fordert ein deutlich höheres Tempo bei Tests und Impfungen. Dazu brauche es eine „aggressive“ Strategie, sagt er in der ARD. Dazu zählten „zusätzliche Instrumente“, etwa die niedergelassenen Ärzte, die in Zukunft bei Impfungen unterstützen müssten. „Und ich kann es tatsächlich nicht verstehen, warum es nicht schon die Verständigung mit den niedergelassenen Ärzten gibt.“ Deshalb erwarte er auch, dass es dazu von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) heute beim Bund-Länder-Treffen „harte Aussagen“ gebe, an denen man sich orientieren könne.

3.3.2021, 7:46 Uhr – Spahn will mehr Erstimpfungen erreichen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die empfohlenen Intervalle zwischen erster und zweiter Impfung ausreizen, um mehr Menschen eine Erstimpfung zu ermöglichen. Mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer solle möglichst erst nach sechs Wochen eine Zweitimpfung erfolgen, mit dem von AstraZeneca nach zwölf Wochen, sagt er in der ARD. „Dann können wir mehr Erstimpfungen machen und, das ist das Spannende etwa bei AstraZeneca, die Wirksamkeit ist auch noch höher.“ Zudem lägen inzwischen ermutigende Daten zur Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffs auch für Personen im Alter von über 65 Jahren vor. „Wenn wir die Über-65-Jährigen mit AstraZeneca impfen könnten, würde das richtig Geschwindigkeit bringen.“ Er hoffe hier auf eine Entscheidung der Ständigen Impfkommission binnen Tagen.

Johnson & Johnson hat die Zulassung eines 4. Impfstoffs zum Schutz vor #COVID19 beantragt. Nach der Zulassung könnte der #Impfstoff bald in 🇩🇪 eingesetzt werden. Heute Abend sprach @jensspahn mit dem Unternehmen über den Stand der Zulassung & die Vorbereitung für die Lieferung. https://t.co/4xDI4XlyUB

3.3.2021, 5:12 Uhr – Mehr als 9.000 gemeldete Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 9.019 Neuinfektionen. Das sind 1.012 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche. 418 weitere Menschen starben, die zuvor positiv getestet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt aber trotzdem von 65,4 auf 64,0. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,46 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt. 70.881 Personen starben dem RKI zufolge in Verbindung mit dem Virus.

3.3.2021, 4:39 Uhr – Intensivmediziner finden geplante Lockdown-Verlängerung gut

Die deutschen Intensivmediziner begrüßen die geplante Verlängerung des Lockdowns als notwendige Entlastung des deutschen Gesundheitssystems. „Es ist wichtig, dass wir noch drei Wochen durchhalten, weil wir durch das Impfen vieler Menschen trotz der Virusmutationen eine dritte Welle deutlich abflachen können“, sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI) der Augsburger Allgemeinen. „Wir gewinnen dadurch wertvolle Zeit“, sagte der Aachener Medizinprofessor. „Wer geimpft ist, kommt nicht auf die Intensivstation.

3.3.2021, 2:45 Uhr – Biden will Lehrer*innen schneller impfen lassen

US Präsident Joe Biden will Lehrer*innen schneller impfen. Die US-Bundesstaaten sollen die Impfungen für diese Berufsgruppe priorisieren, um sicherzustellen, dass Kinder schnell und sicher in die Schule zurückkehren können, sagte Biden in einer Fernsehansprache. Alle Pädagog*innen soll bis Ende März mindestens eine Impfung erhalten.

3.3.2021, 2:29 Uhr – Paul-Ehrlich-Institut wirbt für Astrazeneca-Impfstoff

Der zugelassene Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca ist hochwirksam. Er verhindert in der Mehrzahl der Fälle eine Covid-19-Erkrankung oder mildert bei einer Erkrankung die Symptome“, sagt der Chef der Paul-Ehrlich Instituts, Klaus Cichutek, der Rheinischen Post. Er sei besorgt, dass Menschen ihre Impftermine wegen Vorbehalten nicht wahrnehmen. Bislang seien keine auffälligen Nebenwirkungen festzustellen. „Die Fälle von Krankmeldungen durch grippeähnliche Symptome bei Pflege- und Krankenhauspersonal stellen kein Risikosignal dar. Sie entsprechen den Impfreaktionen, was nach den klinischen Prüfungen zu erwarten war.“ In allen berichteten Fällen seien die Symptome nach zwei bis maximal drei Tagen abgeklungen. Die Reaktion zeige, dass das Immunsystem arbeite.

3.3.2021, 1:11 Uhr – Mittelstand bittet Merkel um Ausstieg aus Lockdown

Vor dem Bund-Länder-Treffen heute Nachmittag macht der Mittelstand in einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Fruck auf einen Ausstieg aus dem Lockdown. „Für viele Mittelständler steht nichts weniger als die eigene Existenz auf dem Spiel“, heißt es in dem Schreiben, aus dem die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten.

Zu den Unterzeichnern gehören der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), sowie Inhaber und Vorstandsvorsitzende von 20 großen Mittelstands-Unternehmen. Sie dringen auf einen Maßnahmenkatalog zur Entbürokratisierung der Corona-Hilfsprogramme, einen Ausstiegsplan und eine Post-Corona-Agenda. „Sonst droht uns ein Ausverkauf des deutschen Mittelstandes durch chinesische Direktinvestitionen“, mahnen die Unternehmer.

2.3.2021, 22:52 Uhr – USA: Genug Impfstoff für alle Erwachsenen bis Ende Mai

Die USA werden nach Aussage von Präsident Joe Biden bis Ende Mai genug Impfstoff für jeden Erwachsenen im Land zur Verfügung haben – zwei Monate früher als geplant. Er zeigt sich überzeugt, sein Ziel von 100 Millionen Impfungen innerhalb der ersten 100 Tage seiner Amtszeit zu erreichen. Er kündigte auch an, dass der Pharmahersteller Merck & Co. helfen wird, den neu zugelassenen Impfstoff von Konkurrent Johnson & Johnson herzustellen.

2.3.2021, 22:26 Uhr – Russischer Impfstoff spaltet slowakische Koalition

Der slowakische Regierungschef Igor Matovic hat mit dem Kauf von russischem Corona-Impfstoff eine Regierungskrise ausgelöst. Außenminister Ivan Korcok sagte, er betrachte das Impfmittel Sputnik V als Werkzeug Russlands im hybriden Krieg gegen den Westen. Der Politiker der wirtschaftsfreundlichen Partei Freiheit und Solidarität forderte Beratungen über den Kauf, der Zweifel an der Westorientierung der Slowakei wecke. „Dieses politische Mittel spaltet uns im In- und Ausland“, sagte Korcok.

Vizeregierungschefin Veronika Remisova von der Partei Für die Menschen hat wiederholt erklärt, Sputnik V könne erst nach Zulassung durch die EU-Arzneimittelbehörde EMA eingesetzt werden. Ihre Partei wollte noch heute über weitere Schritte beraten.

2.3.2021, 20:36 Uhr – Italien verlängert Reisesperren im Land bis nach Ostern

In Italien bleibt es bis zum 6. April verboten, die Grenzen zwischen den 20 italienischen Regionen zu überqueren. Ministerpräsident Mario Draghi hat ein entsprechendes Dekret unterschrieben. Ausnahmen gibt es demnach etwa für die Arbeit und in Notfällen. Außerdem müssen alle Schulen in Hochrisiko-Gebieten, sogenannten Roten Zonen, schließen - das betrifft Gebiete, in denen die Sieben-Tages-Inzidenz bei über 250 liegt.

Auch in Italien breitet sich die besonders ansteckende britische Virusvariante stark aus, die Regierung gibt ihren Anteil mit mittlerweile über 50 Prozent der Fälle an. Theater und Kinos sollen in Zonen mit weniger Risiko ab dem 27. März unter bestimmten Auflagen wieder öffnen dürfen.

2.3.2021, 19:26 Uhr – Virologe Drosten: Anteil der Mutanten weiter gewachsen

Der Virologe Christian Drosten schätzt den Anteil der in Großbritannien entdeckten Corona-Variante B.1.1.7 an den Infektionen in Deutschland inzwischen auf ungefähr die Hälfte. Der Anteil dieser ansteckenderen Mutante werde weiter steigen, das sei unausweichlich, sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité im Podcast Coronavirus-Update bei NDR-Info.In Großbritannien gebe es mittlerweile nur noch Reste anderer Varianten, B.1.1.7 dominiere vollkommen. Die Maßnahmen dort seien strenger, so Drosten. Neue Daten zur Varianten-Ausbreitung werden in dieser Woche vom Robert Koch-Institut (RKI) erwartet. Labore hatten vergangene Woche von einem Anteil von rund 30 Prozent von B.1.1.7 in Stichproben gesprochen.

2.3.2021, 17:21 Uhr – Spahn: Berichte über Skepsis gegenüber Astrazeneca-Impfstoff übertrieben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bezeichnet Berichte über verbreitete Skepsis gegenüber dem Astrazeneca-Impfstoff als übertrieben. Das Fernbleiben bei Impfterminen mit Astrazeneca sei viel geringer als in einigen Medien behauptet, sagt der CDU-Politiker in der Sitzung der CDU/CSU-Bundestagfraktion nach Teilnehmerangaben. Im Münsterland etwa kämen 95 Prozent der Personen zu den Impfterminen.

Auch einige Gesundheitsministerien der Länder hatten den Berichten widersprochen. Spahn habe in der Fraktion zudem den Impfstoff und dessen Wirksamkeit gelobt, heißt es. Bisher seien insgesamt fast 6,4 Millionen Dosen verimpft worden und mehr als fünf Prozent der Deutschen gegen das Coronavirus geimpft, schrieb Spahn auf Twitter:

Mehr als 5 Prozent der Deutschen sind mindestens einmal geimpft, die Hälfte von ihnen haben nach der zweiten Impfung den vollen Schutz. Fast 6,4 Mio Dosen Impfstoffe sind verimpft, der Zulauf an Impfdosen steigt kontinuierlich. Alle aktuellen Infos: https://t.co/E9r9Ma787R

2.3.2021, 16:19 Uhr – Merkel: Anteil der Mutanten jetzt bei 50 Prozent

Der Anteil der Virus-Varianten bei den Corona-Neuinfektionen liegt nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel mittlerweile bei rund 50 Prozent. Das sagt Merkel nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Sie habe sich zudem für „vorsichtige Öffnungsschritte“ ausgesprochen.

Man brauche aber auch eine „Notbremse“, wenn die Infektionszahlen wieder stark ansteigen sollten, so Merkel.

2.3.2021, 15:24 Uhr – Scholz kritisiert in SPD-Fraktion Teststrategie von Spahn

Bundesfinanzminister Olaf Scholz kritisiert in der Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion die Teststrategie von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). „Man kann keine Teststrategie auf Hoffnung aufbauen“, sagt Scholz nach Angaben eines Teilnehmers. „Wir brauchen konkrete Zahlen, die der zuständige Minister liefern muss.

2.3.2021, 14:44 Uhr – Brinkhaus: Lediglich kleine Öffnungsschritte möglich

CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus mahnt die Ministerpräsidenten, nur beschränkte Lockerungen zu beschließen. „Ich erwarte lediglich vorsichtige Schritte“, sagt der CDU-Politiker mit Blick auf die Bund-Länder-Verhandlungen am Mittwoch. Man stehe vor einem „Balanceakt“.

2.3.2021, 13:41 Uhr – Berlin öffnet Schulen weiter

Der Berliner Senat geht mit der Öffnung von Schulen weiter voran. Ab kommendem Dienstag sollen auch die Klassen vier bis sechs wieder in den Präsenzunterricht gehen. Dies werde in halber Klassenstärke im Wechsel umgesetzt, teilt Senatorin Regine Günther nach der Senatssitzung mit. Ab dem 17. März sollen dann auch die Oberstufenklassen zehn bis 13 in den Präsenzunterricht gehen. Die Präsenzpflicht bleibt demnach aber ausgesetzt.

2.3.2021, 12:31 Uhr – Bund und Länder planen offenbar Öffnungsschritte

Bund und Länder wollen den geltenden Lockdown bis 28. März verlängern. Gleichzeitig soll es weitere Lockerungen für den Handel und die privaten Kontakte geben. Das steht nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters in einem Entwurf, auf den sich Bund und Länder für ihr Treffen morgen geeinigt haben.

Privat sollen sich nach dem Entwurf schon ab kommenden Montag wieder bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. In Regionen mit besonders niedriger Inzidenz sollen auch mehr Personen erlaubt sein. Außerdem sollen Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte in allen Bundesländern öffnen dürfen, um einen Flickenteppich zu vermeiden.

Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 soll der Einzelhandel generell wieder öffnen dürfen. Begleitet werden sollen die Öffnungen von einer Ausweitung der Impfkampagne und einer deutlichen Ausweitung der Tests.

2.3.2021, 11:59 Uhr – RKI: Inzwischen 5 Prozent mindestens einmal geimpft

Etwas mehr als fünf Prozent der Gesamtbevölkerung haben zumindest eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Zweimal geimpft sind rund 2,6 Prozent der Bevölkerung. Das hat das Robert-Koch-Insitut mitgeteilt. Bei den vollständig geimpften Personen liegt Rheinland-Pfalz mit 3,4 Prozent der Bevölkerung weiter auf Platz eins der Bundesländer. Baden-Württemberg rangiert hier auf Rang zehn. An der Geschwindigkeit der Impfkampagne gibt es weiter Kritik. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister und FDP-Generalsekretär Wissing sagte in der ARD, in Deutschland komme alles zu spät, was den Weg aus dem Lockdown eröffnen könne – zuerst die Impfungen, jetzt die Schnelltests.

2.3.2021, 11:49 Uhr – Kurz plant Impfstoff-Allianz und kritisiert EU-Agentur

Österreich und Dänemark wollen sich im Kampf gegen das Corona-Virus künftig nicht mehr allein auf die EU verlassen. Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz sagte, bei der Erforschung und Produktion neuer Impfstoffe wollten beide Länder mit Israel zusammenarbeiten. Es gehe vor allem darum, sich früh auf weitere, gefährliche Virus-Mutationen vorzubereiten. Kurz kritisierte die Europäische Arzneimittelagentur: Diese sei zu langsam bei den Zulassungen für Impfstoffe.

2.3.2021, 10:31 Uhr – Trump wurde vor Auszug aus Weißem Haus gegen Corona geimpft

Der frühere US-Präsident Donald Trump und seine Ehefrau Melania sollen noch vor ihrem Auszug aus dem Weißen Haus gegen das Coronavirus geimpft worden sein. Das berichteten die New York Times und der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Trump-Berater.

Um Vertrauen in die Sicherheit der Impfstoffe zu stiften, hatten sich unter anderen der neue US-Präsident Joe Biden, Vizepräsidentin Kamala Harris und zuvor auch Ex-Vizepräsident Mike Pence öffentlich impfen lassen. Trump dagegen verknüpfte das Thema Impfen vor allem mit Eigenwerbung: Er sieht es auch als seinen Verdienst an, dass gegen das neuartige Virus so schnell Impfstoffe entwickelt wurden.

Donald und Melania Trump am Tag der Amtsübergabe. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon)
Donald und Melania Trump am Tag der Amtsübergabe. picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

2.3.2021, 8:42 Uhr – Neue Einreiseregeln für Region Moselle

An der Grenze zwischen der französischen Region Moselle und Deutschland gelten ab heute strengere Einreise-Regeln. Moselle ist als sogenanntes Virus-Varianten-Gebiet eingestuft. Wer von dort ins benachbarte Rheinland-Pfalz oder ins Saarland kommen will, muss einen negativen Corona-Test vorweisen.

Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz

Kampf gegen Corona-Mutanten Verschärfte Einreiseregeln für französisches Gebiet Moselle

Alle, die aus der französische Region Moselle nach Deutschland einreisen, müssen jetzt einen negativen Coronatest vorweisen. In der Region hat sich eine Corona-Mutation ausgebreitet.  mehr...

2.3.2021, 7:53 Uhr –Symbolische Ladenöffnung in Heidelberg

Im Vorfeld des für Mittwoch geplanten Corona-Gipfels mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will der Heidelberger Einzelhandel mit einer symbolischen Ladenöffnung auf seine aktuelle Situation aufmerksam machen. Zwischen 11 und 14 Uhr werden viele Geschäfte in der Innenstadt ihre Türen öffnen und ihre Verkaufsräume beleuchten. Den Laden betreten dürfen Passanten nach Angaben des Gewerbevereins ProHeidelberg allerdings nicht. Click&Collect-Abholungen seien aber trotzdem möglich. Mit der Aktion verknüpft der Handel vor allem die Forderung nach einer klaren Öffnungsperspektive, sagt Nikolina Visevic von ProHeidelberg.

2.3.2021, 6:19 Uhr – Knapp 4.000 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind dem RKI innerhalb eines Tages 3.943 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 65,4. Am Montag hatte dieser Wert 65,8 betragen. Binnen 24 Stunden wurden den Angaben zufolge 358 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. Damit erhöhte sich die Zahl der seit Pandemie-Beginn in Deutschland registrierten Corona-Todesfälle auf 70.463. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg auf 2.451.011. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI mit rund 2.264 Millionen.

Informationen zum Coronavirus So hoch ist die Inzidenz in deinem Landkreis oder deiner Stadt

Wie viele Menschen wurden positiv auf Corona getestet? Und wie genau ist die Lage in Deutschland? Hier findest du Karten, die ständig aktualisiert werden.  mehr...

2.3.2021, 5:23 Uhr – Große Filmmesse Comic-Con in San Diego wegen Corona abgesagt

Die große Comic-Con-Messe im kalifornischen San Diego mit über Hunderttausend Besuchern, bei der Hollywood-Stars neue Filme vorstellen, fällt wegen Corona zum zweiten Mal aus. Die Veranstalter sagten das für Juli geplante mehrtägige Treffen am Montag ab. Eine große Menschenansammlung sei vor dem Hintergrund der Pandemie immer noch nicht möglich, hieß es zur Begründung. Comic-Con-Fans müssen sich mit einem Online-Event im kleinen Rahmen begnügen. 2020 war die berühmte Messe zum ersten Mal in ihrer 50-jährigen Geschichte abgesagt worden. 1970 in San Diego gegründet, gilt die Comic-Con als Mutter aller Comic-Conventions. Comic- und Fantasy-Fans kommen dort mit den Machern und Darstellern von berühmten Charakteren zusammen. Studios geben mit Trailern und Diskussionsrunden Einblick in ihre Projekte.

2.3.2021, 4:51 Uhr – Polizei und Militär in Tschechien im Corona-Einsatz

Zehntausende Angehörige von Polizei und Militär sollen in Tschechien kontrollieren, ob sich die Menschen an die wegen der Pandemie verhängten Einschränkungen der Bewegungsfreiheit halten. Insgesamt etwa 30.000 Einsatzkräfte errichteten über das Land verteilt 500 Checkpoints, an denen die Kontrollen stattfinden sollen. Die Maßnahme ist Teil eines Aktionsplans, mit dem das Land die Ausbreitung einer zuerst in Großbritannien entdeckten, infektiöseren Variante des Coronavirus hemmen will. Ministerpräsident Andrej Babis begründete die Einschränkungen damit, dass ein Kollaps der Versorgung von Covid-19-Patienten vermieden werden soll.

2.3.2021, 3:51 Uhr – SPD-Chef wirft Kanzlerin Versagen in der Corona-Krise vor

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans wirft CDU-Kanzlerin Angela Merkel und den Unionsministern im Bundeskabinett Versagen in der Corona-Krise vor. „Wir haben eine Regierungschefin, die in der Koordinierung in dieser Krise einiges vermissen lässt“, kritisiert Walter-Borjans laut der Augsburger Allgemeinen. Gerade jetzt würden besonders geforderte Verantwortungsträger auf der Seite des Koalitionspartners ihrer Aufgabe nicht gerecht. Walter-Borjans kündigte einen harten Wahlkampf an.

1.3.2021, 22:52 Uhr – Studie: Astrazeneca und Biontech „hochwirksam“ bei Älteren

Eine britische Studie entkräftet Vorbehalte: Die Corona-Impfstoffe von Biontech und Pfizer sowie Astrazeneca haben sich demnach bei älteren Menschen als „hochwirksam“ erwiesen. Den Daten der britischen Gesundheitsbehörde zufolge wurde die Zahl der Krankenhauseinweisungen durch eine erste Dosis mit einem der beiden Vakzine drei bis vier Wochen nach der Impfung um 80 Prozent verringert.

Der Studie zufolge zeigte eine erste Dosis von Astrazeneca bei älteren Menschen einen Ansteckungsschutz von 60 bis 73 Prozent, während das Vakzin von Biontech und Pfizer zu 57 bis 61 Prozent vor Corona schützte. „Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Impfstoffe funktionieren, um Infektionen zu reduzieren und Leben zu retten“, sagte die Leiterin des Bereichs Immunisierung bei der britischen Gesundheitsbehörde, Mary Ramsay. Sie fügte jedoch hinzu, dass weiter unklar sei, ob geimpfte Menschen das Virus weitergeben können, auch wenn sie selbst nicht erkranken.

1.3.2021, 22:19 Uhr – Frankreich: Astrazeneca-Impfstoff auch für Über-65-Jährige

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie weitet die französische Regierung die Anwendung des Impfstoffs von Astrazeneca aus. Auch Menschen in der Altersgruppe von 65 bis 75 Jahren können nun den Impfstoff dieses Herstellers erhalten, falls sie beispielsweise an Diabetes oder Bluthochdruck leiden, wie Gesundheitsminister Olivier Véran am Abend im französischen Fernsehen ankündigte. Davon seien potenziell rund 2,5 Millionen Franzosen betroffen. In Frankreich hatte die oberste Gesundheitsbehörde bisher empfohlen, den Impfstoff von Astrazeneca vorzugsweise bei Erwachsenen unter 65 Jahren einzusetzen.

1.3.2021, 22:09 Uhr – WHO: Ende der Pandemie nicht in Sicht

Die Weltgesundheitsorganisation hält ein Ende der Corona-Pandemie in diesem Jahr für unrealistisch. Der Direktor des WHO-Notfallprogramms, Michel Ryan, nannte die Impfstoffe zwar eine Hilfe, Todesfälle und Krankenhausbehandlungen drastisch zu reduzieren. Aber es gehe noch darum, die Übertragung des Virus zu minimieren - erst dann könne es eine schnellere Kontrolle der Pandemie geben. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus kritisierte, dass in reichen Staaten bereits jüngere Menschen und gesunde Erwachsenen geimpft würden, während ärmere Länder noch nicht einmal Impfstoff für das Krankenhauspersonal hätten. Ghana beispielsweise beginne sein Impfprogramm erst diese Woche - drei Monate nach den USA, Großbritannien und Kanada.

1.3.2021, 20:12 Uhr – Österreich öffnet Biergärten ab Ostern

Trotz zuletzt deutlich gestiegener Corona-Zahlen in Österreich sollen am 15. März im westlichsten Bundesland Vorarlberg die Maßnahmen gelockert werden. Davon profitierten der Sport, die Kultur und die Gastronomie, erklärte Kanzler Sebastian Kurz. Für den Rest des Landes gelte das Ziel, dass ab 27. März zumindest Gastronomie im Freien möglich werden soll. Bei den Lockerungen sollten weiterhin Zutrittstests eine zentrale Rolle spielen. Österreich hatte bereits vor drei Wochen den Handel, körpernahe Dienstleister wie Friseure sowie die Schulen wieder geöffnet.

1.3.2021, 19:34 Uhr – Gesundheitsminister: Regeln für Altenheime lockern

Die Gesundheitsminster der Länder wollen die Besuchseinschränkungen in Senioren- und Pflegeheimen lockern. Den Menschen dort sollten nach Corona-Impfungen wieder mehr Freiheiten eingeräumt werden, teilte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach Beratung mit seinen Amtskollegen mit. Der Vorschlag geht nun an die Ministerpräsidentenkonferenz, die an diesem Mittwoch über die weiteren Schritte in der Corona-Krise beraten will. "Die Menschen in den Pflegeheimen mussten in den vergangenen Monaten viel zurückstecken. Mir ist es wichtig, dass niemand in den Einrichtungen vereinsamt.", sagte Holetschek.

1.3.2021, 17:50 Uhr – Anstieg der weltweiten Corona-Infektionszahlen

Die Zahl der neuen Coronavirus-Infektionen weltweit ist vergangene Woche zum ersten Mal seit sieben Wochen gestiegen, sagte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus. Er sagte, der Anstieg sei "enttäuschend, aber nicht überraschend" und forderte die Länder auf, die Maßnahmen zur Bekämpfung der Virus-Ausbreitung nicht aufzugeben.

1.3.2021, 16:52 Uhr – Regierungssprecher Seibert: Noch keine groß angelegten Öffnungen

Vor den Bund-Länder-Entscheidungen zu den nächsten Schritten in der Corona-Politik hat die Bundesregierung die Erwartungen an umfassende Öffnungen gedämpft. "Wir sind in einer Phase der Hoffnungen, es darf aber keine Phase der Sorglosigkeit sein", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

1.3.2021, 16:49 Uhr Ministerium: zwei Gratis-Schnelltests pro Woche für alle

Mit Blick auf mögliche weitere Corona-Öffnungen hat das Bundesgesundheitsministerium Überlegungen für deutlich mehr Tests für alle Bürger konkretisiert. Jedermann soll demnach zweimal wöchentlich kostenlos einen Schnelltest durch geschultes Personal machen lassen können - etwa in Testzentren oder Praxen, aber auch bei weiteren Dienstleistern. Das geht aus einem neuen Vorschlag des Ministeriums hervor, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.Diese Möglichkeiten zu "Bürgertests" sollen vorerst bis Ende Juni angeboten werden, für Anfang Juni ist eine Evaluation geplant.

Der konkrete Starttermin im März ist laut dem Vorschlag noch offen. Damit in kurzer Zeit ausreichend Testkapazitäten entstehen, solle der Kreis der damit zu beauftragenden Stellen um Dienstleister erweitert werden, die etwa schon an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen in kurzer Frist Testzentren aufgebaut haben, heißt es im Papier. Das Ergebnis eines solchen Schnelltests soll man schriftlich oder digital ausgehändigt bekommen - auch zur Vorlage bei Behörden nach der Einreise aus bestimmten Risikogebieten oder etwa beim Besuch von Pflegeheimen.

1.3.2021, 15:12 – Einzelhändler rechnen mit Corona-Schnelltest in kommender Woche

Große Einzelhändler planen den baldigen freien Verkauf von Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung. „Wir rechnen mit einer Verfügbarkeit für unsere Kunden frühestens ab dem 9. März, sofern die Lieferzusagen des Herstellers eingehalten werden können“, sagte der zuständige Geschäftsführer der Drogeriemarktkette dm, Sebastian Bayer. Man sei im engen Austausch mit dem Bundesgesundheitsministerium und mit anderen Behörden. Das Unternehmen betonte, dass die Tests bei richtiger Anwendung eine hohe Zuverlässigkeit hätten.

Andere Einzelhändler planen ebenfalls den Einstieg in dieses Produktsegment, machen dies aber von der Verfügbarkeit abhängig und nennen noch keinen Termin für den Verkaufsstart. Aldi Süd will den Verkauf „in Kürze“ starten. Auch Edeka sitzt an dem Vorhaben, macht hierbei aber keine Angaben für einen möglichen Verkaufsbeginn. Lidl und Rewe teilten mit, so eine Sortimentserweiterung zu prüfen.

1.3.2021, 14:43 Immer mehr Menschen nutzen Corona-Warnapp

Die Zahl der Nutzer der Corona-Warn-App steigt nach Angaben der Bundesregierung weiter. Die App sei mittlerweile 25,8 Millionen Mal heruntergeladen worden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. 97 Prozent der niedergelassenen Labore seien an die App angeschlossen, fast 9,4 Millionen Testergebnisse seien direkt an die App übermittelt worden und fast 263.000 Anwender hätten ihr positives Testergebnis über die App geteilt. „Das alleine zeigt schon, wie nützlich sie ist“, betont Seibert.

1.3.2021, 14:31 Uhr – Zahl der Covid-Intensivpatienten steigt wieder

14.31 Uhr - Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Corona-Intensivpatienten steigt wieder leicht. Nach Angaben des Divi-Melderegisters waren es am Mittag 2.862 Patienten. Am Vortag waren es 2834.

1.3.2021, 13:38 Uhr – Altmeier: Öffnungen auch über Inzidenzwert von 50 möglich

Oberhalb einer Inzidenz von 50 Infektionen je 100.000 Einwohner eines Bundeslandes, eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt sind Lockerungen zulässig, wenn sie in Verbindung mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen im Einzelfall vertretbar sind“, heißt es laut Handelsblatt in einem Papier von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). „Das Erreichen einer generellen bundesweiten oder regionalen Inzidenz von 35 oder darunter wird unter der Voraussetzung der zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen derzeit nicht für erforderlich gehalten.

1.3.2021, 11:56 Uhr – Südafrika-Variante: 150 Menschen im Kreis Ravensburg in Quarantäne

Weil sich ein Grundschulkind in Achberg im Landkreis Ravensburg mit der südafrikanischen Corona-Mutation infiziert hat, sind 150 Menschen in Quarantäne. Die Schule musste am vergangenen Freitag und damit nur knapp eine Woche nach deren Öffnung wieder schließen, teilte die Gemeinde mit. Betroffen von der Quarantäne seien Mitschüler und Lehrer des Jungen und deren Familien. Auch zwei Kindergarten-Gruppen mussten vorsorglich in Isolation, weil dort ein Geschwisterkind des Schülers betreut wurde. Wo sich der Junge infiziert habe, sei unklar, sagte eine Gemeinde-Sprecherin.

Weil auch die Lehrerin des Jungen positiv getestet wurde, mussten auch ihre Kontaktpersonen und deren Familien in Quarantäne. Noch ist aber unklar, ob es sich bei der Infektion der Frau um eine Virus-Mutation handelt.

1.3.2021, 10:12 Uhr – EU: Entwurf für digitalen Impfpass noch im März

Die EU-Kommission will noch im März einen Gesetzesentwurf zur Einführung eines digitalen Impfpasses vorlegen. Dies kündigt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Video-Konferenz mit deutschen Unionspolitikern an.

1.3.2021, 9:48 Uhr – Große Handelsketten fordern Ladenöffnung

Große deutsche Handelsketten, Betreiber von Shopping-Centern und Modehersteller haben gemeinsam ein Ende des Lockdowns gefordert und auch ein Konzept für mögliche Öffnungen vorgelegt. „Der Handel muss am 8. März wieder öffnen“, sagte Heinrich Deichmann, Chef des Verwaltungsrats von Europas größtem Schuheinzelhändler dem Handelsblatt. 50.000 Händler und 250.000 Arbeitsplätze seien in Gefahr. Handelsunternehmen wie Deichmann, Kik und Thalia haben daher ein Sieben-Punkte-Konzept für sichere Öffnung entwickelt. Das Papier, aus dem die Zeitung berichtet, sehe einheitliche Zugangsbeschränkungen für die Läden, Abstandsregelungen, umfangreiche Hygienemaßnahmen und strikte Kontrollen vor.

1.3.2021, 8:30 Uhr – Gelockerte Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz

Die Rheinland-Pfälzer können sich ab heute über erste Lockerungen im Corona-Lockdown freuen: Termine beim Friseur und der Fußpflege sind wieder möglich. Darüber hinaus dürfen auch Blumenläden, Gartencenter und Baumärkte wieder öffnen. Das gilt allerdings nur für den Außenbereich und nur für Gartenartikel wie Pflanzen, Gartengeräte oder Dünger. Außerdem sind Termineinkäufe in Geschäften möglich. So kann man sich zum Beispiel in einem Modegeschäft anmelden und dann bei einem Einzeltermin einen Anzug oder ein Kleid unter Hygieneauflagen anprobieren. Zoos, Tierparks und botanische Gärten dürfen ihre Außenanlagen wieder öffnen. Zudem ist Einzelunterricht in Musikschulen sowie der praktische Unterricht in Fahrschulen wieder möglich.

Mainz

Aktuelle Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz Keine Test- und Quarantänepflicht mehr für vollständig Geimpfte – ähnliche Pläne für Genese

Für vollständig gegen Corona geimpfte Menschen in Rheinland-Pfalz gibt es bestimmte Erleichterungen bei den Corona-Beschränkungen. Jetzt gibt es auch Pläne für Genese.  mehr...

1.3.2021, 7:30 Uhr – Baden-Württemberg: Friseure und Gärtnereien öffnen

Ab heute tritt die neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg in Kraft. Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden dürfen wieder öffnen. Auch Friseurbesuche sind nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Termine für die kommenden 14 Tage seien in den meisten Friseursalons in Baden-Württemberg bereits ausgebucht, sagte Herbert Gassert, Landesvorsitzender des Fachverbands Friseur und Kosmetik, dem SWR. Für die dritte Woche gebe es dann aber schon deutlich weniger Buchungen. Gassert kritisierte, der Bedarf an Friseurterminen sei auch deshalb nicht so groß, weil es während der Zeit des Lockdowns viel Schwarzarbeit gegeben habe. Seit Mitte Dezember hatten die etwa 16.000 Friseursalons im Land wegen Corona geschlossen.

Stuttgart

„Notbremse“, Buchläden, Autofahrten Corona-Regeln in Baden-Württemberg: Neuerungen seit 29.3.

Seit Montag (29.3.) gelten in Baden-Württemberg einige Neuerungen im Hinblick auf die Corona-Pandemie. Die „Notbremse“ mit möglichen Ausgangssperren wird jetzt fester Bestandteil der Maßnahmen.  mehr...

1.3.2021, 6:27 Uhr – BW-Kreis mit höchster Inzidenz: Tendenz steigend

Der Landkreis Schwäbisch Hall hat weiter mit Abstand die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in ganz Baden-Württemberg. Gestern ist der Wert laut Landesgesundheitsamt erneut gestiegen: von rund 138 auf aktuell 156,5. Seit dem Wochenende gibt es im Landkreis wieder eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr. Sie gilt laut Landratsamt vorerst bis zum 7. März. Ebenfalls gestiegen sind die Werte im Landkreis Heilbronn auf 56,6 und in der Stadt Heilbronn auf 43,4. Leicht gesunken sind die Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis auf 51,4 und im Hohenlohekreis auf 79.

1.3.2021, 4:15 Uhr – Maas: Keine stationären Kontrollen an Grenze zu Frankreich trotz Virusvarianten

Bundesaußenminister Heiko Maas hat versichert, dass es trotz der Einstufung der französischen Grenzregion Moselle als Gebiet mit besonders gefährlichen Coronavirus-Varianten dort keine stationären Grenzkontrollen geben wird. „Kaum eine Region ist so vom grenzüberschreitenden Leben und Arbeiten geprägt wie die zwischen Saar und Mosel. Ich habe den Maßnahmen deshalb nur unter der Bedingung zugestimmt, dass es keine erneuten Grenzkontrollen gibt“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Das Robert-Koch-Institut hat die Region Moselle als Virusvariantengebiet eingestuft. Einreisende benötigen ab Dienstag einen aktuellen negativen PCR-Test und müssen zudem legal in Deutschland leben.

Neue Einreiseregelung Staus wegen Corona-Testpflicht an Grenze zu Region Moselle

Lange Schlangen an Teststationen: Alle, die aus der französische Region Moselle nach Deutschland einreisen, müssen seit Dienstag einen negativen Coronatest vorweisen. In der Region hat sich eine Corona-Mutation ausgebreitet.  mehr...

1.3.2021, 3:25 Uhr – Johnson & Johnson-Impfstoff in den USA erst am Dienstag

Die ersten Dosen des in den USA neu zugelassenen Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson sollen in den Vereinigten Staaten nun am Dienstag ausgeliefert werden. Bundesbeamte würden eine gerechte Verteilung überwachen, erklärt ein Regierungsvertreter. Zuvor hieß es, das Vakzin könne bereits am Sonntag oder Montag ausgegeben werden.

1.3.2021, 1:10 Uhr – Braun: Corona-Schnelltests werden kostenlos sein

Die Corona-Schnelltests in Deutschland sollen laut Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) für die Bürger kostenlos sein. In der ARD-Sendung Anne Will sagte er, geplant sei, dass die Menschen die Tests in kommunalen Testzentren, bei Ärzten oder Apothekern durchführen lassen könnten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuletzt für mögliche Lockerungen in der Corona-Pandemie auf deutlich mehr Tests gepocht. Ursprünglich hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt, dass ab 1. März das Angebot für alle Bürger kommen solle, sich kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests testen zu lassen. Nun soll erst beim Bund-Länder-Treffen am Mittwoch darüber beraten werden.

1.3.2021, 0:30 Uhr – Österreich: Ab heute kostenlose Laien-Schnelltests

In Österreich werden ab heute kostenlose Corona-Laientests verteilt, die sogenannten Wohnzimmertests. Jeder Sozialversicherte ab 15 Jahren kann sich dann einmal im Monat eine Packung mit fünf Corona-Schnelltests in einer Apotheke abholen. Die Tests gelten aber nicht als Eintrittstest, der zum Beispiel für einen Friseurbesuch gültig ist. Sie sind zur Eigenkontrolle gedacht. Die Österreichische Apothekerkammer wies darauf hin, dass wegen der Organisation nicht alle Berechtigen gleich am 1. März ihre fünf Tests bekommen könnten. Sollte der „Wohnzimmertest“ positiv ausfallen, muss man sich an die Behörde wenden und einen PCR-Test machen.

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