Als sich die Dire Straits 1977 in London gründen, scheint dies eigentlich genau der falsche Zeitpunkt für deren relaxte Art von Rock zu sein. Grund: Punk kommt auf und ist für die nächsten zwei Jahre der bestimmende Musikstil. Trotzdem nehmen die Dire Straits 1977 ein Demo ("Sultans Of Swing") auf und verschicken es. Ein DJ der BBC spielt es regelmäßig in seiner Sendung. So werden Plattenfirmen und Publikum auf die Dire Straits aufmerksam und der Demosong wird 1979 in Europa und Amerika zum Radio-Hit - parallel zum Abklingen der Punkwelle. Der moderat-melancholische Rock findet in den cleanen 80ern zunehmend Fans und die LPs der Band verkaufen sich blendend. Mit Singles wie "Private Investigations" oder "Romeo And Juliet" etabliert sich die Band sogar in den Charts. Absoluter Höhepunkt ist allerdings das Album "Brothers In Arms" aus dem Jahre 1986. Dieses Werk schafft nicht nur 6fach Platin!, sondern verhilft auch der CD zum Durchbruch, da es eines der ersten Alben auf diesem damals neuen Medium ist. Singles wie "Money For Nothing" oder "Walk Of Life" werden zu Meilensteinen und die Gruppe zählt fortan zu den wichtigsten Rockgruppen der 80er Jahre. Danach wird es aber ruhiger um die Band. Grund: Der Kopf der Gruppe, Gitarrist und Sänger Mark Knopfler konzentriert sich auf andere Projekte wie Filmmusiken "Screenplaying" (1993), Produzentenjobs und Countrymusik. Erst 1991 veröffentlicht die Band ein neues Album: "On Every Street" kann an den Megaerfolg des Vorgängers nicht anknüpfen. Danach scheint Mark Knopfler das Interesse an seinen Mitmusikern verloren zu haben. In den 90ern veröffentlicht er Soloalben, geht sporadisch auf Tour und spielt dort auch die alten Dire Straits Klassiker. Die letzten beiden Alben erreichen nochmals die Qualität seiner einstigen Band: "Sailing To Philadelphia" (2003) und "Shangri-La" (2004). Unbedingt reinhören.