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Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 16.3. bis 31.3.2021.

31.3.2021, 23:52 Uhr – Italien beschließt Impfpflicht für medizinisches Personal

Italien führt eine Impfpflicht für medizinisches Personal ein. Das Kabinett hat eine entsprechende Verordnung beschlossen. Demnach können Beschäftigte im Gesundheitswesen, die sich nicht impfen lassen wollen, ohne Lohnfortzahlung vom Dienst suspendiert werden. Die Regelung gilt auch für niedergelassene Ärzte und Apotheker. Die Rechtmäßigkeit der Verordnung gilt bei Regierungskritikern als umstritten.

31.3.2021, 20:29 Uhr – Macron verkündet landesweiten Lockdown

Frankreich fährt wegen der Corona-Pandemie das öffentliche Leben im Land herunter. Präsident Emmanuel Macron kündigte eine Ausweitung von bestimmten Lockdown-Maßnahmen auf das gesamte Land an - und zwar für vier Wochen. Die Schulen sollen für drei Wochen geschlossen bleiben. Außerdem umfassen die Maßnahmen Ausgangsbeschränkungen sowie die Schließung vieler Geschäfte. Inlandsreisen werden laut Macron verboten.

31.3.2021, 18:58 Uhr – Belgien: Corona-Beschränkungen laut Gericht unzulässig

Die weitgehenden Corona-Beschränkungen in Belgien sind nach einem Gerichtsurteil unzulässig. Zur Begründung heißt es, es fehle die Rechtsgrundlage für Maskenpflicht, Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen. Geklagt hatte die Liga für Menschenrechte. Die belgische Regierung hat jetzt 30 Tage Zeit, ein neues Gesetz einzubringen oder die Einschränkungen zurückzunehmen.

31.3.2021 17:35 Uhr – „Luca“-App im Saarland

Für das geplante Saarland-Modell mit Corona-Öffnungen hat die Landesregierung die Macher der „Luca“-App mit der Kontaktnachverfolgung beauftragt. Schon diese Woche könnte alle sechs Gesundheitsämter an die App angebunden werden, erklärte die Staatskanzlei. Zudem solle die Firma Culture4Life ein digitales Testkonzept zur Verfügung stellen, damit zukünftig Testergebnisse, Impfnachweise und die Nachverfolgung der Kontakte vereint werden könnten.

Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder hatte noch am Freitag Kritik an der App geäußert und Verbesserungen gefordert. Moniert wurde unter anderem die zentrale Speicherung der Daten im „Luca“-System.

Kontaktverfolgung bei Corona-Infektionen Luca-App soll in ganz Baden-Württemberg eingesetzt werden

Die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung bei Corona-Infektionen wird zukünftig noch mehr eingesetzt. Das Landessozialministerium hat Lizenzen für ganz Baden-Württemberg beschafft.  mehr...

31.3.2021, 16:30 Uhr – EMA: Noch kein Zusammenhang zwischen Astrazeneca und seltenen Thrombosen nachgewiesen

Die EU-Arzneimittelbehörde sieht zur Zeit keine spezifischen Risikofaktoren beim Corona-Impfstoff von Astrazeneca – wie etwa Alter oder Geschlecht. Es solle aber weitere Untersuchungen geben, teilte die EMA mit. Bund und Länder hatten nach Berichten über Thrombose-Fälle entschieden, nur noch über 60-Jährige mit Astrazeneca zu impfen.

Sicherheitsmaßnahme wegen Thrombosen Erste Impfung mit Astrazeneca: Das bekommst du beim zweiten Mal

Vektor- oder mRNA-Impfstoff – das ist hier die Frage. Jetzt haben Bund- und Länder entschieden, welchen Impfstoff Personen als Zweitimpfung bekommen sollen, die schon mit Astrazeneca geimpft wurden.  mehr...

31.3.2021, 15:30 Uhr – Österreich wird wohl kommende Woche Sputnik V bestellen

Österreich wird Bundeskanzler Sebastian Kurz zufolge vermutlich bereits in der kommenden Woche den russischen Sputnik-Impfstoff bestellen. „Wir sind auf den letzten Metern“, sagte Kurz nach einem Treffen mit dem russischen Botschafter. Dann würde Österreich noch im April 300.000 Dosen, im Mai 500.000 Dosen und 200.000 Dosen Anfang Juni erhalten.

31.3.2021, 15:00 Uhr – Astrazeneca benennt Impfstoff um

Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astrazeneca vermarktet seinen Coronavirus-Impfstoff in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria. Das teilte das Unternehmen auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Der neue Name sei von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden.

Neuer Name Impfstoff von Astrazeneca heißt künftig Vaxzevria

Das Pharmaunternehmen Astrazeneca vermarktet seinen Corona-Impfstoff künftig unter dem Namen Vaxzevria. Offenbar ist die Umstellung auf einen neuen Markennamen ganz normal.  mehr...

31.3.2021, 13:20 Uhr – Biontech/Pfizer: Impfstoff mit hoher Wirksamkeit bei Jugendlichen

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer schützt Herstellerangaben zufolge Jugendliche mit einer Wirksamkeit von 100 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung. Das gehe aus Studien-Ergebnissen hervor. Die Nebenwirkungen seien vergleichbar mit denen bei 16- bis 25-Jährigen. Die Daten sollen in den kommenden Wochen bei der Zulassungsbehörden in der EU und den USA eingereicht werden. Zum Beginn des nächsten Schuljahres sollen Jugendliche geimpft werden können.

31.3.2021, 12:44 Uhr – Bürgerkriegsland Jemen erhält allererste Lieferung mit Impfstoffen

Der vom Bürgerkrieg zerrüttete Jemen hat seine ersten Corona-Impfdosen erhalten. 360.000 Dosen des Vakzins des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca seien am Mittwoch im Land eingetroffen, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit. Die Lieferung erfolgte über die Covax-Initiative, die Corona-Impfstoffe an ärmere Länder verteilt. Im Laufe des Jahres soll der Jemen laut Unicef 1,9 Millionen Impfdosen erhalten. Das Land hat rund 29 Millionen Einwohner.

31.3.2021, 11:57 Uhr – Deutschlands Schuldenquote steigt im ersten Corona-Jahr auf 70 Prozent

Die Schuldenquote Deutschlands ist 2020 im Zuge der Corona-Krise deutlich gestiegen: Nach Daten der Bundesbank erhöhte sich die Quote auf 70 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP). Das sei der stärkste Anstieg innerhalb eines Jahres seit der Wiedervereinigung, erläuterte die Bundesbank.

2019 hatte Deutschland noch eine Schuldenquote von 59,7 Prozent aufgewiesen und war damit erstmals seit 2002 wieder unter dem Grenzwert des Maastricht-Vertrages von 60 Prozent geblieben.

31.3.2021, 10:44 Uhr – Astrazeneca benennt Impfstoff um

Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen AstraZeneca vermarktet seinen Coronavirus-Impfstoff in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria. Das teilte das Unternehmen auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Der neue Name sei von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden.

Bislang ist das Präparat unter dem Namen Covid-19 Vaccine AstraZeneca bekannt. „Die Umstellung auf einen dauerhaften Markennamen ist üblich und wurde seit vielen Monaten geplant“, so die Mitteilung.

31.3.2021, 9:51 Uhr – Stiftung Patientenschutz fordert freie Wahl bei Corona-Impfstoffen

Nach der Alterseinschränkung für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca hat der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, eine freie Wahl des Impfmittels in Deutschland gefordert. Das Hin und Her beim Astrazeneca-Impfstoff schade sehr, sagte Brysch am Mittwoch im Norddeutschen Rundfunk.

Bei einer Freigabe dürfe aber die Impfpriorisierung nicht aufgegeben werden, sagte Brysch. Alte und schwerkranke Menschen müssten weiterhin zuerst geimpft werden. Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll nach einem Beschluss von Bund und Ländern in der Regel nur für Menschen über 60 Jahren eingesetzt werden. Hintergrund sind Thrombose-Fälle vor allem bei jüngeren Frauen:

Sicherheitsmaßnahme wegen Thrombosen Erste Impfung mit Astrazeneca: Das bekommst du beim zweiten Mal

Vektor- oder mRNA-Impfstoff – das ist hier die Frage. Jetzt haben Bund- und Länder entschieden, welchen Impfstoff Personen als Zweitimpfung bekommen sollen, die schon mit Astrazeneca geimpft wurden.  mehr...

31.3.2021, 9:07 Uhr – Ab morgen Ausgangssperre in Koblenz

In Koblenz gelten ab morgen strengere Corona-Regeln. In der Stadt ist die Sieben-Tage-Inzidenz an drei Tagen in Folge auf über 100 gestiegen. Die verschärften Regeln treten um Mitternacht in Kraft. Es gilt dann eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr. Bereits ab 20 Uhr ist es verboten, sich längere Zeit etwa am Deutschen Eck, auf dem Bahnhofsplatz oder auf den Rheintreppen am Schloss aufzuhalten.

Kosmetikstudios, Museen und Außengastronomie müssen schließen. Zoos und Tierparks dürfen ihre Außenbereiche offenlassen, ein Besuch muss im Voraus gebucht werden. Die verschärften Corona-Regeln in Koblenz gelten vorerst bis zum 11. April.

31.3.2021, 8:35 Uhr – Städtebund warnt vor Pleitewelle in Innenstädten: 450.000 Jobs in Gefahr

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat vor dem Verlust von fast einer halben Million Jobs im Einzelhandel durch die Folgen der Corona-Pandemie gewarnt. „Wir haben die ernsthafte Befürchtung, dass wir unsere Innenstädte nach der Pandemie nicht mehr wiedererkennen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Gerd Landsberg, in der Internetsendung Bild Live. Demnach rechnet der Handelsverband mittlerweile damit, dass 82.000 Einzelhandelsgeschäfte nicht wieder aufmachen werden. Das entspreche 450.000 Arbeitsplätzen.

31.3.2021, 8:03 Uhr – China schickt nach neuen Corona-Fällen Hunderttausende in Quarantäne

Aus der chinesischen Stadt Ruili an der Grenze zu Myanmar sind mehrere neue Corona-Fälle gemeldet worden. Mindestens fünf Chinesen und vier Staatsbürger Myanmars seien infiziert, teilte die Gesundheitskommission der Provinz Yunnan am Mittwoch mit. Die Stadtverwaltung kündigte Corona-Tests für alle 210.000 Bewohner von Ruili an. Außerdem müsse jeder für eine Woche zu Hause in Quarantäne.

Der Wohnkomplex, in dem die Infektionen aufgetreten sind, wurde komplett abgeriegelt. Alle Läden außer Supermärkten und Apotheken wurden geschlossen. Die Stadt kündigte außerdem an, hart gegen all jene durchzugreifen, die illegal über die Grenze kommen, sowie deren Helfern.

31.3.2021, 7:01 Uhr – Über 64.500 Neuinfektionen in USA – über 550.000 Tote

In den USA melden die Gesundheitsbehörden binnen 24 Stunden mindestens 64.564 Neuinfektionen. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf offizielle Daten. Insgesamt wurde damit in mehr als 30,44 Millionen Fällen das Coronavirus nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 1.084 auf 551.191. Die USA verzeichnen weltweit die meisten Infektions- und Todesfälle.

31.3.2021, 6:13 Uhr – RKI meldet 17.051 Neuinfektionen, Inzidenz sinkt auf 132,3

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden 17.051 Neuinfektionen. Das sind 1.238 mehr als am vergangenen Mittwoch. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 132,3 von 135,2 am Dienstag. Vor einer Woche lag sie bei 108,1. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

249 weitere Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 76.342.

31.3.2021, 3:54 Uhr – Amtsärzte fordern harten Lockdown

Die Amtsärzte in Deutschland fordern einen harten Corona-Lockdown. Nur dadurch könne die dritte Infektionswelle gebrochen werden, sagte die Verbandsvorsitzende Ute Teichert der Rheinischen Post. Die Impfungen reichten dafür nicht aus. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft dagegen hat einem bundesweit härteren Lockdown eine Absage erteilt. Es reiche, wenn die Länder bei steigenden Infektionszahlen die vereinbarte Notbremse umsetzten. Das sagte Vorstandschef Gerald Gaß der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Zu viele Kontakte in der Pandemie Amtsärzte fordern harten Lockdown

Die deutschen Amtsärzte fordern einen konsequenten Lockdown: Durch Lockerungen gäbe es zu viele Kontakte. Auch die Intensivmediziner haben erneut dafür plädiert. Dem RKI wurden zu…  mehr...

30.3.2021, 23:30 Uhr – Quarantäne- und Testpflicht in Italien

In Italien gilt ab sofort eine fünftägige Quarantäne- und Testpflicht für Menschen, die aus der EU einreisen. Das hat Gesundheitsminister Roberto Speranza mitgeteilt. Betroffene müssen sich vor der Einreise und nach dem Ende der Quarantäne auf Corona testen lassen. Für Deutschland hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) angekündigt, dass die Grenzkontrollen zu Tschechien um zwei Wochen verlängert werden. Zur Begründung sagte er, die Infektionszahlen dort seien weiter viel zu hoch.

30.3.2021, 23:28 Uhr – Merkel wirbt für Vertrauen in Corona-Impfstoffe

Die Bundesregierung wird der geänderten Altersempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu Astrazeneca folgen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, Vertrauen in die Impfstoffe sei wichtig - auch wenn die Entscheidung die Impfkampagne zurückwerfe. Merkel rechtfertigte die neuen Altersbeschränkungen für das Präparat von Astrazeneca mit Blick auf das Vertrauen in die Corona-Impfungen. „Vertrauen entsteht aus dem Wissen, dass jedem Verdacht, jedem Einzelfall nachgegangen wird“, sagte die Kanzlerin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Auch nach einer entsprechenden Einschätzung der STIKO seien die Meldungen über Auffälligkeiten sehr selten, aber nicht zu ignorieren.

30.3.2021, 20:38 Uhr – Astrazeneca sichert deutschen Behörden Kooperation zu

Astrazeneca wird nach eigenen Angaben mit den deutschen Behörden zur Klärung von Fragen rund um den Corona-Impfstoff zusammenarbeiten. Ein Konzernsprecher erklärt, das Unternehmen analysiere weiterhin seine Daten, um für zusätzliche Aufschlüsse zu sorgen. Er verweist darauf, dass weder die britischen Behörden noch die EU-Arzneimittelagentur EMA bislang einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und Vorkommnissen von Blutgerinnung festgestellt hätten.

30.3.2021, 20:11 Uhr – Gesundheitsminister: Nur noch abgestufter Astrazeneca-Einsatz

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben beschlossen, dass der Corona-Impfstoff von Astrazeneca ohne Einschränkung nur noch bei Menschen ab 60 eingesetzt werden soll. Bei Personen unter 60 Jahren könnte die Impfung mit Astrazeneca für die Prioritätengruppen eins und zwei nach „sorgfältiger“, ärztlicher Beratung ebenfalls fortgesetzt werden, heißt es in dem Beschluss vom Dienstag. Dies soll nur noch in Hausarztpraxen geschehen.

Sicherheitsmaßnahme wegen Thrombosen Erste Impfung mit Astrazeneca: Das bekommst du beim zweiten Mal

Vektor- oder mRNA-Impfstoff – das ist hier die Frage. Jetzt haben Bund- und Länder entschieden, welchen Impfstoff Personen als Zweitimpfung bekommen sollen, die schon mit Astrazeneca geimpft wurden.  mehr...

30.3.2021, 19:23 Uhr – Bericht: Gesundheitsministerium schlägt abgestuften Astrazeneca-Einsatz vor

Das Bundesgesundheitsministerium hat den Gesundheitsministern der Länder ein abgestuftes Verfahren für den weiteren Einsatz des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca vorgeschlagen. Demnach soll nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus Bund-Länder-Verhandlungskreisen wie von der Ständigen Impfkommission empfohlen die Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Pharmakonzerns bei den über 60-Jährigen weitergehen.

Bei Personen unter 60 Jahren könnte dies für die Prioritätengruppen eins und zwei nach zwingender ärztlicher Beratung ebenfalls fortgesetzt werden, heißt es. Damit könnte man etwa Patienten ausschließen, die eine erhöhte Thrombose-Anfälligkeit haben. Dieselbe Regelung könnte für die Zweitimpfung mit AstraZeneca gelten.

30.3.2021, 18:25 Uhr – StiKo empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff nur noch für über 60-Jährige

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt vorläufig, den Corona-Impfstoff von Astrazeneca in Deutschland nur noch bei über 60-Jährigen einzusetzen. Dies teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstag mit. Die Empfehlung dürfte in die Entscheidung von Bund und Länder einfließen, die gerade wegen des Impfstoffs tagen.

30.3.2021, 17:35 Uhr – Fall Astrazeneca: Merkel und Spahn beraten mit Ministerpräsidenten

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) beraten am Abend mit den Minsterpräsidnten der Länder. Zwischen 20 Uhr und 21 Uhr wollen sie vor die Presse treten.

Derweil setzt auch Brandenburg wie Berlin die Impfungen mit dem Vakzin Astrazeneca bei Personen unter 60 Jahren umgehend aus. Das teilt die Landesregierung mit. Dagegen wollen sowohl Niedersachsen als auch Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz das Gespräch der Gesundheitsminister und die Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Abend abwarten, bevor sie entscheiden, heißt es in beiden Landesregierungen auf Anfrage.

30.3.2021, 16:32 Uhr – In Baden-Württemberg wird auch über Ostern geimpft

Auch über die Osterfeiertage wird in Baden-Württemberg weitgehend weiter geimpft. Die Zahl der an Ostern möglichen Impfungen richte sich allerdings nach dem verfügbaren Impfstoff, so das Sozialministerium in Stuttgart. Die Impfzentren liefen wegen Impfstoffmangels noch immer nicht unter Volllast.

Es sei denkbar, dass einzelne Zentren die verfügbaren Termine auf die anderen Wochentage verteilten und an einzelnen Tagen - am Wochenende oder zum Beispiel an Ostern - das Zentrum schlössen. Für April soll laut dem Sozialministerium möglichst auf Rückstellungen von Impfungen verzichtet werden. So sollen mehr Menschen eine erste Impfung erhalten. Dies habe das Bundesgesundheitsministerium empfohlen.

30.3.2021, 15:47 Uhr – Mainz verhängt Ausgangssperre ab Gründonnerstag

Wegen steigender Corona-Zahlen gilt ab Gründonnerstag, 0 Uhr, in Mainz eine Ausgangssperre. Von 21 Uhr bis 5 Uhr dürfen die Mainzerinnen und Mainzer ihre Wohnungen dann nur noch in begründeten Ausnahmefällen verlassen. Dazu zählen Arbeitswege, medizinische Notfälle oder auch der abendliche Gang mit dem Hund. Shopping geht nur noch mit vorher vereinbartem Termin.

Außerdem wird ab Donnerstag auch die Außengastronomie wieder geschlossen, genauso wie die Museen. Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) sagte, das Infektionsgeschehen erlebe derzeit eine hochgefährliche Dynamik, vor allem wegen einer hohen Zahl an Neuinfektionen mit der britischen Corona-Mutation. Deshalb sei die Notbremse ein notwendiger und geeigneter Schritt.

30.3.2021, 15:27 Uhr – Bericht: Impfkommission empfiehlt Astrazeneca nur noch für über 60-Jährige

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will einem Medienbericht zufolge Corona-Impfungen mit Astrazeneca nur noch für über 60-jährige Frauen und Männer in Deutschland empfehlen. Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers für unter 60-Jährige sollten aber „nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich“ bleiben, berichtet die Augsburger Allgemeine unter Berufung auf einen Beschlussentwurf der Stiko zur Aktualisierung der Covid-19-Impfempfehlung.

Hinsichtlich der zweiten Impfstoffdosis für jüngere Personen, die bereits eine erste Astrazeneca-Dosis erhalten hätten, wolle die Stiko bis Ende April Stellung nehmen. Bis dahin sollten Studien ausgewertet werden, ob eine Zweitimpfung auch mit einem mRNA-Impfstoff wie etwa von Biontech möglich ist.

30.3.2021, 14:49 Uhr – Gesundheitsminister beraten um 18 Uhr über Einsatz von Astrazeneca

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten nach Angaben des Bundesgesundheitsministerium um 18 Uhr über den Einsatz von AstraZeneca. Minister Jens Spahn (CDU) werde dann einen Vorschlag für das weitere Vorgehen vorlegen, heißt es.

30.3.2021, 14:39 Uhr – Auch München setzt Astrazeneca-Impfungen bei Menschen unter 60 aus

Auch in München werden bis auf Weiteres keine Menschen unter 60 Jahren mehr mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft. „Aufgrund der aktuellen Entwicklung hat die Stadt entschieden, wie Berlin die Impfungen mit Astrazeneca für Personen unter 60 Jahren vorsorglich auszusetzen, bis die Frage möglicher Impfkomplikationen für diese Personengruppe geklärt ist“, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Dies betreffe vor allem die geplanten Impfungen im Impfzentrum und im Isar-Klinikum. Die Impfungen in den Alten- und Service-Zentren könnten fortgesetzt werden.

30.3.2021, 13:35 Uhr – Berlin setzt Impfungen mit Astrazeneca bei Menschen unter 60 aus

Das Land Berlin setzt die Corona-Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca für Menschen unter 60 Jahren vorsorglich aus. Das gab Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag bekannt und verwies auf neue Daten über Nebenwirkungen. Schon zuvor hatte die Berliner Charité erklärt, man werde Impfungen mit dem Mittel bei Frauen unter 55 aussetzen:

1/2 Ab heute werden in der #CharitéBerlin vorerst keine weiteren Impfungen mit #AstraZeneca bei jüngeren Mitarbeiterinnen unter 55 Jahren durchgeführt. Dieser Schritt ist aus Sicht der Charité notwendig, da ...

Dafür sprechen sich auch die Leiter von fünf der sechs Uni-Kliniken in Nordrhein-Westfalen aus. Das Risiko von weiteren Todesfällen sei zu hoch, heißt es in einem gemeinsamen Brief an den Bundes- und Landesgesundheitsminister, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hatte am Morgen mitgeteilt, man habe inzwischen 31 Fälle von Hirnvenenthrombosen nach AstraZeneca-Impfung registriert. In 19 Fällen sei zusätzlich ein Mangel an Blutplättchen, eine Thrombozytopenie, gemeldet worden, teilt das PEI auf Anfrage mit. Neun Betroffene seien gestorben. Mit Ausnahme von zwei Fällen beträfen alle Meldungen Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren. Die beiden Männer waren demnach 36 und 57 Jahre alt.

Wegen Thrombose-Risiko Impfungen mit AstraZeneca teils ausgesetzt

Wegen weiterer Thrombose-Fälle haben mehrere Bundesländer Impfungen mit AstraZeneca für Menschen unter 60 Jahren vorerst gestoppt. Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten…  mehr...

30.3.2021, 13:15 Uhr – Söder plädiert für Freigabe von Astrazeneca-Impfstoff

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder plädiert dafür, den Impfstoff von Astrazeneca bei der Priorisierung freizugeben. Er habe „insgesamt kein gutes Gefühl“ bei den Einschätzungen der Experten zu diesem Impfstoff. Das gehe „hin und her“. Daher müsse man „irgendwann mit sehr viel Freiheit operieren“ und sagen: „Wer will und wer sich's traut, der soll auch die Möglichkeit haben.“

Im Südwesten wird der Impfstoff nach einer mehrtägigen Pause in der vorletzten Woche wieder eingesetzt:

Spahn gibt Impfstoff frei Der Südwesten impft wieder mit Astrazeneca – Ursache für Thrombosen entdeckt?

Der Astrazeneca-Stopp in Deutschland ist Geschichte: In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wird das Mittel wieder gespritzt. Forscher aus Greifswald wollen die Ursache für die Thrombosen entdeckt haben – und was man dagegen tun kann.  mehr...

30.3.2021, 11:40 Uhr – Charité setzt Impfungen mit Astrazeneca bei Frauen unter 55 aus

Die Berliner Universitätsklinik Charité stoppt bis auf Weiteres alle Impfungen ihrer Mitarbeiterinnen unter 55 Jahren mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca. „Dieser Schritt ist aus Sicht der Charité notwendig, da in der Zwischenzeit weitere Hirnvenenthrombosen bei Frauen in Deutschland bekannt geworden sind“, sagte die Sprecherin der Klinik, Manuela Zingl. Sie betonte, dass in der Charité keine Komplikationen nach Impfungen mit Astrazeneca aufgetreten seien. Diese wolle jedoch vorsorglich agieren und abschließende Bewertungen abwarten.

30.3.2021, 11:25 Uhr – Italien verhängt fünftägige Quarantäne bei Einreise aus anderen EU-Ländern

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhängt Italien eine Quarantänepflicht bei Einreisen aus anderen EU-Ländern. Reisende aus EU-Ländern müssten vor ihrer Einreise einen Corona-Test machen, nach ihrer Ankunft in Italien fünf Tage lang in Quarantäne bleiben und am Ende dieser Zeit wieder einen Corona-Test machen, hieß es am Dienstag aus Kreisen des Gesundheitsministeriums in Rom. Wann die Regeln in Kraft treten sollen, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Für Besucher, die aus Ländern außerhalb der EU einreisen, gelten sie bereits.

30.3.2021, 10:45 Uhr – Spahn: Elf Prozent der Deutschen mindestens einmal geimpft

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nennt auf Twitter neue Zahlen zum Stand der Impfungen in Deutschland. Danach wurden bis Dienstagmorgen elf Prozent der Deutschen mindestens einmal geimpft. Das entspreche mehr als 9,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger. Knapp vier Millionen hätten bereits die zweite Dosis verabreicht bekommen und damit den vollen Schutz. Verimpft wurden demnach bisher etwa 9,9 Millionen Dosen Biontech, 0,6 Millionen Dosen Moderna und 2,7 Millionen Dosen Astrazeneca.

Bis heute Morgen wurden über 11% der Deutschen mindestens einmal geimpft. Das sind mehr als 9,2 Mio Bürgerinnen & Bürger. Knapp 4 Mio haben nach der 2. Impfung den vollen Schutz. Verimpft wurden bisher ca. 9,9 Mio Dosen BioNTech, 0,6 Mio Dosen Moderna & 2,7 Mio Dosen AstraZeneca.

30.3.2021, 9:15 Uhr – Großbritannien will vor Impfstoff-Export erst alle Erwachsenen impfen

Großbritannien will erst alle Erwachsenen impfen, bevor Impfstoff an andere Länder abgegeben wird. Der Fokus müsse auf dem Schutz Großbritanniens liegen, sagt Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng dem Sender Sky News. Großbritannien wolle auch mit anderen Ländern zusammenarbeiten. Wenn es einen Überschuss an Impfstoffen gebe, könne damit anderen Ländern wie etwa Irland geholfen werden. „Aber es gibt derzeit keinen Überschuss, wir müssen immer noch Viele impfen.“

"If there are surplus vaccine doses, then we can share them. But, there are no surpluses at the moment" When asked about sharing vaccines to other countries, Kwasi Kwarteng says the UK's main focus is "to try and vaccinate the whole adult population" https://t.co/mndDqsYomr https://t.co/sxjA4VsqGN

30.3.2021, 7:15 Uhr – Corona-Warn-App soll mehr Funktionen bekommen

Die Corona-Warn-App soll mehr Funktionen bekommen. Mit einem Update Mitte April, soll es in der App auch eine Check-In-Funktion für Bars und Restaurants geben. Die soll dann auch die Kontaktverfolgung möglich machen. Die Gesundheitsämter könnten bei einer nachgewiesenen Corona-Infektion auf die verschlüsselten Daten zurückgreifen. Die App soll mit dem Update weniger Daten brauchen als die Luca-App, bei der Name und Kontaktdaten hinterlegt sein müssen.

30.3.2021, 7:00 Uhr – Flugreisende nach Deutschland brauchen negativen Corona-Test

Für alle Flugreisende nach Deutschland gilt seit heute eine Testpflicht auf das Coronavirus. Dafür muss schon vor dem Start im Abflugland ein Test gemacht werden – sonst darf man nicht mit.

Vor Abflug testen Corona-Testpflicht für alle Flug-Rückkehrer nach Deutschland

Reisende, die per Flugzeug nach Deutschland wollen, brauchen zusätzlich zu ihren Tickets jetzt auch einen negativen Corona-Test – sonst werden sie nicht mitgenommen.  mehr...

30.3.2021, 6:30 Uhr – Rund 9.500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut innerhalb eines Tages 9.549 weitere Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind rund 2.000 mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz erhöht sich leicht auf 135,2. Außerdem sind 180 weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

30.3.2021, 5:00 Uhr – Hausärzteverband kritisiert: Corona-Maßnahmen werden unzureichend ausgewertet

Der deutsche Hausärzteverband kritisiert die Corona-Strategie von Bund und Ländern. Es werde zu schlecht untersucht, welche Corona-Maßnahmen wie gut wirkten. Das sagt der Vorsitzende des Verbands, Ulrich Weigeldt, in der Rheinischen Post. Man hangele sich derzeit von Maßnahme zu Maßnahme, ohne dass ein klarer Plan erkennbar sei. Er sprach von „Drohszenarien“, mit denen man die Menschen nicht mitnehmen könne.

30.3.2021, 4:03 Uhr – DGB fordert Testpflicht für Unternehmen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat eine bundesweite Pflicht für Betriebe gefordert, ihren Mitarbeitern Corona-Tests anzubieten. Die Selbstverpflichtung allein reiche nicht. Viel zu viele Arbeitgeber weigerten sich immer noch, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Testangebote müssten verpflichtend sein, die Kosten von den Arbeitgebern getragen werden. Für die Beschäftigten selbst sollten die Tests aber weiterhin freiwillig sein, betonte der DGB-Chef.

30.3.2021, 1:58 Uhr – Länderschefs halten an Lockerungen fest

Trotz der Mahnungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) halten die Länderchefs weitgehend an ihrem Corona-Kurs fest. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) schrieb am Dienstagabend auf Twitter, die Lockerungen im Saarland würden kommen – auch wenn man vielleicht wegen der dritten Welle nicht direkt zum 6. April starten könne. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte am Dienstag im ZDF heute journal, er ärgere sich darüber, dass das Kanzerlamt den Eindruck erwecke, als ob einige sehr ernsthaft mit der Situation umgingen und andere nicht. Er verteidigte seine Strategie, in Berlin Lockerungen zu erlauben und gleichzeitig Tests zu verlangen.

30.3.2021, 0:42 Uhr – Neuer Vertrag zur Bekämpfung künftiger Pandemien

Mehr als 20 Staats- und Regierungschefs aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika wollen Pandemien künftig gemeinsam bekämpfen. Sie haben einen entsprechenden Aufruf unterzeichnet. Vertraglich festlegen wollen sie eine bessere Zusammenarbeit im Gesundheitswesen sowie eine gerechte Verteilung von Medikamenten, Impfstoffen und Schutzausrüstungen. Covid-19 habe Uneinigkeit und Schwächen offengelegt, heißt es in einer Stellungnahme der beteiligten Länder. Da es auch künftig Pandemien geben könne, sei es wichtig, dann gemeinsam zu handeln. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und EU-Ratspräsident Charles Michel.

29.3.2021, 20:25 Uhr – Tübingens Modellprojekt steht sehr unter Druck

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) sieht das Corona-Modellprojekt in seiner Stadt massiv in der Kritik. Das Modellprojekt stehe seit heute sehr unter Druck, sagte Palmer in einer Online-Gesprächsrunde mit Wissenschaftlern am Abend. Viele wünschten sich, dass das Projekt scheitere. Er bekomme deswegen auch Morddrohungen. Es gebe wegen der Drohungen schon eine dreistellige Zahl an Verfahren bei der Staatsanwaltschaft. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich gestern in einem Fernsehinterview kritisch gegenüber Modellprojekten mit Öffnungen gezeigt.

29.3.2021, 19:45 Uhr - Bundesländer reagieren auf Ansage von Merkel

Trotz der deutlichen Ansage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wollen die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und dem Saarland, Armin Laschet und Tobias Hans (beide CDU), ihre Lockerungsstrategien weiterverfolgen. Auch Niedersachsen geht weiter seinen geplanten Weg mit Modell-Kommunen, in denen es Lockerungen geben soll.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) rät der Bundesregierung davon ab, strengere gesetzliche Vorgaben zu machen. Das hatte Kanzlerin Merkel gestern Abend in der ARD angekündigt - für den Fall, dass die Bundesländer nicht wie vereinbart die Notbremse ziehen. Auch Bayern, Brandenburg, Sachsen, Hamburg und Bremen sind für einen härteren Kurs. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) äußerte sich verärgert über Merkels Ankündigung und sprach von "Länder-Bashing".

29.3.2021, 19:24 Uhr - Millionen Schnelltests für Schulen in Baden-Württemberg

Die baden-württembergischen Schulen sollen bis Anfang Mai rund 16 Millionen Corona-Schnelltests bekommen. Das ist am Rande einer Videokonferenz bekannt geworden, an der neben Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) auch Vertreter von Schülern, Eltern und Lehrern teilgenommen haben. Die Anzahl würde zunächst für zwei Tests pro Woche reichen. Insgesamt will das Land 45 Millionen Schnelltests für die Schulen beschaffen. Die Teststrategie soll es möglich machen, dass in Baden-Württemberg wieder alle Schüler nach den Osterferien in die Schule gehen können.

29.3.2021, 18:55 Uhr - Kreis Euskirchen stoppt Astrazeneca-Impfungen

Der Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen lässt vorerst keine Frauen unter 55 Jahren mehr mit dem Astrazeneca-Impfstoff behandeln. Grund sind zwei Fälle von Gehirnvenen-Thrombosen. Eine 47-jährige Frau ist nach der Impfung daran gestorben, eine 28-Jährige ist schwer erkrankt. Die Staatsanwaltschaft Bonn hat Ermittlungen eingeleitet.

Schon Mitte März waren Impfungen mit Astrazeneca in ganz Deutschland für mehrere Tage ausgesetzt worden. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA überprüfte das Mittel daraufhin noch einmal und befand es für sicher.

29.3.2021, 17:43 Uhr – US-Studie: Impfstoffe reduzieren Infektionsrisiko

Das Ergebnis einer neuen Studie aus den USA deutet darauf hin, dass geimpfte Menschen andere – zumindest eine Zeit lang – nicht mehr anstecken. Das hat die US-Gesundheitsbehörde CDC mitgeteilt. Eine Langzeit-Untersuchung von rund 4.000 Menschen ergab demnach, dass nach der zweiten Impfstoffdosis das Weitergabe-Risiko für zwei oder mehr Wochen um 90 Prozent verringert ist. Untersuchungsgegenstand waren die Impfstoffe von Biontech und Moderna.

29.3.2021, 16:22 Uhr – Dreyer: keine neuen Bund-Länder-Runden, stattdessen entschlossen handeln

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ist gegen weitere Bund-Länder Runden zu Corona-Regeln. Sie fordert stattdessen entschlossenes Handeln und appelliert an die anderen Bundesländer, sich an das zu halten, was man gemeinsam beschlossen habe. Dreyer kündigte an, in Rheinland-Pfalz die vereinbarte Notbremse konsequent umzusetzen. In Städten und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 würden zudem nächtliche Ausgangssperren verhängt. Inzwischen mehren sich die Forderungen, dass der Bund einheitliche Regeln erlässt.

29.3.2021, 16:10 Uhr – Bundesländer weiter uneins über einheitliche, strengere Regeln

Die Bundesländer haben unterschiedlich auf Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reagiert. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) verteidigte die Corona-Strategie seines Bundeslandes mit mehr Tests. Auch der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will an seinem Kurs mit vorsichtigen Öffnungen und Schnelltests festhalten. Die Ministerpräsidenten von Bayern und Thüringen, Markus Söder (CSU) und Bodo Ramelow (Linke), fordern dagegen einheitliche Regeln vom Bund – ebenso Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Kanzlerin Merkel hatte zuvor das unterschiedliche Vorgehen in den einzelnen Bundesländern kritisiert.

29.3.2021, 13:24 Uhr – Spahn fordert: Impfen der über 70-Jährigen jetzt beginnen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat offenbar gefordert, jetzt alle über 70-Jährigen zu impfen. Im CDU-Präsidium sagte er nach Angaben aus Teilnehmerkreisen, die Zentren könnten auch an Ostern rund um die Uhr im Einsatz bleiben. Allein in den nächsten sieben bis acht Tagen kämen mehr als drei Millionen Dosen bei den Ländern an, so Spahn. Die sollten alle direkt verimpft werden.

In Rheinland-Pfalz werden die Impfzentren auch über die Osterfeiertage weiterarbeiten. Das teilte das Gesundheitsministerium in Mainz dem SWR mit. Wer einen Termin habe, solle und könne den auch wahrnehmen, hieß es. Allerdings könnte es sein, dass nicht alle Impfzentren durchgehend geöffnet hätten. Das richte sich danach, ob genügend Impfstoff zur Verfügung stehe. Ähnlich ist es auch in Baden-Württemberg geregelt.

29.3.2021, 13:37 Uhr – Arbeitgeber gegen Testpflicht in Unternehmen

Die deutschen Arbeitgeberverbände sind gegen eine Corona-Testpflicht für Firmen. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger verwies auf schon bestehende Tests in privaten Unternehmen. Ein Gesetz schaffe nicht mehr Schutz, sondern mehr Bürokratie und mehr Kosten. Außerdem befürchte er viele ungeklärte rechtliche und organisatorische Fragen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in der ARD kritisiert, nach ihrem Eindruck werde zu wenig getestet. Deshalb müsse man Firmen wahrscheinlich verpflichten, Tests anzubieten.

29.3.2021, 12:29 Uhr – Laschet: Über Ostern muss jeden Tag geimpft werden

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet fordert, dass über die Osterfeiertage ohne Einschränkung weiter geimpft werden soll. Es müsse "rund um die Uhr" geimpft werden, sagt der CDU-Chef laut der Nachrichtenagentur Reuters.

Laschet fordert zudem, die nächste Ministerpräsidentenkonferenz solle wieder in Präsenz stattfinden. Das CDU-Präsidium sei einhellig dieser Meinung, weil sich eine Bund-Länder-Runde wie am Montag nicht wiederholen dürfe. Laschet verweist darauf, dass auch Bundestag und Bundesrat nicht virtuell tagen.

Der NRW-Ministerpräsident verteidigte sich zudem gegen die Kritik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an einer nicht konsequenten Umsetzung der Notbremse in seinem Bundesland: Die Landesregierung habe eine flächendeckende Umsetzung per Verordnung angewiesen, sagt der CDU-Chef. "Kein Landkreis kann davon abweichen", fügt er in Anspielung auf andere Länder hinzu.

29.3.2021, 10:23 Uhr – WHO-Bericht sieht Tiere als mutmaßliche Covid-19-Quelle

Das Coronavirus ist laut einer Studie von Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO und deren Kollegen aus China vermutlich von Fledermäusen über ein anderes Tier auf den Menschen übergesprungen. Diese Übertragung sei das wahrscheinlichste Szenario, heißt es in einem Entwurf des lange erwarteten Berichts, der der Nachrichtenagentur AP am Montag vorlag. „Extrem unwahrscheinlich“ ist demnach, dass das Virus aus einem Labor entwichen sein könnte.

29.3.2021, 9:01 Uhr – SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach fordert „letzten harten Lockdown“

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts der schnell steigenden Inzidenzzahlen in Deutschland einen „letzten harten Lockdown“ zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie gefordert. „Wir können es nicht so laufen lassen“, sagte Lauterbach im Westdeutschen Rundfunk. Andernfalls würden die Inzidenzzahlen in wenigen Wochen über 200 steigen.

Der SPD-Politiker plädierte einerseits für eine Pflicht zum Homeoffice und zu regelmäßigen Corona-Tests in den Betrieben. Außerdem sprach er sich für eine befristete Ausgangssperre am Abend aus. Kritik übte der Gesundheitspolitiker an dem uneinheitlichen Vorgehen der Länder und den vielerorts zu beobachtenden Bemühungen, mit mehr Tests Lockerungen zu ermöglichen. Dem hatte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gestern Abend in der ARD-Sendung Anne Will eine Absage erteilt:

Machtwort bei Anne Will Keine Öffnungen, keine Modellprojekte: Merkel hat genug und droht den Ländern

Der Kanzlerin reicht es: Sie werde nicht zuschauen, bis es 100.000 Neuinfektionen am Tag gebe, so Angela Merkel bei Anne Will. Notfalls solle die Regierung es „bundeseinheitlich“ regeln.  mehr...

29.3.2021, 7:34 Uhr – Immunologen: Dosen für Zweitimpfungen zurückzulegen, ist „nicht mehr tragbar“

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie fordert angesichts der steigenden Corona-Zahlen, Dosen für Zweitimpfungen nicht mehr zurückzulegen. „Impfstoff zurückzulegen, ist angesichts der aktuellen Situation nicht mehr tragbar und kostet Menschenleben“, sagte Generalsekretär Carsten Watzl der Augsburger Allgemeinen. „Es würde jetzt viel helfen, alles zu verimpfen, was da ist und die Zweitimpfung dann zu machen, wenn die spätere Lieferung erfolgt.

Laut Watzl wird nach wie vor in vielen Bundesländern und Impfzentren die zweite Impfdosis zurückgelegt. „Das heißt, wir verimpfen oft nur die Hälfte dessen, was möglich ist.“

29.3.2021, 5:12 Uhr – RKI meldet Anstieg der Inzidenz auf 134,4

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden 9.872 Neuinfektionen. Das sind 2.163 mehr als am vergangenen Montag. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 134,4 von 129,7 am Sonntag – vor einer Woche lag sie bei 107,3. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 43 weitere Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 75.913.

29.3.2021, 3:04 Uhr – Tierärzte wollen auch gegen Corona impfen

Die deutschen Tierärzte wollen in die Corona-Impfkampagne eingebunden werden. In den USA sei das mittlerweile der Fall, das trage zum großen Erfolg bei, sagte der Präsident des Bundesverbands der praktizierenden Tierärzte Siegfried Moder der Neuen Osnabrücker Zeitung. Voraussichtlich werde bald auch Frankreich folgen. Moder betonte, man habe schon im Dezember der Bundesregierung angeboten, beim Impfen zu helfen. Das Angebot sei bislang ignoriert worden.

29.3.2021, 1:03 Uhr – Söder für mehr Kompetenzen auf Bundesebene

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist dafür, dass der Bund in der Pandemie mehr Kompetenzen erhält. Das hat er in den ARD-Tagesthemen gesagt. Er könne sich das etwa in Bezug auf das Infektionsschutzgesetz vorstellen, das die Länder auch zu klaren Regeln zwinge. Deutschland brauche weniger föderalen „Flickenteppich“, als vielmehr eine entschlossene Entscheidung, so Söder. Außerdem machte er auch seinen Unmut über die Corona-Politik in anderen Bundesländern deutlich. Er kritisierte, dass derzeit in einigen Bundesländern viele der Maßnahmen, die man schon beschlossen habe, nicht umgesetzt würden.

28.3.2021, 22:13 Uhr – Merkel fordert von Ländern härteres Vorgehen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert von den Ländern ein entschlosseneres Vorgehen im Kampf gegen das Coronavirus. Die Instrumente dafür seien vorhanden, sagte die Kanzlerin in der ARD. Dabei nannte sie auch ausdrücklich auch Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen: „Ausgangsbeschränkungen können ein ganz wirksames Mittel sein“, so die Kanzlerin. Merkel ist gegen vorgezogene Beratungen zwischen Bund und Ländern. Lockerungen, auch die in sogenannten Modellregionen, lehnte sie ebenfalls ab. Wenn sich dies nicht in „sehr absehbarer“ Zeit ändere, werde sie überlegen, wie dies bundeseinheitlich geregelt werden könne, sagte die Kanzlerin.

Machtwort bei Anne Will Keine Öffnungen, keine Modellprojekte: Merkel hat genug und droht den Ländern

Der Kanzlerin reicht es: Sie werde nicht zuschauen, bis es 100.000 Neuinfektionen am Tag gebe, so Angela Merkel bei Anne Will. Notfalls solle die Regierung es „bundeseinheitlich“ regeln.  mehr...

28.3.2021, 21:40 Uhr – Breton: EU bei Impfstoffproduktion auf gutem Weg

EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton sieht die Produktion von Corona-Impfstoffen in der EU auf einem guten Weg. Europaweit werde in 52 Fabriken rund um die Uhr produziert, sagte Breton im französischen Radio. Die Kapazitäten seien ausreichend, um bis Mitte Juli 420 Millionen Impfdosen auszuliefern - und so die Herdenimmunität in der EU zu erreichen. Es sei Licht am Ende des Tunnels, sagte der Kommissar weiter. Die Europäische Union hatte kürzlich wegen eines Streits mit dem Hersteller Astrazeneca die Exportregeln für Impfstoff verschärft.

28.3.2021, 20:01 Uhr – Zahl der Intensivpatienten in Frankreich steigt

In Frankreich steigt die Zahl der Intensivpatienten mit einer Corona-Infektion weiter an. Mit mehr als 4.800 Menschen auf Intensivstationen ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein neuer Höchststand in diesem Jahr erreicht. Die Zahl liegt aber noch unter den mehr als 7.000 Intensivpatienten im Frühling vergangenen Jahres. Eine Gruppe von Krankenhausärzten aus der Region Paris warnte in einem Zeitungsbeitrag vor einer Überlastung des Gesundheitssystems.

28.3.2021, 18:15 Uhr – Söder und Bartsch gegen schnellen Corona-Gipfel

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist dagegen, den für den 12. April geplanten Corona-Gipfel von Bund und Ländern vorzuziehen. Der Augsburger Allgemeinen sagte er, wenn die Notbremse konsequent umgesetzt werde, brauche man nicht ständig neue Gespräche. Einige Bundesländer hätten den Ernst der Lage aber noch nicht verstanden. Auch der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Dietmar Bartsch, kritisierte, einige Länder machten, was sie wollten. Ähnlich äußerte sich auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Die Notbremsen-Regelung sieht vor, dass die Corona-Schutzmaßnahmen verschärft werden, wenn die Inzidenz in einem Gebiet drei Tage hintereinander über dem Wert von 100 liegt.

28.3.2021, 16:43 Uhr – Städtetag BW: Nächtliche Ausgangssperre könnte "richtiger Weg" sein

Der Städtetag Baden-Württemberg hat sich heute für eine zweiwöchige nächtliche Ausgangssperre ausgesprochen. In einer Mitteilung des Verbands heißt es, das könnte der richtige Weg sein, um den Spagat zwischen der dringend notwendigen Bremse und den ebenso notwendigen Signalen an Einzelhandel, Kultur und Gastronomie zu bewältigen. Zwei Wochen lang abends zu Hause zu bleiben, wäre ein weniger belastender Eingriff für die Menschen und die betroffenen Branchen. Tagsüber könnten Schulen und Kitas, aber auch Außengastronomie und Einzelhandel öffnen.

28.3.2021, 13:51 Uhr – ADAC zu Osterreiseverkehr: Deutlich geringeres Verkehrsaufkommen

In einer ersten Bilanz zum Reiseverkehrsaufkommen vor Ostern hat der ADAC bundesweit deutlich weniger Verkehr als in den Vorjahren und nahezu freie Autobahnen festgestellt. In zwölf Bundesländern begannen mit dem Wochenende die Osterferien. Aufgrund der „unklaren Situation und der Corona-Beschränkungen“ seien Reisen und Besuche am Wochenende größtenteils weggefallen, teilte eine ADAC-Sprecherin mit. Lediglich an der Grenze zu Österreich staue sich der Verkehr leicht. Dort seien bei der Ausreise aus Deutschland Wartezeiten von bis zu 30 Minuten zu erwarten.

Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen über die Ferien erwartet der ADAC allerdings in den jeweiligen regionalen Naherholungsgebieten. Man rate Ausflüglern daher, sich vorab zu informieren. Bei Überfüllung sei zu erwarten, dass die Polizei Parkplätze schließe und Besucher abweise.

28.3.2021, 13:19 Uhr – Osterferienbeginn: Tausende fliegen trotz Corona nach Mallorca

Zum Beginn der Osterferien sind am Wochenende trotz Corona und aller Appelle zum Reiseverzicht Tausende Urlauber nach Mallorca geflogen. Am Samstag kamen 60 Flugzeuge aus Deutschland in der Inselhauptstadt Palma an, weitere 70 wurden nach Angaben des Flughafens am Sonntag erwartet.

Allein Eurowings flog die Insel am Samstag und Sonntag nach eigenen Angaben 44 Mal von neun deutschen Flughäfen an. Das sind fast vier Mal so viele Flüge wie am Wochenende zuvor mit nur zwölf. Genaue Passagierzahlen nannte die Fluggesellschaft nicht. Alle Flüge seien aber „recht gut gebucht“ gewesen, teilte ein Sprecher des Unternehmens der Nachrichtenagentur dpa mit. Das Flugangebot liege aber im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit immer noch bei weniger als 40 Prozent. Tui brachte knapp 2000 Pauschalurlauber mit 15 Maschinen auf die Insel.

28.3.2021, 12:42 Uhr – Baden-Württemberg: Gelockerte Regeln für private Treffen auch in Hotspots

Die Landesregierung von Baden-Württemberg lockert die Regeln für private Zusammenkünfte in Gebieten mit hohen Infektionszahlen. Treffen von zwei Haushalten mit bis zu fünf Personen sind von diesem Montag an auch in Gegenden mit mehr als 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner pro Woche erlaubt. „Dabei zählen Kinder bis einschließlich 14 Jahre nicht mit. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt“, heißt es in der Mitteilung des Staatsministeriums zur neuen Corona-Verordnung.

Eigentlich sieht die sogenannte Notbremse vor, dass sich in Hotspot-Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 nur ein Haushalt mit einer zusätzlichen Person treffen darf. Zuletzt hatte es geheißen, die Lockerung sei eine Sonderregelung für die Osterfeiertage.

28.3.2021, 11:55 Uhr – Lauterbach: Mehr über die Langzeitfolgen sprechen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat eine mangelnde Aufklärung über die Langzeitfolgen einer Covid-19-Infektion beklagt. „Das betrifft ja bis zu zehn Prozent der Infizierten, also aktuell bis zu 250.000 Menschen – und das ohne die Dunkelziffer", sagte der Mediziner und Bundestagsabgeordnete dem Berliner Tagesspiegel. Vereinfacht gesagt bedeute dies: „Wer die Krankheit nach sechs Wochen nicht überwunden hat, hat sie dann noch sechs Monate.

Ob die Krankheit komplett ausheilt, sei unklar. „Weil es viele tödliche Verläufe gibt, wird über die nicht-tödlichen Fälle viel zu wenig gesprochen.“ Der Tod verdränge die schlechte Nachricht über die Krankheit. Lauterbach kritisierte: „Es wird definitiv zu wenig und auch nicht mehr so gut kommuniziert wie in der ersten Welle.“ So werde „viel zu wenig über die Stärke der dritten Welle gesprochen, welche Altersgruppen das betrifft und wie gefährlich die Mutationen für die mittleren Altersgruppen sind“.

28.3.2021, 11:41 Uhr – EU-Tourismusverantwortliche beraten über „Grünen Pass“

Tourismusverantwortliche aus Deutschland und anderen EU-Ländern wollen auf Initiative Österreichs am Montag in einer Videokonferenz über den „Grünen Pass“ beraten. Dieses geplante EU-Dokument soll Impfungen gegen das Coronavirus sowie Tests oder überstandene Infektionen fälschungssicher registrieren und unter anderem das Reisen erleichtern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollten die Voraussetzungen erörtern, die das Zertifikat mit Bezug auf den Tourismus erfüllen solle, berichtete die Nachrichtenagentur APA unter Bezug auf Tourismusministerin Elisabeth Köstinger.

Ihre Teilnahme zugesagt hätten Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Slowenien, Kroatien, Zypern, Malta und Bulgarien, so das Ministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus in Wien. „Wir wollen uns mit den anderen Tourismusländern der EU koordinieren, damit wir möglichst bald zu einheitlichen Rahmenbedingungen kommen, unter denen der 'Grüne Pass' eingesetzt werden kann“, sagte Köstinger. Die EU-Kommission spricht von einem „Digitalen Grünen Nachweis“.

28.3.2021, 10:58 Uhr – Rufe nach vorgezogener Bund-Länder-Runde werden lauter

Eigentlich ist das nächste Bund-Länder-Treffen erst für den 12. April angesetzt, das wäre in zwei Wochen. Doch da die Zahl der registrierten Corona-Infektionen stark steigt, gibt es Rufe, schon vorher erneut zu beraten. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) deutete an, es könne Montag und Dienstag Vorbesprechungen mit dem Kanzleramt und anderen Bundesländern geben. Dabei müsse man zu Klarheit kommen. Denn, so formulierte es Kretschmann, die Infektionszahlen rasten derzeit förmlich hoch.

Samstag hatte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach einen raschen neuen Corona-Gipfel verlangt. Es werde im politischen Berlin zu wenig über die Gefahren der dritten Corona-Welle gesprochen. Lauterbach sagte, ohne einen scharfen Lockdown werde es nicht gehen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht keinen Anlass, neue Beschlüsse zu fassen. Söder sagte, die Instrumente, um Corona einzudämmen, lägen eigentlich alle auf dem Tisch. Die vereinbarte Notbremse müsse in allen Bundesländern automatisch ziehen.

28.3.2021, 7:07 Uhr – Ganz Frankreich gilt als Hochinzidenzgebiet

Ganz Frankreich gilt nun als Hochinzidenzgebiet. Die durch das Robert Koch-Institut (RKI) zuvor vorgenommene Einstufung trat in Kraft. Die Grenze darf bis auf weiteres nur bei Vorliegen eines negativen Corona-Tests überquert werden, der nicht älter als 48 Stunden ist. Frankreich befindet sich inmitten der dritten Corona-Welle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei deutlich über 300 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Deswegen wurde der Lockdown auf drei weitere Départements ausgeweitet. Geschäfte mussten schließen und die Bewegungsfreiheit der Bürger wurde eingeschränkt. Insgesamt betreffen die verschärften Corona-Auflagen 19 Verwaltungsbezirke mit mehr als 23 Millionen Menschen.

28.3.2021, 6:35 Uhr – Karliczek: Keine rasche Entwicklung von Covid-19-Medikamenten

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat Erwartungen an eine rasche Entwicklung neuer Covid-19-Medikamente gedämpft. „Eine einzige Pille gegen Covid-19 wird es so wohl nicht geben“, sagte Karliczek den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es gebe jedoch einige vielsprechende Ansätze, die von der Bundesregierung massiv unterstützt würden. Auch ohne die Entwicklung spezieller Medikamente könnte heute schwerkranken Covid-19-Patienten viel besser geholfen werden könne als zu Beginn der Pandemie.

28.3.2021, 6:00 Uhr – Mehr Neuinfektionen, weniger Todesfälle

Die Zahl der täglich registrierten Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen, die der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gesunken. Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) knapp 17.200 Neuinfektionen gemeldet, rund 3.400 mehr als am Sonntag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg auf knapp 130, von gestern 125. Laut Dashboard des RKI sind innerhalb eines Tages weitere 90 Menschen in Verbindung mit dem Virus gestorben. Das sind etwa zehn Prozent weniger als am Sonntag vor einer Woche.

28.3.2021, 5:51 Uhr – Deutsche sparen immer mehr Geld an

In Deutschland legen die Menschen in der Corona-Krise immer mehr Geld auf die hohe Kante. Die Einlagen wüchsen immer weiter an – das zeige sich schon in den ersten acht Wochen des neuen Jahres, sagte Jürgen Groß, der Präsident des bayerischen Genossenschaftsverbands, dem Dachverband der Volks- und Raiffeisenbanken im Freistaat. Zwar rechnen Fachleute damit, dass der Konsum nach dem Ende der Pandemie wieder anziehe – allerdings werde dies nicht schlagartig geschehen. Das Münchner Ifo-Institut schätzt die „Überschussersparnis“ 2020 in seiner jüngsten Konjunkturprognose auf 100 Milliarden Euro.

28.3.2021, 5:33 Uhr – Sterberate an Unikliniken gesunken

Die Sterberate bei Covid-19-Patienten ist in deutschen Unikliniken einer Studie zufolge im Laufe des vergangenen Jahres deutlich gesunken. Das könne ein Beleg für verbesserte Behandlungen und zunehmende Erfahrung der Klinikteams in der Pandemie sein, teilte eine Forschungsgruppe der Universität Erlangen mit. Die Sterberate sei von durchschnittlich über 20 auf etwa 12 Prozent zurückgegangen. Für die Studie waren Klinikaufenthalte von etwa 1.300 Covid-19-Patienten in 14 deutschen Unikliniken von Januar bis September 2020 untersucht worden.

28.3.2021, 3:20 Uhr – Opposition fordert mehr Kinderkrankentage

Oppositionspolitikerinnen von FDP und Grünen fordern eine bessere Unterstützung von Eltern während der Corona-Krise. „Angesichts steigender Infektionszahlen und ansteckenderer Virusmutationen ist absehbar, dass für viele Familien die bislang vorgesehenen zusätzlichen Kinderkrankentage nicht ausreichen werden“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Maria Klein-Schmeink, der Welt am Sonntag. Unterstützung erhält Klein-Schmeink von der FDP-Gesundheitspolitikerin Katrin Helling-Plahr. Die zusätzlichen Kinderkrankentage seien in vielen Familien bereits aufgebraucht, sagte sie. Zudem gelte die Regelung bislang nur für gesetzlich krankenversicherte Eltern. Viele Selbstständige blieben außen vor.

28.3.2021, 0:05 Uhr – Barcelona: Großes Konzert mit 5.000 getesteten Fans

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie hat in Barcelona am Abend wieder ein großes Konzert mit 5.000 Fans stattgefunden. Der Auftritt der katalanischen Indie-Band „Love of Lesbian“ war offiziell genehmigt. Es ging darum herauszufinden, ob solche Großveranstaltungen trotz Corona sicher sein können. Vor und während des Konzerts galten strenge Schutzmaßnahmen. Alle Besucher mussten einen Schnelltest machen, ein Smartphone mit einer Corona-Warn-App besitzen und ihre Daten mit den Gesundheitsbehörden teilen. Für die drei Zonen des Zuschauerbereichs gab es eigene Eingänge, Barbereiche und Sanitäranlagen. Die Zuschauer durften nicht von einer Zone in die andere wechseln. Außerdem wurde besonders stark belüftet, so der Veranstalter.

27.3.2021, 22:14 Uhr – Mehrere Bundesländer verschärfen Corona-Regeln, auch BW

Mehrere Bundesländer reagieren mit neuen Regeln auf die steigenden Corona-Zahlen. Berlin verschärft Vorschriften für Unternehmen. Diese müssen ihren Mitarbeitern künftig zwei Mal in der Woche einen Corona-Test ermöglichen. Auch im privaten Bereich soll mehr Testen zur Vorschrift werden. Wer ab Mittwoch zum Friseur oder einkaufen will, braucht einen negativer Corona-Test. Ausgenommen sind Supermärkte und Apotheken. In Baden-Württemberg hat die Landesregierung am Abend eine neue Corona-Verordnung veröffentlicht, die ab Montag gelten soll. Zum Beispiel soll es eine Maskenpflicht im Auto geben, wenn dort Menschen mitfahren, die aus unterschiedlichen Haushalten kommen. Außerdem gibt es Änderungen bei den Corona-Schnelltests: Ist für gewisse Dienstleistungen oder Angebote ein negatives Testergebnis nötig, muss ein geschulter Dritter den Test mindestens beaufsichtigen oder selbst durchführen. BW-Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält außerdem neue Gespräche mit dem Kanzleramt über strengere Corona-Regeln für nötig – und zwar Anfang der nächsten Woche.

27.3.2021, 21:19 Uhr – Deutsche Beatmungsgeräte in Brasilien eingetroffen

Die Bundeswehr hat 80 Beatmungsgeräte in die brasilianische Millionenstadt Manaus im Bundesstaat Amazonas geflogen. Wegen stark steigender Corona-Zahlen war dort im Januar das Gesundheitssystem zusammengebrochen, der Sauerstoff in den Kliniken ging aus. Der deutsche Botschafter twitterte, es sei wichtig, die internationale Zusammenarbeit in Zeiten der globalen Krise zu erhalten. Er hatte zuvor die Geräte an den Gouverneur des Bundesstaates Amazonas übergeben. Die Beatmungsgeräte stammen aus Beständen des Bundesgesundheitsministeriums.

27.3.2021, 17:26 Uhr – Spahn: 100.000 Arztpraxen impfen ab Mai

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass nach Ostern zunächst 50.000 Arztpraxen in die Corona-Impfungen einbezogen werden können. Bis Anfang Mai könnten es bis zu 100.000 sein, sagte er bei einer virtuellen Diskussionsveranstaltung, bei der Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen konnten. Spahn geht davon aus, dass Deutschland im April 15 Millionen Impfdosen bekommen wird - erstmals auch den Impfstoff von Johnson & Johnson. Er muss nur einmal geimpft werden. An der Impf-Priorisierung hält Spahn fest. Trotzdem mahnte er, Hausärzte sollten möglichst alle Impfdosen, die sie bekommen, auch innerhalb einer Woche verabreichen. Alles sei besser, als wenn noch Impfstoff übrig bliebe.

27.3.2021, 16:09 Uhr – Spahn: Keine Alternative zu Lockdown nach Ostern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht keine Alternative zu weiteren Corona-Beschränkungen nach Ostern. Das sagte Spahn bei einer Bürgerdiskussion des Ministeriums in Berlin. Angesichts steigender Neuinfektionen "brauchen wir eigentlich nochmal zehn, vierzehn Tage mindestens richtiges Herunterfahren unserer Kontakte und Mobilität" - so wie auch letztes Jahr an Ostern. Nach dem Brechen der dritten Welle seien dann Öffnungsschritte begleitet von Tests möglich. Spahn zeigte sich überzeugt, dass die Modelle, die es schon gebe, dann überall möglich werden können. Der Bundesgesundheitsminister ist auch optimistisch, dass Deutschland im April 15 Millionen Impfdosen bekommen wird. Auch der Impfstoff von Johnson & Johnson soll dabei sein.

27.3.2021, 14:34 Uhr – Die Deutschen reisen: Hochbetrieb auf Mallorca

Am ersten Tag der Osterferien in vielen Bundesländern herrscht wieder Hochbetrieb am Flughafen Palma de Mallorca. Rund 60 Maschinen aus 12 deutschen Städten werden allein heute auf der Ferieninsel erwartet. Bis Ostermontag sind 532 Flugverbindungen von und nach Deutschland geplant. Die dringende Bitte der Bundesregierung, wegen der Corona-Pandemie zu Hause zu bleiben, konnte die Reiselust offenbar nicht dämpfen. Seit dem 14. März steht Mallorca nicht mehr auf der Liste der Corona-Risikogebiete. Damit wurde auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts aufgehoben. Ab Dienstag gilt aber wegen steigender Corona-Zahlen in der Bundesrepublik eine Testpflicht für alle Einreisenden.

27.3.2021, 14:07 Uhr – Lauterbach fordert zeitnah neue Corona-Beratungen

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist dafür, dass sich die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten mit der Kanzlerin schneller als geplant wieder zusammensetzen, um die Corona-Maßnahmen nachzujustieren. „Wir müssen rasch nochmal neu verhandeln“, sagte Lauterbach dem Tagesspiegel. „Ohne einen scharfen Lockdown wird es nicht gehen“, betonte er und verteidigte seine Forderung nach bundesweiten Ausgangssperren.

„Ausgangsbeschränkungen ab 20 Uhr für zwei Wochen würden wirken – wir haben es in Frankreich, Großbritannien und Portugal gesehen.“ Außerdem kritisierte er, dass im politischen Berlin allgemein zu wenig über die Gefahren gesprochen werde, wie zum Beispiel die Stärke der dritten Welle, welche Altersgruppen das betrifft und wie gefährlich die Mutationen für die mittleren Altersgruppen seien.

27.3.2021, 13:46 Uhr – Baden-Württemberg will Luca-App flächendeckend einsetzen

Die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung bei Corona-Infektionen wird zukünftig noch mehr eingesetzt. Das Landessozialministerium hat Lizenzen für ganz Baden-Württemberg beschafft.

27.3.2021, 12:52 Uhr – Sachsens Innenminister: Infektionsschutz auf Demos nicht immer durchsetzbar

Der sächsische Innenminister Roland Wöller hält den Infektionsschutz bei Corona-Protesten der „Querdenken“-Demonstrationen nicht unter allen Umständen für durchsetzbar. „Die Polizei muss erstens das Versammlungsrecht gewährleisten, zweitens Auflagen oder Verbote durchsetzen und drittens den Infektionsschutz berücksichtigen“, sagte Wöller der Chemnitzer Freien Presse. Dies seien „Dinge, die nicht überall, gleichzeitig und auf einmal derart möglich sind, dass eine gesamte Veranstaltung friedlich bleibt“.

Es könne die Konsequenz sein, dass Demonstranten unmaskiert blieben. Das Versammlungsrecht sei höher als der Infektionsschutz zu bewerten, sagte Wöller. Es sei „im Grundgesetz festgelegt und der Infektionsschutz einfach gesetzlich geregelt“.

27.3.2021, 12:39 Uhr – Polen startet in neuen Teil-Lockdown

Polen hat wegen rasant steigender Neuinfektionszahlen die Maßnahmen im Land erneut verschärft. Von heute an müssen Friseure, Kosmetikstudios, Kitas und Baumärkte geschlossen bleiben – zunächst für zwei Wochen. Schulen, Museen und Einkaufszentren sind schon seit einer Woche zu. In Polen liegt die registrierte Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden seit Tagen deutlich über 30.000 – und das Land hat mit rund 38 Millionen Menschen weniger als die Hälfte der Einwohner Deutschlands.

Die Bundesregierung hat Polen als Hochinzidenzgebiet eingestuft. In dieser Kategorie finden sich Länder und Regionen wieder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt. Die Einreise aus dem an Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Nachbarland ist nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

27.3.2021, 12:23 Uhr – Saale-Orla-Kreis neuer Hotspot Nummer eins

Der thüringische Saale-Orla-Kreis ist Corona-Hotspot Nummer eins unter den Landkreisen bundesweit. Der Sieben-Tage-Wert bei Neuinfektionen je 100.000 Einwohner lag im Saale-Orla-Kreis Stand 0:00 Uhr bei 514,2, wie aus einer Übersicht des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Es folgen der Kreis Schwäbisch-Hall in Baden-Württemberg mit einer Inzidenz von 438,6 sowie der Thüringer Wartburgkreis (434,5) und der Kreis Greiz (421).

Die niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenzen haben die Landkreise Ostfriesland in Niedersachsen mit 21,7, Plön in Schleswig-Holstein mit 24,9 und Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz mit 29,3.

27.3.2021, 9:45 Uhr – Großbritannien plant dritte Impfung

Zum Schutz gegen neue Varianten des Coronavirus sollen die Menschen in Großbritannien eine dritte Impfung erhalten. Über 70-Jährige könnten diese „Booster“-Impfung ab September bekommen, sagte der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi der Zeitung Daily Telegraph. Auch medizinisches Personal und Pflegekräfte sollen dann ihre dritte Dosis innerhalb von zehn Monaten bekommen.

Damit reagiert die britische Regierung auf Virus-Mutationen: Sie können mittelfristig dazu führen, dass Impfstoffe nicht mehr wirken. Wer schon zwei Impfdosen erhalten hat, müsste dann noch ein weiteres Mal geimpft werden. Die Regierung hat angekündigt, dass alle Erwachsenen bis Ende Juli eine erste Dosis gegen das Coronavirus erhalten sollen. Über die Zeit danach hat sie aber noch keine konkreten Ankündigungen gemacht.

27.3.2021, 9:28 Uhr – Anonyme Alkoholiker spüren mehr Nachfrage

In Zeiten der Pandemie haben auch die Anonymen Alkoholiker (AA) ihre Treffen teilweise in das Internet verlegt. Das senkt die Hemmschwelle, sich zu beteiligen, sagt ein Sprecher der Selbsthilfegruppe. Zwar gebe es keine konkreten Zahlen, weil keine Mitgliederlisten geführt werden, jedoch sei ein Zulauf spürbar. Insbesondere mehr junge Menschen nähmen an den Online-Treffen teil.

Ganz grundsätzlich sei die Teilnehmerzahl in den vergangenen Jahren eher rückläufig gewesen. „Ich habe den Eindruck, wir wachsen jetzt“, sagt der Sprecher. Dass die Menschen in der Pandemie wesentlich mehr trinken, denkt er jedoch nicht: „Gesoffen wird mit und ohne Corona.“ Nun seien eben die Kneipe und die Pizzeria geschlossen und die Leute kauften sich Alkohol im Supermarkt.

27.3.2021 , 8:42 Uhr – Bericht: Impstoffstreit zwischen Großbritannien und EU könnte bald beigelegt werden

Großbritannien und die EU könnten den Streit über Impfstofflieferungen möglicherweise schon bald beilegen. Nach Informationen der Tageszeitung The Times stehen sie kurz vor dem Abschluss eines Abkommens. Es sehe vor, dass die EU nicht mehr mit einem Exportstopp für den Impfstoff von Pfizer/Biontech droht. Im Gegenzug verzichte die britische Regierung auf einige geplante Lieferungen des Astrazeneca-Impfstoffs, der aus den Niederlanden exportiert werden sollte.

27.3.2021, 8:28 Uhr – Spahn will Fragen der Bürger beantworten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sich am Nachmittag via Internet den Fragen der Bürgerinnen und Bürger stellen. Dabei soll es um die Impfsituation, um Schnelltests und andere Themen rund um die Corona-Pandemie gehen. Bei der Internetbefragung werden außerdem unter anderem der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler und der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, dabei sein.

27.3.2021, 8:00 Uhr – Frankreich weitet Lockdown aus

Wegen steigender Infektionszahlen gelten in Frankreich ab heute in drei weiteren Departements strengere Corona-Beschränkungen. Betroffen ist die Region um Lyon, außerdem zwei Bezirke bei Paris. Geschäfte müssen schließen, die Bewegungsfreiheit der Menschen wird eingeschränkt. Im Pariser Großraum und in Teilen Nord- und Südfrankreichs gelten diese Regeln schon seit einer Woche. Die Bundesregierung hat Frankreich gestern zum Hochinzidenzgebiet erklärt. Wer ab Mitternacht aus Frankreich einreisen will, braucht dann einen negativen Corona-Test.

27.3.2021, 7:42 Uhr – Scholz ist optimistisch für die Zeit nach Corona

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) geht davon aus, dass Deutschland am Ende der Corona-Krise weniger Schulden im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung haben wird als am Ende der letzten Krise vor zehn Jahren. Die Staatsverschuldung werde sogar geringer sein, als sie es bei den anderen großen G7-Staaten vor der Krise war, sagte Scholz dem Bayrischen Rundfunk. Die Bundesregierung habe vor der Pandemie seriös und ordentlich gewirtschaftet, begründet Scholz seinen Optimismus.

27.3.2021, 5:34 Uhr – Neuinfektionen und Sieben-Tage-Inzidenz machen weiteren Sprung nach oben

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Samstag 20.472 Neuinfektionen. Das sind 4.439 mehr, als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 124,9 (Vortag: 119,1). Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

157 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 75.780. Insgesamt wurden bislang mehr als 2.75 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

27.3.2021, 3:36 Uhr – Intensivmediziner fordern harte Beschränkungen

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen fordert der Präsident der Intensivmediziner-Gesellschaft Christian Karagiannidis zwei Wochen lang harte Beschränkungen. Beschlüsse für Modellprojekte nach Ostern seien völlig unpassend und müssten sofort zurückgenommen werden, sagte er der Rheinischen Post. Es brauche eine Mischung aus hartem Lockdown, vielen Impfungen und Tests. Nur so lasse sich ein Überlaufen der Intensivstationen noch verhindern, so Karagiannidis. Ein solcher Lockdown müsse bundesweit zwei Wochen lang gelten.

27.3.2021, 2:03 Uhr – 1,5 Milliarden Euro für Schüler-Nachhilfe nötig

Um Schülerinnen und Schüler in der Corona-Pandemie zu unterstützen, will Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) eine Milliarde Euro für ein bundesweites Nachhilfeprogramm ausgeben. Bis zu 25 Prozent hätten vermutlich große Lernrückstände, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Spätestens zum neuen Schuljahr soll es nach ihrem Willen dann zusätzliche Angebote in den Kernfächern geben - also in Deutsch, Mathe und vielleicht auch in der ersten Fremdsprache. Vor allem Schüler, die demnächst auf eine weiterführende Schule oder in die Ausbildung wechseln, sollen von der Nachhilfe profitieren. Das Institut der Deutschen Wirtschaft geht davon aus, dass eineinhalb Milliarden Euro nötig sind, damit Schüler ihre Rückstände aufholen können. Das berichtet die Rheinische Post.

27.3.2021, 1:58 Uhr – Brasilien mit neuem Höchststand bei Corona-Toten

Brasilien hat erneut einen Tageshöchstwert bei den Corona-Toten registriert. Das Gesundheitsministerium meldet 3.650 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden. Mehr als 300.000 Menschen sind insgesamt in Brasilien an oder mit dem Virus gestorben. Das Gesundheitssystem ist an vielen Orten überlastet. Wegen der dramatischen Corona-Lage in Brasilien liefert die Bundeswehr 80 Beatmungsgeräte in die Stadt Manaus im Amazonas-Gebiet. Das Transportflugzeug wird am Mittag in Brasilien erwartet.

27.3.2021, 1:48 Uhr – Wintersemester könnte wieder normal stattfinden

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) rechnet damit, dass Studenten zum Wintersemester wieder an die Hochschulen zurückkehren können. Das hat sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt. Dabei müsse immer vorausgesetzt werden, dass die Pandemie nicht einen neuen dramatischen Verlauf nehme. Man gehe jetzt ins dritte Online-Semester - das sei eine immense Belastung, so Karliczek. Sie könne sich Modellversuche vorstellen - zum Beispiel, dass Erstsemester nach Tests zu Präsenzveranstaltungen in die Uni kommen.

26.3.2021, 23:14 Uhr – Impfstoff von Biontech kann auch im normalen Gefrierschrank lagern

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erlaubt die Lagerung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer bei Standardkühlungen für Arzneimittel. Demnach kann der Wirkstoff künftig bis zu zwei Wochen lang bei Temperaturen zwischen minus 25 und minus 15 Grad gelagert werden. Bisher musste er bei bis zu minus 90 Grad aufbewahrt werden, weshalb die Impfung nur in großen Zentren erlaubt war. Nun ist eine Verimpfung auch durch Hausärzte möglich. 

26.3.2021, 20:48 Uhr – Luca-App soll BW-weit eingeführt werden

Zur Kontaktverfolgung bei Corona-Infektionen will Baden-Württemberg jetzt landesweit auf die Luca-App setzen. Man habe, wie andere Bundesländer auch, Lizenzen für den flächendeckenden Einsatz beschafft, teilte das Sozialministerium mit. Sofern das Kabinett zustimme, werde man diesen wichtigen Schritt zur Bekämpfung der Pandemie gehen. „Die App soll landesweit dabei helfen, Kontakte im Fall einer Corona-Infektion nachvollziehen zu können“, betonte Sozialminister Manfred Lucha (Grüne). Die bisher betriebene „Zettelwirtschaft“ etwa in Restaurants soll damit ersetzt werden. Die konkrete Umsetzung solle am Montag mit den Kommunen besprochen werden, sagte Lucha.

26.3.2021, 20:05 Uhr – WHO bittet um Impfdosen für arme Länder

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat reiche Länder aufgerufen, so schnell wie möglich Impfstoffdosen für ärmere Staaten zu spenden. Innerhalb der nächsten Tage seien zehn Millionen Dosen erforderlich, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Dann könnten auch 20 Länder, die ansonsten bis Anfang April nicht beliefert würden, mit Impfungen starten.

26.3.2021, 19:15 Uhr – Baden-Württemberg: Treffen mit zwei Haushalten an Ostern wohl möglich

Über die Osterfeiertage will die Landesregierung die Regeln für private Treffen in Gebieten mit höherer Inzidenz lockern. Auch in Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner sollen dann Treffen von zwei Haushalten mit bis zu fünf Personen möglich sein. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Die sogenannte Notbremse, die ab einer Inzidenz von über 100 in Kraft tritt, würde dann über die Feiertage nicht gelten. Das teilte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Die entsprechende Anpassung der Coronaverordnung müsse noch im Umlaufverfahren beschlossen werden. Für Hochinzidenzregionen wie Schwäbisch Hall sollen dennoch strengere Regeln gelten.

26.3.2021, 19:10 Uhr – Corona-Modellstadt Tübingen wird verlängert

Tübingen bleibt Corona-Modellstadt bis zum 18. April. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Stadt ist nach eigenen Angaben gestiegen, liege aber unter 35. Der Versuch, Läden, Theater und Straßencafés für Menschen zu öffnen, die nachweislich negativ getestet sind, könne deshalb weitergehen. Die Landesregierung hat dem zugestimmt. Über Ostern können aber nur noch Menschen aus dem Kreis Tübingen das Angebot nutzen. Andernfalls könnten zu viele Gäste die Teststationen überlasten. Bislang wurden fast 50.000 Tests gemacht, 108 fielen positiv aus, ein Teil davon war jedoch fehlerhaft. Wissenschaftlich zuverlässige Daten zu den Auswirkungen der Modellstadt gibt es erst, wenn die Universität Tübingen mehr Daten gesammelt hat.

Corona-Modellprojekt Gilt für Ostern: Tagestickets in Tübingen nicht für Leute von außerhalb

Geöffnete Cafés und Biergärten, Shopping fast wie vor Corona-Zeiten – jetzt hat Tübingens OB Palmer wegen der vielen Gäste von außerhalb und steigender Corona-Zahlen doch reagiert.  mehr...

26.3.2021, 18:00 Uhr – Hochinzidenzgebiet: Testpflicht bei Einreise aus Frankreich ab Sonntag

Die Bundesregierung stuft Frankreich, die Slowakei und Tschechien von Sonntag an als Hochinzidenzgebiet mit Testpflicht bei der Einreise ein. Die Grenze darf dann bis auf weiteres nur bei Vorliegen eines negativen Corona-Tests überquert werden, der nicht älter als 48 Stunden ist. Die Slowakei und Tschechien galten zuvor als Virusvariantengebiet, dies wurde aufgehoben. Aufgehoben wurde auch die entsprechende Einstufung des österreichischen Bundeslands Tirol; es wird nun als Risikogebiet ausgewiesen.

"Das hat natürlich erhebliche Auswirkungen auf Rheinland-Pfalz", sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Der Grenzraum sei längst ein gemeinsamer Lebensraum. Deshalb solle es bei den nötigen Corona-Tests Sonderregelungen für Pendler geben. „Uns ist es wichtig, dass wir das Infektionsgeschehen eindämmen und trotzdem die Grenzen weiter offen halten“, so Dreyer weiter. Keine Änderungen gibt es dort, wo die Südwestpfalz an das französische Virusvariantengebiet Moselle grenzt.

26.3.2021 17:10 Uhr – Positive Tests nicht gleich gemeldet: Lazio Rom soll 150.000 Euro Strafe zahlen

Italiens Fußball-Erstligist Lazio Rom soll wegen Verletzung geltender Gesundheitsbestimmungen 150.000 Euro Strafe bezahlen. Das entschied das Gericht des italienischen Fußballverbands Figc. Clubchef Claudio Lotito wird demnach für sieben Monate in seiner Funktion gesperrt. Zwei Ärzte, gegen die in dem Fall ermittelt wurde, bestrafte das Gericht mit zwölf Monaten Sperre.

Dem Verein wurde vorgeworfen, positive Corona-Testergebnisse im Oktober und November des vergangenen Jahres den italienischen Gesundheitsbehörden nicht fristgerecht gemeldet zu haben. Die Corona-Fälle waren einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom Februar zufolge im Rahmen zweier Spiele in der Champions League gegen Zenit St. Petersburg und den FC Brügge entdeckt worden.

26.3.2021 15:17 Uhr – Corona-Tests verteuern Kulturevents um 20 Euro pro Ticket

Bei Kulturveranstaltungen mit Coronatests fallen pro Ticket Kosten von etwa 20 Euro an. Das ist eines der ersten Ergebnisse aus einem Pilotprojekt mehrerer Bühnen, das derzeit in Berlin läuft. Bei dem Konzert in der Philharmonie vor einer Woche war die Hälfte der 1000 Besucher zentral getestet worden. Zusammen mit den Tests für das Personal entstanden dabei Kosten von 23.000 Euro, hieß es. Die errechneten Kosten von 35 Euro pro Test könnten bei Optimierung der Abläufe auf knapp unter 20 Euro gesenkt werden.

26.3.2021 14:54 Uhr – Söder greift Coronapolitik von Berlins Bürgermeister Müller an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Coronapolitik des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) scharf kritisiert. „Dass Berlin jetzt einfach die Notbremse aussetzt, ist ein fatales Signal“, sagte Söder nach einer CSU-Vorstandssitzung. Er sei enttäuscht von dem Vorgehen. Müller hatte gesagt, in Berlin nicht alles zurückdrehen zu wollen an Lockerungen.

Söder sagte, der mittlerweile wieder zurückgenommene Oster-Lockdown sei ja nur die Antwort darauf gewesen, dass einige Bundesländer keine konsequenten Coronamaßnahmen haben. Jeder müsse jetzt erkennen, dass Deutschland „vor einer ganz schwierigen Situation“ stehe. 

Corona wird mit neuen Mutationen immer gefährlicher. Daher ist es ein fatales Signal, dass einige Länder die Notbremse nicht konsequent anwenden. Die Forderung des RKI nach einem neuen harten Lockdown muss eine deutliche Mahnung sein. Die Politik darf nicht die Nerven verlieren.

26.3.2021 14:08 Uhr – Maskenaffäre: Mark Hauptmann verlässt CDU

In der Maskenaffäre hat der zurückgetretene Thüringer CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann nun auch die Partei verlassen. Das teilte die CDU in Erfurt mit. Die Landespartei entschuldigte sich bei der Bevölkerung im Raum Suhl, für die Hauptmann im Bundestag saß. Der 36-Jährige soll in der Corona-Krise knapp eine Million Euro Provision für die Vermittlung von Maskengeschäften erhalten haben. Das Geld sei an Hauptmanns Beratungsfirma überwiesen worden. Die Thüringer Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Bestechlichkeit.

26.3.2021 11:42 Uhr – Bundesregierung stuft ganz Frankreich als Hochinzidenzgebiet ein

Die Bundesregierung stuft ganz Frankreich als Corona-Hochinzidenzgebiet ein. Das hat der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian mitgeteilt. Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Einstufung indirekt angekündigt.

Pendler nach Deutschland müssen damit ab Montag einen negativen Coronatest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Gültig sind PCR-Tests- oder Antigenschnelltests. Ein Selbsttest zählt nicht. Menschen, die nicht als Pendler oder zum Beispiel als Lkw-Fahrer über die Grenze kommen, müssen in Quarantäne. In Frankreich liegt die Inzidenz seit Wochen deutlich über 200.

26.3.2021 11:39 Uhr – RKI-Präsident: „Das können dann auch 100.000 pro Tag werden“

Das Robert Koch-Institut hat die Bürger aufgerufen, die Ostertage nur im kleinsten Kreis zu verbringen und Reisen zu vermeiden. RKI-Präsident Lothar Wieler sagte am Freitag in Berlin: „Wir stehen vor sehr schweren Wochen.“ Die neue Virusmutante B117 sei ansteckender und habe schwerere Verläufe. Mobilität und Kontakte seien die Treiber. Am besten seien Treffen im Freien, weil die Infektionsgefahr geringer sei. RKI-Präsident Lothar Wieler hält einen drastischen Anstieg der Neuinfektionen für möglich. „Klar, dass können dann auch 100.000 pro Tag werden“, sagt er.

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist bei ungebremst fortlaufender Entwicklung Mitte April mit einer Überlastung des Gesundheitssystems zu rechnen. Er forderte, in Schulen, Kitas und am Arbeitsplatz mindestens zwei Mal die Woche zu testen.

25.2.2021 10:30 Uhr – Testpflicht für Flugreisende erst ab Montagnacht

Die Testpflicht für Flugreisende gilt ab der Nacht zum Dienstag. Ab Mitternacht müssen dann alle, die mit dem Flugzeug nach Deutschland einreisen wollen, einen aktuellen negativen Coronatest vorweisen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Sonst dürften sie erst gar nicht ins Flugzeug einsteigen. Eigentlich sollte die Verordnung in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Kraft treten, die Bundesregierung habe Reisenden und Fluggesellschaften aber etwas mehr Zeit zur Umsetzung der Maßnahme geben wollen.

26.3.2021 9:57 Uhr – Umfrage: 36 Prozent fordern härtere Corona-Maßnahmen

Die Kluft zwischen Befürwortern und Gegnern der Corona-Maßnahmen wird laut ZDF-Politbarometer größer: Hatten im Februar noch 55 Prozent die geltenden Maßnahmen für richtig gehalten, sind es derzeit in der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen nur noch 31 Prozent. Dafür verdoppelte sich aber der Anteil derer, die strengere Corona-Einschränkungen wollen, von 18 auf 36 Prozent.

Zugleich stieg der Wert für die Kritiker der bisherigen Maßnahmen leicht von 23 auf 26 Prozent. Zwei Drittel finden die Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April richtig – nur die Anhänger der AfD sind mehrheitlich dagegen. Fast zwei Drittel sind dafür, dass Landkreise, Städte und Länder die „Notbremse“ ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 streng umsetzen.

Corona-Maßnahmen müssten härter ausfallen: plus 18 Prozentpunkte #Politbarometer #Notbremse https://t.co/KaF9fBxjUk

26.3.2021 8:20 Uhr – Kretschmer: Viele haben nicht mehr die Kraft, sich an Einschränkungen zu halten

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer warnt vor einer Verschärfung der Pandemie. Das Virus sei durch die Mutationen deutlich ansteckender geworden, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Daher könne die Pandemie „mit dem derzeitigen Instrumentenkasten" nicht aufgehalten werden.

Das Problem ist nach seiner Meiung: In der Bevölkerung hielten sich viele nicht mehr an die Einschränkungen. „Die Menschen haben die Kraft nicht mehr“, sagt Kretschmer. Dies müsse die Politik akzeptieren. Der Ministerpräsident äußert sich aber überzeugt, dass die Bereitschaft, bestimmte Maßnahmen mitzutragen, wieder steigen werde, wenn sich das Infektionsgeschehen zuspitze.

„Es ist ein Virus mit einer deutlich stärkeren Kraft als im vergangenen Jahr. Deswegen greifen viele Maßnahmen, viele Hygienekonzepte, viele Dinge, die damals gut geklappt haben, nicht mehr“, so Kretschmer. Man habe nur im begrenzten Maße Antworten.

26.3.2021 5:10 Uhr – RKI registriert 21.573 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 119

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.573 Corona-Neuinfektionen gemeldet – das sind 4.091 mehr als vor einer Woche. Gestern waren es 22.675 gewesen. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 183 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 119,1 - und damit höher als am Vortag (113,3).

26.3.2021 3:26 Uhr – Ärzte kritisieren Saarlands Lockerungspläne

Ärzte kritisieren den vom Saarland geplanten Modellversuch mit Lockerungen der Corona-Regeln. Solche Versuche könnten in dieser Situation keine Alternative zum Lockdown sein. Das sagte die Vorsitzende des Ärzteverbands Marburger Bund, Susanne Johna, der Rheinischen Post. Es bleibe unklar, wie verhindert werden solle, dass viele Menschen aus anderen Bundesländern wegen der Öffnungen einreisen. Die saarländische Regierung will ab dem 6. April die Corona-Regeln lockern. Mit einem negativen Corona-Test soll man zum Beispiel ins Kino und auf Konzerte gehen dürfen.

26.3.2021 0.45 Uhr – EU will Produktion von Impfstoff ausweiten

In der EU sollen Produktion und Lieferung von Corona-Impfstoffen weiter hochgefahren werden. Das kündigte Kommissionschefin Ursula von der Leyen beim virtuellen Gipfel an. In den nächsten drei Monaten solle dreimal so viel Impfstoff kommen wie seit Jahresbeginn. Zudem sollen Exporte eingeschränkt werden, wenn der Hersteller nicht die zugesagte Menge liefern kann.
Am festgelegten Schlüssel für die Verteilung an die Mitgliedsstaaten will die EU grundsätzlich festhalten, obwohl Österreich und fünf weitere Staaten sich benachteiligt fühlen. Man wolle aber auch Solidarität zeigen, sagte Merkel nach dem EU-Gipfel. Der Rat der Botschafter sei beauftragt worden, eine faire Lösung zu finden.

25.3.2021 23:10 Uhr – Von der Leyen sieht erste Impferfolge

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht erste Corona-Impferfolge in Europa. Glücklicherweise nehme die Sterblichkeit nicht so schnell zu wie sich das Virus ausbreite, sagte von der Leyen nach einem digitalen EU-Gipfel. Man sehe nun die ersten Auswirkungen davon, dass die meisten über 80-Jährigen geimpft seien.

25.3.2021 22.05 Uhr – Merkel: Frankreich als Risikogebiet heißt nicht Grenzkontrollen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Einstufung Frankreichs als Corona-Hochrisikogebiet als „fast automatischen“ Schritt wegen der dortigen hohen Inzidenzwerte verteidigt. Dies sei aber nicht unbedingt mit neuen Grenzkontrollen verbunden, sagt sie nach dem EU-Gipfel. Es habe sich bereits mit den Pendlern etwa ins Saarland ein eingespieltes Verfahren herausgebildet.

25.3.2021, 20:18 Uhr – EU-Gipfel: Streit über Impfstoffverteilung

In der EU sollen Produktion und Lieferung von Corona-Impfstoffen weiter hochgefahren werden. Das kündigte Kommissionschefin Ursula von der Leyen beim virtuellen Gipfel an. In den nächsten drei Monaten solle dreimal so viel Impfstoff kommen wie seit Jahresbeginn. Bisher lieferten die Hersteller rund 88 Millionen Impfdosen, bis Ende des Monats sollen es 100 Millionen sein. Die EU-Staaten streiten allerdings darüber, wie der Impfstoff intern verteilt werden soll. Österreich und fünf weitere Länder fühlen sich benachteiligt.

25.3.2021, 17:40 Uhr – US-Studie: Schwangere geben Corona-Antikörper an Babys weiter

Schwangere Frauen geben einer US-Studie zufolge nach einer Corona-Impfung Antikörper an ihr Baby weiter. Später könne es diese auch über die Brustmilch bekommen. Bei den schwangeren und stillenden Frauen selbst führe die Impfung zudem „hochwirksam“ zur Bildung von Antikörpern, schrieben Wissenschaftler unter anderem von der Universität Harvard und dem Massachusetts General Hospital in Boston in einer im Fachjournal American Journal of Obstetrics and Gynecology veröffentlichten Studie. Es handele sich um die bislang umfassendste Studie zu diesem Thema.

25.3.2021, 17:05 Uhr – Bundestag stimmt milliardenschwerem EU-Aufbaufonds zu

Der Bundestag hat dem Finanzierungssystem der EU bis zum Jahr 2027 zugestimmt. Mit der Abstimmung am Donnerstag in Berlin hat der Bundestag auch den 750 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaufonds gebilligt. Insgesamt sollen der EU bis Ende 2027 rund 1,8 Billionen Euro zur Verfügung stehen.

Die EU-Staaten hatten beschlossen, 750 Milliarden Euro in den wirtschaftlichen Wiederaufbau nach der Pandemie zu stecken. Einen Teil des Geldes gibt es als Zuschüsse, einen Teil als Darlehen. Dafür werden gemeinsam Schulden aufgenommen. Die EU-Kommission kann mit der Aufnahme der Kredite und der Auszahlung aber erst beginnen, wenn alle 27 EU-Staaten den Beschluss ratifiziert haben.

25.3.2021, 16:30 Uhr – Generelle Einreise-Testpflicht soll erst ab Sonntag gelten

Die geplante generelle Corona-Testpflicht für Einreisen per Flugzeug nach Deutschland soll doch erst ab diesem Sonntag um 0.00 Uhr gelten. Grund sei, dass Reisende und Fluggesellschaften sich darauf einstellen müssten, hieß es aus dem Bundesgesundheitsministerium.

25.3.2021, 16:04 Uhr – Frankreich wird wohl als Hochrisikogebiet eingestuft

Die Bundesregierung will Frankreich einem Zeitungsbericht zufolge als Hochrisikogebiet einstufen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) wolle das am Freitag bekanntgeben, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Eine Einstufung als Hochrisikogebiet bedeutet, dass etwa Urlauber bei ihrer Rückreise nach Deutschland einen negativen Test vorweisen müssten.

25.3.2021, 15:00 Uhr – Nach positivem Test im DFB-Team: Hofmann und Halstenberg isoliert, Spiel findet statt

In der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gibt es am Tag des ersten WM-Qualifikationsspiels einen Corona-Fall. Der Sportschau gegenüber bestätigte Jonas Hofmann von Borussia Mönchengladbach, dass er positiv getestet wurde. Er sei symptomfrei und es gehe ihm derzeit gut.

Neben dem infizierten Hofmann ist auch Marcel Halstenberg betroffen. Der Leipziger Verteidiger ist vorzeitig von der deutschen Fußball-Nationalmannschaft abgereist. Nach dpa-Informationen wurde er als Kontaktperson ersten Grades in einem Corona-Fall eingestuft. Beide Profis werden nach Rückkehr in ihre Heimatorte isoliert.

Die medizinische Abteilung des DFB hat nach Bekanntwerden des positiven Resultats von Hofmann eine neue Reihe von Antigen-Schnelltests bei allen Spielern, dem Trainerstab und dem gesamte Betreuerteam vorgenommen. Das erste Länderspiel des Jahres 2021 kann somit heute um 20:45 Uhr in Duisburg angepriffen werden.

25.3.2021, 14:04 Uhr – Bitte nach rein virtuellen Oster-Gottesdiensten wieder vom Tisch

Die Bundesregierung zieht ihre Bitte an die Kirchen, über Ostern auf Präsenzgottesdienste zu verzichten, zurück. Das Bundespresseamt verschickte eine Neufassung der Beschlüsse der Bund-Länder-Runde, in der die komplette Passage zur ursprünglich geplanten Osterruhe wegfällt. Damit entfällt auch der dort enthaltene Satz: „Bund und Länder werden auf die Religionsgemeinschaften zugehen, mit der Bitte, religiöse Versammlungen in dieser Zeit nur virtuell durchzuführen.“

Die Aufforderung zum Verzicht auf Präsenzgottesdienste war auf Widerstand in der katholischen und der evangelischen Kirche gestoßen. Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Bitte kritisiert.

25.3.2021, 12:25 Uhr – DFB bestätigt: Positiver Corona-Test bei Fußball-Nationalmannschaft

Bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat es vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Island in Duisburg einen positiven Corona-Test gegeben. Der DFB bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung, ohne zunächst einen Namen zu nennen. Das Spiel gegen Island soll am Abend wie geplant um 20.45 Uhr stattfinden.

25.3.2021, 11:34 Uhr – Corona-Testpflicht für alle Flug-Rückkehrer ab Freitag vorgesehen

Für alle Reisenden, die mit dem Flugzeug nach Deutschland einreisen wollen, soll am Freitag vor dem Abflug eine Corona-Testpflicht gelten. Die Betroffenen müssten „vor der Abreise im Ausland dem Beförderer einen Nachweis“ vorlegen, heißt es in einem Entwurf für eine entsprechende Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), aus dem die Nachrichtenagentur AFP zitiert. Der Entwurf befindet sich allerdings noch in der Ressortabstimmung.


Vor Abflug testen Corona-Testpflicht für alle Flug-Rückkehrer nach Deutschland

Reisende, die per Flugzeug nach Deutschland wollen, brauchen zusätzlich zu ihren Tickets jetzt auch einen negativen Corona-Test – sonst werden sie nicht mitgenommen.  mehr...

25.3.2021, 10:28 Uhr – Saarland steigt nach Ostern aus dem Corona-Lockdown aus

Das Saarland steigt nach Ostern aus dem Lockdown aus. Ab dem 6. April sollen unter anderem Kinos, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder öffnen. Voraussetzung sei ein tagesaktueller negativer Schnelltest, sagte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU).

25.3.2021, 10:20 Uhr – Wieler: Dritte Welle nur durch Lockdown zu brechen

Die dritte Corona-Welle kann nur durch einen Lockdown gestoppt werden - so sieht es der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler. In einer Online-Veranstaltung hat er gesagt, anders sei der Anstieg momentan nicht aufzuhalten.

Lothar Heinz Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

RKI Chef Wieler: Anstieg nur mit Lockdown zu stoppen

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25.3.2021, 9:40 Uhr – Merkel: Problem beim Impfen ist die Produktion in Europa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verweist mit Blick auf die Impfungen in Europa darauf, dass nicht die Frage der Bestellungen ein Problem sei, sondern vielmehr die Produktion der Vakzine innerhalb der EU. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Versorgung der Welt mit Impfstoff, sagt Merkel in ihrer Regierungserklärung im Bundestag. Wenn es nicht gelinge, weltweit zu impfen, könnten sich weitere Mutanten entwickeln, gegen die die bestehenden Impfstoffe womöglich nicht mehr wirkten.

25.3.2021, 8:33 Uhr – Ausnahmeregel für Buchhandel in BW: Gericht kassiert Corona-Beschränkungen für Einzelhandel

Der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim hat bestimmte Corona-Beschränkungen für weite Teile des Einzelhandels kassiert. Schuld hat eine eine Ausnahmeregelung für den Buchhandel. Konkret geht es um einen Passus in der Corona-Verordnung des Landes, der Regelungen für den „normalen“ Einzelhandel abseits von Grundversorgern wie Supermärkten, Apotheken oder Tankstellen aufstellt, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

Für den sonstigen Einzelhandel gelten auch bei den Öffnungen strengere Regeln als für die Grundversorger: So droht Betrieben und Geschäften aus den meisten Einzelhandelsbereichen etwa bei regional hohen Infektionszahlen die Schließung.

Die Richter kippten diese strengeren Vorgaben nun und begründeten dies mit einem Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, da die Corona-Verordnung auch dem Buchhandel eine unbegrenzte Öffnung ohne die Beschränkungen, denen der sonstige Einzelhandel unterliege, erlaube.Hierfür fehle ein sachlicher Grund - denn der Buchhandel diene nicht der Grundversorgung.

25.3.2021, 6:13 Uhr – Über 22.000 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 113

In Deutschland sind innerhalb eines Tages 22.675 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden – rund 6.800 mehr als am Vortag und 5.000 mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg den Angaben zufolge bundesweit auf 113,3. Die Sieben-Tage-Inzidenz, welche die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, stieg zuletzt stetig an, nachdem sie im Februar zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen war.

Am Wochenende hatte der bundesweite Inzidenzwert die Marke von 100 überschritten. Das RKI meldete am Donnerstag außerdem 228 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

25.3.2021, 4:30 Uhr – Impfungen stagnieren etwa bei 300.000 am Tag

Vor dem angekündigten Schub bei den Corona-Impfungen stagniert das Tempo der Impfkampagne in Deutschland derzeit weiter. Laut Robert-Koch-Institut wurden zuletzt rund 268.000 Impfdosen an einem Tag verabreicht. Es handelt sich dabei um den Wert vom Dienstag – vier Tage nach dem Ende des knapp viertägigen Astrazeneca-Impfstopps. In der Woche vor dem Impfstopp waren es zwischen 248.000 und 304.000 Dosen.

25.3.2021, 4:03 Uhr – Schwarzarbeit steigt während der Pandemie

Schwarzarbeit und Verstöße gegen das Mindestlohngebot haben nach Angaben der Bundesregierung während der Corona-Pandemie deutlich zugenommen. Wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen mitteilt, ist der bei Finanzkontrollen aufgedeckte volkswirtschaftliche Schaden durch Schwarzarbeit und Arbeitsausbeutung im vergangenen Jahr auf über 816 Millionen Euro gestiegen, schreibt die Zeitung Augsburger Allgemeine. Das ist ein Plus um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

25.3.2021, 1:15 Uhr – Sozialverband: Mehr Arme sterben an Covid-19

Der Sozialverband VdK fordert einen besseren Infektionsschutz für Menschen, die von Armut betroffen sind. Deren Sterblichkeit im Zusammenhang mit Corona habe im Dezember und Januar um 50 bis 70 Prozent höher gelegen als bei Menschen mit höherem Einkommen. Das sei erschütternd, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele der Neuen Osnabrücker Zeitung. Als Gründe dafür nannte sie beengtere Wohnverhältnisse und einen allgemein schlechteren Gesundheitszustand der Betroffenen. Für Empfänger von Grundsicherung, Wohngeld und Kinderzuschlag forderte sie monatlich 100 Euro mehr, die ein wichtiger Beitrag etwa für Schutzmasken und Tests sein könnten.

25.3.2021, 1:07 Uhr – Studie: Astrazeneca mit 76-Prozent Wirksamkeit

Eine neue Studie bescheinigt dem Impfstoff von Astrazeneca eine 76-prozentige Wirksamkeit gegen symptomatische Covid-19-Erkrankungen. Zuvor war von einer Wirksamkeit von 79 Prozent die Rede. Trotzdem würden schwere oder kritische Verläufe sogar vollständig verhindert, teilt Astrazeneca unter Berufung auf die Analyse aktueller Ergebnisse einer breiten US-Studie.

25.3.2021, 0:02 Uhr – Bundesärztekammer fordert Alternativen zum Lockdown

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert mehr Flexibilität bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Der monatelange Jo-Jo-Dauerlockdown zermürbe die Menschen. Er dürfe nicht die einzige Antwort auf die dritte Corona-Welle sein, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Städte wie Tübingen und Rostock zeigten wie es gehe. Dort würden kostenlose Schnelltests mit lokalen Lockerungen kombiniert. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler sagte dagegen, die jüngste Zunahme der Infektionen könne nur mit Hilfe eines Lockdowns gestoppt werden.

24.3.2021, 22:08 Uhr – Harter Lockdown für Wien

In der österreichischen Hauptstadt Wien und zwei benachbarten Bundesländern gelten über Ostern schärfere Corona-Beschränkungen. Museen und Geschäfte, die nicht für den Grundbedarf nötig sind, müssen schließen. Außerdem gibt es auch tagsüber Ausgangssperren. In Wiens Krankenhäusern ist die Zahl der Corona-Patienten stark gestiegen.

24.3.2021, 21:03 Uhr – Merkel hält Vertrauensfrage nicht für nötig

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt es ab, im Bundestag die Vertrauensfrage zu stellen. Oppositionspolitiker hatten sie dazu aufgefordert, nachdem sie den Plan einer verlängerten Osterruhe wieder zurückgezogen hatte. Merkel sagte am Abend in einem ARD-Brennpunkt, sie habe heute die Menschen für einen Fehler um Verzeihung gebeten. „Das ist, glaube ich, das Richtige, was zu tun ist. Ich habe ansonsten die Unterstützung der gesamten Bundesregierung und insofern auch des Parlamentes.“

Merkel gegen Vertrauensfrage "Nein, das werde ich nicht tun"

Bundeskanzlerin Merkel hat ihre Kehrtwende bei der Osterruhe verteidigt. Im ARD-Brennpunkt räumte sie ein, dass die Maßnahmen nicht so gut geplant waren, wie es notwendig gewesen wäre.  mehr...

24.3.2021, 20:32 Uhr – Belgien verschärft Corona-Beschränkungen

Die belgische Regierung verschärft die Corona-Beschränkungen. Wegen steigender Ansteckungszahlen werden ab Samstag die Schulen mit Ausnahme der Vorschulen für vier Wochen geschlossen, teilte Ministerpräsident Alexander De Croo in Brüssel mit. Nicht lebensnotwendige Geschäfte sollen nur noch für Kunden nach vorheriger Termin-Vereinbarung öffnen. Friseure, Tattoostudios und Kosmetiker müssen komplett schließen. Zurzeit gilt in Belgien bereits eine nächtliche Ausgangssperre.

24.3.2021, 19:10 Uhr – Millionen Astrazeneca-Impfdosen in Italien gefunden

Bei einer Durchsuchung in Italien sind 29 Millionen Astrazeneca-Impfdosen gefunden worden. Das hat die Regierung in Rom bestätigt. Die Impfstoffdosen seien durch eine Sondereinheit entdeckt worden, heißt es. Sie lagern in Kühlhallen eines italienischen Unternehmens, der Impfstoff im Auftrag von Astrazeneca abfüllt. Laut Medienberichten sei der Impfstoff für einen Export an Großbritannien vorgesehen. Astrazeneca dementiert das. Ein Teil des Impfstoffs sei für die EU vorgesehen, ein anderer Teil für den Export in ärmere Länder, so Astrazeneca. Der Wirkstoff sei außerhalb der EU hergestellt und zur Abfüllung nach Italien gebracht worden.

24.3.2021, 17:20 Uhr – EU will Impfstoff-Exporte schärfer kontrollieren

In der EU gelten bald strengere Export-Regeln für Corona-Impfstoffe. Die EU-Kommission hat beschlossen, unter anderem die Exportkontrolle zu erweitern. Dadurch können künftig Lieferungen aus der EU an Drittstaaten in bestimmen Fällen gestoppt werden. Entwicklungsländer sind davon ausgenommen. Bisher konnten die einzelnen Mitgliedsländer entscheiden, ob sie Exporte genehmigen oder nicht. Laut des Vizepräsidenten der EU-Kommission Valdis Dombrovskis sollen aber generelle Exportverbote nicht beabsichtigt.

24.3.2021, 15:30 Uhr – Urlaubsreisen ins Ausland: Bundesregierung prüft vorübergehendes Verbot

Die Bundesregierung prüft, ob Reisen in beliebte Urlaubsgebiete im Ausland wegen der Corona-Pandemie vorübergehend unterbunden werden können. Es gebe einen entsprechenden Prüfauftrag, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin.

24.3.2021, 13:10 Uhr – Astrazeneca lagert wohl fast 30 Millionen Impfdosen in Italien

In Italien sind nach Auskunft eines französischen Regierungsvertreters rund 29 Millionen Impfdosen von Astrazeneca entdeckt worden. Es müsse nun bei den in einer Fabrik am Wochenende sichergestellten Dosen geprüft werden, ob sie für den Export bestimmt gewesen seien, heißt es weiter aus Paris. Würde sich dies bewahrheiten, müsste die Lieferung gestoppt werden. Aus deutschen Regierungskreisen heißt es, womöglich gebe es nun die Möglichkeit, die Lieferungen an die EU merklich zu steigern. Das habe der Astrazeneca-Chef auch zugesagt.

24.3.2021, 12:40 Uhr – Merkel entschuldigt sich nach Rücknahme der Osterruhe-Regelung

Nach dem Kippen der umstrittenen Osterruhe-Regelung hat sich Kanzlerin Angela Merkel bei den Bürgern entschuldigt. Der ganze Vorgang habe zusätzliche Verunsicherung ausgelöst, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. „Das bedauere ich zutiefst, und dafür bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung.“

24.3.2021, 11:15 Uhr – Gestoppt: Doch keine Ruhetage über Ostern

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat bestätigt, dass die sogenannte Osterruhe wieder gekippt wird. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder hätten in ihrer kurzfristig angesetzten Schalte auf Initiative von Merkel entschieden, ihren Beschluss von der Bund-Länder-Konferenz wieder rückgängig zu machen. Ich will der Kanzlerin noch mal meinen großen Respekt für diese Initiative zollen“, sagte Kretschmann.

Gründonnerstag und Karsamstag Gekippt: Doch keine Ruhetage über Ostern

Nach heftiger Kritik wurde die Bund-Länder-Entscheidung zum Oster-Lockdown gekippt: Kanzlerin Merkel hat entschieden, die geplante Osterruhe zu stoppen.  mehr...

24.3.2021, 10:43 Uhr – Laschet kündigt Modellprojekte für Corona-Öffnungen an

Nordrhein-Westfalen will in etwa einem halben Dutzend Modellregionen Öffnungen coronabedingter Einschränkungen mit strengen Schutzmaßnahmen und Testkonzepten erproben. Das kündigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) im Düsseldorfer Landtag an. Die Landesregierung werde befristete Projekte „schnell nach Ostern möglich machen“, sagte Laschet. Dann könnte etwa erprobt werden, mit negativem Corona-Test wieder Kinos, Sport- oder Kulturveranstaltungen zu besuchen.

24.3.2021, 9:59 Uhr – USA: Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt langsamer

In den USA hat sich das Tempo beim Rückgang der Corona-Neuinfektionen verlangsamt. Die Behörden meldeten für Dienstag insgesamt 51.587 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Das waren knapp 2.000 weniger als am gleichen Tag der Vorwoche mit 53.811. Der bisherige Tagesrekord war am 2. Januar mit 300.416 neuen Infektionen binnen 24 Stunden registriert worden. Im Januar und Februar verzeichneten die Behörden im Wochenvergleich noch Rückgänge von mehreren Zehntausend Fällen.

Die Zahl der neuen Todesfälle mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion lag am Dienstag bei 844. Eine Woche zuvor waren es noch 1.165. Der bisherige Höchstwert wurde am 12. Januar mit rund 4.477 Toten verzeichnet.

24.3.2021, 9:04 Uhr – Russen wollen in Bayern Corona-Impfstoff produzieren

Der russische Pharmakonzern R-Pharm will von Juni oder Juli an im bayerischen Illertissen den in Moskau entwickelten Corona-Impfstoff Sputnik V produzieren. 0Wir unternehmen alle Anstrengungen, damit es im Sommer losgehen kann", sagte R-Pharm-Manager Alexander Bykow der Nachrichtenagentur dpa. In Illertissen könnten monatlich Millionen Dosen produziert werden. "Wir haben die Ausrüstung schon dort und die Kader“, sagte Bykow. Die genaue Produktionskapazität nannte er nicht. Im Moment prüft die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) die Zulassung des Präparats.

24.3.2021, 7:36 Uhr – Intensivmediziner spüren Auswirkungen von Impfungen

Die deutschen Intensivmediziner registrieren nach Angaben ihres Verbandes Divi Auswirkungen der Impfungen. Auf den Intensivstationen gebe es nur noch „sehr wenig“ Corona-Patienten im Alter von 80 Jahren, sagt Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), im Deutschlandfunk. Das sei deutlich zu sehen. „Die Impfungen scheinen wirklich zu wirken“, freute sich Marx. „Wenn wir die über 65-Jährigen geimpft haben, werden wir einen Effekt deutlich merken.

24.3.2021, 5:16 Uhr – Mehr als 75.000 Corona-Tote in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Mittwoch 15.813 Neuinfektionen. Das sind 2.378 Fälle mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz verharrt bei 108,1 im Vergleich zum Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 248 weitere Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 75.212.

23.3.2021, 20:40 Uhr – Niederlande verlängern Lockdown

Die Niederlande verlängern ihre Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung bis zum 20. April. Das sei enttäuschend, sagte Ministerpräsident Mark Rutte auf einer Pressekonferenz in Den Haag. Angesichts weiter steigender Infektionszahlen habe die Regierung jedoch keine andere Wahl.

23.3.2021, 19:30 Uhr – Bund arbeitet an Umsetzung der Corona-Beschlüsse

Das Bundesinnenministerium arbeitet derzeit an der Umsetzung der Corona-Beschlüsse von gestern. Unklar sind unter anderem noch einige Details der Feiertagsregelung. Bund und Länder wollen Gründonnerstag und Karsamstag grundsätzlich wie einen Sonntag beziehungsweise wie einen gesetzlichen Feiertag behandeln. Arbeitnehmer sollen freihaben oder die üblichen Aufschläge bezahlt bekommen. Geschäfte bleiben geschlossen. Nur der Lebensmitteleinzelhandel darf am Karsamstag öffnen.

23.3.2021, 19:00 Uhr – Spahn erwartet bis Ende April 20 Millionen Impfdosen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet nach Medienberichten bis Ende April die Lieferung von fast 20 Millionen Corona-Impfdosen. Das geht aus einem Papier des Ministeriums zur Impfstoffbeschaffung hervor, das unter anderem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Danach wird die wöchentliche Liefermenge von Biontech/Pfizer ab dem 5. April auf gut 2,5 Millionen Dosen steigen. Auch die Menge der anderen in der EU zugelassenen Impfstoffe soll ab April größer werden. Das Ministerium verweist in dem Papier darauf, dass es sich um Schätzungen handelt.

23.3.2021, 18:35 Uhr – Vatikan reduziert Osterprogramm

Papst Franziskus wird die Ostergottesdienste im Vatikan in diesem Jahr erneut nur mit wenigen Gläubigen feiern. Das geht aus seinem heute veröffentlichten Terminkalender hervor. Demnach wird Franziskus - wie bereits im vergangenen Jahr – wegen der Corona-Beschränkungen die Ostermesse nicht auf dem Petersplatz sondern im Petersdom feiern. Wie bei allen anderen Feiern sind dazu nur wenige Gläubige zugelassen. Der Papst ist bereits gegen Corona geimpft.

23.3.2021, 17:53 Uhr – Impfstoffbeauftragter: Impftempo wird erhöht

Der Impfstoffbeauftragte der Bundesregierung rechnet damit, dass das Impftempo in den kommenden Wochen deutlich erhöht wird. Im Mai sei eine wöchentliche Produktionsrate von ungefähr sechs Millionen Dosen möglich. Und selbst das könne noch gesteigert werden. Damit werde man weit über die Impfzentren hinaus auch die Hausärzte mobilisieren und die Corona-Impfung schnell vorantreiben. Die Zusage der Bundesregierung, bis Ende des Sommers jedem ein Impfangebot zu machen, lasse sich damit einhalten.

23.3.2021, 15:48 Uhr – Mallorca will doch keine deutschen Oster-Urlauber

Die Regionalregierung der Balearen rudert beim Thema Oster-Urlaub zurück. Ostern habe keine Priorität, wichtig sei die Sommersaison, sagte der zuständige Wirtschaftsminister in einem Zeitungsinterview. Noch vor zwei Wochen waren Deutsche explizit eingeladen worden, ihren Osterurlaub auf Mallorca zu verbringen. Seither steigen dort allerdings die Infektionszahlen. Cafés, Restaurant und Kneipen sollen bald wieder geschlossen werden.

23.3.2021, 14:12 Uhr – Teichert: „Oster-Lockdown reicht nicht“

Die Vorsitzende des Verbandes der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst, Ute Teichert, hat die Beschlüsse zur Corona-Pandemie scharf kritisiert. Teichert sagte im SWR: Der „Oster-Lockdown reicht nicht, um Infektionszahlen zu drücken.“ Sie erwarte in den kommenden anderthalb Wochen bis Ostern einen weiteren Anstieg der Inzidenzen. Der beschlossene Komplett-Lockdown von Gründonnerstag bis Ostermontag werde nicht ausreichen, um die Zahl der Neuinfektionen zu senken. Das Ziel müsse die Zahl 35 sein.

23.3.2021, 13:43 Uhr – Viel Diskussionsbedarf um Gründonnerstag

Vor dem geplanten Lockdown über die Osterfeiertage sind noch viele rechtliche Fragen zu klären. Konkret geht es vor allem um den Gründonnerstag, der dieses Jahr ein Ruhetag sein soll. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte, es gebe noch „schwierige rechtliche Fragen“ zu klären, unter anderem bei der Ruhetagsregelung. „Wir können das nicht über das Feiertagsgesetz machen, das betrifft 16 Länder, deshalb geht man jetzt über das Infektionsschutzgesetz.“ Dies müsse der Bund regeln. Wie genau das umzusetzen sei, sei aber noch unklar. Den Tag zum gesetzlichen Feiertag zu erklären, sei rein zeitlich nicht möglich.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte, der Gründonnerstag sei wie ein Feiertag zu behandeln. Der niedersächsische Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) geht nach eigenen Worten davon aus, dass dieser Ruhetag auch für das Homeoffice gelte. Der Bund müsse nun eine Rechtsgrundlage erarbeiten. Das bayerische Landeskabinett hat heute bereits beschlossen, dass am Gründonnerstag neben Geschäften auch Betriebe und Behörden schließen.

23.3.2021, 10:40 Uhr – Evangelische Kirche irritiert von Gottesdienst-Entscheidung

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) findet den beschlossenen Oster-Lockdown befremdlich. Bund und Ländern wollen, dass Religionsgemeinschaften gebeten werden, „religiöse Versammlungen in dieser Zeit nur virtuell durchzuführen“. „Der Beschluss des Corona-Gipfels hat uns sehr überrascht, zumal davon das wichtigste Fest der Christen betroffen wäre“, sagt der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die EKD werde sich in den von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigten Gesprächen zunächst genau erläutern lassen, warum die bewährten Hygieneschutz-Maßnahmen, die alle Landeskirchen für ihre Gottesdienste haben, nun nicht mehr ausreichen sollen. „Anschließend werden wir in unseren Gremien beraten, wie wir mit der Bitte umgehen“, sagt Bedford-Strohm.

23.3.2021, 10:18 Uhr – Lauterbach: „Brauchbarer Beschluss“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist mit den Beschlüssen des Bund-Länder-Gipfels zufrieden. „Die Vollbremse zu Ostern plus die Notbremse bis dahin sind ein brauchbarer Beschluss, wirken aber nur, wenn sich alle daran halten“, twitterte er. Entscheidend sei, ob bis nach Ostern die Strategie von zweimal Testen pro Woche in Schulen und Betrieben vorbereitet sei. Bis Ostern und auch kurz danach würden die Fallzahlen wieder steigen. „Der kurzen Unterbrechung an Ostertagen gelingt keine Umkehr aus dem exponentiellen Wachstum“, warnte Lauterbach. „Daher gilt weiter: will man die belegt wirksamen Ausgangssperren vermeiden, müssen auch die Betriebe Tests anbieten.“ Die Testpflicht für Reiserückkehrer aus Mallorca sei sinnvoll. „Sonst gefährden wenige leichtsinnige Reisende die vielen, die selbst zu Ostern auf so viel verzichtet haben.“ Lauterbach rief dazu auf, Reisen zu verschieben.

(1) Die Vollbremse zu Ostern plus die Notbremse bis dahin sind ein brauchbarer Beschluss, wirken aber nur, wenn sich alle daran halten. Entscheidend ist es, ob bis nach Ostern die Teststrategie von 2xTesten/Woche in Schulen und Betrieben vorbereitet ist. https://t.co/nYiUYyUkpZ

(2) Bis Ostern und auch kurz danach werden Fallzahlen wieder steigen. Der kurzen Unterbrechung an Ostertagen gelingt keine Umkehr aus dem exponentiellen Wachstum. Daher gilt weiter: will man die belegt wirksamen Ausgangssperren vermeiden, müssen auch die Betriebe Tests anbieten.

(3) Die Testpflicht für Reiserückkehrer aus Mallorca ist sinnvoll. Sonst gefährden wenige leichtsinnige Reisende die vielen, die selbst zu Ostern auf so viel verzichtet haben. Ich appelliere an alle, Reisen zu schueben. Wir riskieren jetzt viele Menschenleben, 3. Welle wird hart

23.3.2021, 9:30 Uhr – Dreyer: Osterlockdown soll Infektionszahlen senken

Mit dem Lockdown von Gründonnerstag bis Ostermontag soll das öffentliche Leben nach Worten der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) drastisch heruntergefahren werden, um die Infektionszahlen zu senken. „Im Rahmen einer solchen Feiertagsregelung sollen Betriebe und auch der Handel schließen“, sagte Dreyer. „Dadurch werden Kontakte und Mobilität drastisch reduziert.“ Sie kündigte zugleich an, „unmittelbar nach der Oster-Ruhe in wenigen Modellregionen zu erproben, wie wir mit Testen, Impfen, Kontaktnachverfolgen und der Analyse von Infektionswegen Neuinfektionen vermeiden können, ohne alles zu schließen“.

23.3.2021, 7:50 Uhr – Braun verteidigt harte Beschränkungen über Ostern

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) verteidigt den Beschluss von Bund und Ländern zu schärferen Corona-Beschränkungen über Ostern. Es sei besser, die privaten Kontakte für diese überschaubare Zeit von fünf Tagen deutlich zu reduzieren, sagte Braun RTL/ntv. „Das ist besser erträglich als Maßnahmen, die die nächsten drei oder vier Wochen zusätzliche Beschränkungen bedeuten.“ Es sei zudem richtig, keine neuen Lockerungen beschlossen zu haben. „Die britische Mutante hat auch in Deutschland die Führerschaft übernommen und sorgt jetzt für eine sehr ernstzunehmende dritte Welle. Das macht leider wieder Beschränkungen erforderlich.

23.3.2021, 7:46 Uhr – Studie: Medikamentencocktail bei Corona wirksam

Eine Medikamenten-Kombination ist laut neuen Studiendaten des Schweizer Pharmakonzerns Roche gegen das Coronavirus wirksam. Ein Antikörper-Cocktail aus Casirivimab und Imdevimab habe Krankenhaus-Einweisungen und Todesfälle um rund 70 Prozent reduziert, teilte Roche mit. Zudem habe die von Regeneron entwickelte Therapie zu einer Verkürzung der Dauer der Symptome um vier Tage geführt. Die Studienergebnisse würden der US-Gesundheitsbehörde FDA sowie der Europäische Arzneimittelagentur EMA vorgelegt.

23.3.2021, 5:07 Uhr – Sieben-Tage-Inzidenz deutschlandweit bei 108,1

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Dienstag 7.485 Neuinfektionen. Das sind 2.005 Fälle mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 108,1 nach 107,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 250 weitere Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 74.964. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,674 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

23.3.2021, 3:21 Uhr – Verschärfter Lockdown über Ostern beschlossen

Angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen schicken Bund und Länder Deutschland über Ostern in den schärfsten Lockdown seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr. Von 1. bis 5. April soll das öffentliche, wirtschaftliche und private Leben in Deutschland stark heruntergefahren werden. Der Gründonnerstag und Karsamstag werden dazu einmalig zu Ruhetagen erklärt. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am frühen Morgen nach den Beratungen von Bund und Ländern bekanntgegeben. Insgesamt wurde der Lockdown bis 18. April verlängert.

23.3.2021, 3:02 Uhr – Merkel: Lage ist "sehr, sehr ernst"

Kanzlerin Angela Merkel sieht Deutschland in einer "sehr, sehr ernsten Lage" angesichts der Ausbreitung der Virus-Varianten und steigender Infektionszahlen. Die entscheidenden Begriffe seien "Vorsicht und Flexibilität, sagte Merkel nach Abschluss der Beratungen.

22.3.2021, 21:00 Uhr – Ausgangssperre in Ludwigshafen

In Ludwigshafen ist um 21 Uhr wieder eine Ausgangssperre in Kraft getreten. Bis 5 Uhr dürfen Bewohner ihre Wohnung nur in Ausnahmefällen verlassen. Geschäfte, die nicht Dinge des täglichen Bedarfs verkaufen, dürfen seit heute nur noch Termin-Shopping anbieten. Auch in weiteren Orten in Rheinland-Pfalz treten wieder Verschärfungen in Kraft, etwa ab morgen im Kreis Mayen-Koblenz und ab übermorgen im Kreis Alzey-Worms.

22.3.2021, 20:29 Uhr – Airlines wollen Mallorca-Rückkehrer selbst testen

Deutsche Fluggesellschaften wollen Mallorca-Urlauber vor deren Rückflug selbst auf Corona testen. Das berichten mehrere Medien. Die Lufthansa, Tui, Condor und Eurowings suchten nun nach geeigneten Örtlichkeiten. Es gehe um bis zu 40.000 Reise-Rückkehrer zu Ostern. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) habe sich in den vergangenen Stunden massiv dafür eingesetzt, dass die Fluggesellschaften testen. Die Bundesregierung hatte Mallorca vor einer Woche von der Liste der Risikogebiete gestrichen und die Reisewarnung wegen stark gesunkener Infektionszahlen aufgehoben. Damit war auch die Testpflicht und die Quarantäne für Rückkehrer entfallen. Die Folge war ein Buchungsboom aber auch heftige Diskussionen über neue Infektionsrisiken.

22.3.2021, 20:15 Uhr – Mallorca schließt Innenräume von Gaststätten

Wegen steigender Corona-Zahlen will die Regionalregierung Mallorcas die erst vor kurzem wieder geöffneten Innenräume von Cafés, Restaurants und Kneipen schließen. Die Maßnahme solle noch diese Woche umgesetzt werden, schrieb die deutschsprachige Mallorca-Zeitung. Die Zahl der Neuansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf den Balearen, zu denen Mallorca gehört, stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Montagabend auf 26,45. Vergangene Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch unter 20 gelegen. Im Vergleich zu Deutschland ist das ein immer noch relativ niedriger Wert.

22.3.2021, 19:24 Uhr – Bund-Länder-Beratungen unterbrochen

Die Bund-Länder Beratungen zu den Corona-Regeln sind unterbrochen. Zuvor hat sich abgezeichnet, dass sich die Beteiligten in vielen Punkten uneins sind. Klar ist wohl, dass die derzeit geltenden Regeln bis Mitte April verlängert werden. Auch über Ostern wird es wohl keine Lockerungen geben. Der Plan, kontaktarmen Urlaub innerhalb Deutschlands zu erlauben, ist nach Informationen der Deutschen-Presse-Agentur ebenfalls vom Tisch. Berichten zufolge hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewarnt, mit diesen bisherigen Plänen sei die Infektionsdynamik nicht zu brechen.

22.3.2021, 18:28 Uhr – Österreich verschiebt Öffnung von Außengastronomie

Österreich hat die für Samstag geplante Öffnung von Biergärten und Außengastronomie verschoben. Bundeskanzler Sebastian Kurz verwies auf den raschen Anstieg der Infektionszahlen und die angespannte Situation in den Intensivstationen. Er stellte Öffnungsschritte erst für nach Ostern in Aussicht. Wegen der hohen Inzidenzwerte in der Hauptstadt Wien und im Osten des Landes, sollen in den nächsten Tagen eigene Maßnahmen für diese Region ausgearbeitet werden.

22.3.2021, 17:03 Uhr – Medien: Genereller Lockdown wohl bis 18. April 

Die Corona-Beschränkungen in Deutschland sollen bis zum 18. April verlängert werden. Das berichten mehrere Medien und berufen sich auf Verhandlungskreise der Bund-Länder-Schalte. Bei den Beratungen zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Länderchefs geht es unter anderem auch darum, wie es in Schulen und Kitas weitergeht. Außerdem sind mögliche Lockerungen der Kontaktregeln an Ostern im Gespräch.

22.3.2021, 16:21 Uhr – Scholz plant für 2022 Neuverschuldung von 81,5 Milliarden

Die Corona-Krise belastet den Bundeshaushalt deutlich stärker als erwartet: Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will in diesem und im nächsten Jahr insgesamt mehr als 140 Milliarden Euro neue Schulden machen. Im laufenden Jahr sind es nach Angaben des Finanzministeriums 60,4 Milliarden Euro mehr als geplant. Für das kommende Jahr kommt demnach eine zusätzliche Neuverschuldung von rund 81,5 Milliarden Euro hinzu. "Wir wollen nichts schönreden, die Nettokreditaufnahme ist hoch", hieß es.

22.3.2021, 15:31 Uhr – Wieder schärfere Auflagen für den Einzelhandel in NRW

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat auf ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster reagiert: Nun gelten Corona-Beschränkungen auch für Buchhandlungen, Schreibwarengeschäfte und Gartenmärkte. Sie müssen die Zahl ihrer Kunden pro Quadratmeter begrenzen und dürfen nur mit Termin-Buchungen verkaufen. Bisher waren sie von diesen Regelungen ausgenommen. Dagegen hatte eine Media-Markt-Filiale geklagt - sie sah sich und den übrigen Handel benachteiligt. Das Gericht sah das ähnlich. Nach Ansicht der Richter hat die Landesregierung mit der Ausnahme gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung verstoßen. Mit der Reaktion will die NRW-Landesregierung diesem Grundsatz nun entsprechen.

22.3.2021, 14:01 Uhr – Giffey will Coronatests auch für Kitakinder

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat flächendeckende Coronatests auch für Kitakinder gefordert. "Die Inzidenzwerte bei Kitakindern sind in den vergangenen Tagen nachweisbar angestiegen". Deshalb sei es notwendig, alle Altersstufen bei den Selbsttests in Schulen und Kitas zu berücksichtigen.

"Wenn wir die Kindertagesbetreuung in Kitas und in der Kindertagespflege aufrecht erhalten wollen, werden wir nicht umhin kommen, auch die Kinder zu testen."

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD)

Dies sollte durch die Eltern vor dem Besuch der Einrichtung geschehen.

22.3.2021, 12:53 Uhr – Umfrage: Großteil will über Ostern daheim bleiben

Die meisten Menschen in Deutschland wollen wegen der steigenden Corona-Zahlen an Ostern zu Hause bleiben. In einer Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts YouGov gaben 79 Prozent der Befragten an, nicht verreisen zu wollen. Nur 2 Prozent wollen im Ausland Urlaub machen, 4 Prozent im Inland. Nächste Woche beginnen in den meisten Bundesländern die Osterferien. Ob dann Reisen oder Treffen mit mehreren Personen in Deutschland möglich sein werden, wollen die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten beim Bund-Länder-Gipfel am Nachmittag beraten.

22.3.2021, 11:19 Uhr – Gericht: Einzelhandel in NRW darf normal öffnen

Das Oberverwaltungsgericht von Nordrhein-Westfalen hat die Beschränkungen für den Einzelhandel gekippt. Grund ist, dass nicht alle Branchen gleich behandelt werden. Das Land könne aber kurzfristig eine Neuregelung schaffen.

22.3.2021, 9:00 Uhr – Zahl der Corona-Intensivpatienten steigt

Die Zahl der schwer erkrankten Corona-Patienten auf Deutschlands Intensivstationen ist wieder angestiegen. Mit mehr als 3.000 belegten Betten liegt die Belastung im Moment wieder so hoch wie zu den Spitzenzeiten in der ersten Welle im Frühjahr 2020. Das geht aus dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervor. "Wir starten jetzt auf den Intensivstationen in die dritte Welle und das auf einem sehr hohem Niveau", teilte die Vereinigung mit. Und weiter: "Wir erwarten in den nächsten Wochen einen rasanten Anstieg der Patienten, da die Welle der Intensivpatienten immer zwei bis drei Wochen der Infektionswelle nachrollt."

Stuttgart

Intensivmediziner aus Stuttgart im Gespräch Lage auf Intensivstationen: Vor allem der Personalmangel macht Sorge

Die Infektionszahlen bei uns steigen. Die dritte Welle in der Corona-Pandemie rollt an. Noch ist die Lage ruhig am Marienhospital Stuttgart, sagt der ärztliche Direktor. Die Sorge wächst dennoch.  mehr...

22.3.2021, 8:20 Uhr – Studie: Astrazeneca-Impfstoff hat 79 Prozent Wirksamkeit

Der von der Universität Oxford und dem schwedisch-britischen Pharmakonzern Astrazeneca entwickelte Covid-19-Impfstoff kommt in einer breit angelegten Studie in den USA auf eine Wirksamkeit von 79 Prozent. Zugleich weise er eine hundertprozentige Wirkung gegen schwere Erkrankungen auf, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machten, geht aus den Studiendaten hervor. Deutschland hatte die Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca zwischenzeitlich nach Berichten über Blutgerinnsel gestoppt. In den USA ist der Impfstoff bisher nicht zugelassen.

Weitere gute Nachrichten zu AstraZeneca Impfstoff. In grosser US Zulassungsstudie verhinderte der Impfstoff alle Todesfälle und Krankenhauseinweisungen durch Covid. 79% Senkung aller Symptome. Keine erhöhte Thrombosegefahr, kein Fall von Gehirnthrombose https://t.co/gjjOwZBux0

22.3.2021, 7:38 Uhr – Weil: Reisemöglichkeit nach Mallorca überprüfen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) fordert eine Überprüfung der Reisemöglichkeit nach Mallorca. Man werde in der Bund-Länder-Runde besprechen müssen, ob die Entscheidung, Mallorca nicht mehr als Risikogebiet einzustufen, „in Stein gehauen“ sei, sagte Weil im ZDF. Ihm wäre die Möglichkeit für einen „kontaktarmen Urlaub“ im eigenen Bundesland lieber. Urlaub als Selbstversorgung sollte hier möglich sein.

22.3.2021, 7:05 Uhr – Ramelow kritisiert Mallorca-Flüge der Airlines

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat Fluggesellschaften kritisiert, die in der gegenwärtigen Pandemie-Lage Mallorca-Reisen anbieten. Das sei besonders bei Unternehmen problematisch, die staatliche Hilfen in der Corona-Krise erhielten, sagte Ramelow im Deutschlandfunk. Er könne nur den Kopf schütteln, dass die Schweiz Thüringen wegen hoher Infektionszahlen gerade zum Hochrisikogebiet erklärt habe, Thüringer aber gleichzeitig in den Urlaub nach Mallorca fliegen könnten. Ramelow fordert die Wirtschaft zudem auf, ihre Mitarbeiter selbst zu testen. Er wäre froh, „wenn die ganzen Unternehmen mitmachen“.

22.3.2021, 6:40 Uhr – Brinkhaus: Notbremse konsequent durchzuziehen

Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus hat die Bundesländer aufgefordert, die Anfang März vereinbarte Notbremse bei den Lockdown-Lockerungen „konsequent und ohne Ausnahme“ umzusetzen. „Die Ministerpräsidenten stehen jetzt in der Verantwortung, einen weiteren Anstieg der Zahlen und damit der Kranken und Toten zu verhindern“, sagte der CDU-Politiker. „Wir sind jetzt in der wahrscheinlich kritischsten Phase der Pandemie.“ Lockerungen im Osterreiseverkehr verböten sich deshalb. „Im Gegenteil: Die Lockdown-Maßnahmen müssen – so problematisch das auch ist – noch einmal erweitert werden. Ansonsten wird es für uns alle ein sehr schwerer Sommer.

22.3.2021, 5:23 Uhr – RKI meldet 7.709 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Montag 7.709 Neuinfektionen. Das sind 1.105 Fälle mehr als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 107,3 nach 103,9 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 50 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 74.714. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,667 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

22.3.2021, 3:15 Uhr – Intensivmediziner wollen strengen Lockdown mit verschärftem Kontaktverbot

Die deutschen Intensivmediziner pochen vor den Beratungen der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf einen strengeren Lockdown mit Verschärfungen des Kontaktverbots. „Ich erwarte von den Ministerpräsidenten und der Kanzlerin, dass sie sich an diesem Montag auf bundesweit einheitliche und ganz einfache Verschärfungen einigen“, sagt Christian Karagiannidis, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin der Rheinische Post. Es sei entscheidend, dass alle Länder dieselben Maßnahmen umsetzen und sie leicht zu verstehen sind. Er fordert eine Rückkehr zu einem strengeren Lockdown wie Anfang März und die Schließung von Schulen und Kitas bis ausreichende Testmöglichkeiten vorliegen sowie Kontaktmöglichkeiten „massiv“ zu beschränken. Das derzeitige Tempo der Ansteckungen werde ansonsten „im April bis Mai für eine Überlastung der Intensivstationen sorgen“.

22.3.2021, 2:50 Uhr – Vertrauen in Astrazeneca-Impfsoff weiter gesunken

Das Vertrauen in die Sicherheit des Impfstoffs von Astrazeneca ist in Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien einer Umfrage zufolge weiter gesunken. Etwa 55 Prozent der Deutschen halten den Impfstoff für unsicher, weniger als ein Drittel für sicher, heißt es in der Yougov-Umfrage. Schon Ende Februar hätten die Europäer dem Impfstoff zögerlicher gegenübergestanden als denen von Biontech/Pfizer und Moderna. Der Stopp der Impfungen mit Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers wegen Bedenken über Blutgerinnsel habe die öffentliche Wahrnehmung über die Sicherheit weiter beschädigt.

22.3.2021, 2:20 Uhr – Lehrer in Deutschland gegen Präsenzunterricht

Die deutschen Lehrer wehren sich angesichts der hohen Inzidenzzahlen gegen das Festhalten am Präsenzunterricht. „Wenn es den Bundesländern ernst damit gewesen wäre, Schulen trotz stark steigender Inzidenzzahlen offen zu halten, hätte man dafür sorgen müssen, dass jetzt Lehrkräfte geimpft und Schulen mit Schnelltests in ausreichender Zahl ausgestattet sind. Davon sind wir aber an 9 von 10 Schulen noch meilenweit entfernt“, sagt der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, der Rheinische Post. Er habe daher kein Verständnis für den Vorstoß der Kultusministerkonferenz, weiter am Präsenzunterricht festzuhalten, wenn die Inzidenzen über 100 klettern. Das sei mit Blick auf die Infektionsgefahr nicht verantwortbar.

22.3.2021, 2:05 Uhr – Lauterbach: Bitte nicht nach Mallorca fliegen

Derjenige, der getestet wurde und negativ ist, muss nicht in Quarantäne, weil Mallorca kein Risikogebiet ist“, sagte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der Bild. Er rät jedoch dringend von einem Urlaub auf der Balearen-Insel ab. „Wir haben seit einer Woche die brasilianische Mutation auf Mallorca. Ich appelliere an jeden, nicht zu reisen.“ Alle Reiserückkehrer müssten getestet werden. „Das ist das mindeste, was man verlangen kann, wenn jemand eine solch riskante Reise macht.

Die brasilianische Mutante P1 ist die grösste Gefahr bisher. Sie verbindet mehr Ansteckung, Sterblichkeit und Teil-Resistenz gegen Impfungen. Ist ist eine weltweite Bedrohung. Jeder Ausbruch muss konsequent eingedämmt werden. Leider ist sie auch auf Mallorca. Daher Tests ein Muss https://t.co/VZXbExA693

22.3.2021, 1:05 Uhr – Handelsverband: "Inzidenzzahl hinter uns lassen"

Der Handelsverband Deutschland hat die Corona-Auflagen der Politik scharf kritisiert. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth spricht in der Bild-Zeitung von einem bundesweiten Durcheinander, das ein Ende haben müsse. Wörtlich sagte er: „Wir müssen die Inzidenzzahl hinter uns lassen und Aspekte wie die höhere Testquote und die Auslastung der Intensivbetten einbeziehen.“ Viele Händler kämpften jeden Tag um ihre Existenz. „Ihre Zukunft von einem Regelchaos und Inzidenzzahlen abhängig zu machen, ist nicht tragbar“, so Genth. Das Ansteckungsrisiko im Einzelhandel sei gering. „Funktionierende Konzepte sind da, jetzt bedarf es einer neuen Öffnungsstrategie.

21.3.2021, 23:14 Uhr – EU-Kommissar: Herdenimmunität in der EU bis Juli

Der EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton geht davon aus, dass die sogenannte Herdenimmunität in der EU bis Mitte Juli erreicht werden kann. Dann würde sich das Coronavirus nicht mehr so stark ausbreiten können, weil eine ausreichend große Anzahl von Menschen immun wäre – zum Beispiel durch Impfung. „Die Impfstoffe kommen, sie werden da sein“, versicherte Breton im französischen Fernsehsender TF1. Er verwies auf geplante Lieferungen von mindestens 300 Millionen Dosen Impfstoff in den Monaten März bis Juni. Inzwischen werde in 55 Werken in Europa Corona-Impfstoff hergestellt, so Breton. Die EU habe deshalb für den russischen Impfstoff Sputnik V „absolut keinen Bedarf“.

21.3.2021, 21:58 Uhr – Kanzleramt will Lockdown bis 18. April verlängern

Der Lockdown soll bis 18. April verlängert werden. Das sieht zumindest eine Beschlussvorlage aus dem Kanzleramt vor. Darin sind auch weitere Verschärfungen vorgesehen. Unter anderem könnten ab wöchentlichen Inzidenzen von mehr als 100 regionale Ausgangsbeschränkungen angeordnet werden. Sie sollen bis 5 Uhr morgens gelten, der Beginn ist offen gehalten. Die Passage muss nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur allerdings noch verhandelt werden. Ebenso der Vorschlag, Schulen und Kitas zu schließen oder noch nicht zu öffnen, wenn nicht alle Beteiligten zweimal die Woche getestet werden können oder bei einer Inzidenz von mehr als 200. Bund und Länder beraten morgen über weitere Maßnahmen.

21.3.2021, 20:22 Uhr – China: Quarantänepflicht für Einreisende - trotz Impfung

China lockert seine strikten Einreisebestimmungen auch nicht für geimpfte Menschen - sie müssen weiterhin 14 Tage in Corona-Quarantäne. Das hat das Gesundheitszentrum des Landes mitgeteilt. Zur Begründung hieß es, eine Impfung schütze nicht zwangsläufig vor einer Infektion. Vor gut einer Woche hatte das Außenministerium in Peking eigentlich Lockerungen für Reisende angekündigt, die mit einem chinesischen Mittel geimpft sind. Nachdem eine mit dem chinesischen Vakzin geimpfte Person sich in einem Forschungslabor mit dem Coronavirus infiziert hatte, gibt es Zweifel an der Wirksamkeit des Impfstoffs. Laut der chinesischen Gesundheitskommission wurden in China bisher 75 Millionen Impfdosen verabreicht.

21.3.2021, 18:48 Uhr – Bund kaufte Schutzmasken von Burda

Der Bund hat im vergangenen Frühjahr Corona-Schutzmasken vom Medienkonzern Burda gekauft. Das Offenburger Unternehmen bestätigte einen Spiegel-Bericht, wonach 570.000 Masken für gut 900.000 Euro geliefert worden seien. Es seien keine Provisionen an Mitarbeiter gezahlt worden. Das gelte auch für Daniel Funke, den Ehemann von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Funke leitet das Berliner Büro von Burda. Er sei zu keinem Zeitpunkt über die Transaktion informiert oder involviert gewesen, so das Unternehmen. Burda habe die Kosten für die Masken eins zu eins weitergereicht. Das Geschäft kam demnach über ein Unternehmen in Singapur zustande, an dem Burda beteiligt ist.

21.3.2021, 15:55 Uhr – Europäische Städte planen Corona-Schweigeminute

In vielen Städten Europas soll es am Mittwoch, um 12 Uhr eine gemeinsame Schweigeminute für die Corona-Opfer geben. Das kündigte der Verband Eurocities an, in dem rund 200 Städte aus knapp 40 Ländern zusammengeschlossen sind. Europa brauche einen gemeinsamen Augenblick des Gedenkens, erklärte der Präsident des Verbandes, Dario Nardella, die Aktion. Er ist Bürgermeister der italienischen Stadt Florenz. Aus Deutschland beteiligen sich unter anderem Berlin, Hamburg, Dresden, Köln, München, Mannheim, Karlsruhe und Stuttgart daran.

21.3.2021, 15:41 Uhr – Corona-Beschränkungen auf Mallorca

Wer Urlaub auf Mallorca plant, muss sich wohl noch länger auf strenge Corona-Beschränkungen einstellen. Die Chefin der Balearen-Regierung, Francina Armengol, kündigte nur langsame Lockerungen an. Sie sagte einer mallorquinischen Zeitung, man müsse sehr behutsam vorgehen, um die wichtige Sommersaison nicht zu gefährden.

21.3.2021, 12:03 Uhr – Test- und Quarantänepflicht für Auslandsreisen?

Die SPD-geführten Bundesländer wollen einem Konzeptpapier zufolge eine Test- und Quarantänepflicht für alle Auslandsreisenden und damit auch für Mallorca-Urlauber einführen. „Reisen, insbesondere Urlaubsreisen ins Ausland müssen daher unabhängig von Inzidenzen im Zielland mit einer epidemiologisch gebotenen Quarantäne und einer Testpflicht vor Rückreise und bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland verbunden sein“, heißt es in dem Entwurf des Bundes für die Konferenz mit dem Bund und den Ländern am Montag, der Reuters vorliegt.

21.3.2021, 11:28 Uhr – Weil: Neue Reisewarnung für Mallorca aussprechen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ist dafür, für Mallorca wieder eine Reisewarnung auszusprechen. „Die Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca durch die Bundesregierung war ein schwerer Fehler“, zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland den Politiker. „Das Beste wäre es, die Bundesregierung würde ihre Entscheidung revidieren.“ Wenn sie dazu nicht bereit sei, müsse über eine strenge und mehrfache Testpflicht bei der Wiedereinreise oder eine Quarantänezeit gesprochen werden. „Noch mag das Infektionsgeschehen auf Mallorca unkritisch sein, aber wenn über Ostern Menschen aus ganz Europa auf der Insel zusammenkommen, haben wir sofort wieder einen neuen Hotspot.“ Zudem könne er „niemandem erklären, warum er mit seiner Familie kein Ferienhaus in der Lüneburger Heide buchen darf, aber sehr wohl den Flieger nach Mallorca“. Mindestens müsse es auch in Deutschland die Möglichkeit zu kontaktlosem Urlaub in Ferienwohnung oder Ferienhäusern geben.

21.3.2021, 9:15 Uhr – Stärkster Anstieg von Neuinfektionen in Indien seit vier Monaten

Indien meldet den stärksten Anstieg bei den Neuinfektionen seit vier Monaten. Innerhalb eines Tages seien 43.846 Corona-Fälle bestätigt worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. 197 weitere Menschen seien gestorben. Das ist der höchste Wert seit mehr als zwei Monaten. Indien gehört neben den USA und Brasilien zu den von der Pandemie am meisten betroffenen Ländern.

21.3.2021, 5:52 Uhr – Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 103,9

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 13.733 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 103,9 (Vortag: 99,9). Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Den neuen Angaben zufolge starben weitere 99 Menschen. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 74.664. Insgesamt wurden bisher mehr als 2,65 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

Corona-Fallzahlen Inzidenz steigt auf 103,9

Das Robert Koch-Institut meldet 13.733 Corona-Neuinfektionen - wieder deutlich mehr als vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat die wichtige Marke von 100 übersc…  mehr...

21.3.2021, 5:22 Uhr – Forschungsministerin fordert Einhaltung der Notbremse

Die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek ermahnt die Ministerpräsidenten der Bundesländer, die Vereinbarungen einzuhalten, die sie Anfang März beim Treffen mit der Bundeskanzlerin geschlossen hätten. „Bund und Länder haben sich auf die Notbremse ab einer Inzidenz von 100 geeinigt. Das muss eingehalten werden“, sagte die CDU-Politikerin laut Vorabbericht in einem Interview mit der Welt am Sonntag.

Angesichts der sprunghaften Steigerung der Infektionszahlen und der neuen Virusvarianten steuerte Deutschland sonst auf eine unbeherrschbare Situation zu.

21.3.2021, 4:15 Uhr – Viele Taxi-Unternehmen stehen vor dem Aus

Dieses Jahr könnten viele Taxi-Unternehmen wegen der Corona-Krise nicht überstehen. Das befürchtet der Bundesverband Taxi und Mietwagen. Der Geschäftsführer Michael Oppermann sagte der Welt am Sonntag: Ende des Jahres werde ein Drittel der Autos nicht mehr auf den Straßen sein. Viele Konzessionen seien schon zurückgegeben worden. „Wir gehen davon aus, dass es nur noch etwa 24.000 Taxis geben wird, vor der Pandemie waren es rund 36.000“, so Oppermann. Im vergangenen Jahr hatte es in der Taxi-Branche einen Umsatzrückgang von 43 Prozent gegeben. Besonders hart betroffen sind die Taxis in Berlin, heißt es aus der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

21.3.2021, 2:34 Uhr – Löw äußert sich skeptisch zur EM in 12 Ländern

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw ist skeptisch, ob die Europameisterschaft im Sommer wie geplant verteilt auf zwölf Länder möglich ist. Das Turnier sollte schon 2020 stattfinden, ist aber wegen der Corona-Pandemie auf dieses Jahr verschoben worden. Die UEFA möchte, dass bei den Spielen auch Zuschauer im Stadion sind. Löw erklärte im Bayrischen Rundfunk, man freue sich natürlich über Zuschauer bei der EM - im Moment sei das aber nicht realistisch. Er wisse aber auch von einem Plan B, die EM möglicherweise nur in einem Land auszutragen. „Gesundheit steht über allem“, sagte Löw. Nach der EM will er als Bundestrainer aufhören.

21.3.2021, 2:25 Uhr – Scholz warnt vor Reisewelle zu Ostern

Vizekanzler Olaf Scholz warnt vor einer Reisewelle zu Ostern. Der SPD-Politiker sagte der Bild am Sonntag, Osterurlaub im großen Stil könne man sich bei der aktuellen Infektionslage nicht leisten. Sollten viele Menschen Osterurlaub machen, könne später der Sommerurlaub ins Wasser fallen. Familienbesuche über die Feiertage hält Scholz aber für möglich. Er rät dazu, vorher einen Corona-Schnelltest zu machen. Eine allgemeine Öffnung der Außengastronomie zu Ostern sieht Scholz kritisch: „In Gegenden mit sehr niedriger Inzidenz mag das möglich sein, bundesweit halte ich das leider für unwahrscheinlich“, so Scholz. Osterurlaub und wie die Corona-Maßnahmen weitergehen sollen, sind Themen beim Bund-Länder-Treffen am Montag.

21.3.2021, 1:16 Uhr – Hansa Rostock zufrieden mit Spiel vor Publikum

Fußball Drittligist Hansa Rostock ist zufrieden mit dem ersten Fußballspiel vor Publikum seit gut fünf Monaten. Der Vorstand teilte mit, der Ablauf und die Corona Tests seien gelungen. Rund 700 Dauerkartenbesitzer konnten das 1 : 0 gegen den Halleschen FC im Stadion ansehen. Alle Zuschauer und Helfer mussten sich auf das Coronavirus testen lassen. Laut Hansa-Vorstandschef Robert Marien war niemand positiv getestet worden. Die Erkenntnisse will Hansa Rostock mit anderen Vereinen teilen. Rostock hat eine der bundesweit niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenzen.

21.3.2021, 0:59 Uhr – Strengere Einreiseregeln für Polen

Polen gilt seit Mitternacht wegen stark angestiegener Corona-Infektionszahlen als Hoch-Inzidenz-Gebiet. Die Einreise aus dem Land ist nur noch mit einem negativen Corona-Test möglich. Ausnahmen gibt es für Berufspendler und für M

21.3.2021, 0:03 Uhr – Weitere Corona-Proteste in Europa

Auch in weiteren Ländern Europas hat es Proteste gegen die Corona-Maßnahmen gegeben. In London sind Tausende Menschen durch den Hyde-Park und das Zentrum der Stadt gelaufen. Am Ende des Protestmarsches kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Mindestens 33 Menschen wurden festgenommen. Ein Protest in der Schweiz mit rund 6000 Teilnehmern verlief laut Polizei weitgehend friedlich. Die Aktion im Kanton Basel-Land war die bisher größte Protestaktion gegen die Corona-Maßnahmen in der Schweiz.

20.3.2021, 23:45 Uhr – IWF: 90 Millionen Menschen in Armut abgerutscht

90 Millionen Menschen weltweit sind seit Beginn der Corona-Pandemie in extreme Armut abgerutscht. Das hat der Internationale Währungsfonds (IWF) ausgerechnet. Es gebe beunruhigende Signale, dass die Schwellenländer weiter hinter die Industriestaaten zurückfallen, sagte der stellvertretende IWF- Chef Geoffrey Okamoto. Das Einkommen der Menschen in den Entwicklungsländern werde dieses und nächstes Jahr um 22 Prozent geringer sein als es ohne Pandemie wäre. Viele hochverschuldete Länder hätten kaum Spielraum dafür, ihre Ausgaben für den Kampf gegen die Pandemie zu erhöhen. Okamoto sprach aber auch von Hinweisen, dass sich die globale Konjunktur kräftiger als erwartet erholen könne. Virus-Mutationen blieben allerdings ein Risiko.

20.3.2021, 21:45 Uhr – Länderchefs uneins wegen Osterferien

Die Regierungschefs der Länder sind weiterhin uneinig über Urlaubsregelungen für die Osterferien. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) macht den Menschen in einem Bericht der Welt am Sonntag Hoffnung auf Urlaub im eigenen Bundesland. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD)will zumindest Ausflüge erlauben. Man könne Deutschland die nächsten Monate nicht komplett abriegeln, sagte sie. Der Thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) bittet die Menschen dagegen, keine Urlaubsreisen anzutreten. Am Montag soll bei der nächsten Bund-Länder-Schalte unter anderem darüber gesprochen werden.

20.3.2021, 20:40 Uhr – Kritik an Polizeikonzept in Kassel

Es war der bislang größte Protest gegen Corona-Beschränkungen in Hessen: Mehr als 20.000 Menschen haben in Kassel protestiert. Dabei kam es in der Innenstadt zu Krawallen. Polizisten und auch Journalisten wurden angegriffen. Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Günter Rudolph, sprach von einem „absolut unverständlichem Zurückweichen des Staates“ für Corona-Leugner, die ohne Masken und Abstand durch die Innenstadt gezogen seien. Das Einsatzkonzept der Polizei sei gescheitert.

20.3.2021, 20:10 Uhr – Proteste gegen Corona-Regeln auch in Kroatien

Tausende Kroaten haben in fünf Städten gegen die Corona-Beschränkungen protestiert. In der Hauptstadt Zagreb sowie in Osijek und in den Adria-Städten Split, Dubrovnik, und Sibenik gingen die Menschen auf die Straße und trugen dabei mehrheitlich keinen Mund-Nasen-Schutz.

Unter anderem in Split bezeichneten die Demonstranten die Maskenpflicht als „Tyrannei“. In Kroatien gilt Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Krankenhäusern sowie im Freien überall dort, wo der Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann.

20.3.2021, 16:21 Uhr – Jeder zweite erwachsene Brite geimpft

In Großbritannien hat jeder zweite Erwachsene schon eine Corona-Impfung bekommen. Gesundheitsminister Matt Hancock hat gesagt, dass 26 Millionen Menschen schon die erste Spritze gekriegt haben und gut zwei Millionen die zweite. In Deutschland haben erst gut sieben Millionen Menschen die erste Corona-Impfung bekommen, das ist weniger als jeder Zehnte.

20.3.2021, 14:17 Uhr – Zusammenstöße bei „Querdenken“-Demo in Kassel

In Kassel ist es bei einer Demonstration der „Querdenken“-Bewegung zu Zusammenstößen zwischen Teilnehmern und Polizisten gekommen. Einsatzkräfte seien mehrfach angegriffen worden, schreibt die Polizei auf Twitter. Friedlicher Protest sehe anders aus. Demnach haben sich mehrere Hundert Demonstranten in der Innenstadt versammelt, obwohl das nicht erlaubt ist. Einsatzkräfte hätten Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt. Reporter schätzen die Zahl der Demonstranten auf mehrere Tausend. Sie sollen keine Masken getragen und sich nicht an die Abstandsregeln gehalten haben.

Es kam ebenfalls zu mehreren Angriffen auf Einsatzkräfte. Solche Angriffe tolerieren wir nicht. Friedlicher Protest sieht anders aus.

20.3.2021, 13:21 Uhr – Jeder zweite erwachsene Brite geimpft

In Großbritannien hat jeder zweite Erwachsene schon eine Corona-Impfung bekommen. Gesundheitsminister Matt Hancock hat gesagt, dass 26 Millionen Menschen schon die erste Spritze gekriegt haben und gut zwei Millionen die zweite. In Deutschland haben erst gut sieben Millionen Menschen die erste Corona-Impfung bekommen, das ist weniger als jeder Zehnte.

20.3.2021, 11:53 Uhr – Olympische Spiele ohne ausländische Zuschauer

Zu den Olympischen Spielen in Tokio dürfen keine ausländischen Zuschauer einreisen. Das haben die japanischen Organisatoren der Wettkämpfe in Abstimmung mit dem Internationalen Olympischen Komitee entschieden. Grund sind die wieder steigenden Infektionszahlen. Die Olympischen Spiele sollen am 23. Juli eröffnet werden.

It has been concluded that overseas spectators will not be allowed entry into Japan for #Tokyo2020 due to the COVID-19 pandemic. We will continue to deliver a safe and secure Games in the hopes that they will be a light of hope. https://t.co/oGUJ1hv8JC

20.3.2021, 11:10 Uhr – Patientenschützern geht Hausarzt-Regelung zu weit

Den Hausärzten kann es offenbar mit dem Einstieg ins Impfen kaum schnell genug gehen – Patientenschützer hingegen kritisieren die von Bund und Ländern gestern beschlossene Lockerung der Impfreihenfolge in den Hausarztpraxen: Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, wenn man jetzt auf mehr Flexibilität und vorgezogene Impfungen in Hotspots setze, wäre das zum Nachteil der Schwächsten und der Risikopatienten. Brysch betonte, die Einbeziehung der Hausarztpraxen könne zu einer Verschärfung der Ungleichbehandlung führen. Deswegen müsse fest geregelt werden, dass die Hausärzte in den nächsten Monaten allein den über 70-Jährigen ein Impfangebot machen dürfen, sagte der Patientenschützer.

20.3.2021, 10:22 Uhr – Verband fordert mildere Regeln für Erntehelfer

Reisen Arbeitskräfte über europäische Grenzen, bringen sie im schlimmsten Fall das Coronavirus mit. Die strengen Vorschriften zur Vorsorge gefährden aber nun die Spargel- und Erdbeerernte im Land, warnt der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE). Bislang müssen Arbeiter aus Regionen mit einer vorherrschenden Virusvariante auch bei Vorlage eines negativen Testergebnisses 14 Tage in Quarantäne gehen. Der Verband will erreichen, dass für alle Erntehelfer die Regelung für Hochinzidenz-Gebiete gilt. Bei Vorlage eines negativen Tests könnten sie sich dann in ihrer Unterkunft und auf den Feldern frei bewegen, diese aber nicht verlassen. Um diese Regelung zu erlassen, müsste das Sozialministerium tätig werden.

20.3.2021, 8:44 Uhr – Schwesig für Urlaub im eigenen Land

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ist dafür, Oster-Urlaub im eigenen Bundesland unter bestimmten Voraussetzungen zu erlauben. Viele Menschen würden nicht verstehen, dass sie zwar nach Mallorca könnten, aber nicht mal eine Ferienwohnung im eigenen Bundesland mieten dürften, sagte Schwesig in den ARD-Tagesthemen. Sie äußerte Verständnis für die Ungeduld bei Hoteliers und Gastronomen. Wenn es bei den Schließungen bleibe, müsse die Bundesregierung für weitere Finanzhilfen sorgen, so Schwesig.

20.3.2021, 8:26 Uhr – Landesärztekammern prüfen Verstöße gegen Corona-Verordnungen

Bundesweit prüfen die Landesärztekammern hunderte Hinweise, nach denen Ärzte gegen die Corona-Verordnungen verstoßen haben sollen. Einigen Medizinern werde beispielsweise vorgeworfen, falsche Atteste auszustellen, um etwa Gegner der Corona-Maßnahmen von der Maskenpflicht zu befreien. Zum anderen prüfe man Hinweise, wonach Ärzte in Praxen nicht ausreichend Abstand gehalten oder keine Masken getragen haben sollen. Solche berufsrechtlichen Prüfungen würden eingeleitet, wenn ein ausreichender Verdacht vorliege. In Baden-Württemberg liegen den Angaben zufolge bislang rund 340 Beschwerden vor. In Rheinland-Pfalz gab es laut Landesärztekammer bislang fünf Prüfungen.

20.3.2021, 8:16 Uhr – RP: Ab Montag soll Außengastronomie öffnen

In Rheinland-Pfalz soll ab Montag die Außengastronomie wieder öffnen dürfen – allerdings nur in Regionen mit einer Inzidenz von unter 100 und unter strengen Auflagen. Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) angekündigt. Ihr sei es lieber, Menschen gingen zum Wandern und säßen mit Abstand im Gartenlokal statt über Ostern nach Mallorca zu fliegen. Weitere Öffnungsschritte schloss Dreyer allerdings wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen aus.

20.3.2021, 6:44 Uhr – RKI: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 99,9

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet heute 16.033 Neuinfektionen. Das sind rund 3.300 mehr als am Samstag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt damit auf 99,9. Gestern lag sie bei 95,6. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 207 Menschen sind den Angaben zufolge in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Seit Beginn der Pandemie zählte das RKI 2.645.783 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Mehr als 74.000 Menschen sind hierzulande bisher in Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

20.3.2021, 6:30 Uhr – Olympia-Organisatoren beraten über Sommerspiele

Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio beraten heute über die Corona-Maßnahmen bei den Sommerspielen. Erwartet wird die Entscheidung, ob ausländische Zuschauer zugelassen werden. An der Videoschalte nehmen neben den japanischen Gastgebern auch der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach und Paralympics-Chef Andrew Parsons teil. Japanische Medien hatten zuletzt berichtet, dass ausländischen Fans wegen Corona die Einreise zu den Spielen nicht erlaubt werden soll. Die Sommerspiele sollen am 23. Juli in Tokio eröffnet werden.

20.3.2021, 6:22 Uhr – Pilotprojekt: Hansa Rostock spielt vor Zuschauern

Am Nachmittag findet das erste Mal seit Langem ein Profi-Fußballspiel mit Zuschauern statt. Drittligist Hansa Rostock empfängt den Halleschen FC. 777 Dauerkartenbesitzer aus Rostock sind als Zuschauer zugelassen. Sie müssen vorher einen Corona-Schnelltest machen. Der Verein will so herausfinden, wie gut das Testen vor dem Spiel funktioniert und die Erfahrungen mit anderen Vereinen teilen. Das Gesundheitsamt der Hansestadt und die Landesregierung hatten ihre Zustimmung für das bundesweite Pilotprojekt gegeben. In das Ostseestadion passen normalerweise 29.000 Zuschauer. Die Hansestadt Rostock hat deutschlandweit eine der niedrigsten Inzidenzen. Sie lag gestern bei 23 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

20.3.2021, 4:41 Uhr – Impfen: Hausärzte kritisieren Bund-Länder-Beschluss

Die Hausarztpraxen in Deutschland dürfen laut Bund-Länder-Beschluss nach Ostern gegen Corona impfen. Mehreren Ärzteverbänden geht das nicht schnell genug. Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, sagte in der ARD, die Praxen seien jetzt schon bereit zu impfen (Audio). Er verstehe nicht, warum die Impfzentren bevorzugt würden. „Warum fragt man nicht die Menschen, wo sie geimpft werden sollen? Da werden Sie hören, dass sie beim Hausarzt geimpft werden wollen“, so Weigeldt . Laut Bund-Länder-Beschluss sollen die Hausärzte ab dem 5. April anfangen zu impfen.

20.3.2021, 4:27 Uhr – Rund jede fünfte Firma bietet Corona-Tests an

Fast jedes fünfte Unternehmen in Deutschland bietet seinen Mitarbeitern regelmäßig Corona-Tests an. Das hat eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages ergeben. Knapp ein weiteres Drittel hat angegeben, Tests in Kürze zur Verfügung zu stellen. Besonders kleinere und mittlere Unternehmen wünschen sich dabei aber finanzielle Unterstützung. Bei der Umfrage haben rund 8.000 Unternehmen mitgemacht.

20.3.2021, 3:29 Uhr – Ab heute: Lockdown in Teilen Frankreichs

Im Großraum Paris und weiteren Teilen Frankreichs gelten seit Mitternacht strengere Corona-Beschränkungen. Hintergrund sind gestiegene Infektionszahlen. Betroffen sind 16 Departements mit Großstädten wie Paris, Nizza und Lille. Dort müssen für vier Wochen fast alle Geschäfte des nicht täglichen Bedarfs schließen. Schulen sollen dagegen offen bleiben. Auch die Bewegungsfreiheit der betroffenen rund 20 Millionen Menschen wird eingeschränkt. Sie dürfen sich nur in einem Umkreis von zehn Kilometern von ihrem Wohnort bewegen.

20.3.2021, 2:38 Uhr – WHO hält Astrazeneca für sicher

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält den Corona-Impfstoff von Astrazeneca für sicher. Ein Beratergremium kam zu dem Schluss, das Mittel habe ein enormes Potenzial, Infektionen zu verhindern. Mögliche Nebenwirkungen wie Blutgerinnungsstörungen würden weiter beobachtet.

20.3.2021, 1:49 Uhr – Lockerungen in Griechenland geplant

Griechenland lockert die Corona-Maßnahmen. Im Mai soll die Tourismussaison losgehen. Die Regierung hat angekündigt, bis dahin einzelne Maßnahmen zu lockern – beginnend ab Montag.

20.3.2021, 0:56 Uhr – GEW: Bei Schulöffnungen auf Bremse treten

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mahnt bei weiteren Schulöffnungen zur Vorsicht. Gewerkschafts-Chefin Marlis Tepe sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Kanzlerin und Ministerpräsidenten müssen jetzt bei weiteren Öffnungsschritten für Schulen und Kitas auf die Bremse treten“. Statt bis Ostern noch weiter zu öffnen und ein vergleichsweise hohes Infektionsrisiko einzugehen, sollten die Länder die Füße stillhalten, so Tepe. Sie schlägt vor, bis Ostern weiter auf Wechselunterricht zu setzen.

20.3.2021, 0:22 Uhr – Italien beschließt milliardenschwere Corona-Hilfen

Italiens neue Regierung hat ihr erstes großes Rettungspaket im Kampf gegen die Corona-Krise beschlossen. Es umfasst 32 Milliarden Euro. Die Regierung will zum Beispiel damit Wirtschaftszweige unterstützen, die wegen der Pandemie stark geschwächt wurden - wie den Tourismus. Außerdem sollen der Arbeitsmarkt stabilisiert, die Impfkampagne beschleunigt und Armut bekämpft werden. Ministerpräsident Mario Draghi sagte: „Dies ist ein Jahr, in dem wir nicht um Geld bitten, sondern es geben“.

19.3.2021, 21:55 Uhr – Bundesregierung stuft Polen ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet ein

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Polen als Hochinzidenzgebiet ein. Ab Sonntag ist die Einreise aus dem an Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Nachbarland nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Internetseite bekanntgab.

19.3.2021, 20:30 Uhr – Rheinland-Pfalz: Außengastronomie darf in bestimmten Regionen ab Montag öffnen

Ab Montag darf in Rheinland-Pfalz die Außengastronomie wieder öffnen - allerdings nur in bestimmten Regionen und unter strengen Auflagen. Das kündigte Ministerpräsidentin Dreyer an. Das sei „ein wichtiges Signal an die Gastronomie, die seit November geschlossen ist“, sagte Malu Dreyer (SPD). Geöffnet werden könne die Außengastronomie in Städten und Landkreisen, in denen der Inzidenzwert unter 100 liegt. Dabei sei ein gültiger negativer Schnelltest für die Besucher nötig. Außerdem dürften nur maximal fünf Personen aus höchstens zwei Hausständen zusammensitzen.

Rheinland-Pfalz

Corona-Maßnahmen Auch Außengastronomie in Rheinland-Pfalz von Oster-Lockdown betroffen

In Rheinland-Pfalz darf die Außengastronomie jetzt wieder öffnen - allerdings unter strengen Auflagen. Zudem gilt das nur für Kreise oder Städte mit vergleichsweise niedriger Inzidenz und nicht über Ostern.  mehr...

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

19.3.2021, 18:45 Uhr – Impfgipfel: Hausärzte können nach Ostern mit Impfungen beginnen

Die Hausarztpraxen in Deutschland sollen direkt nach Ostern verstärkt gegen Corona impfen. Ziel sei es, schneller und flexibler zu werden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten. Die Devise laute „impfen, impfen, impfen“. Grundsätzlich sollten Hausärzte Ältere und Vorerkrankte zuerst impfen, die Reihenfolge könne aber flexibel angewandt werden. Anfangs stehen laut Merkel pro Woche etwa 20 Impfdosen pro Praxis zur Verfügung. Derzeit gebe es angesichts steigender Corona-Infektionszahlen keine Möglichkeit, die Corona-Maßnahmen zu lockern. Man werde vielmehr von der zwischen Bund und Ländern vereinbarten „Notbremse“ Gebrauch machen müssen, so Merkel.

Impfgipfel: Kanzlerin kündigt Notbremse an Merkel: „Die Devise lautet: impfen, impfen, impfen“

Hausarzteinsatz auf der Zielgeraden: Kanzlerin und Ministerpräsidenten haben beim Impfgipfel darüber beraten, wie es weitergehen soll beim Impfen. Das sind die Ergebnisse.  mehr...

19.3.2021, 17:23 Uhr – Erstes Urteil im Streit über mangelhafte Masken

Im Streit über gelieferte, aber defekte Corona-Schutzmasken ist heute ein erstes Urteil gefallen. Das Bonner Landgericht entschied, dass der Bund eine Lieferung von 960.000 Masken nicht vollständig zahlen muss. Hintergrund ist die schlechte Qualität der Ware. Der Bund hatte damals Mängel moniert, etwa bei der Durchlässigkeit oder Löcher an den Schlaufen. Nur bei 50.000 Masken wurden den Angaben zufolge keine Mängel gerügt. Diese Masken wurden auch bezahlt. Die Richter folgten der Auffassung des Bundes. Die Firma hätte keinen Anspruch auf die Bezahlung der restlichen Masken in Höhe von 5 Millionen Euro. Laut Gericht handelt es sich um das erste Urteil in dem Komplex, in dem mittlerweile 85 Klagen eingegangen sind. Im vergangenen April hatte der Staat händeringend nach FFP2-Masken für Kliniken und andere Einrichtungen gesucht.

19.3.2021, 16:43 Uhr – Ab Juli wieder Großevents in den Niederlanden

In den Niederlanden sollen ab Juli wieder Großveranstaltungen wie Konzerte und Kongresse stattfinden. Bis dahin werden nach Erwartungen des Corona-Krisenstabs alle erwachsenen Niederländer geimpft sein. Sollten die Veranstaltungen doch abgesagt werden müssen, will die Regierung den Veranstaltern einen Großteil der Kosten erstatten. Dafür sollen 385 Millionen Euro im Haushalt eingeplant werden. So soll die Branche Planungssicherheit bekommen, um mit den Vorbereitungen beginnen zu können, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium.

19.3.2021, 15:55 Uhr – Spahn: Bestellen Sputnik V notfalls im Alleingang

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kann sich einen nationalen Alleingang bei der Bestellung des russischen Impfstoffs Sputnik V vorstellen. Man sei auf verschiedenen Ebenen in engem Austausch mit der russischen Seite, sagt der CDU-Politiker.

„Ich kann mir auch gut vorstellen, dass wir Verträge schließen – auch zügig schließen.“ Voraussetzung sei aber, dass man Klarheit über die verfügbaren Mengen haben müsse. „Ich bin tatsächlich sehr dafür, dass wenn die Europäische Union jetzt nicht da auch was macht, dass wir es dann national machen.“ EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) mahnte am Freitag zur Vorsicht bezüglich des Impfstoffs.

Anschaffung von Sputnik V Spahn schließt Alleingang nicht aus

Die Rufe werden lauter, das russische Vakzin Sputnik V auch in Deutschland einzusetzen. Tatsächlich gebe es Verhandlungen über Lieferverträge, sagt Gesundheitsminister Spahn. Auch…  mehr...

19.3.2021, 14:36 Uhr – Kretschmann kündigt schärfere Corona-Auflagen an

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat wegen der steigenden Infektionszahlen eine Verschärfung der Corona-Auflagen angekündigt. „Damit muss man rechnen, dass Dinge zurückgenommen und verschärft werden“, sagte der Grünen-Politiker am Freitag in Stuttgart. Angesichts vieler Ansteckungen in Kitas und Schulen könne es zudem sein, „dass wir da auch was ändern müssen“, erklärte Kretschmann vor dem Bund-Länder-Treffen zur Corona-Politik am kommenden Montag.

In Baden-Württemberg haben die Neuinfektionen mit dem Corona-Virus weiter zugenommen: Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz liegt mittlerweile bei 89. In mindestens 11 der 44 Kreise wurde zuletzt die Notbremse gezogen. Das bedeutet, dass Lockerungen wieder zurückgenommen wurden.

19.3.2021, 13:51 Uhr – Kretschmann und Gattin Gerlinde mit Astrazeneca geimpft

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich als erster deutscher Regierungschef gegen das Coronavirus impfen lassen. Der 72-Jährige ließ sich am Freitag in einem Impfzentrum in Stuttgart den gerade wieder zugelassenen Impfstoff von Astrazeneca spritzen. Allerdings ließ er seiner Frau Gerlinde den Vortritt. Mit seinen 72 Jahren ist Kretschmann impfberechtigt. Man habe den Termin bereits vergangene Woche vereinbart, sagte sein Sprecher.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) (Foto: SWR)
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bekommt am Freitag in der Stuttgarter Liederhalle seine erste Impfung gegen das Coronavirus.

19.3.2021, 13:10 Uhr – Spahn: Dritte Corona-Welle durch Impfungen nicht mehr zu brechen

Die dritte Corona-Infektionswelle hat Deutschland erreicht - und ist nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auch durch Impfungen nicht mehr zu brechen. „Es gibt in Europa noch nicht genug Impfstoff, um die dritte Welle allein durch Impfungen zu stoppen“, sagte Spahn am Freitag in Berlin.

Der Minister forderte, in Deutschland bereits vor dem bislang anvisierten Datum 19. April mit Corona-Impfungen in Hausarztpraxen zu beginnen. Darüber soll am Nachmittag beim Impfgipfel von Bund und Ländern entschieden werden.

Pressekonferenz zur Corona-Lage "Vielleicht Schritte rückwärts gehen"

In Deutschland hat die dritte Corona-Welle begonnen. Gesundheitsminister Spahn hält ein Rücknahme von Öffnungen für möglich. SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach sprach von einer "se…  mehr...

19.3.2021, 12:42 Uhr – Biontech-Gründerin: Gemeinsam gegen dritte Welle stemmen

Biontech-Gründerin Özlem Türeci hat die Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, sich gemeinsam gegen die dritte Welle der Corona-Pandemie zu stemmen. „Jeder Einzelne kann seinen Beitrag leisten, dass diese dritte Welle möglichst effektiv so lang wie möglich eingedämmt wird“, sagte sie bei der Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. „Jeder kann sich selbst schützen. Und jeder schützt dadurch auch den Anderen.“

Die nächsten sechs Monate würden uns noch einiges abverlangen. Die Virusvariante, die die dritte Pandemiewelle verursache, lasse sich schwieriger kontrollieren. „Wir müssen wieder Kräfte bündeln und dürfen uns durch diese dritte Welle, die wahrscheinlich auch länger anhalten wird, nicht demoralisieren lassen.

19.3.2021, 11:12 Uhr – Inzidenz über 100: Hamburg zieht Notbremse

Nach drei Tagen mit Sieben-Tages-Inzidenzen über 100 hat Hamburg am Freitag die Corona-Notbremse gezogen. Damit werden von Samstag an die erst Anfang vergangener Woche vollzogenen Öffnungsschritte wieder rückgängig gemacht, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). „Ich befürchte, dass sich die Lage weiter verschlechtert. Wir sind in einer starken dritten Welle“, sagte Tschentscher. Am Freitag war die Inzidenz auf 108,6 Fälle pro 100.000 Einwohner gestiegen. Bereits am Mittwoch und Donnerstag lag die Inzidenz über 100. Ab Samstag sollen nun wieder die Regeln von vor dem 8. März gelten.

19.3.2021, 10:51 Uhr – Deutschland von Lieferproblemen bei Astrazeneca betroffen

Auch Deutschland ist von den Lieferproblemen von AstraZeneca betroffen. Deutschland erwarte im zweiten Quartal etwa 15 Millionen Impfdosen von dem britisch-schwedischen Konzern, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). „Das sind zwei bis drei Millionen Dosen weniger, als wir eigentlich erwartet hatten.

19.3.2021, 10:39 Uhr – RKI-Vize-Chef: Um Ostern sehr hohe Fallzahlen möglich

RKI-Vize-Präsident Lars Schaade warnt vor schwierigen Wochen. „Es ist sehr gut möglich, dass wir um Ostern eine ähnliche Lage haben wie vor Weihnachten mit sehr hohen Fallzahlen, sehr vielen schweren Verläufen mit Todesfällen und Krankenhäuser, die stark belastet sind“, sagt Schaade. Er appelliert an die Menschen, ihre Kontakte zu reduzieren und sich an die Hygieneregeln zu halten. „Verbringen Sie die Ostertage nur im engsten Kreis“, sagt Schaade. „Ich bitte Sie auch, verzichten sie auf Reisen im In- und Ausland.

19.3.2021, 10:23 Uhr – Lauterbach: Wir müssen zurück in den Lockdown

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert wegen der schnell steigenden Infektionszahlen die Rücknahme von Öffnungen. „Wir müssen zurück in den Lockdown“, sagte er. Das müsse möglichst schnell umgesetzt werden. Aufgrund der aktuellen Zahlen werde Deutschland schon Mitte April wieder mehr als 200 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen haben. Neben der Inzidenz von 200 werde es auch eine Überlastung der Intensivstationen geben. Er verlangt zudem, alle Reisenden bei der Rückkehr zu testen.

19.3.2021, 9:40 Uhr – NDR: Greifswalder Forscher finden Ursache für Hirnthrombosen bei Astrazeneca-Impfstoff

Greifswalder Forscher haben einem Medienbericht zufolge offenbar die Ursache für Hirnthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung gefunden. Demnach löst der Impfstoff bei einigen Menschen einen Abwehrmechanismus aus, berichtet der NDR. Bei der Untersuchung der Proben hätten die Experten der Uni Greifswald festgestellt, dass der Impfstoff die Blutplättchen aktiviere. Das passiere normalerweise im Körper nur bei einer Wundheilung, wenn das Blut gerinne und die Wunde verschließe.

Durch die Impfung werde bei einigen Patienten ein Mechanismus aktiviert, der zur Bildung von Blutgerinnseln im Gehirn führe. Da der Mechanismus so klar identifiziert worden sei, habe auch eine gezielte Behandlungsmöglichkeit entwickelt werden können. Betroffenen könnte nun ein Wirkstoff verabreicht werden, der gegen die Thrombose helfe, so der NDR. Eine Behandlung mit dem Wirkstoff sei allerdings nur nach der Bildung eines Blutgerinnsels möglich, nicht vorsorglich.

19.3.2021, 9:07 Uhr – Bayern prüft Produktion von russischem Impfstoff Sputnik V

Bayern prüft die Produktion des russischen Impfstoffs Sputnik V. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte beim Besuch eines Unternehmens in Schwaben, wenn das Mittel in der Europäischen Union zugelassen werde, würde er sich freuen, wenn es auch aus Bayern kommen könnte. Das Unternehmen R-Pharm investiert nach eigenen Angaben derzeit mehr als 30 Millionen Euro in eine impfstofftaugliche Produktion.

19.3.2021, 8:50 Uhr – Ramelow will sich für Sputnik V stark machen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) will sich bei dem Impf-Gipfel von Bund und Ländern für den russischen Impfstoff Sputnik V starkmachen. „Wir plädieren erst mal dafür, dass wir wieder in Ruhe in das Verimpfen von Astrazeneca einsteigen können. Und ich persönlich plädiere auch dafür, dass die Bundesregierung jetzt die Vorverträge für Sputnik V fertig macht“, sagte Ramelow in der ARD.

Es sei einfach notwendig, dass man in Deutschland auch diesen Impfstoff nutzen könnte, wenn es die europäische Arzneimittelbehörde EMA zulasse. Aber man dürfe nicht warten, bis es die EMA erst zugelassen habe. „Bei anderen Vakzinen haben wir das auch nicht gemacht.“ Vorbehalte gegen den russischen Impfstoff habe er nicht. „Es geht darum, dass wir viel mehr Vakzine brauchen.“ Andere europäische Staaten seien schon längst bei Vorbereitungen oder impfe sogar schon mit Sputnik V wie Ungarn und die Slowakei.

19.3.2021, 8:25 Uhr – Ethikrat: Mehr Flexibilität bei Impf-Reihenfolge

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, ist für mehr Flexibilität bei der Impf-Reihenfolge. Die Priorisierung dürfe „kein Knebel“ sein, sagt sie in der ARD. Das Impfen müsse mit einem gewissen Pragmatismus und mit Flexibilität laufen. „Wir alle wissen, dass wir jetzt schnell voranschreiten müssen, damit wir dann die Priorisierung gar nicht mehr brauchen und öffnen können.“ Noch, und gerade jetzt in der dritten Welle sei es „richtig und wichtig“, zunächst die zu schützen, die am meisten gefährdet seien. „Gleichzeitig müssen wir Meter machen.“ Sobald genug Impfstoff vorhanden sei, sollte man daher in die niedergelassenen Praxen gehen und dort den Ärzten „ein bisschen Ermessenspielraum“ geben. Es hapere nicht an den ethischen Maßstäben als solche, sondern an der Umsetzung. Eine Herausforderung sei etwa der Datenschutz. Dieser dürfe nicht ignoriert werden. Man müsse ihn aber funktionaler machen und anpassen „an das, was jetzt passiert und nicht das, wovor wir uns vor 20 Jahren Sorgen gemacht haben“.

19.3.2021, 7:35 Uhr – Schwesig hat kaum Verständnis für Mallorca-Urlaub

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zeigt wenig Verständnis dafür, „dass jetzt wieder der Mallorca-Urlaub dem Urlaub im eigenen Land aus epidemiologischen Gründen vorgezogen wird“. Das verstehe niemand, sagte Schwesig im Deutschlandfunk. Warum etwa eine Familie im Auto von Rostock nicht etwa auf den Darß an der Ostseeküste fahren könne, wohl aber eine Reise nach Mallorca möglich sei, „das hat die Bundesregierung noch nicht plausibel erklärt“. Schwesig plädiert dafür, wenigstens kontaktlosen Urlaub zu ermöglichen.

19.3.2021, 5:20 Uhr – Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland bei 95,6

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 17.482 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag von 90 auf 95,6. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 226 weitere Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 74.358. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,629 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

19.3.2021, 3:30 Uhr – Deutscher Städte- und Gemeindebund fordert frühere Impfungen bei Hausärzten

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat Bund und Länder aufgefordert, früher als geplant mit den Impfungen in den Praxen zu beginnen. „Auch wenn derzeit noch nicht genug Impfdosen vorhanden sind, sollten bestimmte Kontingente alsbald über die Apotheken an die Hausärzte gehen“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg laut Redaktionsnetzwerk Deutschland. Landsberg meint außerdem, dass die Priorisierung von Impfgruppen flexibilisiert werden müsse. Nötig sei ein klares Konzept, mit dem so schnell wie möglich die Hausärzte in das Impfgeschehen eingebunden werden könnten. Die notwendige neue Impfstrategie sollte laut Landsberg auch die Betriebsärzte einbinden. Sie könnten gerade bei großen Unternehmen eine Vielzahl von Personen impfen.

19.3.2021, 1:16 Uhr – Weltweit mehr als 120 Millionen Infizierte

Weltweit haben sich mittlerweile mehr als 120 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt - mehr als 2,8 Millionen Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Das hat eine Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters abs Basis offizieller Daten ergeben. Am stärksten betroffen sind demnach die USA mit knapp 30 Millionen Infektionen und über einer halben Million Toten. US-Präsident Joe Biden warnte deshalb seine Landsleute unvorsichtig zu werden, auch wenn es beim Impfen derzeit Fortschritte gibt. Bisher sind in den USA fast 100 Millionen Impfdosen gespritzt worden.

18.3.2021, 20:56 Uhr – Neuer Lockdown für Paris und andere Teile Frankreichs

Wegen stark gestiegener Corona-Infektionszahlen verhängt Frankreich bereits zum dritten Mal seit Beginn der Pandemie einen Lockdown über den Pariser Großraum und andere Landesteile.

Dort müssen ab dem Wochenende für mindestens vier Wochen alle Geschäfte des nicht täglichen Bedarfs schließen, wie Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend in Paris ankündigte. Auch die Bewegungsfreiheit von rund 20 Millionen Bürgern wird eingeschränkt Die meisten Schulen sollen dagegen offen bleiben.

18.3.2021, 20:53 Uhr – Impfungen mit Astrazeneca-Wirkstoff gehen am Freitag weiter

ie zunächst ausgesetzten Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca sollen in Deutschland wieder aufgenommen werden - aber mit einem neuen Warnhinweis. Ziel sei, dass an diesem Freitag wieder mit dem Spritzen des Wirkstoffs begonnen werden könne, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag nach einem entsprechenden Votum der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) und Beratungen mit den Ländern mit.

Spahn gibt Impfstoff frei Der Südwesten impft wieder mit Astrazeneca – Ursache für Thrombosen entdeckt?

Der Astrazeneca-Stopp in Deutschland ist Geschichte: In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wird das Mittel wieder gespritzt. Forscher aus Greifswald wollen die Ursache für die Thrombosen entdeckt haben – und was man dagegen tun kann.  mehr...

18.3.2021, 18:46 Uhr – Düsseldorf will ab Freitag wieder Astrazeneca-Wirkstoff verimpfen

Nach der Empfehlung der der europäischen Arzneimittelagentur EMA für den Impfstoff für Astrazenece, will die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf am Freitag als Erste wieder mit Impfungen mit dem Wirkstoff beginnen – auch wenn es bis dahin noch keinen offiziellen Erlass des Bundesgesundheitsministeriums geben sollte.

Das sagte Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) am Nachmittag in der Sitzung des Stadtrats. Auch der Kreis Viersen hatte das gleiche Vorgehen angekündigt. Andere Kreise und Städte wollen noch abwarten. Die EMA hatte den Impfstoff, der für einige Fälle von Blutgerinnseln verantwortlich sein soll, am Donnerstagabend für sicher erklärt:

Spahn gibt Impfstoff frei Der Südwesten impft wieder mit Astrazeneca – Ursache für Thrombosen entdeckt?

Der Astrazeneca-Stopp in Deutschland ist Geschichte: In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wird das Mittel wieder gespritzt. Forscher aus Greifswald wollen die Ursache für die Thrombosen entdeckt haben – und was man dagegen tun kann.  mehr...

18.3.2021, 16:59 Uhr – Rheinland-Pfalz will Geschäfte auch bei Inzidenz über 50 geöffnet lassen

Die rheinland-pfälzische Landesregierung plant offenbar, dass Einzelhandelsgeschäfte bei einer Inzidenz von über 50 doch nicht geschlossen werden müssen. Voraussetzung: ein negativer Corona-Test bei den Kunden. Das hat der SWR aus Regierungskreisen erfahren.

Aktuell müssen Einzelhandelsgeschäfte ab einer Inzidenz von über 50 schließen und dürfen nur noch Terminshopping anbieten. Einige Kommunen hatten sich trotz steigender Inzidenzwerte zunächst geweigert, Geschäfte zu schließen. Der neue Plan des Landes sieht offenbar vor, dass Geschäfte erst bei einer Inzidenz über 100 schließen müssen. Eine entsprechend geänderte Verordnung soll kommende Woche in Kraft treten.

18.3.2021, 15:32 Uhr – Baden-Württemberg: Ab kommender Woche Maskenpflicht an Grundschulen

An den Grundschulen in Baden-Württemberg soll ab kommender Woche eine Maskenpflicht gelten. Das hat der SWR aus Regierungskreisen erfahren. Außerdem ist geplant, Wechselunterricht in den Jahrgangsstufen 5 und 6 zu ermöglichen.

Der Ruf nach einer Maskenpflicht an Grundschulen war zuletzt wegen steigender Corona-Infektionszahlen immer lauter geworden. Die Landtagsgrünen, der Städtetag und die Schulleitervereinigung hatten darauf gedrungen, den Verzicht auf eine Maskenpflicht für die jüngsten Schüler aufzuheben.

18.3.2021, 14:49 Uhr – Schwesig zu Einsatz von Sputnik V bereit

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich offen gezeigt für Impfungen mit dem russischen Impfstoff Sputnik V. „Entscheidend ist nicht, wo ein Impfstoff herkommt, sondern ob er wirksam und sicher ist. Wenn Sputnik diese Kriterien erfüllt, dann sollten wir diesen Impfstoff einsetzen“ sagte Schwesig der Rheinischen Post. Mit Blick auf den „Impfgipfel“ am Freitag forderte sie: „Ich erwarte von der Bundesregierung klare Aussagen, wie es jetzt beim Impfen weitergeht.“

18.3.2021, 14:29 Uhr – Morgen geht Kretschmann zum Impfen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) lässt sich gegen das Coronavirus impfen. Er soll seine erste Injektion am Freitagmittag (19.3.) im Impfzentrum in der Stuttgarter Liederhalle bekommen, teilte das Staatsministerium am Donnerstag mit. Hinterher will er sich mit einem Statement an die Presse wenden. Angesprochen auf den Impfstoff von Astrazeneca hatte der Grünen-Politiker betont, sich damit impfen lassen zu wollen, „weil ich glaube, wenn ich Covid bekomme, sind die Nebenwirkungen weit gravierender als ich die bei der Impfung überhaupt bekommen kann.

Schon vor drei Wochen hatte der Grünen-Politiker im Landtagswahlkampf angekündigt, sich impfen zu lassen. „Wir dürfen Gott dankbar sein, dass er den Menschen mit solcher Kreativität ausgestattet hat, in kürzester Zeit hochwirksame Impfstoffe zu entwickeln“, sagte er.

18.3.2021, 13:09 Uhr – WHO: Nahezu eine Million Corona-Tote in Europa

Die Zahl der Corona-Toten in der Region Europa nähert sich laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Millionenmarke. Mehr Menschen stürben jetzt im Zusammenhang mit Covid-19 als vor einem Jahr, teilte der Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, am Donnerstag in Kopenhagen mit.

Jeden Tag verlieren nach Kluges Angaben 20.000 Menschen ihr Leben in der WHO-Region, zu der 53 Länder gehören. In der vergangenen Woche sei die Marke von 900.000 Corona-Toten überschritten worden. Derzeit seien Mitteleuropa, der Balkan und das Baltikum am stärksten von der Pandemie betroffen.

Last week, new deaths in the Region surpassed 900,000. Every week, more than 20,000 people across the Region, lose their lives to the virus. @hans_kluge

18.3.2021, 11:29 Uhr – Saarbrücken: Drei Personen versehentlich mit falschem Corona-Impfstoff geimpft

In Saarbrücken sind drei Personen bei der Zweitimpfung versehentlich mit dem falschen Corona-Impfstoff behandelt worden. Das hat ein Sprecher des Regionalverbandes Saarbrücken bestätigt. Bei der Erstimpfung sei das Mittel von Biontech verwendet worden, bei der Zweitimpfung sei Astrazeneca gespritzt worden. Bei den Betroffenen soll es sich um ältere Menschen handeln. Es gehe ihnen gut, sie hätten keine Nebenwirkungen gezeigt, so der Sprecher weiter.

18.3.2021, 10:45 Uhr – RKI meldet mehr als 17.500 Neuinfektionen

In Deutschland sind innerhalb von 24 Stunden 17.504 weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind über 3.000 Fälle mehr als heute vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, gibt das Robert Koch-Institut mit 90 an. Gestern lag der Wert noch bei 86,2. Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben dem RKI außerdem 272 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus gemeldet.

18.3.2021, 10:27 Uhr – Italien gedenkt der Opfer in Bergamo

In Italien findet heute der erste offizielle Gedenktag für die Opfer der Corona-Pandemie statt. Vorgesehen ist unter anderem, dass Ministerpräsident Mario Draghi in der Stadt Bergamo einen Gedenkwald eröffnet. Die Provinz galt vor einem Jahr als ein Zentrum der Pandemie in Europa. Mehr als 6.000 Menschen starben damals in der Region an dem Virus. Weil in den Leichenhallen und Krematorien kein Platz mehr war, brachten Militärlastwagen die Särge mit den Toten in andere Gebiete. Diese Bilder gingen damals um die Welt. Derzeit kämpft Italien gegen die dritte Welle der Pandemie.

18.3.2021, 9:03 Uhr – Zahnärzte: Mehr Karies und Zahnverfall wegen Corona-Pandemie

Zahnärzte weltweit warnen vor den Folgen der Pandemie für die Zähne. Laut der Weltgesundheitsorganisation wurden in 77 Prozent der Länder Zahnarztbesuche und Vorsorgeleistungen drastisch gekürzt oder ganz eingestellt. Gleichzeitig sind auch die Menschen, selbst wenn es möglich war, nicht zu Routineuntersuchungen gegangen. Die Folge sei ein Anstieg der Fälle von Karies und Zahnverfall.

18.3.2021, 8:27 Uhr – Dänische Studie: Ältere haben höheres Risiko, sich erneut mit Corona anzustecken

Bei einer groß angelegten Vergleichsstudie in Dänemark wurden mehr als zehn Millionen PCR-Testergebnisse während der ersten und zweiten Welle analysiert. Demnach können Menschen unter 65 Jahren mit einer Schutzimmunität von etwa 80 Prozent rechnen. Für Ältere bestehe aber ein höheres Risiko, sich noch mal anzustecken. Deren Immunität wird auf nur 47 Prozent geschätzt. Das erklärte einer der Autoren der Studie, der Epidemiologe Steen Ethelberg vom dänischen Gesundheitsinstitut im Wissenschaftsjournal The Lancet. Keine Unterschiede in der Immunität wurden zwischen Frauen und Männern gefunden und auch kein Beleg für die Abnahme der Immunität innerhalb von sechs Monaten. Die dänische Studie bestätigt eine Reihe anderen Studien, in denen Menschen untersucht wurden, die sich erneut mit Covid-19 infiziert hatten. Auf Dauer helfen könne nur ein globales Impfprogramm mit hochwirksamen Impfstoffen, so das Fazit der dänischen Forscher.

18.3.2021, 8:00 Uhr – Seehofer und Dreyer fordern einfachere Corona-Regeln

Vor der nächsten Bund-Länder-Runde zu den Corona-Regeln kommenden Montag gibt es neue Vorschläge. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) forderte im Münchner Merkur als Vereinfachung, alle Geschäfte gleich zu behandeln, egal ob Supermarkt oder Blumenladen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) schlägt Lockerungen in Modellregionen und bei der Außengastronomie vor. Ihr sei es lieber, dass die Menschen mit Abstand im Gartenlokal sitzen, statt nach Mallorca zu fliegen.

18.3.2021, 6:20 Uhr – EMA berät über Astrazeneca

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA berät heute bei einer Sondersitzung über den Corona-Impfstoff von Astrazeneca. Im Anschluss daran könnte es dann eine Empfehlung geben, ob das Vakzin weiter eingesetzt werden sollte oder nicht. Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Frank Bergmann, hält eine eingeschränkte Zulassung für den Astrazeneca-Impfstoff für möglich. Das hat er der Rheinischen Post gesagt. Es werde derzeit geprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Verhütungsmitteln, Rauchen und Impfen gibt. Möglicherweise seien durch solche Faktoren Risiken verstärkt worden. In dem Fall könnte es vielleicht eine Zulassung für bestimmte Altersgruppen geben oder nur für Frauen, die nicht die Pille nehmen.

18.3.2021, 3:50 Uhr – Ostdeutsche Ministerpräsidenten für Sputnik V

Nach dem vorläufigen Stopp der Impfungen mit Astrazeneca werben mehrere ostdeutsche Ministerpräsidenten für den russischen Impfstoff Sputnik V. Er habe nicht die geringsten Zweifel an den Fähigkeiten der russischen Wissenschaftler, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Der Impfstoff sollte zugelassen werden. Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) betonte, wenn es um die Gesundheit der Menschen gehe, sollte die Herkunft des Impfstoffs keine Rolle spielen. Auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) setzt sich für Sputnik V ein.

18.3.2021, 2:25 Uhr – Seehofer fordert einfachere Corona-Regelungen

Innenminister Horst Seehofer (CSU) fordert eine deutliche Vereinfachung der Corona-Maßnahmen. Die Regelungen seien zum Teil recht kompliziert geworden und nicht immer logisch, sagte er dem "Münchner Merkur". Die Menschen könnten nicht verstehen, wenn der Blumenladen schließen müsse, aber der Supermarkt nebenan Blumen verkaufen dürfe. Seehofer schlägt vor, ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Einzelhandel generell einen Kunden pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche zu erlauben.

18.3.2021, 2:10 Uhr – Anteil britischer Mutante bei über 70 Prozent

Die britische Mutante des Coronavirus verdrängt in Deutschland immer mehr die ursprüngliche Variante des Virus. Ihr Anteil betrage inzwischen 72 Prozent, heißt es in einem Bericht des Robert-Koch-Instituts. Vergangene Woche waren es noch rund 55 Prozent. Die Ausbreitung der Variante, die zuerst in Südafrika nachgewiesen wurde, sei hingegen etwas rückläufig. Die Variante aus Brasilien trete nur vereinzelt auf.

17.3.2021, 22:15 Uhr – Boris Johnson: Werde „sicherlich“ mit Astrazeneca geimpft

Der britische Premierminister Boris Johnson bekommt nach eigenen Angaben „sicherlich“ den Impfstoff von Astrazeneca geimpft und verwarf gleichzeitig Fragen nach der Sicherheit des Vakzins. Er werde „sehr bald“ immunisiert werden, sagte der 56-jährige Regierungschef im Parlament in London. Mehr als 25 Millionen Menschen in Großbritannien haben bislang eine erste Impfdosis erhalten, am Mittwoch weitete das Land die Impfungen auf die Gruppe der über 50-Jährigen aus.

17.3.2021, 19:17 Uhr – US-Behörde: Fast 40 Millionen Amerikaner durchgeimpft

Nach Angaben der Seuchenbehörde CDC sind in den USA inzwischen knapp 40 Millionen Menschen komplett durchgeimpft. Bislang seien 147,6 Millionen Impfdosen ausgeliefert worden. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

17.3.2021, 18:42 Uhr – Anteil von Corona-Mutante auf 72 Prozent gestiegen

Die in Großbritannien entdeckte, ansteckendere und wohl auch gefährlichere Corona-Variante B.1.1.7 verdrängt andere Formen des Virus in Deutschland immer mehr. Ihr Anteil betrage inzwischen 72 Prozent, heißt es in einem Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI). Sie werde also inzwischen in etwa drei von vier Proben gefunden. Vergangene Woche hatte das RKI noch von circa 55 Prozent B.1.1.7-Anteil gesprochen. Zu Beginn der RKI-Erhebung vor rund anderthalb Monaten lag der Anteil der Mutante noch bei sechs Prozent. Die rasche Zunahme war nach den Erfahrungen anderer Länder befürchtet worden. Aufgrund des nun hohen Anteils von B.1.1.7 sei weiter mit einem exponentiellen Anstieg der Corona-Fallzahlen in Deutschland zu rechnen, hieß es im RKI-Bericht.

Der Anteil von 72 Prozent bezieht sich auf Nachtestungen mehrerer Laborverbünde auf Schlüsselmutationen der Variante. Unter anderem weil nicht alle auf Sars-CoV-2 testenden Labore teilnehmen und nur eine Teilmenge der positiven Proben untersucht wird, sei der Wert nicht sicher verallgemeinerbar, schränkt das RKI ein.

17.3.2021, 17:22 Uhr – Maas offen für Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat sich offen für Forderungen gezeigt, dass sich Mallorca-Reisende bei ihrer Rückkehr auf Corona testen lassen müssen. Er halte diese „Idee für alles andere als falsch“, sagte Maas. „Die Tatsache, dass diese Touristen getestet werden, liegt im Interesse aller.“ Maas rief zudem Reiselustige in Deutschland zu Verantwortungsbewusstsein auf. Das Aufheben einer Reisewarnung sei nicht „gleichbedeutend mit einer Einladung, irgendwohin zu fahren", sagte er. „Jeder ist nach wie vor dazu aufgerufen, seinen Teil dazu beizutragen, dass wir uns nicht in eine exponentielle Entwicklung begeben“, sagte Maas.

17.3.2021, 16:19 Uhr – WHO: Impfstoff Astrazeneca weiter nutzen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, die Impfungen mit dem Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca fortzusetzen. Die WHO sei der Ansicht, dass die Vorteile des Vakzins die Risiken überwögen. Das Beratergremium der WHO für Impfstoffsicherheit prüfe noch die neuesten Sicherheitsdaten zu dem Mittel. Sobald diese Überprüfung abgeschlossen sei, werde die WHO die Ergebnisse unverzüglich bekanntgeben, teilt die Weltgesundheitsorganisation mit.

17.3.2021, 15:18 Uhr – Von der Leyen: Mit Impfnachweis zurück zur Reisefreiheit

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen will mit dem geplanten digitalen Impfnachweis die Reisebeschränkungen in der Europäischen Union überwinden. „Mit diesem digitalen Zertifikat wollen wir unseren Mitgliedstaaten helfen, verantwortungsvoll und sicher die Freizügigkeit wiederherzustellen“, sagte von der Leyen in Brüssel. Die geplanten Zertifikate sollen nach ihren Worten als Nachweis dienen, ob ein EU-Bürger geimpft oder getestet wurde oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen ist. Alle 27 EU-Staaten sollten diese Bescheinigungen gegenseitig anerkennen, sagte die Kommissionspräsidentin.

Die Kommission schlage darüber hinaus gemeinsame Schritte für eine sichere und dauerhafte Öffnung nach den Corona-Lockdowns in der EU vor. Geplant sei ein gemeinsamer Rahmen für Maßnahmen von Tests über Behandlungen bis hin zum Austausch von Impfstoffen.

17.3.2021, 14:24 Uhr – Bundesregierung will Bevölkerungsschutz verbessern

Das Bundesinnenministerium will auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie den Bevölkerungsschutz verbessern. Dazu solle das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgebaut werden und neue Kompetenzen erhalten, erklärte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Es solle ein „wichtiger Dienstleister für Bund, Länder und Kommunen“ werden. Eine Grundgesetzänderung sei dafür nicht nötig. Ziel sei eine bessere Vernetzung und Koordinierung, sagte BBK-Präsident Armin Schuster.

17.3.2021, 14:18 Uhr – Tirol kritisiert Verlängerung der Grenzkontrollen

Das österreichische Bundesland Tirol hat die Verlängerung der deutschen Grenzkontrollen scharf kritisiert. Sie sei durch nichts zu rechtfertigen, sagte Landeschef Günther Platter. Der Anteil der Südafrika-Variante an allen Corona-Infektionen in Tirol liege nur noch bei 3,5 Prozent. Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn habe selbst eingeräumt, dass der Anteil der Südafrika-Mutation im Saarland bereits über 15 Prozent betrage und damit vier Mal so hoch sei wie in Tirol.

„Trotzdem wird Tirol bewusst an den Pranger gestellt, während man in Deutschland auch weiterhin auf strenge Kontrollmaßnahmen zur direkt angrenzenden französischen Region Moselle verzichtet“, so Platter. Er setze darauf, dass die Europäische Kommission und die österreichische Bundesregierung ein Ende dieser „ungerechtfertigten Schikane“ gegen Tirol erwirkten.

Deutschland hatte seine stationären Kontrollen an der Grenze zu Tschechien sowie zum österreichischen Bundesland Tirol um weitere zwei Wochen verlängert.

17.3.2021, 11:49 Uhr – Grenzkontrollen werden verlängert

Deutschland verlängert die Kontrollen und Einreisebeschränkungen an den Grenzen zu Tschechien und Tirol um weitere zwei Wochen. Das hat das Bundesinnenministerium mitgeteilt. Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat allerdings in einem Zeitungsinterview gesagt, er hoffe, dass die Kontrollen etwas früher beendet werden könnten – eventuell noch vor Anfang April. Tschechien und Tirol gelten seit Mitte Februar als Virusvarianten-Gebiete.

„Wir werden die Grenzkontrollen verlängern. Das sind heute nicht mehr die alten Schlagbaum-Kontrollen, sondern hochintelligente Steuerungsprozesse. Es ist wirklich keine Zumutung, in einer Pandemie einen Negativtest zu verlangen.“ BM #Seehofer via @merkur_de.

17.3.2021, 11:20 Uhr – Wirtschaftsweise rechnen mit 3,1 Prozent Wachstum

Die Wirtschaftsweisen rechnen damit, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 3,1 Prozent wachsen wird. Damit haben sie ihre Vorhersage etwas nach unten korrigiert. Im vergangenen Herbst waren die Experten noch von 3,7 Prozent Wachstum ausgegangen. Sie glauben, dass Ende des Jahres wieder das Niveau der Vor-Corona-Zeit erreicht wird. Im ersten Quartal, das noch bis Ende März geht, werde es allerdings noch einen Rückgang von zwei Prozent geben. Das größte Risiko für die Konjunktur in Deutschland sehen die Ökonomen in einer möglichen dritten Infektionswelle, wenn diese zu Einschränkungen oder Schließungen in der Industrie führen würde.

17.3.2021, 11:06 Uhr – Einzelhändler in Pirmasens kündigen Klage an

Die Einzelhändler in Pirmasens wollen gegen die neue Corona-Verordnung der Stadt klagen. Diese ist heute in Kraft getreten – die Händler dürfen seitdem nur noch Terminshopping anbieten. Der Vorsitzende des Einzelhandelsverbandes in Pirmasens, Erich Weiß, sagte, die Klage vor dem Oberverwaltungsgericht in Koblenz werde noch diese Woche eingereicht. Der Besitzer eines Bekleidungsgeschäftes werde stellvertretend für alle Einzelhändler klagen. Vertreten wird er durch einen Rechtsanwalt, der kürzlich im Saarland die Öffnung der Geschäfte vor Gericht erzwungen hatte. Weiß rechnet damit, dass das Eilverfahren rund drei Wochen dauern wird. Das Ergebnis hätte Signalcharakter für ganz Rheinland-Pfalz.

17.3.2021, 11:02 Uhr – Auch Pforzheim will Modellstadt für Öffnungen werden

Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) hat die Alleinstellung der Stadt Tübingen als landesweite Corona-Modellkommune kritisiert. Dort ist am Dienstag ein Modellprojekt zu mehr Öffnungsschritten gestartet worden. Gegenüber den Pforzheimer Einzelhändlern und Gastronomen sei das Vorgehen der Landesregierung nur schwer vermittelbar, so Boch. Als Großstadt und Oberzentrum im Nordschwarzwald sei Pforzheim ebenfalls gut als Modell geeignet. „Wir wollen nicht benachteiligt werden“, betont Boch. Zumal angesichts steigender Inzidenzwerte Geschäfte in Pforzheim wieder schließen, während sie in Tübingen offen bleiben dürfen. Der Oberbürgermeister bietet an, dass sich Pforzheim mit Unterstützung der Apotheken beim Testen als Modellgroßstadt am Projekt „Öffnen mit Sicherheit“ beteiligt.

OB Boch bietet die Stadt #Pforzheim in Brief an Ministerpräsident Kretschmann neben Tübingen ebenfalls als #Modelkommune an - https://t.co/wGRKCCgj1W

17.3.2021, 9:33 Uhr – Corona-Hilfe jetzt auch für Brauerei-Gasthöfe

Auch Brauerei-Gasthöfe bekommen jetzt Corona-Hilfe. Darauf hat sich die Bundesregierung in Abstimmung mit Bayern verständigt, heißt es aus dem Bundeswirtschaftsministerium. An Brauereien angeschlossene Gaststätten können demnach künftig Anträge für November- und Dezemberhilfen stellen – unabhängig von den Umsätzen des restlichen Unternehmens. Dies betreffe unter anderem auch Vinotheken von Weingütern.

17.3.2021, 8:59 Uhr – Spahn bekommt Rückendeckung von Intensivmedizinern

Nach dem umstrittenen Aussetzen der Astrazeneca-Impfung bekommt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Rückendeckung von Intensivmedizinern: Spahn könne gar nicht anders entscheiden, wenn die Expertinnen und Experten vom Paul-Ehrlich-Institut eine solche Botschaft auf den Tisch legten, sagte der Chef der Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, Uwe Janssens, im Deutschlandfunk. Das für Impfstoff-Sicherheit zuständige Paul-Ehrlich-Institut hatte den vorübergehenden Impf-Stopp empfohlen. Hintergrund sind einzelne Fälle von Blutgerinnseln in den Hirnvenen nach der Impfung mit Astrazeneca. Spahn war der Empfehlung der Experten gefolgt. Zuletzt kritisierten ihn Grüne und FDP dafür scharf. FDP-Vize Wolfgang Kubicki fordert die Entlassung des Ministers.

17.3.2021, 7:37 Uhr – RP: Weitere Städte und Kreise verschärfen Regeln

In mehreren rheinland-pfälzischen Regionen gelten inzwischen wieder schärfere Corona-Regeln – wegen der gestiegenen Zahl von Neuinfektionen. Betroffen ist seit Mitternacht auch Ludwigshafen. Es wurden unter anderem Lockerungen im Einzelhandel zurückgenommen und die Maskenpflicht verschärft. In Pirmasens gilt ab heute die sogenannte Corona-Notbremse. Das Land hatte die Stadt angewiesen, wegen der hohen Inzidenz das öffentliche Leben zu beschränken. Es gelten Terminshopping und eine nächtliche Ausgangssperre. Auch der Kreis Neuwied und der Westerwaldkreis kehren heute zum Terminshopping zurück. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) pochte gestern erneut auf die Einhaltung der mit den Kommunen vereinbarten Verschärfung der Maßnahmen bei hohen Inzidenzwerten.

17.3.2021, 7:29 Uhr - SPD macht Vorschläge für Schüler-Förderprogramm

Die SPD-geführten Bundesländer haben sich auf Vorschläge für ein Schüler-Förderprogramm in der Corona-Krise geeinigt. Das hat Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) mitgeteilt. Seinen Vorstellungen nach soll es eine Milliarde Euro umfassen. Mit dem Geld könnten beispielsweise einzelne Nachhilfestunden oder Extra-Unterricht in kleinen Gruppen bezahlt werden, so Rabe. Damit könnten die Schülerinnen und Schüler die durch die Krise entstandenen Lernrückstände leichter aufholen. Die SPD will ihre Vorschläge in die Bund-Länder-Gespräche über die Corona-Folgen einbringen, die bereits seit einiger Zeit laufen.

17.3.2021, 6:00 Uhr – RKI: Fast 13.500 Neuinfektionen

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter an. Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages knapp 13.500 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind rund 4.300 mehr als vor einer Woche. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter, von knapp 84 gestern auf jetzt 86,2. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) stellte am Abend im ZDF weitere Öffnungsschritte infrage. Angesichts der Lage würde er sich gut überlegen, ob er am Montag weiter lockere, wie es der Bund-Länder-Beschluss vorsehe, oder das aussetze.

17.3.2021, 4:38 Uhr – Trump ruft Anhänger zu Corona-Impfung auf

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat seine Anhänger aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Er würde die Impfung empfehlen, sagte Trump dem Sender Fox News. „Ich würde sie vielen Leuten empfehlen, die sie nicht wollen, und viele dieser Leute haben offen gesagt für mich gestimmt.“ Der Impfstoff sei „großartig“ und „sicher“, betonte Trump. Anders als die anderen noch lebenden Ex-US-Präsidenten hatte sich Trump bislang eher verhalten für die Impfkampagne ausgesprochen. Laut Umfragen sind aber besonders männliche Republikaner skeptisch gegenüber Corona-Impfungen.

17.3.2021, 2:12 Uhr – FDP und Grüne kritisieren Spahn wegen Impfmanagement

Die Kritik am Impfmanagement von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wächst. FDP-Vize Wolfgang Kubicki legte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Spahns Entlassung nahe. Dieser Schritt würde helfen, neues Vertrauen der Bevölkerung in den Staat zu schaffen, sagte Kubicki dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckhardt forderte in den Funke-Zeitungen eine Erklärung Spahns zum Astrazeneca-Stopp. Die Bundesregierung müsse offenlegen, wie sie die möglichen Risiken einer Impfung gegenüber denen einer Nicht-Impfung und Corona-Erkrankung abgewogen habe.

17.3.2021, 0:13 Uhr – Kubicki kritisiert Stopp von Astrazeneca-Impfungen

Der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki hat den Stopp der Impfungen mit dem Mittel von Astrazeneca kritisiert. Die Entscheidung hindere Deutschland daran, schnell aus dem Lockdown herauszukommen, sagte Kubicki dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Impfstoff von Astrazeneca solle für alle freigegeben werden. Deutschland und viele weitere Länder haben die Impfungen mit dem Präparat ausgesetzt, weil es einzelne Fälle von Blutgerinnseln gegeben hat. Die Europäische Arzneimittelbehörde untersucht die Fälle.

16.3.2021, 22:09 Uhr – Laschet will mehr Impfungen am Wochenende

CDU-Chef Armin Laschet hat sich dafür ausgesprochen, die Menschen in Deutschland künftig auch verstärkt am Wochenende gegen Corona zu impfen. In einem ARD-extra sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident am Abend, es müsse alles getan werden, um mit dem Impfen voranzukommen. Angesichts steigender Infektionszahlen wollte Laschet einen neuen Lockdown nicht ausschließen und verwies auf die Bund-Länder-Beratungen in den kommenden Tagen.

16.3.2021, 21:37 Uhr – Urteil: Quarantänepflicht gilt auch für Geimpfte

Auch wer gegen das Coronavirus geimpft ist, muss in Quarantäne, wenn ein Familienmitglied oder ein anderer Mitbewohner im Haushalt infiziert wurde. Das hat das Verwaltungsgericht in Neustadt an der Weinstraße entschieden. Bisher lägen keine ausreichenden Belege dafür vor, dass Menschen mit vollständigem Impfschutz nicht infektiös erkrankten, argumentierten die Richter. Deshalb seien bisher keine Sonderregelungen für Geimpfte vorgesehen. Im konkreten Fall ging es um ein Ehepaar, das eine Arztpraxis in der Vorderpfalz betreibt und gegen eine verordnete Quarantäne geklagt hatte. Die Richter lehnten den Eilantrag ab.

16.3.2021, 20:03 Uhr – Kanada empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff auch für über 65-Jährige

Inmitten der Debatte über mögliche Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca will Kanada die Verwendung des Vakzins ausweiten. Das nationale Beratungskomitee für Impfungen (Naci) empfahl, den Impfstoff auch für Menschen ab 65 Jahren einzusetzen. Bislang galt die Empfehlung nur für 18- bis 64-Jährige, da für ältere Menschen nicht genügend Daten aus klinischen Tests vorlagen. Die nun erweiterte Empfehlung begründete das kanadische Beratungsgremium mit drei aktuellen Studien aus Großbritannien. Diese hätten gezeigt, dass der Impfstoff bei Senioren „sicher und wirksam ist und insbesondere vor schweren Krankheitsverläufe“ schütze.

16.3.2021, 19:35 Uhr – Drosten: Dritte Welle ohne Impfung nicht beherrschbar

In der neuen Folge des NDR Info Podcasts Coronavirus-Update befürwortet der Virologe Christian Drosten die Untersuchung der Thrombose-Fälle nach Astrazeneca-Impfung, betont aber die Wichtigkeit dieses Vakzins. Es gebe viele 60- bis 70-Jährige in Deutschland, und die seien meist noch nicht geimpft. "Gerade in diesen Jahrgängen wird es um und nach Ostern brenzlig werden." Die aus seiner Sicht wichtige Einbeziehung der Hausarztpraxen bei den Corona-Impfungen stehe und falle mit der Verfügbarkeit des Astrazeneca-Impfstoffs.

Drosten rechnet damit, dass noch in dieser Woche drei Viertel der erfassten Neuinfektionen auf die Coronavirus-Variante zurückzuführen sein werden. Mittlerweile erhärtete sich auch der Verdacht, dass die Mutante nicht nur ansteckender, sondern auch gefährlicher ist.

16.3.2021, 17:54 Uhr – Corona-Impfgipfel auf Freitag verschoben

Der Impfgipfel von Bund und Ländern wird auf Freitag verschoben. Das hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) gesagt. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA schaut sich den Impfstoff von Astrazeneca nochmal genauer an, am Donnerstag sollen die Ergebnisse vorgestellt werden. Dann gibt es hoffentlich Klahrheit, so Dreyer. Die EMA hat bis jetzt noch keine Hinweise darauf gefunden, dass der Impfstoff von Astrazeneca Schuld an den Blutgerinnsel bei einigen Geimpften ist. Sie nehme die Untersuchung aber sehr ernst.

16.3.2021, 16:46 Uhr – Kultur und Gastronomie begrüßen Tübinger Modell

Der Intendant des Landestheaters Tübingen, Thorsten Weckherlin, ist über die weitgehenden Lockdown-Lockerungen in Tübingen erleichtert. Das bundesweit einzigartige Pilotprojekt könne zeigen, dass man mit gesundem Menschenverstand, einer guten Belüftung im Saal und Schnelltests Theater wieder öffnen könnte, so Weckherlin. Seit Dienstag dürfen Kultureinrichtungen und Gastronomie für Gäste mit einem negativen Schnelltest öffnen. Der Tübinger Gastronom und Dehoga-Vertreter Herbert Rösch freut sich mit seinen Mitarbeitern auf den Betrieb auf der Außenterrasse. Team und Küche seien auf die Gäste gut vorbereitet. Die Kinos werden keinen geregelten Betrieb aufnehmen, da wegen des Lockdowns keine aktuellen Filme im Verleih sind.

Corona-Modellprojekt Gilt für Ostern: Tagestickets in Tübingen nicht für Leute von außerhalb

Geöffnete Cafés und Biergärten, Shopping fast wie vor Corona-Zeiten – jetzt hat Tübingens OB Palmer wegen der vielen Gäste von außerhalb und steigender Corona-Zahlen doch reagiert.  mehr...

16.3.2021, 14:52 Uhr – Impfstoffhersteller Moderna beginnt Testreihe an Kindern

Das US-Unternehmen Moderna prüft, wie wirksam und verträglich sein Corona-Impfstoff bei Kindern ist, die jünger sind als 12 Jahre. Die Testreihe an mehr als 6.000 Kindern habe in den USA und Kanada bereits begonnen, teilte das Unternehmen mit. Die jüngsten sind den Angaben zufolge sechs Monate alt. Der Impfstoff von Moderna wurde wie der des Mainzer Unternehmens Biontech mit der neuen mRNA-Technologie entwickelt und ist in der EU bereits zugelassen.

16.3.2021, 14:36 Uhr – Nach Astrazeneca-Stopp: BW und RP planen Impfungen mit anderen Impfstoffen

Nach dem Stopp für Corona-Impfungen mit Astrazeneca wollen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Impfungen mit einem anderem Impfstoff soll ermöglichen. Alle Infos dazu hier:

Deutschland hat reagiert Astrazeneca vorerst gestoppt – wie geht es jetzt weiter?

Deutschland hat die Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca vorsorglich gestoppt, Impftermine sind abgesagt. Was bedeutet das für Menschen, die bereits damit geimpft wurden?  mehr...

16.3.2021, 12:20 Uhr – Deutschland erreicht Klimaziele wegen Corona-Pandemie

Deutschland hat sein Klimaziel für 2020 doch noch geschafft – und zwar wegen der Corona-Pandemie. Das steht in der sogenannten Klima-Bilanz, die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) in Berlin vorgestellt hat. Die CO2-Ausstöße sind letztes Jahr im Vergleich zu 1990 um etwa 40 Prozent zurückgegangen. Mit etwa 38 Millionen Tonnen CO2 weniger wurde in der Energiewirtschaft am meisten eingespart. Greenpeace geht aber davon aus, dass sich die Werte insgesamt wieder ändern, wenn die Pandemie vorbei ist.

16.3.2021, 11:53 Uhr – Biontech und Pfizer wollen schneller Impfstoff liefern

Um dem Mangel an Corona-Impfstoff möglichst vorzubeugen, wollen die Hersteller Biontech und Pfizer zehn Millionen Impfdosen früher an die EU liefern als geplant. Das teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mit. Insgesamt würden damit von April bis Juni insgesamt 200 Millionen Impfdosen von Biontech und Pfizer für die EU-Staaten bereitgestellt. "Das ist eine gute Nachricht. Es gibt den Mitgliedsstaaten Spielraum, um mögliche Lücken bei den Lieferungen zu stopfen", so von der Leyen. Gerade Länder, die vor allem auf den Impfstoff von Astrazeneca gesetzt hatten und mit diesen Impfungen nun aus Sorge vor möglichen Nebenwirkungen pausieren, drohten nun Engpässe.

16.3.2021, 11:44 Uhr – TUI verdoppelt Flüge nach Mallorca zu Ostern

Mallorca ist kein Corona-Risikogebiet mehr und dementsprechend hoch ist laut des Reiseanbieters TUI die Nachfrage an Urlaubsreisen. In den vergangenen Tagen habe es doppelt so viele Buchungen gegeben wie im gleichen Zeitraum 2019. „Wir haben uns daher entschieden, das Angebot für die Osterferien zu verdoppeln und bieten jetzt über 300 Hin- und Rückflüge an“, teilte der Geschäftsführer von TUI Deutschland, Marek Andryszak, mit.

Die ersten Flüge sollen am 21. März in Hannover, Düsseldorf, Frankfurt und neuerdings Stuttgart abheben. Vom 26. März an steuert Tuifly die Baleareninsel nun auch von München aus an. Der Reiseveranstalter weitet außerdem sein Hotelangebot auf Mallorca aus.

16.3.2021, 9:23 Uhr – Wegen Astrazeneca-Stopp: Impfgipfel wird verschoben

Der für Mittwochabend geplante Impfgipfel von Bund und Ländern wird nach der Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca verschoben. Das hat ein Regierungssprecher mitgeteilt. Die Telefonkonferenz zum Thema der Impfkampagne und der Einbeziehung der Hausärzte werde verschoben, bis eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zum Astrazeneca-Impfstoff vorliege.

Konkret sollte es bei den Beratungen auch um die Frage gehen, wie die Hausärzte in Deutschland flächendeckend in den Impfabläufen berücksichtigt werden könnten. In den Praxen sollte dabei insbesondere der Impfstoff von Astrazeneca zum Einsatz kommen, da dieser dort auch gelagert werden kann.

16.3.2021, 9:18 Uhr – Weniger Beschäftigte in der Deutschen Industrie

Die deutsche Industrie beschäftigt wegen der Corona-Krise deutlich weniger Mitarbeiter. Ende Januar waren rund 5,4 Millionen Menschen in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 50 Beschäftigten tätig. Das seien knapp 161.000 oder 2,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat Dezember gab es ein Minus um 0,7 Prozent.

Deutliche Auswirkungen der #Corona-Krise: Die Zahl der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe ist im Januar 2021 um 2,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen. Den stärksten Rückgang gab es mit -6,6 % in der Metallerzeugung und -bearbeitung. https://t.co/f82DD9gm4e https://t.co/q7kwJKIemE

16.3.2021, 8:18 Uhr – RKI: Mehr als 5.400 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 5.480 Neuinfektionen. Das sind 1.228 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag leicht auf 83,7 von 83, vor einer Woche lag sie bei 67,5. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 238 weitere Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 73.656. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,581 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

16.3.2021, 6:31 Uhr – Giffey fordert mehr Corona-Tests vor Kita- und Schulbesuch

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat gefordert, Corona-Tests vor dem Kita- oder Schulbesuch auszuweiten. „Solange flächendeckendes Impfen noch nicht geht, muss das Testen vor dem Besuch von Kitas und Schulen, aber auch von Kinder- und Jugendeinrichtungen ausgeweitet werden“, sagte Giffey dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Selbsttests sollten dabei sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für das Personal zur Anwendung kommen, um mehr Sicherheit für alle zu gewährleisten und Infektionsketten zu unterbrechen.“

16.3.2021, 6:27 Uhr – Ein Jahr nach Corona-Rückholaktion noch Tausende Rechnungen offen

Ein Jahr nach Beginn der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik hat die Bundesregierung mit 17,9 Millionen Euro erst ein Fünftel der Gesamtkosten von den Passagieren abkassiert. Ziel ist es, sich etwa das Doppelte von den 67.000 wegen der Corona-Krise gestrandeten Deutschen und EU-Bürgern zurückzuholen, die von der Regierung nach Hause gebracht wurden.

Etwa 21.000 Rechnungen wurden aber noch gar nicht verschickt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Auswärtigen Amt erfuhr. Begründet wird das mit dem großen bürokratischen Aufwand und den erschwerten Arbeitsbedingungen wegen der Corona-Pandemie.

16.3.2021, 1:25 Uhr – Sondersitzung der EU-Arzneimittelbehörde am Donnerstag zu Astrazeneca

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will am Donnerstag über den Impfstoff von Astrazeneca beraten. In einer Mitteilung heißt es, vorerst sei man weiter der Überzeugung, dass die Vorteile des Impfstoffs größer seien als das Risiko durch Nebenwirkungen.

Deutschland hat reagiert Astrazeneca vorerst gestoppt – wie geht es jetzt weiter?

Deutschland hat die Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca vorsorglich gestoppt, Impftermine sind abgesagt. Was bedeutet das für Menschen, die bereits damit geimpft wurden?  mehr...

16.3.2021, 1:15 Uhr – Schulleiter-Verband gegen Präsenzunterricht für ältere Schülerinnen und Schüler

Der Verband der Schulleiter plädiert wegen der steigenden Corona-Zahlen dafür, dass ältere Schülerinnen und Schüler vorerst weiter im Distanzunterricht lernen. Unter medizinischen Gesichtspunkten könne man eine Öffnung jetzt nicht verantworten, sagte die Vorsitzende des Allgemeinen Schulleiterverbands, Gudrun Wolters-Vogeler, den Funke-Zeitungen. Schon jetzt sehe man, wie die Zahl der Infektionen hochgehe. Es sei ein Ritt auf der Rasierklinge. Zwar wissen man, dass die Not der Schüler groß sei, so Wolters-Vogeler, aber die Not der Kolleginnen und Kollegen sei auch groß, solange sie nicht geimpft seien und nicht regelmäßig getestet werde.

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