STAND
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SWR3

Aus dem Augenwinkel hab ich sie gesehen,
all die Blicke von der Seite.
Die das Gesicht meines Liebsten verschwimmen lassen.
In der Hoffnung, dass wir jung sterben,
uns zu Tode saufen.
Alles verkümmern lassen,
auch noch den letzten Dollar verrauchen,
den letzten Lacher rausholen,
weil wir mehr nicht hatten.
Die Stadt war noch kleingeistiger,
als das, was ohnehin schon alle verrückt gemacht hat.
Das tu ich mir nie wieder an!

Ich hab schon noch ein bisschen Liebe für euch übrig,
aber nur für einige von euch.
Hab meine Abschiedsrunde schon gemacht.
Ich werd’ an dich denken Mama,
und auch an dich, Papa.
Während ich aus allen Rohren feuere.

Denn ich bin ein Cowboy.
Merkt euch meinen Namen,
und wo ich herkomme.

(Tut mir leid, dass ich so offen bin.)
Ich habe die Aufrichtigkeit
einer heiliges Wasser pinkelnden Jungfrau.
So frei hab ich mich noch nie gefühlt.
Das kannst’e mir glauben.
Ich schmecke das an deinem Körper,
sehe es in deinem Zorn.
Ich weiß, dass du das gleiche denkst wie ich.

Ich werde immer mal wieder einknicken.

Aber es trifft mich nicht mehr so hart.
Ich habe eine dicke Haut,
eine dunkle Seele und ein gebrochenes Herz.
Aber es trifft mich nicht mehr so hart.
Bei weitem nicht.

Denn ich bin ein gottverdammter Cowboy.

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