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Er stand halt an der Straße.
Ohne Schirm und Mantel und klatschnaß.
Ich habe ihn mitgenommen. Er war froh drum.
Wir sind rumgefahren, eher ziellos.
Ich habe ihn nicht mal gefragt, wie er heißt.
Ich wollte nur, daß er diese Nacht bei mir bleibt.
Das war das einzige, worum ich ihn gebeten habe:
daß er es auch will.
Wir sind dann in ein Hotel gefahren, das ich kenne.
Die Nacht war einfach jenseits aller Realität.
Er hat halt alles richtig gemacht.
Hat mich so angefaßt, wie ich angefaßt werden möchte.
Hat mich wieder zur Frau gemacht.
Am Morgen habe ich ihm nur diesen Zettel dagelassen:
Ich bin die Blume, Du bist der Samen.
Es war wie ein Spaziergang im Garten, und wir haben einen Baum gepflanzt.
Versteh bitte: Ich liebe meinen Mann.
Du hast mir heute nacht etwas gegeben, was er mir nicht geben kann.
Du bleibst Erinnerung. Für immer.
Suche mich nicht.
Danke.

Irgendwann später ist er mir noch einmal begegnet.
Er hat das Kind auf meinem Arm gesehen, hat seine Augen gesehen und war still.
Es waren seine Augen.

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